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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kaufpreisermittlung bei Hausverkauf?



Inaktiver User
13.05.2011, 16:06
Hallo,

nachdem mein Mann und ich auf eine Scheidung zusteuern, wird es mittelfristig zu einem Verkauf unseres Hauses kommen.
Ich würde den Verkauf gern privat durchführen, möchte aber als Basis eine solide Wertschätzung haben.
Machen das nur Makler oder gibt es auch andere, die hier fachkundig sind?
Wie gehen wir am klügsten vor?

Ich möchte vermeiden, dass ein Makler eine solche Einschätzung vornimmt und damit gleich den Verkauf übernehmen möchte.

(Das Haus steht in einer guten Wohnlage und ich stelle mir vor, dass es viele Interessenten gibt...)

Danke und Grüße
Birke:blumengabe:

Opelius
14.05.2011, 13:26
Frag Deine Bank, ob sie ein Wertgutachten erstellen. Wir haben das mit unserem Haus, dass über 100 Jahre alt ist, machen lassen. Hat uns 350 € gekostet. Wenn wir verkaufen sollten, wissen wir, was wir ungefähr verlangen könnten. Die Baussubstanz ist sehr solide, aber das Teuerste ist unser 900 m² großes Grundstück in unmittelbarer Nähe der Innenstadt.
Wir wollten es wissen, weil wir unser Testament erneuern wollten.

IchbindieHaeuptling
14.05.2011, 14:12
Hallo Birke,

auch ich stehe vor der Frage, wie es nach der Scheidung mit der Immobilie weitergeht. Momentaner Standpunkt: Ich zieh das alleine durch.

Als ich einen Verkauf in Erwägung zog, fragte ich bei der Sparkasse nach wegen Wertschätzung, da auch über die finanziert ist. Man sagte mir, schätzen wird gemacht. Kostet 1.000 Euro. Wenn wir die Immobilie der Sparkasse zum makeln überlassen, kostet es nichts.

Außerdem gibt es bei der Gemeinde amtlich vereidigte Schätzer. Diese haften im Zweifelsfall für eine Falschkalkulation. Habe dort mal angerufen und nach den Kosten gefragt, leider nur den Stellvertreter erwischt. Der konnte mir nur sagen, dass die Gebühren im Promilliebereich des geschätzten Wertes und bei Einfamilienhäusern plusminus (eher plus) 1.000 Euro liegen. Habe mir daraufhin letzte Woche einen Antrag von der Gemeinde geholt und hoffe, dass ich noch vor den Sommerferien weiß, was Sache ist.

Grüßle,

H.

Inaktiver User
14.05.2011, 19:40
Wir haben für eine Wohnung meiner Schwiegermutter ein Wertgutachten machen lassen.

Parallel haben wir uns auf den unterschiedlichen Plattformen im Internet die Angebote für vergleichbare Wohnungen in ähnlicher Lage angesehen.

Die Preise im Internet lagen deutlich höher als das Wertgutachten. Wir haben uns dann an den Marktpreisen aus dem Internet für unsere Forderung orientiert, da die deutlich höher lagen.

Und wir haben die Wohnung für den Preis aus dem Internet verkauft - etwa 25% teurer als das Wertgutachten ....

So etwas hängt natürlich immer an der Marktsituation in der jeweiligen Stadt, aber man sollte auf jeden Fall die tatsächlich geforderten Preise als Referenz nutzen. Dies war das zweite Mal, dass ein Gutachten den tatsächlichen Marktwert der Wohnung deutlich unterschätzt hat.

einzigARTig
14.05.2011, 19:48
Wer hatte das Gutachten erstellt?

Bei uns war es so, dass der Gutachter ca. 40/45 % unter dem lag, was wir dann für das Haus bekommen haben.
Wir hatten eigentlich erwartet, dass der Gutachter genau dafür da ist, einen reellen Preis, auch unter Berücksichtigung der Lage und des Marktes dort, errechnet.
Wir haben dann aber wie gesagt, fast das Doppelte von dem, was er geschätzt hatte, für das Haus gekriegt, weil er die Marktlage anscheinend nicht kannte.
Deswegen ist der oben genannte Tipp gut, den Verkaufspreis vergleichbarer Häuser in der Gegend zu kennen.

Inaktiver User
14.05.2011, 22:15
Interessant! Die gleiche Erfahrung haben wir nämlich auch gemacht. Es war bei uns zwar sicher kein Gutachter (vermute ich mal) sondern jemand von einer Maklerfirma beauftragt, der sich unser Haus angucken sollte um dann den Auftrag zum makeln von uns zu bekommen. Allein der Preis mit dem er überhaupt anfangen wollte es anzubieten (es wird ja immer noch gehandelt) lag am Ende 25% unter dem Preis den wir selbst dann erzielt haben.

Wir haben uns auch im Internet nach verlgeichbaren Häusern umgesehen und auch unsere Anschaffungskosten und Investitionen berücksichtigt. Wir wollten das Haus nämlich nicht um jeden Preis verkaufen. Der Preis, den der Makler uns nannte, lag ganz klar unter unserer Schmerzgrenze. Er war ziemlich sauer, dass er den Auftrag nicht bekommen hat. Er meinte nämlich zum Abschied noch, dass wir uns gerne bei ihm melden könnten wenn wir das Haus nicht los werden. :freches grinsen: Wir hatten dann aber allein durch Mund zu Mund Propaganda innerhalb kurzer Zeit zwei Interessenten. Wir kamen noch nicht mal dazu das Haus zu inserieren. :pfeifend:

Also, verlaß dich nicht ausschließlich auf das Gutachten.

Weinbeere
16.05.2011, 13:02
Machen das nur Makler oder gibt es auch andere, die hier fachkundig sind?
Wie gehen wir am klügsten vor?

hi Birke,

ich würde das haus in einem internet protal z.b. immoscout24 inserieren.
dabei würder ich mit einem verkaufswert beginnen, der im oberen bereich meiner vorstellungen liegt (um auch dafür einen richtwert zu bekommen, kann nach ähnlichen objekten in einem protal gesucht werden).

der verkaufspreis kann dann z.b. wöchentlich um bspw. 2TEUR gesenkt werden - wenn die ersten interessenten "anspringen" (es müssen nicht gleich besichtigungstermine ausgemacht werden) hast Du m.E. einen repräsentativen verhandlungspreis...

viel glück,
w.

Inaktiver User
16.05.2011, 20:28
Vielen Dank für Eure Antworten, das ist ja schon mal ein guter Einstieg ins Thema!

Ein Verkauf wird unumgänglich sein, das Haus ist relativ teuer und neben dem Kredit müsste ich dann ja auch noch meinen Mann auszahlen, das ist nicht zu schaffen.
Außerdem merke ich, je länger ich hier allein (mit den Kindern allerdings) lebe, dass es ein enormer Aufwand ist, das Haus zu pflegen. Und die ersten Schönheitsreparaturen stehen auch an...

Es muss ja nicht gleich morgen sein, aber ich fang mal an...

Liebe Grüße Birke

sandy2011
31.07.2011, 12:15
Aber was spricht den gegen einem Markler? Dann kostet es euch doch wenigstens nichts! Und ihr seit dann in guten Händen und es wird alles geregelt! Oder lieg ich da falsch?

Lg

sandy2011

angie2
31.07.2011, 12:29
Aber was spricht den gegen einem Markler? Dann kostet es euch doch wenigstens nichts! Und ihr seit dann in guten Händen und es wird alles geregelt! Oder lieg ich da falsch?

Lg

sandy2011

Es gibt hervorragende Makler. Leider erwischt man die sehr selten.

Und was heißt: es kostet nichts? Viele Makler verlangen auch vom Verkäufer Courtage.

Und auch ein Käufer zieht dem Verkäufer die Courtage vom Verkaufspreis ab.

Aber wenn man rechtlich keine Ahnung hat, bleibt wohl nichts anderes übrig als ein Makler. Dann aber gut umhören, damit man den richtigen erwischt.

puppenkleid
02.08.2011, 18:44
Man kann das für ca.70 .-glaube ich auch im Internet machen,
guck doch mal bei Immoscout24,die bieten das wahrscheinlich noch an.
Diese wertermittlun ist angeblich so genau wie von einem Gutachter auch wenn
die natürlich nicht vorOrt sind und auf wahre angaben angewiesen sind.:smile:

Inaktiver User
05.08.2011, 21:11
Zu der Frage, warum möglichst ohne Makler:
Wir haben in den vergangenen Jahren als Kaufinteressenten allerhand Erfahrungen mit Maklern gesammelt, die meisten waren äußerst unerfreulich. Da werden Häuser mal locker 30qm größer, Fußbodenheizungen erfunden, alte Hütten zu Palästen. Die Käufer kalkulieren natürlich die Courtage mit ein, so dass man vermutlich auch als Verkäufer mit dabei ist.
Und letztenendes weiß ich nicht, warum ich einen Makler einschalten sollte, Leute durch das Haus führen kann ich selbst und alle Auskünfte, die ein Makler gibt, sind sowieso "Ohne Gewähr"...
für mich ist das rausgeschmissenes Geld.
Naja, wenn es denn selbst gar nicht klappt, schauen wir mal, ob wir ein weißes Schaf finden...

LG Birke:blumengabe: