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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erbgemeinschaft Grundstück



FriendOfAlwin
23.06.2011, 14:22
Hallo,

ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin mit der Frage, versuche es aber mal:

Ich habe gemeinsam mit zwei weiteren Personen ein paar kleine, landwirtschaftlich genutzte Grundstücke geerbt.
Nun möchte ich einem der Erben meinen Anteil daran übertragen, so daß er letzten Endes die Grundstücke veräußern kann.

Wie kann ich das tun? Brauche ich dazu einen Notar?
Das ganze soll mit anderen Teilen aus dem Erbe quasi verrechnet werden.

Im Grundbuch steht noch der Erblasser (also nicht ich).

Danke für jeden Tipp :blumengabe:

Cariad
24.06.2011, 09:36
Hallo FriendOfAlwin,
ja, in Deutschland macht das der Notar. Er setzt ein Schreiben auf, das ihr unterzeichnet, und ändert auch den Grundbucheintrag.

Grüße, Cariad

FriendOfAlwin
24.06.2011, 09:42
Hallo FriendOfAlwin,
ja, in Deutschland macht das der Notar. Er setzt ein Schreiben auf, das ihr unterzeichnet, und ändert auch den Grundbucheintrag.

Grüße, Cariad

Danke :blumengabe:

Wir sind aber alle an unterschiedlichen Orten.
Wie wird das dann gemacht?

Cariad
24.06.2011, 09:49
Danke :blumengabe:

Wir sind aber alle an unterschiedlichen Orten.
Wie wird das dann gemacht?

Das weiß ich leider auch nicht, ich kenne es so, dass man beim Notar persönlich erscheint.

Aber da gibt es sicher einen Weg, vermutlich über eine Vollmacht? Ruf einfach einen Notar in deiner Nähe an - da diese an dem Prozedere ganz gut verdienen, sind sie meistens auch hilfs- und auskunftsbereit. :smile:

Grüße, Cariad

Margali62
24.06.2011, 09:56
Ruf einen Notar deiner Wahl an. Am besten nahbei, da er unter Umständen was vorlesen muß. Das bedeutet körperliche Anwesenheit. Sonst macht er alles Schriftliche - auch die Schriftsätze fürs Grundbuchamt und Finanzamt.

ikara
24.06.2011, 10:01
Nun möchte ich einem der Erben meinen Anteil daran übertragen, so daß er letzten Endes die Grundstücke veräußern kann. Warum veräußert ihr nicht als Erbengemeinschaft und teilt/verrechnet dann den Erlös?

Notare arbeiten ja nicht umsonst und jede einzelne Grundstückübertragung kostet Geld - evtl. fällt auch Grunderwerbssteuer an, aber da bin ich ich nicht sicher. Ist die Vorabübertragung wirklich nötig?

Margali62
24.06.2011, 10:06
Der Notar berät ja auch. Da würde ich mich genau erkundigen. Auch, was das alles kostet.

Sariana
24.06.2011, 10:15
Wenn ein "Teilhaber" das Grundstück durch deine Übertragungsbereitschaft veräußern kann/will, dann sollte er sich um den Notar kümmern und diesen dann entsprechend bezahlen.

Du musst nicht persönlich erscheinen, der Notar sendet dir die Vertragsentwürfe zu, denen kannst du zustimmen, Ergänzungen machen, um Veränderungen bitten.
Den von dir genehmigten Notarvertrag wird dann ein(e) Angestellte(r) des Notars in Vertretung für deine körperlich anwesende Person zur Kenntnis nehmen.

Die endgültige Unterschrift leistest du bei einem Notar oder dem Notar am Amtsgericht an deinem Heimat-/Wohnort.
Das kostet nur geringfügig Gebühren.

FriendOfAlwin
24.06.2011, 10:44
Danke noch einmal für eure Antworten :blumengabe:

Die Sache ist recht kompliziert.
Die Grundstücke gehörten meinem Großvater und meinem Erzeuger zusammen.
Zu welchen Anteilen weiß ich gar nicht ganz genau.

Nun ist mein Großvater gestorben und hat seinen Sohn enterbt.
So daß wir Enkel geerbt haben.
Meinem Erzeuger steht aber natürlich sein Pflichtteil zu.

Ich habe zu meinem Erzeuger nur den nötigsten Kontakt und möchte deshalb einfach aus dieser Besitzgemeinschaft raus.
Da noch andere Grundstücke da sind, um deren Verkauf ich mich kümmere, mein Erzeuger mich aber was die hier behandelten Grundstücke angeht, nicht auszahlen kann, ist das Ganze noch komplizierter.

Ich suche den einfachsten Weg, ihm meine Anteile abzutreten und dabei sicherzustellen, dass ich das, was mir daran gehört hat, dann abziehen kann, wenn ich ihn aus dem Erlös der anderen Grundstücke ausbezahlen muss.

Kommt noch jemand mit :smile:

ikara
24.06.2011, 10:50
Kommt noch jemand mit :smile: Ja. :smile:

Meinst Du nicht, es wäre bei dieser Konstellation ganz sinnvoll, sich mal einen Beratungtermin bei einem entsprechend fachkundigen Menschen zu gönnen?

Der könnte Deine Unterlagen prüfen und damit wirklich Dich beraten - in erbrechtlicher und steuerrechtlicher Hinsicht. Dann könnte man sehen, ob es nicht ein besserern Weg gibt als den bisher angedachten.

So wie Du es schreibst, finde ich diese Idee mit der vorweggenommenen Übertragung gar nicht so gut. Aber ein wirklich vernünftiger Rat ist in solchen Dingen mMn über's Internet gar nicht wirklich möglich.

rosemary_
24.06.2011, 10:59
Ja. :smile:

Meinst Du nicht, es wäre bei dieser Konstellation ganz sinnvoll, sich mal einen Beratungtermin bei einem entsprechend fachkundigen Menschen zu gönnen?



Das kann man nicht dick genug unterstreichen. Auch wenn die Beratung nicht kostenlos ist - es ist mit Sicherheit gut investiertes Geld. Es gibt Rechtsanwälte, die sich auf Erbrecht spezialisiert haben oder auch Rechtsanwälte, die gleichzeitig Steuerberater sind.

Da wärst du gut aufgehoben!

FriendOfAlwin
24.06.2011, 11:01
Wahrscheinlich habt ihr Recht .... :blumengabe:

Aber dann wende ich mich eher an einen Rechtsanwalt als an einen Notar?

ikara
24.06.2011, 11:04
Wahrscheinlich habt ihr Recht .... :blumengabe:

Aber dann wende ich mich eher an einen Rechtsanwalt als an einen Notar? Ja. Erb- und Steuerrechtler gibt es einige. Die bei Dir zuständige Rechtsanwaltskammer gibt da auch Auskunft.

googel mal "Rechtsanwaltskammer"+ deine Stadt. Da gibt es auf der Seite eine Anwaltssuche nach Rechtsgebieten.

Sariana
24.06.2011, 11:47
Wahrscheinlich habt ihr Recht .... :blumengabe:

Aber dann wende ich mich eher an einen Rechtsanwalt als an einen Notar?

Rechtsanwalt für Erbrecht nach Möglichkeit in einer Kanzlei mit einem Steuerberater oder mit einem Rechtsanwalt für Steuerrecht - ist in deiner Situation auch die Empfehlung meiner Wahl.

Die von mir zuvor erläuterte Notarabwicklung bezog sich auf "unkomplizierte" Verträge. :wangenkuss: