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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie ist das mit Kindern...?



Inaktiver User
08.04.2011, 14:18
Nun noch einmal hier, damit es richtig ist:

Das ist ja auch die große Frage: ja, ich bin genervt, wenn Kinder in der Öffentlichkeit übermäßig schreien, ungebremst durch Geschäfte rennen, dabei auch schonmal jemanden anrempeln. Von besagter Schwägerin, die tatsächlich existiert, habe ich mir sagen lassen, bei eigenen Kindern ist das was anderes und auch sie ist bisweilen von anderen Kindern genervt.
Was ist denn dran an der Meinung, daß Mütter evtl. plötzlich kein anderes thema mehr haben als vielleicht Blähungen, Hautausschlag o.ä., daß sie nicht immer dazu kommen, sich so zu pflegen, wie ohne Kind, daß man kaum noch zeit für sich selbst hat?
Wenn Selbstaufgabe der Preis fürs Kinderkriegen ist, dann ist es wohl nichts für mich, aber andererseits, vielleicht ist das mit 40 in knapp 8 Jahren anders? Kann man dann noch immer ein Kind bekommen oder wird man seine Entscheidung bis zum Tod bereuen?
Für Antworten wäre ich dankbar.

Inaktiver User
08.04.2011, 14:28
Für Kinder gibt es keine Rückgabemöglichkeit, wenn man also eins bekommt ohne wirklich überzeugt zu sein, dass man es will, wird man es bereuen, sobald Schwierigkeiten auftreten. Wenn man ein Kind bekommt, sollte man reif sein und eine gewisse innere Ruhe und Sicherheit gefunden haben.

Ein Kind schreit nicht aus bösem Willen, auch Kleinkinder nicht. Sie sind Forscher und die Mutter ihr erstes Forschungsobjekt. Von ihr lernen sie, wie die Welt funktioniert, welches Verhalten, welche Reaktion auslöst. Bleibt die Reaktion aus, wird stärker versucht, bis eine Reaktion eintritt. Reagiert die Mutter mit Schreien, testet das Kind, welche weiteren Verhaltensweisen, diese interessante Reaktion bewirken. So lernt es. das ist kein böser Wille oder Aggression. Verweigert die Mutter dieses Lernen zu unterstützen, wird das Kind krank oder ein Problemkind.

Mal sehr stark verkürzt ausgedrückt.


edit: Wenn Du von schreienden Kindern genervt bist, solltest Du Dich gegen ein eigenes Kind entscheiden. Das schreit nämlich in einer Frequenz, die Du nicht ignorieren kannst. Und wenn Du Dich für Fragen zur Pflege und Entwicklung nicht bis zu einem gewissen Grad interessierst, besteht ernste Gefahr, das Du etwas übersehen könntest.
Und natürlich interessieren sich Mütter auch für andere Themen - nur finden sie oft nicht de geeigneten Ansprechpartner, weil die so schnell die Geduld mit dem Babygeschrei verloren haben.

Symphonie
08.04.2011, 14:29
Hallo Frau Antje
da ich Dir zu diesem Thema geraten habe hier meine Antwort:

Als Mutter eines frischen Neugeborenen gibst Du Dich total auf. Es geht nicht darum ob Du das dann willst oder nicht sondern es sitzt in Dir drin. Schreit dieses Kind kannst Du es nicht einfach schreien lassen. Es zieht sich alles in Dir zusammen und Du musst handeln,es versuchen zu beruhigen.

Du gehst die ersten Wochen nicht alleine ins Bett,hast das Baby bei Dir bis Du ins SZ gehst, Du gehst nicht alleine aufs Klo, Du gehst nicht alleine duschen. Wenn das Baby schläft kannst Du es meisst nicht aus der Hand legen weil es aufwacht, Du kannst nichts machen weil Du angst hast sein weinen nicht zu hören.

Klar redest Du über Dein Baby denn Du hast keine anderen Gesprächsthemen,kommst oft nichtmal zum Nachrichten hören und klar vernachlässigst Du Dich denn Deine Prioritäten sitzen anders und Du bist froh wenn Du um 13 Uhr angezogen bist!

Du bist froh Kontakte mit anderen Müttern zu haben,da gibt es aber keine anderen Themen als die Kinder.
Du bist dankbar einmal drei Stunden durchschlafen zu können,bist dünnhäutig und hast wenig Nerven für andere Probleme

Wenn irgendwoanders ein Baby schreit bist Du froh wenn Deine Brust nicht ausläuft und dass es nicht Deins ist. Du bist nicht genervt weil Du weisst dass es eben Schreimomente gibt und die Mutter da auch nichts für kann.

Verständnis für laufende, bockende Kinder wirst Du haben,warscheinlich eher dann wenn Dein Kind auch schon in diesem Alter war.


Ich kenne viele Frauen die kein Interesse an Kindern hatten bevor sie den richtigen Mann getroffen haben,aber ich kenne keine Frau die so viele Vorurteile gegen Mütter und Babys hat wie Du und dann doch ein Kind haben will.
Warum sollst Du? Hast Du ANgst was zu verpassen?
Du willst Dich nicht selbst aufgeben,hast kein Interesse an Kindern,magst sie nicht und nimmst auf niemanden Rücksicht.

meinT ip:lass es!!

Lavendulla
08.04.2011, 14:33
Da hat Deine Schwägerin Recht. Auch ich bin schnell von fremden Kindern genervt... Bei den eigenen ist es wirklich was anderes.
Meine Süße (8 Monate alt) z.B. probiert zur Zeit sämtliche Töne rauf und runter, leise und laut (sehr laut) aus. Bei einem fremden Kind z.B. in der Nachbarschaft wäre ich genervt. Bei ihr find ich´s einfach nur zuckersüss.

Am Anfang hatte ich wirklich kein anderes Thema mehr. Ist aber auch verständlich. Alles neu und frisch. Man ist eher noch sehr unbeholfen und ist über jeden Tipp dankbar, obwohl ich schon eine große Tochter habe, aber die ist schon 20 Jahre alt.

Und ein Kind ist sehr, sehr anstrengend. Ja, es grenzt auch an Selbstaufgabe. Aber diese Liebe zu diesem kleinen Wesen kann ich nicht in Worte fassen. Man bekommt sehr viel wieder zurück. Und es wird ja auch wieder leichter. Ich freu mich auch schon wieder mal einen über den Durst zu trinken und am nächsten Tag ausschlafen können

Übrigens bin ich heuer 40 geworden. Soviel zu Deiner Frage, ob man da noch ein Kind bekommen kann...

Talea1982
08.04.2011, 14:37
Nun noch einmal hier, damit es richtig ist:

Das ist ja auch die große Frage: ja, ich bin genervt, wenn Kinder in der Öffentlichkeit übermäßig schreien, ungebremst durch Geschäfte rennen, dabei auch schonmal jemanden anrempeln.

Ging mir vorher nicht anders:blumengabe:

Von besagter Schwägerin, die tatsächlich existiert, habe ich mir sagen lassen, bei eigenen Kindern ist das was anderes und auch sie ist bisweilen von anderen Kindern genervt.

Jap! Die eigenen sing wirklich was anderes................ kann jetzt nicht genau sagen warum, aber gefühlsmäßig ist man da strapazierfähiger:freches grinsen: psssssssssst und man hat nicht wirklich die Möglichkeit zu flüchten :pfeifend:

Was ist denn dran an der Meinung, daß Mütter evtl. plötzlich kein anderes thema mehr haben als vielleicht Blähungen, Hautausschlag o.ä., daß sie nicht immer dazu kommen, sich so zu pflegen, wie ohne Kind, daß man kaum noch zeit für sich selbst hat?

Bei mir wars zumindest so, dass ich ja in den ersten 3-4 Monaten kaum zu etwas anderes kam wie Windelwechseln, Füttern, Betütteln usw. Das Kind ist in der Zeit mein kompletter Lebensinhalt gegworden (denke aber, dass das die Natur so eingerichtet hat............. zum Schutz etc.). Da man ja selber nicht mehr gearbeitet hat und eigentlich NUR zu Zuhause war, hatte man eben kein anderes Thema und übers Hobbie sprechen............ Welche Hobbies denn? Dafür hatte ich nun wirklich keine Lust zu.......

Und mir wars ehrlich gesagt egal wie ich ausgesehen habe:blumengabe:. Man erholt sich auch noch in der Zeit und richtet sich eben mit dem Kind ein. JETZT ändert sich das so langsam wieder. Meine Interessen gehen auch mal wieder in Richtung Gassigehen:freches grinsen:, frei Tage, Schickmachen usw. Mein Leben normalisiert sich wieder etwas.............natürlich MIT Kind:freches grinsen:

Wenn Selbstaufgabe der Preis fürs Kinderkriegen ist, dann ist es wohl nichts für mich, aber andererseits, vielleicht ist das mit 40 in knapp 8 Jahren anders? Kann man dann noch immer ein Kind bekommen oder wird man seine Entscheidung bis zum Tod bereuen?
Für Antworten wäre ich dankbar.

Selbstaufgabe.............. an und für sich kann man das so nennen, aber das ist doch kein Dauerzustand. Wie ich oben geschrieben habe, normalisiert sich das alles wieder. Vielleicht eher so: Selbstaufgabe auf Zeit:smirksmile:. Die einen oder anderen brauchen selbst das nicht zu machen, weil sie so super zurechtkommen. Ist auch ne Typfrage.

Und WANN du Kinder bekommst, ist doch dir überlassen! Ich finds toll, dass Frauen sich den Zeitpunkt aussuchen und eben auf den richtigen Zeitpunkt warten können. Es gibt ja leider viele Schicksale, wo es vorher medizinisch nicht ging, der Partner gefehlt hat, man einfach noch nicht reif genug war usw.

Für mich ist es, ehrlich gesagt, auch etwas befremdlich, wenn 60 Jährige nochmal Mutter werden. ABER, ich habe mir dann immer wieder gesagt, dass ich eben nicht weiss, WARUM die Frau so entschieden hat. Ich denke mir dann auch einfach, dass man nur einmal lebt und warum sollte man auf einen innigen Wunsch verzichten, weil die öffentlichkeit das verpönen könnte?

Jeder so, wie er doch mag! Solange man sich ordentlich um die Kinder kümmert, sie mit Liebe aufzieht, spricht doch nix gegen ein Kind über 40, unter 18 usw usw.

:blumengabe:

Talea1982
08.04.2011, 14:41
Übrigens bin ich heuer 40 geworden. Soviel zu Deiner Frage, ob man da noch ein Kind bekommen kann...

Heute??????????

Lavendulla
08.04.2011, 14:53
Heute??????????

Ist "heuer" ein typisch bayerischer Ausdruck? Keine Ahnung :freches grinsen:

Ich meinte "dieses Jahr" :pfeifend:

Symphonie
08.04.2011, 14:53
ich dachte auch an heute

Talea1982
08.04.2011, 14:56
ich dachte auch an heute

:freches grinsen: Heuer ist schon mehrfach bei meinen Schreibfehlern für heute entstanden:pfeifend:

flatterly
08.04.2011, 15:02
heuer := :smirksmile:österreichisch/ bayerisch/ schweizerisch für dieses Jahr oder heute ....

Pfefferminzia
08.04.2011, 15:22
na das ist ja mal eine Frage :freches grinsen:

@genervt sein: grundsätzlich mag ich es eigentlich, wenn Kinder unterwegs sind, spielen, singen und schreien. Da ist dann wenigstens etwas Leben in der Bude. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Kinder im allgemeinen ruhiger sind, wenn man sie ein bisschen laufen lässt.
Wenn es darüber hinausgeht, gehen sie mir auf die Nerven. Und zwar meine eigenen genauso wie die anderen. Manchmal könnte ich meinen Sohn wirklich aus dem Fenster werfen, wenn er vollkommen überdreht anfängt, durch die Wohnung zu stürmen und nichts mehr vor ihm sicher ist :pfeifend: Gerade mal drei Jahre alt, treibt er mich schon gekonnt zur Weissglut :freches grinsen:.
Im Gegensatz zu fremden Kindern, die ich halt einfach machen lassen muss, weiss ich mit meinem Kind aber umzugehen und kann seine unbändige Energie kontrollieren. Eine andere, ruhigere Beschäftigung anstossen, oder eben rausgehen und ihn laufen lassen.
Insofern würde ich nicht sagen, dass es eigene Kinder weniger nervig sind. Sie sind aber auf jeden Fall leichter zu ertragen. Und zum Glück kommen sie dann eine halbe Stunde später und wollen kuscheln, so dass man den genervten Moment auch wieder relativ schnell vergisst.

@Selbstaufgabe: das hängt denke ich sehr davon ab, wie du selbst dein Leben mit Kind entwirfst und wie du deine Prioritäten setzt. Zwischen der Vollblutmutter, die jahrelang Tag und Nacht für ihr Kind lebt und der Nebenjobmutter, die ihr Kind mit drei Tagen betreuen lässt (gibt es, siehe die eine französische Ministerin, die drei Tage nach ihrem Kaiserschnitt wieder im Büro war) gibt es so viele Zwischenschritte, wie es Mütter und Babies gibt.
Die ersten Wochen nach der Geburt sieht man nicht sehr frisch aus - da sollte man sich keine Illusionen machen. Und je nach Charakter des Kindes, mag es schon sein, dass man es ein paar Wochen lang nicht aus den Augen bzw. Armen lassen kann. Aber von Selbstaufgabe würde ich nun nicht sprechen. Der dazugehörige Vater hat schliesslich auch zwei Arme!

@nur von Kindern sprechen: da beisst sich denke ich die Katze in den Schwanz. Man ist mit dem Kind zu Hause, kümmert sich um das Kind, sorgt sich um das Kind und hat kaum anderen Input. Da ist es klar, dass man viel vom Kind spricht, vor allem beim ersten Kind. Man entdeckt schliesslich eine neue Welt. Mit der Zeit legt das sich aber auch wieder. Ich finde, das ist ein Intermezzo, dass die Erfahrung durchaus wert ist.

@Zeit für sich selbst: hat man nicht, ausser man nimmt sie sich. Ich war seit ewigen Zeiten nicht mehr ohne meine Kinder weg (ausser auf der Arbeit, und das zählt nicht). Da bin ich aber irgendwie auch selber schuld, weil es mir so schwer fällt, sie alleine zu lassen.
Ansonsten ist der Tag halt einfach dicht - von dem Moment an dem sie aufstehen bis zu dem Moment an dem sie schlafen gehen, ist es verdammt schwierig, freie Momente zu finden. Sie beschäftigen sich zwar hervorragend alleine, aber ich kann 100 % sicher sein, dass gerade wenn ich mich endlich mit meinem Buch aufs Sofa gesetzt habe, die Ruhe vorbei ist. Aber irgendwo finde ich das eigentlich ganz lustig.
Jetzt muss ich los. Karnevalsumzug im Kindergarten und Pfannkuchen verkaufen! Ohne meine beiden Monster wäre mir glaube ich unglaublich langweilig.

Schöne Grüsse,

Pfefferminzia

Inaktiver User
08.04.2011, 15:29
Ich habe nie gesagt, daß ich Kinder per se nicht leiden kann, daß ich auf niemanden Rücksicht nehme. Das ist jetzt eine Unterstellung.
Und-es gibt bestimmt einige Frauen, die Kinder bekommen, weil sie Angst haben, etwas zu verpassen.
Ist doch auch irgendwo verständlich. Man weiß eben erst, was man verpaßt, wenn man es "ausprobiert".
Wie ich hier gelesen habe, gibt es also auch Mütter, denen Kinder auf die Nerven gehen können.
Was ist denn mit Frauen, die unbedingt Kinder haben wollen, ihr Leben lang schon und dann, wenn es da ist, das Schreien nicht aushalten können, sich die Ohren zuhalten, weggehen, sich nicht um das Kind kümmern können/wollen? So etwas gibt es doch auch.

Lavendulla
08.04.2011, 15:35
heuer := :smirksmile:österreichisch/ bayerisch/ schweizerisch für dieses Jahr oder heute ....

Danke :freches grinsen:

xanidae
08.04.2011, 15:35
die ersten wochen nach geburt waren sehr animalisch. sehr instinktiv. schlafen, stillen, selbst essen - in einer endlosschleife.

dann schritt für schritt rutschte ich wieder in mein menschliches leben. ich wollte raus. ich las. ich surft im i-net. ich kaufte ein. ich kochte.
das kind schlief zu immer regelmäßigeren zeiten, nur nachts blieb es durchwachsen.

kein nagellack mehr. mein kind liebt es auf meinen fingern zu lutschen. keine absatzschuhe mehr, ich könnte mit kind stürzen und es verletzen.
vieles ist so unwichtig geworden. dennoch beginnt auch das paarleben wieder. eine babysitterin wird engagiert. die großeltern werden eingebunden. mein kind schläft das erste mal außer haus - ohne mich. verdammt schön und seltsam zu gleich. ich habe sehnsucht.

dann begann der regelmäßige tagesablauf. die festen tagschlafzeiten - ich kann meiner kinderlosen freundin den kinderwagen geben und zum frisör gehen -, mit dem laufen lernen kommt das durchschlafen und die trotzphase beginnt.
mein sohn ist krank. schwer krank. 'der kann ihnen in 10 minuten wegsterben' angst. immer wieder angst. inhalieren & singen. ein jahr lang dreimal am tag.
ich sitze schwanger auf der treppe und heule, weil mein 1,5jähriger die 70 stufen getragen werden will. ich kann nicht mehr.
ich denke mir den schlüssel-trick aus. er geht alleine die treppen hoch. wenn der schlüsseltrick versagt helfen die nachbarn mit keksen. ich bin so dankbar.

jeden abend lesen wir die raupe nimmersatt und mein sohn cremt mir den bauch ein. um 20 uhr wird er sicher schlafen und ich kann in ruhe csi gucken. noch - nr. 2 wird bald den geregelten ablauf stören.

die wehen setzen ein. frühmorgens. mein fast 2jähriger lacht sich kaputt über mich. hoffentlich kommen die großeltern bald, sonst werd ich verrückt. mein mann fährt ins falsche krankenhaus. bin ich nur von verrückten umgeben?

die animalische phase beginnt wieder. mein großer sohn hat hunger. der kleine auch. ich weiß nicht was ich zuerst machen soll. ich bin so müde. abends weinen wir zu dritt.
mein kind schreit nicht mehr so viel. meine kinder machen zusammen mittagsschlaf. es wird, es wird.

alles ist organisiert, koordiniert. wir arbeiten und spielen und lesen und lernen. lange spaziergänge. farborgien. katzenjagen. trotzphase nummer 2.

und mit dem 3. geburtstag wird so vieles so viel leichter. weniger angst. mehr zutrauen. die wäscheberge werden größer. es ist mir ein rätsel wieviel sand in einen kinderschuh größe 28 passt.

jetzt ist es so mit kindern:
'mama, hör mal, da ist ein schneesturm drin' sagt mein 5jähriger und hält mir seine selbst getöpferte daumenschale ans ohr.

Inaktiver User
08.04.2011, 15:38
Was ist denn eine Daumenschale?

Lavendulla
08.04.2011, 15:38
die ersten wochen nach geburt waren sehr animalisch. sehr instinktiv. schlafen, stillen, selbst essen - in einer endlosschleife.

dann schritt für schritt rutschte ich wieder in mein menschliches leben. ich wollte raus. ich las. ich surft im i-net. ich kaufte ein. ich kochte.
das kind schlief zu immer regelmäßigeren zeiten, nur nachts blieb es durchwachsen.

kein nagellack mehr. mein kind liebt es auf meinen fingern zu lutschen. keine absatzschuhe mehr, ich könnte mit kind stürzen und es verletzen.
vieles ist so unwichtig geworden. dennoch beginnt auch das paarleben wieder. eine babysitterin wird engagiert. die großeltern werden eingebunden. mein kind schläft das erste mal außer haus - ohne mich. verdammt schön und seltsam zu gleich. ich habe sehnsucht.

dann begann der regelmäßige tagesablauf. die festen tagschlafzeiten - ich kann meiner kinderlosen freundin den kinderwagen geben und zum frisör gehen -, mit dem laufen lernen kommt das durchschlafen und die trotzphase beginnt.
mein sohn ist krank. schwer krank. 'der kann ihnen in 10 minuten wegsterben' angst. immer wieder angst. inhalieren & singen. ein jahr lang dreimal am tag.
ich sitze schwanger auf der treppe und heule, weil mein 1,5jähriger die 70 stufen getragen werden will. ich kann nicht mehr.
ich denke mir den schlüssel-trick aus. er geht alleine die treppen hoch. wenn der schlüsseltrick versagt helfen die nachbarn mit keksen. ich bin so dankbar.

jeden abend lesen wir die raupe nimmersatt und mein sohn cremt mir den bauch ein. um 20 uhr wird er sicher schlafen und ich kann in ruhe csi gucken. noch - nr. 2 wird bald den geregelten ablauf stören.

die wehen setzen ein. frühmorgens. mein fast 2jähriger lacht sich kaputt über mich. hoffentlich kommen die großeltern bald, sonst werd ich verrückt. mein mann fährt ins falsche krankenhaus. bin ich nur von verrückten umgeben?

die animalische phase beginnt wieder. mein großer sohn hat hunger. der kleine auch. ich weiß nicht was ich zuerst machen soll. ich bin so müde. abends weinen wir zu dritt.
mein kind schreit nicht mehr so viel. meine kinder machen zusammen mittagsschlaf. es wird, es wird.

alles ist organisiert, koordiniert. wir arbeiten und spielen und lesen und lernen. lange spaziergänge. farborgien. katzenjagen. trotzphase nummer 2.

und mit dem 3. geburtstag wird so vieles so viel leichter. weniger angst. mehr zutrauen. die wäscheberge werden größer. es ist mir ein rätsel wieviel sand in einen kinderschuh größe 28 passt.

jetzt ist es so mit kindern:
'mama, hör mal, da ist ein schneesturm drin' sagt mein 5jähriger und hält mir seine selbst getöpferte daumenschale ans ohr.

Schön geschrieben - hab Gänsehaut :liebe:

Symphonie
08.04.2011, 15:39
Frau antje
für mich stellt sich eigentlich die Frage ob Du wirklich solche heftigen Ansichten hast wie Du es im Erziehungsforum -Einkaufsstrang schreibst.
Wenn für Dich nichtmal Mütter in einen Supermarkt gehören wenn Stoßzeit ist, wenn man Babys schreien lassen soll damit man selber auch was von sich hat ( überspitzt gesagt) und Deine vielen Ansichten,die zu heftigen Diskussionen führen, dann frage ich mich wirklich warum Du Kinder willst?!

Du bist sehr egozentrisch,egal ob es um Kinder, Rentner die Dir den Weg versperren oder an der Kasse zu langsam sind, geht, dass ich mir nicht vorstellen kann dass Du wirklich Lust hast Dich um soetwas belastendes zu kümmern. Arg gesagt

Du fragst hier sehr angebunden und kurz, willst Du wirklich unsere Meinungen hören und kannst diese für Dich annehmen oder hast Du sowieso schon eine vorgefertigte Grundeinstellung?
Das soll nun kein Aufhetzen sein,ist eine persönliche Frage denn ich bin von den heftigen Ansichten drüben noch dermaßen vor den Kopf gestoßen ( und bei den vielen Reaktionen siehst Du ja dass ich nicht die Einizige bin)

Symphonie
08.04.2011, 15:40
hat sich überschnitten mit Deinem Post von 15:29

Phoenix24
08.04.2011, 15:42
juhuuuu

na das ist ne schöne frage :freches grinsen:

@von fremden kindern genervt sein:
ich muss mich da outen: ich kann die meisten fremden kinder kaum ausstehen.
bei babys ist das irgendwie anders, die find ich alle zuckersüß und wenn ich eins weinen höre, könnt ich mitheulen.

aber wenn ich irgendwo ein kind rumbocken höre/sehe, könnt ich manchmal losschreien.
bei kindern von freunden oder meinen eigenen ist das was ganz anderes.

aber: meine kleine (11 mon.) hatte irgendwie erst zwei miese nächte, gestern nen miesen tag dazu... die nächste miese nacht und heute ist sie ein kleines monster.
sie brüllt los, sobald ich mich auch nur umdrehe.... war von heut früh um 7 bis um 14:30 wach - dabei war sie ab 13:00 totmüde... und ich hab 1,5 stunden versucht sie zum schlafen zu briegen - und ja, an solchen tagen bin ich dann auch von ihr "genervt"
genervt in dem sinne, dass meine nerven blank liegen und mir meinen mann her wünsche, damit er sich um die kleine kümmert und ich nur für eine stunde dem gejammmer und gemecker entkommen kann..... aber nix da :freches grinsen: da muss ich durch....

was ich damit sagen will:
ob man fremde kinder, kindergarten gruppen etc. ausstehen kann oder nicht, ist doch kein indikator dafür, ob man kinder bekommen sollte oder nicht.

aber fakt ist, dass die meisten mütter von der sekunde, in der ihr baby auf der welt sind nichts mehr lieben. und dann ist es halt sehr sehr oft so, wie es die anderen ja bereits beschrieben haben. man steckt als mutter zurück. sehr. aber umso älter die kinder werden, desto mehr der eigenen "freiheit" bekommt man wieder.

und vieles lässt sich ja vorher schon schaukeln,
ich hab meine tochter z.b. nicht zum duschen mitgenommen, sondern hab erst oder schon geduscht, solang mein mann da war.

wenn du dir vorstellst ganz alt zu sein und auf dein leben zurück zu blicken.... und da keine kinder, keine enkel wären - hättest du dann das gefühl, etwas falsch gemacht zu haben? etwas wichtiges verpasst zu haben?

ich für mich kann diese frage immer wieder nur so beantworten, dass es in dieser vorstellung für mich nichts wichtigeres gibt, als mein "familien-leben" so gelebt zu haben, wie ich es mir vorstelle :o)

du musst halt rausfinden, was du wirklich willst. - und das am besten schnell :blumengabe:

lg

Symphonie
08.04.2011, 15:46
Ich habe nie gesagt, daß ich Kinder per se nicht leiden kann, daß ich auf niemanden Rücksicht nehme. Das ist jetzt eine Unterstellung.

Naja,aber wenn Du schon der Meinung bist dass Renter im Supermarkt nichts zu suchen haben und lieber in eine Rentnerunterhaltung gehen sollen...mehr kann man drüben lesen, ich mag nicht cross posten...



Und-es gibt bestimmt einige Frauen, die Kinder bekommen, weil sie Angst haben, etwas zu verpassen.
Ist doch auch irgendwo verständlich. Man weiß eben erst, was man verpaßt, wenn man es "ausprobiert"
Aber ein Kind kannst Du nicht verkaufen und Du kommst so radikal und vehemennt mit Deinen Einstellungen rüber, findest nichts gutes an Kindern... Frau sollte sich doch so gut kennen um zu überlegen ob sie "Lust " dazu haben...


Wie ich hier gelesen habe, gibt es also auch Mütter, denen Kinder auf die Nerven gehen können..

Genervt ist man dann eher meisst von den Eltern die nicht einschreiten, man hat unverständnis bei Situationen die sich leicht beheben lassen und unnötig sind...


Was ist denn mit Frauen, die unbedingt Kinder haben wollen, ihr Leben lang schon und dann, wenn es da ist, das Schreien nicht aushalten können, sich die Ohren zuhalten, weggehen, sich nicht um das Kind kümmern können/wollen? So etwas gibt es doch auch.
Das ist eine Krankheit und ich verstehe nun nicht ganz wie Du das nun meinst.
Es gibt Frauen die haben Depressionen,es gibt Frauen deren Kinder schreien Monatelang und sie wissen nicht weiter,fühlen sich hilflos und da ist es oft das Beste einmal kurz den Raum zu verlassen.
Allerdings wurde Dir auch schon mehrmals gesagt dass es kein Weg ist sich vorzunehmen das Kind schreien zu lassen.Das verschafft einem nicht weniger Ruhe...

Du hast keinen Bock aufs Schreien, so kommt es rüber und ja,das behaupte ich jetzt mal. Du hast keine Lust Rücksicht zu nehmen und willst dann so werden wie die,über die Du Dich nun so maßlos aufregst? oder gehst Du dann den einfacheren Weg ? Die einkaufen, nie den Weg mit Kiwa versperren,den ganzen tag zuhause bleiben weil Dein Kind jmd nerven kann? ich glaube nicht.

Ach,ich weiß auch nicht. Irgendwie schreibst Du hier ganz andere Sachen als drüben hab ich das Gefühl

Inaktiver User
08.04.2011, 15:47
Meine Meinung ist zweiteilig, mal denke ich, Kinder gehören doch bestimmt zum Leben dazu, dann wieder überlege ich, daß es mich eben schon nervt, wenn irgendwo draußen ein Kind brüllt, schreit, weint. Aber das scheint ja auch bei Müttern so zu sein.

flatterly
08.04.2011, 15:53
Hallo Frau Anjte,

bin selbst kinderlos, aber habe immer wieder sehr intensiven Kontakt zu meinen Patenkindern - auch mal mehrere Tage am Stück.

Natürlich bringt jeden die eigene Brut mal zur Weißglut - v.a. in den Trotzphasen! Ich kann jetzt nur für mich sprechen und feststellen, dass - selbst wenn ich abends von den Kurzen so angenervt war - ich sie morgens immer wieder liebend gerne aus dem Bett geholt, gewickelt, gespielt, versorgt, etc. habe. Das kann man gar nicht abstellen. Man ist genervt, aber im nächsten Moment ist es auch wieder vergessen.

Die Pubertätszeit ist das sicherlich anders als die Kleinkindphase - aber da wächst man rein oder ... in späteren Jahren, muss man im Falle eines Falles auch mal loslassen können.

Lavendulla
08.04.2011, 16:00
Meine Meinung ist zweiteilig, mal denke ich, Kinder gehören doch bestimmt zum Leben dazu, dann wieder überlege ich, daß es mich eben schon nervt, wenn irgendwo draußen ein Kind brüllt, schreit, weint. Aber das scheint ja auch bei Müttern so zu sein.

Es ist ja gut, dass Du Dir Gedanken machst. Weil, zurückgeben ist nicht.....

Inaktiver User
08.04.2011, 16:01
Die Pubertät sit noch so eine Sache. Ist das nicht schrecklich, wenn man sich jahrelang bemüht und dann in der Pubertät dann ein "Monster" daheim hat.
Da gibt es doch so einen Spruch: wenn sie klein sind, treten sie dir auf die füße, wenn sie groß sind, treten sie dir aufs Herz.

flatterly
08.04.2011, 16:04
Das hast Du aber doch nie im Griff. Bei meinen Geschwistern und mir haben meine Eltern nichts davon mitbekommen.

Man sollte Kinder auch nicht bekommen, um einen Gegenleistung zu erwarten. Das wäre der verkehrte Ansatz. Entweder will man Kinder oder man will keine - und das jeweils idealerweise mit einem Partner, der die gleiche Idealvorstellung hat.

sika
08.04.2011, 16:08
Meine Güte, wieso wird denn alles so auf das Nervende fokussiert. Wenn ich Ärztin werden will denke ich doch auch nicht nur drüber nach, dass mir Patienten wegsterben, vielleicht mal einer stinkt, jemand sich über meinen Kittel erbricht... dann will ich das doch werden, weil ich einen inneren Drang verspüre helfen zu wollen oder sonst irgendwie Interesse habe.
Natürlich nerven Kinder auch mal, aber den Grossteil der Zeit lebt man zusammen, spielt, arbeitet, isst, kauft ein, entdeckt einfach die ganze Welt.
Mit so vielen negativen Gedanken würde ich die Kinderpläne schleunigst aufgeben

Lavendulla
08.04.2011, 16:15
Die Pubertät sit noch so eine Sache. Ist das nicht schrecklich, wenn man sich jahrelang bemüht und dann in der Pubertät dann ein "Monster" daheim hat.
Da gibt es doch so einen Spruch: wenn sie klein sind, treten sie dir auf die füße, wenn sie groß sind, treten sie dir aufs Herz.

Bei meiner grossen Tochter hab ich von der Pupertät überhaupt nicht´s gespürt. Muss also nicht zwangsläufig sein.
Wir haben immer sehr viel miteinander unternommen. Wenn ich an diese schöne Zeit mit ihr denke, muss ich oft ein paar Tränen wegdrücken...
Auch wenn sie mich jetzt oft mal nervt, bin ich so froh, sie zu haben :liebe:.

Symphonie
08.04.2011, 16:17
sika, ja da hast Du recht und das ist genau der Punkt der mich eben so traurig macht und mir zeigt dass manche vielleicht nicht für Kinder geschaffen sind.

Wiesenkraut
08.04.2011, 16:21
hmm
ich fand Kinder auch immer eher nervig, konnte nicht verstehen was an denen süß sein sollte und war gar nicht traurig drum als der Arzt mir diagnostizierte "keine Kinder möglich", dann wurde ich schwanger. Ich selbst 24 mein damaliger Freund 21 und ich im Abschlussjahr.
Als ich meinen Sohn sah, war er das hübscheste Kind der Welt.
Ich liebte meinen Sohn keine Frage und es war auch keine Frage, dass er eine Schwester bekommen sollte (wenn auch die Ärzte wieder bekundeten "geht nicht"), aber ich fühlte mich auch eingesperrt, die Mutterkindgruppe in die ich einmal ging, war der Alptraum. Das einzige Gesprächtsthema was die Mütter dort kannten waren Kinder. Ich lebte auf einem Dorf, hatte kein Auto und stand kurz davor Amok zu laufen.
Bei der Untersuchung als mein Sohn ein halbes Jahr alt wurde brach ich in Tränen aus, mein Kinderarzt war toll. Er meinte ich könnte mit Kindern all das machen was ich vorher auch gemacht habe und wir entwarfen zusammen eine Anzeige "suche Mütter mit Kleinem Kind, Gespräche über Kinder verboten", die er in seine Praxis hing.
Ab da machte ich wirklich alles, was ich vorher auch tat und wenn ich unsicher war, fand unser Kinderarzt Mittel und Wege. So war ich auf dem kurz später stattfindenen Open air Konzert mit dem Kleinen und extra entwickelten Ohrenstopfen (ok wir saßen am Rand). Ich hatte Ihn bei allen Parties mit dabei und er lernte überall zu schlafen.
Es fanden sich 3 weitere Frauen auf meine Anzeige und wie hielten uns fast komplett an das Verbot über kinderentwicklung zu reden.
Der Kleine passte sich meinem Nachtrhythmus an, schlief irgendwann abends um 22 uhr im Wohnzimmer ein und dafür bis morgens um 9.
Da wir nicht viel Geld hatten wurde im Urlaub gezeltet, in der Jugendherberge übernachtet oder in einem 2Sternehotel auf dem Ballermann (wo wir auffielen wie bunte Hunde unter den ganzen dort eingenisteten Saufkumpanen:freches grinsen:)
Die Schwester kam 2 Jahre später und wir behielten dieses Leben bei. Inzwischen waren wir eine kleine Runde mit Eltern die nicht gewillt waren ihr Leben aufzugeben nur weil Kinder da waren.
Es wäre gelogen wenn ich heute behaupten würde, ich war nicht genervt. Ich WAR genervt und fand weiterhin andere Kinder nervig und zugegeben meine reichlich oft auch. Ich fühlte mich trotz größtmöglichen Maß an Freiheit eingeengt. Was nicht gleichzusetzen ist damit das ich meine Kinder nicht liebte. Ich hing mit einer Affenliebe an beiden.
Beide haben unsere Einstellung wohl genossen, denn sie erzählen heute ihren Freunden noch, was für coole Eltern sie haben.

Dann mit 35 ertrappte ich mich dabei jedem Kinderwagen nachzuschauen. Kinder plötzlich süß zu finden und mein Freund behauptet er hätte in seinem ganzen Leben nicht soviel Kinder beim Einkaufen gesehen die offensichtlich ihre Mutter verloren hatten, wie seit wir zusammen waren. So einmal im Monat trug ich ein fremdes Kind durch den Laden dass seine Mutter suchte - und ich genoss es. Ich wurde trotz Verhütung schwanger verlor das Kind in der 26. SSW und wurde dann Ende 2009 erneut schwanger.

Mein Kind ist NATÜRLICH immer noch das Hübscheste von allen. Ich bin in 2 Krabbekruppen in denen das einzigste Gesprächsthema die Kinder sind und hier in 2 Strängen in denen es auch hauptsächlich um Kinder geht UND es macht mir Spass.

Zu 2 Müttern von damals hab ich noch sehr engen Kontakt. Wir haben letzt in Skype drüber geredet, ob wir vor 17 jahren einfach zu jung waren. Beide haben auch noch mal kleine Kinder und denen gehts wie mir. Die eine Mama meinte "für uns waren wir vielleicht zu jung, aber für unsere Kinder definitiv nicht". Ich glaube sie hat recht.

Was will ich damit sagen:
ob und wieweit du wenn du Kinder hast nur noch das Thema Kinder kennst, liegt an dir.
ob man andere Kinder schrecklich finden kann und seine eigenen lieben ?"ja"
ob und wie weit du dich durch Kinder einschränken lässt, liegt auch ein ganzes Stück an dir.
Fakt ist dass sie dein Leben verändern werden und du zwangsweise reinwachsen MUSST, denn du kannst sie nicht zurückgeben.
ob du jetzt mit deiner Einstellung zu Kindern zu jung bist - Vielleicht
ob man mit 40 noch Kinder bekommen kann (das hattest du ja in dem anderen Strang in Zweifel gezogen) JA man kann und es werden immer mehr Mütter, die sich in dem Alter auch für ein erstes Kind entscheiden.
Keiner kann dir sagen ob du überhaupt je schwanger wirst, je älter du wirst desdo schwieriger wirds (statistisch)
Es kann dir auch keiner sagen, ob du es irgendwann bereust, wenn du keine Kinder bekommen solltest. Das liegt zum Großteil in dir, ob es in deiner Natur liegt, getroffenen Entscheidungen hinterherzutrauern.

oh hier gibts geschrei ich muss aufhören

xanidae
08.04.2011, 16:35
@frau-antje
das sind daumenschalen (http://www.grg10laaerberg.at/joomla/images/rsgallery/display/eierbecher_daumenschalen18.jpg.jpg) - google hilft!


und zum nerven:
ja, kinder können nerven. aber meine katzen nerven mich auch, jede auf ihre weise. und mein mann, ja - der nervt mich manchmal auch.
meine eltern nerven, meine schwiegereltern auch. sogar meine nachbarn und meine freunde.

aber nur manchmal und nicht nur. und ich bin sicher, ich nerve manchmal auch.

so ist das im leben. für manche ist das glas halbvoll und für manche halbleer.

Wiesenkraut
08.04.2011, 16:42
Bei meiner grossen Tochter hab ich von der Pupertät überhaupt nicht´s gespürt. Muss also nicht zwangsläufig sein.
Wir haben immer sehr viel miteinander unternommen. Wenn ich an diese schöne Zeit mit ihr denke, muss ich oft ein paar Tränen wegdrücken...

klau und anschließ auch wenns bei meiner noch kommen kann :freches grinsen:

Inaktiver User
08.04.2011, 18:20
Na das ist ja mal ein Thema:lachen:

Also was für dich in deiner Situation richtig oder falsch ist musst du natürlich selbst eintscheiden und wissen. Ich kann dir nur erzählen wie es bei mir war:

Ich habe Kinder schon immer sehr gemocht und war sehr tollerant. Bin aber auch manchmal genervt von Ihnen gewesen. Das ist doch ganz normal.
Im Gegensatz zu dir habe ich mir aber schon sehr früh ein Kind gewünscht.Ich bin ja nun fast 23 und habe schon einen 7 Monate alten Sohn. Und ich vergöttere ihn.
Die erste Zeit war natürlich sehr schwierig. Er war die ersten 3, 5 Monate ein absolutes Schreikind. Natürlich hat es die Beziehung zu meinem Partner in der Zeit strapaziert und war manchmal zum Haare raufen, aber mit jedem lächeln war alles wieder vergessen.
Ich muss sagen wir haben diese Zeit sehr gut gemeistert. Und alles mit viel Ruhe genommen. Trotzdem war ich da auch öfter mal genervt und habe meinen Mann gebeten den Kleinen weiterzuschaukeln.Ich konnte das schreien nicht mehr hören.
Kurz nach der Babyübergabe war ich dann doch wieder auf der Matte.:freches grinsen:

Obwohl die erste Zeit bei uns sehr schwierig war habe ich auf mein Äußeres geachtet. Diese Zeit habe ich mir genommen und oft improvisiert. Mein Mann hat mir viel geholfen und du nutzt "Tricks" um doch die Zeit zu haben dich zurechtzumachen.(ich habe den Kleinen immer in der Wippe mit ins Bad genommen und laut gesungen:pfeifend:)
Ich war beim Friseur, ich habe Ohrringe passend zum Oberteil gewählt(ohne Ohrringe bin ich kein Mensch). Das alles ging obwohl mein Kind permanent Betreuung braucht und viel Schrie. Und ich habe ihn nicht eine Sekunde schreien lassen.

Auch meinem Hobby konnte ich schon nach 5 Wochen wieder nachgehen. Und wenn es nur einmal die Woche war. Ich bin jeden Samstag reiten gefahren und habe die Milch einfach abgepumpt.
Das geht alles wenn man will und einen Partner hat oder Freunde die einem helfen.
Ich habe sogar nun ein weiteres Hobby angefangen.
Der unterschied zu vorher: Ich genieße mein Hobby noch viel viel mehr. Es ist meine Zeit. Und bei einem gemütlichen Ausritt mit Freundin wird über alles getratscht, aber nicht über Babys.
Das mache ich dann in der Krabbelgruppe, oder beim Babyschwimmen.
Aber wenn ich mich mit Freunden treffe, die kinderlos sind, dann erzähl ich stolz was er kann und was es für Probleme gibt und dann gibt es andere Themen.

Es kommt darauf an was du daraus machst.:smirksmile:

Inaktiver User
08.04.2011, 19:31
Die Pubertät sit noch so eine Sache. Ist das nicht schrecklich, wenn man sich jahrelang bemüht und dann in der Pubertät dann ein "Monster" daheim hat.
Da gibt es doch so einen Spruch: wenn sie klein sind, treten sie dir auf die füße, wenn sie groß sind, treten sie dir aufs Herz.

Ich habe hier interessiert mitgelesen und möchte auch meinen Senf dazu geben :smirksmile:. Zu oben genanntem kann ich nur sagen: in der Pubertät erntet man, was man all die Jahre zuvor gesäät hat. Im posiviten wie im negativen Sinne. Ich spreche da indirekt aus Erfahrung. Es hilft übrigens auch, wenn man sich an seine eigene Pubertät zurückerinnert - dann kann man gleich viel besser mit dem Teenie umgehen :smirksmile:

Inaktiver User
08.04.2011, 20:32
hallo frau-antje,
mich würde mal interessieren, wie du dir ein leben mit kindern vorstellst. wie sollte das deiner meinung nach ablaufen? siehst du dich alles aufgeben oder eher nicht? kann dein freund sich die arbeit mit einen baby / kleinkind mit dir teilen? wie wolltest du beruflich weiter machen?
es ist zwar alles hypothetisch, aber dennoch aufschlussreich - nicht nur für die mütter hier, sondern bestimmt auch für dich!
bilo:blumengabe:

Inaktiver User
08.04.2011, 20:48
Sie hat sich gelöscht. Scheint ja ernsthaft und wahrhaftig an einem Gedankenaustausch interessiert gewesen zu sein :zwinker:

Symphonie
08.04.2011, 20:50
schade,dabei wurde hier ja mal nett geschrieben ohne solche Pauschalaussagen...

diadora
08.04.2011, 21:22
Off topic


Ist "heuer" ein typisch bayerischer Ausdruck? Keine Ahnung :freches grinsen:

Ich meinte "dieses Jahr" :pfeifend:

Ja es ist ein bayerischer Ausdruck, ich habs gleich verstanden :zwinker: Und wir sind dann übrigens auch der gleiche Jahrgang :freches grinsen:

Liebe Grüße
Diadora

*wiederraushüpf*

myDara
09.04.2011, 08:59
Auch wenn sich die TE schon gelöscht hat.

Xaniadae: danke für dein wunderschönes Eingangspost:liebe::liebe::liebe: ich sitze hier mit Tränen in den Augen und kann nur bestätigen, Kinder haben ist eine Mischung aus was wunderschönem und wahnsinnig werden!

Symphonie
09.04.2011, 09:05
Dara, Du hast echt Hormone *grins*
Aber es war wirklich schön geschrieben und ich wollte garnicht negativ wirken sondern bin hier eben nicht neutral eingestiegen wie manch anderer...

Lavendulla
09.04.2011, 10:13
Off topic



Ja es ist ein bayerischer Ausdruck, ich habs gleich verstanden :zwinker: Und wir sind dann übrigens auch der gleiche Jahrgang :freches grinsen:

Liebe Grüße
Diadora

*wiederraushüpf*

Und haben fast gleichalte Baby´s... Könntest Du nicht bei mir um die Ecke wohnen :smirksmile:?