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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wärmepumpe versus Ölheizung



Inaktiver User
08.07.2011, 14:25
Hallo in die Runde,

Für unser Elternhaus steht seit längerem das Thema neue Heizung im Raum und damit die Frage, welche es denn sein soll.
Bis jetzt was eine Ölheizung, die allerdings bald 40 Jahre alt ist und von den Abgaswerten her je länger je mehr die Werte nicht mehr erreicht, dazu müsste bald ein neuer Heizkessel her was auch nicht billig wäre und sich von da her schon die Frage stellt, ob es sich noch lohnen würde.

Des weiteren kommt dazu, dass meine Mutter sich von den Kaminfegerbesuchen ca 2 mal pro Jahr schon längere Zeit überfordert fühlt.

Schon länger ist auch die Überlegung da, eine Heizung mit Wärmepumpe zu installieren, die Anschaffungskosten wären doppelt so hoch wie bei einer Ölheizung, amortisiert wäre sie nach so ca 10 Jahren.

Leider ist im letzten Jahr unerwartet mein Vater verstorben (er kannte sich aus und hatte sich für eine Wärmepumpe entschieden).

Ich wär froh um Erfahrungen von Euch!
LG und Danke schon mal
Eosa

Labbatasch
08.07.2011, 15:40
Soll die Wärmepumpe die Ölheizung komplett ersetzen? Falls das der Fall sein sollte, dann wird das im Altbau wohl wirtschaftlich nicht zu bewerkstelligen sein.

Alleine die Investitionskosten für das Wärmepumpensystem wären immens (bei einer Tiefenbohrung schätzungsweise >20.000 Euro). Hinzu kommt, dass die Heiztemperaturen eher niedrig sind und i.A. eine Fußbodenheizung anzuraten ist. Die dürfte im Altbau eher selten vorzufinden sein. Außerdem macht das Ganze eigentlich nur Sinn, wenn das Gebäude sehr hochwertig gedämmt ist. Das wird bei einem 40 Jahre alten Haus wohl auch nicht der Fall sein.

Um ein 40 Jahre altes Haus autonom mit einer Wärmpumpe zu beheizen, kommen schnell Kosten von 100.000 Euro für die o.g. Maßnahmen zusammen. Das wird sich rein finanziell nicht lohnen. Aber, Dinge wir Autonomität, Wertsteigerung und Behaglichkeit könnten trotzdem dafür sprechen.

Alternativ könnte man über eine Modernisierung der Ölheizung nachdenken, die von einer Luftwärmepumpe oder Solar unterstützt wird. Denke, dass macht in diesem Fall mehr Sinn.

Inaktiver User
08.07.2011, 16:27
Hallo Labbatasch,

Die Meinung wäre, dass die Wärmepumpe die Ölheizung ersetzen würde.
Das Haus wurde in den 20 er Jahren des letzten Jahrhunderts (muss man schon sagen) gebaut, die Bausubstanz gilt heutzutage als sehr gut, isoliert werden müsste der Dachboden und ev die Fenster.

Eine Isolation würde eine Kostensenkung um ca 1/3 bringen wurde von einem Offertengeber gesagt.

LG
Eosa

Labbatasch
08.07.2011, 16:46
Ahh, noch älter das Haus :-)

Also, den Dachboden würde ich so oder so schnellstmöglich dämmen. Vollkommen egal, welches Heizsystem ihr letztendlich installiert. Das ist eine der wenigen Maßnahmen, die sich i.A. amortisiert.

Letztendlich ist es natürlich immer eine Kostenfrage.
Aber, einen Altbau aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts autonom über eine Wärmepumpe zu beheizen halt ich aus den o.g. Gründen für gewagt.

Pia1976
12.07.2011, 19:44
Also, den Dachboden würde ich so oder so schnellstmöglich dämmen. Vollkommen egal, welches Heizsystem ihr letztendlich installiert. Das ist eine der wenigen Maßnahmen, die sich i.A. amortisiert.

Letztendlich ist es natürlich immer eine Kostenfrage.
Aber, einen Altbau aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts autonom über eine Wärmepumpe zu beheizen halt ich aus den o.g. Gründen für gewagt.

Zumal Ihr mit einer Wärmepumpe ja auch eine viel niedrigere Vorlauftemparatur hättet, da müssen die Heizkörper entsprechend dimensioniert sein. Eine Wärmepumpe im Altbau halte ich auch für sehr gewagt, selbst in Neubauten rechnet sich das Ding oft nicht, da der Stromverbrauch meist zu niedrig angesetzt wird...

Meine Oma hat aus ähnlichen Gründen wie Deine Mutter nach dem Tod meines Großvaters die alte Ölheizung durch eine moderne Gasheizung ersetzen lassen, die wesentlich wartungsfreundlicher ist (Öltankreinigung und -versicherung fällt dann ja auch weg). Aber dazu muß natürlich auch ein Gasanschluss liegen.

Inaktiver User
13.07.2011, 14:56
Zumal Ihr mit einer Wärmepumpe ja auch eine viel niedrigere Vorlauftemparatur hättet, da müssen die Heizkörper entsprechend dimensioniert sein. Eine Wärmepumpe im Altbau halte ich auch für sehr gewagt, selbst in Neubauten rechnet sich das Ding oft nicht, da der Stromverbrauch meist zu niedrig angesetzt wird...

Meine Oma hat aus ähnlichen Gründen wie Deine Mutter nach dem Tod meines Großvaters die alte Ölheizung durch eine moderne Gasheizung ersetzen lassen, die wesentlich wartungsfreundlicher ist (Öltankreinigung und -versicherung fällt dann ja auch weg). Aber dazu muß natürlich auch ein Gasanschluss liegen.

Hallo Pia,
Im Haus sind noch die relativ grossen alten Heizkörper, die würden ausreichen meinte der Offertengeber.
Eine Gasheizung stand auch zur Diskussion, nur müsste ein neuer Gasanschluss zum Haus gelegt werden, was auch sehr teuer werden würde.
Die alte wurde aus irgendwelchen Gründen als nicht tauglich erklärt.

Aber ihr habt schon recht, die Vorlauftemperatur und vor allem die Stromkosten sind auch meine beiden Vorbehalte der Sache gegenüber.
So grossartig warm geheizt hat die alte Heizung leider nicht, nun, ich wohne nicht mehr dort von da her könnte es mir egal sein aber dann finde ich halt das viele Geld auch sinnlos.

Deshalb auch meine Frage in die Runde.
Wärmepumpe klingt per se nicht schlecht, eigentlich fast zu schön um wahr zu sein.

Vielen Dank Euch beiden jedenfalls für Eure Ideen!

LG
Eosa

ascalin
13.07.2011, 15:45
Hallo Eosa,

was bei so alten großen Heizkörpern auch der Fall sein kann, ist, dass sie zu oft überstrichen wurden. Die Farbschichten könnten dann auch einen Teil der Ausstrahlungswärme schlucken.

Nur mal so als Anregung, wie es bei euch ist, kann ich ja nicht wissen.

LG ascalin