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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Meine Tochter - die Beikostkatastrophe



Juniwald
09.06.2011, 21:54
Liebe Leidensgenossinnen,

meine Tochter wird nächste Woche 8 Monate alt. Ich habe 6 Monate voll gestillt und dann mit Beikost
( Karotte ) angefangen. Mittlerweile bin ich mittags bei Karotte - Kartoffel - Fleisch angelangt. Abends füttere ich Grießbrei ungesüßt, mit Obst verfeinert. Sie sitzt mir im Maxi Cosi gegenüber, auf dem Schoß hat gar nicht funktioniert. Bei jeder Mahlzeit esse ich auch etwas.

Hier unser Problem :
meine Tochter isst immer nur ein paar Löffel, dann ist Schluß. Sie kneift den Mund zusammen, schlägt mir den Löffel aus der Hand und dreht den Kopf weg. Wenn ich ihr hingegen ein reines Obstgläschen anbiete, geht der Mund freudig auf und zu. Ich bin mitterweile dazu übergangen, in den Mittagsbrei Obst beizumischen. Das funktioniert so leidlich. Ich gebe ihr danach immer die Brust, da schmeißt sie sich ran als hätte sie den ganzen Tag nichts bekommen *g*

Habt Ihr Tips, wie ich sie an richtige Mahlzeiten gewöhne ? Ich will sie nicht ausschließlich an das Süße gewöhnen. Wie bekomme ich sie dazu, mal ein ganzes Gläschen zu verputzen ? Ist es überhaupt sinnvoll, abends schon etwas zu geben ?

Wem ging es genauso ?

Trinken tut sie übrigens gut - biete ihr zu jeder Mahlzeit abgekochtes Wasser aus dem Doidy Cup an.

Ich bitte um zahlreiche Antworten !!!!!!!!!!!!!!!

Juniwald

Inaktiver User
09.06.2011, 22:01
Ich bin zwar nur Einfachmama, aber ich sag mal was dazu.

Mein Sohn hatte das in dem Alter auch mal bei den Mittagsglässchen. Die Obstgläser gehen immer, klar die sind ja auch fein süß.

Ich hab die Mittagsglässchen dann einfach von vorneherein nur in kleinen Mengen warm gemacht und wenn er nicht mehr wollte, hat er seine Milch bekommen.

Ohne Druck und so. Damit hat sich bei mir das Problem von selbst erledigt.

Später hatten wir das bei dem Abendbrei. Fehlbedarfe habe ich einfach über Milch abgedeckt.

Mit um die 1 hat er dann aber so ziemlich alles gegessen, manches lieber, manches bleibt auch mal stehen. Er ist ein recht schmales Kind und kein besonders guter Esser. Aber die holen sich was sie brauchen.

Inaktiver User
09.06.2011, 22:04
Hallo Juniwald,

hast du schon mal probiert, ihr was in die Hand zu geben? Laut unserem Kinderarzt darf man Babys schon ab dem 6. Monat Brot etc. geben. Das haben wir gemacht und das hat ganz gut geklappt. Er bekommt Brot (natürlich ohne Körner) und Brötchen. Knäckebrot hingegen mag er im Moment nicht. :smile: Babykekse fand ich recht schlecht, weil die wirklich unglaublich gezuckert sind.

Den Brei bzw. das Stillen kann man damit zwar nicht ersetzen, aber so könntest du mehr nicht süßes in sie "reinkriegen". Sonst würde ich an deiner Stelle vielleicht auch noch mal ein bisschen rumprobieren. Gerne genommen wird bei uns z. B. Hirsebrei.

An und für sich finde ich das aber auch nicht soo tragisch - sie isst ja erst seit zwei Monaten Brei. Mein Kleiner ist jetzt 10 Monate alt und hat ab dem 4. Monat Brei bekommen (wg. Allergiegefahr) und die erste Zeit war das einfach schon recht nervig. Es hat z. B. ewig gedauert, bis ich mal Fleisch in ihr reingekriegt hab. :blumengabe:

Inaktiver User
09.06.2011, 22:18
Hallo Juniwald, hallo zusammen,

einen Tipp habe ich leider nicht. Ich habe hier nämlich das gleiche Problem.

Derzeit sind wir bei einem halben Gemüse-Gläschen. Darüber sind wir auch nie hinausgekommen. Mein Sohn (bald 7 Monate) macht dann auch den Mund zu und nichts geht mehr.

Gestern wollte er nicht mehr und ich dachte, ich bleibe hartnäckig und habe ihm noch ein Löffelchen unterjubeln können, mit dem Ergebnis, dass er dann ALLES ausgek... hat, was er vorher mit Genuß gegessen hatte.

Was mich aber außer der Gläschen-Geschichte noch zur Verzweiflung bringt ist, dass er keinen Brei isst. Sobald er den ersten Löffel im Mund hat, wird das Gesicht verzogen, gewürgt und gespuckt. Ich habe schon verschiedene Sorten ausprobiert, ohne Erfolg. Bisher habe ich den Brei immer mit Wasser angemischt und auch mal Obst aus dem Gläschen beigemischt. Auch wenn er das Obst pur sehr gerne isst, auf Brei mit Obst fällt er nicht rein.

Dafür ist mein Sohn sehr interessiert, was am Esstisch so passiert, wenn wir essen und ich glaube, es wird über kurz oder lang darauf hinauslaufen, dass er irgendwann mitisst. Derzeit bekommt er dann immer mal Brotkrümel usw.

So, ich bin mal gespannt, was ich hier für Tipps bekomme.

Viele Grüße


Unazukin

Inaktiver User
09.06.2011, 22:18
Wilst du abstillen oder nur eine andere Variante einführen? Stillst du noch die ganze Nacht?

Ich denke mal, wenn du wirklich abstillen willst, darfst du nach den Breimahlzeiten eben nicht mehr stillen. Die Kinder sind ja nicht doof. Wenn sie genau wissen, dass nach den drei Löffeln Brei eh noch gestillt wird, warum sollen sie da was anderes essen?

Ich weiss, ich krieg hier jetzt Prügel, hier gibt es ja Mütter, die mit drei noch nach Bedarf stillen.

Mein letztes Kind ist 26, bei mir ist das stillen ja schon ein Weilchen her. Ich habe etwa 6 Monate voll gestillt(beim ersten 4 1/2), ab da an habe ich Zug um Zug eine Mahlzeit ersetzt. Ab dem Alter gab es bei mir auch nachts nichts mehr, sprich, spätestens ab 22.00 Uhr bis um 6.00 war Sendepause. Das hört sich unmenschlich an, aber es ging.

Juniwald
09.06.2011, 22:24
Hallo,

da bin ich beruhigt, dass ich nicht alleine bin.....

@ Peppi : meine Tochter ist auch schmal. Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass ihr Essen nicht so wichtig ist. Ich muss einfach Vertrauen haben, dass sie sich nimmt, was sie braucht. Ich war nur so verunsichert, weil in meinem Babyratgeber steht, dass die Mahlzeiten um den 10. Monat herum komplett ersetzt sein sollten. Davon sind wir ja meilenweit entfernt.

@ Schwimmkatze : ich habe ihr noch nichts in die Hand gegeben. Was hast Du für Brot gegeben ? Ich will es abends mal mit warmen Brei probieren. Ich dachte bei bestehendem Allergierisiko soll man möglichst 6 Monate stillen ? Oder habt Ihr früh mit Beikost angefangen, damit sich das Immunsystem möglichst früh daran gewöhnt ?

Juniwald

@ all : habt Ihr vielleicht Tips, wie ich meine Tochter von dem Süßen wegbekomme ????????? Ich gebe nur Obstgläschen ohne Zuckerzusatz. Nicht diese Breigeschichten " Kinderkeks " etc.

Murmel105
09.06.2011, 22:24
Hallo Juniwald,

mir geht es ähnlich.

Mein Söhnchen wird jetzt 10 Monate und wir haben nach wie vor noch nicht die Mittagsmahlzeit durch Brei voll ersetzt. Angefangen hatte ich auch mit 6 Monaten und dann immer mal wieder Pausen, da er kaum gegessen hat. Jetzt hat er schon ab und zu mal mittags fast ein halbes Gläschen gegessen, um dann am nächsten Tag wieder nur ein paar Löffelchen zu verputzen. Ich gebe ihm inzwischen nur noch Kartoffel/ Pastinake, weil das das einzige ist, was bisher immer ging.
Ich gebe ihm auch immer mal Brötchen, Dinkelstangen, Apfel etc. in die Hand, aber da kann man nicht von essen sprechen. Ganz winzige Mengen landen im Bauch, der Rest überall:freches grinsen:. Er findest das allerdings prima.
Bei uns geht Obst aus dem Gläschen übrigens gar nicht, weder pur noch mit Getreide...Er mag an einer Banane lutschen oder an einem Apfelstückchen, Melone hatten wir gestern auch mal, aber in Breiform probiert er, verzieht den Mund und dreht dann den Kopf weg. Ich versuche es immer mal wieder, aber bisher ohne Erfolg.

Ich schwanke immer zwischen Verzweiflung, weil es bei allen anderen (scheinbar) kein Problem ist und Gelassenheit, in dem ich mir denke, irgendwann wird er schon.

Ich stille nicht, sondern bei uns gibt es die Milchmahlzeit aus der Flasche.

Bigput75
09.06.2011, 22:38
Hallo Juniwald,

mein Sohn ist jetzt bald 20 Monate alt und sein Essverhalten ist noch immer eine Katastrophe - zumindest in meinen Augen!

Meine Lösung des Problems: ich lasse ihn essen, was er will. Wenn er etwas nicht will, will er halt nicht und fertig. Kein Machtkampf um´s Essen! Ich biete ihm immer wieder alles Mögliche an, zwinge ihn aber zu nichts.

Um die Geschichte mal zu verdeutlichen - er isst folgende Dinge:

trockenes Brot, Nudeln mit Butter, Obstgläschen, Sinlac-Brei (wg. Allergien), Banane, Salami (nur von der Pizza!), Tortellini - und DAS WAR´S!

Gemüse, Fleisch und frisches Obst (außer Banane) - völlige Fehlanzeige.

Wenn Dir Deine Tochter den Löffel aus der Hand schlägt ist das für mich ein deutliches Zeichen, dass sie halt nicht mehr will. Dann zwing´ sie auch nicht.

Die Kinder holen sich schon was sie brauchen - ich würde mich an Deiner Stelle komplett entspannen - das wird schon!

Inaktiver User
09.06.2011, 22:40
Wilst du abstillen oder nur eine andere Variante einführen? Stillst du noch die ganze Nacht?

Ich denke mal, wenn du wirklich abstillen willst, darfst du nach den Breimahlzeiten eben nicht mehr stillen. Die Kinder sind ja nicht doof. Wenn sie genau wissen, dass nach den drei Löffeln Brei eh noch gestillt wird, warum sollen sie da was anderes essen?

Ich weiss, ich krieg hier jetzt Prügel, hier gibt es ja Mütter, die mit drei noch nach Bedarf stillen.

Mein letztes Kind ist 26, bei mir ist das stillen ja schon ein Weilchen her. Ich habe etwa 6 Monate voll gestillt(beim ersten 4 1/2), ab da an habe ich Zug um Zug eine Mahlzeit ersetzt. Ab dem Alter gab es bei mir auch nachts nichts mehr, sprich, spätestens ab 22.00 Uhr bis um 6.00 war Sendepause. Das hört sich unmenschlich an, aber es ging.

Mein Kleiner hat wirklich ein bisschen gebraucht, um zu verstehen, dass Brei die Milchmahlzeiten ersetzen soll und nicht als zusätzliches Häppchen gedacht ist. :freches grinsen: Das hab ich hier im Forum aber auch schon mehrmals gelesen, zumal die ersten Breie (pure Möhre etc.) einfach auch nicht so viel Kalorien wie eine komplette Milchmahlzeit haben.

Und ich hab den Kleinen problemlos mit 8 Monaten abgestillt (also 4 Monate, nachdem wir mit Brei angefangen haben.)

Was das nachts essen angeht: Ich könnt ein Kind nachts nicht "hungern" lassen. Ich denk mal, das meiste regelt sich doch sowieso von selbst. Seit ich nicht mehr stille, braucht er nur noch äußerst selten nachts Milch. Aber das muss man natürlich für sich selbst wissen - einem gesunden Kind wird's sicher auch nicht schaden, wenn's nachts nix kriegt.

Inaktiver User
09.06.2011, 22:43
@ all : habt Ihr vielleicht Tips, wie ich meine Tochter von dem Süßen wegbekomme ????????? Ich gebe nur Obstgläschen ohne Zuckerzusatz. Nicht diese Breigeschichten " Kinderkeks " etc.


Ich hab mir damals gar keine Gedanken gemacht, ob süss oder nicht. Okay, bei uns gab es auch noch nicht dieses übersüsste Zuckerzeug wie heute. Aber ich habe Obst gegeben, soviel sie wollten, Milchbrei und ähnliches sogar gesüsst, mit Kristallzucker sogar, wie schrecklich. Alle meine Kinder sind gesund, keiner ist zu dick, keiner hat Allergien oder zu hohen Blutdruck und keiner ADHS.

Und das mit der Vorliebe für süss, das gibt sich irgendwann. Meine assen mit Vorliebe Leberwurst- und Schmierkäsebrote. Die wurden in kleine Stückchen geschnitten(Reiterlein)

Inaktiver User
09.06.2011, 22:47
@ Schwimmkatze : ich habe ihr noch nichts in die Hand gegeben. Was hast Du für Brot gegeben ? Ich will es abends mal mit warmen Brei probieren. Ich dachte bei bestehendem Allergierisiko soll man möglichst 6 Monate stillen ? Oder habt Ihr früh mit Beikost angefangen, damit sich das Immunsystem möglichst früh daran gewöhnt ?

Juniwald

@ all : habt Ihr vielleicht Tips, wie ich meine Tochter von dem Süßen wegbekomme ????????? Ich gebe nur Obstgläschen ohne Zuckerzusatz. Nicht diese Breigeschichten " Kinderkeks " etc.

Nach der allerneuesten Studie sollen Baby mit Allergiegefährdung schon zwischen dem 4. und 6. Lebensmonat Beikost bekommen. Aber die Leiterin unserer Krabbelgruppe sagte: Da kann ich euch eigentlich keinen Tipp geben, in den Jahren, in denen ich Kurse leite, haben sich die Empfehlungen schon x-fach geändert. :smile:

Ich geb dem Kleinen einfach normales Roggen- bzw. Weizenmischbrot, was wir so da haben und weiße Brötchen. Reiswaffeln hat er auch bekommen, das war aber auch nicht so der Hit. Ich bin da recht gelassen, weil wie gesagt, die Empfehlungen ja schon wieder total anders aussehen.

Was das Süße angeht: Ich finde das jetzt nicht soo schlimm, ich denke, das dauert einfach, bis sie sich an normales Essen gewöhnt hat. Viel tun kannst du ja im Grunde sowieso nicht, wenn sie nichts anderes will. Ich würde halt immer mal wieder probieren, ihr was anderes zu geben, z. B. mal Zuccini statt Möhren etc. Mein Kleiner ekelt sich auch vor vielen Sachen, die er zum ersten Mal kriegt (Gekochte Nudeln z. B. - sieht echt zu lustig aus, wie er das Gesicht verzieht :lachen:).

Reduktion
09.06.2011, 22:47
Meine Lösung des Problems: ich lasse ihn essen, was er will. Wenn er etwas nicht will, will er halt nicht und fertig. Kein Machtkampf um´s Essen! Ich biete ihm immer wieder alles Mögliche an, zwinge ihn aber zu nichts.


Die Kinder holen sich schon was sie brauchen - ich würde mich an Deiner Stelle komplett entspannen - das wird schon!

Das unterschreibe ich.

Hatte gerade heute in der Mensa so ein Gespräch, wo mich eine jüngere Mama ansprach, was ich meinem Baby wann zu trinken geben würde etc. und dass ihr Kind nie Wasser trinken wolle. Ich habe gesagt, dass ihr Kind bestimmt nicht verdursten wird, wenn sie ihm immer was anbietet. Sprich: die Kinder signalisieren schon, was sie (nicht) wollen.

Mein Kind (11 Monate) hat max. 10 Gläschen bekommen. Eigentlich isst sie immer das, was wir essen (und was ihr schmeckt). Gestillt wird sie auch noch. Klar, nach unserem leckeren "geschmackvollen" Essen hat sie die Gläschen abgelehnt.

Darüber haben wir heute auch in der Mensa gesprochen: warum eigentlich die Kleinen so wenig Geschmack kriegen sollen, in den Gläschen ist ja fast nichts drin und so eine Reiswaffel schmeckt auch nach nichts.

Warum eigentlich nicht süß? und salzig? usw.

Inaktiver User
09.06.2011, 22:52
Kein Salz wegen der Nieren, soweit ich weiß.

Aber sicher bin ich mir nicht.

Lavendulla
10.06.2011, 07:21
Hallo Juniwald,

wir kennen uns ja :freches grinsen:.

Meine Erfahrung: KEINEN DRUCK! ich weiß, irgendwann nervt es, aber es wird ganz bestimmt werden. Aber mit Druck wird das Essen dann ein Graus - für beide Seiten.

Mini mag auch jetzt noch ganz oft kein Gläschen. Was ich ihr dann anbiete ist Brot. Das geht bei ihr immer! Mit wenig Butter oder Frischkäse oder auch mal Wurst. Ich schneid es ihr in kleine Stückchen und mittlerweile isst sie es schon selber (Mini ist aber auch schon 10 Monate).

Ich drück Euch die Daumen!

Inaktiver User
10.06.2011, 07:29
Viele Kinder vertragen Karotte nicht wirklich gut, warum probierst Du nicht Blumenkohl oder Brokkoli mit Kartoffel und Fleisch? Dem Tipp mit Brot schließe ich mich an, wir im Schwabenland geben den Kleinen ein Stück Brezel (ohne Salz), Norddeutsche Hörnchen und das essen die in der Regel gerne.
Mag Deine Kleine Apfel?

Juniwald
10.06.2011, 07:35
Guten Morgen,

danke für eure Antworten ! Jetzt fühle ich mich nicht mehr als Exot.

@ Ina : ganz abstillen möchte ich nicht. Ich will eben nach und nach Mahlzeiten ersetzen. Und dann nur noch früh morgens und abends stillen. Nachts stille ich auch noch, meine Tochter nuckelt allerdings nicht nur ein bißchen sondern trinkt an beiden Brüsten. Ich habe mal probiert, ihr nichts zu geben - mordsmäßige Schreierei nachts. Da ist mir mein Schlaf wichtiger....

@ Reduktion : mir leuchtet ein, dass den Kindern süß besser gefällt, schließlich ist die Muttermilch auch süß. Aber es gibt mittlerweile soooooo viele übergewichtige Kinder !!!!!!!!!!!

@ all : ich werde einfach weiter machen und ihr immer etwas anbieten. Druck übe ich nie aus, wenn sie den Mund zukneift, lasse ich es. Ich glaube, durch Druck beim Essen kann man viel kaputt machen. Vielleicht wird es auch besser, wenn sie denn endlich mal Zähne bekommt.

@ Lavendulla : HALLO !

Juniwald

P.S. : Über weitere Erfahrungen würde ich mich trotzdem freuen !

xanidae
10.06.2011, 08:28
ich kann mich dem nur anschließen: nimm den druck raus.

meine söhne haben nie komplette mahlzeiten gegessen, bis sie ca. 1,5 jahre alt waren. ich habe hauptsächlich selbstgekocht und früher mit der beikost angefangen. doch ich habe bestimmt zwei monate nur eiswürfel aufgetaut. anfangs einen ( 1-2 löffel), dann wurden es mehr. erst als regelmäßig 6 eiswürfel gegessen wurden, habe ich in kleinen tupper eingefroren. die menge war ca. 150g pro becher und der wurde nie, nie, leer. sohn nr2 mochte es, wenn er gekochte gemüsestücke bekam, kartoffel, zucchini und karotte. er hatte dann eines dieser stücke in der hand und ich fütterte ihn mit brei und er konnte immer wieder an dem stück gemüse lutschen.

lange gab es milch nach den 6 löffeln. auch abends nach dem milchbrei. hier habe ich auch nur eine kleine menge zubereitet. wie klein die war, wurde mir erst bewusst, als mein bruder mir einen brei zubereitete - und dann fragte, ob mein sohn keinen hunger habe, weil über die hälfte übrig war. seine kinder (gleich alt) essen so eine portion jeden abend.

essen sollte was natürliches bleiben. die angst vor übergewicht gibt dem thema 'essen' eine macht, die die gefahr einer essstörung erhöht.



kann deine tochter schon alleine sitzen? ich frage, weil du sie im maxicosi fütterst und nicht im kinderstuhl.

alleine essen, siehe post von lavendulla, oder einfach die möglichkeit dazu: eigener löffel und teller, kann auch dazu führen, dass entspannter gegessen wird.

oder aber du gestehst ihr essenspausen zu: sie ist 5 löffel, dann will sie nicht mehr, dann isst du für dich weiter und lässt sie einfach in ruhe, dann bietest du ihr wieder einen löffel an, wenn sie nicht isst:ok, wenn sie isst: ok.

Halbnomadin
10.06.2011, 08:41
Moin.

Juniwald, Deine Tochter ist keine Exotin, sondern bewegt sich absolut im Rahmen des Normalen! Manche Kinder werden früh beikostreif und essen gerne, andere werden später beikostreif und wehren sich, wenn man sie füttert. Manche mögen Brei, andere Stückchen aus der Faust. Manche wollen Beikost, andere wollen Anstattkost, also nicht mehr gestillt werden - aber so früh ist das selten.
Ich war nur so verunsichert, weil in meinem Babyratgeber steht, dass die Mahlzeiten um den 10. Monat herum komplett ersetzt sein sollten. Da wüsste ich gerne, welcher Babynahrungshersteller den Buchdruck gesponsort hat! Die WHO empfiehlt für Industrieländer, sechs Monate voll und bis zum zweiten Geburtstag beizustillen. Die Allergikerverbände empfehlen, kleine Portionen potentiell allergener Nahrungsmittel einzuführen, so lange noch wesentliche Mengen an Muttermilch getrunken werden, was auch gegen das komplette Ersetzen aller Mahlzeiten spricht, und in allen seriösen Quellen zum Stillen steht zur Zeitdauer "über diesen Mindestzeitraum hinaus kann weitergestillt werden, so lange Mutter und Kind das möchten".

Mein Söhnchen ist ein unkomplizierter Esser, er mag fast alles und zeigt, was er will. An manchen Tagen will er aber nicht viel - wer hat schon immer gleich viel Appetit? Als neulich die Sommergrippe bei ihm vorbei kam, hat er eine Woche lang wieder fast voll gestillt. Er wird bald elf Monate alt. Jetzt ist er dabei, das Versäumte nachzuholen, isst vier Mahlzeiten pro Tag mit gutem Appetit, dazwischen verschwinden Knäckebrot, Dinkelstangen, Reiswaffeln, er trinkt Wasser dazu und stillt sieben oder acht mal in 24 Stunden seinen Hunger und Durst an meiner Brust.

Wenn Du wieder gelassener werden möchtest, lies Threads mit der Überschrift "mein Kind mag kein Obst essen", stille nach Bedarf (das beugt kindlichem Übergewicht vor), ernähre Dich selber gut und reichlich und richte Dich nach dem, was Dein Kind Dir zeigt. Statt Möhre kannst Du Kürbis geben, rote Beete gingen hier auch schon früh sehr gut - ansonsten halt Obst. Und selbst gekochtes schmeckt deutlich besser als der verkappte Reisbrei aus den Gläschen.

Nur Geduld, irgendwann essen sie alle!
Liebe Grüße - Halbnomadin

Wiesenkraut
10.06.2011, 08:45
ich hab mal ein ähnlichen Strang gestartet, bei uns wurde auch das Essen verweigert, ich hatte noch zusätzlich das Problem wunder Brustwarzen und sollte deshalb nicht mehr nach Bedarf stillen.
Ich hatte auch Angst, dass die Kleine zuwenig abbekommt, wobei sie mit damals schon 10kg kein Hungerhaken war.

Druck bei Essen würd ich grundsätzlich nicht ausüben, ich denke das das kontraproduktiv ist, bei uns wars sogar so, dass wenn ich auf das Wegschieben des Löffels nicht reagiert habe wurde beim nächsten Löffel regelrecht gewürgt.

Ich bin dann auf Fingerfood umgestiegen. Bei uns gabs einen Teller mit (z.b) Blumenkohlröschen, kleinen Möhrenstücken, Spirellis (Nudeln) Tortelini, kleine käsewürfel, Reiterchen (kleine 4eckige Brotstücke mit Frischkäse), Hühnchenfleisch in kleinen Stücken.

Während mit dem Löffel erstmal gar nichts ging klappte das nach ein bis 2 Wochen recht gut. Allerdings waren auch in der Zwischenzeit die nächsten Zähne durchgebrochen, kann also sein dass Löffel da auch wieder gegangen wäre.

Ich glaube so um den 9. Monat hab ich tagsüber gar nicht mehr gestillt und wir bekamen eine regelrechte Fressphase. Es wurde ALLES gegessen, und ein Gläschen für ein 15 Monatskind ging weg wie nichts.

Seit ungefähr 1. 5 Monaten wird der Löffel nun wieder verweigert, diesmal ists allerdings so, dass nach einer allergischen Reaktion auf (warscheinlich) vegetarischen Tomatenaufstrich auch das "warme" Essen komplett verweigert wurde. Also auch Fingerfood ging bis auf Reiterchen mit Käse und Käsescheiben und eben Obst (vor allem weiche Birnen) nicht mehr.
Gleichzeitig fand bei uns die Krippeeingewöhnung statt, es stehen die nächsten Zähne an und das Fünkchen meldet wieder stark erhöhten Stillbedarf an.
Was nun der Auslöser ist ob die Zähne, die allergische Reaktion, die Kita keine Ahnung wir sind wieder bei einer kompletten Mahlzeit ersetzt (Frühstück) und Beikost bei allen anderen Mahlzeiten angelangt.
Ich mach mir aber ganz ehrlich keine wirklichen Gedanken mehr und geh davon aus "es ist alles eine Phase" :pfeifend:

Edit:
schau mal ich hab meinen Strang wieder gefunden, vielleicht ist ja für dich was dabei, was dir hilft, du kannst ja über die Tips die sich um die wunden Brustwarzen drehen weglesen ;-)

beikost-breiverweigerer-wunde-brueste-und-die-mama-will-keine-flasche-geben.html (http://bfriends.brigitte.de/foren/kinderwunsch-und-babyjahre/156306-beikost-breiverweigerer-wunde-brueste-und-die-mama-will-keine-flasche-geben.html)

Inaktiver User
10.06.2011, 08:48
Wenn mein Sohnemann nicht mehr mag, macht er erst Fischlippen, dann dreht er den Kopf weg und wenn ich dann nochmal versuche, schlägt er mir gnadenlos den Löffel aus der Hand.

Und wenn sie bisschen älter werden hilft, wie xanidae schreibt, einen eigenen Löffel zu geben (ohne Rücksicht auf die Schmiererei, die entsteht :freches grinsen:). Mein Sohn hat immer einen Löffel und rührt auch in seinem Essen und versucht sich das in den Mund zu schieben und parallel fütter ich mit dem zweiten Löffel hinterher. Kriegt er gar nicht mit :smile:.

Aber bei 8 Monaten kannst du das natürlich noch nicht versuchen.

Wenn du weniger stillen möchtest, empfiehlt sich vielleicht auch, auf eine gute Pre Milch umzusteigen mit der du zufütterst.

Wie sieht es denn mit Bananen ganz kleingehechselt aus ? Oder als Brei zermatscht ?

PS:

Und ja, ich hab auch gelernt, das mit dem Essen darf man nicht überbewerten. Was hab ich mir da teilweise Sorgen gemacht und es viel zu ernst genommen.
Es ist tatsächlich nur eine Phase :-)

Schattenkatlchen
10.06.2011, 09:05
Hallo Juniwald :ahoi:

ich kann den anderen nur zustimmen: nimm den Druck raus. Sie wird schon essen, wenn sie dazu bereit ist. Ich glaub Bonnie hatte bei den Vorhibblerinnen mal geschrieben: in die Grundschule wird er (ihr Sohn) wohl kaum seinen Brei in der Brotzeitbox mitnehmen und da hat sie recht.
Und ob süßes Obst oder Gemüse; da sind ja sogar die Empfehlungen von Land zu Land verschieden. In USA wird z.B. mit der Einführung von Reisbrei angefangen. Also ist es doch egal, was sie essen solange Du stillst. Sie holt sich über die Muttermilch alles was sie braucht und das Essen ist halt ein neuer Aspekt.

Wir haben hier ja absolut keine Kostverächterin, die mit Begeisterung alles vertilgt. Aber sie lehnt z.B. jeglichen Milchbrei oder Kartoffelbrei ab. Ich glaub es liegt an der Konsistenz. Alles was Stückchen enthält ist super beliebt. Aber z.B. ein paar Löffel Grießbrei? No way! Da wird gewürgt und der Löffel weggehauen vom Feinsten.

Ich bin mittags bei nem halben Gläschen Fleisch-Gemüsebrei, nachmittags einige Löffel Obstbrei mit Getreide und abends ein paar Stückchen Brot mit Aufstrich. Zwischendurch Reiswaffel, Hirsekringel, Dinkelstange und gern auch was bei uns vom Tisch. Aber sie kriegt danach immer ihr Fläschchen, und wenn sie gut gegessen hat vorher eben dementsprechend weniger. DAs hat SIE mir beigebracht :freches grinsen: Ich hab ihr immer die gleiche Menge angeboten, sie hat aber immer nur die Hälfte getrunken, bis die Mama kapiert hat, dass sie ihr gar nicht soviel machen muss, wenn es vorher was gute zu Essen gab. :smirksmile: Und ich denke, es heißt eben "Bei"kost und nicht "Anstatt"Kost und wenn Du eh weiter stillen willst ist es doch unproblematisch ihr was anderes anzubieten und dann halt zu stillen. So kriegt sie alles was sie braucht und isst trotzdem.

Mach Dir keinen Streß - das wird schon! :kuss: Und wie die anderen gesagt haben: biete ihr immer verschiedenes an in Geschmack und Konsistenz. Ich hab erst den Volltreffer gelandet, als es endlich Fleisch im Gläschen gab :freches grinsen::freches grinsen: Da war sie glücklich....

Reduktion
10.06.2011, 09:13
Wir haben hier ja absolut keine Kostverächterin, die mit Begeisterung alles vertilgt. Aber sie lehnt z.B. jeglichen Milchbrei oder Kartoffelbrei ab. Ich glaub es liegt an der Konsistenz. Alles was Stückchen enthält ist super beliebt. Aber z.B. ein paar Löffel Grießbrei? No way! Da wird gewürgt und der Löffel weggehauen vom Feinsten.

Witzig, bei uns ist es genau andersrum. Wir hatten mal Grießbrei gekocht mit kleinen Stückchen Cornflakes drin - diese Stückchen wurden fein säuberlich mit der Zunge wieder raus befördert.

Inaktiver User
10.06.2011, 09:17
Witzig, bei uns ist es genau andersrum. Wir hatten mal Grießbrei gekocht mit kleinen Stückchen Cornflakes drin - diese Stückchen wurden fein säuberlich mit der Zunge wieder raus befördert.

:freches grinsen:

Macht mein Sohn bis heute bei Reis, zu dicken Nudeln und allen Gemüsesorten, die gleichzeitig schleimig und grob geschnitten sind. Gesicht verzerren, also so angewidert aus der Wäsche gucken, Hand in den Mund, bähhhh und dann mit der Zunge alles raus.

Liegt an der Konsistenz, ja....

Dawn3007
10.06.2011, 09:25
Hallo,

meine Tochter war gerade in dem Alter auch ein sehr schlechter Esser. Mittlerweile glaube ich, dass sie dieses "Pampige" des Breis nicht mochte. Die Spaghetti Bolognese an ihrem erstem Geburtstag waren dafür der Hit.

Es hat mich damals schon ziemlich gestresst, dass sie nur so wenig gegessen hat, ich kann also gut verstehen, dass Du Dir Gedanken machst. Einige Kinder sind wohl nicht so sehr am Essen interessiert wie andere, entwickeln sich aber trotzdem prima. Meine hat noch immer Phasen, wo sie den ganzen Tag fast nichts isst, dafür ist sie aber noch immer ein Milchjunkie (wird im August 2).

Ich würde auch versuchen, Druck raus zu nehmen, ihr mehr Fingerfood anzubieten und sie selber essen zu lassen. In ein paar Monaten ist die Breiphase vorbei und vielleicht isst sie dann auch das normale Essen lieber als den Brei im Moment.

Schattenkatlchen
10.06.2011, 09:31
Echt eure sortieren Stückchen aus?
Unsere ist erst glücklich, wenn möglichst viel stücke drin sind. :freches grinsen:
Aber so unterschiedlich sind die Zwerge eben. :pfeifend: Sie würgt echt richtig rum bei Grießbrei. Das ist ihr absolutes No-Go. Egal ob Glas, selbstgekocht, angerührt von den Babynahrungsfirmen, mit oder ohne Geschmack. "Nein meinen Grießbrei ess ich nicht!" Die GEsichter die sie da zieht sind echt filmreif. Aber ich lass es eben sein. Vielleicht will sie ihn später mal probieren. Ich geb immer nicht auf und was mal gar nicht geht lass ich eben weg und versuch es Tage oder Wochen später. Aber bei Grießbrei zeichnet sich doch deutlich eine Abneigung ab.

Vielleicht hilft Dir das eben auch, Juniwald. Viel ausprobieren und später noch mal versuchen. Mehr als ein paar weggeworfenen Löffel Brei werden wird wohl nicht passieren, es sei denn sie hat ein Allergierisiko und Du bist da eingeschränkt. Aber ich glaub mich dran zu erinnern, dass da keine GEfahr droht, oder?

Und wegen Übergewicht bei Babies: Du bist doch regelmäßig beim KiA und da war doch immer alles okay. Mein Moppel hat schon knapp 10 kg und 75 cm (selbst gemessen, also nicht so genau). Figurstreß ist bei Babies echt nicht angesagt.

Schattenkatlchen
10.06.2011, 09:37
Nochmal: fürchte Dich nicht vor Übergewicht bei ihr. Ich weiß aus eigener leidvoller Erfahrung wie stressig es ist, wenn alle um Dich rum immer über Dein Gewicht reden. Mir wurde als kind immer eingeredet ich sei viel zu dick, solle nicht soviel essen, den Teller aber trotzdem leer machen, nur das und jenes essen, davon nicht so viel. Ich konnte es nicht mehr hören! Als Erwachsene schlage ich mich schon immer mit Übergewicht rum, aber wenn ich mir heute kInderfotos anschaue denke ich mir immer: was hatten die bloß? Ich war keineswegs dick, aber groß und kompakt. Meilenweit entfernt von diesen gern im TV gezeigten Doppelkinn, dreifach Bauch Kindern die nur Chips und Cola in sich rein stopfen. Also bitte, bitte äußere ihr gegenüber nie nie nie Zweifel an ihrer Figur, bzw. Unzufriedenheit. EGal wie klein sie noch sind, sie merken sowas. Ich kann mich sogar an solche kommentare in der Kiga-Zeit erinnern und das prägt bis heute. Laß sie einfach essen, außer sie würde jetzt wirklich gesundheitliche Probleme haben / kriegen.

braunbaerin
10.06.2011, 10:09
Unsere Tochter hat lange höchstens 30 g Brei gegessen und sich den Rest über das Stillen geholt. Mich hat es wahnsinnig gemacht, weil ich so viel stillen musste, dass ich selbst mit dem Essen kaum hinterher kam; außerdem hatte ich immer Sorge, ob sie genug Nährstoffe bekommt. Als sie 1 wurde, hat sie sich über Wochen nur von trockenem Vollkornbrot, frischem Obst, Naturjoghurt und Muttermilch ernährt.

Inzwischen kenne ich recht viele Mütter, deren Kinder auch lange nicht essen wollten, und beruhigt hat mich auch das Buch "mein Kind will nicht essen". Ich kann das Buch nur empfehlen. Es ist nur unsere Aufgabe, dem Kind gesundes Essen anzubieten, was es davon wirklich isst, ist seine Verantwortung. Und Stillkinder, die Gemüsebrei verweigern, sind eigentlich schlau, denn sie merken, dass das Gemüse nicht so sättigt wie Muttermilch. Wie isst sie denn, wenn Du sie VOR dem Essen etwas stillst? (Bei uns ging das nicht, von der Brust abziehen, bevor sie satt war, gab ein Riesentheater.)

Nicht stillen nach dem Essen war ihr übrigens egal - als sie mit 2 in die Kita kam, hat sie das Mittagessen verweigert und lieber hungrig gewartet, bis sie um 4 (nach 6 Uhr morgens) wieder gestillt wurde! Seit sie 2,5 Jahre alt ist, probiert sie fast alles in der Kita, und vor kurzem hatte sie eine Phase, in der sie erstaunliche Mengen gegessen hat - wohl ein Wachstumsschub, denn jetzt ist es wieder weniger. Sie isst weiter kaum Fleisch, keine Soßen und will immer nur ein Lebensmittel zur Zeit essen (erst Spätzle, dann Erbsen etc.). Ich denke mal, deshalb mochte sie vielleicht auch nie Brei, da ist ja alles vermischt.
Ach ja, eine Amerikanerin hat mich mal darauf hingewiesen, dass "picky eaters" häufig sensorisch anders sind. Es wurde tatsächlich etwas besser, nachdem die Kleine öfter mal mit Matsch oder Knetgummi gespielt hat (welche Überwindung für sie).

Ich wünsche Dir Geduld und gute Nerven - und lass Dich nicht von Deiner Umgebung verrückt machen. :blumengabe:

Symphonie
10.06.2011, 10:45
ich finde die Aussage,mit 10 Monaten sollten die Mahlzeiten von Milch auf Brei ersetzt sein, total daneben.
Manches Kind isst früher,manches später. Das eine isst bis zum zweiten Lebensjahr brei (was ich auch nicht vür normal halte),andere fangen gleich mit Fingerfood an.

Was immer gut hilft ist etwas in die Hand. Wurde ja schon geschrieben. Evtl reicht auch einfach ein zweiter Löffel, oder eine Gurke ( ok, muss gerade nicht sein...)

Hab Geduld

Inaktiver User
10.06.2011, 12:49
Hallo,

da bin ich beruhigt, dass ich nicht alleine bin.....

@ Peppi : meine Tochter ist auch schmal. Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass ihr Essen nicht so wichtig ist. Ich muss einfach Vertrauen haben, dass sie sich nimmt, was sie braucht. Ich war nur so verunsichert, weil in meinem Babyratgeber steht, dass die Mahlzeiten um den 10. Monat herum komplett ersetzt sein sollten. Davon sind wir ja meilenweit entfernt.

@ Schwimmkatze : ich habe ihr noch nichts in die Hand gegeben. Was hast Du für Brot gegeben ? Ich will es abends mal mit warmen Brei probieren. Ich dachte bei bestehendem Allergierisiko soll man möglichst 6 Monate stillen ? Oder habt Ihr früh mit Beikost angefangen, damit sich das Immunsystem möglichst früh daran gewöhnt ?

Juniwald

@ all : habt Ihr vielleicht Tips, wie ich meine Tochter von dem Süßen wegbekomme ????????? Ich gebe nur Obstgläschen ohne Zuckerzusatz. Nicht diese Breigeschichten " Kinderkeks " etc.

Ich halte den Buchtipp auch für völlig daneben.

Mein Zwerg (15 Monate) trinkt immer noch seine Flasche Abendmilch. Es ist ein Ritual, bevor er ins Bett geht. Und auch wenn andere Eltern sowas komplett ablehnen, von mir bekommt er sie. Da hab ich Zeit, diese letzte Flasche abzusetzen. Diese ersetzt keine Mahlzeit. Und mein Leichtgewicht, 10 kg auf 84 cm, kanns vertragen.

Und wie gesagt, mit 8 Monaten hat er fehlende Festnahrung (weil verweigert oder sonstwas) durch seine Milch ergänzt bekommen.

Das Kinder in dem zarten Alter sich denken: Prima, brauch ich nix essen, da kommt ja gleich meine Milch, halte ich für Quatsch.

Dann müsste ich immer noch bei 4 Flaschen hängen.

xanidae
10.06.2011, 13:19
abends waren meine oft so müde, dass sie auch deshalb weniger gegessen haben, besonders als sie selbst essen konnten. die flasche kann man auch wenn man müde ist trinken, im liegen. es ist auch gemütlich.

und erst am wochenende habe ich meinen 7jährigen abends gefüttert, weil er so müde vom wandern war, aber noch hunger hatte.

Tigerente
10.06.2011, 13:52
Wenn sie genau wissen, dass nach den drei Löffeln Brei eh noch gestillt wird, warum sollen sie da was anderes essen?


Wenn sie das andere nicht essen und entsprechend dickköpfig sind, hungern sie, auch wenn nach den drei Löffeln Brei nicht gestillt wird.
Mein großer Sohn hat mit 7 Monaten lieber stundenlang gehungert, als mehr als 100 g Brei zu essen. Flasche verweigerte er in dem Alter auch - er hat an dem einen Tag in der Woche, an dem ich gearbeitet habe, dann eben gut 7 Stunden nur mit 100 g Brei und 50 ml Muttermilch, vom Papa per Löffel verabreicht, überstanden.
Auch an den Tagen, an denen ich zu Hause war, habe ich nicht gleich gestillt - es war dann halt nur so, dass er nach 2 Stunden wieder Hunger hatte und nicht nach 3 oder 4 (so war es, wenn ich aus logistischen Gründen ausnahmsweise doch mal direkt nach dem Brei gestillt habe).

Tigerente
10.06.2011, 13:57
Nochmal: fürchte Dich nicht vor Übergewicht bei ihr. Ich weiß aus eigener leidvoller Erfahrung wie stressig es ist, wenn alle um Dich rum immer über Dein Gewicht reden. Mir wurde als kind immer eingeredet ich sei viel zu dick, solle nicht soviel essen, den Teller aber trotzdem leer machen, nur das und jenes essen, davon nicht so viel. Ich konnte es nicht mehr hören! Als Erwachsene schlage ich mich schon immer mit Übergewicht rum, aber wenn ich mir heute kInderfotos anschaue denke ich mir immer: was hatten die bloß? Ich war keineswegs dick, aber groß und kompakt. Meilenweit entfernt von diesen gern im TV gezeigten Doppelkinn, dreifach Bauch Kindern die nur Chips und Cola in sich rein stopfen. Also bitte, bitte äußere ihr gegenüber nie nie nie Zweifel an ihrer Figur, bzw. Unzufriedenheit. EGal wie klein sie noch sind, sie merken sowas. Ich kann mich sogar an solche kommentare in der Kiga-Zeit erinnern und das prägt bis heute. Laß sie einfach essen, außer sie würde jetzt wirklich gesundheitliche Probleme haben / kriegen.

Dem kann ich mich nur anschließen. Mein Patenkind (Mädchen, wird in 3 Wochen 6 Jahre alt) ist auch einfach nur relativ kompakt aber noch völlig im normalgewichtigen Bereich - übrigens genauso kompakt wie ihr Bruder in dem Alter. Die Mutter ist (je nach Sichtweise) gertenschlank oder rappeldürr. Das Mädel bekommt immer zu hören, dass es zu moppelig sei (der Bruder bekam das bei gleicher Figur nie zu hören). Mein Mann und ich waren neulich geschockt, als sie sich gemeinsam mit meinem dünnen Hering von Sohn unter dem Sofa versteckte und sagte "ich hab' zwar einen dicken Bauch, aber ich passe trotzdem hier drunter" :peinlich:.

Okay, genug off-topic.

Inaktiver User
10.06.2011, 14:18
Ich wusste ja, dass ich hier anecken werde, deshalb bin ich ja auch keine Kleinkindmutter mehr sondern eine Oma.:freches grinsen:

Ich mein, wenn man eh noch vorhat, ein paar Monate oder auch Jahre zu stillen, dann braucht man sich auch keinen Kopf drum zu machen, ob das Kind die Beikost nun isst oder nicht. Dann bleibt es bei den paar Löffelchen als Abwechslung auf dem Speiseplan, die Hauptnahrung bleibt die Muttermilch. Solange man nicht arbeiten muss, ist das ja auch kein Problem.

Bei mir ging das nicht, ich hatte ja den Termin im Nacken. Meine Kinder waren mit 4 1/2, 10 und 15 Monaten ganztags in der Krippe. Da war Vollzeitstillen nach Bedarf nicht mehr möglich. Und ich wollte auch nicht die ganze Nacht Tankstelle sein. Morgens gab es die erste Zeit noch Stillen/Flasche, um 11 Gemüse, um drei Zwiebackbrei, halb Milch halb Wasser mit Obst. Abends Griessbrei mit Vollmilch, in der ersten zeit gabs noch stillen/Flasche, wenn es nicht gereicht hat. Aber spätestens nach zwei Wochen war das Thema gegessen. Und wir hatten keine stundenlangen Schreiattacken hier.

Man kann das ja halten wie man will, aber für mich wäre alle 1 1/2 bis 2 Stunden stillen rund um die Uhr für ein 10 Monate altes Kind nicht mehr praktikabel und erklärbar gewesen. Schon gar nicht für einen Eineinhalbjährigen. Und in der Krippe gabs eh nur Frühstück, Mittagessen, Kaffetrinken, nichts mehr mit zwischendurch. Und sie sind nicht verhungert. Wenn ich sie abends abgeholt habe(um halb sechs, nach 11 Stunden Krippe!!), hatte ich immer Zwieback oder Kekschen oder irgendwas zu rumknautschen dabei, weil wir ja noch 45 Minuten Weg hatten. Dann gabs zu Hause Abendbrot, Breichen oder Leberwurststullen, Badewanne, ab ins Bett. Und die waren so knülle, denen wäre gar nicht mehr eingefallen, mich noch zehn mal aus dem Bett zu schreien.

braunbaerin
10.06.2011, 14:27
Ina, wenn Deine Kinder das mitgemacht haben, ist doch alles prima. Wenn Du aber Tigerentes oder meinen Beitrag gelesen hast, weißt Du, dass unsere Kinder lieber den ganzen Tag gehungert haben (ohne Geschrei) als Festes zu essen (Beikost war eben nur BEIkost).

Ich glaube, kaum eine Frau hat von vornherein vor, ein Jahr oder länger fast ausschließlich zu stillen. Meine beste Freundin hat immer verständnislos auf das Nicht-Essen meiner Tochter reagiert, weil ihr Sohn nach Plan aß - sie hörte sich immer an, als meinte sie, ich würde was falsch machen. Dann kam ihre Tochter zur Welt - und wollte mit 11 Monaten auch noch keine Beikost :pfeifend:.

Halbnomadin
10.06.2011, 14:52
Hallo Ina,

so bin ich auch ernährt worden und dabei gediehen - die Empfehlungen waren damals so. Mein Mann sollte ebenfalls so ernährt werden, so war es geplant, aber bei ihm klappte schon das Stillen im 4-Stunden-Abstand nicht. Er nahm nach der Geburt immer weiter ab, bis seine Mutter begann, ihn wirklich nach Bedarf zu stillen. Und ich habe keine Studie darüber gefunden, wie viele Kinder tatsächlich nach diesem unflexiblen Fütterplan ernährt wurden - aber wir sind die erste Generation überhaupt, in welcher es weltweit mehr Übergewichtige als Untergewichtige gibt. Viele Menschen haben nie gelernt, nach ihren eigenen Bedürfnissen zu essen. Wenn Juniwald bei einem eher schmalen, sparsam essenden Kind Angst vor zukünftigem Übergewicht hat, dann kann man ihr nur raten, den Signalen ihres Babys zu vertrauen und nicht nach irgend einem Buch zu gehen.
Meine Kinder waren mit 4 1/2, 10 und 15 Monaten ganztags in der Krippe.(...) Morgens gab es die erste Zeit noch Stillen/Flasche, um 11 Gemüse, um drei Zwiebackbrei, halb Milch halb Wasser mit Obst. Abends Griessbrei mit Vollmilch, in der ersten zeit gabs noch stillen/Flasche, wenn es nicht gereicht hat. Für ein Kind von viereinhalb Monaten ist das ganz schön harte Kost... Berufstätigen Müttern so junger Kinder wird inzwischen eine Milchpumpe nahegelegt, wenn sie stillen wollen.

Juniwald, das bedeutet aber nicht, dass Du mehr und/oder länger stillen musst, als es sich für Dich richtig anfühlt. Ich möchte Dir nur Mut machen, Dich von besagtem Babyratgeber zu lösen und Euren eigenen Weg zu finden!

Lieben Gruß - Halbnomadin

Inaktiver User
10.06.2011, 15:10
Nein, um Gottes Willen, ich wir hier niemand suggerieren, dass er was falsch macht.

Aber wenn du oder tigerente in der selben Situation wie ich gewesen wärt, hätte es sicher auch anders geklappt als mit Rundumdieuhrstillen nach Bedarf.

Das ist die Crux in Deutschland, bzw. in den westlichen Fortschrittsländern. Man hat hier die Wahl. Man Kann sein Kind ab dem ersten Lebenstag in seinem eigenen Bett schlafen lassen oder mit 10 noch im Familienbett. Man kann mit drei noch voll stillen, am ersten Tag mit Kunstmilch füttern, Breichen selber kochen oder Gläser kaufen. Man kann das Kind stets und ständig im Tuch tragen, oder einen Kinderwagen benutzen. Man kann das Kind, wenn es anfängt zu krabbeln ungehindert in der ganzen Wohnung unterwegs sein lassen oder einen Laufstall benutzen. Man kann ab dem ersten Tag wieder arbeiten und sein Kind fremdbetreuen lassen oder bis zu Abitur zu Hause bleiben.
Das waren jetzt alles Extreme, aber selbst die sind nicht falsch.

In Entwicklungsländern oder eben früher gab es die Wahl nicht. Da schlief das Kind im Bett seiner Mutter, weil es gar kein eigenes hatte. Es wurde gestillt, weil es gar keine Kunstmilch gab. Später ass es das, was die Familie ass und wenn sich die Familie vorwiegend von Maniokbrei oder rohem Fisch ernährte, dann ass es das. Es wurde den ganzen Tag mit herumgeschleppt, nicht weil die Mutter das so toll und es für die Entwicklung des Kindes unabdingbar fand, sondern weil es gar nicht anders ging, weil die Mutter arbeiten musste und es keine Möglichkeit der Betreuung gab. Eltern machten sich keinen Kopf darum, ob nun Zucker oder Salz oder anderes Zeug für die Kinder schlecht waren. Es gab nichts anderes.

Nur hier lässt man sich verunsichern, weil immer wieder jemand kommt und erzählt, was man unbedingt machen oder lassen muss, sonst trägt das Kind unwiederbringliche Schäden davon.

Ich erinnere nur an den einen Strang, wo Kaiserschnittmüttern geraten wurde, schon mal für die spätere Psychotherapie ihrer Kinder zu sparen, weil psychische Schäden durch eine Kaiserschnittgeburt vorprogrammiert sind wie das Amen in der Kirche.
Das selbe gibts hier, wenn sein Kind nicht bei der Mutter schlafen oder fremdbetreuen lässt, nicht oder nicht voll stillt, Kinderwägen benutzt oder Laufställe.

Das liesst dann hier jemand, der unsicher ist und kommt sich vor wie die letzte Rabenmutter. Wie die TE mit ihren Ratgeberbüchern.

Juniwald
10.06.2011, 15:13
Hallo,

ich glaube, ich habe mich verquert ausgedrückt - mit dem Übergewicht. Davor fürchte ich mich nicht und ich werde mich hüten, wegen dem Essen Druck zu machen bzw. das Essen zum Hauptthema zu machen. Ich war pummelig als Kind und mein Gewicht war Thema Nr. 1 daheim. Es war nicht schön.

Ich werde jetzt einfach mehr ausprobieren, mein Partner und ich haben keine Allergien, also sollte meine Tochter auch kein erhöhtes Risiko haben - oder ?!

Einen eigenen Löffel hat meine Tochter seit der ersten Mahlzeit. Ist zwar mühsam und mein Sofa in der Küche hat seitdem einen Schonbezug, aber so ist es demokratischer. Sitzen kann sie noch nicht, daher Maxi Cosi.

Ab Januar geht meine Tochter zur Tagesmutter, dann ist sie 14 Monate. Bis dahin wird sich schon noch was tum mit dem Essen. Wenn ich heute Abend Zeit habe, werde ich den Buchtext hier kopieren, wo drin steht, dass mit 10 Monaten alle Mahlzeiten ersetzt sein sollten.

Viele Grüße und Danke !
Juniwald

Inaktiver User
10.06.2011, 15:14
@ Schattenkatlchen: Bei mir war das auch so! Wirklich vollkommen nervig! :knatsch: Ok, jetzt hab ich wirklich Übergewicht, aber als Kind war ich einfach nur moppelig. Bis Ende 20 hatte ich Normalgewicht, aber es hat Jahre gedauert, bis ich mich damit abfinden konnte, keine Fee zu sein.

@ Juniwald: Ich würde mir da keine so großen Sorgen wegen Übergewicht machen. Ich denke mal, die meisten Kleinkinder mögen einfach süße Lebensmittel, weil die Muttermilch süß ist (hat ja auch ordentlich Milchzucker). Ich denke, Übergewicht kommt bei Kinder eher daher, dass sie nicht mehr richtig auf ihr Hungergefühl achten, Essen als Trost oder gegen Langeweile benutzen, zu wenig Bewegung haben oder schlicht falsche Lebensmittel essen (zu viel Schoki etc.)

Das alles kannst du ja beeinflussen, nur halt die Essensvorlieben von deiner Kleinen nicht. Und so lange kriegt sie ja auch noch keine Beikost.

@ Ina: Ich finde, man kommt besser klar, wenn man weniger Druck auf das Kind ausübt. Wenn ein Baby nachts Hunger hat, würde ich ihm einfach zu essen geben, sofern das für mich machbar ist. Und wenn's noch Milch braucht, dann soll es die auch haben. Damit bin ich persönlich bislang ziemlich gut gefahren. Und Kinder, die noch nur wenig Brei essen, haben einfach auch noch einen hohen Bedarf an Milch, auch nachts. Irgendwo müssen die Kalorien ja herkommen.

Huch, das hat sich überschnitten. :-)

Wiesenkraut
10.06.2011, 15:31
OT
Ina ich muss sagen ich mag deine Beitraege eben weils bei mir nicht ankommt, wie frueher war alles besser, sondern einfach als "so war es bei uns".
Ich glaub auch, dass viel der Wille bzw das "muss" in einer Situation hilft, das es klappt. Die Kinder merken das denke ich und dann klappt es auch.
Beim ersten Kind ists vielleicht tatsächlich von Nachteil, dass man heute die Wahl in so vielen Sachen hat, gerade weil man selbst unsicher ist und Sätze wie dien Beispiel mit der Psychotherapie+Kaiserschnitt" find ich tatsächlich erscheckend.
Es gibt diese Möglichkeit und wenn der KS tatsächlich erforderlich ist, ist das auch gut so. Auch fürs Kind das vielleicht ohne den KS gar nicht überlebt hätte.
Seit dem 2. Kind schätz ich allerdings die Wahlmöglichkeiten die uns unsere Gesellschaft bietet, denn mit dem 2. Kind ist man gefestigter und dann hats wirklich Vorteile zu sagen, ich möchte z.B mein Kind so lange nach Bedarf stillen wie es selbst will oder zu sagen, ich stille abends und nachts möchte es tags nicht mehr oder alles dazwischen. Das gleiche zählt für Familienbetten, tragen oder fahren, Stillen oder Flasche :smirksmile:

ich kann mich selbst nicht mehr erinnern, aber ich bin ja auch vor 40 Jahren in die Krippe gesteckt worden und damals muss es wohl sogar so gewesen sein, dass man eine gewisse Menge Essen essen musste, sie wurde einem mit Zwang eingetrichtert...hielt man damals wohl für richtig, heute find ichs gruselig :pfeifend:

Hoppypoppy
10.06.2011, 15:34
Alex hat nie Brei gegessen, außer sehr spät seinen Getreide Abendbrei.
Er hat von Anfang an... Ab 6 Monate ungefähr... Festes Essen bekommen, also Gemüse als Sticks geschnitten und dann gekocht, Fleischsticks auf denen er auch ihne Zähne ewig herumgelutscht hat und Obststücke.
Erst dachte ich, so trinkt das Kind nocj mit fünf nur Flasche und nach drei Monaten hat er so Mengen in sich hinengefuttert, die ihn daz gebracht haben, von einem auf den anderen Tag keine Flasche mehr zu wollen.
Warum muss es denn immer Brei sein?

Halina
10.06.2011, 17:54
Warum muss es denn immer Brei sein?
Na, weil es in 99 % der Ratgeber steht und weil es 100 % der Verwandten/Bekannten so kennen und so sagen. :freches grinsen:

Ich freue mich ja auch schon darauf, was hier los sein wird, wenn ich darauf bestehe, dass das Kind selbst entscheidet, wann es mit Beikost anfängt und dann eben wohl auch viel mit Fingerfood. :cool:

Juniwald,
besorg dir andere Bücher (nämlich welche, die den Druck heraus nehmen), z. B. den hier schon erwähnten Gonzalez: "Mein Kind will nicht essen". Ansonsten google mal zum Thema "Baby Led Weaning".

Die Tagesmutter ist ja nun noch lange hin - und selbst wenn, dann trinkt sie da halt Milch aus Becher oder Flasche. Das halte ich allerdings bei einem über einjährigen Kind für eher unwahrscheinlich.

Blondine
10.06.2011, 18:37
also, ich hatte den Brei im Fläschen mit einem extragroßen Saugerloch ... und das haben alle meine Kinder dann erstmal gerne gesaugt ... einfach dünner anrühren und mit der Lulu füttern

und schon fluppt das mit den Brei wie nix ... sind die festeren Mahlzeiten zwar nicht gar so fest ..


so lernen die Kinder das stressfrei kennen und später nehmen sie es dann schon vom Löffel ... aber in den ersten Monaten ist das Beschäftigungstherapie für Mutter und Kind .. ab und an ganz nett .. aber ernähren kann man sie besser übers Saugen.



Breikatahstrophe hatte ich jedenfalls nicht ... alle möglichen Breie wurden weggesaugt wie nix .... besonders gerne haben ich abends diese Breifläschen gefüttert, den dann haben die lieben Kleinen auch wirklich gut durchgeschlafen

gestillt habe ich bis zum 8 Monat .. ab dem 4 gab es Brei im Fläschen dazu .. ebenso wie Tee ..


Mit dem Löffel gefütter habe ich dann Fleisch, Gemüse ..alle möglichen Gläschen


aber diese Erstlingsbreie zum Anrühren, die gabs bei uns erst aus der Flasche und die Breikathastrophe ist bei uns völlig ausgefallen ... habe ich nicht erlebt.


Gruß, B.

Hoppypoppy
10.06.2011, 21:34
Hm, ja, vermutlich steht es in 99% der deutschen Ratgeber...:pfeifend:

Halina
11.06.2011, 08:11
...aber ernähren kann man sie besser übers Saugen.

gestillt habe ich bis zum 8 Monat .. ab dem 4 gab es Brei im Fläschen dazu .. ebenso wie Tee ..

Ich glaube, wir hatten es schon mal, nur weil sich der Irrglaube hartnäckig hält: Brei macht i.d. R. nicht satter als Milch, weil er nämlich weniger Kalorien hat. (Ganzt besonders reine Gemüse- und Obstbreie.) Von der Seite her weiß ich auch nicht, was Brei in der Flasche soll - "Ernähren" tut man nämlich besser mit Milch. Und essen lernen kann man nicht mit Brei aus der Flasche. :pfeifend: Tee (warum nicht Wasser, wenn überhaupt?) braucht man - zumindest beim Stillen - auch nicht - selbst bei Einführung von Breien ist der Wassergehalt der Nahrung immer noch hoch genug.

Tee in Kombination mit Gemüse- oder Obstbrei ist kalorisch gesehen was zum Verhungern für Säuglinge im ersten Jahr. :smirksmile:

Blondine
11.06.2011, 08:38
also bei mir hat es sich bewährt .... bewahrheitet was in 99 Prozent der Ratgeber steht

ich hatte satte zufrieden Kinder, die dann auch wirklich gut durchgeschlafen haben...

und ja, wenn man sich nicht irgendwie künstlich blöd stellt dann kommt man schon drauf, daß ich natürlich meistens Milchbrei im Fläschen hatte.. daß es da nun wirklich viele Produkte in der Babybreipalette gibt, die ganz klassische Milchnahrung sind ...



ich kann nur sagen, die Kombination aus Milch und Getreideprodukten wie Flocken macht satter ... sind ja nunmal mehr Komponenten zum Verdauen ...


ich hatte jedenfalls keine Probleme und kaum Streß und gesunde Kinder ... allergiefrei.

Insgesamt kann ich nur sagen, das war praktisch und hat sich bewährt und würde ich auch beim 4. Kind so machen ....


ich hatte aber auch ab und an selbstgekochtes Haschee im Fläschchen ...

Fleischmahlzeit zum trinken ... oder auch mal eine selbstegkochte Kalbsbouillon.. hat sich auch bewährt ...
meine Kinder mochten so ab dem 4 Monate sehr gerne auch Fleisch


also Kalorienzufuhr schafft man so ganz spielen ... und wirklich ohne, das Kind verhungert ... keine Frage.





Gruß, B.

Halina
11.06.2011, 08:51
ich hatte satte zufrieden Kinder, die dann auch wirklich gut durchgeschlafen haben...
Dass das Durchschlafen bei Dir geklappt hat, freut mich. Wobei für das Durchschlafen wohl auch andere Aspekte eine Rolle spielen.
Und ich beim Stillen auch nicht verstehe, wo das Problem liegt, dem Kind ein bis zweimal in der Nacht was zu geben. Davon wacht man doch nun wirklich kaum auf.

Historia02
11.06.2011, 09:09
Mein Sohn wird demnächst 2 und ich kann mich an die ganze Beikostgeschichte kaum noch erinnern. Dabei ist das gerade mal 1 Jahr her. Ich weiß echt nicht mehr, was mein Kind gegessen hat, welche Breie ich ihm gegeben habe, wie oft und wann ich ihn gestillt habe, etc.

Mein Sohn hat immer gerade mal ein halbes Gläschen gegessen, dann war Schluss. Ich habe immer gestaunt, wenn andere ihren Kindern die großen Gläser ("Vorteils-Glas") angeboten haben und diese dann in kürzester Zeit leergefuttert wurden. Das ist hier nie passiert. Wir haben regelmäßig verschimmelte halbleer gegessene Gläschen aus dem Kühlschrank entsorgt.

Stattdessen hat mein Sohn dann bei meinem Essen gebettelt. Ich kann mich noch erinnern, wie wir mal bei einem Krabbelgruppentreffen zusammen was vom Pizzaservice bestellt haben. Mein Kleiner wollte unbedingt von meiner Lasagne abhaben, also habe ich ihm was gegeben. Die anderen haben mich angeschaut, als wollte ich ihn vergiften. :pfeifend:

Von da an gab's oft Nudeln oder selbst gekochten stückigen Kartoffeln-Möhren-Brei. Das lief dann viiiel besser als die blöden Gläschen.

Die ganzen Breipulver-Packungen (hatte meine Mutter im großen Stil gekauft) haben wir irgendwann weggeschmissen. Brei lief auch nie richtig gut.

Und heute ist das Thema wirklich soo weit weg. Irgendwann fing das Kind an zu essen. Kartoffeln, Nudeln, gekochtes Ei, Apfelschnitze, Gurkenstücke ... Dass er mal ein "Nur-halbe-Gläschen-Esser" war, ist schon lange vergessen.

Ach so, einen Zusammenhang zum Durchschlafen konnte ich nie entdecken. Mein Sohn schläft in letzter Zeit immer öfter mal durch, manchmal wacht er auf und will 'ne Milch, manchmal wacht er auf und klettert einfach nur aus dem Beistellbett in die Besucherritze und schläft dann ohne Milch sofort weiter, das ist total unterschiedlich.

Dass Durchschlafen was mit dem Essen zu tun hat, halte ich für Quatsch. Ich behaupte einfach mal, dass die Mütter mit Kindern, die früh durchschlafen, einfach Glück gehabt haben ... :pfeifend:

Abgesehen davon muss man sich auch immer vor Augen halten, dass die Kinder wachsen und das insbesondere in der Nacht (wisenschaftlich erwiesen). Also ist es für mich sonnenklar, dass sie auch nachts Energie benötigen.

Blondine
11.06.2011, 09:18
bei all meinen Entscheidungen haben natürlichauch andere Aspekte eine Rolle gespielt


ich hab mich bewußt dazu entschieden alle meine Kinder vom ersten Tag an nicht nur an die Mutterbrust zu legen sondern auch gleich mit an Sauger und Fläschen zu gewöhnen

Und das war nun auch kein Problem .. und ich kann sagen, ich hatte damit sehr tolerante und zufriedene Kinder ...



ich habe es in meinem Arbeitsalltag an einer großen dt. Uniklinik öfter mitbekommen, daß es echte Probleme gab, wenn junge Mütter z.B verunfallt sind oder sehr,sehr krank wurden und ganz plötzlich nicht merh stillen konnten ... und auch Abpumpen kam dann nicht in frage ... und das Kind kannte aber nix anderes und schrie sich tagelang die Seele aus dem Leib ....

fand ich schlimmer Erfahrung .. wollte ich so z.B nicht erleben.



Doch, ich denke, man kann Säuglinge in den ersten Tagen so völlig problemlos an Saugen an schnullern und Fläschen und all dies gewöhnen ... und muß sich da auch wirklich wenig Sorgen machen, daß das Kind dann die Brust komplett verweigert und man gar nicht mehr Stillen könnte.

Aber wenn sie die Alternativen zur Brust eben sofort frühzeitig kennengelernt haben, gibst da künftig nicht mehr diese Probleme .. akzeptieren sie auch das Löffelchen vom Papa leichter ...

Und ist Papa auch von Anfang an in die Ernährung mit ein gebunden und bekommt so auch leicht einen ganz engen und intensiven Kontakt zum Neugeborenen.


Ich wollte schon auch, daß meine Kinder neben dem Stillen und der Muttermilch auch eben andere Eindrücke und Erfahrungen haben sollten .. eben auch ganz unterschieldiche Dinge schmecken dürfen .. essen iat ja nun auch was sinnliches .. und viele positive Sinneseindrücke sind doch immer gut für die Kindliche Hirnentwicklung.




außerdem ich kann nur sagen, all diese eher komplizierten Kinder in meinem pers. Umfeld ..

also solche die auch im 2. Lebensjahr noch nicht zuverlässig durchschlafen, intolerant alles mögliche komplett verweigern und alles mögliche nicht können oder akzeptieren sind schon solche, die eher lange voll gestillt und immer nur an Mamas Busen klebten


also, man kann sich manche Probleme schon auch züchten .. Probleme die man nicht hätte, würde man von Anfang an drauf achten

Viele erleben ihre Kinder dann ja auch sehr, sehr anstrengend und stressig und der Alltag leidet ganz schön oft nur unter Kleinigkeiten ...
und solche Threads bei BriVCom gibst ja nun auch nicht ohne Grund ...


Ernährung ist da ein wichtiges Thema und eben nun oft mehr als ein Einzelaspekt ...


Gruß, B.

Wiesenkraut
11.06.2011, 10:43
Ich glaube, wir hatten es schon mal, nur weil sich der Irrglaube hartnäckig hält: Brei macht i.d. R. nicht satter als Milch, weil er nämlich weniger Kalorien hat. (Ganzt besonders reine Gemüse- und Obstbreie.) Von der Seite her weiß ich auch nicht, was Brei in der Flasche soll - "Ernähren" tut man nämlich besser mit Milch.nur kurz, vor 17 Jahren hat man auch erst die Karotten (z.b) in die Flasche gemacht, es ging NICHT ums ernähren, sondern ums langsame Gewöhnen an den neuen Geschmack, von daher find ich macht es (so man denn ein Kind hat was die Flasche schon kennt) durchaus sinn.
Ich hab unseren ersten Kartoffelbei dann dementsprechend auch aus Kartoffeln und Mumi gemacht mit sehr viel Mumi, hätte mein Kind eine Flasche akzeptiert, hätte ich das dann auch in der Flasche gefüttert, damit nicht noch der "neue" Löffel zu dem neuen Geschmack kommt. Es war jedenfalls das erste was er akzeptierte Mumi mit Apfel und MuMi mit Kartoffeln diesmal Mumi mit Hirseflocken und das ausschleichen der Mumi war mindestens bei einem Kind sehr mühsam.

Auch diesesmal hat die Umstellung bei uns erst erste Ansätze gezeigt zu klappen als ich Hirseflocken mit Mumi angerührt habe.

Ich kenn einiges an Flaschenkindern bei denen man eben die Flaschenmilch mit Karotten/Apfel u.ä bereitet hat, nicht weils satter macht sondern weil die Umstellung einfacher war.

Was den Sättigungswert betrifft und das durchschlafen, so hat mich die Sache mit den Kalorien immer stuzig gemacht, auch wenn sie im ersten Augenblick sehr einleuchtend war und ich sie auch hier so weitergegeben hab.
Ich hab vor kurzem noch mal mein Ernährungslehrebuch aus meiner Ausbildung als Diätassi gefunden, dort wurde gerade die Kartoffelgemüse Mahlzeit nach dem Testen der Verträglichkeit auf die Abend zu schieben, weil es die Chance erhöht, dass die Kinder durchschlafen. Von den damals häufig im Handel befindlichen Milchbreien wurde abgeraten.
Ich meine mich zu erinnern, das wir dort auch auf Grund der Kalorien gefragt haben und folgende Erklärung bekommen haben. Hunger entsteht wenn der Inuslinspiegel fällt, dann wird das dem Gehirn gemeldet und das meldet "Hunger" damit der Spiegel wieder steigt. Milch lässt den Insulinspiegel erstmal höher steigen und dann wieder fallen als Kartoffeln mit Gemüse und daher wird früher Hunger gemeldet.
Es könnte also doch was dran sein, an dem was sich so hartnäckig hält, dass man mit Kartoffeln Gemüse länger satt ist. Mir leuchtet es nach wie vor ein. Wenn ich morgens ein Brot mit Butter+ Marmelade esse bekomm ich wesentlich früher wieder Hunger wie nach einem Brot nur mit Butter, obwohl ich Kalorienmässig durch die Marmelade mehr zu mir nehme.

Ich lasse mich da gern verbessern, mein Denken beruht auf eine Ausbildung die etwas über 20 Jahre alt ist. ich wollte der Sache eh immer mal nachgehen, kam bis jetzt aber nicht weiter als bis zu eben oben genannten Buch, das zwar sagte man solle umstellen aber nicht warum *g

Blondine schrieb

Doch, ich denke, man kann Säuglinge in den ersten Tagen so völlig problemlos an Saugen an schnullern und Fläschen und all dies gewöhnen ... und muß sich da auch wirklich wenig Sorgen machen, daß das Kind dann die Brust komplett verweigert und man gar nicht mehr Stillen könnte.davon wurde uns bei jeder Geburt abgeraten, weil es zu Saugverwirrung führen kann und Kinder die keine Kampftrinker sind (also an allem saugen was sie finden) dann evtl gar nicht mehr trinken. Weder an der Flasche noch an der Brust. Ich habs nie versucht, als ich nach 6 Wochen die Flasche angeboten hab mit Mumi wurde diese genau so verweigert wie der Schnuller:pfeifend:

Murmel105
11.06.2011, 11:35
Bei den ganzen Antworten stelle ich fest, das Thema bzw. die Erfahrungen sind so vielfältig wie die Babys.

Ich habe schon fast alles probiert, was empfohlen wurde- Fingerfood, Brei aus der Flasche etc.. Das Interesse am Essen ist inzwischen da (heute ist mein Kleiner 10 Monate:liebe:). Er knabbert wie gesagt an Äpfeln, Brot, Brötchen etc.- ich gebe ihm fast alle zum probieren. aber man kann einfach noch nicht von essen sprechen- er hat aber auch noch keine Zähnchen.

Brei aus der Flasche- zumindest den Abendbrei haben wir versucht, er wollte nicht. Und das lag nicht an der Flasche, da er ja die Milch auch mit Flasche bekommt. Ich habe Gläschen, ich habe selbst gekocht alles versucht. Es gibt Tage, da geht ein halbes Gläschen weg, es gibt Tage, da muss ich mit Tricks arbeiten damit wenigsten ein paar Löffel im Mund verschwinden und ich habe keine Ahnung woran das liegt.

Ich denke bei Minimurmel dauert es wahrscheinlich einfach länger und ich vermute, dass er wahrscheinlich wenn die Zähnchen da sind eher bei uns mit isst, als die Breie mit Hochgenuss zu vertilgen.

Für mich als Erstlingsmama ist es nur so, dass ich mich (wie bei anderen Dingen auch) da oft unter Druck setze. Ich weiß, dass es sinnlos ist und ich es ja sowieso nicht ändere. Aber ich denke dann oft, dass ich irgendwas falsch mache, weil mein Baby im Gegensatz zu allen anderen keinen Brei isst. Und dann mache ich mir natürlich auch immer mal Sorgen, ob er über die Milch noch genug Nährstoffe bekommt...

Historia02
11.06.2011, 11:45
Für mich als Erstlingsmama ist es nur so, dass ich mich (wie bei anderen Dingen auch) da oft unter Druck setze. Ich weiß, dass es sinnlos ist und ich es ja sowieso nicht ändere. Aber ich denke dann oft, dass ich irgendwas falsch mache, weil mein Baby im Gegensatz zu allen anderen keinen Brei isst. Und dann mache ich mir natürlich auch immer mal Sorgen, ob er über die Milch noch genug Nährstoffe bekommt...

Ja, das ist wirklich doof! Das geht mir auch so. Wenn man mittendrin steckt, macht man sich über 1000 Sachen einen Kopf! Und wenn sich dann plötzlich alles von alleine ergibt und man zurückschaut, fragt man sich, warum man so lange herumgehirnt hat ...

Ich wette, beim 2. wird alles einfacher/entspannter.

Wiesenkraut
11.06.2011, 11:46
Murmel, mein Großer hat erst im 2. LJ das getan was man wirklich essen nennen konnte. Vorher war es eben Beikost bzw probieren und was wurde mir alles erzählt, vor allem von der Generation meiner Eltern aber auch von Müttern in der Krabbelgruppe, das er nie essen würde. Mein Kinderarzt war da allerdings ein ganz ruhiger und meinte damals auch. "Es soll zwar Kinder geben die auch als Schulkind noch gestillt werden, er persönlich kenne keins und er hätte erst recht noch nie von einem gehört dass in dem Alter NUR noch gestillt würde."
Er hat seine ersten Zähne übrigens auch mit über 10 Monaten bekommen (auch da war immer wieder die Bemerkung zu hören, geh mit dem zum Zahnarzt, lass das röntgen der hat bestimmt keine Zahnanlagen oder sie sind ihm beim fallen kaputt gegangen).
Mit etwas über einem Jahr war dann der Knoten geplatzt und er aß.

edit:
mal wieder überschnitten

Ich wette, beim 2. wird alles einfacher/entspannter.
ich hab 3. Meine haben damit es mir nicht langweilig wird sich einfach immer neue Sachen einfallen lassen damit ich nur ja weiterhin was zu grübeln hatte.
Hat der erste sich schwer getan überhaupt essen zu wollen, hat die Nächste sich entschlossen von jetzt auf gleich mit 6 Monaten nur noch das zu essen, was der große Bruder auf dem Teller hat, nix mit Brei und schon war die Sorge wie der da "kann sie das verdauen, ist das schon was für sie usw"
Das Fünkchen hat noch eine andere Möglichkeit gefunden und sich mit meiner Brust verbündet.. die Möglichkeiten sind da so vielfältig dass man sich immer Gedanken machen kann ;-)

Blondine
11.06.2011, 12:02
also ich hab ja nun wirklich noch nie ein Kind gesehen, daß ohne Zahnanlage zur Welt gekommen wäre ... ich kenne keinen einzigen Menschen, der gar keine Zähne bekommen hätte ...

nie gesehen, nie erlebt .. das ist eine der Sorgen, man vermutlich komplett fallen lassen kann.. jeder Gedanke dran verschwendet.


aber ich kann sagen, meine Kinder sind alle mit einem ganz normalen Saugreflex geboren ...
saugen ist was angeborenes ... und erstmal nicht irgendwie geistig und bewußt gesteuert ... natürlicherweise saugen sie wirklich an allem und jedem


also sowas wie Saugverwirrung hat sich da bei und jedenfalls nicht eingestellt ...

Saugvorlieben später mit wachsneder Erfahrung schon ...

mein ältere Sohn stand voll auf Muttermilch aus der Brust .. mein jüngster bevorzugte Flasche

saugen konnte sie aber von anfang an alles ... ohne Unterschiede .. völlig problemlos gleich ba dem ersten Tag. Saugreflex ist was angeborene .. den kann man für sich nutzen.

Fehlt er bzw. hat das Kind das nicht .. dann würde ich mir Sorgen machen ... anders als bei den Zahnanlagen würde ich mir da eher einen Kopf drum machen.

Gruß, B.

Halina
11.06.2011, 12:07
ich habe es in meinem Arbeitsalltag an einer großen dt. Uniklinik öfter mitbekommen, daß es echte Probleme gab, wenn junge Mütter z.B verunfallt sind oder sehr,sehr krank wurden und ganz plötzlich nicht merh stillen konnten ... und auch Abpumpen kam dann nicht in frage ... und das Kind kannte aber nix anderes und schrie sich tagelang die Seele aus dem Leib ....

fand ich schlimmer Erfahrung .. wollte ich so z.B nicht erleben.
Ich weiß sehr gut, dass (intensiv)medizinisches Personal häufig einen anderen Blick hat. :smirksmile: Für mich war das Risiko einer Saugverwirrung größer als das Risiko eines Krankenhausaufenthalts mit Stillende. Dass Saugverwirrung ein reales Problem ist, liest und hört man nun oft genug.
Doch, ich denke, man kann Säuglinge in den ersten Tagen so völlig problemlos an Saugen an schnullern und Fläschen und all dies gewöhnen ... und muß sich da auch wirklich wenig Sorgen machen, daß das Kind dann die Brust komplett verweigert und man gar nicht mehr Stillen könnte.
Wir haben trotz meiner Angst vor Saugverwirrung nach einer Woche den Schnuller und nach zwei Wochen die Flasche eingeführt. Schnuller wird bis heute ausgespuckt, Flasche wurde mit Muttermilch von Woche 2-8 akzeptiert und dann von jetzt auf gleich verweigert. Und wie gesagt, Saugverwirrung IST ein Risiko - nur weil man es selbst nicht erlebt, heißt es nicht, dass es nicht existiert.
Und ist Papa auch von Anfang an in die Ernährung mit ein gebunden und bekommt so auch leicht einen ganz engen und intensiven Kontakt zum Neugeborenen.
Ähm, ein Deal wäre ja noch gewesen, wenn mein Mann dann die Nachtfütterung übernimmt. Aber das habe ich mir in den ersten Tagen (pardon, Nächten) nach der Geburt abgeschminkt. :freches grinsen: Und dass Füttern nun für das Bonding so wichtig ist, halte ich nun wiederum für eine völlige Überbewertung (auch des Stillens...).

Ich wollte schon auch, daß meine Kinder neben dem Stillen und der Muttermilch auch eben andere Eindrücke und Erfahrungen haben sollten .. eben auch ganz unterschieldiche Dinge schmecken dürfen .. essen iat ja nun auch was sinnliches .. und viele positive Sinneseindrücke sind doch immer gut für die Kindliche Hirnentwicklung.
Es gibt auch die Ansicht, dass gerade für die Hirnentwicklung die regelmäßige (auch nächtliche) Zufuhr von Milch ideal sei. Während der Magen eben erst nach frühestens vier, häufig sechs Monaten anderes verdauen kann. Das ist übrigens auch ein Grund für den leichten Schlaf von Säuglingen, der zudem vor SIDS schützt.

also solche die auch im 2. Lebensjahr noch nicht zuverlässig durchschlafen,
Ich bin über 30, war Flaschenkind und habe früh Beikost bekommen. Und ich schlafe heute noch nicht durch, sondern wache einmal die Nacht auf und habe Durst und trinke. Und wenn man oder Kind nicht anwesend sind, gehe ich auf die Suche nach ihnen. :pfeifend: Warum Durchschlafen per se so erstrebenswert ist, verstehe ich einfach nicht - solange das Kind nicht die Nacht zum Tag macht oder Bespaßung wünscht. Aber kurzes Aufwachen, Trinken und Einkuscheln ist doch nun nicht unbedingt schlafraubend.
Viele erleben ihre Kinder dann ja auch sehr, sehr anstrengend und stressig und der Alltag leidet ganz schön oft nur unter Kleinigkeiten ...
Das mag ja sein. Aber häufig werden auch Dinge zu Problemen stilisiert, die einfach keine sind, wenn man etwas gelassener ist und die Rahmenbedingungen anpasst.

Wiesenkraut
Ich gebe zu, ich steige bei Deiner Frage aus. Was mir nur einfällt, ist, dass Säuglinge viel mehr Energie als Kleinkinder und Erwachsene für ihr Gehirn brauchen (wirklich ein Vielvielvielfaches.) Und das Gehirn braucht Zucker, der am besten aus Milch verfügbar ist. Also satt macht anderes sicher auch, ob es den Bedarf des Säuglings nach schnell verwertbarem Zucker deckt, weiß ich nicht.

Für mich persönlich ist halt das nach wie vor nicht ausgeschlossene Allergierisiko bei früher Beikost relevanter als die kurze nächtliche Mahlzeiten. (Zumal unser Kind ein hohes genetisches Allergierisiko hat.) Außerdem vertraue ich dem menschlichen Körper: Wenn er noch nicht in der Lage ist, feste Nahrung zu sich zu nehmen (die fehlenden Zähnchen sind ja auch ein Indiz dafür), manipuliere ich ihn nicht mit fester Nahrung in flüssiger Form. Aber wie gesagt, das ist meine persönliche Meinung und Risikoabwägung bei einem zugegeben unkomplizierten Nachtkind.

Noch eine kleine Anekdote: Im 19. Jahrhundert bestanden die Beikostempfehlungen fürs 1. Jahr aus maximal 1-2 x /Tag flüssigen Mehl- oder Milchbrei. Gemüse wurde erst langsam im 2. bis 3. Lebensjahr eingeführt. Ich glaube, die Leute hatten weniger Stress. ;)

EvenMadderAuntMaud
11.06.2011, 12:22
Brei gehört auf den Löffel - so hieß es vor 3 Jahren auf jeden Fall noch - da ändert sich ja gerne was.

Mit dem Breiessen lernen Kinder zum einen motorische Fähigkeiten (Kauen, den Brei mit der Zunge durch den Mund bewegen, gezielt zu schlucken etc). Zum anderen fängt die Kohlenhydratverdauung schon im Mund an, d.h. Brei vom Löffel kann viel besser eingespeichelt werden. Auch für die Sprachentwicklung ist das Kauen lernen wichtig.

Gibt man einen Brei über das Fläschchen, werden die Zähnchen sehr viel stärker belastet. Außerdem setzt die Sättigung sehr viel später ein, die Gefahr der Überfütterung ist gegeben.

Aber - manchmal muss man eben improvisieren. Wenn Brei gar nicht funktioniert, aber das Kind wirklich beikostreif ist, würde ich mit erst mit stückig, fein, dick anrühren experimentieren, Fingerfood anbieten - so wie das hier schon mehrmals beschrieben wurde. Brei in der Flasche wäre für mich, aus den genannten Gründen, die ungünstigste Lösung, aber wenn es für eine kurze Zeit ist und es den Übergang zum Essen mit dem Löffel ebnet - wie man so schön sagt - manchmal heiligt der Zweck die Mittel.



Meine Tochter war schon immer das, was man gerne als "schlechte" Esserin bezeichnet. Über das kleine halbe Gläschen ist sie auch nie hinausgekommen.

"Sich locker machen" "An einem gedeckten Tisch verhungert kein Kind" etc. das haben mir auch viele gesagt - und, natürlich hatten und haben sie recht, trotzdem war es häufig Thema und ich habe mir auch oft Sorgen gemacht. Vor allem nachdem sie sich abgestillt hatte und recht schnell Milch komplett abgelehnt hat.

Alles - entspannt mit dem Thema Essen umgehen - hat versagt, wenn wir mit anderen Kindern zusammen gegessen haben - ich hab immer so :ooooh: geschaut, was die gegessen haben - während in den kleinen Mündern ein Teller Nudeln mit Soße verschwunden ist, hat meine 3 Stück gegessen und gekräht "Danke, saaaaaaatt!". Klar macht man sich nen Kopf, überdenkt die eigenen Essgewohnheiten, Essenszeiten, deckt besonders liebevoll - bei uns hats wenig geholfen.

Als sie am Familientisch mitgegesen hat, hat sie sehr lange weder Brot, noch Fleisch gegessen, keine Soßen - aber dafür Oliven, Nüsse, alles an Gemüse und Obst in rohem Zustand, Beilagen wie Nudeln oder Knödel. Die Mengen waren recht übersichtlich - ein Hauptmahlzeit bestand aus 2 Stück Brokkoli und ner Viertel Kartoffel. Dazwischengefutter gabs und gibt es sehr wenig, Obst oder ne Karotte.

Irgendwann hab ich unsere Kinderärztin angesprochen, ob das Auswirkungen auf die Entwicklung haben kann, wenn sie so wenig isst. Ich hab mir leider immer wieder Sorgen gemacht - andere Kinder essen mit 2 Jahren ein Kinderschnitzel und mein Kind isst 10 Löffel Nudelsuppe. Die Ärztin war gerade von einem Seminarwochenende zum Thema Ernährung zurückgekommen und hat die Frage auch wirklich ernst genommen. Die Essenz - wäre es wirklich zu wenig würde man den Mangel feststellen - Müdigkeit, Infektanfälligkeit, fahle Haut, Entwicklungsstörungen. Während wir uns unterhalten haben, ist ist meine Tochter etwa 5 Mal auf die Behandlungsliege geklettert, hat dort die Puppen die im Behandlungszimmer liegen hinsortiert und bei einer eine Blinddarmreizung festgestellt - die Ärztin grinste und meinte - alles prima.

Manchmal hilft es sich vom Experten/Kinderarzt beruhigen zu lassen.

Dass die Tochter von Juniwald lieber Obst isst, finde ich nicht tragisch, ich kenne die Empfehlung auch so, mit Gemüse beginnen, da sie, wenn sie sich an den süßen Geschmack von Obst gewöhnt haben kein Gemüse mehr essen wollen. Wenn sie Freude am Obstbrei essen hat, würde ich ihr den trotzdem geben. Sie bekommt das Essen mit dem Löffel schon gut hin und sie trinkt aus dem Cup - das ist doch prima. In ein paar Wochen sieht es bestimmt schon anders aus.

Fleisch-Gemüse-Kartoffel-Brei - hat meine Tochter nicht einen Löffel gegessen. Bis heute isst sie kaum Fleisch, sie mag das einfach nicht.

Und ein Grund war und ist - sie hat keine Zeit zum Essen. Es gibt Kinder die sitzen ne halbe Stunde bei Tisch und essen mit Genuss und Freude. Und es gibt Kinder, denen das ruhig sitzen schwer fällt und die schnellst möglich fertig werden möchten, weil es ja viel interessanteres gibt als Essen.

Heute mit 3,5 - Sind wir auf einer Feier und jemand ruft - es gibt Kaffee und Kuchen, dann rennen die Kinder begeistert rein und mein Kind kommt an und sagt "Muss ich Kuchen? Kann ich nicht weiterspielen?", sie isst gerne, probiert im Grunde alles, die Mengen sind - :freches grinsen: übersichtlich geblieben. Da sie kein Fleisch isst muss ich sehr auf Eisenmangel achten. Sie ist gehört nicht zu den von der Figur her stärkeren Kindern, aber auch nicht beängstigend dünn.

Hoppypoppy
11.06.2011, 12:25
Mal abgesehen davon, dass ich micht wüßte, wie ich Mini sechs Monate von fester Nahrung fernhalten sollte, wo jetzt scjon andauernd Brotrinden und Gurkenscheiben in die Wiege gehalten werden. alex ist ein sehr fürsorglicher Bruder...:pfeifend:
Wird auch früher gehen... Müssen.

Die Breigemüse, die in Deutschland als Start empfohlen werden, sind doch auch ein wahrer Schock für die Kleinen. Monatelang nur süße Milch und dann... Bang... Pastinake.
Wo ist das Problem, erstmal weiter süß oder neutral zu füttern und wenn der Brei genommen wird, dann kann man doch langsam dedn Geschmack von süß wegbewegen. So hat man wenigstens immer nur einen Schock auf einmal...:smirksmile:

EvenMadderAuntMaud
11.06.2011, 12:30
ich hab 3. Meine haben damit es mir nicht langweilig wird sich einfach immer neue Sachen einfallen lassen damit ich nur ja weiterhin was zu grübeln hatte.
Hat der erste sich schwer getan überhaupt essen zu wollen, hat die Nächste sich entschlossen von jetzt auf gleich mit 6 Monaten nur noch das zu essen, was der große Bruder auf dem Teller hat, nix mit Brei und schon war die Sorge wie der da "kann sie das verdauen, ist das schon was für sie usw"
Das Fünkchen hat noch eine andere Möglichkeit gefunden und sich mit meiner Brust verbündet.. die Möglichkeiten sind da so vielfältig dass man sich immer Gedanken machen kann ;-)


:freches grinsen::freches grinsen::freches grinsen:

damit bist du qualifiziert, nen eigenen Ratgeber zu schreiben.

EvenMadderAuntMaud
11.06.2011, 12:40
Die Breigemüse, die in Deutschland als Start empfohlen werden, sind doch auch ein wahrer Schock für die Kleinen. Monatelang nur süße Milch und dann... Bang... Pastinake.

Pastinake aus dem Gläschen - in meinem alten Strang liebevoll - Elefantenrotz genannt, ist eine Herausforderung für den elterlichen Geschmackssinn. Bei uns eine einmalige Angelegenheit - allerdings habe ich auf dem nächsten Wochenmarktbesuch eine gekauft - ich hatte vorher im Leben noch nie von Pastinake gehört - und, das schmeckt lecker. Bei uns gibts bis heute im Herbst Kartoffel-Pastinake-Kürbis Gemüse.

boppa
11.06.2011, 14:38
Pastinake aus dem Gläschen - in meinem alten Strang liebevoll - Elefantenrotz genannt, ist eine Herausforderung für den elterlichen Geschmackssinn. Bei uns eine einmalige Angelegenheit - allerdings habe ich auf dem nächsten Wochenmarktbesuch eine gekauft - ich hatte vorher im Leben noch nie von Pastinake gehört - und, das schmeckt lecker. Bei uns gibts bis heute im Herbst Kartoffel-Pastinake-Kürbis Gemüse.

Bisher mochte meine Kleine (5 M.) das total gerne und auch ich hab nach dem Kosten festgestellt, dass da gar nicht übel ist - aber ich kannte das Gemüse schon vorher - aber nach dem liebevollen Kosenamen bin ich mir nicht mehr sicher ob ich das jetzt noch guten Gewissens weiter verfüttern kann :freches grinsen:

Noch kurz zum Thema: Meine Große wollte mit 2 J. noch kaum was vom Tisch essen und hat nur immer ihre Gläschen vertilgt - da hab ich mir auch Sorgen gemacht, dass sie ja nie was Normales essen wird. Heute vertilgt sie Mengen an Obst und vor allem Gemüse, die für mich genauso unglaublich sind.
Die Kleine will schon jetzt alles probieren und macht einen Riesenaufstand, wenn man sie nicht läßt - also lassen wir sie und sie ist hinterher immer total gut drauf und freut sich über jede neue Geschmackserfahrung.

Ruhe bewahren und Druck rausnehmen sagt auch mein KiA, ist aber wie alles im LEben nicht immer einfach und wahrscheinlich trotzdem der beste Rat.

LG boppa

Wiesenkraut
11.06.2011, 16:04
*schmunzel* geht das eigentlich nur mir so, dass ich neidisch bestimmte Beiträge lese? und da dann evtl sogar neidisch bin auf die Sachen die anderen eher sorge bereitet haben?


Noch kurz zum Thema: Meine Große wollte mit 2 J. noch kaum was vom Tisch essen und hat nur immer ihre Gläschen vertilgt - da hab ich mir auch Sorgen gemacht, dass sie ja nie was Normales essen wird.sowas zum Beispiel. Seit wir diese seltsame Allergie hatten würgt das Fünkchen wenn ich nur mit Gläschen oder anderer Fertigkost komme..vorher hat sie diese eine ganze Zeit anstandslos gegessen. Gerade heute noch haben wir gefühlte Stunden im Supermarkt verbracht überlegt was wir kochen können, damit das Fünkchen eben mitessen kann (sie ist da auch noch zusätzlich sehr wählerisch was die Sache nicht einfacher macht). Als wir an de Gläschen vorbei sind, konnte ich ein kurzes *seufzen* nicht unterdrücken.
Klar wenn die Kleine nun 2 wäre, würde ich mir auch Gedanken machen, wenn sie nur Gläschen ist, aber gerade im Moment würde ich einiges drum geben, wenn wenigstens ab udn an Gläschen gingen :smirksmile:

Tinchen77
11.06.2011, 18:53
Hab jetzt nicht den ganzen Strang gelesen, wollte aber kurz zur Beruhigung erzählen, dass unsere auch eine eher schlechte Esserin ist. An manchen Tagen stille ich selbst heute (Kind = 16 Monate!!) noch fast voll.. (zumindest gefühlt...)
Nur die Ruhe... :blumengabe:

Tinchen77
11.06.2011, 18:55
Er hat seine ersten Zähne übrigens auch mit über 10 Monaten bekommen (auch da war immer wieder die Bemerkung zu hören, geh mit dem zum Zahnarzt, lass das röntgen der hat bestimmt keine Zahnanlagen oder sie sind ihm beim fallen kaputt gegangen).

Äh, doch nach dem Posten nochmal ne Seite zurückgegangen... :peinlich: :pfeifend:

Unsere hatte ihren ersten Zahn mit 13 Monaten...

...also weißte (jetzt hat sie zwei :freches grinsen:)

Wiesenkraut
11.06.2011, 20:10
oh bei 13 Monaten hätte ich aber dann auch angefangen mir Sorgen zu mache, dafür fand ich dein Post davor sehr beruhigend, denn hier (fast ein Jahr) wird gerade auch wieder (gefühlt) fast voll gestillt und das nachdem wir ja auch schon mal tagsüber gar nicht mehr gestillt haben

AusdemWald
12.06.2011, 12:05
In Entwicklungsländern oder eben früher gab es die Wahl nicht. Da schlief das Kind im Bett seiner Mutter, weil es gar kein eigenes hatte. Es wurde gestillt, weil es gar keine Kunstmilch gab. Später ass es das, was die Familie ass und wenn sich die Familie vorwiegend von Maniokbrei oder rohem Fisch ernährte, dann ass es das. Es wurde den ganzen Tag mit herumgeschleppt, nicht weil die Mutter das so toll und es für die Entwicklung des Kindes unabdingbar fand, sondern weil es gar nicht anders ging, weil die Mutter arbeiten musste und es keine Möglichkeit der Betreuung gab. Eltern machten sich keinen Kopf darum, ob nun Zucker oder Salz oder anderes Zeug für die Kinder schlecht waren. Es gab nichts anderes.

Genauso ist es heute noch in manchen Laendern - Gruesse aus Ostafrika :blumengabe:

Wie Wiesenkraut schreibt, beim lesen mancher Beitraege bin ich etwas neidisch (Luxusprobleme? Aaaah, das schreckliche Bild der Rabenmutter, was in Deutschland so gerne projeziert wird :freches grinsen: ), manchmal denke ich mir aber auch huch :peinlich:

Mein 1. Sohn wurde noch vor dem natuerlichen Saugreflex geboren, und daher Sondenernaehrt. Durch die Sondenernaehrung wurde die Magenklappe verkratzt und er isst heute, mit 2J8M nur pueriertes. Er erbrach sich staendig, war absolut (und ist es heute noch, aber wir machen Vortschritte) konsistenzabhaengig.
Wir oft hat er den Abendbrei mehrmals erbrochen, und ich habe ihn zwangsgefuettert...beide heulend. Absolute Katastrophe. Damit er ueberhaupt etwas isst, mussten wir uns an einen strikten Tagesablauf halten, damit die Nahrung wenigstens verdaut ist...denn die Gefahr dass alles wieder herauskommt, war zu gross. Es gab Wochen, wo mein Sohn JEDE Mahlzeit wieder erbrach...andere Kinder haette man sofort ins KH an den Tropf gesteckt, aber bei uns war dies Dauerzustand und wir mussten damit leben.

Heute isst mein Sohn morgens und Abends Milchbrei (Spezial-Milchpulver mit hoeherer Kalorienzahl), Mittags Gemuese+Fleisch. Obst und Joghurt als Snack...aber alles in gleicher Konsistenz, auch Obst wird pueriert. Kauen kann mein Sohn auch heute nicht, Finger food geht gar nicht, aber wie gesagt wir machen Fortschritte.

'Sich locker machen' und weitere solche Sprueche treiben mich auf die Palme...mein Sohn isst NICHT aus freien Stuecken, egal wie hungrig/durstig er ist. Er hat auch keine sensorische Stoerung, das wurde alles abgeklaert. Er hat nur eben von Klein auf gelernt, dass Essen zum kotzen (sorry!) ist.
Seit er im Kindergarten ist, schaut er sich manches von anderen Kindern ab, die ganz gierig auf Essen/Suesses sind. Wenn mein Sohn urploetzlich nur noch Nutellabrot essen wollen wuerde, wuerde er das bekommen - er mag allerdings nichts Suesses, ausser Vanillesosse :freches grinsen:

Bei Sohn Nr. 2 ist alles anders. Er wurde komplett nach Bedarf gestillt, und wird wohl ein komplett anderer Esser werden. Meine Hoffnung ist es, dass Sohn Nr. 1 mit Sohn Nr. 2 gleichzeitig das stueckige Essen anfaengt...da ist der Gruppendruck zwischen den Bruedern vielleicht mal von Vorteil.

Ich las alle Beitrage hier mit Interesse. Ich muss aber sagen, dass in Deutschland der Druck auf die Muetter (und diese meist fuerchterlichen Ratgeber!) zu gross ist. Das Wort Rabenmutter mag ich nicht mehr hoeren. Die gibt es, aber das sind doch nicht die, die hier schreiben und um Rat suchen. Etwas mehr Selbstbewustsein waere da hilfreich. Bei einem gesunden Kind kann man das haben - da gleichen sich doch die Einstellung der Eltern zum Essen und die der Kinder irgendwann.

@ Karotte als erste Nahrung: Ist ja in Deutschland Gang und Gebe. Davon wurde mir abgeraten, denn auch wenn die Karotte milchfrei ist (d.h. frei von Rindereiweis) und suesslich ist, ist sie relativ schwer verdaulich. Milchbreie wuerden lieber angenommen, bzw Kuerbis als Gemuese sei leichter verdaulich.

ADW

Juniwald
12.06.2011, 21:37
Guten Abend,

ich danke Euch für die vielen vielen Einträge !!!!
Ich hätte nicht gedacht, dass es vielen so geht wie mir. In meiner Krabbelgruppe sind samt und sonders Babys, bei denen ein ganzes Gläschen innerhalb von 5 Minuten leergefuttert ist. Daher war ich etwas verunsichert.

Mittags veräppel ich meine Tochter jetzt : es gibt Fleisch - Gemüse - Brei, den ich aber kurz in Obstpüree eintunke. So schmeckt sie vorne Süßes und macht den Mund auf. Abends nimmt sie ein paar Löffel Hipp Gute Nacht Brei Banane - Zwieback. Der ist ohne versteckten Zucker, allerdings mit Folgemilch. Die soll ja auch nicht so gut sein, wie ich gelesen habe.

Ich finde es nicht schön, wie das Thema Babynahrung in Deutschland behandelt wird. Die einen sagen hü, die anderen hott. Kuhmilch - Folgemilch - oder doch 1 ´er oder lieber Pre -. Da schwirrt einem ja der Kopf. Da meine Tochter aber sowieso nur ein paar Löffel isst, wird das mit der Folgemilch wohl nicht so schlimm sein.

Juniwald

Historia02
12.06.2011, 22:23
Mein Mann hat vorhin bei Spiegel Online einen interessanten Artikel entdeckt, der perfekt zum Thema passt:
Ernährung für Kinder: Vorsicht, bitter! Achtung, sauer! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,764392,00.html)

Halina
13.06.2011, 11:04
@ AusdemWald
Der Satz, dass Kinder wissen, wieviel sie brauchen und nicht verhungern, bezieht sich natürlich immer auf gesunde, reife Kinder. Dass Du da in einer anderen Situation bist und solche Sprüche sich für dich völlig anders anhören, verstehe ich gut - das ändert aber nichts daran, dass sie für über 95 % der Kinder stimmen.



Ich hätte nicht gedacht, dass es vielen so geht wie mir. In meiner Krabbelgruppe sind samt und sonders Babys, bei denen ein ganzes Gläschen innerhalb von 5 Minuten leergefuttert ist. Daher war ich etwas verunsichert.
Mag sein. Ich sehe manchmal auch, auf welche Art und Weise das passiert. :knatsch:(Was nicht heißt, dass manche Kinder das wirklich mit Appetit und offenem Mund wollen und schnell schlucken. Aber oft genug sieht man Kinder, die den Mund eben nicht mehr aufmachen, offensichtlich keinen Appetit haben und trotzdem wird ihnen der Löffel reingeschoben... MIR würde bei so eine Fütterung der Appetit vergehen.
Mittags veräppel ich meine Tochter jetzt...Ehrlich gesagt weiß ich dazu nun gar nicht, was ich schreiben soll...:knatsch: Es gibt eigentlich genug Hinweise darauf, dass sich - gesunde - Kinder nehmen, was sie brauchen. Ich hätte mit solchen Manipulationen Angst, diese natürlichen Mechanismen zu stören. Solange Deine Tochter stillt, bekommt sie alles, was sie braucht. Der Rest ist Essen lernen - die tatsächliche Nahrungsaufnahme ist da sekundär oder tertiär...

Ich finde es nicht schön, wie das Thema Babynahrung in Deutschland behandelt wird. Die einen sagen hü, die anderen hott.Das ist doch aber auch in erster Linie Schuld der Eltern, die sich verunsichern lassen oder ohne zu überlegen irgendwelche Pläne verfolgen und meinen, dass die besser seien, als der natürliche Appetit ihres Kindes.

Inaktiver User
13.06.2011, 11:15
Hallo Juniwald,

in meiner Krabbelgruppe war ein Kleiner, der wollte partout keinen Brei essen. Und zwar GAR keinen. Fläschen hat er auch nicht genommen, so dass die Mutter ihn mit 8 Monaten noch so gut wie voll gestillt hat. Sie war ziemlich genervt, zumal ihr ältester Sohn Brei in dem Alter klasse fand und auch schon abgestillt war. Der fand halt nur stückiges Essen toll und darum hat sie dann halt damit angefangen.

Also alleine bist du mit Sicherheit nicht mit dem Problem! Unser Kinderarzt sagte, man soll die Kinder machen lassen. Solange das Kind gesund ist, nimmt es sich schon, was es braucht. Und wenn deine Kleine wirklich nur Obst mag, würde ich sie erst mal lassen. Das kommt ja mit der Zeit. Anfangs mochte mein Kleiner überhaupt kein Fleisch - keine Chance, ihm mit fleischhaltigem Brei zu kommen. Und jetzt futtert er schon eifrig Würstchen. :smile:

Inaktiver User
13.06.2011, 11:17
@ AusdemWald:

Oh je, das ist ja wirklich schlimm! Das täte mir auch sehr leid, wenn sich mein Kind so mit dem Essen quälen müsste! Wünsch Euch, dass das irgendwann mal kein Problem mehr ist.

Hoppypoppy
13.06.2011, 12:53
Ich kann Halina nur zustimmen!
Ganz locker bleiben.
Für die ersten Monate gilt, Stillen nach Bedarf und wenn das für die Mutter heißt, sechs Monate alle zwei Stunden ran. Das ist gut und wichtig fürs Kind.
Und dann wird ihnen das Essen mit dem Löffel aufgedrängt, anstatt dass sie Essen als Ganzes und Haptisches wahrnehmen.
Sorry, das widerspricht sich für mich! Mein Großer hat mir damals so deutlich gezeigt, dass er Löffel blöd findet und das, was drauf ist auch, dass mir sofort klar war, dieses Kind bekommt festes Essen.
Er hat sich nicht einmal verschluckt, ist nicht verhungert und fit wie ein Turnschuh. Und wir mußten ihm nach Monaten des Brei nicht mühsam den Brei wieder abgewöhnen und das feste Essen an...

ADW: Du hast mein vollstes Mitgefühl!

Juniwald
13.06.2011, 13:51
Hallo,

@ Halina : ich zwänge meiner Tochter nichts rein. Ich tunke bloß den Löffel mit Fleischbrei in Obstpüree ein. Den isst sie. Mit purem Fleisch - Karotte - Brei brauche ich ihr nicht zu kommen. Ich sehe nicht, was daran so schlimm ist. Nach ein paar Löffeln ist auch hiermit Schluß, dann lasse ich sie in Ruhe. Manipulation ist das für mich nicht - das wäre eher reinzwängen um jeden Preis. Ich " verfeinere " den Brei doch bloß....Da mache ich ganz bestimmt nichts kaputt. Du schreibst, es sei die Schuld der Eltern, die sich verunsichern lassen und nicht auf den natürlichen Appetit der Kinder reagieren. Nun, woher soll ich wissen, worauf meine Tochter Appetit hat ? Ich kann nur probieren, was geht und was ihr zu schmecken scheint.

Juniwald

xanidae
13.06.2011, 16:49
@juniwald
es hat schon was manipulatives, dieses 'verfeinern'. wenn sie in drei jahren ihr essen mit ketchup verfeinert, ist es dann auch ok?.
ich kann so einen 'betrug' nachvollziehen, wenn es um ein lebenswichtiges medikament geht, teilweise muss auch da 'gezwungen' werden.

anstatt so konsequent auf den kartoffel-karotte-fleisch brei zu bestehen, könntest auch einen schritt zurück gehen und gemüse pur anbieten. nur kartoffeln, nur karotten. wie schon erwähnt auch als fingerfood.

ihr brei und fingerfood hinstellen und sie in ruhe lassen. mal schauen was sie damit macht, wenn sie alleine 'klar kommen' muss.

ich wiederhole meine frage: kann sie schon alleine sitzen? denn du fütterst ja noch im maxicosi. am tisch sitzen ist voraussetzung für obige idee.

andererseits stellt sich mir gerade die frage, ob kinder, die noch nicht alleine sitzen können, tatsächlich schon beikost in der form zu sich nehmen sollten.

Halina
13.06.2011, 18:48
Ich tunke bloß den Löffel mit Fleischbrei in Obstpüree ein. Den isst sie. Mit purem Fleisch - Karotte - Brei brauche ich ihr nicht zu kommen. Ich sehe nicht, was daran so schlimm ist. Nach ein paar Löffeln ist auch hiermit Schluß, dann lasse ich sie in Ruhe. Manipulation ist das für mich nicht - das wäre eher reinzwängen um jeden Preis.
Manipulation ist für mich Vorgaukeln falscher Tatsachen. Sie schmeckt Obst und bekommt Fleisch-Gemüse, das sie eben NICHT wollte. Hast du das eigentlich mal selbst gekostet? :smirksmile: Manche Kinder mögen halt auch einfach kein Gemansche und essen lieber separat. Es gibt doch überhaupt keinen Grund, einen Brei, den sie nicht will, zu "verfeinern", um ihn ihr doch unterzujubeln.
Du schreibst, es sei die Schuld der Eltern, die sich verunsichern lassen und nicht auf den natürlichen Appetit der Kinder reagieren. Nun, woher soll ich wissen, worauf meine Tochter Appetit hat? Wie schon mehrmals geschrieben: Hinstellen, abwarten. Oder meinetwegen auch füttern, wenn sie den Mund aufmacht. Aber nicht noch mehr Gepansche, als diese Breie eh schon sind, indem man sie noch miteinander vermischt. (Hast Du mal die Kombi von Fleisch-Gemüse-Brei mit Obstbrei selbst probiert? Ich hätte darauf ehrlich gesagt NIE Appetit. Wenn ich auf Obst Appetit habe, esse ich das pur. Mit Gemüse und Fleisch geht es mir ebenso - und ich glaube, die meisten Kinder und Erwachsene sind da ähnlich gepolt, warum also nicht mal auch ein Säugling?

Google mal nach dem Clara Davis Experiment. Säuglinge sind kompetent, was ihre Ernährung angeht - da müssen wir nicht panschen. (Wobei die Kombinationen der Klein(st)kinder wohl teilweise auch atemberaubend sind... - aber sie sind bedarfsgerecht.) :blumengabe:

myDara
13.06.2011, 20:17
Guten Abend,


Mittags veräppel ich meine Tochter jetzt : es gibt Fleisch - Gemüse - Brei, den ich aber kurz in Obstpüree eintunke. So schmeckt sie vorne Süßes und macht den Mund auf. Abends nimmt sie ein paar Löffel Hipp Gute Nacht Brei Banane - Zwieback. Der ist ohne versteckten Zucker, allerdings mit Folgemilch. Die soll ja auch nicht so gut sein, wie ich gelesen habe.

Juniwald

Also da wird mir leider auch grad übel!! Die Kombination muss fürchterlich schmecken. Ich finde ehrlich gesagt dass diese ganzen Fleischbreie für die ersten Monate sowieso ganz eklig schmecken. Besser wirds dann erst mit den Spaghetti Bolognese Gläschen. Wenn ich die anderen nur gerochen habe wurde mir schon übel, die hätte ich meinem Mini Me nie aufgezwängt.

Also ich finde generell wird dieses Beikost Thema grad etwas zu viel thematisiert, mir scheint viele Mütter verlieren da langsam den ureigenen Instinkt....
was ist denn zb. an Obstgläschen schlecht? Ich kann die Zucker Sorge bei sowieso so geringen Mengen noch nicht wirklich verstehen, würde sie sich jetzt seit Monaten von nichts anderem und mehrere Gläsern täglich ernähren ja - aber so lass sie doch einfach mal die gesamte Obstpalette durchkosten und misch zb. mal Karotte oder Kürbis darunter. Und dann würd ich einfach eine Mischung aus Fingerfood (Gemüsesticks, trockenes Brötchen, Kinderzwieback etc. etc. anbieten) um auf den Geschmack zu kommen.

Was die meisten Kinder wirklich auch gerne mögen ist zb. Grießbrei (ich hab ihn immer mit Sojamilch gemacht) oder Milchreis oder alle Arten von Kartoffelbrei. Und hast du erst mal Reis oder Kartoffeln am Speiseplan und sie mag es stehen dir schon viel mehr Möglichkeiten offen.
Zu Fleisch kann ich nur sagen, lass sie auf den Geschmack kommen. Und das muss gar nicht in Breiform sein, ein kleines Stück Hühnchenfleisch zum lutschen kann Madame schon auf den Geschmack bringen oder mal wo ein paar kleine Stückchen Putenschinken ganz klein geschnitten drunter gemischt.

und ich kann xaniadae nur zustimmen: beikosteinführung setzt irgendwo halbwegs sicheres sitzen voraus. und der zweite wichtige punkt: sie muss definitiv interesse an eurem essen zeigen und kosten wollen!

Juniwald
13.06.2011, 21:50
Guten Abend,

Ihr habt mir zu denken gegeben, myDara, Halina & Co.

Ich werde jetzt mittags einen Schritt zurückgehen und wieder Karotte pur anbieten. Sie wird schon keinen akuten Eisenmangel bekommen. ( KA sagte, möglichst schnell bei Fleisch landen ). Und Fingerfood werde ich auch anbieten.

@ xanidae : alleine sitzen kann sie noch nicht. Daher Maxi cosi.

Habe eine gute Seite gefunden : FKE - Forschungsinstitut fr Kinderernhrung (http://www.fke-do.de). Ist das Forschungsinstitut für Kinderernährung. Da gibt es sowohl Rezepte als auch eine Suchfunktion für kommerzielle Produkte. Ist sehr lesenswert.

Viele Grüße
Juniwald

Hoppypoppy
13.06.2011, 21:57
Brat ihr doch einfach Fleischstücke. Selbdt wenn sie nur darauf herumlutscht, bekommt sie wichtiges Eisen mit.
Alex mochte nie püriertes Fleisch... Selbst heute mag er kein Hackfleisch.
Lass dich vom KiA nicht kirre machen!!!

xanidae
14.06.2011, 07:27
hirseflocken als grundlage für den getreidebrei ist auch ein guter eisenlieferant. getrocknete aprikosen auch, wenn sie es stückig mag, kann man die kleinschnibbeln, einweichen und zum brei geben. hier die ungeschwefelten geben.

ich mag selbst kein fleisch, mag es auch nicht wirklich zubereiten. meine kinder bekamen selten fleisch. die empfehlung des kinderarztes damals: 2x die woche (vor 7 jahren).
das fleisch bekamen sie an ihrem omatag und ich hatte meine unterwegsgläschen alle mit fleisch gekauft (kartoffel, mais, pute 4. monat - gegessen bis 1,5j). sonst habe ich selbst und ohne fleisch gekocht (zucchini/kartoffel oder zucchini/kartoffel, mal mit mal ohne hirseflocken). so viel variert habe ich gar nicht.

interessant, an was man sich erinnert, wenn man nachdenkt.

braunbaerin
14.06.2011, 08:37
Juniwald, solange Du stillst, bekommt Dein Kind noch eine ganze Weile genug Eisen.

Auf Spiegel online ist heute auch ein Artikel (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,764392,00.html) zum Thema, warum Kinder so wählerisch sind beim Essen.

Wiesenkraut
14.06.2011, 10:03
öhm FKE lass dich da nicht kirremachen von der seltsamen Studie zu Eisenwerten:
Ich hab nun nur einen Artikel gesucht der sich da kritisch äussert, gab eine ganze Reihe
Medizinethik: Studie empfiehlt für Babys Fleisch - und schürt Angst - Nachrichten Gesundheit - WELT ONLINE (http://www.welt.de/gesundheit/article8600541/Studie-empfiehlt-fuer-Babys-Fleisch-und-schuert-Angst.html)

@Braunbärin, da war Historia schon schneller :p, der Link steht auf der letzten Seite auch schon :smirksmile:

Zada
14.06.2011, 10:21
ich tue mich persönlich ja sehr schwer mit dieser pauschal-aussage "solange du dein kind stillst brauchst du dir keine gedanken machen wg. eisenmangel". ich kenne einige beispiele bei denen es doch der fall war.

aber: solange das kind keine anzeichen für eisenmangel hat würde ich mich deshalb nicht verrückt machen. bei meiner tochter war der eisenspeicher nach dauerkrankheit über winter, die im märz mit einem krankenhausaufenthalt wg. MD ihren höhepunkt erreichte, niedrig, aber eisenmangel hatte sie da immer noch nicht und zumindest keine weiteren anzeichen dafür.

wenn deine tochter obst sehr gerne mag, würde ich ihr den GOB-brei mit hirse anbieten. milchfrei, eisenhaltig - super! ansonsten: anbieten, anbieten, anbieten.

wir hatten hier ne phase, in der meine tochter plötzlich auch alle breie ablehnte. das war unmittelbar nach dem KH-aufenthalt, ne woche hatte sie wieder normal gegessen, dann lehnte sie alles ab. milch ging, aber auch nur schwer in sie rein. es dauerte knapp über ne woche und anschließend aß sie sachen, die sie vorher nicht mochte: obst und hirse zb.

ich würde nicht so viel tricksen sondern ihr einfach etwas mehr zeit geben. und wenn sie zb den GOB und den milchbrei am abend mit etwas obst mag, dann brauchst du dir eigentlich keine gedanken wg. eisen- oder vitamin-B-mangel machen.

viele grüße