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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zweijährigen 3 Wochen Sommerferien bei den Großeltern lassen?



Historia02
23.05.2011, 15:29
Hallo,

ich mache mal einen eigenen Strang zu diesem Thema auf. Mein Sohn geht in die örtliche Krippe, die im Sommer 3 Wochen geschlossen sein wird. Mein Mann und ich können leider diese Zeit nicht auffangen, da wir schon einen Großteil unseres Urlaubs für Krippeneingewöhnung und Krankheitstage verbraucht haben.

Also haben wir meine Eltern gefragt, ob sie aushelfen können. Nachdem eigentlich die ganze Zeit besprochen war, dass diese 3 Wochen hierherkommen (sie wohnen 500 km entfernt), reden sie nun in letzter Zeit ständig davon, dass wir den Kleinen doch einfach zu ihnen bringen sollen.

Mein Kleiner ist ein recht ängstliches und vorsichtiges Kind, das nicht schnell Vertrauen fasst. Er kennt natürlich seine Großeltern, aber er sieht sie halt nicht regelmäßig jede Woche.

Beim Gedanken, ihn 3 Wochen bei meinen Eltern zu lassen, ist mir sehr unwohl, weil ich denke, dass er für so eine lange Trennung doch noch viel zu klein ist. Auf der anderen Seite ertappe ich mich in letzter Zeit immer mal wieder dabei, mir 3 Wochen Kinderfreiheit sehr konkret vorzustellen ... (endlich mal was in Haus und Garten umbauen, mal ins Theater oder ins Thermalbad gehen oder ähnliches ...) :pfeifend:

Ich denke ja, dass er einen halben Tag heult und dann 3 Wochen sehr unbeschwert bei seinen Großeltern verbringt, aber ich weiß halt nicht genau, was so eine Trennung seiner Psyche ausmacht und da will ich nichts vermurksen ... Oder bin ich überbesorgt?

Vielleicht habt ihr Lust, mir von euren Erfahrungen zu berichten?

Danke! :blumengabe:
Historia

Inaktiver User
23.05.2011, 15:32
für mich gar keine Frage - das ist kein Problem und an Deiner Stelle würde ich das machen.

unseren ersten Sohn haben wir mit 11 Monaten für eine Woche bei den Großeltern abgegeben (und die wohnen auch viele hundert km weg und er sah sie nicht regelmäßig) - nur weil wir mal wieder zu zweit verreisen wollten.

Die Bedürfnisse der Eltern zählen auch.

Gruß, Leonie
(Rabenmutter)

Inaktiver User
23.05.2011, 15:34
Ich halte mich nicht für eine Gluckenmutter und meine Kinder waren alle gern bei Oma und Opa (250km Entfernung).

Aber drei Wochen für einen Zweijährigen finde ich spontan auch zu lang. Ich hätte jetzt eher eine Woche gesagt, und das zieht sich dann schon. Damit hätt ich aber kein Problem, das geht rum. Du darfst nicht vergessen, in dem Alter hat er noch kein so stabiles Zeitgefühl dass er versteht, wann die Zeit um sein wird.

Margali62
23.05.2011, 15:42
Ich würde auf mein Bauchgefühl hören. Dazu finde ich es auch wichtig, sich als Mutter zu positionieren. Solltest Du hier nachgeben, könntest Du in Zukunft Schwierigkeiten haben, Dich durchzusetzen.
Mir persönlich wären 3 Wochen in dem Alter too much.

Inaktiver User
23.05.2011, 15:43
Du darfst nicht vergessen, in dem Alter hat er noch kein so stabiles Zeitgefühl dass er versteht, wann die Zeit um sein wird.

aber deshalb ist ihm doch egal, ob es eine oder drei Wochen sind.

als wir von unserer Reise zurückkamen, dachte ich, er würde mich freudig begrüßen - tat er aber nicht, sondern kuschelte sich bei der Großmutter an.
das muss man dann aushalten - aber dem Kind ging es bestens.

(mein ältester Bruder war mit eineinhalb für 3 Monate bei der Großmutter in der Ferne - weil meine Mutter Examen hatte).

Utetiki
23.05.2011, 15:43
Gruß, Leonie
(Rabenmutter)

Aber wirklich! :smirksmile:


Ich würde es auch versuchen, Historia. Wenn er sich absolut nicht wohlfühlt, werden Deine Eltern doch bestimmt den Kleinen einpacken und bei Euch anreisen.

Deine Eltern können so in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Oma und Opa gehen stolz mit dem Lütten auf den Kinderspielplatz, stellen in all ihren Freunden, Bekannten und Verwandten vor. Oder Ihr teilt die Zeit auf.

Wir haben das auch gemacht, die jüngste (jetzt 16) fuhr noch letztes Jahr eine Woche zu den Großeltern. Das ist einfach zu einer liebgewordenen Tradition geworden.

Inaktiver User
23.05.2011, 15:47
es ginge ja auch ein Kombination.

die Großeltern kommen für eine Woche - und nehmen ihn dann für 2 Wochen mit. Dann kennt er sie schon besser.

oder Du bringst ihn hin - und bleibst 2 Tage da - und dann verabschiedest Du Dich. Er soll winken - auch wenn er dabei heult. Besser als ihn zu hintergehen - ich bin überzeugt, das merken sie schon und das schadet der Psyche.

Inaktiver User
23.05.2011, 15:50
aber deshalb ist ihm doch egal, ob es eine oder drei Wochen sind.



Nach der Logik wär's dann auch egal ob die Mama und der Papa überhaupt wiederkommen. :engel:

Nein, man kann das nicht messen, denk ich, nur fühlen: und für mich und meine Kinder wär es in dem Alter gefühlt zu lange gewesen. :blumengabe:

rofl
23.05.2011, 15:50
könnt ihr das nicht aufteilen? zB deine eltern kommen für eine woche "aneinander gewöhnen" zu euch und betreuuen den kleinen tagsüber.
dann fahren sie nach hause und nehmen den kleinen für 10-14 tage mit ...

ich bin sicher keine gluckenmutter, aber 3 wochen wären mir für meinen süßen (bald 3) zu lang. und ich würde auch nicht darauf bauen, dass großeltern das kind immer richtig interpretieren bzw sich die "blöße" geben zu sagen, es klappt nicht...

Inaktiver User
23.05.2011, 18:11
es ginge ja auch ein Kombination.

die Großeltern kommen für eine Woche - und nehmen ihn dann für 2 Wochen mit. Dann kennt er sie schon besser.

oder Du bringst ihn hin - und bleibst 2 Tage da - und dann verabschiedest Du Dich. Er soll winken - auch wenn er dabei heult. Besser als ihn zu hintergehen - ich bin überzeugt, das merken sie schon und das schadet der Psyche.


Diese Idee hier halte ich für die Beste. Das wäre bestimmt auch ein Kompromiss, den du mit deinen Eltern so ausmachen kannst.

Das andere wäre mir zu heikel, bzw. ich würde mich nicht wohl fühlen. Eben weil er sie zu selten sieht.

Ansonsten, wir waren auch grad eine Woche in Urlaub (Sohn,13 Monate). Das war gar kein Problem, er sieht Oma und Opa aber auch sehr oft, weil sie ihn betreuen, wenn ich arbeite.

Mir persönlich wären 3 Wochen zu lange. Da tät mir mein Herz schmerzen, aber wenn es nicht anders geht, geht es nunmal nicht anders.

Talea1982
23.05.2011, 18:33
Historia:blumengabe:

Drei Wochen finde ich auch etwas arg lange:blumengabe:.

Ich meine, ich hätte schon bei ner Woche Probleme (aber ich glucke noch sehr:pfeifend:), aber drei Wochen ohne dass er euch sehen kann.................. also ich weiss nicht. Ich hätte das vorher mal für ein paar Tage getestet.

Liebe Grüße:wangenkuss:

Talea1982
23.05.2011, 18:39
könnt ihr das nicht aufteilen? zB deine eltern kommen für eine woche "aneinander gewöhnen" zu euch und betreuuen den kleinen tagsüber.
dann fahren sie nach hause und nehmen den kleinen für 10-14 tage mit ...

ich bin sicher keine gluckenmutter, aber 3 wochen wären mir für meinen süßen (bald 3) zu lang. und ich würde auch nicht darauf bauen, dass großeltern das kind immer richtig interpretieren bzw sich die "blöße" geben zu sagen, es klappt nicht...

Das wäre schon eher eine Variante:blumengabe:

Nur wenn ihr sie nicht oft seht, dann kennt dein Sohn sie auch nicht richtig. Letztendlich ist es für ihn ja, als wenn ihr ihn bei Fremden abgeben würdet. Zumal deine Eltern mit Sicherheit auch nicht die jüngsten sind, sind evlt. drei Wochen für sie auch überhaupt kein Zuckerschlecken.

Und wie rofl schon sagte, sie würde dir mit Sicherheit nichts negatives übers Telefon erzählen, eben weil sie sich keine Blöße geben möchten. Wer selber Kinder hat bzw. hatte, HAT das einfach zu können usw.

Meine Mutter (60 Jahre, 7 Kinder plus 2 Engel großgezogen) ist da sehr ehrlich: Du kannst ihn mir gerne mal für eine Nacht mitgeben, aber bevor er nicht selbständiger ist ( für sie ist das in dem Alter von 5-6 Jahren) ist mir das auch einfach zu stressig.........

Inaktiver User
23.05.2011, 18:55
Bei 3 Wochen hätte ich auch Bedenken, eben wegen dem fehlenden Zeitgefühl bei so Kleinen.
Drei Wochen können "ewig" dauern...
Ich tat, tue mich schon bei einem Wochenende schwer, was natürlich auch übertrieben ist.
Als mein Jüngster 10 Monate alt war, musste ich für 12 Tage ganz plötzlich ins Krankenhaus,
er wurde damals sogar noch teilgestillt, musste alles abbrechen und diese abrupte Veränderung tat uns gar nicht gut, er hat danach noch wochenlang jede Nacht geweint und wollte rumgetragen werden usw.
OK, deiner ist schon älter.Wie ist denn das Verhältnis zu den Grosseltern, sind sie noch einigermaßen fit ?
Die Idee die Zeit "aufzuteilen", finde ich auch gut, es ist ja immer eine gewisse Eingewöhnung nötig, bzw. das sich ein Rhytmus findet,es wird ja kaum alles so sein wie bei euch.
Das alles ist nicht leicht -euer Bauchgefühl sollte auf jeden Fall mitreden dürfen...:smirksmile:

Wiesenkraut
23.05.2011, 19:03
pff da ist mir wer zuvorgekommen. Also 3 Wochen weggeben würde ich mein so kleines Kind nie und nimmer, nicht so weit weg und erst recht nicht, wenn es die Großeltern nicht eh ständig als Betreuungsperson erlebt, erst recht nicht wenn es eher ängstlich ist.
Da kommen ja fremde Umgebung die nicht sooo vertrauten Personen und eine Entfernung zusammen, die es unmöglich macht, mal eben schnell hinfahren zu können.
Die langsame Eingewöhnung wird ja nicht umsonst auch auf echt Kindergartenkinder (>3) eingeführt, auch wenn es nur ein Gruppenwechseln von der U3 zur Kindergartengruppe im gleichen Haus ist (also vielleicht annähernd vergleichbar).
Aber wie hier schon geschrieben, warum muss es denn die eine oder andere Variante sein, ich finde auch die Kombination, Eltern erst zu dir und am Tag X mit Kind zu sich genial.
Den Tag X würde ich auch gar nicht vorher festlegen, sondern schauen wie es läuft. Klappts super, können deine Eltern z.b nach einem WE den Kleinen schon mitnehmen, und du hast wirklich (fast) 3 Wochen Urlaub. Klappts nicht so schnell, werdens vielleicht nur 2 oder 1.5. Aber du bist wenigstens halbwegs auf der sicheren Seite.
#
ich weiss ja nicht wie du so drauf bist, aber ich stell mir worsest Case vor, du hast die ersten Tage jeden Abend ein heulendes Kind am Telefon, oder es klappt gar nicht... die 500km wollt ich nicht mit dir tauschen.

dann lieber ein langsamer Übergang und die kinderfreien Wochen genießen

Inaktiver User
23.05.2011, 19:11
aber ich stell mir worsest Case vor, du hast die ersten Tage jeden Abend ein heulendes Kind am Telefon, oder es klappt gar nicht...
auf gar keinen Fall mit dem Kind telefonieren!

das macht dann wirklich alles kaputt.

Hummelchen
23.05.2011, 19:13
Auf gar keinen Fall nie telefonieren. Das ist dann noch schlimmer.

Wiesenkraut
23.05.2011, 19:30
auf gar keinen Fall mit dem Kind telefonieren!

das macht dann wirklich alles kaputt.dem kann ich guten Gewissens widersprechen. Ich war als meine große Tochter 1.5 Jahre war 3 Wochen im Krankenhaus. Die Kleine tat sich mit dem abrupten Wechsel erstmal auch sehr schwer, obwohl sie ihre Großeltern einmal die Woche gesehen hat.
Wir haben auch lange überlegt ob Telefonieren sinnig ist, ich hatte Gück und konnte mit dem Kinderpsychologen der Kinderklinik reden, der uns sehr zu den Telefonaten riet, er meinte "machen sie ein neues Ritual aus gewohnten Teilen" und genau das haben wir gemacht. Ich hab eine kurze Geschichte am Telefon erzählt, das gute Nachtlied gesungen, das die Große gewohnt war und ihr eine gute Nacht mit einem lauten Schmatzer gewünscht.
ich bin danach beruhigter gewesen, weils ein tränenloses "acht ama" gab und lt den Großeltern war danach das zu Bett bringen auch kein Problem.

Ich kenne auch noch die Regel, dass man es den Kindern unnötig schwer macht, aber die zählt zum Glück inzwischen als überholt. Meine Erfahrung mit dem Telefonieren ist jedenfalls eine sehr gute.

Hummelchen
23.05.2011, 19:37
Liebe Historia,

wir kennen weder Kind noch Eltern, noch Deine Beziehung zu Deinen Eltern. Deswegen mein Rat: verlasse Dich auf Dein Bauchgefühl. Ich selber würde ein Kind in dem Alter nur mit schlimmsten Bauchschmerzen 3 Wochen verschicken, so nett das Angebot Deiner Eltern ist. Ich finde den Vorschlag, dass Deine Eltern für 7-10 Tage zu euch kommen zum "warm werden" wirklich gut. Könntet ihr euch denn ggfs für eine Woche mit anderen Eltern abwechseln (Notfallbetreuungin den Ferien) o.ä.?

Liebe Grüße

Hummse

Opelius
23.05.2011, 19:41
Beim Gedanken, ihn 3 Wochen bei meinen Eltern zu lassen, ist mir sehr unwohl, weil ich denke, dass er für so eine lange Trennung doch noch viel zu klein ist. ......
Ich denke ja, dass er einen halben Tag heult und dann 3 Wochen sehr unbeschwert bei seinen Großeltern verbringt, aber ich weiß halt nicht genau, was so eine Trennung seiner Psyche ausmacht und da will ich nichts vermurksen ... Oder bin ich überbesorgt?

]

Du bist überbesorgt!

Das geht, Kinder gewöhnen sich sehr schnell ein. Bloß rufe nicht jeden Abend an und willst Deinen Sohn sprechen wollen. Dann heult er richtig - und Du noch mehr.
Lass Dir ab und zu von den Großeltern berichten, aber die rufen Dich sowieso an.

Inaktiver User
23.05.2011, 19:44
Meine Cousine ist mit 2 an Pseudo Krupp erkrankt und wäre fast daran gestorben. Also ist sie in Kur gegangen, 6 Wochen, ohne Mama und Papa.

Da war telefonieren strengstens verboten.

Inaktiver User
23.05.2011, 19:45
Du bist überbesorgt!

Das geht, Kinder gewöhnen sich sehr schnell ein. Bloß rufe nicht jeden Abend an und willst Deinen Sohn sprechen wollen. Dann heult er richtig - und Du noch mehr.
Lass Dir ab und zu von den Großeltern berichten, aber die rufen Dich sowieso an.

Das würde mein Mann auch so sagen :smirksmile:

Hummelchen
23.05.2011, 19:47
Früher war das so. Verkraftet jedes Kind anders. Mein Vater erzählt noch nach 80 Jahren, wie schlimm es damals für ihn war, einige Wochen ohne Mama im KH zu liegen. Das wäre natürlich bei den Großeltern etwas anderes. Aber eine Anwärmphase ist in jeden Fall sinnvoll.

Historia02
23.05.2011, 19:49
Danke für eure vielen Antworten! :blumengabe:

Meine Eltern sind noch ziemlich fit, also, unter dem Aspekt mache ich mir keine Sorgen. Das Angebot, ihn 3 Wochen bei sich zu betreuen, kam ja auch von ihnen!

Im Januar haben meine Eltern eine Woche betreuungslose Zeit überbrückt, das hat sehr gut geklappt. Sie sind auch wirklich sehr kreativ, liebevoll und geduldig. Meine Mutter neigt allerdings manchmal dazu, vehement auf ihrer Meinung zu beharren und irgendwelche Ansichten, die vor 35 Jahren mal gegolten haben, solange zu vertreten, bis man ihr mit einer Expertenmeinung aus einem Ratgeberbuch den Wind aus den Segeln nehmen kann ;-)

Im Hinblick auf meine Eltern mache ich mir keine Sorgen, dass diese nicht 3 Wochen mit Programm füllen.

Nein, das Hauptproblem ist, dass ich den Kleinen ungern für 3 Wochen aus seiner gewohnten Umgebung rausreißen will. Andererseits kann ich auch meine Eltern verstehen, für die 3 Wochen im Gästezimmer natürlich sehr unbequem sind.

Die Lösung mit dem Aufteilen des Aufenthalts in 1,5 Wochen hier und 1,5 Wochen dort inkl. flexibler Abfahrt der Großeltern, je nachdem, wie gut es läuft, hat durchaus ihren Charme. Ich werde mal darüber nachdenken und das mit meinem Mann besprechen.

Danke erstmal! :blumengabe:

Historia02
23.05.2011, 19:57
Nur kurz noch dazu:


Meine Cousine ist mit 2 an Pseudo Krupp erkrankt und wäre fast daran gestorben. Also ist sie in Kur gegangen, 6 Wochen, ohne Mama und Papa.


Ich habe diese Erfahrung selber auch gemacht, allerdings war ich da "schon" 7 bzw. 8 Jahre alt (ich war 2x hintereinander zur Kur). Ich war 700 km von meinen Eltern entfernt, Telefonieren war nicht möglich, Briefeschreiben war nur 1x pro Woche erlaubt.

Außerdem wurde ich, als ich ca. 2,5 Jahre alt war, rund um den Geburtstermin meiner Schwester zu meinen Großeltern verschickt und danach regelmäßig in den Sommerferien.

Wenn ich an diese Erfahrungen zurückdenke, dann kommen gemischte Gefühle hoch. Daher auch mein Bauchgrummeln in dieser Sache ...

Inaktiver User
23.05.2011, 20:15
Nur kurz noch dazu:



Ich habe diese Erfahrung selber auch gemacht, allerdings war ich da "schon" 7 bzw. 8 Jahre alt (ich war 2x hintereinander zur Kur). Ich war 700 km von meinen Eltern entfernt, Telefonieren war nicht möglich, Briefeschreiben war nur 1x pro Woche erlaubt.

Außerdem wurde ich, als ich ca. 2,5 Jahre alt war, rund um den Geburtstermin meiner Schwester zu meinen Großeltern verschickt und danach regelmäßig in den Sommerferien.

Wenn ich an diese Erfahrungen zurückdenke, dann kommen gemischte Gefühle hoch. Daher auch mein Bauchgrummeln in dieser Sache ...

Das kann ich verstehen. Es liegt sicher auch an der Entfernung. Man ist eben mal nicht schnell da.

Ihr findet sicher eine gute Lösung und wenn das mit Oma und Opa klappt, gibst du ihn auch viel leichter weg. Und wenns nicht so gut klappt, werden das sicher auch deine Eltern merken und sich vielleicht doch umentscheiden und da bleiben.

Wiesenkraut
23.05.2011, 20:18
bei mir war das ähnlich, ich war auch in Kur mit 5 (auch telefonieren verboten) und eine meiner ersten Erinnerungen ist Krankenhaus ohne Mama abends, deshalb hab ich hier auch gleich Bauchgrummeln bekommen.

crazy79
24.05.2011, 09:24
Hei Historia,

du weisst ja, dass ich definitiv kein Problem damit habe, den Mini auch mal aus ganz egoistischen Gründen abzugeben. Und selbst mir wären 3 Wochen zu lang - auch weil ICH den Mini ganz furchtbar vermissen würde :smile:
Die vorgeschlagene Lösung mit dem aufteilen der Zeit wäre mir auch am liebsten... Ich drück dir die Daumen, dass deine Eltern das mitmachen!
Und wenn du den Mini nach einer Woche mit einem Lächeln verabschieden kannst, ist das auch für ihn besser, als wenn er dein Bauchgrummeln spürt...

:blumengabe:

Opelius
24.05.2011, 09:30
Und wenn du den Mini nach einer Woche mit einem Lächeln verabschieden kannst, ist das auch für ihn besser, als wenn er dein Bauchgrummeln spürt...

:blumengabe:

Und ich denke, da liegt das Problem: Mütter, die sich nicht vorstellen können auf ihren Süßen drei Wochen verzichten zu müssen. Dabei sprechen alle Bedingungen dafür, dass der Kleine drei Wochen fremduntergebracht werden muss. Und da bieten sich Großeltern an, toll!

Alle Befürchtungen, dass es dem Kleinen nicht gut gehen könnte, sind in Wahrheit, der Mutter wird es nicht gutgehen.

Blila3
24.05.2011, 09:37
ich würde den Bauch entscheidne lassen. was nicht heißt, dass du ohne einen gedanken ans kind leichten herzens verreisen würdest. aber ich denke, du SPÜRST, was du deinem kind zumuten kannst. eine überforderung JETZT könnte ihn längerfristig verunsichern und dadurch kontraproduktiv sein.

Ich habe meinen Sohn mit nicht ganz zwei zehn Tage zu meinen Eltern gebracht, die er bis dahin grade dreimal gesehen hatte (wenn auch länger, Entfernung 600 km). es ging wunderbar, aber er war eben ein kind, das sich leicht auf neue situationen und menschen einstellte. ich selber war mit vier jahren längere zeit (ca 3 wochen) bei einer Tante, bei der ich mich sehr wohl fühlte, und trotzdem hatte ich danach noch sehr lange Trennungsängste - aber ich war auch schon VORHER ängstlich.

Tasmanina
24.05.2011, 09:52
erstmal allgemein: ich würde keines meiner kinder jemanden mitgeben, wo ich nicht täglich telefonieren kann, weil mein kind dann regelmäßig weinend zusammenbricht und untröstlich ist. geschweige denn alleine zu wildfremden, in eine klinik/ zur kur schicken.

bloß, weil es früher so gemacht wurde, war es nicht gut. und ich glaube auch nicht, daß es an allen kindern spurlos vorbeiging. wer sich mit psychologie etwas auseinandersetz, wird das recht schnell merken.

drei wochen wären mir persönlich aber auch bei engen bezugspersonen zu lange.

meine eltern haben ein sehr enges verhältnis zu den kindern. trotzdem würde ich auch da drei wochen zu lange finden. vor allem, weil ich in dem hier beschriebenen fall keine notwendigkeit dafür sehe.


jetzt speziell: :freches grinsen:

historia, du hast kein gutes bauchgefühl, also mach es nicht. bauchgefühle sind nicht zu unterschätzen. :zwinker:

ich kenne weder deine mutter noch dich. ein bißchen was hab ich aber mal bei euch im august- strang mitgelesen (hab selber mal in einem august- strang gelesen, dann treibt es mich immer mal zu den nachfolgern :freches grinsen:). da ging es zufällig gerade mal um das verhältnis zu deiner mutter und ich meine mich zu erinnern, daß deine mutter schonmal recht übergriffig war?

dann würde ich ihr definitiv nicht das kind drei wochen mitgeben, sonder hier mal dem bauchgefühl nachgehen und mich positionieren. :blumengabe: (nicht als machtkampf oder so.)

gerade bei der eingewöhnung hat deine mutter dir doch meine ich was zugeschickt, wie schlimm die falsche eingewöhnung ist. recht hat sie, aber dann will sie ein ängstliches kind einfach drei wochen mitnehmen ohne mama?

empfinde ich als widersprüchlich. :pfeifend:

bezugsperson wird man durch zeit, die man mit dem kind verbingt und nicht durch einen verwandtschaftsgrad.


ich würde also wohl maximal den weg gehen, zunächst die großeltern kommen zu lassen und dann zu entscheiden, ob der kleine mitfährt oder nicht. das allerdings ganz klar kommunizieren vorab!

was sagt er dazu? ihn kann man ja auch kindgerecht fragen, ob er mitmöchte. (ich höre schon die aufschreie. :freches grinsen: jaaa, ich denke, ein kind, kann sowas auch evtl. in gewisser weise mitbesprechen.)


ach ja, diese totschlag- worte wie rabenmutter oder glucke finde ich übrigens recht unangebracht. kinder und mütter und großeltern sind nunmal alle verschieden.

Tasmanina
24.05.2011, 09:57
Und ich denke, da liegt das Problem: Mütter, die sich nicht vorstellen können auf ihren Süßen drei Wochen verzichten zu müssen. Dabei sprechen alle Bedingungen dafür, dass der Kleine drei Wochen fremduntergebracht werden muss. Und da bieten sich Großeltern an, toll!

Alle Befürchtungen, dass es dem Kleinen nicht gut gehen könnte, sind in Wahrheit, der Mutter wird es nicht gutgehen.

das fettgedruckte sehe ich in dem beitrag nicht. wieso muss er drei wochen dahin? die großeltern können doch auch zum kind kommen dachte ich.


und ja, auch mir würden meine kinder fehlen, ist doch nicht schlimm oder klammernd. :blumengabe:


was ich auch immer nicht verstehe: wieso alle welt es so toll findet, wenn kinder bei den großeltern untergebracht werden. für mein kind war die tagesmutter um welten besser, als hätten wir sie zu den großeltern väterlicherseits gegeben. :knatsch: die tagesmutter ist definitiv liebevoller.

Inaktiver User
24.05.2011, 10:09
Nach der Logik wär's dann auch egal ob die Mama und der Papa überhaupt wiederkommen. :engel:

Nein, man kann das nicht messen, denk ich, nur fühlen: und für mich und meine Kinder wär es in dem Alter gefühlt zu lange gewesen. :blumengabe:



zeitgefühl ist was anderes wie bezugspersonen.

das einzige was mich als mutter stören würde, wären die 500 km.
wenn dann irgendwas ist, fährt man nicht mal schnell so hin.

Linda73
24.05.2011, 10:16
Hallo Historia,
Mein Sohn (03/2008) verbringt aufs Jahr ca. 3-4 Wochen alleine bei seinen Grosseltern (300km), darüber hinaus kam meine Mutter des öfteren, wenn er krank war und ich bin arbeiten gegangen. Allerdings bislang immer wochenweise.

Das 1. Mal war er mit ca. 16 Monaten dort und für 5 Tage. Das war dann aber auch genug, da er den letzten Tag und vor allem die letzte Nacht wohl ganz schön weinerlich war.

Im Alter von 2 Jahren war er auch mal 10 Tage dort (FR bis SO) und meine Mutter hat mir erzählt, dass alles super lief... von anderer Seite habe ich gehört, dass er ab FR abend auch wieder etwas weinerlich war.

Klar sind alle verschieden... dennoch möchte ich mit dieser Erfahrung eher zu einem Kompromis raten, wie bereits von anderen Userinnen: Erstmal die Großeltern bei Euch zu Hause zur Betreuung haben und dann entscheiden, wie es weitergeht.

Ich habe auch von dem etwas speziellem Verhältnis zu Deiner Mutter gelesen, da ich im Aug2009 still mitlese und darum noch ein paar "kreative" Vorschläge:

* beim AG / Personalabteilung erkundigen, inwiefern es möglich wäre 1 Woche unbezahlt Urlaub zu machen.
* Ihr wohnt in der Nähe einer grossen Stadt (oder?). dort gibt es evtl. auch einen Familienservice, der Engpassbestreuung vermittelt... und last but not least...
* bliebe noch die Möglichkeit sich in der Krippe auszutauschen inwiefern andere Eltern auch das Problem haben. Vllt könnte auch eine Woche mit Eltern aus der Krippe abgedeckt werden.

VG - Linda

Opelius
24.05.2011, 10:22
und ja, auch mir würden meine kinder fehlen, ist doch nicht schlimm oder klammernd
das glaube ich jeder Mutter und jedem Vater unbesehen. Natürlich fehlen einem Kinder, wenn sie für längere Zeit nicht da sind.
Aber ich habe aus den beiträgen anderer Userinnen rausgelesen, dass Historia hier schon in anderen Strängen über ein kompliziertes Verhältnis mit ihrer Mutter berichtet hat. Das ist dann eine andere Situation: sie traut ihrer Mutter einfach nicht zu, dass sie ihren Sohn gut betreut. Und fehlendes Vertrauen lässt sich mit keinem Trick umgehen.

Aber wenn das so ist, sollte man nicht die Empfindlichkeit seines Kindes vorschieben, sondern sich klar machen: ich vertraue ihr nicht und eine andere Lösung finden.

AusdemWald
24.05.2011, 10:23
Hallo allerseits,

Das Thema hat mich angesprochen - mein Sohn ist 2einhalb, ich war vor ein paar Monaten auch fuer 6 Wochen im Krankenhaus gelegen, der Papa war oft fuer 2 komplett Wochen 'weg' (beruflich unterwegs), und wir sind noch in ein komplett neues Land gezogen, wo mein Sohn gerade in einen neuen Kindergarten geht :pfeifend:

Also ich denke, dass wenn Dein Sohn eine kleine Eingewoehnungsphase mit den Grosseltern bei Euch hat (und wenn's nur uebers Wochenende ist), und sie ihn dann anschliessend mitnehmen, dann ist das total OK. Die Grosseltern haben dann eben auch nochmal den geregelten Tagesablauf zu Hause mitbekommen, und das Schlafengeh-Ritual, dann fuehlen sie sich bestimmt auch gleich nochmal besser und sicherer im Umgang mit dem Kleinen.

Bzgl. Telefonieren:
Telefonieren bei aelteren Kindern is wohl OK, aber bei 2-3jaehrigen klappt das noch nicht so und verwirrt sie eher. Wenn mein Mann beruflich unterwegs war, und mein Sohn ihn am Telefon hoerte, war mein Sohn total verwirrt danach, fragte nach Papa etc. Mein Sohn konnte zu dem Zeitpunkt noch kein 'Gespraech' halten, er war in dem Alter wo sie wohl ganz gespannt am Telefon zuhoeren, aber dann immer noch nichts selber sagen :freches grinsen:
Das hat sich mit 'skype' geaendert, da konnte er den Papa sehen, es war eine Kommunikation moeglich (und wenn's nur Lied singen und Haendeklatschen war), und damit konnten wir ein nettes Abendritual einfuehren, was dem Papa sehr gut tat.
Im Grunde wuerde ich aber auch sagen, dass gar kein Kontakt besser ist, als so Halbheiten wie telefonieren, aber nicht da sein...meinen Sohn hat telefonieren in dem Alter nur verwirrt. Wenn er vom Vater 2 Wochen lang nichts gehoert hat, war das nicht schlimm, er stellte sich auf die Menschen ein, die momentan da sind. Wie Leonie bereits schrieb, das fehlende Zeitgefuehl ist eigentlich was Gutes in dem Alter.

Mein Krankenhausaufenthalt:
Da war mein Sohn dann weiterhin zu Hause und hat mich nur maximal 1 Std pro Tag gesehen, und dabei konnte ich noch nicht mal mit ihm spielen, weil ich strenge Bettruhe hatte. Was soll ich sagen, ich habe gelitten wie ein Hund, machte mir irre Sorgen...und mir wurde aber immer wieder mitgeteilt, dass es auch wunderbar ohne mich klappte...fuer meinen Sohn war ich, so im Bett liegend, naemlich dann auch noch totaaal langweilig! Nicht schoen :pfeifend::smirksmile:

Wir sind dann ja auch noch in ein anderes Land gezogen, und ach ja, ein kleiner Bruder war dann auch noch da :lachen: Wir konnten das alles meistern, weil wir den Tagesablauf meines Sohnen strikt so weiterfuehrten, wie er das gewohnt war. Und darauf sollten Deine Grosseltern auch achten, dann sollte es doch klappen. Ich finde ja, dass der geregelte Tagesablauf (der muss nicht starr sein), den Kindern sehr viel Sicherheit gibt. Mein Sohn ist uebrigens auch eher duennhaeutig, und musste aber doch schon viele Veraenderungen mitmachen.

Vielleicht helfen Dir meine Gedanken dabei, eine Entscheidung zu faellen.

Gruss
ADW

rosemary_
24.05.2011, 10:27
Alle Befürchtungen, dass es dem Kleinen nicht gut gehen könnte, sind in Wahrheit, der Mutter wird es nicht gutgehen.

Da hast du sicher zum großen Teil recht. Aber Mütter von Kleinkindern dürfen auch mal glucken!

3 Wochen am Stück wäre mir bei einem Zwerg auch zu lang.

Tasmanina
24.05.2011, 10:34
Aber wenn das so ist, sollte man nicht die Empfindlichkeit seines Kindes vorschieben, sondern sich klar machen: ich vertraue ihr nicht und eine andere Lösung finden.ja, das sehe ich auch so. :blumengabe:

ausdemwald: meine tochter wird im september 4 und ist seit langem eine begeisterte telefon- trulla. :freches grinsen: mit leuten im urlaub, ihrer uroma die weit weg wohnt, dem arbeitenden elternteil, abends mit dem fehlenden elternteil bei auswärtsübernachtungen,...

von daher: ausprobieren, bei manchen klappt es.

an skype hatte ich aber auch direkt denken müssen, find ich für beide seiten nett.

Tasmanina
24.05.2011, 10:38
Im Alter von 2 Jahren war er auch mal 10 Tage dort (FR bis SO) und meine Mutter hat mir erzählt, dass alles super lief... von anderer Seite habe ich gehört, dass er ab FR abend auch wieder etwas weinerlich war.
ud wie geht es dir dann mit dem wissen, daß deine mutter sagt "alles super!" und von anderer seite was gegenteiliges kommt?

ich gebe zu, mich würde das ärgern und stören, weil ich von leuten, die mein kind so lange betreuen dürfen (ja, dürfen, für mich wäre es ein großer vertrauensbeweis, meine kinder so lange abzugeben), erwarte, daß ich auch erfahre, wie es wirklich lief.


deine liste mit ausweichmöglichkeiten find ich super, in die richtung hatte ich auch schon gedacht, einfach um einen plan b zu haben, falls es aus welchen gründen auch immer mit den eltern doch nicht klappt.

Linda73
24.05.2011, 11:10
Hallo Tasmania,
wie es mir ging?

Ich denke, dass ich ein sehr gutes Vertrauensverhältnis zu meinen Eltern habe. Desweiteren gehören meine Mutter und ich eher zur "Augen zu und durch Fraktion". Ich habe mich also nicht hintergangen gefühlt, sondern musste fast ein bisschen Schmunzeln, da es typisch ist für meine Familie.

Dazu muss ich sagen, dass mein Sohn tatsächlich nur ein bisschen weinerlich war - ich denke nicht, dass er nachhaltig gelitten hat. Als wir samstags telefoniert haben, war er z.B. am Telefon fröhlich und hat sich auf zu Hause gefreut. ich denke, ihm wurde zwischendurch die Zeit lang - und das ist OK so.

Historia02
24.05.2011, 11:23
Aber ich habe aus den beiträgen anderer Userinnen rausgelesen, dass Historia hier schon in anderen Strängen über ein kompliziertes Verhältnis mit ihrer Mutter berichtet hat. Das ist dann eine andere Situation: sie traut ihrer Mutter einfach nicht zu, dass sie ihren Sohn gut betreut. Und fehlendes Vertrauen lässt sich mit keinem Trick umgehen.

Aber wenn das so ist, sollte man nicht die Empfindlichkeit seines Kindes vorschieben, sondern sich klar machen: ich vertraue ihr nicht und eine andere Lösung finden.

Nein, nein, das ist so nicht der Fall! Meine Mutter ist oft etwas übermotiviert und bestimmend, aber ich denke auf gar keinen Fall, dass meine Eltern mein Kind nicht gut betreuen können. Letzendlich ist es egal, ob das Toastbrot in 4 Würfel oder in 9 Würfel geschnitten wird. Sie haben ihn, wie gesagt, bereits mehrfach betreut, aber das war immer hier vor Ort. So dass ihn der Papa immer ins Bett bringen konnte.

Nachts schläft der Kleine mit in unserem Zimmer (am Anfang im Beistellbett, ab der 2. Nachthälfte in unserem Bett), das ist eines der Dinge, die mir Kopfzerbrechen bereiten. (Als meine Eltern ihn einmal für 2 Tage und Nächte betreut haben, schlief er wohl problemlos zwischen den beiden, aber das ist auch schon wieder 1 Jahr her.)

@Linda: Danke für die Erinnerung um das Eingewöhnungs-Drama! Das werde ich als Argument benutzen! :pfeifend: (Meine Mutter hat ein Riesen-Trara gemacht, weil die Tagesmutter mich damals recht schnell weggeschickt hat, anstatt eine Eingewöhnung nach dem "Berliner Modell" zu machen.)

Ich muss mal klären, ob mein Mann und ich nicht doch wenigstens 1 Woche Urlaub nehmen können. Dann wäre die Zeit, die meine Eltern hier verbringen müssten, überschaubar.

Wie es die anderen Eltern machen, weiß ich leider nicht. Die meisten Kinder in der Krippe sind Geschwisterkinder, da sind also dann gleich 2 Kinder ohne Betreuung. Ob jemand von denen mein Kind nehmen würde, weiß ich nicht - so gut kennen wir uns dort alle nicht.

Die Idee mit einer "Aufhilfsbetreuung" in Hamburg ist auch nicht schlecht. Ich muss mich mal erkundigen, ob es sowas gibt. Das wäre mir immer noch lieber, als mein Kind 1 ganze Woche nicht zu sehen. Mir wäre es recht wichtig, dass er nachts seine vertraute Umgebung hat.

Danke für eure vielen Gedankenanstöße! :blumengabe:

Und ich bin froh, dass den meisten von euch 3 Wochen auch zu lang wären.

Wiesenkraut
24.05.2011, 11:45
ausdemwald: meine tochter wird im september 4 und ist seit langem eine begeisterte telefon- trulla. :freches grinsen: mit leuten im urlaub, ihrer uroma die weit weg wohnt, dem arbeitenden elternteil, abends mit dem fehlenden elternteil bei auswärtsübernachtungen,...Tas danke, ich wollte schon an mir zweifeln, aber da ich ganz eindeutig in Kur war, als die Kleine 18 Monate war, hat sie auch in diesem Alter schon eindeutig telefoniert und NATÜRLICH hat sie danach von Mama erzählt, aber nicht iritiert. Wir haben auch vorher schon immer mal telefoniert und sie war nicht iritiert.

Ansonsten hab ich so den Eindruck, dass sich hier so eine Art Generationsmeinung auftut. Die Frauen hier die schon große/erwachsene Kinder haben, haben keine Bedenken, die Generation die eher gerade welche aufzieht scheint eher Bedenken zu haben.

Ich denke da zeigt sich auch der Entwicklungsstand der Forschung, der tatsächlich damals ein anderer war. Damals durften Geschwister nicht in die Krankenhäuser. Mütter wurden nachhause geschickt. Es gab keine Eingewöhung in den Kitas, ganz im Gegenteil den Eltern wurde gesagt, es wäre am besten wenn sie die kinder nur in der Tür abgeben und dann gehen.

Heute ist der Stand der Forschung ein anderer und mal zumindest mein Bauchgefühl sagt mir dass es der bessere Stand ist. Warscheinlich wird wenn meine große Tochter ihre Kinder aufzieht es wieder neue Erkenntnisse geben, die mir dann fremd sind.


Btw

Alle Befürchtungen, dass es dem Kleinen nicht gut gehen könnte, sind in Wahrheit, der Mutter wird es nicht gutgehen.

das seh ich nur zum Teil so, Kinder haben superfeine Antennen
Ich erlebe das gerade selbst, bei meiner Kleinen die in die Krippe eingewöhnt wird. Sie bleibt normal problemlos da, fällt mir aus welchen Gründen auch immer der Abschied schwer, reagiert sie auf das noch so unmerkliche Zögern meinerseits und krabbelt mir weinend nach. Warum es BEIDEN unnötig schwer machen, wenn eine sanfte Trennung so leicht möglich ist.

Linda schrieb

Im Alter von 2 Jahren war er auch mal 10 Tage dort (FR bis SO) und meine Mutter hat mir erzählt, dass alles super lief... von anderer Seite habe ich gehört, dass er ab FR abend auch wieder etwas weinerlich war. dieses Phänomen zeigte meine, als sie mit 3 in den Ferien zur Oma fuhr noch bis zur 3. Klasse. (klar dort dann in abgewandelter Form, da wurde ich plötzlich die letzten 3 Tage angerufen während sie vorher keinen Ton von sich gegeben haben). Lustig dass du das nun auch beschreibst:freches grinsen:

Linda73
24.05.2011, 11:54
Historia,
ich wohne auch in einer größeren Stadt mit +600T Einwohner. Hier gibt es auch einige sog. "Tageskrippen". Da heisst man kann dort Kinder tageweise betreuen lassen bzw. über kürzere Zeiträume.

Ich habe es noch nicht ausprobiert, da wir noch nicht in der Notlage waren und ich mir nicht sicher bin, ob das ohne weiteres klappen würde... aber auch das wäre ein möglicher Plan C.

Vllt habt ihr sowas auch bei euch. Im Zweifelsfall würde ich es an einem Tag testen, der nicht so kritisch ist, sprich, keine Termine, ruhige Phase im Büro. Wenn es klappt gut, wenn du ihn nach dem Essen abholen musst nach 2-3 Stunden... auch gut!

Den Familienservice kann man auch in Anspruch nehmen, um ein Kind zu Hause betreuen zu lassen. Wenn es z.B. nicht in die Krippe darf, da es noch ansteckend ist, aber zu Hause bereits topfit durch die Gegend turnt.

Wir haben Großeltern für solche Fälle. Ansonsten würde ich persönlich dafür lieber Familienservice/Tagesmutter in Anspruch nehmen und selber arbeiten gehen. Zu Hause bleibe ich bei nem Kind, dass so krank ist, dass es quasi den ganzen Tag auf meinem Schoss/Bauch verbringt.

Linda73
24.05.2011, 12:01
EDIT
Ich schrieb er war von FR bis SO und war ab FR weinerlich... ich meinte damit nach einer WOCHE am FR war er weinerlich. NICHT die ganze Zeit.

Nur um etwaige Missverständnisse auszuräumen! :)

rofl
24.05.2011, 12:38
zum thema eltern noch kurz - mein bsp: meine mutter wohnt auch weiter weg, wir sehen sie so alle 6 wochen. trotzdem hat mini von anfang an ein super verhältnis zu ihr, redet viel von ihr, liebt sie heiss und innig.
und obwohl das so ist, würde ich ihn nicht 3 wochen bei ihr lassen.

sie ist ü70 und hat was kindererziehung betrifft einfach noch ganz andere ansichten.
ich denke auch, dass sie "ein bisschen weinen" nicht erwähnen würde, weil's ja auch tatsächlich normal ist - kinder weinen manchmal, auch bei den eltern.
ich unterstelle gewiss weder gefühlskälte noch absichtliches vertuschen... ich bin aber sicher, dass die wahrnehmung oft eine ganz andere ist als meine.

vielleicht sind wir eltern heutzutage wirklich zu übervorsichtig, aber mit dem vorwurf kann ich leben :-)

rosemary_
24.05.2011, 12:41
ich denke auch, dass sie "ein bisschen weinen" nicht erwähnen würde, weil's ja auch tatsächlich normal ist - kinder weinen manchmal, auch bei den eltern.


Eben, also das würde ich gar nicht wollen, dass man mir jedes kleines bisschen Weinen erzählt. Macht einen nur nervös.

rofl
24.05.2011, 12:43
Eben, also das würde ich gar nicht wollen, dass man mir jedes kleines bisschen Weinen erzählt. Macht einen nur nervös.

find ich auch
komischerweise kann ich für ne woche oder so damit problemlos leben, aber 3 wochen verursacht mir magengrummeln.

Fussl
24.05.2011, 12:58
:ahoi: Historia,

interessantes Thema.....

Wir hatten Mini ja auch schön des öfteren eine Nacht, vor kurzem 2 Nächte ausquartiert. Hat bisher immer super funktioniert, die Omas machen das echt toll *stolzbin* obwohl sie nicht mehr soo jung sind (round about 70) und auch das ein oder andere Zipperlein haben.

3 Wochen allerdings........ich bin ehrlich: ich würde das im Moment nicht aushalten. Die 2 Nächte da vor kurzen....alles ganz easy bei mir im Vorfeld - als das ganze dann immer näher gerückt sind, da habe ich einen Tag vorher Mini schon furchtbar vermisst!!!

Ich kann mich erinnern als Kind, als ob es gestern gewesen wäre:
mein Dad hat mich (damals so 3 oder 4) auf einer Geschäftsreise bei meiner Oma (250km weg, lag auf dem Weg) dort für 1 Woche abgebeben, wollte mich auf dem Rückweg wieder holen.
Bereits der 1. Tag war furchtbar - ich habe echt gedacht, meine Eltern würden mich NIE WIEDER abholen kommen. Habe mich im Bad immer eingeschlossen und soooo geheult.....

Daraufhin wurde ein Telegramm (!!!) an meinen Dad geschickt - das hat meine Mutter heute noch, sehr witzig das jetzt so zu lesen :peinlich: - er solle mich UMGEHEND wieder abholen. Stopp. :smirksmile:
Hat er dann auch gemacht - ich kann euch nicht sagen, was das für ein Gefühl war, als ich meinen Dad durch die Gartentüre bei meiner Oma hab laufen sehen.....:liebe::liebe:

Irgendwie hat mich diese Erfahrung geprägt - deshalb wären für mich 3 Woche im Moment ein absolutes no go, ich würde mir ständig Sorgen um Minis Seelenheil machen und mir überlegen, wie er sich grade so fühlt etc. Denn: Oma ist toll - aber kann halt doch keine Mutter ersetzten....

1 Woche bei euch (oder 1,5 Wochen) und den Rest bei deinen Eltern finde ich eine gute Idee.
Wenn du bei den 3 Wochen direkt ein gutes Gefühl hast - mach es. Abbrechen wenn es nicht klappt geht ja immer.

LG
Fussl

Tasmanina
24.05.2011, 13:13
doch, ich würde wissen wollen, wenn mein kind weinerlich wird und/ oder nach mama und papa fragt. einfach, um abschätzen zu können, was es schon schafft trennungsmäßig.

wenn immer am tag 8 geweint wird, warum dann zehn tage da lassen und nicht nur eine woche?


interessant finde ich, daß viele hier von eigenen gefühlen schreiben. hab ich jetzt schon häufiger gehört, daß zum beispiel eine der ersten kindheitserinnerungen ist, daß man alleine und weinend in der kiga- garderobe sitzt, weil mama einfach geht. :niedergeschmettert:

rosemary_
24.05.2011, 13:17
interessant finde ich, daß viele hier von eigenen gefühlen schreiben. hab ich jetzt schon häufiger gehört, daß zum beispiel eine der ersten kindheitserinnerungen ist, daß man alleine und weinend in der kiga- garderobe sitzt, weil mama einfach geht. :niedergeschmettert:

Ja,das stimmt. Ich hab viele solcher Erinnerungen :knatsch: Als 7jährige wurde ich drei Wochen zur "Erholung" geschickt, ganz allein, ohne Freunde. Es war furchtbar. Ich musste nachts auch oft allein bleiben (würde man heute gar nicht mehr machen). Diese furchtbaren Ängste, die ich da ausgestanden habe, verfolgen mich noch heute.

carmelona
24.05.2011, 13:23
was ich an eurer stelle bedenken würde: dein sohn ist offensichtlich noch nicht lange in der krippe. du weißt, dass so eine krippeneingewöhnung und der krippenbesuch im allgemeinen für ein kind eine höchstleistung ist?

ich denke dabei immer an die worte unserer nachbarin und pensionierten erzieherin, die uns damals ans herz legte: "vergessen sie nie, dass kitabesuch für kinder wie arbeit ist. entsprechend brauchen sie auch ihre erholung"

wenn ihr euer kind also nahtlos von der krippe in eine ihm quasi unbekannte umgebung zu großeltern, die er nicht sehr gut kennt, schickt, dann bedeutet das wieder stress, und u.u. massiven stress.
selbst, wenn es ihm dort gut gefiele. aber wieder wäre vieles neu für ihn, wieder müsste er auf die vertraute umgebung verzichent. und genau das ist für kinder die schönste erholung: daheim sein!

daher würde ich ein so kleines kind keinesfalls die gesamten krippenferien verschicken.

Tasmanina
24.05.2011, 14:04
Ja,das stimmt. Ich hab viele solcher Erinnerungen :knatsch: Als 7jährige wurde ich drei Wochen zur "Erholung" geschickt, ganz allein, ohne Freunde. Es war furchtbar. Ich musste nachts auch oft allein bleiben (würde man heute gar nicht mehr machen). Diese furchtbaren Ängste, die ich da ausgestanden habe, verfolgen mich noch heute. :niedergeschmettert: :in den arm nehmen:

Wiesenkraut
24.05.2011, 15:30
Ja,das stimmt. Ich hab viele solcher Erinnerungen :knatsch: Als 7jährige wurde ich drei Wochen zur "Erholung" geschickt, ganz allein, ohne Freunde. Es war furchtbar. Ich musste nachts auch oft allein bleiben (würde man heute gar nicht mehr machen). Diese furchtbaren Ängste, die ich da ausgestanden habe, verfolgen mich noch heute.

ich war in der 2. Klasse 4 wochen im Schwarzwald in Kur, auch ganz allein. Am schlimmsten fand ich ohne Licht einschlafen zu müssen, da wurde um 20 uhr im flur das licht ausgemacht und die Rolläden ganz runter. Keine Mama da und kein Licht. Mir gehts da ähnlich wie dir. Die Angst geht mir heute noch nach.

Motti76
24.05.2011, 19:53
3 Wochen..... nee, das wäre für mich zu lang!!!! So 7-10 Tage bei den Grosseltern, damit könnte ich leben, obwohl wir das auch noch nicht hatten. (und meine Grosse ist schon 5) Ich würde meine Kinder einfach zu sehr vermissen, den Grosseltern nicht eine so lange Zeit zumuten wollen und auch dem Kind keine so lange Trennung von den Eltern. Für mich also definitiv nein, zumindest nicht, wenn es nicht UNBEDINGT sein muss (sprich Krankheitsfall o.ä)

Ich würds auch splitten, sprich 2 Wochen bei Euch und 1 Wo bei den Grosseltern. Könnt ihr denn gar keine Urlaubstage nehmen?! Ist doch schade, wenn der Kleine in den Ferien so gar nichts von Euc hat, besonders, wenn die Krippeneingewöhnung scheinbar noch nicht so lange her ist. In der Zeit war meine Grosse besonders anhänglich und hat viel Mama gebraucht. Da hätte ich sie schonmal gar nicht weggeschickt.

Ihr findet sicher eine Lösung. Viel Erfolg! :blumengabe: