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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mein Sohn fällt andere Kinder an...



Linchen80
04.04.2011, 20:24
Hallo,

ich habe mich schon öfter mit einem Problem an die BriCom gewendet, da ich von den Beiträgen hier immer sehr profitiere. So hoffe ich auch jetzt auf ein paar Gedanken von erfahrenen Mamas und anderen. :smirksmile:

Mein Söhnchen ist fast 17 Monate alt. Er ist ein freundliches, fröhliches, lebhaftes Kerlchen. Bekommt viel Nähe, kuschelt gern und stillt auch immer noch ab und zu gerne (besonders zum Einschlafen). Seit drei Monaten geht er zur Tagesmama, und das sehr gern. Andere Kinder liebt er, das merkt man immer sofort.
Nun haben wir seit einiger Zeit ein Problem: Mini geht oft völlig unvermittelt auf andere Kinder los, stürzt sivch quasi auf sie und zieht ziemlich heftig an ihren Haaren oder kneift sie irgendwo im Gesicht oder so. Ich würde dies noch nicht mal als aggressiven Akt bezeichnen, sondern es geschieht meist einfach so, ohne erkennbare Motivation. Er wirkt dann entweder fröhlich-neugierig oder gleichmütig. Den anderen Kindern tut das natürlich weh, oft weinen sie, manchmal hat Mini auch einige ihrer Haare in der Hand. :knatsch: Unsere Reaktion ist so, dass wir ihn natürlich sofort vom Kind wegnehmen und ernst "Nein!" sagen, "Das tut weh, das ist Aua", "Das Kind weint jetzt", "Immer nur eiei machen, nicht an den Haaren ziehen", so in der Art. Mini zeigt sich dabei eher emotionslos. Er macht dann oft eiei beim betroffenen Kind und wiederholt unser "neinnein".
Zehn Minuten später kann es sich aber gut und gerne wiederholen...

Zu Hause kennt er auch "Nein"-Dinge. Und mittlerweile hält er sich auch (immer öfter) daran. Er antwortet auch sehr sicher auf Fragen mit "ja" und "nein", versteht also die Wortbedeutung. Dennoch kommt das ungestüme Verhalten den Kindern gegenüber immer wieder vor. Auch unsere Tagesmutter hat uns bereits darauf angesprochen... ("Bei so einem kleinen Kind hatte ich das noch nie.") :knatsch:

Mir ist das total unangenehm. Und natürlich frage ich mich, ob das "normal" ist, obgleich ich eigentlich weiß, dass es diese Phasen im Kleinkindalter geben kann... Trotzdem erscheint es mir so, als sei mein Kind immer das einzige weit und breit. Alle anderen spielen einträchtig oder weinen/streiten höchstens mal um ein Spielzeug...
Automatisch kommen dann so Grübeleien, ob wir irgendwie anders reagieren müssten. An sich denke ich das nicht, denn ich bin eigentlich sicher, dass Mini nichts "aus böser Absicht" bzw. zielgerichtet tut. Er ist einfach oft so ungestüm und eben kontaktfreudig-temperamentvoll... (Wobei mein Freund und ich eigentlich eher ruhig und besonnen sind...)

Aber von anderen Müttern oder von der Tagesmutter bekomme ich unterschwellig teilweise ein Gefühl vermittelt, als seien wir "schuld" daran. Ich denke, manchen sind wir eh etwas suspekt mit unserer "Erziehung" - Familienbett, Einschlafbegleitung, immer noch Stillen...
Ach, ich weiß auch nicht. Es nervt mich selber, dass mich das Verhalten so beschäftigt. Klar ist, ich würde Mini in diesem Alter nie irgendwelchen "Strafen" oder "Auszeiten" aussetzen. Das halte ich für unangebracht.

Nun ja - vielleicht gibt es von Eurer Seite ja Gedanken und Erfahrungen dazu? Kennt ihr das von Euren Kindern, auch in diesem Alter? Wie reagiert ihr? Geht es von alleine vorbei?

Lieben Dank und viele Grüße
vom Linchen. :blumengabe:

Symphonie
04.04.2011, 20:29
hi Linchen
ist er der Jüngste bei der Tamu?
ich hab im Erziehungsforum etwas ähnl. gepostet,allerdins von meinem dreijährigen der in den Kiga gekommen ist und aufeinmal schubste und biss.
Hier haben mir alle vermittelt dass wir keine Schuld haben und es sogar die Aufgabe der Erzieher ist sofort und direkt zu reagieren.
Es geht hier wohl auch um Rangordnung, nicht so schnell ausdrücken können,da geht schubsen schneller.

Es hat sich auch auf Freunde zuhause ausgewirkt. Das ist nun aber alles vorbei. Er ist nun seit 3 Monaten dort und schubst garnicht mehr.
Habe mir auch arge Sorgen gemacht.

Ich finde es nicht iO dass die TaMu so reagiert. Hat sie erklärungen? Unterstützt sie euch?

Symphonie
04.04.2011, 20:31
ps:meine 15 Monate alte Dame haut momentan und findet das totaaal lustig.
Bei mir macht sie es nicht.Das gibt ärger,ein deutliches nein,ich setze sie ab/stelle sie hin und gehe weg.

Bei der Oma, die zwar nein sagt aber eher ungläubig ist,wird es immer wieder gemacht. Tja,die Oma reagiert aber auch kaum...
Denke eure GEsrpäche und Erklärungen sind da wichtig und evtl könnt ihr mit etwas arbeiten,von wegen" Dann spiel ich nicht mit Dir"... aber euch haut er ja nicht oder?

Linchen80
04.04.2011, 20:37
Danke, Symphonie!
Er war eine zeitlang der Jüngste, jetzt nicht mehr. Die anderen sind aber nur wenig älter und außerdem sehr ruhige, unaggressive Mädchen. :smirksmile: Ich glaube irgendwie nicht, dass dies ein Durchsetzungsversuch seinerseits ist bzw. als solcher begann.

Kann es nicht einfach seine etwas stürmische Art der Kontaktaufnahme sein? Oder sehe ich das zu positiv? Er macht das ja nicht in Konfliktsituationen, sondern einfach so, aus Lust und Laune, so scheint es. Ohne Ärger oder so.

Die Tagesmutter ist an sich sehr lieb und warmherzig. Sie ist aber schon Ende 50 und ihre Erziehungsideale sind sicher etwas anders als unsere. :smirksmile: Sie macht keine erklärungsversuche, sondern berichtet nur in einem manchmal scherzhaft anmutenden Ton ("der kleine Rüpel...") und zuckt mit den Schultern. Trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, dass sie meint, wir machen was falsch (als würden wir ihn zu sehr verzärteln oder so), würde sich aber nie trauen, uns das zu sagen, da sie weiß, wir kommen aus dem psychosozialen Fachbereich. Vielleicht bin ich auch zu empfindlich...

Hummelchen
04.04.2011, 20:39
Kann es nicht einfach seine etwas stürmische Art der Kontaktaufnahme sein? So klingt es für mich.

Symphonie
04.04.2011, 20:41
Wenn Du hier keine Antworten bekommst kurze PN an mich und ich verschiebe auch gerne ins Erziehungsforum

Linchen80
04.04.2011, 20:41
Ja, manchmal denke ich auch, dass wir vielleicht nicht streng genug gucken oder so. :smirksmile: Das "Nein!" ist aber sehr deutlich. Diese Wenn, dann-Konsequenzen (Also "Wenn du kneifst, gehst du vom Schoß runter" oder so) fangen wir erst jetzt manchmal an, vorher hielt ich es für sinnlos, da diese logischen Verknüpfungen ihm in dem Alter einfach noch nicht so möglich sind.

Uns gegenüber ist er auch stürmisch und kneift ab und zu mal.

einzigARTig
04.04.2011, 20:47
Kann es nicht einfach seine etwas stürmische Art der Kontaktaufnahme sein? Oder sehe ich das zu positiv? Er macht das ja nicht in Konfliktsituationen, sondern einfach so, aus Lust und Laune, so scheint es. Ohne Ärger oder so.


Ich denke, das siehst du richtig.
Anders kann er es noch nicht, er ist ja auch noch recht klein und weiß garnicht so genau, was er da tut. Er kann sich auch noch nicht in andere reinversetzen, es bedeutet ihm nichts, wenn du sagst, dass das dem anderen wehtut.

Du machst alles richtig, mehr kannst du nicht tun.
Das wird wahrscheinlich eh nur eine Phase sein.

Inaktiver User
04.04.2011, 21:02
hallo linchen,

also DAS kommt mir bekannt vor! :peinlich:
unsere zwillinge waren genauso rabiat zu anderen kindern in der krippe und da sie sich im doppelpack so aufführten, war das natürlich besonders unangenehm.
ich schätze, ihr könnt nicht mehr machen, als immer wieder "nein" zu sagen, ihm verdeutlichen, daß das dem anderen weh tut und darauf warten, daß er es kapiert und damit aufhört. und so wird es auch kommen.
unsere zwei sind 2,5 und hören jetzt so langsam damit auf, weil man sie mit worten schon erreichen kann. es gibt zwar immer wieder rückschläge, aber es wächst sich aus! viel geduld!

symphie, wenn du diesen beitrag ins erziehungsforum schiebst, dann kommen schnell so antworten wie: ihr toleriert wohl häusliche gewalt oder lebt sie vor oder irgendein anderer quatsch. so ist es mir ergangen, als ich einen stang zu genau diesem thema dort eröffnet habe.:knatsch:

Meeresblume
04.04.2011, 21:56
Hallo Linchen,

ich kann Dich sehr gut verstehen! Mein mittlerweile 3,5 jähriges wildes kleines Mädchen hat sich im Alter Deines Sohnes sehr ähnlich verhalten. Sie hat vor allem gebissen. Völlig unvermittelt, mal im Vorbeigehen, mal plötzlich nach einer eben noch stürmischen und herzlichen Umarmung, Kinder jeden Alters.

Und ich war auch extrem verunsichert. Besonders nachdem meine Eltern meinten, sie trauen sich mit ihr nicht mehr auf den Spielplatz, weil man sie so im Auge haben müsse :knatsch: Das sei ja nicht normal!

Alles Quatsch! Das haben mir gleich mehrere einfühlsame Erzieherinnen unserer Kita immer wieder klargemacht. Dieses Verhalten ist gerade im Alter zwischen 12 und 30 Monaten absolut normal und sogar typisch. Es kennzeichnet die Phase, in der die Kinder sich noch nicht gut genug verbal ausdrücken können, um ihre Gefühle verständlich zu machen. Dazu kommt, dass sie den Schmerz, den sie anderen zufügen, noch nicht als schlecht "verstehen" können, insbesondere weil das Beissen und Kneifen tatsächlich oft im positiven Überschwang der Gefühle vorkommt. Dann sind die Kinder wie vor den Kopf geschlagen, wenn man sie ausschimpft. Sie hatten ja positive Gefühle und haben es auf ihre Art "gut gemeint".

Du verhältst Dich völlig richtig. Wichtig ist, dass Du ihm immer wieder sagst, was er falsch gemacht hat und ihn auch aus der Situation herausholst. Und je nach Situation auch Dein Verhalten anpasst. So ist ein Kneifen und Beissen im Streit um ein Spielzeug eben falsch und muss auch anders kritisiert werden.

Bloß weil nicht jedes Kind diese Phase so ausgeprägt durchlebt, musst Du Dich nicht verunsichern lassen. Ich bin jedenfalls für den vielen guten Zuspruch unseren Erzieherinnen noch heute sehr dankbar. Er hat mich immer wieder aufgerichtet. Und die Phase war dann tatsächlich so mit gut zwei Jahren bei uns komplett vorbei.

Alles Gute und starke Nerven wünscht
Meeresblume.

legrain
04.04.2011, 22:39
ich finde durchaus, dass man in dem alter grenzen setzen kann und muss. an den eltern liegt es, die sprache zu verwenden, die das kind in dem alter während des vergehens selbst spricht. das ist in dem fall die nonverbale, motorische.es stürzt auf kinder zu und beisst. das bedeutet für mich, ich agiere körperlich zurück, stehe wortlos auf und gehe an das andere ende des zimmers oder verlasse ganz den raum, wenn ich gezwickt wurde. die tür lasse ich selbstverständlich offen.

oder, wenn es andere zwickt, gehe ich mit dem kind aus der situation raus. es erlebt, dass zwicken absonderung bewirkt.

nehme ich mir einen angstbeisser- oder angstzwicker-hund als beispiel, so bietet sich an, kurz vor dem zutreten auf die anderen eine ablenkende und belohnende handlung zu setzen, die die aufmerksamkeit auf mich lenkt. ich werde mich weiters in typischen situationen schützend zwischen die anderen kinder und meines stellen.
eine bekannte schenkte ihrem ziemlich gross geratenen, eigentlich schüchternen, bei zusammenkünften mit anderen kindern plötzlich groben sohn ein längliches kissen zum kneten und tragen. er zerrte das für ihn grosse ding von da an (wie linus von den peanuts) hinter sich her. sah er andere kinder, hielt er es nun vor seine brust. beissen und zwicken gab es nicht mehr.

das wichtigste wäre mir, die situation grossteils nonverbal zu beeinflussen.

Inaktiver User
04.04.2011, 22:57
Wenn es verstärkt bei Vollmond auftritt könnte er ein kleiner Werwolf sein... :pfeifend:

Nein, im Ernst: er ist 17 Monate alt - er kapiert doch noch gar nicht was er da tut - außer dass das einen große Wirkung hat und richtig was geschieht!! :smirksmile:

Meine Söhne sind genau 2 Jahre und 1 Woche auseinander, und ich kann mich noch gut erinnern wie meine Tochter oft rief: Mama komm schnell, der XX fummelt wieder am YY rum. :peinlich:

Für den war das einfach hochspannend, mit 2 Jahren, an seinem Bruder rumzuschrauben und zu beobachten, dass der dann schreit oder dunkelrot wird im Gesicht oder was alles.

Ich glaub das ist der völlig normale Entdeckerdrang, und manche haben halt mehr Temperament oder sind ungestümer und neugieriger als andere. Besorgniserregend find ich das nicht. Und ich würd auch nicht massiv sanktionierend eingreifen - dann kann es nämlich eventuell noch interessanter werden - hey, ich Zwerg mach was und die Erwachsenen gehn hoch wie ne Rakete. Super Effekt, probier ich gleich nochmal... :freches grinsen:

legrain
04.04.2011, 23:04
@einewiekeine

wie lange dauerte das an?

(bis er an mädchen rumzuschrauben begann etwa ;), oder hörte das früher auf?)

Inaktiver User
04.04.2011, 23:40
Nein, bis zur Pubertät nicht... Auch wenn es natürlich immer wieder Grund genug gibt, dem Bruder eins reinzuzünden...

Ich würd sagen, so bis Kindergartenalter, dann ist langsam soviel Grips da dass sie verstehen, wenn ich den zwicke dann tut es ihm weh... Vorher ist da nicht wirklich Einsicht zu erwarten, welch böse Folgen dies Tun hat.

Wiesenkraut
05.04.2011, 09:38
meine Tochter war mit 2 Jahren beim Schweden im Spieleparadis. Sie hatten wenig zu tun und haben sie genommen obwohl sie erst 2 war. Normal war ab 3. Es dauerte eine halbe Stunde, da wurden wir zurückgepfiffen.
ich dachte natürlich sie hätte geheult. Weit gefehlt sie hat die wesentlich größeren Kinder geschubst. Auf dem Spielplatz erlebten wir ein ähnliches Verhalten.
Wir haben uns verhalten wie wir es bei Schimpfwörtern auch gemacht haben nach Rücksprache mit dem Kindergarten, nämlich das ganze als "nicht besonders" beachtet. was fast immer ging. Der Spuk dauerte so ein halbes Jahr dann wars vorbei.

Ich würde auch nicht massiv sanktionieren, sondern bestenfalls ablenken oder sie aus der "Gefahrenzone" entfernen, wenn wirklich nötig. Kinder in dem Alter können Schmerz definitiv nicht einschätzen. Sie fühlen ihn in dem Fall ja selbst nicht und die Kindergärtnerin meinte damals auch zu uns. Die Kinder regeln das in der Regel unter sich.

Für völlig falsch halt ich es wortlos aufzustehen und zu gehen. Kinder in dem Zusammenhang stellen keine Verbindung her zwischen der Tat - die sie nicht mal als empfinden können, da sie wie gesagt den Schmerz nicht fühlen- und dem Ignorieren durch die Mutter. Sie spüren nur das Verlassenwerden.
Von daher ists die Aufgabe der TM oder der Mutter zu schauen, ob die Kids das selbst geregelt bekommen oder andernfalls (was selten nötig ist) das Kind aus der Situation zu nehmen und wenn es aus der Situation genommen wird dann halt Alternativen anbieten ohne jedoch zu strafen.

Alle meine Kinder hatten in der schlimmsten Zahnungsphase eine Beissphase wo sie alles und jeden gebissen haben (egal ob ihr Bett oder die Schulter dessen der sie hochgehoben hat) da wars dann halt ein lautes "aua" und absetzen (also aus der Situation rausholen) und etwas das sich eher zum beissen anbieten

edit: übrigens ist meine Tochter heute 14 und bekommt von der Schule und den Vereinen in denen sie ist immer Lob für ihr tolles Sozialverhalten. Das Verhalten hat also trotz ausbleibender Bestrafung definitiv NICHT bis zur Pubertät angehalten ;-)

Inaktiver User
05.04.2011, 10:13
Hallo,

alles Wichtige wurde meiner Meinung nach schon geschrieben! :blumengabe:

Eine Anmerkung hätte ich aber trotzdem noch: beziehe die "schockierten Reaktionen" der anderen Mütter nicht auf Dich oder gar auf Dein Erziehungs-/ Mutterverhalten. Ich mag es auch überhaupt nicht, wenn man meinem Sohn Haare ausreisst und schaue dann sicher auch mal zerknirscht oder hüpfe ggf. auch dazwischen (so geschehen gestern, als ein Knirps im Überschwang mit einem ziemlich massiven Holzstock um sich schlagend auf mein Kind zurannte - das hätte echt ins Auge gehen können) - ABER: ich schaue zerknirscht, weil ich es nicht mag, wenn ihm etwas weh tut etc. und NICHT, weil ich denke, die Mutter ist unfähig! :smirksmile:

Wiesenkraut
05.04.2011, 10:20
ha, siehst Schokomilch das wollt ich auch noch. Dem kann ich mich nur anschließen. Jetzt bei der Kleinen bin ich ja zur Totalglucke mutiert und ertrappe mich ständig dabei mein Kind vor anderen retten zu wollen, eben weil da ein anderes Kind mit einem Holzklotz in der Hand angetapst kommt und ich den schon auf dem Kopf meines Kindes landen seh oder weil in der Krabbelgruppe wirklich mal ein anderes Kind die Haare meiner (armen) Tochter genau so spannend findet wie meine Tochter meine:freches grinsen:
Ich guck dann auch böse, aber mit Nichten zu der Mutter, sondern eher weil meinem Fünkchen was passiert. Wobei es mir inzwischen ja anders geht, ich fühle immer böse Blicke auf mir, weil ich so glucke und ich befürchte zurecht :smirksmile:

Inaktiver User
05.04.2011, 13:45
Hallo Linchen,

genau das gleiche hatte ich bei unserem Sohn mit 18 Monaten auch. Das war nervig!

Ich mochte schon gar nicht mehr auf den Spielplatz gehen.

Ich habe es so gehalten, daß ich ihm jedesmal gesagt habe, daß ich Hauen doof finde und daß es dem anderen Kind weh tut.
Ein- oder zweimal bin ich auch gegangen und habe ihm deutlich gesagt, daß ich nicht mehr auf dem Spielplatz sein will, wenn er haut. Nicht mehr und ich habe es nicht groß zum Thema gemacht, sondern bin einfach los mit ihm.

Das ganze hat nach ca. 4 Monaten einfach so aufgehört, jetzt schubst und haut er mit Grund. Also im Streit um Dinge oder sowas.
Da versuche ich ihm beizubringen, daß man erst was SAGEN muß. Puh, das hört wohl nie auf...

Ach, und noch eins. Wir praktizieren das Gegenteil von Dir. Kein Familienbett, kein langes Stillen. Daran liegt es also wahrscheinlich nicht.

Grüße von Heuler

Wiesenkraut
05.04.2011, 13:56
mal so als Tip google mal spasseshalber zu dem Thema. Ich hab mal "hauen mit 2 Jahren" eingegeben und 700.000 Ergebnisse die ersten Seiten (dann hatte ich keine Lust mehr) alle mit der selben Frage. Scheint also wirklich wie die meisten von uns meinen eine normale Entwicklungsphase zu sein :smirksmile:

crazy79
05.04.2011, 16:15
Hallo Linchen.

ICh kann mich den Vorschreiberinnen nur anschließen. Unser Mini hatte das mit 17 Monaten auch ganz gewaltig. nicht hauen, aber er hat gern andere Kinder am Kragen gepackt und geschüttelt.... und dann hat er mit großen Augen "ich bin unschuldig, warum weint der denn jetzt???" vermittelt... Ich hab dann auch mal die Erzieherin angesprochen, die meinte: normal, ist eine Phase, in der er Kontakt aufnehmen möchte, aber nicht weiss, wie man das macht.
Wir (genauso wie die Erzieherinnen) haben ihm halt immer gewehrt und nein, das tut weh gesagt, wenn er wieder angefangen hat (und das ging oft so schnell und ansatzlos, dass wir im vorraus nichts tun konnten). Nach ca. 2 Monaten war der Spuk vorbei und er ist ein super ausgeglichenes und liebes Kind......Meines Wissens nach sind Kidner in dem Alter ja auch noch gar nicht empathiefähig - ein "das tut aber weh" hilft nicht wirklich... (Und auch meine Schreie, wenn er wieder an den Ohrringen gezogen hat, hat eher ein dickes Grinsen und ein zweites Ziehen hervorgerufen!)

Mach dir keine Sorgen - und sag der TaMu mal, dass das in dem Alter durchaus vorkommen kann!

Linchen80
05.04.2011, 21:58
Lieben Dank für Eure Antworten!! :blumengabe:

Sie bestärken mich in meiner Ansicht, dass mit meinem Sohn und uns alles ok ist. :smirksmile: Ja, vielleicht sollte ich tatsächlich mal mit der Tagesmutter sprechen. Manche Bemerkungen von ihr gefallen mir einfach nicht so sehr.

Ansonsten heißt es wohl einfach geduldig sein und darauf warten, dass die Phase vorbeigeht...(wie so oft...)... :smirksmile::pfeifend:

Nochmals lieben Dank. Und viele Grüße
vom Linchen.