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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stillstrang



montauk
27.04.2011, 19:46
liebe neumütter,

ich würde mich gerne mal austauschen zum thema stillen. meine kleine raupe ist jetzt dreieinhalb wochen alt und stille sie voll. an sich finde ich das stillen auch ganz schön, es empfinde es als sehr innig und wir sind beide ziemlich entspannt dabei.

trotzdem war es bisher ein eher harter weg mit blutigen brustwarzen und fiesen schmerzen, speziell beim andocken sass ich innerlich auf der palme..:zahnschmerzen::heul:
so langsam wird es...anfangs wusste ich nicht so recht, wie ich sie anfassen soll (erstes kind, wenig vorerfahrung - aber man wird ja mutiger mit der zeit und kennt sich besser), dann lag sie vor mir auf dem stillkissen, wie im gvk gelernt und irgendwie hat es nicht gescheit funktioniert. ich sass oft da wie quasimodo, so dass ich dann auch noch rückenschmerzen hatte...ich hab dann irgendwann das stillkissen in die ecke geschmissen und bin nun "freihändig" unterwegs.
ich habe sie fast immer im wiegegriff, so dass ich ihr die brustwarze plus vorhof mit einer hand gescheit in den schnabel schieben kann.
nachts stille ich auch mal im liegen, habe aber festgestellt, dass ich damit weniger gut zurecht komme. ich sehe nicht, ob sie den mund gescheit offen hat und habe irgendwie keinen platz für meine hand, um ihr die brust "anzureichen"...mit der folge, dass diese stillmahlzeit dann wieder mehr wehtut als freude macht. gibt es hier einen trick?

und wie handhabt ihr das stillen in der öffentlichkeit ? ich weiss, das thema wurde immer schon einmal sehr kontrovers diskutiert, aber wenn ich grade im cafe sitze, stille ich lieber diskret, als einen säugling ohrenbetäubend brüllen zu lassen wie am spiess. bisher hat sich auch noch niemand beschwert...allerdings hab ich auch bisher keine ausführlichen shoppingtouren unternommen (nur einmal, da sass ich dann mit ihr in einer umkleidekabine). ich überlege nun, ob ich, wenn sie mal 6 wochen alt ist, für solche ausser-haus-fälle, dann eine flaschenmahlzeit vorbereite und mitnehme. wie handhabt ihr das?

über erfahrungsberichte freut sich
montauk

montauk
27.04.2011, 21:01
..noch eine nachtragsfrage mit hoffnung auf kreative antworten:

wenn ich sie stille, tropft die brust, die grade nicht dran ist, extrem. solang ich den still-bh mit den einlagen trage, ist das ja kein problem, aber ich hab keine lust, den auch nachts zu tragen. leider kommt es immer mal wieder vor, dass ich so verpennt bin, dass ich vergesse, die brust mit einem tuch zu unterfüttern und ich dann das arme kind komplett umziehen muss, weil sie so nassgetropft worden ist.

gibts da irgendwas? :wie?:

Inaktiver User
27.04.2011, 21:07
Ui montauk, cooler Strang, *abbonnier*! :blumengabe:

Gratuliere erstmal zu deiner kleinen Maus und dass du schon über 3 Wochen mit blutigen BW durchgehalten hast! :allesok:

Ich bin zwar schon am Ende meiner Stillzeit angelangt :heul: - zumindest tagsüber, da ich wieder arbeiten gehen werde, aber mir ging's wohl anfangs ähnlich wie dir. Mein Kleiner ist mittlerweile 5 Monate alt.

Ich fand's am Anfang ehrlich gesagt überhaupt nicht so toll, hatte 6 Wochen blutige und wunde BW und dieses "ständig den Busen heraußen haben" ging mir ganz schön auf die Nerven - ich empfand das als Teil meiner Intimsphäre und musste mich erst daran gewöhnen.

Mittlerweile stört mich das nicht mehr so, wobei ich wohl nie zur Exhibitionistin werde :freches grinsen: Allerdings habe ich wenn ich unterwegs war nie Flasche mitgenommen, da ich finde, dass das Stillen gerade unterwegs total praktisch ist - man braucht nichts aufwärmen, und es ist jederzeit genug da :smirksmile: Meine Erfahrung ist die, dass man mit einem tiefgeschnittenen Oberteil besser fährt als mit etwas, das man hochziehen muss, da der Bauch leider immer noch nicht so wirklich präsentabel ist :knatsch: Auch Oberteile zum Aufknöpfen sind nicht schlecht, allerdings bevorzuge ich Druckknöpfe, die gehen schneller auf wenn Not am Mann ist. Und mein ewiges Accessoire seit ich entbunden habe: Schals in allen Farben und Formen, die bedecken dann schnell mal einen Teil dessen, was man nicht herzeigen will, und wenn es das Baby zulässt kann man ihm die Dinger auch direkt über den Kopf legen, dann ist es völlig intim. Wahlweise hab ich auch Stoffwindeln zum gleichen Zweck verwendet - von meiner Schulter über seinen Kopf gelegt ergaben sie ein gemütliches Nestchen für uns beide :liebe:

@Stillen im Liegen, mache ich auch, und das mehrmals pro Nacht seit das Prinzlein auf der Welt ist. Anfangs hab ich auch immer Licht gemacht, um zu sehen, ob er auch ordentlich zuschnappt. Hm - welche Position hab ich da genau ... also ich liege auf der Seite und der Kleine auch, er liegt nicht auf meinem Arm oder so, sondern mein Arm umrundet nur oben seinen Kopf. Mit der zweiten Hand reiche ich ihm dann die Brust. Meistens muss ich mich leicht nach hinten lehnen, damit die BW auf der richtigen Höhe ist - hier helfen mir Nackenrollen, um nicht völlig verspannt zu werden :pfeifend:

@Stillpositionen, ich finde die Footballposition auch noch super, die hat mir bei meiner wunden BW auf der rechten Seite super geholfen, wo dein Baby "an dir vorbeiliegt", also mit dem Kopf in deiner Hand und mit dem Körper neben deinem Körper (habt ihr bestimmt im Geburtsvorbereitungskurs besprochen). Hier sieht man auch super ob die Kleinen wirklich die Brustwarze gut fassen.

@Stillkissen, ich liebe es, aber ich verwende es in allen möglichen Positionen - zusammengewurstelt, übereinandergelegt, nie so um mich rum gelegt wie man das auf den Beschreibungen sieht - damit konnte ich auch gar nix anfangen!

Übrigens finde ich schön wie du schreibst, dass du die Nähe genießt - das war bei mir am Anfang gar nicht so, denn beim Andocken hätte ich auch am liebsten laut geschrien und ich fand dass mir das Stillen als viiiiiiiel idyllischer verkauft worden war als es dann im Endeffekt war. Tja - das hat sich aber mittlerweile geändert, und ich genieße nun die Nähe sehr - selbst nachts, obwohl ich zu einer durchgeschlafenen (oder annähernd durchgeschlafenen) Nacht auch nicht nein sagen würde :zwinker:

Alles Gute für dich! :blumengabe:

Inaktiver User
27.04.2011, 21:08
PS: Das mit der tropfenden Brust wird bestimmt von selbst aufhören. Mit ca. 6 Wochen pendelt sich die Milchmenge gut ein und dann tropft bei vielen Frauen nichts mehr - bei mir war es zumindest so, und ich schlief anfangs auch immer in kleinen Milchseen :knatsch: Übrigens hab ich anfangs auch mit Still-BH geschlafen ... hab sonst leider auch keinen Tipp :peinlich:

berlinerin73
27.04.2011, 21:59
Hallo montauk,

na dann möchte ich auch mal meinen Senf zum Thema Stillen dazugeben!

Meine Kleine ist nun auch fünf Monate alt (:ahoi: novmami) und inzwischen genieße ich das Stillen auch wieder, denn es ist echt praktisch.

Am Anfang war es super schmerzhaft, die Brustwarzen bluteten und ich hatte schon immer Angst, daß mein Kind gleich wieder Hunger bekommt. Im Krankenhaus hatte man mir gesagt, das würde sich irgendwann geben, und so lange könne ich zur Not ab und an mal eine halbe Ibuprofen gegen die Schmerzen nehmen :wie?:. Genießen konnte ich das Stillen aber so überhaupt nicht. Nach gut einer Woche war ich fix und fertig und habe meine Hebamme gefragt, ob es nicht doch noch irgendeine Möglichkeit gäbe, ansonsten hatte ich mich schon damit abgefunden, abzupumpen und die Mumi dann per Flasche zu geben (immer noch besser als Abstillen, dachte ich mir). Meine Hebamme sagte auch, es würde besser werden, aber wenn ich es gar nicht mehr aushalte, soll es dann eben doch mal mit Stillhütchen probieren. Und das war die Rettung! :jubel: Von da an hatte ich keine Angst mehr vor dem nächsten Stillen. Ich probierte es dann immer mal wieder ohne Hütchen (als die Brustwarzen abgeheilt waren), aber das klappte dann bei meiner Tochter irgendwie nicht mehr. (Saugverwirrung? Aber ich fand mich auch damit ab und tröstete mich, daß es ja wohl immer noch besser wäre, mit Hütchen zu stillen als gar nicht.) So mit ca. 3 Monaten wollte meine Tochter dann plötzlich nicht mehr MIT Hütchen gestillt werden. (Wirklich von einer Mahlzeit zur nächsten, sie drehte beim Hütchen immer den Kopf weg und seitdem geht es wieder perfekt ohne!)

Unterwegs habe ich am Anfang nicht gestillt, 1.wäre es mir im Auto oder so zu kalt gewesen und 2.war ich am Anfang eh nie so lange mit ihr unterwegs (es war ja im tiefsten, kalten und schneereichen Winter :schneemann:). Heute stille ich auch unterwegs. Im Café o.ä. habe ich bisher noch nicht gestillt, aber z.B. im Auto, am Rande einer Wiese mit dem Rücken zum Weg (habe bei längeren Spaziergängen immer eine kleine Decke zum Draufsetzen dabei) oder auch im Kaufhaus in einer Umkleidekabine (natürlich nur, wenn es keine Warteschlange gibt... :smirksmile: ). Irgendwie konnte ich es bisher immer so einrichten, nicht „so richtig“ öffentlich stillen zu müssen, da ich inzwischen ja auch abschätzen kann, wann das nächste Hüngerchen kommt. Das Schöne ist auch, daß es inzwischen recht schnell geht (ca. 5 Minuten pro Seite, früher dauerte das Ganze so ca. eine halbe Stunde).

Stillposition: Unterwegs stille ich auch im Wiegegriff, zu Hause stille ich eigentlich immer im Liegen, und zwar genau so, wie Novmami es beschrieben hat. Es ist irgendwie für den eh schon vom Tragen geschundenen Rücken am bequemsten, finde ich. Meine Kleine hat dann immer eine Nackenrolle o.ä. im Rücken, damit sie nicht zurück kullert. Ich glaube, das Stillen im Liegen wird einfacher, wenn Deine Raupe ein bißchen größer wird, ich habe am Anfang auch nie im Liegen gestillt.
Inzwischen empfinde ich das Stillen zwar nicht mehr wirklich als harmonisch (weil meine Kleine so aktiv ist und leider auch beim Trinken ständig am Zappeln ist und ich immer irgendwie versuche, sie ruhig zu halten), aber trotzdem genieße ich es noch, auch wenn ich nachts gerne mal wieder mehr als 3 Stunden am Stück schlafen würde... :pfeifend:

Zu der Sache mit dem Naßtropfen kann ich leider nichts Kreatives beitragen... Ich trage meine Still-BHs jetzt seit 5 Monaten am Stück (ok, zum Duschen ziehe ich sie aus! :smirksmile:), da es eben gerade während des Stillens an der anderen Brust immer noch tropft... Der Still-BH ist jetzt schon fast angewachsen, habe ich den Eindruck, es wird schon komisch sein, wenn ich den mal nicht mehr tragen muß... :lachen:

Ich wünsche Dir alles Gute und genieße die Zeit, wenn sie noch so klein ist (ist ein blöder Spruch, ich weiß, aber sie wachsen wirklich sooo schnell!!!)

Historia02
27.04.2011, 21:59
Hallo Montauk,

ja, der Anfang ist echt hart. Ich war damals auch total unvorbereitet, was das Stillen betraf, und wollte beim Stillen am liebsten an die Decke springen, besonders beim Ansaugen. (Ich kann mich noch erinnern, wie ich jeden Tag bestimmt fünfmal verflucht habe, dass ich mich fürs Stillen entschieden habe und wie ich überlegt habe, sofort und unverzüglich abzustillen und mir das keinen Tag länger anzutun.) Aber nach einer Weile hat sich das dann gelegt und irgendwann war es total easy. Insgesamt habe ich fast 1 Jahr gestillt (ein halbes Jahr voll und dann langsam abgestillt).

Zu deinen Fragen:

Stillkissen: Ich weiß nicht genau, was man da im GVK gelernt hat? Bei mir kam das irgendwie nicht dran? Ich habe das Stillkissen um mich rum gelegt und dann ein Ende rausgezogen, immer das Ende, wo ich dann den Arm samt Kind drauf abgestützt habe. Vom Stillen ohne Stillkissen tat mir ganz schnell der Rücken weh. Was hast du denn für ein Stillkissen? So ein großes von Theraline?

Am Anfang, als mein Mann zuhause war, hat er mir das Kind immer passend "angereicht", das war natürlich super-bequemer Luxus.

Ich hatte so eine Broschüre übers Stillen von Medela (keine Ahnung, wo's die gab), da waren mehrere Stillpositionen abgebildet. Am Anfang habe ich aus Angst vor Milchstau auch oft verschiedene Griffe, u. a. auch den Fußballgriff versucht, aber der ging bei mir nicht so richtig gut, daher habe ich dann irgendwann nur noch im Wiegegriff gestillt. (Und einen Milchstau hatte ich nie, obwohl unsere Hebamme behauptet hat, der gehört zu jeder Stillbeziehung zwangsläufig dazu.)

Ach so, achtest du darauf, dass das Kind mit dem und richtig zu deiner Brust hingewendet ist? Am Anfang im Krankenhaus hatte ich mein Kind erstmal wie eine Puppe im Arm, so dass es mit dem Mund kaum an die Brust rangekommen ist ...

Stillen in der Öffentlichkeit: Damit hatte ich kein Problem, allerdings habe ich auch keine besonders große Brust, so dass schon mal per se nichts raushängen konnte. Ich hatte erst die Still-BHs von Rossmann, habe mir dann aber richtig gute Stillshirts (Glamourmom, Nursing Bra Long Tank) gekauft. Die haben zwar ein paar Mark gekostet, aber darin habe ich mich richtig wohl gefühlt und dann auch ÜBERALL gestillt, auf einer Bank in der Einkaufspassage, im Café und sogar im Restaurant direkt am Tisch. Ich hatte da keine Hemmungen, ich habe mit dem linken Arm das Kind gehalten und mit der rechten Hand die Gabel, um weiterzuessen. (Irgendwie hatte ich keine Lust, mich diskret in eine Ecke zu verziehen, da man dank der Stillshirts wirklich überhaupt kein Fitzelchen Haut sah, höchstens für 10 Sekunden die Brustwarzen beim Andocken.)

Flasche unterwegs: Ob du dem Kind unterwegs ein Fläschchen geben willst, musst du selber entscheiden. Ich wollte es damals nicht, aber ich war beim 1. Kind auch noch eher "stillfanatisch" eingestellt. Das werde ich beim 2. (wenn es mal eins gibt) sicher lockerer sehen. Allerdings musst du da einiges mitschleppen (Milchpulver, Fläschchen, heißes Wasser, kaltes Wasser), ich weiß nicht, ob es das wert ist? Wie "novmami" schreibt: Das ist ja gerade das Praktische am Stillen, man hat alles dabei und ist total flexibel.

Außerdem kann es auch sein, dass du Pech hast und dein Kind die Flasche verweigert (so wie meiner, das war ein harter Kampf). Das würde ich vorher in Ruhe testen.

Tropfende Brust: Ich hatte das auch ganz extrem am Anfang, es wurde dann weniger, ist aber nie ganz verebbt. Ich habe am Anfang auch Tag und Nacht mit einem Still-BH geschlafen, irgendwann bin ich dann nachts auf "oben ohne" plus dickes Handtuch zum Unterlegen umgestiegen.

Es dauert eine Weile, bis sich das alles einpendelt. Ich habe damals, als ich mittendrin im Schlamassel (nachts ständig starkes Schwitzen, Haarausfall wie bescheuert, Betonbusen, etc.) steckte, auch solche blöden Sprüche gehasst, aber letztendlich ist es wirklich wahr: Es wird sich alles finden und irgendwann wird die Zeit vorbeisein und dann wird man sie sogar ein kleines bisschen vermissen ... ;-)

Tasmanina
27.04.2011, 22:02
nur ganz schnell, will eigentlich schon längst ins bett:

- lilly padz stilleinlagen, ich habe nachts aber einfach ohne bh und mit mullwindel geschlafen

und

natürlich stillst du unterwegs!!! :wangenkuss: meine kleine wird jetzt bald ein jahr (*schluck* schon?!?) und ich stille sie problemlos immer noch draußen. das geht noch immer diskret, ich muss nicht meine brust jedem präsentieren, aber es darf ruhig erkennbar sein, daß ich sie stille, ist ja nix, wofür ich mich schämen muss oder so.

sprich, ich verstecke mich nicht in umkleiden oder klos. :beleidigt:

wenn alle nur heimlich stillen, wird das nie besser mit dem outdoor- stillen. los schwester, trau dich!!! :schild genau: :freches grinsen: :lachen:



ansonsten schau mal noch bei stillen-und-tragen.de rein, ein sehr stillfreundliches forum.

viel spaß beim stillen. :wangenkuss:

montauk
27.04.2011, 22:28
oooohh toll, gleich so viele antworten!!

also:
still.bh nachts: ja, mach ich auch ab und zu. allerdings habe ich festgestellt, und bin somit dem rat meiner hebamme gefolgt, so viel luft wie möglich an die brustwarzen zu lassen. zuhause trag ich deshalb keinen bh, sondern einfach shirts aus baumwolle und riskier alle paar stunden hübsche milchkreise. ich bilde mir ein, seitdem ist es auch besser mit der heilung.
als stilleinlagen bevourzuge ich die von lansinoh...anfangs hatte ich andere, auch aus wolle/seide, mit dem ergebnis, dass die an der warze klebten und der ganze sch*** wieder beim abziehen anfing zu bluten. natürlich hab ich auch ans sofortige abstillen gedacht...aber dann wieder daran, wie gut muttermilch für sie ist und wie schön stillen ja sein könnte.

unterwegs stillen: jaaa ich trau mich!! wobei das schön komisch ist, mal eben so seine nippel freizulegen - auch wenn es ja gar nicht so offensichtlich ist. hab mir grade zwei stilloberteile von bellybutton gekauft, ja, zwar teuer, aber man trägt die dinger ja auch ne weile. danke für den tip mit den hemdchen!

tropfende brust/schwitzen: ja, historia02, geht mir auch so! sie plärrt nachts, ich bring mich in stellung, und der schweiss fliiiieeesst.....bääääähhhh.....übrigens wäre ich froh über haarausfall. hab schon von natur aus superdickes haar und bilde mir ein, in der schwangerschaft kein einziges haar verloren zu haben. jetzt hab ich ne schreckliche matte auf dem kopf.

stillkissen: ja, ich hab eines von theraline. ist aber nicht so ein großes, sondern so ein sichelförmiges. irgendwie rutscht sie da immer weiter runter und tiefer, sie liegt nicht stabil. dementsprechend ist wohl auch der zug an meiner armen brustwarze...jetzt liegt sie im wiegegriff und meine arme auf einer zusammengerollten wolldecke.

stillhütchen: ja, hab ich mir auch besorgt, damit kam ich gar nicht klar. ich hab ziemlich kleine brüste mit kleinen brustwarzen, und das hütchen ist so riesig, dass der hohlraum groß ist. obwohl meine hebamme die größe der hütchen für richtig befand... minimontauk hatte das ding zwei sekunden im mund und kuckte mich dann an, als hätte ich nicht mehr alle latten am zaun. wie geht das denn dann? saugt sich dieser hohlraum dann voll mit milch oder wie?
toitoitoi...es sieht allerdings so aus, als würden die schlimmen zeiten hinter uns liegen.

danke für euren zuspruch!!

Anni04
27.04.2011, 22:37
das stillen ist bei mir nun schon wieder eine ganze weile her (klein-anni wird im september 3! :ooooh:)
aber zum stillen mit noch nicht so praesentablen bauch :smirksmile::
(wird wieder. jedenfalls so halbwegs...:pfeifend:):


Meine Erfahrung ist die, dass man mit einem tiefgeschnittenen Oberteil besser fährt als mit etwas, das man hochziehen muss, da der Bauch leider immer noch nicht so wirklich präsentabel ist :knatsch:

ich hatte nicht so viele stilloberteile (und war wohl etwas zu geizig um mir noch welche zu kaufen :peinlich:), deshalb habe ich mir immer mit zwei oberteilen und der "rauf-und-runter-methode" beholfen.

soll heissen ein (moeglichst-stretch) traegerhemd anziehen und dann ein normales t-shirt o.ae. drueber. beim stillen zieht man dann den ausschnitt des traegerhemds runter bis die brust (noch durch das normale t-shirt bedeckt) *huestel* raushaengt :freches grinsen: und schiebt das normale t-shirt von unten hoch, so dass im prinzip nur die brustwarze rausguckt.

hoert sich komplizierter an als es ist, geht aber in sekundenschnelle und bedeckt so ziemlich alle problemzonen. :freches grinsen:
wenn man sich dann immer noch etwas nackig fuehlen sollte, wie novmami schon sagte: schals, schals und nochmal schals! :lachen:


lily padz habe ich auch viel benutzt, aber leider(?) hat sich das mit der milchmenge bei mir nie so 100%-ig eingependelt, so dass ich im prinzip 9 monate lang nur so vor mich hingetropft habe...:pfeifend:

der nachteil bei den lilz padz war dann bei mir, dass die gerade nicht stillende brust mir den pad immer so voll gemacht hat, dass er sich quasi mit einem schwall ueber mich ergossen hat. :ooooh:

da waren mir langsam durchsuppende mullwindeln lieber und berechenbarer. :smirksmile:
um nachts ohne stillbh etc zu schlafen waren sie aber super.
ich glaube beim naechsten kind wuerde ich es mal mit so auffangschalen beim stillen versuchen. (das ist aber vielleicht dann auch zu viel gefummel in der nacht?? *gruebel*)

viel erfolg und freude noch!
lg anni

Anni04
27.04.2011, 22:42
still.bh nachts: ja, mach ich auch ab und zu. allerdings habe ich festgestellt, und bin somit dem rat meiner hebamme gefolgt, so viel luft wie möglich an die brustwarzen zu lassen.

ueberschnitten! :smile:
das stimmt natuerlich vor allem am anfang! :blumengabe: da passen die lily padz noch nicht so toll, aber in ein paar wochen wenn sich alles eingespielt hat und die brustwarzen ganz heil sind, sind sie schon sehr praktisch. bis dahin halt einfach handtuecher ueber handtuecher im bett?

ich bin die ersten wochen auch nur oben ohne rumgelaufen... (also in der wohnung jedenfalls.:freches grinsen:)

Historia02
27.04.2011, 22:42
Nee, die Auffangschalen funktionieren nur, wenn man sich in aufrechter Körperhaltung befindet. Die habe ich beim Stillen benutzt, um die Milch auf der gegenüberliegenden Seite aufzufangen. Aber im Liegen fließen die aus.

Die LilyPadz hatte ich auch besorgt, aber irgendwie haben die nie lange gehalten, meistens kam das nächste Stillen viel zu schnell und dann war es mir zuviel Gefummel, die abzumachen, zu reinigen, zu trocknen und der ganze Pipapo.

Ich bin am Anfang auch "oben ohne" rumgelaufen, bzw. mit aufgeklapptem Still-BH. Mehr als einmal kam dann aber auch plötzlich eine Fontäne aus der Brust geschossen. Beim ersten Mal dachte ich, es tropft durch die Decke, bis ich merkte, dass es meine Brust ist, die da in einem kleinen feinen Strahl aufs Parkett schießt.

montauk
27.04.2011, 22:50
Beim ersten Mal dachte ich, es tropft durch die Decke, bis ich merkte, dass es meine Brust ist, die da in einem kleinen feinen Strahl aufs Parkett schießt.

:freches grinsen::freches grinsen::freches grinsen:

schön auch für äugende nachbarn: ich vornübergebeugt mit hängendem busen, der jedem pornosternchen zur ehre gereicht, über der küchenspüle und schwarzteebeutel draufausquetschend...ebenso heiss: aus dem bh kuckende kohlblätterenden. sah auch unter dem shirt super aus - als hätte ich eckige brüste mit extremen adern...
es ist nicht die zeit für weibliche ästhetik :freches grinsen:

Inaktiver User
28.04.2011, 08:39
:freches grinsen: Montauk, Porno für Arme war hier auch wochenlang angesagt - offener Still-BH den lieben langen Tag um Luft an die BW zu lassen ... Mensch bin ich froh dass das vorbei ist! :jubel:

Ich wollte nur noch kurz was zum Thema Stillkissen sagen. Es hört sich so an als würdest du die Kleine auf das Kissen betten und sie dann direkt an deine Brust legen. Ich mach es so, dass ich das Stillkissen benütze, um meinen Arm, der den Prinzen hält, abzustützen. Das Tolle an den Dingern ist dass die nämlich nicht rutschen, sondern super kompakt sind und daher den Arm wirklich gut stützen können. Die Form ist dafür eigentlich relativ egal - knüll es einfach so zusammen dass es dir den Arm gut stützt, egal ob hörnchen- oder u-förmig. Dann kannst du dir die Wolldecke sparen und dein Kissen war nicht umsonst :zwinker:

PS: Letzte Nacht nur 1x gestillt :liebe: kommen bessere Zeiten? *hoffnungsvollindierundeblick*

Tasmanina
28.04.2011, 10:36
ich hab die lilly padz einmal am abend saubergemacht und gut.


hat auch lange gedauert, bis ich sie nicht mehr brauchte, also bis die brust nicht einfach so ausgelaufen ist. lag aber denke ich auch dadran, daß mila wirklich hardcore nach bedarf gestillt hat 24 stunden am tag, also bis sich da was eingependelt hat, hat es gedauert.

jetzt drück ich mir beim stillen unterwegs unauffällig auf die nicht- gestillte brust, um den msr (milchspendereflex) zu unterdrücken und gut.

bh hatte ich nie an beim stillen.


die ersten wochen bin ich nackt rumgerannt und hab rotlicht an die brust gelassen.

meine große tochter war gaz aufgeregt, als ich auf einmal wieder angezogen am tisch saß. :freches grinsen:

unvergessen: mein mann fragt "wieso hat das kind lippenstift am kragen?!?" "das ist blut!!!" *wirrer blick der mutter*


letztens habe ich noch gedacht, wie easy es auf einmal alles gelaufen ist beim stillen. erst immer gefühlte tausend kissen um mich rum drapiert und dann zitternd und (wenn großkind gerade nicht dabei ist) laut "scheiße!!!"- schreiend, wenn kind andockt.

und auf einmal stillt man problemlos, während man spazieren geht, kind dockt sich sich selber an (leider nicht selber ab :pfeifend::freches grinsen:), im liegen stillen klappt problemlos nachts und es wird praktisch.

ich bin kein dogmatischer stiller, meine große ist nicht gestillt und ich kann damit gut leben.

es lohnt sich auf jeden fall, die ersten normalen anfangsschwierigkeiten zu überwinden und das schaffst du. :wangenkuss:

es wird auch immer wieder momente geben, wo es ätzend ist, nervt, weh tut (zähne kommen beim baby zum beispiel), aber das wird wieder besser.


momentan stille ich gerne. :liebe:

Linda73
28.04.2011, 11:08
Tropfende Brust:
hat bei mir über MONATE nicht aufgehört und von Medela gibt es Auffangbehälter. Habe auf die Schnelle keinen Link gefunden, gibts aber in gutsortierten Apotheken, bzw. die bestellen das gerne für dich.
Ich habe auf diese Art pro Stillmahlzeit bis zu 60ml aufgefangen und in ein Fläschen umgefüllt.
Das Tropfen war quasi zu viel für simple Stilleinlagen. Ausserdem habe ich den Still-BH gute 6 Monate Tag und Nacht getragen, da ich Stilleinlagen auch so noch brauchte.

Ich habe oft im Spass gesagt, dass ich auch Zwillinge hätte stillen können.

Im Liegen ging bei mir gar nicht bzw. erst als Baby ca. 6 Monate alt war. Ich habe eben immer im Sitzen in einem Sessel gestillt. Ich bin nachts dementsprechend aufgestanden.

In der Öffentlichkeit: ich bin recht offensiv damit umgegangen und habe fast überall gestillt. Nur wenn es eine "vornehme" Location war, habe ich mich zurückgezogen... z.B. Brunch in 4/5 Sterne Hotel oder in gehobenem Restaurant. Park, Café, Autobahnraststätte etc, da war ich schmerzfrei.

Herzlichen Glückwunsch noch zur Geburt deines Kindes und auch von mir "Respekt", dass du so viel Durchhaltevermögen an den Tag legst.

Wegen Haltung würde ich auf alle Fälle mir nochmal Tipps von der Hebamme holen.

Historia02
28.04.2011, 11:35
Bitte schön:

Medela Milchauffangschalen (http://www.medela.com/DE/de/breastfeeding/products/breast-care/milk-leakage.html)

Sonja1505
28.04.2011, 12:50
Hallo zusammen,

ich komme kurz *reingehüpft* aus dem Julibaby 2011-Strang, bin also noch keine Mami, befasse mich aber momentan auch mit dem Thema und

.. puuuhhh, von blutenden BW hatte ich bis jetzt noch nichts gehört. Ich stellte mir dass wohl einfacher vor. Bisschen mulmig wird mir nun schon! :knatsch:

Still-BH: ich habe gehört, dass ein Still-BH gar nicht zwingendnotwendig ist - ist dem nicht so?
So wie ich dass lese/deute, hat/hatte von Euch jede einen.

Historia02
28.04.2011, 13:03
Hallo Sonja,

meine Brustwarzen haben nie geblutet. Keine Angst, das MUSS nicht sein! Dass es am Anfang wehtut, ist aber wohl leider normal. Wobei mich am Anfang viel mehr geschockt hat, dass man erstmal 24 Stunden zur Verfügung stehen muss und es das Wort "Nachtruhe" oder "Durchschlafen" nicht mehr gibt.

Ich habe am Anfang sitzend im Sessel gestillt, beim nächsten Kind (sofern's eines gibt), würde ich vom ersten Tag an soviel wie möglich im Liegen stillen. So kriegt man dann selber auch noch 'ne Mütze Schlaf.

Den Still-BH brauchte ich vor allem deswegen, damit die Stilleinlagen irgendwo halten ;-)

Eine von den Müttern in meiner Krabbelgruppe gehört tatsächlich zu den Glücklichen, die keinen Still-BH brauchten. Das geht aber im Grunde nur, wenn deine Brustwarzen nicht tropfen.

braunbaerin
28.04.2011, 13:22
Sonja, es gibt auch Naturtalente wie meine Tochter, die von Anfang an richtig andocken. Meine Brüste waren auch nicht einen einzigen Tag auch nur ansatzweise wund (ich hab nur hinterher Muttermilch darauf trocknen lassen, Wollwachs drauf getan und mich dann erst wieder angezogen). Lt. Hebamme ist das beim ersten Kind aber wohl recht selten. Meine Hochachtung allen, die mit blutenden Brustwarzen durchhalten:blumengabe:

Still-BHs: Finde ich schon praktisch. Später (wenn die Brust wieder kleiner ist) kann man auch einen normalen BH beiseite schieben, aber Still-BHs stützen eben auch recht gut (meine jedenfalls).
Ich stille jetzt seit 2,5 Jahren, hatte das nie so lange vor und hatte auch Phasen, wo ich darüber geflucht habe. Und dann kam z. B. ein Magenvirus, bei dem das Stillen die Kleine (Große) vor dem Austrocknen bewahrte, und ich war wieder dankbar, dass ich es noch kann.

Das Tropfen der gerade nicht benutzten Brust hat sich irgendwann gelegt, aber fragt mich nicht, wann.

Ich habe auch (diskret) in Parks gestillt; ein vor Hunger schreiendes Kind hat mich sehr schnell ausblenden lassen, wo ich bin und dass evtl. jemand meine Brust sehen könnte.

Stillkissen: Ich habe auch den Arm darauf gelegt, auf dem das Baby lag, und darauf geachtet, dass ich eine feste Lehne im Rücken hatte.

beaver
28.04.2011, 13:23
Still-Bh: wenn man sonst nen BH trägt, dann braucht man zum Stillen schon einen Still-BH, sonst muss man ja jedesmal den ganzen BH ausziehen... Wer sonst keinen trägt, der braucht evtl. trotzdem einen, wegen tropfender Brust usw.
Ich schwöre übrigens mittlerweile auf Still-Bhs mit Bügel, die anderen stützen mir nicht genug...

Den rauf-runter Trick statt Stillhemdchen /-oberteile, wie Anni es beschrieben hat, kann ich auch empfehlen. Das geht wirklich ganz gut so und man muss sich nicht kompletto entblößen (mir wird's sonst an den Nieren auch zu kalt...)

Ansonsten finde ich absolut nix dabei in der Öffentlichkeit zu stillen. Ich mach das halt diskret, dass man die Brust nicht sieht, aber man darf schon sehen, dass ich stille.

Gerade unterwegs würd ich mir ja den Stress mit Fläschchen nie und nimmer freiwillig antun. Wieviel einfacher ist es doch, wenn man nur Busen auspacken muss und Kind andocken, bis man da das mit dem Fläschchen vorbereitet hat, mal ganz abgesehen davon, wieviel Kram man zusätzlich mitschleppen muss - nee, warum kompliziert, wenn's auch sooo einfach geht!

Zu wunden Brustwarzen kann ich nicht viel beitragen, das war bei mir nie schlimm und da Nummer 1 die Brustwarzen immer noch gut abhärtet denke ich, dass es bei Nummer 2 dann demnächst erst recht kein Problem sein dürfte. - Also Sonja, mach dir mal nicht zu viele Gedanken, es kann auch ganz problemlos und unblutig laufen! :blumengabe:

beaver
28.04.2011, 13:25
:ahoi: Braunbärin! Du stillst also auch noch :blumengabe:

Stillkissen fand ich anfangs unverzichtbar zum Arm aufstützen oder Baby drauflegen... Ahja und StillBH hatte ich lange Tag und NAcht an...

braunbaerin
28.04.2011, 13:34
:ahoi: Ach, Beaver, Du auch? Wie schön, wirst Du dann demnächst tandemstillen?
Hast Du auch ein Durchzugsventil in den Ohren entwickelt, um blöde Kommentare zu ignorieren?:smirksmile:
LG, Braunbärin

beaver
28.04.2011, 14:05
:ahoi: Ach, Beaver, Du auch? Wie schön, wirst Du dann demnächst tandemstillen?
Hast Du auch ein Durchzugsventil in den Ohren entwickelt, um blöde Kommentare zu ignorieren?:smirksmile:
LG, Braunbärin

Ja, auf's Tandemstillen bin ich schon sehr gespannt, ich fürchte, dass die Große dann wieder viel mehr stillen will ;) Aber ab Steptember geht sie dann in den Kindergarten, da kann sie ja tagsüber auch nicht mehr so viel... Im Moment haben wir uns auf 1x am Tag, morgens zum Kuscheln 'geeinigt', aber schon jetzt scheint die Milch wieder verführerisch lecker zu schmecken und sie fragt plötzlich wieder mehr, lässt sich dann aber ablenken.

Wegen blöde Kommentare, mein Mann hat die Unicef / WHO- Empfehlung auch schon vollkommen verinnerlicht und wir tun dann immer ganz überrascht, dass andere das nicht wissen, dass man doch möglichst bis zum 2. Lebensjahr und gern noch darüber hinaus zusätzlich zum anderen Essen stillen soll :freches grinsen: - und dass diese Empfehlung durchaus auch für Industrienationen gelten... - Aber gut, im Moment stille ich die Große ja nicht öffentlich, da hat sich das Erklären dann auch schon erledigt, weil natürlich niemand davon ausgeht, dass ich hochschwanger noch so ein großes Kind stille :pfeifend: - Mit meinem FA gab's allerdings heiße Diskussionen, nicht aus medizinischer Sicht, sondern weil er das total ungesund für die Entwicklung der Großen findet - pfffff

leni2007
28.04.2011, 15:08
*hops*

Ich denk noch heute an unseren Abschied vom Stillen und der passt zum "alles kann - nix muß":

Ich fand Stillen supertoll! Hat bei uns eineinhalb Jahre geklappt und dann war alles rundherum interessanter, als meine Brust. Irgendwann wars nur noch morgens und abends. Dann waren früh plätzlich die flatternden Blätter vorm Fenster interessanter und dann wollte Junior am Abend plötzlich lieber noch auf der Couch rumwurschteln. Ich weiß heute noch genau, an welchem Tag ich letztmalig gestillt habe. Ich hatte nur in den ersten Tagen ne angekaute Brustwarze. Der Milcheinschuß nach drei Tagen war heftig. Aber dann hats geflutscht. Wir waren so super aufeinander eingestellt, dass ich wirklich nur in den ersten zwei Wochen mal ne Stilleinlage brauchte, weils da mal tropfte. Danach nie mehr - ich hab irgendwo ne volle Packung rumkullern. Still-BHs habe ich auch nicht lange nachts getragen. Ich hatte nicht ein einziges Stilloberteil, sondern habe auch nur "rauf-runter" betrieben. Ich habe öffentlich gestillt. Einmal vorm Männerklo im Museum, weil da der einzige Stuhl stand. Kein Problem ;-) . Ich hab kooperative Restaurantbesitzer erlebt, die mir eigens zum Stillen ein Zimmer überlassen haben. Ich hab auch blöde Kommentare fürs lange-Stillen geerntet - was solls? Ich hätte mir allerdings die Anschaffung eines Stillkissens sparen können. Das fand ich wirklich unnütz und es war mir in der Schwangerschaft beim Schlafen im Bett zu viel und beim Stillen hats auch gestört. Als "Begrenzung" ums Kind beim Schlafen wars ganz OK ;-) . Ich hab im Sitzen und im Liegen gestillt. Wollte Junior mal nur die "Favoritenbrust", hab ich ihn dann in Fußballhaltung überlistet. Ich hatte zwischendrin immermal Angst (und hab mich und meine Umwelt verrückt gemacht), weil ich dachte, ich hätte zu wenig Milch, weil ich ausser den Betonbrüsten der ersten Wochen wie gesagt niemals ein Auslaufen oder Tropfen gehabt habe. Dafür konnte ich nicht Abpumpen. Da kam so gut wie nie was. Aber der kleine Kerl hat immer genug bekommen und ist nun schon ein supertoller, kleiner Großer ;-) .
Hach. Ich fand Stillen toll - hat ja für uns auch einfach supermustergültig geklappt!!!

leni2007
28.04.2011, 15:14
Was ich eigentlich mit dem Posting sagen wollte: ich will das Stillen nicht als Nonplusultra-Baby-und-Müttertraum verklären, aber auch keine Angst davor schüren. Es ist nunmal alles offen.

Wir hatten eben Glück damit und es hat so geklappt. Bei anderen ist es anders - so ist das eben :blumengabe: . Groß werden se alle :smirksmile:.

libera
28.04.2011, 21:18
Hallo Montauk und alle anderen,

es wurde ja nun schon viel geschrieben an dem man sieht wie unterschiedlich das Stillen sein kann von Null Problem bis Blut... Also Sonja, mach dir nicht vorher Sorgen, sondern geh es guten Mutes an, meistens klappt es ja gut, auch wenn ich auch sechs Wochen lang erhebliche Schmerzen hatte durch sehr wunde, zum Glück nicht blutende, Brustwarzen. Dann hatte ich zwei Wochen feinsten Milchstau und seitdem ist alles gut, allerdings stille ich immer nur eine Seite, nehme immer noch Phytolakka und Salbeitee, um die Milchmenge in Grenzen zu halten.Zwillinge wären in der Tat kein Problem :smirksmile: Ich trage auch seit der Entbindung Still-BH mit Einlagen und finde auch die von Lansinoh am angenehmsten, insbesondere als die Warzen wund waren. Jetzt trage ich sie nur noch, wenn ich mich besser anziehe, weil die nicht so auftragen und nehm ansonsten die von dm und einmal am Tag noch RIngelblumensalbe auf die Brustwarzen.

Dreieinhalb Wochen ist auf jeden Fall noch keine lange Zeit, das wird sich bei euch sicher noch einspielen Montauk.

In der Öffentlichkeit/außerhalb der Wohnung zu stillen finde ich prinzipiell unproblematisch, aber ich brauche Armelehnen oder etwas zum Ellenbogen abstützen, denn ansonsten halte ich nicht die 10-15 Minuten durch, die der Brocken (ich schätze mittlerweile 7 kg mit knapp vier Monaten) in meinem Arm liegt. Auf jeden Fall ist es super unkompliziert und spart viiiel Aufwand und Schlepperei von Pulver, Fläschchen etc., macht dich relativ unabhängig von der vorhandenen Infrastrutkur und daher sorgenfreier, von daher würde ich gerade unterwegs nie auf Flasche umsteigen! Ich hab drei Stillshirts von H&M, kann die aber erst seit ca zwei Wochen wirklich nutzen. Vorher lief immer so viel Milch noch runter, dass die dann total durchgesuppt waren und ich sie daher lieber hochgezogen habe.

Stillen im Liegen klappt nicht so gut, da verschluckt sie sich immer und ich liege irgendwie auch nciht bequem. Schlafe dann eher mal im Sitzen (im BEtt) ein. Aber mittlerweile kommt sie meist nur noch einmal in der Nacht (ab und zu zweimal, je nachdem, wann das letzte Abendstillen war).

Ich denke, da hilft nur ausprobieren und deinen eigenen Weg finden.

Ich hoffe zumindest, dass ich noch lange stillen kann und die Kleine nicht zu früh "richtig" essen will, stelle mir das viel stressiger vor.

Einen schönen Abend

Libera

Tasmanina
28.04.2011, 21:49
oh, nein, bitte keine angst vor´m stillen haben.

aber sich schlau zu machen, auch schon vorab, das ist nicht verkehrt. es kann wehtun, dann zu wissen, was man machen kann, ist gut. auch zu wissen, daß das baby ruhig mal an der brust leben darf und trotzdem genug milch da ist. zu wissen, was man bei einem stillstreik macht, all so ein kram.

dann schmeißt es einen nicht so schnell, wenn man es zumindest in der theorie schonmal gehört hat. :zwinker:


für mich war es wichtig, daß ich eine liebe freundin hatte, die ich bei bedarf immer hätte anrufen können und die mir bei fragen zur seite stand und auch mal drübergeschaut hat, ob ich gut anlege.

das hat mir sicherheit gegeben.


bh: naja, wo nix ist, kann nix hängen. :pfeifend::freches grinsen: ich hab schon lange keinen mehr getragen. wie gesagt, lilly padz drauf und gut. dadrüber top und ab in die sonne. :Sonne::freches grinsen:

ich still immer, indem ich von oben runterziehe. also normale klamotten, die ich dann von oben runterziehe und gut.

wer keinen still- bh möchte, kann ja mal einen bustier ausprobieren und den dann eben auch runterziehen.

Finchen73
28.04.2011, 22:24
Hallo,

in Stillsträngen komme ich als alte Langzeit-Stilltante doch immer gerne vorbei :freches grinsen:




.. puuuhhh, von blutenden BW hatte ich bis jetzt noch nichts gehört. Ich stellte mir dass wohl einfacher vor. Bisschen mulmig wird mir nun schon! :knatsch:

Still-BH: ich habe gehört, dass ein Still-BH gar nicht zwingendnotwendig ist - ist dem nicht so?
So wie ich dass lese/deute, hat/hatte von Euch jede einen.
@ Sonja - hab mal keine Angst, es wurde ja schon geschrieben, nicht jeder hat diese Probleme. Meine BW waren zum Glück auch nie blutig. Beim ersten Kind waren sie wund, war aber mit Wollfett schnell wieder im Griff und bei den anderen beiden hab ich von Anfang an gleich nach jedem Stillen Wollfett drauf getan und da war nix.

Still-BH brauch ich nicht, ich finde elastische Bustiers zum einfach runterziehen viel praktischer.



Den rauf-runter Trick statt Stillhemdchen /-oberteile, wie Anni es beschrieben hat, kann ich auch empfehlen. Das geht wirklich ganz gut so und man muss sich nicht kompletto entblößen (mir wird's sonst an den Nieren auch zu kalt...)

Das mache ich auch gerne, wobei ich inzwischen auch eine große Menge an Stilloberteilen habe, die sind schon super.

Stilen in der Öffentlichkeit macht mir auch nichts aus, finde ich ganz normal. Bei mir sieht man da auch so gut wie nix. Meine Schnuffels wurden bzw. der Kleinste wird noch immer gestillt, wenn Bedarf besteht, egal wo wir sind. Bin aber auch der Typ, an dem blöde Kommentare entweder abprallen oder sich die Leute gar nicht erst trauen was dummes zu sagen :lachen: Eine Haltung, die allgemain sehr nützlich ist, wenn man Kinder hat :pfeifend:

Wiesenkraut
29.04.2011, 13:16
ha ich will auch. Ich hab auch 3 Kinder gestillt. Den ersten 15 (oder 18) Monate, die Mittlere hat sich mit 6 Monaten von jetzt auf gleich abgestillt und die Große inzwischen 10 Monate.
Ich hatte bei den ersten beiden auch keinerlei Probleme. Das schmerzhafteste war beim 2. die Rückbildungswehen die ordentlich zogen beim Andocken, aber das ist beim ersten ja auch völlig harmlos.
Beim dritten hab ich ausversehen eine Seite abgestillt und damit fing der Ärger an. Da hab ich seit dem 6. Monat sehr trockene Vorhöfe und ab und an einen Riss am Übergang Warze/Vorhof. Das so ein kleiner Riss beim Andocken so weh tun kann hätt ich nie nicht gedacht und ich zieh den Hut vor jedem der mit blutigen Brustwarzen das stillen durchzieht.

Gestillt hab ich auch überall wo es eben anstand. Von der Art her bin ich wohl ähnlich wie Finchen. Ich kann mich nicht erinnern jemals einen komischen Komentar gehört zu haben. Ich glaub aber um so selbstverständlicher man mit dem Stillen in der Öffentlichkeit umgeht um so weniger kommen Sprüche (vielleicht hab ich sie auch nur einfach nicht gehört:pfeifend:)

Tropfen:
Tas hats schon erwähnt wenn man gegen die Brustwarze drückt, unterdrückt man den Einschuss und die Tropferei hört auf. Das ganze nutzt natürlich nur was, wenn man es denn merkt. Ich bin ich weiss nicht wie oft auf einem nassen Laken aufgewacht da ich sehr schnell wieder auf dem Bauch geschlafen hab.

Stillstellung
hat man mir alle möglichen gezeigt, ich bin bei der Wiege und nachts im liegen stillend geblieben. Das ein oder andere mal ist dabei dann halt die Selbstbedienung fehlgeschlagen und ich wurde mit Knutschfleck auf der Brust wach:freches grinsen:

Schals gabs hier auch, nicht nur um Privatspähre zu schaffen sondern weil ich die Stilleinlagen nicht selten vergessen habe und mit dem Schal dann die sichtbaren Spuren des Auslaufmodells verdeckt habe.

Stilleinlagen hatte solche
http://www.disana.de/bilder/stillen/stilleinlagen_seide-wolle-s.jpg
die bestehen zu 50% aus Wolle und 50% aus Seide.

Für wunde Brustwarzen wird ja immer Wollfett empfohlen, die Creme in der Apo ist ordentlich teuer. Ich hab von einer Freundin bei DM Babylove Mama empfohlen bekommen die nicht nur aus Lanolin besteht und die hat bei mir super geholfen.
Abwaschen vor dem Stillen ist nicht erforderlich und eine befreundete Fusspflegerin meinte, wenn ich sie nicht mehr für ihren eigendlichen Zweck bräuchte soll ich sie blos nicht wegwerfen sondern abends die Füße bzw Hände damit einmassieren und Baumwollsocken überziehen, eine besser Fuß bzw Handpflege gäb es nicht.

Was mir auch gut geholfen hat war die Brust mit schwarzem Tee abwaschen, der Gerbstoff hilft wohl auch heilen.

Ach ja und nicht erschrecken wenn die Brüste nach dem Abstillen noch eine Zeitlang wie leere Milchtüten aussehen, das geht genau wie der Bauch wieder weg :smirksmile:

Inaktiver User
29.04.2011, 14:16
Ach ja und nicht erschrecken wenn die Brüste nach dem Abstillen noch eine Zeitlang wie leere Milchtüten aussehen, das geht genau wie der Bauch wieder weg :smirksmile:

Wirklich, das geht wieder weg?!? :jubel: Stille ja noch, aber hab bei meiner Mini-Oberweite schon etwas Angst vor dem Danach, in Richtung A- statt wie vor der Schwangerschaft B (im Moment C) ... aber dann gibt's ja noch Hoffnung :zwinker:

Wiesenkraut
29.04.2011, 14:44
öhm naja was die Menge angeht hatte ich vor dem ersten Kind ein gutes C nach dem Stillen nur noch B, aber es sah halt nach der zeit wenigstens nicht mehr aus wie leere Tüten :smirksmile:

Letizia73
29.04.2011, 16:13
nur kurz:
Tropfende Brust: Ich hab nachts die Stilltops von H&M mit Stilleinlagen an. Total bequem. Tagsüber die etwas schickeren Modelle von Glamourmom oder Blusen sie man aufknöpfen kann. Die Still BHs von Cherry Pinking sind klasse und sehen aus wie ganz normale. Sehr süß.

Stillen i.d. Öffentlichkeit:
Na klar! Hab immer einen Schal oder leichten Poncho (im Herbst) dabei. Das geht super diskret damit.

Ich stillew nun Baby Nr. 2 voll. Meinen ersten Sohn habe ich 1 Jaahr gestillt. 6 Monate voll und danach immer eine Mahlzeit ausgetauscht. War eine tolle Zeit und sowas von praktisch.

Gegen entzündete Brustwarzen: Heilsalbe von Weleda und MAM Brustkompressen.

montauk
30.04.2011, 20:59
oh ja, die mam-kompressen finde ich auch prima!

ich freu mich dass sich hier so viele stillende mamas eingefunden haben...ich lerne dauernd dazu! die rauf-runter-methode ist natürlich super . auch wenn ich im sonner dann vielleicht doch keine zwei tops übereinander tragen mag..

keine neumama sollte aus angst vor irgendwelchen komplikationen nicht stillen - trotz allem hatte ich für mich immer das gefühl, dass es für die kleine raupe gut ist. und dieses innige gefühl, wenn dabei ihr kleines blumenkohlohr betrachte oder ihre hand sich meinen bh greift, kann nichts und niemand ersetzen. ich empfinde das als was ganz besonderes, das man wirklich nur mit dem eigenen kind über eine begrenzte zeit haben kann. oh, ich klinge esoterisch/dogmatisch :-). ist nicht so gemeint!

dann nutze ich mal euer gesammeltes wissen und tröte noch ein paar fragen in die runde:

dauer der mahlzeiten: manchmal bin ich irritiert, weil die kleine raupe, so wie heute, nur eher lustlos für fünf, sechs minuten trinkt, dann nur noch ein bisschen an der brustwarze leckt und dann keine lust mehr hat (oder wahlweise einpennt). vor ein, zwei wochen hat sie immer mindestens 15 minuten getrunken. war das bei euch auch so, dass eure kinder an manchen tagen eher weniger, an einzelnen tagen dann wieder mehr getrunken haben? ich lege sie zwischendurch mal an, auch wenn sie nicht kräht, sondern nur an den händchen lutscht (wobei: muss ja nicht immer ein hungerzeichen sein, oder?)
vom gewicht her muss ich mir wohl erst mal keine sorgen machen: geburtsgewicht 3880g, stand letzten dienstag 4620g (sie wird morgen 4 wochen alt).

bäuerchen: besonders nachts hab ich das gefühl, dass irgendwas "querliegt", sie atmet gerade frühmorgens gepresst aus (macht mich irre). ich habe bisher kein großes augenmerk auf das bäuerchen danach gelegt. habe es dann aber jetzt mal versucht, weil ich schon den eindruck habe, dass sie beim trinken immer mal einen schluck luft nimmt. habe sie aufrecht getragen únd auf den rücken geklopft, ergebnis gleich null. auch der fliegergriff hatte nur zur folge, dass sie dann einen esslöffel milch wieder ausgespuckt hat...
wie habt ihr das gehandhabt?

geht zwar in richtung OT aber hängt ja damit zusammen: thema schnuller. verwendet ihr welche? ist was dran an der these "saugverwirrung", wenn man zu früh damit anfängt? ich merke, dass sie oft nur einschlafen kann, oder zur ruhe kommt, wenn sie an meiner brust saugt (aber nicht trinkt) - das ist eben auf dauer auch nicht schön für die warzen..

danke für feedback!

Historia02
30.04.2011, 21:11
Hier noch mal mein Senf dazu:

Trinkdauer: Das war bei uns auch unterschiedlich, mal stundenlang, mal ganz kurz. Je älter mein Kleiner wurde, desto schneller ging es.

Bäuerchen: Mein Kind war ein extremes Spuckkind, sobald ich ihn aus der Waagerechten bewegt habe, hat er schon alles wieder von sich gegeben. Daher wurde hier nie gebäuert und es hat ihm nicht geschadet.

Schnuller: Mein Kind hat das erste halbe Jahr jeden Schnuller verweigert, ich habe ihn IMMER gestillt, wenn er irgendwie unruhig war und gemeckert hat. Damit war er immer ganz schnell wieder ruhig. Es gab dann mal eine Phase, wo ich Angst hatte, nie abstillen zu werden und eeewig weiterstillen zu müssen. Da hat mein Mann dann die Initiative in Richtung Abstillen in die Hand genommen. Mittlerweile ist mein Kleiner fast zwei und schläft auf ganz unterschiedliche Arten ein, mal mit Schnuller, mal mit Fläschchen, mal ganz ohne alles.

Die Babys sind halt am Anfang noch so klein, ich finde, da sollte man wirklich nach seinem Gefühl gehen. Die Situationen ändern sich ständig und am Ende findet sich alles irgendwie, manches auch ganz von alleine (wir haben es z. B. nicht geschafft, ihm sein nächtliches Fläschchen abzugewöhnen, eines Tages vor zwei, drei Monaten hat er es dann selber verweigert und ab da mehr oder weniger durchgeschlafen).

Wiesenkraut
30.04.2011, 21:15
Dauer der Mahlzeiten:
ich hab ja immer Schnelltrinker, aber es gab und gibt da durchaus unterschiedliche Dauer. Ich hatte das Gefühl und wollte es immer mal nachlesen, dass nach der Milchumstellung war es immer weniger lang.
Das kennst du ja vielleicht schon, zwischendurch gibts ja Phasen wo die Kleinen gefühlt alle paar Minuten gestillt werden wollen, weil sie einen Wachstumsschub haben. Ich meine mich zu erinnern dass die Milch sich dann dem erhöhten Energiebedarf anpasst und hatte immer das Gefühl, dass dann erstmal weniger reinpasst und die Stilldauer dementsprechend kürzer ist. Jedenfalls hab ichs mir immer so erklärt :pfeifend:.


Bäuerchen und Nacht
also wirklich intensiv auf Bäuerchen hab ich auch nicht geachtet, ging auch gar nicht da die Kids bei mir immer eingeschlafen sind und zu nix mehr zu bewegen waren.
Was ich aber in Erinnerung habe waren lange Wochen in denen so zwischen 4 und 5 uhr morgens sehr unruhig geschlafen wurde, laut geschnauft und ich auch den Eindruck hatte dass die Verdauung richtig Arbeit macht. Ich meine dass das fast alle Mamas in unserem Strang auch hatten, Bäuerchen hat da bei uns mal nix geholfen.

Schnuller:
wurden bei uns konsequent verweigert, von allen 3 Kindern. Aber ich hab genug Frauen im Bekanntenkreis die schon am ersten Tag einen Schnuller gegeben haben und keine Probleme mit dem Stillen hatten.


ich merke, dass sie oft nur einschlafen kann, oder zur ruhe kommt, wenn sie an meiner brust saugt (aber nicht trinkt) - das ist eben auf dauer auch nicht schön für die warzen..
ich hatte ja nie so wirklich Schwierigkeiten mit dem Stillen (ok jetzt ab dem 6. Monat) und hab meine Kinder immer nuckeln lassen so lange sie wollten. Eben weil ich der Meinung bin, dass es beim Stillen eben nicht nur um essen geht sondern auch um Nähe, kuscheln, Trost, Stillen des Saugbedürfnisses. Hast du denn schon Probleme durch das Nuckeln? Bei mir hats eigentlich nichts gemacht.

Linchen80
30.04.2011, 21:35
Hallo Montauk :blumengabe:,

ich finde, das ist ein schöner Strang! Jetzt werd ich mal Deine letzten Fragen aus meiner persönlichen Erfahrung heraus beantworten.
Mein Söhnchen ist mittlerweile bald 18 Monate :ooooh: (Und dabei war er auch eben erst zarte vier Wochen alt!! :smirksmile:). Und wir stillen immer noch... Hätte mir das vorher jemand gesagt, hätte ich es vermutlich nicht recht geglaubt, aber jetzt kann ich es mir (noch) gar nicht anders vorstellen. Er war halt von Anfang an ein kleiner Brustjunkie. :smirksmile:

Vor der Geburt hatte ich große Angst vor dem Stillen, da ich sehr empfindlich an meinen Brüsten war und riesige Schmerzen fürchtete. :knatsch: Allerdings wurde ich total positiv überrascht: Mini trank bereits im Kreißsaal wie ein kleiner Stillprofi. Die Hebammen nannten ihn auch ein Naturtalent. :smirksmile: Insofern hatte ich wirklich Glück - wunde Brustwarzen oder Schmerzen beim Anlegen/Stillen kenne ich gar nicht. (Mal von einer kleinen Phase mit 5/6 Monaten abgesehen, in der Mini seine ersten kleinen Zähnchen ausprobierte...:pfeifend:)
Vielleicht genießen wir deshalb das Stillen auch immer noch, weil es eben fast nur mit positiven Erfahrungen und Emotionen verbunden ist.

So, jetzt aber zu Deinen letzten Fragen: Ich denke, die unterschiedliche Stilldauer ist sehr normal. Mein Sohn trank nach den ersten Wochen sehr zügig und war dann innerhalb weniger Minuten fertig. Es gab auch lustlose Phasen, ebenso wie Heißhungerphasen und sogar eine (für mich schwierige) Phase mit ca. drei/vier/fünf Monaten, in der er tagsüber quasi gar nicht mehr an die Brust wollte und sich alles nur noch nachts holte. :knatsch: (Das nächtliche Stillen exerziert er bis heute sehr gern...Allerdings sind wir dabei, ihn nachts nun endlich komplett abzustillen. Anderthalb Jahre akuter Schlafmangel reichen mir langsam...)
Also: Alles normal, garantiert!! :blumengabe:

Bäuerchen nachts: Da hatte ich auch öfter ein schlechtes Gewissen, aber, ganz ehrlich, ich habe es NIE gemacht... :peinlich: Es war eh auch tagsüber immer Glückssache, ob eins kam. Luft geschluckt hat er bestimmt, keine Ahnung, ob diese ihn dann gedrückt hat nachts...
Also wenn Du mich fragst: Spar Dir den Stress. Erst recht, wenn sowieso kaum was kommt.

Schnuller: Ja, das ist so ein Thema. Ganz ehrlich: Das ist so ziemlich das einzige, was ich bei einem nächsten Kind anders machen würde. Diesem will ich gerne bereits nach wenigen Tagen einen Schnuller unterjubeln... :pfeifend: Von einer Saugverwirrung aufgrund des Schnullers habe ich weit und breit noch nie gehört. Vielleicht könnte theoretisch in 0,1 Prozent der Fälle eine eintreten. Mir persönlich wäre das beim nächsten Mal ein Risiko, das ich gerne in kauf nehmen würde. :smirksmile: Denn bei Mini haben wir sechs Wochen gewartet, bis wir ihm zögerlich einen Schnuller anboten. Und er hat nur gewürgt. Keine Form, kein Versuch, nichts konnte das ändern. :knatsch: Er hat allerdings auch nie eine Flasche akzeptiert, also ein echter Still-Hardliner. :freches grinsen: Ich wäre sehr froh, hätte er einen Schnuller genommen. Denn so war und ist meine Brust - insbesondere eben nachts - der einzige Nuckel... (Und das Saugbedürfnis meines Sohnes war immer groß.)

Noch zum Stillen allgemein: Trotz aller Anstrengungen (Nächte, fehlende Freiheiten, Einschlafassoziation etc.) liebe ich es einfach. Diese Innigkeit, Liebe, Nähe, Freude... Ach, es ist einfach schön. :liebe::liebe: Immer noch. Wenn mein Söhnchen mittlerweile sogar mit Worten nach der Brust fragt, aufgeregt lacht, wenn ich sie auspacke, hingebungsvoll andockt, nuckelt, mich anstrahlt, herumspielt... Ach, mein Mamaherz geht einfach auf dabei. :smirksmile:

Allerdings, das geb ich zu, vermeide ich es mittlerweile eher, in der Öffentlichkeit zu stillen. Auf doofe Blicke habe ich nämlich keine Lust. Mir reichen die skeptischen Kommentare aus meinem unmittelbaren Umfeld... :pfeifend:

Liebe Grüße und genieß das Stillen, Montauk! :blumengabe:

Historia02
30.04.2011, 21:42
Noch zum Stillen allgemein: Trotz aller Anstrengungen (Nächte, fehlende Freiheiten, Einschlafassoziation etc.) liebe ich es einfach. Diese Innigkeit, Liebe, Nähe, Freude... Ach, es ist einfach schön. :liebe::liebe: Immer noch. Wenn mein Söhnchen mittlerweile sogar mit Worten nach der Brust fragt, aufgeregt lacht, wenn ich sie auspacke, hingebungsvoll andockt, nuckelt, mich anstrahlt, herumspielt... Ach, mein Mamaherz geht einfach auf dabei. :smirksmile:


Das klingt sehr schön :-)

Nachts, wenn mein Sohn in meinem Bett liegt und sich in meine Achselbeuge kuschelt, dann vermisse ich das Stillen manchmal schon. Aber die meiste Zeit bin ich doch froh, meinen Körper wieder für mich alleine zu haben :pfeifend:

montauk
30.04.2011, 21:58
nun ja, die überlegung mit dem schnuller ist eher eine pragmatische...zur zeit hat sie jeden nachmittag eine phase, wo gaaar nix richtig ist, hunger hat sie nicht, sie leckt eben nur mal an der brust und schiebt sich wieder weg, schläft dann ein - aber wehe, man bewegt sich oder legt sie dann ab. pling gehen die augen wieder auf und dann ist sie umso quengeliger, weil sie totmüde ist und nicht in den schlaf findet ohne brust oder rumtragen und -schaukeln. ich dachte mir, dass ich die schnullervariante vielleicht einfach mal austeste, immerhin saugt sie auch an ihren händchen, wenn sie aufgeregt ist. ich war nur sehr unsicher, weil ich eben verschiedenlich gehört habe, dass man mit dem schnuller nicht zu früh anfangen soll, eben weil die kinder dann - angeblich - mit der brust nicht mehr zurechtkämen....

braunbaerin
30.04.2011, 22:05
Innig fand ich am Stillen anfangs gar nichts; mein Kind guckte irgendwo in der Gegend rum und schien mich eigentlich gar nicht wahrzunehmen. Mittlerweile ist das anders.

Zu Deinen Fragen:
Bäuerchen: Hab ich tagsüber machen lassen, aber wenn sie dabei eingeschlafen ist, habe ich sie dafür nicht geweckt. Nachts hab ich auf das Bäuerchen verzichtet, und sie hatte nie Bauchschmerzen.

Schnuller: Sie hatte noch im Krankenhaus einen Schnuller im Mund, und es gab keine Saugverwirrung. Zu Hause mochte sie ihn aber weniger und weniger, und mit ca. sechs Monaten nahm sie ihn gar nicht mehr. Ich hätte vielleicht auch besser von Anfang an immer mal abgepumpt und eine Flasche gegeben, denn später hat sie nie eine genommen, was mich ziemlich ans Haus gefesselt hat.

Stilldauer: Blieb bei uns eigentlich gleich, zwischen 5 und 15 Min. Aber dafür wollte sie oft über längere Phasen stündlich dran.

Einschlafnuckeln: Das Einschlafstillen hab ich meiner fast Zweijährigen im letzten Sommer abgewöhnt, kurz bevor sie in die Kita kam. Sobald das Kind Zähne hat und Beikost isst, solltest Du aber vielleicht das Nuckeln lassen, weil es Studien gibt, wonach dabei eben doch Milch an die Zähne kommt und dort mit Beikostresten Schaden anrichten kann. (Es gibt aber auch Studien, die das verneinen.)

Inaktiver User
01.05.2011, 08:22
Guten Morgen,

Dann meld ich mich auch nochmal :zwinker:

@Schnuller, ich hatte die gleichen Bedenken wie du, montauk, und war auch sehr unsicher und zögerlich diesbezüglich. Bin jetzt aber Linchen's Meinung - Saugverwirrung aufgrund eines Schnullers gibt's meiner Meinung nach nur sehr selten. Wir haben den Schnuller nach ca. 2 Wochen gegeben, da er oft an unserem kleinen Finger genuckelt hat, und ich befand, das könne auch nicht Sinn der Sache sein. Saugverwirrung gab es nie und Schnuller wurde problemlos akzeptiert.

@Einschlafstillen - haben wir hier nie praktiziert außer nachts, da wurde sozusagen im Halbschlaf gestillt und gleich weitergeschlafen. Ich wollte tagsüber Mahlzeiten und schlafen trennen, und habe daher immer nach dem Aufwachen gestillt, weil ich nicht wollte, dass der Kleine schlafen mit essen assoziiert. Außerdem habe ich sehr empfindliche Brustwarzen und stundenlages Nuckeln wäre hier auf keinen Fall drin gewesen :pfeifend:

@Stilldauer, hier von Anfang an sehr kurz, ca. 10 Minuten, mittlerweile sind's oft nur mehr 5. Also ich denke, wenn deine Kleine von selbst aufhört hat sie in dem Moment bestimmt genug getrunken.

@Bäuerchen, tagsüber immer, die besten Ergebnisse habe ich mit über den Rücken streichen erziehlt, und am besten dabein ein bisschen auf und ab gehen. Nachts gibt's hier nach wie vor keine Bäuerchen - das hat mich von Anfang an fasziniert, dass es nachts offensichtlich ohne geht, und das problemlos! Keine Ahnung woran es liegt.

@wie schön Stillen ist, das Kuscheln empfinde ich auch als sehr schön - sogar nachts :liebe:

@alle Stillerfahrenen (sorry montauk, eine Frage in eigenem Interesse :blumengabe:), ich versuche ja gerade, 2 Tagesmahlzeiten zu ersetzen, da die Eingewöhnung bei der Tagesmutter bevorsteht. Das führt dann am späten Nachmittag/frühen Abend immer zu mega-vollen Brüsten ... ich pumpe dann immer ein bisschen was ab, da ich mich vor Milchstau fürchte, aber stimuliere ich damit nicht weiterhin die Produktion ...? Ich hätte nämlich gern, dass mein Körper einfach von 8h morgens bis ca. 18h/19h abends wenig Milch produziert, will die übrige Zeit aber weiterhin stillen. Sozusagen "umgekehrt" im Vergleich zu den glücklichen Mamas, deren Kinder irgendwann nachts durchschlafen und nur noch tagsüber gestillt werden. Das muss doch machbar sein, oder? Hab immer die Panik, dass ich dann irgendwann gar keine Milch mehr habe, und das fände ich doch sehr schade - dann pumpe ich doch lieber, obwohl ich das in der Arbeit ehrlich gesagt vermeiden möchte (der Kleine nimmt auch schön langsam die Flaschenmilch). Hat jemand Erfahrung damit?

Einen schönen Sonntag allerseits :blumengabe:

libera
01.05.2011, 09:52
Guten Morgen,
du hast auf deine Fragen ja schon einige Antworten bekommen, kann mich da zum großen Teil nur anschließen.




Trinkdauer: Das war bei uns auch unterschiedlich, mal stundenlang, mal ganz kurz. Je älter mein Kleiner wurde, desto schneller ging es.

Die Babys sind halt am Anfang noch so klein, ich finde, da sollte man wirklich nach seinem Gefühl gehen. Die Situationen ändern sich ständig und am Ende findet sich alles irgendwie, manches auch ganz von alleine (wir haben es z. B. nicht geschafft, ihm sein nächtliches Fläschchen abzugewöhnen, eines Tages vor zwei, drei Monaten hat er es dann selber verweigert und ab da mehr oder weniger durchgeschlafen).

Meine maus war von Anfang an eher zügig, aber wir haben auch Tage mit 5 und Tage mit 20 Minuten. Mit mittlerweile vier Monaten kann sie sehr gut zeigen, wenn sie nicht mehr will (auch ohne einzuschlafen).

Da ich sehr viel Milch habe und unbedingt vermeiden will die Produktion immer weiter anzuheizen, stille ich wenn möglich nach Uhr so alle vier Stunden eine Seite (meist schafft sie nicht mal die leer zu trinken) und in kleineren Abständen nur bei extremen Hungeranfällen.


nun ja, die überlegung mit dem schnuller ist eher eine pragmatische...zur zeit hat sie jeden nachmittag eine phase, wo gaaar nix richtig ist, hunger hat sie nicht, sie leckt eben nur mal an der brust und schiebt sich wieder weg, schläft dann ein - aber wehe, man bewegt sich oder legt sie dann ab. pling gehen die augen wieder auf und dann ist sie umso quengeliger, weil sie totmüde ist und nicht in den schlaf findet ohne brust oder rumtragen und -schaukeln. ich dachte mir, dass ich die schnullervariante vielleicht einfach mal austeste, immerhin saugt sie auch an ihren händchen, wenn sie aufgeregt ist. ich war nur sehr unsicher, weil ich eben verschiedenlich gehört habe, dass man mit dem schnuller nicht zu früh anfangen soll, eben weil die kinder dann - angeblich - mit der brust nicht mehr zurechtkämen....

Wir haben einige Zeit gebraucht, um sie vom Schnuller zu überzeugen. Sie nutzt ihn auch nach wie vor als "Beruhigungssauger" zum einschlafen und dafür ist er m. E. Gold wert, denn ich möchte meine Brust nicht als Ersatznuckel (miss)brauchen.
Glaube nicht, dass du nach vier Wochen noch eine Saugverwirrung erzeugst (so es das Phänomen denn gibt). Meine Freundin hat ihrem Sohn den Stöpsel auch shcon im Krankenjaus gegeben und er trinkt trotzdem problemlos an der Brust.

Bäuerchen machen wir auch nur tagsüber, denn nachts schläft sie dann sofort ein und dann kommt nichts mehr. scheint sie aber nicht zu stören. Würde das auch nicht "erzwingen".


Guten Morgen,

@alle Stillerfahrenen (sorry montauk, eine Frage in eigenem Interesse :blumengabe:), ich versuche ja gerade, 2 Tagesmahlzeiten zu ersetzen, da die Eingewöhnung bei der Tagesmutter bevorsteht. Das führt dann am späten Nachmittag/frühen Abend immer zu mega-vollen Brüsten ... ich pumpe dann immer ein bisschen was ab, da ich mich vor Milchstau fürchte, aber stimuliere ich damit nicht weiterhin die Produktion ...? Ich hätte nämlich gern, dass mein Körper einfach von 8h morgens bis ca. 18h/19h abends wenig Milch produziert, will die übrige Zeit aber weiterhin stillen. Sozusagen "umgekehrt" im Vergleich zu den glücklichen Mamas, deren Kinder irgendwann nachts durchschlafen und nur noch tagsüber gestillt werden. Das muss doch machbar sein, oder? Hab immer die Panik, dass ich dann irgendwann gar keine Milch mehr habe, und das fände ich doch sehr schade - dann pumpe ich doch lieber, obwohl ich das in der Arbeit ehrlich gesagt vermeiden möchte (der Kleine nimmt auch schön langsam die Flaschenmilch). Hat jemand Erfahrung damit?

Einen schönen Sonntag allerseits :blumengabe:

Oh das würde ich auch gerne wissen!!!

Liebe Grüße und danke an alle für ihre Erfahrungsberichte :lachen:

schönen Sonntag

libera

Wiesenkraut
01.05.2011, 11:52
ich pumpe dann immer ein bisschen was ab, da ich mich vor Milchstau fürchte, aber stimuliere ich damit nicht weiterhin die Produktion ...? Ich hätte nämlich gern, dass mein Körper einfach von 8h morgens bis ca. 18h/19h abends wenig Milch produziert, will die übrige Zeit aber weiterhin stillen.


Ich habs diesmal so gemacht, dass ich die schweren Brüste eine Woche ausgehalten habe, allerdings neige ich auch nicht zu Stau, danach hatte sich das Problem erledigt.
Die Stillberatung hat mir gesagt, wenns zuviel ist heiß duschen und unter der Dusche ausstreichen nicht pumpen, weil dann die Produktion nicht angeregt wird. Allerdings ist unter der Dusche nix mit auffangen. Die Milch ist dann weg.

Inaktiver User
01.05.2011, 13:15
Wiese, danke für deine Antwort, das macht mir Mut :blumengabe:

Ich stille jetzt ja tagsüber nur noch nach der Mittagsmahlzeit ein wenig und pumpe für 16h ca. 90ml ab. Die Nachfrage ist also schon reduziert. Werde einfach jetzt bei jeder Mahlzeit weniger abpumpen bzw. mehr Brei geben und ansonsten einfach auch die schweren Brüste aushalten - hatte auch noch nie Milchstau, und ausstreichen ist ja sonst auch noch eine Lösung (hab ich auch über'm Waschbecken schon gemacht).

2 Wochen Schonfrist bleiben mir ja noch bis es endgültig klappen muss :zwinker:

braunbaerin
02.05.2011, 10:29
Wenn Du die Brust daran gewöhnen willst, dass tagsüber keine Nachfrage besteht, würde ich auch eher zum Ausstreichen raten. Und keine Sorge, dass deshalb die Milch wegbleibt. Ich stille seit letztem Juli morgens um 6 und dann erst wieder gegen 16/17 Uhr, danach vor dem Zubettgehen wieder um 19 Uhr nochmal, und die Brust hat sich schnell daran gewöhnt. (Und als ich bei einem Magenvirus der Kleinen alle 10 Min. für einen kleinen Schluck angelegt habe, ist die Brust prompt in der nächsten Nacht ausgelaufen.)
Die Muttermilchproduktion ist ein flexibles Wunderwerk, das mich immer wieder erstaunt.

Tirza
02.05.2011, 13:04
Hallo!
Ich hab nicht alles lesen können, aber vielleicht hat dazu ja noch keine geschrieben: Es gibt Brusthütchen in verschiedenen Größen. Die Dinger müssen schon passen.
Eigentlich hatte ich sie wegen Tirzi, weil er mit meinen Brustwarzen nix anfangen konnte (er brauchte einen größeren Reiz), aber ich fand es traumhaft keine Schmerzen mehr beim Ansaugen zu haben!
Nach einigen Monaten ging es dann auch ohne.

montauk
03.05.2011, 19:46
liebe tirza,
kannst du mal beschreiben, wie du die dinger benutzt hast? meine sahen auf den brustwarzen einfach nur monströöööös aus und es gab soviel platz zwischen der warze und dem hütchen"deckel"..?:wie?:

Tirza
04.05.2011, 10:03
Also, die Weite des Hütchens war nicht viel breiter, als meine Brustwarzen. Die "Luft" nach oben war auch noch deutlich, zumindest im "nicht-saug"-Zustand. Aber ich glaub, bei Unterdruck wird das Hütchen mehr gefüllt. Die Hütchen von Avent z.B. fand ich sehr weit und für Tirzi schlecht zu fassen. Die von Mam waren besser und insgesamt auch flexibler und saugten sich besser an (also an die Brust). In den Apotheken können sie auch unterschiedliche Größen bestellen.
Anfangs fand ich das Gefriemel etwas anstrengend, aber es tat endlich nicht mehr weh und ich musste die Brustwarze auch nicht mehr mit den Händen fixieren. Ich konnte endlich während des Stillens lesen oder im Internet surfen :freches grinsen:

montauk
04.05.2011, 22:24
Ich konnte endlich während des Stillens lesen oder im Internet surfen :freches grinsen:

das klingt ungemein praktisch! :freches grinsen::freches grinsen:

ich hab heute minimontauk den schnuller angeboten und sie hat ihn, nach einigem "üben" und ratlosem belutschen, auch genommen. ich konnte VIER STUNDEN in der wohnung rumrödeln, haare waschen, kochen und essen (an einem tisch, nur ich allein auf einem stuhl sitzend!!). irre!
ich muss trotzdem sagen, dass der anblick dieses dann doch in der relation gesehen sehr großen plastikdings im gesicht meiner sooo schönen raupe für mich nicht schön war. irgendwas hat mein mutterherz gequält..frei nach dem motto, nur weil du deinen busen nicht hergeben willst, muss das arme kind nun an einem plastiknippel rumsaugen...ich weiss, es klingt blöd, aber so fühlte es sich an. trotzdem bleib ich dabei, sie ist mit diesem ding (was sie netto nur zwei, drei minuten im mund hatte) sehr viel friedlicher.

saugverwirrt erschien sie mir dann auch nicht am nachmittag..:smirksmile:


zurück zum stillen:
sind euch mal zusammenhänge zwischen ernährung und stillfreude eurer kinder aufgefallen? das sieht ja auch jeder anders-eine freundin behauptet, wenn sie zwiebeln gegessen hätte, bekäme das kind blähungen. ich denke, dass es keinen zusammenhang gibt (dazu auchhttp://www.med.tu-muenchen.de/de/gesundheitsversorgung/kliniken/ernaehrungsmedizin/PDF/Stillgerechte_Ernaehrung.pdf). habt ihr gegenteilige erfahrungen gemacht?

Halbnomadin
05.05.2011, 09:27
Moin.


eine freundin behauptet, wenn sie zwiebeln gegessen hätte, bekäme das kind blähungen. ich denke, dass es keinen zusammenhang gibt Bei uns gab und gibt es eindeutig einen Zusammenhang zwischen meiner Ernährung und dem Wohlergehen meines Söhnchens. Einzelne Zwiebeln sind hier kein Problem, aber andere blähende Gerichte sehr wohl: Linsen und Bohnen in meinem Essen verträgt er nur, wenn ich sie abends zu mir nehme. Esse ich sie zum Mittagessen, dann hat er abends Bauchweh. Von meinem Sauerkraut oder Rotkohl (mit Essig gekocht) und von Chili bekam er einen wunden Po, und wenn ich Orangen oder Mandarinen esse, bekommt er Ausschlag. Erdbeeren waren ganz schlimm, auf die musste ich lange komplett verzichten, aber anders als Orangen und Mandarinen verträgt er Erdbeeren inzwischen.

Das alles hat sich deutlich gemildert, seit er Beikost isst; immerhin ist er ein gutes Dreivierteljahr alt. Trotzdem will er, wenn er zahnt, wieder fast voll stillen. In solchen Phasen verzichte ich nach wie vor auf für ihn unbekömmliche Speisen und mische sie selbstverständlich auch nicht in seinen Brei.

Zu den ganzen Stillproblemen kann ich nichts schreiben. Ich wäre eine lausige Stillberaterin, weil ich die üblichen Probleme nur vom Hörensagen kenne. Das heisst nicht, dass bei uns alles immer einfach war, aber die Schwierigkeiten betrafen nicht das Stillen - Söhnchen wusste von Anfang an, wie das funktioniert, und hat es mir binnen weniger Tage beigebracht. Weder Milchstau noch Brustentzündung sind mir passiert. Wunde Mamillen hatte ich nach sechs Monaten nur relativ kurz, nachdem er seine ersten Zähne zwei Wochen lang daran ausprobieren musste, und die Haut wurde dabei nur rot, riss nicht auf. Gestillt haben wir sehr lange nur im Liegen, weil ich mir bei der Geburt das Steißbein gebrochen habe und nicht zurückgelehnt sitzen konnte - erst, als Söhnchen im Vierfüßlerstand wippend stillen wollte und meine Brust sich als dafür nicht dehnbar genug erwies, ging ich zum sitzenden Stillen und Wiegehaltung über.
Dabei zu lesen oder im Internet zu surfen wäre hier nicht möglich, dafür zappelt mein Hampelmännlein viel zu gerne. Ich habe mir oft eine dritte Hand gewünscht, um ihn während der Mahlzeiten besser festhalten zu können.

Geschlafen habe ich übrigens nur oben ohne, dafür sehr lange auf einem doppelt gelegten Moltontuch, und nach wie vor habe ich tagsüber immer Wolle-Seide-Einlagen im Stillbustier. Sie sind immernoch nötig.
Bäuerchen gab und gibt es hier nur, wenn Söhnchen wach ist. Schläft er, dann kann man ihn so senkrecht halten wie man will, die Luft bleibt drinnen. Gegen fünf Uhr früh jammert er dann herum und muss kräftig pupsen; abendliche Bäuerchen wären mir lieber.
Schnuller hält mein liebes Kind für Spielzeug. Er hat lange stattdessen an meinem Finger genuckelt, aber als die ersten Zähne da waren, wurde er so bissig, dass ich ihm den Finger schweren Herzens abgewöhnt habe.
Die Stilldauer hat sich bei uns auch radikal verkürzt von anfangs 25 Minuten pro Seite auf inzwischen fünf bis zehn Minuten für die komplette Mahlzeit. Will er aber zum Trost oder für die Gemütlichkeit an die Brust, dann dauert es länger.

Und ja, ich stille sehr gern - außer wenn Söhnchen beisst, kneift, an mir herumzerrt, den Kopf mit der Brust im Mund dreht oder nach hinten wirft, mit der Brust davonkrabbeln oder herumhopsen will, vor lauter Eifer neben der Mamille andockt und mir riiiesige Knutschflecken macht, den Schnodder aus seiner Schnupfennase auf meinen Busen klebt oder während des Stillens unbedingt seine Finger in meine Nase stecken will. Auch wenn ich im Tiefschlaf liege bin ich eher nicht so stillfreudig. Also - ein mal täglich stille ich richtig gerne. Den Rest nehmen wir mit Humor.

Liebe Grüße - Halbnomadin

felina78
05.05.2011, 11:17
Toller Strang :Sonne:.

Meine Tochter ist jetzt schon über 5 Monate alt und wird noch voll gestillt - an die Anfänge kann ich mich aber noch super erinnern.
Wunde/blutende Brustwarzen hatte ich nie, also keine Angst im voraus davor haben. Es war schon unangenehm beim andocken, aber das hat sich wirklich schnell gegeben. Die Schwestern im KKH haben unsere Maus aber auch ein Naturtalent genannt. Sie wusste einfach was sie wie zu tun hatte.
Mit dem Stillkissen (das mondförmige) konnte ich erst was anfangen, als ich mir einen Stillstuhl gegönnt hatte - tolle Erfindung. Mittlerweile brauche ich ihn nicht mehr, weil ich eigentlich nur noch im liegen stille. Das war am Anfang zwar auch etwas schmerzhaft, jetzt aber überhaupt nicht mehr. Nachts wüsste ich auch nicht, wie ich sonst überleben sollte. Wenn ich ständig aufstehen würde wenn Mausi trinken will, dann würde ich ja gar keinen Schlaf mehr bekommen.
Wir haben ihr großes Kinderbett umgebaut, eine Gitterseite abgenommen und das Bett mit der offenen Seite zu meinem Bett mit Kabelbindern an meinem Bett befestigt. Seit dem beuge ich mich zum stillen einfach zu unserer Kleinen ins Bett rüber, sie trinkt bis sie satt ist, dann schläft sie ein und kann ohne umbetten weiterschlafen. Es geht ja mittlerweile auch sehr schnell, das kann ich schon gut aushalten in der Stellung.

Wegen der Ernährung: Da ist meine Tochter extrem empfindlich. Ich darf immer noch weder Zwiebeln, noch Knoblauch zu mir nehmen. Ebenso keine Milchprodukte und Schokolade, sonst bekommt sie schlimmen Ausschlag. Auf Backpulver hat sie am Anfang sehr extreme Blähungen bekommen - sehr schön in der Weihnachtszeit wenn man keine Ahnung davon hat. Irgendwann hatten wir es rausgefunden und rum war es mit den öminösen Bauchschmerzen nach dem Sonntagskaffee bei den Schwiegereltern. Mittlerweile verträgt sie geringen Mengen an Backpulver, also kann ich ein kleines Stück normalen Kuchen schon essen.
Außerdem kann die Kleine bestens in die Windel machen, wenn ich mindestens einen Salat am Tag gegessen habe - steht halt jetzt jeden Tag auf meinem Speiseplan.
Trotz aller Umstände bei meiner Ernährung würde ich auf keinen Fall aufs stillen verzichten wollen und möchte auch mindestens bis zum ersten Geburtstag neben der Beikost weiterstillen. Es ist einfach soooo schön und innig und natürlich auch super fürs Kind und extrem praktisch.

Still-BHs: Bei meiner Oberweite würde es ohne sowieso nie gehen. Ich hab für nachts und für zu Hause die Still-BHs von Medela. Sie sind eher Bustiers ohne Haken und Ösen, aber vorne zum aufmachen. Ich liebe die Dinger. Ohne Stilleinlagen käme ich auch immer noch nicht klar. Am Anfang brauchte ich die größten und dicksten von Nuk (night), jetzt reichen mit ganz normale dünne. Die Milchmenge hat sich in der Tat gut eingependelt, hat bei mir aber 10 Wochen gedauert. Vorher waren meine Maus und ich öfter pitschnass nach dem stillen und sie hat nicht selten einen Strahl Milch ins Auge bekommen, soviel Milch hatte ich.

Ich kann nur jede Mutter ermutigen, es mit dem stillen ohne Angst zu probieren. Und wenn es nicht klappt, sich kompetente Hilfe zu holen. Das führt dann meistens doch noch zum Erfolg.

montauk
07.05.2011, 22:24
a propos still-bh: habt ihr auch einen "neuen" rippenumfang nach der schwangerschaft? hab immer 75 getragen und jetzt hab ich heute morgen mal nachgemessen und ich bin immer noch bei 85...bleibt das so? kein wunder, dass mir meine blusen alle zu eng sind..

felina, wir haben es genauso gemacht: eine seite des gitterbetts abgeschraubt und an meine seite des betts geschoben. superpraktisch! ich rutsche mit meinem kopfkissen dann an sie ran und kann sie jederzeit anfassen oder zum stillen zu mir schieben.
wie macht ihr das mit dem stillen nachts? bisher hat minimontauk einen mehr oder weniger regelmäßigen trinkrhytmus im abstand von zweieinhalb stunden. habt ihr mal versucht, durch "verschieben" der trinkzeit einen längeren schlaf zu erzielen? bisher warte ich auch nicht mit dem anlegen, bis sie weint, sondern sie "krämert" dann vor sich hin und strampelt und hampelt mit den armen...ich würde einfach sooo gern mal wieder 4 stunden am stück schlafen! oder ist das vermessen mit einem 5 wochen alten kind?

Wiesenkraut
07.05.2011, 22:40
nee das geht wieder weg, oder ist mal zumindest bei mir schon nach 3-4 Monaten wieder weggewesen. Ich nehm an das hat eher noch was mit der Schwangerschaft als mit dem Stillen zu tun. Ich hatte auch normal 75, dann die ersten Monate 85, dann so nach 3-6 Monaten ging 80 und inzwischen bin ich wieder bei meinen gewohnten 75

Historia02
08.05.2011, 23:26
a propos still-bh: habt ihr auch einen "neuen" rippenumfang nach der schwangerschaft? hab immer 75 getragen und jetzt hab ich heute morgen mal nachgemessen und ich bin immer noch bei 85...bleibt das so? kein wunder, dass mir meine blusen alle zu eng sind...

Ja, das ist normal. Der Brustkorb weitet sich etwas in der Schwangerschaft, die ganzen Innereien rutschen ja noch oben. Das geht wieder weg. Ich glaube, das habe ich auch irgendwo/irgendwann mal in "Meine Schwangerschaft Woche für Woche" gelesen.



ich würde einfach sooo gern mal wieder 4 stunden am stück schlafen! oder ist das vermessen mit einem 5 wochen alten kind?

Ich kann dich soooo gut verstehen! Das ist echt ätzend! Aber die Kleinen haben halt immer wieder Wachstumsphasen, wo sie viel trinken und dann wieder Phasen, wo sich auch mal länger durchhalten. Ich habe am Anfang auch mehr als einmal gedacht, ich halte das keinen weiteren Tag durch ... aber irgendwie ging es doch und irgendwann schlafen sie auch mal länger als 4 Stunden.

Am überflüssigsten fand ich in der Zeit Sprüche von guten Freunden, die immer meinten, wir müssten dem Kind doch nur eine dicke Gute-Nacht-Flasche machen. (Bei einer Mutter im Pekip-Kurs habe ich nämlich mitgekriegt, dass das nicht klappt. Die hat es in ihrer Verzweiflung sogar mit 3er-Milch versucht, aber es half nichts ...) Die guten Freunde bekommen demnächst ihr zweites Kind, ich bin gespannt, ob sich die dicke Gute-Nacht-Flasche (ihre Theorie) wieder bewährt oder ob sie damals einfach nur Glück (meine Theorie) hatten ;-)

Halbnomadin
09.05.2011, 08:43
Moin.

Montauk, mit 5 Wochen sind die Kinder üblicherweise in einem prächtigen Wachstumsschub. Da zählst Du zu den glücklicheren, wenn Du nachts nur alle zweieinhalb Stunden stillst. Aber Schübe gehen bald vorbei: es wird binnen kurzem besser!

Nach der Schwangerschaft hatte auch ich noch eine Unterbrustweite von 85, inzwischen könnte sie wieder bei 75 liegen, nach dem, wie die Bhs im Moment sitzen. Ich habe nicht nachgemessen. Was der Körper neun Monate lang aufgebaut hat, braucht für die Rückbildung oft genau so lange.

Liebe Grüße - Halbnomadin

Halina
09.05.2011, 10:32
wie macht ihr das mit dem stillen nachts? bisher hat minimontauk einen mehr oder weniger regelmäßigen trinkrhytmus im abstand von zweieinhalb stunden. habt ihr mal versucht, durch "verschieben" der trinkzeit einen längeren schlaf zu erzielen? bisher warte ich auch nicht mit dem anlegen, bis sie weint, sondern sie "krämert" dann vor sich hin und strampelt und hampelt mit den armen...ich würde einfach sooo gern mal wieder 4 stunden am stück schlafen! oder ist das vermessen mit einem 5 wochen alten kind?
Ich habe mir die Abstände nie aufgeschrieben und weiß jetzt schon nicht mehr, wann meine 10 Wochen alte Tochter sich auf 1 Uhr und 4 Uhr als Essenszeiten eingependelt hat - ich denke, so mit 4 Wochen? Das hielt bis ca. 8 Wochen an.
Mit 8 Wochen hatten wir einmal eine 6 stündige Pause (von 21 Uhr bis 3 Uhr). In der Regel gibt es seitdem 5 Stunden Pause zwischen 21:30 bis 2:30 Uhr. Dann wacht sie wieder gegen 5 oder 5:30 auf. Wenn ich also um 22 Uhr schlafen gehe, kann ich 4 h schlafen, aber das tue ich natürlich meist nicht - selbst schuld. :smirksmile:

Von Verzögerungstaktik hält meine Tochter gar nichts - dann wird sie erst richtig laut. :pfeifend: Also lieber im Halbschlaf anlegen und gleich wieder einschlafen.

Inaktiver User
09.05.2011, 10:44
wie macht ihr das mit dem stillen nachts? bisher hat minimontauk einen mehr oder weniger regelmäßigen trinkrhytmus im abstand von zweieinhalb stunden. habt ihr mal versucht, durch "verschieben" der trinkzeit einen längeren schlaf zu erzielen? bisher warte ich auch nicht mit dem anlegen, bis sie weint, sondern sie "krämert" dann vor sich hin und strampelt und hampelt mit den armen...ich würde einfach sooo gern mal wieder 4 stunden am stück schlafen! oder ist das vermessen mit einem 5 wochen alten kind?

Montauk, ich denke, du kannst nur durch Ausprobieren sehen, ob minimontauk es akzeptiert, den Trinkrhythmus zu verändern. Ich denke, jedes Kind ist da anders - wobei mir mit 5 Wochen alle 2,5h stillen ebenfalls nicht oft erscheint.

Bei uns ist es ähnlich wie bei Halina - wenn wir versuchen, am nächtlichen Stillrhythmus zu rütteln, wird der Kleine richtig laut (und richtig wach!) und wir hatten im Zuge dessen schon mal eine Wachphase von Mitternacht bis 3h früh, wo er dann fröhlich vor sich hinkrähte, an Schlafen kein Denken mehr war, und ich dennoch dann irgendwann gestillt habe, was aber auch nicht wie sonst zum Einschlafen geführt hat :knatsch: Seitdem stille ich wieder wenn ich merke, der Kleine rührt sich und lässt sich durch Schnuller nicht zum Wiedereinschlafen bewegen (bei uns mit fast 6 Monate altem Kind ca. alle 3h - in schlechten Nächten auch öfter :knatsch:).

Also ich denke, es kommt auf deine Muße an, evtl. die Kleine anders zum Wiedereinschlafen zu bewegen (im Arm halten? Herumtragen? Über den Kopf streichen?) - ich war im Endeffekt meistens zu faul dafür und hab mich dann doch wieder aufs Stillen eingelassen, denn so konnte ich nach 10-15 Minuten wenigstens gleich wieder weiterschlafen (da ich auch sozusagen im Halbschlaf stille, fühle ich mich morgens nach guten Nächten mit nur 2 Stillstopps sogar noch halbwegs ausgeschlafen) :zwinker:

Alles Gute! :blumengabe:

Tasmanina
09.05.2011, 20:47
zu den abständen nachts bin ich die falsche, sie hat an der brust gelebt. (nein, sie nimmt keinen schnuller und hat ein großes saugbedürfnis. nein, sie nimmt auch keinen finger. ja, richtig, es muss dann die brust sein. :freches grinsen:)

da wir auch schon eine große schlafanarchstin haben, haben wir ein 2,70 bett, seeehhhr zu empfehlen!!! :freches grinsen:

als die kleine kam, haben wir dann auch das babybettchen ans bett drangebastelt. irgendwie hat da aber immer nur mein hintern drin geschlafen und es fristet sein dasein als unverschämt großer nachtisch. :freches grinsen:


ich würde bei so einem mini von fünf wochen noch nix drehen am trinkverhalten. das wird besser und auch wieder schlechter. und ja, die abstände sind wohl ein stückweit auch einfach nur normal. also, alles gut. :blumengabe:


ach ja, und an den strang musste ich auch denken beim lesen hier und verlinke ihn jetzt einfach schnell. http://bfriends.brigitte.de/foren/kinderwunsch-und-babyjahre/90840-langzeitstillen.html

montauk
30.07.2011, 23:59
ich reanimiere jetzt mal meinen eigenen strang - es ergeben sich ja immer neue stillperspektiven :freches grinsen:

minimontauk ist nun fast vier monate alt und wir sind, ausser möhrenmatsch am mittag, immer noch stillend. allerdings ist sie nun tagsüber zum "stillwusel" mutiert...sie trinkt erst ganz normal, und dann macht sie sich plötzlich komplett steif, drückt ihr ärmchen gegen meine brust und fängt an zu krämern (oder, wenn ich sie nicht gleich hochnehme, zu weinen). zur gleichen zeit aber dockt sie sich auch wieder an und wir haben in hübsches brustwarze-rein-raus-spiel. :knatsch:

erst habe ich vermutet, dass ihr was wehtut, dass sie ungemütlich liegt, sie luft im bauch hat, die milch nicht schmeckt wegen knoblauch oderoderoder...aber sie macht diesen zirkus in jeder stillposition, an jedem tag. ich komme nicht dahinter, warum sie so abrupt anfängt zu meckern..

nachts hingegen trinkt sie ohne probleme, und natürlich dafür auch mehr, weil sie das tagesdefizit wieder reinholt. es macht mir nichts aus,aufzustehen, darum geht es mir nicht - sie schläft durchaus sechs stunden am stück und insgesamt von 20 uhr bis morgens 7.
die erste mahlzeit morgens hingegen ist kurz, weil ihr fenster mit dem baum davor ja viiiiieeeeeel spannender ist als ein milchfrühstück. da weint sie allerdings nicht, sondern verdreht sich fast das genick und vergisst völlig zu trinken vor lauter faszination :liebe:

ist eins eurer kinder auch mal zum brusthampelmann mutiert? habt ihr theorien? ich befürchte immer nur, dass sie tagsüber zu wenig flüssigkeit bekommt...

Halbnomadin
31.07.2011, 09:48
Moin.

Montauk, das hatten wir auch, und nach besonders üblem Stilltheater wurden beträchtliche Mengen an Milch wieder ausgespuckt.

Ich glaube, Söhnchen trank, bis sein Magen voll war, recht manierlich und sehr schnell. Dann fing es an, in seinem Bäuchlein zu drücken - abgedockt und durchgebogen. Gegen Bauchdrücken tut es Babys gut, ein wenig zu trinken: angedockt und losgetrunken. Das drückt im Bauch! Abgedockt und gezappelt. Da braucht man Trost - angedockt und weitergetrunken. Au! Mit Geschrei abgedockt, ein wenig gezappelt, dabei eine Brust gefunden, die sooo lecker nach Milch riecht: schnell ein Schlückchen getrunken. Das fühlt sich seltsam an im Bauch, es blubbert so in der Speiseröhre - abgedockt und Geschrei gemacht. Da kommt ein Bäuerchen. Jetzt ist wieder Platz frei, also wird weiter getrunken. Das war zu viel...

Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, nach dem dritten Abdocken das Stillen zu beenden. Das half. Nachts trat das Problem nicht auf, entweder weil Söhnchen schlief, bevor er sich überfüllt hatte, oder weil er langsamer trank und deswegen sich gesättigt fühlte, wenn der Bauch voll war.

Lieben Gruß - Halbnomadin