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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ohne Freundin



Sam4buco
26.02.2006, 20:31
Es fällt mir nicht leicht, es zuzugeben, aber es ist so: ich habe keine Freundin. Und dieser Zustand macht mir zu schaffen. Sicher, lose Bekannte, Leute, die man kennt, die gibt es. Es fehlt mir, jemanden anrufen oder treffen zu können, und sofort ist ein vertrauter Kontakt da, man versteht sich, lacht gemeinsam und hat Spaß miteinander. Wem geht es ähnlich und wer möchte sich austauschen zu diesem Thema?

susi1961
27.02.2006, 14:20
Hallo Sam4buco,

mir geht es genauso. Ich habe keine Freundin, nicht mal lose Bekanntschaften. Kontakt zu meinen Eltern, einer Tante und zu meinem Bruder, 1-2 Kolleginnen, mehr nicht. Es fällt wirklich nicht besonders leicht darüber zu sprechen, man kommt sich irgendwie nicht "normal" vor.



Viele Grüße

Susanne

Inaktiver User
27.02.2006, 14:49
@Sam4buco:

Was hast Du denn schon unternommen, um Menschen kennen zu lernen, die vielleicht zu Freunden werden könnten?

Freunde fallen für niemanden vom Himmel oder erscheinen wie magisch auf dem heimischen Sofa, es gehören also schon Gelegenheit und empfangsbereite Antennen dazu, um interessante Menschen kennen zu lernen, aus denen dann vielleicht Freunde werden.

Was tust Du, wenn Du jemanden nett und sympathisch findest? Suchst Du das Gespräch? Regst Du ein erneutes Treffen an?

Manchmal gibt es Phasen im Leben, in denen es einfach nicht klappen will - kennt so ziemlich jeder von uns, schätze ich. Neuer Job, Umzug, veränderte Lebensumstände, oder DIE Freundin zieht plötzlich hunderte Kilometer weg - und peng, auf einmal wird es still um einen herum, und man fängt wieder bei Null an.

Also.. was tust Du, tut Ihr dafür, neue Kontakte zu knüpfen?

Grüssle
Seawasp

Bine70
27.02.2006, 14:54
Ich dachte immer ich hätte eine Freundin. Meines Erachtens nach waren wir eng befreundet, haben diverse Urlaube verbracht, Sprachreisen im Ausland und täglich gemailt oder telefoniert uns meist mehrmals die Woche gesehen.

Vor 1 1/2 Jahren lernte sie einen Mann kennen. Seitdem hat sie sich max. 5 mal bei mir gemeldet. Letztes Jahr hat sie mich noch zum Geburtstag angerufen, Ende letzten Jahres kam eine Nachricht über die Heirat und die Schwangerschaft. Einmal haben wir uns zufällig getroffen - sie war so per plex, ich hatte den Eindruck es war ihr unangenehm. Dieses Jahr hat sie sich an meinem Geburtstag nicht gemeldet, ich werde es aber tun. Ich habe immer wieder versucht den Kontakt zu erhalten - es ist mir nicht gelungen. Dies wird mein letzter Versuch sein.

Somit bin auch ich freundinnenlos, was ich viel schlimmer finde ist, dass ich jetzt den Eindruck habe, sich auf niemanden mehr verlassen zu können.

Bald werde ich in eine andere Stadt ziehen, vielleicht gelingt es mir dort neue und interessierte Menschen kennenzulernen, ich geb die Hoffnung nicht auf!

Gruss Bine

Fortyfive
28.02.2006, 02:29
bin neu hier .... und gerade etwas schlaflos ..... ich habe auch keine freundin. irgendwie sind freundinnen, die im nachhinein vielleicht kaum mehr als bekannte waren, verlorengegangen. ich hatte das gefühl, dass die initiative zum weiteren kontakt des öfteren von mir ausgeht. vielleicht sind zuverlässigkeit und das füreinanderdasein nicht mehr gefragt. auch mache ich die erfahrung, dass die potenziellen freundinnen sich nicht die zeit nehmen wollen, eine freundschaft wachsen zu lassen. eine begleiterscheinung unserer schnellebigen zeit? als tipp, vielleicht einfach gelassen sein, offen für kontakte, nicht zwanghaft suchen, erzwingen läßt sich freundschaft nicht.
lieben gruß
fortyfive

Lola_rennt
28.02.2006, 18:31
Hallo, ich schreib jetzt ganz spontan und vielleicht verwirrend. "Von der anderen Seite" vielleicht. Zumindest habe ich das Gefühl dass ich schuld bin dass ich meine zwei letzten Freundinnen verloren habe. Ich führe seit einem Jahr eine Fernbeziehung, bin beruflich stark eingespannt und habe ein Kind, ein Haus, zwei Katzen. Ich mag meine Freundinnen echt gern, aber irgendwie lassen sich unsere Leben nicht mehr unter einen Hut kriegen. Da mein Beruf mich oft schlaucht und die Beziehung anstrengend ist (hab dazu hier auch schon geschrieben) bin ich dann entweder zu ko oder zu deprimiert um mit meinen Freundinnen zu reden. Die wollen auch nicht immer mein Genöle, denke ich dann. Und wenn ich Zeit hatte in letzter Zeit, hatten sie keine oder umgekehrt. Jetzt habe ich keine Freundin mehr und denke das muss jetzt wohl so sein zur Zeit und ich hoffe dass sich in Zukunft mein Leben soweit stabilisiert dass der Kontakt zu ihnen wieder zustande kommt oder sich neue Freundinnen finden. Das ist aber sicher nicht leicht, denn Freundschaft braucht Zeit zum Wachsen.
Liebe Grüße
Lola

Bava
01.03.2006, 08:19
Hi,
so ähnlich wie Bine70 geht's mir: beste Freundin fand neuen Mann und schwupps war sie weg.

Diese Freundin habe ich kennengelernt, als unsere Töchter im Kindergarten waren (die sind jetzt 16 und 17 Jahre alt) und wir noch verheiratet. Im Laufe der Jahre kamen dann Scheidungen bei ihr und mir, Umzüge (bei mir sogar 600 km Entfernung), neue Jobs, eine völlige Lebensumgestaltung usw., alles hat der Freundschaft keinen Abbruch getan. Wegen der großen Entfernung wurde es dann mehr zur Telefonfreundschaft, aber egal. Ab und an habe ich sie besucht und sie war auch einmal hier bei mir.

Quasi fast zur gleichen Zeit verliebten wir uns neu, mit einem winzigen Unterschied: Ich zog nicht mit meinem neuen Partner zusammen, sie hingegen schon.
Das war's, lieber Leser.
Anrufen geht nicht mehr, eMail-Schreiben auch nicht (wieso eigentlich?), Besuche fallen ohnehin flach. Aus die Maus.
Im ersten Jahr habe ich noch gedacht, na das wird schon wieder besser, wenn die Anfangsverliebtheit abgeflaut ist, aber es sind jetzt schon zwei Jahre vergangen und inzwischen habe ich sie "ad acta" gelegt.
Damit meine ich, ich warte nicht mehr auf Meldungen, melde mich selber nicht mehr (ist mir zu blöd, abgewimmelt zu werden) und habe keine Erwartung, dass sich das wieder ändern könnte.
Dafür dauert der Zustand zu lange und meine Enttäuschung sitzt auch zu tief.

Durch meine ewige Umzieherei habe ich leider keinen gewachsenen Freundeskreis vor Ort, sondern nur einige Freundinnen in der Republik verteilt. Diese "verlorene" Freundin war irgendwie für mich etwas ganz Besonderes und deshalb bin ich so traurig, dass ein neuer Partner Ursache für den Bruch sein kann.

Es war nicht so, dass er ihr verbot, mit mir zu telefonieren, aber ein Stirnrunzeln oder anschließende Vorwürfe (ich wollte mir einen gemütlichen Abend mit dir machen!) reichten ihr schon. Sie meinte mal, für eine halbe Stunde Telefonat mit mir hätte sie dann mit ihm eine ganze Woche Stress mitunter.

:gegen die wand: :gegen die wand: :gegen die wand:

Gruß, Bava

GuteLaune
01.03.2006, 09:21
Hallo, Ihr alle,
was Ihr schreibt, klingt ziemlich deprimiert, und ich kann mir auch vorstellen, dass es Euch nicht dabei gut geht, wenn Ihr seht, dass andere immer in großen Cliquen unterwegs sind und Ihr gar niemanden habt.
Zweierlei bitte ich Euch aber zu bedenken:
1. Es gibt Freunde, und es gibt gute Bekannte. Ich mit dem Begriff "Freundschaft" sehr vorsichtig, seit ich die Erfahrungen machen musste, dass nach einem schweren Schicksalsschlag die meisten vermeintlichen "Freunde" weg sind... so nach dem Motto: "Wenn's dir wieder besser geht und du Lust hast, was zu unternehmen, melde dich doch".Meine wirklich guten Freunde/Freundinnen kann ich an einer Hand abzählen - hoch gerechnet auf ein 46jähriges Leben ist das nicht viel, oder?
2. In meinem Leben hat es immer wieder das gegeben, was ich "Weggefährten" nenne: Leute, die ich wirklich gerne mag, mit denen ich viel Zeit verbringe, die ich wohl auch ab und an als "Freunde" bezeichne, die aber möglicherweise irgendwann auch wieder aus meinem Leben verschwinden. Es gab zum Beispiel Kindergarten-Mütter, mit denen ich viel unterwegs war: Schwimmbad, Schlittenfahren, Kinderfasching, ab und zu auch mal was ohne Kinder. Aber die Kinder sind älter geworden, haben vielleicht gar nichts mehr miteinander zu tun, die jeweilige Familiensituation/Lebensssituation hat sich geändert, da flaut der Kontakt ab. Mittlerweile finde ich das ganz normal: Jeder Mensch macht im Laufe des Lebens Wandlungen durch, und auch ich bin ja jetzt nicht mehr diesselbe wie vor 14 Jahren, als meine Tochter zur Welt kam. Ich habe andere Interessen, andere Bedürfnisse - und vielleicht andere Menschen, mit denen ich sie teile. Wichtig ist mir, dass solche Weggefährten nicht im Bösen von einem gehen - zu einigen gibt es noch losen Kontakt, zu manchen keinen mehr.

Vielleicht seid Ihr grad an einem solchen Punkt, wo sich in Eurem Leben einiges ändert und wo Ihr Euch und Eure Beziehungen zu anderen neu ordnen müsst? Versucht Euch frei zu machen von dem Zwang, dringend eine beste Freundin haben zu müssen, schaut Euch lieber nach Weggefährten um, und wenn Ihr Glück habt, wird aus dem einen oder der anderen mit den Jahren ein wirklicher Freund oder eine wirkliche Freundin.
Ich weiß, das klingt sehr theoretisch und ist nicht so einfach umzusetzen... Aber seit ich mir über die Unterschiede klar bin, komm ich mit meinem Mitmenschen prima zurecht.
:blumengabe: :blumengabe: :blumengabe:

Bava
01.03.2006, 10:02
Gute Laune,
nett gemeint, was du schreibst, aber ein "Verlust" eines als von dir bezeichneten Weggefährten schmerzt nicht wirklich.

Freundschaft ist viel, viel mehr und für mich sehr wichtig.

Mit einer "Weggefährtin" kann ich was unternehmen, ins Kino gehen, ein bisschen über Männer lästern, einen lustigen Abend haben. So. Solche Weggefährtinnen sind durchaus wichtig, um den Alltag zu bereichern, Mensch ist schließlich ein Kleingruppenwesen. :smirksmile: Manchmal kommt es auch mit diesen besseren Bekannten durchaus zu ernsteren Gesprächen, aber sie bleiben ohne Verpflichtung.

Freund heißt aber mehr. Einen Freund kann ich zur Not(!) mitten in der Nacht anrufen, wenn mich die Nachricht eines Todesfalles erreicht hat und ich die Nerven verliere.

Okay, es stirbt nicht ständig jemand in meinem Umfeld, aber es ist für mich einfach ein gutes Gefühl zu wissen, theoretisch könnte ich...

Ein guter Freund wäscht mir auch mal den Kopf und teilt nicht nur nette Komplimente aus. Vice versa.

Ob ich nun mit einer Arbeitskollegin, einer Weggefährtin, einer Ex-Krabbelgruppen-Kindsmutter oder einer "echten" Freundin ins Kino, spazieren, bummeln, Kaffee trinken gehe, ist an sich fast egal.

Aber wenn's mal wirklich hart auf hart kommt, dann braucht Mann/Frau einen Freund oder eine Freundin.

Bei manchen ist es die Mutter, die Schwester, die diese Funktion übernehmen. Wenn aus dem familiären Bereich dieser "Ich-bin-in-großer-Not-und-brauche-Hilfe"-Stützpunkt gegeben werden kann, dann ist vielleicht der Faktor Freundin etwas weniger wichtig?

So long, Bava

GuteLaune
01.03.2006, 18:11
Du hast natürlich recht, Bava,
Weggefährten sind kein Ersatz für Freunde. Ich wollte mit meinem Beitrag auch nur ausdrücken, dass wirkliche, echte Freunde, die, wie du schreibst, auch mitten in der Nacht da sind, wenn es nötig ist, einfach nicht alltäglich sind, sondern etwas ganz Seltenes und damit Wertvolles - um all jenen ein bisschen den Sinn für Relationen wiederzugeben, die daran verzweifeln, dass andere (angeblich) immer gaaanz viele Freunde haben, nur sie selber nicht. Wahre Freunde sind rar! Und es ist ein großes Glück, welche zu haben.
Was die Weggefährten angeht: Sie können im Lauf der Zeit zu Freunden werden - und taugen nach meiner Erfahrung schon auch ganz gut als "Kummerkasten" - aber eben halt situations- oder fallbezogen (blöde Formulierung, ich weiß). Beispiel: Wenn ich wieder mal ganz unten bin, weil die Kids nur noch schlechte Noten mitbringen, weil die pubertierende Tochter zickt und der präpubertäre Sohn es nicht für nötig hält, sich leidlich regelmäßig zu waschen, dann ist eine Weggefährtin, vielleicht eine Mutter aus dem Sportverein,deren Kinder etwa gleich alt sind, durchaus auch als "Nothelferin" geeignet. Analog dazu eine sympathische Kollegin, wenn es Ärger auf der Arbeit gibt, usw. usw.
Das nimmt die erste Spannung schon mal raus. Und vielleicht merkt man ja bei solchen kleinen Krisen mit etwas Glück, das man einen ganz besonderen Draht zueinander hat und es entwickelt sich eine wirkliche Freundschaft.
Ob man vom jeweiligen Gegenüber nur Komplimente und Bestätigung kriegt, oder auch mal ein kritisches Wort, hängt auch davon ab, wie man sich selber gibt: Wenn ich jemandem nur Honig ums Maul schmiere, kann ich nicht erwarten, dass der ehrlich zu mir ist. Ich für meinen Teil versuche, zu Leuten, die ich sympathisch finde, auch sehr ehrlich zu sein. Bisher bin ich damit (fast) noch nie schlecht gefahren.

Kaenguru
02.03.2006, 07:54
Ich musste auch schon mit Verlusten fertig werden, enge Freundschaften brachen auseinander (meistens wegen Männern + Kind), selbst hab ich Kontakte aber auch schon einschlafen lassen.
Ich finde, dass das im Leben normal ist. Manche bleiben viele viele Jahre, andere nur kürzer, manche kann man noch um 3 Uhr aus dem Bett klingeln, mit anderen nur Kaffeetrinken gehen oder sporteln.

Ich habe aufgehört, großartige Erwartungen zu stellen. Erwartungen führen in der Regel zu Enttäuschungen. So lernt man leichter neue Menschen kennen, ist weniger verkrampft. Und es gibt so viele Menschen, die Kontakte suchen, egal welchen Alters.
Man muss sich nur umschauen....

Bava
02.03.2006, 08:10
Moin, moin, GuteLaune,
in allen Punkten kann ich dir zustimmen. :allesok:

Durch diesen Thread angeregt, habe ich gestern eine mir sympathische Bekannte mal angerufen (Projekt "Ich aktiviere Weggefährten") und einfach gefragt, ob sie mich Freitag zu einer Veranstaltung begleiten mag. Sie kann zwar an dem Tag nicht, schien sich aber ernsthaft zu freuen, denn sie wollte sofort wissen, ob ich ab und zu mal ins Kino gehe. Sie würde öfter mal jemanden suchen, der mitkäme, weil ihr Mann einen anderen Geschmack habe als sie.


Ich glaube, ich habe bisher ziemlich großes Glück gehabt, was Freundschaften betrifft, auch wenn nicht alle ein Leben lang gehalten haben bzw. über die Jahre weniger intensiv geworden sind. Immer, wenn mal große Lebenskrisen auftauchten, hatte ich jemanden, der mir - mindestens am Telefon - zur Seite stand.
Ich habe aber vernachlässigt, mir nach meinem Umzug 1998 ein paar Leute vor Ort zu suchen, mit denen ich was unternehmen kann, mal von ein paar Hundebesitzern abgesehen. Sicher gab's mal eine Kollegin oder sonstwen, mit dem man sich sporadisch mal traf, aber nichts, was wirklich Basis gehabt hätte. Mal schauen, ob ich das hinkriege.
:ahoi: Dann sag' ich mal tschüss, Bava

GuteLaune
02.03.2006, 18:12
Hallo Bava,
genauso hab ich das gemeint, wie Du das jetzt siehst und handhabst. Ich glaube, wir alle verfallen gerne in die Hedwig-Courths-Maler-Gefühlsduselei-Weltsicht, dass uns eines Tages das große Glück schon in den Schoß fallen wird. Vergiss es. Das Leben harte Arbeit und Glück ist einer der härtesten Jobs dabei! Man muss schon selber was dafür tun - auch, wenn man das Glück genießen will, gute Freunde zu haben.
Es gibt einen klasse Spruch, der für mich so ein bisschen Lebensmotto geworden ist. Stammt aus einem Buch von Heiner Geißler:
"Glück stellt sich nicht ein, wenn alles leicht und bequem geht. Das Gefühl von Glück ist die Antwort auf eine bestandene Herausforderung und das Ergebnis von Selbstüberwindung."
:blumengabe:

Inaktiver User
03.03.2006, 09:22
Ich hatte mal ein ziemlich blödes Erlebnis mit meiner ehemals "Besten Freundin" (habe ich hier auch schon mal beschrieben) und 2 Bekannten von denen ich auch dachte sie wären Freundinnen. Die haben dann Privates, nicht für sich behalten, oder auf die Annäherungsversuche meines jetzt Ex-Freundes sehr freudig eingegangen usw.

Durch diese schlechten Erfahrungen, ist es dazugekommen, das ich zwar einige Bekannte (Sport, Arbeit, Bücherkreis, ehemalige Mitschüler) habe, aber niemanden so nah ranlasse und ihm zu viele private Dinge erzähle. Mit diesen Bekannten, kann ich trotzdem ins Kino, Shoppen usw.

Wenn ich mich mal wirklich ausheulen muss, hat meine Schwester immer ein offenes Ohr für mich.

Inaktiver User
03.03.2006, 11:06
Eine wirklich gute Freundin von Kindesbeinen an - das wünscht sich glaube ich jeder. Aber ich kenne kaum jemanden, der solch eine innige Freundschaft hat! Vielmehr entwickeln sich Freundschaften nach meiner Erfahrung in verschiedenen Lebensabschnitten.

Manche bleiben für sehr lange Zeit oder vielleicht sogar für immer - und manche schlafen wieder ein. Die meisten verliert man ja nicht durch bösen Streit oder ähnliches. Am häufigsten lebt man sich auseinander, einer zieht um, der andere bekommt Kinder, der Job frißt einen auf - die Interessen unterscheiden sich im Laufe der Zeit einfach zu sehr.

Ich finde das nicht schlimm: richtig guten Freundinnen von früher trauere ich nicht hinterher, denn sie waren ein schöner und wichtiger Teil meines Lebens. Außerdem kann man sich auch nach 20 Jahren noch anrufen und da ist noch etwas zu spüren von der alten Verbundenheit.

Eine gute Freundin fällt nicht einfach vom Himmel. Man muss sich annähern, etwas von sich preisgeben, sich Zeit nehmen... und irgendwann spürt man: Mensch, ich hab die richtig gerne und sie mich anscheinend auch. Aber dieses "Du bist meine allerbeste Freundin" gehört für mich in die Erinnerung an Schulzeiten. Man kann ja vielleicht auch zwei oder sogar drei sehr gute Freundinnen haben, ich weiß es nicht.

Öffne dich, sei bereit auch eine Freundin zu finden, die vielleicht viel älter oder jünger als du ist. Die ganz anders aussieht oder andere Interessen hat. Mitunter vermutet man garnicht, was für ein Mensch sich hinter der Kollegin verbirgt z.B..

Viel Glück!

Bava
03.03.2006, 11:17
"Glück stellt sich nicht ein, wenn alles leicht und bequem geht. Das Gefühl von Glück ist die Antwort auf eine bestandene Herausforderung und das Ergebnis von Selbstüberwindung."




Hallo GuteLaune,
da hat Herr Geißler wirklich was Wahres gesagt. Das kann ich von meinen Erfahrungen her nur bestätigen.
Allerdings spricht er wohl von Glück als dem Gefühl, das man auch als Stolz auf sich selbst kennt, das einem diese Befriedigung verschafft.
Es gibt ja auch noch andere Glücksgefühle, wie z. B. dieses Sich-eins-mit-der-Natur-fühlen, das Glück über Kinder, die Liebe usw. Da passt es dann nicht so ganz.
Liebe Grüße, Bava

GuteLaune
03.03.2006, 11:47
Allerdings spricht er wohl von Glück als dem Gefühl, das man auch als Stolz auf sich selbst kennt, das einem diese Befriedigung verschafft.
Es gibt ja auch noch andere Glücksgefühle, wie z. B. dieses Sich-eins-mit-der-Natur-fühlen, das Glück über Kinder, die Liebe usw. Da passt es dann nicht so ganz.



Hallo Bava,
auch wenn es nicht so ganz in diesen Strang passt, über das Geißler-Zitat zu philosophieren: Ich glaube schon, dass seine Aussage auch auf die von dir beschriebenen Gefühle passt.
Wenn ich zum Beispiel mit dem Auto raus fahre in die Natur und mir dann grandiose Landschaften anschaue, bringt mir das gefühlsmäßig nicht viel. Wenn ich aber unter ziemlichen Anstrengungen meinen Rucksack auf einen Berg geschleppt habe oder nach ein paar Stunden strammen Radfahrens in einer Wiese liege und die Wolken angucke, dann ist das Gefühl, eins zu sein mit der Natur ungleich stärker.Und für mich ist das durchaus ein Glücksgefühl.
Oder die Kinder: Wenn wir alle drei wieder mal einen recht anstrengenden Tag hinter uns hatten (meine zwei Süßen pubertieren grad munter vor sich hin) und kriegen dann trotzdem noch einen harmonischen Abend hin mit Kochen, Spielen oder Reden - dann empfinde ich das Glück, gesunde und lebhafte Kinder zu haben, ungleich stärker, als wenn alles so ohne Probleme, aber auch ohne Höhepunkte vor sich hin plätschert....
Und ähnlich ergeht es mir mit einer der wenigen wirklich guten Freundinnen: Manchmal regt sie mich unheimlich auf, sie ist eine unwahrscheinlich starke Persönlichkeit, ist immer sehr präsent (im Ggs. zu Leuten, die man auch dann nicht so recht wahrnimmt, wenn sie sich im gleichen Raum aufhalten) und mir gegenüber gnadenlos ehrlich. Wenn ich mich bei der ausjammere, kann es schon passieren, dass sie mir sagt, ich soll mich nicht so reinsteigern, meine Probleme hätten andere auch, und es gäbe genug Menschen, die mir helfen könnten, wenn ich nur bereit wäre, mir wirklich helfen zu lassen (mein Problem: um Hilfe bitten - fällt mir immer schwer), dann ist das nicht immer einfach auszuhalten. Allerdings merke ich später oft, dass sie ja wirlich recht hat... und dann ist dann ein ganz tolles Glücksgefühl, zu wissen, dass ich solche Menschen um mich habe.
Liebe Grüße
GuteLaune

Fortyfive
04.03.2006, 23:59
hallo bava,

find´ ich gut, dass du auch andere glücksmomente ansprichst. man kann sich an so vielen kleinigkeiten freuen.

lieben gruß
fortyfive

Cadicikk
05.03.2006, 14:35
hi,

mir geht es ganz genau wie dir. meine "beste" freundin kannte ich noch von der schule. in den letzten zwei jahren fing sie an, anders zu werden. mit anders meine ich, egoistisch, dann hat sie auch einen mann kennengelernt. sie waren nicht zusammen , aber ich war abgeschrieben. seine freunde waren ihre freunde, für ihn hat sie alles gemacht, bei mir hat sie sich nicht mal blicken lassen.
wenn es ihr schlecht ging, kam sie, um sich auszuheulen. sonst hat sie nie gefragt, wie es mir geht. sie hat mich richtig ausgenutzt- lieber hab ich keine freundin, als so eine.

Pusteblume
05.03.2006, 17:46
Freundschaften die ein Leben lang halten gibt es die überhaupt noch?
Ich habe lange gehofft wieder eine Freundin zu finden wie ich sie in der Schulzeit hatte. Aber das gibt es wohl nicht nochmal. Jetzt habe ich habe 2 Freundinnen wobei ich mir manchmal nicht ganz sicher bin ob es evtl. nicht nur "gute Bekannte" sind.
:niedergeschmettert:

Kaenguru
06.03.2006, 08:51
Freundschaften die ein Leben lang halten gibt es die überhaupt noch?




Doch, gibt es durchaus. Meine älteste Freundin kenn ich seit dem Kindergarten, eine andere (mit der ich sehr intensiven Kontakt habe) seit über 23 Jahren.
Manchmal gibt es Zeiten, da sieht man sicher weniger, man kann sich auch mal eine zeitlang aus den Augen verlieren - und findet doch wieder zusammen ....

Wenn man neue Leute bzw. Freunde finden will, sollte man die Erwartungen nicht so hoch setzen. Sprich: Es gibt nicht von heute auf Morgen "Freunde", die vom Himmel fallen.
Das braucht Zeit und vor allem beidseitiges Engagement. Und daher finde ich es auch gar nicht wichtig, möglichst viele Freunde zu haben (denn das kostet auch viel Energie) oder sich diesbezüglich unter Druck zu setzen.

Hab im Herbst drei nette Frauen über einen Kurs kennengelernt, wir treffen uns auch nach dem Kurs weiter - auch wenn das keine Busenfreundinnen werden (dafür sind wir zu verschieden) mag ich sie wirklich gerne und wir haben eine nette Zeit und sehr viel Spaß zusammen. Ich bin dankbar für diese Begegnungen - und bewerte es nicht weiter....

Danni1409
06.03.2006, 10:08
Bei mir...totale Leere...keine Freundin, keine Bekannte, nicht einmal Kollegin...seitdem ich geheiratet habe und zu meinem Mann nach Bremen gezogen bin, gibts niemanden mehr...dabei hatte ich viele Freundinnen im alten Zuhause, damals alleinerziehende Mütter wie ich. Verbindung besteht noch, wir sehen uns einmal im Jahr wenn ich meine Eltern besuche, wir telefonieren ab und zu mal, aber es ist schwierig, die große Distanz und die Tatsache, dass sie nicht so fleißige Internetuserinnen sind, hilft der Freundschaft nicht. Ich arbeite von zuhause, fülle meine Zeit mit Haushalt, Garten, Malen und Lesen. Wenn ich Probleme habe, die ich mit meinem Mann nicht besprechen kann (oder besser gesagt, wenn er mich ärgert) ist meine Schwägerin da für mich...ziehmlich ungewohnt, nicht wahr?...aber sie lebt im Süden DE, also sehen wir uns auch nur 1-2 Mal im Jahr.

Jemand hat in diesem Thread gefragt, was man/frau tut, um Freundinnen zu finden. Bis ich dieses Forum gefunden habe, dachte ich, dass auch das Internet mir nicht weiter helfen kann...sie sucht sie ist nichts für mich. Nun aber sehe ich, dass es anderen genauso geht wie mir. Sodass ich Mut gefasst habe. Vom Himmel werden wohl keine Freundinnen fallen, halte auch meine Erwartungen in Grenzen, aber nun kann ich hoffen.

Bava
06.03.2006, 11:53
Hallo GuteLaune,
och, wieso soll es nicht passen, über das Geißler-Zitat zu philosophieren? Ich sehe das nicht so eng. :smirksmile:

Ich habe in der Tat ab und zu mal Glücksmomente, denen keine Leistung voran gegangen ist. Wenn ich im Sommer ein paar Stunden am Kanal gelegen und gelesen habe, dann gerate ich in einen zufriedenen Entspannungszustand, so dass ich mich richtig glücklich fühle. Das passiert auch in ähnlicher Form, wenn ich Tieren beim Spielen zusehe oder beobachte, wie meine Kinder sich über irgend etwas freuen, auch ohne dass wir vorher Stress hatten.
Ich habe übrigens auch einen pubertierenden und einen vorpubertierenden Ableger.

Trotzdem hat Geißler Recht, denke ich, denn die Anzahl der Glücksmomente, die man genießen kann, weil man eine Hürde überwunden hat, ist ungleich höher.
Interessant ist vor allem, dass die Hürde gar nicht unbedingt hoch sein muss! Wenn ich es geschafft habe, die Küche von Hundehaaren zu befreien und die Spülmaschine auszuräumen, so ist das auch schon ein kleines erleichterndes Glücksgefühl, das natürlich noch ansteigt, wenn noch die Bäder hygienisch einwandfrei sind. :freches grinsen:
Kaum zu toppen ist der Sieg über den inneren Schweinehund, wenn die Steuererklärung pünktlich auf den Weg gebracht wurde!
:schild genau:
Und kurz nachdem ich mein jetziges Haus erworben hatte, soll ich angeblich unausstehlich gewesen sein, weil meine Ausstrahlung von Selbstbewusstsein und überschießender Lebensfreude jeglichen Zeitgenossen mit nur mäßiger Stimmungslage geradezu provozieren musste (wurde mir berichtet).

Übrigens kann es auch mal passieren, dass sich die Freude über erbrachte Leistung gar nicht auf einen selber bezieht, aber das ist bei mir ein seltenes Phänomen. Ich kann mich dennoch an mehr als zwei Situationen erinnern, als ich vor Glück weinte, die wenig bzw. gar nichts mit mir zu tun hatten. Ich war von der Leistung der Fremden einfach zutiefst beeindruckt. :smirksmile:

Mal schauen, welche Glücksmomente ich gleich empfinden werde, wenn mir endlich mal eingefallen sein wird, womit ich meine Kinder heute satt bekomme...
:hunger:

Liebe Grüße, Bava

Rory
08.03.2006, 13:12
Hallo Sam4buco,

ich habe auch nicht die Freunde, wie ich sie mir vorstelle. Vielleicht liegt das an mir selber. Ich gebe sehr viel und bin dann alleine wenn ich mal jemanden brauche. Vielleicht gebe ich zuviel, erwarte ich deswegen auch zuviel? Ich meine eher nicht. Auf der anderen Seite habe ich auch viele Kontakte, die mir nicht das geben was ich suche. Und bei Menschen, wo ich dachte, es sind Freunde, wurde ich bisher immer enttäuscht. Ich stelle mir viele Fragen, betrachte mich kritscher als alle anderen und habe sehr viele schlechte Erfahrungen gemacht. Es kommt mir so vor, als ob ich nur Freunde hätte, wenn ich immer Ja und Amen sage, wenn ich stets für sie da bin, ihnen helfe, mit allem und auch finanziell, aber wehe ich sage mal nein oder äußere Kritik oder erwaret Verständnis. Mich darf man immer kritisieren, mir darf man alles an den Kopf hauen und jederzeit zumuten, aber wehe ich wehre mich mal. Mittlerweile bin ich soweit, dass ich gar keine neuen Menschen mehr kennenlernen mag. Vielleicht bin ich auch bisher immer an die falschen Freunde, Menschen geraten. Ich weiß es nicht. Freunde, die für einander da sind, auf gegenseitiger und etwa ausgewogener Basis, habe ich noch nie gehabt. Ich bin immer diejenige, die gibt, hilft, zuhört, Ratschläge gibt, die sich kümmert und an andere denkt und andere stets bedenkt - die in der Not immer da ist, für mich selber ist das wohl nicht drin.
Ich werde stundenlang vollgelabert und nicht einmal wird gefragt, wie es mir denn geht. Im Gegenteil, wenn ich mal was sage, ist etwas anderes wichtiger als ich, da wird dann schnell das Telefon aufgelegt oder es kommt "ich muss nun aber weg", Menschen die mich ausnutzen hatte ich genug, auch psychisch benutzt und ausgenutzt, für ihre Vorhaben mißbraucht. Oft habe ich es viel zu spät gemerkt, aber wenn ich es gemerkt habe, dann habe ich auf mein herz gehört und es beendet. Wer solche "Freunde" hatte wie ich, braucht keine Feinde.Ich habe mich von allen distanziert, weil es mich nur noch krank macht. Ich lebe besser damit, auch wenn es mir fehlt richtige Freunde zu haben, aber im Grunde hatte ich die noch nie.
Rory

Kaenguru
08.03.2006, 14:52
Mittlerweile bin ich soweit, dass ich gar keine neuen Menschen mehr kennenlernen mag. Vielleicht bin ich auch bisher immer an die falschen Freunde, Menschen geraten. Ich weiß es nicht. Freunde, die für einander da sind, auf gegenseitiger und etwa ausgewogener Basis, habe ich noch nie gehabt. Ich bin immer diejenige, die gibt, hilft, zuhört, Ratschläge gibt, die sich kümmert und an andere denkt und andere stets bedenkt - die in der Not immer da ist, für mich selber ist das wohl nicht drin.



Klingt so als ob du zu nett wärst.

Daher solltest du dich mal hinterfragen, machst du das
a) weil es so gelernt wurde immer nett sein zu müssen, ich darf nicht NEIN sagen oder
b) weil du grundsätzlich ein netter Mensch bist?!




Ich werde stundenlang vollgelabert und nicht einmal wird gefragt, wie es mir denn geht.



Hört sich auch nach Ausnutzerei und Mülleimer an (das Thema hatten wir hier schonmal *seufz*). Vielleicht solltest du einfach mal anders reagieren, dich anders verhalten, z.B. wenn jemand anruft, nicht wieder automatisch in die Warte-Zuhör-Stellung gehen ("und wie gehts dir") sondern selbst sofort zu erzählen anfangen- wenn die Leute dann immer noch so komisch sind - streichen. Es gibt genügend anständige Menschen auf der Welt, die dir zuhören würden.

Ich versteh dein Problem vollkommen, da ich auch dazu tendiert habe, mich immer und überall vollquatschen zu lassen. Inzwischen grenze ich mich sehr viel stärker ab ("will ich jetzt nicht") und es ist mir egal, was der andere über mich denkt.

Letzte Woche beim Arzt kam ich ins Wartezimmer und da saß eine wirklich unmögliche Person mit mind. 10 (Totenkopf)Ringen an den Fingern, dicker Schminke, zigarettenrauchend, die anderen Patienten waren schon in den Flur geflüchtet. Ich saß kaum, da ging die Sülze schon los, wie schlecht es ihr doch geht, 5 verschiedene Krebserkrankungen, HIV-positiv (ob das alles stimmt, keine Ahnung) zudem noch Alki - ich hab sofort gesagt "Ich will jetzt nichts hören, ich komme gerade aus dem Krankenhaus und will meine Ruhe haben!!" Und da fing sie dann tatsächlich an, sich nach meiner Gesundheit zu erkundigen, wollte mir private Massage anbieten (nein Danke *gg*).

Sprich: Wenn ich von vorne herein sage: "Jetzt nicht" wissen die Leute auch eher Bescheid als wenn man sich vollquatschen lässt

Rory
08.03.2006, 23:20
Hallo Kaenguru,

ich glaube schon, ich bin "nett". Ich gebe gerne, gerade Freunden , mache und tue auch fast alles und das gerne. Aber ich habe auch gelernt nein zu sagen, nur das Problem ist, dass es nicht akzeptiert oder gar respektiert wird. Ich bin auch niemand der alles auf die Goldwaage legt und ich bin ein ehrlicher Typ, sage das was ich meine, offen das, was ich mich auch frage. Ich denke man mutet mir einfach zuviel zu, selbst wenn ich nein sage und klaro, ich stoße dann das ab was mich kaputt macht. nur auf dauer auch kein befriedigender zustand was freunde angeht. echte freundschaft habe ich dann wohl doch noch nicht erlebt oder ich verlange doch zuviel, das, was ich selber zu geben bereit bin und das, was gerne immer angenommen wird, wird mir wohl nicht zuteil werden.
Ich werde noch öfter und bestimmt auch schneller mal nein oder jetzt nicht sagen müssen. was hab ich zu verlieren? im grunde nichts. danke für deine zeilen!

Kaenguru
09.03.2006, 08:01
Ich werde noch öfter und bestimmt auch schneller mal nein oder jetzt nicht sagen müssen. was hab ich zu verlieren? im grunde nichts. danke für deine zeilen!



Richtig! Und wenn deine Freunde wirklich so unmöglich sind, dann streich sie !! Ja, das meine ich genau so, wie ich es schreibe. Streich sie!

Nutze deine Energie, die du an sie so einseitig verschwendest lieber für dich. Tu dir selbst was gutes - anstatt dich vollquatschen zu lassen.

Besser vorerst (!) keine Freunde haben als schlechte.

Schau dir die Menschen, die du an dich ranlässt, zukünftig genauer an - du kannst entscheiden, wer das sein soll und wer nicht! Leute, die einen nur zuquatschen, erkennt man doch gleich zu Anfang, dann würde ich hier erst gar keinen weiteren Kontakt focussieren..

:schild genau:

Roady
09.03.2006, 10:50
hallo mädels ich habe letztens einen spruch gelesen

"wenn deine freunde nicht mehr sind was sie waren,vergess ihre namen"

ich fand das zuerst echt hart,es ist aber wohl manchmal der bessere weg.

ich arbeite dran!!
:jubel:
lg

Rory
09.03.2006, 13:33
tja, manchmal verstellen sich die menschen auch gut und man merkt es erst zu spät was sie mit einem machen oder vor haben. doch ich muss auch wieder mehr meinem gefühl vertrauen und situationen, die mir spanisch vorkommen, auch ernster nehmen und nicht wegdrängen und für die leute entschuldigungen suchen. ja, ich tue nun mir mehr gutes und verschwende meine ernergie nicht mehr. und wenn man mich so nicht mag wie ich bin oder man mich umpolen will wenn ich auch bedürfnisse habe dann schiesse ich die menschen nun schneller in den wind. ich lasse mir nicht mehr alles gefallen. ich bin nicht der müllabladeplatz für alle, außerdem sind müllgebühren in diesem land sehr teuer geworden :freches grinsen: und therapiestunden erst recht :zwinker: sollen die sich marionetten suchen, ich bin und bleibe immer noch ein mensch.
tat gut darüber zu schreiben, danke euch. :allesok:

Minouchecat
09.03.2006, 14:30
Hallöchen
eigentlich wollt ich mich hier erst mal einlesen,aber dieses Thema zwingt mich förmlich zum antworten... :smile:
Bis heute dachte ich,das es nur mir allein so geht,ohne Freundin und sogar ohne Weggefährten/innen zu sein.Mag ja auch an mir liegen,da sich meine Interesssen auch im fortgeschrittenen Alter nicht so häufig auf Gegenliebe stossen...z.B. Fußball,Politik oder Wave/Gothicmusik :smirksmile:
Allerdings bin ich auch von einer langjährigen Freundin belogen und betrogen worden...nach 12 Jahren...das ich auch etwas vorsichtig geworden bin...
Wohne jetzt seit 3 Jahren in Berlin...vielleicht find ich hier ja doch noch...nach Prinzip Hoffnung...eine Freundin...
...aber nur eine die mich und meine Eigenheiten auch ernst nimmt und mich nicht als Resonanzboden nutzt...DAS HATTE ICH SCHON... :schild genau:
...in diesem Fall halte ich es dann eher mit dem Spruch (gilt sonst eigentlichfür Männer :freches grinsen:)... Lieber gar keine(n) als irgendeine(n). :cool:
in diesem Sinne grüßt euch alle
Minouchecat :blumengabe:

Inaktiver User
09.03.2006, 15:25
Ich wollte Euch nur mal mitteilen, dass ich, so wie es bei mir ist, sehr zufrieden bin.

Ich lege keinen Wert darauf, neue Freundschaften zu schließen. Habe eine Freundin, die ich seit Kind an schon kenne. Mal mehr, mal weniger Kontakt. Dann noch eine Telefonfreundin. Das war's auch schon.

Ich liebe es, allein zu sein. Ich trau mich das oftmals gar nicht zu sagen, weil ich denke, andere halten das nicht für normal.

Allerdings habe ich einen sehr intensiven Kontakt zu meiner Familie.

Chococat
09.03.2006, 18:12
Ich habe zwar einige Freundinnen, auch engen Kontakt, aber bin im Laufe der Jahre zu der Meinung gekommen, daß es DIE Freundschaft auf Dauer nicht gibt. Jeder Mensch verändert sich mit den Jahren und die Freundschaften verändern sich auch. Habe es schon oft erlebt, daß Kontakte auf einmal langsam aber sicher einschlafen und auch von vielen kein Interesse besteht, an der Freundschaft zu arbeiten, so daß sie bestehen bleibt.

Vor über einem Jahr hat mein damals bester Freund (so dachte ich) nach fast vier Jahren engster Freundschaft von einen Tag auf den anderen den Kontakt zu mir abgebrochen, weil er mit einer Frau zusammenkam, die ihn für sich haben wollte. Das hat mich so tief getroffen, daß ich heute noch darunter leide. Irgendwie hat mich das geprägt. Ich hänge an meinen Freunden, würde auch immer alles für sie tun, lasse aber niemanden mehr wirklich nah an mich ran und erinnere mich immer wieder daran, daß letztendlich jeder allein auf sich gestellt ist.

Freunde sind eher Weggefährten auf Zeit, mit denen man schöne Zeiten verbringt, aber auf die man sich nicht zu sehr verlassen sollte.

Bine70
10.03.2006, 15:35
@Chococat
du hast es ziemlich genau getroffen. Und trotzdem finde ich es schade, denn irgendwie sehnt sich doch jeder nach einem Menschen, dem man vertrauen kann, in jeder Situation. Und nicht jeder hat das Glück diesen Menschen in der Familie und/oder Partnerschaft zu finden.

Gruß Bine

Bine70
21.03.2006, 12:29
Mittlerweile hatte meine "Freundin" Geburtstag. Da ich zu dieser Zeit verreist war, habe ich ihr eine selbstgemachte Karte geschrieben. Wie zu erwarten, hat sie sich nicht gemeldet - nun ja, damit stelle ich nach 1 1/2 Jahren des Bemühens meine Aktivitäten ein. Schade drum, aber sie scheint keine Interesse mehr zu haben.

Gruss Bine

Kaenguru
23.03.2006, 09:12
Mittlerweile hatte meine "Freundin" Geburtstag. Da ich zu dieser Zeit verreist war, habe ich ihr eine selbstgemachte Karte geschrieben. Wie zu erwarten, hat sie sich nicht gemeldet - nun ja, damit stelle ich nach 1 1/2 Jahren des Bemühens meine Aktivitäten ein. Schade drum, aber sie scheint keine Interesse mehr zu haben.




Bine, ich weiß, dass es weh tut, wenn sich jemand abwendet, wenn Freundschaften auseinanderbrechen, weil plötzlich Freund, Mann oder Kind das wichtigste im Leben dieser Frauen sind - und die Freundin/Vergangenheit auf einmal nicht mehr zählt oder ohne Erklärung/Streit o.ä. einfach in den Keller gestellt wird.

Aber solche Prozesse gehören zum Leben. Zum Loslassen ... zum Vergessen ... zum Danken für viele schöne Jahre ... auch zum Trauern (um das, was mal war)... aber auch zum Aufblühen und Neuanfang. Das Leben ist ein ständiger Fluss mit Veränderungen (auch sehr schmerzhaften).

Ich wünsch dir, dass du wieder neue Menschen treffen wirst und eine neue Freundin findest :-)

Unverschaemt
27.03.2006, 17:24
hallo bava,

find´ ich gut, dass du auch andere glücksmomente ansprichst. man kann sich an so vielen kleinigkeiten freuen.

lieben gruß
fortyfive



Das groesste Gluecksgefuehl ist die Verbundenheit, die man fuehlt, wenn man einen anderen Menschen nur anguckt und schon weiss, dass der gerade genau das Gleiche denkt wie du. Keine Erklaerungen erfordert. Das gibt so ein Kribbeln in der Brust, im Magen, das kann man nicht beschreiben.

Ein verschwoererisches Grinsen ueber einen vollen Raum hinweg von zwei Kollegen, Klassenkameraden, was auch immer. Warum muss man so oft lachen, wenn sowas passiert? Nicht wirklich weil das, worueber man sich gegenseitig angrinst, unbedingt so lustig ist, sondern unbewusst aus Freude ueber gerade diese Verbundenheit, diese Bestaetigung.

spoookie
04.03.2007, 10:41
Um den Strang mal wieder zu aktualisieren:

Ich gerate sehr stark an meine eigenen Grenzen. Es fühlt sich an, wie Robinson Crusoe, allerdings mit dem Unterschied, daß sein Aufenthaltsort sympathischer und vorallem wärmer war als meiner :Sonne:

Solche Phasen muss man einfach durchstehen.
Das Leben hört dadurch nicht auf. Der Reifungsprozess geht weiter. Es ist eine Lernphase, die irgendwann auch wieder vorbei ist. Und zwar dann, wenn man bereit ist, sich wieder auf andere Menschen einzulassen, sich neue Kontakte und Freunde sucht, die einen nicht nur benutzen und verletzen. Der Tag wird kommen. Ich bin sicher. :yeah:

redellement
07.03.2007, 21:02
Freundschaften die ein Leben lang halten gibt es die überhaupt noch?
Ich habe lange gehofft wieder eine Freundin zu finden wie ich sie in der Schulzeit hatte. Aber das gibt es wohl nicht nochmal. Jetzt habe ich habe 2 Freundinnen wobei ich mir manchmal nicht ganz sicher bin ob es evtl. nicht nur "gute Bekannte" sind.
:niedergeschmettert:

Ich habe sie - wir sind alte Schulfreunde, jetzt beide um die 30 und praktisch beide unabhängig durch halb Deutschland gezogen, verschiedene Männer, verschiedene Lebensphasen, Leute kamen, Leute gingen, wir hatten Pausen, aber nie wegen Streit - und wir finden uns immer wieder.

Sie ist eine komische Nudel und manchmal glaube ich, dass wir GAR nicht passen und sie nervt mich auch hin und wieder.

Aber sie fehlt mir auch. Als ich hierher zog zu meinem Freund und sie wohnte damit endlich mal ein bisschen näher zu mir, haben wir uns viel zu selten mal gesehen - und dann zog sie in den Süden Deutschlands zu einem neuen Mann und alles schien irgendwie so "unmachbar" und endgültig weit weg.

Neue Leute so kennen zu lernen wie eine alte Schulfreundin...ist das machbar? Leute aus meiner Ausbildung waren mir ein bisschen Freundin, ehemalige Arbeitskollegen - aber eine Bekannte hat mal einen interessanten Satz gesagt: Alle, die ich in den letzten Jahren als Freunde bezeichnen würde, würden mir nicht fehlen, hätte es sie nicht gegeben. Denkt mal drüber nach, geht es Euch mit vielen genauso?

Jetzt hab ich wieder neue Kollegen, aber kann mich keinem wirklich so weit öffnen, dass ich ihn ständig treffen und nah nah an mich ran lassen möchte. Ich muss es versuchen, ich will ja nicht als freundelose Tomate verkümmern, aber so leicht wie das früher war? Nein, geht nicht.

Das Ende der Geschicht: Meine Freundin kommt wieder (der Mann war wohl doch nix) - und damit die Chance, das wieder intensiver zu nutzen, was wir aneinander haben, und das werden wir.

Und das wünsch ich Euch auch!

redellement
07.03.2007, 21:08
Doch, gibt es durchaus. Meine älteste Freundin kenn ich seit dem Kindergarten, eine andere (mit der ich sehr intensiven Kontakt habe) seit über 23 Jahren.
Manchmal gibt es Zeiten, da sieht man sicher weniger, man kann sich auch mal eine zeitlang aus den Augen verlieren - und findet doch wieder zusammen ....

Wenn man neue Leute bzw. Freunde finden will, sollte man die Erwartungen nicht so hoch setzen. Sprich: Es gibt nicht von heute auf Morgen "Freunde", die vom Himmel fallen.
Das braucht Zeit und vor allem beidseitiges Engagement. Und daher finde ich es auch gar nicht wichtig, möglichst viele Freunde zu haben (denn das kostet auch viel Energie) oder sich diesbezüglich unter Druck zu setzen.

Hab im Herbst drei nette Frauen über einen Kurs kennengelernt, wir treffen uns auch nach dem Kurs weiter - auch wenn das keine Busenfreundinnen werden (dafür sind wir zu verschieden) mag ich sie wirklich gerne und wir haben eine nette Zeit und sehr viel Spaß zusammen. Ich bin dankbar für diese Begegnungen - und bewerte es nicht weiter....

Ja, das gefällt mir und ich sehe es genauso (auch wenn ich das im Alltag gern ein wenig aus dem Blickfeld verliere) - die beste Freundin findet sich nicht sofort und es ist auch nicht die beste nach drei mal zusammen ins Kino gehen. Und auch nicht nach 3 Jahren Sichkennens. Unsere Kindergartenfreunde sind auch nicht von heute auf morgen dazu geworden - oft sind sie uns bis zur fünften Klasse schnuppe, man kennt sich halt wie man die Kindergartenspielecke, seine Klassenlehrerin und den gemeinsten Mitschüler kennt... daraus wachsen tut erst ganz langsam was.

Danke für die Worte, die schreib ich mir mal ins oft hoffnungslose Hinterstübchen :-)

Inaktiver User
19.04.2007, 21:35
Hallo zusammen,

ich kann nur von mir sagen, dass man sich im Laufe des Lebens verändert und somit auch oft Freundschaften auseinander gehen. Jeder entwickelt sich oft in eine andere Richtung.
Da ich vor zwei Jahren in eine neue Stadt zog, habe ich hier neu angefangen, aber hatte aus meiner Heimat auch noch Bekannte.
Ich habe hier schnell Kontakte aufgebaut, aber habe auch noch zu den "alten Leuten" Kontakt.
Doch habe ich gemerkt, dass die Gemeinsamkeiten zwischen den "alten Leuten" und mir immer weniger werden und dass diese Bekanntschaften irgendwann eventuell im Sande verlaufen werden.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man unabhängig vom Alter immer wieder neue Bekanntschaften bzw. Freundschaften schließen kann.

Gruß reise:blumengabe:

spoookie
20.04.2007, 07:58
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man unabhängig vom Alter immer wieder neue Bekanntschaften bzw. Freundschaften schließen kann.

Das sehe ich auch so!
Menschen sind beliebig auswechselbar, auch wenn das jetzt hart klingt.
Ich wurde oft so behandelt (hopp und weg). Ich merke inzwischen, ich handle jetzt auch so. Wenn die Basis nicht mehr stimmt, es keine Gemeinsamkeiten mehr, die Treffen krampfhaft und unangenehm sind (weil man sich überhaupt nichts mehr zu sagen hat), dann ist es besser, das Kapitel abzuschließen.

Es gibt genügend, neue, spannende Leute, die besser in die aktuelle Lebensphase passen, die besser zuhören können, die sich nicht nur um vollgeschissene Babywindeln oder den Job drehen.

Die Welt ist voller Menschen. Und ja, ich unterstelle: In jedem Alter machen sich Menschen auf die Suche nach neuen Kontakten. :smile:

Inaktiver User
20.04.2007, 20:57
Hallo Spookie,

bei mir ist so, dass ich mich dann bei den betreffenden Leuten nicht mehr so oft melde und ich denke man merkt auf beiden Seiten, dass die Basis für eine weitere Freundschaft nicht mehr vorhanden ist.
Es gibt wie Du so schön geschrieben hast, eine ganze Welt von Menschen.
Und ich denke, es gibt auch genügend Möglichkeiten auf dieser Welt neue Menschen bzw. Bekanntschaften/Freundschaften zu schließen.

Man muss sich eben nur trauen bzw. vornehmen mal aus seiner gewohnten Umgebung auszubrechen und Neues anzufangen. Dies kann in Form von VHS-Kursen, Verein, usw. geschehen.
Sogar in der Bricom gibt es die bekannten Stammtische in verschiedenen Gebieten/Städten an denen man teilnehmen kann und daduch seinen Bekanntenkreis/Freundschaftskreis erweitern/neu aufbauen kann.

Gruß reise:blumengabe:

myrte1
23.04.2007, 11:30
Ich habe auch keine wirkliche beste Freundin.
Früher zu Schulzeiten hatte ich eine wirklich sehr gute Freundin, leider haben wir uns irgendwie auseinander entwickelt vor allem weil wir in unterschiedlichen Städten leben. Vor über einem Jahr hat sie geheiratet, seitdem sehen wir uns höchstens 2-3 mal im Jahr. Das ist zwar schade, aber andererseits ist das verständlich und halt einfach nicht anders machbar.
Während des Studiums war es besonders schlimm: da hatte ich nur eine eher oberflächliche Freundin. Das war am Anfang schon auch schwierig für mich, mich daran zu gewöhnen, da ich nicht grade ein sehr kontaktfreudiger Mensch bin und noch dazu furchtbar schüchtern. Ich habe da also auch keine Leute kennengelernt.
Ich habe lange gebraucht, mich an diesen Zustand zu gewöhnen und auch viele Dinge alleine zu machen. Irgendwie habe ich mit der Zeit zu einem entspannteren Umgang mit anderen Menschen gefunden. Ich bin nicht mehr so abhängig von anderen: ich kann viele Dinge auch allein genießen und das hat mir auch irgendwo Selbstbewußtsein gegeben.
Wenn es sich ergibt, etwas mit anderen zu unternehmen, dann bin ich froh und akzeptiere das dankend aber wenn sich halt grade nichts ergibt, dann ist es auch ok.
Außerdem erwarte ich auch nicht von einer Freundin, daß sie sich meine emotionalen etc. Probleme anhört. Das habe ich auch mit meiner besten Freundin nie besprochen. Das mache ich schon immer mit mir selbst aus.
Wenn jemand mit mir über soetwas reden will, dann bin ich natürlich offen dafür (bin eine gute Zuhörerin:smile: ).
Ob das jetzt „unnormal“ ist, k.A. Ich komme aber so gut zurecht.

Inaktiver User
29.04.2007, 16:57
Ich habe auch kein wirklich beste Freundin (mehr) - und bin ganz froh darum!

Früher hatte ich einen großen Freundeskreis - aber das fand ich auf Dauer sehr anstrengend. Schließlich wollen Freundschaften gepflegt werden - und ich habe einfach keine Lust mehr auf ständige Treffen, Telefonate, Einladungen, Weggehen .... außerdem verbringe ich meine Zeit am liebsten mit meinem Partner!

Ich bin ständig mit Menschen zusammen ... im Job, ich habe eine große Familie! Ich habe genug menschliches Miteinander ... und einfach weder Zeit noch Lust auf noch mehr davon!

So haben sich alle Freundschaften mehr oder weniger in Luft aufgelöst! 2 bis 3 "Freundinnen" sind mir noch geblieben - aber auch nur oberflächlich.

Manchmal denke ich: "ach, du könntest Freundin X mal wieder anrufen!" ... aber dann überlege ich "ach nein, wenn sie anrufst, dann will sie dich treffen - und wenn du sie einmal triffst, dann wird sie sich wieder treffen wollen ... und wieder ...!" ... also lasse ich es besser gleich bleiben!

Irgendwie glaube ich, dass das auch nicht so wirklich "normal" ist ... aber kann ich es ändern? Will oder muss ich es überhaupt ändern!?

spoookie
29.04.2007, 20:10
Irgendwie glaube ich, dass das auch nicht so wirklich "normal" ist ... aber kann ich es ändern? Will oder muss ich es überhaupt ändern!?

Ich kann dich sehr gut verstehen, glaub mir! :blumengabe:

Und ich denke nicht, dass du dir Gedanken machen musst, weil du lieber andere Dinge machst, als ständig Kontakte zu pflegen und Leute zu meeten.
Mir ist das auch zu anstrengend.
Ich treffe mal die und mal die. Aber weder ständig noch täglich noch sonstwie sehr eng. Und ich finde das z.zt. auch ok so.
Ich habe das Wochenende mit mir alleine total genossen. Und das in vollen Zügen :Sonne:

Hitomi
06.05.2007, 22:01
@Marie: Ein bißchen in die Richtung geht auch mein Denken. Ich hab festgestellt, dass es mir mehr ums "unter Menschen sein" geht. Ich treffe auf der Arbeit, in der Uni etc genug Bekannte,mit denen man eher oberflächlich sich autauscht. Freunde habe ich eher wenige, aber gute. Man sieht sich nicht häufig, aber die gemeinsame Basis, Vertrautheit, ist immer da. Am liebsten verbringe ich die Zeit aber mit meinem Partner :)

Inaktiver User
06.05.2007, 23:49
Am liebsten verbringe ich die Zeit aber mit meinem Partner
Das ist eigentlich normal und so macht es wohl jeder. Aber ein paar Kontakte ausserhalb der Beziehung sind schon wichtig, weil man sonst irgendwann einen total beschränkten Horizont hat.
Außerdem kann einem der Partner auch mal abhanden kommen.

So eine richtig gute Freundin habe ich gar nicht. Ich finde es besser, möglichst viele Leute zu kennen, mit denen ich was unternehmen kann. Da muss der Kontakt auch nicht immer so intim und vertraulich sein. Sowas kann auch mal nach hinten losgehen und auf einmal werden Dinge, die man im Vertrauen erzählt hat, gegen einen verwendet.

Einen richtig guten Freund (männlich) habe ich und dem erzähle ich auch mal die intimeren Details aus meinem Leben aber der eine reicht mir dann auch.

D.

spoookie
07.05.2007, 07:30
So eine richtig gute Freundin habe ich gar nicht. Ich finde es besser, möglichst viele Leute zu kennen, mit denen ich was unternehmen kann. Da muss der Kontakt auch nicht immer so intim und vertraulich sein. Sowas kann auch mal nach hinten losgehen und auf einmal werden Dinge, die man im Vertrauen erzählt hat, gegen
einen verwendet.

Da sagst du was !
Dauernd einen auf intim und vertraulich ist mir auch zu anstrengend.

Ich rede gerne mal über Probleme, aber nicht nur. Das Leben ist nicht ein einziges Problem, und ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass in Freundschaften die positiven Elemente überwiegen sollten.

Inaktiver User
08.05.2007, 18:19
So eine richtig gute Freundin habe ich gar nicht. Ich finde es besser, möglichst viele Leute zu kennen, mit denen ich was unternehmen kann. Da muss der Kontakt auch nicht immer so intim und vertraulich sein. Sowas kann auch mal nach hinten losgehen und auf einmal werden Dinge, die man im Vertrauen erzählt hat, gegen einen verwendet.


ich habe auch keine beste Freundin mehr so wie früher. Ich bin oft enttäuscht worden. Aber seit vielen Jahren habe ich einen besten Freund, dem ich alles erzählen kann.

Wenn ich mich mit Leuten treffe, um mit ihnen etwas zu unternehmen, dann möchte ich Spaß haben und nicht ständig an irgendwelche eventuellen Probleme erninnert werden.
Es gibt so viele Themen über die man sich unterhalten kann, da müssen es nicht immer persönliche Probleme sein.

Gruß reise:blumengabe:

spoookie
09.05.2007, 07:31
Wenn ich mich mit Leuten treffe, um mit ihnen etwas zu unternehmen, dann möchte ich Spaß haben und nicht ständig an irgendwelche eventuellen Probleme erninnert werden.
Es gibt so viele Themen über die man sich unterhalten kann, da müssen es nicht immer persönliche Probleme sein.

Gruß reise:blumengabe:

So seh ich das auch!
Aber offenbar haben manche Menschen nichts anderes als das Thema PROBLEME.
Da macht man am besten einen weiten Bogen rum :lachen:

.

Inaktiver User
09.05.2007, 07:55
Hi zusammen!

Ich habe auch nicht mehr die eine beste Freundin, wie es das zu Schulzeiten gab und auch noch danach. Meine damalige beste Freundin und ich haben uns einfach auseinander gelebt, sie hat früh geheiratet, Haus gekauft, ich habe erstmal mein Lebensunterhalt verdient, war länger Single und hatte auch einen anderen Bekanntenkreis.

Seit ich mit meinem Göga zusammen bin, hat sich natürlich der Freundeskreis auch sehr verändert. Ich ziehe heute nicht mehr jedes Wochenende mit irgendwelchen Bekannten durch die Kneipen, aber das finde ich auch nicht schlimm. Ich habe mehrere Bekanntschaften, auch gute, zu Frauen aus unserem Bekanntenkreis hier, aber eine richtig beste Freundin habe ich halt nicht mehr, auch das finde ich nicht schlimm, denn heutzutage lerne ich dadurch auch immer wieder neue Ansichten kennen, höre andere Meinungen, brauch mir aber keinen Kopf zu machen, wenn ich dem nicht zustimmen kann. Bei besten Freundinnen, die ich hier in der Umgebung zwischen einigen Mädels kenne, ist es schnell so, daß diese Frauen schnell so ein eineiiges Zwillingspärchen abgeben und zu allem immer gemeinsam Ja und Amen sagen, eine eigene Meinung ist wohl nicht erwünscht.

Das brauche ich mit Mitte 30 nicht mehr, habe tolle Leute um mich herum, aber mein bester Freund ist eh mein Mann. :blumengabe:

Viele Grüße, Andrea

outing
09.05.2007, 08:12
Hallo ihr Freundinnen-Suchende! Geht doch mal auf die Seite von new-in-town. Da habe ich schon viele wirklich nette Kontakte geknüpft. Die eine oder andere ist dann auch zur "Freundschaft" geworden. Da ist wirklich für jeden was dabei und man kann sich immer wieder neu verabreden!
Gruß
outing

Inaktiver User
09.05.2007, 16:33
So seh ich das auch!
Aber offenbar haben manche Menschen nichts anderes als das Thema PROBLEME.
Da macht man am besten einen weiten Bogen rum :lachen:

.

Spookie, da hast Du vollkommen Recht. Das Leben mancher Leute besteht tatsächlich nur aus Problemen. Sie machen oft aber auch "aus einer Mücke einen Elefanten" und müssen jede Kleinigkeit eine Ewigkeit ausdsikutieren.
SCHRECKLICH!!!
Man kann sich mal die Probleme anderer anhören und ich bin auch bereit meine Meinung zu dem angesprochenen Thema abzugeben, aber ich muss mich nicht wenn es ein banales Problem ist mich beispielsweise in einer Kneipe den ganzen Abend darüber unterhalten.

Viele Grüsse reise:blumengabe:

spoookie
09.05.2007, 17:05
Man kann sich mal die Probleme anderer anhören und ich bin auch bereit meine Meinung zu dem angesprochenen Thema abzugeben, aber ich muss mich nicht wenn es ein banales Problem ist mich beispielsweise in einer Kneipe den ganzen Abend darüber unterhalten.

Richtig! :kuss:
Wenn ich in der Kneipe bin, dann will ich einen netten Plausch führen, über Paris Hilton lästern, Männer gucken :freches grinsen:, über meine neue Kaffeemaschine erzählen.
Und nicht wieder nur Psycho-ich-sterbe-bald-alle-Männer-sind-Scheiße-Storries führen.

Solche Menschen gehen mir inzwischen so was von auf den Sack :pc kaputt:

Inaktiver User
10.05.2007, 11:48
Richtig! :kuss:
Wenn ich in der Kneipe bin, dann will ich einen netten Plausch führen, über Paris Hilton lästern, Männer gucken :freches grinsen:, über meine neue Kaffeemaschine erzählen.
Und nicht wieder nur Psycho-ich-sterbe-bald-alle-Männer-sind-Scheiße-Storries führen.

Solche Menschen gehen mir inzwischen so was von auf den Sack :pc kaputt:

Aber leider wimmelt es heutzutage von solchen Leuten nur so. Ich habe das Gefühl, es gibt kaum noch andere Leute, die mal nur ein bißchen nette Unterhaltung suchen und wie Du schon so schön sagtest plaudern bzw. lästern wollen.

Klar, ist das Leben nicht immer rosig, aber es gibt doch auch die schönen Seiten im Leben.
Nur was mir bei den Menschen aufgefallen ist, die ständig jammer, sie kämpfen nicht gegen ihr Leid, sondern lassen sich hängen und wollen immer nur Mitleid von ihren Mitmenschen hören.

Viele Grüße reise:blumengabe:

Zwetschge
27.05.2007, 12:56
Hallo zusammen!

Eure Beiträge haben wirklich mein Interesse geweckt, in manchen erkenne ich mich fast schon brutal wieder... Jedenfalls waren sie für mich Grund genug, mich überhaupt hier anzumelden.

Ehrlich gesagt, ist es mir sehr unangenehm zuzugeben, dass bei mir auch mittlerweile die letzte Freundschaft dabei ist, in die Brüche zu gehen. Man traut sich kaum, dass offen zu sagen, weil es wie das Eingestehen eines persönlichen Versagens auf mich wirkt. Ganz so nach dem Motto "Verdammt, was stimmt nur mit dir nicht? Für andere ist Freundschaft doch das Selbstverständlichste von der Welt!"

Ich kann mir schon gut vorstellen, dass es schwierig ist, Freundschaften zu pflegen, wenn man Kinder, Mann, Beruf, etc. hat. Aber ich? Ich bin Mitte 20, habe seit mehreren Jahren einen festen Freund und gehe noch zur Uni. Kann mich wirklich nicht über eine Unmenge von Verpflichtungen beschweren. Wo also liegt das Problem? :knatsch:

Denkt bitte nicht, dass ich unglücklich mit meinem Leben bin. Ich finde mein Leben wundervoll, meine Beziehung ist sehr glücklich, "beruflich" läuft es prima, mit meiner Familie ist es auch vollkommen in Ordnung. Und doch habe ich keine Freundin, mit der ich quatschen, tanzen, shoppen, Kaffee/Cocktails trinken und lachen kann. Es gibt Tage, das ist es mir quasi egal und dann gibt es Tage, da merke ich, dass mir einfach eine liebe Freundin an der Seite fehlt.

Mir ist schon klar, dass ich vermutlich eher zu der anspruchsvolleren Sorte gehöre. Aber ist es denn verkehrt, sich weiterzuentwickeln und nach "mehr" im Leben zu streben? Ich suche halt Menschen mit einem gewissen Niveau. "Aber wo seid ihr??" könnte ich manchmal rausschreien :smirksmile:

Andererseits plagen mich gelegentlich auch Selbstzweifel, ich halte mich für alles andere als perfekt und neige dazu, die Schuld immer schnell bei mir zu suchen. So etwas kann man mir wohl ziemlich leicht einreden, da ich immer noch das Gefühl hab, tief in mir muss irgendetwas verkehrt laufen. Ich würde mich auch gerne auf neue Menschen einlassen, kann auch durchaus gut zuhören.

Naja, nächstes Jahr werde ich nach Essen ziehen und hoffentlich, einen Job annehmen :smirksmile: und wer weiß, vielleicht ergibt sich dann ja etwas?

So und bevor hier noch jemand beim Lesen einschläft :smirksmile: , danke, dass ich hier mal Dampf ablassen konnte und ihr mir "zugehört" habt :blumengabe:

Gruß
Die Zwetschge

februarsternchen
27.05.2007, 13:18
hallo zwetschge,
in welcher stadt wohnst du denn jetzt? es gibt doch übers internet jetzt so tolle uni-kontaktnetze, vielleicht meldest du dich da mal an? ein freund von mir hat da jetzt 2 ganz nette mädchen kennengelernt. und sind alles studenten oder akademiker, also nicht gaaanz doof:-) leider fällt mir der name grad nicht ein, ich suchs dir heraus wenn du magst.
ich kann das gut verstehen was du schreibst, und finde das richtig das du nach verbesserung strebst. meine erfahrung ist aber, dass die meisten menschen bei näherem hinsehen irgend etwas interessantes haben- auch wenn es auf den ersten blick vielleicht nicht so scheint. give it a try:-)
ganz lieben gruss aus dem sonnigen spanien

Zwetschge
28.05.2007, 13:44
Hallo Februarsternchen,

wohne momentan im nördlichen Ruhrgebiet (also nur ca. 40km von Essen entfernt). Meinst du vielleicht das Studi-Verzeichnis? Falls ja, dann kenn ich das bereits. Ist auch ne ganz witzige Sache, wenn auch (meiner Meinung nach) kein richtiger Sinn dahinter steckt. Klar, es geht darum, leichter Kontakt zu gewissen Leuten zu halten. Aber mal ehrlich, wenn ich mit XY schon ewig keinen Kontakt hatte und auch nicht wirklich interessiert dran bin, dann bringt es mich auch nicht weiter, wenn XY plötzlich in meiner Freunde-Liste auftaucht ... trotzdem ist es fürs Email-schreiben oder so recht praktisch :smile:

An so richtige "Friends-Scout"-Seiten traue ich mich nicht heran. Ich finds zwar völlig ok, wenn sich andere dort anmelden, aber für mich ist das nix, bin da eher skeptisch. Dort kommen dann 1000 Seiten mit Gesuchen und irgendwie, naja ich weiß nicht :smirksmile:

Denk jetzt bitte nicht, dass ich krampfhaft auf der Suche nach irgendwelchen Akademikern bin, das ist natürlich Quatsch! Es gibt sicherlich genauso viele niveauvolle Leute ohne Studium wie Spinner an der Uni ... :smirksmile:

Gruß