PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Handelsvertreter/in ?



strandkatze
23.06.2011, 13:43
Ich habe ein Jobangebot als freie Handelsvertreterin für etwas, das eigentlich jeder Haushalt haben sollte. Nun überlege ich, ob ich das Angebot annehmen soll oder lieber nicht. Am Anfang wird man kostenlos in der Firma geschult und man kann die Tätigkeit auch erstmal quasi als Praktikum ausprobieren. Habt ihr Erfahrungen auf diesem Gebiet gemacht? Lohnt sich das?

Inaktiver User
23.06.2011, 19:08
Hallo Strandkatze,
meine Freundin war ca. 5 Jahre selbständige Handelsvertreterin für eine Kosmetik-
firma, die vorwiegend Kosmetikerinnen belieferte, seltener Parfümerien.
Sie hatte einen eigenen Bezirk, mit Schutz vor Konkurenz,kam viel herum, aber auf
Dauer war ihr das ständig schwankende Einkommen, von sehr gut bis mäßig, zu un-
sicher, zudem musste sie sich auch privat versichern usw.
Als ihr Sohn dann eingeschult wurde, ihre Mutter nicht mehr so auf den Kleinen auf-
passen konnte, gab sie die Tätigkeit wieder auf.
Man braucht einen langen Atem und etwas Reserven, um "magere Zeiten" auszustehen.
Selbständig denken und organisieren sollte man auch können.Ich würde mich erstmal
ganz genau informieren und ggf. erst nach dem "Praktikum" fest einsteigen,
viel Glück !:blumengabe:

Inaktiver User
23.06.2011, 19:13
für etwas, das eigentlich jeder Haushalt haben sollte.

Bei solchen Ankündigungen wär ich schon mal skeptisch.
Wenn das Produkt soooo toll ist - warum HAT es dann noch nicht längst jeder... ?
Klingt für mich so, als wenn man Leuten was anquatschen soll, was eigentlich nicht wirklich gebraucht wird.

wildwusel
24.06.2011, 15:39
Ich habe ein Jobangebot als freie Handelsvertreterin für etwas, das eigentlich jeder Haushalt haben sollte. Nun überlege ich, ob ich das Angebot annehmen soll oder lieber nicht. Am Anfang wird man kostenlos in der Firma geschult und man kann die Tätigkeit auch erstmal quasi als Praktikum ausprobieren. Habt ihr Erfahrungen auf diesem Gebiet gemacht? Lohnt sich das?

Nur ein paar allgemeine Hinweise:

Wenn es MLM ist, lohnt es sich nicht. Wenn sie voraus Geld von dir haben wollen (z.B. in dem du Produkte auf eigene Rechnung einkaufst), lohnt es sich nicht. Wenn sie betonen, daß du deinen Freundes- und Bekanntenkreis beglücken sollst, lohnt es sich nicht. Wenn du eine Bekannte, die dir das Dingenskirchen verkaufen will, angucken würdest als sei sie nicht ganz dicht, lohnt es sich nicht.

Ansonsten: Wer kriegt von wem Geld? Und wer trägt das Risiko?

strandkatze
28.06.2011, 14:44
@ wildwusel.

Nein es ist eine andere Firma. Es war nicht die Rede davon, dass ich da irgendetwas an Geld investieren müsste. Ich müsste nicht meinen Freundes- oder Bekanntenkreis abklappern, sondern hätte einen eigenen Bezirk und ich finde das Produkt schon sehr sinnvoll.

Man wird erstmal auf deren Kosten in Tagesseminaren ausgebildet. Sollte ich den Job dann doch nicht weiter ausüben, muss ich den/die Kurse dann doch selbst zahlen.

Nur frage ich mich mittlerweile, ob das nicht doch mehr Leute schon haben, als ich dachte.
Und ich mag nicht in Vollzeit für andere Leute Klinken putzen gehen. Ich lasse es lieber.

Clemens
29.06.2011, 11:23
Was ist das für ein Produkt - dann sage ich dir, ob es per MLM verkauft wird. Sind es Nahrungsergänzungsmittel? Sprichst du eher Geschäfte (echte Wiederverkäufer, keine Handelsvertreter) an oder Endverbraucher? Wenn letzteres - lass die Finger davon. Dann läuft es meist doch auf MLM und darauf hinaus, dass du deinen Freundes- und Bekanntenkreis durchforstest, ebenso, wenn du selbst weitere Handelsvertreter/innen finden müsstest/solltest/könntest, die es weiterverkaufen. Wie bist du an den Job gekommen? Über eine/n Bekannten, die/der dich angesprochen hat? Dann todsicher MLM!
Oft wird behauptet, man müsse nichts investieren, die Anreize sind dann aber oft so gesetzt, dass man es doch tut.
Viele Grüße,
C.



@ wildwusel.

Nein es ist eine andere Firma. Es war nicht die Rede davon, dass ich da irgendetwas an Geld investieren müsste. Ich müsste nicht meinen Freundes- oder Bekanntenkreis abklappern, sondern hätte einen eigenen Bezirk und ich finde das Produkt schon sehr sinnvoll.

Man wird erstmal auf deren Kosten in Tagesseminaren ausgebildet. Sollte ich den Job dann doch nicht weiter ausüben, muss ich den/die Kurse dann doch selbst zahlen.

Nur frage ich mich mittlerweile, ob das nicht doch mehr Leute schon haben, als ich dachte.
Und ich mag nicht in Vollzeit für andere Leute Klinken putzen gehen. Ich lasse es lieber.