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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : woran merkt ihr, dass ihr "alt" seid?



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Blila3
22.03.2012, 20:21
natürlich geht es mir wie so ziemlich allen: gefühltes Alter entspricht nicht der Geburtsurkunde. Dachte ich. bis heute. bis ich mir die Preisträger eines Bri-Häkelcontests angeschaut hab.

Pännnggg! Wo ist mein Krückstock, das Hörrohr? Mit zittrigen Fingern tippe ich es: aaaals ich jung war, waren manche Accessoires von Oma einfach der Knaller. Die Erwachsenen guckten verständnislos.

Wer hat die Zeitmaschine angeworfen? Wenn ich mir Brigittes best Häkelprodukte anschaue, schüttelt es mich. oder ist es nur seniles Kopfwackeln? Nein, das raff ich nicht mehr

:knatsch::knatsch::knatsch:

Isambard
22.03.2012, 23:51
Hallo, liebe Blila3,

Ich habe es mir angelesen, als ich mich nach meiner Trennung im Alter von ca. 53 Jahren intensiv damit befasste, wie denn das mit Frauen heute und auf meiner Altersstufe so läuft. Einmal baggerte ich eine viel zu junge Dame an. Durch Ihre freundliche, aber bestimmte Abweisung sensibilisiert, habe ich mich vor der nächsten derartigen Aktion intensiv mit dem Thema befasst und fand zu meinem Entsetzen heraus, dass mein Zähler hängen geblieben war. Ich empfand mich als 40 und ging auf die 60 zu. Jetzt läuft der Zähler wieder richtig.


Erinnerst Du Dich an die Entwicklungsschübe bei Kleinkindern? Umgekehrt scheint das manchmal ähnlich zu gehen. Als Mann sehe ich es natürlich bei den Frauen am Besten: Da kommt es vor, dass sich eine Dame sehr lang sehr gut hält und plötzlich innert ganz kurzer Zeit massiv altert. Danach ist wieder für lange Zeit Ruhe.


Ich habe mich bei der Findung meines Alters etwas genauer an geschaut und festgestellt, dass ich mir mehr Mühe mit der Pflege und der Ausstattung geben muss, um nicht vergammelt oder wie eine schlecht aufgewärmte Leiche auszusehen:

- Schnurrbart ab.
- Nie, nie, nie unrasiert aus dem Haus!
- Im Zweifel lieber ein Mal zu viel duschen.
- Stirnfransen bis zum Haaransatz kürzen, damit niemand auf die Idee kommt, ich wolle etwas verdecken.
- Haare an Stellen, wo sie nicht sein sollten, wie Ohren und Nasenlöcher, konsequent bekämpfen.
- Gebügelte Hemden, mit den Hosen ist es nicht so einfach.
- Kurze Hosen nur noch zum Radfahren.


Gesundheitliche Probleme kommen nicht mehr einfach so vor, sondern lassen sich z.T. dem Alter zuordnen.

Bekannte Probleme verschärfen sich. Ich brauche gewaltige Mengen der genau richtigen Handcreme und Lippenpomade, um über den Winter zu kommen ohne erheblich an Rissen zu leiden. Mit 25 konnte ich die Hände mit Benzin waschen und nichts geschah.

Bei Trainingspausen, z.B. wegen Krankheit, oder wenn es einfach zu kalt ist, lässt meine Kondition sehr viel schneller nach, als in jungen Jahren.


Aber es gibt auch positive Erscheinungen:

- So traurig Trennung und Scheidung sind: Ohne Verantwortung für die Familie lebt es sich freier.

- Wir sehen uns noch, aber nur, wenn wir Lust darauf haben.

- Als gezwungener Massen selbstständig Erwerbender muss ich mich nicht mehr mit ungenügend ausgebildeten oder sonst störenden Vorgesetzten herum ärgern.

- Ich ergreife jede Gelegenheit, um mich zu freuen. Früher konnte ich das nicht.

- Ich bin viel gelassener, als früher.

- Auf Grund der Erfahrung kann ich gewisse Klippen umschiffen, ohne daran entlang zu schrammen.

- Ich lerne seit einigen Jahren, in einem Chor zu singen. Da wir nur 3 oder 4 Bässe sind, bin ich recht gefordert und muss eisern konzentriert sein. Heute mache ich Sachen, von denen ich vor 6 Jahren nicht gedacht habe, dass sie möglich wären. Das therapiert das Ego ungemein.

Als Einschub dazu noch dies: Eine Deutsche Forschungsgruppe hat heraus gefunden, dass Patientinnen oder Patienten nach Hirnschlägen sehr viel schneller und besser gesunden, wenn sie weiterhin Chorgesang betreiben. Bei den ernsthafteren unter meinen Kolleginnen und Kollegen habe ich das Gefühl, sie seinen geistig spritziger, als Gleichaltrige, die nicht singen. Auch gewisse Instrumente scheinen diese Wirkung zu haben, allen voran das Klavier.


Grüsse, Isambard

walkabout
23.03.2012, 00:08
-Daran, dass ich beim Anblick junger Erwachsener unweigerlich an Krabbelgruppen denke ;),
- daran, dass ich das Interesse an der Berufswelt mehr und mehr
verliere.
-An meinem subjektiv abnehmenden Wohlgefühl, an meinem Gesundheitszustand und an
meinem relativen Desinteresse die Zukunft betreffend.
-Am zunehmenden verschwinden neuer Wünsche.
-daran, dass ich dazu tendiere mein Leben zu rekapitulieren und zu bewerten.
-daran, dass ich beim Berühren meines Körpers die darunterliegende
Knochenstruktur visualisiere.
-daran, dass ich immer öfter inwendig eine gelassene Stille spüre

Blila3
23.03.2012, 06:58
Guten Morgen, walkabout :blume:,

du hast mein Thema ernster genommen, als es von mir intendiert war. Aber damit hast du mich nur wieder daran erinnert, dass mich das durchaus beschäftigt, weit mehr als mir angenehm ist. Ich fürchte (:cool: - wieder etwas ironisch gemeint), ich muss dir in so ziemlichallen Punkten recht geben. Weil Fitness nicht mehr einfach da ist, sondern ein Programmpunkt im Tagesablauf ist, kann ich jetzt nicht weiter darauf eingehen; ist auch - glaub ich - nicht nötig. Deine letzte Anmerkung, die Musik betreffend, macht mich fast sowas wie neidisch: Singen, ein Instrument spielen - das hätte ich immer gerne gemacht. Leider KANN ich es nicht, ich kann und konnte es auch nie lernen, weil ich auf diesem Gebiet so was wie behindert bin: so jemand mit einem nur minimalen Sehrest nicht Maler, mit Kinderlähmung nicht Hürdenläufer werden kann.

Hab(t alle) einen schönenn Tag

:blumengabe:

Blila3
23.03.2012, 07:05
PS: ...und ein wirklich großes Kompliment für deine Sensibilität! Überhaupt zu merken, dass dein "Zähler hängt", ist eine beachtliche Leistung. Vielleicht fällt mir das gerade deswegen auf, weil ich in letzter Zeit mehrere Gespräche mit gleichaltrigen Männern über die Attraktivität und das Faible älterer Herren "von Einfluss" für deutlich jüngere Frauen geführt habe. Ein weites Feld...:cool:

gica
23.03.2012, 18:41
Daran, dass ich, überhaupt denke, dass ich alt werde bzw bin,im jeweiligen Auge des Betrachters.

Ich log! Ich log! Ich bin nicht alt, ich bin nicht satt vom Leben....

vielleicht sollte man es mit Hermann Hesse halten

Blila3
23.03.2012, 18:44
wir - du nicht! - sind aber alt für die jüngeren! egal wie wir uns fühlen

Opelius
23.03.2012, 18:51
ich habe keine Lust mehr auf Geburtstag, alle naselang habe ich wieder einen.
ich reg mich nicht mehr so viel auf.
Mein Schlafbedürfnis ist deutlich größer geworden, es müssen mindestens 8 Stunden sein.
Fehlt mir Schlaf, weil irgendeine Feier mal wieder erst nach Mitternacht endete, habe zwei tage lang was davon.
Meine Ärztin sieht mich regelmäßig alle 3 Monate, sie hat selten etwas postives zu berichten, aber meistens ignorier ich das.
Als Mann bin ich inzwischen eine Niete, was ich außerordentlich bedaure.

Inaktiver User
23.03.2012, 18:52
Ich habe absolut nichts dagegen, dass ich so alt bin wie ich bin - und ich finde die Frage nach dem inneren Alter ein bisschen albern. Jung im Herzen - das Kompliment würde ich lieber nicht hören, ich wüsste nichts damit anzufangen..
Aufs Jünger-Aussehen kann ich auch verzichten, ich möchte gern möglichst ästhetisch aussehen.
Ich freue mich, dass mein Körper noch deutlich leistungsfähiger ist als es meinem Alter entspricht - aber nur, weil ich dadurch meine Lieblingssportarten noch so relativ mühelos betreiben kann.

brighid
23.03.2012, 18:53
-Daran, dass ich beim Anblick junger Erwachsener unweigerlich an Krabbelgruppen denke ;),
- daran, dass ich das Interesse an der Berufswelt mehr und mehr
verliere.
-An meinem subjektiv abnehmenden Wohlgefühl, an meinem Gesundheitszustand und an
meinem relativen Desinteresse die Zukunft betreffend.
-Am zunehmenden verschwinden neuer Wünsche.
-daran, dass ich dazu tendiere mein Leben zu rekapitulieren und zu bewerten.
-daran, dass ich beim Berühren meines Körpers die darunterliegende
Knochenstruktur visualisiere.
-daran, dass ich immer öfter inwendig eine gelassene Stille spüre

ein sehr schöner spruch: frauen sind wie wein und käse- sie altern nicht- sie reifen.

und ich geniesse jeden weiteren reifegrad.

äusserlich merke ich mein alter daran, dass die neuen kollegen sogar noch jünger sind als meine töchter.

populonia
23.03.2012, 21:40
Ich freue mich, dass mein Körper noch deutlich leistungsfähiger ist als es meinem Alter entspricht - aber nur, weil ich dadurch meine Lieblingssportarten noch so relativ mühelos betreiben kann.

So ist es, der Sport hält uns fit und jung.....

Dass ich alt werde merke ich daran:

dass ich am Pc eine andere Brille brauche (eine von früher) - :freches grinsen:

dass um mich herum alle älter werden - so auch ich - :pfeifend:

Blila3
23.03.2012, 21:50
dass um mich herum alle älter werden


komisch irgendwie. alle anderen!:freches grinsen:

Opelius
24.03.2012, 07:12
dass um mich herum alle älter werden - so auch ich - :pfeifend:

Meine Frau sagt das von unseren Kindern, die sind schon so alt und so seltsam geworden.

Libellchen
24.03.2012, 07:53
Meine Frau sagt das von unseren Kindern, die sind schon so alt und so seltsam geworden.


jetzt musste ich gerade vor mich hingrinsen-geht mir in letzter Zeit ebenso mit meiner Erstgeborenen....
Ich gehöre noch nicht ganz zu Eurer Gruppe,schramme aber nah ran :pfeifend:.
Gelassenheit und Geduld fehlt mir leider immer mehr,dafür tuts mir hier weh und da und für meine Gesundheit und Beweglichkeit reicht das Stricknadeln schwingen nicht mehr:unterwerf:.
Mich ärgerts auch,dass praktisch überall nur noch junge und ganz junge arbeiten,selten mehr jemand in meiner Altersklasse.
Wenn ich spätabends in der Stadt bin,fürchte ich mich schon beinahe vor den Trauben junger,schwarzgewandeter Menschen und habe oft den Eindruck dass die jungen Frauen wie Klone aussehen,kaum noch voneinander zu unterscheiden,oder meine ich das bloss?????
Bin auch,ab und an dabei,zu denken:früher.......
Das Sofa wird langsam zu niedrig und hat zu viel Sitztiefe :knatsch:ergo hab ich mir ein höheres Sofa und einen Komfortsessel gegönnt.Früher fand ich das genau richtig für alte Menschen.....wo führt das bloss hin.......
Ich kann nix mehr mit Stehtickets anfangen,ich will sitzen weil mir sonst das Kreuz auseinanderfällt.....und viele Menschen und ein Gewurschtel stresst mich enorm,was mir früher nicht so bewusst war oder ich nicht so wahrgenommen habe.
Ich versuche freundlich zu sein und geduldig mit meinen "Kindern" auch wenn sie mich nerven,weil sie in ein paar Jahren meinen Altersheimplatz auswählen :pfeifend:
Vor dem Spiegel brauche ich etwas länger als ehedem bis die Restaurationsarbeiten als befriedigend abgeschlossen werden können.Gegen die Falten um den Mund,in die sich Lippenstift gern verschlauft benutze ich seit Neuerem lange haltbaren Lippenstift,denn mit dem bekomme ich kein Aussehen,als ob ich Stacheldraht im Gesicht hätte.
Es gibt für mich nix so Treues mehr wie die lästigen Pfunde....

Lolletta
24.03.2012, 11:24
i
Mein Schlafbedürfnis ist deutlich größer geworden, es müssen mindestens 8 Stunden sein.


Mir reichen inzwischen 6 Stunden :knatsch:

Als Mann bin ich inzwischen eine Niete, :in den arm nehmen:




Ich versuche freundlich zu sein und geduldig mit meinen "Kindern" auch wenn sie mich nerven,weil sie in ein paar Jahren meinen Altersheimplatz auswählen :pfeifend:
..

Nein, bitte nicht ! "WIR " ziehen alle in eine Alters-WG und suchen uns den Pflegedienst selber aus:smirksmile:

Lorolli
24.03.2012, 11:51
Nein, bitte nicht ! "WIR " ziehen alle in eine Alters-WG und suchen uns den Pflegedienst selber aus

genau :freches grinsen:

alt ist, wer vergisst Neues zu entdecken

Feinsinn
24.03.2012, 11:57
Auch mein Schlafbedürfnis ist größer. Vor einigen Jahren bin ich noch mit weniger Stunden gut klar gekommen. Seit einigen Tagen kam ein vierter Dauerschmerz dazu, der mich ein wenig nervös machte, aber ich kann es nicht ändern. Ich sollte öfters mal zum Arzt gehen, kann mich garnicht mehr erinnern, wann das zum letzten Mal war.

Ich war eigentlich schon immer relativ gelassen und bin es noch mehr. Schon früher machte ich nie langfristige Lebenspläne und jetzt erst recht nicht. Ich lasse mich auch von meinem Umfeld kaum verunsichern. Mein Arbeitsplatz ist und bleibt sicher. Ich darf noch eine Weile arbeiten. Meine Wünsche versuche ich, schnellstmöglichst zu erfüllen und "das mache ich, wenn ich in Rente bin oder in einigen Jahren" gibt es bei mir nicht und gab es noch nie. Auch wenn eine relativ wichtige Anschaffung notwendig ist, ziehe ich eine Fernreise vor, weil mir das gut tut. Ich bin mehr als froh, dass ich kein Haus habe, um das ich mich samt Garten oder Hund kümmern müsste. Das war noch nie mein Traum. Bei den Fernreisen merke ich die Anstrengung, aber junge Leute stehen zehn Stunden manchmal an, um an eine Konzertkarte zu kommen bei Wind und Wetter, da schaffe ich auch 11 Stunden im Flieger, ich sitze ja nicht am Steuer. Im Moment kann ich es mir noch leisten (sparen), vielleicht
geht das mal nicht mehr.

Bestimmte langjährige Hobbies, Gewohnheiten und Kontakte kann ich relativ schnell abbrechen und auf Eis legen, wenn ich mich damit wohler fühle und mir niemand mehr meine kostbare Zeit raubt mit Belanglosem wie früher. Zu irgendwelchen Treffen sage ich nur kurzfristig zu, es könnte noch soviel dazwischen kommen und ich würde mich nur ärgern, wenn ich langfristig festgelegt wäre. Das klappt gut und mein engstes Umfeld weiß das und hat keine
Probleme damit.

Geburtstage sind mir nicht wichtig, eher anderen. Je öfter ich das sage, desto weniger richtet man sich danach. Ich gehe auf keine große Familienfeiern mehr oder sonstige Events. Nicht mal, wenn ich der Grund für eine Feier wäre. Ich feier lieber im kleinsten Kreis, am liebsten zu zweit.

Früher war ich meist nur mit jüngeren Menschen befreundet. Das hat sich geändert. Das Alter von anderen interessiert mich eigentlich garnicht mehr so sehr. Ich weiß von einigen Freunden weder Alter noch Geburtstag und umgekehrt. Manchmal bekommen wir das Geburtstagdatum mit, aber es ist ein Ehrencode, es nicht weiterzusagen, weil wir uns eh nichts draus machen. Kommen gute Wünsche, bedanken wir uns freundlich, da sie ja gut gemeint sind.

Ich war auch vor einigen Jahren mit einem querschnittgelähmten Freund (er dürfte jetzt 60 sein), der im Rollstuhl sitzt, einige Wochen unterwegs und habe von ihm und seinem Segelclub viel gelernt, zu was man alles fähig sein kann. Er geht regelmäßig campen in den Yellowstone Park oder auf Reisen nach Alaska, Australien oder Hawaii und segeln und kann nicht mal seine Finger richtig bewegen (er war früher ein guter Pianist und spielte im Seattle Symphonie Orchester, und half im Sommer Pferde auf einer Ranch einzureiten, bis zu seinem Unfall). Freunde und Cousins begleiten ihn auf Reisen. So lange ich irgendwie mobil bin, werde ich auch reisen. Zwei gehbehinderte Cousinen, die noch nie alleine weit gereist waren, sind für sechs Wochen nach Australien und es hat geklappt. Eine sagte mir danach: Mach es jetzt, nicht später, fahr fort, wenn du Lust dazu hast.

Es gibt einige, die erst mit 60 eine tolle Karriere gemacht haben oder das tun konnten, wovon sie schon lange träumten.

Feinsinn
24.03.2012, 13:22
"Davy Jones ist tot? Jetzt sind wir offiziell alt! (http://files.newsnetz.ch/bildlegende/20708/699228_pic_970x641.jpg)" - "Das ist schlimmer als der Moment in dem mir bewusst wurde, dass ich einen BH tragen muss!"

Wita
24.03.2012, 13:26
Nur ganz kurz - für mich ist das Alter eigentlich auch eher eine Zahl. Na klar merkt man an manchen Dingen wie graue Haare, nachlassende Sehstärke und weitere Wehwehchen, dass man keine 30 mehr ist. aber das kann man ja "kaschieren" oder behandeln. Dementsprechend "jugendlich" habe ich mich immer gefühlt, bis mir meine Enkel (die damals so 7 und 8 Jahre alt waren), auf meine Bemerkung, dass ich doch noch nicht alt sei, ganz unverfroren sagten: "Na klar bist du alt, Omi!" Da war ich erst mal platt - aber so relativ ist das halt alles. :freches grinsen:

So, und ich fühle mich auch mit ü60 noch fit genug, um Dinge zu machen, auf die ich neugierig bin - nu gerade! :schild genau:

Inaktiver User
24.03.2012, 17:39
Nein, bitte nicht ! "WIR " ziehen alle in eine Alters-WG und suchen uns den Pflegedienst selber aus:smirksmile:

Ich nicht!!! Ich habe reichlich WG-ERfahrung, ich brauche das nicht mehr.
Aber meine Kinder suchen ganz sicher auch nicht meinen Altersheimplatz aus. Ich weiß schon, wo ich hingehen werde und ich habe auch schon einen Plan, wann das sein soll.

Inaktiver User
24.03.2012, 18:01
:yeah:
Ich nicht!!! Ich habe reichlich WG-ERfahrung, ich brauche das nicht mehr.
Aber meine Kinder suchen ganz sicher auch nicht meinen Altersheimplatz aus. Ich weiß schon, wo ich hingehen werde und ich habe auch schon einen Plan, wann das sein soll.

gittifrau48
24.03.2012, 22:01
Lorolli, die Neugier ist bei mir nach wie vor da...:zwinker::

- auf Reisen
- neue Bücher
- Kino, Theater
- das Leben


Das Älterwerden merke ich an Verschiedenem...:ooooh:

- die Falten werden mehr
- ich brauche öfter Pausen
- ab und zu auch das Alleinsein, das Besinnen
- Freunde und Verwandte sind für immer gegangen...:niedergeschmettert:

Und trotzdem, gerade die letzte Erfahrung lässt mich das Leben ganz bewusst gestalten und genießen und ich hoffe, dass meine Energie noch viel Neugier zulässt...:smirksmile:

gica
26.03.2012, 20:26
Habe gerade in alten Texten von mir gestöbert und diese Zeilen gefunden, die ich vor 10 Jahren
geschrieben habe ,aber natürlich nicht auf mich bezogen.

Alterssorgen

Oh, ihr Ängste vor dem Alter,
das drohend auf uns zukommt.
Und wir nicht mehr Kraft genug,
uns dagegen zu stemmen.
Ihr Ängste habt in mancher Nacht
die Oberhand und nehmt uns den Atem.
Am Tage lamentieren wir laut:
Es ist noch soviel Zeit,Zeit......
Das Pendel schlägt aus.
Warum verschliessen wir die Augen?
Es geht so schnell.Es ging so schnell.
Wir schauen uns um,
ein langer Weg liegt hinter uns.
Und verdammt, der Weg nach vorn soooo kurz.

Ob ich es ehrlich gemeint hab, weiss ich heute nicht mehr

Inaktiver User
26.03.2012, 22:08
Habe gerade in alten Texten von mir gestöbert und diese Zeilen gefunden, die ich vor 10 Jahren
geschrieben habe ,aber natürlich nicht auf mich bezogen.

Alterssorgen

Oh, ihr Ängste vor dem Alter,
das drohend auf uns zukommt.
Und wir nicht mehr Kraft genug,
uns dagegen zu stemmen.
Ihr Ängste habt in mancher Nacht
die Oberhand und nehmt uns den Atem.
Am Tage lamentieren wir laut:
Es ist noch soviel Zeit,Zeit......
Das Pendel schlägt aus.
Warum verschliessen wir die Augen?
Es geht so schnell.Es ging so schnell.
Wir schauen uns um,
ein langer Weg liegt hinter uns.
Und verdammt, der Weg nach vorn soooo kurz.

Ob ich es ehrlich gemeint hab, weiss ich heute nicht mehr

Irgendwie klingt das nicht nach Angst vor dem Alter sondern nach Angst vor dem Tod.

walkabout
26.03.2012, 22:43
Die Urangst des Menschen, aus der sich alle anderen speisen ist doch die Angst vor dem Tod

Lorolli
26.03.2012, 22:44
aber es weiss doch jeder, dass das Leben damit endet, ob mit oder ohne Angst

Inaktiver User
26.03.2012, 22:52
Die Urangst des Menschen, aus der sich alle anderen speisen ist doch die Angst vor dem Tod

Das kann man so sehen, muss man nicht!
Vor dem Alter kann man sich aus unterschiedlichen gründen fürchten: die Krankheitswahrscheinlichkeit steigt, der Körper verliert an Leistungsfähigkeit, man verliert liebe Menschen - und man kommt dem Tod natürlich immer näher.
In gicas Post fiel mir auf, dass sie vom Alter spricht, aber den Tod meint. Oder?

gica
27.03.2012, 20:56
[In gicas Post fiel mir auf, dass sie vom Alter spricht, aber den Tod meint. Oder?[/QUOTE]

Naja, das Alter führt zum Tode, da geht kein Weg daran vorbei.
Und es ist nun mal so, dass die Vergangenheit länger ist als die Zukunft, es sei denn, man wird 140 oder so

Wie sagte Woody Allen: Ich fürchte nicht das Sterben, möchte aber nicht dabei sein...oder so ähnlich

Einen schönen Abend mit optimistischen Blick in die kurze oder länge Zukunft

wünscht gica

populonia
27.03.2012, 21:03
Da hab ich einen nette wahre Geschichte,

Stöhnt die Oma mal wieder "oh je - oh je..... alt werden ist need schee..... "

Darauf der neunmalkluge Enkel: "Ned alt werden is aber auch ned schee !!"

Inaktiver User
27.03.2012, 21:39
:lachen:
Da hab ich einen nette wahre Geschichte,

Stöhnt die Oma mal wieder "oh je - oh je..... alt werden ist need schee..... "

Darauf der neunmalkluge Enkel: "Ned alt werden is aber auch ned schee !!"

Kelebek
28.03.2012, 09:45
Wenn ich merke, daß mich mein PC nicht mehr interessiert - ja dann bin ich alt.
Stock oder Rollator wird bereits von wesentlichen Jüngeren benutzt.
Ich habe beides wegen meiner Mutter im Haus und wie ich immer sage :
" Das ist eine gute Investition in die Zukunft."
Rein äußerlich bin ich nicht mehr jung und meine weißen Haare trage ich mit Stolz.
Meine Enkel stört das nicht, sie lieben ihre dicke "Poweromi" und schleifen sie überall mit hin.
Selbst in Konzerte mit etwas für mich gewöhnungsbedürftiger Musik oder Mottopartys.
Ob ich mich da nicht lächerlich mache?
Nein - denn ich stehe zu meinem Alter und trimme mich nicht auf jugendlich und benehme mich auch nicht wie eine Pubertierende bzw. Gleichaltrige.
Ich möchte nicht jünger sein wie ich bin und fühle mich seit ich in Rente bin immer besser - ja sogar manchmal aktiver.

briony
28.03.2012, 09:59
... daran, dass ich hier einen Thread-Titel mit dem Wort pencilskirt lese und denke: Meine Fresse, warum kann man nicht einfach Bleistiftrock schreiben?

Senile Intoleranz mit Ende 30 *seufz*

Inaktiver User
28.03.2012, 10:05
Hallo, liebe Blila3,

Ich habe es mir angelesen, als ich mich nach meiner Trennung im Alter von ca. 53 Jahren intensiv damit befasste, wie denn das mit Frauen heute und auf meiner Altersstufe so läuft. Einmal baggerte ich eine viel zu junge Dame an. Durch Ihre freundliche, aber bestimmte Abweisung sensibilisiert, habe ich mich vor der nächsten derartigen Aktion intensiv mit dem Thema befasst und fand zu meinem Entsetzen heraus, dass mein Zähler hängen geblieben war. Ich empfand mich als 40 und ging auf die 60 zu. Jetzt läuft der Zähler wieder richtig.


Erinnerst Du Dich an die Entwicklungsschübe bei Kleinkindern? Umgekehrt scheint das manchmal ähnlich zu gehen. Als Mann sehe ich es natürlich bei den Frauen am Besten: Da kommt es vor, dass sich eine Dame sehr lang sehr gut hält und plötzlich innert ganz kurzer Zeit massiv altert. Danach ist wieder für lange Zeit Ruhe.


Ich habe mich bei der Findung meines Alters etwas genauer an geschaut und festgestellt, dass ich mir mehr Mühe mit der Pflege und der Ausstattung geben muss, um nicht vergammelt oder wie eine schlecht aufgewärmte Leiche auszusehen:

- Schnurrbart ab.
- Nie, nie, nie unrasiert aus dem Haus!
- Im Zweifel lieber ein Mal zu viel duschen.
- Stirnfransen bis zum Haaransatz kürzen, damit niemand auf die Idee kommt, ich wolle etwas verdecken.
- Haare an Stellen, wo sie nicht sein sollten, wie Ohren und Nasenlöcher, konsequent bekämpfen.
- Gebügelte Hemden, mit den Hosen ist es nicht so einfach.
- Kurze Hosen nur noch zum Radfahren.


Gesundheitliche Probleme kommen nicht mehr einfach so vor, sondern lassen sich z.T. dem Alter zuordnen.

Bekannte Probleme verschärfen sich. Ich brauche gewaltige Mengen der genau richtigen Handcreme und Lippenpomade, um über den Winter zu kommen ohne erheblich an Rissen zu leiden. Mit 25 konnte ich die Hände mit Benzin waschen und nichts geschah.

Bei Trainingspausen, z.B. wegen Krankheit, oder wenn es einfach zu kalt ist, lässt meine Kondition sehr viel schneller nach, als in jungen Jahren.


Aber es gibt auch positive Erscheinungen:

- So traurig Trennung und Scheidung sind: Ohne Verantwortung für die Familie lebt es sich freier.

- Wir sehen uns noch, aber nur, wenn wir Lust darauf haben.

- Als gezwungener Massen selbstständig Erwerbender muss ich mich nicht mehr mit ungenügend ausgebildeten oder sonst störenden Vorgesetzten herum ärgern.

- Ich ergreife jede Gelegenheit, um mich zu freuen. Früher konnte ich das nicht.

- Ich bin viel gelassener, als früher.

- Auf Grund der Erfahrung kann ich gewisse Klippen umschiffen, ohne daran entlang zu schrammen.

- Ich lerne seit einigen Jahren, in einem Chor zu singen. Da wir nur 3 oder 4 Bässe sind, bin ich recht gefordert und muss eisern konzentriert sein. Heute mache ich Sachen, von denen ich vor 6 Jahren nicht gedacht habe, dass sie möglich wären. Das therapiert das Ego ungemein.

Als Einschub dazu noch dies: Eine Deutsche Forschungsgruppe hat heraus gefunden, dass Patientinnen oder Patienten nach Hirnschlägen sehr viel schneller und besser gesunden, wenn sie weiterhin Chorgesang betreiben. Bei den ernsthafteren unter meinen Kolleginnen und Kollegen habe ich das Gefühl, sie seinen geistig spritziger, als Gleichaltrige, die nicht singen. Auch gewisse Instrumente scheinen diese Wirkung zu haben, allen voran das Klavier.


Grüsse, Isambard


super beitrag Isambard! :allesok:

nun wollte ich dich noch fragen, warum männer deines alters nicht ALLE so drauf sind?

ich denke da gerade an die, die mit ende 50 kein interesse an etwa gleichaltrigen frauen haben, sondern nach frauen ausschau halten und anfangen zu sabbern, wenn diese frauen ihre enkelkinder sein könnten. :heul:

oh gott ist das peinlich und zwar für mich, weil ich mich dann für die männer meiner generation schäme, wenn meine töchter sich genau vor diesen männer ekeln. denken männer denen die haare aus der nase wachsen und auch ansonsten sich ein wenig gehen lassen auch mal in diese richtung?

ja, wenn solche männer unterwegs sind, wenn ich mit meinen töchtern unterwegs bin, dann fühle ich mich alt.
dann habe ich das gefühl, jetzt müsste ICH - würde ich nach einem partner auschau halten - nach einem greis schauen..... *grusel*

ein glück, diese momente sind nur kurz, denn es gibt ja ausnahmen wie dich Isambard, die wissen, WO sie im leben stehen und nicht, wo sie gerne stehen würden. :smile:

@Blila!

ich habe öfters bei der BRIGITTE WOMEN das gefühl....."alt" zu sein, denn selbst da, geht es meist nur um frauen um die 40....frauen ende 50 sind fast nirgends mehr eine zielgruppe... häkeln hin- oder her :nudelholz:

Inaktiver User
28.03.2012, 10:17
Fehlt mir Schlaf, weil irgendeine Feier mal wieder erst nach Mitternacht endete, habe zwei tage lang was davon.


Ich dürfte eigentlich noch nicht im Forum 60 schreiben, aber dieses Problem habe ich mit Mitte 40 leider auch schon. Früher hat man 3 Tage gefeiert und brauchte einen Tag Ruhe.
Heute feiert man einen Tag und braucht 3 Tage zum regenerieren...

Ganz schlimm war es mal bei mir, als wir auf einem Musikfestival waren. Ich musste dort das erste Mal in meinem Leben im Zelt übernachten.
Musik und Festivalleben.... da war ich gefühlsmäßig irgendwo bei 20 Jahren angesiedelt.
Morgens nach dem aufwachen fühlte ich mich wie 80 Jahre.
Wir waren 3 Tage dort und ich brauchte über eine Woche, um wieder auf die Beine zu kommen.
Ich war derart kaputt...:schlaf gut:

Inaktiver User
28.03.2012, 10:22
... daran, dass ich hier einen Thread-Titel mit dem Wort pencilskirt lese und denke: Meine Fresse, warum kann man nicht einfach Bleistiftrock schreiben?

Senile Intoleranz mit Ende 30 *seufz*

Longsleeve.... :smirksmile: Als ob die Kleidung dadurch schicker wird?

Inaktiver User
28.03.2012, 10:54
... daran, dass ich hier einen Thread-Titel mit dem Wort pencilskirt lese und denke: Meine Fresse, warum kann man nicht einfach Bleistiftrock schreiben?

Senile Intoleranz mit Ende 30 *seufz*

Nicht verwunderlich!
Wenn du wirklich alt wärest, wäre dir das so etwas von sch.....egal!:lachen:

briony
28.03.2012, 11:46
Nicht verwunderlich!
Wenn du wirklich alt wärest, wäre dir das so etwas von sch.....egal!:lachen:

Da hast du auch wieder recht :blumengabe:

Quidam
28.03.2012, 12:59
also ich merke schon, dass ich die Dinge strikter sehe als früher, vor allem, wenn es um Benehmen oder Miteinander geht. Vielleicht aber nur dann, wenn es mich belästigt. Wobei mich Schlangen an Kassen oder auf der Autobahn inzwischen nicht mehr tangieren. Halt ich halt ein Schwätzchen oder mach den Radio lauter.

Glücklicherweise bin ich noch nicht so weit, dass ich die Kleidung Jüngerer bemäkle, im Gegenteil, ich freu mich immer, wie locker das gehandhabt wird.

Ich erzählte schon immer von früher, aber ich glaube, die Leute müssen inzwischen ganz schön geduldig mit mir sein. Noch aber registriere ich Augenrollen, was heisst, dass die Geschichte schon bekannt ist. Dann schwenk ich eben um.

Ich kleide mich zwar lässiger aber sorgfältiger als früher. Andererseits sollen meine Farbkombinationen abenteuerlich sein - aber Söhne sind ja meist spiessiger als man selber.
Praktisch muss es sein, am liebsten ganztags einsetzbar von Hundespaziergang über Gartenarbeit bis abends ins Lokal.

Und ich habe Hosen mit Gummibund entdeckt. Schlupfhosen, aber ohne abgesteppte Bügelfalte, Jeans mit Komfort sozusagen.

Dieses Jahr werde ich wieder ärmellos gehen - habe ich letztes Jahr aus ästhetischen Gründen nicht getan. Gehört zu einem Stück neuer Freiheit.

Ein Mal im Monat Kosmetikerin und ein Mal die Woche Putzfrau - man soll das Haus ja in Ordnung halten.:freches grinsen: - da hätte ich früher das Geld nicht für ausgegeben.

Aber eines kann ich immer noch nicht ab: ungepflegte Männer.

Und die eine oder andere Angst - jetzt nicht davor, überfallen oder beraubt zu werden, eher in Richtung, wie es wird, wenn ich älter und hinfälliger werde; wenn mich eine Krankheit ereilt; ich bin Single und gerne, aber dann wäre ich sehr schnell in einer ausweglosen Situation, da kann man es vorab regeln wie man will. Keine Angst vorm Tod, aber ein diffuses Unbehagen vorm Sterben. Es berührt mich nicht richtig, es flackert auf, aber noch rechne ich mit weiteren 20 Jahren, bis es wirklich spruchreif wird. Da werde ich dann wohl als rüstige 85jährige im Altersheim einchecken.:ahoi:

Klecksfisch
28.03.2012, 13:08
Die Qualität meiner Gedanken ist gestiegen.

Quidam
28.03.2012, 13:10
Die Qualität meiner Gedanken ist gestiegen.ganz wertfrei gefragt: woran merkst Du das?

Klecksfisch
28.03.2012, 15:40
Mir geht es seit ca. 2 Jahren richtig gut, wie noch nie in meinem Leben.

Ich habe einige Dinge im meinem Leben verändert.

Inaktiver User
28.03.2012, 17:47
Da werde ich dann wohl als rüstige 85jährige im Altersheim einchecken.:ahoi:

Wenn Du mit 85 noch rüstig bist, brauchst Du nicht ins Altersheim. :smile: Willst Du wirklich bei klarem Verstand ins Altersheim?

Quidam
28.03.2012, 18:19
Die Unlogik in meiner Ausführung ist mir gar nicht aufgegangen, ich meinte es auch mit einem Lacher.

Aber: irgendwas wird dann nicht mehr gehen, und dem sehe ich ins Auge.
Aber ich rechne fest damit, dass ich ins Altersheim oder SeniorenWG gehen werde.
Ich habe erfahren müssen, wie schnell sich der Kopp oder das Skelett verabschieden und das andere noch da ist.

Ich denke auch nicht, dass das Altersheim soooo schlecht ist. Es kommt sicher auf die Leitung an. Ich kenne es aus eigener Anschauung - mein Vater war drin und eigentlich recht zufrieden, ich selber mache Vorlesestunden hier am örtlichen Altersheim.
Auf jeden Fall besser als 30 Tage im Monat allein zu Hause zu sitzen, auf den Besuch des Sohnes oder der Caritas zu warten und sich am Süppchenkochen aufzureiben, den Haushalt nicht mehr zu schaffen und abzubauen.

Vielleicht setze ich mich aber auch ins Auto und fahre ans Meer und weiter, wenns nicht mehr lustig ist.

Inaktiver User
28.03.2012, 18:39
Auf jeden Fall besser als 30 Tage im Monat allein zu Hause zu sitzen, auf den Besuch des Sohnes oder der Caritas zu warten und sich am Süppchenkochen aufzureiben, den Haushalt nicht mehr zu schaffen und abzubauen.

Ich sehe es ganz genau so. Ich beabsichtige mit meinem Mann, in eines der Wohnstifte zu gehen, in denen man bis zum Tode im eigenen Apartment gepflegt wird. Ich habe mir eine meiner Lieblingslandschaften ausgesucht. Es gibt eine gute Anbindung an eine Großstadt, denn ohne Theater, Konzerte und Ausstellungen geht es wohl nicht bei mir.

populonia
28.03.2012, 21:07
Wenn ich merke, daß mich mein PC nicht mehr interessiert - ja dann bin ich alt.


Wenn mich mein PC nicht mehr interessiert - bin ich müde :freches grinsen:

Wenn ich nicht mehr neugierig sein sollte, begierig Neues zu entdecken..... - dann bin ich alt....

Blila3
28.03.2012, 21:31
ich hab grad ein lieblingsgetränk "aus meiner Jugend" getrunken: Bitter Lemon. Schmeckt jetzt wie Putzmittel :knatsch:

mckenzie
28.03.2012, 21:47
Ich muss Demenz krank sein, denn ich habe noch nicht mit bekommen, dass ich alt bin.

Inaktiver User
28.03.2012, 21:57
Ich muss Demenz krank sein, denn ich habe noch nicht mit bekommen, dass ich alt bin.

Um das nicht mitzukriegen brauchen die meisten Menschen keine Demenz:freches grinsen:.

Feinsinn
28.03.2012, 22:21
ich hab grad ein lieblingsgetränk "aus meiner Jugend" getrunken: Bitter Lemon. Schmeckt jetzt wie Putzmittel :knatsch:

Das schmeckt mir, aber ich bin ja eh noch nicht alt, eehhm noch lange nicht 60....!

mckenzie
28.03.2012, 22:39
Das schmeckt mir, aber ich bin ja eh noch nicht alt, eehhm noch lange nicht 60....!

Warum treibst Du dich dann in einem Forum 60 plus herum?

Ich nehme an Du bist nur fünf Minuten von 60 entfernt :freches grinsen:

populonia
28.03.2012, 23:18
ich hab grad ein lieblingsgetränk "aus meiner Jugend" getrunken: Bitter Lemon. Schmeckt jetzt wie Putzmittel :knatsch:

schmeckte schon immer so - :pfeifend: (chininhaltig)

ich bleib beim Wein :freches grinsen:

Trautchen
29.03.2012, 16:00
Neue Politiker und Fernsehansager sehen alle aus wie gestern erst von der Schule abgegangen.

Kleider und Schuhe muessen bequem sein und warm halten.

Bei moderner Rockmusik klingt ein Lied wie das andere.

Ist doch noch gar nicht lange her, dass ich auf dem Beatles Konzert war.

Mein grosser Bruder wird 70 - und mich wird's auch bald erwischen.

Es gibt noch soviel, was ich sehen und tun moechte, muss mich dranhalten.

Blila3
29.03.2012, 16:55
Neue Politiker und Fernsehansager sehen alle aus wie gestern erst von der Schule abgegangen.

.

denk ich mir auch immer! "damals" fragte ich, warum NUR Tattergreise in der Politik sind, die absolut nichts blicken

Feinsinn
29.03.2012, 19:25
Warum treibst Du dich dann in einem Forum 60 plus herum?

Ich nehme an Du bist nur fünf Minuten von 60 entfernt :freches grinsen:

vielleicht eine Sekunde der Ewigkeit in meiner Zeitrechnung, da gibt es noch viele Monde zu warten....

Ich habe noch kein 80-90-100 Forum gefunden!

populonia
29.03.2012, 21:11
denk ich mir auch immer! "damals" fragte ich, warum NUR Tattergreise in der Politik sind, die absolut nichts blicken

- aber - bis auf wenige Ausnahmen - ist das doch heute nicht anders.... Die Alten wie die Jungen haben keinen Durchblick ....

Blila3
29.03.2012, 21:17
so ig&g. nur: damals haben mich geärgert, dass die senilen Deppen das Sagen hatten, heute finde ich, dass die Milchbubis und Schulmädchen (Kristina Adretta) besser den Mund halten und erst mal was Vernünftiges machen sollten. und dann vernünftig handeln

Inaktiver User
01.05.2012, 18:29
Ich merke, dass ich alt bin
- weil ich es weiß
- weil Spiegel und Fotos es mir zeigen
- weil sich im Sport einiges geändert hat
- weil ich Schönheit (in Kultur und Natur) intensiver erlebe und stärker genieße
- weil ich mir meiner Endlichkeit stärker bewusst werde
- weil ich gelassener geworden bin
- weil ich mich besser kenne, einschätze und positionieren kann
- weil es Dinge gibt, die ich nicht mehr bereit bin durchgehen zu lassen

Inaktiver User
23.05.2012, 14:15
Ich merke es daran, dass viele gute Freunde schon gestorben sind.
Oft sind es die, die man besonders mochte :-(

Der Freundeskreis dünnt sich aber auch sonst eher aus - man verändert sich wohl mit dem Alter und entwickelt sich in
andere Richtungen. Quantitativ weniger, qualitativ mehr.
Aber: die Freundschaften, die ich jetzt habe...da passt es, die sind sturmerprobt...ich glaube, die halten ewig.

Was ich sonst noch merke?
Die Zipperlein. Neben einer chronischen Erkrankung (die mich immerhin schlank hält) hat sich fieserweise Kalk in meine Schulter geschlichen
Tut weh und ist so überflüssig wie ein Kropf. Aber...immer noch besser Kalk in der Schulter als im Gehirn.
Meine Joggingrunde wird immer zauberhafter;-) Es sind immer noch und nur 5,2 km, die mir immer weiter vorkommen, pure Magie, sowas...
Die Strecke scheint sich zu dehnen...womit wir beim nächsten Thema wären.
Beim Dehnen muss ich mir deutlich mehr Mühe geben und mehr tun, um meinen Level zu halten...

Was bleibt?
Dankbarkeit. Siehe meinen ersten Satz...meinem Partner gehts gut - mir auch...das ist nicht selbstverständlich.
Mein Leben war bis jetzt schön...und bleibt es hoffentlich noch ein paar Jahre :-)

chaoti
26.05.2012, 23:16
Ich habe diese Thread eben erst entdeckt, nachdem ich die ersten beiden Seite mit großem Interesse gelesen habe, überfliege ich und lese übermorgen weiter - aber heute hatte ich ein Erlebnis im Freibad. Das Bad Restaurant, bzw. der Schattenplatz lag direkt vor dem sehr schön gestalteten Kinderbecken, das mit vielen großen Steinen ausgeschmückt(belegt) war. Und da sprangen so ca. 10 jährige Kinder von einem Stein zum anderen, große Sprünge - weite Sprünge -
und ich laufe zur Zeit nur in den weichesten Schuhen der Welt (das ist derWerbeslogan der Firma) herum, da Sprunggelenk
und Mittelfußknochen einfach zu alt sind für solche Sprünge. Bei dem Anblick der springenden Kindern wurde es mir erstmals so richtig bewusst. Ich hatte trotzdem einen schönen Tag (Radtour und Schwimmen) - es waren so 2 intensive Minuten,wo ich fühlte, dass ich alt bin.
LG chaoti

Inaktiver User
27.05.2012, 11:55
Ich sage von mir: ich bin alt und nicht: ich bin älter - Letzteres finde ich ziemlich unsinnig. Wenn es sich so ergibt, nenne ich mein Alter und es stört mich wirklich überhaupt nicht.
Ich habe geplant, dass und wann ich in ein Seniorenstift ziehen werde - und es wird nicht erst mit 85 sein sondern deutlich eher.

Aber:
Ich hasse es, wenn bei Dingen, die für mich nichts mit Alter zu tun haben, plötzlich Alterskategorien (Kunst und/oder Musik für 50+, Seniorenfilm etc.) eröffnet werden. :grmpf:

Anemone
27.05.2012, 13:31
Ja, ich merke, dass ich alt bin. Warum? Früher gabs einfach Leute, die keine Milch vertragen haben. War weiter kein Thema, die haben halt keine getrunken. Trat auch irgendwie nie richtig in Erscheinung, das Problem. Jetzt ja. Lactoseintoleranz ist ein hochwichtiges Problem geworden, offenbar. Und die dazu gehörigen Produkte!

Und nochwas. Ich bin offenbar alt, weil mir auffällt, dass (gefühlt) alle Mütter ihre Kinder bis ca. 17 mit dem Familienvan vom Sport/Kinderturnen/Schule/Konfirmandenunterricht abholen. Weil die nicht laufen können. Und als ich noch nicht alt war, fuhren die Kinder mit dem Rad. Oder gar mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Oder gingen zufuß!:ooooh:

Inaktiver User
27.05.2012, 14:02
Und nochwas. Ich bin offenbar alt, weil mir auffällt, dass (gefühlt) alle Mütter ihre Kinder bis ca. 17 mit dem Familienvan vom Sport/Kinderturnen/Schule/Konfirmandenunterricht abholen. Weil die nicht laufen können. Und als ich noch nicht alt war, fuhren die Kinder mit dem Rad. Oder gar mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Oder gingen zufuß!:ooooh:

Meine Kinder mussten es, weil weder mein Mann noch ich Zeit und Lust auf einen Job als Chauffeur hatten - viele andere mussten es schon damals nicht.

populonia
27.05.2012, 21:21
dass ich älter werde merke ich daran, dass mir nachmittags 82km mit dem Radl (bergauf und bergab) mittlerweilen nicht mehr ganz so leicht fallen, und öfters mal eine Pause nötig ist....

Inaktiver User
27.05.2012, 22:22
dass ich älter werde merke ich daran, dass mir nachmittags 82km mit dem Radl (bergauf und bergab) mittlerweilen nicht mehr ganz so leicht fallen, und öfters mal eine Pause nötig ist....

Kann ich nachvollziehen - und das sind die Seiten des Alterns, mit denen ich mich nicht so gut abfinden kann.:smile:

Lorolli
27.05.2012, 22:28
dass ich älter werde merke ich daran, dass mir nachmittags 82km mit dem Radl (bergauf und bergab) mittlerweilen nicht mehr ganz so leicht fallen, und öfters mal eine Pause nötig ist....


:freches grinsen: dann war ich schon mit 30 alt, hätte ich nie geschafft :lachen:

Inaktiver User
27.05.2012, 22:33
:freches grinsen: dann war ich schon mit 30 alt, hätte ich nie geschafft :lachen:

Worum es im Einzelnen geht, ist sicher unterschiedlich. Aber das Abnehmen der Körperkräfte finde ich schon doof. Bei mir ist es auch nicht das Radeln, dafür aber die Möglichkeiten zu alpinen Hochtouren, die inzwischen deutlich eingeschränkter sind als früher.:heul:

Lorolli
27.05.2012, 22:37
na Sport war nie mein Thema :smile:

nur im Tauchen war ich gut - als meine Söhne dann besser waren als ich, wusste ich jetzt werde ich alt :freches grinsen:

Lolletta
27.05.2012, 22:40
W die inzwischen deutlich eingeschränkter sind als früher.:heul:

und meinst du / ihr , dass ein bischen mehr an Training dies auffangen könnte ?

Ich will es demnächst versuchen :niedergeschmettert:

Inaktiver User
27.05.2012, 22:42
Ich staune und bewundere dich, populonia: 82 km mit dem Rad schaffst du:ooooh:? Ich wäre glücklich, wenn ich 10 km schaffen würde ohne anzuhalten. Und das war bei mir schon immer so. Hat rein gar nischt mit dem Alter zu tun, also bei mir nicht. Höchstens so um die 10 km kann ich bewältigen, dann wird eingekehrt in ein schönes Bauernhofcafé, ausruhen, Torte genießen und schön langsam trödelig zurück. D.h. irgendwann bin ich auch mal 20 km geradelt, aber das waren herausragende Ereignisse, auf die ich heute noch stolz bin:lachen:
ich merke daran, dass ich alt werde, dass mir manche Themen auf die Nerven gehen die ich früher spannend und interessant fand. Heute habe ich gerade mal ein müdes Gähnen dafür übrig. Z.B. Selbst- und Fremdwahrnehmung ist ein Thema hier unter Persönlichkeit. Ich lese es und denke: klasse Beiträge! Aber mir würde rein gar nichts mehr dazu einfallen, weil ich für mich das Gefühl habe , mich damit schon so ewig beschäftigt zu haben, also bitte jetzt nicht noch mal. Und dann denke ich: siehste, du bist alt geworden.
Ist das jetzt gut oder schlecht, wenn man über manches nicht mehr nachdenken möchte? Geht es euch auch so, gibt es da auch Themen, über die man eigentlich noch gut sprechen könnte, aber das Interesse oder die Begeisterung fehlt?

Inaktiver User
28.05.2012, 10:08
und meinst du / ihr , dass ein bischen mehr an Training dies auffangen könnte ?

Ich will es demnächst versuchen :niedergeschmettert:

Klar, Training hilft - zumindest bei mir.
Ich merke den Unterschied eigentlich nur in den (persönlichen) "Spitzen". Ich gehe z.B. bei steilen Aufstiegen nicht mehr ganz so schnell wie früher und 1000 Höhenmeter am tag mit schwerem Rucksack und Ausrüstung würde ich sicher auch nicht mehr schaffen.

Lolletta
28.05.2012, 11:26
Ich baue jetzt regelmässiges Kniebeugen ein, damit meine "zarten Beine " wieder etwas gestärkt werden. Auffallend wie meine Pausen sich auswirken...

Alle Achtung zu deinem " Extremsport ". Wandern in den Dolomiten war meine höchste Leistung.

Die Anforderungen müssen wir in unserem Alter auch nicht mehr erfüllen, denk an die Himalaya-Leute :niedergeschmettert:
Gehen wir es etwas langsamer an, dann treffen wir uns auch weiter hier :smirksmile:

Aber die nachlassenden Körperkräfte ist wirklich ein Merkmal für das Alter . Und noch ein Merkmal bei mir ist ein schnelleres Schwitzen :heul:

Blila3
28.05.2012, 11:41
ich musste ZIEMLICH alt und leistungsreduziert werden, um zu lernen, was RICHTIGE Kniebeugen sind:knatsch::cool:: sau-anstrengend:freches grinsen:

Lolletta
28.05.2012, 11:45
ich musste ZIEMLICH alt und leistungsreduziert werden, um zu lernen, was RICHTIGE Kniebeugen sind:knatsch::cool:: sau-anstrengend:freches grinsen:

Du sagst es :heul:

Blila3
28.05.2012, 12:08
aber gut, um wieder fit(ter) zu werden:zwinker: *vorsatzfürheutezudeck*

chaoti
28.05.2012, 13:20
Ups, ich habe auch geschluckt als ich Populonias "Am Nachmittag 82 km mit dem Rad bergauf bergab" las.
Mein Mann ist 6 Jahre jünger als ich und fitt, aber das würde er gewiss auch spüren. Freu Dich, dass Du so fitt bist, das ist es doch, was uns spüren lässt, dass wir "jung" sind.

populonia
28.05.2012, 20:22
Ich gehe z.B. bei steilen Aufstiegen nicht mehr ganz so schnell wie früher
das macht mir auch zu Schaffen, zu Fuß steil bergauf....und wenn es dann auch noch etwas wärmer ist - puuhhh...da fahr ich lieber mit dem Radl:pfeifend:



Mein Mann ist 6 Jahre jünger als ich und fitt, aber das würde er gewiss auch spüren. Freu Dich, dass Du so fitt bist, das ist es doch, was uns spüren lässt, dass wir "jung" sind.

chaoti, wer sagt dir denn, dass ich es hinterher nicht auch spüre...Oberschenkel und Sitzbeine lassen es mich schon spüren.... aber wie gesagt, "wer rastet der rostet" - also nicht rasten und rosten sondern in Bewegung bleiben.... :yeah:

Lolletta
28.05.2012, 20:52
das macht mir auch zu Schaffen, zu Fuß steil bergauf....und wenn es dann auch noch etwas wärmer ist - puuhhh...da fahr ich lieber mit dem Radl:pfeifend:



chaoti, wer sagt dir denn, dass ich es hinterher nicht auch spüre...Oberschenkel und Sitzbeine lassen es mich schon spüren.... aber wie gesagt, "wer rastet der rostet" - also nicht rasten und rosten sondern in Bewegung bleiben.... :yeah:

ja und du spielst noch Tennis , Hut ab.... diese Sportart ist schon sehr bewegungsintensiv !!

Die Ex-Tennisspielerinnen meiner Mannschaft sind jetzt Golferinnen , nun ja 6 Std. auf dem Golfplatz, hi,hi, meine Freundin hat am Bauch angesetzt, das dazu :pfeifend:

Inaktiver User
28.05.2012, 22:49
Eigentlich ist es ja wurscht, bei welchem Sport und bei welcher Leistungsanforderung wir merken, dass es weniger geworden ist. Der Punkt ist einfach, dass es ganz langsam und schleichend weniger wird. Und wenn man es dann mal bei einer Gelegenheit mitbekommt, dann ist das für mich nicht so prickelnd. Mich stört das GEfühl, schwächer zu werden.

Eine Falte mehr oder weniger finde ich dagegen leicht wegzustecken.

Ingko12
29.05.2012, 17:20
Und wenn man es dann mal bei einer Gelegenheit mitbekommt, dann ist das für mich nicht so prickelnd. Mich stört das GEfühl, schwächer zu werden.

Du sprichst mir aus dem Herzen, jofi. Ich kann ganz schwer mit dieser neuerlichen Schwäche umgehen. Noch ist es Anreiz, mich dem ordentlich zu widersetzen, aber irgendwann werde auch ich Farbe bekennen müssen. Bei Kleinigkeiten hab ich es schon gemerkt, und dieses Bekennen ist mir sehr schwer gefallen. Es hatte schon fast etwas mit Scham zu tun, und als ich das feststellte, hatte ich richtig was zu tun!

Mir fällt dazu das Buch von Margarete Mitscherlich ein "Radikalität des Alters", ich hab es noch nicht gelesen, aber ich glaube, da würde ich doch einiges wiederfinden, was ich in meinem Inneren schon wahrnehme.

Ingko12
29.05.2012, 17:25
Mir ist grad noch was dazu eingefallen. Ich hab vor ein paar Tagen zum ersten Mal das Wort alt in Verbindung zu mir gebraucht. Ich hab zu einer jungen Frau gesagt, bitte, denk daran, dass du es mit einer alten Frau zu tun hast, die nicht immer gleich ihr handy parat hat u.ä. Es klang richtig in mir nach, es war wie ein großes mich wundern, was ich da grad über mich gesagt habe. Und ich kann mich auch gar nicht damit anfreunden. Denn so alt, wie dieses Wort (in meinen Ohren) mich macht, bin ich doch noch gar nicht. Aber wo fängt es an....? Vermutlich nach der alten Weisheit, mal fühle ich mich wie ein "Springinsfeld" und dann wieder "uralt". Na ja, der Anfang ist gemacht!:blume:

Inaktiver User
29.05.2012, 17:46
Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft.:yeah:

George Bernard Shaw

:allesok:

Inaktiver User
29.05.2012, 17:53
Mir ist grad noch was dazu eingefallen. Ich hab vor ein paar Tagen zum ersten Mal das Wort alt in Verbindung zu mir gebraucht. Ich hab zu einer jungen Frau gesagt, bitte, denk daran, dass du es mit einer alten Frau zu tun hast, die nicht immer gleich ihr handy parat hat u.ä.

Sprüche dieser Art habe ich schon mehrfach gemacht. Mich stört daran nur, dass die anderen mit Unglauben reagieren und wahrscheinlich denken, es sei reine Koketterie. Ist es aber nicht, es ist eher eine Reaktion darauf, dass viele meiner Altersgenossen diese Tatsache in teilweise absurder Art ignorieren.

Inaktiver User
29.05.2012, 18:12
Also ich wuerde es mal so sagen: woran merke ich, dass ich nicht mehr jung bin...
Denn alt ist auch ein sehr dehnbares Wort.
Ich bin gerade 60 geworden, mein Vater wird 90. Er ist alt. Muss ich mich nun so sehen wie er?!
Meine Schwiemu ueber 80 empoert sich, wenn sie sich beklagt und ich zu ihr sage:...auch ich kann (dies und das) nicht mehr - ich bin auch alt! Sie fuehlt sich auf den Arm genommen.

Woran merke ich also, dass ich nicht mehr jung bin. Daran, dass einige meiner Sinne nachlassen.
Z.B.
- mein Gehoer, dass einerseits "ueberempfindlich" geworden ist fuer Geraeuschkulisse und Geraeuschueberreizung und andererseits nicht mehr die einzelnen Geraeusche so gut trennen kann, so dass ich (und andere) das Gefuehl bekomme "schwerhoerig" zu sein, weil ich nicht verstehe, was gesprochen wird, waehrend Hintergrundgeraeusche laufen
- meine Sicht - der Arm ist eben zu kurz, viel zu kurz geworden.
- mein Gedaechtnis, speziell das Kurzzeitgedaechtnis, das mich fuchsig werden laesst, weil ich eine Sekunde nachdem ich etwas gedacht habe oft nicht mehr weiss, was es war.
- meine (Un)Faehigkeit beim Reden Namen oder spezielle Worte zu erinnern und ewig danach im Gedaechtnis suchen zu muessen - wie meine Oma die die ganze Familie aufzaehlte, bevor sie meinen Namen rausbrachte.

Naja und dann die Muskeln, die Trotz Training ausleihern, abschlaffen, ohne dass man dagegen was machen kann. Im Gesicht, an den Oberarmen und an so manchen anderen Stellen...auch an der Herzklappe, leider.

Ich mach mal hier Halt....es gaebe noch viel mehr. Aber es gibt ja nicht nur Negatives, nicht nur koerperliches...

Ich bin selbstbewuster geworden, auch in meinem Urteil. Auch optimistischer: denn schliesslich hab ich schon so viel gemeistert, da werde ich es auch in Zukunft koennen. In den letzten 50 Jahren hat sich so viel veraendert und nun die Krise hier bei uns in Italien, davor haben alle Angst, besonders die juengeren Menschen. Und ich denke mir: auch wenn wir wieder auf das Niveau der 50-ger Jahre absinken, ich kann mich daran erinnern, wie man damals ueber die Runden kam...

Amorosa

Inaktiver User
29.05.2012, 20:37
- mein Gedaechtnis, speziell das Kurzzeitgedaechtnis, das mich fuchsig werden laesst, weil ich eine Sekunde nachdem ich etwas gedacht habe oft nicht mehr weiss, was es war.
- meine (Un)Faehigkeit beim Reden Namen oder spezielle Worte zu erinnern und ewig danach im Gedaechtnis suchen zu muessen - wie meine Oma die die ganze Familie aufzaehlte, bevor sie meinen Namen rausbrachte.


-amorosa-

Besser hätte ich es, mich betreffend, auch nicht schreiben können :blume:

Und das

"Mitten im Winter habe ich schließlich gelernt,
daß es in mir einen unbesiegbaren Sommer gibt"
(Camus)

finde ich sehr schön :blumengabe:

Liebe Grüße
Sarahmarie

chaoti
05.06.2012, 08:59
Auch ich kann mich amorosas Worten vollkommen anschließen. Beim Schreiben hier kann man - falls ein Wort entfleucht ist - einen Moment nachdenken, spricht man dann leise um dieses Wort herum, ist es auch oft gleich wieder da, grins. Beim mündlichen Erzählen ist das manchmal peinlich.
LG chaoti

Ingko12
05.06.2012, 10:22
Auch ich kann mich amorosas Worten vollkommen anschließen. Beim Schreiben hier kann man - falls ein Wort entfleucht ist - einen Moment nachdenken, spricht man dann leise um dieses Wort herum, ist es auch oft gleich wieder da, grins. Beim mündlichen Erzählen ist das manchmal peinlich.
LG chaoti

:schild genau:

Inaktiver User
05.06.2012, 12:04
Ingko

...und mir viel gestern das Wort "Hafencity" nicht ein :freches grinsen:

Im Liegestuhl haben wir nur eine halbe Stunde gelegen, weil in dem Moment gerade die Sonne schien und wir im Windschatten waren :Sonne:

Ingko12
05.06.2012, 16:05
Ingko

...und mir viel gestern das Wort "Hafencity" nicht ein :freches grinsen:

Im Liegestuhl haben wir nur eine halbe Stunde gelegen, weil in dem Moment gerade die Sonne schien und wir im Windschatten waren :Sonne:

:allesok:Eine herrliche Gegend, da bin ich auch so oft ich kann.

gica
06.06.2012, 18:38
Ich habe zur Zeit das Gefühl, einen vollen Jahresring angesetzt zu haben.
Fühle mich gestresst, obwohl gar keine Veranlssung dazu ist und bin dauernd müde.
Alles ist mir zuviel und verliere die Lust am Lernen, was ich schlimm finde.
Übrigens verstärkt fallen mir diese und jene Worte nicht ein und gerade dann, wenn andere zuhören,
wie heute morgen im Literaturkreis. Wollte über die Doku in ARtE sprechen, fiel mir doch das Wort "Fortschritt"
nicht ein. Gruselig.

Ingko12
06.06.2012, 20:21
Ich kann gut nachempfinden, wie es dir damit geht, gica. Es wird dich nicht trösten (oder vielleicht doch ein bißchen), aber du befindest dich in bester Gesellschaft. :grmpf:

Inaktiver User
06.06.2012, 22:43
Das was Ihr beschreibt ist eine völlig normale Alterserscheinung. Es gibt auch andere altersspezifische Veränderungen in der Sprache. Nicht nur, dass einem ein Wort nicht einfällt sondern auch, dass einem das Gegenteil des Wortes, das man sagen will, herausrutscht (z.B. süß statt sauer, kalt statt warm). Auch die beschriebenen Gedächtnisprobleme sind so normal wie Falten und graue Haare:smile:.
Statt sich zu ärgern finde ich es deutlich egoschonender, es zu akzeptieren und das Selbstbild von sich selbst als Frau über 60 so zu kultivieren und zu inszenieren, dass man es gern haben kann. (Klingt kryptisch, aber was das konkret bedeutet, ist wahrscheinlich für jede anders).

Inaktiver User
06.06.2012, 23:50
Das was Ihr beschreibt ist eine völlig normale Alterserscheinung. Es gibt auch andere altersspezifische Veränderungen in der Sprache. Nicht nur, dass einem ein Wort nicht einfällt sondern auch, dass einem das Gegenteil des Wortes, das man sagen will, herausrutscht (z.B. süß statt sauer, kalt statt warm). Auch die beschriebenen Gedächtnisprobleme sind so normal wie Falten und graue Haare:smile:.
Statt sich zu ärgern finde ich es deutlich egoschonender, es zu akzeptieren und das Selbstbild von sich selbst als Frau über 60 so zu kultivieren und zu inszenieren, dass man es gern haben kann. (Klingt kryptisch, aber was das konkret bedeutet, ist wahrscheinlich für jede anders).

Hallo Jofi,
dass dies "normale" Alterserscheinungen sind, wissen wir hier wahrscheinlich alle. Es bleibt wohl auch nichts anderes uebrig, als mit ihnen zu leben, wie eben andere Dinge, siehe Altersweitsicht.
Aber auch wenn frau ihr "Selbstbild so kultiviert und inszeniert", dass sie sich mit ueber 60 gern haben kann, muss sie ueber diese "Erscheinungen" noch lange nicht froh sein und darf sich aergern in solch Momenten.
Es mag "egoschonender" sein, darueber zu laecheln, dass ich -zig mal in den Keller laufe, um etwas zu holen, was ich dann -zig mal vergesse, wenn ich im Keller von etwas oder jemandem abgelenkt werde - sicher ist es jedoch muehsam und zeitaufwendig. In der Zwischenzeit brennt dann auch mal was auf dem Herd an...

So wie es fuer meine Umwelt muehsam ist, mir zuzuhoeren, waehrend ich immer oefter laengere Pausen mache, weil mir ein Wort partout nicht einfallen will, das mir doch auf der Zunge liegt...und dann irgendwann andere hilfreich einspringen und es zu erraten versuchen, was mich noch viel mehr von dem eigentlichen Wort und Sinn, dessen was ich sagen wollte, weg bringt.
Dann helfen nur so neutrale Fuellwoerter wie "Dings" oder aehnliches, die sich auf alles anwenden lassen und einen wenigstens schnell den Gedanken zu Ende fuehren lassen. Aber dass ich mich so "gehandicapt" lieben lerne - das bezweifle ich. Das haette ich sehr viel zu "kultivieren und zu inszenieren" an meinem Selbstbild!
Ich trage meine grauen Haare nun gern und mit Stolz. Aber das ist auch einfach - denn die behindern mich nicht: im Gegenteil, ich spare Zeit und Geld fuers Faerben. Auch mit meinen Falten kann ich leben.
Aber dass ich nicht mehr gut sehen kann, dass eine Brille immer etwas bleibt, was behindert, auch wenn sie hilfreich und chic ist, weil sie eben das Auge nur teilweise ersetzen kann, das stoert mich. So wie beim Wandern oder Skifahrn die praktischste Gleitsichbrille Fehltritte provoziert und die Kontaktlinsen bei Wind im Auge trocknen.
Naja, da kannst du sagen: hab dich gern wie du bist - lass eben das Wandern und Skifahren!
Klar: aber auch fuer "Omas Handarbeiten" braucht man eine gute Sicht, um keine Masche fallen zu lassen!

Ich finde das zu einfach, zu argumentieren: es braucht "Selbstliebe". Die hab ich inzwischen und offen gesagt, je aelter ich werde, je besser gelingt es mir, die zu entwickeln. Ich bin stolz auf meine Jahre und mache keinen Hehl daraus - im Gegenteil. Aber ich mache auch keinen Hehl daraus, dass ich auf die normalen "Alterserscheinungen" so lange wie moeglich gern verzichten wuerde und versuche sie so gut wie moeglich zu "by-passieren". Nicht aus Angst fuer "alt" gehalten zu werden, sondern fuer meine Lebensqualitaet.
Ich will eben so lange wie moeglich u.a. gut sehen, hoeren, sprechen, denken, mich bewegen, mich in Form fuehlen und - warum nicht - auch Sex haben koennen. Ob mit Falten und grauen Haaren, oder nicht, das ist mir egal.

Allen eine gute Nacht
Amorosa

Keela
07.06.2012, 09:22
Hallo gica und alle anderen,
ihr kommt auf meine drei schöne Dinge-Liste heute Abend. Ich freu mich nämlich gnz doll, dass ich in eurere guten Gesellschaft bin beim Vergessen ganz normaler Alltagsworte. (Wie "Fortschritt" eben).
Jetzt müßt ihr mir bitte nur noch sagen, dass ich das auch schon Anfang fünfzig schon haben darf - zumindest von Zeit zu Zeit.
:freches grinsen: Keela

P.S.: Gestern beim Gespräch mit Freundinnen (bis Ende fünfzig) über dieses Thema meinten die übrigens, dass sie sich beim älter werden jetzt von ihren kindern weg und zu ihren Eltern hin entwickeln würden. Gedanklich und zeitlich. Die Kinder brauchen nicht mehr so viel Zeit, um die Eltern muß man sich nun wieder mehr kümmern.

Inaktiver User
07.06.2012, 09:42
Ich kann bestätigen das ich mich gedanklich zu meinen Eltern hin entwickel. Auch wenn sie nicht mehr leben. Und ich habe das Gefühl, dass mein Sohn meine Ansichten und Meinungen nicht mehr so ernst nimmt. Vielleicht bilde ich es mir auch nur ein. Auch wird er ungeduldiger mit mir. Tröstlich ist es für mich, dass die Alterserscheinungen schleichend kommen. Da kann ich mich wenigstens langsam daran gewöhnen.

Ansonsten finde ich es interessant älter zu werden :ooooh: Es sind ganz neue Erfahrungen. Zumindest wenn sie sich so in Grenzen halten wie bei mir.

Inaktiver User
07.06.2012, 14:46
Aber auch wenn frau ihr "Selbstbild so kultiviert und inszeniert", dass sie sich mit ueber 60 gern haben kann, muss sie ueber diese "Erscheinungen" noch lange nicht froh sein und darf sich aergern in solch Momenten.
Ich finde das zu einfach, zu argumentieren: es braucht "Selbstliebe". Die hab ich inzwischen und offen gesagt, je aelter ich werde, je besser gelingt es mir, die zu entwickeln. Ich bin stolz auf meine Jahre und mache keinen Hehl daraus - im Gegenteil. Aber ich mache auch keinen Hehl daraus, dass ich auf die normalen "Alterserscheinungen" so lange wie moeglich gern verzichten wuerde und versuche sie so gut wie moeglich zu "by-passieren". Nicht aus Angst fuer "alt" gehalten zu werden, sondern fuer meine Lebensqualitaet.
Amorosa

Klar ärgere ich mich in der aktuellen Situation auch, wenn ich Extramühen auf mich nehmen muss, weil ich etwas vergessen habe, und schimpfe auch darüber. Und es ist auch für einen ungeduldigen Menschen wie mich nicht immer einfach, die altersbedingten Auffälligkeiten beim Lebenspartner zu "ertragen". Aber dieser Ärger ist schnell verraucht und es bekümmert mich nicht wirklich, vielmehr macht es mir auch Spaß, mich im Gespärach mit anderen über meine Altersmerkmale lustig machen.:lachen: Und die Probleme anderer alternder Menschen haben, wenn man sie ansonsten gern hat, ja auch etwas Bewegendes.

Selbstverständlich tue ich etwas dafür, um Dinge, die ich liebe, möglichst lange noch tun zu können (z.B. ist es mir wichtig, durch konsequentes Training meine momentan noch sehr gute Kondition aufrecht zu erhalten) - wohl wissend, dass es nur eine Herauszögerung ist und ich bisher nicht weiß, wie es sich anfühlen wird, wenn ich z.B. zum ersten Mal bei einem steilen Anstieg im Gebirge einsehen muss, dass dies oder jenes nun doch nicht mehr geht.

Mein Aussehen war mir nie unwichtig, und ich höre und lese in der Bri, dass vielen Frauen die äußerlichen Veränderungen zu schaffen machen. Mir geht es da eher so, dass ich anfange, mich für so etwas wie eine Ästhetik des Alterns zu sensibilisieren - und da fallen mir seit Jahren immer mal wieder wirklich schöne alte FRauen auf - mit schön meine ich nicht nur natürliche sondern auch gestaltete Schönheit.


Sarahmarie;17247701]Und ich habe das Gefühl, dass mein Sohn meine Ansichten und Meinungen nicht mehr so ernst nimmt.Auch wird er ungeduldiger mit mir

Es hat mich bisher noch nicht getroffen (oder ich hab´s nicht gemerkt:lachen:) - aber ich glaube, das wäre für mich wirklich der Härtetest, wenn ich das Gefühl hätte, von den Menschen in meiner Umgebung nicht mehr ganz ernst genommen zu werden. Ungeduld habe ich bisher auch noch nicht erlebt.


Ansonsten finde ich es interessant älter zu werden :ooooh: Es sind ganz neue Erfahrungen. Zumindest wenn sie sich so in Grenzen halten wie bei mir.


Ich glaube, genau das ist es, warum ich nicht wirklich mit meinem Alter hadere!

Inaktiver User
05.08.2012, 13:00
Und ich habe das Gefühl, dass mein Sohn meine Ansichten und Meinungen nicht mehr so ernst nimmt.

@Sarahmarie
Könnte es nicht sein, dass dieses Verhalten eher mit der Lebenswirklichkeit deines Sohnes, die vielleicht um einiges von deiner entfernt ist, zu tun hat, und nicht mit deinem Älterwerden?
Die heutigen jüngeren Menschen sind eher darauf gepolt, alles und jedes sofort nutzbringend anwenden zu können, wenig Platz für weitergehende Gedanken, die umfassend und nicht punktuell sinnvoll sind.

Inaktiver User
05.08.2012, 13:29
@Sarahmarie
Könnte es nicht sein, dass dieses Verhalten eher mit der Lebenswirklichkeit deines Sohnes, die vielleicht um einiges von deiner entfernt ist, zu tun hat, und nicht mit deinem Älterwerden?
Die heutigen jüngeren Menschen sind eher darauf gepolt, alles und jedes sofort nutzbringend anwenden zu können, wenig Platz für weitergehende Gedanken, die umfassend und nicht punktuell sinnvoll sind.

Ja, da bin ich Deiner Meinung. :blume:
Und weil ich in seinen Augen alt bin, ist bei ihm eben kein Platz für meine weitergehenden Gedanken, die umfassend und nicht punktuell sind.

Inaktiver User
05.08.2012, 16:35
Und weil ich in seinen Augen alt bin, ist bei ihm eben kein Platz für meine weitergehenden Gedanken, die umfassend und nicht punktuell sind.

Wenn das so ist, dann finde ich das ziemlich dumm - von Deinem Sohn, meine ich.

chaoti
05.08.2012, 18:37
Woran ich das merke?
An vielem! Gestern hatte ich einen Tanztag in einem schönen Kloster, ein wundervoller Tag, heute habe ich sowohl Schmerzen an meinem Sprunggelenk (Arthrose) als auch im linken Knie von den Drehbewegungen.
Mein Orthopäde hatte mir geraten, an Tagen, an denen meine Füße viel zu tun haben, eine Bandage ums Sprunggelenk zu tragen. Das fiel mir aber leider erst heute ein.
LG chaoti

Ingko12
05.08.2012, 18:42
Woran ich das merke?
An vielem! Gestern hatte ich einen Tanztag in einem schönen Kloster, ein wundervoller Tag, heute habe ich sowohl Schmerzen an meinem Sprunggelenk (Arthrose) als auch im linken Knie von den Drehbewegungen.
Mein Orthopäde hatte mir geraten, an Tagen, an denen meine Füße viel zu tun haben, eine Bandage ums Sprunggelenk zu tragen. Das fiel mir aber leider erst heute ein.
LG chaoti

Ja, genauso geht es uns allen mehr oder weniger. Ich bin da ja auch eine viel zu früh geplagte. Und es dauert immer so seine Zeit, bis ich es wieder verdaut habe und aufhöre zu hadern. Aber es ist ein permanentes Loslassen das Älterwerden.
Und - ich hab schon wieder einen Geburtstag falsch im Kopf (und im Kalender) gehabt. Es ist wie verrückt, im letzten Jahr hatte ich mich auch schon getäuscht (es geht um eine sehr alte Dame hier im Haus), und anstatt es nun schon da korrekt in meinem Kalender zu vermerken, hab ich es wieder falsch notiert. Und dann in diesem Jahr noch vergessen, bzw. den Kalender zu spät befragt. Tja, außer vielen Entschuldigungen bleibt nicht viel zu tun.:knatsch:

chaoti
05.08.2012, 18:57
Danke ingko, da Du gerade von Vergessen von Geburtagen schreibst. Ich hatte Anfang Juni einen kleinen Hörsturz und dadurch vollkommen den GEburtstag meiner Großnichte (4 Jahre) vergessen, ich wollte ihr etwas Schönes schicken.
Letzte Woche ist es mir erst eingefallen, und nicht notiert und schon wieder vergessen.
O mei, also eine Tätigkeit, die ich früher noch nicht so oft brauchte, alles in ein Buch einschreiben, Zettelwirtschaft hilft da wohl auch nicht viel. Ich habe mir eine große Kladde gekauft und nach Datum schreibe ich alles Wichtige hinein, auch Büchertipps etc.

Ingko12
05.08.2012, 19:43
Letzte Woche ist es mir erst eingefallen, und nicht notiert und schon wieder vergessen.
O mei, also eine Tätigkeit, die ich früher noch nicht so oft brauchte, alles in ein Buch einschreiben, Zettelwirtschaft hilft da wohl auch nicht viel. Ich habe mir eine große Kladde gekauft und nach Datum schreibe ich alles Wichtige hinein, auch Büchertipps etc.

Ich hab inzwischen 3 Notizbücher und seit ein paar Wochen nutze ich auch den Kalender von windows. Nur- erstens muss ich da auch tägl. mind. 1x reinschauen, und 2. muss ich auch noch richtig gucken. Tztztztztz.... ja, ja,.... ich weiß, wovon ich rede.

Ingko12
05.08.2012, 19:44
Sich selbst treu bleiben, dem anderen gegenüber gütig!

Dabei fällt mir ein, dass ich nicht nur mir selbst treu bleiben möchte, sondern vor allem auch gütig oder verständnisvoll mit mir umgehen möchte, denn das klappt noch nicht so richtig. Aber ich übe...

gica
06.08.2012, 12:57
gütig oder verständnisvoll mit mir umgehen möchte, denn das klappt noch nicht so richtig. Aber ich übe...

Ja, ungeduldig mit mir und anderen bin ich auch. Ausserdem bin ich atemlos, weil die Zeit so rast.
Körperlich habe ich noch nichts zu klagen. Wir joggen 2x in der Woche , wir mahcen hin und wieder Radtouren und gehen immer und bei jedem Wetter unsere 5-12 km. Natürlich werden beim Joggen die Zeiten immer schlechter. Herr gica konnte anfangs schlecht damit umgehen und hatte dauernd Wadenbeschwerden, die jetzt vorbei sind, weil er max noch 10 km läuft und langsamer:erleuchtung: Heute Abend fahren wir nach HH und treffen den Rest von unserer alten Lauftruppe und dann geht es Walken oder Joggen durch den Stadtpark. Es sind noch einige im Arbeitsprozess und ich muss sagen, wenn ich das alles höre, wie es heute zugeht, dann kann ich nur danken für die Gnade der frühen Geburt und bin froh soo alt zu sein und gesund.:zwinker:

Gruss
gica

Ingko12
07.08.2012, 10:41
Ja, ungeduldig mit mir und anderen bin ich auch

Mh, ich bin "eigentlich" anderen gegenüber sehr geduldig. Viel geduldiger als mir gegenüber. Und das ist wirklich nicht einfach zu ändern, wie alles eben schwierig ist, an sich zu ändern, was man nicht mag.

Ich hab grad neulich einen wunderbaren Spruch gelesen, der hier vlt. nicht ganz passt, aber ich möchte ihn mal loswerden:

Gelassenheit ist eine Form von Selbstbewusstsein! Seneca

Ob das immer stimmt, weiß ich nicht, denn oftmals ist Gelassenheit auch Fassade.

Inaktiver User
07.08.2012, 10:48
Gelassenheit? Geduld?

*ohmmmm* ich übe mich im Buddhismus schon etliche Jahre.

Aber wie das so ist - die einen sagen mit dem Alter wird das schon....ich bin 50 - wann beginnt es denn?

Ich rege mich schnell auf - meist über andere ist ja klar *g* - über Dummheit, über Gleichgültigkeit, über nachlassendes Mitleid, über nicht vorhandene Zivilcourage....ach was weiß ich.... und dann bin ich im Zwispalt - kann ICH da noch was ändern oder lohnt sich das nicht mehr - zeitlich gesehen?

Aber 50 ist nicht alt - ich will 104 werden - ich hab noch Zeit....

Ingko12
07.08.2012, 19:01
Gelassenheit? Geduld?

*ohmmmm* ich übe mich im Buddhismus schon etliche Jahre.

Aber wie das so ist - die einen sagen mit dem Alter wird das schon....ich bin 50 - wann beginnt es denn?

Ich rege mich schnell auf - meist über andere ist ja klar *g* - über Dummheit, über Gleichgültigkeit, über nachlassendes Mitleid, über nicht vorhandene Zivilcourage....ach was weiß ich.... und dann bin ich im Zwispalt - kann ICH da noch was ändern oder lohnt sich das nicht mehr - zeitlich gesehen?
.

Ich bin der Meinung, es ist nie zu spät, Dinge zu ändern. Ist ja sowieso sehr schwer, da wir meist bei uns selbst anfangen müssen. Dann können wir dran gehen, anderen Menschen "auf die Sprünge zu helfen" (nenn ich das mal so). Aber eigentlich ist erstmal der Einzelne für sich selbst gefragt, da fängt es an. Und dafür ist man oder frau auch nie zu alt.
Und eine Portion Gelassenheit kann nur von Vorteil sein. Denn durch Aufregen über dies oder das änderst du nix. Aber es gibt dir vlt. Anstoß drüber nachzudenken, was und ob der Einzelne tun kann.

Beneidenswert, wenn du dich im Buddhismus schon Jahrelang übst, ist bestimmt schon viel hängen geblieben, wovon du zehren kannst, oder?

Ingko12
07.08.2012, 19:03
Und ich merke heute extrem, dass ich doch schon älter bin, weil ich richtig groggy bin von 3 Std. Stadt/Möbelladen laufen (abzügl. 40min. in der U-Bahn sitzen). Völlig fertig. Auch die Füße und die Hüfte. Mein lieber Mann, das war vor 2 Jahren noch nicht so schlimm:gegen die wand:

Inaktiver User
07.08.2012, 19:54
Und Ingko, warst Du erfolgreich? Dann hätte sich die Mühe ja wenigstens gelohnt.
Also von 3 Std. Stadt und Möbelladen wäre ich auch fix und foxi. Meine Eltern sagten damals schon immer "Hamburger Pflaster macht müde" :zwinker: Das hat bestimmt nichts mit dem Alter zu tun :zwinker:

silbergirl
10.10.2012, 15:26
Ich bin noch nicht lange auf? im? bei? diesem Forum werde gerade 60 und bin jetzt bei diesem Thema gelandet.

Falle ja blöderweise in die Geburten-Statistik der Rentenberechnung, bei der ich noch genau 5,5 Jahre arbeiten muss. Fällt mir echt schwer mich damit abzufinden!!!!!!!!!!!

Wenn ich ab jetzt meinen wohlverdienten Ruhestand geniessen könnte wäre ich gerne alt.

Aber mit 60 dann noch die geforderte Leistung abzurufen, da finde ich mich wirklich alt.

Habe mit meinem Aussehen und meiner Gesundheit wiklich kein Problem. Mir wäre auch gar nicht langweilig. Ich hätte viele Dinge im Kopf, die ich machen möchte. Aber der berufliche Anforderung lässt einem weder die Zeit noch den Raum für die Umsetzung.

D.h. ich muss dafür noch älter werden. da bin ich dann vielleicht zu alt!?

Ich trage es trotzdem mit Fassung und Kopf hoch - Motivation. Die Zeit vergeht bekanntlich viel zu schnell.

Ingko12
10.10.2012, 16:42
Ich bin noch nicht lange auf? im? bei? diesem Forum werde gerade 60 und bin jetzt bei diesem Thema gelandet.

Falle ja blöderweise in die Geburten-Statistik der Rentenberechnung, bei der ich noch genau 5,5 Jahre arbeiten muss. Fällt mir echt schwer mich damit abzufinden!!!!!!!!!!!

Wenn ich ab jetzt meinen wohlverdienten Ruhestand geniessen könnte wäre ich gerne alt.

Aber mit 60 dann noch die geforderte Leistung abzurufen, da finde ich mich wirklich alt.




Habe mit meinem Aussehen und meiner Gesundheit wiklich kein Problem. Mir wäre auch gar nicht langweilig. Ich hätte viele Dinge im Kopf, die ich machen möchte. Aber der berufliche Anforderung lässt einem weder die Zeit noch den Raum für die Umsetzung.

D.h. ich muss dafür noch älter werden. da bin ich dann vielleicht zu alt!?

Ich trage es trotzdem mit Fassung und Kopf hoch - Motivation. Die Zeit vergeht bekanntlich viel zu schnell.

Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, war es nicht das Ende.



Liebe silbergirl, ich kann dich gut verstehen, dass es dir gar nicht gefällt, noch 5,5 Jahre arbeiten zu müssen. Dass dabei kaum Zeit für Freizeitvergnügen übrig bleibt, ist klar, denn du scheinst einen anstrengenden Beruf zu haben. Und 40J. Berufstätigkeit ist ne Menge. Allerdings frage ich mich, warum scheidest du nicht mit Altersteilzeit aus deinem Beruf? Das machen doch auch immer mehr. Es ist zumindest eine Alternative. Und wenn frau mit 60 in Rente geht, dann hat sie zwar Abzüge hinzunehmen, aber das würde ich mir trotzdem mal überlegen, ob ich die verbleibende Zeit nicht besser verwenden kann, und dass noch bei guter Gesundheit. Denn es wird mit jedem Jahr ja nicht leichter.


Ich bin noch nicht lange auf? im? bei? ??? Was versteckt sich dahinter, ich würd's ja gern verstehn:unterwerf:

Ich bin jetzt 66J. und mache schon noch so einiges, aber vieles geht nicht mehr wg. Krankheit. Und da musste ich mich auch erst einmal hinkriegen, also zu lernen Verzicht zu üben und immer andere Wege zu finden. Es gibt sehr viele, die ihren ruhestand bei bester Gesundheit genießen. Ich will dich auch nicht bange machen, aber weniger im Portemonnaie zu haben war mir nicht so wichtig wie meine Freiheit zu tun und zu lassen, was mir passt.:blumengabe:

Inaktiver User
10.10.2012, 23:03
Ich habe volleruflich gearbeitet bis ich 66 Jahre alt war und es war ok. Ich verstehe, ehrlich gesagt, das Jammern über die letzten Arbeitsjahre nur bedingt - aber das mag daran liegen, dass ich meine Arbeit gern gemacht habe. ErNichtsdestotrotz genieße ich, dass ich jetzt frei von Berufsarbeit bin und nicht mehr unter "Erfolgsstress" stehe. Daran merke ich, dass ich alt bin - es ist ein angenehmes Gefühl.

ladygitte
12.10.2012, 15:05
Ich bin gerade 60 geworden und komme doch immer häufiger ins Grübeln. Daran merke ich das ich älter
geworden bin. Habe immer durchgehend gearbeitet, da ledig, und werde noch 3 Jahre arbeiten. Leider
nicht ganz gesund. Nach wie vor gehe ich gerne arbeiten, freue mich auch endlich darauf einmal frei zu sein.
Aber dann??? Wie werde ich diese Zeit nutzen können, das bringt mich nun verstärkt ins Grübeln. War ja
noch nie über einen längeren Zeitraum freigestellt. Habe eine schmerzhafte Trennung hinter mir und so
langsam auch mein privates Leben wieder gut im Griff. Lebt jemand von Euch auch absolut allein, ohne
erwachsene Kinder, oder Enkel, um die ihr Euch im Rentenalter kümmert? Wie gestaltet ihr als Singles
euer Rentnerleben? LG Ladygitte

Inaktiver User
12.10.2012, 17:54
Ich lebe zwar nicht allein sondern mit meinem Mann, aber ich "kümmere" mich weder um erwachsene Kinder (die kommen, wie andere Freunde auch, zu Besuch, was uns freut, aber sie sind keine Aufgabe) noch um Enkel. Wir haben auch keinen Garten mehr (freiwilliger Entschluss, schon vor 18 Jahren gefasst), ich mache mir nichts aus Handarbeit, Kochen und Backen sind nicht mein Ding - ich will damit sagen, dass "Haus und Garten" kein Tätigkeitsfeld für mich ist.
Ich kann sehr gut verstehen, dass Du darüber nachdenkst, wie Du diese Zeit gestalten willst, habe ich auch getan. So habe ich z.B. darüber nachgedacht, ob es vielleicht für diesen Lebensabschnitt spezifische Themen und Aufgaben gibt, denen ich mich annähern möchte. Wir haben auch darüber nachgedacht, ob wir in der Stadt wohnen bleiben wollen, in der wir seit über 30 Jahren berufsbedingt leben. Ich habe auch sehr aufmerksam verfolgt, wie Freundinnen von mir, die eher im Ruhestand waren als ich, damit umgegangen sind und dabei auch für mich wichtige Impulse bekommen.
Bei mir ist es noch kein Jahr her, dass ich im Ruhestand bin, und ich habe mir auch gesagt, dass ich mir mindestens das erste Jahr "zum Üben" gönne - es gibt eben auch Ideen und interessierende Aufgaben, die auf einen zukommen, wenn man in der Situation ist.
Es hat sich auch bereits einiges geändert, vor allem in meiner Haltung mir selbst gegenüber. Mir gefällt´s!:smile:

Lolletta
12.10.2012, 18:06
Bei mir ist es noch kein Jahr her, dass ich im Ruhestand bin, und ich habe mir auch gesagt, dass ich mir mindestens das erste Jahr "zum Üben" gönne - es gibt eben auch Ideen und interessierende Aufgaben, die auf einen zukommen, wenn man in der Situation ist.
Es hat sich auch bereits einiges geändert, vor allem in meiner Haltung mir selbst gegenüber. Mir gefällt´s!:smile:

So ist es z.Zt. auch bei mir :smile:

Ingko12
13.10.2012, 11:06
Wie schön zu hören, ladygitte, dass du noch 3 Jahre g e r n arbeiten wirst. Das ist doch schon mal eine gute Sache. Dass du dir Gedanken machst, wie es dann weiter geht, kann ich gut verstehen, aber du kümmerst dich ja schon rechtzeitig, so dass du nicht ganz unvorbereitet in den Ruhestand gehen wirst.

Ich hab irgendwo gelesen, dass du malst. Das ist doch ein tolles Hobby.

Ich hab zwangsweise früher aufgehört zu arbeiten. Nachdem ich dann von der Krankheit genesen war, hab ich mich ehrenamtlich im Kindergarten betätigt. Dann suchte ich Spielegruppen auf, ging zum Englischunterricht und versuchte mich noch in allen möglichen anderen Betätigungen. Ich hab überall mal reingeschnuppert und dabei auch wieder viele neue Menschen kennengelernt. Augen und Ohren offen halten, dann findet sich für jede/n das Passende. Da bin ich ganz sicher.

Und was Familie bzw. Kinder und Enkelkinder anbelangt, so sind sie genausoviel Bestandteil meines Lebens wie Freunde. Sie haben ihr eigenes Leben, und das ist auch gut so. Die kümmern sich um sich selbst! :blumengabe:

ladygitte
13.10.2012, 19:28
Hallo Ingko, ja, Du hast Recht das ich mich schon sehr mit dem
Thema auseinander setze. Mache mich aber nicht verrückt. Ich
weiss schon das nicht unbedingt alle Rentner nur auf Enkel usw
aufpassen. Sicherlich hätte ich mit Partner an meiner Seite auch
nicht so ein mulmiges Gefühl. Schön wie Du eine Aufgabe mit
Kindern gefunden hast. Englischkurse stehen ganz oben auf
dem Plan und natürlich die Malerei. Da ich gesundheitlich nicht
ganz so gut da stehe, bin ich nach Dienstende einfach zu kaputt
um am Abend noch feste Termine eingehen möchte. Aber trotzdem gehe ich gern arbeiten und denke das nach drei Jahren ein sehr langes Berufsleben enden darf. Ohne Schwerbehinderung wären es ja noch fünfeinhalb. Trotzdem
ist die Zahl sechzig schon heftig für mich, o je!!!! LG Ladygitte

Ingko12
14.10.2012, 18:52
Mir ist noch was eingefallen, ladygitte. Ich hatte es schon fast vergessen, denn auch ich hatte vor 6 Jahren etwas Angst vor der Zahl 60. Aber dann hab ich den Stier bei den hörnern gepackt und hab "groß" gefeiert. Was hältst du davon? Das Ganze provokativ angehen, nach der Devise "60 na und?" Ich musste heute beim Spaziergang noch länger über dieses Thema nachdenken, und da fiel mir eben doch noch einiges ein.

Ich hab ja auch behauptet, dass mein 66. Geburtstag der letzte war, den ich gefeiert habe. Nein, ich hab sogar gesagt: den 70. Geb. feiere ich auf keinen Fall! Na, mal sehen, es ist eigentlich alles offen, wenn ich es zulasse:lachen:

Und noch etwas: Ich verbringe viel mehr Zeit mit Freunden als mit meinen Kindern. Das wollte ich nochmal klar stellen:schild genau:

ladygitte
15.10.2012, 10:46
Danke Ingko für die aufmunternden Worte. Auch ich habe den 60. gefeiert. Waren eine muntere Runde und auch am Arbeitsplatz haben wir nett zusammen gesessen. Ich soll jünger wirken, sagt man, und mache auch sonst keinen Omaeindruck, was wohl früher bei den 60jährigen noch ganz anders war. Nur was mich sehr gedrückt ist, dass ich allein lebe, was momentan auch ok ist. Bin nicht auf Partnersuche, weil ich nicht weiss, was ist denn nun die bessere Lebensform für mich. Seit meiner Trennung, die schon länger zurück liegt, bin ich sehr viel nachdenklicher geworden, auch besonders jetzt mit sechzig. Habe schon nette Freundinnen und
auch Bekannte, aber für ein zukünftiges Rentnerdasein ist es zu wenig. Vieles ist doch sehr unverbindlich,
zumal meine besten Freundinnen verheiratet sind. Sonntage, Feiertage und gemeinsame Urlaube sind nicht drin. Meine Pläne für später gehen auf jeden Fall in die Richtung Kurse, vielleicht ein Ehrenamt, weil ich gern
mit Menschen zusammen bin.
Wenn Du am Wochenende Freunde triffst, vielleicht zusammen mit Deinem Mann, sind da auch alleinstehende dabei? Selbst bei meiner lieben Schwester habe ich dann in der Paargesellschaft nichts zu suchen. Ich erwarte das auch nicht, macht aber nachdenklich, und manchmal traurig. Eben weil ich mit 60 über einige Dinge anders denke.
Schön für Dich auch zusammen mit Freunden seine Freizeit zu genießen, umso mehr freust Du Dich sicherlich
auch wenn die erwachsenen Kinder und evtl. auch Enkelkinder zu Besuch kommen. LG Ladygitte

silbergirl
15.10.2012, 11:36
von silbergirl an alle, die es gut mir meinen.

Also ich habe mich natürlich Anfang diesen Jahres kundig gemacht, welche Möglichkeiten ich habe.
Altersteilzeit kommt bei unserem Betrieb (zu klein) nicht in Frage.
Rente bekomme ich definitiv erst, wenn ich nach dem Beamtenbegriff "Bezugsberechtigt" bin und das ist erst mit 65,5 Jahren. Eher geht auch nichts mit Abschlag. D.h. ich habe nur eine Möglichkeiten: ich nehme einen Ärzte Marathon in Kauf und mache auf "Psycho". Nach 2 Jahren ständiger ärztlicher Behandlung und Atests bin ich dann davon abhängig dass mir ein Gutachten den gewünschten Erfolg bringt und dann natürlich mit dem prozentuellen Abschlag meine Rente bekomme.

Übrigens "jofi" lies bitte meinen Text auf Seite 136 von dem Strang " Wer braucht eigentlich das Forum 60+"

Inaktiver User
15.10.2012, 11:56
@silbergirl
Das ist wirklich kein schönes Ende des Berufslebens - da habe ich einfach mehr Glück gehabt.

Inaktiver User
15.10.2012, 12:24
von silbergirl an alle, die es gut mir meinen.

Also ich habe mich natürlich Anfang diesen Jahres kundig gemacht, welche Möglichkeiten ich habe.
Altersteilzeit kommt bei unserem Betrieb (zu klein) nicht in Frage.
Rente bekomme ich definitiv erst, wenn ich nach dem Beamtenbegriff "Bezugsberechtigt" bin und das ist erst mit 65,5 Jahren. Eher geht auch nichts mit Abschlag. D.h. ich habe nur eine Möglichkeiten: ich nehme einen Ärzte Marathon in Kauf und mache auf "Psycho". Nach 2 Jahren ständiger ärztlicher Behandlung und Atests bin ich dann davon abhängig dass mir ein Gutachten den gewünschten Erfolg bringt und dann natürlich mit dem prozentuellen Abschlag meine Rente bekomme.



Das verstehe ich nicht, ich bin auch Beamtin und wenn ich früher gehen will, dann kann ich gehen, natürlich mit den üblichen Abschlägen.
Ich werde noch dieses Jahr 62 und bin seit Anfang des Jahres herzkrank, habe auch einen Schwerbehindertenausweis. Ich hatte gehofft, mit 63 gehen zu können. Ich weiß aber aus sicherer Quelle, dass im nächsten Jahr auch die Schwerbehinderten länger arbeiten müssen, also um so viel länger wie die "Gesunden". Altersteilzeit kommt für mich nicht in Frage, weil ich 18 Jahre Teilzeit gearbeitet habe, um die Kinder zu versorgen. Aber wenn ich nicht mehr kann, hör ich auf. Meine Gesundheit ist mir einfach wichtiger.
Ich bin übrigens Lehrerin und da wird es auch nicht leichter mit den Jahren :niedergeschmettert:. Aber noch macht es mir Spaß und ich schaffe es. Um meine Rentenzeit mache ich mir keine Gedanken. Ich habe schon "vorgearbeitet", betätige mich im künstlerischen Bereich, treffe mich regelmäßig mit zwei Gruppen zum Kartenspiel, usw. Ich denke es ist wichtig, sich rechtzeitig Gedanken zu machen. Ich freu mich auf die Zeit ohne die Zeitraster, denen ich permanent ausgesetzt bin: Schulglocke, frühes Aufstehen, pünktlich Termine einhalten ... Es kann eigentlich nur noch besser werden.

Ingko12
15.10.2012, 16:43
Wenn Du am Wochenende Freunde triffst, vielleicht zusammen mit Deinem Mann, sind da auch alleinstehende dabei? Selbst bei meiner lieben Schwester habe ich dann in der Paargesellschaft nichts zu suchen. Ich erwarte das auch nicht, macht aber nachdenklich, und manchmal traurig. Eben weil ich mit 60 über einige Dinge anders denke.
Schön für Dich auch zusammen mit Freunden seine Freizeit zu genießen, umso mehr freust Du Dich sicherlich
auch wenn die erwachsenen Kinder und evtl. auch Enkelkinder zu Besuch kommen. LG Ladygitte

Das stimmt allerdings auch für mich. Ich habe als Single weniger Kontakte zu Paaren, kommt aber auch vor. Aber meist sind es allein stehende Frauen, mit denen ich mich treffe. Aber das ist völlig o.k. für mich. Nicht jede Frau kann damit umgehen, mit Ehepartner und einer allein stehenden Frau zusammenzukommen.

Inzwischen genieße ich aber auch die Zeit des Alleinseins. Es hat alles seine Vor- und Nachteile. Es hat aber Zeit gebraucht, um mich daran zu gewöhnen, das gebe ich zu. Ist nur schon ne ganze Zeit her. Da ich aber ziemlich kontaktfreudig bin, bin ich immer losmarschiert in Richtung Menschen. Da gibt es ja in einer Großstadt gute Möglichkeiten.
Natürlich war ich auch immer mal traurig und fühlte mich einsam. Aber inzwischen gehört es zu mir, ich habe es akzeptiert, und das Älterwerden ist nun mal nicht immer ein Honigschlecken. Hier heißt es dann: aushalten, es wird wieder besser. Und aus jedem überstandenen Loch tauchst du dann wieder auf und bist ein Stück weiter.

Um nochmal auf die Kinder zu kommen, die sehe ich nur ein paarmal im Jahr - meist zu Fest- und Feiertagen und davon gibt es ja genug - das reicht mir inzwischen auch. Mein Sohn wohnt 600km entfernt, da ist sowieso alles anders, du machst dir da eine falsche Vorstellung. Meine 2 Brüder sind bereits verstorben, und meine Schwester lebt in Bolivien. Das wars auch schon i.S. Verwandschaft.
Aber - wir haben das internet! Juchuuuuuuuuuuu:yeah:, ist besser als nichts, oder?

Ingko12
15.10.2012, 16:57
von silbergirl an alle, die es gut mir meinen.

Also ich habe mich natürlich Anfang diesen Jahres kundig gemacht, welche Möglichkeiten ich habe.
Altersteilzeit kommt bei unserem Betrieb (zu klein) nicht in Frage.
Rente bekomme ich definitiv erst, wenn ich nach dem Beamtenbegriff "Bezugsberechtigt" bin und das ist erst mit 65,5 Jahren. Eher geht auch nichts mit Abschlag. D.h. ich habe nur eine Möglichkeiten: ich nehme einen Ärzte Marathon in Kauf und mache auf "Psycho". Nach 2 Jahren ständiger ärztlicher Behandlung und Atests bin ich dann davon abhängig dass mir ein Gutachten den gewünschten Erfolg bringt und dann natürlich mit dem prozentuellen Abschlag meine Rente bekomme.


Ich hab mal eben auf die Schnelle Tante google gefragt, da hab ich es auch gelesen, dass es nicht mehr ohne Begründung und ohne Behinderung möglich ist, mit 60J. in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen. Was für ein Mist! Tja, da kannst du nur überlegen. Der von dir genannte Weg über ärztliche Gutachten bzw. Behandlung wäre zu überlegen, wenn du dir die 5,5 J. wirklich nicht mehr zutraust und dir auch die kräfte ausgehen. Dann würde ich aber auch nicht mehr lange fackeln.
Ich habe einen jungen Mann von 43 J. in meinem Bekanntenkreis, der hat diesen Weg vor 3 J. beschritten und ist dann tatsächlich vor 1 J. in den vorzeitigen Ruhestand gegangen - aus Krankheitsgründen. So ganz er hat er mich mit seiner Krankheit nicht überzeugt, na ja, aber das steht auf einem anderen Blatt.

Ansonsten ist es wahrlich schwer, bei einem anstrengenden 10Stundentag noch an Freizeitvergnügen zu denken. Aber du könntest anfangen Vorschläge zu sammeln. Ich hab damals alles ausgeschnitten, was ich in der Zeitung an Passendem und Unpassendem gefunden habe. Ideen sammeln, das geht bestimmt noch am Wochenende, mh, sag ich einfach mal so.
Und wer so gern und viel liest wie ich, ist da sicherlich im Vorteil. Ich geh auch gern ins Kino. Und wenn ich niemanden finde, der mitkommt, weil zeitweise meinem Geschmack niemand folgen will, dann geh ich auch allein. Vorzugsweise inzwischen am Nachmittag.
LG:liebe:

ladygitte
16.10.2012, 15:16
Hallo Ingko, Du schreibst darüber, dass das Alleinleben inzwischen zu Dir gehört. Ich glaube das diese Aussage auch zu mir passt. Natürlich habe ich mir schon so oft meine Gedanken darüber gemacht, aber
so richtig ging das erst zum 60. los. Ich werde auch meistens nicht richtig verstanden, wenn die guten
Ratschläge kommen, nach dem Motto, ich bin doch als Rentnerin auch allein mit meinem Mann. Aua, Aua!!
Aber so läuft es tatsächlich ab. Mit Sicherheit werde ich immer bemüht sein Kontakte zu finden und vorhandene zu pflegen. Ich glaube auch das jede Lebensform seine Vor- und Nachteile hat.
Danke Du hast mich gut verstanden und mir auch Mut gemacht. LG Ladygitte

Inaktiver User
16.10.2012, 15:43
Um mal wieder die Kurve zum Strangthema zu kriegen:
Willst du damit sagen, dass es ein Zeichen des Alters ist zu erkennen, dass bestimmte Lebensformen zu einem gehören?

Ingko12
16.10.2012, 16:59
Wir sind im Thema, denn solche Sorgen und Ängste wie hier geschildert hat man normalerweise weder in der Jugend und auch noch nicht mit 40.!

chaoti
16.10.2012, 22:14
ja, da kann ich auch zustimmen, ich bin 68 -lebe mit meinem Göga in einem Haus am Dorfrand. Habe aus verschiedenen eigenen Gründen keinen oder wenig Kontakt hier im Dorf, aber mit vielen verschiedenen Frauen außerhalb und weiter entfernt, ich bin nicht von hier, durch meinen Beruf hierher gekommen und dadurch auch meinen Mann hier kennengelernt.
Er hat viele Kontakte.Aber bei meinen Bekannten fühlt er sich nicht wohl, bei seinen ich nicht.Mankann auch in der Ehe sich alleinlebend fühlen. - langer Rede kurzer Sinn: ich mache mir auch viele Gedanken, wie das mal sein wird, falls ich nicht
mehr so mobil und unternehmungslustig bin. Ich kann mich jetzt gut auch zu Hause beschäftigen, bin seit 10 Jahren dabei, noch Klavierspielen zu lernen,seit 2 Jahren versuche ich mich in der ital. Sprache, Tänze bei der nachbarörtl. VHS (mit Frauen, aber auch Blogtänze, Salsa etc.) obwohl ich mich jetzt sehr wohl fühle, entsteht so ein diffuses Gefühl der Unsicherheit, wenn ich an später denke. Wie wird es dann sein? Werde ich mich einsam fühlen?
lg chaoti

Inaktiver User
17.10.2012, 00:11
Ich glaube schon, dass Einsamkeit etwas ist, was für jeden im Alter irgendwann wahrscheinlich wird - z.B. Dann, wenn die Mobilität nachlässt. Man kann selbst nicht mehr einfach überall hin und die altersgleichen Freunde haben auch Probleme zu Besuch zu kommen.
Ältere Freunde von uns leben seit Jahren in einer Seniorenresidenz - nach ihrer Einschätzung hilft das gegen die Alterseinsamkeit wenn man bereit ist, sich einzubringen.

silbergirl
17.10.2012, 11:37
Ja, also ich habe eure Meinungen gelesen und bin ganz angetan, dass ihr Euch so um mich kümmert.
Da wird mir ganz warm ums Herz. Bis dato merke ich, bei meinem Umfeld, daß jeder von mir erwartet, gute Leistung zu bringen.

Aber soll ich Euch was sagen: Ich bin selbst schuld!!!!!!!!

Wenn man immer funktioniert und mit Leistung die Erwartungshaltung der anderen zufriedenstellt kommt man eben in dieses Dillemma.:grmpf:

Das hat der Austausch mit euch aus meinem inneren hervorgeholt.
Denn bewusst war mir das schon länger.
Wie das so ist, man verdrängt es. Liegt eventuell daran, dass man das Alter einholen möchte.

Aber meine Devise ab jetzt ist.: ich muss nicht mehr die Schönste (war ich sowieso nie) und Beste
(auf die Leistung bezogen) sein. Gestehe mir ein paar Fehlerchen zu. Und gut ist es.
Wenn das Alter weise macht, bin ich gerade dabei alt zu werden.:peinlich:


Man ist immer so alt wie man sich fühlt, und das ist heute: 44 Jahre!? (Schnapszahl):cool:

jetzt muss ich aber meinen Haushalt erledigen!

Bis bald

milan99
22.02.2013, 21:19
Ich habe absolut nichts dagegen, dass ich so alt bin wie ich bin - und ich finde die Frage nach dem inneren Alter ein bisschen albern. Jung im Herzen - das Kompliment würde ich lieber nicht hören, ich wüsste nichts damit anzufangen..
Aufs Jünger-Aussehen kann ich auch verzichten, ich möchte gern möglichst ästhetisch aussehen.
Ich freue mich, dass mein Körper noch deutlich leistungsfähiger ist als es meinem Alter entspricht - aber nur, weil ich dadurch meine Lieblingssportarten noch so relativ mühelos betreiben kann.

Hallo jofi, ja das ich älter werde, sehe ich an meinen Enkelkinder, aber wenn ich kritisch in den Spiegel sehe auch.
Aber solange ich alles mitmachen kann, was ich will , bin ich nicht alt.
Mein Sport , meine Fröhlichkeit , mein Kegelklub halten mich jung, ja jung.
Denn jedes Alter ist einfach schön, wenn man dazu steht. :yeah:

Inaktiver User
23.02.2013, 14:28
Mein Sport , meine Fröhlichkeit , mein Kegelklub halten mich jung, ja jung.


Ich reagiere persönlich immer ein bisschen allergisch auf das Wort "jung" im Zusammenhang mit älteren Menschen, vor allem auf Ausdrücke wie "geistig jung" oder "jung im Herzen" etc.
Wenn ich jung bleiben könnte, dann möchte ich eines auf jeden Fall so behalten wie es ist, und es auf keinen Fall "verjüngen": Mein Gehirn mit allen Erfahrungen, mit allem inzwischen angereicherten Wissen und den in einem langen Leben erlenten Möglichkeiten, damit differenzierter umzugehen, als ich das vor 40 Jahren konnte.:smile:

Didi50
26.02.2013, 10:04
- daran, dass ich öfter zum Arzt muss, als ich jünger war, war ich mal 25 Jahre nicht beim Arzt
- dass Politiker plötzlich so jung sind
- dass meine Kundschaft im Kindesalter ist und mir dann sagt, dass sie 33 Jahre alt sind
- dass meine Kinder erwachsen sind
- wenn ich im Hotel oder Urlaub Menschen meines Alters sehe (62) und denke: "die sind alt"

Liberta
26.02.2013, 13:56
Ich reagiere persönlich immer ein bisschen allergisch auf das Wort "jung" im Zusammenhang mit älteren Menschen, vor allem auf Ausdrücke wie "geistig jung" oder "jung im Herzen" etc.Ich finde diese Schönfärberei auch ein bisschen albern. Aber der Spagat, 60+ zu sein und sich (höchstens!) nur halb so alt zu fühlen, tut manchmal schon richtig weh.


Wenn ich jung bleiben könnte, dann möchte ich eines auf jeden Fall so behalten wie es ist, und es auf keinen Fall "verjüngen": Mein Gehirn mit allen Erfahrungen, mit allem inzwischen angereicherten Wissen und den in einem langen Leben erlenten Möglichkeiten, damit differenzierter umzugehen, als ich das vor 40 Jahren konnte.:smile:Ich hätte überhaupt nichts dagegen, noch einmal "von vorn" zu beginnen. Vor allem die ganz jungen Jahre meines Lebens, so zwischen 15 und 25, habe ich als ganz besonders schön und intensiv erlebt und ich werde leicht melancholisch, wenn ich an diese Zeit zurückdenke. Aber die Vorstellung, noch einmal 20 zu sein und "ein Gehirn mit allen Erfahrungen, mit allem inzwischen angereicherten Wissen" zu haben, gruselt mich. Die ganze Unbeschwertheit, das wunderbare Gefühl, die Welt sei nur ein Dorf, die Begeisterung, unvernünftige Dinge zu tun, von denen man keine Ahnung hat, die aber nicht ungefährlich sind, wären doch mit einem alten Kopf gar nicht möglich. Ich glaube, jung zu sein mit einem alten Kopf dürfte noch gruseliger sein als umgekehrt. :lachen:

Inaktiver User
28.02.2013, 09:49
Ich habe gestern mal wieder gemerkt, dass ich "alt" bin.

Beim Einrichten eines Android Handy's musste ich im Benutzerhandbuch (online, zum Handy gibt es so etwas scheinbar gar nicht mehr) nachlesen, wie man das Ding AUS macht. Richtig aus, nicht nur standby.

Jeder Mist ist in dem Handbuch ausführlich beschrieben (wie man Videos mit diesem Handy zuschneidet etc.), aber die wirklich wichtigen Funktionen - telefonieren, Adressbuch vervollständigen (ewiger Hinweis hierfür: synchronisieren mit PC) - werden nur am Rande beschrieben.

(P.s: es ist ein Diensthandy, privat würde mir so etwas nicht in's Haus kommen.):unterwerf:

Inaktiver User
01.03.2013, 16:47
Liberta;20872221]Ich finde diese Schönfärberei auch ein bisschen albern. Aber der Spagat, 60+ zu sein und sich (höchstens!) nur halb so alt zu fühlen, tut manchmal schon richtig weh.

Ich fühle mich weder wie 30+ noch wie 60+ - ich fühle mich wie ich!


Ich hätte überhaupt nichts dagegen, noch einmal "von vorn" zu beginnen. Vor allem die ganz jungen Jahre meines Lebens, so zwischen 15 und 25, habe ich als ganz besonders schön und intensiv erlebt und ich werde leicht melancholisch, wenn ich an diese Zeit zurückdenke. Aber die Vorstellung, noch einmal 20 zu sein und "ein Gehirn mit allen Erfahrungen, mit allem inzwischen angereicherten Wissen" zu haben, gruselt mich. Die ganze Unbeschwertheit, das wunderbare Gefühl, die Welt sei nur ein Dorf, die Begeisterung, unvernünftige Dinge zu tun, von denen man keine Ahnung hat, die aber nicht ungefährlich sind, wären doch mit einem alten Kopf gar nicht möglich. Ich glaube, jung zu sein mit einem alten Kopf dürfte noch gruseliger sein als umgekehrt. :lachen:

Ich liebe meine Erlebnisse und Erfahrungen, die ich in meinem Leben gemacht habe - auch die schwierigen. Ich liebe auch das Wissen, das sich so langsam angesammelt hat. Ich kann auch ganz gut leben mit der Art, wie ich die Dinge inzwischen verarbeite, die natürlich anders ist als früher. Und ich finde natürlich auch die jetzige Lebensphase (keine Beruftätigkeit mehr, neue Zeit, die ich mit neuen Inhalten füllen kann) interessant und schön.
Nur dass mein Gedächtnis nicht mehr so leistungsfähig ist nehme ich übel:grmpf:
Wie es sein wird wenn mein Körper an Leistungsfähigkeit verliert, weiß ich natürlich nicht, und ich habe auch keine Ahnung, wie ich auf Krankheit und Tod reagieren werde. Aber das wird sich ja zeigen......:smile:

auchda
02.03.2013, 00:57
....wenn ich unter gleichaltrigen bin und denke, dass "die um mich rum im gehobenen alter sind" mich aber nicht dazuzähleund dann feststelle, dass ich auch teil dieser altersgruppe bin.
....dass mein freundeskreis sehr klein aber fein geworden ist.
....dass ich mir meine begrenzte lebenszeit nicht mehr stehlen lasse von leuten, die mir egal sind......
....mich über viele, viele dinge nicht mehr aufrege.
....die dankbarkeit fühle (noch) gesund zusein.
....meinen kindern noch öfter sage, wie sehr ich sie liebe.
....sehr, sehr bewusst jeden tag genussvoll lebe.

eventualia
02.03.2013, 09:04
:prost:
....wenn ich unter gleichaltrigen bin und denke, dass "die um mich rum im gehobenen alter sind" mich aber nicht dazuzähleund dann feststelle, dass ich auch teil dieser altersgruppe bin.
....dass mein freundeskreis sehr klein aber fein geworden ist.
....dass ich mir meine begrenzte lebenszeit nicht mehr stehlen lasse von leuten, die mir egal sind......
....mich über viele, viele dinge nicht mehr aufrege.
....die dankbarkeit fühle (noch) gesund zusein.


Du sprichst mir aus der Seele, auchda, genauso denke und fühle ich auch.:schild genau:
....meinen kindern noch öfter sage, wie sehr ich sie liebe.
....sehr, sehr bewusst jeden tag genussvoll lebe.

zio
02.03.2013, 09:49
....wenn ich unter gleichaltrigen bin und denke, dass "die um mich rum im gehobenen alter sind" mich aber nicht dazuzähleund dann feststelle, dass ich auch teil dieser altersgruppe bin.
....dass mein freundeskreis sehr klein aber fein geworden ist.
....dass ich mir meine begrenzte lebenszeit nicht mehr stehlen lasse von leuten, die mir egal sind......
....mich über viele, viele dinge nicht mehr aufrege.
....die dankbarkeit fühle (noch) gesund zusein.
....meinen kindern noch öfter sage, wie sehr ich sie liebe.
....sehr, sehr bewusst jeden tag genussvoll lebe.

So ähnlich sehe ich das auch.

Mir ist am Beginn des Älterwerdens (klingt jetzt doof, weil älter wird man ab der Zeugung, aber es war für mich irgendwo eine "Schwelle" spürbar) aufgefallen, dass sich mein Blick geändert hat.

Früher, wenn ich ältere Menschen gesehen habe, dann waren sie für mich alle auf eine gewisse Art und Weise eben gleich, nur "alt".

Plötzlich habe ich die Gesichter gesehen und etwas anderes darin entdeckt. Lebendigkeit oder Weisheit, strahlende Augen, immer etwas anderes. Es war nicht mehr so wichtig, dass Zeichen des Alters da waren, sondern ich habe mehr in dem Gesicht gesehen als vorher. Ist schlecht erklärbar, vielleicht gekürzt ausgedrückt: Die Gesichter kamen mir plötzlich jünger vor.

Früher sah ich vielleicht einfach eine ältere Frau, heute sehe ich in dem Gesicht gleichzeitig ein junges Mädchen.

Dieses Bild als Beispiel (ist jetzt ein gemaltes, aber der Effekt ist, zumindest bei mir da)

http://media.kunst-fuer-alle.de/img/41/m/41_00466185~alte-frau.jpg

Auf den ersten Blick sieht man eine ältere Frau, je länger das Bild betrachtet wird, desto jünger wirkt sie (auf mich).

Ich weiss nicht, ob ich mich verständlich ausdrücken kann, aber wisst Ihr, was ich meine?

Wenn ja - DAS wär mir früher nie passiert, als ich eben noch jünger war. Da war die Frau einfach nur "alt".

Liebe Grüße
Zio

eventualia
03.03.2013, 09:58
In unserer Kirche war vor Weihnachten eine Ausstellung von Fotografien von 100-Jährigen. Das war sehr interessant, bei einigen konnte man an den Augen und Gesichtszügen sehen, daß sie immer fröhlich und optimisten waren und bei einigen sah man im Gesicht schon, daß sie schon immer griesgrämig waren und von denen hätte ich früher schon Abstand gehalten. Die mit den fröhlichen Gesichtszügen, sahen bedeutend jünger aus, da wünschte ich mir, auch mal so auszusehen.

Morgain
05.03.2013, 14:34
Seit ich im Ruhestand bin, gehe ich wieder sehr regelmässig ins Fitness-Studio und nütze dort - im Gegensatz zu früher - die Gymnastik-Angebote am Vormittag. Da sind jede Menge "älterer" Frauen regelmässig und seit Jahren am Trainieren, die jahresmässig zum Teil um einiges älter sind als ich. Da bin ich oft die Jüngste :freches grinsen:
Wenn ich dann sehe, wie toll sich die Ladies bewegen, wieviel Spaß sie an der Sache haben, dann beneide ich sie und fühle mich zudem alterslos. :lachen: Dieses Körperbewußtsein strahlen die Damen auch aus, ohne dem Jugendwahn vieler US-Senioren zu verfallen. Selbstbewußt, fit, fröhlich, interessiert, aber nicht zwanghaft jünger sein zu wollen.

Es gibt viele Frauen (auch Männer), die sich eine Neugierde bis ins hohe Alter bewahrt haben. Die sind zwar "reich an Jahren", aber nicht "alt". Alt sind die Knochen, die Haut, aber nicht der Kopf, die Einstellung.
Und es gibt viele Menschen, die sind mit 40 schon alt - die können froh sein, wenn sie je so alt werden, wie sie heute schon sind. :zwinker:

Drum - bewahren wir uns unsere Neugierde! Sie ist unsere Triebfeder.

Alt fühle ich mich - immer nur ganz kurz - :freches grinsen: wenn ich daran denke, wie alt meine Kinder schon sind, wenn ich die nicht mehr so straffe Haut am Bauch und an den Oberarmen sehe und die Falten am Hals und Dekoltee - aber wie gesagt, nur ganz kurz! :lachen:
Das relativiert sich, wenn ich mich meiner Tagesfreizeit erfreue, dass ich die benötigten Ruhepausen machen kann, wann ich möchte, der freien Zeiteinteilung grundsätzlich, und der neuen Gelassenheit, der ich mich nunmehr befleissige.

milan99
05.03.2013, 17:14
Hallo Morgain!
Ich kann Dir nur beipflichten, ja auch ich mache Sport, bis vor 3/4 jahre 2 x die Woche,
es hatte viel Spass gemacht, aber jetzt mache ich gezielter Sport,
Po, Beine Bauch, Rücken, und wir sind so einen tolle Truppe, da macht es doppelt Spass.
Ja und Radfahren jeden Tag.
Weißt Du , wenn ich die Falten an den Armen sehe, dann trage ich nur noch Oberteile mit langem Arm
und schon geht es mit besser. Die Falten am Hals:lachen: da gibt es sehr schöne NicktTücher.
und wenn ich dann in den Spiegel sehe, dann sage mich mir, ich danke Gott das es mir
in meinem Alter noch so gut geht und ich noch viel unternehmen kann.
Denn jedes Alter ist wunderschön, auch das von uns.:beleidigt:
Denn wir haben doch jetzt die Gelassenheit. Und wenn meine Kinder und Enkelkinder kommen
'und sagen,Oh Oma du siehst gut aus, dann freue ich mit.

Also wir Oldies sind schon gut so wie wir sind.
In diesem Sinne grüße ich Dich ganz herzlich.:blume:

Inaktiver User
12.03.2013, 19:39
Ich merke, dass ich alt bin, wenn Kolleginnen, mit denen ich mich unterhalte, erzählen, wie alt ihre Eltern sind: jünger als ich ... ;-)
Aber irgendwie KANN ich mich nicht plötzlich altersadäquat verhalten - es würde mir wahrscheinlich niemand wirklich glauben.

Ja.Neugier ist so wichtig! Wissensdurst. Bewegung und Beweglichkeit. Sich in Frage stellen und überprüfen.
Also: der Spruch:man ist so alt, wie man sich fühlt - hat seine Gültigkeit behalten.
Und ich schwanke manchmal zwischen gefühlten 15 bis zu gefühlten 85 ... ;-)

LG

Inaktiver User
12.03.2013, 22:37
Aber irgendwie KANN ich mich nicht plötzlich altersadäquat verhalten - es würde mir wahrscheinlich niemand wirklich glauben.


Und was wäre bitte altersadäquates Verhalten?
Mir scheint, hier wird manchmal einfach ein Popanz aufgebaut, wie eine imaginäre 60+Frau aussieht und wie sie sich verhält.
Und dann stellt frau fest, dass sie ja ganz anders ist, weder sieht sie so aus noch verhält sie sich so wie der aufgebaute Popanz. Also ist sie - welch ein Glück - irgendwie doch noch jung.:freches grinsen:

Inaktiver User
13.03.2013, 09:44
Und was wäre bitte altersadäquates Verhalten?
Mir scheint, hier wird manchmal einfach ein Popanz aufgebaut, wie eine imaginäre 60+Frau aussieht und wie sie sich verhält.
Und dann stellt frau fest, dass sie ja ganz anders ist, weder sieht sie so aus noch verhält sie sich so wie der aufgebaute Popanz. Also ist sie - welch ein Glück - irgendwie doch noch jung.:freches grinsen:

Jofi, ich habe da Bilder im Kopf ... irgendwie tradierte, an Konventionen aufgebaute Bilder - und ich denke manchma,l allmählich sollte ich ihnen entsprechen ;-) um nicht als "Berufsjugendliche" zu gelten und gewertet zu werden. Eigentlich könnte es mir gleichgülig sein - manchmal, so wie gestern Abend, nagt irgendetwas an meinem Selbstwertgefühl ... ;-)

Ist aber alles nicht so schlimm. Mein Spruch zu dem Thema ist eigentlich: Älter wird man von ganz allein. Alt SEIN ist eine ganz andere Sache ...

Bis dann
Liebe Grüße

Morgain
13.03.2013, 13:31
Es ist schon witzig, ich war dieser Tage auch wieder mal völlig baff, als ich an meinen kommenden "runden" Geburtstag dachte! Ich fühle mich nicht wie bald 60! Ich kann zwar nicht sagen, wie alt ich mich fühle :wie?:, aber mit 60 hat das absolut nix zu tun. Und selbst, wenn ich mich in den Spiegel schaue, schaut mich da keine Sechzigjährige an :freches grinsen: Wie aber schaut eine Sechzigjährige aus? Ich habe jedenfalls überhaupt keine Beziehung zu meinem Alter.

Einzig an der Tatsache, dass ich nicht mehr ganz so belastbar bin - körperlich - und mir öfter eine Ruhepause gönne, genieße ich jetzt meinen Ruhestand mit all seinen Vorteilen. Muß mir allerdings immer wieder in Erinnerung rufen, dass mir diese Dinge wohl auch zustehen :entspann: :yeah:

Stimmt schon, dass wir ein überliefertes Bild im Hinterkopf haben, das hier nicht unbedingt hilfreich ist. Und "alteradäquates Verhalten" - dieser Begriff löst bei mir auch eine Verkrampfung aus. Und s.g. Berufsjugendliche waren wohl mit 40 schon peinlich und das wird mit den Jahren auch nicht besser. :freches grinsen:

Inaktiver User
13.03.2013, 14:39
Fado und Morgan, zum Thema "tradierte Bilder" passt die Geschichte einer Frau aus meiner Verwandschaft.
Sie ist groß, eher schlank. trägt im Großen und Ganzen Kleidung, die auch Zwanzigjährige tragen usw. Dieses Jahr wird sie siebzig.
Als sie so etwa 63 Jahre alt war erzählte sie mir, dass die Reaktionen der Leute, wenn sie ihr Alter erzählte, ganz anders waren, als sie erwartet hatte. Was sie erwartet hatte war nämlich großes Staunen - das blieb aber aus.
Und da, sagte sie, habe sie angefangen zu begreifen, dass sie sich einzig deshalb für superjung aussehend hält, weil sie sich unbewusst mit ihrer Großmutter oder Mutter in diesem Alter vergleicht. Inzwischen sei es ihr klar, dass es in "ihren Kreisen" (berufstätige Akademikerinnen) völlig normal sei so auszusehen, wie sie eben aussieht.:lachen:
Recht hat sie!
Und nein, sie sieht nicht berufsjugendlich aus - aber eben auch nicht jugendlich:smirksmile:.

Keela
14.03.2013, 06:29
Ich bin immer irritert, wenn ich lese, dass sich jemand nicht wie 60 oder 50 oder ... fühlt. Wie fühlt man sich denn in einem bestimmten Alter? Ich weiß das immer nicht bevor ich so alt bin. Vorher ist es immer nur eine Phantasie wie ich mich vermutlich fühlen werde, wenn ich so und so alt bin.
Schon als ich auf´s Gymnasium kam sah ich die frischen Abiturienten - und dachte Gott weiß wie erwachsen die seien und sich natürlich auch so fühlten. Und als ich dann Abi machte (und das sogar noch mit zwei Jahren Verspätung) fühlte sich das alles eben gar nicht so an.

Inaktiver User
14.03.2013, 13:45
Ich bin immer irritert, wenn ich lese, dass sich jemand nicht wie 60 oder 50 oder ... fühlt. Wie fühlt man sich denn in einem bestimmten Alter? Ich weiß das immer nicht bevor ich so alt bin.

Willkommen im Club!
Ich bin seit Jahren 60+ und kann Dir versichern, dass ich immer noch nicht weiß, wie "man" sich in diesem Alter fühlt und ob ich mich korrekt fühle.:freches grinsen:

Keela
14.03.2013, 14:21
Na, solange wir und überhaupt fühlen (egal wie), isses ganz sicher immer total korrekt :freches grinsen:.

Morgain
14.03.2013, 14:39
Na, solange wir und überhaupt fühlen (egal wie), isses ganz sicher immer total korrekt :freches grinsen:.

Mein Opa hat immer gesagt "Wenn du morgens aufwachst und es tut dir was weh, dann weißt du wenigstens, dass du noch lebst" :freches grinsen: - und er wurde damit 85 Jahre alt.

Ach ja, an den Erinnerungen merke ich, dass ich nicht mehr "jung" bin. Wenn manches dann keine 5 oder 10 Jahre zurück liegt, sondern man sagen kann "vor 25, 30 Jahren..."

Aber solange ich mir meine Neugierde (im positiven Sinn), mein Interesse bewahre, geht es mir gut. Egal wie alt ich bin.

eventualia
14.03.2013, 18:27
Für mich ist es wichtig, daß ich mir bewußt bin, daß ich keine 30 oder 40 mehr bin, sondern 60+.
Ob ich mich so fühle, kann ich nicht sagen. Nur möchte ich mich nicht kleiden und verhalten wie ein später Teenie und dadurch von den wirklichen Jungen belächelt werden. Alles zu seiner Zeit. Ich lauf nicht rum , wie eine Oma aber kurze Röckchen und lange blonde Haare bis über die Schulter sehen einfach albern aus bei Frauen 60+. Ich fühle mich als erfahrene, lebensbejahende Frau mit ihren Fältchen und Wehwehchen altersentsprechend ok.

Inaktiver User
14.03.2013, 18:31
Und was ist mit kurzem Röckchen und kurzen grauen Haaren?:freches grinsen:

eventualia
14.03.2013, 18:34
sieht auch albern aus lach:freches grinsen::freches grinsen:

Inaktiver User
14.03.2013, 18:42
sieht auch albern aus lach:freches grinsen::freches grinsen:

Im Ernst:
Ich finde, dass es sehr wenige Kleidungsstücke gibt, die bei fortschreitendem Alter prekär werden - welche das sind, darin scheiden sich allerdings die Geister.
Wenn eine Frau nicht die Absicht hat, "auf jung zu machen", dann wird sie in der Regel auch nicht wie ein Möchtegern-Teenie aussehen. Um diesen (unerwünschten) Effekt zu erzielen braucht es mehr als ein Kleidungsstück.

Frances123
14.03.2013, 18:42
Hallo, zusammen-- da bin ich ja genau richtig unter Meinesgleichen, nach langem Umschauen und Staunen, was Brigitte alles zu bieten hat. Vielleicht darf ich ja auch ab und an mal meinen Senf dazugeben(?)
Was Euer Thema betrifft:erleichtert::erleuchtung: mein ich, dass man mehr und mehr kaschieren muss.- Nicht nur beim Klamottenkauf, nein eigentlich ständig muss was repariert, überdeckt und verschönt werden. Mit 50 waren die Zähne z.B. noch naturweiß- jetzt benutze ich den Zahnweißstift. Die Stöckelschuhe seit gut 15 Jahren schon im Schuhcontainer, dafür bequeme, dem veränderten Fuß angepasste Pumps mit 4 mm-Absatz. Gesundheitsschuhe bitte nicht, schon gar nicht welche zum binden. Ach ja, Fußpflege wird neuerdings auch ein Thema, irgendwie reichen die Arme nicht mehr. Mit dem Bücken geht`s grad weiter. Öfter übersieht man halt, daß da was am Boden ist, vlt. hebt`s jemand anderes auf.
Das Fitness-Center ist eine Mordsüberwindung neuerdings. Auf dem Weg dahin kam mir eine junge Mutter mit ihrer kleinen Tochter entgegen. Die Kleine: "Gell Mama, das ist eine alte Frau ?" :knatsch:"Bist du wohl ruhig", "Mama, aber ich find die Frau ist alt" "Sei jetzt still, du wirst dich bei der Dame gleich entschuldigen...."
Na ja. Ende Oktober kam mein 3.Enkelchen zur Welt und ich versorgte, solange die Tochter in der Klinik war die " 2 Großen" (7+9 Jahre). Bringe abends die 7-Jährige ins Bett und wir reden noch ein bisschen. Sie plötzlich:" Gell, Oma, du bist alt ?" "Ja, Liebes, ich bin alt.... bin ich sehr alt?" "Mmmh".
Am nächsten Mittag räumen wir das Geschirr in den Schrank, da hängt innen ein kleiner Flyer der Telefonseelsorge. Darunter steht "Hören Sie täglich Gottes Wort" -dann die Telefonnummer. Sie: "Aaaach, kann man den echt anrufen ??"
Ja, Enkelchen- die gibt`s meist auch nur im vorgerückten Alter---sind Geschenke:liebe:
Dann noch was: Das mit dem Abnehmen geht nicht mehr so einfach.... oder ? Auch das Flinke, Beschwingte verabschiedet sich etwas.
Und schließlich der Media-Markt! Smartphones, Tabletts, Touchscreen.... was ist das eigentlich alles ? Eine eigene Sprache gibt es da: den Browser, das App, Whatsapp und und..:wie?:
Ach, ja-- muss jetzt meine Betablocker nehmen- die gab`s vor 10 Jahren auch noch nicht. Geh gleich, sonst vergess ich`s wieder.... und das ist auch so was. Bis bald, man liest sich wieder lb. Gruß Frances

eventualia
14.03.2013, 19:04
Frances:
Da sprichst du mir aus der Seele, vor allem mit dem kaschieren und den bequemen Schuhen, die aber trotzdem noch modern und schick aussehen sollen, denn ich suche schon seit wochen danach. Daß ich in der Wohnung stehe und überlege, was wolltest du jetzt eigentlich machen, passiert mir auch ab und an.Das passiert aber glaube ich vielen von uns.

Jofi:
Ja sicher gibt es wenige Kleidungsstücke die bei fortschreitendem Alter prekär werden und es ist auch Ansichtssache. Aber für m i c h wäre es beschämend und an meinem Selbstbewußtsein nagend, wenn junge Menschen sich umdrehen würden und sich über meine Outfit lustig machten. Ich habe eine frühere Schulfreundin,
die wird 65, kleidet sich wie ein junges Mädchen, mit dieser langen Strickmütze bis tief ins Gesicht, lange blonde
Haare, kurzer Faltenrock und Fellboots. Ist ja auch alles ok. Aber ich habe schon Männer sagen hören: Na, das Gesicht passt aber nicht mehr zu diesem Teenie-Outfit. Wäre für micht ganz schlimm.

Morgain
15.03.2013, 08:32
Schuhe :lachen: Ja, ganz genau! Ein Thema ohne Ende, aber ich habe vorgestern endlich ein Paar Alle-Tage-Treter gefunden, in die bin ich reingeschlüpft und konnte sofort sagen "Ja, die sind es!" Schwarzes Leder (nicht zum Schnüren!), etwas höher geschnitten, daher sehr gut zu den geliebten Hosen passend und meine Einlagen kann ich auch darin tragen.
Einlagen - auch etwas, was eher zum Alter gehört. Im Sommer ruhen sie ohnehin, aber ab Herbst tun sie den Füßen doch recht gut :freches grinsen:

Abnehmen - Ihr sagt es! Das habe ich mit Anfang 50 feststellen müssen. Rauf sind die Kilos ganz hurtig, runter dauert es mit jedem Jahr mehr, elend lange. Dann kommt noch dazu, dass man die eine oder andere Essenssünde überraschenderweise auch durch Folgeerscheinungen bestraft wird. Das war früher nicht so! Auch überlegt man sich nach dem 2. Glas Wein, ob man noch "eines auf die Flucht" trinken sollte. Will man am nächsten Tag mit schwerem Kopf aufwachen? Hat man da notwendig? :lachen: Das Wohlfühlen nimmt somit auch einen größeren Stellenwert ein.

Ja und die Kleidung - die soll natürlich fesch sein, aber auch bequem. Mein Vorbild ist da immer noch meine Schwiegermutter. Sie war Mitte 50, als ich in die Familie kam (also jünger als ich heute :lachen:), hatte damals schon schlohweißes Haar und war für die damalige Zeit immer äußerst gepflegt und adrett. Und hat auch immer großen Wert auf fesche Kleidung gelegt, obwohl sie mit einer Witwenpension sehr sparsam umgehen mußte. Das hat sie bis ins hohe Alter beibehalten, bis sie dann leider ein Pflegefall wurde.

Inaktiver User
15.03.2013, 15:21
und lange blonde Haare bis über die Schulter sehen einfach albern aus bei Frauen 60+

@eventualia
Findest du, dass sie 66J (http://www.9dlinger.at/beatrix_front_neu_c.jpg) albern aussieht?

eventualia
15.03.2013, 16:14
Nein, aber hier sind die Falten sicher wegretuschiert. Trotzdem verspricht die Sicht von hinten, mehr als sie von vorne halten kann, nämlich das Alter!

Die Fotos in Magazinen sind ganz gut bearbeitet. In natura sieht das meist noch anders aus.

zio
15.03.2013, 16:39
Nein, aber hier sind die Falten sicher wegretuschiert. Trotzdem verspricht die Sicht von hinten, mehr als sie von vorne halten kann, nämlich das Alter!



Und? :wie?:

Ist man als Frau verpflichtet, irgendwas irgendwem zu versprechen? Soll doch jeder seine Haare tragen, wie er möchte.

DAS ist auch eine Freiheit des Älterwerdens.

Liebe Grüße
Zio

Inaktiver User
15.03.2013, 17:08
Nein, aber hier sind die Falten sicher wegretuschiert. Trotzdem verspricht die Sicht von hinten, mehr als sie von vorne halten kann, nämlich das Alter!


@eventualia
Nein, nein, sie sieht in natura ziemlich so aus.
Was die Sicht von hinten verspricht, hat das mit jedem einzelnen zu tun. Wenn ein Mann etwas anderes als die Wirklichkeit erwartet, ist es seine Angelegenheit.(Frau ist da abgehärterter, sie erwartet meist nicht so viel :smirksmile:). Die Herren müssen sich schön langsam abschminken, dass Frauen ab einem gewissen Alter ihrem Bild von Mami entsprechen.
Ich würde es als unangenehm empfinden, würde ich den Eindruck vermitteln, als Jungspuntin rüberkommen zu wollen. Deshalb lasse ich mich noch lange nicht von Klamotten abhalten, die meinem Geschmack entsprechen.
Und ich finde es schön, wenn eine Frau schöne, gepflegte Haare hat und die lang trägt. Auch mit Falten.

Das Alter merke ich eher daran, dass bereits eine Reihe SchauspielerInnen jünger ist als ich *staun* :smirksmile:

eventualia
15.03.2013, 18:08
[SIZE=2] Selbstverständlich kann das jeder halten, wie er möchte.

Mir ist es im Grunde auch schnuppe.
, was "Mann" erwartet, nur m i r ist es wichtig, wie du schon sagst,
Colonna, nicht den Eindruck erwecken zu wollen, als Jungspuntin rüberkommen zu wollen.
Jeder soll das aber halten wie er möchte und seine Klamotten und Haare tragen, wie er es schön findet.
Ich z.B. finde den Style von Jan Fonda super. Aber das ist alles Geschmacksache.

Ich glaube, die Herren der heutigen Zeit möchten auch keine Frau, die dem Bild von Mami entspricht, das haben die sich doch schon lange abgeschminkt.
Gruß eventualia

Frances123
15.03.2013, 19:00
Thema Haare- Bin 65 und meine Haare sind lang bis zur Taille, ungefärbt- aber es macht Spaß sie zu pflegen, nachts ein Zopf (wie ganz früher), am Tag hochgesteckt. Probiere gerne Hochsteckfrisuren aus und schau mir bei Youtube Videos mit entspr. Vorschlägen an. In jungen Jahren diesbzgl. experimentierfreudiger, heute finde ich es toll mit hochgesteckten Haaren (immer). Nie und nimmer würd ich mit offenen Haaren rumlaufen, höchstens in der Wohnung. Mein Mann findet`s sexy:freches grinsen:
- Was sich noch verändert, sind die Werte. Sehe jetzt meine Mitmenschen anders als früher, jetzt schaut man unter die Oberfläche, achtet auf Charakter und Wertmaßstäbe des Gegenüber. Wie redet der andere- Weisheit des Alters, Erfahrung, mehr Geduld und Verständnis mit den Jungen. Früher war mir wichtig Recht zu haben- das ist mir nicht mehr so wichtig, kann andere Meinungen besser akzeptieren und stehen lassen. Hausfrauengespräche störten früher nicht so sehr, heute find ich das öd und langweilig. Ja echt, man legt andere Wertmaßstäbe an. Prioritäten werden anders gesetzt.

Dann kommt da noch die Sterbeversicherung. Früher hätte ich das Werbekuvert nicht mal geöffnet, momentan ist das ein wichtiges Thema.

Vorsorgeuntersuchungen, einst tapfer pünktlich jedes Jahr- jetzt wird geschlampt! Warum eigentlich? Müsste doch wichtiger sein, als früher, oder ?
Die Ärzte sind alle so jung plötzlich- früher waren die geachtet, man hatte Distanz- heute sind das junge unerfahrene Jungs, denen man von früher erzählt.
Überhaupt erzählt man gern von damals. Ich denk so gern zurück. Ich meine sehr weit zurück. Wie haben die das damals geschafft mit dem Älterwerden ? Keinen Supermarkt ums Eck, keinen Arzt in der Nähe, keine Waschmaschine, kein Telefon, keine Schmerztabletten. Gab es Depris früher ? Glaub das nicht. Natürlich waren die auch mal traurig, aber gleich zum Psychiater ? Meine Oma hatte immer einen guten Muskateller dafür und eben starken Kaffee, je nach Befindlichkeit.
Ach, jetzt könnt ich grad weitermachen mit dem Gedanken an früher, irgendwie tröstet das.
Sollte jetzt von der Couch aufstehn- das ging flotter früher- komisch:ahoi:

Anemone
15.03.2013, 20:17
Colonna, bei der von dir verlinkten Abbildung (machs doch nochmal "pur" ohne die Werbeseite) finde ich, dass die Frau absolut toll aussieht. Nur natürlich ist das Haar weiß und nicht blond. Was aber wurscht ist. Hätte ich solche Haare, ich würd sie auch so tragen.
Und ganz grundsätzlich finde ich, dass sich frau doch irgendwie treu bleiben sollte. Wer als junge und nicht so ganz junge Frau eher sportlich und lässig kleidet, wird doch ab 50 weder zum Hippie oder zur tantigen Matrone, oder? Ich kann mir das nicht vorstellen.
Ich hab selber in ganz jungen Jahren durchaus so indische Klamotten getragen, aber nur ganz kurz. Dann wars grundsätzlich nur Hosen, Sportliches und Lässiges. In Blumen seh ich mich entsetzlich, in Rüschen dito. Ebenso mit weißer Bluse und Kostümchen. Äh, sowas hatte ich übrigens nie. Und daher wüsste ich auch nicht, warum jetzt damit anfangen. Und ich finde es am schönsten bei anderen, wenn sie ihren Stil oder ihren Geschmack weiterführen. Wobei... najaa, so Rüschensachen bei 60 jährigen? Nu ja, ich musses ja nicht schön finden...
Und, frances, wer sich taillenlanges Haar leisten kann von der Haarstruktur, den beneide ich eh glühend.:smirksmile:

Inaktiver User
15.03.2013, 21:52
Sorry, Anemone! Ich hab neu verlinkt!

Inaktiver User
15.03.2013, 22:29
@eventualia
Findest du, dass sie 66J (http://www.9dlinger.at/beatrix_front_neu_c.jpg) albern aussieht?

Natürlich nicht!
Und außerdem: Warum tun einige so, als ob es das homogene Bild der Frau von 60+ gäbe? Sie sind unterschiedlich. Es gibt schlanke und dicke, bewegliche und mehr oder weniger versteifte, körperlich leistungsfähige und weniger leistungsfähige, Frauen mit und ohne Geschmack, von der Natur äußerlich begünstigte und weniger begünstigte Frauen.
Warum sollen bestimmte Regeln nun für die alle gelten?
Und wenn man sich mit 60+ immer noch Gedanken darüber macht, ob andere einen komisch finden, dann ist das eben so. Ich finde es aber schade.

Frances123
15.03.2013, 22:47
Ja, die Flower-Power und Hippie-Klamotten, Blumen im Haar und so, das war toll damals, das ginge freilich heute nicht mehr. Dafür kauft sich frau heute "Doppelkinn-Ex". Ihr kennt das nicht ? Alles nur kein Doppelkinn! Und dieses kleine Ding 2x 5 Minuten am Tag benutzt ist klasse. Schaue bei einer Frau zuerst auf den Hals und das Kinn, dann noch strahlend weiße Zähne.... klasse. Das fiel mir früher so nicht auf.--
Hab mich auch immer gefragt, was wohl Lipp-Closs ist. Bei einem Drogerie-Besuch hab ich`s dann mal ausprobiert.... oh nein, wie sieht denn das aus? Und so leicht ging das auch gar nicht mehr weg.

Bin ja nun auch kein Technik-Freak, aber solche Pannen gab es früher nicht: Mache Mama-Vertretung bei meiner Tochter und bin mit der kleinen Enkelin allein. Nach der ersten Nacht in der fremden Wohnung freue ich mich auf den morgendlichen Kaffee. Da fällt mir ihr riesiger Kaffee-Automat ein. :ooooh: Kurze Zeit später stehe ich mit meiner Kleinen vor dem Gerät und ängstlich drücken wir die Knöpfe. Es leuchtet hier und da, aber Kaffee kommt da keiner raus. Panik steigt in mir auf und ich schicke die Enkelin zur Nachbarin. Kurze Zeit später kommt sie mit einem Hefewürfel in der Hand zurück :wie?: "Was hast du denn der Nachbarin gesagt?" "Ich hab nur gesagt, die Oma braucht Hilfe". Nun da hatte die Nachbarin aber was falsch verstanden. Bekam meinen Kaffee dann aber dank Nachbar doch noch:prost:
Apropo fremde Wohnung und neue Technik, ist ja auch sowas. Komisches Geräusch von irgendwo. "Was ist denn das jetzt ? "Omi, ist bloß das Fax-Gerät". Ah, ja.... Überall so neue Geräte. Selbst das Telefon ist schwierig. Komm ich aus der Steinzeit oder was ?

Anemone
15.03.2013, 23:22
Hm ja... ein gaaanz kleines bisschen Steinzeit...:cool:
Aber nu ja, es hängt auch von den beruflichen und privaten Interessen und Aufgaben ab, ob die computerisierte Welt fremd oder neugierig macht.
Mich machts nach wie vor neugierig. Ich hab vor, äh, vielleicht 20 Jahren zum ersten Mal mit PCs Erfahrung gemacht, noch mit DOS geübt, grauslich, und dann auf Mac umgelernt. Inclusive der von mir genutzten Grafikprogramme. Hier muss und will ich nicht unbedingt viel Neues lernen, da ich nur noch freiberuflich tätig bin und meine Kenntnisse von Illustrator, InDesign und Photoshop ausreichen. Ich hab mir nach der Apple Zeit auch den PC angelernt und kann jetzt auch viel allein machen, ohne Hilfe, also wenn Probleme auftauchen z.B.. Ich hasse es nämlich, mich blöd zu fühlen...
Aber ich ertappe mich auch dabei, wobei wir beim Titel des Threads wären, ob ich unbedingt sowas wie ein Smartphone brauche. Nö, ich brauchs definitiv nicht. Aber ich bin neugierig. Und auch auf ein Tablet wäre ich neugierig. Also in sofern fühle ich mich nicht alt. Wo ich mich alt fühle: ich kann mir nicht vorstellen, statt meiner gewohnten raschelnden Tageszeitung (am Wochenende 3, das liiiieebe ich) zu verzichten und sowas auf Tablet zu lesen. Da bin ich dann doch wohl alt...

eventualia
16.03.2013, 04:35
Natürlich nicht!
Und außerdem: Warum tun einige so, als ob es das homogene Bild der Frau von 60+ gäbe? Sie sind unterschiedlich. Es gibt schlanke und dicke, bewegliche und mehr oder weniger versteifte, körperlich leistungsfähige und weniger leistungsfähige, Frauen mit und ohne Geschmack, von der Natur äußerlich begünstigte und weniger begünstigte Frauen.
Warum sollen bestimmte Regeln nun für die alle gelten?
Und wenn man sich mit 60+ immer noch Gedanken darüber macht, ob andere einen komisch finden, dann ist das eben so. Ich finde es aber schade.
:grmpf:
Klar gibts keine Regeln für alle und es tut auch keiner so, als gäbe es ein Standard-Bild für Frauen 60 plus.
Aber sich ein wenig Gedanken machen, wie ich aussehe und rüberkomme, bewahrt einem doch ein Stueck Eitelkeit.
Auch mit 60 plus muss einem doch nicht a l l e s am. Allerwertesten vorbei gehen, das fände i c h schade, wenn.:grmpf:

eventualia
16.03.2013, 10:05
[QUOTE=eventualia;21102441Jofi: :grmpf: Klar gibts keine Regeln für alle und es tut auch keiner so, als gäbe es ein Standard-Bild für Frauen 60 plus.
Aber sich ein wenig Gedanken machen, wie ich aussehe und rüberkomme, bewahrt einem doch ein Stueck Eitelkeit.
Auch mit 60 plus muss einem doch nicht a l l e s am. Allerwertesten vorbei gehen, das fände i c h schade, wenn.[/QUOTE]:blume::blume:

Inaktiver User
16.03.2013, 10:31
Aber sich ein wenig Gedanken machen, wie ich aussehe und rüberkomme, bewahrt einem doch ein Stueck Eitelkeit.
Auch mit 60 plus muss einem doch nicht a l l e s am. Allerwertesten vorbei gehen, das fände i c h schade, wenn.:grmpf:

Achtung Missverständnis:
Es ist mir keineswegs egal, wie ich aussehe. Für mich ist Ästhetik generell ein sehr hoher Wert, manchmal wächst sich das geradezu zur Macke aus:freches grinsen:. Aber ich kann glücklicherweise noch selbst darüber lachen.
Es ist mir aber in der Tat ziemlich egal, wie etwas "rüberkommt" - das war schon früher so, aber ohne z.B. berufliche Rücksichtnahmen kann ich mir das immer mehr leisten. Wichtig ist mir allerdings schon das Urteil von Menschen, deren Geschmack ich schätze.
Ob aber auf der Strasse irgendwelche mir unbekannte Leute an meinem Aussehen etwas auszusetzen haben ist mir egal - ich stelle mir die Frage gar nicht. Daneben gibt es sicher auch mir bekannte Leute, von denen ich annehme, dass sie einen anderen Geschmack haben als ich und die daher vielleicht meine Kleidung, meine Einrichtung oder was auch immer nicht so mögen. Das kann ich gut akzeptieren, es beeinflusst mich aber in der Regel nicht.

eventualia
16.03.2013, 17:29
JOFI:
Mir ist eigentlich auch nur das Urteil von mir bekannten Leuten, deren Geschmack ich schätze, wichtig.
Kritiker, die selbst schlecht gekleidet sind, würde ich nicht akzeptieren. Allerdings könnte ich schlecht damit umgehen, wenn ich merken würde, man schaut abwertend lächelnd hinter mir her oder an mir herab, wenn ich z,B. ein Lokal betrete. Da bin ich nicht so abgeklärt..:knatsch:

Da bist du dann schon einen Schritt weiter.:yeah:
Zum Glück erlebe ich das auch eigentlich nicht.

Daß Freunde und Bekannte einen anderen Geschmack haben kann ich natürlich akzeptieren, das wäre ja furchtbar, wenn das nicht so wäre

Aber wie heißt das schöne Sprichwort: Mann kann so alt werden wie eine Kuh und lernt immer noch dazu.

viele grüße eventualia

milan99
17.03.2013, 11:50
Oh ihr habt ein heißes Thema.
Im Grunde sollte jeder mit ich zufrieden sein, dann über Geschmack läßt sich nicht streiten.
Aber ich finde es ganz anpassend, wenn ältere Damen sich anziehen wie die Enkelkinder,
es passt nicht, ja ich kleide mich sehr modern, aber meinem Alter entsprechend,
und freue mich, wenn man mir nach guckt, das zeigt mir, OK.
Ich finde , wenn es von hinten aussieht wie Lyzeum und von vorne wie Museum, dann es es
lächerlich. Das würde einem Mann nie passieren.

Aber es ist nur eine Feststellung keine Kritik, denn jeder ist anders.

Liebe Grüße:allesok:

zio
17.03.2013, 12:07
Ich finde , wenn es von hinten aussieht wie Lyzeum und von vorne wie Museum, dann es es
lächerlich. Das würde einem Mann nie passieren.



Das würde ein Mann über einen anderen Mann auch wahrscheinlich nie sagen.

Ich habe diesen Spruch bislang nur von Frauen gehört - der größte Feind der Frauen sind die Frauen.

Liebe Grüße
Zio

Morgain
17.03.2013, 17:20
Mann kann so alt werden wie eine Kuh und lernt immer noch dazu.


Also das bestreite ich entschieden - MANN lernt nie dazu! :freches grinsen:

eventualia
17.03.2013, 17:52
:freches grinsen::
Also das bestreite ich entschieden - MANN lernt nie dazu! :freches grinsen:

:jubel::schild genau: ich lach mich weg, sorry das war ein schreibfehler. Aber so stimmts auch. :freches grinsen:

Inaktiver User
17.03.2013, 18:41
Allerdings könnte ich schlecht damit umgehen, wenn ich merken würde, man schaut abwertend lächelnd hinter mir her oder an mir herab, wenn ich z,B. ein Lokal betrete. Da bin ich nicht so abgeklärt..:knatsch:

Da bist du dann schon einen Schritt weiter.:yeah:
Zum Glück erlebe ich das auch eigentlich nicht.


Ich glaube, ich habe das noch nie erlebt - allerdings gehe ich davon aus, dass ich es im Falle des Falles sowieso gar nicht merken würde.
Leider bin ich weder "abgeklärt" noch "weiter" - dafür aber von Natur aus eher introvertiert. Das hat so seine Vorteile!:freches grinsen:

eventualia
17.03.2013, 22:09
Ich glaube, ich habe das noch nie erlebt - allerdings gehe ich davon aus, dass ich es im Falle des Falles sowieso gar nicht merken würde.
Leider bin ich weder "abgeklärt" noch "weiter" - dafür aber von Natur aus eher introvertiert. Das hat so seine Vorteile!:freches grinsen:

Introvertierte Menschen sind doch eher die stillen Beobachter, da denke ich schon, daß du es merken würdest, nur würdet du wahrscheinlich stillschweigend drüber hinweggehen.:zwinker:Das hat auch Vorteile, wenn man das kann, ja :freches grinsen:

Inaktiver User
17.03.2013, 23:54
Introvertierte Menschen sind doch eher die stillen Beobachter, da denke ich schon, daß du es merken würdest, nur würdet du wahrscheinlich stillschweigend drüber hinweggehen.:zwinker:Das hat auch Vorteile, wenn man das kann, ja :freches grinsen:

Nein, keineswegs nur stille Beobachter - ich kann ziemlich aktiv ins Geschehen oder in die Diskussion eingreifen, wenn die Sache mich interessiert.
Introvertiert an mir ist, dass ich fast immer ziemlich stark auf das konzentriert bin, was mir gerade im Kopf herumgeht. Ich blende oft meine Umwelt einfach aus, und so kommt es, dass ich vieles einfach nicht mitbekomme, was um mich herum vorgeht. Ist manchmal lustig, manchmal lästig und manchmal (weil es von manchen Leuten als Arroganz interpretiert wird) ärgerlich.

eventualia
18.03.2013, 09:14
hallo,

die Sonne scheint, es wird wärmer, aber die armen Nordlichter haben noch Glatteis und Schnee.
Mir kommt es so vor, als wäre das der längste Winter seit Jahrzenten. Hoffentlich ist es Ostern wenigstens schön.

JOFI:
Mir gehen zuviel Menschen mit lautem Geplapper und ohne Rücksichtnahme auf die Nerven, brauche meine Rückzugsmöglichkeiten und Ruhephasen, um mein Akku immer wieder aufzuladen. Bin aber wiederum gesellig, lache gerne , habe meine Freunde gerne um mich, mit denen ich gute Gesräche führe. Partys mit Smalltalk sind nicht so mein Ding. Ich schaue mir die Leute gerne erst lange an, bevor ich mit ihnen in nähere Kontakt trete.Lerne gerne noch bis ins hohe Alter dazu. Das ist auch eine Art von Introvertiertheit. Nur mit dem "Ausschalten" was um mich herum geschieht, funktioniert bei mir nicht so.

Vielleicht gehört das bei mir schon zum "Altwerden", denn früher war das anders.


Ich wünsche allen einen schönen Tag.
Gruß eventualia

Inaktiver User
18.03.2013, 12:42
Willst Du´s mal ausprobieren? (http://www.brigitte.de/job-geld/tests/test-introvertiert-1152408/):smile:
Ich bin heute durch Zufall darauf gestoßen.

milan99
18.03.2013, 16:47
Hallo Jofi, ich habe den Test gemacht, ist interessant und es folgendes herausgekommen.

Ich bin ein Zentrovertierter Mensch, ein Zwischending von Into- und Extrovertiert
es hat fast alles gestimmt was da herausgekommen ist.
<Ich bin mit meinen Karisma zufrieden.

Kann mit beiden gut leben.danke war gut. :zwinker:

Lorolli
18.03.2013, 16:54
habe den Test auch gemacht und denke mal, das Ergebnis stimmt im grossen und ganzen.

eventualia
18.03.2013, 17:28
Hallo Jofi:

Hurra, habe den Test gemacht und es ist rausgekommen, was ich eigentlich auch zu 90% wußte:
ICH BIN EIN INTROVERTIERTER MENSCH.:smile::smile::smile::smile::smile::smile:: smile::smile::smile::smile::smile::smile::smile::s mile::smile::smile::smile::smile:

Danke das war eine tolle Idee von dir mit dem Test.
Gruß eventualia

Inaktiver User
18.03.2013, 17:40
Schön, dass es Euch gefallen hat - dann haben wir also alle erfahren, was wir ohnehin schon wussten.:lachen:

Anemone
18.03.2013, 18:37
Und das Schöne ist, man ahnt bereits bei der Art der Fragestellung, wo der Hase hinläuft. Ich war auch nicht wirklich überrascht..:smirksmile:
Auch ein Zeichen des Alters?:cool:

chaoti
10.07.2013, 00:57
Ich habe auch den Test gemacht. Kann das sein, dass man im Alter sich ändert von extrovertiert zu introvertiert.
Auch ich genieße Ruhe und Alleinsein wesentlich mehr als früher. OK, mein Mann lebt noch und ist ein extrovertierter Mensch. Es kann natürlich sein, dass ich deshalb das Pendent dazu suche. Vor Jahren, als er beruflich einige Tage auswärts war, habe ich bewusst mal ausprobiert, wie ich mich fühle, wenn ich drei Tage mit niemanden in Kontakt trete, also Telefon abgestellt, und auch nicht aus dem Haus gegangen. Damals hatte ich auch noch keinen Zugang zum Internet. Es war für mich ein Versuch, und ich habe es genossen, nicht darunter zu leiden. Ich war dann zwar auch froh als wieder der alte Zustand eintrat. Aber das, was eine Vorschreiberin sagte, kenne ich auch. Nicht mehr so viel nach außen gehen, sondern die Schätze in sich selber suchen und finden.
Gute Nacht!

Inaktiver User
16.07.2013, 18:15
Woran ich merke, dass ich älter geworden bin?

Ich merke es daran, dass ich in letzter Zeit beim Kennenlernen anderer Menschen, die gleich alt oder einige Jahre älter sind, darauf achte, ob ich denen ähnlich werde/bin.

Verstärkt habe ich Leute kennengelernt, die "Wortfindungsstörungen" haben ("das war doch der ..., wie heißt der denn gleich noch mal?" oder: "wie nennt man das denn?" oder: was hab ich denn gestern abend im Fernsehen ...")
Oder auch Menschen, die fast nichts mehr zu erzählen haben, keine Meinung zu aktuellen Themen haben.

Oder Frauen, die seit 40 Jahren ihre (Beton-)Frisur beibehalten haben.
Oder solche, die es zu Hause doch viel gemütlicher finden und lieber einen dorthin auf ein Butterbrot einladen statt nach einer Veranstaltung noch auf einen Cocktail ein Lokal aufzusuchen.

Oder ständig von "unsere Generation ist nun mal so erzogen" reden oder quasi als Entschuldigung: "wir haben ja noch eine ganz andere Einstellung zu unserer Rolle als Frau und Hausfrau" oder bei denen sich jeder zweite Satz um Alter, Krankheit oder ähnliches dreht.

grrr.....

Für mich eben eine Frage meines zunehmenden Alters:
Was, wenn mich andere (und auch jüngere) genau so empfinden, wie es mir graust vor solchen Leuten, die sich irgendwo auf dem Weg bis hierher verloren haben und bei denen seid Urzeiten nichts dazu gekommen zu sein scheint ?

Warum sind die so? Waren die immer schon so?
Tendiere ich auch in diese Richtung und merke es nur nicht?

Noch bleibe ich wachsam ;-))

Aber früher hätte ich solche Leute einfach "vergessen"

eventualia
17.07.2013, 06:41
Bei einigen älter werdenden Menschen fällt mir jetzt stark auf, dass sie nur schimpfen und jammern, über die Jugendlichen, die Politik, das Wetter, die Nachbarn usw. Sie vergessen, das Leben zu genießen, zumindest den Rest, der einem noch bleibt. Da stelle ich dann immer fest, dass ich noch nicht so alt bin, denn ich kann auch mit den Falten und den Wehwehchen mich an vielen Dingen erfreuen und die Dinge, die ich nicht ändern kann, so hinnehmen. Ich bin dankbar, dass ich 60 plus werden durfte und vielleicht noch ein bisschen mehr.

Inaktiver User
17.07.2013, 16:04
Es wird ja wohl kaum so sein, dass alle Altersgenossen, auf die du triffst, sich in dieser Weise verhalten. Vielleicht achtest Du mal darauf, dass manche Menschen auch so etwas wie "Altersintelligenz" zeigen, indem sie nicht mehr so vorschnelle Urteile fällen, differenzierte Dinge differenziert diskutieren, den Dingen irgendwie leidenschaftsloser (und damit oft fairer) gegenüberstehen usw. usw.
Natürlich bedeutet Alter auch Wortfindungsstörungen, nachlassendes Gedächtnis, Multi-Tasking wird schwächer - und vielleicht sind auch häufigere Gespräche über Krankheiten unvermeidlich, da man von solchen Übeln immer mehr betroffen wird.
Alles andere, was Du beschreibst, ist nicht notwendigerweise mit Altern verbunden - ich glaube, die Leute, die einen mit solchen Dingen nerven, waren immer schon eher uninteressant.

Inaktiver User
18.07.2013, 11:48
Die Threadüberschrift lautet "Woran merkt ihr, dass ihr alt seid?"

Es ist wohl nicht deutlich rübergekommen, dass ich mich allein darauf bezog.
Keine Schelte gegenüber Älteren/Gleichalten.

Sondern, dass ICH merke, dass ICH MICH neuerdings öfter vergleiche, wenn ich neue Leute kennen lerne.
Und, dass ICH MICH frage, ob das ein Zeichen für mein fortschreitendes Alter ist.

Jedoch das alles nicht "bierernst" nehme, sondern eher mit einem Erstaunen über diesen neuen Wesenszug,
der vielleicht dazugehört und vielleicht von anderen auch so wahrgenommen wird ???

eventualia
19.07.2013, 09:43
jofi:
ich hatte ebenfalls ganz bewußt in meinen Zeilen "bei einigen alternden Menschen" geschrieben,daß mir einiges auffällt und "ich" mich frage, ob ich diese Verhaltensweise an mir auch entdecke.
Natürlich kann man auch hier nicht verallgemeinern. Ich treffe auch auf ältere Menschen mit "Altersintelligenz".
Aber es nervt mich trotzdem, wenn immer nur geschimpft und gejammert wird.

Inaktiver User
20.07.2013, 18:25
Aber es nervt mich trotzdem, wenn immer nur geschimpft und gejammert wird.


Mich auch, aber ich treffe darauf nur selten - ich selektiere entsprechend:freches grinsen:.

Und ich denke, dass sich möglicherweise nur die Inhalte der Jammerer altersabhängig geändert haben....

eventualia
20.07.2013, 20:18
Genau das habe ich auch gemacht. Sogar im Freundes- und Bekanntenkreis habe ich selektiert, weil ich gemerkt habe, daß mich die Jammerer mit runterziehen, obwohl ich eigentlich ein positiver und ausgeglichener Mensch bin. Mit der jetzigen Auswahl an Freunden, die teilweise noch älter sind als ich, komme ich wesentlich besser klar, weil die für mich mit ihren Inhalten der "Jammersprüche" akzeptabler sind und diese kurz erwähnt werden, aber kein abendfüllendes Programm draus wird.

twothirteen
21.07.2013, 13:37
woran merkt ihr, dass ihr "alt" seid?

An einer zunehmenden Radikalität (http://ecx.images-amazon.com/images/I/51yV1X1tqTL.jpg), gepaart mit einer zunehmenden Gelassenheit vielleicht ...

Inaktiver User
21.07.2013, 14:43
Mich auch, aber ich treffe darauf nur selten - ich selektiere entsprechend:freches grinsen:.

Und ich denke, dass sich möglicherweise nur die Inhalte der Jammerer altersabhängig geändert haben....

JA !

Inaktiver User
21.07.2013, 14:45
Genau das habe ich auch gemacht. Sogar im Freundes- und Bekanntenkreis habe ich selektiert, weil ich gemerkt habe, daß mich die Jammerer mit runterziehen, obwohl ich eigentlich ein positiver und ausgeglichener Mensch bin.

Wenn sich Deine Antwort auch auf mein Statement bezieht:

"Aussortiert" habe ich das erste Mal als ich etwa. 30 J. war und danach immer wieder. Ich erzählte aber von Leuten, die ich jetzt immer mal wieder kennenlerne. (suche Mitbegründer für eine "Alten"-WG und frage mich da eben hin und wieder "Meine Güte, bin ich / werde ich auch so? - die Antwort ist dann aber immer ein dickes NEIN :freches grinsen: ))

Bescha
21.07.2013, 15:00
Daran,
dass Vorgesetzte und Kollegen jünger sind
dass Kinder auf der Straße Omi zu mir sagen
dass ich vieles gelassener sehe aber andererseits immer weniger zu Kompromissen bereit bin
dass meine Haare immer grauer und die Falten immer mehr werden
dass ich junge Frauen mit entzückenden Figuren und verrückter Kleider anschaue und denke "Ach ja, sowas konntest du auch mal tragen"
dass ich fauler werde und kein schlechtes Gewissen habe :entspann:

fritzaust
14.01.2014, 14:31
-Daran, dass ich beim Anblick junger Erwachsener unweigerlich an Krabbelgruppen denke ;),
- daran, dass ich das Interesse an der Berufswelt mehr und mehr
verliere.
-An meinem subjektiv abnehmenden Wohlgefühl, an meinem Gesundheitszustand und an
meinem relativen Desinteresse die Zukunft betreffend.
-Am zunehmenden verschwinden neuer Wünsche.
-daran, dass ich dazu tendiere mein Leben zu rekapitulieren und zu bewerten.
-daran, dass ich beim Berühren meines Körpers die darunterliegende
Knochenstruktur visualisiere.
-daran, dass ich immer öfter inwendig eine gelassene Stille spüre

Das kann ich in den meisten Punkte so unterschreiben.

Fax
15.01.2014, 00:04
Bescha schreibt 'dass ich fauler werde und kein schlechtes Gewissen dabei habe' oder so ähnlich .... ist deswegen keiner mehr da??? Thema hiermit hochschubs weil ich merke, dass ich als ich ins BRIGITTE Forum eingetreten bin im 50er Bereich mitgelesen habe..... :unterwerf:
und die Enkelin jetzt fragt "hast Du auch so viele Falten gehabt als Du jung gewesen bist?" - Na bitte. Da nützt kein Geschwätz von wegen schwaches Bindegewebe oder so ...... ausserdem trinke ich abends noch einen Becher Tee anstelle eines Cognaks - andere Wehwechen wurden schon genannt wie ichs nachgelesen habe - gibt keinen Grund, diese zu wiederholen ... so ist das jetzt ..... und wenn es nicht neu bestimmt worden wäre (Änderungen sind ein Zeichen aktiver Politik wie mir scheint) - hätte ich jetzt eine Rente.
fax grüßt Euch alle

chaoti
15.01.2014, 19:30
Zitat Zitat von walkabout Beitrag anzeigen
-Daran, dass ich beim Anblick junger Erwachsener unweigerlich an Krabbelgruppen denke ;),
- daran, dass ich das Interesse an der Berufswelt mehr und mehr
verliere.
-An meinem subjektiv abnehmenden Wohlgefühl, an meinem Gesundheitszustand und an
meinem relativen Desinteresse die Zukunft betreffend.
-Am zunehmenden verschwinden neuer Wünsche.
-daran, dass ich dazu tendiere mein Leben zu rekapitulieren und zu bewerten.
-daran, dass ich beim Berühren meines Körpers die darunterliegende
Knochenstruktur visualisiere.
-daran, dass ich immer öfter inwendig eine gelassene Stille spüre

Das hast Du sehr treffend zusammengefasst, und ich kann es bis auf einen Satz unterschreiben.
((Ausnahme das mit der Knochenstruktur visualieren, ich visualisiere mehr die inneren Organe)

Und daran, dass kleine Erkrankungen, wie zur Zeit eine starke Erkältung mehr negative Vermutungen hervorbringen als
das früher der Fall war.
LG chaoti

Inaktiver User
16.01.2014, 11:29
Oftmals ertappe ich mich dabei, daß ich mich noch viel beweglicher "denke" als ich es in Wirklichkeit bin.
Aber woran ich es auf jeden Fall merke.... Ich höre wesentlich schlechter.
Aber ich denke mit fast 78 ist das OK:freches grinsen:

cupcake268
01.04.2014, 11:26
an meinem körper. er ist schneller und öfter müde und sieht auch leider so aus :freches grinsen:

ansonsten halte und fühle ich mich jung durch meine enkel und meine riesen familie. alltägliche probleme der heutigen generation und alle entwicklungen zb in der berufswelt bekomme ich tag täglich mit und muss mich mit hinen auch auseinander setzten.

dadurch fühle ich mich auch nicht ganz so alt :smirksmile:

Renate-Alice
01.04.2014, 18:46
dass ich fauler werde und kein schlechtes Gewissen habe :entspann:

:smile: Hihih DAS trifft es auch für mich!

frankeguben
01.04.2014, 19:06
An den Geburtstagen! ---- je mehr man davon hat, desto älter ist man. :schild genau:

Nicht mehr alles machen müssen, vor allem nicht so genau-so pingelig. :zwinker: :allesok:

Fyona
12.05.2014, 19:31
Ich habe einen wunderbaren, berührenden Text zum Thema "alt sein" gefunden:

Niemand wird alt, weil er eine Anzahl Jahre hinter sich gebracht hat; man wird alt, wenn man seinen Idealen Lebewohl gesagt hat.

Mit den Jahren runzelt die Haut, mit dem Verzicht auf Begeisterung aber runzelt die Seele.
Sorgen, Zweifel,Mangel an Selbstvertrauen, Angst und Hoffnungslosigkeit, das sind die langen, langen Jahre, die das Hauptzur Erde ziehen und den aufrechten Gang in den Staub beugen.

Ob siebzig oder siebzehn, im Herzen jedes Menschen wohnt die Sehnsucht nach dem Wunderbaren, das
erhebende Staunen beim Anblick der ewigen Sterne und der ewigen Gedanken und Dinge, das furchtlose Wagnis, die unerschütterliche Spannung, was der nächste Tag bringen werde, die ausgelassene Freude und Lebenslust.

Du bist so jung wie deine Zuversicht, so alt wie deine Zweifel, so jung wie deine Hoffnungen, so alt wie deine Verzagtheit.
So lange die Botschaft der Schönheit, Freude, Kühnheit, Größe, Macht von der Erde, den Menschen und dem Unendlichen dein Herz erreichen, so lange bist du jung.

Erst wenn die Flügel nach unten hängen und das Innere deines Herzens vom Schnee des Pessimismus und vom Eis des Zynismus bedeckt sind, dann bist du alt geworden.
Bleibt jung!

Albert Schweitzer

Inaktiver User
13.05.2014, 15:39
Ich merke mein Alter daran, dass fast jeder Infekt bei mir jetzt ein bisschen länger dauert und mich ein bisschen mehr schlaucht.

ilazumgeier
13.05.2014, 15:42
und ich daran, dass ich zu allem länger brauche.

Albert Schweitzer: schön wär's! Poesie-Album, auch wenn Wahres dran ist...

und, verdammt nochmal: ja, ich hätte lieber die optik von früher

positiv: ich fühle mich unbesiegbar

ilazumgeier
13.05.2014, 19:58
Platz 27 ist scheiße!:knatsch:

red_gillian
13.05.2014, 21:35
Platz 27 ist scheiße!:knatsch:

Kommt darauf an. Ich bin gerade mit Platz 447.488 recht zufrieden.

Könnte natürlich auch - je nach Blickwinkel - Altersmilde oder Altersträgheit sein. Beginnende.(!)

bluemelie
13.05.2014, 21:55
Meine Mutter war mit 69 eine alte Frau, ich fühle mich aber lange noch nicht so, natürlich!!! ist man des öfteren froh, wenn man morgends aufwacht, außer Kopfschmerzen, eigentlich alles OK. Über Krankheiten wollen wir nicht sprechen, wer hat die nicht in unserem Alter? Ich betreue in Berlin 5 ganz süße Mäuse als Kinderfrau und es tut mir gar nichts, aber auch nichts weh, singe sofort wenn ich meine Purzels im Arm habe, grantig bin ich, wenn ich mal zwei Tage zu Hause bin, dann merke ich auch, ich werde Alt, es ist aber auch alles Mist, was ich anfasse, kann nicht häkeln, diese Puzzlearbeiten waren noch nie mein Fall.
Ehrlich, das Alter macht sich doch schon bemerkbar, da wollen wir gar nichts schön reden, aber so lange man in Bewegung bleibt, ist alles GUT.

frankeguben
14.05.2014, 17:53
Eigentlich mag ich diese Frageformulierung nicht und wäre mehr für:
"Woran merkt ihr das Älterwerden".
Deshalb hatte ich ja schon mal vor Längerem eine witzige Bemerkung dazu gemacht. :schild ...uups:
Dieses ""dass ihr "alt" seid"" klingt schon so nach uralt für mich. :zwinker:
Älter werden ist ja nun ein unaufhaltsamer Prozess, den wir nicht aufhalten können sondern nur nach unserem Gusto gestalten. Einige Interessen aus "jüngeren" Jahren werden sich verändern, dafür treten Neue auf oder solche Interessen denen man noch gerecht werden kann aber langsamer und bedächtiger nachgeht.
Z.B.werden unsere täglichen Wanderwege etwas kürzer und nicht mehr so "schnell" absolviert.
Ein kleiner Witz muß aber trotzdem noch her: wenn ich früh im Bad in den Spiegel schaue dann frage ich die Frau, die dort "rausschaut", ob sie auch hier wohnt??? :erleuchtung: :schild genau:

chaoti
14.05.2014, 18:04
:lachen: :lachen: :lachen:
Ich werde in den nächsten Wochen 70 und ich war so bis vor einem halben bis Jahr der Meinung, ich sei noch jung, so fühlte ich mich. Aber ähnlich wie bei Kindern habe ich jetzt das Gefühl, das "Älterwerden" geht auch in Stufen vor sich. Eine ganze Zeitlang spürt man es nicht, plötzlich ein ziemlicher Schub, ich meine damit die Einschränkungen sowohl der körperlichen als auch der geistigen Beweglichkeit. Zwischendurch macht mich das schon nachdenklich. Dann gibt es aber auch Tage, wo alles wieder rosarot ist. Damit müssen wir "Ältere" oder auch "Alte" leben. Ich finde es so schade, dass das Wort Alte oder auch alt fast ein Schimpfwort geworden ist. Es sollte aufgewertet werden.

Zartbitter
14.05.2014, 18:13
Das *Älterwerden* beginnt eher.

Ich bin noch unter 60 und finde z B. das tägliche Ritual sich passabel herzurichten schon anstrengender. :peinlich:

Ebenfalls laufen die Alltagsaufgaben langsamer ab bei mir.

Die frühere Frische ist nur bei neuen Herausforderungen da...aus welchem Grund auch immer.

LG zb

Inaktiver User
15.05.2014, 08:26
Die frühere Frische ist nur bei neuen Herausforderungen da...aus welchem Grund auch immer.

LG zb

Das bleibt auch, glaube ich.
Jedenfalls so lange, wie man noch auf neue Herausforderungen reagieren kann.:smirksmile:

Fyona
15.05.2014, 22:05
:lachen: :lachen: :lachen:
Ich werde in den nächsten Wochen 70 und ich war so bis vor einem halben bis Jahr der Meinung, ich sei noch jung, so fühlte ich mich

Ich BIN gerade 70 geworden, eine Zahl, die schon beeindrucken kann :smile: !
Somit bin ich eigentlich alt, das ist Fakt, fühle mich natürlich nicht so, aber das geht jedem so, wie ich immer wieder merke!
Ich seh's auch philosophisch und bin gespannt, was das Leben für mich noch parat hält.
Ich denke nämlich seltsamerweise, obwohl das meiste doch schon für mich gelaufen ist, dass da immer noch einiges auf mich wartet und zwar Gutes.
Begründen kann ich das nicht, es ist eher ein Gefühl!
Das ist meine Bilanz, trotz allem, denn ich habe gerade in den letzten Jahren herbe Schicksalsschläge einstecken müssen.
Aber nach dem Tal der Tränen kam eine gewisse Akzeptanz, meistens jedenfalls.
Die tiefen Stimmungseinbrüche, die mich auf Grund meiner Lebenssituation ab und zu heimsuchen, muss ich ertragen, sie gehen immer wieder vorbei, das weiß ich mittlerweile.
Natürlich sah ich früher auch besser aus, aber immerhin kann ich mich noch im Spiegel ertragen und ich bin gottlob nicht mehr so kritisch mit meiner Optik wie in jungen Jahren :smirksmile: !

Meatloaf
16.05.2014, 00:24
Das *Älterwerden* beginnt eher.
Ja...schon mit der Geburt. :freches grinsen:


...Meine Mutter war mit 69 eine alte Frau, ich fühle mich aber lange noch nicht so...
So Aussagen finde ich ja immer wieder faszinierend.
Ich weiß nie, wie ich mich, in welchem Alter auch immer, fühlen soll? :wie?:
Kommt das vielleicht noch? :erleuchtung:

Keela
16.05.2014, 05:42
Ich weiß nie, wie ich mich, in welchem Alter auch immer, fühlen soll? :wie?:
Kommt das vielleicht noch? :erleuchtung:
Ne, Meatloaf, ich glaube das kommt nicht mehr. Ich bin so ganz innendrin immer nur ich - und eigentlich alterslos. Nur mit anderen Ansichten und Erfahrungen.
Und auch meiner Mutter ging es so. Sie erzählte mal von einer Begebenheit, als sie "mal eben" noch in die Stadt wollte. Eine Sache von früher 20 Minuten hin und zurück. Und dann mußte sie sich total abhetzten, um nach 30 Minuten wieder zuhause zu sein. Auch wunderte sie sich manchmal über die alte Frau, die sie im Spiegel anschaute. Innen fühlte sie sich altersunabhängig.
Das gehört zu den wertvollsten Begebenheiten mit meiner Mutter. Sie starb schon mit 67. Ich werde nun 55.
Gruß Keela

Fyona
18.05.2014, 13:03
Innen fühlte sie sich altersunabhängig.
Genau das sagt jeder, den ich kenne! Es liegt wohl daran, dass wir unseren Körper vorübergehend bewohnen und irgendwann wieder verlassen. Die Seele ist alterslos.


Sie starb schon mit 67.

Das kann ich nicht mehr erreichen, bin ja schon älter.
Ich kann aus eigener Anschauung nur sagen, weil ich täglich ein Pflegeheim aufsuche, dass das wirklich hohe Alter nicht immer erstrebenswert ist.
Denn irgendwann ist der Körper einfach verbraucht und das äußert sich in tausend Dingen. Das ganze System bricht zusammen.
Wer dann noch klar bei Verstand ist, fühlt sich alles andere als wohl dabei.
Ich möchte auf keinen Fall über 90 werden.

ilazumgeier
18.05.2014, 14:42
Ich möchte auf keinen Fall über 90 werden.

:ooooh: in meiner engeren Verwandtschaft sind ein paar 90+++ und sie sind tatsächlich nicht mehr so fit wie mit Ende 80; eine ist auch tatsächlich depressiv. Aber die anderen - ich bin fast versucht zu sagen: mitten im Leben! Doch, so wirken sie, so erlebe ich sie. Geistig klar, interessiert (an Politik, Zeitgeschehen, ihren Hobbys und Interessengebieten und über Mode weiß zumindest eine besser Bescheid als ich), körperlich beeinträchtigt, aber nicht wirklich schwer: Hörgerät, Schwindel. schlimmste Beeinträchtigung: nicht mehr selbst Auto fahren zu können und dadurch abhängig zu sein

frankeguben
18.05.2014, 15:49
Älter werden und doch nicht alt sein wollen?
Wenn, wie heute z.B.(mal kurz in den FS-garten geschaut) die Hits der 70ziger zu hören sind, dann juckts schon in den Beinen. Auf jedenfall wird mitgesummt und kurz der Rhytmus mit den Armen aufgenommen mit Bildern vor Augen, wie es mal war. Heute waren zufällig die Rubbets mit "Sugar Baby love" zu sehen + hören, immer noch toll die "Jungs".
Klar ist natürlich, dass man im Alter gern mal wieder in Erinnerungen schwelgt und dabei denkt, es könnte immer so weitergehen. Und dann denkst du wieder- he, du bist über 70, bleib auf dem "Teppich".
Den ganz alten Schlager - "Mit 17 hat man noch Träume...." ändere ich für mich ab - mit 70..... na und?
Ich habe immer meine Großmutter bewundert, die mit 70 meine, während des Studiums geb.Tochter, 3 Jahre betreut hat, eine absolute "Topleistung" und von mir noch heute große Achtung und Anerkennung.
Ich weiß nicht, ob ich mir das heute zutrauen würde aber wenn es sein muß, müßte man wahrscheinlich funktionieren.

Inaktiver User
18.05.2014, 15:56
mitten im Leben! Doch, so wirken sie, so erlebe ich sie. Geistig klar, interessiert (an Politik, Zeitgeschehen, ihren Hobbys und Interessengebieten

Wenn ich meine (deutlich älteren) Cousins sehe, kann ich oft nur staunen. Die sind teilweise mit Mitte/Ende siebzig noch topfit, machen Sport, sind geistig wach und interessiert….es macht richtig Spaß, das zu erleben.
Natürlich gibt es auch andere, die sich mehr hängen lassen. Aber ich denke, wenn man nicht ernsthaft krank ist, hat man es weitgehend in der Hand, wie man altert.

bertrande
18.05.2014, 16:37
Bei mir ist das ähnlich. Ich habe das Altern in meiner Verwandtschaft nicht als Schrecken erlebt, da waren, bis auf einen Großonkel (damals nannte man das noch "verkalkt", daran, dass ich diesen Ausdruck noch kenne, merke ich auch mein Alter), fast alle in hohem Alter noch geistig erstaunlich fit.

Ich fühle mich auch noch ziemlich fit, aber ich merke doch, dass ich älter geworden bin, wenn ich nicht mehr so lange wie früher voll konzentriert an einem Stück arbeiten kann, öfter eine Pause brauche oder auch manchmal einfach nach einer Stunde genug habe. Oder auch daran, dass ich nicht mehr so lange ununterbrochen lesen kann.

Und ich merke auch das Alter, wenn ich beim Lesen im Beziehungsforum immer öfter denke: "Kinder, werdet doch endlich mal erwachsen." :peinlich:

Inaktiver User
18.05.2014, 16:56
Und ich merke auch das Alter, wenn ich beim Lesen im Beziehungsforum immer öfter denke: "Kinder, werdet doch endlich mal erwachsen." :peinlich:
:freches grinsen:

Fyona
18.05.2014, 21:04
:ooooh: in meiner engeren Verwandtschaft sind ein paar 90+++ und sie sind tatsächlich nicht mehr so fit wie mit Ende 80; eine ist auch tatsächlich depressiv. Aber die anderen - ich bin fast versucht zu sagen: mitten im Leben! Doch, so wirken sie, so erlebe ich sie. Geistig klar, interessiert (an Politik, Zeitgeschehen, ihren Hobbys und Interessengebieten und über Mode weiß zumindest eine besser Bescheid als ich), körperlich beeinträchtigt, aber nicht wirklich schwer: Hörgerät, Schwindel. schlimmste Beeinträchtigung: nicht mehr selbst Auto fahren zu können und dadurch abhängig zu sein
Es stimmt schon, die Menschen altern sehr unterschiedlich und bis jetzt gehöre ich selber zu den innerlich flexibel und interessiert gebliebenen, was sich irgendwie auch aufs Äußere auswirkt.
Vor allem bin ich gesund.
Aber ich habe leider diejenigen, die ein solches Glück nicht haben, täglich vor Augen, und das ist sehr ernüchternd und ändert auch den Blickwinkel.
Vor allem, wenn Menschen quasi mit Gewalt nicht sterben dürfen.
Ich könnte mittlerweile ein Buch darüber schreiben.
Aber das ist eigentlich ein anderes Thema und passt nicht so recht hierher.

Renate-Alice
22.05.2014, 18:55
:jubel: .....ich bin endlich mal wieder NICHT die Älteste in der Runde!

frankeguben
23.05.2014, 11:37
@ Renate-Alice

Also ganz bestimmt nicht mit deinen ...Jahren.
Um mal mit den Worten meiner Schwiemu.(schon gest.) zu "sprechen", dann bist du eine ""jungsche Karotte"". :schild genau: :zwinker:

Inaktiver User
23.05.2014, 11:42
:jubel: .....ich bin endlich mal wieder NICHT die Älteste in der Runde!

Um auf den Strangtitel zurück zu kommen: Und daran merkst du jetzt, dass du "alt" bist? :smirksmile:

Fyona
29.05.2014, 13:29
:jubel: .....ich bin endlich mal wieder NICHT die Älteste in der Runde!
Bestimmt bin ICH die Älteste hier, für mich gibt es in der Bricom nicht mal mehr eine Rubrik, 69 ist die äußerste Grenze und ich bin letzten Monat sweet seventy geworden.
Na und?
Wird doch jeder, wenn er nicht vorher stirbt, auch wenn deutlich Jüngere es nicht wahrhaben wollen :smirksmile: !
Aber woran merke ich nun, dass ich alt werde?
Z.B. daran, dass ich seit zwei Jahren eine Lesebrille brauche, und das ärgert mich, weil ich vorhatte, ganz ohne eine solche "Krücke" durchs Leben gehen zu können.

ilazumgeier
29.05.2014, 13:44
Herzlichen Glückwunsch! Also zum 70-er. Ja, du hast recht. ich bin auch so alt, wie ich erst "irgendwann" einmal zu werden meinte. vor gefühlten anderthalb Jahren, real 20, 30, 40. Als eine 27-jährige schon steinalt war:lachen:

frankeguben
29.05.2014, 16:14
Bestimmt bin ICH die Älteste hier, für mich gibt es in der Bricom nicht mal mehr eine Rubrik, 69 ist die äußerste Grenze und ich bin letzten Monat sweet seventy geworden.
Na und?
Wird doch jeder, wenn er nicht vorher stirbt, auch wenn deutlich Jüngere es nicht wahrhaben wollen :smirksmile: !
Aber woran merke ich nun, dass ich alt werde?
Z.B. daran, dass ich seit zwei Jahren eine Lesebrille brauche, und das ärgert mich, weil ich vorhatte, ganz ohne eine solche "Krücke" durchs Leben gehen zu können.

Na dann auch von mir nachträglich Herzlichen Glückwunsch und damit ein herzliches Willkommen im Club. :geburtstag:
Mich kannst du aber trotzdem nicht mehr überholen, eile auf die siebzig + drei (in 4 Mon.) zu. :freches grinsen:
Ja, mit dem Altwerden muß man sich notgedrungen an so manche Veränderungen gewöhnen. Manches ist dann nicht nur mit einer Brille zu korrigieren, nein es mußten gleich neue Augenlinsen her um den richtigen "Durchblick" wieder zu bekommen. Und es entsteht so manches "Ersatzteil" im/am Körper zum Kauen und Hören.
Aber egal, wenn`s funktioniert, leben & lebenlassen sowie Kopf hoch und durch. :zwinker:

chaoti
30.05.2014, 22:08
O:ooooh:, da kann ich mich nur anschließen. Meine Augenärztin verschreibt mir keine neue Brille mehr, da eben diese OP wie bei Dir, frankeguben, bevorsteht, sie sie aber immer wieder hinausschiebt, um den günstigen Zeitpunkt zu erwischen. Aber morgens gleich nach dem Aufstehen kann ich die Zeitung noch nicht gut lesen.
Tja, seit letzten Montag habe ich auch diese "sweety seven" als Zehnerzahl, und die Nacht vor meinem Geburtstag war ganz schrecklich, so viel ging durch den Kopf, so dass ich die Feier mit nur 2 Stunden Schlaf durchstehen musste. Aber es ging, Freude und Freunde helfen oft, während zu viel Grübeln aus den Vorläufern der Falten keine Lachfalten macht.
Morgen steht nochmals eine große Feier vor mir, und eigentlich ist das gar nicht meines. Aber manchmal beugt man sich doch dem Druck der Familie, obwohl man sich geschworen hat, ab einem gewissen Alter nur noch das zu tun, wohinter man wirklich steht.
Lieben Gruß chaoti

Inaktiver User
31.05.2014, 08:10
Herzlichen Glückwunsch, Fyona und Chaoti! :blume:

frankeguben
31.05.2014, 18:22
O:ooooh:, da kann ich mich nur anschließen. Meine Augenärztin verschreibt mir keine neue Brille mehr, da eben diese OP wie bei Dir, frankeguben, bevorsteht, sie sie aber immer wieder hinausschiebt, um den günstigen Zeitpunkt zu erwischen. Aber morgens gleich nach dem Aufstehen kann ich die Zeitung noch nicht gut lesen.
Tja, seit letzten Montag habe ich auch diese "sweety seven" als Zehnerzahl, und die Nacht vor meinem Geburtstag war ganz schrecklich, so viel ging durch den Kopf, so dass ich die Feier mit nur 2 Stunden Schlaf durchstehen musste. Aber es ging, Freude und Freunde helfen oft, während zu viel Grübeln aus den Vorläufern der Falten keine Lachfalten macht.
Morgen steht nochmals eine große Feier vor mir, und eigentlich ist das gar nicht meines. Aber manchmal beugt man sich doch dem Druck der Familie, obwohl man sich geschworen hat, ab einem gewissen Alter nur noch das zu tun, wohinter man wirklich steht.
Lieben Gruß chaoti

:jubel: Herzlichen Glückwunsch auch von mir chaoti.

"Den günstigen Zeitpunkt abwarten...", sowas hab ich ja noch nie gehört.Keine neue Brille mehr ist genau solcher Quatsch, du mußt doch immer ein einigermaßen gutes Sehvermögen haben, das sich nicht extra noch verschlechtert(...tern soll).
Also ich zum A.-arzt, weiter zur Klinik, genauer Check und dann OP,so wars das 1.Mal(damals noch mit 1 Tag Kl.-aufenthalt), innerhalb von ca 3 Wochen.
Bei der 2. OP in einer ambulanten A.-klinik war vom Feststellen bis zur "Ausführung" nicht mal 1 Woche. Eine Wo. später Kontrolle und gleich noch sogenannte "Schwarzpunkte"(Nachwirkung von 1. OP) gelasert.
Da ich aber nur Linsen mit "festem Fokus" - mittlere Entfernung habe, sitze ich trotzdem noch mit Brille am PC und beim Lesen.

Gruß Bärbel :blumengabe:

Fyona
01.06.2014, 13:37
Hallo, ihr Lieben!
Danke für die vielen netten Glückwünsche und wir wollen uns einfach freuen, dass wir noch da sind, das geht ja nicht allen so!
Dass ich alt bin oder werde, um das Thema aufzugreifen, merke ich auch daran, dass sich eine bestimmte Stelle am Rücken immer wieder meldet, nicht sehr schlimm, aber lästig.
Die ist zwar mit konsequenter Gymnastik in den Griff zu kriegen, geht aber nicht wirklich weg, auch Akupunktur hilft nicht.
Der Körper nützt sich ab.
Dann habe ich noch was ganz Merkwürdiges, womit ich im Leben nie gerechnet habe!
Eine Schniefnase.
Ich muss mir in Abständen immer die Nase putzen, weil sie ohne Schnupfen läuft.
Es ist kein Schnodder wie bei einer Erklältung, sondern eine klare Flüssigkeit.
Die Ärzte sagen übereinstimmend, dass der Mechanismus, der das Nasensekret reguliert, nachgelassen hat, also glasklar eine Alterserscheinung, gegen die nichts zu machen ist.
Auch mit den Augen kann das passieren, die dann andauernd tränen.
Das sind zwar nur kleine Ärgernisse, die aber ganz schön irritieren!

neurosia
01.06.2014, 17:40
*seufz*

Ja, mit Schniefnase und Triefauge bin ich auch geschlagen. Besonders apart ist ja, dass mein Sauerstoffschlauch in der Nase das noch einen Zacken verschärft.

Der Grund für meine Triefaugen ist Trockenheit. Aber ich habe keine Lust mir dauerhaft Tropfen in die Augen zu träufeln, also nehme ich es hin, wie es ist.

chaoti
01.06.2014, 22:52
Nachträglich noch herzlichen Glückwunsch an Fyona und danke für Eure Gratulation.
Dies ist hier ein sehr informativer Strang. Dass die Augen Tränen, bei Trockenheit, wusste ich schon, ich muss deshalb regelmäßig Tränenflüssigkeit tropfen, da ich ab dem Zeitpunkt vor c.a 4 Jahren regelmäßig Augenentzündungen bekam wegen Augentrockenheit, wahrscheinlich von den Poren am Wimperkranz minimalkleine Absonderungen, die das verursachten.

Was ich nicht wusste, aber auch habe, Triefnase genau wie Fyona, tja tja, was alles kommt....
Es tut mir leid, lb. neurosia, dass das bei Dir durch den wohl lebensnotwendigen Sauerstoffschlauch noch verstärkt wird.
Alle guten Wünsche, Dir und allen hier!
LG chaoti

Henriette1
02.06.2014, 10:58
Dann habe ich noch was ganz Merkwürdiges, womit ich im Leben nie gerechnet habe!
Eine Schniefnase.
Ich muss mir in Abständen immer die Nase putzen, weil sie ohne Schnupfen läuft.
Es ist kein Schnodder wie bei einer Erklältung, sondern eine klare Flüssigkeit.
Die Ärzte sagen übereinstimmend, dass der Mechanismus, der das Nasensekret reguliert, nachgelassen hat, also glasklar eine Alterserscheinung, gegen die nichts zu machen ist.
Auch mit den Augen kann das passieren, die dann andauernd tränen.
Das sind zwar nur kleine Ärgernisse, die aber ganz schön irritieren!

Oh nee, oh nee, das Alter soll schuld sein!!! Und ich suchte immer nach "allergischen" Gründen und schaufelte fleißig Schüßlers Nr. 8 in mich hinein. Na denn.......................
Alter habe ich satt auf den Schultern und krauche damit nun schniefend auf die "wilden Achtziger" zu, bin schon fast am Ziel, da seid Ihr in meinen Augen alle noch ziemlich junge Deerns!
Henriette Bimmelbahn

ilazumgeier
02.06.2014, 16:42
ich bin Verlegerin des Jahres geworden! gratuliert mir bitte.

was immer ich heute in die Hand genommen habe, eine halbe Minute später war es unauffindbar: Fliegenklatsche (noch immer weg, auch die Ersatz, zwei sind abgebrochen (sollte man dem Hersteller um die Ohren hauen)), Händi (war da, wo es sein sollte, aber da sucht man doch nicht!), Tasche (stimmt, die hab ich an die Schranktür gehängt, als ich dasHändi gesucht hab, bevor ich dann mit Händi die Tasche suchen musste), Spülschwamm (Maschine kaputt, gerade benutzter Schwamm ist unauffindbar hinter der Schüssel zum Klarspülen), ja undsoweiter.
ich lass mich einweisen

Inaktiver User
02.06.2014, 17:52
Nachträglich auch von mir herzliche Glückwünsche den Siebzigerinnen! :geburtstag::geburtstag:



........... Als eine 27-jährige schon steinalt war:lachen:

Als ich vor Äonen im Ausland arbeitete, hatte ich eine 27jährige Vorgesetzte und wunderte mich darüber, dass die Männer sich noch nach der umdrehten :ooooh:

frankeguben
02.06.2014, 18:17
ich bin Verlegerin des Jahres geworden! gratuliert mir bitte.

ich lass mich einweisen

Na dann Glückwunsch zur "Wiederfindung" ila. :blumengabe:

Schau mal, da gibt es doch diesen Spruch:
"Wer Ordnung hält ist nur zu faul zum Suchen", es kann dir also keiner nachsagen, dasss du nicht fleißig bist.
Das Ganze ist doch noch lange kein Grund über diese gewisse Alz...... nachzudenken. :freches grinsen:
Mach dir einen schönen Abend.:entspann:

ilazumgeier
02.06.2014, 19:11
danke. ich gehör zu denen, die da fleißig werden:cool:

Inaktiver User
02.06.2014, 20:48
ich bin Verlegerin des Jahres geworden!
Meinen allerherzlichsten Glückwunsch!

ilazumgeier
02.06.2014, 20:52
:knatsch:

Keela
03.06.2014, 09:03
Henriette Bimmebahn - was für ein schöner Name!
Dann bin ich noch ein Teen in deinen Augen, erst Mitte 50. Aber ich merke auch schon, dass ich alt werde. Mein rechter BH-Träger rutscht nämlich immer. Das tat er früher nie, und ich konnte dieses Phänomen nur bei alten Frauen beobachten. So! und nun isses also soweit...

frankeguben
03.06.2014, 13:23
Hallo Keela,
das ist ja nun wirklich kein Grund über das Altwerden zu reden, du könntest ja glatt meine To.( auch 50+) sein. :freches grinsen:
Der BH-Träger rutscht nur, weil der rechte Arm doch immer stärker belastet ist durch meist das Tragen von Taschen auch über die r. Schulter und natürlich alle weiteren Arbeiten mit rechts.
Also Pessimismus weg und r.Schulterübungen (nach oben) und schon ist dieses Phänomen vergessen. :schild genau:

Fyona
03.06.2014, 19:27
Oh nee, oh nee, das Alter soll schuld sein!!! Und ich suchte immer nach "allergischen" Gründen und schaufelte fleißig Schüßlers Nr. 8 in mich hinein. Na denn.......................

Ja, Allergien sind das erste, was den Ärzten einfällt, wohl auch das Üblichste. Das wurde als erstes bei mir ausgeschlossen. Dann meinte ein Arzt an der Uniklinik noch, es könne Hirnflüssigkeit !!! sein, die ausläuft !!!
Auch sowas scheint vorzukommen! Was das dann für Konsequenzen hat, wollte ich gar nicht wissen.
Aber auch das wurde gottlob ausgeschlossen, es bleibt der nicht mehr richtig funktionierende Mechanismus für die Nasenfeuchtigkeit.
Aber es gibt Schlimmeres ...

Fyona
03.06.2014, 19:35
ich bin Verlegerin des Jahres geworden! gratuliert mir bitte.

Na dann gratulier ich auch :blume: !
Ich verlege andauernd meine Lesebrille oder aber, das Aas versteckt sich, weil es weiß, wie ich es hasse.
Aber mal ernsthaft, ein bisschen tüdelig, wie der Hamburger sagt, wird jeder mit den Jahren, das ist normal.

ilazumgeier
03.06.2014, 19:47
tüdelig? ICH nicht! ihr garantiert auch nicht, das ist Persönlichkeit!