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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dossier: Glück (liches langes Leben) Heft 12/2011



wildes_Huhn
15.05.2011, 16:46
Danke an BRIGITTE für dieses Dossier. Und Danke auch an den Psychologen Douwe Draaisma und seine Forschungen :wangenkuss:
Ich dachte schon, mit mir stimmt etwas nicht (vielleicht ist das ja auch so - aber wohl nicht in diesem Bereich). Worum gehts?
Es geht um meine Erinnerungen, die mir abhanden kommen. Ein Zustand, den ich schwer akzeptieren kann und trotzdem hinnehmen muss. Dass ich mich kaum an meine eigene Kindheit erinnern kann - na gut, ärgerlich, aber es gibt schlimmeres. Nämlich, dass ich mich nicht an die Babyzeit meiner Kinder erinnern kann. :niedergeschmettert:
Nicht nur, dass meine persönliche Festplatte das nicht mehr hergibt. Auch die seinerzeit aufgenommen Filme, die wir auf DVDs gebrannt haben, sind nicht mehr abrufbar. Die DVDs spinnen/hängen sind iwie kaputt. Doch laut dem Interview mit Douwe Draaisma geht es dem Psychologen nicht anders: "Wenn Eltern daran zurückdenken, wie ihre Kinder aussahen, als sie klein waren, dann erinnern sie ein Foto. Denn jedes Mal, wenn wir jemanden treffen, erfährt sein Gesicht in unserem Gedächtnis ein Update. Wir erinnern immer nur die neuste Version. Evolutionär gesehen macht das natürlich Sinn: Warum sollte sich unser Gehirn die Mühe machen, alte Bilder aufzubewahren? Wir werden ihm so ja nicht wieder begegnen. Ich habe zum Beispiel keine klaren Erinnerungen mehr daran, wie mein Sohn als Kind aussah. Das finde ich traurig, aber so ist es nun mal."
Ich finde es auch traurig. Das ist nur ein Zitat aus dem tollen Dossier. Beim Lesen habe ich immer wieder genickt. Jede Antwort des Interviews ein Treffer. Jede Antwort regt zum Nachdenken an.
WOW!
Liebe Grüße aus dem [...] Hühnerstall :blumengabe:
wh

joon
23.05.2011, 17:52
wer zwischen 15 und 25 kein freudvolles leben geführt hat, der hat im alter von 60 pech gehabt, wird depressiv, kann man nix machen, keine chance ... pech gehabt.
klar so eine wissenschaftliche erkenntnis ist halt eine wissenschaftliche erkenntnis, aber das so ganz ohne kleines helferli an der hand in die welt rauszuhauen, das fand ich fies und traurig.
der rest des glücksstücks war supi!

Lalique
28.05.2011, 12:56
wer zwischen 15 und 25 kein freudvolles leben geführt hat, der hat im alter von 60 pech gehabt, wird depressiv, kann man nix machen, keine chance ... pech gehabt.
Meine Jahre zwischen 15 und 25 waren schwierig und weit enfernt davon, freudvoll zu sein.
Demnach müsste ich seit mindestens 7 Jahren depressiv sein - bin ich aber nicht, wissenschaftliche Erkenntnis hin oder her :lachen: !
Wat nu?
Was für glorreiche Erkenntnisse stehen denn noch im Dossier?
Kaufen werde ich mir die Zeitung deshalb nicht ...

Massashi
29.05.2011, 14:31
Ich halte es da eher mit Tilda Swinton, die sagte, für das Glück kann man sich entscheiden. Das ist auch meine Erfahrung. Und diese Entscheidung kann ich treffen, egal, wie mein Leben in dieser Phase aussah - nämlich mehr als kompliziert. Mir ging es sogar größtenteils grottenelend.

Wenn ich zurückschaue, dann geht es mir im Laufe des Lebens immer besser. Und zwar auch deshalb, weil ich eben feststellte, dass ich für mein eigenes Glück aktiv werden kann. Allein das ist Grund, optimistisch zu bleiben.

Massashi

Syriana
31.05.2011, 15:55
Meine Jahre zwischen 15 und 25 waren schwierig und weit enfernt davon, freudvoll zu sein.
Demnach müsste ich seit mindestens 7 Jahren depressiv sein - bin ich aber nicht, wissenschaftliche Erkenntnis hin oder her :lachen: !
Wat nu?
Was für glorreiche Erkenntnisse stehen denn noch im Dossier?
Kaufen werde ich mir die Zeitung deshalb nicht ...

.. hab den Artikel beim Sport auf dem Stepper gelesen und fand ihn enttäuschend. Also das Interview. Erinnere mich, dass da ständig stand, ab 40 sei eh alles zu spät.. man verlangsame und vertrottele vor sich hin und müsse sich ungeheuer anstrengen, überhaupt noch "Glück" zu erleben, weil man dann bereits so eingefahren sei, dass man nix Neues mehr wage... ich dachte immer, die sprechen da von 80-jäjhrigen... und selbst die :smirksmile: ...

Auch stand da, dass jeder die Jahre von 0-18 als so lang erlebe, wie den gesamten Rest des Lebens... ist bei mir ja jetzt schon nicht der Fall... mit knapp Ü40. In den ersten 18 Jahren passiere eigentlich alles Wesentliche.. danach gehe es insgesamt und insbesondere glücksmäßig bergab...

Meine Jahre zwischen 15-25 waren auch nicht soo berauschend - aber gerade deshalb... bin ich dankbar dafür, wie ich heute lebe und wie gut ich mich fühle.

Nee, also das Interview muss man nicht haben... und Gedächtnisstörungen und/oder Erinnerungslücken habe ich auch noch nicht...

Syri