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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lehrtätigkeit auf Honorarbasis



lenita
06.11.2011, 14:03
Ich möchte gerne versuchen, Sprachkurse anzubieten, etwa bei der VHS.
Derzeit habe ich keine angestellte Beschäftigung, bin arbeitslos ohne Bezüge.
Noch ist natürlich unklar, ob mein Vorhaben überhaupt gelingt, aber was wäre, wenn?

Muß ich auf die Honorare KV-, RV und womöglich Arbeitslosenversicherungsbeiträge abführen?
Vermutlich ginge es zumindest vorläufig um monatliche Einnahmen unter 400 Euro.

Irgendwo habe ich etwas von nebenberuflicher Selbständigkeit gelesen, die anders behandelt wird.
Wenn man bei einer Einrichtung arbeitet, muß man die Einnahmen ja vermutlich irgendwie "öffentlich" machen. Natürlich kann ich jetzt rumgoogeln, aber da ich nicht so versiert im Thema bin, erschlagen mich die Infos dann immer etwas und ich bin nicht sicher, was davon für mich gilt.

lg lenita

jackpot
06.11.2011, 18:10
Die Gretchenfrage lautet: wo bist Du krankenversichert?

Du kannst natürlich auf 400€-Basis arbeiten, aber dann hast Du keine Krankenversicherung.

Eine Selbständigkeit auf Honorarbasis bedeutet, dass Du Deine KV und Sozialabsicherung selber organisierst, was wiederum einige Einnahmen voraussetzt:zwinker:

Arbeiten ohne Anmeldung wird gemeinhin Schwarzarbeit genannt und wenn Du erwischt wirst fallen alle Beiträge nachträglich, in gut geschätzter Höhe und sofort zahlbar an!! Bei öffentlichen Instituten glücklicherweise nicht üblich.

lenita
07.11.2011, 09:10
Die Gretchenfrage lautet: wo bist Du krankenversichert?


Arbeiten ohne Anmeldung wird gemeinhin Schwarzarbeit genannt und wenn Du erwischt wirst fallen alle Beiträge nachträglich, in gut geschätzter Höhe und sofort zahlbar an!! Bei öffentlichen Instituten glücklicherweise nicht üblich.

Derzeit bin ich "freiwillig versichert" zum Mindestbeitrag bei einer GKV (zahlt mein - zukünftiger - Mann).
Honorartätigkeit wird aber anders gehändelt als ein klassischer 400-Euro-Job oder sehe ich das falsch?
Leider kenne ich mich mit Steuerangelegenheiten und selbständigen Tätigkeiten wirklich gar nicht aus.
War vormals angestellt mit nicht so hohen Bezügen und kleine Nebentätigkeiten wie Nachhilfe o.ä. habe ich - hüstel - bisher tatsächlich nicht deklariert.

Wenn man also von einer einzelnen Einrichtung Honorare unter 400 Euro oder später vielleicht bis 1000 Euro erhielte, was wäre dann zu tun?

Klar wäre es wohl einfacher, einen 400 + 1 Euro Job auf Angestelltenbasis im "Hauptberuf" zu haben und darüber versichert zu sein - nur ist das eben derzeit bei mir nicht gegeben....

lg lenita

jackpot
07.11.2011, 10:23
Hallo Lenita,

also nach der 'Heirat' würdest Du in die sogenannte Familienversicherung fallen, d.h. beitragsfrei mitversichert, sofern Dein Ehemann eine sozialversicherungspflichtige Arbeitsstelle hat.

Du kannst Deine Tätigkeit per Gewerbeschein deklarieren, Dir beim Finanzamt Deine SteuerID holen und dann fröhlich drauflos verdienen. Als Kleinstunternehmer fallen weiter keine Steuern an und die entstehenden Kosten für Fahrten und Arbeitsmittel kannst Du vor der Steuererklärung von Deinem Einkommen abziehen. Die Einkünfte werden -wenn verheiratet- zu denen Deines Ehemannes addiert und dann die Steuer ermittelt- geht natürlich auch ohne Ehemann, dann eben nur Deine Einkünfte:freches grinsen:

Denk bitte noch daran, dass in keiner der Möglichkeiten eine Rentenabsicherung drin ist, da mußt Du selbst für sorgen, frag das nächste Mal bei der Bank nach Riestererrente, das wäre wirklich das absolute Minimum.
Hoffe das hat Dir geholfen

jackpot

Inaktiver User
07.11.2011, 10:28
Als Lehrerin auf Honorarbasis bist Du gesetzlich verpflichtet in die ges. Rentenversicherung Beiträge einzuzahlen. Sie werden einkommensgerecht (wenn Du wenig verdienst, kannst Du es beantragen) abgerechnet, Du musst Dich aber alleine darum kümmern. In der Regel verlangt die Rentenversicherung den Steuerbescheid, nach dem sie dann die Beiträge berechnent.

lenita
07.11.2011, 10:52
Naja, die Sache ist schon - noch - komplizierter.
Mein Mann ist schon in Rente und steuerbefreit, macht also derzeit keine Steuererklärung.
Außerdem ist er bei der PKV. Da gibt es m.W. keine Familienversicherung und bei meiner eher prekären Einkommenssituation ist es wohl keine gute Idee, in die PKV wechseln zu wollen.

Wenn ich da nun, sagen wir, 300 Euro im Monat verdienen würde, wie soll das dann gehen mit Krankenversicherung und Rentenversicherung?
Man hat fast den Eindruck, es bleibt dann nichts übrig, man wirbelt nur Staub auf.
Allerdings würde mich halt die Tätigkeit interessieren.

lg lenita

Aloe
07.11.2011, 11:29
Hallo Lenita,
zur KV und RV kann ich leider nichts sagen, weil ich mich damit nicht auskenne.
Was die Steuersache anbetrifft, kannst du dich beim Finanzamt als Kleinunternehmerin anmelden, d.h. so gut wie nebenberuflich selbständig zu sein. In diesem Fall darfst du im Jahr 17.500 Euro verdienen, die Umsatzsteuerpflicht entfällt. Bei den zu erwartenden Honoraren wäre das glaube ich eine gute Lösung. Du machst dann einmal im Jahr eine Steuererklärung, kannst du selbst machen mit einem Steuerprogramm für den PC. Damit wärest du, was das Anmelden betrifft, auf jeden Fall auf der sicheren Seite.
Viel Erfolg.

:blume:

Rosieocks
07.11.2011, 13:21
Es gibt beim Arbeitsamt und bei den HWK/IHKs Existenzgründer-
seminare für wenig Geld.
Das sollte das Minimum sein, das man investiert, wenn man sich
selbständig macht.