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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : IVF



noprivate
06.07.2011, 19:22
Hallo liebe Forenmitglieder,

ich würde mich über einen Austausch mit Frauen freuen, die auch das Projekt "IVF" in Angriff nehmen, nehmen wollen oder genommen haben.
Bei mir ist es nun in 14 Tagen soweit und in mir schlagen doch mehere Seelen. Auf der einen Seite Nutzen der Technik wohlwollend gegenüber stehend (was ist mit Chemo, was ist mit den Umweltfaktoren, die die Männer stetig unfruchtbarer machen), auf der anderen Seite ethische Bedenken habend.

Und Angst habe ich auch. Vor der Hormonbehandlung und den Schmerzen bei der Punktion.

Bin ich hier damit alleine oder gibt es da die eine oder andere?

Viele Grüße

npr

Talea1982
06.07.2011, 19:29
Hallo meine Liebe!

Wenn du "Gleichgesinnte" suchst, dann gibt es hier auch zwei Stränge mit ganz lieben Frauen, die Gleiches, oder Ähnliches durchmachen oder gemacht haben:blumengabe: Und dir mit Sicherheit wertvolle Tipps mitgeben können.

Die Hoffnung auch nach Jahren noch nicht aufgegeben (http://bfriends.brigitte.de/foren/kinderwunsch-und-babyjahre/11829-die-hoffnung-auch-nach-jahren-noch-nicht-aufgegeben-942.html)

oder hier:

Kinderwunsch und Kiwuklinik (http://bfriends.brigitte.de/foren/kinderwunsch-und-babyjahre/102183-kinderwunsch-und-kiwu-klinik-443.html)

Oleandra
07.07.2011, 09:51
Liebe noprivate,

ich bin zwar keine wirkliche Expertin auf dem Gebiet, hatte bisher nur eine IVF, aber ich möchte Dir trotzdem meine Erfahrungen schreiben. Das mit den ethischen Bedenken musst Du wahrscheinlich mit Dir selbst ausmachen, darauf kann Dir wohl keiner eine endgültige Antwort geben.

Ich hatte vorher auch Angst vor den Hormonen und der Punktion, aber letztendlich war alles nicht so schlimm. Am Anfang dachte ich, ich würde mir nie selbst eine Spritze geben können und es hat auch bei der ersten wirklich Überwindung gekostet. Aber dann ging das gut, man kann da viel mehr schaffen als man denkt. Ich hatte auch das Glück, keinerlei Nebenwirkungen von den Hormonen zu haben, da gibt es vermutlich auch andere Geschichten.

Am Morgen vor der Punktion war ich fast ein bisschen panisch, aber letztendlich bekommt man eine kurze Narkose und dann ist schon alles vorbei. Hinterher war es mir fast ein bisschen peinlich, dass ich mich vorher so gefürchtet hab. Ich hatte auch danach so gut wie keine Schmerzen.

Was am schwierigsten bei der Sache ist, ist wohl der psychische Aspekt. Die Zeit zwischen dem Transfer der Eizellen und dem Schwangerschaftstest kann schon sehr nervenaufreibend sein. Und irgendwie muss man halt aufpassen, dass die Gedanken nicht nur noch um dieses Thema kreisen...

Ich fand die Behandlung insgesamt überhaupt nicht schlimm. Bei mir war der erste Versuch erfolgreich, aber ich hatte leider vor kurzem eine Fehlgeburt. Ich würde es aber jederzeit wieder machen und ich werde wohl selbst auch im Herbst oder so einen neuen Versuch starten. Ganz wichtig ist aber auf jeden Fall, dass Du ein Kinderwunschzentrum hast, bei dem Du Dich gut aufgehoben fühlst und wo Du auch alle Fragen, die Dich beschäftigen, stellen kannst.

Liebe Grüße,
Olea

Kugelfisch79
07.07.2011, 10:24
Hallo noprivate,
auch ich hatte mehrere IVFs. Anfangs habe ich mich sehr gegen diese Vortsellung gesträubt, aber wenn man mitten drin ist, Betroffene in der KiWu-Praxis trifft, die Ärzte, das Labor- und das OP-Team um sich hat, die jeden Tag nichts anderes machen ist es sehr schnell sehr normal. Moralische Bedenken habe ich abgetsreift, bei mir war es eher anfangs eine Kränkung (wieso geht dad bei uns nicht normal?) - aktuell bin ich schwanger und es spielt wirklich keine Rolle wie das Kind enstanden ist.

Das Prozedere fand ich auch gar nicht schlimm:
Die Nadeln bei Spritzen sind so dünn, dass man sie kaum merkt, nur ab und an gibts mal ne Spritze mit einer dickeren Nadel - aber das ist ja ganz schnell vorbei.
Ich hatte bei der Stimmu meist mehr als 10 EZ - und habe mich im Alltag gar nicht beeinträchtigt gefühlt. Keine Schmerzen nichts und das, wo ich im "normalen Leben" jeden Eisprung spüre .
Wenn die EZ gewachsen sind kommt dann die Punktion, ich hab nach den Narkosen nichtmal eine "Aufwachphase" gehabt. Noch im OP bin ich sofort wach geworden, hab mit den Leuten geredet, die Ausbeute erfahren, Witze gemacht. Übel war mir nie, ich hab mir aber auch mit der Narkose direkt ein Mittel geben lassen, das war prima.
Wenn die Narkose abklingt kommen so zwei Tage in denen man Schmerzen hat, beim Laufen, Tragen, Pinkeln....aber es wird auch schnell besser und ist auszuhalten. Paracetamol darf man da nehmen. Ich war meist den zweiten Tag schon wieder am Arbeiten.

Parallel erfährt man Befruchtungsrate und ein paar Tage später bekommt man die Embryonen .... gar nicht schlimm. Ich fands anfangs sogar sehr spannend und es ist interessant zu erfahren, was wie gut funktioniert und welche Behandlungsschritte die problematischen sind.

Kopf hoch...ich rate dir auch: durchziehen - es ist körperlich nicht schlimm.

Oleandra hab ich auch schon in den Strang "Die Hoffnung auch nach Jahren" eingeladen, schau doch auchmal vorbei.

LG
Kugelfisch

noprivate
07.07.2011, 20:04
Hallo meine Lieben,

vielen Dank für die aufmunternden Worte. Okay. Dann gehe ich mal in den anderen Strang (Schluck.... über 900 Beiträge...) und lese mich da durch.

Dann kann das hier auch geschlossen werden.

Bis dann

npr

Talea1982
07.07.2011, 20:25
Hallo Noprivate,

du MUSST nicht in diese Stränge gehen:wangenkuss:, ich dachte mir nur, das dir vielleicht dort eher Tipps gegeben werden können:blumengabe:

Wenn du magst, dann kannst du diesen hier auch gerne weiterführen und schauen, ob sich noch weitere Frauen anschließen:wangenkuss: