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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bewerbung nach Elternzeit



Wiesenkraut
03.05.2011, 19:21
In der Bricom gibts ein extra Bewerbungsforum, ich hab lang überlegt ob ich nicht besser dort aufgehoben bin, mich dann aber entschlossen, es doch hier zu versuchen, da ich vor allem in den Bereichen unsicher bin, die Elternzeit bzw Muttersein betreffen:
Beispiel:
Ich überlege mir eine neue Stelle zu suchen, da ich momentan rund eine 3/4h Arbeitsweg habe (eine Strecke) und 200 Euro sprit verfahre.
Geld und Zeit würde ich lieber für die Kleine haben (also weniger Stunden arbeiten und weniger Zeit fahren ). Wenn ich das aber ehrlicherweise in der Bewerbung oder dem Vorstellungsgespräch sage, wird mir das evtl als fehlende Motivation zu Arbeiten ausgelegt?

Die Kleine hat einen 45h Krippeplatz, wo bring ich unter, dass die Versorgung gesichert ist. Im Lebenslauf oder im Anschreiben. Wenn im Anschreiben, hat da einer eine gute Formulierung für mich?

Wie habt ihr die Softskills verkauft die man sich mit Kind aneignet?

Es fallen bestimmt noch mehr Fragen ein. Vielleicht ist hier auch der ein oder andere Personaler, der mir sagen kann mit welchen Fragen ich vor allem im Bezug auf die Kleine rechnen muss. Ich hab Kinder als "übelstes" Hinderniss bei der Bewerbung in Erinnerung. Als ich mit den beiden Großen wieder arbeiten wollte hab ich über 100 Bewerbungen geschrieben und nur Absagen erhalten (ich hab direkt nach dem Studium Kinder bekommen und war dann 5 Jahre nur wenige stundenweise arbeiten. Die Hauptbegründung war "sie sind ja länger zuhause als sie studiert haben, da haben sie doch alles vergessen"). Momentan schwebt mir eine Initiativbewerbung vor und die würde ich gern so gut wie möglich machen. Also was auch immer ihr an Tips zu Bewerbung anch Elternzeit habt, immer her.

Es darf sich angeschlossen werden, wer ähnliche Fragen hat darf sie gern stellen. Nutzt uns ja vielleicht allen was.

Symphonie
03.05.2011, 19:33
Wiese, hast Du mal ins Bewerbungsforum geschaut? da wurde letztens ähnliches von,ich glaube Ulani?, gefragt. Im Grunde geht es den AG eigentlich nichts an dass das Kind gut untergebracht ist,hieß es da. Ich würde es auch irgendwie reinschreiben, evtl mit in den Lebenslauf bei Kind und dann in Klammern dahinter 45h Kita Platz/woche...

Symphonie
03.05.2011, 19:35
achso:
ich habe mich ja auf einen 400 Euro Job beworben und selbst im Babymarkt Absagen bekommen. Dabei war die Unterbringung bei mir auch gesichert. Ich denke, wenn es nicht initiativ ist ( oder auch dann?) hilft es vorher zu telefonieren und genau das einzubringen. Eben dass die Kinder gut und lange versorgt sind. Im Gespräch würde ich nicht sagen dass Du einen kürzeren Weg willst,aber zB dass es jetzt mit längerem Weg und mehr Arbeitszeit auch sehr gut geklappt hat...

Talea1982
03.05.2011, 19:39
Wiese, man schreibt doch sowieso nicht rein, ob man Kinder hat. Ich würde es nicht machen und nach meiner Recherche muss man das auch nicht. Letztendlich könnte es ja schon zur Vorauswahl kommen deswegen (die hat Kinder? Nö, dann interessiert mich die Bewerbung gar nicht mehr, denkt der sich.....ABER im Gespräch kann er dich schlecht einfach so abwürgen und du kannst punkten).

Wenn du im Bewerbungsgespräch dann gefragt wirst, kannst du das dann frei erzählen und gleich anschließend sagen, dass es versorgt wird etc. :blumengabe:

Und (hau mich aber nicht:freches grinsen:), ab einem gewissen Alter gehen die oft automatisch davon aus, dass die Kinder entweder schon größer sind ODER man gar keine hat.

Talea1982
03.05.2011, 19:41
Ok, ich bin ja doof:freches grinsen:

Man muss ja die Lücke im Lebenslauf (in dem Falle dann die Elternezeit) erklären:freches grinsen:......

Aber, ist man denn nicht trotzdem in der Zeit angestellt? Du hast 2010 das Kind bekommen, bist bspw. seit 2008 in der Firma und schreibst dann rein: Firma XY 2008 - Heute?

Muss man die Elternzeit wirklich angeben?

Symphonie
03.05.2011, 20:12
die elternzeit steht im zeugnis talea, zumindest bei mir zz

Wiesenkraut
03.05.2011, 20:18
na das ist nicht das Problem, es entsteht ja keine sichtbare Lücke, ich bin ja in einem Beschäftigungsverhältnis. Wir bieten ja selbst Bewerbungstrainings (allerdings kann ich da ja schlecht meine eigene Bewerbung checken lassen:pfeifend:) und ich hatte mal den Trainer "für eine Bekannte" gefragt, ob Kinder angegeben werden sollen oder nicht.
Man muss es nicht, das ist richtig, aber es gibt durchaus widersprüchliche Begründungen ob man es soll oder nicht.
Die einen sagen "nicht angeben und dann im Vorstellungsgespräch gut verkaufen", so landet man nicht gleich auf dem Ablagestapel. Es gibt aber auch Arbeitgeber die sich durch diese Vorgehensweise "getäuscht" fühlen und einen deshalb ablehnen, so nach dem Motto "wer weiss was die sonst noch verschweigt"
die Andren sagen "in die Bewerbung reinbringen" jemand der einen dann einläd, der hat sich schon "damit abgefunden" dass die Bewerberin Mutter ist und kennt evtl sogar die Vorteile.
Es gibt wie bei so vielem für und wider. Für mich fühlt sich einbringen richtiger an. Ich bin von Natur aus ein sehr offener Mensch und möchte das von Vornerein auch rüber bringen. Mir fehlt also nur noch das "wie"

Symphonie, da ich mein Zwischenzeugnis selbst geschrieben habe und dem Chef dann reingereicht habe, steht sie bei mir nicht drin ;-)

Inaktiver User
03.05.2011, 20:20
die elternzeit steht im zeugnis talea, zumindest bei mir zz

so ein Zeugnis hätte ich gar nicht angenommen. In meinen Bewerbungsunterlagen kommen Kinder nicht vor. In meiner alten Firma wusste lange Jahre niemand, dass ich Kinder habe und auch nicht ob ich verheiratet oder sonstwie verbandelt bin. Das ist mein Privatleben, das hat keinen Einfluss auf meine Arbeit und geht niemanden etwas an.

Inaktiver User
03.05.2011, 20:29
Ich würde es definitiv nicht reinschreiben. Mit so einem jungen Kind stehst du meiner Meinung nach sofort hinter den Bewerberinnen ohne Kinder an.

Jeder malt sich ja aus, dass man als Mutter aufgrund Krankheiten gelegentlich ausfällt und sei der Krippenplatz noch so sicher.

Wenn du dich erstmal von Angesicht zu Angesicht verkaufen kannst, steigen die Chancen erheblich.

Wenn du es trotzdem reinschreiben möchtest, gehört es meiner Meinung nach in den Lebenslauf und nicht in das Anschreiben.

Inaktiver User
03.05.2011, 20:33
Ina,

ich denke, so leicht ist es dann doch nicht.

Was macht das für einen Eindruck, wenn du die Kinder komplett verschwiegen hast und dann aber plötzlich doch mal ausfällst, weil etwas passiert ist oder ein Kind unerwartet krank wird.

Talea1982
03.05.2011, 20:34
so ein Zeugnis hätte ich gar nicht angenommen. In meinen Bewerbungsunterlagen kommen Kinder nicht vor. In meiner alten Firma wusste lange Jahre niemand, dass ich Kinder habe und auch nicht ob ich verheiratet oder sonstwie verbandelt bin. Das ist mein Privatleben, das hat keinen Einfluss auf meine Arbeit und geht niemanden etwas an.

Ich denke da ähnlich. Zumal ich gelernt habe, dass das Anschreiben, sowie der Lebenslauf kurz und knackig gehalten werden soll. Ich hatte damals knapp zwei Seiten alleine für den Lebenslauf. Im training und in meiner Ausbildung wurde mir dann beigebracht, alles auf das wichtigste zu kürzen. Viele Dinge sind auch veraltet (Beruf der Eltern, Hobbies (wenn es nicht direkt mit dem Arbeitsplatz zu tun hat), alle Schulen (wichtig sind die Abschlüsse und eben das keine Lücke zu sehen ist).

So wurde dann aus zwei Seiten eine gemacht und die kamen immer gut an. Natürlich sind Kinder eine andere Sache, aber auch das zähle ich zum Privatleben. Sollte ich natürlich im Bewerbungsgespräch gefragt werden, dann werde ich sicherlich nicht lügen, mir aber schon mal vorab die Fragen überlegen und entsprechende Antworten). Ich stelle mich nun mal ungern sofort ins Abseits nur weil ich Kinder habe. Und wenn mein Chef bzw. der Personaler nicht damit klar kommt, dann sollte es sowieso nicht sein.

In deinem Fall Wiese, würde ich, solltest du nach dem Jobwechsel direkt gefragt werden sagen (das wird bestimmt auch kommen, so in etwa: Warum bewerben Sie sich bei uns), dass du eben gerne näher an deinem Wohnort wechseln willst. Ich würde da auch offen sagen, dass du so 200 € sparen kannst. In der heutigen Zeit ist doch bewussten einsparen von Energie sinnvoll und nicht verpönt. Natürlich kannst du das nochmal schön verpacken:freches grinsen:. ABER vielleicht erzählst du auch erstmal davon, dass du z.B. viel gutes über die Firma gehört hast, sie interessant findest, die Arbeitsmethoden dir zusagen, das Produkt sehr gerne magst, dass du gerne XY arbeitest, dich erweitern willst und und und.

Ich weiss ja jetzt nicht als was du dich bewerben willst, daher kann ich da auch nicht so genau drauf eingehen:blumengabe:

Wiesenkraut
03.05.2011, 20:36
eben, deshalb gehör ich der Fraktion an, lieber gleich und offen. Mein jetziger Arbeitgeber z.b hat mich damals eingestellt, WEIL ich Kinder habe :smirksmile:

Symphonie ich hab den Strang gefunden und ähm ich glaub ich bin hier doch richtiger. Ich wollte nicht (wie dort) drüber diskutieren ob Mütter nun motiviert sind oder nicht :pfeifend:

Talea1982
03.05.2011, 20:36
Peppi, Ina hat ja nicht gelogen.

Ich denke eher, dass sie es nie erwähnt hat.

Mittlerweile haben aber die Arbeitgeber (so kenne ich es zumindest) immer nochmal so Personalbögen, die man vor dem Bewerbungsgespräch ausfüllt und da werden Kinder meist auch erwähnt und da sollte man es schon erwähnen.

Meist sprechen die AGs aber auch drauf an (aufgrund des Personalbogens) um da ein bissl auf den Zahn zu fühlen. Und DA würde ich das mit der Betreuung dann auch schön erwähnen.

Inaktiver User
03.05.2011, 20:37
Ina,

ich denke, so leicht ist es dann doch nicht.

Was macht das für einen Eindruck, wenn du die Kinder komplett verschwiegen hast und dann aber plötzlich doch mal ausfällst, weil etwas passiert ist oder ein Kind unerwartet krank wird.
Das darf dann eben nicht vorkommen. Ich hatte so ein dicht gestricktes Netz, dass ich niemals nur eine Stunde wegen des Kindes nicht arbeitsfähig gewesen wäre.

Wiesenkraut
03.05.2011, 20:38
*lach Talea über die "Firma" hört man nicht soviel gutes, ich kanns ja ruhig sagen, es wäre ein Jugendamt :smirksmile:

@ina
bei mir wäre das nicht geheim zu halten, denn das JA vergibt hier auch die Krippeplätze, zwar eine andere Abteilung aber sogroß ist meine Heimatstadt nicht.

Symphonie
03.05.2011, 20:41
Ina
ich habe das Zwischenzeugnis bekommen da in meiner Elternzeit meine Chefin gegangen wurde und ich deswegen noch schnell eins angefordert habe.
Da steht als Abschlusssatz dass ich mich zZ in Elternzeit befinde. Finde ich nicht weiter schlimm denn die nächsten Zeugnisse weisen ja eine Zeitlücke auf...

Talea1982
03.05.2011, 20:43
Achsooooooo. Mhm!

Dort kann dir die Erfahrung natürlich ne Menge Pluspunkte einbringen:blumengabe::freches grinsen:-

Aber letztendlich denke ich trotzdem, dass Kinder nicht in die Bewerbung reinkommen und wenn dann nur im Lebenslauf................... obwohl, du das natürlich auch im Bewerbungsschreiben verkaufen könntest, so nach dem Motto: Ich habe xx Jahre Erfahrungen im Jugendbereich (ich weiss jetzt nicht, wie man das nennt:smirksmile:) und habe selber drei Kinder (wie alt die sind, ist ja dann uninteressant, oder?

Symphonie
03.05.2011, 20:43
eben, deshalb gehör ich der Fraktion an, lieber gleich und offen. Mein jetziger Arbeitgeber z.b hat mich damals eingestellt, WEIL ich Kinder habe :smirksmile:

Symphonie ich hab den Strang gefunden und ähm ich glaub ich bin hier doch richtiger. Ich wollte nicht (wie dort) drüber diskutieren ob Mütter nun motiviert sind oder nicht :pfeifend:
Wiese,einige Ansätze sind aber ganz hilfreich find ich

Icebaer
03.05.2011, 20:44
Hallo,

finde das echt ein interessantes Thema und werd auf jeden Fall gespannt weiter mitlesen. Hab mir ehrlich gesagt, noch nicht so die Gedanken darüber gemacht, ob man Kinder mit in die Bewerbung aufnimmt oder nicht. Denke, es kommt vielleicht auch ein wenig auf die Stelle an, auf die man sich bewirbt.


so ein Zeugnis hätte ich gar nicht angenommen. In meinen Bewerbungsunterlagen kommen Kinder nicht vor. In meiner alten Firma wusste lange Jahre niemand, dass ich Kinder habe und auch nicht ob ich verheiratet oder sonstwie verbandelt bin. Das ist mein Privatleben, das hat keinen Einfluss auf meine Arbeit und geht niemanden etwas an.

Aber was steht denn dann auf deiner Lohnsteuerkarte? Allein anhand der Lohnsteuerklasse, lässt sich doch ablesen, ob Du verheiratet bist oder nicht und bei Klasse II und IV lässt sich auch ablesen, ob Du Kinder hast oder nicht.

LG. icebaer

Talea1982
03.05.2011, 20:46
Nochwas: Generell würde in Kinder doch nicht im Lebenslauf verwenden:freches grinsen:.

Wenn du die Kinder nennen möchtest, um deine Erfahrungen damit zu zeigen, dann bringe sie in einem Kurzen Satz im Lebenslauf unter, im selben Zug mit deinen Erfahrungen.

Das war jetzt in kürze das, was ich eben gesagt habe:freches grinsen::freches grinsen::freches grinsen:

Inaktiver User
03.05.2011, 20:47
Das darf dann eben nicht vorkommen. Ich hatte so ein dicht gestricktes Netz, dass ich niemals nur eine Stunde wegen des Kindes nicht arbeitsfähig gewesen wäre.

Okay, dann geht das so.

Ich könnte das für mich leider trotz Oma, Opa, Papa und Kindergartenplatz nicht sicherstellen.

Es gibt diese Tage, da liegts Zwuckel mit 40 Fieber oben und ich mache von meinem Anspruch auf Krankheit wegen Kinderbetreung gebrauch.

Aber ich hab den Job auch seit 17 Jahren.

Wiese, möchtest du dich im öffentlichen Bereich bewerben ? Also beim gleichen Träger, den den Platz vergibt ?

Inaktiver User
03.05.2011, 20:49
Hallo,

finde das echt ein interessantes Thema und werd auf jeden Fall gespannt weiter mitlesen. Hab mir ehrlich gesagt, noch nicht so die Gedanken darüber gemacht, ob man Kinder mit in die Bewerbung aufnimmt oder nicht. Denke, es kommt vielleicht auch ein wenig auf die Stelle an, auf die man sich bewirbt.



Aber was steht denn dann auf deiner Lohnsteuerkarte? Allein anhand der Lohnsteuerklasse, lässt sich doch ablesen, ob Du verheiratet bist oder nicht und bei Klasse II und IV lässt sich auch ablesen, ob Du Kinder hast oder nicht.

LG. icebaer

Man ist nicht verpflichtet, seine Kinder auf der Lohnsteuerkarte eintragen zu lassen. Auch nicht, ob man verheiratet ist oder nicht. Das Finanzamt wollte mir was anderes erzählen, aber es ist einfach nicht wahr. Und in der Steuererklärung kann man sich ja die entgangenen Steuervorteile wieder zurückzahlen lassen.

Talea1982
03.05.2011, 20:50
Ice, die Kinder sollen ja nicht komplett verschwiegen werden, bzw. gelogen werden, aber in meinem Beruf z.B ist das ein dickes Manko.

Wie gesagt, die Personalbögen gibts bei mir oft und da wird nach gefragt und DANN kann man das genauer erklären:blumengabe:

Inaktiver User
03.05.2011, 20:51
Ah jetzt hab ichs gelesen. Ich arbeite dort auch :smirksmile:

Da würde ich mit offenen Karten spielen, doch. Bei uns werden jedenfalls auch Mütter eingestellt.

lunea31
03.05.2011, 21:05
Hallo,

ich habe im Lebenslauf erwähnt, dass ich Zwillinge habe. Sogar mit Altersangabe. Sie waren damals gerade mal 1 Jahr alt. Ganz einfach weil ich stolz war, dass ich mit 2 Babys meine Dissertation fertig geschrieben und abgegeben habe.

Im Anschreiben habe ich erwähnt, dass ich 2 Krippenplätze habe und somit die Betreuung der Kinder gesichert ist.

Ich habe die Stelle bekommen.

Es hat einfach gepasst. Ich hatte schon vor dem Gespräch ein gutes Gefühl, weil ich in das "Anforderungsprofil" perfekt gepasst habe.

Allerdings hatte ich vorher 4 / 5 Bewerbungen abgeschickt. Ohne Erfolg. Hat vielleicht auch daran gelegen, dass ich Kinder habe und das ich nicht alle Anforderungen erfüllen konnte. Vermutlich hätte ich nach mehreren Absagen meinen Lebenslauf geändert und nur erwähnt das ich Kinder habe ohne Altersangabe und ohne zu schreiben, dass ich Zwillinge habe. Aber ganz weglassen würde ich die Kinder nicht.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Jobsuche :blumengabe:

Liebe Grüße

:blumengabe:

Ulani
03.05.2011, 21:37
Hallo Wiesenkraut!

Vor kurzem hatte ich einen ähnlichen Strang eröffnet, denn ich habe mir so ziemlich die gleichen Gedanken gemacht!

Ich habe meinen Sohn und seine gesicherte Betreuung in der Bewerbung nicht extra erwähnt. Das habe ich nach langem hin und her so beschlossen. Irgendwie ist das doch selbstverständlich, dass ich unser Leben und meine Arbeit organisiert bekomme!
Ich habe natürlich erwähnt, dass ich in Elternzeit bin und eine Teilzeitstelle suche.
Ansonsten habe ich die ganze Bewerbung sehr allgemein gehalten. Flexibel was die Abteilung angeht und auch was die Stundenanzahl angeht.

Was soll ich sagen: es hat geklappt! Insgesamt hatte ich 3 Vorstellungsgespräche, die alle sehr positiv verlaufen sind! Ich hatte nirgendwo das Gefühl, dass man mir kritisch gegenübersteht, weil ich ein Kleinkind habe. Es hat niemand nach der Betreuung gefragt. Dürfen die auch gar nicht! Und wenn, dann hätte ich die Wahrheit gesagt. Kein Problem für mich!
Gefragt wurde ich natürlich, wie ich mir die Rahmenbedingungen meiner Teilzeitstelle eben vorstellen könnte.

Jetzt im Nachhinein ärgere ich mich fast ein bisschen, dass ich mir damals so den Kopf zerbrochen habe!
Teilweise habe ich mich richtig "schuldig" gefühlt, weil ich jetzt eben ein Kind habe und nicht mehr so sensationell flexibel bin wie früher als Single. Total bescheuert eigentlich. Irgendwie sollte man als Mutter mehr Selbstbewusstsein an den Tag legen!

Ich wünsche Dir jedenfalls viel Glück! :blumengabe:
Guck doch mal in meinen alten Strang, da gab es viele gute Einträge! Ich weiß jetzt nicht genau wie man den verlinkt. *such*

Grüße, Ulani

P.S. Morgen habe ich übrigens meinen 1. Arbeitstag im neuen Job!:jubel:

Ulani
03.05.2011, 21:42
http://bfriends.brigitte.de/foren/rund-um-die-bewerbung/161336-bewerbung-als-mutter-mit-kleinkind-was-gehoert-in-das-schreiben.html

Da ist er!

Wiesenkraut
03.05.2011, 21:43
boa ich hasse meinen SChlepptop alles weg.
@Ina bei mir wird es Fehlzeiten geben, wenn die Kleine so krank ist, dass der Arzt sagt sie benötigt Betreuung, werde ich sie noch vom Papa betreuen lassen aber von niemand sonst-
Es gibt nicht umsonst einen gesetzlichen Anspruch auf 10 Tage Betreungszeit, da sind meine Prioritäten ganz klar beim Kind.
Ich seh auch keinen Sinn darin meine Kinder nicht auf der Lohnsteuerkarte eintragen zu lassen, warum. Kinder sichern unsere Rente, auch die meines Vorgesetzten, da werde ich sie sicher nicht todschweigen.
Bisher war es so, wenn die Große krank war, dass ich dann so weit als möglich von Zuhause aus gearbeitet habe, inwiefern das auf anderen Stellen geht weiss ich nicht, aber anbieten würde ich es natürlich, denn ich bin ja nicht krank.

@Lunea, ich hab damals auch ganz klar meine Kids angegeben, aus dem gleichen Grund wie du. Als einzige von 3 Schwangeren im Abschlussjahr hab ich mein Studium zuende gebracht. Meine Diplomarbeit hab ich mit Eimer neben mir geschrieben, die letzte Prüfung hatte ich 2 Wochen vor der Geburt, ich fand auch dass das ein Grund war stolz zu sein und stundenweise hab ich auch damals in der Elternzeit gearbeitet um nicht ganz den Anschluss zu verlieren -soviel Glück wie du hatte ich dann leider nicht-

Jetzt ist meine Situation eine andere, ich bin um einiges älter hab einiges an Berufserfahrung vorzuweisen und kann nachweisen dass ich trotz Kinder immer wieder eine Verlängerung bei einem befristeten Arbeitsverhältnis bekommen hab, also wohl gut gearbeitet, nur kann man das ja so auch nicht in eine Bewerbung schreiben *g

@Pepi hier werden auch Frauen mit Kinder eingestellt und da das JA sehr klein ist, ist es durchaus möglich, dass mir der Chef der gewünschten Abteilung dort schon mehrmals über den Weg gelaufen ist (Vaterschaftsanerkennung, Krippeanmeldung, frühzeitiger Krippeplatzantritt, da war ich ja jedesmal da), zumal unsere Krabbelgruppe in Räumlichkeiten des JA untergebracht ist und das Juze in das meine Tochter geht, ein Nebengebäude ist. Es ist also nicht auszuschließen, dass der Chef anhand meines Fotos weiss das ich Kinder habe.


So ein bischen wehr ich mich aber auch aus politischen Gründen die Kinder zu verschweigen. Ich finde wir müssen uns als Mütter nicht klein machen, bei den beiden Großen war arbeiten gehen fast wie ein Spaziergang im Vergleich zum 24h Muttersein. Man steht tags seinen Mann/seine Frau auch wenn die Kleinen mal wieder die Nacht zum Tag gemacht haben, egal wie krank man selbst ist, schafft man es die Kids zu versorgen (etwas das ich von den Großen durchaus als Fähigkeit mit auf die Arbeit gebracht habe, ich bin sehr sehr selten selbst krank zuhause geblieben, eigentlich nur dann wenn ich ansteckend war), man hat Zeitmanagement besser drauf als Nichtmütter, ist stressresistenter. Vielleicht fehlt man ein paar Tage mehr als andere, aber ich denke das macht man locker durch effektives Arbeiten weg und ich habe die wage Hoffnung da die Bewerbung an eine Frau geht, dass diese das auch weiss (mal zumindest wenn sie selbst Kinder hat )

Talea1982
03.05.2011, 21:47
Ist wieder ne schwierige Sache, so wie ich das sehe:freches grinsen:

In meinem Fall wäre es kein Vorteil das Kind in den Bewerbungsunterlagen zu erwähnen, eher im Gegenteil. Gerade zur Hauptzeit gibts z.B. in den Kitas die große Erkältungswelle, da wird dann in der Zeit dann mal "dicht" gemacht und ich könnte sowieso immer mal wieder ausfallen.

Ich bin gelernte Fremdspr. Sekretärin, arbeite aber nicht in meinem Beruf, sondern im Großhandel:blumengabe:

Genau bin ich mir nicht sicher, ob ich dort (in die Richtung) noch weiter arbeiten möchte. Aber selbst wenn nicht, habe ich fast genau dasselbe Problem.

Das Bewerbungsanschreiben umfasst da nur meine Erfahrungen und Fähigkeiten. Der Lebenslauf wird weiter knackit würzig (:freches grinsen:) kurz gehalten um eben die Firma neugierig auf mich zu machen.

Da ich natürlich nicht lügen möchte, werde ich bei Nachfrage alle Karten auf den Tisch legen. ABER immer gut verpackt und vorbereitet.

Vielleicht kann man sich aber auch im privaten Umfeld, Foren usw. nach der Firma erkundigen, wie die zu Müttern mit kleinen Kindern stehen. Zumindest kann man fragen, ob es diese Gattung dort überhaupt gib:freches grinsen: Oft genug kommt man ja über die Mundpropaganda an solche Informationen. So kann man selber noch mal selektieren bevor man sozusagen selber selektiert wird:pfeifend:. Ich finde es auch wichtig so etwas zu wissen, gerade weil einem die Arbeitgeber da genug Steine in den Weg legen können (plötzlich werden die Arbeitszeiten verschoben, man muss mehr Überstunden machen........... so ganz zufällig und alles hautnah bei Kollegen miterlebt:smirksmile:). Das würde ich mir nämlich auch nicht antun.

Es soll ja auch Arbeitgeber geben, die bevorzugt Frauen mit kleinen Kindern einstellen.............. ja, das soll es wirklich geben:freches grinsen:, zumindest AGs, die darin kein Manko sehen:smirksmile:

Wiesenkraut
03.05.2011, 21:49
Ulani deinen Strang hab ich eben schon gefunden nach dem Hinweis von Symphonie, fand ein paar recht erschreckende Antworten drin, wie Menschen die lt eigenen Angaben in der Personalabteilung arbeiten Müttern gegenüberstehen.
Deine Lösung ist natürlich eine Überlegung wert, Kind angeben, Elternzeit angeben, Teilzeitwunsch angeben und die Betreuung als selbstverständlich vorraussetzen, hört sich für mich gut an.

Da muss ich eine Nacht drüber schlafen, aber klasse, dass das bei dir so toll geklappt hat. Die Ausgangsbedingungen (häufig Schichtarbeit) klangen ja auch eher schwierig, das macht echt Hoffnung, danke dir fürs Rückmelden

Talea1982
03.05.2011, 21:52
Und ich möchte dann Vollzeit arbeiten:blumengabe:

Ulani
03.05.2011, 21:53
P.S. Jetzt fällt mir noch ein: Sehr angetan waren alle Personaler/Chefs, weil ich während der Elternzeit einen Fernlehrgang gemacht habe! Obwohl der gar nicht sooo irre umfangreich war. Trotzdem hat das scheinbar signalisiert, dass ich trotz Kind immer weiterhin großes Interesse an meinem Beruf hatte.
Vielleicht hat das gewisse (und völlig unbegründete) Vorurteile entkräftet!

Pfefferminzia
03.05.2011, 23:49
Hallo,

ich habe vor kurzem auch eine Bewerbung geschrieben und war vor lauter Grübeln auch schon nah dran, hier ein Thema dazu zu eröffnen :smirksmile:

Schliesslich und endlich habe ich mich dazu entschlossen, sie im Lebenslauf und im Anschreiben zu erwähnen. Im Lebenslauf habe ich sie mit Alter im Absatz zum Familienstand erwähnt. Im Anschreiben habe ich erläutert, dass sie seit ihrem 5. Lebensmonat in Ganztageseinrichtungen betreut werden und problemlos in eine andere Einrichtung wechseln können.

Was daraus wird, weiss ich noch nicht, ich bin aber auf jeden Fall zu einem ersten Gespräch eingeladen worden. Falls das Thema zur Sprache kommt, kann ich gerne darüber berichten, wie und was gesagt wurde.

Allerdings ist meine Situation ein bisschen anders, weil beide Kinder in Frankreich geboren sind und ich - wie hier üblich - nach dem Mutterschutz sofort wieder gearbeitet habe. Insofern habe ich das in meinem Lebenslauf gar nicht erwähnt, von einer "Lücke" kann da meiner Ansicht nach keine Rede sein. Man gibt ja auch nicht an, wenn man sich mal ein Bein gebrochen hat und längere Zeit krank geschrieben war!

Meine Erfahrung hier widerspricht interessanterweise auch allem, was man immer mal wieder lesen und hören kann. In meinem Unternehmen - 50 Mitarbeiter, Bauleitung, 2/3 Frauen, gibt es inzwischen über 35 Kinder unter 11 Jahren. Dennoch ist es extrem selten, dass jemand wirklich wegen krankem Kind voll ausfällt. Die meisten organisieren sich mit Mann/Eltern/Tagesmutter so, dass sie zumindest halbe Tage arbeiten können und die wichtigsten Sachen erledigen. Tage für kranke Kinder haben wir auch keine, die gibt es hier nur im öffentlichen Dienst. Wenn ein Kind krank ist, ist der Urlaub weg - da sucht man eben andere Lösungen.

Mein Chef gehört zu der raren Gattung, die junge Frauen nach der Uni einstellt, weil er findet, sie arbeiten besser... Und obwohl er sich jedes Mal bitterst beschwert wenn er wieder einen Mutterschutz hinter sich bringen muss, ist er glaube ich unglaublich stolz, bei der Weihnachtsfeier dann diese Rabaukenhorde durch die Säle stürmen zu sehen.

Schöne Grüsse,

Pfefferminzia

Talea1982
03.05.2011, 23:56
:blumengabe: Ulani, ich habe mir gerade mal deinen kompletten Strang durchgelesen........

Krass! UND ich habe eine Menge dazugelernt:blumengabe:

Ich dachte wirklich, dass ich mich, wenn die Betreuung von meinem Sohn steht, mich einfach irgendwo neu Bewerben kann....... Oh oh! Und da ist der Tipp, sich Quasi als Teilzeitkraft in einem Unternehmen als 2. Stelle sozusagen zu bewerben, um da einen Fuß in der Tür zu haben schon clever:freches grinsen:

Wird es einem denn wirklich übel genommen, wenn im Lebenslauf das Kind nicht steht? Ich dachte immer, dass das "KANN"-Angaben sind....... Aber auch in dem Strang ist man sich da nicht wirklich einig......... Mhm!

Wie siehts denn aus mit der "Lücke" im Lebenslauf? Ich bin doch immer noch in der Firma angestellt (wie schon mal erwähnt) z.B. Firmeneintritt: 2008, Kind ist in 2010 geboren und ich schreibe dann: Fa. XY von 2008 - Heute.............. habe ich da gelogen? MUSS ich die Elternzeit wirklich im Lebenslauf erwähnen? Ich dachte immer, dass das gar nicht da hineingehört.

Wer weiß denn mal genaueres?:blumengabe:

Ulani
04.05.2011, 08:33
Hallo Talea!

Eine Freundin, die Personalentscheidungen trifft, hat was total schönes gesagt:

"Klar schreibst Du das Elternjahr in den Lebenslauf. Auch das ist ein Karriereschritt!"

:smile:Ich finde, sie hat Recht!
Ich habe das Jahr, in dem ich zu Hause geblieben bin also ganz normal in den LL eingebaut.
Danach habe ich meine Arbeit wieder aufgenommen. Fertig.
Also: 07/2009 bis 08/2010 Elternzeit
Wie lange ich Elternzeit beantragt hatte, habe ich gar nicht erwähnt. Im Anschreiben habe ich nur erwähnt, dass ich mich in Elternzeit befinde. Bei mir war die Situation allerdings so, dass wir umgezogen sind (anderes Bundesland) und ich somit zurück (an den Herd sozusagen :-) gekehrt bin. So konnte ich schreiben: "Im Moment befinde ich mich in ungekündigter Anstellung bei XXX bin aber aufgrund des Umzugs von A nach B wieder in Elternzeit zurückgekehrt"

Ich würde nicht explizit in der Bewerbung erwähnen, dass ich 2 oder 3 Jahre Elternzeit beantragt habe. Das kann man im Vorstellungsgespräch klären. Das ist nicht gelogen. Ansonsten werden die Anschreiben total komplex.
Bei mir ist es jetzt so, dass mir ein fester unbefristeter Vertrag angeboten wurde. Deshalb werde ich die Elternzeit wahrscheinlich auflösen. Elternzeit ist nichts statisches.

Mein Fazit aus dem Ganzen war:
Die Bewerbung natürlich ehrlich, aber sehr allgemein halten um nicht sofort aussortiert zu werden.
Wenn der AG Interesse hat, dann wird man auch über die Rahmenbedingungen reden können.

Mein Plan ist weiterhin, eine Stelle mit Kernzeiten zu finden. Jetzt werde ich erstmal wieder schichten, deshalb wird es "nur" eine 50% Stelle.
Aber wenn man erstmal im Betrieb ist, ergeben sich vielleicht ganz andere Möglichkeiten. Ich werde die Augen offen halten!

Ja, teilweise waren die Antworten in dem anderen Strang krass! Aber damit hatte ich gerechnet.
Ich kenne ja die BriCom:smirksmile:

Jetzt habe ich wieder einige positive Beispiele in meinem Umfeld mitbekommen und auch meine Erfahrungen bei den Vorstellungsgesprächen waren positiv! Ich denke, die AG wissen sehr wohl, was sie an den Frauen/Müttern/Teilzeitkräften haben. Und das ein Kind mal krank wird ect. das ist einfach so, da kann niemand was dafür. Das müssen die Kollegen eben mal mittragen. So wie wir Ausfälle der Kollegen wegen Freizeitunfälle, Burn-Out ect.

Meine alte Chefin hat das in ihrer Abteilung (ca. 100 Leute Personal) über Jahre genauer untersucht und festgestellt, dass die teilzeitarbeitenden Mütter am wenigsten krankheitsbedingt gefehlt haben. Dafür aber die meisten Überstunden gemacht haben.
Und das wird kein Einzelfall sein!

Also legt ruhig los und geht selbstbewusst ran an die Jobsuche! Viel Glück!:blumengabe:

Schönen Tag, Ulani

Ulani
04.05.2011, 08:56
P.S. Eigentlich "muss" man überhaupt keine privaten Angaben machen. Es gibt ja sogar die Möglichkeit völlig anonym Bewerbungen zu schreiben.
Das war mir auch klar, aber ich habe mich eben auch gefragt, was für eine Basis das sein soll!
Was signalisiert man damit?
Nein, da bin ich nicht der Typ. Aber wer weiß, vielleicht gibt es Jobs und Situationen in denen man das tatsächlich machen muss!

Ich habe mich für den Mittelweg entschieden: Elternzeit erwähnen, aber Angaben zu meinem Kind (Alter/Geschlecht) gab es auch nicht. Auch nicht, ob ich verheiratet bin oder welche Konfession ich habe.
Je nachdem wie das Vorstellungsgespräch läuft, kann man ja dann offener werden!

Carolini
04.05.2011, 09:40
Hallo Talea!

Eine Freundin, die Personalentscheidungen trifft, hat was total schönes gesagt:

"Klar schreibst Du das Elternjahr in den Lebenslauf. Auch das ist ein Karriereschritt!"

Meine alte Chefin hat das in ihrer Abteilung (ca. 100 Leute Personal) über Jahre genauer untersucht und festgestellt, dass die teilzeitarbeitenden Mütter am wenigsten krankheitsbedingt gefehlt haben. Dafür aber die meisten Überstunden gemacht haben.
Und das wird kein Einzelfall sein!



es gehört rein, wenn es etwas mit dem job zu tun hat, alles andere ist doch privatangelegenheit. leider gibt es oft vorurteile. ansonsten würden ja auch hobbys, die z.b. gefährlich oder zeitintensiv sind, aufzunehmen sein. man wirbt doch erstmal für sich und weist nicht sofort auf dinge hin, die möglicherweise irgendwann mal zu ausfällen führen können.

Nipa
04.05.2011, 09:51
Hallo Wiese,

ich darf des Öfteren mitentscheiden, wer bei uns zu Vorstellungsgesprächen eingeladen wird und wer nicht und dann auch bei den Gesprächen mitfragen. Auch wenn meine Chefin eher kinderunfreundlich eingestellt ist, führt ein erwähntes Kind nicht zum Ausschluss (da hätte auch der Personalrat was dagegen). Es wird aber im Vorstellungsgespräch schon nachgefragt, wie die Betreuung geregelt ist. Macht das einen guten und mit den Arbeitszeiten vereinbaren Eindruck und überzeugt der Rest, ist es kein Problem. Wesentlich schlechter käme das gezielte Verschweigen eines oder mehrerer Kinder an, wenn es nicht spätestens im Vorstellungsgespräch erwähnt wurde. Dann hat man die Stelle zwar erstmal aber das Vertrauensverhältnis hat gleich den ersten Knacks. Bei unseren Müttern ist ja doch die ein oder andere Rücksichtnahme nötig, sei es wegen vermehrter Krankheitstage oder auch einfach weniger Flexibilität bei Arbeitszeiten und Urlauben. Alles kein Problem, solange man es vorher weiß und keine Überraschung erlebt.
Da bei dir die Betreung schon sehr gut geregelt zu sein scheint und im Jugendamt Erfahrung mit Kindern doch ein Pluspunkt sein sollte würde ich damit sehr offensiv umgehen. Im Anschreiben also z.B. in einem Satz deine Kinder in den unterschiedlichen Altersstufen erwähnen und daher auch deine persönliche (neben der eventuell vorhanden professionellen) Erfahrung. Das Thema Betreuung würde ich im Vorstellungsgespräch anbringen, je nach Stimmung auch ungefragt. So nach dem Motto, ich kenne ihren Laden ja schon, weil u.a. die Betreung meiner Jüngsten über sie lief...

Egal wofür du dich entscheidest, ich wünsche dir viel Glück :blumengabe:

PS: Ich hasse es, fünfzigmal zu lesen, welche (für den Beruf meist ziemlich uninteressanten) Hobbys die Bewerber haben, welchen Beruf der Ehemann und schlimmstenfalls sogar noch die Eltern. Gibt aber auch Personaler, die das anders sehen und egal wie man es macht, als Bewerber kann man es nur falsch machen.

leni2007
04.05.2011, 10:14
Ohne alles gelesen zu haben einfach mal mein Vorgehen und meine Erfahrung dazu:

Im Anschreiben habe ich keinen Platz für den Familienstand gefunden. Im Lebenslauf habe ich gleich beim Familienstand erwähnt "verheiratet, ein Kind (Alter, gesicherte Betreuung)".

Meine Gedanken hinter dem Erwähnen:

- Ich käme mir als Arbeitgeber verschaukelt vor, wenn ich erst im Vorstellungsgespräch plötzlich von einem Kind erfahren würde.
- Ich denke noch immer, dass viele sich scheuen, junge, kinderlose Frauen einzustellen, weil diese ja dann sofort schwanger werden. Klar, ein einziges Kind schützt nicht davor, dass eine Frau nicht gleich wieder schwanger wird ;-) .

Im Vorstellungsgespräch an der Uni saßen neulich mit mir drei weitere Frauen. Drei von uns vier Frauen hatten ein Kind. Die sehr ambitionierte Professorin fand es gut, dass ich ein Kind habe und fragte sehr genau nach, was "gesicherte Betreuung" bedeutet und was ich tue, wenn Junior uns früh eine Stunde länger aufhält. Ich möchte wieder voll arbeiten und auch das Thema Flexibilität war ein wichtiger, hinterfragter Punkt.

Aber glaubt mir: ich habe auch lange gegrübelt, ob und wie genau ich Kind und Elternzeit in Bewerbungen unterbringen soll.

Wiesenkraut
04.05.2011, 16:01
ich hab heute länger mit einem unserer Bewerbungstrainer telefoniert. Wir verstehen uns gut und ganz ehrlich find ich es nicht so schlimm, wenn mein Chef erfährt dass ich mich auch anderwärtig umschaue, er wäre blauäugig wenn ihm nicht klar wäre dass bei einer Befristung die dieses Jahr ausläuft ohne schriftliche Verlängerung bisher, er davon ausgehen würde, das sich keiner von uns "absichert"

das Gespräch fand ich sehr aufschlussreich, denn er bestätigt das was sich hier schon abzeichnet. Es gibt kein "richtig" oder falsch. Es kommt auf die Branche an, dann gibts auch noch mal Unterschiede ob man aus dem Osten Deutschland kommt, wo arbeitende Mütter eine lange Tradion haben oder aus einer eher konservativen westlichen Ecke. Die Erfahrung des Chefs mit Müttern spielt mit rein (oder seine Vorurteile).
Sein Rat war (hätte ich mir fast denken können das ist seine oberste Maxime), dass das ganze authentisch sein muss. Mit einer Bewerbung verkauft man ja nicht nur seine beruflichen Fähigkeiten sondern sich als Individum. Ein guter Personaler kann schon einer Bewerbung ansehen ob der Mensch als solches ins Unternehmen passt, was oft viel wichtiger ist als die Qualifikationen, denn die kann man sich ja aneignen.
Für einen Menschen der also Privat und Arbeit stark trennt macht es evtl also eher Sinn die Kinder Familienstand evtl noch im Lebenslauf zu nennen, aber sonst unbeachtet zu lassen.
Bei einem sehr offenen Menschen ists wieder anders. Dann sollte man überlegen, ob man sich besser schriftlich oder mündlich verkauft. Jemand der sich mündlich sehr gut verkauft, tut vielleicht auch gut dran, die Kinder incl Alter im Lebenslauf zu erwähnen aber mehr auch nicht. Den Rest kann er dann im Vorstellungsgespräch. Jemand anderes der sich im Vorstellungsgespräch leicht in die Enge treiben lässt klärts vielleicht besser in der Bewerbung.

Momentan tendiere ich dazu mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und werde wohl den ganz offenen Weg gehen.

Im Lebenslauf steht also
Kinder :Sohn XY geboren
Tochter XY geboren
Tochter XY geboren

Im Anschreiben:
Ich bewerbe mich aus ungekündigter Stellung. Meine Kündigungszeit beträgt XX zum Monatsende. Durch die Schließzeiten der Kita vom XX-XY wäre der optiamale Arbeitseintritt für mich der XX. Sollte ein früherer Eintritt erforderlich sein, können wir gerne in einem Vorstellungsgespräch über Lösungsmöglichkeiten unterhalten.

Was ich mir dabei gedacht habe ist folgendes. Die Kündigungszeit geben viele an, die Versorgung ist so auch eingepackt und ich signalisiere die Bereitschaft Lösungen vorzuschlagen bzw gemeinsam zu suchen.

Inaktiver User
04.05.2011, 16:50
Bewirbst du dich auf eine ausgeschriebene Stelle oder generell ?


Ich würds vielleicht so formulieren an der einen Stelle:

"Sollte ein früherer Eintritt erforderlich sein, werde ich Alternativen finden, diesen möglich zu machen".

Oder so ähnlich.... Das mit dem "unterhalten" gefällt mir nicht :freches grinsen:

Und ja, ich finde auch das hängt sehr vom Bereich ab. Meiner Meinung nach kann man die Kinder bei einer Bewerbung in einem Fachbereich für Jungend und Soziales/ öffentlicher Dienst sehr viel besser erwähnen, als bei so mancher Stelle im wirtschaftlichen Bereich.