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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Spielzeug- pädagogisch wertvoll oder nicht ?



Inaktiver User
08.06.2011, 13:55
Hi,

ich wusste nicht, wie ich das im Strangtitel anders benennen sollte.

Ich oute mich mal, als Fan der Firma Fisher Price. Somit könnt ihr euch sicher vorstellen, was unser Wohnzimmer dominiert. Es gibt aber auch viel Holzspielzeug, Musikinstrumente. Gemischt also......

Am Wochenende habe ich mich mit einem Freund unterhalten. Zur vorgerückten Stunde auf einer Feier. Seine Frau entbindet im Oktober, er selbst ist Erzieher im Kindergarten.

Die Kinder in unserem Garten, schleppten die Plastikerrungenschaften meines Sohnes von links nach rechts.

Er (also der Freund), sagte zu mir: Sowas kommt mir nicht ins Haus, im Leben nicht. Niemals. Ganz vehement.

Ich bin leider nicht wirklich dazu gekommen, ihn zu fragen, warum er das generell ablehnt.

Was denkt ihr darüber ? Und wenn ihr gegen Plastik und Co seid, warum genau ?

Symphonie
08.06.2011, 14:03
viele lehnen Plasik und auch Krachmach-Spielzeug ab.
WIr haben auch viel Holz, ich liebe Haba zB, aber auch Plastikbücher die Musik machen.
Meine Maus, die keine 5 Minuten stillsitzen kann um zB ein Buch zu lesen, liebt diese Bücher, blättert um,klatscht und tanzt.
Unser Großer hat eine Schnecke von F. Price die das ABC singt. Was soll ich sagen? Seit einigen Tagen kann er das ganze ABC singen. Das find ich der Hammer!

Wichtig finde ich,dass die Sachen einen Ausschalter haben und nicht zu laut sind.

Der Vater hat noch keine Erfahrung und viele Eltern schwenken um. Grundsätzlich finde und fand ich Holzssachen auch schöner und geeigneter, aber solange ich hier keine E Gitarre aus Plastik habe soll es mir recht sein.

Inaktiver User
08.06.2011, 14:06
bei uns ist das ja nun schon eine ganze Weile her - aber mir kam so etwas auch nicht ins Haus.

das heißt nicht, dass es gar nichts aus Plastik gab - aber wenig und Ausgewähltes (Sandförmchen, stabile "Lastwagen", u.ä.)

es gab Lego nur bei der Großmutter, kein Playmobil, kein Fisher-Price, kein Billig-Plastik.

aus verschiedenen Gründen - einer ist, dass unsere Philosophie sowieso "wenig aber Qualität" ist, dass es insgesamt nicht sooo viel Spielzeug geben sollte, und wenn dann vielseitiges, wenig festgelegtes, phantasieanregendes.
und dass man von Anfang an Kindern ein Gefühl für "Stil", Qualität und Geschmack vermittelt. Dem widerspricht überhaupt nicht, dass sie auch mit Dingen, die sonst Abfall wären (einer alten Verpackung z.B.) spielen - aber Plastik widerspricht dem schon.

Außerdem sind mir Plastikfarben zu knallig, zu "laut" - jedenfalls wenn das nicht nur Einzelnes ist. Den Blick in die meisten Kinderzimmer finde ich gruselig. Warum tut man das Kindern an?

wiegesagt - wenige Dinge aus Plastik gab es schon - Baubecher z.B. Was dann aber gar nicht geht, sind Figuren bzw. so Abziehbilder darauf. Darauf habe ich auch bei Kleidung streng geachtet - keine Figuren, die ja meist mehr Fratzen sind oder Bilder darauf. Kleidung ist kein Bilderbuch.

Inaktiver User
08.06.2011, 14:08
Viele Eltern schwenken um. Das ist so ein Stichpunkt.

Ich wollte das ja am Anfang auch nicht :pfeifend: Und dann wurde geschenkt, geschenkt, geschenkt.... Ich habe kaum etwas selbst angeschafft.

Wir haben halt den Musiktisch von FP, die Musikschnecke, und auch dieses Liederbuch, einen kleinen Fotoapparat der Musik macht.

Und mit dem Liederbuch spielt er auch ganz viel und freut sich ein Loch in den Bauch, wenn er die Lieder wiedererkennt :-).

Selbst meine SchwieMu (ihres Zeichens Kindergartenleiterin) hat bei sich inzwischen sowas stehen und die war am Anfang nicht begeistert.

Man kommt irgendwie nicht drumrum ?

Inaktiver User
08.06.2011, 14:09
Viele Eltern schwenken um. Das ist so ein Stichpunkt.

Ich wollte das ja am Anfang auch nicht :pfeifend: Und dann wurde geschenkt, geschenkt, geschenkt.... Ich habe kaum etwas selbst angeschafft.

ich habe nicht umgeschwenkt.

und bis sie so 6 waren, habe ich geschenkten Dinge, die ich nicht wollte, um die Ecke gebracht.
(mit Verwandten und Paten konnte ich die Dinge zum Glück verabreden).

Inaktiver User
08.06.2011, 14:10
Hab´ ich auch mal gesagt bzw. gedacht. So in etwa: Plastik ist per se Müll, daddeln werden die Kinder noch früh genug etc.

Und was wurde draus: Einiges von diesen Sachen wurde uns geschenkt/vererbt bzw. von meinem Mann gekauft. Manches kam richtig gut an, anderes gar nicht - wie bei anderem Spielzeug auch. Und so haben auch wir jetzt die Mischung aus allem im Wohnzimmer. Insbesondere so eine "Musikmaschine" von FisherPrice (keine Ahnung, wie das jetzt richtig heißt) ist bei unserer Tochter der Renner; außerdem noch so ein - wirklich nerviges - Plastikbuch, das Musik macht, wenn sie Knöpfe drückt oder irgend etwas schiebt etc.. Sie hat einen Riesenspaß dabei und beschäftigt sich mit dem Ding auch mal alleine - was uns Eltern freut, wenn wir z.B. noch fertig essen wollen, sie aber keinesfalls mehr am Tisch bleiben will (sie ist 16 Monate alt).

Murmel105
08.06.2011, 14:10
Wann ist denn Spielzeug pädagogisch wertvoll? Wer legt denn das fest?

Ich habe erst neulich von Fischerprice ein tolles Spielzeug erstanden, bunte Plastikschalen, die man als Turm stapeln kann und aus denen man Kugeln bauen kann, die aber auch einzeln toll zu greifen sind. Ich finde das klasse und auch Mini spielt damit sehr gern und auch ausdauernd.

Was ich selber nicht so toll finde, sind die Spielzeuge die Geräusche machen.Das ist aber persönliches Empfinden und ich denke, ich werde mich dem nicht entziehen können.

Das wichtigste ist doch, dass es den Kindern gefällt und sie damit spielen.

Pfeifchen
08.06.2011, 14:11
Hi Peppi,

also generell sollte man überhaupt nicht für oder gegen Plastik-Spielzeug sein. Ich bin mir sicher, der Erzieher hat eine positive Meinung über Lego und Co. - robust, leicht zu reinigen, Kreativität fördernd usw.

Ich glaube aber eher, dass es um die Art des Spielzeugs geht. Bei unserer 3jährigen gibt es z.B. sowohl Lego Duplo als auch Holzklötze, eine Holzeisenbahn, Holz- und Kunststoff-Autos, ein Kunststoff-Rutscherauto und eine Kunststoff-Wippe, ein Holzpuppenwagen und -Bett, ein Chicco-Sortier-Spiel, eine Holzpuppenküche mit Holz- und Kunststoff-Zubehör und Bücher, Bücher, Bücher und natürlich auch ein paar Spiele.

Ich will damit sagen, dass es doch die Mischung macht. Mein Mann und ich wollten nie Spielzeug haben, das auf Knopfdruck Töne von sich gibt (nicht nur weil es nervt, sondern auch weil viele - nicht alle - Spielsachen zu laut für Kinderohren sind). Das haben wir bewusst vermieden. Auch Spielzeug, das nicht robust genug oder unnötig ist (man muss ja nicht alles haben) kann gerne im Laden bleiben.

Trotzdem ist es so, dass es eben unterschiedliche Meinungen zu "pädagogisch wertvollem" Spielzeug gibt - und natürlich auch die Geschmäcker verschieden sind. Da sollte jeder machen dürfen, wie er will, solange es den Kindern nicht schadet (Videospiele und Fernsehen mal ganz ausgenommen).

Wie siehst du das?

Grüßle, Pfeifchen

Sammy96
08.06.2011, 14:13
Hallöchen,
also, als ich noch keine Kinder hatte, habe ich auch immer so ähnlich getönt: "nein, niiiiiiemals kommt mir dieser Plastikscheiss ins Haus, nur Holzspielzeug"! Damit hatte ich natürlich a) die Verwandtschaft nicht auf dem Zettel und b) die Vorlieben der Kinder ;-)) Kinder mögen nunmal Sachen, die Geräusche machen. So hat unser Krümel zB zu Ostern von meinem Schwiegerdrachen einen Stoffhasen mit Schokizeugs dran bekommen, der ganz grauenhaft: "Old McDonlad has a farm" singt, wenn man ihm die Pfote drückt. Und was soll ich sagen: er kommt ständig mit dem Viech an und ich soll ihn drücken! Was sagt denn Euer Freund zu Playmobil und Lego? Da kann man doch einen pädagogischen Wert überhaupt nicht wegreden! Mein Grossser spielt heute noch mit Lego (wehe Ihr verratet ihm, dass ich das hier öffentlich mache ;-)). Der Vorteil vom Plastiki ist nunmal, dass man er auch mit nach draussen nehmen und auch mal im Regen vergessen kann, ohne das es aufquillt. Ich denke, man muss eine gesunde Mischung finden: wir haben auch viele Holzsachen noch vom Grossen (Brio, eine grosse Holzarche, div. gr. Fahrzeuge, die man ergänzen kann etc), aber auch Plastik. Holz und/oder teuer heisst nicht immer gut, wie einer der letzten Ökotests zeigte: da fielen auch teure Sachen wie Haba und Selecta durch!
Also, Fazit: die Mischung macht´s. Dein Freund wird noch sehen, wie weit er mit seinem Vorhaben kommt.

LG
Sammy

Inaktiver User
08.06.2011, 14:18
Damit hatte ich natürlich a) die Verwandtschaft nicht auf dem Zettel und b) die Vorlieben der Kinder ;-)) Kinder mögen nunmal Sachen, die Geräusche machen.

mich wundert, dass das hier so viele relevant finden.

sonst setze ich den Kindern doch auch Grenzen und meine oft besser zu wissen, was gut für sie ist als sie in dem Moment - da ist es doch irrelevant, dass sie so ein elektronisches Krachmacherspielzeug mögen.


Dass es die Mischung macht und das ganze keine strenge Ideologie sein sollte, dem stimme ich zu.
Aber ich finde schon, dass man als Eltern da eine deutliche Verantwortung hat, der viele nur sehr bedingt gerecht werden.

Inaktiver User
08.06.2011, 14:22
Ich glaube aber eher, dass es um die Art des Spielzeugs geht. Bei unserer 3jährigen gibt es z.B. sowohl Lego Duplo als auch Holzklötze, eine Holzeisenbahn, Holz- und Kunststoff-Autos, ein Kunststoff-Rutscherauto und eine Kunststoff-Wippe, ein Holzpuppenwagen und -Bett, ein Chicco-Sortier-Spiel, eine Holzpuppenküche mit Holz- und Kunststoff-Zubehör und Bücher, Bücher, Bücher und natürlich auch ein paar Spiele.

Das finde ich für eine Dreijährige schon zu viel. Bei uns war es deutlich weniger, bzw. wir haben immer mal wieder weggeräumt, wenn wir den Eindruck hatten, es liegt nur rum. Spielzeug, das Geräusche macht gab es bei uns gottseidank noch nicht. Es sei denn, wir hätten eine Trommel gekauft.

Warum man aber kein Lego, keine bunten Plastikbausteine und keine Kleidung mit Motiven drauf haben sollte erschliesst sich mir nicht wirklich.
Gut, wir hatten Jungs und ich hab sie eigentlich auch eher puristisch angezogen. Aber Motive auf Shirts gabs schon. Das Lieblingsshirt meines Mittleren war übrigens eines mit einem Kran drauf.

Godewind
08.06.2011, 14:23
Bei meinem Sohn ist es mit Kinderspielzeug ja nun auch eine halbe Ewigkeit her:smirksmile:, aber dennoch frage ich mich auch, wo fängt "pädagogisch wertvolles" Spielzeug an, wo hört es auf?
Das Spielzeugsortiment meines Sohnes war gemischt. Es bestand im Babyalter auch z. B. aus Fisher Price, er hatte einiges an Lieblinsspielzeug von dieser Marke.
Später gabs Lego, immer in den altersgerechten Stufen, auch Playmobil war dabei. Er hat sich oft alleine (und mit Freunden) sehr gut damit beschäftigen können.
Kinder sollen doch einfach spielen können, auch ohne einmal einen pädgogischen Stellenwert dahinter sehen zu können.

Gehe ich in meine eigene Kinderzeit zurück:
Meine Mutter hat mit auch immer Spielzeug geschenkt, wo man auch immer etwas lernen sollte:unterwerf:. Nervig für mich damals.
Was hab ich gemacht: Bin zu meiner Freundin, die hatte viel lustigeres Spielzeug.

Lasst die Kinder doch einfach Kinder sein. :blumengabe:

Inaktiver User
08.06.2011, 14:24
Lasst die Kinder doch einfach Kinder sein. :blumengabe:

dafür braucht man aber kein Plastikspielzeug - das hängt von anderen Dingen ab.


den Aspekt, dass die meisten Kinder viel zu viel Spielzeug haben, finde ich auch sehr wichtig.

Godewind
08.06.2011, 14:25
ich habe nicht umgeschwenkt.

und bis sie so 6 waren, habe ich geschenkten Dinge, die ich nicht wollte, um die Ecke gebracht.
(mit Verwandten und Paten konnte ich die Dinge zum Glück verabreden).
Aha....

Ich dachte, das Spielzeug wäre für Deine Kinder vorgesehen gewesen:smirksmile:.

Inaktiver User
08.06.2011, 14:26
Leonie,

na es ist schon schwer, wenn Uroma A. hier ganz stolz mit dem Plastikliederbuch auftaucht, der Zwerg das ganz begeistert benutzt, das später wieder verschwinden zu lassen.

Klar, mein Kind hätte das nicht gemerkt.

Aber meine Omi hätte mir leid getan. Ich finde es aber auch, wie gesagt, inzwischen selber gut.

Dein Argument mit zu bunt, zu dominant kann ich nachvollziehen. Das mit der Wertigkeit zwar auch, aber nur begrenzt.

Ich frage mich auch, ob das wirklich Einfluss auf die zukünftige Einstellung meines Kindes hat, wenn es jetzt mit Plastikspielzeug spielt.

Godewind
08.06.2011, 14:27
dafür braucht man aber kein Plastikspielzeug - das hängt von anderen Dingen ab.


den Aspekt, dass die meisten Kinder viel zu viel Spielzeug haben, finde ich auch sehr wichtig.
Welchen Schaden nehmen Kinder bei "Plastikspielzeug"

Bei letzterem Satz gebe ich Dir Recht. Wir haben auch immer mal etwas weggeräumt und es nach einiger Zeit mal wieder ausgetauscht, zumindest im frühen Kindesalter.
Aber generell habe ich meinen Sohn entscheiden lassen, womit er spielen will.

Talea1982
08.06.2011, 14:27
Ich habe bisher die Erfahrung gemacht, dass das tollste Spielzeug vergessen ist, wenn Taleo eine Plastikflasche in die Hände bekommt:pfeifend:. Manchmal sind die einfachsten "Spielzeuge" die interessantesten:freches grinsen: Meine Mutter gibt ihm immer die Deckel von so Einmachgläsern....... die sind hier auch der Hit:freches grinsen:

Mal davon abgesehen mag mein Sohn Fisherprice auch:freches grinsen:. Hauptsache es macht Krach und ist schön bunt.

Warum sich dagegen sperren, nur weil man selber das nicht möchte? Man kann ja auch "wenig" davon kaufen............ Wichtig ist nur, dass die keine Weichmacher enthalten, nicht "zu" laut und "sicher" (TÜV geprüft) sind:blumengabe:

Ich kenne auch so ein paar Leute, die haben Pädagogik studiert und machen einen riesen Hekmeck aus sowas: OOOOOOOOoooooooh Nein, SOWAS ist aber nicht pädagogisch wertvoll, alles muss aus Holz sein usw.
Das Spielzeug soll am Besten noch 5 Sprachen sprechen und gleichzeitig ne Lauflernhilfe darstellen usw.

Meine persönliche Priorität war dann aber, dass es einfach Spaß machen soll:wangenkuss:. So kleine Kästchen, wo man Teile in Formen stecken soll z.B. DAS finde ich anregend. Warum soll es dann nicht auch quietschbunt sein?

Aus allem ne Wissenschaft zu machen ist auch nicht das Wahre:kuss:

Godewind
08.06.2011, 14:29
@Talea
welch ein schönes Posting von einer unkomplizierten Mama. :smile:

Pfeifchen
08.06.2011, 14:30
Das finde ich für eine Dreijährige schon zu viel. Bei uns war es deutlich weniger, bzw. wir haben immer mal wieder weggeräumt, wenn wir den Eindruck hatten, es liegt nur rum. Spielzeug, das Geräusche macht gab es bei uns gottseidank noch nicht. Es sei denn, wir hätten eine Trommel gekauft.

Warum man aber kein Lego, keine bunten Plastikbausteine und keine Kleidung mit Motiven drauf haben sollte erschliesst sich mir nicht wirklich.
Gut, wir hatten Jungs und ich hab sie eigentlich auch eher puristisch angezogen. Aber Motive auf Shirts gabs schon. Das Lieblingsshirt meines Mittleren war übrigens eines mit einem Kran drauf.

Du hast recht Ina, das steht auch nicht alles bei ihr im Zimmer - viele Dinge sind inzwischen im Keller für die Nr. 2 aufgehoben. Das waren die Dinge, die sich im Lauf von 3 Jahren angesammelt haben. ;-)

Inaktiver User
08.06.2011, 14:33
Hm, ich finde es einen seltsamen Aspekt, dass das Prädikat "pädagogisch wertvoll" vom Spielmaterial abhängt...
Meine Großen liebten z.B. Playmobil, was ich für total wertvoll halte.
Das ist liebevoll bis ins Detail nachgearbeitet, regt die Phantasie u. Kreativität an.
Das will mir nicht einleuchten, warum ein Holzritter die bessere ALternative seien soll...:wie?:
LG:smile:

Talea1982
08.06.2011, 14:33
@Talea
welch ein schönes Posting von einer unkomplizierten Mama. :smile:

:wangenkuss:

Inaktiver User
08.06.2011, 14:35
Achso: Pädagogik! Die habe ich übrigens auch studiert...:smirksmile:

Talea1982
08.06.2011, 14:37
Achso: Pädagogik! Die habe ich übrigens auch studiert...:smirksmile:

:freches grinsen: Das sollte jetzt nicht verallgemeinert werden.

Es gibt da nur leider welche (ich kenne da ein paar mehr von), die sind da einfach in allem viel zu viel in ihrer Theorie steckengeblieben:blumengabe:

Katzentier
08.06.2011, 14:38
Talea: :allesok:
Dein Posting unterschreib ich mal! :kuss:

Inaktiver User
08.06.2011, 14:39
Achso: Pädagogik! Die habe ich übrigens auch studiert...:smirksmile:

Wir hier auch, zumindest einer von uns ganz speziell.

Aber gerade die sind ja manchmal betriebsblind......:freches grinsen:

Inaktiver User
08.06.2011, 14:41
Leonie,

na es ist schon schwer, wenn Uroma A. hier ganz stolz mit dem Plastikliederbuch auftaucht, der Zwerg das ganz begeistert benutzt, das später wieder verschwinden zu lassen.
Du könntest mit der Uroma aber mal sprechen.



Welchen Schaden nehmen Kinder bei "Plastikspielzeug"

vieles schrieb ich doch schon:

zu bunt, meist nicht so gute Qualität - sonst will ich in meinem Haus ja auch gute Dinge und nicht die Plastikversion.

und noch ein Aspekt, den wir ganz wichtig finden:
Plastikspielzeug kann meist nicht repariert werden - Dinge aus Holz, Stoff, Metall dagegen meist schon. Auch das prägt die Kinder durchaus - ob das ex und hopp geht oder ob das langlebig ist, weitergegeben und ggf. eben auch repariert wird.

Hoppypoppy
08.06.2011, 14:41
Wir haben den Unterschied weniger beim Material gemacht, sondern eher bei Spielzeug vs Vorspielzeug. Es gibt hier nicht, was auf Knopfdruck irgendeine Dauerberieselung startet.
Autos und Bausteine gibt es allerdings aus allen Materialien, die man so kaufen kann... Und mit jedem wird gleich hingebungsvoll gespielt.
Es gibt übrigens auch in Deutschland produzierte hochwertige Plastikspielzeuge.

Symphonie
08.06.2011, 14:43
wobei es auch nicht schlecht ist dass die Kinder lernen was passiert wenn sie etwas kaputt machen....
ich muss aber sagen,dass das Plastikspielzeug hier einiges aushält

Inaktiver User
08.06.2011, 14:44
Es gibt übrigens auch in Deutschland produzierte hochwertige Plastikspielzeuge.

... und andererseits, wie schon gesagt, leider teures, in Deutschland produziertes Holzspielzeug, das bei Ökotest durchgefallen ist; daneben natürlich auch billiges Holzspielzeug aus China, dem wohl auch nicht zu trauen ist... Die Gleichung Plastik=billig und minderwertig bzw. Holz=teuer und hochwertig geht so nicht auf.

Inaktiver User
08.06.2011, 14:45
wobei es auch nicht schlecht ist dass die Kinder lernen was passiert wenn sie etwas kaputt machen....

sooo begeistert schaut der Papa nicht immer, wenn er repariert ...


wo ich zustimmen möchte: Spielzeug muss nicht immer "pädagogisch wertvoll" sein.

davon kommt mir aber trotzdem manches nicht über die Schwelle.

Inaktiver User
08.06.2011, 14:46
Richtig, sehe ich auch so.

Murmel105
08.06.2011, 14:46
Ich habe bisher die Erfahrung gemacht, dass das tollste Spielzeug vergessen ist, wenn Taleo eine Plastikflasche in die Hände bekommt. Manchmal sind die einfachsten "Spielzeuge" die interessantesten Meine Mutter gibt ihm immer die Deckel von so Einmachgläsern....... die sind hier auch der Hit


Huhu Talea- das unterschreib ich mal so: Plastikflaschen, "Tupperdosen", am besten noch was rein was klappert oder Cremedosen mit was klapperndem gefüllt oder leere Kartons, werden hier total gern "bespielt".

Aber eben auch andere Dinge. Womit ich allen anderen Recht gebe, ist die Masse. Ich räume immer alles weg bis auf 1-2 Spielzeuge und dann wird gewechselt.

Inaktiver User
08.06.2011, 14:47
... und andererseits, wie schon gesagt, leider teures, in Deutschland produziertes Holzspielzeug, das bei Ökotest durchgefallen ist; daneben natürlich auch billiges Holzspielzeug aus China, dem wohl auch nicht zu trauen ist... Die Gleichung Plastik=billig und minderwertig bzw. Holz=teuer und hochwertig geht so nicht auf.

dem stimme ich zu - auch wenn es von der Tendenz her stimmt (es gibt eine positive Korrelation, wenn auch selbstverständlich keine vollständige :smirksmile:).

aber da setze ich lieber da an, dass es eben gutes Holzspielzeug sein soll.
(auch Holzspielzeug kann z.B. völlig unmotiviert mit Abziehbildern verunstaltet sein *seufz*)

Inaktiver User
08.06.2011, 14:48
Huhu Talea- das unterschreib ich mal so: Plastikflaschen, "Tupperdosen", am besten noch was rein was klappert oder Cremedosen mit was klapperndem gefüllt oder leere Kartons, werden hier total gern "bespielt".

noch ein Grund, warum Kinder gar nicht viel Spielzeug brauchen.

Symphonie
08.06.2011, 14:51
Richtig, sehe ich auch so.
Was?

Symphonie
08.06.2011, 14:51
Huhu Talea- das unterschreib ich mal so: Plastikflaschen, "Tupperdosen", am besten noch was rein was klappert oder Cremedosen mit was klapperndem gefüllt oder leere Kartons, werden hier total gern "bespielt".

.
Kommt dann aber auch aufs Alter drauf an..

Murmel105
08.06.2011, 14:54
Kommt dann aber auch aufs Alter drauf an..


Sicher, aber im Moment ist das noch der Hit:smile:.

Nichtnurmami
08.06.2011, 14:55
Hallo,
meine zwei haben Lego/Duplo geliebt, wirr hatten auch Playmobil, Brio Bahn u.v.a. m.

Ich hatte mich fünf!! Jahre gegen Barbie gewehrt, zum 5.Geburtstag bekamm meine "arme" Tochter sechs verschiedene Billigversionen, ich hab's gehaßt, das Kind war glücklich!

Der Hit bei meiner 2,5 jährigen Nichte, eine Puppenküche aus Holz, wo sie mir letztens stolz berichtete, "mit echten Nudeln kocht"

Ich oute mich als Sigikid und Haba Fan, meine Enkelin hat zur Geburt davon Mobile und Spieluhr bekommen.(incl. noch so dies und das;-))

Mein persönliches Hassspielzeug war mal ne Plasteschildkröte mit ner Schwungscheibe, die per Unwucht so kleine Plastekugeln in einer Halbkugel hin-und herschoß, das knatterte dermaßen, daß ich es abends heimlich still und leise entsorgt habe, ditrekt in die Mülltonne! Die Schenkerin (Erzieherin!!)wurde bedroht, daß ich beim nächsten derartigen Geschenk ihren Kindern Trommeln kaufe! Sie war lernfähig!!!

LG NNMi

Inaktiver User
08.06.2011, 14:58
Ich stimme zu, dass Holz nicht auf jeden Fall gut sein muss. Es gibt hier u. da Schrott mit Lösungsmitteln, Schadstoffen, und, und...

Inaktiver User
08.06.2011, 15:01
Mein persönliches Hassspielzeug war mal ne Plasteschildkröte mit ner Schwungscheibe, die per Unwucht so kleine Plastekugeln in einer Halbkugel hin-und herschoß, das knatterte dermaßen, daß ich es abends heimlich still und leise entsorgt habe, ditrekt in die Mülltonne! Die Schenkerin (Erzieherin!!)wurde bedroht, daß ich beim nächsten derartigen Geschenk ihren Kindern Trommeln kaufe! Sie war lernfähig!!!

LG NNMi


:schild genau:Das gleiche hab ich den Schenkern von ungeliebtem Krachspielzeug auch angedroht. Meine Ex-Schwiegermutter kam auch mal mit so einem nervigen Polizeidreirad aus dem Intershop an. Ich hab ihr angekündigt, dass Sohni sie das nächste Mal mit seinem niegelnagelneuen Schlagzeug besuchen wird:freches grinsen: Da hat sies wieder mitgenommen und an die andere Schwiegertochter verschenkt, die war nicht so undankbar wie ich.

Talea1982
08.06.2011, 15:03
Ehrlich gesagt finde ich es schade, dass Eltern das Spielzeug der Kinder wegwerfen, nur weil sie selbst es nicht leiden können:knatsch:

Ich verstehe mich mit meiner Schmutti auch nicht so dolle, aber nach der lila Hello Kitty und den pinken Schneeanzug (für einen Jungen) fragt sie mich, was denn der Kleine den mag und welche Farbe etc. denn passen würde. Die "verkorksten" Sachen habe ich widererwarten nicht weggeschmissen (wäre eine SÜNDE, andere haben kein Geld für Spielzeug und ich schmeiße es dann in den Müll???): Die Hello Kitty ist unter seinem Spielzeug und der Schneeanzug hängt im Schrank für jemanden, der es gebrauchen könnte:blumengabe:

Flau
08.06.2011, 15:36
Ich bin zwar keine Mama, aber wenn ich trotzdem was sagen darf:
Ich finde auch nicht, dass alles vorwiegend "paedagogisch wertvoll" sein muss. Ich habe auch meine persoenliche graue :smirksmile: "das kommt mir nicht ueber die Schwelle" Theorie, aber ich fasse darunter eher Sachen, die ich persoenlich als "(paedagogisch) schaedlich" einstufen wuerde (also nicht nur als "nicht wertvoll genug").
In meiner grauen Theorie lehne ich z.B. "Kriegsspielzeug" ab, also Spielzeugwaffen, Soldatenfiguren, Spielzeugpanzer usw. Wobei ich nun gegen eine Wasserpistole oder einen Royal-Guard-Hampelmann gefuehlsmaessig nichts einzuwenden haette - da sieht man mal, wie weit es mit der Konsequenz her ist. :smirksmile: Sehr gut finde ich auch das "Bedudeln-contra-selber-machen" Argument - so aehnlich wurde auch mein Spielzeug seinerzeit ausgesucht.

Qualitaet und Anerziehen eines Qualitaetsbewusstseins finde ich schon nachvollziehbare Argumente, aber ich weiss jetzt schon, dass ich schlicht zu faul waere, Spielzeug dahingehend zu sortieren, vor allem, wenn es dann noch der Hit beim Nachwuchs ist. Man kann die Schenkerei und das eigene Kaufverhalten natuerlich entsprechend lenken, aber zum "das kommt mir nicht ueber die Schwelle" waere mir (!) ein solches Kriterium zu anstrengend. Dazu kaeme ich erst wieder beim wirklich schaedlichen, also giftige Weichmacher usw.

Das Laerm-Argument kann ich wiederum voll verstehen, gerade auch wenn es den Kindern selbst nicht gut tut. Ich erinnere mich bis zum heutigen Tage daran, wie eine Tante eine Blechtrompete fuer meinen ca. 3-jaehrigen kleinen Bruder anschleppte. Unsere Eltern erbleichten und sprachen wie aus einem Mund: "Das gibt Rache!"
Ich glaube, die kleine Tochter besagter Tante, gleiches Alter wie mein Bruder, bekam daraufhin so eine Hinterherzieh-Walze (keine Ahnung, wie die Dinger heissen), die im Rollen liebreizend dudelte. :freches grinsen:

Samla
08.06.2011, 16:00
Anscheinend sitzt in vielen Köpfen der Glaube teuer = gut noch ziemlich fest.
HABA gefällt mir z.B. auch unheimlich gut, meine Tochter interessiert es kein bisschen.
Ganz abgesehen davon hat HABA bei diversen Untersuchungen der Stiftung Ökotest mieserabel abgeschnitten und entwickelt die Spielzeuge zwar in Deutschland, produziert aber in China.

Egal, darum ging es nicht.
Grundsätzlich hatte ich auch die Einstellung dass mir kein Plastik-Krach-Zeug ins Haus kommt. Jetzt hat sich vor einigen Monaten aber trotzdem ein Fisher-Price Telefon ins Regal geschlichen. Beim Besuch einer Freundin hat meine Motte es entdeckt und für toll befunden, und ich habe sicher drei Wochen lang überlegt ob ich es wirklich kaufen soll oder nicht. Letztendlich haben wir es gekauft, sie spielt gerne damit und hat ihren Spaß. Wie Talea schon sagte, das ist das einzig wichtige daran (unter Berücksichtigung aller Sicherheitsaspekte versteht sich).

Genau so viel Spaß hat sie aber auch mit unseren zahlreichen Bilderbüchern, mit einem Holz-Xylophon, mit dem "sortieren" unserer Wäsche, mit einer alten Rührschüssel die sie im Schrank entdeckt hat und und und... im Endeffekt sucht sie sich selbst womit sie spielen möchte, und solange das keine Gefahr für sie darstellt, überlasse ich ihr auch alle Gegenstände aus unserem Haushalt zur genaueren Untersuchung. Einfach mal locker bleiben :smirksmile:

Meine Tochter ist ein KIND und wird noch früh genug diversen Erwartungshaltungen entsprechen müssen, die alle nur auf das Ziel ausgerichtet sind den Menschen so zu formen, dass er in das gesellschaftlich anerkannte Jackett passt. Alles muss immer irgend einen Sinn haben und auf eine möglichst erfolgreiche Zukunft ausgerichtet sein. Nur wenn ein Spielzeug einen pädagogisch anerkannten Zweck hat, ist es in Ordnung. Warum? Darfs nicht einfach so Spaß machen?

crazy79
08.06.2011, 16:02
Ich wollte auch niiieeee was von den Selbstdudeldingern... Und: mittlerweile bekommt Mini das eine (spielt vier Lieder in erträglicher Tonlage und Lautsärke) von mir angeboten - wenn er mit seinen anderen einfachen Spielsachen zuviel Karch macht :freches grinsen: (Das können die Kleinen nämlcih durchaus mit anderen Dingen auch.... und nicht immer kann ich ihn mit einem Buch oder so ablenken.)
Aber: wir versuchen die Dinge in Grenzen zu halten. Ich finde es einfach schöner, wenn die Kleinen ihre Phantasie einsetzen können. Dabei stehen gerade Autos und Lego Duplo ganz hoch im Kurs. oder seine Musikinstrumente (Xylophon, Schellentamburin, Maracas).

myDara
08.06.2011, 19:18
Huhu Talea- das unterschreib ich mal so: Plastikflaschen, "Tupperdosen", am besten noch was rein was klappert oder Cremedosen mit was klapperndem gefüllt oder leere Kartons, werden hier total gern "bespielt".

Aber eben auch andere Dinge. Womit ich allen anderen Recht gebe, ist die Masse. Ich räume immer alles weg bis auf 1-2 Spielzeuge und dann wird gewechselt.

Eure Minis sind aber noch sehr klein oder? Im ersten Jahr war das hier auch der Renner. Irgendwann aber nicht mehr (ausser die Cremedose ist voll, er erwischt sie und alles landet überall).
Tupperdosen werden hier maximal noch einmal aufeinandergestapelt und dann beachtlos liegen gelassen. Die Zeit wo er sich damit ne halbe Stunde auseinandersetzen konnte ist schlicht weg vorbei.

Inaktiver User
08.06.2011, 19:19
dann gibt so ein Haushalt doch aber vieles andere her ...

Symphonie
08.06.2011, 19:21
Mein Großer sammelt draussen zZ am liebsten Stöcker,danach kommen Steine.
Haushaltsdinge, ausser Cremes ;-), interessieren ihn nicht. Es muss einen Zweck haben. Sprich den Geschirrspühler ausräumen,dann das Geschirr,ja.
Aufdecken,dann auch das Geschirr, ja.
Aber Dosen? Wäsche? Kein Interesse.

Die Kleine hat ein Wäscheinteresse am dreckigen Wäschekorb. Besonders toll wenn Besuch da ist und die Unterwäsche rumgetragen wird.
Aber auch sie spielt,wenn, mit den Magneten am Kühlschrank,aber nicht mit Dosen,Deckeln und anderen Haushaltssachen

myDara
08.06.2011, 19:29
Also jetzt zum Thema. Das die meisten Kinder viel zu viel Spielzeug haben kann ich nur unterschreiben. Das meiste bleibt bei uns dann nach kurzer Bespielungsphase irgendwo in der Ecke liegen und verstaubt. Weggeben tu ich es auch nicht denn ich stelle fest wenn andere Kinder zu Besuch kommen und damit spielen wird es für unseren Junior kurzfristig auch wieder interessant!

Am aller allerliebsten macht mein Kleiner einfach Sachen die ich auch mache, Alltagsdinge: er kocht für sein Leben gerne in der Puppenküche, er liebt es auf seiner Wergzeugbank zu spielen (ist noch nicht mal ne echte sondern eine von Papa zusammengezimmerte wo er mit echten Schrauben werken darf), es gibt im Haus eine Zauberlade wo ganz viele tolle Sachen drinnen sind (Stifte, Lineal, Taschenrechner, ein altes Telefon - da kann er ne Stunde dran stehen und entdeckt immer wieder Dinge neu), er liebt Geschirrspüler ein und ausräumen, Tisch decken, Wäsche verräumen helfen, Socken sortieren, Blumen gießen, Spinnen beobachten, die Waschmaschine einschalten etc. etc.. Ich stelle mehr und mehr fest dass wenn wir daheim sind er sich einfach viel lieber in unseren Alltag einbringt als alleine wo zu spielen. Diese Tatsache ist mir pädagogisch wertvoll genug! (allerdings musste ich mich selbst ermal durchringen ihn machen zu lassen)

Spielzeug nach "pädagogisch wertvoll" gekauft habe ich allerdings auch noch nie. Bei uns ist es eigentlich so dass er sich entweder was aussuchen darf (zb. ein neues Schleich Tier) oder mich was anspringt wo ich denke das könnte ihm Spaß machen (sein Lauflernwaagen auf Plastik vom feinsten und relativ laut, aber er mag ihn immer noch recht gerne da er auch einige Kinderlieder spielt)

Was noch am ehesten geht wenn im Haus mal nix zu tun ist ;-)):
+ Bücher, die sind eigentlich immer der Renner, keine interaktiven aber gerne welche wo man drehen, wo rumziehen, was auspacken oder einkleben kann
+ Puzzels
+ sein Bobby Car
+ sein Schaukelpferd
+ ein Ball

Bei geschenktem Spielzeug dass mir gar nicht in den Kram passt (essbare Knete letztens) packe ich es weg und schenke es weiter. Noch geht das. Viele Sachen haben wir auch noch ungeöffnet im Kinderzimmer stehen und an einem grausligen Regentag wo man nicht raus kann wird dann eins aufgemacht. Ist neu und kurz interessant.

Kriegsspielzeug, Waffen oder ähnliches kommt mir auch nicht ins Haus. Gegens ein Instrumental Set (Trompete, Trommel, Triangel, Schellen) habe ich gar nix, Kinderlärm ist doch guter Lärm!

:blumengabe:

myDara
08.06.2011, 19:32
Mein Großer sammelt draussen zZ am liebsten Stöcker,danach kommen Steine.
Haushaltsdinge, ausser Cremes ;-), interessieren ihn nicht. Es muss einen Zweck haben. Sprich den Geschirrspühler ausräumen,dann das Geschirr,ja.
Aufdecken,dann auch das Geschirr, ja.
Aber Dosen? Wäsche? Kein Interesse.

Die Kleine hat ein Wäscheinteresse am dreckigen Wäschekorb. Besonders toll wenn Besuch da ist und die Unterwäsche rumgetragen wird.
Aber auch sie spielt,wenn, mit den Magneten am Kühlschrank,aber nicht mit Dosen,Deckeln und anderen Haushaltssachen

Wenn ich duschen gehe und ich lasse meine UnterRwäsche in der zwischen Zeit im Bad kann ich mir sicher sein dass er mit meinem Schlüpfer durchbrennt.
Wenn ich mir Schmuck anlege kann man sich bei unserem auch sicher sein dass er dringend ein Ohrring braucht. Jetzt! Sofort! Mama hat ja auch einen.

Inaktiver User
08.06.2011, 19:33
My dara: Kinderlärm ist nicht nur guter Lärm, sondern Zukunftsmusik...:smirksmile:

frauschlumpf
08.06.2011, 20:22
Das ist ja spannend hier, da mag ich auch was sagen:
Unsere Tochter ist jetzt ein knappes Jahr und besitzt eigentlich schon viel zu viele tolle Spielsachen. Holz, Plastik und Kuschelige Sachen.

Ehrlich gesagt am vielseitigsten finde ich die Plastiksachen - wir haben Duplos, die sind auch jenseits ihres eigentlichen Zwecks wunderbar vielseitig zum auf den Boden klopfen, Noppen befühlen, darauf rumkauen, aus der Kiste räumen, inzwischen auch in ein Eimerchen Räumen usw... und natürlich wir bauen Türme und die kleine schmeißt um. Außedem haben wir eine Kiste Lego Primo (das sind die mit den Riesennoppen) - bereits von drei Kindergenerationen bespielt und immer noch wie neu, die lassen sich auch schon von kleinen Kindern stapeln und stecken - also eigentlich pädagogisch recht wertvoll und extrem stabil.
Ach ja und der Vater liebt das Legobauen auch, also haben alle Spass.
Die geerbten Holzbausteine dagegen haben schon viele Macken, Dellen und zum Teil ist der Lack so komisch, also eher etwas was man einem ganz kleinen Kind nicht in die Hand geben sollen.

Ansonsten haben wir Sachen, die den Eltern Spass machen, also viele Bücher zum zusammen angucken, Lieder singen und so .... Außerdem sind der Renner eine kleine Ziegenglocke (eigentlich ein Erinnerungsstück aus meiner sentimentalen Kiste) und so eine asiatische Klangschale. Die hat die Kleine zur Geburt bekommen und damals dachte ich, was für ein bescheuertes Geschenk für ein Baby. Typisch ältliches kinderloses Fräulein - gehört jetzt zu den absoluten Favoriten.

Bei Büchern mag ich Spass haben, also sind die nicht unbedingt pädagogisch wertvoll - ich warte jetzt schon sehnsüchtig darauf endlich Konrad aus der Konservendose vorlesen zu dürfen. Kennt den noch jemand?

So jetzt muss ich den ganzen "Plastikschrott" einsammeln, vor sich noch jemand von uns großen den Zeh bricht.
Viele Grüße FrauSchlumpf

Wiesenkraut
08.06.2011, 20:34
Talea schrieb


Ich kenne auch so ein paar Leute, die haben Pädagogik studiert und machen einen riesen Hekmeck aus sowas: OOOOOOOOoooooooh Nein, SOWAS ist aber nicht pädagogisch wertvoll, alles muss aus Holz sein usw. ja hier ich






*g vor 17 Jahren, als mein Sohn kurz nach dem Studium kam. So ziemlich das letzte was ich geschrieben hab, war eine Facharbeit über Spielzeugfreie Kindheit und das hab ich bei Beiden Großen dann auch durchgesetzt:smirksmile:

Das erste Spielzeug (ausser je einem unbeachteten Kuscheltier und einem Lego Lauflernwagen) gabs mit etwas über 2. Bis dahin wurde alles bespielt was der Hauhalt so hergab. Mit Begeisterung Plastikflaschen mit Nudeln oder Reis drin. Später wurden Pfennige in die Flaschen gesteckt.., Töpfe, Küchensiebe, Bälle aus Wolle, Metermaß. Säckchen aus Strümpfen mit unterschiedlichen Materialien wie Erbsen, Reis und Watte gefüllt.
Später kleine Nägelchen mit einem echten Hammer und Kork
fingerfarbe aus lebensmittelfarbe Mehl usw. Massig Tapetenrollen zum draufmalen.

Ich war auch sehr direkt zu allen Leuten die doch mit Spielzeug anrückten:pfeifend:

Meine Kinder habens überlebt und ich hege die Hoffnung dass sie ohne allzugroßen Pädagogen Schaden davon gekommen sind *g

Heute seh ich das ganze gelassener. Es gibt Plastik, erst recht seit man viele Giftstoffe in Holzspielzeug auch von sogenannten Topmarken (Haba) gefunden hat. Ich achte immer noch ein bischen auf entwicklungstechnisch wertvoll. Wir haben z.b einen Stapelturm aus Plastikbechern, weil der wirklich lange und viel bespielt wird und viele Lernfelder bietet.
Es gibt unbehandelte selbst geschnitzte Holzbausteine unterschiedliche Fühlmaterialen.
Lange bevor das fünkchen krabbeln konnte hab ich ein Plastikbobbycar erstanden, weil die einfach unverwüßtlich sind und einem auch schon mal verzeihen, wenn sie im Regen vergessen werden.

Es gibt immer noch immer den halben Haushalt UND vor ein paar Wochen hat bei uns eine geerbte Kugelbahn von Fisher Price einzug gehalten. Erst hab ich das überlegt, das Ding in den Keller zu stellen. Es macht jedesmal wenn eine Kugel oben reingeschmissen wird Musik und es gehen bunte Lichter an. Mein pädagogischer Alptraum.
ABER ich kenn wenig Geräte mit denen sich das Fünkchen so ausdauernd beschäftigt und das Gedudel und das Lichtzeugs muss nicht mal an sein. Sie nutzt die Kugelbahn als Lauflernhilfe (unsere Hände hat sie ganz lange abgelehnt), hat von dort ihre ersten Schritte gemacht, hat einen heidenspass mit den Plastikkugeln.
Also hat dieses Ding bei uns einzug gehalten.

Das Post ist seit heute mittag auf, ich hab keine Ahnung was in der Zwischenzeit dazu kam :pfeifend:

Inaktiver User
08.06.2011, 21:05
Oh ja, die Kugelbahn haben wir auch Wiese :smile: Geschenk vom Enkel meiner Arbeitskollegin.

Aber ich denke auch, dass die Zwerge die ersten 2 Jahre auch wunderbar ohne Spielzeug überstehen würden.

Das beste Spielzeug ist nun mal das, was Mama und Papa auch gerade macht.

Wenn ich koche, sitzt er auf dem Boden und fummelt mit Schneebesen und Löffeln in seinem Topf. Er trägt einen Nachmittag lang das Werkzeug meines Mannes von a nach b, wenn mein Mann draussen am werkeln ist und versucht Dinge nachzumachen. Er putzt das Klo mit der Klobürste, kann eine viertel Stunde lang versuchen einen kleinen Deckel auf eine Wasserflasche zu drehen (klappt natürlich noch nicht).

Ich nehme aber gerade Anregungen mit. Wir haben einfach zu viel von allem. Ich beobachte, dass er so reitzüberflutet ist, dass er sich deswegen mit einer Sache nur kurz beschäftigt. Werd mal einen Großteil in den Keller stellen und gucken, wie es dann geht.

Inaktiver User
08.06.2011, 21:43
Ich wollte anfangs auch kein Plastikspielzeug haben, hab aber natürlich trotzdem welches geschenkt bekommen. So eine kreischend bunte Plastikkuckucksuhr von Fisher Price, die das ABC singt. :freches grinsen: Und was soll ich sagen: Dem Kleinen gefällt sie super gut. Generell finde ich die Fisher Price-Sachen aber auch gut gemacht, zumindest diese Uhr. Mit Klappen und Knöpfen, auf die man drücken kann, etc.

Generell hat der Kleine aber auch zu viele Spielsachen - nur, was soll man da schon machen? Die Verwandten schenken halt einfach gerne was und ich möchte es ihnen jetzt auch nicht abschlagen. Ich versuch's halt manchmal ein bisschen in Bahnen zu lenken.

Inaktiver User
08.06.2011, 21:52
Generell hat der Kleine aber auch zu viele Spielsachen - nur, was soll man da schon machen? Die Verwandten schenken halt einfach gerne was und ich möchte es ihnen jetzt auch nicht abschlagen. Ich versuch's halt manchmal ein bisschen in Bahnen zu lenken.
Briobahn und Baufix und Ostheimer Tiere sammeln - dazu gute Holzbauklötze und Bücher und Krippenfiguren und ... - und Kleidung schenken lassen - da lässt sich schon einiges kanalisieren.

und ansonsten kann man die Dinge ja "rotieren" lassen. Etwas, was im Keller verschwunden ist, muss da ja nicht für immer bleiben (wenn es das nicht soll :pfeifend: ), sondern kann aus dem Urlaub zurückkommen, wenn anderes auf Urlaub geht.

xanidae
08.06.2011, 21:56
wenig spielzeug ist pädagogisch wertvoll.

wir lagern einiges an spielzeug im keller aus. früher haben wir gezielt ausgetauscht und das war jedes mal ein erlebnis, wie lange sie sich mit den vermeintlich neuen sachen beschäftigen konnten.

heute sind sie größer und nutzen auch den keller als spielraum, wenn es oben zu langweilig ist.

ich habe darauf geachtet, dass meine kinder immer bücher, decken, kissen, matrazen, schachteln, dosen, papier, farben, knete und ihre stofftiere zur verfügung haben.

dazu gab es dann im wechsel die üblichen sachen: lego, holzeisenbahn, autos, matador, bauklötzer, u. a.

diverse sachen stehen nur nach absprache zur verfügung, z. b. wasserfarben und die wunderkiste (setzkasten mit deckel mit muscheln, steinen, münzen, rindenstücken, perlen, usw.).
als sie jünger waren gab es in bestimmten situationen die 'lauten' spielzeuge, u. a. von fisherprice. auch beim wickeln oder fieber messen.




doch ich finde es ist beim spielzeug und der art des spielzeugs wie bei vielem: die menge macht das gift.


wir haben unsere meinung auch geändert im laufe der jahre, z. b. haben wir nun doch playmobil: weil mein jüngerer sohn gerne 'rollenspiele' macht und nicht so der konstrukteur ist. er hat sich playmobil gewünscht 'die puppen von der oma'. (zuerst gab es playmobil nur bei der oma).

die stapelbecher von fisher price sind heute noch im einsatz. die finde ich prima. das muss nicht aus holz sein.

beim kinderarzt gibt es eine holznachziehente und eine raupe (?) aus plastik. ratet mal um welches nachziehtier sich die kinder, auch die größeren, streiten? ein holzschaukelpferd und ein plastikschaukelelefant - na? :pfeifend:

ich finde das immer wieder interessant.

und wen das thema insgesamt interessiert, hier ein link (http://www.spielzeugfreierkindergarten.de/fr_konzept.html) zum konzept des 'spielzeugfreien kindergartens'

Inaktiver User
08.06.2011, 22:12
Briobahn und Baufix und Ostheimer Tiere sammeln - dazu gute Holzbauklötze und Bücher und Krippenfiguren und ... - und Kleidung schenken lassen - da lässt sich schon einiges kanalisieren.

und ansonsten kann man die Dinge ja "rotieren" lassen. Etwas, was im Keller verschwunden ist, muss da ja nicht für immer bleiben (wenn es das nicht soll :pfeifend: ), sondern kann aus dem Urlaub zurückkommen, wenn anderes auf Urlaub geht.

Klar, dazu bin halt einfach ein bisschen zu konfliktscheu. Meine Verwandtschaft freut sich halt so total, dem Kleinen was zu schenken und ich mag ihnen da nicht so gerne vorschreiben, was. Ausgeräumt wird hier aber öfter und z. B. an andere verliehen, da wir sonst in einem Haufen Kinderkram untergehen. :lachen:

Am interessantesten sind hier aber auch die Dinge, die wir so in der Hand haben (Bücher, leere Wasserflaschen etc.) Nur leider wird momentan noch alles benagt. :Sonne:

Miala_2
09.06.2011, 00:38
Ich hatte als Kind eine Barbiepuppe, die hatte ein rosa Ballkleid mit lauter Sternchen drauf, die haben in der Nacht geleuchtet. Die war so toll, ich weiß noch wie heute wie ich sie erst stundenlang unter meiner Schreibtischlampe aufgeladen habe und mich dann unter der Bettdecke versteckt habe, damit es schön dunkel ist und die Sterne leuchten.
Auch wenn ich bei einer Freundin übernachtet habe mußte die Barbie immer mit.

Meine Mutter hat Barbies gehasst. Sie hat auch nie einen Hehl daraus gemacht. Trotzdem hat sie sie mir geschenkt (bzw. das Christkind, anno 1986).

Ich weiß noch wie heute wie aufregend es war, als ich sie ausgepackt habe. Die rosa Verpackung. Die tausend Kleinteile, die mit einem Draht an der Kartonverpackung befestigt waren und die man erst so mühsam auspacken musste.

Ich finde Barbie inzwischen auch unfassbar häßlich. Mit zwei Söhnen werde ich wohl auch nicht in den Gewissenskonflikt kommen, ob ich das jemals verschenken werde.
Trotzdem kann ich mich heute noch an die unbändige Freude, dieses unwahrscheinliche Glücksgefühl erinnern. Deswegen werden meine Kinder auch pädagogisch wertloses Spielzeug bekommen. Einfach weil sie Spaß daran haben und es sie glücklich macht:freches grinsen:

_tarasjugina_
09.06.2011, 00:55
dann gibt so ein Haushalt doch aber vieles andere her ...

:smile: Oh ja. Erinnert mich an eine Situation, als unser Sohn gerade die ersten Schritte laufen konnte - Mama und Papa einander gegenüber auf den Knien, mit ausgebreiteten Armen zum Auffangen ...
was macht er?
statt in Mamas offene Arme steuert ihn die neugewonnene Fähigkeit genau einen Meter neben sie, zum Küchenunterschrank.
Und er sagt verklärt:
:liebe: Müll ... !! :liebe:

EvenMadderAuntMaud
09.06.2011, 01:14
Unsere Tochter wird ab September einen (spielzeugfreien) Waldkiga besuchen, wir sind schon länger regelmäßig zu Besuch dort und es ist sehr schön zu sehen wie viel Phantasie Kinder entwickeln und wir sehr es die Kommunikation untereinander fördert. Den Kindern stehen verschiedene Werkzeuge zur Verfügung, Hämmer, Nägel, Schnitzmesser, Seile um sich selbst etwas zu bauen. Bücher und Stifte ebenso.

Zu Hause geht es nicht gar so pädagogisch wertvoll zu, da stehen die Kapla-Steine neben der rosa E-Gitarre. Emmy hat eine Schatzkiste und da drin bewahrt sie allerlei Kram auf, Schneckenhäuschen, Steine, Federn, aber auch Mini-Hello-Kitty Figürchen und Plastikringe. Ich sehe keinen Grund ihr den Plastikkram zu verbieten.

Die älteren Cousinen tragen gerne dazu bei dass ihre Spielzeugauswahl um so tolle Dinge wie Polly Pocket erweitert wird oder My litttle Pony.

Was mir bei meiner Tochter auffällt, sie spielt mit dem was sie zum spielen hat wie sie es möchte, oftmals zweckentfremdet sie die Sachen, spielt nicht damit wie der Spielzeugerfinder das wohl eigentlich vorgesehen hatte. Das Playmobilfeuerwehrauto mit der Leiter eignet sich hervorragend um damit ein Zirkuszelt zu bauen, die Kaplasteine werden nicht zum Gebäude errichten verwendet, sondern es werden daraus Straßen gelegt, aus den roten Duplos wird ein Lagerfeuer und das riesige Einhorn eignet sich prima als Höhleneingang (zwischen den Beinen durchkrabbeln). Sie tackert Strumpfhosen aneinander um ein Seil zu haben (nicht unbedingt einer ihrer besten Idee) oder klebt Geschirrtücher mit Tesa auf den Boden um einen neuen Teppich zu "basteln".

EvenMadderAuntMaud
09.06.2011, 01:23
kann eine viertel Stunde lang versuchen einen kleinen Deckel auf eine Wasserflasche zu drehen (klappt natürlich noch nicht).

Emmy hatte da einen Trick, sie hat den Deckel nur festgehalten und die Flasche gedreht - war der Hit als sie entdeckt hat, dass das funktioniert.

Wiesenkraut
09.06.2011, 07:21
wenig spielzeug ist pädagogisch wertvoll.
das halten wir auch immer noch so, wir haben eine Kiste (etwas kleiner als Klappboxen) mit den Sachen die gerade in sind. Werden die langweilig wird getauscht.

EMA
mein Sohn war (wen wunderts) in einem spielzeugfreien Waldkindergarten. Leider nur ein Jahr dann sind wir umgezogen. Die waren wenns irgendwie wettertechnisch machbar war immer draussen und es wurden halt auch Steine gesammelt, Hözchen Kastanien, es gab einen Barfußpfad und einen Bach. Ich hätte viel dafür gegegeben hätte ich den Kindergarten mitnehmen können.:smirksmile:

Leonie schrieb

Briobahn und Baufix und Ostheimer Tiere sammeln
die Briobahn fand ich auch klasse, leider kam sie Ende letzten Jahres in die Schlagzeilen, weil auch sie Giftstoffe enthielt und das im nicht geringen Maße

Von Brio zum Beispiel wurde "Meine erste große Brio-Bahn" (siehe Foto unten) untersucht. Das ernüchternde Ergebnis der Tester: "Tunnel stark mit Flammschutzmittel TCEP, Metallradkappe deutlich mit Nickel belastet. Mit PAK belastet. Deutlich mit zinnorganischen Verbindungen belastet."
Quelle Test.de nach einer Untersuchung der Stiftung Warentest

ähnliches bei der fast baugleichen Bahn von Eichhorn.

Schattenkatlchen
09.06.2011, 10:13
Also meine Maus ist 8 Monate alt und hat sehr wenig Spielzeug. Vorwiegend Stofftiere, Beißring, Sandförmchen und einen Holzhampelmann. Das scheint auch alles nicht wirklich interessant zu sein, da sie anderen Sachen eindeutig den Vorzug gibt.
Der Hit sind hier: unsere Schuhe, eine Spülbürste, ihr Schnuller mit Schnullerkette (der wird viel zweckentfremdet und drauf gekaut, weggeworfen, wieder hochgehoben) Spucktücher zum "Kuckuck" machen, auch Handtücher die über dem Badewannenrand hängen werden mit Begeisterung runter gerissen, sich eingewickelt, etc. DVDs aus dem REgal ziehen und bekauen, usw.
Spielzeug wird immer nur kurz bespielt und dann lieber wieder mit Mama getobt, gekuschelt oder eben oben genanntes bespielt. Ich war/bin immer wieder erstaunt wie wenig das Zeug Beachtung findet. Dabei habe ich kaum Vorlieben und Abneigungen bezüglich Spielsachen (trotz pädagogischer Ausbildung :smirksmile::freches grinsen:), außer lautem Schepperzeug das blinkt. Aber da muss ich mir grad eben wenig Gedanken machen und habe noch dazu sehr freundliche Großeltern /Paten/Onkel die lieber Kleidung oder Geld schenken, damit man was sinnvolles kaufen kann was grade gebraucht wird.

Letzten hatte ich aber eine Begegnung der dritten Art, als wir zu Mausis Spaziergeh-Freundin nach Hause kamen. Holy Shit! Das war eine Spielzeug WElle die uns überrollte! :freches grinsen: Sowas hab ich noch nie gesehen! Überall blinkte und schepperte irgendwas, es stand kistenweise (ehrlich wahr) Spielzeug im Wohnzimmer, ein Gehfrei, drei Spielbögen, ein Hoppseding was im Türrahmen hängt, ein riesiger knallbunter Plastikwürfel ca. einen halben Meter hoch, an dem man drehen drücken und SAchen reinwerfen konnte, alles mögliche legte mit Höllenlärm los, sobald man es hochhob oder an eine Taste kam... Wir waren einfach völlig platt! Mausi schnappte sich dann die Plastikflasche der Gastgeberin und spielte damit hingebungsvoll :freches grinsen: während das andere Baby von A nach B wechselte ständig was neues nahm und schließlich mit meiner Tochter um die Plastikflasche rangelte *gg*

Schattenkatlchen
09.06.2011, 10:30
Ui, jetzt hab ich mich so gedanklich verwurschtelt, dass ich die eigentliche Meinung ganz vergessen habe: ich finde weder Holz- noch Plastikspielzeug ist ein klarer Vorzug zu geben. Hauptsache ist doch, dass die Kinder Spaß dran haben und es gut verarbeitet ist. Splitterndes, windiges Plastikzeug würde ich auch nicht kaufen, ebensowenig wie klapprige Holzsachen. Ich finde einzig ausschlaggebend ist doch die Qualität der Spielsachen, dass es ein Billigschrott ist, der schon vom Ansehen kaputt geht. Was die Kinder dann bevorzugen ist doch Typsache. Und ich glaub, auch nur bedingt lenkbar.
Da kann man jahrelang nur Holz angeboten haben und bei einem Kumpel sehen sie dann Matchbox Autos und die sind dann der Hit und werden heiß gewünscht. In erster Linie sollen sie doch Spaß an ihren Spielsachen haben.

Ein Vorteil von Plastik und Stoff finde ich aber ist, dass die Sachen (relativ) heiß gewaschen werden können. Lego z.B., im Bettbezug in der Waschmaschine ist danach wieder komplett sauber und auch Stoffbücher und -tiere sehen danach wieder aus wie neu. Das ist leider mit Holzsachen nicht so möglich und daher sind grade Sachen, die viel bekaut und belutscht werden jetzt nicht ganz so mein Fall.

Symphonie
09.06.2011, 10:31
Katl. Schuhe sind hier auch der Hit
Momentan die Crocs vom Bruder die sie versucht an die Füße zu bekommen. Sonst wurden sie nur angenagt :liebe:

Schattenkatlchen
09.06.2011, 10:36
Sorry. kurzes OT an Symphie: bei Flickr hab ich ein foto drin wie sie inmitten unserer schuhu liegt und damit spielt :freches grinsen::liebe:

Flau
09.06.2011, 11:35
Also dieses "spielzeugfrei"... stimmt doch eigentlich gar nicht, oder? Ich meine, es geht ja nicht darum, keine Spielsachen zu haben, sondern nur allzu komplex vorgefertigte Sachen mal wegzulassen. Ich erinnere mich ganz deutlich an solche Gegenstaende in meiner Kindheit - ich waere nie darauf gekommen, die Astgabel, die mein "Hirsch" war (:smile:), sei weniger "Spielzeug" als das Stoffreh oder Lego.
Ich finde es gut, wenn Kinder ihre Fantasie einsetzen und dadurch praktisch mit allem spielen koenne - aber mein Eindruck ist eher, dass das der natuerliche Zustand ist, und man das gar nicht durch kuenstliche Konzepte herbeifuehren muss. Wie ich an all den Erzaehlungen der Mamas hier sehe und wie ich es auch aus meiner Kindheit kenne, haelt auch das paedagogisch unwertvollste Spielzeug Kinder nicht davon ab, sich mit Loeffeln, Knoepfen (uiii - Mamas Knopfschachtel!! :liebe:) und Astgabeln koeniglich zu amuesieren. Bei uns ging auch alles wild durcheinander, z.B. war die Legostadt von Lego- und Playmobilmaennchen, No-Name Holzfiguerchen und Tannenzapfen ("Riesen") bevoelkert. Alles gleich spannend - ohne das meine Eltern je gesagt haetten: "Maus, wie waer's denn mal wir lassen die Puppen weg und spielen lieber mit der Astgabel?"

Nochmal, ich finde es klasse, wenn ein Kindergarten sich entscheidet, Astgabeln, Zapfen und Knoepfe anzubieten und es keine Baukloetze oder Puppen gibt - ist nichts gegen einzuwenden. Aber grundsaetzlich ist es mir suspekt, daraus eine Ideologie zu machen, einfach, weil ich es fuer unnoetig halte. Vielleicht klingt es mir rein vom Namen her zu negativ. "Naturspielkindergarten" faende ich zutreffender als "spielzeug-frei". Ist mir aber durchaus klar, dass das Erbsenzaehlerei ist. :smirksmile:

Edelherb
09.06.2011, 22:10
Ich finde es gut, wenn Kinder ihre Fantasie einsetzen und dadurch praktisch mit allem spielen koenne - aber mein Eindruck ist eher, dass das der natuerliche Zustand ist, und man das gar nicht durch kuenstliche Konzepte herbeifuehren muss.

Ich glaub schon. Auch wenn ich es nicht "künstliche Konzepte" nennen würde. Aber zu viel Zeug, zu viel, dass enge Grenzen vorgibt, lenkt ab, dominiert, läßt zu wenig Langeweile aufkommen, die es manchmal braucht, damit neue Ideen entstehen. Das ist zumindest mein bisheriger Eindruck.

Meine sind ja noch zu klein, als dass Spielzeug ein ganz großes Thema ist, aber es kommt langsam. Und bei den meisten Fisher Price et al Sachen denke ich auch "das kommt mir nicht ins Haus". Ich finde es einfach häßlich und nervig, das will ich schon mir selbst zuliebe nicht. Jetzt komm ich zum Glück aus einem Umfeld, wo es auch nicht üblich ist, die Gefahr, dass so etwas geschenkt wird, ist gering. Zumindest bei den größeren Sachen, die ja auch teurer sind und die dann nur von Verwandten oder Paten geschenkt werden.

Ich habe nichts grundsätzliches gegen Plastik, aber schon eine Vorliebe für formschöne und stabile Dinge. Und gerne auch etwas, wo nicht zuviel vorgegeben ist. Gerade die Detailtreue, die playmobil heute hat, stört mich z.B. gewaltig.

Im Moment ist es aber noch einfach, das beliebteste Spielzeug-Spielzeug ist ein Ball (aus Plastik). Ansonsten Gitter, an denen man rütteln kann, Papier, was man zerrupfen kann, Tupperdosen, Gewürzgläschen, Metalltabletts (zum Draufhauen und laut sein), Besen, Schrubber, Staubsauger... Auch toll sind kleine Bean Bags, die wir geschenkt bekamen. Ich wusste erst gar nicht wozu, aber die Kinder mögen sie sehr. Spielen entweder selbst damit, oder gucken gerne zu, wie man sie wirft, sich vom Kopf fallen läßt etc.