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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schwanger und (Geschäfts-)reisen



Inaktiver User
21.04.2011, 18:41
Hallo zusammen,

ich hab da ein kleines Problem bzgl. Schwangerschaft und Flugreisen. Vielleicht hat jemand einen Rat oder steckte in einer ähnlichen Situation?

Seid dem FA-Termin heute morgen weiß ich nun sicher, dass ich schwanger bin :) Einen Test hatte ich schon letzte Woche gemacht und bin danach - trotz positivem Ergebnis - geschäftlich nach Berlin geflogen. Ich hatte mir zwar Gedanken wegen dem Fliegen gemacht, aber da ich schon von so vielen Frauen gehört habe, die schwanger geflogen sind, dachte ich, dass es wohl in Ordnung ist. Heute sagt mir dann die FA, dass man in den ersten 12 Wochen nicht fliegen soll. Nun stehen bei mir eigentlich sogar noch 2 Flugreisen innerhalb der 12 Wochen an. Die private konnte ich dank Reiserücktrittsversicherung stornieren, aber bei der geschäftlichen weiß ich überhaupt nicht, was ich machen soll...

Nächste Woche sollen die Flüge für meinen Chef und mich nach London gebucht werden, dh. ich müsste ihm schon in meiner 8. SSW Bescheid sagen, was los ist..?! Das möchte ich eigentlich nicht, zumal ich seiner Verschwiegenheit nicht ganz traue, da er mir auch schon öfters relativ vertrauliches über andere erzählt hat. Was nun? Irgendeine Notlüge erfinden und die Reise kurzfristig absagen? Eine Idee wäre noch, zu sagen, dass ich am Abend vorher fliege und dann heimlich mit dem Zug fahre..?

Mist, so eine verzwickte Situation.. Ich dachte wirklich, das mit dem Fliegen wäre nicht so ein Problem.. Aber da heute auch die Reiserücktrittsversicherung ohne Murren die Schwangerschaft als Grund für den Rücktritt von meinem privaten Flug anerkannt hat, scheint das mit dem Fliegen ja doch nicht so ohne zu sein...?!!!

Wie sind eure Erfahrungen?

Lillan

Mandelbluete
21.04.2011, 19:01
Hallo,

Fliegen in der Schwangerschaft oder nicht - das scheint mir eher Glaubenssache zu sein. Auch hier werden Dir Userinnen abraten, andere erklären, dass Du Dir keine Sorgen machen musst.

Eine Studie von Frau Prof. Huch von der Universität Zürich (kannst Du Dir ergooglen) kommt zum Ergebnis, dass Schwangere grundsätzlich bedenkenlos fliegen können (Ausnahmen: Terminnähe, Neigung zu Aborten und Frühgeburten, ausgeprägte Anämie, kardiopulmonale Erkrankungen, Flugangst).

Mandelblüte

Gemme
21.04.2011, 19:11
Hallo Lillan,

also erstmal ganz herzlichen Glückwunsch:blumengabe::blumengabe::blumengabe:

Gleich mal vorab:
ich würde nicht fliegen, ich kenn mich doch, ich würde mir dann andauernd Sorgen machen.
Und am Ende kriegst Du eine schöne Schwangerschaftsübelkeit mitten im Flieger,
oder es ist irgendwas, Du fühlst Dich nicht gut und Du darfst in London zum Frauenarzt rauschen...das wären so meine Überlegungen.

Wie hoch realistisch das Risiko für den Embryo ist, sprich ob das nun wirklich so gefährlich ist oder nicht, kann ich Dir nicht sagen, dürfte auch kaum überprüfbar sein - wegen dem einen Kurzflug, den Du schon hattest, würd ich mir jetzt keinen großen Kopf machen, aber auf weitere definitiv verzichten (wenn ich in der Situation wäre, heißt das, wie gesagt, ich habe kein Fachwissen).

Falls Du Deinen Chef nun so einschätzt, daß er auf jeden Fall ein Attest sehen will und Du Dich nicht auf familiäre Verpflichtungen etc. berufen kannst, um die Reise zu vermeiden, kommst Du wohl nicht recht drumrum, es ihm zu sagen.

Rechtlich betrachtet: Dein Chef MUSS dichthalten!
Er darf keinesfalls etwas so vertrauliches wie eben eine Schwangerschaft oder Gründe einer Erkrankung weitergeben. Darauf kannst Du ihn ja noch mal charmant hinweisen.
"Herr Chef, ich baue auf Ihre Verschwiegenheit, aber was red ich, Sie wissen ja selbst, daß das streng vertraulich ist....flöt, zwitscher"

Ansonsten bleibt die Möglichkeit, ihm zu erzählen, daß Du nicht fliegen darfst, weil Du (*hier Krankheit Deiner Wahl einsetzen: Ohrenprobleme, Venenerkrankung, Blutdruckschwankungen, unklare Lebensmittelallergien.......................oder sonstwas...........*) hast und Dein Arzt sagt, Fliegen ist nicht und Anstrengungen wie längere Zugfahrten sind auch verboten.

Möglicherweise zählt er aber dann, wenn Du Deine Schwangerschaft offiziell bekannt gibst, eins und eins zusammen und ist dann beleidigt - kann man schwer einschätzen.

Und letztlich hast Du natürlich die Alternative, ein, zwei Tage vor Reiseeintritt spontan an irgendeinem plötzlichen Infekt zu "erkranken", so daß Du nicht mitkommen kannst.
Ist zwar auch nicht so dolle, aber ich denke mal, das wär so der "Notausgang".

Laß es einfach mal übers Wochenende sacken, hm?

Und alles Gute für Dich und Dein Baby:blumengabe:

Marsala
21.04.2011, 19:29
Hallo Lilian,

auch von mir herzlichen Glueckwunsch zur Schwangerschaft.

Wenn ich es richtig verstanden habe, geht es jetzt nur noch um die Reise nach London, richtig?
Das ist ja wirklich absolut Kurzstrecke, da ist die Reisehoehe und die Belastung doch gar nicht so hoch.
Ich persoenlich wuerde trotzdem fliegen, kann aber verstehen, wenn Du nicht moechtest. Dann wuerde ich entweder mit dem Zug reisen, allerdings nicht heimlich sondern einfach sagen, dass du lieber mit dem Zug reist.

Falls Du nicht nach London moechtest, wuerde ich mit der Wahrheit rausruecken und, wie schon in einem anderen Beitrag geschrieben, mal eben non-chalent fallen lassen, dass das eine vertrauliche Info ist.

Schwanger ist schwanger und passieren kann immer etwas. Ich denke, je mehr Frauen hier im Berufsleben einfach dazu stehen, je eher kann auch in Deutschland ein normalerer Umgang mit diesem Thema einkehren. In anderen Laendern geht das ja auch :blumengabe:

Alles Gute und eine unstressige Entscheidungsfindung, wuenscht Marsala

Mandelbluete
21.04.2011, 20:55
Hallo,

ich denke, es ist eine sehr persönliche Entscheidung. Die eine Schwangere macht sich Sorgen oder befürchtet, dass sie sich, sollte es irgendwelche Komplikationen geben, sich Vorwürfe machen wird, dass diese möglicherweise mit dem Fliegen zusammenhängen, die andere denkt sich nichts.

Meine Schwester ist kurz nachdem sie wusste, dass sie schwanger ist, nach Südostasien geflogen (Rucksackurlaub). Ihr Frauenarzt - eher von der handfesten und rustikalen Sorte - meinte, es gäbe keinen medizinischen Grund nicht zu fliegen.

Mandelblüte

Marsala
21.04.2011, 21:04
Da hast du absolut recht, Mandelbluete. Ich koennte auch beides gut verstehen.

Was ich nur vermeiden wuerde, waeren Heimlichkeiten oder "Not"Luegen. Sprich, wenn ich lieber mit dem Zug fahren wuerde, wuerde ich das tun und halt in der Firma sagen, dass ich mit dem Zug fahre. Entweder ohne Begruendung, oder mit der Begruendung, dass mir das fuer die Strecke lieber ist.

Ich wuerde auch kein Venenleiden vorschieben, sondern dann den echten Grund nennen und um Verschwiegenheit bitten. Bzw. darauf hinweisen, dass das ja selbstverstaendlich vertraulich ist.

Inaktiver User
21.04.2011, 22:29
Ja, bei dem Lügen wäre mir auch nicht wirklich wohl. Vom Gefühl her würde ich am liebsten die Wahrheit sagen und trotzdem mit nach London fahren, dann aber mit dem Zug. Ich hab ja schon einen "Schwangeren-Flug" hinter mir und bei dem einen soll es besser bleiben. Mein Freund möchte auch nicht so gerne, dass ich fliege.

Ich hab mal rumgesurft und es gibt zu dem Thema keine wirklich eindeutigen Regeln/Empfehlungen. Selbst meine FA meinte heute morgen, sie wüsste eigentlich auch nicht, wieso vom Fliegen abgeraten wird.. (!). Von daher kann man das wohl nur nach dem persönlichen Gefühl entscheiden.

Ich lass es jetzt erstmal sacken und versuche, mir nicht die Freude über die Schwangerschaft davon trüben zu lassen..

Danke für eure Meinungen & Glückwünsche :)

Inaktiver User
22.04.2011, 00:23
Auch von mir herzlichen Glückwunsch zu Deiner Schwangerschaft.

Ich war in der selben Situation wie Du und bin, nachdem ich mir die selben Gedanken gemacht hatte wie Du, weiterhin regelmäßig geflogen (durch verschiedene Frauenärzte gleichermaßen "abgesegnet"). Gerade zum Ende der Schwangerschaft hin fand ich das um ein Vielfaches komfortabler als stundenlang im holpernden Zug zu sitzen.

Mandelbluete
22.04.2011, 09:21
Ich hab mal rumgesurft und es gibt zu dem Thema keine wirklich eindeutigen Regeln/Empfehlungen. Selbst meine FA meinte heute morgen, sie wüsste eigentlich auch nicht, wieso vom Fliegen abgeraten wird.. (!). Von daher kann man das wohl nur nach dem persönlichen Gefühl entscheiden.


Hallo,

Du hast ja gelesen, dass es mehrere Umstände gibt, die man als bedenklich ansehen kann (Strahlung, Sauerstoffgehalt in der Kabine,...). Nur ist eben bisher nichts als Risikofaktor wirklich nachgewiesen.

Ein gängiges Argument ist, dass Stewardessen nicht schwanger fliegen dürfen. Das hat nun aber nichts mit dem Fliegen zu tun, sondern damit, dass nach dem Mutterschutzgesetz Schwangere generell nicht auf Verkehrsmitteln beschäftigt werden dürfen.

Wie gesagt, ich denke auch, dass es eine Frage des persönlichen Gefühls ist. Ich würde aber, genau wie Du, zu einer Entscheidung gegen das Fliegen auch gegenüber dem Arbeitgeber stehen.

Mandelblüte

Carolini
22.04.2011, 10:07
mich würde interessieren, wie das rechtlich ist. hat die te da anspruch, dass sie daheim bleiben darf? besonders, weil es unterschiedliche meinungen gibt, ob es schädlich ist. es entstehen ja kosten für den reiseausfall und auch dafür, dass es mit dem job dort nichts wird.

ich verstehe die ängste der te aber sehr. wie habt ihr das gehandhabt, bevor ihr nachwuchs erwartet mit dem planen von reisen im job? manche müssen ja lange vorher geplant werden, z.b. ein halbes jahr, sind teuer und der job dort der ist wichtig. anderseits kann man ja nicht sagen, dass man in der nächsten zeit nachwuchs plant und man damit erstmal nicht mehr reisen darf oder möchte. besonders, wenn man keinen anspruch darauf hat, daheim zu bleiben.

ich frage das besonders für jobs, wo eine menge konkurrenz da ist (und ihr z.b. gefährdet, dass ihr weiterhin für bestimmte aufträge vorgesehen werdet) und für jobs, wo z.b. die kosten der reise und auch der ausgang des jobs dort wichtig für alle sind oder ein ausfall eventuell für einige leute folgen hätte (z.b. ein auftrag kann nicht gewonnen werden).

danke.

Inaktiver User
22.04.2011, 11:15
Einen ein halbes Jahr im Voraus geplante Reise muss auch ausfallen, wenn ich mir den Hals breche oder reiseunfähig erkrankt bin...
Alle Eventualitäten des Lebens kann man ja nun einmal nicht einplanen.
Und wenn ein AG seine Personalplanung so eng und spezialisiert steckt, dass er in einem solchen Fall niemanden hat, der ggf. einspringen und einen Auftrag übernehmen kann, dann sollte er sich ernsthaft Gedanken machen.
Ich meine jedenfalls, es wäre ein wenig zuviel verlangt, dass sich eine Angestellte den Kopf des Chefs macht und ihre ganz persönliche Lebensplanung ausschließlich am Job ausrichtet....
:smirksmile:

Mandelbluete
22.04.2011, 11:57
mich würde interessieren, wie das rechtlich ist. hat die te da anspruch, dass sie daheim bleiben darf? besonders, weil es unterschiedliche meinungen gibt, ob es schädlich ist. es entstehen ja kosten für den reiseausfall und auch dafür, dass es mit dem job dort nichts wird.

ich verstehe die ängste der te aber sehr. wie habt ihr das gehandhabt, bevor ihr nachwuchs erwartet mit dem planen von reisen im job? manche müssen ja lange vorher geplant werden, z.b. ein halbes jahr, sind teuer und der job dort der ist wichtig. anderseits kann man ja nicht sagen, dass man in der nächsten zeit nachwuchs plant und man damit erstmal nicht mehr reisen darf oder möchte. besonders, wenn man keinen anspruch darauf hat, daheim zu bleiben.

ich frage das besonders für jobs, wo eine menge konkurrenz da ist (und ihr z.b. gefährdet, dass ihr weiterhin für bestimmte aufträge vorgesehen werdet) und für jobs, wo z.b. die kosten der reise und auch der ausgang des jobs dort wichtig für alle sind oder ein ausfall eventuell für einige leute folgen hätte (z.b. ein auftrag kann nicht gewonnen werden).

danke.

Hallo,

darüber habe ich schon ein wenig nachsinniert. Spontan würde ich sagen, dass eine schwangere Arbeitnehmerin sich nicht einfach weigern kann zu fliegen, weil es keinen objektiven Grund dafür gibt (und der Arzt ein entsprechendes Beschäftigungsverbot ausspricht), sondern nur ungesicherte Erkenntnisse und die subjektive Sorge der Arbeitnehmerin.

Mandelblüte

Inaktiver User
22.04.2011, 12:30
mich würde interessieren, wie das rechtlich ist. hat die te da anspruch, dass sie daheim bleiben darf? besonders, weil es unterschiedliche meinungen gibt, ob es schädlich ist. es entstehen ja kosten für den reiseausfall und auch dafür, dass es mit dem job dort nichts wird.

ich verstehe die ängste der te aber sehr. wie habt ihr das gehandhabt, bevor ihr nachwuchs erwartet mit dem planen von reisen im job? manche müssen ja lange vorher geplant werden, z.b. ein halbes jahr, sind teuer und der job dort der ist wichtig. anderseits kann man ja nicht sagen, dass man in der nächsten zeit nachwuchs plant und man damit erstmal nicht mehr reisen darf oder möchte. besonders, wenn man keinen anspruch darauf hat, daheim zu bleiben.

ich frage das besonders für jobs, wo eine menge konkurrenz da ist (und ihr z.b. gefährdet, dass ihr weiterhin für bestimmte aufträge vorgesehen werdet) und für jobs, wo z.b. die kosten der reise und auch der ausgang des jobs dort wichtig für alle sind oder ein ausfall eventuell für einige leute folgen hätte (z.b. ein auftrag kann nicht gewonnen werden).

danke.

Hm, keine Ahnung, wie das rechtlich ist.
Wie hier schon geschrieben, es kann ja auch sein, dass der Arbeitnehmer krank wird oder sonstwas. Vielleicht kann man sich als Schwangere nicht einfach weigern zu fliegen - aber ich denke, der FA würde einem für einen solchen Fall, wenn man nicht fliegen will (und nicht anders zu dem Ort gelangen kann) eine Krankmeldung ausstellen.

Wir wollten eigentlich im Januar schon mit dem "hibbeln" anfangen, aber als ich erfahren habe, dass ich im März mehrere kürzere Geschäftsreisen haben würde, haben wir den Start um ein paar Wochen verschoben. So schnell, wie es dann geklappt hat, bin ich auch froh, dass wir verschoben haben, sonst hätte ich das Problem mit mehreren Reisen gehabt - jetzt ist es (erstmal) nur eine. Aber langfristig kann man bei der Familienplanung nunmal schlecht Rücksicht auf Geschäftsreisen nehmen.
Wegen der Kosten für die Reisen würde ich mir keine Gedanken machen - meistens buchen Firmen ja eher nicht die billigsten Ticktes, sondern solche, die stornierbar sind. Und Hotelzimmer kann man auch immer stornieren.

Dass es dich beunruhigt, dass es (interne?) Konkurrenz gibt u du evt. für Aufträge nicht berücksichtigt würdest, kann ich gut verstehen. Bei mir ist es eigentlich nicht so tragisch, aber trotzdem möchte ich die Reise nicht verpassen. Mein Chef könnte mir theoretisch auch die Ergebnisse und Aufgaben, die aus den Meetings entstehen werden, an mich weitergeben, aber ich wäre trotzdem lieber "live" dabei. Ich werde ja auch noch 6 Monate im Job sein und habe bisschen Bedenken, dass ich dann auch in der Zeit schon nicht mehr so involviert sein könnte. Oder man mich schonen will (könnte ich mir bei meinem Chef sogar vorstellen..).

LG

Quidam
22.04.2011, 13:00
Schwanger sein ist keine Krankheit.
Aber frau soll bis zur 12. Woche usw. nicht fliegen.
Es gibt für Schwangere besondere Regelungen im Arbeitsgesetz. Die sind einzuhalten.

Ich denke, ein vertrauliches Gespräch mit dem Betriebsrat schafft Informationssicherheit.

Ich würde auf jeden Fall den Chef informieren, denn, wäre ich Chef, empfände ich es als Loyalitätsbruch, würde meine Angestellte auf eine "Krankheit" ausweichen.
Es wäre sogar eine dicke Lüge, denn spätestens bei der Entbindung ist klar, warum der Flug nicht angetreten wurde.

Aber dennoch und trotzdem: herzlichen Glückwunsch und eine frohe langweilige Schwangerschaft!

Marsala
22.04.2011, 16:21
Ich werde ja auch noch 6 Monate im Job sein und habe bisschen Bedenken, dass ich dann auch in der Zeit schon nicht mehr so involviert sein könnte. Oder man mich schonen will (könnte ich mir bei meinem Chef sogar vorstellen..).
LG

Die Gedanken kann ich gut nachvollziehen. Aber auch da wirst du wahrscheinlich abwarten muessen, wie es dir geht. Wenn Du irgendwann nicht mehr so fit sein solltest, bist du vielleicht froh geschont zu werden. Und ansonsten spricht ja nichts dagegen seinen Job weiter zu machen.

Hast du dir schon Gedanken gemacht, wann du wieder einsteigen willst? Ich kann mir vorstellen, dass es auch ein wenig davon abhaengt, inwieweit man bis zum Schluss mit einbezogen wird.

Wir warten gerade auch noch, weil ich bis Ende Juni in Philadelphia an der Uni arbeite. Dann habe ich dieses Jahr Glueck, dass die meisten Termine in Deutschland sind. Denn einen langen Ueberseeflug braeuchte ich schwanger dann auch nicht.

Inaktiver User
22.04.2011, 18:49
Ich würde auf jeden Fall den Chef informieren, denn, wäre ich Chef, empfände ich es als Loyalitätsbruch, würde meine Angestellte auf eine "Krankheit" ausweichen.
Es wäre sogar eine dicke Lüge, denn spätestens bei der Entbindung ist klar, warum der Flug nicht angetreten wurde.



Hm, mir wäre beim Lügen unwohl, weil es einfach kein gutes Gefühl ist. Aber ich finde nicht, dass der Chef deswegen ein Recht hat, beleidigt zu sein oder mir einen Loyalitätsbruch vorzuwerfen. Es ist doch total normal, verständlich und genehm, dass man nicht in der 8. SSW rumerzählen will (vor allem nicht auf der Arbeit), dass man schwanger ist. Meine Eltern und Freunde werden es auch nicht früher erfahren und die muss ich teilweise auch anlügen (wenn auch nur wegen so Kleinigkeiten wie Alkoholabstinenz).

Ein Bekannter erzählte mir tatsächlich letztens, dass seine Kollegin schwanger sei und er das hintenrum vom Chef erfahren habe (die ihm das natürlich vertraulich erzählt hat). Dass das nicht rechtens ist, hilft einem dann auch nichts. Ich trau meinem Chef halt irgendwie nicht - auch wenn er ein lieber Kerl ist, aber leider auch sehr geschwätzig...

Inaktiver User
22.04.2011, 18:54
Mal ne ganz blöde Frage am Rande:
Was spricht dagegen, dass man es (auch in der 8. Woche) erzählt, dass man schwanger ist?
Lässt sich doch eh auf Dauer nicht verheimlichen und ist doch auch nix Schlimmes, im Gegenteil?

Fairy_1501
22.04.2011, 18:56
Mal ne ganz blöde Frage am Rande:
Was spricht dagegen, dass man es (auch in der 8. Woche) erzählt, dass man schwanger ist?
Lässt sich doch eh auf Dauer nicht verheimlichen und ist doch auch nix Schlimmes, im Gegenteil?

Nun ja bis zur 12 Woche ist ja das Fehlgeburtrisiko höher als im späteren Verlauf der Schwangerschaft. Deshalb möchten die meisten diese kritische Zeit erst abwarten bevor sie es bekannt geben was ich persönlich auch nachvollziehen kann.

Marsala
22.04.2011, 19:03
Ich haette auch keine Bedenken es schon eher zu erzaehlen (auf der Arbeit und in der Familie sowieso). Falls dann etwas schief geht, wissen die Leute wenigstens, warum ich schlecht drauf bin.

Allerdings haben wir auch ein super Arbeitsklima und einen super Chef. Da braeuchte ich mir keine Sorgen machen, dass es a) gegen meinen Willen weitergetragen wird, oder dass b) es mir irgendwelche Nachteile bringt.

Inaktiver User
22.04.2011, 19:46
Nun ja bis zur 12 Woche ist ja das Fehlgeburtrisiko höher als im späteren Verlauf der Schwangerschaft. Deshalb möchten die meisten diese kritische Zeit erst abwarten bevor sie es bekannt geben was ich persönlich auch nachvollziehen kann.

Das Argument hatte ich erwartet...
Aber mir ging es da eher wie Marsala:


Ich haette auch keine Bedenken es schon eher zu erzaehlen (auf der Arbeit und in der Familie sowieso). Falls dann etwas schief geht, wissen die Leute wenigstens, warum ich schlecht drauf bin.


Ist aber wohl sicher eine ganz persönliche Entscheidung.

Inaktiver User
22.04.2011, 20:22
Aber frau soll bis zur 12. Woche usw. nicht fliegen.

Sagt wer?

Marsala
22.04.2011, 20:26
Sagt wer?

Na ja z.B. Lilians Frauenarzt :pfeifend:

Inaktiver User
23.04.2011, 11:50
Na ja z.B. Lilians Frauenarzt :pfeifend:

Ohne es begründen zu können. Sehr fundiert :knatsch:.

Louette
25.04.2011, 22:25
Lillan, ehrlich gesagt wundert die Aussage deiner FÄ schon etwas.
Ich fliege nicht gerne, aber wenn ich gemusst hätte, aber ich wäre sicherlich geflogen, wenn es nötig gewesen wäre.
Meine FÄ hat mich zum Thema Reisen "belehrt" und mir mitgeteilt, dass ich ihr sagen soll, wenn ich eine längere Flugreise (über 4h) plane, da sie mir dann Thrombosestrümpfe verpassen will.
Gerade lebe ich nach dem Motto, ich will mich nicht verrückt machen lassen. An die Ernährungsvorschriften halte ich mich, aber ansonsten lebe ich mein Leben weiter, solange es mir gut geht. (Und das, obwohl wir sehr lange auf die Schwangeschaft warten und med. Hilfe in Anspruch nehmen mussten.)
Anlügen würde ich meinen Chef auch nicht, wenn ich nicht fliegen wollen würde, würde ich ihm reinen Wein einschenken. Denn wenn sich nachher rausstellt, dass ich gelogen habe, müsste es trotz Schwangerschaft die Möglichkeit arbeitsrechtlicher Konsequenzen geben. Das muss ja nun nicht sein.
Solange es keinen medizinischen Grund gibt, den Flug abzublasen, dürfte es rechtlich schwierig werden sich zu weigern. Das einzige, was mir spontan einfällt, wären zu lange Arbeitszeiten, die gegen das MuSchG verstoßen.

Wenn du dich mit dem Flug nicht wohlfühlst, musst du deinem Chef reinen Wein einschenken und auf sein Verständnis hoffen.

@Wolkentier: Solange es keinen guten Grund gibt, die Schwangerschaft früh zu verkünden (z.B. weil man an einem gefährlichen Arbeitsplatz tätig ist), würde ich immer bis nach der 12. Woche warten. Das Fehlgeburtenrisiko ist ziemlich hoch und selbst wenn man denkt, dass der Chef ach so verständnisvoll ist, entpuppt sich der eine oder andere leider doch als Arschloch und sucht im Falle einer FG nach einem Kündigungsgrund, schließlich hat die Arbeitnehmerin bereits gezeigt, dass sie schwanger war und bestimmt bald wieder werden will und der Ausfall ist damit vorprogrammiert.
Da wäre ich extrem vorsichtig und würde es auch allen raten.

Lillan, ich wünsche dir eine schöne und unbeschwerte Schwangerschaft und natürlich, dass du eine Lösung findest, mit der du gut leben kannst.

LG
Louette

Margali62
26.04.2011, 14:16
Ich habe jetzt nicht verstanden, wieso man nicht fliegen kann, wenn man schwanger ist.

Inaktiver User
26.04.2011, 17:24
Ich habe jetzt nicht verstanden, wieso man nicht fliegen kann, wenn man schwanger ist.


Weil manche Frauenärzte davon abraten. Warum auch immer. Habe ich auch nie verstanden. Aber manche Frauenärzte sagen auch, man soll mit Sport aufhören, wenn man schwanger ist. Auch das werde ich nie verstehen.

Deshalb gilt auch hier: man sollte das machen, womit man sich wohlfühlt.

Margali62
26.04.2011, 18:34
Einen Miniflug nach England würde ich mir zutrauen. Da würden mich 10 Stunden Zug mehr schlauchen, glaube ich...

Eteterfon
29.04.2011, 01:50
Einen Miniflug nach England würde ich mir zutrauen. Da würden mich 10 Stunden Zug mehr schlauchen, glaube ich...
Genau das dachte ich auch. Lieber kurz im Flugzeug als ewig im Zug...

Carolini
29.04.2011, 14:08
wollte noch mal fragen, wie das mit einem rechtlichen anspruch ist, also genauso wie man z.b. im labor bestimmte dinge nicht mehr machen darf. klar, man kann sich immer eine krankschreibung besorgen, aber das geht ja nicht über monate und man macht sich nicht gerade beliebt.

Marsala
29.04.2011, 14:34
Das muesste alles im Mutterschutzgesetz stehen.

Ich habe gerade mal geguckt und nichts zu Geschaeftsreisen speziell gefunden. Es gibt nur einschraenkungen bzgl. der Arbeitszeit generell und an Sonn- und Feiertagen.

Bei meinem Frauenarzt habe ich folgenden Text zu Reisen allg. gefunden. Das fand ich ganz aufschlussreich. Dr. Markus Weber - Schwangerschaft - 5.-8. SSW (http://www.frauenarzt-borghorst.de/index81.htm)
Da steht unter anderem das International viele Airlines schwangere Stewardessen arbeiten lassen.

Inaktiver User
30.04.2011, 16:27
Genau das dachte ich auch. Lieber kurz im Flugzeug als ewig im Zug...

Ja, das kann ich jetzt auch von mir sagen. Ich hatte meinen privaten Flug storniert und während mein Freund geflogen ist, bin ich ueber Nacht mit der Bahn an unseren Urlaubsort gefahren. Das war wirklich sehr anstrengend und stellenweise ist mir total schlecht geworden obwohl ich sonst nie Probleme mit dem Bahnfahren hatte (und bisher auch keine wirkliche Schwangerschaftsuebelkeit). Naja, trotzdem bin ich froh, dass ich den Flug storniert hatte, so habe ich schonmal einen Flug weniger auf meinem Konto.

Wegen London ist noch nichts entschieden (aber gerade tendiere ich eher wieder zum Fliegen). Ich hatte meinen Chef gebeten, mich im Urlaub zu informieren bevor gebucht wird mit der Begruendung dass ich evt. frueher fliegen will um eine Freundin zu besuchen. Da bisher noch nichts von ihm kam, denke ich mal, dass noch nicht gebucht wurde.. Vielleicht habe ich ja auch Glueck u der Termin wird verschoben..

Ich bleibe aber dabei, dass ich auf der Arbeit vor Ende der 12. SSW nichts sagen werde. Fuer den Fall, dass noch etwas schief geht, wuerde ich auf keinen Fall wollen, dass mein Chef oder die Kollegen davon wissen. Ich finde das Thema einfach zu sensibel und persoenlich.

Inaktiver User
03.05.2011, 19:46
Schön, wenn sich Probleme von selbst lösen!
Heute sagte mir mein Chef, dass nun unser Geschäftsführer mit will nach London um die vereinbarten Meetings für seine Themen mit den Kunden und Geschäftspartnern zu nutzen. Dadurch wird mein Bereich unter den Tisch fallen, was bedeutet, dass ich an der Reise gar nicht mehr teilnehmen muss :) Unter normalen Umständen wäre ich jetzt vielleicht etwas beleidigt... aber nun bin ich einfach nur sooo erleichtert!!!

Danke allen für eure Meinungen und Tipps!