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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Traumberuf - Zug abgefahren??



Lara-Marlen
02.01.2012, 13:26
Hallo liebe Bri-Com-Leser!

Ich würde euch gerne meine Gedanken zur beruflichen Planung kundtun und hoffe dabei auf eure Ideen, Anmerkungen, Kritik und sonstiges.

Ich bin 37 Jahre alt und gelernte Sozialarbeiterin.
In diesem Beruf war lange Zeit tätig. Vor 2 1/2 Jahren ging ich dann in Elternzeit, welche im Oktober 2011 endete.

Da ich nicht zurück an meinen alten Arbeitsort möchte, bin ich nun arbeitslos gemeldet.
Es gibt genug neue Stellen in meinem Bereich, aber nach den ersten Bewerbungen wunderte ich mich selbst über meine mangelnde Motivation. In langen schlaflosen Nächten dämmerte mir allmählich, dass ich überhaupt keine Lust mehr habe, mich als Sozialarbeiterin mit den Problemen anderer Menschen zu befassen. Vor allem Multiproblem-Familien mit vernachlässigten Kindern sind mir, seit ich selbst Mutter bin, ein Graus.

Mittendrin wurde mir mein alter Berufstraum der Innenarchitektin wieder bewußt. Ich hatte mich nach dem Studium an einer Uni beworben und wurde dort abgelehnt. Als verschüchtertes, junges Mäuschen kam ich überhaupt nicht auf die Idee, mich weiter zu bewerben, oder mich einfach deutschlandweit um einen Studienplatz zu bemühen. :gegen die wand:

Das Interesse an der Kreativität, sei es bei der Wohnungseinrichtung, beim Firmendesign meines Mannes, beim Nähen, Malen oder Bildhauen hat mich jedoch nie losgelassen.

Recherchen im Internet und Gespräche mit meiner Arbeitsvermittlerin haben mir bereits gezeigt, dass es utopisch wäre, mich als Einrichtungsberaterin selbstständig zu machen.

Andererseits möchte ich nur ungern zurück in ein Angestelltenverhältnis im Sozialbereich, da ich nach jahrelanger Führungstätigkeit, Schwierigkeiten habe, wieder "ganz unten" anzufangen und mich ungern einem inkompetenten Chef unterzuordnen. (Es ist in der sozialen Branche leider oft so, dass von 90% weiblichen Mitarbeiter immer einer der 10 % Männer die Führungsposition inne hat - und das nur selten aufgrund seiner fachlichen Qualitäten).


Heute weiß ich mittlerweile: Ich möchte mich gerne im kreativen Bereich selbstständig machen!
Am liebsten mit einer gleichgesinnten Partnerin/einem Partner.

Nur fehlt mir noch DIE Idee bzw. habe ich zu viele diffuse Ideen im Kopf.
Und vor allem habe ich das Gefühl, dass ich mich noch mächtig weiterbilden müßte, nur weiß ich eben nicht, in welche Richtung...


Nun hoffe ich auf eure Meinungen, vor allem zu Thema:
Macht es Sinn, die soziale Sicherheit zugunsten eines Traums aufzugeben?
Kennt jemand Veranstaltungen, Internetbörsen oder andere Möglichkeiten, andere Menschen mit Selbstständigkeitsvorhaben kennenzulernen? (die bisherige Internetsuche führte mich immer wieder nur zu Existenzgründern im EDV-Bereich).
Sollte ich meine Überlegungen meiner Arbeitsvermittlerin gegenüber offen ansprechen oder droht mir dann die Kürzung/Streichung meines Arbeitslosengeldes?


Sorry für das Gedanken-Chaos, aber genau so sieht es gerade in meinem Kopf aus! :zwinker:

Frank13
02.01.2012, 14:23
Hallo!

Ja, einiges von dem was du schreibst klingt unklar und etwas chaotisch.

Sicherlich gibt es immer ein paar besondere Menschen, die es schaffen in deinem Alter das Ruder komplett rum zu reißen und nochmal neu anzufangen und dabei Erfolg zu haben. Aber das sind Ausnahmen, die Mehrheit wird bei solchen Plänen scheitern.

Die Ausnahmen, die das schaffen, sind eher solche Menschen, die etwas anderes schon besonders gut können z.B. durch ein Hobby bedingt, und bei ihrem Neuanfang auf ihr besonderes Können setzten. Du möchtest etwas Neues beginnen, aber als kompletter Anfänger und weißt noch nicht mal genau was ... sorry, klingt nicht sehr viel versprechend.

Für die meisten Menschen gilt halt immer noch: Schuster bleib bei deinen Leisten. Der Spruch ist bestimmt schon ein paar Jahrhunderte alt, gilt aber immer noch.

Wenn du nicht mehr für einen Vorgesetzten arbeiten willst, warum machst du dich nicht in deinem angestammten Bereich der Pflege selbständig? Das wäre m.E. Erfolg versprechender.

Gruß,
Frank

Cariad
02.01.2012, 14:34
Ich denke auch: "irgendwas Kreatives" - das kann nicht funktionieren. Kreativität ist, wenn man davon leben möchte, das härteste Brot überhaupt. Man kann eben nicht nach Lust und Laune heute nähen, morgen bildhauern und übermorgen eine Wohnung einrichten, sondern muss in der Lage sein, tagein, tagaus mit gleicher Qualität und gleichem Elan dasselbe zu tun und trotzdem dabei kreativ zu bleiben.

Das heißt aber nicht, dass du die nächsten 30 Jahre genau das tun musst, was du bisher gemacht hast. Ich rate dir erstmal zu einem Brainstorming, entweder allein, mit Freunden oder Gleichgesinnten, oder mit einem Coach. Was kannst du wirklich? Wo liegen deine Stärken? Welche Berufe kannst du dir vorstellen, in denen diese zum Tragen kommen können? Willst du selbständig sein, oder reicht es nebenberuflich? Gibt es in dem Bereich auch Festanstellungen? Such dir Menschen, die diese Berufe ausüben, und sprich mit ihnen. Wie sieht ihr Alltag aus, was verdienen sie, was haben sie gelernt?

Ja, es kann durchaus sinnvoll sein, soziale Sicherheit für einen Traum aufzugeben. Aber im Moment hast du keinen Traum. Wenn du ihn hast, kommt der zweite Schritt: Wie komm ich da hin? Wie finanziere ich mir die Weiterbildung? Wieviel muss ich mindestens verdienen, um meinen gewünschten Lebensstandard zu erreichen?
Und so weiter.

Grüße, Cariad

Sprachlos
02.01.2012, 14:51
Andererseits möchte ich nur ungern zurück in ein Angestelltenverhältnis im Sozialbereich, da ich nach jahrelanger Führungstätigkeit, Schwierigkeiten habe, wieder "ganz unten" anzufangen ...
Müsstest du zwangsläufig "ganz unten" anfangen? Gibt es keine Führungsjobs? Wenn es viele Angebote in deinem Bereich gibt hast du ja immerhin den Vorteil, nicht so immens bei der Suche unter Druck zu stehen.

Zum "Kreativen": wie gehst du denn z.Z. mit deiner Kreativität um ? Was machst du da gerade ?

Ich kann mir nicht vorstellen mit einem kleinen Kind grad mal nebenbei in die Selbständigkeit umzusatteln. Ich finde die Vorschläge von Cariad sehr gut und bin auch der Meinung, dass du dir erstmal etwas Zeit nehmen und dich umschauen solltest. Selbständigkeit im kreativen Bereich ist ein doppeltes Risiko !

Lara-Marlen
03.01.2012, 13:53
Oh, ich fühle mich gerade, wie meine einst betreuten arbeitslosen Jugendlichen, die ohne Schulabschluss von einer Karriere als Paläontologe träumten.

Ihr habt (leider) Recht!
Mit ZWEI kleinen Kindern, ist jetzt einfach nicht die Zeit zur Verstäbstständigung.
Und von der privaten Krankenversicherung für die ganze Familie mal ganz abgesehen.

OK, mein Fazit: Ich werde einen sozialversicherungspflichtigen Halbtagsjob "ganz unten" annehmen und dann schauen, wieviele Energien noch für die Kreativität übrig bleiben.
Da ich auf einem sehr spezialisiertem Gebiet gearbeitet habe, von dem es pro Stadt ca. zwei Stellen gibt, ist die Option auf eine Führungsposition eher unwahrscheinlich.

Danke für das Zurechtrücken!

Sprachlos
03.01.2012, 15:11
Oh, ich fühle mich gerade, wie meine einst betreuten arbeitslosen Jugendlichen, die ohne Schulabschluss von einer Karriere als Paläontologe träumten.
Das finde ich jetzt richtig sympathisch und selbstironisch reflektiert :blume: ! Ich bin ja auch eine verhinderte Künstlerin und ich denke der Welt geht nicht allzuviel verloren wenn ich "Kunst" nur als Hobby betreibe. Nichtsdestotrotz kann es bei dir ja noch ganz anders werden, aber realistisch bleiben ist auch eine der Voraussetzungen für Lebensglück. Ich wünsche dir alles Gute bei deiner Suche. :Sonne:

rotlilie
03.01.2012, 15:31
... Ich bin ja auch eine verhinderte Künstlerin und ich denke der Welt geht nicht allzuviel verloren wenn ich "Kunst" nur als Hobby betreibe....:
:freches grinsen:
Das kommt mir bekannt vor: meine Strategie, die Verhinderung auszuleben ist, Hobby und Interesse, weit weg vom beruflichen Spielfeld, als Nebenerwerb auszubauen.
Vorausgesetzt natürlich, du kannst das zeitlich irgendwie vereinbaren, wäre das doch die beste Option.

Oder noch eine weitere Möglichkeit: ein Zweitjob oder ein/e Aushilfe/Praktikum in dem Bereich, in dem du gern kreativ tätig sein möchtest. Das nimmt dir den finanziellen Zwang. Wer weiß, manchmal ergeben sich dann auch ungeahnte Möglichkeiten...
Selbständigkeit, mit deinem Rucksack - zum Glück hast du dich schon selbst davon verabschiedet! :smirksmile:

da-sempre
12.01.2012, 07:38
Als Sozialarbeiterin hast Du ja Einfühlungsvermögen und auch schon einiges gesehen von der Gesellschaft. Da diese immer älter wird, könnte ein neues Berufsfeld vielleicht in diesem Bereich liegen. Ältere Menschen benötigen andere Wohnformen und Wohnumgebungen und da sind durchaus kreative, teils auch innenarchitektonische und farbgebende, Beratungen nötig. Hierbei entwickeln sich derzeit neue Berufsfelder, die auch ggffls. als selbstständige Quereinsteigerin möglich sind.
Hast Du in dieser Richtung schon mal gedacht? Ich finde es befriedigend und nachhaltig, das was man gelernt (und sich ja auch mal sehr dafür interessiert) hat und gut kann möglichst gut zu kombinieren mit Neuem :blume:.

Inaktiver User
19.07.2012, 23:02
Ich stolpere gerade so über diesen Thread ...
Auch wenn ich nicht weiß, ob er noch aktuell ist: Es kann doch kein Ziel sein, mit 37 für den Rest seines Lebens einen Beruf ausüben zu wollen, der dir keinen Spaß macht. Du hast eine soziale Ausbildung und interessierst dich für Kunst. Wie wäre es also mit Kunstpädagogik? Schaue dich doch mal nach Aufbaukursen oder einen Fernstudium in diesen Bereich um. Wenn das voll dein Ding ist, dann ist das bestimmt auch machbar. Und deine soziale Berufserfahrung wird sich super in deinem Lebenslauf machen.

corazon69
20.07.2012, 16:52
Ich finde, dass deine mangelnde Motivation dir schon etwas sagen möchte. Hast du mal von Home-Staging gehört? Google mal, vielleicht wäre das was für dich.
Ansonsten würde ich auch erst mal versuchen in deiner Freizeit (mit 2 kleinen Kindern nicht so einfach, ich weiß, muss man sich aber nehmen!) mich auf etwas bestimmtes kreatives zu konzentrieren.

Viele Grüße
:blume:

legrain
20.07.2012, 16:56
hast du schon als einrichtungsberater oder küchenplaner in einem grossen kaufhaus nachgefragt?

Lenea
20.07.2012, 19:48
Liebe Lara, dein erstes Posting ist ja schon eine Weile her... wie sieht es inzwischen aus?

Ich selbst bin ja vom Grundberuf her auch Sozialpädagogin, habe aber noch diverse Zusatzausbildungen, u.a. die großes systemische Ausbildung zur Familientherapeutin/Systemischen Therapeutin und zum Systemischen Coach. Und was soll ich sagen, als Freiberuflerin, ich finde meinen Arbeitsalltag ungemein kreativ. Habe zwar nichts mit Innenarchitektur zu tun (im weitesten Sinne schon:smirksmile:) aber bin immer dran an Lösungen, Ideen, Umsetzungsszenarien für meine Klienten/Kunden/Abforderer.

Vielleicht fehlt dir noch der richtige, kreative und lösungsorientierte Ansatz für die soziale Arbeit oder du brauchst den Freiraum, eigene Ideen mit Leuten verwirklichen zu können, die auch wirklich etwas wollen...?

Im "Zwangskontext" zu arbeiten und noch dazu unter einer Leitung, die demotivierend wirkt, wäre auch nicht mein Ding, ich brauche auch viel Freiraum und das Gefühl, selbst gestalten zu können. Den habe ich mit der Selbständigkeit gefunden und es macht (wenn ich nicht grade k.O. und urlaubsreif bin wie grade im Moment...) megaviel Spaß.

Kannst mir gerne mailen, wenn das Thema für dich noch aktuell ist. Auch mit zwei Kindern kann man selbständig sein, ich habe drei:smile:.

Liebe Grüße von Lenea

FrauPraktika
21.07.2012, 20:06
Liebe Mara Marlen, ich bin grade auf dem Sprung und habe es nur geschafft, neben Deinem Posting
das von Frank anzulesen....sorry Frank, aber mit 37 bist Du fuer mich nicht alt, Lara Marlen, sondern blutjung.
Klar wuerde ich das versuchen, gute Gruendercoachs findest du auf den Seiten der IHK bzw Gruendercoaching Deutschland.
Wichtig ist, wenn man keine Erbtante hat, nebenher noch einen Job zu haben, mit dem man Miete, Krankenversicherung
, also freiwillig versichert bei der gezetzlichen, ist das beste, ca 225 p.M., und natuerlich Essen un das noetigste fuer die Kinder, denn das wirst du in der ersten Zeit nicht hereinfahren koennen.
Kfw Kredite oder Mikrokredite, die du evtl. nehmen musst, sind auch nochmal ein paar Hundert Euro p.m und laufende Kosten fuer Werbung und Betrieb. Aber das kann man schaffen, wenn man das Ziel vor Augen hat und die Puste, 10 bis 12 Stunden am Tag zu arbeiten. Es macht trotzdem gluecklich, ein eigenes geschaeft zu haben. Ich wuerder mir aber verschiedene Geschaeftsmodelle ausarbeiten, so dass du flexibel bist und immer einen Plan B und C hast, man kann ja die Plaene auch
kombinieren, z. B., ich sage mal irgendetwas, einen Teilzeitjob in einem Laden mit Wohnaccessoires suchen und ab Mittag fuer die eigene Inneneinrichtungsberatung arbeiten. Man weiss nie, wie es ausgeht, aer was kann denn schon passieren? Es darf dich nur nicht stoeren, oft mal nur 15 Euro fuer Aldi yu haben, aber man bekommt dafuer viel zu essen und es geht immer weiter, wenn man das richtige gefunden hat, dann ist es einem sowas von wurscht, welche Wurscht man ist oder ob uberhaupt welche!!! Good Luck!:yeah: Man muss auch nichts besonders koennen, ach Quatsch, man muss fleissg sein und Spass dran haben und pfifffig sein und VOLLER GEDULD plus zielorientiert und zaeh, zaeh und nochmals zaeh.

sdaktien
27.07.2012, 16:23
Grundsätzlich meine ich: Spring in's Wasser und schwimm!

Wenn du dich selbständig machen willst, versuche es. Du kannst nicht mehr als scheitern aber selbst das was du in diesem Falle lernst wird dir immer helfen.

Ich sehe, wie einige andere hier bei dir, noch das Problem, dass du noch sehr unsicher bist. Du weisst aber schon was du nicht willst. Jetzt musst du dir mal überlegen was du willst. Wie ganau willst du, dass dein Arbeitsplatz aussieht. Überlege dir wo deine Talente sind. Vielleicht kommst du ja noch auf andere Ideen als das, was dir momentan vorschwebt.
Wenn du ganz konkret weisst was du willst, mach einen Geschäftsplan. Da rein gehören die Chancen, aber vor allem auch die Risiken. Mach dir von Anfang an klar, welche Hürden du bereit bist zu überwinden und wo ein Punkt erreicht ist, an dem es dir zu viel wird.
Wenn du dir da unsicher bist, geh mal zu deiner IHK und lass dir helfen.

Da du Familie und Beruf unter einen Hut bringen musst, wäre es vielleicht nicht schlecht, deine Selbständigkeit erstmal im Nebenerwerb "auszuprobieren". Schau auch, ich denke das ist ganz wichtig, dass du deine Familie so weit wie möglich hinter dich bringst.

Ich wünsch dir bei deiner neuen Herausforderung viel Erfolg! :smile:

EstherSchmidt
01.08.2012, 08:16
Liebe Suchende,

Das größte Risiko ist nicht die Selbstständigkeit sondern Unwissenheit.

Gib Dir einen Zeitrahmen und konkrete Ziele, was Du herausfinden willst,die Du bis dahin abarbeitest.

Such Dir eine Mentorin oder Coach, der/die Dich begeltet. Finanzplanung machst Du ja auch nicht mit jemand der gerade Insolvenz anmeldet ;-).

Einen Angestelltenverhältnis auszuüben, nur weil es das Überleben sichert ist Selbstbetrug auf Kosten Deines Selbst und damit auch Deiner Vitalität.

Dein Selbst hat gerade gewagt sich zu melden, weil Du nicht beschäftigt warst mit den Themen anderer.

Lass nicht zu das Dein Ego in Deinem Leben das Sagen hat. Folge Deinem Herzen!

Wenn Du magst meld Dich per PN, es gibt viele Möglichkeiten zur Inspiration, auch gratis.

Alles Liebe,

Esther

Inaktiver User
30.08.2012, 10:20
Oh, ich fühle mich gerade, wie meine einst betreuten arbeitslosen Jugendlichen, die ohne Schulabschluss von einer Karriere als Paläontologe träumten.

Ihr habt (leider) Recht!
Mit ZWEI kleinen Kindern, ist jetzt einfach nicht die Zeit zur Verstäbstständigung.
Und von der privaten Krankenversicherung für die ganze Familie mal ganz abgesehen.

OK, mein Fazit: Ich werde einen sozialversicherungspflichtigen Halbtagsjob "ganz unten" annehmen und dann schauen, wieviele Energien noch für die Kreativität übrig bleiben.
Da ich auf einem sehr spezialisiertem Gebiet gearbeitet habe, von dem es pro Stadt ca. zwei Stellen gibt, ist die Option auf eine Führungsposition eher unwahrscheinlich.

Danke für das Zurechtrücken!

Ich kann Dich nur ermutigen den Schritt zu gehen, ich habe ebenfalls zwei kleine Kinder (4 + 7), ich arbeitete früher in der Bank - bin Bankkauffrau, doch war ich nie zufrieden, es langweilte mich enorm. Dann Absprung - 5 Jahre Schweiz, zurück, Heirat und die beiden Süßen, 6 Jahre Ebay Powerseller (nur die Produkte haben mir nicht zugesagt, aber es war eine marktlücke). Dann im letzten Jahr endlich die ersehnte Anzeige in der Zeitung: Ein Immobilienbüro suchte Verstärkung. Da habe ich die Chance genutzt. Das war mein Traum, innerlich habe ich es schon immer gewußt und nun auch umgesetzt. Angestellt angefangen, nach 4 Monaten bin ich abgesprungen und was soll ich sagen ? Im ersten Monat gut verdient, im zweiten nichts (passiert auch) und jetzt nach dem 4. Monat in der Selbständigkeit so viel wie manche Halbtagesjobs im ganzen Jahr einbringen.

Und jetzt kommst du ! Ich kann nur sagen - mach es. Du kannst nur gewinnen. Vertrau Dir selbst, du schaffst es sicherlich. Als Einstieg mußte ich auch erst mal angestellt arbeiten, damit ich wieder in die gesetzliche KK kam, doch dann war alles leicht. Die Arbeit ist für mich mein Traumjob, dann ist es auch keine Arbeit und du wirst zwangsläufig erfolgreich sein, weil du es lebst. Das Wort ist Leidenschaft. Viele verstehen das nicht und haben mich belächelt. Jetzt sitzen Sie tagein tagaus in Ihren stickigen Büros und ich kann arbeiten, wann ich will und wenn ich keine Lust habe und er Monat gut war, dann habe ich frei.

Man kann nicht alles Verallgemeinern, doch ich kann Dir hier nur Mut machen. Wenn man es nicht versucht, wird man nie wissen, ob es geklappt hätte und wird sich immer fragen, was gewesen wäre.

Viel Glück.