PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welches Haustier passt zu mir?



Timipu
07.03.2006, 19:49
Hallo Leutchen,

ich wende mich mal an euch mit meiner Frage: Bin schon immer von Haustieren umgeben gewesen. Als Kind htte ich Meerschweinchen und Kaninchen und später hatten wir immer Hunde.
Seit einigen Jahren wohne ich mit meinem Partner zusammen und hätte soooo gern ein Haustier - aber welches?
Hunde kommen nicht in Frage, so gerne ich auch einen hätte, aber wir arbeiten beide den ganzen Tag und da wär so ein Bello ganz schön traurig. Miezekatzen vertrag ich leider gar nicht, kriege Asthma und geschwollene Augen. Bei Meerschweinchen und Kaninchen hab ich immer so das Gefühl, dass die in einem Käfig nicht wirklich happy sind und genauso geht es mir mit Vögeln in einer Voliere. Und Fische find ich nicht so prickelnd.

Hmm, suche ich hier gerade die Eierlegende Wollmilchsau oder gibt es tatsächlich noch etwas, woran ich noch nicht gedacht hab?

Ich suche ein Tier, dem ich eine Umgebung bieten kann, in der es glücklich und zufrieden ist und das nicht traurig ist, wenn ich nur abends da bin. Schön wär auch, wenn das Tier mich irgendwie mag, also ich meine, Fischen ist es ja relativ egal, wer sie füttert und so manche Kleintiere kommen auch nicht freiwillig zu einem um sich Streicheleinheiten abzuholen, sondern sitzen nur da, weil man sie dahin setzt und gucken dann meist, dass sie schnell das Weite suchen.

Habt ihr noch weitere Ideen? Ich bin soooooo sehnsüchtig nach Fell!!

Liebe Grüße von Timipu :blumengabe:

Inaktiver User
07.03.2006, 20:37
Hallo,

ich kann dich sehr gut verstehen: mir ging es lange Zeit genauso. Jetzt bin ich endlich wieder in der glücklichen Lage Hunde halten zu können, aber jahrelang mußte ich darauf verzichten.

Katzen waren ein guter "Ersatz" (bitte nicht schimpfen, ich mag Katzen sehr, aber gegen einen Hund kommen sie bei mir gefühlsmäßig nicht an), aber das geht ja bei dir nicht. Wir hatten auch Pferde, aber ich denke mal, das scheidet aus - ist ja nicht so der Haustierklassiker :smirksmile:.

Sehr niedlich war mein Chinchilla, aber diese kleinen Flitzer sind absolute Fluchttiere und man braucht Geduld, bis sie endlich bei einem bleiben. Wir mußten einmal unsere gesamte Küche abbauen, weil sich Jonny hinter den Schränken verlaufen hatte. Fazit: Chinchilla nicht wieder.

Wir haben Fische, aber zu denen baut man ja nun nicht wirklich eine tiefe Beziehung auf. Sie sind schön und man schaut gerne hin.

Wir haben Zwergkaninchen, die sehr robust sind und sich auch gerne streicheln lassen. Ich mag sie.

Wir haben Wellensittiche und diese haben jeden Tag ca. zwei Stunden Freiflug. Ich glaube, dass es ihnen gut geht und sie glücklich und zufrieden sind. Sie kann man relativ gut zähmen, aber es ist mühsam, denn sie sind nach einem Urlaub beispielsweise wieder bei Null und hacken dir gerne mal in den Finger. Fazit: erstaunlich intelligent und menschenbezogen, aber manchmal nervt das Gepiepe und stubenrein kriegt man sie auch nicht :smirksmile:.

Unsere Hunde sind nicht zu toppen, wir lieben sie sehr und für uns sind es die treuesten und schlausten Gefährten. Sie kuscheln gerne, sie spielen gerne, wir treiben mit ihnen Sport. Nie mehr ohne Hund.

Aber auch auf unsere anderen Tiere möchte ich nicht verzichten, sie gehören zur Familie, wenn auch die Gefühle nicht so tief sind wie zum Hund. Ratten sind auch sehr menschenbezogen und lieb, aber sie sind sehr kurzlebig und nicht jedermanns Sache. Hamster und Meerschweinchen sind nicht so mein Fall.

Wenn ich du wäre, würde ich mir zwei Vögel holen. Sie bringen Leben in die Bude, sind aber leicht mit Berufstätigkeit zu vereinbaren und sie können was ab.

LG von Basine.

Tuktoyatuk
07.03.2006, 20:38
Hallo Timipu

das ist ja wirklich schwierig. Auf Anhieb fiele mir da nur ein Stofftier ein :freches grinsen:

Lieber Gruß
tuk

[nicht böse sein, aber du hast fast alle Haustiere ausgeschlossen]

Inaktiver User
08.03.2006, 09:09
Hallo Timipu,
bei Vorschlägen für ein Haustier kommt es ein bisschen darauf an, wieviel Platz du deiner eierlegenden Wollmilchsau zugestehen willst und zwar physisch und psychisch.
Ein großes Buddelarium für Mäuse oder andere Kleinnager beansprucht z.B. micht so viel Platz wie der Abenteuerspielplatz für Frettchen, der schon mal gut und gern ein halbes bis ganzes Zimmer groß sein kann. Auch sind Kleinnager meist nicht so DIE Kuscheltiere. Kaninchen kann man übrigens zur Stubenreinheit erziehen und dann ist es klasse sie in der gesicherten Wohnung frei laufen zu haben. Doch dafür ist soweit ich weiß Frau Poison die Fachfrau.
Dann noch eine Idee: "Dogsharing" Hör dich mal ein bisschen um. Es gibt mehr Menschen die gerne einen Teilzeit-Tages-Hund hätten als du glaubst.
Viel Erfolg wünscht Miketa

Inaktiver User
08.03.2006, 12:54
Fachfrau :freches grinsen:

Ich habe 2 Kaninchen, die allerdings eingesperrt sind im großen Käfig, wenn ich nicht daheim bin - das Möbelknabbern hab ich der Kaninchendame nie abgewöhnen können, von daher hab ich da ganz gern ein Auge drauf. Da meine beiden Widderzwerge allerdings auch bei offener Käfigtür sich gerne drinnen aufhalten, gehe ich davon aus, dass es nicht gerade quälend für sie ist.

Bin ich daheim, ist der Käfig offen. Am Wochenende dann meist ganztägig. In der Woche morgens vom Aufstehen bis zum Wohnung verlassen (0,5 bis 3 Stunden), nach Feierabend bis zum Schlafen gehen. Pro Tag kommen die also auf einige Stunden Freilauf.

Soweit zu meiner Situation.

Ein Käfig muss nicht unbedingt quälend sein für Kaninchen - sofern er groß, geräumig und interessant eingerichtet ist UND sofern jede Menge Freilauf gesichert ist. Für den Freilauf muss natürlich alles gefährliche wie z. B. Kabel, giftige Bodenpflanzen sowohl im Eigen- als auch im Tierinteresse gesichert sein. Kabel entweder gut verstecken hinter großen Möbeln, hochbinden oder unter Kabelführungen verlegen. Zudem sollte der Fußboden gut zu behoppeln sein - Laminat ist nicht so prickelnd, da sehr rutschig für Kaninchen. Im Wohnzimmer hab ich zwar Laminat, aber auch Läufer - die hangeln sich quasi von Läufer zu Läufer und machen nur ab und an ein paar Ausflüge übers Laminat (wenn irgendwo was interessantes ist, was näher beäugt werden muss).

In die Küche dürfen sie nicht bei mir, ansonsten können sie tun und lassen was sie wollen, für gewöhnlich halten sie sich aber im Wohnzimmer auf. Schlafzimmertür ist meist auch zu, da es dort zu kalt rüberwehen würde - sie dürfen aber prinzipiell rein, da das Bett sie nicht sonderlich reizt.

Stubenreinheit: Ist prinzipiell möglich, jedoch habe ich es bei meinen nicht geschafft - allerdings pinkeln sie ausschließlich in den Käfig, nur geköttelt wird, wo immer sie auch gerade sind. Ist aber halb so wild, da meine beiden selten auf Möbel hüpfen und man den Kot einfach wegfegen kann, ist ja recht trocken.

Wichtig wäre dann aber, dass man 2 Kaninchen hält ... es sind gesellige Tiere und für allein gehalten todunglücklich. sie brauchen definitiv einen Sozialpartner. Und das ist KEIN Meerschweinchen, wie es einem immer noch gerne weisgemacht wird. Meerschweinchen und Kaninchen tolerieren sich gegenseitig, können aber nichts miteinander anfangen, da allein schon die Körpersprache zu unterschiedlich ist.

Was nun die Kuschelfrequenz angeht - seeeeehr hoch. Oder seeeeeehr niedrig. Je nach Tier eben. Zahm bekommt man sie außerordentlich flott (geht übers Futter - Petersilie konnte noch kein Kaninchen widerstehen :freches grinsen:), wirklich zutraulich dauert ein wenig.

Mein erstes Kaninchen war äußerst verschmust und bestand regelrecht auf seine ausgedehnten Streicheleinheiten. Dann besorgte ich ihm eine Dame und vorbei war es damit *soifz* immer noch verschmust und ließ sich gerne streicheln, jedoch forderte er es nun nicht mehr ein. Dennoch denke ich, dass er mit seiner Dame weitaus glücklicher war, zumal 2 Kaninchen im Umgang miteinander einfach herzig zu beobachten sind. Und streicheln und hochnehmen lassen sie sich ja durchaus weiterhin.

Zu bedenken ist, dass Kaninchen im Unterhalt eigentlich schon recht teuer sind - durch das viele benötigte Grünfutter, was eben vor allem im Winter ins Geld geht. Das muss realistisch betrachtet werden.

Für Kleinkinder sind Kaninchen nicht eben geeignet, da sie auch viel Ruhe brauchen, ziemlich fies zubeißen können, andererseits sich zuviel gefallen lassen. Kinder können so ein Tier ziemlich verschrecken. Sie sind äußerst empfindliche Tiere. Außerdem nagen sie gerne alles mögliche an - man kann es ihnen abgewöhnen, muss jedoch mit Rückfällen rechnen (alle paar Wochen versucht meine Dame es wieder *g*).

Kaninchen sind eigentlich ruhig (geben kaum Lautäußerungen von sich), machen jedoch im Käfig recht viel Lärm - sei es durch die Nippeltränke, sei es durch das herumscharren oder auch mal klopfen.

Hm ja, das war das erste Brainstorming - ich kann Kaninchen empfehlen, allerdings gibt es doch etliche 'Auflagen' dabei zu beachten :o)

Inaktiver User
08.03.2006, 13:13
Stubenreinheit bei Kaninchen habe ich geschafft, indem ich ihnen einen alten Käfiguntersatz mit Einstreu als Klo angeboten habe. Das haben sie auch angenommen. Sie haben nie irgendwo hingepinkelt. Allerdings haben sie öfter im Übermut beim Rumhoppsen ein paar Knöddel verloren. :freches grinsen: Aber die kann man ja wegsaugen.

Was ich meiner Dame nie abgewöhnen konnte, war das Knabbern an der Tapete. :knatsch:
In der ersten Wohnung, in der ich sie gehalten hatte, hatten sie ein Zimmer für sich und da zogen sie dann die Tapete in Kniehöhe von der Wand ab. :freches grinsen: Mich hat's nicht gestört. Der Moppel hat sich diese Unart abgeschaut, denn bis ich die Mine hatte, war er allein und hatte nie solchen Unfug im Sinn. Allerdings pullerte er mir anfangs auf das Sofa. Ein deutliches Zeichen für Unzufriedenheit, was sich dann einstellte, als die Mine da war.

Kuschelfrequenz:
Die Mine mag es bis heute nicht besonders. Es braucht ewig, bis sie sich entspannt und keine Gefahr mehr wittert. Sie ist/war sowieso immer der Aufpasser und warnte alle mit lautem Klopfen, auch mitten in der Nacht. Also aufstehen und Karnickel beruhigen :freches grinsen: Hatte immer das Gefühl, sie ist sehr viel fixer, schlauer und raffinierter als der Moppel. Weiber halt... :freches grinsen:
Der Moppel war immer von Anfang sehr schmusig und ist auch immer wieder zu mir auf's Sofa gehoppst, um zu kuscheln, auch noch als die Mine da war.

Der Moppel war erst ein paar Wochen alleine bis ich die Mine aus einer unmöglichen Haltung befreite. Ich glaube die kannte gar nichts "Nettes", was vielleicht auch ihr Unbehagen beim Streicheln erklärt. Es gab anfangs ein Hauen und Stechen zwischen den beiden, die Eingewöhnung war ein bißchen schwierig. Dann kam auch der Frühling und die Schwarze war in (aggressiver) Paarungslaune, bot sich laufend an und der Moppel (kastriert) verstand die Welt nicht mehr. Nachdem auch sie kastriert war, waren sie ein Herz und eine Seele. Moppel musste ich letztes Jahr im Juni einschläfern lassen. :heul: und die Mine zählt auch ihre letzten Tage, obwohl sie so weit "fit" ist, allerdings nicht mehr so gut "zu Fuß" und einfach alt. Draußen sein ist Stress für sie. Sie liegt am liebsten in ihrem Käfig - bei geöffnetem Türchen.

Sie ist jetzt in ihrem 10. Jahr. Moppel wurde 9.
Bim

Moppel (http://fellfuss.de/IMG_1673.jpg)

Mine (http://marit-coun.de/assets/images/Baghira_2.jpg)

Schwarzesphantom
09.03.2006, 10:57
Wie wärs mit schönen Reptilien, die haben kein Fell auf das man allergisch sein könnte, fühlen sich in einem ausreichend großen (!!) Terrarium wohl und sind noch schön anzusehen. Ich selber hab Leopardgeckos, die sind nicht unbedingt die aktivsten Reptilien, aber z.B. Bartagamen sind schon aktiver und fressen soweit ich weiss auch Salat und so, während meine Geckos nichts fressen was sich nicht bewegt :smirksmile:

Inaktiver User
09.03.2006, 11:20
:schild nein:

Inaktiver User
09.03.2006, 11:54
Schöne Reptilien… ich halte seit über 10 Jahren verschiedene Arten.
Kosten: für eine Bartagame: 50 – 200 € (ganz junge Tiere sind billiger, aber auch sehr heikel in der Aufzucht), Terrarienausrüstung: ca. 400 €, Stromkosten, Futter monatlich bis zu 80 € (Bartagamen sind keine reinen Pflanzenfresser), Fachliteratur, Nahrungsergänzung und Tierarztbesuche sind schlecht einzuschätzen, aber ich bin bei kranken Tieren auch schon mal auf 200€ im Monat gekommen.
Reptilien sind in der Haltung anspruchsvoll, stressempfindlich und es ist schwierig, jemanden zu finden, der freiwillig als Urlaubsvertretung fungiert und sich mit Lebendfutter und Terrarienreinigung rumschlägt. Der Kuschelfaktor dürfte ebenso hoch sein, wie es bei Fischen der Fall ist – der zu beobachtende Ekelfaktor bei manchen Besuchern dafür umso höher. Abgesehen davon sollte man sich nicht nur mit den Reptilien, sondern auch mit dem Handling der Futtertiere anfreunden können. Wer keine Heuschrecken, Schaben, Würmer oder Grillen anfassen will, sollte die Finger von solchen Tieren lassen. Wenn man keinen separaten Raum zur Verfügung hat, sollte man sich außerdem auf den ein oder anderen unerwünschten Besuch der Futtertiere im Wohnzimmer gefasst machen. Ganz ehrlich: als gängige Haustiere halte ich Reptilien für völlig ungeeignet.

Inaktiver User
09.03.2006, 12:02
Ganz ehrlich: als gängige Haustiere halte ich Reptilien für völlig ungeeignet.



:musiker:

Genau!

off-topic
ehrlich gesagt, kräuseln sich mir immer mehr die Zehennägel, wenn für Exoten als Haustiere Werbung gemacht wird. Das treibt ja schon seltsame Blüten. Für mich sind das Wildtiere und keine Haustiere!

Schwarzesphantom
09.03.2006, 12:33
Och, findet ihr? Also ich mag meine Geckos, und hier wurde ja nach Alternativen gefragt, ich habe einen Vorschlag gemacht. Ungeeignet sind Reptilien sicher nicht, wir halten die Geckos schon seit mehreren Jahren und es geht ihnen gut. Natürlich sind Reptilien keine Kuscheltiere!!!! Und Wildtiere: Normalerweise sind Reptilien die man in guten Tierhandlungen kauft Terrarienzüchtungen und keine Wildfänge. Jedenfalls sollte man beim Kauf darauf achten. Man hält sie ausserdem nicht irgendwo in der Wohnung sondern im Terrarium und stattet das den Bedürfnissen der Tiere entsprechend aus. Aber ist alles Geschmackssache. :hunger:

Inaktiver User
09.03.2006, 12:48
Ich mag meine Reptilien auch – den Vorbesitzern, die sie bei mir abgeliefert haben, ging es irgendwann mal ähnlich. Es gibt viele Tiere, die mir gut gefallen, aber muss ich sie deshalb alle in meiner Wohnung haben? Die wesentliche Frage ist doch wohl, ob ICH den Ansprüchen gerecht werden kann, die ein Tier naturgemäß stellt. Bei Reptilien wage ich das in 80% aller Fälle zu verneinen. Mag zwar sein, dass so ein exotisches Tier im Wohnzimmer ziemlich cool ist – allerdings mehr für den Halter, als für die armen Viecher selbst.

Timipu
09.03.2006, 19:43
Hui,
da kam ja ordentlich was zusammen! Dankeschön! :blumengabe:
Also, werde ich mich jetzt mal mit dem Thema Kaninchen intensiver beschäftigen. Reptilien sind nicht so mein Fall. also zum mal streicheln oder so gern, aber der Kuschelfaktor ist mir da nicht hoch genug. :schild uups:
Werde auch mal gucken, ob es eine Allergiker-Mieze gibt.
Also ich meine jetzt nicht, dass ich mit Heißwachs und Epilady auf die nächstbeste Mieze losgehe um zu gucken, dass ich sie haarfrei kriege, :freches grinsen: sondern vielleicht gibt es ja Katzenhaare, die nicht so hochallergen sind wie die gewöhnlichen ...

Danke für die vielen lieben und guten Beiträge - hat mir geholfen zu sehen, dass es anderen genauso geht! :wangenkuss:

Ganz dolle Grüße von Timipu

parfum
10.03.2006, 09:52
Das mit der Allergie liegt nicht an den Haaren, sondern an dem Speichel der Katzen, der beim Putzen freigesetzt wird, wenn mich nicht alles täuscht.
Und was machst du, wenn du auf die ein oder andere Miez dann doch allergisch reagierst, obwohl du dachtest, sie sei verträglich? Dann wandert die Miez ins Tierheim....nee, ehrlich, du solltest von Katzen wirklich die Finger lassen.
Zumal du schriebst, ihr seid beide berufstätig. Den ganzen Tag EINE Katze alleine lassen? Sofern du ihr keinen Freigang bieten kannst, sollten es auf jeden Fall zwei sein, damit es ihnen nicht langweilig wird.

Gruß
parfum

Uschi35
10.03.2006, 15:38
Hallo,

ach, das ist blöd und ich hoffe, daß ich nienienie eine solche Allergie haben werde....
Mein Mitleid hast Du jedenfalls.

Meine Freundin hat auch eine Katzenhaarallergie, aber auf ihren Collie hat sie nicht allergisch reagiert. Aber schon auf ein Kaninchen, was sie gutmütig aufgenommen hatte. Das hab ich dann genommen.
Das ist schon Jahre her - jetzt wünschten sich die Kinder unbedingt ein Zwergkaninchen und - siehe da - sie ist nicht mehr allergisch.
Du hast also gute Chancen, daß das auch mal wieder verschwindet.

Aber: Unterschätze nie die Kaninchenhaltung.
Wie die anderen schon beschrieben haben, brauchen Kaninchen so viel Auslauf wie möglich und wenn man keinen Garten hat, muss das in der Wohnung sein.
Und damit hatte ich (bei aller Liebe zu meinen Langohren) ziemliche Probleme.
Mein Weibchen hat NICHTS heil gelassen und mich fast zum Wahnsinn getrieben. Tapeten inkl. Putz mussten dran glauben, der Teppich, ein Sessel, mein Sofa. Mehrmals hatte ich nicht aufgepasst und saß abends oft mal an einem toten Telefon.
Meine improvisierten Schutzvorrichtungen erwiesen sich als Lückenhaft, also kann ich nur dringend raten, alles gut zu planen und vorzubereiten.
Mit einem guten Gitter wäre das alles wahrscheinlich nicht passiert.
Eines meiner Kaninchen wurde zudem im fortgeschrittenen Alter "inkontinent", d.h. es benutzte sein Katzenklo nicht mehr sondern pieselte überall hin. Das war dann schon schwer zu ertragen.
Meine beiden haben jetzt ein "eigenes" Zimmer und auch dieses scheint mein jetziges Weibchen mit einem groooossen STall zu verwechseln und pinkelt überall auf den Teppich.
Sobald es wärmer wird, bauen wir ein Gehege und siedeln die beiden aus. Aber als ich meine 50qm-Wohnung noch hatte, war das natürlich nicht möglich.
Ich für mich habe beschlossen, in Zukunft keine Wellensittiche und keine Kaninchen mehr zu halten - so gern ich sie auch mag.

LG
Uschi

Timipu
10.03.2006, 17:07
Ja, ihr habt recht. Bei Katzen hätt ich sowieso zwei genommen - ich weiß ja dass die alleine traurig sind. Und da ich immer immer das Wohl des Tieres über mein Kuschelbedürfnis stelle, kommt es eben, dass ich bisher noch kein Haustier hatte seit ich nicht mehr bei meinen Eltern wohne. Und ich hab natürlich auch nie ernsthaft in Erwägung gezogen einfach mal ein Tier zu "probieren" und es dann, wenn es mir doch nicht passt, ins Tierheim abzuschieben. Dazu tun mir die Mümmelmänner, Miezekatzen und was es sonst noch alles gibt, viel zu sehr leid - deshalb hab ichs bis jetzt eben auch immer gelassen. :heul:
Hatte nur so die Hoffnung, dass ihr DIE ultimative Idee hervorkramen würdet. :tassenkasper:

Dachte mir schon, ich zieh nach Kassel - da hat es, laut der letzten "Wer wird Millionär-Sendung" unzählige Waschbären in freier Wildbahn. Und die find ich sooooo schnucklig und hin und wieder könnt ich dann ja einen zum Kaffee und Kuchen hereinbitten. :freches grinsen:

Bleibt wohl wirklich nur ein Stofftier :niedergeschmettert:

Liebe Grüße von Timipu :blumengabe:

Yuki73
11.03.2006, 17:14
Ich habe auch in letzter Zeit darüber nachgedacht, ein Haustier zu haben... aber bei mir gibt es auch nicht viel Platz, und eigentlich bin ich fast den ganzen Tag unterwegs, was einem Tier bestimmt traurig machen würde...
Ich werde wohl bei meinen Pflanzen bleiben müßen, da Stofftiere nicht unbedingt mein Kuschelideal entsprechen!

Yuki

Inaktiver User
11.03.2006, 17:20
Ich würde wirklich in der Zeitung inserieren. "Biete einem netten Hund Bewegung und Spaß und würde gerne mit ihm jeden Samstag morgen zusammensein. Erfahrung vorhanden, doch leider voll berufstätig." So in etwa, je nachdem wann es zeitlich gut passt.

Als ich noch keinen Hund wegen meiner Arbeit halten konnte, hätte ich das nicht getan - darüber ärgere ich mich heute noch. Vormittags helfen sich viele (Haus-)Frauen gegenseitig aus mit dem Gassigehen des Nachbarhundes, der nicht sechs Stunden allein bleiben kann.

Wir selbst haben am Wochenende mitunter Pläne, die ein bißchen schwierig wegen des Hundes sind. Um ihn extra abzugeben, ist es aber nicht dramatisch genug, also lassen wir es bleiben und fahren nicht für einen Tag weg bzw. nehmen den Hund mit. Unser Hund und wir fänden es toll, wenn er eine Ersatz-Person hätte, die ihn betüdelt und sich sogar freut, wenn sie ihn haben darf.

Es gibt sicherlich viele Menschen, die das gut fänden, aber dafür nicht extra Geld ausgeben wollen. Wenn es aber auf Gegenseitigkeit beruht, ist es doch 'ne feine Sache.

Inaktiver User
11.03.2006, 18:01
... Unser Hund und wir fänden es toll, wenn er eine Ersatz-Person hätte, die ihn betüdelt und sich sogar freut, wenn sie ihn haben darf.

Es gibt sicherlich viele Menschen, die das gut fänden, aber dafür nicht extra Geld ausgeben wollen. Wenn es aber auf Gegenseitigkeit beruht, ist es doch 'ne feine Sache.



So ungefähr hatte ich es ja oben mit "Dogsharing" schon mal angeregt.
Ich wäre auch froh, wenn ich meine Motte hin und wieder, auch gerne regelmäßig mit jemand "teilen" könnte. Ihr täte das ganz sicher auch sehr gut! Z.B. bei unterschiedlichen Arbeitszeiten könnte sich für den Hund daraus der Idealzustand ergeben. :allesok:

Inaktiver User
11.03.2006, 18:05
Timipu, es hilft alles nichts: du kommst jetzt sofort zum Vorstellungsgespräch zu Miketa und mir :schild genau: :smirksmile:!

Inaktiver User
11.03.2006, 18:42
:schild genau:

aber zügig!


die Füße der 1. Dogsharing-Dog :smirksmile: kannst du links schon bewundern
:fluestertuete:

Timipu
11.03.2006, 19:23
Alles klar! Bin zur Stelle!! *Hacken zusammenschlag*

Wo muss ich mich melden?? Öffnungszeiten des Dogsharing-Sekretariats??
Kann viele Referenzen vorlegen (viele viele Hundefotos mit Hund und mir schmusend, spielend, lachend, Stöckchen werfend ...) Zeugnisse liegen leider keine vor, da unsere Hunde ausnahmslos Analphabeten waren. :freches grinsen:

Bin aus der Frankfurter Ecke und erkläre mich bereit, eine Runde zum
"Probeschmusen" und "Probegassigehen" vorbeizukommen. :yeah:

Wär doch gelacht, wenn ich den "Job" nicht kriegen würde ... :blumengabe:


Grüßle von der fellverliebten Timipu :lachen:

Inaktiver User
11.03.2006, 20:17
Ach schade :niedergeschmettert: - du wohnst viel zu weit von mir weg. Komme aus Norddeutschland.

Dich würde ich sofort nehmen, auch ohne Pfotenabdruck :schild genau:.

Inaktiver User
11.03.2006, 20:21
Hm, würde tatsächlich jmd auf so eine Anzeige bzw. so einen Aushang z.B. im Supermarkt reagieren? Wenn jmd nur ein- oder zweimal wöchentlich quasi gerne 'nen Leihhund hätte?

Würde mich durchaus auch reizen ... so auf meiner wahlweise 6,5 oder 13 km langen Walkingstrecke als Begleitung, da allein doch ein bisserl langweilig ist und menschliche Begleiter mir für gewöhnlich zuviel quasseln.

Inaktiver User
11.03.2006, 20:45
Keine Ahnung, ICH würde mich jedenfalls melden, wenn der Interessent seriös klingt. Für mich wäre das Alter sehr wichtig, 14jährige haben bei mir leider keine Chance.

Wenn hierzulande jemand einen Hundesitter für seinen Urlaub sucht, dann steht das Telefon dort nicht mehr still. Ich glaube, dass das eine echte Marktlücke ist, weil es sehr viele Verrückte wie mich/uns gibt, die ihren Schatzimausihasizahn rund um die Uhr betreut haben wollen :smirksmile:.

Wir waren z.B. just im Restaurant. Die Kinder haben wiedermal auf ihr Dessert verzichtet, weil sie lieber schnell nach Hause zum "armen Hund" wollten, der schon zwei Stunden allein war *räusper*. Wäre er nun bei Timipu gewesen, dann hätten wir unser Tiramisu noch bekommen :hunger:!

Inaktiver User
11.03.2006, 20:52
Hm, wenn das so ist, sollte ich mich mal drum kümmern. Ginge allerdings nur zu Spaziergängen wg. zweier Kaninchen, die sonst bei Hundebesuch schätzungsweise vor Schreck tot umfallen würden.

Würde auch gerne im Tierheim Hunde ausführen oder mich sonstwie engagieren, da ich eh irgendwie zuviel Zeit über habe und zuviel vorm PC abhänge ;o) ... aber unser Tierheim ist dermaßen weit außerhalb gelegen und ungünstig zu erreichen, dass das nicht in Frage kommt.

Zieh um, weiter in meine Richtung, dann kannst öfter Tiramisu haben :schild genau:

Sun64
11.03.2006, 21:01
Geben tut es sowas ja schon, war die Tage in "Tiere suchen ein Zuhause" das sog. "Dog-Sharing" vorgestellt.
Mal googeln gehen?

Könnte ja auch hier nen Strang eröffnen, diejenigen die suchen machen hier meldung und der Rest kann per PM geregelt werden.

LG Sun

Inaktiver User
12.03.2006, 13:24
Timipu, es hilft alles nichts: du kommst jetzt sofort zum Vorstellungsgespräch zu Miketa und mir :schild genau: :smirksmile:!



Genau! Auf dem Weg von Ffm nach Norddeutschland zu Basine kommst du fast an meiner Haustür vorbei ... der Raum Venlo (deutsche Seite) liegt doch auf dem Weg :smirksmile:?

"Dogsharing" google-Ergebinsse sind hauptsächlich uralt-Einträge, Leute die selbst suchen und professionelle Tiersitter.

Im letzten Jahr hatte ich mit einer Dame aus der Nachbarstadt Kontakt, die Gesellschaft für ihren gelangweilten Rüden suchte(!). Die Gute wollte, obwohl sie keinerlei Extra-Arbeit, wie füttern oder Fellpflege etc. mit meiner Motte gehabt hätte, pro halbem Tag 8,- haben. Da lehnte ich dann dankend ab. :aetsch:

Inaktiver User
12.03.2006, 13:34
8 Euro :ooooh:? Das ist ja heftig - da hätte ich aber auch dankend abgelehnt.

Wenn ich zweimal in der Woche den Hund einer berufstätigen Bekannten vormittags rauslasse und ihr Hund und meiner zusammen ca. 30 min über deren Grundstück flitzen, dann nehme ich sage und schreibe 1 Euro :schild genau:.

Eigentlich wollte ich garnichts haben, weil unser Hund diese Zeit bei seiner Hundekumpeline geradezu liebt und ich wirklich nichts machen muss. Das ist ja noch weniger anstrengend als Fahrradfahren mit dem Hund. Aber die Bekannte bestand auf einem Lohn. Seitdem verdiene ich 2 Euro die Woche und unser Hund bekommt Schmackos ohne Ende geschenkt :hunger:.

Inaktiver User
12.03.2006, 13:39
Basine, ich hoffe, Du versteuerst Deine Nebeneinnahmen? Und legst einen gehörigen Anteil davon gewinnbringend an, verschleuderst also nicht alles auf einmal?

Inaktiver User
12.03.2006, 13:46
Natürlich! Ich kassiere doch nicht einfach so Schwarzgeld *tsstsstss*!

Inaktiver User
12.03.2006, 14:00
Brav!

Da haste eine Belohnung: :blumengabe:

Timipu
12.03.2006, 17:22
oooch, jetzt wohn ich schon in so ner Metropole und dann seid ihr wo ganz anders?!!!
*schnüff* :heul:

Schade, hätte eure Gummischnuffeligen fellbehafteten Hundilies gern mal getroffen!

Wisst ihr, was das Schönste für mich war mit meinen Hunden. Wenn die frisch aufgewacht sind und noch ganz "matschig" und verschlafen waren und das Schnuffelnäschen noch gar nicht feucht sondern warm und trocken war, dann musste ich da uuuuuunbedingt draufknutschen. :peinlich:

*sehnsüchtig seufz*
Grüßle von Timipu

Inaktiver User
13.03.2006, 12:14
hallo timipu, wo wohnst du denn?
ich habe neulich folgendes entdeckt:
http://www.hallohaustier.de/
mit tiersitterschnellsuche. :freches grinsen:
übrigens habe ich heute das erste mal unsere seniora mit zur arbeit genommen (sonst ist sie bei meinem freund). sie liegt ganz brav auf ihrem kissen. :smile:
lg andalusia

Mimizuhaus
13.03.2006, 20:11
hallo timipu,

wie wär's mit nem hamster? die sind total knuffig, finde ich - und tagsüber schlafen sie sowieso. den kannst du streicheln, er ist mit ein bisschen bemühen zutraulich und braucht eine vergleichsweise kleine spielwiese...

lieben gruß
mimizuhaus :blumengabe:

Timipu
16.03.2006, 23:37
Hallöchen,

werde mich mal um nen Kontakt bei der Tiersittersuche bemühen. Mal sehen, vielleicht ergibt sich ja was??

Danke euch allen für eure Tipps und Ratschläge!!

Grüßle von Timipu

laternchen1
13.03.2007, 17:23
Hallo,
wenn ein Hund wirklich nicht geht sind Zwergkaninchen eine Alternative: sie müssen aber zu zweit sein, sonst sind sie traurig.
Zu zweit fühlen sie sich sehr wohl.
Gut passt z.B. Weibchen und kastriertes Männchen. Am besten Tierarzt oder gute Zoohandlung wegen der " Kombination " fragen!

Inaktiver User
14.03.2007, 19:31
Am besten Tierarzt oder gute Zoohandlung wegen der " Kombination " fragen!

:nudelholz:

Die Beratung, die man in Zoohandlungen bekommt, kann man vergessen. Die Beratung beim Tierarzt oftmals leider auch.

Timipu, ich hab gesehen, dass der Thread ja nun bereits 'nen Jahr alt ist - hast Du denn inzwischen ein Haustier?

Übrigens: Kaninchen muss man nicht im Käfig halten - meine haben auch keinen.

sonnenjuwel
15.03.2007, 14:21
Die Beratung, die man in Zoohandlungen bekommt, kann man vergessen. Die Beratung beim Tierarzt oftmals leider auch.

Übrigens: Kaninchen muss man nicht im Käfig halten - meine haben auch keinen.

*zustimmt*
Zoohandlungen wollen verkaufen und TA kennen sich oft nur in medizinischer Hinsicht aus. Meiner hat mir gestern auch davon abgeraten jetzt gleich wieder ne neue Partnerin für mein Kaninchen zu suchen. Ich solle lieber einige Wochen, wenn nicht Monate warten. Auf die Idee, dass ich die beiden nicht einfach zusammen in einen Käfig stopfen werde, kam der Herr garnicht. Nachdem ich ihm erzählt habe, wie ich die Häschen zusammenführen werde, war er sichtlich angetan (als ob ich das erfunden hätte). Und er ist eigentlich ein richtig toller TA (nicht nur in medizinischer Hinsicht*g*)
Und zur Käfighaltung: Wenn ich wieder soviel Geld habe wie früher, dann kriegen meine auch wieder ein eigenes Zimmer - das war so schön für die Kaninchen und auch für uns. Aber da ich auch Katzen habe und die Kaninchen jetzt im Wohnzimmer wohnen, kann ich sie nicht frei halten, wenn ich nicht zuhause bin. Bei meinem Kater hab ich lieber ein Auge drauf. Aber ansonsten: Wenn es geht, dann macht ihr den Kaninchen damit eine Freude und euch ebenfalls.
Heike