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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sind wir lediglich "geblendet"?



Angestellte
14.08.2011, 15:49
Liebe BriCom,

im Moment traue ich meinem Bauch- und Kopfgefühl nicht mehr...

Schon seit Jahren beobachte ich den Immobilienmarkt in der Stadt, in der ich bald wieder leben möchte. Es ist wirklich ein großer Wunsch und es wäre eine Freude...:Sonne: :Sonne::liebe::blumengabe: Nach 6 Jahren Land muss es mal wieder Stadt sein.

Wohnen in dieser Stadt ist teuer. Für 4 Zimmer in guter Lage zu einer halbwegs vernünftigen Ausstattung ist man mit 1500 Kaltmiete locker dabei. Also Kaufen. Es gibt Eigenkapital von 320.000 Euro - was für diese Stadt leider auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist.

Jetzt endlich schien es zu passen: Supertolles Projekt (sowas kommt so schnell nicht wieder!), supergute Lage, Passivhaus... 3.800Euro/qm. Für diese Lage ein guter Preis und durch die Stadt preisgebunden. Wir standen auf der Bewerberliste :freches grinsen:

Leider gingen die Wohnungen weg wie warme Semmeln :knatsch:
Wir dachten eher an 100 qm... aber an dem Tag, als wir das Verkaufsgespräch "ergattert" hatten, gab es nur noch ab 126 qm und aufwärts. Das hebt den Preis enorm und senkte unsere Kinnlade.

Nun gut, 126qm sind ja auch ganz nett. Noch wohnen meine beiden Kinder bei uns und mein Lebenspartner hat auch 2 Kinder. Platz kann man da nicht genug haben. Nur der Preis von 530.000 Euro (inkl. Tiefgarage und Nebenkosten) hat uns dann doch schlucken lassen :pfeifend:

Zuhause kam dann die große Rechnerei. Nur kurz überschlagen... irgendwie muss es doch gehen. Wir haben krisensichere Jobs und zusammen 4200 netto (ungeachtet der Unterhaltszahlungen, Kindergeld etc.) und es gibt eine Förderung auf die Wohnung.

Weil es die letzte (kleine) 4-Zimmer-Wohnung war, haben wir schnell reserviert. Für 2.000 Euro.

Eine Woche haben wir uns tierisch gefreut. Das Projekt ist einfach super und die Lage traumhaft.
Mit allen Kosten (inkl. Hausgeld, Strom, Telefon) kämen wir im Monat auf 1450 Euro bruzzelwarm - das wäre in dieser Stadt, in der Lage und mit so einer Wohnung unschlagbar günstig. Ich dachte, wenn jeder 750 Euro zahlt, dann wird das eine runde Sache :liebe:

Gestern gesteht mir mein Freund, dass er sich so eine "Miete" doch nicht leisten kann. Ihm bleiben nach Abzug aller Kosten (Wohnung, Unterhalt, Auto etc.) nur 500 Euro für Essen, Kleidung und Spass im Leben. Zusammen hätten wir aber 1700 Euro (ohne meinen Unterhalt für die Kinder).

Was meint ihr? Finger weg von dieser Gelegenheit oder auch mal was wagen...? Bis zum Einzug wären es noch 2 Jahre.

heidpofferl
14.08.2011, 16:03
Finger weg..zumal er ja ehrlicherweise meinte es wäre ihm zuviel,es ist auch zuviel.Da braucht nur mal was kaputt zu gehen oder jemand für längere Zeit krank zu werden und der Plan ist undurchführbar.

Angestellte
14.08.2011, 16:58
Da braucht nur mal was kaputt zu gehen oder jemand für längere Zeit krank zu werden und der Plan ist undurchführbar.

Aber ist das nicht das Risiko aller Häuslebauer oder Wohnungskäufer... wenn man nicht aus der Portokasse finanzieren kann?
Arbeitslosigkeit, Krankheit etc. sind doch für alle Menschen unvorhersehbare Unbekannte.
Und wir sind beide Beamte :freches grinsen:

heidpofferl
14.08.2011, 17:12
Aber ER will nicht und damit stehst Du mit Deinem Wunsch alleine da..ja,ich bin auch Beamtin und ich hab auch Wohneigentum,deswegen weiß ich ja wieviel man braucht und ja,ich bin frühzeitig in Pension gegangen(mit 49)krankheitshalber..also..das kann jeden passieren...
Ich zeige damit nur auf was passieren kann,aber nicht muß..

Inaktiver User
14.08.2011, 17:36
Hallo Angestellte,

ich kann es verstehen, das es dich reizt - aber wirkt auch ein bisschen nach "Torschlusspanik"...
Ihr sucht doch eigentlich was Kleineres. Und Günstigeres. Und Bezahlbareres.
Ich weiß Eure Altersgruppe nicht, aber ob es die richtig gute Idee ist, im fortgeschrittenen Alter mit zwei Beamtengehältern mal eben rd. 250ooo aufzunehmen, weiß ich auch nicht.
Dann würde ich lieber was mieten und wenn alle Kinder aus dem Haus sind, was Kleineres kaufen.

Gruß Birke:blumengabe:

Inaktiver User
14.08.2011, 17:42
Gestern gesteht mir mein Freund, dass er sich so eine "Miete" doch nicht leisten kann. Ihm bleiben nach Abzug aller Kosten (Wohnung, Unterhalt, Auto etc.) nur 500 Euro für Essen, Kleidung und Spass im Leben. Zusammen hätten wir aber 1700 Euro (ohne meinen Unterhalt für die Kinder).

Was meint ihr? Finger weg von dieser Gelegenheit oder auch mal was wagen...? Bis zum Einzug wären es noch 2 Jahre.
Klingt nach München :freches grinsen:

Ich würde es nicht machen. Wenn dein Freund jetzt schon sagt, dass er sich das nicht leisten kann, wird das Geld in Zukunft ein Dauerthema bei euch werden, auch wenn du ihn jetzt überreden könntest.

Ausserdem würde ich keine Wohnung kaufen, die für euch viel zu groß wird, so bald die Kinder ausgezogen sind. Und ich würde auch keine kaufen, die ich erst in zwei Jahren beziehen könnte. Ich nehme an, sie steht noch gar nicht?

Malina70
14.08.2011, 18:03
Hallo Angestellte,

wie sähe es denn aus, wenn Ihr die Kosten anders verteilt und z.B. er 400 Euro zahlt und Du 1000? Unterm Strich bliebe Euch gleich viel übrig, aber er hätte vermutlich ein besseres Gefühl. Und da ja noch zwei Kinder von Dir erst mal mit in die Wohnung ziehen, halte ich eine solche Aufteilung auch für vertretbar. Ihr könnt die Eigentumsverhältnisse dann ja auch entsprechend regeln.

Gruß,

Malina

Angestellte
14.08.2011, 19:03
Ihr sucht doch eigentlich was Kleineres. Und Günstigeres. Und Bezahlbareres.
Ich weiß Eure Altersgruppe nicht, aber ob es die richtig gute Idee ist, im fortgeschrittenen Alter mit zwei Beamtengehältern mal eben rd. 250ooo aufzunehmen, weiß ich auch nicht.
Dann würde ich lieber was mieten und wenn alle Kinder aus dem Haus sind, was Kleineres kaufen.


Gerade dieses Projekt reizt uns sehr, da es auf dem Gelände noch mehrere Gebäude wie Mehrgenerationenhaus, Musikerhaus, Theater, Café, Kitas etc. geben soll. Ich stelle mir das sehr lebendig vor und dann noch mitten in der Stadt. Wir sind 47 und 51 Jahre alt und wollen gerne noch ein paar Jahre in der Stadt leben, zumal auch unsere Freunde dort sind.
Es gab sowieso im Projekt nur große Wohnungen - die 3-Zimmer-Wohnungen gingen auch erst ab 110 qm los. Habe ich eben im Bauordner nachgelesen.

Mieten ist in dieser Stadt unrealistisch, weil einfach unbezahlbar. Und wenn die Kinder aus dem Haus sind und uns die Decke auf den Kopf fällt, dann verkaufen wir eben und suchen uns was Kleineres. Geht doch auch :blumengabe: Außerdem werde ich auch noch einiges an Grundbesitz erben - wir haben also immer ein Dach über dem Kopf :lachen:
Na ja, das sind so meine/unsere Gedanken. Mein Partner möchte schon auch gerne, hat aber seine Bedenken.


malina: wie sähe es denn aus, wenn Ihr die Kosten anders verteilt und z.B. er 400 Euro zahlt und Du 1000? Unterm Strich bliebe Euch gleich viel übrig, aber er hätte vermutlich ein besseres Gefühl. Und da ja noch zwei Kinder von Dir erst mal mit in die Wohnung ziehen, halte ich eine solche Aufteilung auch für vertretbar. Ihr könnt die Eigentumsverhältnisse dann ja auch entsprechend regeln.
Die Idee hatte ich auch schon. Wäre ja auch nur gerecht.
Ist halt schwierig wegen des Abtrags. Der würde dann ja auch größtenteils von mir geleistet werden. Keine Ahnung, ob sowas dann auch notariell festgelegt werden kann. Ich gebe den Löwenanteil an Eigenkapital zur Kaufsumme. Vielleicht kann man das über die Höhe der Kredite regeln - er nimmt nur soviel auf, dass er einen Abtrag von ca. 500 Euro hat.
Auf jeden Fall könnte ich mir die Wohnung ohne ihn nur schwer leisten. Deswegen ist es wichtig, dass er mit vollem Herzen dabei ist.

schnarchstop
14.08.2011, 19:11
...Na ja, das sind so meine/unsere Gedanken. Mein Partner möchte schon auch gerne, hat aber seine Bedenken.


Die Idee hatte ich auch schon. Wäre ja auch nur gerecht.
Ist halt schwierig wegen des Abtrags. Der würde dann ja auch größtenteils von mir geleistet werden. Keine Ahnung, ob sowas dann auch notariell festgelegt werden kann. Ich gebe den Löwenanteil an Eigenkapital zur Kaufsumme. Vielleicht kann man das über die Höhe der Kredite regeln - er nimmt nur soviel auf, dass er einen Abtrag von ca. 500 Euro hat.
Auf jeden Fall könnte ich mir die Wohnung ohne ihn nur schwer leisten. Deswegen ist es wichtig, dass er mit vollem Herzen dabei ist.


Anscheinend ist dein Partner nicht geblendet sondern hat Bedenken und die äussert er deutlich:

Beitrag 1


...Nun gut, 126qm sind ja auch ganz nett. Noch wohnen meine beiden Kinder bei uns und mein Lebenspartner hat auch 2 Kinder. Platz kann man da nicht genug haben. Nur der Preis von 530.000 Euro (inkl. Tiefgarage und Nebenkosten) hat uns dann doch schlucken lassen :pfeifend:
...
Gestern gesteht mir mein Freund, dass er sich so eine "Miete" doch nicht leisten kann. Ihm bleiben nach Abzug aller Kosten (Wohnung, Unterhalt, Auto etc.) nur 500 Euro für Essen, Kleidung und Spass im Leben. Zusammen hätten wir aber 1700 Euro (ohne meinen Unterhalt für die Kinder).Was meint ihr? Finger weg von dieser Gelegenheit oder auch mal was wagen...? Bis zum Einzug wären es noch 2 Jahre.


In deinem/eurem Alter würde ich sowieso kein Eigentum mehr erwerben, da ihr mit einer Laufzeit von mindestens 20 Jahren rechnen müsst. Das heisst bei dir, du bist schon in Rente und zahlst immer noch ab und er ist schon lange in Rente. Wie hoch sind denn eure Renten ?

Opelius
14.08.2011, 19:13
Ist halt schwierig wegen des Abtrags. Der würde dann ja auch größtenteils von mir geleistet werden. Keine Ahnung, ob sowas dann auch notariell festgelegt werden kann. Ich gebe den Löwenanteil an Eigenkapital zur Kaufsumme. Vielleicht kann man das über die Höhe der Kredite regeln - er nimmt nur soviel auf, dass er einen Abtrag von ca. 500 Euro hat.
Auf jeden Fall könnte ich mir die Wohnung ohne ihn nur schwer leisten.

Ihr könnt selbstverständlich soetwas notariell festlegen, genauso wie den Anteil am Besitz. Eben nicht nur halbe-halbe, sondern auch 80:20, 75:25 usw. Und das würde ich sehr genau ausrechnen, denn Du steckst das Hauptkapital in das Projekt.


In deinem/eurem Alter würde ich sowieso kein Eigentum mehr erwerben, da ihr mit einer Laufzeit von mindestens 20 Jahren rechnen müsst. Das heisst bei dir, du bist schon in Rente und zahlst immer noch ab und er ist schon lange in Rente. Wie hoch sind denn eure Renten ?
Angestellte ist Beamtin und Ihr Lebengefährte auch. Dann geht soetwas auch im Pensionsalter.

Inaktiver User
14.08.2011, 19:49
Wieso können Beamte und Beamtinnen das auch im Pensionsalter?? Die üppigen Zahlungen??
Meine Mutter ist pensionierte Lehrerin und Luxus sieht anders aus...

Fragende Grüße Birke:blumengabe:

Opelius
14.08.2011, 19:51
Eine Beamtenpension ist höher als eine gesetzliche Rente. Ich sprach nicht von Luxus, sondern von Finanzierbarkeit.

schnarchstop
14.08.2011, 19:58
...Angestellte ist Beamtin und Ihr Lebengefährte auch. Dann geht soetwas auch im Pensionsalter.

Dass sie eine sichere Renten haben ist noch keine Gewähr dafür, dass die Höhe der Renten auskömmlich sein wird.

Von 4200 sagen wir mal ein Drittel weg (ca. 71 % bleiben), das dürfte ungefähr die Rente sein.

Inaktiver User
14.08.2011, 23:49
Liebe TE,

ich weiss nicht, ob du in deinen Berechungen die Grundsteuer und die Versicherung berücksichtigt hast.
Auf jeden Fall hast du aber die entgangenen Zinsen aus 320.000 € nicht zur Anrechnung gebracht. Auch nach der Abgeltungsteuer wäre also eine Mietwohnung günstiger.
Da dein Partner - so habe ich es verstanden -- nicht unbedingt die Hälfte der Zinsen erhält, müsstest du dir überlegen, ob du in den ersten Jahren mehr zahlst.
Der Vorteil wäre, dass das Eigenkapital bestehen bleibt. Irgendwann fallen auch bei deinem Partner die Unterhaltszahlungen weg.

wildwusel
15.08.2011, 00:44
Was meint ihr? Finger weg von dieser Gelegenheit oder auch mal was wagen...? Bis zum Einzug wären es noch 2 Jahre.

Ich würde die Finanzierung noch mal durchrechnen, und wenn sich nicht noch Möglichkeiten auftun, weinen und es lassen. Das Elend, das man sich antut, wenn man sich finanziell verhebt, ist keine Wohnung wert.

Man hat immer das Gefühl, so was tolles kriegt man nie wieder, aber Torschlußpanik ist ein schlechter Ratgeber.

Inaktiver User
15.08.2011, 08:44
Ich habe schon in einem anderen Fall gesagt, dass ich 4000 netto für zwei Vollverdiener nicht eben viel finde, schon gar nicht genug, um Riesenprojekte zu stemmen.
Gut, Beamtenstatus und das Eigenkapital, welches vorhanden ist, ist hier schon einiges wert.
Für eine Wohnung wären mir 500.000 EUR deutlich zu viel. Es sei denn, sie läge in Hyannis Port.

Ein anderer Aspekt irritiert mich aber eher. Ihr möchtet ein großes Projekt gemeinsam stemmen (bzw. möchte er auch?). Und Du weißt nicht, was Dein Partner sich leisten kann bzw. eventuell leisten möchte? Das wundert mich.

Malina70
15.08.2011, 10:38
Die Idee hatte ich auch schon. Wäre ja auch nur gerecht.
Ist halt schwierig wegen des Abtrags. Der würde dann ja auch größtenteils von mir geleistet werden. Keine Ahnung, ob sowas dann auch notariell festgelegt werden kann. Ich gebe den Löwenanteil an Eigenkapital zur Kaufsumme. Vielleicht kann man das über die Höhe der Kredite regeln - er nimmt nur soviel auf, dass er einen Abtrag von ca. 500 Euro hat.
Auf jeden Fall könnte ich mir die Wohnung ohne ihn nur schwer leisten. Deswegen ist es wichtig, dass er mit vollem Herzen dabei ist.

Es lässt sich ja klären, wie die Eigentumsverhältnisse festgelegt werden können. Ich habe hier in einem anderen Strang mal gelesen, dass man praktisch jede beliebige Aufteilung wählen kann. Und bei Deinem Eigenkapital halte ich das eh für angeraten. Da würde es dann ja auch durchaus Sinn machen, dass Du prozentual mehr zur Abtragung beiträgst, so dass die Verhältnisse in etwa gleich bleibt.

Aber die generelle Frage ist halt, wollt Ihr beide diese Wohnung wirklich haben, oder ist das eher Dein Wunsch? Es sollten grundsätzlich schon beide hinter dem Projekt stehen. Über die finanzielle Aufteilung kann man sich ja einig werden.

Was die Belastung im Alter angeht, muss man natürlich auch sehen, wie lange Ihr abtragen müsst und ob Ihr das wollt. Verkaufen und neu kaufen ist halt auch immer mit Kosten verbunden. Ihr habt ja jetzt schon hohe Kaufnebenkosten, weil die Wohnung so teuer ist. Und wenn Du solche Beträge innerhalb weniger Jahre noch mal aufbringen musst, ist das schon irgendwo auch rausgeschmissenes Geld. Zudem kommen ja IMMER auch noch ein paar Sonderwünsche bei einer Neubauwohnung dazu, auch wenn man anfangs sagt, man nimmt alles so, wie es der Standard vorsieht. Die Fliesen ein paar Euro teurer der Quadratmeter, ein paar Steckdosen mehr, ein Wasseranschluss verlegt, usw. Das ist auch Geld, das Du letztlich nie wieder siehst.
Von daher würde ich mir so ein Projekt nicht so locker flockig ans Bein binden, wenn ich nicht einigermaßen sicher wäre, dass das auch für die Dauer ist.

Wenn Ihr beide wollt, würde ich es wohl machen. Die Rechnung, dass eh immer wieder was Neues kommt, kann auch mal nicht aufgehen, und dann trauert man ewig der verpassten Chance nach. Auf der anderen Seite kann es natürlich auch sein, dass Ihr über kurz oder lang was anderes findet, was noch besser passt und Ihr froh seid, dass dieses Projekt nix geworden ist. Ich würde da, wenn die Fakten klar sind, letztlich auf meinen Bauch hören.

Gruß,

Malina

Angestellte
15.08.2011, 15:02
Danke für eure Antworten :blumengabe:

Gestern waren wir noch einmal bei der Baustelle. Sind uns gar nicht mehr soooo sicher :freches grinsen: Es ist halt wirklich schwer, sich ein Gebäude vorzustellen, welches erst in 2 Jahren fertig ist und natürlich muss man bei 530.000 gut überlegen... die Wohnung liegt nicht in
Hyannis Port :freches grinsen:, sonder in Mainhatten.


PinotGrigio: Ein anderer Aspekt irritiert mich aber eher. Ihr möchtet ein großes Projekt gemeinsam stemmen (bzw. möchte er auch?). Und Du weißt nicht, was Dein Partner sich leisten kann bzw. eventuell leisten möchte? Das wundert mich.

Ich gehe damit dem dringenden Wunsch meines Partners nach, wieder in der Stadt zu leben. Für mich ist es eher umständlich, da ich noch einen Hund/Katz und 2 Kinder habe, die ich "verpflanzen" muss. Aber auch ich lebe gerne in der Stadt :Sonne: Deswegen auch der 2-Jahres-Plan. Es passt gut wegen der Kinder (Schule).

Mein Partner hat die ganze Zeit behauptet, dass eine Miete von 750 Euro für ihn kein Problem sind. Am Samstag hat er dann endlich mal genauer gerechnet und kalte Füße bekommen. Als er alleine gelebt hatte, musste er auch 650 Euro bezahlen - aber jetzt kämen noch Benzinkosten dazu, da er von der Stadt aus jeden Tag 50 km wuppen müsste.

Ich muss auch gestehen, dass wir zur Zeit (ich seit 6 Jahren) in "fast" Eigentum leben und eine sehr niedrige Miete gewöhnt sind. Da ist es schwer, wieder von loszukommen. In der Stadt für 1300 warm zu leben ist ja eigentlich normal - jetzt haben wir 600 Euro warm :freches grinsen:

Und was natürlich auch Sorgen macht, ist der dicke Batzen Eigenkapital, der dann erstmal verschwunden ist. Sind andere da mutiger? :knatsch:


Malina: Verkaufen und neu kaufen ist halt auch immer mit Kosten verbunden. Ihr habt ja jetzt schon hohe Kaufnebenkosten, weil die Wohnung so teuer ist. Und wenn Du solche Beträge innerhalb weniger Jahre noch mal aufbringen musst, ist das schon irgendwo auch rausgeschmissenes Geld. Zudem kommen ja IMMER auch noch ein paar Sonderwünsche bei einer Neubauwohnung dazu, auch wenn man anfangs sagt, man nimmt alles so, wie es der Standard vorsieht. Die Fliesen ein paar Euro teurer der Quadratmeter, ein paar Steckdosen mehr, ein Wasseranschluss verlegt, usw. Das ist auch Geld, das Du letztlich nie wieder siehst.
Von daher würde ich mir so ein Projekt nicht so locker flockig ans Bein binden, wenn ich nicht einigermaßen sicher wäre, dass das auch für die Dauer ist.


Sehr gut. Danke :blumengabe: Natürlich sagen wir uns, dass wir die Wohnung jederzeit verkaufen können, aber dass die Nebenkosten dann erstmal wieder reingeholt werden müssen... daran habe ich nicht gedacht :knatsch:

schnarchstop
15.08.2011, 15:12
...
Ich gehe damit dem dringenden Wunsch meines Partners nach, wieder in der Stadt zu leben. Für mich ist es eher umständlich, da ich noch einen Hund/Katz und 2 Kinder habe, die ich "verpflanzen" muss. Aber auch ich lebe gerne in der Stadt :Sonne: Deswegen auch der 2-Jahres-Plan. Es passt gut wegen der Kinder (Schule).
... Als er alleine gelebt hatte, musste er auch 650 Euro bezahlen - aber jetzt kämen noch Benzinkosten dazu, da er von der Stadt aus jeden Tag 50 km wuppen müsste.
...

Wie lange werden denn die 2 Kinder noch bei euch leben ? So lange werdet ihr zu viert von 4200 Euro leben müssen. Wo da noch Platz für die Anschaffung von Eigentum sein soll ist mir schleierhaft.

Desweiteren finde ich es total unvernünftig, eine Eigentumswohnung 50 km (hin und zurück oder eine Strecke ?) mutwillig in Kauf zu nehmen. Was soll das ? Es ist ja nicht bloss die tägliche Zeit auf der Strasse, sondern auch der Verschleiss am Kfz und die anstehenden Reparaturen bzw. der Kauf eines anderen Autos, der zu Buche schlägt.

An eurer Stelle würde ich bis zur Rente fleissig sparen und dann eine Eigentumswohnung kaufen, alles andere sind unausgegorene Überlegungen.

Malina70
15.08.2011, 15:32
Hallo Angestellte,

ich weiß ja nicht, wo in Frankfurt Ihr sucht, aber eine Freundin von mir hat da vor ein paar Jahren für eine 100qm-Wohnung ein bisschen über 200.000 Euro bezahlt. Also über 500.000 kommt mir schon sehr viel vor. Hier in Köln kosten Wohnungen von 126 qm auch noch deutlich unter 500.000, auch in teuren Lagen, und Köln ist auch kein billiges Pflaster.

Ich hätte bei Euch jetzt auch eher auf München getippt.

Und noch eins: Rechne bei einer Neubauwohnung damit, dass nach Bauabschnitt bezahlt wird und Du sobald Du Dein Eigenkapital komplett eingesetzt hast und Geld von der Bank abrufst, auch Zinsen fällig werden. Das sind auch Kosten, die anfallen, bevor man einzieht, und das Geld ist auch futsch.

Also so mal eben kaufen und verkaufen halte ich für unsinnig. Ich würde nur kaufen, wenn ich mir ziemlich sicher wäre, dass sowohl die Beziehung als auch die Lebensumstände sehr stabil sind und die Wohnung für den Rest des Lebens gedacht ist. Dass es dann anders kommen kann, steht auf einem anderen Blatt. Aber gleich schon einen baldigen Verkauf einkalkulieren, halte ich für Geldvernichtung.

Was die Vorstellung einer nicht vorhandenen Wohnung angeht, ist es natürlich immer gut, wenn schon ein Bauabschnitt steht und man eine gewisse Vorstellung bekommt, wie das mal aussehen wird. Ansonsten braucht es halt etwas Phantasie. Das finde ich aber nicht sooo tragisch. Ich habe auch auf der grünen Wiese gekauft und finde, dass es schon so aussieht, wie ich es mir vorgestellt hatte (sowohl das Haus, als auch die Wohnung selbst). Aber man muss schon aufpassen, dass man sich nicht unwillkürlich alles großzügiger vorstellt, als es dann tatsächlich ist. Da wird ja auch schon mal ein bisschen getrickst (z.B. die Grundrisse mit kleineren Möbeln dargestellt, als man sie selbst hat).

Gruß,

Malina

Inaktiver User
15.08.2011, 15:52
Für 550.000 EUR hat eine Bekannte in Bad Homburg im Nobelviertel eine Haushälfte gehabt. Okay, 10 Jahre her, dennoch. Mir kommt die Summe wirklich überzogen vor.

wildwusel
15.08.2011, 17:07
Für 550.000 EUR hat eine Bekannte in Bad Homburg im Nobelviertel eine Haushälfte gehabt. Okay, 10 Jahre her, dennoch. Mir kommt die Summe wirklich überzogen vor.

Zur Zeit gehen die Preise auch auf wie ein Hefeteig.

Ich bin ja schon baff, was Stadt/Vorort/Land für einen Unterschied macht. Für das, was in der Stadt hier eine Dreizimmerwohnung mit 90 m² kostet, kriegt man 8 km die Straße runter (mit zehnminütigem Bustakt) eine Doppelhaushälfte mit 150m² und ein bißchen Garten. Und für die Hälfte davon könnte ich auf dem Kaff (45 Autominuten von der Stadt) ein Einfamilienhaus mit Pferdekoppel kriegen.

Aber aufs Land oder auch nur 8 km die Straße runter würde ich auch nicht ziehen wollen...

Angestellte
15.08.2011, 17:48
wildwusel: Ich bin ja schon baff, was Stadt/Vorort/Land für einen Unterschied macht. Für das, was in der Stadt hier eine Dreizimmerwohnung mit 90 m² kostet, kriegt man 8 km die Straße runter (mit zehnminütigem Bustakt) eine Doppelhaushälfte mit 150m² und ein bißchen Garten. Und für die Hälfte davon könnte ich auf dem Kaff (45 Autominuten von der Stadt) ein Einfamilienhaus mit Pferdekoppel kriegen.


Der Preis ist okay. Ist Passivbauweise (kaum Heizkosten) und sehr gut ausgestattet. Ich beobachte den Markt wirklich schon lange. Günstiger geht in dieser Stadt, in dieser Lage, nur an der Hauptverkehrsader und im 5. Stock :freches grinsen:
Man hat halt alles drumherum. Gewachsene Struktur, Geschäfte (endlich mal wieder Bio - wenn man es sich leisten kann :freches grinsen:, Kultur, Cafés, Kneipen, Restaurants... alles, was wir lieben. Und die Freunde wohnen nicht weit...

Aber natürlich ist es irre viel Geld *schluck* und natürlich muss bei der Rechnung auch all das - in Maßen - noch möglich sein.

Und mit 2 Kindern haben wir natürlich viel mehr Einkommen. Im Moment kommen da noch 1400 Euro dazu. Aber das rechne ich mal nicht mit ein, da meine Tochter 13 ist und mein Sohn bald 18.


PinotGrigio:
Für 550.000 EUR hat eine Bekannte in Bad Homburg im Nobelviertel eine Haushälfte gehabt. Okay, 10 Jahre her, dennoch. Mir kommt die Summe wirklich überzogen vor.

Dann hat deine Bekannte rechtzeitig gekauf. Leider hatte ich damals noch kein Eigenkapital... Außerdem kostet die Wohnung 470.000, ohne Tiefgarage und Nebenkosten.


Malina: Und noch eins: Rechne bei einer Neubauwohnung damit, dass nach Bauabschnitt bezahlt wird und Du sobald Du Dein Eigenkapital komplett eingesetzt hast und Geld von der Bank abrufst, auch Zinsen fällig werden. Das sind auch Kosten, die anfallen, bevor man einzieht, und das Geld ist auch futsch.

Ich weiß :knatsch:

Malina70
15.08.2011, 18:23
Hallo Angestellte,

ich vermute mal, dass Du mit der Wohnung dann auch eine absolute Toplage hast. Die Frage ist eben, muss es diese Lage sein, oder ginge es auch eine Nummer kleiner. Meiner Erfahrung nach kann die Lage schon mal locker 1000 Euro pro Quadratmeter ausmachen zwischen absoluter Toplage und ich sag mal normaler Lage. Klar, Lage ist wichtig, aber man muss sie sich auch leisten können/wollen. Und normalerweise würde ich sagen, bei einer Toplage macht man ggf. Abstriche am Wohnraum. Aber im Moment hättet Ihr beides: mehr Platz als ursprünglich gedacht UND die super Lage. Die Frage ist halt, wie viel ist einem so eine Lage auf die Dauer wert? Wie viel Abstriche an der sonstigen Lebensqualität ist man bereit ggf. bis weit ins Rentenalter zu machen?

Und so eine große Wohnung verursacht auch dauerhaft hohe Nebenkosten. Auch da muss man sich fragen, ob man bereit ist, die dauerhaft zu zahlen, wenn vielleicht in sieben Jahren beide Kinder aus dem Haus sind.

Und ich finde immer, der Vorteil an einer ETW ist ja, dass ich normalerweise weiß, dass ich da lange wohnen bleibe. Also stecke ich auch manches in die Wohnung (z.B. Einbauküche, Markise, ggf. noch Einbauschränke), wofür ich nur noch wenig bis gar nichts bekäme, wenn ich verkaufe. Also lass ich das im Zweifel vielleicht lieber und wohne gedanklich nur auf Zeit, nicht viel anders als in einer Mietwohnung.

Wie ich schon schrieb, finanziell halte ich das grundsätzlich schon für machbar bei Eurem Eigenkapital. Aber man muss das dann auch wirklich wollen ohne wenn und aber. Und zwei Jahre Bauzeit sind eine lange Strecke, auf der man immer wieder Zweifel bekommen kann, wenn man sich nicht wirklich sicher ist.

Gruß,

Malina

Angestellte
15.08.2011, 19:05
Und zwei Jahre Bauzeit sind eine lange Strecke, auf der man immer wieder Zweifel bekommen kann, wenn man sich nicht wirklich sicher ist.

Davor habe ich die meiste Angst :knatsch:


Malina: Und so eine große Wohnung verursacht auch dauerhaft hohe Nebenkosten. Auch da muss man sich fragen, ob man bereit ist, die dauerhaft zu zahlen, wenn vielleicht in sieben Jahren beide Kinder aus dem Haus sind.


Danke Malina :blumengabe: Du scheinst auch gerade zu kaufen... zumindest lese ich das bei dir raus.

Ich finde viel Platz ist Luxus und steigert immer die Lebensqualität. Im Moment haben mein Partner und ich eigene Zimmer - das ist herrlich und man möchte es gar nicht mehr missen :smirksmile:
Bei 4 Kindern denken wir natürlich auch an später. Wie ist es, wenn die Kinder mal zu Besuch kommen wollen, vielleicht noch Familie im Schlepptau haben? Ich sehe das bei meinen Eltern, die haben gebaut und daran nicht gedacht... ich und meine Brüder wussten lange Zeit nicht wohin, wenn wir zu den Eltern auf Besuch kamen. Jetzt vermieten sie eine Wohnung nicht, damit die Familie Platz hat.

Oder wie wird es, wenn eines der Kinder studieren will und gerne bei uns wohnen möchte (soll ja auch vorkommen :freches grinsen:).

Also, Platz wird immer gebraucht. Das ist nicht die Frage.

Wir werden nochmal in uns gehen müssen und haben am Donnerstag ein Gespräch mit der Hausbank... danach sind wir vielleicht etwas schlauer. Ihr habt mir auf jeden Fall weiter geholfen und es waren ein paar sehr gute Einwände dabei.

Nochmals Danke :blumengabe:

Zuzan
15.08.2011, 20:28
muss es denn unbedingt eine immobilie à la "Opernblick" sein? für deinen/euren finanziellen rahmen findet ihr auch in frankfurt sicherlich einiges ...! ich denke, dass es nicht sinnvoll ist, neben der späteren pension fast (?) jegliche ersparnisse in "steine" zu investieren - wäre die immobilie auch bei einer frühpensionierung noch tragbar oder falls im schlimmsten fall der partner stirbt?

Filetstueck
15.08.2011, 22:20
Bei den Preisen in Frankfurt kann man manchmal nur mit den Ohren schlackern und muss wirklich rechnen, ob mieten nicht doch günstiger kommt. Ins Umland ziehen ist im Rhein-Main-Gebiet keine Alternative, sobald eine gute (ÖPNV-)Verbindung nach Frankfurt besteht, sind die Preise fast genauso hoch.

Ich suche für in einigen Jahren auch eine ETW und die Preise in Frankfurt schwanken enorm. Eine gute Wohnung kann man aber auch schon für 2-2,5 Tsd. Euro den qm bekommen, im bundesweiten Vergleich auch hoch. Diese Neubauprojekte im Deutschherrnviertel, Rebstockpark oder was jetzt im Offenbacher Hafen gebaut wird, können sich vielleicht Banker leisten, Angestellte im öD eher nicht. 4000 Euro pro qm sind auch für Frankfurter Verhältnisse teuer.

Zuzan
16.08.2011, 11:15
ja eben - darmstadt oder wiesbaden wären aber auch hübsch (und würde ich von der wohn-/lebensqualität höher einschätzen) ... frankfurt ist und bleibt eben doch irgendwie eine eher "dreckige" stadt ....

Inaktiver User
16.08.2011, 11:22
Für 550.000 EUR hat eine Bekannte in Bad Homburg im Nobelviertel eine Haushälfte gehabt. Okay, 10 Jahre her, dennoch. Mir kommt die Summe wirklich überzogen vor.

Für eine Wohnung mit 130 qm? In Hamburg in guter Lage legst du das für ein schmales Reihenhaus mit ähnlicher qm-Zahl locker hin; Wohnungen im gut sanierten Altbau bewegen sich ebenfalls in die Richtung.

Angestellte
16.08.2011, 18:55
tilbage: Für eine Wohnung mit 130 qm? In Hamburg in guter Lage legst du das für ein schmales Reihenhaus mit ähnlicher qm-Zahl locker hin; Wohnungen im gut sanierten Altbau bewegen sich ebenfalls in die Richtung.

Wahre Worte :knatsch: Wir sind noch am überlegen... sind ja noch 3 Wochen :freches grinsen:

Sugarnova
21.08.2011, 18:16
Würde aber aufpassen mit "dasunddas KÖNNTE noch eintreten" -

ein eigenes Reich im Gemeinsamen würd ich NIE missen wollen, allerdings kann man den Besuch auch mal in einer Pension einquartieren. Und die meisten Studi-Kinder wollen nichts lieber, als rauszugehen und auf eigenen Füßen zu stehen.

Die eigene ETW sollte wirklich perfekt sein.

Angestellte
22.08.2011, 14:56
Filetstück: Ich suche für in einigen Jahren auch eine ETW und die Preise in Frankfurt schwanken enorm. Eine gute Wohnung kann man aber auch schon für 2-2,5 Tsd. Euro den qm bekommen, im bundesweiten Vergleich auch hoch. Diese Neubauprojekte im Deutschherrnviertel, Rebstockpark oder was jetzt im Offenbacher Hafen gebaut wird, können sich vielleicht Banker leisten, Angestellte im öD eher nicht. 4000 Euro pro qm sind auch für Frankfurter Verhältnisse teuer.

Wo gibt es die guten Wohnungen für 2000 Euro/qm? Riedberg etc. kommt für uns nicht in Frage.

Da wir weder Börsianer, Ärzte noch erfolgreiche Anwälte sind und schon die 50 Jahre kratzen, haben wir uns nun schweren Herzens gegen die Wohnung entschieden. Auch wenn wir sie uns im Moment leisten könnten, was ist, wenn wir in Rente gehen und der Abtrag bleibt genauso hoch oder wird, dank Zinssteigerung, noch höher? Dann müssten wir verkaufen und hoffen, dass wir die 530.000 Euro bekommen.

Wir könnten die Wohnung zudem nie abbezahlen :knatsch: Zumindest nicht ohne Erbschaft.

Es soll nun doch was Kleineres werden. Irgendwann, wenn die Kinder flügge sind.
Wir wollen ja schließlich ein sorgenfreies Leben und nicht jeden Cent umdrehen :Sonne:

Trotzdem bin ich ein wenig traurig:heul:

Danke für Eure Unterstützung :blumengabe:

Malina70
22.08.2011, 15:10
Da wir weder Börsianer, Ärzte noch erfolgreiche Anwälte sind und schon die 50 Jahre kratzen, haben wir uns nun schweren Herzens gegen die Wohnung entschieden. Auch wenn wir sie uns im Moment leisten könnten, was ist, wenn wir in Rente gehen und der Abtrag bleibt genauso hoch oder wird, dank Zinssteigerung, noch höher? Dann müssten wir verkaufen und hoffen, dass wir die 530.000 Euro bekommen.

Wir könnten die Wohnung zudem nie abbezahlen :knatsch: Zumindest nicht ohne Erbschaft.

Es soll nun doch was Kleineres werden. Irgendwann, wenn die Kinder flügge sind.
Wir wollen ja schließlich ein sorgenfreies Leben und nicht jeden Cent umdrehen :Sonne:

Trotzdem bin ich ein wenig traurig:heul:

Danke für Eure Unterstützung :blumengabe:

Ich kann verstehen, dass Ihr traurig seid. Aber ich glaube auch, dass keine Wohnung es wert ist, sich weit in die Rente hinein hoch zu verschulden für eine Wohnung, die für Euch allein in ein paar Jahren schon deutlich zu groß ist. Ich glaube, das kann einem irgendwann sauer aufstoßen, wenn man merkt, man braucht die leer stehenden Räume nur ab und an für Besuch.

Viel Glück für die weitere Suche!

Malina

schnarchstop
22.08.2011, 15:53
Grundsätzlich finde ich die Idee, gemeinsam in eurem Alter schnell noch Eigentum anzuschaffen, gar nicht schlecht.

Allerdings ist eine Summe von 500.000 völlig ausser Reichweite und der Gedanke, dass freier Raum für eventuelle Besuche vorrätig gehalten werden soll, muss ebenfalls gestrichen werden.


Ich würde an deiner Stelle eine Wohnung für 2 Leute planen, als Sahnehäubchen dazu ein Balkon. Denn die Kinder sind ja (wenn ich das richtig verstanden habe) demnächst ausser Haus oder könnten eine eigene Existenz aufbauen.

Sowas liesse sich dann wahrscheinlich bezahlen, zumal wenn einer von euch beiden bereit ist, für einige Jahre noch einen Nebenjob zu machen, um erstmal aus dem Gröbsten rauszukommen.
Die Zinsen sind günstig und ob Geld seinen Wert behält ist noch die Frage. Irgendwie bleibt immer ein Wert erhalten, wenn man Eigentum besitzt. In Miete ist das Geld weg.

Inaktiver User
22.08.2011, 16:51
Für eine Wohnung mit 130 qm? In Hamburg in guter Lage legst du das für ein schmales Reihenhaus mit ähnlicher qm-Zahl locker hin; Wohnungen im gut sanierten Altbau bewegen sich ebenfalls in die Richtung.

Ich muss zugeben, ich habe mich vertan. Es waren 750.000 EUR, allerdings für 270 qm ... Haus, einseitig angebaut, Bad Homburg, Nobelviertel mit den großen Mauern um die Häuser herum ...

Malina70
22.08.2011, 18:18
Ich würde an deiner Stelle eine Wohnung für 2 Leute planen, als Sahnehäubchen dazu ein Balkon. Denn die Kinder sind ja (wenn ich das richtig verstanden habe) demnächst ausser Haus oder könnten eine eigene Existenz aufbauen.


Naja, die Tochter ist 13, der Sohn 18. Da wird zumindest die Tochter noch einige Jahre zu Hause wohnen bleiben und der Sohn, je nachdem was er macht, womöglich auch nicht schon im nächsten Jahr ausziehen oder zumindest noch mal ein Zimmer für gelegentliche Besuche brauchen.

Ich würde vielleicht noch zwei, drei Jahre warten, bis der Sohn endgültig auf eigenen Füßen steht und keine feste Anlaufstelle zu Hause mehr braucht. Und dann würde ich nach einer schönen 3-Zimmer-Wohnung so um die 85-90 qm gucken, wo die Tochter noch einige Jahre gut mit wohnen kann. Und danach habt Ihr dann ein Gäste-, Arbeits-, Extrazimmer für Euch und für Besuch. Und ich denke, so eine Wohnung wäre auch in guter Lage mit Eurem Eigenkapital annähernd bezahlbar oder maximal mit einem kleinen Kredit.

Wenn man eine Toplage will, dann muss man halt beim Platz Abstriche machen. Oder Ihr kauft gebraucht, was in der Regel auch noch mal deutlich billiger ist als eine Neubauwohnung.

Gruß,

Malina

schnarchstop
22.08.2011, 18:21
Naja, die Tochter ist 13, der Sohn 18. Da wird zumindest die Tochter noch einige Jahre zu Hause wohnen bleiben und der Sohn, je nachdem was er macht, womöglich auch nicht schon im nächsten Jahr ausziehen oder zumindest noch mal ein Zimmer für gelegentliche Besuche brauchen.

Ich würde vielleicht noch zwei, drei Jahre warten, bis der Sohn endgültig auf eigenen Füßen steht und keine feste Anlaufstelle zu Hause mehr braucht. Und dann würde ich nach einer schönen 3-Zimmer-Wohnung so um die 85-90 qm gucken, wo die Tochter noch einige Jahre gut mit wohnen kann. Und danach habt Ihr dann ein Gäste-, Arbeits-, Extrazimmer für Euch und für Besuch. Und ich denke, so eine Wohnung wäre auch in guter Lage mit Eurem Eigenkapital annähernd bezahlbar oder maximal mit einem kleinen Kredit.

Wenn man eine Toplage will, dann muss man halt beim Platz Abstriche machen. Oder Ihr kauft gebraucht, was in der Regel auch noch mal deutlich billiger ist als eine Neubauwohnung.

Gruß,

Malina


Ja Malina, das sind gute Überlegungen, ansonsten hätte sich das Thema für meine Begriffe erledigt.

:smile:

Angestellte
23.08.2011, 08:06
Ich würde vielleicht noch zwei, drei Jahre warten, bis der Sohn endgültig auf eigenen Füßen steht und keine feste Anlaufstelle zu Hause mehr braucht. Und dann würde ich nach einer schönen 3-Zimmer-Wohnung so um die 85-90 qm gucken, wo die Tochter noch einige Jahre gut mit wohnen kann. Und danach habt Ihr dann ein Gäste-, Arbeits-, Extrazimmer für Euch und für Besuch. Und ich denke, so eine Wohnung wäre auch in guter Lage mit Eurem Eigenkapital annähernd bezahlbar oder maximal mit einem kleinen Kredit.


Danke Malina,

ganau das sind auch unsere Vorstellungen. Kleine Abstriche in der Lage und in der Größe und weiterhin Augen aufhalten... irgendwann kommt auch für uns die schöne Wohnung (ich mag Altbau sowieso lieber :smirksmile:) mit Gästecouch für den Sohn :freches grinsen:

Wie die Überschrift schon sagt: Man darf sich nicht blenden lassen. Für einen wohlverdienenden, aufstrebenden Karrieremensch mit Eigenkapital mag dieser Wohntraum eine gute Anlage sein. Wir sind zu alt und nicht mehr aufstrebend :freches grinsen:

Uns wurde aber gesagt, dass auch viele Kinder einziehen werden... ich wundere mich schon manchmal, wie das diese jungen Familien wuppen. Oft geht die Frau noch nicht mal arbeiten.
Trotz unseres hohen Eigenkapitals trauen WIR uns das nicht mehr...

Inaktiver User
23.08.2011, 08:07
Uns wurde aber gesagt, dass auch viele Kinder einziehen werden... ich wundere mich schon manchmal, wie das diese jungen Familien wuppen. Oft geht die Frau noch nicht mal arbeiten.
Die Generation der Erben...

Malina70
23.08.2011, 08:53
Die Generation der Erben...

Das ist das eine. Wobei das Erbe ja oft nicht unbedingt dann zur Verfügung steht, wenn man es dringend braucht. Das müsste dann ja schon das Erbe von den Großeltern sein, das einem aber auch nicht direkt zufällt.

Und ich schätze auch, dass sich der eine oder andere durchaus ordentlich verhebt. Kreditsummen wirken auch schnell irreal, Bankberater rechnen einem Finanzierungsmodelle schön, manche Kosten werden einem erst später so richtig bewusst (z.B. die Grundsteuer), usw. usf.

Und wie es hier auch war: die kleinere, eigentlich gewünschte Wohnung ist nicht mehr verfügbar, aber die größere wäre ja auch schön, und dann braucht man halt mehr Geld. Aber ob ich mich nun mit 50.000 oder 100.000 mehr oder weniger verschulde, merke ich ja erst mal gar nicht. Das ist ja nur eine Zahl auf dem Papier, und irgendwie wird es schon gehen. Und manchmal geht es dann ja auch, wenn alles läuft wie geplant...

Gruß,

Malina

Inaktiver User
24.08.2011, 07:22
Die Pflege einer Immobilie ist teuer.

Ich wohne auch im eigenen Haus und bin immer wieder entsetzt, was alles angeschafft und repariert werden muss. Dann hat man den schönen Hauszaun und Carport, und schon blättert die Farbe. Teuer. Hauswasserwerk kaputt - teuer. Usw. usw. usw.

Wenn der Partner zweifelt und 50 km zur Arbeit fahren müsste, legt ihr euch beim Immobilienkauf eine Bombe ins eigene Nest.

Angestellte
24.08.2011, 11:46
Malina: Und ich schätze auch, dass sich der eine oder andere durchaus ordentlich verhebt. Kreditsummen wirken auch schnell irreal, Bankberater rechnen einem Finanzierungsmodelle schön, manche Kosten werden einem erst später so richtig bewusst (z.B. die Grundsteuer), usw. usf.


Danke Malina:blumengabe:
Mein Lebenspartner kann einfach nicht loslassen. Will noch ein Gespräch mit dem Bauträger führen und die Sache danach ruhig überlegen und zu einem Entschluss kommen.
Der Bauträger macht Druck. Die Reservierung läuft nur noch 2 Wochen und natürlich wollen die endlich, dass wir in die Pötte kommen. Auf der anderen Seite haben wir 2000 Euro für diese Bedenkzeit bezahlt...

Der Bauträger sagt, dass die Hauskosten 2,90 Euro/qm betragen. Bei uns also 365 Euro. Da wäre ALLES drin außer der Grundsteuer. Aber wie berechne ich die eigentlich? Da kommen doch einmal im Jahr auch noch Kosten auf uns zu.


so-nett: Wenn der Partner zweifelt und 50 km zur Arbeit fahren müsste, legt ihr euch beim Immobilienkauf eine Bombe ins eigene Nest.
Es sind ca. 25 km einfach. Hier im Rhein-Main-Gebiet die Regel als die Ausnahme.

Mittlerweile zweifel eher ich, als der Partner :smirksmile:

Kyria
24.08.2011, 14:07
Hallo Angestellte,


Mein Lebenspartner kann einfach nicht loslassen. Will noch ein Gespräch mit dem Bauträger führen und die Sache danach ruhig überlegen und zu einem Entschluss kommen.
....Mittlerweile zweifel eher ich, als der Partner :smirksmile:

dabei ist doch gerade Dein Partner derjenige von Euch beiden, der monatlich wesentlich weniger abtragen kann und zudem deutlich weniger Eigenkapital in die Finanzierung einbringen kann. :knatsch:

Was mich dabei noch interessiert: Wie stabil schätzt Du Euere Partnerschaft ein? Seid Ihr beide schon längere Zeit zusammen? Und auch: Warum seid Ihr nicht verheiratet?

Ich würde mir an Deiner Stelle auch genau überlegen, die Wohnung, oder auch irgendeine andere Wohnung lieber alleine und auf Deinen Namen zu kaufen, als gemeinsam. Denn, wenn Du eh`den Löwenanteil an Kreditsumme und Abtrag stellen würdest, wäre es vielleicht auch sinnvoll, die Wohnung dann auch alleine zu besitzen und nicht ein kompliziertes Bestitz-Anteil-Modell zu wählen, das sich bei einer eventuellen Trennung dann vielleicht als problematisch erweisen könnte.

Herzliche Grüße
Kyria

Angestellte
24.08.2011, 22:37
Kyra: dabei ist doch gerade Dein Partner derjenige von Euch beiden, der monatlich wesentlich weniger abtragen kann und zudem deutlich weniger Eigenkapital in die Finanzierung einbringen kann.

Danke Kyra:blumengabe: Du hast Recht. Ich bringe fast das ganze Eigenkapital ein und kann die Wohnung, wegen des nach wie vor hohen Abtrags, dennoch nie alleine bewohnen.
Wir sind seit 4 Jahren zusammen und waren beide schon mal verheiratet. Ich muss das nicht unbedingt nochmal... aber mal schauen... irgendwann vielleicht.

Ich würde die Beziehung als stabil und schön bezeichnen. Aber ich kenne auch die andere Realität und weiß: Nichts muss für ewig sein... kann aber.

Deine Ideen bezüglich der Wohnung sind uns schon beiden durch den Kopf gegeistert. Er geht ja auch ein gewisses Risiko ein, könnte mit seinem Geld ja auch was Kleines kaufen. Man weiß ja nie...

Ich bin gespannt, wohin die Reise führt. Ich selbst glaube im Moment nicht, dass wir in 2 Wochen beim Notar sitzen :smirksmile:

Inaktiver User
25.08.2011, 07:45
Die Pflege einer Immobilie ist teuer.

Ich wohne auch im eigenen Haus und bin immer wieder entsetzt, was alles angeschafft und repariert werden muss. Dann hat man den schönen Hauszaun und Carport, und schon blättert die Farbe. Teuer.

Entsetzt? Na ja. Dann würde ich wohl verkaufen, wenn mich mein Haus ständig entsetzen würde. Manchmal hilft es, Dinge für langfristigen Einsatz zu kaufen. Dann blättert auch nicht ständig irgendwo die Farbe ab. Wer zum Beispiel in einer regenreichen Gegend wohnt, sollte sich mit einem Metallzaun anfreunden, um dem Streichen eines Holzzaunes alle fünf Jahre aus dem Weg zu gehen.
Klar gehen Dinge kaputt, das ist ganz normal. Aber so viel und so oft, dass man entsetzt sein müsste, doch wohl eher nicht (es sei denn, man hat blauäugig eine Bruchbude gekauft).

Kyria
25.08.2011, 10:49
Hallo Angestellte,

vielen Dank für Deine Antwort.


Ich bringe fast das ganze Eigenkapital ein und kann die Wohnung, wegen des nach wie vor hohen Abtrags, dennoch nie alleine bewohnen.


Ihr könntet es doch auch so machen: Du kaufst Dir alleine eine Wohnung, Dein Freund zieht natürlich mit ein und zahlt Dir monatlich die ortsübliche Miete. :smile:

Du hast ja wirklich viel Eigenkapital, da würde ich an Deiner Stelle auch ins Auge fassen, eine Immobilie zu kaufen. Allerdings, ob es gerade dieses echt teuer Objekt sein muss? :knatsch:

Zumal Ihr Euch meiner Meinung nach dann von der Wohnqualität nicht gerade verbessern würdet. Denn jetzt wohnt Ihr zur Miete in einem Reihenhaus, nach dem Kauf dann aber in einer Eigentumswohnung, vermutlich dann ohne Garten, oder? Selbst wenn Ihr einen Gartenanteil hättet, müsstet Ihr den vermutlich mit anderen teilen oder damit rechnen, dass andere Leute im Haus sich beschweren, wenn Ihr abends zu lange und zu laut dort sitzt...

Nee, an Euerer Stelle würde ich dieses Objekt nicht nehmen, sondern weitersuchen, mit dem Ziel, was zu kaufen, was von der Wohnqualiät mindestens so gut wie Euer jetziges Zuhause ist.

Herzliche Grüße
Kyria

Angestellte
28.08.2011, 13:01
kyria: Zumal Ihr Euch meiner Meinung nach dann von der Wohnqualität nicht gerade verbessern würdet. Denn jetzt wohnt Ihr zur Miete in einem Reihenhaus, nach dem Kauf dann aber in einer Eigentumswohnung, vermutlich dann ohne Garten, oder? Selbst wenn Ihr einen Gartenanteil hättet, müsstet Ihr den vermutlich mit anderen teilen oder damit rechnen, dass andere Leute im Haus sich beschweren, wenn Ihr abends zu lange und zu laut dort sitzt...


Im Rhein-Main-Gebiet bekomme ich für mein Eigenkapital gerade mal eine schöne 2-Zimmer-Wohnung. Wir werden aber noch lange Zeit mindestens zu dritt sein.

Wir wohnen im Moment nicht zur Miete, sondern in künftigem Eigentum - ohne Garten mit großer Dachterrasse.
Kein nettes Lokal in der Nähe, Einkaufsmöglichkeiten im Speckgürtel, Altersstruktur der Einwohner im Schnitt um die 65 Jahre... :knatsch:
Der Vorteil unserer jetzigen Wohnung ist, dass sie auch groß ist, wir machen können, was wir wollen und wir sehr wenig Miete bezahlen. Außerdem arbeiten wir hier.

Trotzdem haben wir das Gefühl, hier langsam zu versauern :schlaf gut:

Also weitersuchen! Am Freitag habe ich die teuere, chice, große und wunderbare Wohnung abgesagt. Schade, aber es hat halt nicht rundum gepasst.

:blumengabe: Angestellte

Inaktiver User
01.09.2011, 12:50
Ich würde auf jeden Fall mit berücksichtigen, dass Eure Kinder möglicherweise später studieren und noch jahrelang unterstützt werden müssen:blumengabe:
Ansonsten: viel Glück für die weitere Suche!

Yana
26.10.2011, 11:09
Also weitersuchen! Am Freitag habe ich die teuere, chice, große und wunderbare Wohnung abgesagt. Schade, aber es hat halt nicht rundum gepasst.

Ein kleiner Rat: ich würde das nächste Mal nicht so schnell eine Reservierung unterschreiben, sondern erst wenn ihr euch absolut sicher seid, dass ihr Kaufen wollt. Denn einfach so 2000 Euro für "Bedenkzeit" hinzublättern ist schon ein ganz schöner Batzen Geld.
Die Zeit der Reservierung ist eigentlich dafür gedacht den Kredit klarzumachen und Sonderwünsche zu besprechen. Ansonsten ist es nur verpulvertes Geld.:blume: