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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tagesmutter reloaded - auch zweite Tagesmutter schmeißt ( halb ) hin



Juniwald
17.04.2012, 07:57
Hallo,

ich hatte bereits im Januar zum Thema " Tagesmutter sagt ab " geschrieben. Jetzt haben wir April und die zweite Tagesmutter hat sich - halb - verabschiedet.

Ich schreibe noch mal kurz meine Geschichte :

meine Tochter ist jetzt 1,5 Jahre alt. Mein Partner wohnt mehrere 100 km weit weg, bin also mehr oder weniger alleinerziehen, meine Tochter hängt daher sehr an mir.

Mitte Januar sollte für mich die Arbeit wieder losgehen. Da die Plätze für unter 3 jährige hier Mangelware sind, habe ich mir eine Tagesmutter gesucht. Sie hatte zwar keine Erfahrung, war aber dafür umso mehr motiviert und meine Tochter hätte dort vollen Familienanschluss gehabt ( 2 Töchter mit 13, 16, beides engagierte Babysitter ). Die Eingewöhnung verlief nicht so optimal, alle Familienmitglieder saßen bei meiner Tochter und haben sich mit ihr beschäftigt. Ich habe mich zwar gefragt, wie meine Tochter da ein Verhältnis zur TM aufbauen soll, dachte aber, die wird schon wissen was sie tut.

Als ich sie das erste Mal alleine gelassen habe, gab es natürlich großes Geschrei. Und so blieb es auch. 5 Tage vor Arbeitsbeginn rief mich die TM an und sagte, sie traut es sich doch nicht zu.

Ich habe dann einen weiteren Monat Elternzeit rangehängt - auf eigene Kosten - und habe mir durch das Jugendamt eine neue TM vermitteln lassen. Selbst der TM Markt bei uns ist leergefegt, daher hatte ich nicht viel Auswahl.

Unsere jetzige TM hat Erfahrung, sie schien mir sehr kompetent und meine Tochter baute ( für ihre Verhältnisse ) recht schnell eine Bindung auf. Für die Eingewöhnung veranschlagte sie aber nur 6 Termine, was ich für ein Kleinkind zu wenig finde. Aber egal.....

Für die Anfangszeit schlug die TM vor, dass meine Tochter vormittags von meinen Eltern abgeholt wird. Klappte super und meine Tochter weinte dann auch schnell morgens beim Abgeben nicht mehr. Mitte März hat meine Tochter dort zum ersten Mal geschlafen. Sie hat insgesamt 7 x dort Mittagsschlaf gemacht. Wohl mit viel Geschrei und Begleitung durch die TM.

In der ersten Aprilwoche war die TM im Urlaub, in der zweiten Aprilwoche war sie krank. Freitag rief sie dann an und sagte, sie kann meine Tochter nicht mehr über Mittag nehmen.
Sie schafft es psychisch nicht mehr, wird sonst wieder krank und möchte nicht wieder ins Krankenhaus. Klang für mich so, als wäre sie in der Vergangenheit mal in Behandlung gewesen.

Nun wird meine Tochter ( entgegen des noch gültigen und bindenden Vertrages ) wieder vormittags von meinen Eltern abgeholt. Ich habe für jeden Monat voll bezahlt und die TM kriegt die volle Förderung vom Jugendamt, obwohl meine Tochter dort nur an 7 Tagen vertragsgerecht betreut wurde.

Ich habe ab Sommer / Herbst mit großer Wahrscheinlichkeit einen Krippenplatz. Meine Überlegung, bei der ich Eure Hilfe und Erfahrung brauche , versuche ich es mit einer neuen Tagesmutter oder lasse ich es bei der Regelung, dass meine Eltern meine Tochter vormittags abholen.

Meine Eltern gehen stramm auf die 70 zu und ich finde, dass meine Tochter unter Kindern besser aufgehoben ist, als ständig bei den Großeltern.

Bei all meiner Wut, die ich momentan auf die TM habe, muss ich natürlich bedenken, was für meine Tochter am besten ist. Versuche ich es für ein ein knappes halbes Jahr mit einer neuen TM ?

Juniwald

Peppis
17.04.2012, 08:06
Hallo Juniwald,

mensch, du hast da aber ein Hantier mit deinen Tagesmüttern. :-( Ich kann mich noch an deinen letzten Thread erinnern.

Es ist gut, dass du den Kita Platz hast. Dann kommt bestimmt ganz schnell Ruhe in die Angelegenheit.

Geld würde ich anteilig zurückverlangen. Jugendamt entsprechend benachrichtigen.

Und ich würde es so machen, die Kleine im nächsten halben Jahr mittags in den Hafen von Oma und Opa einlaufen zu lassen und keine neue TM zu besorgen. Das ist glaub ich ein bisschen viel des Wechselns und des Hin- und Her.

Ich bin damals auch wieder arbeiten gegangen, als der Kleine 1 war (März 2011). Kita Platz hatte ich ab 15.8. Bis dahin haben mir meine Schwiegereltern an 3 Tagen Vollzeitarbeit aus der Klemme geholfen. Dem Kleinen hat das sehr gut getan, bei den beiden (auch ohne Kinder) und entsprechend eng ist heute das Verhältnis.

Und in der Kita (hatte ich dir damals schon geschrieben) schmeissen sie auch nicht so schnell die Flinte ins Korn, wenn ein Kind Startschwierigkeiten hat (wovon ich ein Lied singen kann).

crazy79
17.04.2012, 08:32
Ich kann mich der Vorschreiberin nur anschließen: Das Geld anteilig zurückverlangen und auch das Jugendamt über die reduzierten Zeiten informieren. Du brauchst sie ja nicht für was bezahlen, das sie gar nicht leistet.
Dann würde ich den Status Quo belassen, solange die Kleine da glücklich ist und deine Eltern damit einverstanden sind. So kann die Kleine ein enges Verhältnis zu den Großeltern aufbauen und muss nicht noch einen Wechsel der Bezugsperson "verkraften"... Der Wechsel in die Kita wird bestimmt noch anstrengend genug ;)

Juniwald
17.04.2012, 09:12
Hallo,

danke für Eure Antworten.

Momentan tendiere ich auch dazu, die Kleine bei der TM zu lassen.

ABER : wie zuverlässig ist die TM noch ? Nachher schmeißt sie beim nächsten Zipperlein ganz hin. Ich vertraue ihr nicht mehr. Klar ist ein weiterer Wechsel im Prinzip unsinnig, wenn meine Tochter zum Sommer / Herbst in die Kita geht.

Was noch hinzukommt : meine Eltern sind von der Gesundheit nicht mehr die fittesten. Auch hat meine Mutter keinen Führerschein. Wenn mein Vater aus irgendeinem Grund ausfällt, bin ich aufgeschmissen. Ach, alles nicht einfach.

@ Peppis : ja ich kann mich an Deinen Beitrag erinnern. Wie lange hat Dein Sohn gebraucht, um sich in der Kita einzugewöhnen ? Können die überhaupt ein Kind wieder rausschmeißen ?

@ crazy79 : ich meine Vermittlerin informiert, sie leitet das dann an die Finanzabteilung weiter. Mit der TM bin ich übereingekommen, dass ich nächsten Monat nichts bezahlen muss. Kommt von der Summe hin.

Juniwald

crazy79
17.04.2012, 09:20
Puh, das ist echt nicht einfach!
Kannst du bei der Kita nochmal anfragen, ob die Kleine vielleicht schon früher hinkann bzw ab wann du den Platz sicher hast? Oder ob die dir noch nen Rat haben?
Wir hatten im ersten Kindergartenjahr das Problem, dass der Mini nur halbtags hinkonnte und die Tagesmutter (Freundin von mir) die Nachmittagsbetreuung sehr kurzfristig gekippt hat - die Ansage war: ich kann das nimmer, schau, dass du so schnell wie möglich was anderes findest. Ich hab das nach dem ersten Schock mit der Kindergartenleiterin besprochen - und sie konnte mir eine Mutter aus dem Kindergarten vermitteln. Dort war der Mini super aufgehoben, hatte auch gleich einen älteren Kontakt im Kindergarten und damit weniger Probleme beim Wechsel von der Krippe ins freie Haus mit 2 Jahren.

Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen, dass du eine gute Lösung findest!

Peppis
17.04.2012, 09:45
Vielleicht suchst du nochmal das Gespräch......und vermittelst ihr, wie wichtig das ist, dass sie das Kind nun zuverlässig für die nächsten Monate bis mittags annimmt.

Ich würde es auch von der Reaktion abhängig machen.

Mit deinen Eltern: Es ist ja nur vorübergehend, ein absehbares kleines Zeitfenster. Bis dahin wird es schon gutgehen.

Trotzdem sehr doof alles, ich kann dich sehr gut verstehen :blume:

Mein Sohn hat insgesamt 4 Wochen gebraucht. Ich war grad krank geschrieben und von daher hatte ich da keinen Druck. Allerdings war er das einzige Kind mit einer derartig langen Eingewöhnungszeit. Alle anderen haben sich sehr viel schneller eingefunden. Er hat gebrochen, sobald ich auch nur zur Toilette wollte, ist blau angelaufen, vor lauter Schreien (soviel mal zu den Dimensionen).

Und nein, ich habe nie gehört, dass ein Kind "rausgeschmissen" wurde. Ich arbeite selber bei dem Träger, wo mein Kleiner in den Kiga geht.

ICH habe gedacht, er packt es nicht. Die Kindergärtnerinnen (sehr viel Erfahrungen mit U 2 Kindern) haben mich aufgebaut, dass er das packen wird. So soll es sein.......

Und er hat es gepackt. Und wie.... Heute wird schon gar nicht mehr aufgeschaut, wenn ich gehe :-) Da ich derzeit mit gebrochenem Fuss "rumkrücke" ist er seit 10 Wochen über Mittag sogar bis 16.00 Uhr in der Einrichtung, mit Mittagsschlaf. Das hat alles sehr problemlos geklappt.

Das wird schon, auch bei dir :-) Deine Kleine ist dann ja auch schon 2 Jahre alt......

Symphonie
17.04.2012, 09:49
ich würde mal zum kig gehen und der leitung erzählen was los ist. Dass Du schon einen Monat unbezahlt zuhause warst und die Tamu nun Probleme macht,auch die Anmerkungen mit den psychischen Problemen. Vllt bekommst Du früher einen Platz oder hast den anderen dann sicherer.

sonst würd ich Deine Tochter bis mittags bei der Tamu lassen, das hin und her zu einer neuen ist nicht gut.

Das ist wirklich ein Mist und ich finde es unverantwortbar zumal die zweite Tamu doch bestimmt von eurem Unglück mit der ersten wusste.

schokimonster
17.04.2012, 10:47
Hallo,

ich habe selbst als TM gearbeitet als meine kleine große noch klein war und dann bis zur Geburt meines kleinen. ;-) (umständlicher kann man es kaum schreiben)

Ich bin ziemlich geschockt wie larifari viele TM arbeiten und sich so garnicht an vereinbarte Verträge halten. Sowas macht mich wütend.

Ich kann dir jetzt nur sagen was ich aus deinen Schilderungen zum jetzigen Zeitpunkt tun würde und hoffe das du dir aus all unseren Meinungen deinen Weg raus suchst.

Jugendamt informieren, Geld zurück verlangen und doch nochmal einen neuen Versuch starten bei einer TM. Deine Tochter ist 1,5 Jahre und soll mit der Grund sein das eine Erwachsene Frau ins Krankenhauses muss?! Krank wird oder schon ist?! Nein das Risiko meine Tochter dort alleine zu lassen wäre mir zu hoch. Will dir damit keine Angst machen. Ich finde ihr Verhalten sehr unprofessionell, wenn ich mit U3 Kindern arbeite verlangt es etwas mehr als eine Eingewöhnung von nur 6 Tagen. Mehr Einfühlungsvermögen, mehr Geduld und Verantwortung, auch den Eltern gegenüber. Das ist das erste loslassen, ich MUSS dem Kind doch die Chance lassen das erstmal zu verarbeiten!!
Sowas von arrogant und oberflächlich.. Hauptsache Geld kassieren, ihr müsste die Zulassung entzogen werden. Aber gut ich merke grade das ich vom eigentlichen Thema und deinem akuten Problem weg komme.
Sicherlich ist es viel für deine kleine, wieder neue Umgebung, neue TM, neue Kinder aber grade wenn sie sich schwer löst wäre eine neue TM noch eine Chance vor der Kita, vielleicht läuft es beim nächsten mal so gut das du sie dann doch länger da lässt. In einem Kita gehen so sensible Kinder schnell unter. Je nachdem wie viele Kinder zusammen kommen. Ich finde für Kinder U3 ist eine qualifizierte, gute TM die auf ihre Kinder mit Respekt und liebe eingeht und einen guten Kontakt mit den Eltern/Mama hält eine super Möglichkeit der Betreuung.

Denk mal drüber nach, und bitte lass dir nicht das Gefühl geben das deine Tochter schuld ist oder das mit ihr was nicht stimmt !!!

Vlg Schoki

P . S. Wo wohnt ihr den? Gerne auch per PN wenn du magst.

schokimonster
17.04.2012, 10:52
Noch was wegen Oma und Opa. Egal welchen Alters sind Großeltern immer eine Bereicherung für Kids und umgekehrt :-) . Rede doch mit deinen Eltern einfach mal offen was sie sich zutrauen würden in punkto Betreuung.

Peppis
17.04.2012, 11:04
Schoki,

ich hab genau andere Erfahrungen gemacht.

In einer Kita mit ausgewiesener U 3/ U 2 Betreuung gibt es gesetzliche Vorgaben, die erfüllt sein müssen.

Bei uns gibt es auf 10 Kinder (wovon im Schnitt immer nur 7, wegen Krankheit u.a. Gründen da sind) 3 (!) Erzieherinnen mit inzwischen 4 jähriger Erfahrung.

Mein sehr sensibler Sohn (siehe Bericht Eingewöhnung) wurde dort optimal eingewöhnt und mit sehr viel Verständnis und Zuwendung hat er einer der Erzieherinnen sehr feste in sein Herz geschlossen.

Tagesmütter gibt es in unserer Kommune wenig gut qualifizierte. Das darf ich mal so sagen, weil ich selber in dem Bereich arbeite. Die Motivation ist da auch einfach zu hinterfragen.

Wobei ich auch ausdrücklich sagen möchte, dass es mit Sicherheit hervorragende Tagesmütter gibt.

Juniwald
17.04.2012, 11:20
Hallo,

@ Schokimonster : kriegst heute Abend PN.

@ Peppis : oh mei, bist hochschwanger mit gebrochenem Fuß !!!!!!!! Alles Gute für Dich. Zum Glück ist nicht Hochsommer !!!!!

Ich werde mich morgen mit der TM zusammensetzen und besprechen, wie es nun weitergehen soll. Ich merke aber, dass ich das Vertrauen verloren habe. Und in mir steigt immer Ärger hoch, den ich dann runterschlucken muss. Keine gute Basis für die nächsten Monate, zumal ich mich frage, was ist, wenn meine Tochter mal ein paar Tage schlecht drauf ist.

@ Symphonie : meine Tochter kann nicht früher in die Kita, weil das jetzt noch ein ganz normaler Kiga ab 3 Jahren ist. Die Gruppe für unter 3 jährige wird zum Sommer komplett neu eingerichtet, also auch räumlich. Jetzt ist da noch Baustelle. Also gehts auch rein körperlich nicht *g*

Ich war zu der TM von Anfang ehrlich. Habe ihr erzählt, dass die erste nach 2 Wochen das Handtuch geworfen hat. Habe auch die familiäre Situation erwähnt und gesagt, dass meine Tochter sehr an mir hängt und sensibel ist. Ich ärgere mich sehr darüber, denn sie wusste doch, dass sie psychisch nicht stabil ist. Da hätte sie gleich sagen müssen, nein, so ein Kind nehme ich nicht. Dann wäre noch genügend Zeit gewesen, nach Alternativen zu suchen.

Juniwald

berlinerin73
17.04.2012, 11:41
Oh Mann, Juniwald, laß´ Dich mal drücken!!!
So eine richtige Idee habe ich nicht, ich wäre auch hin- und hergerissen. Du hattest damals diese Spielgruppe erwähnt, zu der sie stundenweise gehen könnte. Gibt es die Möglichkeit noch? Könntet Ihr da mal zur Probe hin, um zu sehen, wie es ihr dort gefällt? Und danach vielleicht in Kombination mit Deinen Eltern, also bis mittags dorthin und dann zu Oma und Opa oder so ähnlich? Ich glaube, ich hätte auch das Vertrauen in die TM verloren und würde sie da möglichst bald weghaben wollen. Wie würdest Du denn eine neue Eingewöhnung gestalten (egal ob bei einer neuen TM oder Spielgruppe), könntest Du Urlaub nehmen?
Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, daß Du schnell eine gute Lösung findest. Und Du wirst sehen, in der KiTa wird alles anders sein und bei Euch wird endlich Ruhe einkehren!!!

Wiesenkraut
17.04.2012, 12:48
Juniwald,
ich würde das Gespräch mit der TM nicht alleine machen sondern mit der zuständigen Beraterin des Jugendamtes. Ich kanns nur von meiner Stadt sagen, dort gibt es eine Fachberatungsstelle für Tagesmütter die man in so schwierigen Lagen einschalten kann. Die kümmern sich nicht nur um die Finanzen sondern eben auch um alle anderen Probleme und ich denke mir dass sie auch sicher bei der Schilderung der Lage ein Auge mehr auf die TM haben werden.

Der Rat weiter die selbe Tagesmutter oder eine andere ist so schwer zu erteilen.

Für mich wäre die Frage, fühlt sich deine Tochter bei der Tagesmutter nach wie vor wohl.
kannst du offen mit deinem Chef über die Problematik reden und könntest dort im Zweifel kurzfristig Urlaub bekommen , wenn die Tagesmutter erneut wegfällt?
Dann würd ich offen mit den Großeltern regeln, ob sie sich das zutrauen, die Betreuung so lange zu übernehmen. Ich würde ihnen klar sagen, dass keinem damit geholfen ist, wenn sie sich überfordern.
Wenn das alles positiv zu beantworten ist, würde ich das Kind dort lassen und keinen erneuten WEchsel durchmachen lassen.

Was Kigas betrifft, schließe ich mich Peppis an mit ähnlichen Erfahrungen und anders als von Schocki geschildert

Bei uns gibt es auf 10 Kinder (wovon im Schnitt immer nur 7, wegen Krankheit u.a. Gründen da sind) 3 (!) Erzieherinnen mit inzwischen 4 jähriger Erfahrung.

Mein sehr sensibler Sohn (siehe Bericht Eingewöhnung) wurde dort optimal eingewöhnt und mit sehr viel Verständnis und Zuwendung hat er einer der Erzieherinnen sehr feste in sein Herz geschlossen.

wir haben die absolut selben Betreuungsschlüssel in der U3 Gruppe. Die Eingewöhnung war ein Traum und meine Kleine die in jeder Krabbelgruppe an mir geklebt hat, hat genau die Zeit dort bekommen die sie zur eingewöhnung brauchte und ich wurde im entscheidenen Moment geschubst loszulassen, wenn sie so weit war.
Auch heute bin ich jeden Tag dankbar für die wirklich liebevolle Betreuung in der Kita, die kleine Gruppe und die sehr individuelle Förderung. Es gibt jederzeit ein offenes Ohr. Probleme werden offen angesprochen und gemeinsam nach Lösungen gesucht.
Ich kann nur sagen, wir hätten es nicht besser treffen können.

Tigerente
17.04.2012, 13:20
Juniwald, ich würde die Entscheidung auch daran festmachen, wie sicher die rechtzeitige Einrichtung der U3-Gruppe und Euer Platz in der Kita ist. Wenn es sicher ist, dass es im August losgehen kann, würde ich die Kleine erstmal bei der TM lassen und das mit den Großeltern organisieren. Ich gebe aber zu bedenken (bei uns im Kindergarten ist es so), dass sich die Fertigstellung neuer Räumlichkeiten für eine Krippe auch verzögern kann und dass bei kompletter Neueinrichtung der Gruppe auch nicht alle Kinder gleichzeitig eingewöhnt werden, sondern das so nach und nach passiert.

Ich würde also auf jeden Fall mit der Kita Kontakt aufnehmen, den Fall schildern und mir fest Zusagen ausbitten (bis wann ist es auf jeden Fall fertig, kann Deine Tochter als eines der ersten Kinder eingewöhnt werden etc.) Wenn es eventuell dann doch bis Oktober dauert (so ist es bei uns gerade, eigentlich hätte es jetzt schon fertig sein sollen), würde ich mit dem Jugendamt Rücksprache halten und eine neue Tagesmutter suchen, nochmalige Eingewöhnung hin oder her.

Peppis
17.04.2012, 14:42
und ich wurde im entscheidenen Moment geschubst loszulassen, wenn sie so weit war.
Auch heute bin ich jeden Tag dankbar für die wirklich liebevolle Betreuung in der Kita, die kleine Gruppe und die sehr individuelle Förderung. Es gibt jederzeit ein offenes Ohr. Probleme werden offen angesprochen und gemeinsam nach Lösungen gesucht.
Ich kann nur sagen, wir hätten es nicht besser treffen können.

Ein OT:

Bei mir haben sie mal kräftig nachgetreten, als es Zeit war loszulassen *ggg* Vollkommen zu recht :-)

Juniwald,

danke für die Besserungswünsche....Es wird bei mir....

Dir drücke ich alle Daumen für die richtige Entscheidungsfindung. Wichtig ist, dass du dich damit gut fühlst und es organisatorisch geht.

Lass mal hören, wie es weitergeht.....

Inaktiver User
17.04.2012, 16:39
Mensch Juniwald,
was hast du ein Pech mit den Tagesmüttern :in den arm nehmen:

Ob Krippe oder Tagesmutter da hat wohl jeder andere Erfahrungen gemacht, und es gibt sicher bei beiden die Guten und die weniger Guten. Das Wichtigste ist ob deine Tochter sich bei der Tagesmutter wohl fühlt, wenn ja würde ich es lassen wie es ist und ihr nicht noch einen weiteren Wechsel zumuten. Du hast das grosse Glück dass deine Eltern einspringen können und sie tun es doch sicher gern, warum also nicht es als Uebergangslösung nehmen? Und überleg doch nicht was kommen könnte aufgrund des Alters, warum soll grade in den paar Monaten was passieren? Der Tagesmutter würde ich aber nicht verraten dass sie nur noch eine Uebergangslösung ist, denn dann wird sie sicher noch weniger motiviert sein.

Alles Liebe

Tigerente
17.04.2012, 20:55
Meine Eltern gehen stramm auf die 70 zu und ich finde, dass meine Tochter unter Kindern besser aufgehoben ist, als ständig bei den Großeltern.


Darüber bin ich gerade noch gestolpert. Auch wenn ich meine Mutter oder meine Schwiegereltern nie als Dauerlösung für die Kinderbetreuung gesehen hätte (Schwiegermutter voll die Verwöhnoma, meine Mutter dafür davon beseelt, die Kinder richtig zu erziehen, was ihrer Tochter offensichtlich nicht gelingt), hätte ich jede von ihnen für einen Überbrückungszeitraum mit Handkuss genommen.

Insofern modifiziere ich meine Antwort von oben nochmal. Wenn das mit der Krippe wirklich ganz ganz sicher ist, Du aber bei der Tagesmutter Bedenken hast, würde ich nochmal mit den Großeltern sprechen, ob sie sich die Angelegenheit im Notfall sogar durchgängig bis zum Sommer/Herbst vorstellen könnten. Eine Deiner Sorgen rankte sich ja darum, dass Deine Mutter im Fall des Falles ohne Auto Deine Tochter nicht abholen könnte - das käme ja gar nicht zum Tragen, wenn sie durchgängig bei den Großeltern wäre.

Das Argument mit den anderen Kindern halte ich im Alter Deiner Tochter und im Hinblick auf den eher kurzen Zeitraum bis Krippenstart für eher zweitrangig. Eher im Blick hätte ich, dass es ein extrem anstrengendes Alter ist, und ob die Großeltern das wuppen können.

Alles Gute, Tigerente
(die nach dem Lesen so mancher Stränge hier immer wieder glücklich ist, was sie für ein Glück mit ihren beiden Tagesmüttern hatte)

Juniwald
17.04.2012, 21:53
Guten Abend,

@ Mirka : ist lieb, dass Du in meinem Strang antwortest. Ich weiß immer noch nicht, was ich machen soll. Mal tendiere ich zu einer neuen TM, mal zur Lösung alte TM + Eltern. Ich bin auf jeden Fall richtig sauer und im Moment gerade abends sehr niedergeschlagen, weil ich nicht weiß, wie es bis Sommer / Herbst weitergehen soll.

@ Tigerente : durchgängige Betreuung trauen meine Eltern sich nicht zu. Da sind sie ehrlich. Meine Bedenken kreisen eher um den Dauerverwöhnmodus. Sie vergöttern die Kleine, lesen ihr jeden Wunsch von den Lippen ab und das finde ich nicht gut. Ich habe mir schon oft den Mund fusselig geredet, aber es ändert sich immer nur kurzfristig etwas. Klar, es wäre nur eine Übergangslösung...........aber irgendwie behagt mir alles nicht so richtig.

Am Freitag habe ich das Gespräch mit der Kita. Dort soll ich auch den Vertrag unterschreiben. Da werde ich meine Situation noch einmal schildern und genau nachfragen, wie und wann das mit der Eingewöhnung läuft.

@ all : habe mir jetzt einen Fahrplan zurechtgelegt. Am Freitag habe ich das Gespräch mit der Kita. Dann wird der Vertrag gemacht und ich erfahre mehr über den Startzeitpunkt und die Eingewöhnung. Danach rufe ich die Vermittlerin vom Jugendamt an und frage, ob sie noch TM Vorschläge für mich hat.

Wenn ja, werde ich mit denen Kontakt aufnehmen und sie mir anschauen. Und dann entscheiden, ob ich meiner Tochter einen Wechsel zumute.

Solange bleibt alles beim Alten.

Im Moment fällt es mir schwer, freundlich zur TM zu sein. Ich bin so sauer und würde ihr am liebsten richtig die Meinung sagen. Ich weiß nicht, ob ich es schaffe, mich bis zum Sommer / Herbst zurückzuhalten. Auch frage ich mich, ob meine Tochter nicht spürt, was los ist. Kleine Kinder merken doch, wenn sich zwei Erwachsene nicht mehr grün sind.

Juniwald

Halina
17.04.2012, 23:07
Juniwald,
mir tut das so leid für Dich und Deine Tochter. Ich verstehe ja nie die Bedenken, die manche gegen Tagesmütter haben - aber wahrscheinlich sind es solche Exemplare, die diese Betreuungsart in Verruf bringen. :knatsch:

Raten mag ich dir nichts, Dein "Fahrplan" hört sich gut an und ich würde beim Jugendamt nun schon mal nachfragen, ob sie denn auch mit professionellen und zuverlässigen Tagesmüttern zusammenarbeiten... :grmpf:

Ich würde Dir gern Deine Bedenken nehmen hinsichtlich des Verwöhnens durch die Großeltern. Dazu sind Großeltern doch da! :smile: Glaubst Du wirklich, Dein Kind nimmt Schaden davon, dass die Großeltern ihm alle (momentan doch sicher noch maßvollen) Wünsche erfüllen?

Ich wünsche Dir alles Gute für das Kita-Gespräch und das anschließende JA-Gespräch - ich würde wohl versuchen, ein persönliches Gespräch mit der JA-Dame zu machen. Nachdem das alles so schief gelaufen ist, hätte ich die Hoffnung, dass ein persönliches Gespräch da irgendwie konstruktiver ist.

Juniwald
18.04.2012, 07:48
Guten Morgen,

ich habe gerade noch einmal mit der TM geredet und ich bin so stinksauer, ich könnte platzen.

Sie dreht es so, dass ICH froh und dankbar sein soll, dass sie den Vertrag nicht gekündigt hat. Sie führte noch die Nachbarin ins Feld, die über ihr wohnt. Die hat ja auch zwei kleine Kinder, die gestört werden, wenn meine Tochter mittags so ein Theater macht. Und mein Vater hätte zu ihr gesagt, dass meine Tochter auch bei ihnen Probleme macht mit dem Schlafen. So ein Quatsch, hat mein Vater nie gesagt. Das mit der Nachbarin ist allerdings wirklich gut, muss ich mir merken.

Ich merke immer deutlicher, dass das keine Zusammenarbeit mehr ist. Und meine Tochter hat heute auch geweint beim Abgeben.

Ich werde berichten, wie es weitergeht......

@ Halina : ich bin immer davon ausgegangen, dass jede Frau, die TM wird, ein hohes Verantwortungsbewusstsein, Fairness, Einfühlungsvermögen und Durchhaltevermögen mitbringt. Klar ist TM ein toller Job, wenn die Kinder einfach sind. Aber das ist doch nicht die Regel. Wahrscheinlich nimmt meine Tochter keinen Schaden, wenn sie bis Sommer /Herbst verwöhnt wird, aber so richtig behagt mir das auch nicht. Erst mal schauen, was die Vermittlerin noch für Angebote hat.

Juniwald

Peppis
18.04.2012, 12:49
Hi Juniwald,

dein Plan klingt super !

Und nochmal zum Oma- und Opa Verwöhnprogramm:

Das würde ich nicht zur Entscheidungsfindung negativ werten.

Das ist ja ganz, ganz normal, dass liebe Großeltern viel verwöhnerischer unterwegs sind. Waren meine früher und sind die vom Schmall auch. Ich meine, das tut dem Kleinen keinen Abbruch, er liebt die beiden sehr.

Letzenendes weiß er aber sehr gut, wie die Regeln daheim sind und wie die Regeln bei Oma und Opa sind (die fast alles durchgehen lassen). Sind schon sehr clever die Kinder. Von daher fahre ich da meistens die Schiene. Sie ihr Ding, wenn er dort ist, wir unseres, wenn er hier ist.

:blume:

Inaktiver User
18.04.2012, 21:26
Hallo Juniwald,

Ich sehe es wie Peppis. Verwöhnungsprogramm durch die Großeltern würde ich für ein paar Monate als überhaupt nicht schlimm bezeichnen. Ich bin ebenfalls überzeugt dass Kinder sehr wohl wissen, welche Regeln bei wem gelten, und es wird deiner Erziehung bestimmt keinen Abbruch tun.

Deine Tagesmutter ist ja wirklich unglaublich. Sie macht sich über die Nachbarin Gedanken, statt darüber, wie sie deine Tochter bestmöglich betreuen kann??? Einfach nur unfassbar. Es tut mir so leid für dich, dass du nochmal so enttäuscht wurdest. Und vielleicht wäre ein (abschließendes) Gespräch mit jemandem vom Jugenamt und der TM wie es jemand empfohlen hat tatsächlich eine Lösung.

Ich kann verstehen, dass du nach diesem letzten Gespräch kein Vertrauen mehr hast. In dem Fall würde ich wohl ebenfalls als Übergangslösung nochmal eine TM suchen, wenn es sich die Großeltern nicht Vollzeit zutrauen. Ihr Armen, ihr tut mir echt leid. Vor allem auch deine Tochter, die sich jedesmal wieder einleben muss ...

Eigentlich habe ich noch immer nicht so recht verstanden, was genau ihr Problem ist. Dass deine Tochter mittags schwer in den Schlaf findet??? Oder wirft sie ihr noch andere Sachen vor?

Ich drücke dich mal. Kann mir vorstellen dass du niederschlagen bist. Wie empfinden denn deine Eltern die Frau?

Alles Gute für das Gespräch mit der Kita und dem Jugendamt! :blumengabe: