PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 172,00 kWh/(m²*a) schlechter Energieverbrauchskennwert?



Inaktiver User
13.04.2012, 11:05
Hallo zusammen,

wir schauen uns heute ein Haus an. 172,00 kWh/(m²*a), Größe 120qm, BJ 1995.

Nach längerem Lesen habe ich den Eindruck, dass das für dieses relativ neue Haus eine Katastrophe ist. Ist das so?

Das Haus verfügt noch über einen Ofen im EG, der im Winter dazu genutzt werden kann.

Herzlichen Dank.

Nocturna
13.04.2012, 12:25
Grübel, laut Wiki (http://de.wikipedia.org/wiki/Energieverbrauchskennwert)wäre das aber kein schlechter Wert.

Inaktiver User
13.04.2012, 13:06
Huch, das überrascht mich jetzt. Ich hatte in verschiedenen Foren ganz andere Sachen gelesen. Alternativ schauen wir uns noch ein Holzhaus an. 125KWh.

Weiß jemand was die Probleme mit Holzhäusern sein können? Norddeutschland. Schimmelgefahr?

Utetiki
13.04.2012, 13:18
Na ja, das Haus ist auch schon 17 Jahre alt. Jetzt gibt es ja mittlerweile schon wieder ganz andere Energiesparmaßnahmen.

Dieser Wert ist soviel ich weiß nur ein erster Kennwert, habt Ihr ein Gutachten eines Gebäudeenergieberaters?

Zu den Holzhäusern:
In Schweden, Finnland usw. stehen "nur" Holzhäuser. Da gibt es kein Schimmelproblem.

Nocturna
13.04.2012, 13:26
Alternativ schauen wir uns noch ein Holzhaus an. 125KWh.

Weiß jemand was die Probleme mit Holzhäusern sein können? Norddeutschland. Schimmelgefahr?
Einbruch mit der Stichsäge möglich? :smirksmile:
Was ist es denn genau für ein Holzhaus? Soll ich mir jetzt eine Blockfällerhütte in groß vorstellen oder meinst du eher eine Holztafelbauweise, wie sie meine Schwägerin in ihrem Fertighaus hat?

Nachteile? Ich schätze, du musst mehr bei den Versicherungen zahlen als für eine Massivbauweise, aber ob das viel ausmacht? Das Haus wird generell etwas hellhöriger sein und bei Umbaumaßnahmen kann man schlecht Hammer und Meißel ansetzen, aber sonst?

Ich würde aber auf die Energiekennzahl nicht zuviel geben, egal welches Haus du dir ansiehst. Die Zahl steigt und fällt mit den Heizgewohnheiten der Bewohner. Der eine mag seine Bude vom Keller bis ins Dachgeschoss pudelwarm bei 23 Grad, der andere ist sparsamer, sitzt mit der Decke im Wohnzimmer, hat nur den Kamin laufen und heizt höchstens noch das Bad abends an.

Inaktiver User
13.04.2012, 13:36
Oha, Kettensägenmassaker? *gg* Ich glaub bei uns will keiner einbrechen, außer Katzen gibts da nichts zu holen.

Das ist ein klassisches Schwedenhaus, sowas:
http://schwedenhaus-domizil.de/img/schwedenhaus-06.jpg

Komplette Holzbauweise, energetisch sind die wohl ganz passabel. Vorteil ist natürlich auch, dass man die Wände mit der Säge versetzen kann, wenn es nicht gefällt.

Da es 160qm 4-Zimmer hat, finden wir die Räume aber groß genug, also nicht 6 Zimmer auf 110 verteilt.

Hellhörigkeit ist nicht so dramatisch, weil wir nur zu zweit sind.

Nocturna
13.04.2012, 13:39
Sieht sehr nett aus, so ein Schwedenhaus.

Ich würde halt noch an die Streicharbeiten denken, die nötig werden. Keine Ahnung, wie lange so ein Anstrich auf Holzhäusern hält.

Inaktiver User
13.04.2012, 14:04
Ja, ich denke auch, dass das teuer sein könnte. Da ist eine Klinkerfassade natürlich günstiger. Ich finde das optisch auch schick. Mein Mann findet das nicht sooo toll.

Ich kenne halt niemanden, der in so einem Haus wohnt, den man mal interviewen könnte.

Utetiki
13.04.2012, 14:18
Ich würde halt noch an die Streicharbeiten denken, die nötig werden. Keine Ahnung, wie lange so ein Anstrich auf Holzhäusern hält.

10-15 Jahre laut Herstellerauskunft


Ich kenne halt niemanden, der in so einem Haus wohnt, den man mal interviewen könnte.

Gibt es keine Schwedenhaus-Foren? Oder googel mal nach Holzständer-Bauweise. Die gibt es ja auch mit anderen Fassaden.

Honka-Häuser könnte ich auch noch empfehlen.

Inaktiver User
13.04.2012, 14:28
Holzständerbauweise ist aber ,soweit ich das verstanden habe, mit Beton drumrum gegossen. Also nicht so richtig vergleichbar.

10-15 Jahre ist interessant, müsste an mal schauen, ob es gerade fällig ist oder gerade gestrichen wurde. Das Haus ist in etwa so alt.

Pia1976
13.04.2012, 14:30
Hallo zusammen,

wir schauen uns heute ein Haus an. 172,00 kWh/(m²*a), Größe 120qm, BJ 1995.

Nach längerem Lesen habe ich den Eindruck, dass das für dieses relativ neue Haus eine Katastrophe ist. Ist das so?

Das Haus verfügt noch über einen Ofen im EG, der im Winter dazu genutzt werden kann.

Herzlichen Dank.

Kommt auch drauf an, wie der Wert bestimmt worden ist. Verbrauchs- oder Bedarfsausweis? Primär oder Endenergiebedarf? In unserem Bedarfsausweis (Altbau, kaum gedämmt) stehen 179 kWh/(m²a) Endenergiebedarf inkl. Warmwasser, tatsächlich haben wir nur 133 kWh/(m²a) verbraucht.

Ein EFH Neubau sollte eigentlich schon deutlich unter 150 kWh/(m²a) liegen. Für Bj. 1995 scheint es realistisch.

Utetiki
13.04.2012, 15:09
Holzständerbauweise ist aber ,soweit ich das verstanden habe, mit Beton drumrum gegossen. Also nicht so richtig vergleichbar.



Nein, das stimmt nicht:

Holzständerbauweise Wandaufbau

Das Grundprinzip und Vorteil der Holzständerbauweise beruht auf einer Errichtung des Hauses auf Holzständern. Diese werden nach einem bestimmten Raster angeordnet und miteinander verbunden. Danach erfolgt das Verkleiden der Holzständer mit entsprechenden Holzwerkstoffplatten. Im Wandinnenbereich werden Gipskartonplatten angebracht.



Zwischen Innen- und Außenwand werden die Zwischenräume der Holzwände mit Dämmstoffen befüllt. Damit verfügt die Holzständerwand über eine gute Wärmedämmung des Hauses. Die Holzständerwand kann industriell vorgefertigt werden und so schnell zur Montage auf die Baustelle gebracht werden. Die in Leichtbauweise gefertigten Holzständerhäuser sind zweischalige Häuser, da sie aus zweischaligen Wänden bestehen.

Quelle: holzbauwelt.de

Inaktiver User
13.04.2012, 15:10
Ah, ok

Mal was anderes: ich hab auf den Fotos nen Aschenbecher gesehen und bin da ziemlich pienzig. Bekommt man den Rauchgeruch da wohl wieder raus? Bei Massivhaus reiße ich die Tapeten ab und mach das neu, aber bei Holz zieht das doch ins Holz ein, oder?

Utetiki
13.04.2012, 15:18
Willst Du jetzt ein Holzhaus à la Honka, also mit offenen Holzwänden?

Bei Holzständerwerk wird es innen mit Gipskartonplatten verkleidet, die dann genauso tapeziert werden wie verputzte Massivmauern.

Inaktiver User
13.04.2012, 15:22
Das zu besichtigende Objekt ist bereits fertig. Gehen wir davon aus, dass das bei dem Schwedenhaus auch Rigips mit Tapete ist. Zieht das nicht in die Rigipsplatte ein?

Utetiki
13.04.2012, 15:45
Da bin ich überfragt, muss mal meinen Mann fragen.

Ich habe auch mittlerweile übersehen, dass Ihr gar nicht neu bauen wollt sondern ja fertig kaufen möchtet.

Nocturna
13.04.2012, 16:22
Bei Massivhaus reiße ich die Tapeten ab und mach das neu, aber bei Holz zieht das doch ins Holz ein, oder?
Aber erst nach einer gewissen Zeit und auch nur dann, wenn es eine Menge Zigaretten waren. Am besten selber schnüffeln.