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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : DreadDisease Versicherung



Butterplaetzchen
09.03.2006, 23:36
Um mich gegen schwere Krankheiten zu versichern, würde ich gerne die o.g. Versicherung abschließen. Natürlich nicht, ohne mich ausreichend informiert zu haben! Zuallererst gucke ich bei solchen Entscheidungen ja bei FINANZTEST vorbei, nur leider gibt es da z.Z. keine diesbezüglichen Vergleiche. Kennt jemand von Euch vielleicht einen anderen unabhängigen Vergleich? Gibt es unter euch welche, die bereits eine solche Versicherung haben und mir ihre Erfahrungen mit den Anbietern und dem Abschluss und so berichten können? Gibt es irgendwelche fiesen Stolpersteine auf die man achten muss?

Freue mich auf Eure Antworten und wünsche für heute zunächst mal eine gute Nacht! :schlaf gut:

butterplätzchen

DerExperte
10.03.2006, 09:21
Hallo Butterplaetzchen!

Es gibt eigentlich nur zwei richtig gute Anbieter am Markt.
Alle anderen Anbieter haben keine echte dread disease anzubieten.
Finanztest ist hier keine gute Hilfe, die nehmen sich oft nur 08/15-Themen an, die kennen das so nicht. Alle sprechen schließlich von BU.
Einen Vergleich gibt es meines Wissens, wo sich die beiden Versicherer immer selbst hervorheben.
Wichtig ist natürlich der Gesundheitszustand, Geschlecht, Raucher/Nichtraucher (ist ja schließlich Krebs u.a. mitversichert).
Echte Stolperfallen gibt es meines Erachtens nicht. Die Definition, wann bezahlt wird ist hier sehr viel klarer als bei einer BU.

Viele Grüße,
DerExperte

Butterplaetzchen
10.03.2006, 13:47
Hallo Experte,

zunächst mal vielen Dank für deine Einschätzung!
Ehrlich gesagt wundert es mich ja, dass noch gar keine Kommentare von wegen "überflüssig" und "besser ne BU" kamen... :-)

Ist für eine Dread Disease eigentlich ein ärztlichem Attest notwendig? Und was sind denn die deiner Meinung nach geeigneten Anbieter für eine solche Versicherung?

Ansonsten würden mich natürlich auch weitere Meinungsäußerungen interessieren!

Grüße vom Butterplätzchen

Heikele
14.03.2006, 21:28
Hallo Plätzchen,

ich hab mich vor kurzem auch für eine DreadDisease interessiert.

Mir wurde die von der Skandia angeboten und die ist wohl auch recht gut.

Ich hab mir's allerdings doch noch mal überlegt, weil mir die versichterten Krankheiten dann doch zu sehr spezifiziert waren, aber wahrscheinlich muss das so sein, da die sich sonst dumm und dämlich zahlen.

Mein Versicherer hat mir damals erklärt, dass ich "nur" die ärztliche Diagnose vorlegen muss und die Versicherung zahlt, also anscheinend kein Gutachten und auch kein versicherungsinterner Arzt der untersucht.

Gruß
Heikele

Inaktiver User
14.03.2006, 23:08
Hallo Butterplätzchen und Heikele,

es gibt im wesentlichen nur noch drei Anbieter von DD-Versicherungen:

1. Canada Life
2. Skandia
3. Perikon/Fingro der Gothaer (erst seit knapp 2 jahren auf dem Markt).

Ich habe einen Vergleich von Canada Life und Skandia über 28 Seiten.

Wenn Sie möchten maile ich Ihnen den Vergleich zu.

Gruß

Frank J. Kontz

Butterplaetzchen
16.03.2006, 21:04
Hallo Heikele,

eben dass in einer DD-Versicherungen die Krankheiten so spezifisch aufgeführt sind, finde ich interessant an der Geschichte, das ganze kommt mir nicht so schwammig wie eine BU-Versicherung vor (abgesehen davon, dass das ganze doch etwas preiswerter ist und mir eine Einmalzahlung lieber ist als eine Rente).
Da ich ins-Büro-Geher bin, kann ich mir sowieso nicht vorstellen, was, außer schweren Krankheiten, mich tatsächlich BU machen sollte - Psyche schließe ich mal aus (kann zwar auch nicht in die Zukunft gucken, halte ich aber für unwahrscheinlich) und selbst mit schwerem Rückenleiden kann ich mir nicht vorstellen, was mich vom Arbeiten abhalten sollte, da ich ohnnehin lieber an meinem Stehpult als im sitzen arbeite. Mag sein, dass es genügend Fälle gibt, die das Gegenteil beweisen, aber ich denke, als Kopfarbeiter ist es deutlich schwieriger BU zu werden als als Handwerker.

@ Frank: der 28-Seiten-Vergleich würde mich durchaus interessieren, werde Ihnen mal meine Mail-Adresse per PN zukommen lassen...

@ alle: wer noch ne Meiniung zu dem Thema hat, nur zu :-)!

Grüße vom butterplätzchen

Tomek
05.04.2006, 21:29
Hallo Plätzchen,

DD-Versicherungen sind letzendlich so etwas wie eine Unfall-Versicherung, nichts halbes und nichts ganzes, dafür aber erschwinglich.
An Deiner Stelle würde ich keine DD abschliessen, sondern eine Erwerbsunfähigkeit. Der Katalog bei den DD kann nicht richtig vollständig sein.

Grüße
tomek

Kaufmann
05.04.2006, 23:34
Naja, wenn Krebs, Schlaganfälle und die anderen Krankheiten (hab sie auch nich im Kopf, man könnte ja mal danach suchen) durch Unfälle hervorgerufen werden, haste Recht. DD sichert ganz andere Risiken ab als BU, EU oder Unfall. Die sind alle unterschiedlich. man ist nicht automatisch berufsunfähig, wenn man erwerbsunfähig ist. Die EU zahlt auch nicht immer nach einem Schlaganfall oder einem Autounfall. theoretisch kann man alles versichern, aber bringt's was?
Ich glaub, eine pauschale Feststellung, was gebraucht wird, ist nicht immer die beste Lösung.

Tomek
06.04.2006, 09:09
Hallo

Die DD-Versicherungen sind die Reaktion auf das amerikanische Gesundheitssystem, bei dem die Behandlungskosten nach Herzinfarkt oder ähnliches jemanden ruinieren können. Da ist eine DD unverzichtbar - wenn man keine vernünftige Krankenversicherung hat. In Deutschland macht es wirklich keinen Sinn.

tomek

Nocturna
06.04.2006, 09:46
Kommt wie immer auf den Einzelfall an. Ich bin drauf und dran, die DD meiner Schwägerin zu empfehlen, die selbständig ist.

Für genau definierte Krankheiten gibt’s Geld bar auf den Tisch ohne erst ein in einen kräftezehrenden Rechtsstreit mit der Versicherung der BU zu treten, der fast zwangsläufig kommt, wenn man den falschen Versicherer und den falschen Vertrag erwischt hat.

Sprich, Schwägerin bekommt vom Stress einen Herzinfarkt, bekommt 200 000 Euro und kann sich mit diesem Geld zwei Jahre über Wasser und eine anständige Reha leisten. Da Herzinfarkte mittlerweile kein Grund sind, für immer arbeitsunfähig zu werden, wäre man mit einer DD besser bedient als mit einer BU, weil diese die Zahlung wieder einstellt, wenn man vom Doc als arbeitsfähig eingestuft wird.

Kaufmann
06.04.2006, 10:38
Kommt wie immer auf den Einzelfall an. Ich bin drauf und dran, die DD meiner Schwägerin zu empfehlen, die selbständig ist.

Für genau definierte Krankheiten gibt’s Geld bar auf den Tisch ohne erst ein in einen kräftezehrenden Rechtsstreit mit der Versicherung der BU zu treten, der fast zwangsläufig kommt, wenn man den falschen Versicherer und den falschen Vertrag erwischt hat.

Sprich, Schwägerin bekommt vom Stress einen Herzinfarkt, bekommt 200 000 Euro und kann sich mit diesem Geld zwei Jahre über Wasser und eine anständige Reha leisten. Da Herzinfarkte mittlerweile kein Grund sind, für immer arbeitsunfähig zu werden, wäre man mit einer DD besser bedient als mit einer BU, weil diese die Zahlung wieder einstellt, wenn man vom Doc als arbeitsfähig eingestuft wird.



Genau das ist der Grund, warum ich das DEing in vielen Fällen für angebrachter finde als die BU. Ich kann zum Beispiel gar nicht berufsunfähig werden. Irgendwas geht immer. Mutters Gatte hat ne Fahrschule und ein Transportunternehmen. Also den ganzen Tag am Steuer. Manchmal hat der ein Knie wie ein Ball. Eine gute BU würde zahlen, wenn er kürzer treten würde. Aber erstens hat der keine gute BU und zweitens ist der nicht umsonst selbstständig. Der baut sich nicht etwas über Jahre hinweg auf, um dann wegen einem schmerzenden Knie aufzuhören. Die DD würde zwar in diesem Fall auch nix bringen, aber eine umsonst bezahlte BU ist auch nicht der Kracher.
Firmenchefs mit geringfügig mehr als 38Std pro Woche sind auch besser bei der DD aufgehoben als bei der BU. In Verbindung mit einer Unfallversicherung seh ich da viel mehr Sinn als BU-Unfall.

Tomek
06.04.2006, 20:16
Für Reha und so etwas ist die Krankenkasse da
Falls man keine Krankenkasse hat -Amerika- dann DD. Für einen Deutschen mit einer normalen Krankenkasse macht DD keinen Sinn.

Das Monatseinkommen sichert Krankentagegeld und BU. Die Arbeitskraft versichern BU-Versicherer, die häufig auch zahlen, wenn man mehr als 6 Monate krank geschrieben ist. Und das bei Herzinfarkt auch ohne lange zu zappeln, Prozesse bei BU-Versicherungen gibt es i.d.R. nur bei unvollständig ausgefüllten Anträgen bzw. bei einer Verweisung, die sich aber im Vertrag ausschliessen läßt. Ist das vereinbart, gilt auch nicht "irgendwas geht immer", es gilt nur: wenn ich das was ich gemacht nicht mehr kann, gib mir Kohle. Sollte ich allerdings etwas tun, bei dem ich gleich viel verdiene und was auch gesellschaftlich gleichwertig ist, dann brauche ich die Kohle nicht und kriege sie auch nicht (konkrete Verweisung).

Für Unfallversicherung gilt aus meiner Sicht, dass die Häufigkeit von Unfällen fahrlässig überschätzt wird. Eine Absicherung gegen den Verlust des Monatseinkommens weil man nicht mehr arbeiten kann, bieten sie auf keinen Fall.

Nocturna
06.04.2006, 22:27
Hm Tomek, mag schon sein, dass dein Modell für einen Großteil der deutschen Bevölkerung passend ist, aber längst nicht für alle. Es gibt zigtausende von Selbständigen, Firmeninhaber, für die eine DD wesentlich besser ist. Wie Kaufmann schon sagte, manche können gar nicht zu 100 Prozent arbeitsunfähig werden. Wer einen Schreibtischjob zuhause hat, kann auch noch arbeiten, wenn er im Rollstuhl sitzt und eine Tastatur bedienen kann.

Deinen Optimismus bezüglich reibungslosen Ablaufs, wenn ein BU Fall eintritt, kann ich nicht unbedingt teilen. Schon mal gegoogelt, was das Web alles an Gerichtsurteilen dazu bereithält?



Für Reha und so etwas ist die Krankenkasse da


Wie gut die Reha ist kommt doch wohl stark darauf an WIE du versichert bist. Es gibt eine Zwei-Klassen-Medizin, daran ist nicht zu rütteln. Meine Mutter, die einen Schlaganfall erlitten hatte, wurde in der Reha ganz zufrieden stellend aufgebaut. Bei der ambulanten Nachsorge zuhause wurde dann schon ein Sparkurs gefahren, nach 10 Reizstrombehandlungen war Schluss, obwohl es ihr viel gebracht hat. Von Magnetfeldtherapien oder anderen alternativen Behandlungsformen, die eine gesetzliche Krankenversicherung nicht mal mit der Beißzange anfasst, reden wir erst gar nicht.

Über eine Unfallversicherung kann man streiten, auch wenn sie Stiftung Warentest für eine der nützlichsten Absicherungen hält. Ich habe meine seit dem 18. Geburtstag und habe sie noch nie gebraucht. Somit hast du eigentlich Recht. Aber jeder Tag im Auto, jeder Winter mit Glatteisgefahr, jede Runde Walken oder Joggen um den See oder beim Skifahren in den Bergen birgt ein Risiko und am meisten gefährdet sind laut Statistik die Hausfrauen. Na dann, ich behalt meine.

Kaufmann
07.04.2006, 01:47
Also ganz konkret, ein Oberarzt einer klinik bekommt einen Herzkasper. Zwei Wochen Bettruhe, noch paar Wochen krankgeschrieben. Mit halbwegs guter Behandlung ist der nach drei oder vier Monaten wieder fit. BU zahlt nicht! Freundlicher Tipp vom Kollegen, "Tritt mal kürzer, sonst sehen wir uns bald wieder."
Aber klar, Oberarzt arbeitet nur noch halbtags. Streichen wir eben die andere Hälfte. Die Bank wird schon Verständnis dafür haben, wenn die Raten paar Jahre wegbleiben. Dafür ist eine DD da. Oberarzt kann eben mal kürzer treten und für ne gewisse Zeit Erholung bunkern.

Was zur Unfall. Die ist nicht dafür gemacht, einen Verdienstausfall auszugleichen! Dafür ist ei´ne BU da. Wenn aber irgendein Versicherter eines kaufmännischen Berufs bei einem Unfall sein Bein verliert, ist er damit nicht berufsunfähig. Es geht um bleibende Schäden! Da ist es angebracht, sein Zuhause, sein Auto und sein Umfeld so einzurichten, dass er ohne Beeinträchtigungen seine bisherige lebensqualität aufrechterhalten kann. Dieser Kaufmann ohne rechtes Bein ist mit Nur-BU ganz schön aufgeschmissen. BU zahlt nicht, Auto muss trotzdem umgerüstet werden. Vielleicht braucht auch das Haus gewisse Umbaumaßnahmen. Ohne Unfall sieht's da ganz schön mies aus. Der Maurer ist ohne Bein berufsunfähig! Der muss die nicht unbedingt haben, dafür ist die BU für den extrem wichtig, aber auch teuer. Also ich bleib dabei, einige wenige Berufsbilder passen besser zur DD, die meisten anderen aber zur BU. Als Ergänzung gehört bei einigen noch die Unfall dazu.

DerExperte
12.08.2006, 01:00
Hallo!

Ein ärztliches Attest benötigst Du nicht- nur viel Zeit, um den Antrag auszufüllen bzw. die Gesundheitsangaben zu machen (paß auf dabei!).
Canada Life und Skandia sind gute Anbieter.
Bekommst Du von Versicherungsmaklern.
Aber auch hier Vorsicht: Es gibt weiße und schwarze Schaafe.

Sorry, war lange nicht mehr hier und hatte die Beiträge hier nicht abonniert.

Beste Grüße,

DerExperte

Daniela2006
05.09.2006, 23:37
Hallo zusammen,

ich habe mich mit dem Thema auch etwas länger befasst und habe diesbezüglich vor allem im Internet recherchiert. Es gibt zwar viele Seiten zum Thema, aber nicht wirklich viele, die fundierte Informationen liefern. Denn auch ich habe mich gefragt, wie ich als Bankkauffrau denn überhaupt berufsunfähig werden kann? Es muss ja wirklich schon einiges passieren, dass ich nicht mehr auf einem Stuhl sitzen und in den Bildschirm schauen kann.

Am besten gefallen, vom Informationsgehalt hat mir diese Seite zur Dread Disease Versicherung (http://www.dreaddisease.biz). Ich hatte dann dort spontan angerufen und mich vom entsprechenden Ansprechpartner ausführlich beraten lassen und muss sagen, dass ich sehr zufrieden war. Ich habe dann auf seine Empfehlung hin bei ihm die Versicherung der Canada Life abgeschlossen.

Kann mir vielleicht auch jemand hier bestätigen, dass es hierbei um ein gutes Produkt handelt? Oder wäre Skandia doch besser gewesen? Er meinte nämlich, dass auch die Skandia ein sehr gutes Dread Disease Produkt hat, die Canada Life aber ein besseres Preis- / Leistungsverhältnis hat und die abgesicherten Krankheiten seiner Meinung nach auch besser definiert sind.

Vielleicht kann mir jemand, der sich auch damit auskennt seine Meinung darüber sagen.
liebe Grüße
Dani

Inaktiver User
09.09.2006, 02:20
Sehr interessante Seite. Was mich aber wundert:

warum schließt du erst ab und informierst dich danach?
Nin mal gespannt, was die Experten zu deiner Wahl sagen. :freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:

Inaktiver User
13.09.2006, 13:52
Nun :) mal davon unabhängig dass ich als Berater erstmal eine Grundlage zur Einkommenssicherung über eine BU empfohlen hätte, ist deine Wahl des Dread Disease Versicherers " Canada Life " sicherlich keine schlechte Wahl gewesen.

Schlußendlich bleiben ja eh nur Skandia und Canada Life übrig, den Rest der DD- Versicherer kann man eh vergessen.

Beim C.Life Tarif stellt sich allerdings die Frage, ob du nur die Grundausstattung gewählt hast,oder auch Zusatzoptionen wie z.B. Beitragsfreistellung bei AU, etc. miteingeschlossen hast und ob du ausreichend hohe Versicherungssummen für den Fall der Fälle abgeschlossen hast.

Eine DD ist allerdings nie ein echter Ersatz für eine hochwertige BU, immer nur eine mehr oder weniger sinnvolle Ergänzung oder Notnagel falls man keine Bu bekommt aufgrund von Berufsgruppe, Krankheitsbildern, etc.

Nochwas zum Thema kann eine Bankkauffrau denn BU werden ? In einem anderen aktuellen Posting von mir findest du eine Auflistung warum und wieso, also aufgrund welcher Krankheitsbilder man BU werden kann ... auch Bankkauffrauen sind davor nicht gefeit :)

Gruß Austernschluerfer

Inaktiver User
13.09.2006, 14:18
Und da steht auch gleich ne Frage drunter :buch lesen:

Inaktiver User
13.09.2006, 14:30
lol...und die habe ich soeben beantwortet.

Austernschluerfer

Inaktiver User
13.09.2006, 14:42
lol...und die habe ich soeben beantwortet.

Austernschluerfer

:buch lesen:

Inaktiver User
16.09.2006, 12:55
Hallo

Die DD-Versicherungen sind die Reaktion auf das amerikanische Gesundheitssystem, bei dem die Behandlungskosten nach Herzinfarkt oder ähnliches jemanden ruinieren können. Da ist eine DD unverzichtbar - wenn man keine vernünftige Krankenversicherung hat. In Deutschland macht es wirklich keinen Sinn.

tomek


Also wenn ich so ein Zeug lese, dann muß ich bayerisch-rusikal sagen: "Da beidelts mich!"

Zum Ersten neigt ja unser deutsches Gesundheitssystem volle Kanne dazu immer besser zu werden, so daß man eine DD überhaupt nicht braucht weil die Krankenkassen alle Kosten übernimmt.... *ironischgrins*

Und zum Zweiten macht es dem Geldbeutel ja auch gar nichts aus (der war ja sowieso bisher immer zu dick), wenn jemand nach einem Herzinfarkt kürzertreten muß und in der Woche nur noch 20 statt bisher 40 Stunden arbeiten kann... *verblüfftindengeldbeutelschau*

Und es hat Drittens ja auch keiner eine Finanzierung für Auto oder Haus/Wohnung, die nach einer der Erkrankungen zahlungsgefährdet wäre... warum gibts immo-versteigerungen? *dummfrag*

Wie könnte man nur darauf kommen, daß eine DD in dem einen oder anderen Fall zumindest ein bisserl sinnvoll wäre?

Vielleicht nochmal darüber nachdenken @tomek

lg. justii

Tomek
17.09.2006, 14:09
Hallo Justii

Nein, auch längeres Nachdenken führt nicht dazu, den Sinn einer DD zu finden. Auf die von Dir angesprochenen Situationen ist eine DD keine Lösung.
1. Das die GKV nicht besser wird ist wohl unstrittig, einen Kapitalbedarf, wie ihn eine DD deckt, kann ich für die Zukunft aber nicht sehen. Sinnvoller erscheinen mir da, wenn jemand es wünscht, zielgenauerere Lösungen aus dem PKV-Bereich
2.+3. Das Risiko der wegfallenden Arbeitsmöglichkeit aus gesundheitlichen Gründen sollte auf jeden Fall abgesichert sein, da gebe ich Dir Recht, aber genau dieses Risikos deckt eine DD nur sehr unzureichend ab. Das trifft dann auch die laufenden Finanzierungen und die fehlende Altersrente durch fehlende Beitragszahlungen aus der GRV.
Der Einblick in die Leistungsfälle aus der BU in meinem Laden zeigt mir sehr deutlich, dass viel zu viele BU-Fälle keine Leistung aus einer DD erbringen würden, um diese hier als Alternative sehen zu können.
Eine DD schränkt ebenso wie eine Unfallversicherung die Ursachen die zu einer Leistung führen können zu stark ein, um diesem Risiko gerecht zu werden. Das schnelle Geld nach der Diagnose verschleiert die unzureichende Verknüpfung von Risiko und Versicherungsleistung. Aus diesem Grunde sollte, wenn jemand eine DD haben möchte, er unbedingt zu einem Versicherungsmakler gehen und dort auf keinen Fall irgendein Beratungsprotokoll unterschreiben, im Falle eines Fall hilft die Berufshaftpflicht des Maklers weiter. Man braucht nur Geduld, Chuzpe und einen cleveren Anwalt.
Insofern ist eine DD vielleicht doch sinnvoll!!

Inaktiver User
19.09.2006, 09:25
Hallo Justii

Nein, auch längeres Nachdenken führt nicht dazu, den Sinn einer DD zu finden. Auf die von Dir angesprochenen Situationen ist eine DD keine Lösung.
1. Das die GKV nicht besser wird ist wohl unstrittig, einen Kapitalbedarf, wie ihn eine DD deckt, kann ich für die Zukunft aber nicht sehen. Sinnvoller erscheinen mir da, wenn jemand es wünscht, zielgenauerere Lösungen aus dem PKV-Bereich


...die genau dann ihre Zahlung einstellt, wenn Sie der Versicherte am notwendigsten braucht? I.d. Regel wird nämlich z.B. eine private Krankentagegeldversicherung nach einem festgelegten Zeitraum schreiben: "... sind arbeitsunfähig geschrieben. Nach den gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen Sie nun einen Antrag bei der gesetzlichen Rentenversicherung auf Rentenzahlung stellen. Wir beenden deshalb die Zahlung von Krankentagegeld zum ... "

Ich hatte bereits einmal so einen Fall. Die gesetzliche Rentenversicherung drückt sich dann aus der Zahlungspflicht und die private Zusatzversicherung ebenfalls. Grundlage hierfür sind dann gerne die auf beiden Seiten unterschiedlichen Bewertungskriterien. Der Betroffene kann dann ohne ausreichenden finanziellen Hintergrund gegen beide Seiten streiten... http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_archiv.asp?aid=251

Aus diesem Grund empfehle ich auch im Rahmen der BU-Versicherung eine "Garantie-Kombination" aus BU- und KT-Leistung. Hier wird in so einem Fall garantiert von der einen oder anderen Seite geleistet.

Welche zielgenauere Lösung schwebt Dir denn im Detail vor?

lg. justii

Pragma03
19.09.2006, 13:06
Hallo Justii-g,

habe mich mal durch den BU-Strang gelesen und habe da mal ´ne laienhafte Frage. Was ist der Unterschied zwischen BU und AU? BU heißt doch, dass ich MEINEN Beruf (in diesem Falle Lehrerin) nicht mehr ausüben kann. AU würde dann bedeuten, dass ich wirklich nicht mehr fähig bin generell zu ARBEITEN. Egal welche Arbeit dies ist. Wenn ich NUR berufsunfähig bin, kann ich doch trotzdem noch arbeiten und mich finanziell "über Wasser halten". Eine AU wäre dann wirklich, wenn gar nichts mehr geht (durch Krankheit etc.).

Ich bin privat versichert (DEBEKA) und deshalb, so denke ich, wäre eine DD wohl für mich nicht sonderlich sinnvoll. Wer tritt bei Krankheit ein, wenn es sich um eine langwierige Sache handelt?

Muss erst mal die grundlegenden Dinge verstehen, damit ich in dem Versicherungsdschungel durchblicke.

Danke dir für deine Antwort.

Liebe Grüße
pragma03

Inaktiver User
19.09.2006, 14:15
Hallo Justii-g,

habe mich mal durch den BU-Strang gelesen und habe da mal ´ne laienhafte Frage. Was ist der Unterschied zwischen BU und AU? BU heißt doch, dass ich MEINEN Beruf (in diesem Falle Lehrerin) nicht mehr ausüben kann. AU würde dann bedeuten, dass ich wirklich nicht mehr fähig bin generell zu ARBEITEN. Egal welche Arbeit dies ist. Wenn ich NUR berufsunfähig bin, kann ich doch trotzdem noch arbeiten und mich finanziell "über Wasser halten". Eine AU wäre dann wirklich, wenn gar nichts mehr geht (durch Krankheit etc.).

Ich bin privat versichert (DEBEKA) und deshalb, so denke ich, wäre eine DD wohl für mich nicht sonderlich sinnvoll. Wer tritt bei Krankheit ein, wenn es sich um eine langwierige Sache handelt?

Muss erst mal die grundlegenden Dinge verstehen, damit ich in dem Versicherungsdschungel durchblicke.

Danke dir für deine Antwort.

Liebe Grüße
pragma03


Hallo Pragma03.

Kleine Kürzel-Kunde:

BU = Berufsunfähigkeit = Wenn Du Deinen Beruf ganz oder teilweise nicht mehr ausübern kannst
EU = Erwerbsunfähigkeit = Wenn Du KEINEN Beruf mehr ausüben kannst
AU = Arbeitsunfähigkeit = Wenn Du Krank geschrieben bist (gelber Zettel)
UV = Unfallversicherung
KT = Krankentagegeld(versicherung)
KHT = Krankenhaustagegeld(versicherung)
----------------------------------------------------
RV = Rentenversicherung
KLV = Kapitallebensversicherung
FLV = Fondsgebundene Lebensversicherung
FRV = Fondsgebundene Rentenversicherung

Den Rest Deiner Fragen würde ich gern individuell wie vorgeschlagen durchgehen. Ok?

Schöne Grüße

justii

Daniela2006
25.09.2006, 15:54
Hallo Austernschluerfer, kannst du mir einen Link zu deinem Posting geben?

Und zu Schokosahne: Natürlich habe ich mich gründlich informiert und auch ausgiebig beraten lassen. Ich wollte einfach nur nochmal eine Bestätigung für meine Wahl haben.

Inaktiver User
25.09.2006, 16:15
Hallo Daniela, das war im Thread - BU abgelehnt was nun - da hatte ich ne Statistik der Allianz reingesetzt.

Leider bin ich zu doof zum Verlinken, mußt mal nachsehen :)

Gruß Austernschluerfer

Tomek
27.09.2006, 21:55
Der Unterschied zwischen Arbeitsunfähigkeit und Berufsunfähigkeit ist i.d.R. damit erklärt, dass eine Arbeitsunfähigkeit eine Besserung erwarten lässt (Grippe), eine Berufsunfähigkeit in absehbarer Zeit nicht.
Krankentagegeldversicherungen haben hierzu unzählige Prozesse geführt.
Zu Unterscheiden ist die Erwerbsunfähigkeit, d.h. keine Besserung in Sicht und unfähig in irgendeinem Beruf zu arbeiten (bei BU in meinem).

Inaktiver User
27.09.2006, 23:16
Der Unterschied zwischen Arbeitsunfähigkeit und Berufsunfähigkeit ist i.d.R. damit erklärt, dass eine Arbeitsunfähigkeit eine Besserung erwarten lässt (Grippe), eine Berufsunfähigkeit in absehbarer Zeit nicht.
Krankentagegeldversicherungen haben hierzu unzählige Prozesse geführt.
Zu Unterscheiden ist die Erwerbsunfähigkeit, d.h. keine Besserung in Sicht und unfähig in irgendeinem Beruf zu arbeiten (bei BU in meinem).

Was willst Du mir jetzt damit sagen?
Warum wiederholst Du meine Angaben mit anderen Worten?
Was ist absehbare Zeit?
Da sinds am Ende mehr Fragen als vorher *lächel*
Gerade wegen solcher unklarer Formulierungen bei verschiedenen Versicherungen gibt es Gerichtsverfahren um BU- oder EU-Ansprüche.
Wenn Du es detaillierter formulieren willst, dann nutze doch ganz einfach die offiziellen Formulierungen der Gesellschaften....

lg. justii

fachkraft
20.06.2008, 12:52
Hallo. Ich kann nur eines sagen: Da ich keinen BU Schutz mehr bekomme ( Kreuzbandriss und Rückenprobleme) habe ich mir verschiedene Angebote eingeholt und die Versicherer verglichen. Habe im Anschluss eine s.g. Gothaer Perikon bei einem guten Bekannten abgeschlossen. Diese Versicherung erschien mir als die beste da 46 schwere karankeiten genau definiert waren und das zentrale Nervensystem extra mit vielen untergeordneten Krankheiten versichert ist!...Ich bin mit dem Produkt und mit meinem Bekannten seiner Beratung sehr zufrieden gewesen und fühle mich sehr gut da aufgehoben. Unter anderem muss ich sagen, wer diese Vers. nicht abschließt, dem ist selber nicht zu helfen, da die meisten Fällen (über 70 %) der BU durch Krankheit und nicht durch Unfall eintreten!! Außerdem nach 6 Woche Krankheit hat man nur noch 75% vom eigenen Netto da ich ja für den Arbeitgeber die Sozialabgaben noch zahlen muss!!!!!...sollte jemand Interesse an der Perikon Versicherung haben, stelle ich gern meine Unterlagen (Prospekte usw.) zur verfügung.

Inaktiver User
20.06.2008, 16:48
..... Diese Versicherung erschien mir als die beste da 46 schwere karankeiten genau definiert waren und das zentrale Nervensystem extra mit vielen untergeordneten Krankheiten versichert ist!........


Das ist interessant, da die Gothaer selbst nur von 27 definierten Krankheiten spricht.



• HIV-Infektion erworben durch Bluttransfusion
• HIV-Infektion erworben während der beruflichen Tätigkeit
• Hirnhautentzündung
• Lähmung
• Hirngewebeentzündung
• Herzinfarkt
• Gutartiger Hirntumor
• Erkrankung desHerzmuskels
• Blindheit
• Verlust der Sprache
• Verlust von Gliedmaßen
• Übrige Erkrankungen des zentralen Nervensystems
• Transplantation von wichtigen Organen
• Tödliche Krankheit
• Taubheit
• Tödliche Krankheit
• Schwere Motoneuronerkrankung
• Parkinson’sche Krankheit
• Operation der Herzklappen
• Operation der Aorta
• Schlaganfall
• Schwere Verbrennungen
• Nierenversagen
• Multiple Sklerose
• Krebs
• Koma
• Kinderlähmung


Vielleicht siehst Du Dir Deine Versicherungsbedingungen nochmal genau an. Oder weißt Du selbst mehr als die Gothaer?

Gruß justii

Inaktiver User
20.06.2008, 17:07
....Ich bin mit dem Produkt sehr zufrieden ......
Wie kann man so eine Aussage treffen, bevor man Leistungen in Anspruch genommen und das Verhalten der Versicherung im Schadensfall erfahren hat?

Das ist ja, wie wenn man ein Buch bestellt, dieses verpackt in den Schrank legt und dann verbreitet, daß einem das Buch supergut gefällt oder gefallen hat. Ja Bravo!

Dein Bekannter scheint vor allem ein guter Verkäufer zu sein :freches grinsen: :freches grinsen:

Gruß justii

Inaktiver User
20.06.2008, 17:33
Das ist interessant, da die Gothaer selbst nur von 27 definierten Krankheiten spricht.

Zitat:
• HIV-Infektion erworben durch Bluttransfusion
• HIV-Infektion erworben während der beruflichen Tätigkeit
• Hirnhautentzündung
• Lähmung
• Hirngewebeentzündung
• Herzinfarkt
• Gutartiger Hirntumor
• Erkrankung desHerzmuskels
• Blindheit
• Verlust der Sprache
• Verlust von Gliedmaßen
• Übrige Erkrankungen des zentralen Nervensystems
• Transplantation von wichtigen Organen
• Tödliche Krankheit
• Taubheit
• Tödliche Krankheit
• Schwere Motoneuronerkrankung
• Parkinson’sche Krankheit
• Operation der Herzklappen
• Operation der Aorta
• Schlaganfall
• Schwere Verbrennungen
• Nierenversagen
• Multiple Sklerose
• Krebs
• Koma
• Kinderlähmung



Wie genau sind die Krankheiten denn definiert?
Was sind denn "schwere" Verbrennungen, eine "schwere" Motoneuronenkrankheit, was genau umfasst den "Verlust von Sprache", was sind "wichtige" Organe?
So, wie es in dieser Liste steht, bietet das im Versicherungsfall der Versicherung reichlich Raum für Interpretation.

Inaktiver User
20.06.2008, 17:51
Wie genau sind die Krankheiten denn definiert?
Was sind denn "schwere" Verbrennungen, eine "schwere" Motoneuronenkrankheit, was genau umfasst den "Verlust von Sprache", was sind "wichtige" Organe?
So, wie es in dieser Liste steht, bietet das im Versicherungsfall der Versicherung reichlich Raum für Interpretation.


Grundsätzlich hättest Du in Bezug auf die Aufzählung natürlich Recht. Da aber nicht eine Prospekt-Auflistung sondern die Versicherungsbedingungen Geltung erlangen, empfehle ich die Lektüre dieser Bedingungen.

Bei den DD-Versicherungen sind die Krankheitsbilder meist relativ genau definiert, bei denen es zu einer Leistung kommt.

Schöne Grüße
justii
PS: Stell Dir vor, die gesamten Versicherungsbedingungen wären Prospektbestandteil... Wer würde sich da noch einen Prospekt ansehen? *lach*

roo81
21.06.2008, 00:12
Wie genau sind die Krankheiten denn definiert?
Was sind denn "schwere" Verbrennungen, eine "schwere" Motoneuronenkrankheit, was genau umfasst den "Verlust von Sprache", was sind "wichtige" Organe?
So, wie es in dieser Liste steht, bietet das im Versicherungsfall der Versicherung reichlich Raum für Interpretation.

Mich würde auch tödlich interessieren. In den nächsten zwei Wochen? Zwei Jahren? Oder Koma, vorübergehend, andauernd, künstlich...

Ich will jetzt hier gar keine Antworten dazu (schon klar, dass das nicht im Prospekt steht), kann mir aber auch nicht vorstellen, dass gerade z. B. tödlich genau definiert werden kann. Das Gleiche gilt wie schon erwähnt für die jeweilige Schwere der Krankheit. Könnte mir vorstellen, dass da doch recht häufig gestritten werden muss, im Fall eines eines Komas oder bei schweren Verbrennungen etc. natürlich nicht vom Erkrankten selbst möglich... Wenn ich richtig gelesen habe, dass es diese Versicherung in Deutschland erst zwei Jahre gibt, wird sich wohl erst in ein paar Jahren zeigen, wie auf Schadensfälle reagiert wird.

Inaktiver User
21.06.2008, 12:49
Nein, diese Versicherungsart gibt es in Deutschland bereits seit der späten Mitte der 90er Jahre (wenn ich mich recht erinnere so ab 1996/1997). Auf jeden Fall schon über 10 Jahre.

Schöne Grüße

justii


Mich würde auch tödlich interessieren. In den nächsten zwei Wochen? Zwei Jahren? Oder Koma, vorübergehend, andauernd, künstlich...

Ich will jetzt hier gar keine Antworten dazu (schon klar, dass das nicht im Prospekt steht), kann mir aber auch nicht vorstellen, dass gerade z. B. tödlich genau definiert werden kann. Das Gleiche gilt wie schon erwähnt für die jeweilige Schwere der Krankheit. Könnte mir vorstellen, dass da doch recht häufig gestritten werden muss, im Fall eines eines Komas oder bei schweren Verbrennungen etc. natürlich nicht vom Erkrankten selbst möglich... Wenn ich richtig gelesen habe, dass es diese Versicherung in Deutschland erst zwei Jahre gibt, wird sich wohl erst in ein paar Jahren zeigen, wie auf Schadensfälle reagiert wird.

Inaktiver User
21.06.2008, 12:51
Grundsätzlich hättest Du in Bezug auf die Aufzählung natürlich Recht. Da aber nicht eine Prospekt-Auflistung sondern die Versicherungsbedingungen Geltung erlangen, empfehle ich die Lektüre dieser Bedingungen.

Bei den DD-Versicherungen sind die Krankheitsbilder meist relativ genau definiert, bei denen es zu einer Leistung kommt.



Okay, im Prospekt steht natürlich nur ein Überblick.
Aber was steht denn nun in den Bedingungen z.B. für "tödliche Krankheit"?
Ist z.B. Brustkrebs eine tödliche Krankheit? Oder eher doch nicht, weil er, wenn man ihn rechtzeitig erkennt, gute Heilungschancen hat?
Relativ genau definiert kann auch bedeuten: wenn deine Krankheit nicht haargenau auf die Definition passt und nur in einem Punkt abweicht, dann ist nix mit Auszahlung.

Inaktiver User
21.06.2008, 19:24
Die Gothaer formuliert für tödliche Krankheit

24. Tödliche Krankheit (Terminal Illness)

Tödliche Krankheit im Sinne der Bedingungen ist jede fortschreitende, unheilbare Krankheit, die nach Ansicht eines Facharztes – nicht des Hausarztes – voraussichtlich zum Tode innerhalb von 12 Monaten ab dem Zeitpunkt dieser Feststellung führen wird. Die Diagnose muss von einem Facharzt erstellt worden sein, der die versicherte Person zuvor nicht behandelt hat. Unsere Leistungspflicht besteht nur, wenn keine weitere Behandlung der Erkrankung möglich ist und nur eine palliative symptomatische Therapie erfolgen kann. In Zweifelsfällen sind wir berechtigt, einen weiteren Facharzt hinzuzuziehen.


Bei der Gelegenheit fällt mir auf, daß bei der Gothaer
• HIV-Infektion erworben durch Bluttransfusion
• HIV-Infektion erworben während der beruflichen Tätigkeit
als zwei unterschiedliche Krankheiten definiert werden, diese jedoch bei anderen Gesellschaften als
• HIV-Infektion erworben durch Bluttransfusion oder berufliche Tätigkeit als nur ein Krankheitsbild definiert wird.

Man kann also auch mit Tricks die Anzahl der Krankheitsbilder vergrößern und sich dann als "beste Gesellschaft" hinstellen.

Gruß justii