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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eigener Stil



Tannay
11.03.2012, 07:36
Hallo, liebe Community!
Wie hat Euch der Beitrag "Eigener Stil" in Heft 6/2012 gefallen??? Mir hat er nicht gefallen, für meinen Geschmack war er zu dogmatisch und zu sehr auf teure Markenmode konzentriert. Ich werde versuchen, an ein paar Beispielen zu erklären, was ich meine:

- Die starke Betonung von Stilettos, die übrigens auch bei fast allen gezeichneten Figurinen aufscheinen, stört mich. Es gibt viele Frauen, die Stilettos nicht tragen können oder wollen, meint Brigitte, dass diese Frauen sich nicht stilvoll kleiden können?

- Es wird betont, dass guter Stil keine Frage des Geldes ist (fein!), Stilikonen, wichtige Klassiker (Pkt. 8), It-Bag, etc.. sind aber stark auf teure Markenmode konzentriert. Ich bin gerührt, dass das kleine Schwarze unter 1000€ kosten kann.

-Zu Pkt. 9 Dresscode war ich etwas verblüfft, dass "White tie" Smoking bedeuten soll, da der Smoking bekanntlich mit schwarzer Schleife getragen wird. Ich habe in der Wikepedia nachgesehen, hier das Ergebnis meiner Recherche:

Ein Smoking ist ein besonders eleganter Anzug und als solcher Teil der Abendgarderobe für Herren. Er wird auch als kleiner Gesellschaftsanzug bezeichnet (im Gegensatz zum Frack als großem Gesellschaftsanzug).

Die Bezeichnung ist aus dem Englischen entlehnt: "smoking-jacket" bezeichnete ursprünglich eine aus Samt gefertigte und ggf. mit Tressen verzierte Jacke. Die spätere Entwicklung des Begriffs ist deutsch und französisch[1] und in den deutsch- und französischsprachigen Ländern so wie in Italien gebräuchlich. Im britischen Englisch heißt der Smoking dinner jacket. In gedruckten Einladungen wird auf diesen Dresscode mit black tie beziehungsweise Cravate noire (für die zugehörige schwarze Fliege) hingewiesen. In den USA nennt man den Smoking und seine modernen Interpretationen Tuxedo (kurz Tux).
Bei "White tie" kommen die entsprechenden Erläuterungen zum Frack. Es ist mit klar, dass die wenigsten Frauen Einladungen mit dem Hinweis "White tie" erhalten, aber frau sollte, wenn sie sich für Mode interessiert, die Bezeichnungen richtig kennen.

-Unter Pkt. 14 war ich etwas erstaunt, dass die Brigitte-Modechefin behauptet, Perlenketten wirken immer tantig. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, z.B. Jackie Kennedy als "tantig" zu bezeichnen.

Was meint Ihr?????

Karla48
11.03.2012, 07:52
Also ich war auch enttäuscht von dem Artikel. Aber vielleicht bin ich auch schon zu alt, nicht mehr die Zielgruppe (Ü 50).

Die Brigitte sollte mal meine Perlenketten sehen, die ich selbst gestalte, sowas von untantig, sowas von einfach nur schön und musthave! "Tantig" !!! Ich war so sauer, als ich das gelesen habe!

Wenn man wenig Geld hat, muss man schon einiges selbst produzieren oder zumindest umstylen können, um "Stil" zu tragen. Und auch ansonsten einfallsreich sein und - wichtig! - Zeit haben nach Alternativen zu suchen (second hand kaufen usw). Ansonsten hat man den Schrank voller Billigklamotte, die eben häufig nach 2 Stunden tragen auch genau so aussieht. Gerade bei Kleidern, Jacken, Mänteln - seh ich "billig" auf hundert Meter Entfernung!

Man darf aber nicht vergessen, dass Brigitte ihren Anzeigenkunden gegenüber in der Pflicht ist. Brigitte kann uns schlecht sagen "Hey, das brauchst du alles gar nicht, Darling! Es geht einfacher, billiger, ideenreicher". :freches grinsen:

In dem Zusammenhang: Ich finde das Buch "Neues aus der Umkleidekabine" von Brenda Kinsel einfach klasse. (Stilberatung).

Stilettos zu kombinieren, ist der leichteste Weg. Mit tollen Heels kann man fast alles zum Hingucker stylen. Aber wie du sagst: Das ist nicht für alle geeignet. Längst nicht. Man denke nur an die vielen Mütter, die können unmöglich in Heels ihren Kids hinterherstöckeln. :smirksmile: Oder 11 Stunden Büro...na besten Dank. Andere Schuhe mitnehmen geht auch nicht, dann passt die Hosenlänge nicht mehr...usw.

White Tie ist Frack. :allesok:

Inaktiver User
11.03.2012, 13:45
Hallo,

für ein Kleines Schwarzes habe ich nie mehr als 100 Euro bezahlt und war damit immer gut angezogen. Und zum eigenen Stil führen mehrere Wege: das eigene Bauchgefühl und das Urteil von Freundinnen, die vor peinlichen Entgleisungen warnen (oder man trägt die Sachen trotzdem, muss sich aber nicht über Reaktionen wundern).

Pauschale Ratschläge wie der Tipp mit der Kette oder "die lila Strumpfhose ist jetzt angesagt" kann man in die berühmte Tonne kloppen.

Für solche Zeitschriften gebe ich kein Geld aus.

Mit besten Grüßen

Anaija

Inaktiver User
11.03.2012, 15:20
Auf dem Weg ( beinahe hätte ich Weh geschrieben..:smile:) hin zur Idee "eigener Stil" ist es sicher gut, sich die richtigen "Ratgeber" auszugucken.

Vielleicht muss man sich sogar vorher auch die richtige Lesart aneignen..

Bedenkt man die Widersprüchlichkeit und Schnelllebigkeit mancher modischen Ratschläge so kann man Ideen wie die, dass Perlenketten "tantig" wirken besser einordnen.

Es gibt immer ein Obwohl und ein Aber : möchte man eine Art stilistischen Ratgeber haben, der zudem SIMPEL und einleuchtend erklärt, braucht es dennoch ein Vorwissen : oder es ist so eine Art Zeitungshoroskop : eine kleine Unterhaltung.. oder etwas das man gar nicht mehr lesen mag..weil es eh völlig willkürlich ist..

eine Ansammlung von Allgemeinplätzen und "(Frauen-)Volksweisheiten

Kräht der Hahn auf dem Mist...Perlenkette ist was sie ist, hohe Schuhe verlängern die Beine, "Wertiges" wirkt "wertig", Qualität zahle sich aus, Brigitteleserin sollen hoch gebildet und gut verdienend um die ü40 sein.. etc:lachen:

Inaktiver User
11.03.2012, 17:20
Qualität muss nicht teuer sein. Auch ich würde mich freuen, wenn bezahlbar Mode gezeigt wird, die es auch überall zu kaufen gibt. Nehme ich eine Modezeitschrift und versuche die Artikel vor Ort zu kaufen habe ich Glück und mein Konto bleibt unangetastet - da ich die Sachen nicht bekomme. :freches grinsen:

Inaktiver User
11.03.2012, 20:02
Eigener Stil ist nicht von Trends oder aktuellen Modezeitschriften abhängig.

Mich interessieren überhaupt keine Trends oder Tips von Modedesignern.

Ich trage sehr gerne Röcke als Frau, bin kein Hosentyp, es sei denn, es ist sehr kalt.
Schmale lange Röcke mit Gehschlitz sieht man kaum noch, somit finde ich diese nicht in Shops sondern im Internet nach langer Suche.

Kurze Röcke mit geradem Schnitt finde ich in Geschäften schon eher.

Ich mag es klassisch elegant, Kostüm, Lederhandschuhe, eben Ladylike, beruflich trage ich Kostüm sowieso gerne, aber auch privat beim Ausgehen.

Jeans und Bollerjacke beim wandern oder Grillfest geht auch noch, aber niemals beim Stadtbummel oder Ausgehen - NOGO

Jeans mag ich überhaupt nicht, trägt jeder und was jeder jeden Tag trägt ist sowieso nicht mein Stil, weil zuviel Masse.

Auch trage ich mein Haar mit ü/40 noch recht lang und glatt, mir gefällt es und es ist mir schnippegal, was mein Friseur oder Freundinnen dazu sagen.

Eigener Stil heisst eigene Persönlichkeit und nicht jedem Trend hinterherlaufen.
Ich mag auch noch sogenannte Omis, die aber nicht wie Omis aussehen, sondern Mut zur Farbe haben in Kleidung und Haaren.

Den Satz....dafür zu alt....oder das trägt man aber nicht mehr in dem Alter....ist für mich nur lächerlich.
Denn viele trauen sich nur nicht, das Alltagsgrau mal abzulegen.

Lästern aber ab, bei den modisch mutigen Frauen und Männern, die es tun.

Inaktiver User
11.03.2012, 20:19
eigener Stil ist nicht von Trends oder aktuellen Modezeitschriften abhängig.

wenn der gefühlt eigene Stil eben kein modischer Stil ist, ist er nicht von der aktuellen Mode abhängig : das ist logisch.

Ich hingegen gehe noch weiter und behaupte: es gibt diesen "eigenen Stil " überhaupt gar nicht ODER man muss ihn jedem zuschreiben.

Höre bzw lese ich nämlich wie diese "eigenen Stile" beschrieben sind , sehe ich oft ein Bild, das durchaus ein Bild ist das anderen Beschreibungen sogar bis in kleinste Nuancen ähnelt..

Wir alle sind gar nicht so individuell in unserer Kleidung und unserem Stil : es gibt nur die wie ich finde etwas hochgeschwurbelte Idee der Singularität ..und des ganz "eigenen Stils".

Wir wünschen es uns : wir träumen davon in einer Masse doch etwas ganz eigenes zu sein : es durch Kleidung auch auszudrücken : unverwechselbar..ganz "man selbst". Ich denke aber, dass es nur eine Idee einer Selbsterfindung mit den Mitteln ist, die man eben auswählt.

Diese Auswahl ist aber selten so individuell wie viele zu glauben scheinen.

Inaktiver User
11.03.2012, 20:45
Ich finde es schon "individuell", wenn man sich modisch oder als Person aus der Masse hebt.

Was ist Ausstrahlung???
Karl Lagerfeld sagte dazu....wen jemand einen Raum betritt und alles andere neben ihm verschwindet und man nur noch diese Person wahrnimmt - sonst nichts.
Wenn das nicht individuell ist, weiß ich es nicht.

Alleine schon morgens im Zug, was trägt Masse - Jeans und schwarzes Oberteil, Jacke, Mantel, alles schwarz oder grau - Massendepression oder trag schwarz, da sieht man den Schmutz nicht.

Ich trage ab und an einen feuerroten Wollmantel mit rot-kariertem schottischen Wollschaal - vor zwei Wochen als es noch so kalt war. Auch mag ich grün und alle Schattierungen von Violett bis Lila.

Ich war der Farbtupfer beim Aussteigen am Bahnhof, die Leuchte im Dunkel.

Habe fast schwarzes Haar somit Wintertyp, mir stehen fast alle starken Farben zum Glück.

Grau in Grau ist grauenhaft.
Es ist nur sehr schwierig im Winter - Mode mit frischen oder starken Farben zu finden.
In Boutiquen wimmelt es von braun, grau und schwarz.

Warum? Weil das Wetter schlecht ist?
Mir bleibt es ein Rätsel, warum nur der Sommer farbenfroher sein sollte als der Winter.

Gerade in trister Jahreszeit lege ich auf Farben wert und komme sehr gut damit an.
Auch Kunden sagten mir schon, endlich eine Frau die Farbe trägt.

Auch in Modefragen, Trends gibt es nicht, man kann sie nur für sich selbst setzen.

Leider haben zu wenig Frauen Mut dazu, sie bleiben beim altbewährten - Dauerjeans und Kapuzenjacke -
finde ich sowas von bieder und spießig, sorry meine Meinung und langweilig obendrein.

Dabei könnten so viele Frauen viel mehr aus sich machen, attraktiver und lebensfroher wirken.
Aber auch Männer, denn Männer und Mode ist wieder ein Thema für sich. Kariertes Hemd und wieder die Jeans. Oh nein wie öde.

Inaktiver User
12.03.2012, 14:32
Mondnebel,

aber das was Du als Einerlei beschreibst ist doch nur das was Du siehst..

in London, Rom... Paris oder auch Berlin schaut es doch völlig anders aus und Dein roter Wollmantel wird garantiert niemandem Raum und Drumherum vergessen lassen.. wenn es nur ein Mantel nebst Accessoire wäre..Ja, die Ausstrahlung ist es..

Es gibt so viele gut, interessant, auffallend angezogene Frauen .. die ganzen Streetstylephotographien erzählen davon..

Individuell ist man immer : am besten sogar ohne Kleidung ..

Individueller ist man unter Graumänteln im roten Mantel vielleicht: es ist aber nur die Wahl eines roten Mantels mit buntem Schal.. bei näherer Betrachtung..die vielleicht ein Karl Lagerfeld anstreben würde, sähe man, dass auch Grau durchaus eine Farbe ist und es APARTES Grau in Grau gibt..Delikates Grau in Grau...individuelle Unterschiede der Grauen ;-)

Welche Accessoires?, welche Haltung ?, was ist es überhaupt was die Blicke anzieht ?

Es braucht nicht immer den Farbholzhammer.

ich behaupte : es ist das Gesamtbild und die Ausstrahlung---somit auch ein Mysterium..
wobei durchaus manches erlernbar ist --man es sich wie Vokabeln aneignen kann.

Und damit wäre man wieder beim erwähnten Artikel ..

und beim Mysterium der Ausstrahlung...

wildwusel
12.03.2012, 15:25
M.E. litt der Artikel an einer Variante des "sei-spontan!"-Problems. Niemand kann auf Befehl spontan sein, das ist ein Widerspruch in sich. Und niemand kann einen "eigenen" Stil entwickeln, indem er sich an einer Slideshow in einer Zeitschrift festhält. Selbst wenn einige Slides durchaus vernünftige Sachen sagen.

Ich fände es z.B. eher in meinem stilistischen Repertoire, eine typische Perlenkette zu tragen und dabei "vintage" oder eklektisch zu wirken, als in High Heels nicht auszusehen wie ein Kerl im Fummel. Und in fast keiner der gelisteten Marken würde ich mich auf die Straße trauen, da keine davon zu meinem Gesamtbild paßt. Lacoste und Ray Bean, du lieber Schlumpf, die Leute würden glauben, ich sein mein außerirdischer Klon. Und ein kleines Schwarzes, das so kurz ist, daß es an einer für mich guten Stelle des Beins aufhört, und trotzdem elegant statt provokativ wirkt, seh ich derzeit nicht in den Sternen.

Damit, daß sauteure Sachen gezeigt werden, habe ich eher kein Problem -- das sind ja die Orginale, von denen sich alle Preisklassen Kopien ziehen.

wildwusel
12.03.2012, 15:51
Karl Lagerfeld sagte dazu....wen jemand einen Raum betritt und alles andere neben ihm verschwindet und man nur noch diese Person wahrnimmt - sonst nichts.

Wenn das jeder macht, brummt dir der Kopf. Und selbst eine Mandarinente fällt in einem Schwarm von Mandarinenten nicht auf -- es war, glaube ich, Philipp II, der seinem Auftreten durch schwarze Kleidung das gewisse "etwas" unter den papagaienfarbenen Höflingen gab...

Diese Einzigartigkeitscheint mir mehr eine Funktion von Charisma (oder von Berühmtheit) zu sein, die sich auch in Kleidung niederschlägt, als eine Funktion von Kleidung. Sonst wäre ja jeder Zirkusclown eine Stilikone.

Und wenn jemand nicht hauptberuflich Trendsetter ist, hat er oder sie keine Verpflichtung, 38,5 Stunden die Woche "Mut" (oder Pflichtbewußtsein) zu zeigen und den Trend zu setten. Die meisten Menschen, die du morgens in der U-Bahn siehst, haben andere Probleme oder Prioritäten als den Trend, und handhaben ihr Leben und ihre Garderobe entsprechend. Die "graue Masse" die du siehst, enthält Leute in Jeans, Sneakers und Kapuzenjacken, die so ungewöhnlich sind, daß sich einem der Kopf drehen würde, wechselte man ein paar Worte mit ihnen, und die auffallend doch geschmackvolll picobello angezogene Dame dazwischen kann auf dem Weg vom Speckgürtel, wo sie wohlhabenden Mann, zwei Kinder und einen Hund hat, zu ihrem 400-Euro-Job unterwegs sein und den Hoi Polloi in der U-Bahn und seine unstete Lebensweise zutiefst verachten.

Andererseits sprichts nichts dagegen, eine spezifischen Form individuellen Ausdrucks (eben durch Kleidung) zu diskutieren. :lachen:

Und da sehe ich mehr Wert darin, sich selber treu zu sein als sich von der Masse abzuheben. Das Abheben kommt dann, oder nicht, aber man muß sich keinen Kopf darum machen, was "die Masse" tut. (Was sie will, natürlich.)

mirikwidi
12.03.2012, 16:25
Es gibt so viele gut, interessant, auffallend angezogene Frauen .. die ganzen Streetstylephotographien erzählen davon..
Wir wollen ehrlich sein, die Streetstylefotografen finden ihre besten Motive im Umfeld von Modeschauen und der ganz normale Streetstyle sieht doch eher so (http://www.brigitte.de/mode/streetstyle/streetstyle-hamburg-1058338/) aus - wogegen ja auch nichts zu sagen ist.

Was den Artikel betrifft kann ich nicht mitreden, aber Wildwusel sagt es ja schon, eigener Stil ist ja gerade das Gegenteil von Befolgen solcher Regeln aus Zeitschriften. Allerdings hat man sich womöglich vorher trotzdem lange mit Stilfragen beschäftigt, bevor man zu "seinem" Stil gekommen ist.

Inaktiver User
12.03.2012, 20:12
Kleidung alleine reicht nicht aus um - Ausstrahlung - zu haben, aber sie betont diese, wenn die Kleidung nicht der Masse entspricht.

Natürlich fällt auch eine kleine dickliche Person in feuerrotem Mantel im alltagsgrau der Masse auf.
Auf den ersten Blick, auf den zweiten wohl nicht mehr.

Dennoch mag ich Menschen, die eher zur rot (z.B.), als schwarz und grau greifen, dunkle Töne akzeptiere ich bei Trauerfeiern oder molligen, die etwas kaschieren wollen, obwohl auch mollige Farbspiel tragen können.

Menschen, die ständig in schwarz, grau und schlammfarben rumlaufen, erscheinen mit dauerdepressiv, denn man strahlt auch in der Kleidungsfarbe etwas aus, man wirkt immer, durch Stil und Farbzusammenstellung.

Lebensfrohe Menschen tragen in der Regel kein schwarz, dunkelblau und grau.
Im Banken- oder Vers.sektor sind diese Töne mittlerweile auch überholt.

Ich persönlich keine keine "grauen Mäuse", die eine mega Ausstrahlung haben - tut mir leid.

Charisma hat für mich schon was mit individuellem Kleidungsstil zu tun.
Vor allem gerade bei Männern.

Kariertes Hemd, Jeans in moonwash, beige Popelinejacke, oh graus, da seh ich kein zweites Mal hin,
Masse statt Klasse und meist sind diese Männer auch so, angepasst, langweilig, bequem.

Ein Mann, der "schick" aber leger, modisch und nicht mainstream gekleidet ist, gepflegt ist fällt mir da mehr ins Auge. Er gibt sich Mühe mit seinem Outfit, es ist ihm nicht egal wie er angezogen ist, mir gefällts.



Kleider machen Leute - dieser Spruch ist nicht von ungefähr.

Und falls jetzt der Spruch mit den inneren Werten kommt, die gibt es auch bei Menschen, die gut gekleidet sind und das zu jedem Anlass passend.

mirikwidi
12.03.2012, 20:35
Kleider machen Leute - dieser Spruch ist nicht von ungefähr.
Auch wenn ich im Zweifelsfall immer für ein interessantes und individuelles Erscheinungsbild plädiere: andererseits muss man auch akzeptieren, dass es Menschen gibt, die sich mit so etwas schwer tun. Ästhetik und Design sind doch - wie alles andere auch - immer zuerst eine Frage von Interesse, Präferenz und "Begabung". Man sollte durchaus akzeptieren, dass es Menschen gibt, die sich da unsicher fühlen oder sich nicht interessieren.

Sugarnova
13.03.2012, 00:37
Also ich war auch enttäuscht von dem Artikel. Aber vielleicht bin ich auch schon zu alt, nicht mehr die Zielgruppe (Ü 50).

Die Brigitte sollte mal meine Perlenketten sehen, die ich selbst gestalte, sowas von untantig, sowas von einfach nur schön und musthave! "Tantig" !!! Ich war so sauer, als ich das gelesen habe!

Wenn man wenig Geld hat, muss man schon einiges selbst produzieren oder zumindest umstylen können, um "Stil" zu tragen. Und auch ansonsten einfallsreich sein und - wichtig! - Zeit haben nach Alternativen zu suchen (second hand kaufen usw). Ansonsten hat man den Schrank voller Billigklamotte, die eben häufig nach 2 Stunden tragen auch genau so aussieht. Gerade bei Kleidern, Jacken, Mänteln - seh ich "billig" auf hundert Meter Entfernung!

Man darf aber nicht vergessen, dass Brigitte ihren Anzeigenkunden gegenüber in der Pflicht ist. Brigitte kann uns schlecht sagen "Hey, das brauchst du alles gar nicht, Darling! Es geht einfacher, billiger, ideenreicher". :freches grinsen:

In dem Zusammenhang: Ich finde das Buch "Neues aus der Umkleidekabine" von Brenda Kinsel einfach klasse. (Stilberatung).

Stilettos zu kombinieren, ist der leichteste Weg. Mit tollen Heels kann man fast alles zum Hingucker stylen. Aber wie du sagst: Das ist nicht für alle geeignet. Längst nicht. Man denke nur an die vielen Mütter, die können unmöglich in Heels ihren Kids hinterherstöckeln. :smirksmile: Oder 11 Stunden Büro...na besten Dank. Andere Schuhe mitnehmen geht auch nicht, dann passt die Hosenlänge nicht mehr...usw.

White Tie ist Frack. :allesok:


Du machst deine Ketten selbst? Cooool, wollte ich schon immer mal - aber wenn ich die Preise im Bastelshop für Plastikperlen sehe ...

Angenehm - es wurden keine Reality-TV-Sternchen als "Stilikonen" stilisiert. Oder zumindest hab ich davon nix gesehen.

Und ich denke schon, dass jede Frau sich mit gewissen festen Basics stilvoll kleiden KANN.

In meinem Kleiderschrank GIBT es übrigens gar keine Blue Jeans - und ca. 95 von 100 Frauen steht eine Jeans nicht wirklich. 5 haben ein Händchen dafür, welche Jeans es braucht, um einen Knackarsch zu machen.

Was mir fehlte - etwas WIRKLICH Neues. Ein paar nette Zitate raussuchen, fertsch - ist für mich keine Stilberatung.

Und über den Perlenkommentar musste ich auch grinsen - etwas Klassischeres als eine echte Perlenkette gibt es gar nicht. Ebenso wie Perlenohrringe.

wildwusel
13.03.2012, 14:07
Lebensfrohe Menschen tragen in der Regel kein schwarz, dunkelblau und grau.

Heh. Ich bin aber kein lebensfroher Mensch. Ich bin ein dunkler Wintertyp, der sich freut wenn's regnet. Und außerhalb von schwarz, anthrazit, dunkelrot und dunkelgrün sehe ich aus, als wäre die Beerdigung, zu der ich unterwegs bin, meine eigene. :freches grinsen: Jeansblau und andere gedeckte Sommertöne sind grenzwertig.


Im Banken- oder Vers.sektor sind diese Töne mittlerweile auch überholt.

Die meisten jüngeren Frauen in meiner Bank tragen Khaki. Ich bin nicht sicher, daß das eine Verbesserung ist. :lachen:


Ich persönlich keine keine "grauen Mäuse", die eine mega Ausstrahlung haben - tut mir leid.

Hm, wenn ich an Leute denke, wo alle ihre Bekannten übereinstimmen, daß die in einen Raum kommen als stiegen sie auf ein Podest... die eine trägt schwarz, dunkelgrau und Pink in einem stark Gudrun-Sjöden-inspirierten Stil, einer trägt von Kopf bis Fuß schwarz (hab ihn noch nie in was anderem gesehen), eine ist einssechzig in Schuhen und trägt ausgewaschene Jeans und graue Sweatshirts -- sie wirkt komplett durch ihr Gesicht und ihre Haltung. Keiner von denen *macht* mehr als durchschnittlich interessante Sachen.

Während die Leute, die hier nur kurz Zwischenstation machen, ehe sie wieder zum Affenhüten nach Borneo gehen, die Schauspielerin am Staatstheater, die Zimmerin auf Wanderschaft (wenn nicht in Kluft) -- die fallen einfach nicht auf. Niemand ist verpflichtet, Klavier zu spielen, um ein kultivierter Mensch zu sein, und niemand ist verpflichtet, der Idee eines anderen darüber, was sein Stil zu sein hat, zu folgen.

katelbach
13.03.2012, 18:12
@wildwusel

Komm jetzt nicht auf falsche Gedanken ... Ich muss Dich schon wieder loben. Tolles Post!
Ist mir selbst schon fast peinlich :freches grinsen:

Inaktiver User
13.03.2012, 21:32
Auch wenn ich im Zweifelsfall immer für ein interessantes und individuelles Erscheinungsbild plädiere: andererseits muss man auch akzeptieren, dass es Menschen gibt, die sich mit so etwas schwer tun. Ästhetik und Design sind doch - wie alles andere auch - immer zuerst eine Frage von Interesse, Präferenz und "Begabung". Man sollte durchaus akzeptieren, dass es Menschen gibt, die sich da unsicher fühlen oder sich nicht interessieren.

Da die Masse läuft ja so rum, wie Du es beschreibst.

Mal ehrlich, wann sieht man mal eine Frau im schicken Chanel oder überhaupt mit schickem Kostüm elegant durch die Straßen der Stadt wandeln? Eben selten, nur Jeans, Jeans und Jeans.

Und wenn ich mal wirklich eine solche Lady sehe, was selten vorkommt, denke ich wow, ein Blickfang, auch als Frau und mir fällt gleichzeitig auf, dass elegant gekleidete Frauen meist ü/40 überschritten haben.
Will sagen, diese haben ihren Stil gefunden.

Natürlich gibt es Leute, die auf Mode keinen Wert legen.
Mir gefällt es nunmal nicht, wenn Männer fast immer im gleichen Hemd rumlaufen, oder Frauen mit dicken Hintern in engen Jeans und kurzer Jeansjacke, welche das Hinterteil auch nochmal negativ betont.

Sorry, aber enge Jeans akzeptiere ich noch bei jung und knackig. Bei Frauen welche nicht mehr diese Figur haben und an entsprechenden Stellen Fettpölsterchen, würde ich NIEMALS zur Jeans raten, auch wenn sie weiter geschnitten ist, denn am Hinterteil sitzt sie in der Regel eng.

Diese Frauen sahen sich wohl noch nie von hinten. Naja...

Ich mag Mode und kleide mich sehr gerne schick und elegant, sportlich leger ist nicht mein Fall.
Auch mag ich jede Form der weiblichen Kleidung als Frau, weiche fließende Stoffe, Pastell, Spitzenapplikationen, schöne Schals, schillernde Ohrringe, Assecoires.

Als Frau kann man so kreativ mit seiner Kleidung sein.
Allein schon ein Grund, dass ich nie ein Mann sein wollte - Grüsse

katelbach
13.03.2012, 21:58
Menschen, die ständig in schwarz, grau und schlammfarben rumlaufen, erscheinen mir dauerdepressiv, denn man strahlt auch in der Kleidungsfarbe etwas aus, man wirkt immer, durch Stil und Farbzusammenstellung.

Du sagst es: Sie erscheinen Dir ... Subjektive Wahrnehmung.

Bei den meisten (warmen) Farben würde ich dauerdepressiv werden, müsste ich sie tragen, und dabei aussehen, wie nach längerer Zeit aus dem Grab geholt.



Lebensfrohe Menschen tragen in der Regel kein schwarz, dunkelblau und grau.


Ah ja.
Wo steht das geschrieben? Belege? Valide Daten?

Inaktiver User
13.03.2012, 22:06
Ach, Mondnebel, hast Du eigentlich auch noch für was anderes Zeit und Interesse, als Dich aufzubrezeln? Wen willst Du mit Deinem Chanelkostümchen beeindrucken? Ausstrahlung hat man oder man hat sie nicht. Da helfen auch keine schillernden Ohrhängerchen.

Und glaub mir, eine Frau mit Stil würde sich nicht anmaßen, so verallgemeinernd über Dicke und Ältere zu urteilen. Ich jedenfalls brauche Deinen Rat nicht wirklich.

Bae
13.03.2012, 22:15
Mal ehrlich, wann sieht man mal eine Frau im schicken Chanel oder überhaupt mit schickem Kostüm elegant durch die Straßen der Stadt wandeln? Eben selten, nur Jeans, Jeans und Jeans.

jetzt ist hierzulande wieder Uhren- und Schmuckmesse-Zeit, das heisst: viele elegante und sichtlich teuer gekleidete Leute. Da haben einige mehr Geld in Textilform am Leib, als ich in einem ganzen Jahr verdiene, von den Uhren gar nicht zu reden.

Da in der Hinsicht meine Alternativen sein müssten, will ich schickes Chanel oder will ich die nächsten drei Monate etwas zu essen und meine Miete bezahlen, optiere ich vorläufig für die Miete und den Magen. so wie mir dürfte es wohl den meisten Leuten gehen.

grüsse, barbara

Inaktiver User
13.03.2012, 22:50
Du sagst es: Sie erscheinen Dir ... Subjektive Wahrnehmung.

Bei den meisten (warmen) Farben würde ich dauerdepressiv werden, müsste ich sie tragen, und dabei aussehen, wie nach längerer Zeit aus dem Grab geholt.

Ah ja.
Wo steht das geschrieben? Belege? Valide Daten?

Schrieb ich, dass es "irgendwo geschrieben" steht?

Ich kenne keine lebensfrohen Menschen, welche täglich in schwarz und grau herumlaufen.
Da ich beruflich viel mit Menschen zu tun habe, als Kunden, sozusagen kenne ich diese Leute und kann es auch beurteilen. Darunter auch viele Boutiqueninhaberinnen, Farbe ohne Ende, höchstens mal dunkle Schuhe.

"Man zieht das an, was man anzieht" heisst ein Spruch: sprich dunkle Kleidung, das Dunkle.
Helle freundliche Kleidung, das Helle.

Mir scheint das plausibel.

Natürlich kann jeder in depressiven Farben gehen wie er möchte, mir persönlich gefällt es nicht, es wirkt zu trist, egal wie der Schnitt oder die Qualität ist, dunkel ist nunmal düster.

Inaktiver User
13.03.2012, 22:56
Ach, Mondnebel, hast Du eigentlich auch noch für was anderes Zeit und Interesse, als Dich aufzubrezeln? Wen willst Du mit Deinem Chanelkostümchen beeindrucken? Ausstrahlung hat man oder man hat sie nicht. Da helfen auch keine schillernden Ohrhängerchen.

Und glaub mir, eine Frau mit Stil würde sich nicht anmaßen, so verallgemeinernd über Dicke und Ältere zu urteilen. Ich jedenfalls brauche Deinen Rat nicht wirklich.

Das Thema hier ist nicht aufbrezeln - sondern - Eigener Stil.

Ich weiß garnicht auf aufbrezeln ist, ich trage Kostüme, wie die Masse jeden Tag die steife Jeans überzieht.
Für mich ganz normaler Alltag - mein Stil eben und fertig.

Ausstrahlung im Kartoffelsack? Kenn da leider niemand.

Wieso urteile ich über Ältere?? Wo steht denn das??
Oder meinst Du Frauen ü/40? Huch, wusst ich garnicht, dass diese schon zu den "älteren" gehören.
Außerdem war das Statement positiv.

Eine enge Jeans bei molligen Frauen ist unvorteilhaft, dazu stehe ich nach wie vor.

War selbst mal mollig und weiß somit wovon ich rede.

Inaktiver User
13.03.2012, 23:00
jetzt ist hierzulande wieder Uhren- und Schmuckmesse-Zeit, das heisst: viele elegante und sichtlich teuer gekleidete Leute. Da haben einige mehr Geld in Textilform am Leib, als ich in einem ganzen Jahr verdiene, von den Uhren gar nicht zu reden.

Da in der Hinsicht meine Alternativen sein müssten, will ich schickes Chanel oder will ich die nächsten drei Monate etwas zu essen und meine Miete bezahlen, optiere ich vorläufig für die Miete und den Magen. so wie mir dürfte es wohl den meisten Leuten gehen.

grüsse, barbara

Elegante stilvolle Kleidung hat nichts mit Geldbeutel zu tun, sondern mit Geschmack.
Eine gute Jeans kostet auch mal locker EUR 80,00 und ein Chanel muss nicht das Original sein.

Chanel und Kostüm kann nicht jede tragen - stimmt - Jeans aber auch nicht.

wildwusel
14.03.2012, 00:19
Ich frage mich ja, wieso Debatten über "eigenen" Stil immer darin abgleiten, was die Leute tragen "sollen" um "eigenen" Stil zu haben...

Es stimmt allerdings meiner Erfahrung nach, daß auffällige Kleidung (außer das von außen kommende Anforderungen schon im Vorfeld ablehnende Schwarz) durch die Aufmerksamkeit, die sich auf sich zieht, mit einer Bereitschaft getragen werden muß, sich der Aufmerksamkeit zu stellen (sonst ist sie nur noch peinlich). So entsteht eine optische Bereitschaft zum Dialog, die natürlich auf das Gegenüber bejahender wirkt als eine Tarnkleidung gegenseitigen Desinteresses.


"Man zieht das an, was man anzieht" heisst ein Spruch: sprich dunkle Kleidung, das Dunkle.

Tja, wenn einem Schwarz nun mal steht und bunt nicht, hat man die Wahl, entweder in Bunt trübsinnig auszusehen oder in Schwarz als trübsinnig aussehend wahrgenommen zu werden. Da kann man ja trübsinnig bei werden.... :lachen:

Um einen meiner Lieblingsautoren zu zitieren, über dessen Mangel an eigenem Stil nur selten geklagt wird: "Schwarz ist eine vernünftige Farbe. Sie paßt zu allem. Also, zu allem, was schwarz ist."

Inaktiver User
14.03.2012, 08:39
Ja, es ist auch schade, dass bei Diskussionen um Stil zu schnell mit dem Finger auf andere gezeigt wird.

Ich hörte aber gerade von jemandem (Mann) der sagte, dass dieses "Jeans, Jeans, Jeans" überhaupt gar nicht mehr wahr ist..

und zudem weiß ich, dass auch Chanel mit Jeans geht :lachen:.

So..z.B.

http://images1.chictopia.com/photos/McQueenGirl/6584416695/6584416695_400.jpg

:-))

DAS IST Chanel !

Wer natürlich immer doch bei Chanel nur an Kostümchen denkt, der assoziiert solches natürlich nicht.

Der denkt bei Dior auch nicht an Slimane, sondern vielleicht an alte Filme..

Mir wäre somit ein etwas differenzierter Blick ncht unrecht: diesen ziehe ich der Idee vor, einen GEFÜHLTEN ""eigenen Stils" diese ModezeitschriftenIDEE des ZeitgeistindivualismusMUST zu etwas hochzuschwurbeln, das es in den seltensten Fällen ist..

Ich erwähnte London, Paris..Berlin : aber nicht einmal dort ist "eigener Stil" eindeutig als etwas völlig singuläres auszumachen..

Eigener Stil ist vielleicht die große Kunst der Rest ist Kunstgewerbe und immer auch Epigone . gut gemacht ist aber genau das doch toll..

Wenige erfinden das Rad doch völlig neu ? Wozu auch ?

Und für etwas mehr Stil/Pepp/modisches Geschick ist sicher auch mancher Artikel in der Brigitte gut..

Bae
14.03.2012, 08:51
Elegante stilvolle Kleidung hat nichts mit Geldbeutel zu tun, sondern mit Geschmack.

nun ja... gutes Tuch kostet nach wie vor gutes Geld, egal in welcher Form es geschnitten und genäht wurde, das wird sich nicht so bald ändern. Wenn man noch Wert auf fair trade legt und bitte keine gentechnisch veränderte Baumwolle und soziale Verarbeitungsbedingungen, dann wird's gleich noch ein ganzes Stück schwieriger.

Wenn's am Budget fehlt fürs Designte, so muss als Alternative viel Zeit investiert werden, um passende Dinge zu finden mit angemessenem Preis-Leistungs-Verhältnis, Ausverkauf, Sonderangebote, Second Hand, Glücksgriffe... oder selbst nähen, um bei der Kreativität zu bleiben. Doch auch Stoffläden sind wahre Geldfresser.

Eleganz hat für mich durchaus einen grossen Zusammenhang mit Qualität, und die gibt's nicht gratis; ausserdem stelle ich an mir fest, die Ansprüche und Wünsche steigen deutlich schneller als das Budget:schild ...uups: und so muss die meiste Kreativität auf die Frage verwendet werden "worauf kann ich gerade jetzt noch verzichten?"

Ausserdem finde ich das Lagerfeld-Prinzip reichlich langweilig: sich für eine Uniform entscheiden und diese für den Rest des Lebens tragen... sogar wenn es die Lagerfeld-Uniform ist. Kriegt der nie einen Gähnanfall, wenn er sich im Spiegel sieht? Wo bleibt da die Vielfalt und die Variation und die Wandlungsfähigkeit? Spielt das Wetter eigentlich noch eine Rolle?

grüsse, barbara

Inaktiver User
14.03.2012, 09:00
Betrachtet man MODE und Zeitgeist, so erkennt man ja auch, dass es mehr gibt als "Eleganz und stilvolle Kleidung"..

sicherlich ist sogar manche herkömmliche Sicht völlig überholt..

Gerade deshalb mag ich Karl Lagerfeld, der mit manchem Engdenken aufräumt und auch mal provokativ sagt, dass er manche Begriffe für völlig veraltet hält..

so auch den der "Eleganz"...oder "damenhaft" etc..


Er sagt : "Eleganz hat ÜBERHAUPT GAR NICHTS mit MODE zu tun"

:lachen:

Ich möchte das unterschreiben, da Mode ja viel, viel mehr ist..es gibt Vivienne Westwood, es gibt die Punks der Mode..die Rock`nRoller..etc etc..


als Designer und Konsumenten..

und das ist auch gut so !!!!

Sicher darf jede Frau für sich eine etwas veraltete Form der "Eleganz" als Idee für ihre Art sich zu verkleiden wählen : ABER das bedeutet noch lange nicht, dass andere bei denen man nicht "Eleganz" assoziiert nicht stilvoll gekleidet sind..

Möglicherweise ist deren Stil sogar der modischer und in Modeolympgötterhausen sogar der akzeptiertere/anerkanntere..also worum geht es überhaupt?

_clementine_
14.03.2012, 09:11
Sorry, aber enge Jeans akzeptiere ich noch bei jung und knackig. Bei Frauen welche nicht mehr diese Figur haben und an entsprechenden Stellen Fettpölsterchen, würde ich NIEMALS zur Jeans raten, auch wenn sie weiter geschnitten ist, denn am Hinterteil sitzt sie in der Regel eng.

Und was macht alt und knackig? :zwinker:

Meine Erfahrung ist ganz anders - gerade an molligen Frauen sehen Jeans sehr gut aus, denn es ist ein fester Stoff der dem Körper "strafft" - will heißen (okay, nur meine Erfahrung) dass gerade, weiche, fließende Stoffe jede Delle an Po und Oberschenkel zart angeschmiedet betonen... und dass muss nun wirklich nicht sein. Dass man meine Cellulite sieht passiert mir nur bei Stoffhosen (Außnahmen weites Leinen - und das will ich nur im Sommer tragen) bei Jeans aber nicht.

Naja und was die Röhre zu jung und schlank: was bitte sieht an jungen, schlanken Mädels denn nicht gut aus?

Inaktiver User
14.03.2012, 09:17
Nur kurz das : also ich akzeptiere an anderen alles.. :-). Diese "Wer hat denn nun den besseren Geschmack?-Diskussion" ist doch etwas am Thema vorbei, denke ich..



Es könnte ja auch sein, dass schlechter Geschmack zum eigenen Stil gemacht wird : warum auch nicht ? ;-)

Hier noch zur Verdeutlichung was ich mit der Lagerfeld-Eleganz-Ausspruch-Sache meinte

http://4.bp.blogspot.com/_Laiq3ziTN7k/TSNuM7BkxeI/AAAAAAAACHw/rYs9NpLkZOQ/s1600/FrejaBehabaptisteChanel.jpg

Was ist das im Verhältnis zur Idee, das Kostim anstatt Jeans schon unglaublich "eigen" genannt werden müsste?

Die Frau in der Chanel-Reklame trägt Bikerstiefelchen zum Chanelkleid..

Wer dergleichen trägt mag auch das "eigener Stil" nennen, es ist aber das was das ALLER ANDERER auch ist : etwas das auch Vorbilder hat..

es basiert auf Vorbildern..Wissen um Mode...oder dem Gegenteil..

Inaktiver User
14.03.2012, 09:30
ich behaupte : es ist das Gesamtbild und die Ausstrahlung---somit auch ein Mysterium..
wobei durchaus manches erlernbar ist --man es sich wie Vokabeln aneignen kann.


So ist es. Und Ausstrahlung hat mit der Art, sich zu kleiden, sehr wenig zu tun.




Diese Einzigartigkeitscheint mir mehr eine Funktion von Charisma (oder von Berühmtheit) zu sein, die sich auch in Kleidung niederschlägt, als eine Funktion von Kleidung. Sonst wäre ja jeder Zirkusclown eine Stilikone.

Genau. Super Vergleich. :lachen:




Die meisten Menschen, die du morgens in der U-Bahn siehst, haben andere Probleme oder Prioritäten als den Trend, und handhaben ihr Leben und ihre Garderobe entsprechend. Die "graue Masse" die du siehst, enthält Leute in Jeans, Sneakers und Kapuzenjacken, die so ungewöhnlich sind, daß sich einem der Kopf drehen würde, wechselte man ein paar Worte mit ihnen, und die auffallend doch geschmackvolll picobello angezogene Dame dazwischen kann auf dem Weg vom Speckgürtel, wo sie wohlhabenden Mann, zwei Kinder und einen Hund hat, zu ihrem 400-Euro-Job unterwegs sein und den Hoi Polloi in der U-Bahn und seine unstete Lebensweise zutiefst verachten.

Ja.




Natürlich fällt auch eine kleine dickliche Person in feuerrotem Mantel im alltagsgrau der Masse auf.
Auf den ersten Blick, auf den zweiten wohl nicht mehr.

Hm ... diese Aussage zeigt mir, dass du gar nicht verstanden hast, was Ausstrahlung ausmacht.



Lebensfrohe Menschen tragen in der Regel kein schwarz, dunkelblau und grau.

Das ist schlichtweg Unsinn. :unterwerf:



Charisma hat für mich schon was mit individuellem Kleidungsstil zu tun.

Tja, für mich nicht. Und nun?




Und glaub mir, eine Frau mit Stil würde sich nicht anmaßen, so verallgemeinernd über Dicke und Ältere zu urteilen. Ich jedenfalls brauche Deinen Rat nicht wirklich.

Genau. Das ist jetzt wieder eine Frage des Stils.

Inaktiver User
14.03.2012, 10:10
Diskussionen wie diese, die sich darum ranken was denn nun Stil sei und diverse Definitionsversuche gibt es zuhauf..

interessanter finde ich die Frage, die zum Ausgangsthema zurück führt : Ist es nicht doch möglich, dass man in Maganzinen wie Brigitte durch Recherche von Moderedakteurinnen den ein oder anderen Zugewinn an interessanten Ideen möglich macht?

Meine Antwort lautet durchaus : ja, trotz aller Kritik an einzelnen Artikeln..

Diese anderen Diskussion um Stil, Eleganz, Ausstrahlung sind doch ein ganz anderes Paar Schuhe.. und hier bei Brigitte.de leider immer sehr ähnlich..


Ich finde es ermüdend, zu lesen, wenn nun gegeneinander angegangen werden sollte, wer denn nun Stil habe..es sei es durch Kleidung oder Art der Betrachtung anderer..

Darum geht es hier doch gar nicht : es ging der TE um etwas anderes.


Sie zeigte ihre Lesart des Artikels..

Ich las ihn gar nicht, frage mich aber, ob nicht jeder eine Frau, die heute GENAU wie Jacky Kennedy gekleidet wäre DOCH als tantig betrachten würde und selbst jede, die das Kopftuch wie Grace Kelly gebunden hat..

Diese Mythen, dass diese Ideen der Stilikonen von dereinst im Heute einfach zu adaptieren seien und flugs daraus "guter Stil" entstünde, stimmt ja auich gar nicht..


Davon erzählt ja Karl ;-)

eos-01
14.03.2012, 10:13
Ohne jetzt den ganzen Strang gelesen zu haben:




Menschen, die ständig in schwarz, grau und schlammfarben rumlaufen, erscheinen mit dauerdepressiv, denn man strahlt auch in der Kleidungsfarbe etwas aus, man wirkt immer, durch Stil und Farbzusammenstellung.

Lebensfrohe Menschen tragen in der Regel kein schwarz, dunkelblau und grau.
Im Banken- oder Vers.sektor sind diese Töne mittlerweile auch überholt.



Das ist schlicht und ergreifend Quatsch. Ich trage viel schwarz, grau, d-blau, violett. Würde ich beige tragen, rosa oder irgendeine dieser jetzt so angesagten Sorbetfarben würde ich ausschauen wie eine Wasserleiche. Ob mich das wirklich fröhlicher machen würde? Es wäre wohl eher so, dass mich jeder Blick in den Spiegel depressiv machen würde.




Ich kenne keine lebensfrohen Menschen, welche täglich in schwarz und grau herumlaufen.



Ich schon - jede Menge!


...und ein Chanel muss nicht das Original sein.


Ein Fake zu tragen erscheint mir jetzt nicht besonders stilvoll. :ooooh:

_clementine_
14.03.2012, 10:37
Mal angesehen vom Eingangsposting,

ich frage mich: kann man überhaupt einen "eigenen" Stil haben? Gerade heutzutage sind doch viele Stile in - man kann Röhre oder auch Schlaghose tragen, Jeans oder Stoff, Schnitte im Stil der 40er, 50er, 60er, 70er und 80er... eigentlich sind fast alle Farben "in"... wie trägt man also einen eigenen Stil?

Bedeutet dass auch nicht, dass man quasi nie etwas anders tragen darf? Mal angesehen von den Jahreszeiten und Wetterbedingungen natürlich? Darf eine Userin, die dunkle Farben als depressiv wahrnimmt denn dann kein schwarz tragen weil es für sie nicht ihr Stil wäre?

Ich sinniere darüber gerade - ich selbst habe keinen eigenen Stil. Geb ich ganz offen zu. D.h. ich habe keine Modedogmen für mich, nach denen ich mich kleide. Klar, ich schaue dass es zu meiner Figur passt und mir gefällt, aber nur weil man mollig ist bsw. kann ich doch nicht mein ganzes Leben lang nur 2/3 Schnitte und "streckende" Farben tragen. Und was ist wenn mein Herz an Querstreifen hängt, die aber dick machen oder ich als Wintertyp keine - was weiß ich -Flamingofarbe tragen soll, diese mir aber am allerbesten von allen Farben gefällt?

Es gibt übrigens tatsächlich einige Modelelemente die meine Freunde als typisch _clementine_ ansehen. Aber dass sind Dinge (ich nehme jetzt mal wahhlos was raus, bsw. Pünktchen) die auch ein Teil meiner Freundinnen tragen. Sind dass dann nicht eher Sachen die sich einfach nach dem eigenen Geschmack richten? Und hat die Mitteleuropäische Fraue, die meist Sommer- oder Wintertyp ist und dadurch bedingt nur eine bestimmte Farbpalette tragen soll denn dann überhaupt so wahnsinnig viel Möglichkeiten sich "individuell" anzuziehen? Was ist also ein eigener Stil?

Rowellan
14.03.2012, 10:38
Betrachtet man MODE und Zeitgeist, so erkennt man ja auch, dass es mehr gibt als "Eleganz und stilvolle Kleidung"..

sicherlich ist sogar manche herkömmliche Sicht völlig überholt..

Gerade deshalb mag ich Karl Lagerfeld, der mit manchem Engdenken aufräumt und auch mal provokativ sagt, dass er manche Begriffe für völlig veraltet hält..

so auch den der "Eleganz"...oder "damenhaft" etc..


Er sagt : "Eleganz hat ÜBERHAUPT GAR NICHTS mit MODE zu tun"

:lachen:

Ich möchte das unterschreiben, da Mode ja viel, viel mehr ist..es gibt Vivienne Westwood, es gibt die Punks der Mode..die Rock`nRoller..etc etc..


als Designer und Konsumenten..

und das ist auch gut so !!!!

Sicher darf jede Frau für sich eine etwas veraltete Form der "Eleganz" als Idee für ihre Art sich zu verkleiden wählen : ABER das bedeutet noch lange nicht, dass andere bei denen man nicht "Eleganz" assoziiert nicht stilvoll gekleidet sind..

Möglicherweise ist deren Stil sogar der modischer und in Modeolympgötterhausen sogar der akzeptiertere/anerkanntere..also worum geht es überhaupt?
Das möchte ich einfach noch mal zitieren - einfach, weil es so wahr ist.

Ich habe das Gefühl, daß im Verlauf der Diskussion mal wieder "Stil" mit "Eleganz" (was immer das auch für die jeweilige Posterin sein mag) gleichgesetzt wird.
Sehe ich nicht so.

Ein eigener "Stil" ist eine Art sich zu kleiden (nehmen wir mal noch Frisur und Make-up dazu), der zu der betreffenden Person passt, ihre Schokoladenseiten betont, sie strahlen lässt... und dieser Stil kann von "Eleganz" lichtjahreweit entfernt sein.

Aus mir z.B. wird in diesem Leben keine Dame mehr und im Chanel-Kostümchen mit Pumps käme ich mir ja sowas von verkleidet vor, grauenhaft. Trotzdem behaupte ich mal, inzwischen meinen Stil gefunden zu haben, zu wissen, welche Schnitte und Farben mir stehen (was nicht heißt, das nicht auch mal ein nicht geglücktes Experiment dazwischen ist) - und der ist meistens ziemlich abwechslungsreich.

Inaktiver User
14.03.2012, 10:51
Stimmt.

Stil, Eleganz und Charisma sind erstmal drei Dinge, die nichts miteinander zu tun haben müssen.

"Eleganz" ist nur ein Stil, Charisma hat man oder hat man nicht - auch nackt.

Inaktiver User
14.03.2012, 11:51
Im Grunde geht es hier um zwei Interpretationen des Begriffes "Stil".

Zum einen geht es um einen bestimmten Modestil (sportlich, klassisch, mädchenhaft...). Da sucht sich jede Frau ihre Vorlieben heraus. Das ist dann ihr persönlicher Stil.

Zum anderen hat der Begriff Stil eine positive Bedeutung in Richtung elegant. Eine "Frau mit Stil" ist geschmackvoll in Richtung elegant, edel, hochwertig.... gekleidet.

Deshalb habe ich den Eindruck, dass hier aneinander vorbei diskutiert wird.

Inaktiver User
14.03.2012, 13:02
Zum anderen hat der Begriff Stil eine positive Bedeutung in Richtung elegant. Eine "Frau mit Stil" ist geschmackvoll in Richtung elegant, edel, hochwertig.... gekleidet.

Hm .. .sehe ich nicht so.

Karl Lagerfeld hat m.M.n. auch Stil, aber elegant finde ich ihn nicht. Hochwertig vermutlich, aber auch nicht edel.

wildwusel
14.03.2012, 14:27
nun ja... gutes Tuch kostet nach wie vor gutes Geld, egal in welcher Form es geschnitten und genäht wurde, das wird sich nicht so bald ändern. Wenn man noch Wert auf fair trade legt und bitte keine gentechnisch veränderte Baumwolle und soziale Verarbeitungsbedingungen, dann wird's gleich noch ein ganzes Stück schwieriger.

Die begabten und eifrigen Normalgrößenträgerinnen kriegen Stil auch mit Teilen vom Second-Hand-Laden oder vom Flohmarkt hin -- und solche Sachen zwingen zu Stilbrüchen und dazu, sich Gedenken zu machen, wie man das Sammelsurium zu einem personalisierten Ganzen formt.

Eine sinnvolle Übung, wenn man denn üben will.


gerade an molligen Frauen sehen Jeans sehr gut aus, denn es ist ein fester Stoff der dem Körper "strafft"

Seh ich auch so. In stabilen Jeans (ohne Elasthan!) schwabbelt nichts mehr, da zeichnet sich nichts ab, alles ist da, wo es hingehört. Wenn ich Stoffhosen so eng tragen würde wie Jeans wäre das geradezu unanständig -- Stoffhosen nehme ich eine Nummer größer.

Außerdem gehören zu meinem Stil Sätze wie "Trage nie Schuhe, in denen du nicht davonlaufen kannst", und daß man nie seine besten Hosen anziehen soll, wenn man für Freiheit und Wahrheit kämpft (oder sich auch nur eine Gelegenheit ergeben könnte, am Weiher auf dem Boden herumzulungern und um Mitternacht in den botanischen Garten einzubrechen, weil dann die Blumen am schönsten duften).



frage mich aber, ob nicht jeder eine Frau, die heute GENAU wie Jacky Kennedy gekleidet wäre DOCH als tantig betrachten würde und selbst jede, die das Kopftuch wie Grace Kelly gebunden hat..

Das führt, denke ich, ziemlich zum Kern der Stildebatte. Es gibt Sachen, mit denen ist es leicht, angemessen gekleidet auszusehen. Es gibt Sachen, mit denen ist es leicht, gut gekleidet auszugehen. Nicht für alle Frauen die gleichen, aber es gibt sie. Und es gibt Sachen, wie Grace Kellys Kopftuch und Jacky Kennedys Perlen im Jahre 2012, da gibt es keine Mitte, kein "akzeptabel" oder "gut gekleidet". Da gibt es "autsch" und "wow". Und der Unterschied zwischen den beiden ist Stil. (Und eine reichlich Dosis "Auge des Betrachters".)

Ich achte in Filmen und Fernsehserien schon immer sehr darauf, was die Leute tragen, und was damit dargestellt wird. Auf der Bühne oder vor der Kamera findet Stil umgekehrt statt, die Person, ihre Natur, ihr aktueller emotionaler Zustand und ihr Status im Leben wird durch Kleidung beschrieben. Die Charaktere können nicht anders, als Stil zu haben, weil alles, was sie tragen, eine Aussage über sie trifft, die wahr ist.

EvaFee
14.03.2012, 16:35
Und wenn ich mal wirklich eine solche Lady sehe, was selten vorkommt, denke ich wow, ein Blickfang, auch als Frau und mir fällt gleichzeitig auf, dass elegant gekleidete Frauen meist ü/40 überschritten haben.
Will sagen, diese haben ihren Stil gefunden.

das wundert mich jetzt nicht, denn "Lady" und "elegant gekleidet" klingt für mich auch eher nach älterer Frau, ich hätte sogar auf Ü60 getippt. Für mich wäre das absolut schrecklich, würde mir jemand attestieren, ich sei elegant, ladyhaft gekleidet.

Und möchtest Du wirklich, dass alle Frauen rote Mäntel tragen? Ich stelle mir das sehr laut, schreiend vor und das brauche ich früh um 5.30 an der S-Bahn echt nicht. Ich selbst habe ja einen Neon-pinken Frühlings-/Sommer-Trench mit Rüschenkante, aber auch da muss ich in der Stimmung sein. Hier schrieb jemand so treffend, man muss dann kommunikativer sein und das bin ich nicht immer. Oft will ich einfach nur meine Ruhe im Zug.

Inaktiver User
14.03.2012, 17:32
Das führt, denke ich, ziemlich zum Kern der Stildebatte

ja, denke ich auch...:smile:

Betrachte ich, dass anscheinend sogar für "die elegante Dame in Deutschland" der Begriff Lady benutzt wird, frage ich mich warum wozu weshalb ?


Dazu noch einmal Karl Lagerfeld ( natürlich provokativ wie von ihm gewohnt) :

"Damenhaft ist ein Ausdruck von verkrampfter, unnatürlicher Anständigkeit, die sich für Eleganz hält"

Die heutigen Modemacher demonstrieren es anders : Slimane für Dior oder jetzt YSL ...Lagerfeld, der junge Leute zum euphorischen Jubeln bringt..

all das ist MODE...das ist Bewegung und das ist das Gegenteil mancher wirklich völlig überholten Ideen von der Eleganz einer Grace Kelly, A. Hepburn, Jacky Kennedy: HEUTe ist HEUTE..

und wie Lagerfeld sagte ist manche Idee von Eleganz Krampf...

und wer immer noch so retroromatisch nicht wahrnimmt was im Heute sonst auch interessant und STILVOLL ist, der hat vieles einfach verschlafen..

der zuckt sicher zusammen, wenn Karl Lagerfeld sagt, dass er auch H&M trägt und damit die Idee von " es muss feinster Zwirn sein" in Frage stellt..

NEIN, es muss nicht einmal edles Tuch sein. Es ist einfacher und komplizierter..:smile:

Aber im Prinzip so wie Coco..


Chanel es ja schon andeutete als sie KÜNSTLICHE Perlen hernahm.. haufenweise künstlicher Perlen.. ;-)

Bae
14.03.2012, 21:02
Das Stichwort "Dame" klingt für mich durchwegs positiv. und ja, eine Dame kann frau wohl erst ab einem gewissen Alter sein - so ab vierzig fängt das wohl langsam an zu funktionieren.

zum Stichwort "gutes Tuch": gutes Tuch, gute Verarbeitung hält einfach länger und bleibt länger schön. Ich find's im Moment je länger je grauslicher, nicht nur in Kleidung sondern generell (Elektronik, Möbel...), dass die Lebensdauer von Alltagsgegenständen nicht sehr lange ist und ständig Zeugs nachgekauft werden muss. Ich würde am liebsten jedes Ding genau einmal im Leben kaufen und es dann für den Rest des Lebens benutzen, und das gesparte Geld für andere schöne Sachen zur Seite legen, von denen ich auch nur eins im Leben kaufen muss, anstatt SCHON WIEDER den Nachfolger für die Lieblingshose zu suchen.

mal ein Fähnchen vom Billiganbieter, warum nicht, aber ich finde diese Erfahrung je länger je frustrierender. Die wenigen Glücksfälle, wo es dann doch lange hält und schön bleibt, wiegen den vielen Frust nicht auf für mich.

Stil ist für mich Ausdruck der Persönlichkeit, oder auch von verschiedenen Persönlichkeitsfacetten - manchmal will die Dame mit Kleid ausgeführt werden, manchmal die Soldatin im Kampfanzug und schweren Stiefeln (für Arschtritte falls nötig), manchmal die Sekretärin, manchmal die Sexbombe, machmal das fräulein rottenmeier in mir, und glücklicherweise ist die Lehrerin kleidungsmässig sehr frei und kann sich recht viel erlauben.

grüsse, barbara

Inaktiver User
14.03.2012, 21:14
Wenn Jeans für eine mollige Person (Mann wie Frau gleichermaßen) vorteilhaft sein sollte,
frage ich mich, warum die Jeanswerbung noch nicht darauf gekommen ist.

Jeans waren ursprünglich Arbeitshosen und sie sind es für mich noch heute.
Ich mag den Stoff nicht, auch wenn mit "edel" oder sonstigen Marken angepreist wird.

Natürlich ist es jedem selbst überlassen dunkle Farben bei der
Kleiderauswahl zu favorisieren. Dennoch ändert es nicht die Tatsache, dass dunkel eben trist und
finster wirkt. Niemand wird wohl das Gegenteil behaupten, es sei denn man ist farbenblind.

Frischer und freundlicher wirken nunmal helle Farbtöne.

Eigener Stil ist nicht Massen-Stil, denn diesen gibt es auch.

Der Massen-Stil ist die vielzitierte Jeans, Bollerjacke, Turnschuh so weit das Auge reicht.
Ein - eigener, individueller Stil - ist Menschen vorbehalten, die aus der Masse modisch herausstechen, unabhängig, ob sie Chanel oder im giftgrünen Overall mit lilafarbenen Schuhen herumlaufen.

Die Qualität spielt dabei noch eine untergeordnete Rolle, die Originalität macht Individualität aus.

Sie unterwerfen sich nicht modisch dem Mainstream, egal ob diese Person damit auffallen möchte oder nicht.

Das Ausstrahlung und Charimsa unabhängig vom Outfit sind ist leider ein Trugschluss, welche sich "unscheinbare" Leute gerne bedienen, weil sie glauben auch in Schlabberlook Aufmerksamkeit erregen zu können.

Einem Redner am Pult wird mehr Aufmerksamkeit im "Anzug" geschenkt, als ein Redner in T-Shirt, Jeans und Tretern. (Diesen Test gab es wirklich)
Ein Mann im Anzug wirkt auf den ersten Blick "seriöser" als der locker-flockige Jeanstyp.

Warum wirken Uniformen??? Ich mag zum Beispiel die Uniform eines Flugkapitäns.

Welche ältere Klientel auf der Bank wird einem "Berater im Punkstil" eine kompetente Beratung zumuten?

Eben, der Spruch: Kleider machten Leute wirkt in vielen Bereichen des Lebens.
Er gehört zum ersten Eindruck, den man von einer fremden Person wahrnimmt.

Und geschmackvolle Kleidung hat nichts mit Geldbeutel, sondern eben Stil zu tun.
Selbst wenn man Kleidergutscheine erhält kann man wählen, zwischen Jeans, T-Shirt und Kapuzenjacke oder Stoffhose, weiße Bluse und Blazer, auch in Billigläden.

Und Chanel in Kopie finde ich nicht tragisch, sofern mir das Kostüm gut passt und mir die Farbe steht.
Mit Chanel meinte ich sowieso eher den Schnitt eines Kostüms.

MarlenB
14.03.2012, 21:23
Für mich ist eigener Stil nicht von Modetrends abhängig. Ich trage grundsätzlich das was mir gefällt und mir steht.

Klar ist es manchmal ganz schön schwierig etwas zu finden, was ich mir vorstelle, weil in jeder Modesaison meist in allen Läden nur das verkauft wird, was gerade up-to-date ist. Möchte ich zum Beispiel einen langen Blazer kaufen, wenn gerade kurze angesagt sind, muss ich halt lange suchen, u.U. eben im Internet oder im Second-Hand Laden. Ebenso ist es mit den Farben. Möchte ich was in Blautönen und es ist gerade Rot-Schwarz angesagt, habe ich ein Problem. Ab und zu habe ich mir auch schon etwas nähen lassen, weil ich nicht das gefunden hatte, was ich suchte.

Nie würde ich auf andere hören, wenn sie sagen, dass mir etwas nicht steht, was mir gefällt.
Ich muss mich wohlfühlen, in dem was ich trage und lasse mich daher weder von Modetrends, noch anderen Personen beeinflussen. Über Kleidung und Frisur entscheide ich ganz allein. Sie sind Ausdruck meiner Persönlichkeit. Das nenne ich eigenen Stil.

MarlenB
14.03.2012, 21:51
Elegante stilvolle Kleidung hat nichts mit Geldbeutel zu tun, sondern mit Geschmack.


Da muss ich zustimmen :allesok:
Habe Bekannte von mir schon in super teuren Designerklamotten gesehen, die ich geschenkt nicht angezogen hätte. Auch was in manchen Boutiquen im Schaufenster zu sehen ist, animiert mich eher zur Flucht statt zum Kauf. :lachen:

MarlenB
14.03.2012, 22:08
nun ja... gutes Tuch kostet nach wie vor gutes Geld, egal in welcher Form es geschnitten und genäht wurde, das wird sich nicht so bald ändern. Wenn man noch Wert auf fair trade legt und bitte keine gentechnisch veränderte Baumwolle und soziale Verarbeitungsbedingungen, dann wird's gleich noch ein ganzes Stück schwieriger.

Wenn's am Budget fehlt fürs Designte, so muss als Alternative viel Zeit investiert werden, um passende Dinge zu finden mit angemessenem Preis-Leistungs-Verhältnis, Ausverkauf, Sonderangebote, Second Hand, Glücksgriffe... oder selbst nähen, um bei der Kreativität zu bleiben. Doch auch Stoffläden sind wahre Geldfresser.



Dieses Problem habe ich bisher so gelöst, dass ich mir lieber ein schönes klassisches Teil kaufe, zum Beispiel einen qualitativ hochwertigen Pullover, statt dafür drei andere, die zwar billiger,- aber von der Qualität nicht so gut sind.

Bae
14.03.2012, 22:34
Dieses Problem habe ich bisher so gelöst, dass ich mir lieber ein schönes klassisches Teil kaufe, zum Beispiel einen qualitativ hochwertigen Pullover, statt dafür drei andere, die zwar billiger,- aber von der Qualität nicht so gut sind.

ja, durchaus. Aber eben: das Teuerste zu kaufen ist sicher keine Garantie dafür, dass es gut aussieht und zur Person passt, aber billig ist und bleibt eben billig, in jeder Hinsicht. Ganz ausschalten lässt sich der Aspekt des Geldbeutels nicht aus dem Thema. Ausserdem kommt dazu, eine gewisse Auswahl ist notwendig um nicht jeden Tag die gleichen Kleider tragen zu müssen - also heisst die Rechnung des öftern bei mir "ein hochwertiges langfristiges Stück und zwei günstige soso-lala-geht-grad-durch-bis-auf-weiteres", bis erst mal die hochwertige Basis vollständig geschaffen ist. Und das braucht mehr Zeit und Geld und Geduld, als ich gedacht habe.

grüsse, brbara

katelbach
14.03.2012, 23:18
Ich mag den Stoff nicht, auch wenn mit "edel" oder sonstigen Marken angepreist wird.


... angepriesen.



Natürlich ist es jedem selbst überlassen dunkle Farben bei der
Kleiderauswahl zu favorisieren. Dennoch ändert es nicht die Tatsache, dass dunkel eben trist und
finster wirkt. Niemand wird wohl das Gegenteil behaupten, es sei denn man ist farbenblind.

Frischer und freundlicher wirken nunmal helle Farbtöne.


Was ist mit den Menschen, die in Schwarz strahlen und phantastisch aussehen?




Ein - eigener, individueller Stil - ist Menschen vorbehalten, die aus der Masse modisch herausstechen, unabhängig, ob sie Chanel oder im giftgrünen Overall mit lilafarbenen Schuhen herumlaufen.


Also bedeutet eigener Stil nur, dass man a) zwanghaft aus der Masse herausstechen und b) farbig gekleidet sein muss?
Gehören zum eigenen Stil auch gefärbte Haare, wenn man grau wird?



Die Qualität spielt dabei noch eine untergeordnete Rolle, die Originalität macht Individualität aus.

Originell kann auch eine lächerliche Verkleidung sein.



Einem Redner am Pult wird mehr Aufmerksamkeit im "Anzug" geschenkt, als ein Redner in T-Shirt, Jeans und Tretern. (Diesen Test gab es wirklich)
Ein Mann im Anzug wirkt auf den ersten Blick "seriöser" als der locker-flockige Jeanstyp.

Überlieferte Konventionen.



Warum wirken Uniformen??? Ich mag zum Beispiel die Uniform eines Flugkapitäns.


Was vermittelt Dir eine Uniform? Was verbindest Du mit dem Piloten-Blaumann? Macht? Kohle?

Uniformen sind (meist) das Gegenteil von eigenem Stil, Originaltät und Individualität.
Davon leben militärische und paramilitärische Institutionen und auch ganze Berufsgruppen: das Individuum tritt in den Hintergrund, dies wird durch eine Uniform ausgedrückt.



Welche ältere Klientel auf der Bank wird einem "Berater im Punkstil" eine kompetente Beratung zumuten?


Weder ältere noch jüngere Klienten muten einem Berater eine Beratung zu - keine kompetente und auch keine inkompetente.
Ich verstehe aber, was Du sagen möchtest: Als ältere potentielle Klientin habe ich kein Problem, wenn mir einer nicht im Blaumann gegenübersteht. Ich würde ihm a priori genausoviel oder genausowenig zutrauen - Gutes wie Schlechtes - wie jedem Banker. Ich komme aus der wissenschaftlichen/kreativen Ecke und habe durchaus gelernt auf den Inhalt zu achten, nicht nur auf die Verpackung. Obwohl ich schöne Verpackungen schätze (dazu gehört aber sicher nicht die übliche Banker-Uniform).

Inaktiver User
15.03.2012, 08:54
Hier werden ja schon eine Menge seltsame Ansichten vertreten :unterwerf:

Man muss sich ja wundern, dass Steve Jobs so erfolgreich war.

Und was manche so unter Originalität verstehen, finden andere vielleicht einfach nur albern ...

Rowellan
15.03.2012, 09:26
Was ist mit den Menschen, die in Schwarz strahlen und phantastisch aussehen?

Also bedeutet eigener Stil nur, dass man a) zwanghaft aus der Masse herausstechen und b) farbig gekleidet sein muss?
Gehören zum eigenen Stil auch gefärbte Haare, wenn man grau wird?


Originell kann auch eine lächerliche Verkleidung sein.


Überlieferte Konventionen.

Uniformen sind (meist) das Gegenteil von eigenem Stil, Originaltät und Individualität.
Davon leben militärische und paramilitärische Institutionen und auch ganze Berufsgruppen: das Individuum tritt in den Hintergrund, dies wird durch eine Uniform ausgedrückt.



Weder ältere noch jüngere Klienten muten einem Berater eine Beratung zu - keine kompetente und auch keine inkompetente.
Ich verstehe aber, was Du sagen möchtest: Als ältere potentielle Klientin habe ich kein Problem, wenn mir einer nicht im Blaumann gegenübersteht. Ich würde ihm a priori genausoviel oder genausowenig zutrauen - Gutes wie Schlechtes - wie jedem Banker. Ich komme aus der wissenschaftlichen/kreativen Ecke und habe durchaus gelernt auf den Inhalt zu achten, nicht nur auf die Verpackung. Obwohl ich schöne Verpackungen schätze (dazu gehört aber sicher nicht die übliche Banker-Uniform).

Auch hier möchte ich komplett unterschreiben.

Grade was die Banker-Uniform angeht... ich arbeite in einem Bereich, in dem viele Banker rumlaufen. Grau-En-Haft! Ein paar wenige sehen gut aus im Anzug, der Rest.... naja, breiten wir den Mantel des Schweigens darüber, die meisten wirken einfach nur langweilig und spießig. Und: Auch das sind meist dunkle Farben - schwarz, anthrazit, dunkelblau... manchmal ist einer mutig und trägt braun :lachen:

Zartbitter
15.03.2012, 09:27
Hier werden ja schon eine Menge seltsame Ansichten vertreten :unterwerf:



Findest du? :lachen:

Ich kenne Menschen, die die Farbpalette rauf und runter tragen und es passt zu ihnen...dann wieder welche, denen ein wenig weniger Farbe gut täte :lachen:...aber das ist dann mein Geschmacksempfinden, ausschließlich meines!

Mittlerweile bin ich soweit, dass ich jedem/r seinen/ihren Stil lasse. Sie werden sich wohl in ihrem Stil wohl fühlen, sonst würden sie ihn nicht tragen. :blume:

...und ja, auch ich *schüttelkopf*, wenn sich jemand für mein Empfinden *verkleidet* hat...ist jedoch sein Ding.

LG zb

Inaktiver User
15.03.2012, 09:37
Findest du? :lachen:

Ich kenne Menschen, die die Farbpalette rauf und runter tragen und es passt zu ihnen...dann wieder welche, denen ein wenig weniger Farbe gut täte :lachen:...aber das ist dann mein Geschmacksempfinden, ausschließlich meines!

Ja, eben!

Aber Postulate à la "Leute, die schwarz tragen, sind (nicht wirken!) nicht lebensfroh" und ähnliches finde ich absolut seltsam.

Oder "Charisma hängt vom Kleidungsstil ab" ... :unterwerf:

Zartbitter
15.03.2012, 09:39
Aber Postulate à la "Leute, die schwarz tragen, sind (nicht wirken!) nicht lebensfroh" und ähnliches finde ich absolut seltsam.

Oder "Charisma hängt vom Kleidungsstil ab" ... :unterwerf:

:zahnschmerzen:

Okay...*unterschreib*

_clementine_
15.03.2012, 10:17
Wenn Jeans für eine mollige Person (Mann wie Frau gleichermaßen) vorteilhaft sein sollte,
frage ich mich, warum die Jeanswerbung noch nicht darauf gekommen ist.

naja, aber was wird denn, abgesehen von Weight Watchers, Appetittzüglern und Übergrößenmode überhaupt mit dicken, molligen Personen beworben? Eigentlich doch garnichts. Geht man nach der Werbung sollte man am Besten mit spätestens 35, modisch gesehen, ins Grab steigen.

Eigentlich können die bunten Vögel eh froh sein, dass das Groß der Masse traurig, depressiv ist und sich diese Gemütslage auch in ihrer farblosen Kleidung äußert - sonst könnten sich die Paradisvögel garnicht mehr abheben. Ich glaube das wäre das schlimmste für einige, wenn ihr Stil "normal" und garnicht mehr so ausergewöhnlich wäre :lachen:

Karla48
15.03.2012, 11:05
Nee, im Gegenteil! Ich (recht farbig) würde mich freuen, wenn ich schöne Kleidung im Umfeld sehen würde. Das macht mir selber doch auch gute Laune, wenn fröhliche Farben um mich herum sind.

Meine eigenen Klamotten/Accessoires ziehe ich auch nicht an, damit ich "auffalle" oder irgendwas mit "Stil oder nicht Stil" dokumentiere. Sondern weil mir das gute Laune macht und ich mich pudelwohl fühle.

Übrigens kenne ich drei Leute, bei denen das Vorurteil "schwarz tragen=depressiv und negativ" aber sowas von stimmt!

wildwusel
15.03.2012, 15:37
Wenn Jeans für eine mollige Person (Mann wie Frau gleichermaßen) vorteilhaft sein sollte, frage ich mich, warum die Jeanswerbung noch nicht darauf gekommen ist.

Wenn man danach geht, wo man, von Nischen abgesehen, mollige Personen, zumal Frauen, in der Werbung dargestellt findet, solllen selbige sich weder kleiden noch essen noch wohnen, noch Elektrogeräte oder Autos kaufen, noch arbeiten oder einen Haushalt schmeißen. Sie sollen nicht einmal Diät halten, das ist für Leute von unbefriedigender Kleidergröße 40 reserviert, die lieber Größe 36 hätten. Am besten sollen sie einfach verschwinden.


Jeans waren ursprünglich Arbeitshosen und sie sind es für mich noch heute.
Ich mag den Stoff nicht, auch wenn mit "edel" oder sonstigen Marken angepreist wird.

Naja, mit dem ursprünglichen Arbeitshosenstoff hat das, was man heute als Jeans kriegt, ja etwa soviel gemein wie eine Mönchskutte mit Merinofunktionsunterwäsche.


Niemand wird wohl das Gegenteil behaupten, es sei denn man ist farbenblind.

Und nur weil dir die Aufmachung eines Johnny Cash, einer Joolz Denby oder eines Neil Gaiman nicht fröhlich oder zugänglich erscheint, ist es kein eigener Stil? Über Geschmack läßt sich ja nun nicht streiten, und einer Aussage "das ist schlechter Stil" würde ich mich zwar nicht anschließen (und als Gegenargument viellicht die frohen Farben des späten Elvis ins Feld führen), aber da könnte man sich einigen, uneinig zu bleiben. Aber so als Aussage, daß "dunkle Farben = kein eigener Stil" finde ich das, farbenblind oder nicht, einfach nicht mir meiner wahrgenommenen Realität zu vereinbaren.


Einem Redner am Pult wird mehr Aufmerksamkeit im "Anzug" geschenkt, als ein Redner in T-Shirt, Jeans und Tretern. (Diesen Test gab es wirklich)

Hier bringst du "Anzüge" als Beispiel für "seriöses" Auftreten. Aber gerade das respektgebietende Element von Anzügen ("hier steht eine Person mit Macht und Einfluß") ist das gegenteil von dem "fröhlich und zugänglich", daß du einen Absatz vorher als nötiges Element eines eigenständigen Stils bewertet.


Warum wirken Uniformen??? Ich mag zum Beispiel die Uniform eines Flugkapitäns.

Die Uniform ist die Steigerung des Anzugs: Jemand, der eine Uniform trägt, kann dir schaden, deswegen tust du besser, was er sagt. Er mag nicht selber mächtig oder einflußreich sein, aber er tritt als Agent eines mächtigen und einflußreichen (institutionellen) Patrons auf, und genießt das Privileg der Gesichtslosigkeit. Siehe Friedrich Wilhelm Voigt -- der wußte, wie jeder Hochstapler, genau, daß Kleider Leute machen.

Es gibt natürlich auch, wie im Fall von Flugkapitänen, "gutartige" und mit Glamour besetzte Funktionen. Auch da stellt sich der Uniformträger in seiner glamourösen Funktion vor, nicht in seiner auch-nur-Fleisch-und-Blut Person. Auch da sehe ich einen Widerspruch zum eigenen Stil.

Jemand wie Captain Jack Harkness natürlich trägt die Uniformelemente, auf die er nur einen sehr verworren Anspruch hat, ganz nachdrücklich als eigenen Stil. Aber da sind wir auch im Bereich von a) signifikanten Charisma, und b) fiktiven Charakteren... :lachen:

Jedenfalls wirkt da jeder Schlabberlook, ob in blau oder in rosa, weniger finster.


Das Ausstrahlung und Charimsa unabhängig vom Outfit sind ist leider ein Trugschluss, welche sich "unscheinbare" Leute gerne bedienen, weil sie glauben auch in Schlabberlook Aufmerksamkeit erregen zu können.

Ich habe den Eindruck, da zäumst du das Pferd vom Schwanz her auf. Einen schönen Menschen, sagt man, kann nichts entstellen, nur, fast niemand ist auf diese Art schön. Aber umgekehrt machen Pfauenfedern keinen Pfau aus einer Truthenne. Die meisten Leute haben nicht die Ausstrahlung und das Charisma, um die Blicke aus sich zu ziehen, egal, was sie anhaben, und haben auch im Allgemeinen weder Lust noch Erfahrung, mit der Art von Blicken umzugehen, die ihnen eine auffällige Aufmachung einbringen würde.


***

Vage thematisch relevante Anektdote:

Wo ich zur Zeit arbeite, bin ich in einem Maß "overdressed" daß ich befürchte, die Grenze überschritten zu haben wo meine Aufmachung an meiner Kompetenz zweifeln läßt. (In anderen Worten, ich seh aus wie die Sekretärin.) Was ich trage, ist innerhalb meines Stils, hebt sich von der Umgebung ab, drückt aber nicht das aus, was ich über mich sagen will und reduziert meine Autorität, anstatt sie zu verstärken.

Am Abend wollten wir essen gehen. Füf ein Abendessen in einem "anständigen" Lokal wäre ich genau passend angezogen gewesen. Nur landeten wir dann in einem Club, wo alles voller junger Mädels in knallenger Jeans, hohen Hacken und tief ausgeschnittenen Blusen war (und Jungs in baggy pants, Sneakers und Schlabberhemden). Da sah ich ganz klar "anders" genug aus, um Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen, nämlich als sei ich ungefähr hundert und hätte mich verlaufen. Letzteres bringt in einer Gegend, die nicht die sicherste der Stadt ist, ein reales Risiko mit sich: Jemand, der nicht dazugehört, lebt immer etwas gefährlicher. "Tarnkleidungen" dienen auch der eigenen Sicherheit. Also tat ich, was eine Frau fast mittleren Alters in Bürokleidung nachts in einem Amüsierviertel tut: Ich nahm ein Taxi.

Was das mit Stil zu tun hat? Gestern wäre ich im legeren Aspekt meines Stils, in Jeans, T-Shirt und Hoodie wesentlich unauffälliger gekleidet gewesen. Und wesentlich passender, und hätte die Vorteile der Anpassung genossen. Andererseits ist der respektable Aspekt, den ich getragen habe, immer noch mein Stil: Ich mag nicht angemessen angezogen sein, aber ich wirke nicht verkleidet oder unsicher in meiner Aufmachung. (Anders als manche von den Mädels auf ihren 14cm-Absätzen...)

Was in weitem Bogen zu der These zurückführt, daß Stil eine Konsistenz in sich selber und zu der eigenen Person ist, nicht eine Sammlung von Einzeleigenschaften oder Differenzen.

Inaktiver User
15.03.2012, 17:18
Sehr schön formuliert :blume:

Ich hätte es etwas handfester gesagt: Ein quietschgrünes Outfit unter lauter Dunkelfarbenträgern ist noch lange kein Indiz für Stil oder Charisma. :freches grinsen:

Bae
15.03.2012, 17:41
Ich hätte es etwas handfester gesagt: Ein quietschgrünes Outfit unter lauter Dunkelfarbenträgern ist noch lange kein Indiz für Stil oder Charisma. :freches grinsen:

sicher nicht, aber auf alle Fälle ist es erfrischend. Manchmal, im Banken/Finanzviertel oder bei Versammlungen von Leuten aus kreativen Berufen, hab ich mich schon manchmal mit Blick auf die Menge ganz entsetzt gefragt, ob ich nun wohl farbenblind geworden sei, die ganze Welt nur in Schwarz...

Manche konsequente Schwarzträger wirken auf mich tatsächlich düster, ja. Und manchmal auch fantasielos, weil Schwarz geht ja immer und das Thema Farbe wird umschifft.

zum Thema Ausstrahlung: mag ja sein, dass Leute wie Jesus sogar im rosa Tütü noch Würde verstrahlen können, aber ehrlich: das übliche weisse Gewand ist doch deutlich stilvoller. und wenn Kleidung auch kein Charisma herstellen kann, wo keins ist, so kann schlecht gewählte Kleidung durchaus vorhandenes Charisma unterdrücken - zum Beispiel, wenn sie unbequem sitzt oder unpassend rutscht, wenn man ständig die Arme an den Körper klemmt und Schweissflecken zu verstecken... immer dann, wenn Kleidung nicht ein entspanntes lockeres Da-Sein erlaubt.

grüsse, barbara

SusannSu
15.03.2012, 19:20
Tannay, da bin ich vollkommen bei dir. Ich finde es auf der einen Seite ebenfalls sehr schade, dass guter Stil doch schlussendlich = teure Investition heißen muss. Es gibt genauso tolle kleine schwarze für wenig Geld. Genauso, wie meiner Ansicht nach Perlenketten immer gehen. Sie stehen jung und alt und sehen niemals "tantig" aus. Ich habe eine Perlenkette, die ich immer wieder gerne trage. Und auch mal variere, bspw nicht um den Hals, sondern als doppelreihiges Armband. Peppt jedes Outfit auf.

katelbach
15.03.2012, 19:49
sicher nicht, aber auf alle Fälle ist es erfrischend. Manchmal, im Banken/Finanzviertel oder bei Versammlungen von Leuten aus kreativen Berufen, hab ich mich schon manchmal mit Blick auf die Menge ganz entsetzt gefragt, ob ich nun wohl farbenblind geworden sei, die ganze Welt nur in Schwarz...

Manche konsequente Schwarzträger wirken auf mich tatsächlich düster, ja. Und manchmal auch fantasielos, weil Schwarz geht ja immer und das Thema Farbe wird umschifft.
[...]



ja, die Kreativen ... Da war früher was dran. Inzwischen fällt mir auf, wie zusammengewürfelt die Kollegen oft angezogen sind (ich arbeite in dem Bereich, wenngleich nicht in einer klassischen Agentur oder der Galerieszene).

Ich bin eine leidenschaftliche Nichtbunte. Mir stehen Schwarz, Anthrazit und alte kalten Schattierungen von Grau einfach besser als alles andere und sie lassen mich jünger, wach und gesund aussehen. Im Sommer kommt noch hartweiß dazu und insgesamt für Accessoires bestimmte Rottöne.
Diese Nichtfarben kommen meiner Vorliebe für quasi architektonisch konstruierte, pure oder "geometrische" Kleidung ohne ChiChi sehr entgegen. Da wirkt der Schnitt.
Zusammen mit auffallendem modernem Schmuck (meist extra angefertigte Einzelstücke und ja, sogar ganz untantige Perlen) und großen Schals, fast schon Plaids ("ich habe Nacken") und einem guten Haarschnitt (auch ganz ohne ChiChi) passt das zu mir. Freche Freunde/innen sprechen gern von meinem Kleidungskonzept.
Nach den modischen Verirrungen als Teenager und Studentin (in den 70ern und 80ern) habe ich für mich rausgefunden, was mir steht, was zu mir passt und worin ich mich wohlfühle.
Deshalb gehe ich auch zu geschäftlichen Terminen nicht im blauen knappen Businessanzug mit pastelliger Bluse, sondern vielleicht in einem aus weichen, schwarzen Wollstoff oder gerauem Leinen und ziehe dazu rote Sneakers an oder rote Budapester. Oder im anthrazitfarbenen Strickkleid.

Nix ist da trist oder phantasielos.

Ob das gerade angesagt ist oder nicht - fffffffffft, was soll´s.

Und *pssst*: In Jeans, die mir gut stehen, und Pullover fühle ich mich auch oft sehr wohl.

Inaktiver User
15.03.2012, 20:06
Ja, katelbach

die echten Kreativen sind eben echt kreativ und das sieht man auch an Details

was aber noch lange nicht bedeutet, dass das jedem gefallen muss..

aber davon ist beim Thema "eigener Stil" ja auch nicht die Rede..obwohl es bei solchen Themen immer auf diesen Punkt hingelenkt wird : plötzlich redet irgend jemand von Langweilern oder Geschmacklosen..aus seiner Sicht gefühlt natürlich..

mancher scheint aber unter eigenem Stil "Hauptsache mal was anderes " zu verstehen und dieses "mal was anders" mutet ja desöfteren auch sehr eigen an..

diese Freiheit sei ja jedem gegönnt.

Ich ahne auch, dass es in Richtung Streit der Kreativen münden könnte : das muss aber auch nicht sein..

Die SchwarzgrauCreativen vs die BunstselbstgemachrKreativInnen..

Nein, nein..das sollte man lieber lassen.

Inaktiver User
15.03.2012, 21:17
... angepriesen.

nö, anpreisen war schon so gemeint, nämlich das Etikett


Was ist mit den Menschen, die in Schwarz strahlen und phantastisch aussehen?

Schwarz und strahlen ist für mich ein Widerspruch, sorry, aber farbenblind hatten wir ja schon,
aber evtl. meinst Du die Glitzersteinchen.


Also bedeutet eigener Stil nur, dass man a) zwanghaft aus der Masse herausstechen und b) farbig gekleidet sein muss?
Gehören zum eigenen Stil auch gefärbte Haare, wenn man grau wird?

Warum muss oder soll ein Mensch, der sich originell und nicht massenhaft kleidet sich zwanghaft benehmen?
Somit müsste jeder Künstler - zwanghaft aus der Masse stechen - nur weil er seine eigene Kreativität zum Ausdruck bringt???
Was gefärbte Haare mit Mode zu tun haben, musst Du mir noch erklären, gehört wohl in andere Rubrik.
Farbe fällt im Alltagsgrau eben auf, aber hatten wir schon.


Originell kann auch eine lächerliche Verkleidung sein.

Wie sich ein Mensch anzieht, ist niemals lächerlich, er sieht kein Problem, das Problem der Lächerlichkeit haben andere und urteilen über diesen Menschen ab, womöglich gerade die langweilig biederen Jeansträger.
Und eine Verkleidung ist immer einfallsreich. Das Wort lächerlich streiche ich aus der Mode komplett, denn alle Modedesigner müssten somit lächerlich sein, wenn man sieht welche Muster, Farben und Kleidung deren Models auf dem Laufsteg tragen.


Überlieferte Konventionen.

Was gut und richtig war kommt wieder. Anzug und Kostüm sind Klassiker
sie überlebten alle Trends der Modewelt und Konventionen sterben nie.


Verbindest Du mit dem Piloten-Blaumann? Macht? Kohle?

Nö, ich seh gerne einen großen gutgebauten Mann in Uniform, Flugkapitäne besonders.


Uniformen sind (meist) das Gegenteil von eigenem Stil, Originaltät und Individualität.
Davon leben militärische und paramilitärische Institutionen und auch ganze Berufsgruppen: das Individuum tritt in den Hintergrund, dies wird durch eine Uniform ausgedrückt.

Ich seh mir gerne Paraden an, sei es die Wachablösung der Queen (auch im Fernsehn), Folklore oder den Musikcorps der Bundeswehr. Ich mag Uniform, außerdem gibt es das noch in Schulen. Auch in Deutschland wurde des mal debattiert, weil Kids sich mobben, aufgrund wer Markenkleidung trägt und wer nicht, aber anderes Thema.


Weder ältere noch jüngere Klienten muten einem Berater eine Beratung zu - keine kompetente und auch keine inkompetente.

Bin im Bankensektor, über Kundschaft können wir nicht klagen und sicherlich hast Du auch irgendwo ein Konto, oder?? Also Eigentor. Aber Deinem Statement zu urteilen, lagerst Du Dein Geld im schlichten Kartoffelsack in graubeige Tönen, völlig ohne Beratung, aber auch ohne Zinsen - grins.


Ich verstehe aber, was Du sagen möchtest: Als ältere potentielle Klientin habe ich kein Problem, wenn mir einer nicht im Blaumann gegenübersteht. Ich würde ihm a priori genausoviel oder genausowenig zutrauen - Gutes wie Schlechtes - wie jedem Banker. Ich komme aus der wissenschaftlichen/kreativen Ecke und habe durchaus gelernt auf den Inhalt zu achten, nicht nur auf die Verpackung. Obwohl ich schöne Verpackungen schätze (dazu gehört aber sicher nicht die übliche Banker-Uniform).

Sicher zählen die inneren Werte, aber die gibts auch in schöner Verpackung obendrein, man bzw. frau kann beides haben. Das eine muss das andere nicht ausschließen.

Inaktiver User
15.03.2012, 21:19
Nee, im Gegenteil! Ich (recht farbig) würde mich freuen, wenn ich schöne Kleidung im Umfeld sehen würde. Das macht mir selber doch auch gute Laune, wenn fröhliche Farben um mich herum sind.

Meine eigenen Klamotten/Accessoires ziehe ich auch nicht an, damit ich "auffalle" oder irgendwas mit "Stil oder nicht Stil" dokumentiere. Sondern weil mir das gute Laune macht und ich mich pudelwohl fühle.

Übrigens kenne ich drei Leute, bei denen das Vorurteil "schwarz tragen=depressiv und negativ" aber sowas von stimmt!

Danke für Dein schönes Posting, da sind wir schon mal zwei, die Farben mögen und dem Grau entfliehen und das gerne.

Inaktiver User
15.03.2012, 21:30
Mondnebel

bitte nimm ruhig zur Kenntnis, dass es nicht nur zwei Menschen gibt, die bunte Kleidung tragen..

es liegt u.a. an Deinem Blick und UMFELD, dass Du es schon für unglaublich individuell hältst, dass Du einen roten Mantel im Winter trägst.

So ungewöhnlich ist das nicht: vielleicht in Deinem Umfeld, aber ansonsten eher nicht..

auch Köstüme sind nicht besonders besonders
Deine Ansicht wurde nun klargemacht, auch der etwas esoterische Ansatz der Idee, dass "das Dunkle das Dunkle anzieht".

Sehr interessant : wenn auch so gar nicht meine Welt..

Diese Sichtweise ist sicher ein bestimmter Gedankenstil, der dann auch einen Kleidungsstil beeinflusst.

Das ist interessant, ja. Eigener Stil ? Ja, von mir aus..obwohl außer dem gedanklichen Überbau am roten Mänteln mit bunten Schals und Kostüm wenig "eigen" zu sein scheint..bzw genau so eigen wie vieles ist.

Fazit : es sind die Gedanken drumherum..

und vielleicht auch diese Zeitgeistidee, dass ALLE unglaublich darauf fokussiert sind total individuell sein zu wollen..alles individualisiert...und darin auch wieder Masse. Das denke ich.

Und ich als Kreative behaupte :

auch Grau ist eine Farbe und Grau ist nicht Grau, sondern im Grunde genommen ist auch Grau bunt sprich vielfälig . das weiß ich, denn ich habe einen bunten Blick und bin innen auch bunt..dafür außen manchmal nur schwarz.. ;-)


Und hehey, durch eine Augen-OP sehe ich sogar manches Grau Violett ..

somit ist meine Welt eh bunter.

:-)

MarlenB
15.03.2012, 21:32
ja, durchaus. Aber eben: das Teuerste zu kaufen ist sicher keine Garantie dafür, dass es gut aussieht und zur Person passt, aber billig ist und bleibt eben billig, in jeder Hinsicht. Ganz ausschalten lässt sich der Aspekt des Geldbeutels nicht aus dem Thema. Ausserdem kommt dazu, eine gewisse Auswahl ist notwendig um nicht jeden Tag die gleichen Kleider tragen zu müssen - also heisst die Rechnung des öftern bei mir "ein hochwertiges langfristiges Stück und zwei günstige soso-lala-geht-grad-durch-bis-auf-weiteres", bis erst mal die hochwertige Basis vollständig geschaffen ist. Und das braucht mehr Zeit und Geld und Geduld, als ich gedacht habe.

grüsse, brbara


Klar ist ein teures Teil keine Garantie, dass es gut aussieht oder zur Trägerin passt. Aber das ist ja eben die Geschmacksfrage und ich bleibe dabei: Guter Geschmack muss nicht immer teuer sein. Man kann auch schöne günstige Sachen finden, die mit einer Kette oder einem Schal aufgepeppt toll aussehen. Oft machen es auch die Accessoires. Es gibt noch eine andere Möglichkeit. Im Schlussverkauf oder sonstigen Sonderaktionen kann man hochwertige Teile stark reduziert bekommen. Da bin ich schon oft fündig geworden. Dabei achte ich immer darauf, dass sich die neuen Teile mit meinen vorherigen kombinieren lassen. Da ich vor Jahren mal eine Farb- und Stilberatung gemacht habe, kenne ich meine Farben und deshalb passen alle Sachen die ich kaufe, immer farblich abgestimmt zueinander. Fehlkäufe kommen nicht mehr vor und ich muss nie mehr was aussortieren, weil es mir nicht stehen würde. :zwinker:

Bae
15.03.2012, 21:42
Nö, ich seh gerne einen großen gutgebauten Mann in Uniform, Flugkapitäne besonders.

sowohl Uniformen wie Anzüge haben in der Regel klar definierte Linien, was zur Vermittlung von Autorität und Macht beitragen dürfte. meist wird auch die Vertikale betont, das Aufrechte. Dito für den Stil à la Coco Chanel, der sehr klar ist, wenn auch viel Schwarzweiss und nicht sehr farbig. (Lagerfeld-Chanel erschliesst sich mir nicht wirklich - scheint mir so eine hochgezüchtete Spielerei, l'art pour l'art und wenig praktisch)

T-Shirts hingegen haben manchmal (nicht immer) eine Neigung zum Undefinierten und Unklaren, mit einer Botschaft von "ich bin eigentlich gar nicht da. ihr seht mich nicht"



Bin im Bankensektor, über Kundschaft können wir nicht klagen und sicherlich hast Du auch irgendwo ein Konto, oder?? Also Eigentor.

naja Banken... wenn es hierzulande etwas mehr Kompetenz und etwas mehr Vertreten von Kundeninteressen gäb, könnte ich auch ohne Probleme auf das aalglatte Outfit der Berater verzichten und hätte auch keine Probleme mit einem Banker ohne Kravatte und ohne Anuzug, dafür mit Nasenring oder sichtbarem Tattoo oder gefärbten Haaren. Da hab ich schon zu viele Blender getroffen, deren grösstes Talent offenbar darin bestand, den richtigen Anzug auszusuchen, und das war's dann schon. Die Substanz sollte dem Image eben schon auch noch entsprechen --> auch das hat viel mit Stil zu tun.

und die wenigen Zinsen, die es gibt, werden von den Gebühren locker aufgefressen. also who cares, ich hab ein Konto weil ich die Überweisungen machen muss, mit der Matratzenlösung käm ich wohl ansonsten besser weg.




Sicher zählen die inneren Werte, aber die gibts auch in schöner Verpackung obendrein, man bzw. frau kann beides haben.

richtig.

Aber falls es eine Wahl von entweder-oder gäbe, so nähme ich zuerst die inneren Werte, nicht die nette leere Verpackung.

grüsse, barbara

Inaktiver User
15.03.2012, 21:48
Wenn man danach geht, wo man, von Nischen abgesehen, mollige Personen, zumal Frauen, in der Werbung dargestellt findet, solllen selbige sich weder kleiden noch essen noch wohnen, noch Elektrogeräte oder Autos kaufen, noch arbeiten oder einen Haushalt schmeißen. Sie sollen nicht einmal Diät halten, das ist für Leute von unbefriedigender Kleidergröße 40 reserviert, die lieber Größe 36 hätten. Am besten sollen sie einfach verschwinden.

Das hast Du aber böse geschrieben, denn außer Dir hat sich darüber so noch keiner hier geäußert.


Naja, mit dem ursprünglichen Arbeitshosenstoff hat das, was man heute als Jeans kriegt, ja etwa soviel gemein wie eine Mönchskutte mit Merinofunktionsunterwäsche.

Dennoch bleibt der Ursprung Arbeitshose, egal ob mit Label oder Strass-Steinchen.
Die Jeans hat ihren Ruf weg und zwar für immer, auch wenn Lagerfeld die Arbeitshose für EUR 300,00 designt


Und nur weil dir die Aufmachung eines Johnny Cash, einer Joolz Denby oder eines Neil Gaiman nicht fröhlich oder zugänglich erscheint, ist es kein eigener Stil? Über Geschmack läßt sich ja nun nicht streiten, und einer Aussage "das ist schlechter Stil" würde ich mich zwar nicht anschließen (und als Gegenargument viellicht die frohen Farben des späten Elvis ins Feld führen), aber da könnte man sich einigen, uneinig zu bleiben. Aber so als Aussage, daß "dunkle Farben = kein eigener Stil" finde ich das, farbenblind oder nicht, einfach nicht mir meiner wahrgenommenen Realität zu vereinbaren.

Gruftis tragen schwarz, weil sie mit dieser Farbe nichts positives lebensfrohes ausstrahlen möchten.
J.Cash trug schwarz, weil er mit seiner Optik seine Songtexte über die amerikanische Gesellschaft und Justiz anprangern wollte (nachzulesen in seiner Biographie) - er trauerte über die vielen sozialen Ungerechtigkeiten in USA, sexy wollte er also nicht damit wirken.
Wo schrieb ich schwarz sei kein eigener Stil??? Nirgendwo, ich finde schwarz nur grauselig, grauselig wie Dracula, sorry, aber ich schrieb eindeutig, jeder soll sich so kleiden wie er möchte, meinetwegen auch finster.


Hier bringst du "Anzüge" als Beispiel für "seriöses" Auftreten. Aber gerade das respektgebietende Element von Anzügen ("hier steht eine Person mit Macht und Einfluß") ist das gegenteil von dem "fröhlich und zugänglich", daß du einen Absatz vorher als nötiges Element eines eigenständigen Stils bewertet.

??????? für mich jetzt Kauderwelsch, wieso sollte Anzug ein Zeichen von Macht und Einfluss sein??
Ein Ex-Freund von mir trug privat locker geschnittene Anzüge, er war immer gut gekleidet aber alles andere als ein Machtmensch, so ein Käse las ich noch nie, sorry.


Die Uniform ist die Steigerung des Anzugs: Jemand, der eine Uniform trägt, kann dir schaden, deswegen tust du besser, was er sagt. Er mag nicht selber mächtig oder einflußreich sein, aber er tritt als Agent eines mächtigen und einflußreichen (institutionellen) Patrons auf, und genießt das Privileg der Gesichtslosigkeit. Siehe Friedrich Wilhelm Voigt -- der wußte, wie jeder Hochstapler, genau, daß Kleider Leute machen.

So ein Käse, woher hast Du nur diese Weisheiten???
Eine Bekannte fiel auf einen sogenannten Hochstapler in Jeans rein, der locker-flockige Charmingboy, smartes Lächeln, Treter, T-Shirt und blue Jeans - man kann Charakter doch nicht an Kleidung messen.


Es gibt natürlich auch, wie im Fall von Flugkapitänen, "gutartige" und mit Glamour besetzte Funktionen. Auch da stellt sich der Uniformträger in seiner glamourösen Funktion vor, nicht in seiner auch-nur-Fleisch-und-Blut Person. Auch da sehe ich einen Widerspruch zum eigenen Stil.
Jemand wie Captain Jack Harkness natürlich trägt die Uniformelemente, auf die er nur einen sehr verworren Anspruch hat, ganz nachdrücklich als eigenen Stil. Aber da sind wir auch im Bereich von a) signifikanten Charisma, und b) fiktiven Charakteren... :lachen:

Was Du da in "Uniformen" hineininterpretierst grenzt ja schon an Philosophie.
Da kann ich nicht mithalten, ich seh einen gut gebauten attraktiven Mann in Flugkapitänsuniform - ein Hingucker - und sonst nichts, also solche Gedanken wie Du, warum und weshalb und wie und überhaupt mach ich mir da nicht, ich guck nur


Jedenfalls wirkt da jeder Schlabberlook, ob in blau oder in rosa, weniger finster.
Ich habe den Eindruck, da zäumst du das Pferd vom Schwanz her auf. Einen schönen Menschen, sagt man, kann nichts entstellen, nur, fast niemand ist auf diese Art schön. Aber umgekehrt machen Pfauenfedern keinen Pfau aus einer Truthenne. Die meisten Leute haben nicht die Ausstrahlung und das Charisma, um die Blicke aus sich zu ziehen, egal, was sie anhaben, und haben auch im Allgemeinen weder Lust noch Erfahrung, mit der Art von Blicken umzugehen, die ihnen eine auffällige Aufmachung einbringen würde.

Vom Pferde aufzäumen hast Du wenig Ahnung, es wird von hinten aufgezäumt, erst der Sattel, dann die Trense, bin Reiterin, nur zum besseren Verständnis.
Dann ein Mann in knallbuntem Hawaiihemd fällt immer auf, ob positiv oder negativ ist Ansichtssache.
Und ob er auffallen will weiß auch niemand.
Du diskreditierst Menschen, die nicht wie Models aussehen, aber sich auffällig kleiden, und nicht zum Pfau werden, warum sollten sie das denn?? Sie tragen gerne auffällige Kleidung sonst nichts.
Und allein die auffällige Kleidung macht sie auffällig, wie besagtem Mann im Hawaiihemd, was dahinter steht bringt ein Gespräch.
Einen schönen Menschen kann sehr viel enstellen, sobald er den Mund aufmacht.

Karla48
15.03.2012, 22:06
Gerritz, bei aller Liebe, das sind doch Unterstellungen. Wieso glaubst du, dass man als "Farbenträger" irgendwas ausdrücken möchte, beeindrucken möchte? Wie gesagt, mir gefallen Farben einfach. Fertig. Mehr nicht. Andere können das finden, wie sie möchten, mir egal.

Die ersten zwei Sätze deines letzten Posting finde ich ziemlich unhöflich. Muss man sich so unterhalten bei einem so schönen Thema wie "Mode und was mir gefällt"? :ooooh:

Der rote Mantel war ein Beispiel. Ein Bei-spiel! :erleuchtung:

Inaktiver User
15.03.2012, 22:10
Mondnebel
bitte nimm ruhig zur Kenntnis, dass es nicht nur zwei Menschen gibt, die bunte Kleidung tragen..
es liegt u.a. an Deinem Blick und UMFELD, dass Du es schon für unglaublich individuell hältst, dass Du einen roten Mantel im Winter trägst.

Ich habe nicht nur einen roten Mantel, auch einen lilafarbenen, einen hellbeigen, einen smaragdgrünen und einen kupferfarbenen - wenn schon denn schon - macht aber nichts, hast es ja nicht gewusst.
Ja individuell, zwischen massengrau und massenschwarz, was sonst???


So ungewöhnlich ist das nicht: vielleicht in Deinem Umfeld, aber ansonsten eher nicht..

Was heisst in meinem Umfeld konkret??
Ich bin beruflich viel unterwegs, sitze öfter im Zug und kenne viele Bahngleise in Deutschland, die Masse an grau und schwarz ist überall gleich, naja im Winter, im Sommer wird es etwas farbiger zum Glück.


auch Köstüme sind nicht besonders besonders

Schrieb ich, sie wären etwas besonderes??
Ich trage sie gerne und sehe sie an anderen Frauen selten. Besonders nicht, aber eben selten zu sehen.


Deine Ansicht wurde nun klargemacht, auch der etwas esoterische Ansatz der Idee, dass "das Dunkle das Dunkle anzieht".
Sehr interessant : wenn auch so gar nicht meine Welt..

Ist leider, leider nicht von mir, habs geklaut, gebs zu, weil es mir so gefällt - Farbenpsychologie: Schwarze Kleidung, dunkle Seele - google und Du findest die Analysen dazu.


Diese Sichtweise ist sicher ein bestimmter Gedankenstil, der dann auch einen Kleidungsstil beeinflusst.

Das ist interessant, ja. Eigener Stil ? Ja, von mir aus..obwohl außer dem gedanklichen Überbau am roten Mänteln mit bunten Schals und Kostüm wenig "eigen" zu sein scheint..bzw genau so eigen wie vieles ist.

Fazit : es sind die Gedanken drumherum..

Weiß Du, ich mach mir keine großen Gedanken, ich interpretiere nicht, warum und weshalb, und ob und für und wider, ich habe nur Augen im Kopf und sehe jeden morgen im Zug Massen von grauen und schwarzen Jacken oder Mänteln, Jeanshosen in blue oder schon wieder schwarz.
Dazu brauche ich keine Analyse um direkt zu erkennen, wie einsam und verlassen ich da hock oder steh mit meinem "bunten" Mäntelchen und mehr nicht und merke selbst, hey, Du scheinst die einzige zu sein, die was farbiges trägt - super bleib dabei - grins.


und vielleicht auch diese Zeitgeistidee, dass ALLE unglaublich darauf fokussiert sind total individuell sein zu wollen..alles individualisiert...und darin auch wieder Masse. Das denke ich.
Und ich als Kreative behaupte :
auch Grau ist eine Farbe und Grau ist nicht Grau, sondern im Grunde genommen ist auch Grau bunt sprich vielfälig . das weiß ich, denn ich habe einen bunten Blick und bin innen auch bunt..dafür außen manchmal nur schwarz.. ;-)

Ich schrieb schon mal, es gibt Leute die fallen durch ihre Kleidung auf, ohne es zu wollen, andere wollen auffallen und in beiden Fällen seh ich nichts negatives.
Und Masse bleibt immer grau, ich kenne es seit Jahrzehnten leider nicht anders. Im Winter sind doch alle langweiligen Kaufhäuser auf schwarz und grau eingestellt - ein paar originelle Boutiquen haben noch Farben im Winter - für mich eine Sensation - tut mir leid - aber Masse und indiviuell ist für mich ein Widerspruch.

Bae
15.03.2012, 22:17
Dennoch bleibt der Ursprung Arbeitshose, egal ob mit Label oder Strass-Steinchen.
Die Jeans hat ihren Ruf weg und zwar für immer, auch wenn Lagerfeld die Arbeitshose für EUR 300,00 designt

Arbeitshosen sind doch super. :smile: Es gibt auch immer mehr Arbeitshosen, die auch richtig gut aussehen.




Was Du da in "Uniformen" hineininterpretierst grenzt ja schon an Philosophie.


Das klingt ja als ob die Philosophie (auf Deutsch: die Liebe zur Weisheit) etwas Niedriges und Beleidigendes wäre. :freches grinsen:

grüsse, barbara

Inaktiver User
15.03.2012, 22:18
sowohl Uniformen wie Anzüge haben in der Regel klar definierte Linien, was zur Vermittlung von Autorität und Macht beitragen dürfte. meist wird auch die Vertikale betont, das Aufrechte. Dito für den Stil à la Coco Chanel, der sehr klar ist, wenn auch viel Schwarzweiss und nicht sehr farbig. (Lagerfeld-Chanel erschliesst sich mir nicht wirklich - scheint mir so eine hochgezüchtete Spielerei, l'art pour l'art und wenig praktisch)

T-Shirts hingegen haben manchmal (nicht immer) eine Neigung zum Undefinierten und Unklaren, mit einer Botschaft von "ich bin eigentlich gar nicht da. ihr seht mich nicht"



naja Banken... wenn es hierzulande etwas mehr Kompetenz und etwas mehr Vertreten von Kundeninteressen gäb, könnte ich auch ohne Probleme auf das aalglatte Outfit der Berater verzichten und hätte auch keine Probleme mit einem Banker ohne Kravatte und ohne Anuzug, dafür mit Nasenring oder sichtbarem Tattoo oder gefärbten Haaren. Da hab ich schon zu viele Blender getroffen, deren grösstes Talent offenbar darin bestand, den richtigen Anzug auszusuchen, und das war's dann schon. Die Substanz sollte dem Image eben schon auch noch entsprechen --> auch das hat viel mit Stil zu tun.

und die wenigen Zinsen, die es gibt, werden von den Gebühren locker aufgefressen. also who cares, ich hab ein Konto weil ich die Überweisungen machen muss, mit der Matratzenlösung käm ich wohl ansonsten besser weg.




richtig.

Aber falls es eine Wahl von entweder-oder gäbe, so nähme ich zuerst die inneren Werte, nicht die nette leere Verpackung.

grüsse, barbara

Ohne Banken läuft leider garnichts in der Welt und auch bei Dir nicht, es sei denn Du hast
einen Tresor in Keller voller Gold, der Goldkurs steigt momentan - grins.
Entweder oder kannte ich nie, ich bekam immer beides, bin ich bescheiden????
Nö, denn Bescheidenheit ist eine Zier doch weiter kommt man ohne ihr - Grüssle

Inaktiver User
15.03.2012, 22:20
Mir gefällt die Diskussion im Moment nicht mehr.

Es wird zu viel missverstanden und im Grunde genommen weiß ich gar nicht mehr worum es gerade geht.

Diskussionen um das Thema "Stil" sind aber oftmals genau so : irgendwann scheint mancher die Diskussion misszuverstehen : so als ginge es darum einen Stil aufzuwerten indem andere abgewertet werden.


Ich halte für mich fest : Ja, es gibt Menschen, die bevorzugen auch im Winter FARBE zu tragen und einige wie Mondnebel hier erklären das damit, dass sie der Meinung sind, dass das Dunkle das Dunkle anziehe. Ich nehme das zur Kenntnis und mehr nicht

Viel Spaß noch beim Diskutieren.. ich finde es im Moment nicht mehr interessant.

Inaktiver User
15.03.2012, 22:23
Arbeitshosen sind doch super. :smile: Es gibt auch immer mehr Arbeitshosen, die auch richtig gut aussehen.

Sicher für die Arbeit schon.


Das klingt ja als ob die Philosophie (auf Deutsch: die Liebe zur Weisheit) etwas Niedriges und Beleidigendes wäre. :freches grinsen:

grüsse, barbara
Du meine Güte, wer schrieb denn das Philosophie was beleidigendes sei außer DU??

Inaktiver User
15.03.2012, 22:31
ich finde es nicht nur nicht mehr interessant, sondern ich empfinde manche Aussagen hier als grob unhöflich. Wildwusel zum Beispiel schreibt viel, aber Käse habe ich von ihr noch nie gelesen.

Bae
15.03.2012, 22:33
Du meine Güte, wer schrieb denn das Philosophie was beleidigendes sei außer DU??

ich sagte lediglich, was ich zwischen den Zeilen bei dir las.

des Wusels Gedanken zu Uniform und Anzug fand ich nämlich sehr treffend und passend und keineswegs Käse.

grüsse, barbara

Inaktiver User
15.03.2012, 22:35
Bin im Bankensektor, über Kundschaft können wir nicht klagen und sicherlich hast Du auch irgendwo ein Konto, oder?? Also Eigentor. Aber Deinem Statement zu urteilen, lagerst Du Dein Geld im schlichten Kartoffelsack in graubeige Tönen, völlig ohne Beratung, aber auch ohne Zinsen - grins

Kein Eigentor Mondnebel, eher eins für Dich. Es ging um Deine Wortwahl. Aber vielleicht "mutest Du Deinen Kunden wirklich eine Beratung zu"

katelbach
15.03.2012, 22:37
Bin im Bankensektor, über Kundschaft können wir nicht klagen und sicherlich hast Du auch irgendwo ein Konto, oder?? Also Eigentor. Aber Deinem Statement zu urteilen, lagerst Du Dein Geld im schlichten Kartoffelsack in graubeige Tönen, völlig ohne Beratung, aber auch ohne Zinsen - grins

Kein Eigentor Mondnebel, eher eins für Dich. Es ging um Deine Wortwahl. Aber vielleicht "mutest Du Deinen Kunden wirklich eine Beratung zu"

:blumengabe:
Thanks awfully, wollte eben die Zitate zusammensuchen.

Inaktiver User
15.03.2012, 22:40
@katelbach:jubel:

Karla48
16.03.2012, 03:09
Einige hier haben vielleicht eine Meinung zu Stilfragen im Kleidungssektor.

Stil haben sie jedenfalls nicht. :freches grinsen:

Der zeigt sich nämlich nicht nur in der Klamotte. :erleuchtung:


Ich mag hier nicht mehr mitlesen und sag zum Abschied leise Servus. :fluestertuete: :freches grinsen:

xanidae
16.03.2012, 08:04
Ich werfe mal das Thema Finanzen in den Raum: viele Leute können sich nicht 5 Mäntel in 5 verschiedenen Farben zu leisten.
Mein Mantel ist Lila, dunkellila = kein Farbklecks in der Menge. Die Übergangsjacke ist fliedersorbet = Farbklecks in der Menge.
Natürlich würde mir noch eine Jacke in Türkis und ein Mantel in Beige gefallen.Pink wäre auch vorstellbar. Doch mir ist das zu viel Geld für Klamotten, außerdem frisst das Platz, den letztendlich kann ich nur eine davon tragen.
Andere entscheiden sich da eben für schwarz = passt zu allem. Wieder andere haben beruflich eine strenge Kleiderordnung. Die dürfen nicht im roten Mantel auftauchen. Z.B. Der Flugkapitän oder die Flugkapitänin.

Wer weiß, was diese Leute privat tragen?


Ich habe eine Freundin, die trägt nur drei Farben und ihr Schattierungen. Mischung Casual/Romantik. Ähnlich wie Katelbach. Das passt so gut zu ich und ich bin Farbjunkie und Colorblocker. Aber mein Stil ist nicht ihr Stil und umgekehrt.

Ob wir hier als Frauen mit eigenem Stil wahrgenommen werden, stelle ich in Frage. Ich mache mir eindeutig zu wenig Gedanken darüber, ob ich auch immer meinen Stil treffe. Kleidung wähle ich wie folgt aus: warm, bequem. Eingeteilt in Arbeit und Freizeit.

Inaktiver User
16.03.2012, 08:50
Einige hier haben vielleicht eine Meinung zu Stilfragen im Kleidungssektor.

Stil haben sie jedenfalls nicht. :freches grinsen:

Der zeigt sich nämlich nicht nur in der Klamotte. :erleuchtung:


Ich mag hier nicht mehr mitlesen und sag zum Abschied leise Servus. :fluestertuete: :freches grinsen:


Ja.

@Mondnebel: Du äußerst dich so unfassbar herablassend über Menschen, die z.B. Jeans tragen, das hat jedenfalls keinen Stil.

Bae
16.03.2012, 09:46
@Mondnebel: Du äußerst dich so unfassbar herablassend über Menschen, die z.B. Jeans tragen, das hat jedenfalls keinen Stil.

bleibt bloss zu hoffen, dass dies Handwerker nicht mitbekommen, die vielleicht mal was reparieren müssen im Haus... weil das sind ja nicht nur Leute, die Arbeitshosen tragen, sondern oh Schreck, die arbeiten tatsächlich körperlich! - damit eben die eleganten Dämchen sich nicht die Finger schmutzig machen müssen und im Komfort leben können.

Stil hat wohl auch etwas mit Wertschätzung zu tun, nicht zuletzt Wertschätzung dafür, was alles das eigene Leben schön macht.

grüsse, barbara

Latona
16.03.2012, 10:30
Ich denke auch, dass Eleganz nicht mit einem eigenen Stil verwechselt werden darf.

Eleganz besteht aus gewissen Elementen, die vorhanden sein müssen: Eher schlicht, aber keinesfalls überladen, hohe Qualität in Design und Material, mit einem Schuss Lässigkeit. Bemüht ist meistens nicht elegant.

So wird eine Frau, die auf High Heels nicht gehen kann, einen uneleganteren Eindruck machen als eine Frau, die leichtfüßig in bequemen Sneakers daher kommt.

Der eigene Stil ist dagegen etwas anderes. Er kann elegant sein, er kann jedoch auch ausgeflippt und jenseits jeder Trends oder Moden sein. Je näher er am Mainstream oder an den Modetrends ist, desto schwieriger ist er zu identifizieren. Menschen mit eigenem Stil nehmen sich aus den Modetrends auch nur das, was sie ohne großen Bruch in ihren bisherigen Stil integrieren können.

Die Aussage, dass alle Schwarzträger trübsinnige Tranfunzeln seien, ist schlichtweg Schwachfug. Meine Güte, die ganze Kreativbranche trägt Schwarz - einschließlich Monsieur Lagerfeld.

Schwarz ist eine elegante Farbe und eine mächtige Farbe.

Inaktiver User
16.03.2012, 12:03
ich sagte lediglich, was ich zwischen den Zeilen bei dir las.

des Wusels Gedanken zu Uniform und Anzug fand ich nämlich sehr treffend und passend und keineswegs Käse.

grüsse, barbara

Aha, ich kann leider nicht zwischen den Zeilen lesen.
Wusels Gedanken, sind Wusels Gedanken, aber Gedanken sind nunmal nicht objektiv.

wildwusel
16.03.2012, 12:17
Nee, im Gegenteil! Ich (recht farbig) würde mich freuen, wenn ich schöne Kleidung im Umfeld sehen würde. Das macht mir selber doch auch gute Laune, wenn fröhliche Farben um mich herum sind.!

Kann ich nachvollziehen -- ich freu mich auch, schöne oder interessante Menschen zu sehen. Oder eben schöne oder interessante Klamotten.

Was mir in diesem Strang ein bißchen stört sind Aussagen, die m.E. als Aufforerung rüberkommen, man habe doch bitte seinen Stil nach irgend jemands Präferenzen auszurichten. Das ist für mich so ziemlich die Antithese zu *eigenem* Stil, viel mehr als einen Stil zu haben, den viele Menschen in groben Zügen teilen.

(Und, was Latona sagt.)



Und hehey, durch eine Augen-OP sehe ich sogar manches Grau Violett ..
somit ist meine Welt eh bunter.

Da hab ich gerade ein total spannendes Buch gelesen, wo es viel um Worte für und Wahrnehmung von Farben ging, und wieso in der Ilias die See die Farbe von Wein haben konnte...



naja Banken... wenn es hierzulande etwas mehr Kompetenz und etwas mehr Vertreten von Kundeninteressen gäb, könnte ich auch ohne Probleme auf das aalglatte Outfit der Berater verzichten

Ich muß irgendwie immer grübeln, wieso der Mann in "meiner" Bankfiliale einen grauen Anzug mit Schlips trägt und die Frauen oliv- oder khakifarbene Chinos und bräunliche, orängelichliche oder rosaliche Blusen. Weil er Mann ist oder weil er Azubi ist?



Kleidung wähle ich wie folgt aus: warm, bequem. Eingeteilt in Arbeit und Freizeit.

"Form follows function" ist ja auch ein altehrwürdiges Gestaltungsprinzip :lachen:

wildwusel
16.03.2012, 12:18
Was gut und richtig war kommt wieder. Anzug und Kostüm sind Klassiker sie überlebten alle Trends der Modewelt und Konventionen sterben nie.

Die Hälfte meines Bekanntenkreises wartet immer noch drauf, daß knielange Tuniken für Männer wieder in Mode kommen. Und Gugeln. Vor allem Gugeln. :lachen:


Nö, ich seh gerne einen großen gutgebauten Mann in Uniform, Flugkapitäne besonders.

Naja, jeder hat so seins. Ich seh gut gebaute Männer lieber in engen Lederjeans. Oder im Kilt. Dafür steh ich nicht so auf japanische Schulmädchenoutfits. :freches grinsen:


Das hast Du aber böse geschrieben, denn außer Dir hat sich darüber so noch keiner hier geäußert.

Korrekt. Ich finde es bedenklich, Werbung als Maßstab für "was geht und was nicht" heranzuziehen. Man kommt dabei nur zu unerfreulichen Schlüssen.


Dennoch bleibt der Ursprung Arbeitshose, egal ob mit Label oder Strass-Steinchen.

So gesehen sind wir alle Sanscoulottes. Außer vielleicht auf dem Oktoberfest.


Wo schrieb ich schwarz sei kein eigener Stil???

Ich sehe in deinen Postings durchgängig eine Vermischung von Stil und Geschmack. Was ein bißchen lästig wäre, da man ja über Stil noch ganz gut reden kann, aber über Geschmack kaum. Aber diese Küchenpsychologisierung, auf der du besteht, ist ein bißchen mehr als lästig, da sie doch leicht als persönlicher Angriff aufgefaßt wird, insbesondere, da deine Hauptargumentationslinie zu sein scheint "ist aber so, und wenn du das nicht so siehst bist du defizitär". Das beabsichtigst du wahrscheinlich nicht, aber so kommt er rüber, und deswegen ist diese Debatte so langläufig. (Und natürlich, weil man sich über Geschmack eben doch streiten kann. Es führt nur zu nichts.)


So ein Käse, woher hast Du nur diese Weisheiten???

Ich lese viel, diskutiere mit allen möglichen Leuten, die ich im Leben sonst nicht treffen würde, im Internet, interessiere mich für Kunst und Kommunikation, und beobachte gerne Menschen.

Da ich allerdings dem Zanken im Internet anläßlich der Fastenzeit entsagen will, ziehe ich mich jetzt dezent zurück. Ich glaube, in diesem Strang ist alles Brauchbare bereits gesagt.

Inaktiver User
16.03.2012, 12:49
Da hab ich gerade ein total spannendes Buch gelesen, wo es viel um Worte für und Wahrnehmung von Farben ging, und wieso in der Ilias die See die Farbe von Wein haben konnte...


Ja, von Guy Deutscher, ne? :lachen:
Wenn man das gelesen hat, "argumentiert" man auch nicht mehr so "blind", was Farben angeblich zu bedeuten hätten.

Rowellan
16.03.2012, 13:37
Die Hälfte meines Bekanntenkreises wartet immer noch drauf, daß knielange Tuniken für Männer wieder in Mode kommen. Und Gugeln. Vor allem Gugeln. :lachen:
Du hast Kapuzenumhänge vergessen... :freches grinsen:




Naja, jeder hat so seins. Ich seh gut gebaute Männer lieber in engen Lederjeans. Oder im Kilt. Dafür steh ich nicht so auf japanische Schulmädchenoutfits. :freches grinsen:
Eine innere Stimme sagt mir, daß wir da so ziemlich auf der gleichen Linie liegen :fg engel:

SusannSu
16.03.2012, 14:37
Schwarz ist eine elegante Farbe und eine mächtige Farbe.

Ja, Schwarz mal eine elegante Sache sein, aber passend zu dem strahlenden Sonnenschein, hab ich mit nochmal diesen Brigitte-Artikel angeschaut: So tragen Sie die neuen Trends - BRIGITTE.de (http://www.brigitte.de/mode/trends/trends-tragen-1114660)
Ich persönlich liebe Buntes und freue mich auf den Frühling und die vielen farbigen Trends, So elegant Schwarz auch sein mag, Spaß macht es leider oft wenig. :niedergeschmettert:

Inaktiver User
16.03.2012, 16:58
Ja, Schwarz mal eine elegante Sache sein, aber passend zu dem strahlenden Sonnenschein, hab ich mit nochmal diesen Brigitte-Artikel angeschaut: So tragen Sie die neuen Trends - BRIGITTE.de (http://www.brigitte.de/mode/trends/trends-tragen-1114660)
Ich persönlich liebe Buntes und freue mich auf den Frühling und die vielen farbigen Trends, So elegant Schwarz auch sein mag, Spaß macht es leider oft wenig. :niedergeschmettert:

Tja, mein Stil passt so gar nicht zu irgendwelchen "Ratgebern" in Zeitschriften, schon gar nicht, wenn dort von irgendwelchen "Trends" die Rede ist.

"Mein" Stil macht mir immer Spaß, ganz gleich, welche Farben und Formen gerade "angesagt" sind ... "Trends" und "angesagte" Dinge haben ja mal per se nix mit "eigen" zu tun.

katelbach
16.03.2012, 17:12
Vor allem Gugeln. :lachen:


:wie?:
Muss ich doch gleich googlen :freches grinsen:

Und, Mädels, ich hab mir die Vorwürfe bezüglich düsterer Kleidung zu Herzen genommen: damit ich kein sooo depressives Bild abgebe war ich heute so in der Redaktion:


seeehr alte fast schon farblose Jeansröhre
weißes schmales langes Hemd (geschnitten wie ein Herrenhemd)
schwarzes (:unterwerf:) Nadelstreifenjackett
schwarze Stiefeletten (Absatz)
hellgrauer fein gewebter Riesenschal mit Paisleymuster
dazu gab es bunte lange Ohrringe, rote Brille und roten Lippenstift - und zur weiteren Gestaltung ein paar blonde Hundehaare am Jackett



Nicht elegant im Sinne eines Bankeroutfits, aber doch farbig genug, hoffe ich :freches grinsen:

Rowellan
16.03.2012, 17:26
Jackett und Stiefel sind bedenklich... aber die Hundehaare reißen's wieder raus :zwinker:

katelbach
16.03.2012, 17:29
Jackett und Stiefel sind bedenklich... aber die Hundehaare reißen's wieder raus :zwinker:

Oh, vielen Dank! Das hatte ich gehofft.
Da kriegen die 3 heute gleich ein Extra-Leckerli :freches grinsen:!

Inaktiver User
16.03.2012, 18:12
Die Hälfte meines Bekanntenkreises wartet immer noch drauf, daß knielange Tuniken für Männer wieder in Mode kommen. Und Gugeln. Vor allem Gugeln. :lachen:

Die gibt es schon längst wieder, bist Du so modisch wirklich so "out" - lach
Gugeln??? meinst Du etwa gurgeln?? Warste beim Zahnarzt?? Du Arme.


Naja, jeder hat so seins. Ich seh gut gebaute Männer lieber in engen Lederjeans. Oder im Kilt. Dafür steh ich nicht so auf japanische Schulmädchenoutfits. :freches grinsen:

Lederjeans?? was müssen die müffeln, puh... naja, manche stehen auf Geruch.
War noch nie in Japen, keine Ahnung.


Korrekt. Ich finde es bedenklich, Werbung als Maßstab für "was geht und was nicht" heranzuziehen. Man kommt dabei nur zu unerfreulichen Schlüssen.

dito


So gesehen sind wir alle Sanscoulottes. Außer vielleicht auf dem Oktoberfest.

??????


Ich sehe in deinen Postings durchgängig eine Vermischung von Stil und Geschmack. Was ein bißchen lästig wäre, da man ja über Stil noch ganz gut reden kann, aber über Geschmack kaum. Aber diese Küchenpsychologisierung, auf der du besteht, ist ein bißchen mehr als lästig, da sie doch leicht als persönlicher Angriff aufgefaßt wird, insbesondere, da deine Hauptargumentationslinie zu sein scheint "ist aber so, und wenn du das nicht so siehst bist du defizitär". Das beabsichtigst du wahrscheinlich nicht, aber so kommt er rüber, und deswegen ist diese Debatte so langläufig. (Und natürlich, weil man sich über Geschmack eben doch streiten kann. Es führt nur zu nichts.)

Farbanalysen, Farbentypologie und Farbenwirkung ist leider nicht auf meinen Mist gewachsen, da musst Du Dich leider an andere wenden, sorry.


Ich lese viel, diskutiere mit allen möglichen Leuten, die ich im Leben sonst nicht treffen würde, im Internet, interessiere mich für Kunst und Kommunikation, und beobachte gerne Menschen.
Da ich allerdings dem Zanken im Internet anläßlich der Fastenzeit entsagen will, ziehe ich mich jetzt dezent zurück. Ich glaube, in diesem Strang ist alles Brauchbare bereits gesagt.

Danke für das Kompliment

Inaktiver User
16.03.2012, 18:15
Bin im Bankensektor, über Kundschaft können wir nicht klagen und sicherlich hast Du auch irgendwo ein Konto, oder?? Also Eigentor. Aber Deinem Statement zu urteilen, lagerst Du Dein Geld im schlichten Kartoffelsack in graubeige Tönen, völlig ohne Beratung, aber auch ohne Zinsen - grins

Kein Eigentor Mondnebel, eher eins für Dich. Es ging um Deine Wortwahl. Aber vielleicht "mutest Du Deinen Kunden wirklich eine Beratung zu"

Schrieb ich, ich sei Beraterin???
Evtl. bin ich ja nur die Sekretärin vom Chef und da ich viel repräsentieren muss, trag ich halt Chanel, den Herren gefällt es ausgesprochen gut - endlich eine Frau im Kostüm und nicht in Hosen - danke, hör ich gerne.

Inaktiver User
16.03.2012, 18:18
Ja.

@Mondnebel: Du äußerst dich so unfassbar herablassend über Menschen, die z.B. Jeans tragen, das hat jedenfalls keinen Stil.

Bitte konkretisieren, ich schrieb nur, das Jeans Massenstil sind und ich sie somit langweilig und bieder finde,
was ist daran herablassend?? Den Menschen dabei erwähnte ich überhaupt nicht.

Viele meiner Freunde sind Jeansträger, ich trage Kostüm und dennoch verstehen wir uns, wenn uns modisch auch Welten trennen und diese Freunde auch wissen, dass ich kein Jeanstyp bin.

Seltsamerweise werde ich gerade von Männern in Jeans kontaktiert, die finden mich im Kostüm einfach umwerfend. Tchja, die Gegensätze, leider.

Inaktiver User
16.03.2012, 18:40
Mondnebel

noch einmal kurz zu Deiner Behauptung, dass Jeans Massenstil sei..

Das behauptete ich auch .. vor ca zwei/drei Jahren...es änderte sich etwas.. vielleicht nicht in Deinem Umfeld, aber anderswo..

respektiere doch einfach auch, dass sich manches ändert: Thema war eh etwas völlig anderes als Deine Weltsicht, man hat Dich ja verstanden und Dir rückgemeldet, dass es andere ( differenziertere ) Ansichten gibt.

Zig Frauen mögen das was Du behauptetes aber auch noch behaupten und sich als eine der wenigen Frauen im Kostümchen oder Bunt im Winter fühlen : die Wahrheit ist aber eine andere...seit einigen Jahren schon..

Es gibt Mischehen.......> es gibt Mischformen von Jeansträgerinnen und Kleidchenträgerin und das ist auch gut so..:blume:

Es gibt aber auch die nur Kleider-Rockträgerin . ich bin (fast..ich trage ab und zu Jeans oder schwarze Hose) eine solche.. aber es gibt derer auch immer mehr..

Fazit: Man kann seine Singularität in Bezug auf Kleidung und gefühlt eigenen Stil nicht erzwingen und herbeireden bzw andere die das nicht sehen wollen durch Reden/Schreiben davon überzeugen.... wie ich behaupte, IST sie eh WENN sie denn ist...am eindeutigsten ohne Kleidung..und INNEN.

Es ist aber auch supereinfach, sich sehr eigen und anders zu fühlen : Zum Beispiel in der Fankurve der gegnerischen Mannschaft mit dem Trikot der anderen Mannschaft..

und dergleichen Ideen. Vielleicht verdeutlicht dieses Beispiel aber wie "eigen" dieser Kleidungsstil ist : er ist nur anders als die in dieser Ecke des Stadions..
in einer anderen ist er doch wieder das was viele ähnlich tragen..

katelbach
16.03.2012, 18:43
Schrieb ich, ich sei Beraterin???
Evtl. bin ich ja nur die Sekretärin vom Chef und da ich viel repräsentieren muss, trag ich halt Chanel, den Herren gefällt es ausgesprochen gut - endlich eine Frau im Kostüm und nicht in Hosen - danke, hör ich gerne.

Nein, nein! Niemand unterstellt Dir, Du seist Beraterin.
Nur diese kryptische Aussage fiel auf:



Welche ältere Klientel auf der Bank wird einem "Berater im Punkstil" eine kompetente Beratung zumuten?

Inaktiver User
16.03.2012, 18:46
Nein, nein! Niemand unterstellt Dir, Du seist Beraterin.
Nur diese kryptische Aussage fiel auf:

Ist auch so, viele ältere Kunden (die meisten sind älter) möchte noch nicht mal einen Berater unter 30, weil der zu jung und zu wenig berufserfahren sei, wenn der da noch im Punkerstil hocken würde, ging garnichts mehr.

Inaktiver User
16.03.2012, 19:11
[QUOTE=gerritz;15991246]


WENN sie denn ist...am eindeutigsten ohne Kleidung..und INNEN.:schild genau:

Es ist aber auch supereinfach, sich sehr eigen und anders zu fühlen : Zum Beispiel in der Fankurve der gegnerischen Mannschaft mit dem Trikot der anderen Mannschaft.. Danke sehr, ich kugele mich gerade vor lachen:prost:

Inaktiver User
16.03.2012, 19:19
und da ich viel repräsentieren muss, trag ich halt Chanel,

auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen . .

Chanel ist geprägt von KARL LAGERFELD und Karl Lagerfeld ist mehr Punk und Rock`nRoll als Du vielleicht glaubst :smile:

Die Idee, Kostümchen zu tragen und immrer wieder mit dem Label "Chanel" zu wedeln, ist auch ein Stil : angesichts der Overkillmodeidee mit diesen ganzen Chanelkostümchgenfakes würde ich dergleichen aber heute nicht tun..

das klingt zu dick aufgetragen wie eine gefakte LV-Tasche, mit Verlaub. Bitte lasse Dir das auch rückmelden, da Dir das anscheinend nicht bewusst zu sein scheint.

Sicher gefällt Männer eine Frau im Kostüm ..wem sagst Du das : freue Dich darüber das Du gefällst..wie andere Frauen auch und fokussiere doch nicht ständig darauf, dass andere Frauen ( Du behauptest die Jeansträgerinnen) das nicht haben..

und nochmals : NEIN, nicht einmal das hast Du allein..nicht einmal das ist Dein eigener Stil.. zig Frauen sind diesbezüglich ähnlich..

und manche kann eh anziehen was sie will und ist Eyecatcher.. ohne Highheels und Kostümchen..und auch ohne Chanel..

:-)

aber natürlich hat das Label einen exklusiven Klang..

Inaktiver User
16.03.2012, 19:25
hier noch einmal ein Chanel-Kostüm der besonderen Art

http://img1.brigitte.de/asset/Image/Imported/mode/mode_trends/images2/coco-chanel-125/Chanel-028.jpg

Die Kommentare der meisten Herren ahne ich..

:smile:

DAS ist mal was anderes ;-)

oder Chanel wenigstens so..mit diesen pinken Augenbrauen..Fransen am Saum..frische Blumen im Haar

http://ah-facevision.com/wp-content/uploads/2011/08/w_11_ad_pink_eyebrows.jpg

Inaktiver User
16.03.2012, 19:47
Also, ich als Küchenpsychologin frage mich schon, warum man so darauf pochen muss, "anders" zu sein als andere, "herauszustechen", und zwar auf optische Art. :wie?:
Und ob bunte Kleidung/Chanel/was-auch-immer-als-"eigen"-erachtet-wird da tatsächlich ausschlaggebend ist.

katelbach
16.03.2012, 19:51
Ist auch so, viele ältere Kunden (die meisten sind älter) möchte noch nicht mal einen Berater unter 30, weil der zu jung und zu wenig berufserfahren sei, wenn der da noch im Punkerstil hocken würde, ging garnichts mehr.

Ob nach allem, was bei der Beratung (nicht nur) der älteren Klientel schon gelaufen ist und publik gemacht wurde, überhaupt noch Vertrauensbildung möglich ist ... Blaumann-Träger oder Irokese mit rotkarierter Dreiviertelhose her oder hin:freches grinsen:.


"Welche ältere Klientel (in) einer Bank wird (würde) einem "Berater im Punkstil" eine kompetente Beratung zutrauen?"

"Welche Bank wird (würde) ihrer älteren Klientel einen "Berater im Punkstil" zumuten?"

Was wolltest Du denn nun sagen?

Tut mir Leid, Mondnebel, das ist eine Berufskrankheit :lachen:.

katelbach
16.03.2012, 19:54
http://img1.brigitte.de/asset/Image/Imported/mode/mode_trends/images2/coco-chanel-125/Chanel-028.jpg


http://ah-facevision.com/wp-content/uploads/2011/08/w_11_ad_pink_eyebrows.jpg

hat was :blumengabe:

Inaktiver User
16.03.2012, 19:57
Ihr macht mich echt fertig mit diesem bewertenden Diskussionsstil....:knatsch:

Heute durfte ich eine junge Frau kennen lernen, die mich wirklich sehr beeindruckt hat durch.......ihren Stil?
Sie trug ihre Haare zu sehr langen Zöpfen unter einer Mütze mit Blümchen drauf, darunter lugte ein Pony raus, der kerzengerade war. Ihr Make up war zart, hatte fast was zerbrechliches mit einem filigranen Lidstrich.

Ihre Tasche hatte fast was "selbstgebasteltes" natürlich war sie dies nicht, doch sah sie nicht von der Stange aus. Ihren Mantel machte sie zu etwas besonderem durch einzelne kleine Blumenbroschen.

Und sie trug einen wunderschönen Ring, eine zarte kleine, zierliche, rosa Rosenblüte.

Dieses Outfit könnte ein sauteures, oder auch ein überaus günstiges sein.
Doch was mir sofort ins Auge stach: Jedes Detail entsprach dem, was diese junge Frau auch durch
ihr Wesen und Auftreten aussagte.

Ich war wirklich beeindruckt, denn sie wirkte sehr jung auf mich und strahlte dennoch eine starke Stilsicherheit aus.

Ich würde diesen Begriff niemals nicht an Marken oder Farben festmachen, ob jemand Stil hat oder nicht zeigt sich im gesamten Auftreten, dies natürlich auch hier.
Erst dann lässt sich erkennen, ob Mensch, Ausdruck und modischer Eindruck überhaupt zusammen passen.

Alles andere ist für mich Mode, oder auch Geschmack und über diesen lässt sich doch bekanntlich nicht streiten, oder?

Inaktiver User
16.03.2012, 20:03
Doch was mir sofort ins Auge stach: Jedes Detail entsprach dem, was diese junge Frau auch durch ihr Wesen und Auftreten aussagte.

Ich war wirklich beeindruckt, denn sie wirkte sehr jung auf mich und strahlte dennoch eine starke Stilsicherheit aus.


Ja - genau das macht auch m.M.n. Stil aus - wenn das Äußere dem eigenen Wesen zu entsprechen scheint (ich schreibe "scheint", weil man das in der Regel ja nicht wirklich beurteilen kann, sondern nur einen Eindruck gewinnt).

Inaktiver User
16.03.2012, 20:07
Ich lache so, dass ich nicht mehr formvollendet zitiere, sorry.

Ich frage mich gerade, was eigentlich so wichtig ist an einem "eigenen Stil". Warum ist es so wichtig für manche, sich äusserlich von der bösen "Masse abzuheben? Ist es das Auffallen wollen um jeden Preis? Ist es eine gewisse Überheblichkeit im Sinne von "Ich weiß es besser", "Ich bin besser"? Ist es ein Dazugehören wollen zu denen, die auch einen eigenen Stil haben? Sind die

Ich weiß es nicht. Und eigentlich weiß ich auch nicht, was ein eigener Stil ist. Edles Kostüm oder Hosenanzug, was ist daran eigen? Ein Rock, wow, wie außergewöhnlich. Tausende von Frauen tragen sowas, weil sie es in ihren Chefetagen, Banken und Kanzleien halt müssen. Eine Uniform halt.

Inaktiver User
16.03.2012, 20:25
Wir Menschen wollen halt alle irgendwie "besonders" sein, und manche versuchen das über die Optik.
Manche versuchen das sogar darüber, "in" und "trendy" sein zu wollen, obwohl das der Idee der Individualität ja genau entgegensteht.

Bae
16.03.2012, 20:45
Ihre Tasche hatte fast was "selbstgebasteltes" natürlich war sie dies nicht,

warum "natürlich"? Es gibt viele Leute, die selbst Kleidung und Accessoires herstellen. Hat sie gesagt, dass sie gekauft und nicht selbst gemacht ist?

grüsse, barbara

katelbach
16.03.2012, 20:47
Ich lache so, dass ich nicht mehr formvollendet zitiere, sorry.

Ich frage mich gerade, was eigentlich so wichtig ist an einem "eigenen Stil". Warum ist es so wichtig für manche, sich äusserlich von der bösen "Masse abzuheben? Ist es das Auffallen wollen um jeden Preis? Ist es eine gewisse Überheblichkeit im Sinne von "Ich weiß es besser", "Ich bin besser"? Ist es ein Dazugehören wollen zu denen, die auch einen eigenen Stil haben? Sind die

Ich weiß es nicht. Und eigentlich weiß ich auch nicht, was ein eigener Stil ist. Edles Kostüm oder Hosenanzug, was ist daran eigen? Ein Rock, wow, wie außergewöhnlich. Tausende von Frauen tragen sowas, weil sie es in ihren Chefetagen, Banken und Kanzleien halt müssen. Eine Uniform halt.

Bingo!

Es reicht, dass einem das was sie/er trägt gefällt und sie/er sich nicht verkleidet fühlt.

Bae
16.03.2012, 20:48
Ich frage mich gerade, was eigentlich so wichtig ist an einem "eigenen Stil".

Weil wir Individuen sind, weil wir alle verschieden sind, weil kreativer Ausdruck auch in der Kleidung ein Privileg des Menschen ist...

und nein, eigener Stil muss nicht bedeuten, auffällig zu sein, oder überheblich zu sein. Es bedeutet einfach, sich selbst zu sein.




Und eigentlich weiß ich auch nicht, was ein eigener Stil ist.

Eigener Stil ist, wenn man ein Outfit an eine Puppe hängen kann und du sofort erkennst, zu welcher Person dieses Outfit gehört - weil es halt der typische Stil dieser Person ist.

grüsse, barbara

Inaktiver User
16.03.2012, 21:26
auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen . .
Chanel ist geprägt von KARL LAGERFELD und Karl Lagerfeld ist mehr Punk und Rock`nRoll als Du vielleicht glaubst :smile:

Karl Lagerfeld ist einer von vielen Designern nicht mehr und nicht weniger und Chanel ist von Coco Chanel von sonst niemandem. Und Lagerfeld sagte auch, ab Grösse 38 ist man dick, eigentlich schon ab Gr. 36.
Wo sind die weiblichen Kritiker zu dem Satz???


Die Idee, Kostümchen zu tragen und immrer wieder mit dem Label "Chanel" zu wedeln, ist auch ein Stil : angesichts der Overkillmodeidee mit diesen ganzen Chanelkostümchgenfakes würde ich dergleichen aber heute nicht tun..

Kann mir dieses Statement mal jemand übersetzen??
Was sind Chanelkostümchenfakes??? Chanel ist ein Kostüm, wieso dann das Wort Chanelkostümchen???
Mir steht Chanel fantastisch und man soll ja das tragen, worin man sich am wohlsten fühlt, die einen vielen in Jeans, die anderen wenigen, wie ich, in Chanel und alle sind glücklich - auch Du nehm ich an.


Bitte lasse Dir das auch rückmelden, da Dir das anscheinend nicht bewusst zu sein scheint.

Mir ist nur bewusst, wie gut ich in Chanel aussehe, wenn ich vorm Spiegel steh, alles andere interessiert mich null.


Sicher gefällt Männer eine Frau im Kostüm ..wem sagst Du das : freue Dich darüber das Du gefällst..wie andere Frauen auch und fokussiere doch nicht ständig darauf, dass andere Frauen ( Du behauptest die Jeansträgerinnen) das nicht haben..

Ich sag nichts gegen Jeansträgerinnen, auch da wiederhole ich mich, ich mag nur keine Jeans.
Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Schwester, die trägt fast nur Jeans, mal als Beispiel.


und nochmals : NEIN, nicht einmal das hast Du allein..nicht einmal das ist Dein eigener Stil.. zig Frauen sind diesbezüglich ähnlich..
und manche kann eh anziehen was sie will und ist Eyecatcher.. ohne Highheels und Kostümchen..und auch ohne Chanel..
aber natürlich hat das Label einen exklusiven Klang..
Da täuscht Du dich aber gewaltig, am Bahnhof unter Jugendlichen Leuten, Mädels in engen Jeans und ich im Chanel (1,78, 62 kg, lange schmale Beine), was glaubst auf wenn die Jüngelchen starren....auf die Omi im Chanel....denn die Mädels in Jeans sehen sie jeden Tag und nicht nur die Jüngelchen glotzen da.
Chanel wirkt elegant und Eleganz zieht ungemein, wenn ich im Winter einen passenden Mantel leger über dem Köstum trage und passende Lederhandschuhe fühle ich mich wie auf dem Präsentierteller der Blicke.
Die Damen in Jeans und Bollerjacke, welche in Massen auftreten werden leider da komplett übersehen, auch wenn sie ganz hübsch sind, aber das bin ich ja auch - grins - eben nur in Rock und Kurzblazer mit schicken Pumps.

Und ich wiederhole mich nochmals - Chanel kann nicht jede Frau tragen - aber Jeans auch nicht.

Laufrad
16.03.2012, 21:31
Eigener Stil ist, wenn man ein Outfit an eine Puppe hängen kann und du sofort erkennst, zu welcher Person dieses Outfit gehört - weil es halt der typische Stil dieser Person ist.

Genau!

Das ist imho eine sehr treffende Beschreibung. Barbara, danke! :blume: WAS da hängt ist total egal, es ist "einfach nur" typisch für eine bestimmte Person.

Inaktiver User
16.03.2012, 21:36
und nein, eigener Stil muss nicht bedeuten, auffällig zu sein, oder überheblich zu sein. Es bedeutet einfach, sich selbst zu sein.


Ja, es zeigt dass da jemand weiß wer er ist und sich kennt. Und im besten Fall jemand mit einer eigenen Meinung ist, der sich nichts von aussen aufschwatzen lässt was ihm nicht entspricht. Find ich nicht oberflächlich, im Gegenteil.

Laufrad
16.03.2012, 21:36
Und ich wiederhole mich nochmals - Chanel kann nicht jede Frau tragen - aber Jeans auch nicht.

Ich bin eine der Frauen, die Chanel nicht tragen kann. Ich kann es mir nicht wirklich leisten. Einfach zu teuer. 2.500,-€ (??) alleine für eine Jacke...

Du bist vermutlich die Sekretärin von Josef Ackermann. Nicht falsch verstehen, ich gönne es dir.

Inaktiver User
16.03.2012, 21:37
Ob nach allem, was bei der Beratung (nicht nur) der älteren Klientel schon gelaufen ist und publik gemacht wurde, überhaupt noch Vertrauensbildung möglich ist ... Blaumann-Träger oder Irokese mit rotkarierter Dreiviertelhose her oder hin:freches grinsen:.


"Welche ältere Klientel (in) einer Bank wird (würde) einem "Berater im Punkstil" eine kompetente Beratung zutrauen?"

"Welche Bank wird (würde) ihrer älteren Klientel einen "Berater im Punkstil" zumuten?"

Was wolltest Du denn nun sagen?

Tut mir Leid, Mondnebel, das ist eine Berufskrankheit :lachen:.

Du kennst Dich wohl aus und hast gerade aus dem Nähkästchen geplaudert.
Also ein Punker hätte bei uns im Vorstellungsgespräch schlechte Karten.
Mag sein, dass es Chefs gibt, welche nur auf die inneren Werte achten und einen Punker einstellen,
kennst Du einen??? Ich meine Chef.

Inaktiver User
16.03.2012, 21:39
Also, ich als Küchenpsychologin frage mich schon, warum man so darauf pochen muss, "anders" zu sein als andere, "herauszustechen", und zwar auf optische Art. :wie?:
Und ob bunte Kleidung/Chanel/was-auch-immer-als-"eigen"-erachtet-wird da tatsächlich ausschlaggebend ist.

Du fällst doch auch auf, oder?? Mit Hundehaaren....also Eigentor....zum Thema herausstechen....

Inaktiver User
16.03.2012, 21:44
Ich lache so, dass ich nicht mehr formvollendet zitiere, sorry.

Ich frage mich gerade, was eigentlich so wichtig ist an einem "eigenen Stil". Warum ist es so wichtig für manche, sich äusserlich von der bösen "Masse abzuheben? Ist es das Auffallen wollen um jeden Preis? Ist es eine gewisse Überheblichkeit im Sinne von "Ich weiß es besser", "Ich bin besser"? Ist es ein Dazugehören wollen zu denen, die auch einen eigenen Stil haben? Sind die

Ich weiß es nicht. Und eigentlich weiß ich auch nicht, was ein eigener Stil ist. Edles Kostüm oder Hosenanzug, was ist daran eigen? Ein Rock, wow, wie außergewöhnlich. Tausende von Frauen tragen sowas, weil sie es in ihren Chefetagen, Banken und Kanzleien halt müssen. Eine Uniform halt.

Du solltest mal die Posting korrekt durchlesen bevor Du antwortest, sorry.
Aber auch in meinen Statements kommt klar zum Ausdruck, dass nicht jeder Typ, der sich originell und einfallsreich kleidet AUFFALLEN will.

Er hat seinen eigenen Geschmack, der sich von der Masse abhebt, das ist alles.

Nirgendwo steht geschrieben, dass diese Leute sich fast umbringen um aufzufallen, da kann man auch nackt durch die Straßen laufen, da fällt man auch auf und muss sich nicht überlegen, was zieh ich an.

So ein Schmarrn lese ich hier öfter.

Warum wollen manche Leute unbedingt auffallen???
Künstler, Designer, Dichter, Denker, Forscher und Wissenschaftler könnten auch in die Rige fallen.
Mit Mode hat das wenig zu tun.

Also bitte differenzierter.

Laufrad
16.03.2012, 21:45
Du kennst Dich wohl aus und hast gerade aus dem Nähkästchen geplaudert.


Es ging um deine Formulierung. Die war missverständlich. Vermutlich war sie sprachlich einfach falsch. Die älteren Kunden muten dem Berater, egal ob Punk oder Nadelstreifen, keine Beratung zu. Aktive Verwendung des Verbs zumuten, Subjekt ist Kunden. Oder doch?

Inaktiver User
16.03.2012, 21:47
Genau!

Das ist imho eine sehr treffende Beschreibung. Barbara, danke! :blume: WAS da hängt ist total egal, es ist "einfach nur" typisch für eine bestimmte Person.

Genau!
aber an der Puppe kann auch Jeans und T-Shirt hängen - macht keinen Unterschied - für eine bestimmte Person.

Inaktiver User
16.03.2012, 21:51
Ich bin eine der Frauen, die Chanel nicht tragen kann. Ich kann es mir nicht wirklich leisten. Einfach zu teuer. 2.500,-€ (??) alleine für eine Jacke...

Du bist vermutlich die Sekretärin von Josef Ackermann. Nicht falsch verstehen, ich gönne es dir.

Wer spricht hier vom Original?? Habe ich das mit einem Wort erwähnt - wenn schon meine Postings zitiert werden, dann korrekt. Ich mag die Schnittform, den Stil des Chanel und einige Kostüme sehen aus wie Chanel, weil sie die Form haben, diese trage ich. Auch habe ich mit Kopie keinerlei Probleme, schrieb ich auch, wenn mir das Stück optimal passt und farblich steht interessieren mich Labels und Lagerfelds und Marken allerart null, nur die Qualität soll nicht schlecht sein.

Laufrad
16.03.2012, 21:52
Genau!
aber an der Puppe kann auch Jeans und T-Shirt hängen - macht keinen Unterschied - für eine bestimmte Person.

Natürlich kann der eigene Stil auch durch bestimmte Jeans und T-Shirts bestimmt sein. "Ausgewaschene Röhre und Band-Shirt einer Heavy Metal Band - Heike!" Und darum geht es hier doch. Eigener Stil.

Eine Nachbarin trägt immer Glitzer in Kombi mit Leo oder andren Tiermustern. Meines Erachtens nicht sonderlich schön aber typisch für ihren Stil.

Inaktiver User
16.03.2012, 21:56
Es ging um deine Formulierung. Die war missverständlich. Vermutlich war sie sprachlich einfach falsch. Die älteren Kunden muten dem Berater, egal ob Punk oder Nadelstreifen, keine Beratung zu. Aktive Verwendung des Verbs zumuten, Subjekt ist Kunden. Oder doch?

Kennst Du ältere Kunden, die Punks mögen, dann raus damit, ich kenne keine, auch keine Personaler, die welche einstellen würden. Man wirkt immer durch seine Kleidung, ob man es will oder nicht.

Warum werden die allgegenwärtigen Jeansträger als unkompliziert gesehen??
Ob sie es wirklich sind weiß der Kuckkuck.

Eben Kleidung wirkt, das sollte sich jeder bewusst machen, positiv oder negativ.
Warum tragen Leute beim Vorstellungsgespräch eben nicht mal die gute alte Jeans???
Weiß wohl jeder hier, eben....aber mich kritisieren, weil ich ja so gegen Jeans bin. Eigentor, soviele Eigentore und die gute Doppelmoral der Gesellschaft, hier finde ich sie auch, leider.

Inaktiver User
16.03.2012, 21:57
Karl Lagerfeld ist einer von vielen Designern nicht mehr und nicht weniger und Chanel ist von Coco Chanel von sonst niemandem. Und Lagerfeld sagte auch, ab Grösse 38 ist man dick, eigentlich schon ab Gr. 36.
Wo sind die weiblichen Kritiker zu dem Satz???

Kann mir dieses Statement mal jemand übersetzen??
Was sind Chanelkostümchenfakes??? Chanel ist ein Kostüm, wieso dann das Wort Chanelkostümchen???
Mir steht Chanel fantastisch und man soll ja das tragen, worin man sich am wohlsten fühlt, die einen vielen in Jeans, die anderen wenigen, wie ich, in Chanel und alle sind glücklich - auch Du nehm ich an.

Mir ist nur bewusst, wie gut ich in Chanel aussehe, wenn ich vorm Spiegel steh, alles andere interessiert mich null.

Ich sag nichts gegen Jeansträgerinnen, auch da wiederhole ich mich, ich mag nur keine Jeans.
Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Schwester, die trägt fast nur Jeans, mal als Beispiel.

Da täuscht Du dich aber gewaltig, am Bahnhof unter Jugendlichen Leuten, Mädels in engen Jeans und ich im Chanel (1,78, 62 kg, lange schmale Beine), was glaubst auf wenn die Jüngelchen starren....auf die Omi im Chanel....denn die Mädels in Jeans sehen sie jeden Tag und nicht nur die Jüngelchen glotzen da.
Chanel wirkt elegant und Eleganz zieht ungemein, wenn ich im Winter einen passenden Mantel leger über dem Köstum trage und passende Lederhandschuhe fühle ich mich wie auf dem Präsentierteller der Blicke.
Die Damen in Jeans und Bollerjacke, welche in Massen auftreten werden leider da komplett übersehen, auch wenn sie ganz hübsch sind, aber das bin ich ja auch - grins - eben nur in Rock und Kurzblazer mit schicken Pumps.

Und ich wiederhole mich nochmals - Chanel kann nicht jede Frau tragen - aber Jeans auch nicht.


Du bist so eingebildet, danke, ich habe mal herzhaft gelacht heute abend! :lachen:

Laufrad
16.03.2012, 21:58
wenn schon meine Postings zitiert werden, dann korrekt.

Welches Zitat meinst du?

Jetzt zitiere ich noch einmal aus dem Beitrag, auf den ich mich bezog:


Mädels in engen Jeans und ich im Chanel

Laufrad
16.03.2012, 22:00
Kennst Du ältere Kunden, die Punks mögen, dann raus damit, ich kenne keine, auch keine Personaler, die welche einstellen würden. Man wirkt immer durch seine Kleidung, ob man es will oder nicht.
? Es ging um den aktiven Gebrauch des Verbs zumuten in Bezug auf das Subjekt deines Satzes.

Inaktiver User
16.03.2012, 22:02
Sicher gefällt Männer eine Frau im Kostüm ..wem sagst Du das : freue Dich darüber das Du gefällst..wie andere Frauen auch und fokussiere doch nicht ständig darauf, dass andere Frauen ( Du behauptest die Jeansträgerinnen) das nicht haben..



Ist das so?
Ich lebe in der Haupstadt der Anzug- und Kostümträger (London); hier ist eben das Kostümchen die alltägliche Uniform, Jeans sieht man im Strassenbild wesentlich weniger als das klassische Business-Outfit und (soweit ich das beurteilen kann) nur bei Touristen.

Persönlich bemerke ich deutlich gesteigertes Männer Interesse wenn ich Jeans trage. Nun mag ich Jeans, und sie entsprechen wesentlich mehr meinem Stil (und meinem Wesen) als Komplett-Kostüm (Jeans mit Kostümjacke trag ich gern).

Aber nun bedeutet 'eigener Stil' ja auch gar nicht, Männer-Interesse wecken (das geht mit einem Push up und einem T-shirt ;-)
Es bedeutet doch: Erkennen wer man ist un dsich entsprechend kleiden. Oder?

Inaktiver User
16.03.2012, 22:04
Du bist so eingebildet, danke, ich habe mal herzhaft gelacht heute abend! :lachen:

Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr.

Also bleib bescheiden, da kann Dich jeder leiden.
Aber denk daran, jedermanns Liebling ist jedermanns Depp.
Schönes WE - Grüssle

Inaktiver User
16.03.2012, 22:05
Welches Zitat meinst du?

Jetzt zitiere ich noch einmal aus dem Beitrag, auf den ich mich bezog:


Also wenn, dann bitte den ganzen Abschnitt zitieren und nicht nur ein Fitzel, denn es gehört zum gesamten Artikel.

Inaktiver User
16.03.2012, 22:05
Chanel wirkt elegant und Eleganz zieht ungemein, wenn ich im Winter einen passenden Mantel leger über dem Köstum trage und passende Lederhandschuhe fühle ich mich wie auf dem Präsentierteller der Blicke.
Die Damen in Jeans und Bollerjacke, welche in Massen auftreten werden leider da komplett übersehen, auch wenn sie ganz hübsch sind, aber das bin ich ja auch - grins - eben nur in Rock und Kurzblazer mit schicken Pumps.



Ich finde das erschreckend, wie zweidimensional dein Blick zu sein scheint.

Inaktiver User
16.03.2012, 22:06
? Es ging um den aktiven Gebrauch des Verbs zumuten in Bezug auf das Subjekt deines Satzes.


Ja und was hat das jetzt mit Thema - Eigener Stil - zu tun??

katelbach
16.03.2012, 22:06
Du kennst Dich wohl aus und hast gerade aus dem Nähkästchen geplaudert.
Also ein Punker hätte bei uns im Vorstellungsgespräch schlechte Karten.
Mag sein, dass es Chefs gibt, welche nur auf die inneren Werte achten und einen Punker einstellen,
kennst Du einen??? Ich meine Chef.

Innere Werte im Bankenunmfeld?

Nein, mit dem Bank-Business kenne ich mich nicht aus. Profitmaximierung interessiert mich nicht.

Ich kenne mich mit Sprache aus, deshalb sprang mich Dein falscher Satz an.

Und ja: ich kenne Chefs, die Mitarbeiter mit Zungenpiercings, großen Tattoos, Jeans-/Hoody-, Birkenstock oder Schwarzträger einstellen, wenn sie qualifiziert sind. Natürlich nicht aus dem Bankenumfeld, sondern Mediziner, Naturwissenschaftler, Juristen, IT-ler, Architekten, Kreative, Orchesterleiter - whatever.

Du kannst ja tragen, was Du möchtest. Fein, wenn Du Deinen Stil gefunden hast (um wieder zum Thema des Strangs zurück zu mäandern). Ex cathedra sprechen und ein Dogma aus Deinem subjektiven ästhetischen Empfinden ableiten kannst und solltest Du nicht.

Inaktiver User
16.03.2012, 22:07
Es bedeutet doch: Erkennen wer man ist un dsich entsprechend kleiden. Oder?

Und sich deshalb darin auch wohlfühlen und das ausstrahlen... wer sich verkleiden muss um "besonders" zu wirken wird nie besonders vorteilhaft aussehen.

Das ist doch auch immer das Problem wenn Frauen extrem umgestylt werden: das mögen zwar oft tolle Sachen sein, die sie da tragen - meistens passen sie aber gar nicht zu der Frau an sich und wirken daher auch nicht.

Inaktiver User
16.03.2012, 22:08
Ist das so?
Ich lebe in der Haupstadt der Anzug- und Kostümträger (London); hier ist eben das Kostümchen die alltägliche Uniform, Jeans sieht man im Strassenbild wesentlich weniger als das klassische Business-Outfit und (soweit ich das beurteilen kann) nur bei Touristen.

Persönlich bemerke ich deutlich gesteigertes Männer Interesse wenn ich Jeans trage. Nun mag ich Jeans, und sie entsprechen wesentlich mehr meinem Stil (und meinem Wesen) als Komplett-Kostüm (Jeans mit Kostümjacke trag ich gern).

Aber nun bedeutet 'eigener Stil' ja auch gar nicht, Männer-Interesse wecken (das geht mit einem Push up und einem T-shirt ;-)
Es bedeutet doch: Erkennen wer man ist un dsich entsprechend kleiden. Oder?

Mag sein, dass Dich die Anzugtypen favorisieren, schrieb ich auch - Gegensätze ziehen sich an, ich werde viel von Jeanstypen angesprochen, tchja, so kann ich nur daraus folgern, dass diese Männer Frauen in engen Jeans nicht so super finden, was sonst??

Inaktiver User
16.03.2012, 22:10
Aber nun bedeutet 'eigener Stil' ja auch gar nicht, Männer-Interesse wecken (das geht mit einem Push up und einem T-shirt ;-)
Es bedeutet doch: Erkennen wer man ist un dsich entsprechend kleiden. Oder?

Eben. Ich z.B. finde "elegant" und "Kostüm" völlig uninteressant. Zum einen würde es nicht zu mir passen, zum anderen finde ich es auch gar nicht reizvoll. Andere passen nicht gut in Jeans, wieder andere nicht gut in Röcke etc. pp.

Und was Männer-Interesse angeht: Was würde es mir nutzen, wenn ich mich verkleide und dann das Interesse von irgendwelchen Männern errege, die eh zu mir nicht passen würden, wenn sie auf das Outfit stehen, das ich verkleideterweise trage?
(Info: "Mir" ist hier generalisierend verwendet, nicht, dass jemand allgemeines Statement mit persönlichen Informationen verwechselt :freches grinsen:)

Inaktiver User
16.03.2012, 22:12
Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr.

Also bleib bescheiden, da kann Dich jeder leiden.
Aber denk daran, jedermanns Liebling ist jedermanns Depp.
Schönes WE - Grüssle


Du bist wirklich eingebildet, das tut ja schon weh.

Inaktiver User
16.03.2012, 22:12
Ich finde das erschreckend, wie zweidimensional dein Blick zu sein scheint.

Nein eindimensional zum Thema passend - Eigener Stil - Chanel und Farbe - kontra Jeans - Massenstil und Farbe schwarz, grau alles was finster ist.

Inaktiver User
16.03.2012, 22:13
Mag sein, dass Dich die Anzugtypen favorisieren, schrieb ich auch - Gegensätze ziehen sich an, ich werde viel von Jeanstypen angesprochen, tchja, so kann ich nur daraus folgern, dass diese Männer Frauen in engen Jeans nicht so super finden, was sonst??

Du hast da was missverstanden.

Mich favorisieren keine Anzugtypen. Es ist nur so, dass hier Anzug / Kostüm ist, was Menschen eben tragen, da London nun mal - tja. So ist? Ich weiss nicht warum, aber in Scharen sieht du hier teuer und gut angezogene Menschen. Nur hat das mit 'eigenem Stil' eben nicht viel zu tun - 'man' trägt hier in riesiger Mehrheit eben Anzug oder Kostüm.

Was bedeutet, dass ich hier mit Jeans auffalle - du mit Chanelkostüm würdest es nicht.

Was zu der, wie ich finde, sehr spannenden Feststellung führt, das 'Stil um aufzufallen' eben kein eigener Stil ist - sondenr nur eine Reaktion auf das Umfeld.

Will ich Auffallen, dann trage ich Chanel auf dem Land in Deutschland, aber Jeans in London und Hippieblümchen in Paris.

Inaktiver User
16.03.2012, 22:14
Nein eindimensional zum Thema passend - Eigener Stil - Chanel und Farbe - kontra Jeans - Massenstil und Farbe schwarz, grau alles fast finster ist.

Ja, du verstehst es wirklich nicht.
Dein Kostüm-Stil ist nur irgendwo in Deutschland 'eigner Stil' und individuel. Hier wäre es Masse. Sorry.

Laufrad
16.03.2012, 22:15
Kleine Deutschstunde, total ot:

Wer mutet im folgenden Satz wem was zu?


Welche ältere Klientel auf der Bank wird einem "Berater im Punkstil" eine kompetente Beratung zumuten.

Subjekt des Satzes ist die Klientel. Das Prädikat - zumuten - steht im Aktiv und beschreibt demzufolge die Handlung des Subjekts, der handelnden Person.

Interessantes Szenario, da berät also eine ältere Klientel in kompetenter Art den punkigen Bänker, der das als Zumutung empfindet. :freches grinsen:

Alternative Formulierungen, die das, was du vermutlich sagen wolltest, sprachlich korrekt wiedergeben, hat Wildwusel schon vor einigen Seiten vorgeschlagen.

Danke nochmal an Barbara für die tolle Beschreibung, wie "eigener Stil" erkennbar ist. Frohe Diskussion noch!

Inaktiver User
16.03.2012, 22:16
Und sich deshalb darin auch wohlfühlen und das ausstrahlen... wer sich verkleiden muss um "besonders" zu wirken wird nie besonders vorteilhaft aussehen.

Das ist doch auch immer das Problem wenn Frauen extrem umgestylt werden: das mögen zwar oft tolle Sachen sein, die sie da tragen - meistens passen sie aber gar nicht zu der Frau an sich und wirken daher auch nicht.

Warum gibt es wohl so viele - vorher, nachher Shows oder auch in Brigitte und anderen Magazinen, machen sie mehr aus sich?? Weil soviele Fraue mit den ewigen Jeans ja so zufrieden sind??

Meistens sind die "vorher" Frauen graue Mäuschen in Schlabbershirt und Dauerjeans, nacher sehen sie einfach toll aus, neue Frisuer, Farben, neues Styling. Und wenn jetzt der Tenor kommt, ja dann sind sie aber nicht mehr sich selber, frag ich mich, warum sie sich verändern lassen wollten, denn gezwungen wird niemand dazu.

Also waren diese Frauen mit sich selbst nicht zufrieden, denn sonst hätten sie alles beim alten gelassen.

Wieder Doppelmoral!

Inaktiver User
16.03.2012, 22:18
Du bist wirklich eingebildet, das tut ja schon weh.

Und Du bist so bescheiden, dass es mir leid tut. Grüssle

Inaktiver User
16.03.2012, 22:19
Warum gibt es wohl so viele - vorher, nachher Shows oder auch in Brigitte und anderen Magazinen, machen sie mehr aus sich?? Weil soviele Fraue mit den ewigen Jeans ja so zufrieden sind??

Meistens sind die "vorher" Frauen graue Mäuschen in Schlabbershirt und Dauerjeans, nacher sehen sie einfach toll aus, neue Frisuer, Farben, neues Styling. Und wenn jetzt der Tenor kommt, ja dann sind sie aber nicht mehr sich selber, frag ich mich, warum sie sich verändern lassen wollten, denn gezwungen wird niemand dazu.


Das ist eben eine Frage der Wahrnehmung - in meinen Augen sehen die meisten Frauen danach genauso langweilig aus wie vorher, nur anders, weil diese Shows immer denselben Stil verkaufen, egal, welche Person angezogen werden soll.

Du begreifst es wirklich nicht, dass Stil nichts mit der Farbe und nichts mit der Form der Kleidung zu tun hat, oder? :unterwerf:

Inaktiver User
16.03.2012, 22:19
Du hast da was missverstanden.

Mich favorisieren keine Anzugtypen. Es ist nur so, dass hier Anzug / Kostüm ist, was Menschen eben tragen, da London nun mal - tja. So ist? Ich weiss nicht warum, aber in Scharen sieht du hier teuer und gut angezogene Menschen. Nur hat das mit 'eigenem Stil' eben nicht viel zu tun - 'man' trägt hier in riesiger Mehrheit eben Anzug oder Kostüm.

Was bedeutet, dass ich hier mit Jeans auffalle - du mit Chanelkostüm würdest es nicht.

Was zu der, wie ich finde, sehr spannenden Feststellung führt, das 'Stil um aufzufallen' eben kein eigener Stil ist - sondenr nur eine Reaktion auf das Umfeld.

Will ich Auffallen, dann trage ich Chanel auf dem Land in Deutschland, aber Jeans in London und Hippieblümchen in Paris.

Nein, bitte meine Postings ganz durchlesen - will man auffallen geht man nackt - mit Kleidung hat auffallen wollen um jeden Preis leider nix zu tun.

Inaktiver User
16.03.2012, 22:20
Und Du bist so bescheiden, dass es mir leid tut. Grüssle

*schallend lach*

MarlenB
16.03.2012, 22:21
Ja.

@Mondnebel: Du äußerst dich so unfassbar herablassend über Menschen, die z.B. Jeans tragen, das hat jedenfalls keinen Stil.


Hm ... ich fühle mich nicht von Mondnebels Statements getroffen. Dabei kleide ich mich mit Sicherheit ganz anders als sie, trage oft Jeans, weil man sie super mit allem möglichen kombinieren kann, ganz gleich ob mit Lederjacke, Blazer, Seidenbluse, Kashmirpulli oder Trachtenjacke und mag alle Farbschattierungen zwischen blau, schwarz, grau und weiß. Rot ist für mich die absolute Horrorfarbe :smile:

Welche Kleider und Farben ich bevorzuge, sehe ich als meine Sache, z.B. Ton in Ton, während sie es eher bunt mag. Soll sie doch. Ich trage ja auch, was ich will.

Sie vertritt ihre Meinung, ich meine. Ist doch okay.
Mir fehlt in dieser Diskussion ein bisschen die Akzeptanz für unterschiedliche Ansichten. :zwinker:

Inaktiver User
16.03.2012, 22:23
Das ist eben eine Frage der Wahrnehmung - in meinen Augen sehen die meisten Frauen danach genauso langweilig aus wie vorher, nur anders, weil diese Shows immer denselben Stil verkaufen, egal, welche Person angezogen werden soll.

Du begreifst es wirklich nicht, dass Stil nichts mit der Farbe und nichts mit der Form der Kleidung zu tun hat, oder? :unterwerf:

Das Thema ist - Eigener Stil in der Mode - nicht eigene Persönlichkeit - Du hast wohl da was verwechselt.

Inaktiver User
16.03.2012, 22:23
Das ist schwierig, wenn eine Posterin Leute mit anderen Stilen als spießig, langweilig etc. abqualifiziert. Oder feststellt, dass dicke Frauen ja beim zweiten Hinsehen keinesfalls mehr die Blicke auf sich ziehen etc. :unterwerf:

Inaktiver User
16.03.2012, 22:24
Eben. Ich z.B. finde "elegant" und "Kostüm" völlig uninteressant. Zum einen würde es nicht zu mir passen, zum anderen finde ich es auch gar nicht reizvoll. Andere passen nicht gut in Jeans, wieder andere nicht gut in Röcke etc. pp.

Und was Männer-Interesse angeht: Was würde es mir nutzen, wenn ich mich verkleide und dann das Interesse von irgendwelchen Männern errege, die eh zu mir nicht passen würden, wenn sie auf das Outfit stehen, das ich verkleideterweise trage?
(Info: "Mir" ist hier generalisierend verwendet, nicht, dass jemand allgemeines Statement mit persönlichen Informationen verwechselt :freches grinsen:)

Und das schreibt eine Frau, deren Slogan ist....ohne Hundehaare ist man einfach nicht richtig angezogen....
ich lach mich weg, nee danke, ich bleib beim Chanel

Inaktiver User
16.03.2012, 22:25
Diese Zuordnung von Klamotten auf einer Puppe zu bestimmten Menschen. Also in meinem Umfeld geht das nicht. Oder es geht höchstens für eine wirklich begrenzte Zahl von Menschen.

Wie schon gesagt: Kostüm ist eine Uniform für höherbezahlte Sekretärinnen, Bankerinnen, Anwältinnen etc. Ganz in schwarz gekleidet sind viele Kreative. So was wie Gudrun Sjöden tragen viele im alternativen oder esoterischen Bereich. Der ganze Kaufhauskram, Esprit, S.Oliver, Tom Tailor, Gerry Weber ist sicher völlig "stillos" in Eueren Augen, weil das die "Masse" trägt. Die ganz billigen Sachen (Takko, Kik etc.) tragen die Leute, auch ganz viele, die sich einfach nicht mehr leisten können.

Viele Leute tragen lange lackierte Fingernägel, andere kurze unlackiert. Es gibt kurze, mittlere und lange Haare. Ist es schon Stil, wenn eine immer Zopf trägt (auch das tragen Millionen andere auf der Welt auch).

Einen wirklich eigenen Stil, der völlig individuell, einzigartig ist, den gibt es in unserer heutigen Welt nicht. Wir kaufen, was angeboten wird und das tun viele andere auch. Manche beweisen dabei mehr Geschmack oder haben mehr Geld. Aber immer gehört man damit zu einer großen Gruppe, die das gleiche tut.

Tut mir leid, ich will nicht provozieren, aber ich verstehe es einfach nicht.

Es gibt so viele Bedeutungen des Begriffs "Stil haben". Aber das wenigste davon hängt für mich mit der Kleidung zusammen. Es ist das Charisma, das Auftreten, der Charakter, die Manieren, der Umgang mit Menschen allgemein.

Das was Mondnebel unter "Stil" versteht ist für mich ausschließlich auf Äußerlichkeiten fixiert. Und noch dazu, auf solche, die vor 30 oder 40 Jahren Zeitgeist waren (Kelly, Kennedy...). Das scheint heute in manchen Kreisen noch unter dem Begriff "elegant" durchzugehen.

Mondnebel, alle Männer stehen auf kurze, möglichst ultrakurze Röcke. Junge, wie auch Ältere. Von denen deshalb angegraben zu werden, dazu braucht man keinen Stil. Das schafft jede, die Ar... und Tit... hat.

Inaktiver User
16.03.2012, 22:28
Ja, du verstehst es wirklich nicht.
Dein Kostüm-Stil ist nur irgendwo in Deutschland 'eigner Stil' und individuel. Hier wäre es Masse. Sorry.


Schreib ich weltweit?? - ich lebe und arbeite in Deutschland, Dein Statement stimmt.
Allerdings glaube ich nicht, das Chanel der obligatorischen Jeans im Massenstil zur Konkurrenz werden kann, niemals, leider. Du schreibst ja auch nur vom kleinen Bankenviertel, das ist nicht die Weltstadt, auf den Bahngleisen und Flughäfen der Welt regiert die Jeans - Jeans oll over.

Inaktiver User
16.03.2012, 22:28
Das Thema ist - Eigener Stil in der Mode -
Gut, dass das bewusst zu sein scheint. Damit spare ich mir ja fast die Moderationsansage.

Das Thema scheint nämlich mittlerweile zu Gunsten persönlicher Be- und Abwertungen in den Hintergrund geraten zu sein, die hier weder einen der Mitlesenden interessieren, noch geduldet werden.

Bleibt bitte sachlich und beim eigentlichen Thema des Stranges. Danke und Gruß,

Rezeptfrei

Inaktiver User
16.03.2012, 22:29
Das ist schwierig, wenn eine Posterin Leute mit anderen Stilen als spießig, langweilig etc. abqualifiziert. Oder feststellt, dass dicke Frauen ja beim zweiten Hinsehen keinesfalls mehr die Blicke auf sich ziehen etc. :unterwerf:

Und ich werde abqualifiziert weil ich Chanel der Jeans vorziehe - mal an eigenes Näschen fassen.

Inaktiver User
16.03.2012, 22:30
Und ich werde abqualifiziert weil ich Chanel der Jeans vorziehe - mal an eigenes Näschen fassen.
Die Moderation fasst gleich virtuell an diverse Näschen, wenn die Diskussion in diesem Stil fortgeführt wird.

Laufrad
16.03.2012, 22:36
Diese Zuordnung von Klamotten auf einer Puppe zu bestimmten Menschen. Also in meinem Umfeld geht das nicht. Oder es geht höchstens für eine wirklich begrenzte Zahl von Menschen.
...
Einen wirklich eigenen Stil, der völlig individuell, einzigartig ist, den gibt es in unserer heutigen Welt nicht.

Ich kenne gar nicht mehr als einige wenige Leute gut genug, um "ihren Stil" auf einer Puppe identifizieren zu können. Aber für meine Freundinnen, für die könnte ich das. Und darüber hinaus noch für ein paar andere Personen, die entweder sehr markant gekleidet sind oder die ich gut kenne.

Völlig individuell ist das nicht. Natürlich nicht. Die kaufen alle Sachen, die industriell hergestellt werden. Also zu Tausenden, wenn nicht zu Millionen verkauft werden. Aber die Zusammenstellung, die ist eben dann doch "typisch Bine" oder "typisch Frau X". Stünden da noch 100 andere Puppen mit den Kleidern von Frauen, die sich ähnlich kleiden wie meine Freundin Bine, dann hätte ich keine Chance. Aber mir "reicht" das so. Bine kauft Sachen, die legt Moni weg und denkt "das wäre was für Bine aber nichts für mich".

Für die Männer in meiner Umgebung würde es schwierig. Die Puppen wären ziemlich ähnlich angezogen.

Inaktiver User
16.03.2012, 22:40
Du schreibst ja auch nur vom kleinen Bankenviertel, das ist nicht die Weltstadt, auf den Bahngleisen und Flughäfen der Welt regiert die Jeans - Jeans oll over.
Äh ... nein. Schrieb ich nicht. Ich schrieb 'London'.

Und ich habe, obwohl ich oft fliege, in Heathrow bisher nur eine Jeans gesehen, wenn ich gerade nach unten guckte. :smile:

Weisst du, ich will dir weder Chanel noch Farben nehmen. Aber ich schätze mal es ist diese von dir aufgestellte Gleichung: Kostüm + Farbe = eigener Stil, Jeans + grau = Masse, die viele aufbringt. Und zu recht aufbringt! Weil Kostüm und zu viel Farbe, egal von welchem Designer, eben mal leicht Weihnachtsbaum-kitschig-stillos ist, wohingegen schwarz+schwarz+schwarz sehr stilvoll sein kann - wenn zum Typ passend und mit den entsprechenden accessoires.

Persönlich habe ich zum Beispiel (und bin damit in der richtigen Stadt) ein ausgesprochenes Faible für farbige Schuhe. Wahrscheinlich kann man mit Fug und Recht sagen, dass Teil meines persönlichen Stils Jeans und grashüpfer-kanllfarbig-grüne Mary Janes sind.

So wie Kostüm nicht gleich Stil ist ist Jeans eben nicht gleich stillos.

Das ist der ganze Punkt.

Inaktiver User
16.03.2012, 22:41
Die Moderation fasst gleich virtuell an diverse Näschen, wenn die Diskussion in diesem Stil fortgeführt wird.

:smile: :smile: ich mag die Moderation. Allein für diesen Satz.

Inaktiver User
16.03.2012, 22:44
Stünden da noch 100 andere Puppen mit den Kleidern von Frauen, die sich ähnlich kleiden wie meine Freundin Bine, dann hätte ich keine Chance.

Ja. Weil zu "Stil" so viel mehr gehört als die Klamotten.



Für die Männer in meiner Umgebung würde es schwierig. Die Puppen wären ziemlich ähnlich angezogen.

Männer interessieren sich ja auch deutlich weniger für das Outfit einer Frau als manche denken.

Laufrad
16.03.2012, 22:46
Männer interessieren sich ja auch deutlich weniger für das Outfit einer Frau als manche denken.

Ich meine Puppen, die mit den Kleidungsstücken meiner männlichen Freunde und Verwandten angezogen sind. Die Frauen sind unterschiedlicher angezogen als die Männer.

Inaktiver User
16.03.2012, 22:48
Ach so.
Ja, auch so.

Aber sonst: Frag mal Männer danach, wie die Frauen in eurem Bekanntenkreis angezogen sind ... die Antworten sind vermutlich ernüchternd :freches grinsen:

Laufrad
16.03.2012, 22:50
Ja. Weil zu "Stil" so viel mehr gehört als die Klamotten.
Wäre die Kleidung auf der Puppe noch damit angereichert, welche Musik jemand hört, was sie liest, was sie isst, kocht, wie sie reagiert, lebt etc., ich täte mich leichter.

Insofern, klar, zu Stil gehört mehr als Kleidung. Kleidung ist aber mit das Erste, was ich von jemandem wahr nehme.

Laufrad
16.03.2012, 22:52
Aber sonst: Frag mal Männer danach, wie die Frauen in eurem Bekanntenkreis angezogen sind ... die Antworten sind vermutlich ernüchternd :freches grinsen:

Immerhin wissen sie, ob hohe Schuhe bevorzugt werden. Oder kurze Röcke. :freches grinsen:

Inaktiver User
16.03.2012, 22:54
Das ist wahr. :lachen:

Inaktiver User
16.03.2012, 23:10
Ich mag da - penetrant wie ich manchmal bin :ooooh: - noch mal drauf zurückgehen, weil ich das einen interessanten Gedanken finde, und er irgendwie untergegangen zu sen scheint ...

Glaubt ihr, das 'eigener Stil' sich verändert oder verändern kann mit dem jeweiligen Ort, an dem man sich aufhält?

Also, sagen wir, ich lege Wert darauf aufzufallen, mein 'Stil' ist also vor allem ein gewisses abheben von der 'Masse'. So trage ich dann Kostüm im 50-Seelen-Dorf in Deutschland. Dann gehe ich nach, sagen wir, London. :smile:

Wenn jetzt Stil also Persönlichkeit widerspiegelt, und meine Persönlichkeit 'elegante Auffälligkeit' ist, dann müsste ich mir nun (ich sage noch mal, London ist die Hauptstadt der Kostüm und Anzugträger) ja was anderes einfallen lassen, um weiter aufzufallen?

Ich stell das mal so in den Raum; ich dachte eigentlich immer, Stil sei eben - je nun - persönlicher Stil. Aber ich denke jetzt, er kann durchaus abhängen von meinem Umfeld .... was meint ihr?

Inaktiver User
16.03.2012, 23:17
Nein, ich denke, Stil drückt die Persönlichkeit und das Lebensgefühl eines Menschen aus. Und wer sich z.B. eher mit der Eleganz der 50er identifiziert wird doch nicht in naturnahen Ökoklamotten auftauchen, nur weil er damit in seiner aktuellen Umgebung auffallen würde?

Ich finde, Stil hat immer etwas selbstverständliches, und mit "auffallen wollen" verbinde ich das überhaupt nicht.

Wer eine ausgeprägte Persönlichkeit hat wird ja sowieso auffallen, auch wenn er das gar nicht will... das als "auffallen wollen" ein bisschen abzuwerten kommt doch meist von Leuten die sich darum verzweifelt bemühen, es aber nicht schaffen. Jedenfalls ist das mein Eindruck, jemand der wirklich aus der Masse ragt (und das sicher nicht nur wegen seiner Klamotten) zieht doch immer den Neid deren auf sich, die sich das gar nicht trauen würden.

Laufrad
16.03.2012, 23:19
Ich mag da - penetrant wie ich manchmal bin :ooooh: - noch mal drauf zurückgehen, weil ich das einen interessanten Gedanken finde, und er irgendwie untergegangen zu sen scheint ...

Glaubt ihr, das 'eigener Stil' sich verändert oder verändern kann mit dem jeweiligen Ort, an dem man sich aufhält?
...
Aber ich denke jetzt, er kann durchaus abhängen von meinem Umfeld .... was meint ihr?

Unbedingt. Nicht nur Ort, auch das Umfeld an diesem Ort beeinflusst. Ich bin der festen Überzeugung, dass zwar bestimmte Grundprinzipien ähnlich bleiben, dass aber nur die allerhartnäckigsten unter uns sich gar nicht von ihrem privaten oder beruflichen Umfeld beeinflussen lassen.

Natürlich kann auch die Berufswahl Ausdruck des persönlichen Stils sein. Warum wird eine Physikerin Lehrerin, eine andere geht in die Forschung und eine dritte ins Management? Und kleidet sich entsprechend...

ALSO: Ist vielleicht die Wahl des Umfelds, des Ortes in uns angelegt und beeinflusst nicht den persönlichen Stil sondern ist Ausdruck des persönlichen Stils?

Bae
16.03.2012, 23:25
Das Thema ist - Eigener Stil in der Mode - nicht eigene Persönlichkeit - Du hast wohl da was verwechselt.

ach, der Stil und die Persönlichkeit haben nichts miteinander zu tun?
( Ausser natürlich bei Leuten die schwarz tragen)

aha. :schild ...uups:

nun, auf der Bank mag das stimmen, jene die repräsentieren müssen vor dem Kunden tragen alle Business-Uniform, auch wenn sie in ihrem Herzen ein dauerkiffender Hippie oder ein Rocker auf dem Motorrad oder eine Grossmutter mit Kittelschürze sein wollen.

grüsse, barbara

Inaktiver User
16.03.2012, 23:25
ALSO: Ist vielleicht die Wahl des Umfelds, des Ortes in uns angelegt und beeinflusst nicht den persönlichen Stil sondern ist Ausdruck des persönlichen Stils?

DAS finde ich einen sehr nachvollziehbaren und passenden Gedanken - und es ist für mich auch passend auf
Nein, ich denke, Stil drückt die Persönlichkeit und das Lebensgefühl eines Menschen aus. Und wer sich z.B. eher mit der Eleganz der 50er identifiziert wird doch nicht in naturnahen Ökoklamotten auftauchen, nur weil er damit in seiner aktuellen Umgebung auffallen würde?


das scheint auf den esten Blick vielleicht widersprüchlich, aber eben dieses: wohin man geht, das man eine bestimmte Art zu leben wählt, eben weil es dem persönlichen Stil entspricht. Also, Stil als Lebenseinstellung, nicht als simple 'das ist mein Lieblingsschnitt' oder 'Das ist meine Lieblingsfarbe'!!

Inaktiver User
16.03.2012, 23:26
Ja, eher so rum. Wie ich bin bestimmt doch auch, welches Umfeld ich mir suche, man wird ja nicht irgendwo hin gesteckt, und muss sich doch auch dort "sehen" und wohlfühlen. Wenn man sich mit seinem Umfeld so gar nicht identifizieren kann ist das doch auf Dauer sehr schwierig.

Inaktiver User
16.03.2012, 23:28
das scheint auf den esten Blick vielleicht widersprüchlich, aber eben ´dieses: wohin gehen, eine bestimmte Art zu leben wählen, eben weil es dem persönlichen Stil entspricht. Also, Stil als Lebenseinstellung, nicht als simple 'das ist mein Lieblingsschnitt' oder 'Das ist meine Lieblingsfarbe'!!

Im besten Fall geht das ja Hand in Hand. Und ich denke auch, es gehört mehr dazu als irgendwelche Kleidungsstücke zu tragen. Es ist, wenn es gelungen ist, ein in sich stimmiges Gesamtkonzept - aber nicht bewußt inszeniert, sondern eben intuitiv gewählt und dem Lebensgefühl entsprechend.

Laufrad
16.03.2012, 23:28
Ich finde, Stil hat immer etwas selbstverständliches, und mit "auffallen wollen" verbinde ich das überhaupt nicht.

War doch nur ein Beispiel.

Klar ist, womit ich im Hamburger Elbvorort auffalle, darin steche ich in Berlin Mitte nicht raus. Was unter Sozialpädagogen extrem aufgebrezelt ist, ist in der Vorstandetage einer Bank nur soso.

Inaktiver User
16.03.2012, 23:31
Klar ist, womit ich im Hamburger Elbvorort auffalle, darin steche ich in Berlin Mitte nicht raus. Was unter Sozialpädagogen extrem aufgebrezelt ist, ist in der Vorstandetage einer Bank nur soso.

Schon, aber Stil heißt für mich dann auch irgendwie - ich kann gar nicht anders. Und dann ist es mir egal ob ich damit auffalle, aber ich brauch das nicht als Selbstbestätigung, vielleicht nervt es sogar eher. Weil ich eben sowieso so bin, ob ich nun dafür beneidet oder belächelt werde.

Laufrad
16.03.2012, 23:33
Wenn man sich mit seinem Umfeld so gar nicht identifizieren kann ist das doch auf Dauer sehr schwierig.

Das sagen doch junge Leute sogar so. Nein, zur Bank wollen sie nicht, Da muss man täglich Hosenanzüge oder dergleichen anziehen. Damit fühlen sie sich verkleidet. Andere laufen schon im Studium rum, als seien Sie der Filiialleiter der Kreissparkasse.

Das Umfeld ist doch mehr als Kleidung oder wegen mir Stil. Jemand zieht doch nicht aus Versehen auf's platte Land oder in die Großstadt. Wird doch hoffentlich nicht Erzieherin oder aber Rechtsanwältin, weil es eben so klappte. Oder doch? Und passt sich dann auch äußerlich an???

Laufrad
16.03.2012, 23:38
Schon, aber Stil heißt für mich dann auch irgendwie - ich kann gar nicht anders.

Dann ziehst du aber gar nicht von HH-Elbvorort nach B-Mitte. Dann ziehst du nach Zehlendorf.

Falls es dich aber doch auf einen Hof im Bayrischen Wald verschlägt, ja, dann bin ich mir sicher, dann ziehst du dich auch anders an. Auch wenn dir dank Internet selbst in der tiefsten Provinz die meisten Einkaufsmöglichkeiten offen stehen. Was ja vielleicht früher ein Grund für modische Unterschiede war.

Bae
16.03.2012, 23:38
Glaubt ihr, das 'eigener Stil' sich verändert oder verändern kann mit dem jeweiligen Ort, an dem man sich aufhält?


Ganz sicher. Das fängt an bei der Prägung der Sehgewohnheiten und dem, was man als normal empfindet, weil es häufig ist - und kann gehen bis zu konkreten Kleidungsvorschriften. Pressesprecherinnen im Grosskonzern müssen anders gekleidet sein als Biologinnen im Labor und diese nochmals anders als Malerinnen auf der Baustelle. Lehrerinnen haben glücklicherweise ziemlich viel Narrenfreiheit :freches grinsen:



Wenn jetzt Stil also Persönlichkeit widerspiegelt, und meine Persönlichkeit 'elegante Auffälligkeit' ist, dann müsste ich mir nun (ich sage noch mal, London ist die Hauptstadt der Kostüm und Anzugträger) ja was anderes einfallen lassen, um weiter aufzufallen?

nein. Wenn der Stil mein eigener ist, so ist er in London genauso einzigartig wie auf dem Dorf. aus dem einfachen Grund, weil jeder Mensch einzigartig ist, eine einzigartige Körperform hat, einzigartige Bedürfnisse und Vorlieben und Rahmenbedingungen, die den Stil dann prägen.

Doch natürlich kann der Stil einer Person verschieden je nach Bedürfnis interpretiert werden. Zum Theater trägt frau nicht dasselbe wie zum Spielen mit den Kindern im Wald, aber es ist dennoch immer derselbe Stil.

grüsse, barbara

Inaktiver User
17.03.2012, 09:47
Wenn man bedenkt, dass sich kleiden eine Art des Sichausdrückens wie Schreiben, Reden, Tanzen, Malen..sprich Gestalten ist, beantworten sich viele Fragen rum um diese Art des Kommunizierens.

Es beantwortet sich sicher auch die Frage, ob es allein ausreicht Highheels zu tragen oder sich einen Schlitz ins Kleid zu machen..:smile:

Die ( positive) Kritik, dass es einem gelänge einen ganz eigenen Stil zu haben, ist höchstes Lob der Kritiker. Die (negative) Kritik, dass es Masse sei was man im Ausdruck liest, ist vernichtendes Urteil.

Wie Menschen, die gerne besser schreiben möchten unterschiedliche Wege beschreiten : die einen an der VHS Schreibwerkstattkurse belegen oder ob sie schon an der Henri-Nannen-Schule angenommen worden sind, lässt sich die Weiterbildungsidee ja auch auf Mode beziehen..

Es gibt Magazine wie Brigitte, die recht nett informieren und es gibt andere Quellen : das Umfeld, die Umgebung..diverse Mittel/Quellen der Weiterbildung oder des Ausbauens des individuellen Ausdrucks.. ..all das prägt das SEIN, somit auch das was oder wie man sich ( auch durch Kleidung) ausdrückt..


So wie Kunst aber DOCH auch von Können kommt ( und Beuys oft missverstanden wurde), geht ohne Können eh nicht viel..

und wie es zu dem Können kommt : und ob es nicht vielleicht auch eigener Stil sein kann, etwas völlig ungekonnt zu machen, ist noch eine andere Frage..


Wie auch im Bereich der Kunst boomt vielleicht heute auch bei Kleidung die Idee, dass jeder ein Modekünstler ist dem man kritiklos huldigen soll nur weil er um Originalität BEMÜHT ist.

Das ist vielleicht auch ein Zeitgeistphänomen.


Lange Rede kurzer Sinn und Hasenhaken hin zum Brigitte-Magazin : dieses Magazin leistet sicher doch noch einiges an Aufklärungsarbeit in Bezug auf Mode...

ob gut oder ob es bei der Leserschaft ankommt, weiß ich aber nicht.

Inaktiver User
17.03.2012, 10:02
das scheint auf den esten Blick vielleicht widersprüchlich, aber eben dieses: wohin man geht, das man eine bestimmte Art zu leben wählt, eben weil es dem persönlichen Stil entspricht. Also, Stil als Lebenseinstellung, nicht als simple 'das ist mein Lieblingsschnitt' oder 'Das ist meine Lieblingsfarbe'!!

Ja, so kann ich das für mich sagen.
Ich habe auch meinen beruflichen Weg entsprechend gewählt, bestimmte Karrierewege wären für mich nichts gewesen, weil sie mit meiner Lebenseinstellung, meinem "Stil", wenn man so will, nicht zusammengepasst hätten (auch wenn sie mich inhaltlich vielleicht interessiert hätten - ich hatte aber das Glück, Inhalt und Form gut auf anderem Weg zusammenbringen zu können.)


Das sagen doch junge Leute sogar so. Nein, zur Bank wollen sie nicht, Da muss man täglich Hosenanzüge oder dergleichen anziehen. Damit fühlen sie sich verkleidet. Andere laufen schon im Studium rum, als seien Sie der Filiialleiter der Kreissparkasse.

Das Umfeld ist doch mehr als Kleidung oder wegen mir Stil. Jemand zieht doch nicht aus Versehen auf's platte Land oder in die Großstadt. Wird doch hoffentlich nicht Erzieherin oder aber Rechtsanwältin, weil es eben so klappte. Oder doch? Und passt sich dann auch äußerlich an???

Naja ... leider schon. Es kommt vor, dass Leute nur wegen ihrer Eltern einen bestimmten Job ergreifen oder etwas studieren, weil da die Zukunftsaussichten vermeintlich sicher sind.
Ich denke, das ganze Leben ist davon geprägt, dass Äußeres und Inneres sich gegenseitig beeinflussen.

Daher denke ich, dass auch der Stil sich zumindest in Nuancen verändert - wäre doch auch furchtbar, wenn wir mit 50 noch genauso wären wie mit 20, oder? :ooooh:

Inaktiver User
17.03.2012, 10:05
Der Gedankengang des Herausstechens kommt ja aus der Gedankenecke, dass es nur eigener Stil sei, wenn jemand Rot unter Schwarzen trage.. rosa Polo von RL mit Perlenkette in Berlin-Mitte, Retroadidas-Anzug und 60er-Jahre-Stöffchen im Elbvorort.. ( oder wie in meinem Fußballstdion-Beispiel mit dem Trikot der anderen Mannschaft..Peergroup von mir aus..)

oder ähnliches : und dieses Sichtweise ist doch sehr eingeschränkt.

Eigener Stil ist immer so wie der Mensch: und dieser kann jemand sein, der herausstecken möchte oder das eben nicht möchte..

er kann modisch und geschmackvoll sein, er kann aber auch das Gegenteil sein ..

In Modemagazinen und bedeutet aber "eigener Stil" etwas eindeutiges : nämlich . Frau fühlt sich besser ;-)

Inaktiver User
17.03.2012, 10:11
Dieses Herausstechen hat mit eigenem Stil m.M.n. sehr wenig zu tun.

Ich kenne sehr viele Menschen, die einen ganz eindeutigen persönlichen Stil haben, ich würde das mal Wiedererkennungswert nennen, die aber, was Kleidung angeht, absolut unauffällig daherkommen.

Inaktiver User
17.03.2012, 10:32
Giselle Bündchen hat eine sehr niedliche Beschreibung dafür:
Gisele Bündchen - ESPRIT S/S 2012 (3) - YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=gm--2YwjKV4)

Inaktiver User
17.03.2012, 13:24
Ja, sehr schön.
Eigener Stil ist eben nur mit eigener Persönlichkeit denkbar.

Inaktiver User
17.03.2012, 14:32
Ja, sehr schön.
Eigener Stil ist eben nur mit eigener Persönlichkeit denkbar.

Ganz genau. Und dieser Stil kann durchaus auch sehr unauffällig sein - aber dennoch typisch. Und auch in seiner Schlichtheit toll wirken - weil er einfach zu der Person passt und ihr Wesen ausdrückt.

MarlenB
17.03.2012, 15:11
"... Sei Du selbst!
Denn alle anderen gibt es schon.."


:allesok:

Inaktiver User
17.03.2012, 17:24
:ooooh:

Ich hatte bis heute nicht begriffen, dass das Giselle Bündchen ist in der aktuellen Esprit Kampagne. Und ich hatte immer gedacht (und denke wenn ich die Plakate sehe auch immer noch): 'Gott, wer hat denn dieses Gesicht ausgesucht, das geht ja GAR nicht!!!'

Ganz ehrlich, ich finde einige der Fotos schlicht gruselig.

Inaktiver User
17.03.2012, 20:13
Wie man Farben und Stil empfindet bzw fuer sich definiert, kommt ja sehr auf die eigene Weltanschauung, Praegung, Erfahrung und auch den geografischen Standort an. Ich habe 6 Jahre in Paris gelebt, da habe ich oefters mal gehoert, dass man die Deutschen daran erkenne, dass sie sich recht bunt kleiden. Gut, das war in den 90s, mag nun wieder anders sein.

Ich persoenlich assoziiere bunte Gewaender eher mit der aelteren Generation, da meine 73 jaehrige Tante und eine ebenfalls ca. 70 jaehrige Freundin meiner Mutter sich ausgesprochen farbenfroh kleiden.

Ich selbst mochte bunt noch nie und werde es nie moegen. Schwarz forever. (Und etwas weiss, silber, tiefrot, purpur, grau, muss aber richtig dosiert sein).

Inaktiver User
19.03.2012, 16:32
dieser Stil kann durchaus auch sehr unauffällig sein - aber dennoch typisch. Und auch in seiner Schlichtheit toll wirken - weil er einfach zu der Person passt und ihr Wesen ausdrückt.


:allesok:

Inaktiver User
20.03.2012, 09:10
..und ich denke:

..nein, auch mit der Idee "eigene Persönlichkeit ( wer hat so etwas nicht?:lachen:), wie die viel (zu Tode) zitierte Authentizität und all diese Gedankenrichtung ist hauptsächlich ein Zeitgeist-Selbstfindungsgerede oder eben Modesprech in Modemagazinen.. und Werbung..

und stelle mal in den Raum: die wenigen Leute, die ECHT immer und überall durch eigenen Ausdrucksstil...sei es durch Worte, künstlerisches Schaffen anderer Art..und eben auch Kleidung so "eigen" sind, dass man ihnen dieses sofort als ihre Handschrift kreativen Tuns erkennt, sind so unglaublich selten...die meisten sind Epigone und möchten gerne...

und auch das ist ja ein eigener Stil. Die "eigene Persönlichkeit" mit der Sehnsucht total eigenen Stils zu haben..und sei es durch das Tragen von pinken Schuhen, die gerade angesagt sind..mit dem Trugschluss allein dadurch eigenen Stil zu entwickeln.

Gradmesser wäre eventuell so etwas wie Promistatus allein durch das Eigensein : polarisierend durch die eigene Handschrift..

der Rest ist gedachter eigener Stil...aber im Grunde genommmen doch nur eine Schublade..eine bunte, eine klassische, eine Klassik mit Twist--eine Berlin-Mitte-Style, eine Hamburg-Perlenkette, alterGeldadedlstyle, Münchner Schickeria-Style, gefühlter Intellektuellen Stil, gefühlter Unkonventionellenstil, Anti-Alles-Stil, "originell"-auf Teufel komm raus-selbstgemacht-Stil etc etc..etc

alles gefühlt eigene Stile : aber alles auch Schubladen..

und WERBEIDEEN !

Inaktiver User
20.03.2012, 09:30
..und ich denke:

..nein, auch mit der Idee "eigene Persönlichkeit ( wer hat so etwas nicht?:lachen:), wie die viel (zu Tode) zitierte Authentizität und all diese Gedankenrichtung ist hauptsächlich ein Zeitgeist-Selbstfindungsgerede oder eben Modesprech in Modemagazinen.. und Werbung..

und stelle mal in den Raum: die wenigen Leute, die ECHT immer und überall durch eigenen Ausdrucksstil...sei es durch Worte, künstlerisches Schaffen anderer Art..und eben auch Kleidung so "eigen" sind, dass man ihnen dieses sofort als ihre Handschrift kreativen Tuns erkennt, sind so unglaublich selten...die meisten sind Epigone und möchten gerne...


Das wäre doch auch etwas hoch gehängt. Wer sagt denn, dass eigener Ausdrucksstil mit künstlerischem Schaffen einhergehen muss und das "eigen" sein von anderen sofort erkannt werden muss?

Jede Person hat nun mal ihren eigenen Stil im Sinne von eigene Persönlichkeit. Dass Fremde das nicht erkennen können bzw. viel Unsinn in das Äußere anderer Leute hineininterpretieren, ist eine andere Sache.

Bae
20.03.2012, 09:32
und stelle mal in den Raum: die wenigen Leute, die ECHT immer und überall durch eigenen Ausdrucksstil...sei es durch Worte, künstlerisches Schaffen anderer Art..und eben auch Kleidung so "eigen" sind, dass man ihnen dieses sofort als ihre Handschrift kreativen Tuns erkennt, sind so unglaublich selten...die meisten sind Epigone und möchten gerne...

*unglaublich* selten nun auch wieder nicht. Aber es ist schon so, leider, wir sind eine Kultur, die geprägt ist durch Massenproduktion und copy-paste, was für Uniformität sorgt.

ich gehe allerdings davon aus, dass es sich in nützlicher Frist ergeben wird, dass die Vorteile der Massenproduktion (billiger Preis) mit den Vorteilen der Einzelanfertigung (genaue Passform, eigene Entscheidungen im Produktionsprozess) zusammenkommen werden. lasergesteuerte Roboter, Internet und Informatik machen's möglich.

grüsse, barbara

mirikwidi
20.03.2012, 10:01
ich gehe allerdings davon aus, dass es sich in nützlicher Frist ergeben wird, dass die Vorteile der Massenproduktion (billiger Preis) mit den Vorteilen der Einzelanfertigung (genaue Passform, eigene Entscheidungen im Produktionsprozess) zusammenkommen werden. lasergesteuerte Roboter, Internet und Informatik machen's möglich.

Da glaub ich wiederum nicht dran, dass dann jeder sein eigener Designer wird. So viel Kreativität und Wille ist für derlei gar nicht vorhanden. Ich glaube, das vorhandene Angebot reicht eigtl. aus, um sich - mit allen Kombinationsmöglichkeiten die sich daraus ergeben (wüden) - sehr eigen(willig) kleiden zu können. Die Fragen, allein hier in der Bricom ("was passt dazu" z.B.) zeigen aber doch sehr deutlich, dass wir schon mit den derzeitigen Möglichkeiten überfordert sind ...

Inaktiver User
20.03.2012, 10:03
Sehe ich auch so.

Außerdem ist das doch ein klassischer Fall von "das war schon immer so" :freches grinsen:
"Früher" haben sich die Leute in Sachen äußerer Optik auch nicht stärker voneinander unterschieden als heute. Möglicherweise ist das Bedürfnis danach gar nicht soo groß, wie uns die entsprechenden Industrien gerne einreden wollen.

Bae
20.03.2012, 10:32
Da glaub ich wiederum nicht dran, dass dann jeder sein eigener Designer wird. So viel Kreativität und Wille ist für derlei gar nicht vorhanden.

Warum nicht? wenn es einfach ist.

Du gehst in den Laden deines Vertrauens, wirst einmal gründlich von Kopf bis Fuss ausgemessen und die Daten werden eingegeben. Dann hockst du an den Computer, sagen wir, für einen neuen Blazer: du klickst am Computer rum und kannst ein Grundmodell wählen für den Schnitt, dann die Details: Länge, Art des Kragens, Knöpfe, Taschen, Manschette... der Laden führt ein Musterbuch mit den vorhandenen Stoffen, du suchst dir einen aus, der dir gefällt, plus ein Futter. Da die Informatik deine Daten kennt, kann sie auch gleich ein 3D-Modell erstellen und du siehst dich gleich, von allen Seiten, wie du aussiehst. Wenn es dir gefällt, schickst du die Bestellung ab, bezahlst, und drei Wochen später wird dir das Paket nach Hause geliefert.

Wenn du später wieder kommst und noch eine Hose willst, kann dir das Programm auch gleich anzeigen, wie das zusammen mit den andern, bisher bestellten Stücken zusammen aussehen würde. und wenn du die Stoffe kennst und sie nicht persönlich sehen willst, kannst du das auch zuhause am PC erledigen. Oder der Laden ist eh so freundlich und schickt mit der ersten Bestellung ein Musterbuch der Stoffe mit, so wird's bequemer.




Ich glaube, das vorhandene Angebot reicht eigtl. aus, um sich - mit allen Kombinationsmöglichkeiten die sich daraus ergeben (wüden) - sehr eigen(willig) kleiden zu können.

Das Problem an der Konfektion ist die Passform: die meisten Leute sind doch sehr eingeschränkt, weil halt so gut wie niemand Standardmasse hat. Etwas zu finden, das wirklich gut passt, ist Glückssache. Wenn das lästige Passproblem endlich Geschichte wäre, wär das Kleidersuchen auch leichter.




Die Fragen, allein hier in der Bricom ("was passt dazu" z.B.) zeigen aber doch sehr deutlich, dass wir schon mit den derzeitigen Möglichkeiten überfordert sind ...

Es zeigt auch, dass es Antworten gibt und dass es Leute gibt, die sich für Mode interessieren.

Ein Angebot für "Masschneiderei ab Stange" ist ja nichts, was man in Anspruch nehmen muss - aber man kann.

grüsse, barbara

Inaktiver User
20.03.2012, 10:34
Also, ich würde das nicht nutzen, weil ich schlicht keinen Spaß daran habe. Und da bin ich sicher nicht die einzige. Ich schätze, der Anteil derer, die dadurch "individueller" gekleidet rumliefe, würde soo signifikant nicht steigen.

Inaktiver User
20.03.2012, 10:44
Ich denke auch, man kann nicht einfach voraussetzen dass sich das jeder wünscht. Für viele hat das gar keinen Wert, oder sie wollen es gar nicht. Nicht jeder möchte sich doch von anderen abgrenzen, vielen ist doch lieber eher nicht aufzufallen.

Bae
20.03.2012, 10:45
Also, ich würde das nicht nutzen, weil ich schlicht keinen Spaß daran habe. Und da bin ich sicher nicht die einzige. Ich schätze, der Anteil derer, die dadurch "individueller" gekleidet rumliefe, würde soo signifikant nicht steigen.

Individueller wär's schon darum, weil die Wahrscheinlichkeit recht gering ist, dass zwei Personen dasselbe Kleidungsstück mit denselben Details bestellen, und dann noch den exakt gleichen Schnitt hat. Da jede Person eine andere Körperform hat, ist nur schon von daher jedes Stück ein Unikat. Es ist auch gar nicht nötig, dass es besonders exzentrisch oder originell sein soll - sondern einfach nur passend. Sodass man die Person sieht und nicht denkt "oh hat diese Person aber ein originelles Kleid!"

Während heute jedes Kleidungsstück in vielfacher Ausführung in den Läden hängt, manchmal passt es manchmal weniger - und meist weniger als mehr. Mangelnde Passform ist auch ein grosses Thema in der Bri.

grüsse, barbara

mirikwidi
20.03.2012, 10:51
Das Problem an der Konfektion ist die Passform: die meisten Leute sind doch sehr eingeschränkt, weil halt so gut wie niemand Standardmasse hat. Etwas zu finden, das wirklich gut passt, ist Glückssache. Wenn das lästige Passproblem endlich Geschichte wäre, wär das Kleidersuchen auch leichter.

Gut, wenn du darin das Problem siehst, sicher da kann ich dir folgen. Aber da käme eben der angebotene Blazer/die Hose/der Rock etc. in guter Passform, würde bei manchem die Vielfalt der Möglichkeiten erhöhen, aber trotzdem wohl nicht in der Masse zu signifikanten Veränderungen führen, denke ich mal so ?

Bae
20.03.2012, 10:59
Gut, wenn du darin das Problem siehst, sicher da kann ich dir folgen. Aber da käme eben der angebotene Blazer/die Hose/der Rock etc. in guter Passform, würde bei manchem die Vielfalt der Möglichkeiten erhöhen, aber trotzdem wohl nicht in der Masse zu signifikanten Veränderungen führen, denke ich mal so ?

ich glaube, die Veränderung wäre im Detail zu sehen - schon signifikant, aber auch subtil. Etwas zum Genau-Hinschauen, nicht etwas, was sofort augenfällig ist. Interessant ist ja das Phänomen, dass Kleidung, die wirklich gut zur Person passt, irgendwie wie *verschwindet* - gerade weil sie perfekt passt, erzeugt sie eine Art von fliessender Unauffälligkeit, von Selbstverständlichkeit. von "es kann gar nicht anders sein als es ist". (hm ich schwurble. wird verständlich was ich meine?)

Wenn du dir deine Jacke zusammenklickst und sieben mögliche Kragenformen vor dir hast, von denen du eine auswählen musst, so ist das ein ganz anderes Denken als wenn du vor der Stange steht und so ungefähr denkst "Mist, bei der Jacke find ich die Ärmel ganz toll und von der andern Jacke der Kragen und die dritte passt mir zwar perfekt, hat aber eine scheussliche Farbe und die vierte wär rundherum toll, wenn sie bloss nicht aus 100% Polydingens bestünde...nahm ich jetzt trotzdem eine oder geh ich ein Haus weiter?"

Der Fokus ist neu "was will ich, was brauche ich, was steht mir gut?" und nicht "was ist die Auswahl und wo ist das kleinste Übel das mir grad noch passt?" Das halte ich durchaus für eine signifikante Veränderung.

grüsse, barbara

Inaktiver User
20.03.2012, 11:08
Individueller wär's schon darum, weil die Wahrscheinlichkeit recht gering ist, dass zwei Personen dasselbe Kleidungsstück mit denselben Details bestellen, und dann noch den exakt gleichen Schnitt hat.

Ja, insofern hast du natürlich recht.

Doch auch die allgegenwärtige Jeans ist ja schon nicht gleich Jeans, wenn man genau hinsieht, wie sie mit anderen Kleidungsstücken sowie Schmuck, Schuhen etc. kombiniert wird.

mirikwidi
20.03.2012, 11:20
@bae: so wie du es schreibst klingt es grad ganz gruselig :smirksmile:, so als ob man dann immer nur mit einer einzigen Jacken-Hosen-Rock-Kleid-Form rumlaufen würde, eben weil man die Wahl hat, sich das so zusammenszustellen
a) wie es einem steht und
b) man es schon immer gemacht hat.
Aber für manchen ist diese Vorstellung gar nicht gruselig, das ist natürlich auch unterschiedlich.

Ich selbst finde dieses Entwerfen am Computer durchaus positiv und es ist auch kaum noch visionär denn für Anzüge, Hemden u.s.w. gibt es das ja schon (außerdem: www upcload com) aber in Sachen eigener Stil sehe ich da nicht den Durchbruch und finde das auch gar nicht nötig.

Inaktiver User
20.03.2012, 11:36
Ich selbst finde dieses Entwerfen am Computer durchaus positiv und es ist auch kaum noch visionär denn für Anzüge, Hemden u.s.w. gibt es das ja schon (außerdem: www upcload com) aber in Sachen eigener Stil sehe ich da nicht den Durchbruch und finde das auch gar nicht nötig.

Ich fände - so es bezahlbar wäre - es dadurch aber deutlich einfacher, den eigenen Stil auszudrücken. Mir geht es oft so, dass mir das was es gibt nicht gefällt und das was mir gefällt schwer zu finden ist. Ich fänd es toll, wenn ich mehr Sachen anfertigen lassen könnte, mit Stoffen die mir gefallen.

Damit wär ich sicher deutlich individueller und mir gemäßer gekleidet als bisher.

Bae
20.03.2012, 19:13
@bae: so wie du es schreibst klingt es grad ganz gruselig :smirksmile:, so als ob man dann immer nur mit einer einzigen Jacken-Hosen-Rock-Kleid-Form rumlaufen würde, eben weil man die Wahl hat, sich das so zusammenszustellen
a) wie es einem steht und
b) man es schon immer gemacht hat.

den Zwang "ich brauch jetzt unbedingt ein Paar Hosen und muss was kaufen auch wenn gerade nichts mir wirklich steht und passt" finde ich deutlich gruseliger. Was ich da schon alles quer durch die Stadt gepilgert bin um Kleider zu finden, und sie nicht fand und völlig entnervt irgendwas kaufte...

und sowieso: ich werde wohl bis ans Ende meines Lebens Basic benötigen wie blaue Jeans, eine Lederjacke/Ledermantel, Blazer/Weste, weisse Bluse... wenn ich da also was hab, was sicher passt und was ich mit geringem Aufwand an Nerven bekomme, wäre ich schon sehr glücklich. Was mich bestimmt nicht daran hindern wird, trotzdem immer wieder mal etwas Neues zu probieren - schliesslich hab ich dann auch Zeit dafür.




Aber für manchen ist diese Vorstellung gar nicht gruselig, das ist natürlich auch unterschiedlich.

für Karl Lagerfeld sicher nicht, der sieht ja ständig gleich aus.






Ich selbst finde dieses Entwerfen am Computer durchaus positiv und es ist auch kaum noch visionär

Es muss ja nicht alles visionär sein. Es reicht völlig, wenn es sinnvoll und praktisch ist.

grüsse, barbara

Lizzie64
25.03.2012, 00:00
Ich trage sehr gerne Röcke als Frau,

ah. und was trägst du gern als mann?