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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ist Fasten gesundheitsschädlich?



Sanni69
16.02.2012, 14:07
Hallo, ich höre immer wieder verschiedene Meinungen zum Fasten, von überaus gesund bis zu vollkommen ungesund. Daher würde ich gerne mal wissen, was jetzt eigentlich stimmt. Wer da was weiß, bitte teile dein Wissen :) Vielen Dank im Voraus.

wildwusel
16.02.2012, 15:59
Da gibt es keine pauschale Antwort. Jeder ist da anders verpackt.

Ich würde mal sagen, wenn es dein Körper dir beim Fasten signalisiert "das wird so nichts" (Krämpfe, mentale Aussetzer, Kreislaufzusammenbrüche, Schwindel/Ohnmacht), dann laß es. Wenn es dir beim Fasten gut geht und du dich ansonsten abwechslungsreich und ausgewogen ernährst (und nicht wie dieses arme Mädchen in England, die nur Chicken Nuggets runterbrachte), sollte nichts dagegensprechen -- der Mensch ist durchaus dafür gebaut, Nahrungsknappheit zu überstehen.

"Offiziell" wird immer geraten, vor dem Fasten einen Arzt zu konsultieren.

An mir sind zwei Wochen Fasten in jeder Hinsicht spurlos vorbeigegangen, aber ich war seither noch nicht wieder in einer Verfassung, daß mir danach gewesen wäre.

brighid
16.02.2012, 16:08
"Offiziell" wird immer geraten, vor dem Fasten einen Arzt zu konsultieren.

.

aus gutem grund.

dem einen tuts gut- dem andern schadet es mehr als es guttut. - es gibt keine "einzige" meinung dazu.

Horus
16.02.2012, 16:42
Ich habe im Alltag regelmässig Tage, an denen ich 24 Stunden lang oder sogar mehr nichts esse. Nicht, weil ich fasten würde, sondern weil ich keine Lust zum essen habe / das essen vergesse (ja, das kommt vor) / mir irgendwelcher Stress den Appetit verschlägt.
So was macht mir nichts aus.

Hingegen eine klassische "Fastenkur", also mit Darmentleerung dann mehrere Tage nichts essen, die haut mich um, die tut mir überhaupt nicht gut, macht micht kraftlos, anfällig für Infektionen und ich verliere zu viel Gewicht.

Deshalb: es gibt keine pauschale Antwort - weder eine, die für alle Menschen gilt, noch eine, die für den einzelnen Menschen pauschal gilt.

Franny
16.02.2012, 18:44
die frage ist auch viel zu pauschal gestellt,
was willst du denn für dich tun?

klassisches*fleisch und alk* fasten,traditionell zwischen fastnacht und ostern?
oder 6 wochen auf nikotin oder tv verzichten?

generell wuerd ich sagen,fasten ist NICHT ungesund, sondern ein reinigen der organe im frühjahr(leberzeit!),
und erstmal eine sache vom*kopf* her,und wichtig ist nicht vorrangig der gewichtsverlust ....

ganz wichtig sind aber die entlastungstage vorher(und hinterher),
und das richtige abführen(erst wenn der darm richtig leer ist hat man kein hungergefühl)
und wie bei allem sollte man *uebertreibungen* vermeiden, evt erst mal mit 3 fastentagen anfangen und gucken wie man sich dabei fühlt!

Smilla_
15.03.2012, 16:43
Hingegen eine klassische "Fastenkur", also mit Darmentleerung dann mehrere Tage nichts essen, die haut mich um, die tut mir überhaupt nicht gut, macht micht kraftlos, anfällig für Infektionen und ich verliere zu viel Gewicht.

Horus, dein fast ein Monat alter Beitrag spricht mir gerade aus der Seele. Ich habe letzte Woche meine erste Fastenkur gemacht, nur 4 Tage (habe dann abgebrochen weil ich meiner Ansicht nach zu wenig auf die Waage brachte). Jetzt, eine Woche später, liege ich zum ersten Mal seit meiner Kindheit wirklich krank im Bett - viraler Infekt. Sowas habe ich sonst nie gekriegt, da konnten alle Menschen um mich drum krank sein, hat mir nix gemacht. Zufall?

Im Nachhinein halte ich auch nicht mehr ganz viel vom Fasten. Es war eine nette Erfahrung, ein paar Tage nur "aus sich selbst heraus" zu leben und währenddessen ging es mir ganz gut, aber ich merke jetzt, dass mir das neue Gewicht (3kg weniger) nicht gefällt und dass es mir unterm Schlussstrich wohl nicht gut getan hat zu fasten.

Aber das ist sicherlich individuell verschieden, meine Eltern schwören seit Jahren drauf!

wildwusel
15.03.2012, 18:08
generell wuerd ich sagen,fasten ist NICHT ungesund, sondern ein reinigen der organe im frühjahr(leberzeit!),


Naja, wenn es erst mal an die Fettzellen geht, haust du der Leber schon ganz schön was um die Ohren. Aber normalerweise kann die das ab.

Inaktiver User
16.03.2012, 12:46
Also man hat ja zumindest in Tierversuchen festgestellt, das intermittierendes Fasten die Lebenserwartung und die Gesundheit um einiges verlängert. Man streitet sich aber noch darum, ob die Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind.

Zitronemelisse
18.03.2012, 17:57
Vor 3 Jahren hab ich das Erstemal eine Woche Fasten/Wandern gemacht und war erstaunt, wie leicht es mir viel, nichts zu essen.

Seither mach ich ein bis zweimal im Jahr hier zuhause eine Zeit Heilfasten. Manchmal nur eine Woche, manchmal 10 Tage. Dieses Jahr lief es so gut, dass ich es fast 3 Wochen machte. Und ich hab einen tierisch stressigen Job. Wir haben ein Restaurant und das muss man rann......

Was mir persönlich an Heilfasten gefällt, ist das A - der Kopf so klar wird und B - tatsächlich, Dinge die im Körper nicht stimmen zu Tage kommen.

Heilfasten ist nicht nur nix essen, sondern es reinigt auch Geist und Seele, wenn man es richtig macht, darum würde ich jedem empfehlen, der das Heilfasten beginne möchte, er solle es bitte nicht allein tun, sondern für das Erste Mal einen Kurs besuchen.

Auch wenn man 3 - 5 Kilo abnimmt, wem das auf der Waage nicht gefällt, sollte bedenken, dass das der Darm und das Wasser ist, und kann sich sicher sein, die Kilos kommen wieder, nur ist nach dem Heilfasten ganz wichtig, die Aufbautage, da der Körper voll auf Niedrigenergie läuft. Sonst kommt ein Jojo der sich gewaschen hat.

Bambi65
07.05.2012, 11:32
Ich faste schon seit Jahren regelmäßig ein- zweimal im Jahr.

Angefangen habe ich als junge Erwachsene mit 5 Tagen, nun sind es meistens 21 Tage und jedes 2. Jahr gehe ich auf die lange Distanz (40 Tage).

Selbstverständlich lasse ich meine Blut- und Leberwerte regelmäßig überwachen, aber es geht mir gut dabei, ich gehe trotzdem meinem Vollzeitjob nach und fühle mich wohl dabei.

Der Gewichtsverlust stagniert nach einer Weile und auch wenn dies ein schöner Nebeneffekt ist, so ist mir doch das Ausscheiden von all den Altlasten viel wichtiger! Man glaubt gar nicht, was der Körper da so los wird. Viele angelagerte Schwermetalle werden erst nach der 3. Woche abgebaut.

Für mich ist es eine gute Sache, aber man kann nicht von jetzt auf gleich mit so einer langen Distanz anfangen - auf gar keinen Fall!

Tja, soviel zu meinen Erfahrungen!

Tante-Trude
04.12.2012, 07:26
@Bambi65, darf ich fragen, was Du zu Dir nimmst, wenn Du über die lange Distanz gehst? Das machst Du doch nicht mit reinem Wasserfasten, oder?
Ich selbst habe mal für eine Woche gefastet (Wasser & Gemüsebrühe ohne Einlage) und es ging mir dabei auch ziemlich gut. Die ersten 2 Tage waren die schwersten.

wildwusel
06.12.2012, 00:31
Aus gegebenem Anlaß:

Ich bin jetzt in einigen meiner "üblichen Verdächtigen" Paleo- und Fitnessblogs darauf gestoßen, daß Intermittent Fasting bei Frauen zum Teil a) nicht den Erfolg hat, den es bei Männern hat, b) zu unerwünschten hormonellen Nebenwirkungen führen kann, und c) bei Frauen, die dafür anfällig sind, Eßstörungen auslösen kann.

Wenn Frau so was also macht, sollte sie ein Auge darauf haben, ob es ihr guttut. Absinkende Körpertemperatur, ausbleibende Regel, schlechte Laune, Freßanfälle (auch "erlaubte" Freßanfälle während des "Eßfensters"), erhöhte Insulintoleranz und verfrüht einsetzende Wechseljahre sind keine guten Zeichen.

Am anfälligsten für die Probleme scheinen Frauen zu sein, die normalgewichtig oder schlank sind, aktiv und sportlich, und über 35.

Ich geh immer davon aus, daß kein Ernährungskonzept bei allen Leuten den gleichen Effekt hat und Leute im allgemeinen robust und nicht so leicht kaputtzukriegen sind (sonst wäre die Menschheit schon lange ausgestorben), deswegen werde ich wegen ein paar Erfahrungsberichten jetzt nicht anfangen, vier Mahlzeiten am Tag zu essen, wenn ich keinen Hunger drauf habe. Aber wenn es jemanden interessiert, kann ich ein oder zwei Links (auf Englisch) zu dem Thema rauskramen.