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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : baby, 10 monate schreit plötzlich nachts



montauk
08.02.2012, 22:41
ich würde gern mal wissen, ob ihr etwas ähnliches erlebt habt:

meine kleine, 10 monate, ist seit jeher ein guter schläfer. wir haben seit einem halben jahr einen festen abendlichen ablauf mit buch lesen, abendessen, frisch machen und umziehen, stillen und ins bett legen (ca 19.30h). dort reibt sie sich pflichtschuldig die äuglein, nuckelt zweimal am schnulli und schläft dann gleich allein ein. sie meldet sich dann gegen 23h uhr nochmal und trinkt sowie irgendwann zwischen halb drei und vier. ich stille sie, sie trinkt und schläft gegen ende des durstes wieder ein (dauert so 5-10 minuten).

neuerdings ist es in fast jeder zweiten nacht so, dass sie gegen mitternacht wieder aufwacht, weint und sich nicht beruhigen lässt. trinken will sie nicht. sie weint bis zur hysterie, bäumt sich in meinem arm auf, ist völlig von der rolle und kriegt sich erst wieder ein, wenn ich mit ihr ins helle gehe oder aus dem fenster auf die helle strasse kucke. langsam kommt sie dann wieder runter und nur mit geduld und kleinen taschenspielertricks lässt sie sich wieder in ihr bett legen (was nicht immer klappt, ohne dass sie wieder schlimm zu weinen anfängt - dann ab in mamas bett).
schmerzen schließe ich aus, denn sie läßt sich ja ablenken und sie weint dann anders, wenn sie schmerzen hat.

haben babys schon alpträume?? oder habt ihr eine andere theorie?

Inaktiver User
08.02.2012, 22:49
hallo montauk,

erstmal :in den arm nehmen:, ich weiß wie schlimm es ist wenn ein baby einfach so nachts anfängt zu weinen und man es kaum beruhigen kann.
meiner (*april 2011) hatte eine zeit lang regelmäßig alpträume. Er hat dann von 0 auf 100 ganz hysterisch angefangen zu schreien und ließ sich nur beruhigen indem man ihn da wieder rausgeholt hat, also in der regel wachmacht. Er ist allerdings danach immer schnell wieder eingeschlafen und ich konnte ihn problemlos ablegen. So war/ist es bei uns. Babys können also auf jeden Fall schon Alpträume haben.

Hoffe das hilft dir irgendwie weiter. Gibt bestimmt noch wen hier der bessere Tipps hat...

Wünsch dir, dass es bald besser wird.

lg
Nibbler

Wiesenkraut
09.02.2012, 09:38
Kinder träumen schon im Mutterleib nachgewiesener Maßen und ja sie können auch Alpträume haben. Ich hab das bei meinen immer dann besonders auffällig gehabt kurz vor einem Entwicklungssprung (also z.b beim krabbeln lernen, beim laufen lernen als die Sprache entdeckt wurde). Ich nehme an dass so große Entwicklungssprünge auch mit Angst besetzt sind und durch nächtliche Verarbeitung auch zu Alpträumen führen.

Auch wenn viele mich nun für verückt erklären. Mein kind träumt auch vermehrt schlecht die Tage vor Vollmond und ab und an auch einfach so, ohne erkennbaren Grund.


Ist sie denn ansprechbar. Du sagst helles Licht hilft...wäre sie überhaupt nicht tröstbar hätte ich ja fast auf den Nachtschreck getippt.


Wenn das Kind aus dem Schlaf aufschreckt, laut schreit, um sich schlägt und auf Ansprache kaum reagiert, dann sprechen Experten vom Nachtschreck.Der Nachtschreck tritt überwiegend vor Mitternacht auf und beginnt meistens mit einem durchdringenden Schrei. Weitere häufige Symptome. Ihr Kind reagiert auf ihre Beruhigungsversuche nicht, scheint in einer anderen Welt gefangen. Der Nachtschreck kann bis zu zehn Minuten andauern, danach schläft das Kind wieder ein. Am nächsten Morgen kann es sich nicht an das Ereignis erinnern.

das ganze ist zwar gruselig, aber lt Psychologen für das Kind nicht so schlimm wie für die Eltern.

Pfeifchen
10.02.2012, 13:38
Hallöle,

Babys und kleine Kinder haben ja so viel zu verarbeiten: die Geräusche, Gerüche, Geschmäcker, Farben, Menschen beim Einkaufen/Kinderarzt/Familiengeburtstag/usw., Wachstum (und damit verbunden immer mehr Fähigkeiten wie Greifen, Krabbeln, usw), Entwicklung einer Persönlichkeit als auch die Abhängigkeit von den Eltern, die auch mal aus dem Zimmer gehen und damit vielleicht Verlustängste entstehen können... eben alles, was auf so ein kleines Menschlein einstürmt.

Ich habe eine Tochter von 3,5 Jahren und ein Baby von 8 Monaten. Wenn wir einen anstrengenden Tag hatten, viel unterwegs sind oder eben außergewöhnlichen Tagesablauf haben sind die Kinder auch oft unruhig und brauchen danach einen "Ausruhtag". Manchmal haben sie gerade einen Entwicklungsschub, in dem sie sich selbst nicht zurechtfinden (ich glaub, man könnte das mit einer Mini-Pubertät vergleichen :freches grinsen:).

Das nächtliche Weinen ist sehr erschreckend für einen als Mutter/Vater. Wenn eure Kleine bei kleinem Licht schlafen kann, könntest du vielleicht eine Art Nachtlicht brennen lassen, dass sie sich beim Aufwachen zurechtfindet und sich nicht zu sehr erschreckt. Ansonsten finde ich es genau richtig, was du mit ihr machst: herumlaufen und Sicherheit geben, dass alles gut ist, jemand da ist und sie keine Angst haben muss.

Ansonsten gilt: es ist eine Entwicklungsphase, die geht vorüber. :smirksmile:

Linchen84
10.02.2012, 13:57
Hallo montauk,

das schreien nachts mit 10 monaten hatten wir auch bzw. es hat schon etwas früher angefangen...unsere kleine ist fast von anfang an eher eine schlechte schläferin, es fing mit 5/6 monaten an und wurde permanent schlechter.

Mit 9 monaten fing dann die phase an, dass sie sich nicht mehr beruhigen ließ nachts, vorher hat das stillen sie meist beruhigt und sie konnte weiterschlafen. Wir hatten echt wochenlang terror, es war sogar so schlimm, dass ich dachte unsere nachbarn hetzen uns das jugendamt auf...als wir in der phase im kh waren wegen einer hautinfektion, haben mich die schwestern echt nachts gefragt was sie denn hat:knatsch:...nix hat geholfen, selbst neben mir schlafen hat nur wenig erfolg gebracht...und als ich dachte es wird nie wieder besser, ging diese phase vorbei, das waren so ca. 8 harte wochen!

ich denke auch dass es träume sind, die die kleinen so hysterisch weinen lässt.
Wünsche euch viel glück und gutes durchhaltevermögen!