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Streuner
29.10.2011, 04:18
Wie viele Menschen hält die Erde aus?

(http://de.nachrichten.yahoo.com/wie-viele-menschen-hält-die-erde-aus-.html)Das hängt ganz davon ab,
wie sich die Menschen verhalten.
Wenn sie sich richtig verhalten,
können es noch um ein Vielfaches mehr sein.

Wenn es mal eng wird, müsste man zum Beispiel
Transporte nur noch auf Lebensmitteltransporte
beschränken.

Die müssen Priorität haben.
Erst danach kommen Waren.
Und Menschen werden nur transportiert,
wenn es wirklich wichtig ist.

Langsamkeit ist, wenn es eng wird, Gold wert.

Mit 'Wenig' zufrieden sein können...
Was gibt es Schöneres, als zufrieden zu sein!

Wer zufrieden ist und Ruhe gibt, den soll man in Ruhe lassen.

Und wenn er sich seine Zufriedenheit unrechtmäßig erworben hat?


Wenn Du es entbehren kannst, verzichte auf Dein Recht.
Für Gerechtigkeit ist schon gesorgt.
Alles was geschieht und getan wird, hat Konsequenzen.
______________________________________________
Oder sieht das jemand anders?

Inaktiver User
29.10.2011, 10:22
Ich habe eben gelesen (http://nachrichten.t-online.de/willkommen-baby-nummer-7-000-000-000/id_50876386/index), dass schon am Montag der siebenmilliardste Mensch geboren wird. Das fand ich spannend. "Jetzt schon", waren meine ersten Gedanken.

Welche Folgen das haben mag, weiß ich nicht. Die Zukunftsforscher sind sich da auch nicht immer einig.

Aber Langsamkeit, Bescheidenheit und wenig Hektik hat für mich immer etwas reizvolles, unabhängig von der Weltbevölkerungszahl.:smile:

Streuner
29.10.2011, 18:05
Ich habe mal in den Mitternachts-Nachrichten gehört,
dass demnächst die Lebensmittelpreise steigen werden.
Und tatsächlich wurde als Begründung gesagt,
'wegen der steigenden Weltbevölkerung'.
Ein ander Mal ist es der Klimawandel, damals war es die künstlich erzeugte Ölkrise.

Ich frage mich, warum diese Nachricht Tags darauf und tagsüber nicht wiederholt wurde.
Wen wollte man da im Halbschlaf erschrecken und das Gehirn waschen?

Ob sie nochmal auftaucht?
Angeblich lernt der Mensch durch 'Wiederholung' und im Schlaf am besten... :pfeifend:

Inaktiver User
29.10.2011, 18:24
Wen wollte man da im Halbschlaf erschrecken und das Gehirn waschen?

Angeblich lernt der Mensch durch 'Wiederholung' und im Schlaf am besten... :pfeifend:

Ich sehe, du schreibst um 4 , hattest also eine schlaflose Nacht. Du Ärmster.:smile:

Ich denke aber, dass bei siebenmilliarden Menschen auch mehr mitdenkende und mitfühlende Menschen dabei sind als bei sechseinhalbmilliarden (weibliche Logik:pfeifend:). Und gegen irgendwelche Hiobsbotschaften hilft doch nur das :

Ruhe und Bescheidenheit. Dann hat man immer einen klaren Kopf und eine ruhige Nacht.

Streuner
29.10.2011, 18:36
Ich sehe, du schreibst um 4 , hattest also eine schlaflose Nacht. Du Ärmster.:smile:
Danke für Dein Mitgefühl - aber wär nicht nötig gewesen.
Meine Nacht war nicht schlaflos.
Meine schlafende Nacht begann und endete nur etwas später :smirksmile:
Ich gehe meistens erst Schlafen, wenn ich mit Denken und Schreiben fertig bin :entspann:


Ich denke aber, dass bei siebenmilliarden Menschen auch mehr mitdenkende und mitfühlende Menschen dabei sind als bei sechseinhalbmilliarden (weibliche Logik:pfeifend:).
Weibliche Logik?
Hm, interessante Frage, ob die sich von männlicher unterscheidet, mal ungeachtet, ob vorteil- oder nachteilhaft.

Diese Logik, jedenfalls (mehr mitdenkende und mitfühlende Menschen dabei), halte ich für sehr vorteilhaft! :smirksmile:


Und gegen irgendwelche Hiobsbotschaften hilft doch nur das :

Ruhe und Bescheidenheit. Dann hat man immer einen klaren Kopf und eine ruhige Nacht.
So isses :allesok:

Inaktiver User
30.10.2011, 08:28
Ich gehe meistens erst Schlafen, wenn ich mit Denken und Schreiben fertig bin :entspann:



Interessant! Woran merkst du, dass du mit dem Denken fertig bist?

Wenn es nämlich danach geht, dürfte ich ja nie schlafen.


Weibliche Logik?

Diese Logik, jedenfalls (mehr mitdenkende und mitfühlende Menschen dabei), halte ich für sehr vorteilhaft! :smirksmile:


Nun gut. Es ist meine Logik. Rosa´s Logik. Und die ist nun mal weiblich, wie ich.:zwinker:
Ich werde jetzt überlegen, wie ich die wieder gewonnene Stunde nutze: zum Denken oder Schlafen

Streuner
30.10.2011, 15:12
Interessant! Woran merkst du, dass du mit dem Denken fertig bist?
Entweder daran, dass alle Fragen des heutigen Tages geklärt sind
oder
dass ich mir sage, 'das wird heut nix mehr, ich mache morgen weiter'.
Irgendwo notiere ich mir dann, wo ich heute aufgehört habe und morgen weitermachen will.
Manchmal fange ich an, weiterzudenken, kurz bevor ich aufwache.
Da sehe ich dann manches ganz klar.
Und ich darf dann die Augen erst aufmachen, wenn ich weiß, dass ich mir gemerkt habe, was mir gerade eingefallen ist.
Damit ich es ja nicht vergesse, schreibe ich es mir manchmal gleich auf oder tippe es ins Handy - dasselbe mache ich manchmal, wenn ich Nachts schon im Bett liege und mir kurz vor dem Einschlafen nochmal was eingefallen ist.


Wenn es nämlich danach geht, dürfte ich ja nie schlafen.
Wenn ich schlafen will, muss ich erst mal loslassen.
Alles loslassen. Nicht verhindern wollen, zu denken, sondern die Gedanken einfach loslassen.
Nicht mit Gewalt versuchen, bequem zu liegen, sondern darauf achten, dass keine Gliedmaßen die anderen berühren, dass die Atemwege gut frei liegen - und dann verabschiedest Du Dich von Deinem Körper und überlässt ihn ganz sich selbst.
So merkst Du bald, Dass DU selbst eigentlich schwerelos bist.
Was Schwere besitzt, das ist Dein Körper - nicht DU.





Ich werde jetzt überlegen, wie ich die wieder gewonnene Stunde nutze: zum Denken oder Schlafen

Tja, wie man sieht, sind wir Menschen Herr über die Zeit :smirksmile:

Angelique2
31.10.2011, 14:20
Wie viele Menschen die Erde noch aushält?

Heute hörte ich vom 7 Milliarden Menschen, das Kind in Indien, welches diese Zahl statistisch voll macht.

Ich denke, wenn wir nicht aufhören, mit der Welt und den Ressourcen so zu aasen, wie wir es noch machen, dann wird es nicht länger und viel mehr sein.

Wie kann es normal sein, dass wir im Westen im Überfluss leben? Täglich Fleisch auf dem Teller? Gemüse und Obst aus der ganzen Welt? Jeder ein oder zwei Handys? Mineralwasser aus Italien im Supermarkt um die Ecke? Schnittlauch frisch eingeflogen aus Sri Lanka? Duale Systeme, welche eh - wie auch zuvor - in der Müllverbrennung landen - statt Mehrwegglasflaschen? Biosprit - statt der Versuch alternativer Antriebssysteme oder Autos mit weniger Verbrauch (gut, dann hat das Auto auch nicht mehr so viele Features wie die heute modernen)? Neubaugebiete? Steigernder LKW Verkehr? Leckschlagende Bohrinseln?

Wie können wir den Schwellen- und sonstigen Ländern erklären, sie sollten auf ihre Umwelt achten, den Urwald nicht abholzen, wenn sie sehen, dass wir das in der nahen Vergangenheit genau so getan haben? Nur, dass wir früher dran waren? Haben sie nicht auch das Recht auf Wohlstand? Können wir, die die gleichen Fehler gemacht haben, ihnen die ihren verbieten, nur weil diese Fehler der Welt schaden, wie es auch unsere taten?

Kleidung aus Ländern, wo Kinderarbeit gang und gebe ist? Oder wo Umwelt- und Menschenschutz ein Fremdwort ist?

Monokulturen? Bienensterben? Menschen, die Schwalbennester entfernen, weil die Dreck machen? Selbst die Spatzen sind vom Aussterben bedroht. Bäume im Garten? Die machen doch Dreck, besser einen einfachen Rasen.

Wale ausrotten? Thunfisch futtern so dass auch er bald nicht mehr da ist? Haie töten, nur weil wir es uns erdreisten, in ihren Lebensraum einzudringen?

Die Erderwärmung und das Schmelzen der Pole wäre auch ohne uns gekommen. Das glaube ich. Nur wir beschleunigen es.

Wie können wir Lebensmittel über Biosprit in unseren Tank füllen, wissend, das andere dafür hungern?

Wie können wir guten Gewissens Fleisch essen, viel zu viel, so daß wir überfetten, wohl wissend, dass Tiere nicht artgerecht gehalten werden?

Wie können wir auf den Gedanken von genmanipulierten Lebensmitteln kommen?

Für jedes Wehwechen sofort Antibiotika schlucken? Jedes kleinste Staubkorn sofort mit antibakteriellen Reinigern putzen?

Manchmal überkommt mich mein Zynismus pur und ich denke: Menschen sind wie Schmarotzer, die ihren Wirt töten.

Wenn wir uns hier nicht ändern, denke ich, haben wir keine Chance mehr.

Ich weiß auch nicht, ob die neuen unheilbaren Krankheiten, Tsunamis, Wirbelstürme, Überschwemmungen, Trockenperioden ...................... ein Aufbegehren der Welt gegen uns ist. Manchmal habe ich das Gefühl, es ist so, als ob der Organismus Welt seinen Schmarotzer Mensch loswerden oder zumindest reduzieren möchte.

Wir müssen uns, und das glaube ich wirklich, zurücknehmen und uns nicht als Herrscher der Welt betrachten, sondern als einen Teil davon. Und ein Teil kann nicht ohne den anderen leben. Als denkender und fühlender Teil sollten wir auch anfangen Respekt und Verantwortung für die uns umgebende Welt zu entwickeln. Können wir das nicht als Menschheit werden wir - so denke ich - untergehen.

Streuner
01.11.2011, 02:26
HEUTE ist also der 7Milliardste Mensch geboren.
Junge oder Mädchen?


Da verzählt man sich mal eben um 55Milliarden Euro,
aber man will uns weiß machen, in der Lage zu sein,
die Menschen zu zählen.
Steigen bald die Lebensmittelpreise?
Alle Preise??

Und wer sich den Eintritt ins Leben nicht leisten kann?

Streuner
01.11.2011, 02:38
Wie können wir den Schwellen- und sonstigen Ländern erklären, sie sollten auf ihre Umwelt achten, den Urwald nicht abholzen, wenn sie sehen, dass wir das in der nahen Vergangenheit genau so getan haben? Nur, dass wir früher dran waren? Haben sie nicht auch das Recht auf Wohlstand? Können wir, die die gleichen Fehler gemacht haben, ihnen die ihren verbieten, nur weil diese Fehler der Welt schaden, wie es auch unsere taten?

Einen gewissen Teil der Wälder abzuholzen war sinnvoll und nützlich.
Angefangen hat das in der Steinzeit.
Jetzt ist es an der Zeit, damit aufzuhören.

Aufhören muss man aber eben nunmal da, wo der Rest des Waldes übrig ist.
Wären die Anderen schneller gewesen mit Abholzen als wir,
sähen sich die Anderen jetzt in der Situation wie wir, wären die Erfolgreichen, die den Anderen denselben Erfolg verwehren möchten.

Es haben diejenigen den Wald bis hierhin abgeholzt,
für die es sinnvoll und wichtig war.

Irgendwann ist die Grenze erreicht, wo es nicht weiter Sinn macht, noch mehr Wald abzuholzen.
Spätestens, wenn die ersten Insekten verschwinden, weil ihnen die Luft zum Atmen zu dünn wird,
sollte man aufhören JEDE WIESE zu mähen, weil das 'schöner' aussieht.

Sia
01.11.2011, 07:00
Treffen sich zwei Planeten.

"Na wie geht's dir?"
"Och, nicht so gut. Ich habe mir Homo sapiens eingefangen."
"Ach, mach dir nix draus, das geht vorbei!!"

:freches grinsen:

Angelique2
01.11.2011, 08:00
@ Streuner: Ich denke auch, dass wir dann das gleiche täten, wie die Entwicklungs- und Schwellenländer heute, wären wir an deren Stelle. Was schert uns die Welt, wenn die reichen Industriestaaten uns vorschreiben, was wir mit unserem Land machen. Vor allem, wenn sie das gleiche in der Vergangenheit taten und nun reich sind? Welches Recht haben sie nun dazu, uns unseren Lebensstil vorzuschreiben?

Jedem von uns ist klar, wir können und dürfen nicht mehr so haushalten wie wir es zurzeit noch tun. Dazu gehört auch, dass Entwicklungs- und Schwellenländer mitziehen. Gut, einige reiche Industrieländer gehören noch heute dazu.

Wie sollen wir es ihnen aber klar machen, wenn z. B. so reiche Nationen wie die USA es nicht lernen, ihre Häuser ordentlich zu dämmen? Isolierglasfenster? Oder warum muss man in der Wüste bauen und dann die Räume mit Klimaanlagen auf 20 Grad kühlen?

Was ich mich noch frage, und diese Frage traue ich mich fast gar nicht zu stellen, also seht sie als rein hypothetisch an:

Ich sehe die Werbung mit den verhungernden Kindern. Große traurige braune Augen in abgemergelten Gesichtern. Ob es nun Afghanistan, Indien oder sonst wo auf der Welt ist, die von der Dürre und Hungersnot betroffen sind.

Den folgenden Gedanken pflanzte mir mal ein ehemaliger Chef in den Kopf - und seit Jahren denke ich darüber nach, ob er nicht doch recht haben könnte, wenn es auch unmenschlich ist.

Es gibt Länder, die können diese Menge an Menschen nicht tragen. Also verhungern diese. Selbst wenn wir hin gehen und Spenden leisten, wird es an der Situation dort nichts ändern, eher verschlechtern. Es werden für diese Länder, mit der Art der Versorgung immer zu viele Menschen da sein, die wir künstlich erhöhen oder halten, wo es eigentlich eine Reduktion geben müsste. Damit, so meinte er, schaden wir diesen Ländern noch mehr.

Mir ist klar, wir können Menschen nicht verhungern lassen, doch glaube ich, hat sein Gedankengang ein Körnchen Wahrheit.

Was können wir sonst machen? Wir haben in der Verteilung der Ressourcen ein Ungleichgewicht. Wir produzieren Unmengen an Lebensmittel zu Dumpingpreisen, damit wir jeden Tag Fleisch "fressen" können, egal, wie es mit den Tieren ausschaut. Milchseen und Butterberge. Lebensmittel die weg geschmissen werden. Restaurants mit XXXXXXXL Schnitzel und Burger.

Die Welt wäre heute - denke ich - in der Lage, diese Menschenmenge zu ernähren. Nur, sie ist schlecht verteilt - oder eher die Ressourcen? Und? Kann man Ressourcen nicht leichter umverteilen als die Anzahl der Menschen auf die jeweiligen Länder nach Art und Menge der Ressourcen?

Sia
01.11.2011, 17:27
Die Natur regelt Unverhältnismäßigkeiten selber. Indem eben Individuen verhungern, die keine Nahrung abbekommen, indem sich Seuchen verbreiten, die eine große Anzahl an Individuen dahinmeucheln und wenn man es jetzt in Richtung Menschheit betrachtet, die schafft es doch auch immer wieder, sich selber zu dezimieren durch Kriege.

Fakt ist, Menschen können nicht ohne die Natur, aber die Natur kann wunderbar ohne den Menschen.

Das alles hört sich jetzt furchtbar menschenverachtend an, aber ist rein evolutionstechnisch gesehen der normale Lauf der Dinge. Der Mensch versucht nur durch sein - teilweise ethnisch sehr unterschiedlich gewertetes - Verständnis von Gerechtigkeit und Humanität, der Natur seine Vorstellungen aufzudrücken. Das geht nur bis zu einem gewissen Grad und wir werden wohl noch sehen, wie weit sich das entwickelt.

Niemals wird die Menschheit in der Lage sein, GEMEINSAM an einem Strang zu ziehen und die Probleme in den Griff zu bekommen. Dafür sind die Menschen zu verschieden und die Interessen zu unterschiedlich. Ich denke, wenn wir uns wie gesagt nicht durch Kriege massiv selbst dezimieren, dann wird die Natur das Ihre tun. Ist grausam für jeden einzelnen Betroffenen aber im Gesamtzusammenhang der Lauf der Dinge.

Streuner
01.11.2011, 23:18
Die Natur regelt Unverhältnismäßigkeiten selber. Indem eben Individuen verhungern, die keine Nahrung abbekommen, indem sich Seuchen verbreiten, die eine große Anzahl an Individuen dahinmeucheln und wenn man es jetzt in Richtung Menschheit betrachtet, die schafft es doch auch immer wieder, sich selber zu dezimieren durch Kriege.

Fakt ist, Menschen können nicht ohne die Natur, aber die Natur kann wunderbar ohne den Menschen.

Das alles hört sich jetzt furchtbar menschenverachtend an, aber ist rein evolutionstechnisch gesehen der normale Lauf der Dinge. Der Mensch versucht nur durch sein - teilweise ethnisch sehr unterschiedlich gewertetes - Verständnis von Gerechtigkeit und Humanität, der Natur seine Vorstellungen aufzudrücken. Das geht nur bis zu einem gewissen Grad und wir werden wohl noch sehen, wie weit sich das entwickelt.

Niemals wird die Menschheit in der Lage sein, GEMEINSAM an einem Strang zu ziehen und die Probleme in den Griff zu bekommen. Dafür sind die Menschen zu verschieden und die Interessen zu unterschiedlich. Ich denke, wenn wir uns wie gesagt nicht durch Kriege massiv selbst dezimieren, dann wird die Natur das Ihre tun. Ist grausam für jeden einzelnen Betroffenen aber im Gesamtzusammenhang der Lauf der Dinge.

Wenn in einem Land Menschen am Existenzminimum leben, hungern oder verhungern, und im selben Land die überschüssigen Lebensmittel für die westliche Welt angebaut werden, dann kann man doch nicht einfach sagen - ' kann man nichts machen :niedergeschmettert: '

Aber in einem Punkt hast Du recht: Das ist unmenschlich.

Angelique2
01.11.2011, 23:41
Weizen und Reis für unseren Biosprit E10:allesok:

Vielleicht kann man später die Frage: wie viel Liter verbraucht Dein Auto in die Frage: wie viele Menschen sind für 100 km verhungert? umformulieren?

Sia
02.11.2011, 05:57
Wenn in einem Land Menschen am Existenzminimum leben, hungern oder verhungern, und im selben Land die überschüssigen Lebensmittel für die westliche Welt angebaut werden, dann kann man doch nicht einfach sagen - ' kann man nichts machen :niedergeschmettert: '
Ich habe nicht gesagt, daß man da nix machen kann oder soll. VERSUCHEN sollte man es immer und - zumindest aus unserer (= westlichen, christlichen Gesellschaft) Sicht - hat man auch eine Verpflichtung. Andere Gruppierungen sehen die Dinge jedoch anders (was es nicht unbedingt richtiger macht, ist aber oft so) und setzen ihre Prioritäten anders. Letztlich sind sich 95% der Menschen selbst der Nächste. Und wenn es hart auf hart kommt, überlebt doch lieber jeder selber als sein Nachbar, um es mal überspitzt zu sagen.

Ich mache mir nur keinerlei Illusionen darüber, daß die Menschheit sich in ferner Zukunft mal friedlich zusammenschließen wird. Was notwendig wäre, um die Probleme zu lösen, die z.B. durch die große Anzahl der Weltbevölkerung, durch Umweltverschmutzung oder Nahrungsmittelknappheit, entstehen. Hinzu kommt, daß sich die Erde durch Naturgewalten wie Erdbeben, Vulkanausbrüche, Stürme etc. schon von selbst einiger ihrer Bewohner entledigt. Und da kann der Mensch bis dato nur sehr begrenzt Einfluß nehmen.

Und um jetzt einem falschen Eindruck vorzubeugen: Ich finde es trotzdem gut und wichtig, etwas gegen Ungerechtigkeiten und Ungleichgewicht zu tun. Und der einzige, dem man wirklich "vorschreiben" kann, etwas zu tun, ist man selber. Deshalb: immer bei sich selbst anfangen. Trotzdem - und da muß ich leider bei meinem Pessimismus bleiben - glaube ich nicht, daß die Menschheit insgesamt jemals in der Lage sein wird, an einem Strang zu ziehen.

Streuner
02.11.2011, 11:00
Ich habe nicht gesagt, daß man da nix machen kann oder soll. VERSUCHEN sollte man es immer und - zumindest aus unserer (= westlichen, christlichen Gesellschaft) Sicht - hat man auch eine Verpflichtung.
Genau!
Diejenigen, die aus Afrika (oder wo eben die Wiege der Menschheit ist) ausgezogen sind, um die Welt zu erobern und deshalb die Nase vorn haben (alle Menschen sind nun mal nicht geeignet, große Reisen zu unternehmen und große Entdeckungen zu machen, es muss auch Menschen geben, welche an der Basis die Stellung halten), haben jetzt die Verpflichtung, die Zurückgebliebenen an den Errungenschaften der Menschheit teilhaben zu lassen. Und wir müssen sie dafür entlohnen, dass sie uns mit ihrer Lebensweise, aus der Natur nur das zu nehmen, was sie zum Leben unbedingt brauchen, einen kleinen Rest der Natürlichen Ressourcen, welche die Welt zum Überleben braucht, erhalten haben.


Andere Gruppierungen sehen die Dinge jedoch anders (was es nicht unbedingt richtiger macht, ist aber oft so) und setzen ihre Prioritäten anders. Letztlich sind sich 95% der Menschen selbst der Nächste. Und wenn es hart auf hart kommt, überlebt doch lieber jeder selber als sein Nachbar, um es mal überspitzt zu sagen.

Damit eine Gesellschaft überleben kann, ist es nunmal auch wichtig, zuerst mal selbst zu überleben, damit man dann anderen helfen kann, diese Gesellschaft zu erhalten und zu vergrößern.
Die Menschheit ist nicht überall gleich entwickelt.
Es gibt Länder, da ist man schon so weit, dass man auch an Andere denken und ihnen helfen kann, und es gibt Länder, die haben noch mit sich selbst zu kämpfen.
Erstere sollten dies aber auch tun.



Ich mache mir nur keinerlei Illusionen darüber, daß die Menschheit sich in ferner Zukunft mal friedlich zusammenschließen wird. Was notwendig wäre, um die Probleme zu lösen, die z.B. durch die große Anzahl der Weltbevölkerung, durch Umweltverschmutzung oder Nahrungsmittelknappheit, entstehen.
Da sind wir unterschiedlicher Meinung. Ich bin da zuversichtlicher :smile:
DU weißt es, dass es notwendig ist, sich friedlich zusammenzuschließen, um "die Probleme zu lösen, die z.B. durch die große Anzahl der Weltbevölkerung, durch Umweltverschmutzung oder Nahrungsmittelknappheit, entstehen".
Ich weiß es auch.
Und viele Tausend Menschen weltweit haben es auch schon verstanden.

Nutze das Internet und all Deine Möglichkeiten, um diese Nachricht zu verbreiten!
Umso schneller kommen wir ans Ziel :yeah:
(gilt für jeden, der hier mit liest!)


Hinzu kommt, daß sich die Erde durch Naturgewalten wie Erdbeben, Vulkanausbrüche, Stürme etc. schon von selbst einiger ihrer Bewohner entledigt. Und da kann der Mensch bis dato nur sehr begrenzt Einfluß nehmen.
Kümmern wir Menschen uns um das Menschenmögliche und seien wir froh, dass uns die anderen Dinge abgenommen werden.

Soviel dazu, warum Naturkatastrophen und Krankheiten auch ihr Gutes haben.
Da müssen schlimme Dinge geschehen, die der Menschheit nützlich sind, ohne dass sich ein Mensch dafür schuldig machen muss. Diese Schuld hat ein Anderer auf sich genommen.



Und um jetzt einem falschen Eindruck vorzubeugen: Ich finde es trotzdem gut und wichtig, etwas gegen Ungerechtigkeiten und Ungleichgewicht zu tun. Und der einzige, dem man wirklich "vorschreiben" kann, etwas zu tun, ist man selber. Deshalb: immer bei sich selbst anfangen.
Nur so! :allesok:


Trotzdem - und da muß ich leider bei meinem Pessimismus bleiben - glaube ich nicht, daß die Menschheit insgesamt jemals in der Lage sein wird, an einem Strang zu ziehen.

Ob sie es jemals sein wird - wir werden sehen.
Aber ich bin mir sicher, dass sie es kann.

Es müssten nur alle wissen, dass sie es könnten, wenn sie nur wollten.
Wenn sie wüssten, dass sie es können, dann würden sie es auch tun.


Immerhin sieht jeder auf Anhieb ein, dass es gut wäre, wenn alle an einem Strang ziehen würden.

Es müssten sich nur mal alle Menschen dazu verabreden:
'Heute tun wir uns alle zusammen etwas Gutes. Etwas, wovon wir alle gemeinsam profitieren.'
Was könnte das sein?
Wer hätte da eine Idee, was alle Menschen gemeinsam tun könnten, wovon alle etwas haben?
Und wie könnte man das umsetzen?

Erste Versuche gibt es ja bereits: Where the Hell is Matt? (http://www.youtube.com/watch?v=zlfKdbWwruY) :yeah::schild genau::musiker:

Tu es jetzt!
Fange da an, wo Du lebst. Bei den Menschen, die Dir begegnen.
Und sag es weiter!
Yes we can! :allesok:

Angelique2
03.11.2011, 08:30
Ich stimmt leider Sia zu, auch wenn ich hoffe, dass ich unrecht habe.

Menschen, die mal an einem Strang ziehen? Wie soll das klappen, wenn es noch nicht mal im Kleinen klappt?

Nehmen wir mal folgendes Beispiel - Kastration von Freigänger Katzen.

Die Tierheime sind überfüllt. Sind voll - vor allem mit Katzen. Es gibt Gemeinden, die nun eine Kastrationspflicht für Freigänger eingeführt haben (über die Durchführbarkeit kann man sich streiten, finde ich aber schon mal ein kleiner Anfang).

Nun gibt es Katzenbesitzer, die schreien: mit mir nicht! Ich lasse mir doch nicht vorschreiben, was ich mit MEINEM Eigentum zu machen habe. Das ist ein Eingriff in meine Privatsphäre.

Super - geht die Diskussion weiter. Ihr wollt also das Recht auf Selbstbestimmung haben, eure Tiere als Freigänger nicht kastrieren zu lassen. Wie sieht es dann aber mit den Pflichten aus, die dann so wären wie:

a) unkastrierte Kater markieren an fremden Häusern und es stinkt fürchterlich = Reinigung?
b) die Katzenschwemme - Kostenerstattung für die Gemeinden und Tierheime?
c) Tierarztkostenerstattung, weil unkastrierte Kater agressiver Artgenossen gegenüber sein können, als unkastrierte?
d) Tierarztkostenerstattung wegen Katzenaids? (Übertragung u. a. auch durch Sex und Bisse)

Nein, davon will dann keiner mehr etwas wissen.

Rechte ja, ABER PFLICHTEN?

2. Beispiel, egal, ob nun sinnvoll oder nicht: 120 km/h auf den Autobahnen.
Erinnern wir uns an das Geschrei, wenn wir eine Begrenzung haben. Wo ist die Einigkeit und an einem Strang ziehen? Die meisten schreien, weil es ein Eingriff in ihre Freiheit ist.

3. Beispiel: grüne Plakette und Ruß in den Innenstädten
Gibt es da eine Einheit in der Regelung? Ein an einem Strang ziehen? Nicht, dass ich das wüsste. Busse und städtische Fuhrparks sind ausgenommen, die dürfen immer noch mit ihren alten Dingern fahren.

Wenn es hier schon kein - an einem Strang ziehen gibt - wie soll es da weltweit klappen?

Inaktiver User
03.11.2011, 09:39
hmmmm...

schliesse mich an, das mit den katzen usw. usw.
können wir gleich weiter machen bei den hunden - jeder der einen hund hat muss nicht unbedingt auch züchten....usw. usw.

wenn es um die eigenen befindlichkeiten geht, ist sich jeder selbst der nächste.
fast niemand will rückschritte oder gar einschränkungen an sich selbst vornehmen.

siehe auch griechenland...usw. usw.

aber zurück zum thema.

zukunftsforscher sagen voraus, dass gerade afrika und indien weiterhin kontinuierlich an bevölkerung zunehmen wird.

was ich wohl nie verstehen werde, wenn man fast am verhungern ist, nach wie vor kinder in die welt setzt - in kauf nimmt, dass einige davon sterben, aber im schnitt 10 und mehr kinder hat :wie?::schild nein:

wir schreiben ja mittlerweile das jahr 2011 und leben nicht mehr im tiefsten mittelalter.
geändert hat sich in diesen armen ländern meiner meinung nach nichts, was diese problematik anbelangt. trotz entwicklungshilfe.

wo also ansetzen bei diesem ungleichgewicht?

Sia
05.11.2011, 06:50
zukunftsforscher sagen voraus, dass gerade afrika und indien weiterhin kontinuierlich an bevölkerung zunehmen wird.

was ich wohl nie verstehen werde, wenn man fast am verhungern ist, nach wie vor kinder in die welt setzt - in kauf nimmt, dass einige davon sterben, aber im schnitt 10 und mehr kinder hat :wie?::schild nein:
Nun ja, das hat sicher vielschichtige Ursachen. Aber die vordergründigsten dürften sein:

1. Viele Kinder bedeuten auch viele helfende Hände auf dem Acker oder überhaupt beim Mitarbeiten. Die müssen helfen, die Familien durchzubringen. War übrigens in unserem Kulturkreis noch im letzten Jahrhundert genauso.

2. Das Thema Verhütung ist aus den unterschiedlichsten Gründen noch immer nicht in diesen Gesellschaften durchgedrungen. Gründe sind:
- Unwissenheit (Analphabetentum, allg. wenig Bildung um die Zusammenhänge zu verstehen)
- Geldmangel
- Patriarchalisch geprägte Kulturen (da darf frau nix selbst entscheiden)
- Religiöse Verbote (der Papst hat hier einen verdammt großen Anteil)

Gibt natürlich noch viel mehr Ursachen. Aber um dem entgegenzuwirken, müßte noch sehr, sehr viel an Aufklärung und Bildung dort investiert werden. Und das ist keine kleine Aufgabe.

Streuner
14.11.2011, 21:23
TV-Tipp:

Sendereihe "Burn out"
21:45, ZDF "Machtfaktor Erde (1)"