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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie berechnet sich die Einkommenssteuer und mit welcher Höhe muss man rechnen?



Inaktiver User
12.10.2011, 21:08
Liebe Selbstständige und alle, die es werden wollen,

ein Unternehmen starten ist die eine Sache. Gewinn zu machen, die andere.
Da gibt es ja noch die Steuern....


Wonach berechnet unser Staat eigentlich die Einkommenssteuer?
Und wie hoch ist die pro Kalenderjahr für z.B. Einzelnunternehmer?
Unterliegen UGs/GmbHs ebenfalls der Einkommenssteuer?
Meine Steuerfee sagte, ich soll ca. 30% der Einnahmen zur Seite legen für die Einkommens-Steuervorauszahlung. Aber wonach geht sie?
Alle Einnahmen, die man einnimmt - ohne Ausgaben?
Einnahmen-Überschuss Rechnung vs. Bilanzbuchhaltung?
Macht das einen Unterschied?


Auf verständliche Erklärungen und hilfreiche Tipps freut sich

Carla

Mandelbluete
13.10.2011, 11:23
Hallo,

Deine Fragen sind wohl kaum in einem Forum zu beantworten.

1. Je nach Einkunftsart nach dem Gewinn bzw. Überschuss.
2. Das kann Dir in dieser Pauschalität niemand beantworten. Du wirst für eine Schätzung eine ganze Menge von Angaben zu machen haben. Deine Steuerberaterin kann Dir daraus schnell eine Probeberechnung erstellen.
3. Sicher.
4. Wieso fragst Du nicht Deiner Steuerberaterin? Sie wird den Betrag auf Basis Deiner Angaben geschätzt haben.
5. Das kommt darauf an, um welche Einkunftsart es geht.

Wenn Du doch eine Steuerberaterin hast, solltest Du Ihr all diese Fragen stellen. Sparen an einer ordentlichen Existenzgründerberatung ist das Sparen am falschen Eck.

Mandelblüte

jackpot
13.10.2011, 11:38
Hallo Carla,

Du hast schon Deinen anderen Strang geschlossen--jetzt nochmal---wir im Strang können Dir konkret nicht helfen, dazu hast Du Deine Steuerfee.

Aus Deinen Ausführungen kann man sehen, dass Du absolut keine Ahnung hast, genau deshalb gibt es Steuerberater.

Deine Geschäftsidee wird sterben, wenn Du vor lauter Angst auch mal Steuern zu bezahlen erst gar keine Umsätze machst:freches grinsen:

Der Rat Deiner Steuerberaterin erst mal 30 % (nimm doch einfach mal als Basis den Umsatz) auf die Seite zu legen ist doch perfekt, denn außer der EKST, darfst Du unter Umständen auch noch Gewerbesteuer, IHK-Beiträge und Umsatzsteuer zahlen. Solltest Du zuviel zurückgelegt haben, dann mach einfach einen schönen Urlaub, das ist auf jeden Fall mal besser, als bei der Forderung durch das Finanzamt, keine Gelder zu haben, dann hast Du nämlich richtig ein Problem:smirksmile:

...und bitte, bitte, vergeß die Versicherungen nicht, unverhofft kommt oft


wünsche Dir viel Umsatz und viel Gewinn
jackpot

bertrande
13.10.2011, 14:56
Solltest Du zuviel zurückgelegt haben, dann mach einfach einen schönen Urlaub, das ist auf jeden Fall mal besser, als bei der Forderung durch das Finanzamt, keine Gelder zu haben, dann hast Du nämlich richtig ein Problem:smirksmile:

Nein, keinen Urlaub - das kommt dann auf die Bank. :freches grinsen:

Urlaub kommt später.

Inaktiver User
17.10.2011, 19:45
Ich versuche mal eine kurze Antwort zu geben, Details erfährst du besser und zuverlässiger von deiner Steuerberaterin.

1. Wonach berechnet unser Staat eigentlich die Einkommenssteuer?
Sieben Einkunftsarten, jeweils Einnahmen minus abzugsfähige Ausgaben
= Gesamtbetrag der Einkünfte
minus Vorsorgeaufwendungen und außergewöhnliche Belastungen
minus Freibeträge (nach Familienstand und Kinderzahl
= zu versteuerndes Einkommen
multipliziert mit dem Steuersatz lt. Tabelle
plus Kirchensteuer und Soli

2. Und wie hoch ist die pro Kalenderjahr für z.B. Einzelnunternehmer?
Genausohoch wie die eines Angestellten bei gleichem Gesamtbetrag der Einkünfte, es gibt da keine Unterschiede
Beim Unternehmen kann noch Gewerbesteuer dazu kommen, die aber überwiegend auf die Einkommensteuer angerechnet wird.

3. Unterliegen UGs/GmbHs ebenfalls der Einkommenssteuer?
Nein der Körperschaftsteuer und der Gewerbesteuer, und der Gesellschafter zahlt Einkommensteuer auf seinen Gewinnanteil und der Geschäftsführer auf sein Gehalt.

4. Meine Steuerfee sagte, ich soll ca. 30% der Einnahmen zur Seite legen für die Einkommens-Steuervorauszahlung. Aber wonach geht sie?
Erfahrungswert, der grundsätzlich richtig ist, wenn der Gewinn nicht unter 10.000 und über 100.000 liegt

5. Alle Einnahmen, die man einnimmt - ohne Ausgaben?
Nein steuerlicher Gewinn

6. Einnahmen-Überschuss Rechnung vs. Bilanzbuchhaltung?
7. Macht das einen Unterschied?
Ja EÜR ist simpler und am Geldfluss orientiert,
die Bilanz hat „Einnahmen“, wenn die Forderung entstanden ist und „Ausgaben“ wenn die Verbindlichkeit entstanden ist, die Buchführung ist wesentlich komplexer und daher die Kosten erheblich höher.

Inaktiver User
26.10.2011, 22:03
Liebe alle,

danke für die zahlreichen Hilfestellungen!