PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dossier: "Prostitution - Was ist das heute?"



Seiten : [1] 2

BRIGITTE Community-Team
01.04.2011, 11:21
Liebe Userinnen, liebe User,

Hunderttausende Frauen in Deutschland tauschen Sex gegen Geld. Viele haben gleichzeitig noch eine ganz andere Existenz: Als Studentin, Hausfrau, Mutter oder berufstätige Frau.

Im aktuellen Dossier (BRIGITTE Nr. 9, am 6.4. am Kiosk) beschreiben Frauen, was Prostitution heute für sie ist. Lesen Sie dazu online "Fünf wichtige Fragen zur Prostitution in Deutschland" (http://www.brigitte.de/gesellschaft/politik-gesellschaft/prostitution-in-deutschland-1088016/) und Arbeiten beim Escort-Service - für diese Frauen ganz normal (http://www.brigitte.de/gesellschaft/politik-gesellschaft/escort-service-frauen-1087514/

Prostitution ist in Deutschland seit 2002 nicht mehr verboten. Ist ein Job im Bordell wirklich etwas anderes als im Büro? Kann Sex eine ganz normale Dienstleistung sein?

Wir wünschen Ihnen eine spannende Diskussion
Ihr BRIGITTE.de-Team

VanDyck
01.04.2011, 11:36
Kann Sex eine ganz normale Dienstleistung sein?Wenn Sex eine normale Dienstleistung wäre, dann müsste es ja auch Friseure geben, die mir die Haare kostenlos schneiden ... :lachen:

VanDyck

zicke666
01.04.2011, 13:02
hallöchen, ich finde das es ein ganz normaler,aber harter job ist und ihn nicht jede frau ausführen kann.

zicke666
01.04.2011, 13:05
..nur mit dem unterschied,das diese dienstleistung nicht gratis ist .

C-E-K
01.04.2011, 13:35
Ach du Schande, das ist ja ein grauenvoll einseitiger Bericht (der Link). An der Oberfläche und schon fast verklärend. Über psychische und physische Gewalt wird dort ja nicht mal annähernd berichtet. Keine Negativerfahrung erwähnt. Das empfinde ich persönlich als einen äußerst schrecklichen Bericht und hätte von der Brigitte da mehr erwartet. So wie es sich liest, hat das ja schon fast einen 'Abenteuer-Romantik' Charakter. Soll das vielleicht die neue Cinderella Version sein ? Pfui! Weitere Kommentare spare ich mir im Moment.

VanDyck
01.04.2011, 14:16
Tja - scheint ja schon seit einiger Zeit tres chic zu sein, die Dinge so zu sehen ...

VanDyck

Nocturna
01.04.2011, 17:16
Frauen ab 40 werden besonders gut gebucht!

Boh, der ideale Zweitjob! Wer will denn da noch putzen gehen?

C-E-K
01.04.2011, 18:24
Frauen ab 40 werden besonders gut gebucht!

Boh, der ideale Zweitjob! Wer will denn da noch putzen gehen?

sowas macht sich doch perfekt im Lebenslauf *ironie*
Also wirklich, einseitige naive Berichterstattung in dem Bericht dort.

Inaktiver User
01.04.2011, 18:42
sowas macht sich doch perfekt im Lebenslauf *ironie*
Also wirklich, einseitige naive Berichterstattung in dem Bericht dort.

Im Lebenslauf würde ich es lieber unter "Hobbys" schreiben.

Wobei Sex für Geld .... nur mal so nachgerechnet (und freiwillig und ohne Gewalt versteht sich) bei all den ONS, kurzen Affairen etc... mal x €....

zicke666
02.04.2011, 07:01
man darf aber auch nicht vergessen,was die frauen von dem geld behalten dürfen ,oder was sie abgeben müssen. jemand aus m familie geht diesm job nach und auch das FA möchte sein opulus haben

Sentenza
02.04.2011, 08:29
Daher kommt auch das Wort "opulent".

Inaktiver User
02.04.2011, 08:40
:freches grinsen::freches grinsen::freches grinsen:

Danke Sentenza für das erste laute Lachen meines Tages! :lachen:

Inaktiver User
02.04.2011, 08:46
So, ich habe den Bericht jetzt auch noch nicht gelesen und antworte einfach mal nur auf die Frage.

Dadurch, daß Prostitution aus der Verbotszone draussen ist, bekommt sie eben mehr eine Art Dienstleistungscharakter. Was es ja auch ist, wenn man das ganz nüchtern betrachtet.

Warum soll es nicht eine Form von Prostitution geben, die von Frauen freiwillig gewählt und selbstbestimmt gehandhabt wird? Ich will das jetzt auch nicht verklären, aber diese einseitige Opfergeschichte finde ich heute auch nicht mehr zeitgemäss.
Denke, daß heute die meisten Frauen nicht mehr im Bordell oder auf der Straße arbeiten, sondern auf eigene Rechnung (und Gefahr!) in der eigenen Wohnung oder Hausbesuche machen oder ins Hotel gehen.

Das Verbotene (früher) wird allerdings zum Reiz beigetragen haben - für manchen Mann vielleicht ein Verlust? Was solls....

Lalique
02.04.2011, 10:28
Eine Dienstleistung ist es auf jeden Fall - aber eine mit Sonderstatus ...
Beschrieben wird hier leider nur die eine Seite, die "Edelversion".
Man trifft sich in kultiviertem Rahmen zu netten Gesprächen, die Klientel ist gebildet und wohlhabend, sicher gepflegt und nicht körperlich abstoßend. Die Damen sind ersteres und dazu attraktiv - das müssen sie wohl sein ...
Ausgeklammert wird dabei zweierlei:
Erstens die hässliche Seite dieser Dienstleistung - als da sind Zwangsprostituton, Straßenstrich, Babystrich, Zuhälter und die Tatsache, dass viele in diesen "Beruf" hineingehen, um ihre Drogensucht bezahlen zu können oder weil sie irgendwie darein gerieten und nicht mehr raus kommen.
Das Milieu ist of ein kriminelles, das sind Fakten und keine Vorurteile!
Die Klientel dieser Prostituierten sind x-beliebige Typen, dick, ungepflegt, hässlich, mit seltsamen Vorlieben, es ist wohl kaum der gepflegte interessante gut aussehende Mann ...
Und ihre "Dienstleistung" absolvieren sie auf die Schnelle bis zu 10-mal die Nacht ohne nettes Abendessen oder Ambiente ...
Zweitens frage ich mich, wie das Privatleben der beschriebenen Damen aussieht.
Ist ihre Umwelt im Bilde? Eltern, Kinder, Männer, Freunde und Bekannte, Nachbarn - und wie gehen die damit um?
Oder sind sie alle alleinstehend?
Werden sie, wenn sie genug davon haben und eine Partnerschaft eingehen, dem Mann davon erzählen oder nehmen sie in Kauf, dass es irgendwann durch einen Zufall mal rauskommen kann?
Ich denke, dass nicht jeder Mann eine solche Vergangenheit locker wegsteckt!
Alles in allem - die Edelversion kann ich mir durchaus vorstellen als akzeptabel für eine Frau, der die Meinung anderer schnuppe ist, die schnell viel Geld verdienen will und die ohne tiefere private Bindungen ist.
Ein moralisches Urteil fälle ich keineswegs - jede muss wissen, was sie tut und ganz ungefährlich ist das Milieu auch nicht - man denke an die Nitribit!

Nocturna
02.04.2011, 10:45
Beschrieben wird hier leider nur die eine Seite, die "Edelversion".
Genau das ist es, eine einseitig verklärte Darstellung und darum ist der Artikel unsauber recherchiert. Das ist so einseitig, als wenn man bei der Atomkraft nur die "saubere" Seite der Technologie erwähnt.

Ich gebe Lalique in allen Punkten recht. Die paar "Edelnutten" reißen das Gros der schmutzigen Prostituion nicht aus ihrem Sumpf heraus.

Inaktiver User
02.04.2011, 13:23
das Gros der schmutzigen Prostituion
Ich würde sagen: darum geht es in diesem Dossier halt einfach nicht.
Auch wenn die Verfasserin sicher, wie jeder andere auch möchte ich meinen, sich bewusst ist, dass diese Seite der Prostitution in gewaltigem Ausmaß existiert.

In diesem Bericht geht es um Prostitution die sich nicht aus Not oder Zwang ergeben hat, sondern mehr oder weniger aus Pragmatismus.

Inaktiver User
02.04.2011, 15:29
In diesem Bericht geht es um Prostitution die sich nicht aus Not oder Zwang ergeben hat, sondern mehr oder weniger aus Pragmatismus.

Ebent. Ich fände es interessant, über das Thema zu diskutieren ohne daß gleich die - durchaus vorhandenen - negativen Seiten in den Vordergrund gerückt werden und damit das ganze Thema abgewürgt wird.

Es gibt verschiedene Formen von Prostitution und ich halte es auch für legitim, einmal die nicht so schreckliche Seite zu beleuchten. Das heisst ja nicht, daß man die schlimmen Aspekte verleugnet.

red_gillian
02.04.2011, 15:52
Ich würde sagen: darum geht es in diesem Dossier halt einfach nicht.
Auch wenn die Verfasserin sicher, wie jeder andere auch möchte ich meinen, sich bewusst ist, dass diese Seite der Prostitution in gewaltigem Ausmaß existiert.

In diesem Bericht geht es um Prostitution die sich nicht aus Not oder Zwang ergeben hat, sondern mehr oder weniger aus Pragmatismus.


Mag sein - dann ist aber mMn die Überschrift "Prostitution - was ist das heute?" unglücklich gewählt. Denn gerade heute ist die Prostitution im Escort-Service das sehr kleine Sahnehäubchen auf einer ziemlich hässlichen Brühe.

Nocturna
02.04.2011, 15:57
Mag sein - dann ist aber mMn die Überschrift "Prostitution - was ist das heute?" unglücklich gewählt. Denn gerade heute ist die Prostitution im Escort-Service das sehr kleine Sahnehäubchen auf einer ziemlich hässlichen Brühe.
Genau das habe ich mich jetzt auch gefragt.

Ist der Bericht über den Escort-Service jetzt nur ein Teil einer Serie über Prostitution oder schon alles, was über das Thema geschrieben wird? Je nachdem wie die Antwort lautet, halte ich den Artikel für gut oder für unvollständig.

Inaktiver User
02.04.2011, 16:03
Der Titel passt gar nicht zu dem Beitrag...

Wäre die Brigitte keine Frauenzeitschrift würde ich zudem direkt ein Advertorial dahinter vermuten :smirksmile:

Interessant: Von den Frauen auf der Website sind tatsächlich einige schon "ein paar Tage älter"...

Nocturna
02.04.2011, 16:17
würde ich zudem direkt ein Advertorial dahinter vermuten
Ha, dank morcheeba habe ich wieder ein neues Wort in meinen Sprachschatz aufgenommen. Musste ich erst googlen, war mir bisher nicht geläufig. :smile:

wildes_Huhn
02.04.2011, 17:05
hallo in die runde,
jetzt macht doch die diskussion nicht damit kaputt, dass ihr euch überlegt, ob es ein einseitiger text ist oder nicht. BRIGITTE hat nur einen !!!! einzigen der texte aus dem dossier hier veröffentlicht, um euch neugierig zu machen. jeder, der die brigitte kennt, weiß doch, dass das dossier nicht nur aus einem text besteht.
eigentlich wollte ich mir das dossier ja heute abend in ruhe durchlesen, aber nachdem ich hier im forum war, musste ich doch gleich mal nachschauen... :smirksmile: es sind insg. fünf texte und der erste erklärt klipp und klar, um was es im dossier geht. Es gibt die eine schreckliche, brutale seite - die ausbeutung und die misshandlung von menschen. und hier im dossier geht es um frauen, wie du und ich, die eine andere art von job haben...

...und um die frage: würdet ihr es tun? würdet ihr euren vertikalen schreibtisch-job gegen den horizontalen job tauschen?
grüße aus dem [...] hühnerstall
wh :blumengabe:

Inaktiver User
02.04.2011, 17:07
jeder, der die brigitte kennt, weiß doch, dass das dossier nicht nur aus einem text besteht.


Da hast Du allerdings sehr recht! Das ist mir weder ein- noch aufgefallen!

zicke666
02.04.2011, 17:08
ja,ich mache diesen job auch......er ist manchmal hart-was die hyg;der kunden betrifft..aber sonst ein job wie jeder andere..basta

Inaktiver User
02.04.2011, 19:07
ja,ich mache diesen job auch......er ist manchmal hart-was die hyg;der kunden betrifft..aber sonst ein job wie jeder andere..basta

Nein, mE. KEIN Job wie jeder andere !
Allein die Vorstellung, mit irgendwelchen Typen, weil es "pressiert", das Geld knapp ist usw, etwas tun zu MÜSSEN was man so sonst nicht tun würde, ekelhaft, sorry......:knatsch:
Wer es freiwillig macht, soll es tun,aber auch nicht jammern wenn das Geschäft irgendwann nicht mehr so läuft und dann ggf. merkt, dass sich weder Lebensstandard noch die sich erkaufte "Scheinwelt" aufrecht halten lassen.Angeblich sorgen die wenigsten Prostituierten für das Alter vor,dann "darf" die Gesellschaft gerade stehen für diese Form der Dienstleistung, die altersentsprechend nicht mehr ausgeübt werden kann.
Man kann sich alles schön reden, solange es irgendwie "funktioniert", wenn dem nicht mehr so ist, was dann?!
Im Lebenslauf angeben: 20 Jahre als Prostituierte gearbeitet ?! So einfach "normal arbeiten", mit der nötigen Disziplin, Pünktlichkeit, Kenntnissen,wird dann auch nicht mehr so einfach sein. Klar kann man es versuchen, wenn es Angebote gibt. Aber all das würde ich mir im Vorfeld überlegen......
Und, wenn Kinder da sind, was sollen die sagen : meine Mutter jobbt als Hure ?!
Soweit sind wir noch nicht.Wird auch nie so kommen.
Ein ehemaliger Vorgesetzter meines Mannes, Akademiker, hat vor ca. 20 Jahren eine Hure aus dem "Milieu" geheiratet, was er zunächst versuchte zu vertuschen,klassisches Muttersöhnchen, leichte Beute für die Frau damals.Inzwischen ist er pensioniert und hat uns schon seit Ewigkeiten mit dem Leiden am "Beruf", bzw. "Exberuf" seiner Frau vollgejammert und warum ihn denn damals bloss niemand " die Augen geöffnet" habe damals, sie lebe nur auf seine Kosten, behandele ihn wie einen Freier, beute ihn aus ......
Es sind 2 Kinder da, deretwegen er aushält, ohne sie wäre er schon lange auf und davon, hätte sie weg gejagt usw.usf, das Gejammer kann ich mir anhören, da er mindestens 1 Mal im Monat bei uns anruft.
Er ist der Patenonkel meines ältesten Sohnes.Dabei war er damals begeistert von seiner Frau und bodenlos naiv, sieht er heute selber so.Sie sei "liebesunfähig, berechnend, falsch und verlogen", alles angeblich wegen ihres früheren Gewerbes. Das ist so natürlich bestimmt Unsinn- aber man sieht wie wenig "normal" so ein Job ist. Hätte er sich damals in eine"Friseuse oder Krankenschwester oder Lehrerin" verliebt und diese geheiratet, würde er gar nicht darauf kommen, dass es am ehemaligen Beruf seiner Frau liegen muss und auch mal bei sich selber was hinterfragen.....

Tomatin
02.04.2011, 19:41
Ach du Schande, das ist ja ein grauenvoll einseitiger Bericht (der Link). An der Oberfläche und schon fast verklärend. Über psychische und physische Gewalt wird dort ja nicht mal annähernd berichtet. Keine Negativerfahrung erwähnt. Das empfinde ich persönlich als einen äußerst schrecklichen Bericht und hätte von der Brigitte da mehr erwartet. So wie es sich liest, hat das ja schon fast einen 'Abenteuer-Romantik' Charakter. Soll das vielleicht die neue Cinderella Version sein ? Pfui! Weitere Kommentare spare ich mir im Moment.

War das in den 70ern anders? Ich hab mich desoefteren mit ehemaligen Prostituierten unterhalten, die in den 70ern als junge Maedchen ihre Sexualitaet ausleben wollten und ueber die heutigen Bedingungen im Puff schimpfen, weshalb sie auch ausgestiegen sind. Die Verklaerung vom Nuttig-Sein ist nichts Neues, Maedchen aus guten Elternhaeusern haben sich davon angezogen gefuehlt und sich von den Konventionen ihrer Eltern frei gehurt. Gewiss ist ein Teil auch ausgestiegen, weil ihre Attraktivitaet mit den Jahren nachliess.

Dennoch hoere ich nicht selten von Ehemaligen, dass sie aus Spass am Sex in den Puff sind. Eine hat einen ehemaligen Freier geheiratet und spaeter im Kindergarten geputzt, auch weil es ihr Spass machte und sie den Kindern etwas Gutes tun wollte. Sie ist wegen ihrer Ehe ausgestiegen und hat sonst nichts ueber die Bedingungen im Puff gesagt; sie war aber frustriert da sie in anderen Jobs wegen ihrer Vergangenheit angefeindet wurde. Naja, wenigstens im katholischen Kindergarten hatte sie ihren Frieden.

Von aktiven Prostituierten hab ich im Moment wenig Feedback, die Freier scheinen auf Safer-Sex nicht zu stehen, so dass ein hohes Gesundheitsrisiko herrscht, was in Kauf genommen wird, solange es den eigenen Drogenbedarf deckt. Auch die Preise scheinen von Gelegenheits-Prostituierten verdorben zu sein, anscheinend verdienen sich viele mal einen Schein hier und da mit Bla**n und Runterh**en. Ich muss mich mal wieder umhoeren und meinen Wissensstand aktualisieren.

Im Prinzip hab ich rein gar nichts gegen Prostitution und wuensche jedem, der sich dazu entscheidet ob als Freier oder Prostituierter, dass sich die Sache lohnt. Wegen der sozialen Verpflichtung des Staates halte ich es fuer richtig gerade Prostitution zu legalisieren, da Prostituierte Krankenschutz und eine Rentenversicherung brauchen, was sie ohne Legalisierung ja nicht so einfach bekommen koennen.


Tomatin

Lalique
03.04.2011, 08:19
hallo in die runde,
jetzt macht doch die diskussion nicht damit kaputt, dass ihr euch überlegt, ob es ein einseitiger text ist oder nicht. BRIGITTE hat nur einen !!!! einzigen der texte aus dem dossier hier veröffentlicht, um euch neugierig zu machen. jeder, der die brigitte kennt, weiß doch, dass das dossier nicht nur aus einem text besteht.
Richtig, die Dossier Diskussionen beziehen sich auf die betreffenden Artikel in der Printausgabe, die man kennen muss. Das habe ich auch vergessen!
Trotzdem sind wir hier ja virtuell unterwegs und der Titel regt zur allgemeinen Diskussion über Prostitution an.
Die Redaktion hätte darauf hinweisen müssen, dass sie nur unter dem Aspekt des Escort Services beleuchtet werden soll - FALLS das die Intention ist!
Wie ich dazu stehe, habe ich ja schon gesagt ...
edit:
Mich würde interessieren, wie die hier anwesenden Männer auf ein Vorleben mit derartigen Dienstleistungen ihrer Partnerinnen reagieren würden!
Wäre es ihnen egal, denn "mich liebt sie ja, das andere ging nur um Geld und außerdem kannte sie mich da noch nicht" oder empfänden sie eine unüberwindliche Abneigung?

Alaska
03.04.2011, 22:42
Mich würde interessieren, wie die hier anwesenden Männer auf ein Vorleben mit derartigen Dienstleistungen ihrer Partnerinnen reagieren würden! Wäre es ihnen egal, denn "mich liebt sie ja, das andere ging nur um Geld und außerdem kannte sie mich da noch nicht" oder empfänden sie eine unüberwindliche Abneigung?

Das sind halt Prostituierte wie alle anderen auch, Escortgesäusel hin oder her. Wären für mich als Partnerin inakzeptabel. "Sie sind ehrgeizig und gut ausgebildet. Sie könnten ihr Geld auch anders verdienen." Ganz offensichtlich ja nicht. Scheinen aber alt genug zu sein, das selbst entscheiden zu können und halten sich womöglich auch noch für sonderlich emanzipiert dabei. Schlimm nur, dass solche Darstellungen geeignet sind, bei jüngeren den Eindruck zu erwecken, so etwas sei erstrebenswert.

farrah79
04.04.2011, 12:54
Eine Dienstleistung ist es auf jeden Fall - aber eine mit Sonderstatus ...
Beschrieben wird hier leider nur die eine Seite, die "Edelversion".
Man trifft sich in kultiviertem Rahmen zu netten Gesprächen, die Klientel ist gebildet und wohlhabend, sicher gepflegt und nicht körperlich abstoßend. Die Damen sind ersteres und dazu attraktiv - das müssen sie wohl sein ...
Ausgeklammert wird dabei zweierlei:
Erstens die hässliche Seite dieser Dienstleistung - als da sind Zwangsprostituton, Straßenstrich, Babystrich, Zuhälter und die Tatsache, dass viele in diesen "Beruf" hineingehen, um ihre Drogensucht bezahlen zu können oder weil sie irgendwie darein gerieten und nicht mehr raus kommen.
Das Milieu ist of ein kriminelles, das sind Fakten und keine Vorurteile!
Die Klientel dieser Prostituierten sind x-beliebige Typen, dick, ungepflegt, hässlich, mit seltsamen Vorlieben, es ist wohl kaum der gepflegte interessante gut aussehende Mann ...
Und ihre "Dienstleistung" absolvieren sie auf die Schnelle bis zu 10-mal die Nacht ohne nettes Abendessen oder Ambiente ...
Zweitens frage ich mich, wie das Privatleben der beschriebenen Damen aussieht.
Ist ihre Umwelt im Bilde? Eltern, Kinder, Männer, Freunde und Bekannte, Nachbarn - und wie gehen die damit um?
Oder sind sie alle alleinstehend?
Werden sie, wenn sie genug davon haben und eine Partnerschaft eingehen, dem Mann davon erzählen oder nehmen sie in Kauf, dass es irgendwann durch einen Zufall mal rauskommen kann?
Ich denke, dass nicht jeder Mann eine solche Vergangenheit locker wegsteckt!
Alles in allem - die Edelversion kann ich mir durchaus vorstellen als akzeptabel für eine Frau, der die Meinung anderer schnuppe ist, die schnell viel Geld verdienen will und die ohne tiefere private Bindungen ist.
Ein moralisches Urteil fälle ich keineswegs - jede muss wissen, was sie tut und ganz ungefährlich ist das Milieu auch nicht - man denke an die Nitribit!

Besser kann man es wohl nicht sagen:blumengabe:

VanDyck
04.04.2011, 13:40
Mich würde interessieren, wie die hier anwesenden Männer auf ein Vorleben mit derartigen Dienstleistungen ihrer Partnerinnen reagieren würden!Bzgl. der Edelversion 'Escortservice' und Co. würde ich mich als Mann fragen:

Wie kann man sich denn als Frau freiwillig gegen Geld die Körperöffnungen vollstopfen lassen? Was hat Frau da eigentlich für ein Verhältnis zum eigenen Körper? Was macht die eigentlich noch alles für Geld?

VanDyck

farrah79
04.04.2011, 14:00
Bzgl. der Edelversion 'Escortservice' und Co. würde ich mich als Mann fragen:

Wie kann man sich denn als Frau freiwillig gegen Geld die Körperöffnungen vollstopfen lassen? Was hat Frau da eigentlich für ein Verhältnis zum eigenen Körper? Was macht die eigentlich noch alles für Geld?

VanDyck

Naja, aber wenn man davon ausgeht, dass in diesem Bereich die Frauen sich ihre Kunden weitesgehend aussuchen können, wo ist das Problem? Vielleicht hat es ihr ja auch Spass gemacht, warum dann nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden? Hättest du weniger Probleme damit, wenn deine Partnerin zahlreiche unbezahlte ONS gehabt hätte?

VanDyck
04.04.2011, 14:11
Hättest du weniger Probleme damit, wenn deine Partnerin zahlreiche unbezahlte ONS gehabt hätte?Das is ja interessant ... "unbezahlte ONS"

Du meinst also, jeder ONS in Deutschland, bei dem die Frau von einem Mann kein Geld erhält, ist im Grunde genommen Betrug und ein Fall für den Amtsrichter? Oder ein Fall für den Pychologen, weil die Frau zu blöd ist, auf Bezahlung zu bestehen?

VanDyck

farrah79
04.04.2011, 14:20
Das is ja interessant ... "unbezahlte ONS"

Du meinst also, jeder ONS in Deutschland, bei dem die Frau von einem Mann kein Geld erhält, ist im Grunde genommen Betrug und ein Fall für den Amtsrichter? Oder ein Fall für den Pychologen, weil die Frau zu blöd ist, auf Bezahlung zu bestehen?

VanDyck



Nein, das wollte ich damit nicht ausdrücken. Ich wollte von dir nur wissen, was für dich genau der Grund der Empörung ist: die Tatsache, dass eine Frau in ihrer Vergangenheit der Prostitution nachgegangen ist (freiwillig) oder dass sie häufigen Sex mit verschiedenen, unbekannten Männern hatte (wie du es ausdrücktest: "sich Körperöffnungen vollstopfen lassen").

Ist es die Bezahlung oder ist es der (wahllose) Sex?

VanDyck
04.04.2011, 14:28
@ farrah 79

In meinem Beitrag Nr. 30 habe ich mich nicht empört, sondern ich habe Fragen gestellt. Die Antworten darauf stehen noch aus.

VanDyck

P.S.: es ist die Bezahlung ... und ja: Prostitution ist kein Sex, sondern sich Körperöffnungen gegen Geld vollstopfen lassen.

farrah79
04.04.2011, 14:34
@ farrah 79

In meinem Beitrag Nr. 30 habe ich mich nicht empört, sondern ich habe Fragen gestellt. Die Antworten darauf stehen noch aus.

VanDyck

P.S.: es ist die Bezahlung ... und ja: Prostitution ist kein Sex, sondern sich Körperöffnungen gegen Geld vollstopfen lassen.

Nun ja, wahrscheinlich hat sich so gut wie jede Frau in ihrem Leben mal in der einen oder anderen Weise prostituiert. Manche Frauen heiraten gar ihre Freier (für mich ist es auch Prostitution, wenn Fauen allein wegen Status bzw. Geld heiraten, was hin und wieder ja vorkommt).
Die Motive für unverbindlichen Sex sind auch nicht immer Lust... es gibt so viele Gründe, ohne dass man von Prostitution reden muss.

Aber ich glaube, du repräsentierst da eine Einstellung vieler Männer. Wahrscheinlich entspringt diese tiefersitzenden Ängsten, da ein Man sich der Lust einer Frau nie so ganz sicher sein kann wie umgekehrt.

rosemary_
04.04.2011, 14:56
Also, ich habe heute die Print-Ausgabe der Brigitte erhalten und das Dossier überflogen.

Es beginnt mit den Sätzen: "Manche finanzieren sich damit ihr Zusatzstudium der Kunstgeschichte. Manche träumen den Traum von einer Karriere als model, während sie ihre Körper verkaufen. Manche tun es, um den Reitunterricht für die Kinder zu bezahlen oder die teuren Turnschuhe. Prostituierte sind Frauen wie du und ich".

Ein weiterer Auszug: "Ja, es gibt Gewalt und Ausbeutungsverhältnisse in der Postitution...Aber das ist nur ein kleiner Ausschnitt der Wirklichkeit."

Es werden dann Fallbeispiele geschildert:

Eine Studentin, die aus Spaß und Neugier Prostituierte wurde und die beinah süchtig wurde nach der Droge Prostitution.

Eine Frau über 40, die sich einen lover mietet.

Anke Christiansen, die ein Bordell in Hamburg leitet.

2 junge Frauen im gut bezahlten Escort-Service.

Werde ich heute Abend gut durchlesen.

Ach ja, noch etwas Interessantes aus dem Dossier: "Nach Schätzungen des Bundesverbandes sexuelle Dienstleistungen gehen in jedem zweiten deutschen Altersheim regelmäßig Prostituierte ein und aus". :lachen:

VanDyck
04.04.2011, 14:57
Wahrscheinlich entspringt diese tiefersitzenden Ängsten, da ein Man sich der Lust einer Frau nie so ganz sicher sein kann wie umgekehrt.Das würde ja bedeuten, der Hunni im Puff ist besser angelegt als beim Therapeuten, um als Mann diese tiefsitzende Angst zu überwinden. Wenn ich für nen Fick die 100 Euro abdrücke, hab ich die Gewissheit, dass SIE nicht scharf auf mich ist.

Okee - so hab ichs bisher noch nie gesehen ... :lachen:

VanDyck

rosemary_
04.04.2011, 14:59
Das würde ja bedeuten, der Hunni im Puff ist besser angelegt als beim Therapeuten,

Damit liegst du wahrscheinlich nicht ganz verkehrt :smirksmile:

Nocturna
04.04.2011, 15:10
Ach ja, noch etwas Interessantes aus dem Dossier: "Nach Schätzungen des Bundesverbandes sexuelle Dienstleistungen gehen in jedem zweiten deutschen Altersheim regelmäßig Prostituierte ein und aus". :lachen:
Das hätte ich jetzt nie gedacht, dass sich die Prostituierten auch für Altenpflege interessieren. :freches grinsen:

red_gillian
04.04.2011, 18:08
Ein weiterer Auszug: "Ja, es gibt Gewalt und Ausbeutungsverhältnisse in der Postitution...Aber das ist nur ein kleiner Ausschnitt der Wirklichkeit."


Danke für deine Zusammenfassung und die Zitate, rosemary, insbesondere für das obige.

Den weitaus größten Teil der Prostitution als "kleinen Ausschnitt der Wirklichkeit zu bezeichnen" macht dieses Dossier für mich indiskutabel.
Nach dem Sinn und Zweck dieses Dossiers möchte ich mich gar nicht erst fragen. Mir ist übel, und zwar nicht wegen der Damen aus dem Escort-Service. Die machen halt den Job, den sie sich ausgesucht haben.

rosemary_
04.04.2011, 18:20
Den weitaus größten Teil der Prostitution als "kleinen Ausschnitt der Wirklichkeit zu bezeichnen" macht dieses Dossier für mich indiskutabel.


Das ist halt die Frage. Ich weiß es wirklich nicht.

Irene Stratenwerth, die den von mir teilweise zitierten Eingangsbeitrag im Brigitte-Dossier verfasst hat, wird ja wohl recherchiert haben, um zu dem Ergebnis zu kommen: "Wenn wir ihnen zuhören, können wir etwas lernen: Prostituierte sind einfach Frauen wie du und ich".

VanDyck
04.04.2011, 18:44
Nach dem Sinn und Zweck dieses Dossiers möchte ich mich gar nicht erst fragen.Interessant ist ja der Satz im Dossier: "Frauen über 40 werden besonders gut gebucht" ...

Tja - wer weiß ... am Ende eine Überlegung wert für so manche Leserin der Brigitte? Also ich mein: falls Hartz IV droht. Ach ja: ausgerechnet der Herr Peter Hartz, der sich auf VW-Firmenkosten mit seiner Nina in Braunschweig vergnügt hat - bestimmt, damit die Ärmste nicht bald zum Amt gehen muss.

Da war natürlich ein bissl mehr fällig als nur ein Hunni. Schätze mal, es war auf jeden Fall soviel, dass bei der Nina irgendwie das Vergnügen überwogen hat, bei ihrer Tätigkeit. Und so ist die Nina dann womöglich schon längst ein Interviewpartner bei ner anderen Zeitschrift gewesen und konnte erzählen, dass das alles ganz easy is mit dem escort-service ...

Irgendwie hängt immer alles mit allem zusammen. Oder?

VanDyck

Lalique
05.04.2011, 10:58
Hättest du weniger Probleme damit, wenn deine Partnerin zahlreiche unbezahlte ONS gehabt hätte?Ich denke, das kann man nicht vergleichen.
Ein ONS hat keine Geschäftsgrundlage, da sind immer auch Emotionen im Spiel, Lust auf ein Abenteuer und eventuell Erwartungen auf Zukünftiges. Bei Prostitution ist von vornherein nichts echt und nach der vereinbarten Zeit Schluss und will er mehr, muss er sie erneut buchen.
Garantiert wird Freude, Lust und Sympathie von seiten der Frauen geheuchelt, gerade beim Edelbusiness, denn wenn ein Freier nicht total zynisch ist, kauft und erwartet er bestimmt eine Illusion von Nähe für sein Geld.
Da wird die Frau dann manchen Ekel oder Abneigung überwinden, weil die Konkurrenz wahrscheinlich so groß ist wie nie und die Kohle hart umkämpft ...
Sich die Freier wirklich immer aussuchen können sich wahrscheinlich die wenigsten. Wie denn auch!
Werden sie den Männern vorgestellt und haben dann die Freiheit zu sagen: nein danke, DEN nicht und DEN auch nicht?
Das kommt doch wohl eher von Seiten der Kundschaft, der sie unbedingt gefallen müssen, damit sie wieder gebucht werden.
Die furchtbarsten Männer sind es sicher von vornherein nicht, aber trotzdem ...

Lalique
05.04.2011, 11:00
Das hätte ich jetzt nie gedacht, dass sich die Prostituierten auch für Altenpflege interessieren. Hast du noch nie von der "Hure mit dem Herzen aus Gold" gehört - und dass das die wahren, echten, ehrlichen Frauen sind ?
Aber im Ernst ...
Wir leben im Zeitalter der Euphemismen und Prostitution wird nicht nur verteufelt, sondern auch verklärt.
Relativ neu ist, dass sie versachlicht und normalisiert wird.
Da heißt es dann "ein Job wie jeder andere" oder auch "Dienstleistungsgewerbe" und "Sozialarbeit".
Nun ja ...

Inaktiver User
05.04.2011, 18:25
Das hätte ich jetzt nie gedacht, dass sich die Prostituierten auch für Altenpflege interessieren. :freches grinsen:

Mach darüber mal keine Witze:smirksmile:, im Ernst, das gibt es wirklich , Huren in Einrichtungen. Warum nicht, wenn es beiderseits freiwillig passiert und das Personal nicht damit involviert ist ( weil der Herr nicht zahlt zB). Die "alten Herren" sind doch oft "triebhafter" als die alten Damen. Immerhin treten diese
Frauen diskret und zurückhaltend auf, im Gegensatz zu nervigen Drückern und Vertretern, die sind viel
dreister und müssen oft von uns oder von kräftigen Zivis zur "Ausgangstüre begleitet" werden...:knatsch:
In Hamburg und Hannover sollen "altgediente" Huren, die nicht mehr als Solche arbeiten wollen, als Pflegehelferinnen ausgebildet werden und dann in der Altenpflege tätig werden.Ich hätte nichts gegen solche Mitarbeiterinnen, weil die menschlich oft einfühlsam sind, könnte ich mir jedenfalls vorstellen,aber ob die mit der Bezahlung zufrieden wären...?:ooooh:

Hanni1977
05.04.2011, 19:17
WOW - Ich habe schon lange keinen so schlecht recherchierten Artikel mehr gelesen. Was ist das? Ein Werbeartikel für "perfect date escort"? Das ist beschämend für den aufklärenden Journalismus. Einfach nur beschämend! Hat die Brigitte-Journalistin unter den 3-stelligen Escortagenturen gerade mal 1 gefunden, die ihr so einen Schwachsinn erzählt?

Hat Brigitte so etwas nötig?

Hanni1977
05.04.2011, 19:20
Aber das allertragischste an dieser Stelle ist die populistische Überschrift: "Prostitution - was ist das heute?" Dann wird 1 (!!) Escortagentur interviewt! Laut Statistik sind aus 400000 in Deutschland tätigen Prostituierten gerade mal 4% beim Escortservice. Und von diesen 4 % wurde eine einzige interviewt. Ich kann nur noch mit dem Kopf schütteln. Von einer Brigitte hätte ich etwas anderes erwartet... Sind die Verkaufszahlen derzeit wirklich sooo schlecht?

Sentenza
06.04.2011, 18:00
Die Zeiten, in denen Fee Zschocke Frau Sonntag über die Schulter geguckt hat, sind vorbei. Das war damals informativer.

BRIGITTE Community-Team
07.04.2011, 16:16
Liebe Userinnen, liebe User,
wie einige von Ihnen schon richtig angemerkt haben, haben wir zunächst nur einen der Artikel aus dem BRIGITTE-Dossier online gestellt. Das komplette Dossier lesen Sie in der aktuellen BRIGITTE, Heft 9.

Um Ihnen für die Diskussion einige Hintergrundinformationen zu liefern, hat unsere Autorin fünf wichtige Fragen zum Thema Prostitution beantwortet:
Prostitution in Deutschland: Was ist das heute? - BRIGITTE.de (http://www.brigitte.de/gesellschaft/politik-gesellschaft/prostitution-in-deutschland-1088016/)

Herzliche Grüße
Ihr BRIGITTE.de-Team

VanDyck
07.04.2011, 16:28
Um Ihnen für die Diskussion einige Hintergrundinformationen zu liefern, hat unsere Autorin fünf wichtige Fragen zum Thema Prostitution beantwortet:
Prostitution in Deutschland: Was ist das heute? - BRIGITTE.de (http://www.brigitte.de/gesellschaft/politik-gesellschaft/prostitution-in-deutschland-1088016/)Möglicherweise muss man Ihrer Redakteurin einige Hintergrundinformationen liefern und nicht umgekehrt? :smirksmile:

Hinsichtlich der Frage, ob Prostitution eine ganz normale Dienstleistung sei, formuliert Ihre Redakteurin zwar diese Frage, beantwortet sie dann aber doch nicht und lässt den 'Gesetzgeber sprechen'.
Ich jedoch bin an einer Debatte darüber interessiert, die sich nicht nur auf das bestehende Gesetz zurückzieht, was nun erlaubt ist und was nicht.
Drogen zu konsumieren ist ja auch erlaubt, ob es sinnvoll ist, steht dann auf einem anderen Blatt.

VanDyck

WRuss
08.04.2011, 14:35
Ach du Schande, das ist ja ein grauenvoll einseitiger Bericht (der Link). An der Oberfläche und schon fast verklärend. Über psychische und physische Gewalt wird dort ja nicht mal annähernd berichtet. .

Dann darf auch nicht über die katholische Kirche oder den Papst berichtet werden ohne den Missbrauch durch Lehrer und Priester zu schildern. Oder muss jeder Bericht über Deutschland die Greueltaten der Nazis mit enthalten? Gibt es nicht auch Ehemänner, die ihre Frauen demütigen und prügeln?

SinaMore
08.04.2011, 16:34
Dann darf auch nicht über die katholische Kirche oder den Papst berichtet werden ohne den Missbrauch durch Lehrer und Priester zu schildern. Oder muss jeder Bericht über Deutschland die Greueltaten der Nazis mit enthalten? Gibt es nicht auch Ehemänner, die ihre Frauen demütigen und prügeln?

Genau! Sobald es um Prostitution geht, ist es kaum möglich über die breite Mittelschicht zu berichten, welche weder mit dem Klischee des Luxus-Escorts noch der ausgebeuteten Zwangsprostituierten entspricht. Die Menschen sind plötzlich nicht mehr fähig, differenziert zu denken.

Ich arbeite gelegentlich als Prostituierte (man könnte sagen Escort, aber das ist heutzutage auch nur ein Begriff für Prostituierte welche nicht in einem Bordell oder auf der Strasse arbeiten und in ihren Werbetexten auf sinnlichkeit statt vulgarität setzen). Der Brigitte-Artikel ist überhaupt nicht verklärend, es wird darauf hingewiesen dass es durchaus Zwangsprostitution gibt. Dies ist tatsächlich nicht ein grosser Ausschnitt der Prostitution. Es gibt viele Migrantinnen, aber mir scheint viele wollen diese gleich mit Zwangsprostituierten setzen, was natürlich nicht stimmt. Ausserdem wird klar vermittelt, dass hohe Einnahmen eine Ausnahme sind. 30 Euro für eine halbe Stunde, ist das für euch Werbung für Prostitution??

Madiba
08.04.2011, 16:44
Ich fand das Dossier ziemlich ärgerlich (diplomatisch ausgedrückt) und inhaltlich peinlich dünn.
Ich glaube nicht, dass das Prostitution heute ist.
Ehrlicher wäre gewesen, wenn dort wenigstens eindeutig formuliert worden wäre, dass man sich in dem Dossier ausschließlich mit dem Edel-Escort beschäftigt. Als Feigenblättchen kam dann noch ein kurzes Interview mit einer Geiz-ist-Geil Bordellbesitzerin. Aber auch da: Alles schön, alles super!
Die Autorin hätte sich besser mal mit Frauen einer Einrichtung wie Hydra (http://www.hydra-berlin.de/)zum Interview treffen sollen. Das wäre mit Sicherheit ergiebiger und vor allem vielseitiger geworden.
Kein gutes Dossier, echt.

Inaktiver User
08.04.2011, 18:20
Madiba:blumengabe:
Ich finde dieses teilweise "Schönreden" der Thematik auch zum K...., mag ja sein ohne weiteres das es Frauen gibt ,die diese Tätigkeit gerne ausüben, es sei ihnen auch unbenommen.Aber da wird einfach geschönt.
Die wenigsten Frauen können sich die Freier aussuchen,viele müssen "Fliessband"- Jobs machen, mit Männern die sie freiwillig bestimmt nicht "ran lassen" würden.:knatsch:
Ich habe, in den 80ern, mal in Berlin gelebt, nahe dem Bülowbogen, Kurfürstenstrasse.So weit ich weiss
ist da heute noch Strassenstrich. Nicht nur die wirklich kaputten Frauem taten mir leid, als weibliche Anwohnerin ,war damals knapp 20, konnte man da nicht leben ohne Anmache von Freiern usw, ging alles gar nicht.
Wie viele Huren arbeiten denn eigentlich im "Edel-Escort"!?

Amabilis
08.04.2011, 18:25
Ich fand das Dossier ziemlich ärgerlich (diplomatisch ausgedrückt) und inhaltlich peinlich dünn.
Ich glaube nicht, dass das Prostitution heute ist.
Ehrlicher wäre gewesen, wenn dort wenigstens eindeutig formuliert worden wäre, dass man sich in dem Dossier ausschließlich mit dem Edel-Escort beschäftigt. Als Feigenblättchen kam dann noch ein kurzes Interview mit einer Geiz-ist-Geil Bordellbesitzerin. Aber auch da: Alles schön, alles super!
Die Autorin hätte sich besser mal mit Frauen einer Einrichtung wie Hydra (http://www.hydra-berlin.de/)zum Interview treffen sollen. Das wäre mit Sicherheit ergiebiger und vor allem vielseitiger geworden.
Kein gutes Dossier, echt.

:blumengabe:

Ich habe mein Brigitte-Abo gekündigt.

Madiba
08.04.2011, 18:41
Ich habe, in den 80ern, mal in Berlin gelebt, nahe dem Bülowbogen, Kurfürstenstrasse.So weit ich weiss
ist da heute noch Strassenstrich. Nicht nur die wirklich kaputten Frauem taten mir leid, als weibliche Anwohnerin ,war damals knapp 20, konnte man da nicht leben ohne Anmache von Freiern usw, ging alles gar nicht.
Wie viele Huren arbeiten denn eigentlich im "Edel-Escort"!?

Ja, den gibt es noch immer und ich habe gewaltige Zweifel daran, dass diese Mädchen und Frauen dort das freiwillig und gern tun.
Ich habe keine Zweifel daran, dass es Frauen gibt, die gerne beim Escort-Service arbeiten.
Aber das ist eben nur eine Facette.
Dass die unschönen, tragischen und hässlichen Seiten mit einem Sätzchen abgehandelt werden ist für ein Dossier, das den Titel Prostitution - Was ist das heute? trägt, ziemlich ärgerlich.

VanDyck
08.04.2011, 20:56
Ich habe mein Brigitte-Abo gekündigt.Da hast du was falsch verstanden. Du solltest für deine Schwester/Mutter/Tante/Tochter noch n Geschenk-Abo dazunehmen.

Oder wenigstens die Ausgabe nochmal zusätzlich am Kiosk kaufen. Zum verschenken oder so.

VanDyck

Puschiline
08.04.2011, 21:46
Hallo auch ich werde
mein 15 Jahre währendes Abo kündigen. Einen schönen abend . Puschiline

Didi50
09.04.2011, 12:18
Ich finde den Bericht auch absolut verharmlosend. Der Mann zahlt dafür, die Frau benutzen zu dürfen, als Ware. Für die Frau ist das immer erniedrigend. Ich denke an die Frauen, die mit Wohnmobil oder leicht bekleidet am Straßenrand stehen, oder die in einer Bar die Männer dazu animieren, viel zu trinken und dann mit ihnen bezahlten Sex zu haben.

Neben der Erniedrigung gibt es im gesamten Umfeld viel Gewalt, Drogen, Zwangsprositution (Slaverei!).

Unsere Gesetzesänderung (übrigens von Rot/Grün als Freiheit verkauft) hat nichts mit Frauenrechten zu tun, sondern zementiert die Machtverhältnisse. Zudem werden zumeist die Frauen bestraft (wegen keiner Arbeitsgenehmigung, keine Aufenthaltsgenehmigung, etc. etc. ), die sich prosituieren, nicht die Männer.

Bei unseren schwedischen Nachbarn ist das anders: Prostitution ist verboten, bestraft werden die Freier.

Vielleicht ist es dann mal nicht mehr so selbstverständlich, dass sich ein Mann (und es sind überwiegend Männer) eine Frau kauft.

VanDyck
09.04.2011, 12:51
Unsere Gesetzesänderung (übrigens von Rot/Grün als Freiheit verkauft) hat nichts mit Frauenrechten zu tun, sondern zementiert die Machtverhältnisse.U.a. zum Thema Gesetzesänderung von Rot-Grün hier mal ein sehr interessanter Artikel, bei dem die Vokabel 'Hintergrundinformation' nicht verballhornt wird:

Vom Freier, naturgeilen Russinnen und ukrainischen Vollblutstuten (mob e.V. / Der Strassenfeger Berlin) (http://www.strassenfeger.org/archiv/article/255.0013.html)



Zudem werden zumeist die Frauen bestraft (wegen keiner Arbeitsgenehmigung, keine Aufenthaltsgenehmigung, etc. etc. ), die sich prosituieren, nicht die Männer.

Bei unseren schwedischen Nachbarn ist das anders: Prostitution ist verboten, bestraft werden die Freier.

Vielleicht ist es dann mal nicht mehr so selbstverständlich, dass sich ein Mann (und es sind überwiegend Männer) eine Frau kauft. Tja - da wär ich ja eher auch für, wie die das in Schweden machen ...

VanDyck

Stockente
09.04.2011, 13:44
Interessant ist ja der Satz im Dossier: "Frauen über 40 werden besonders gut gebucht" ...


Den fand ich auch besonders interessant.
Mich würde interessieren,warum das so ist,is aber eigentlich schon wieder ein ganz anderes Thema.

VanDyck
09.04.2011, 13:55
Den fand ich auch besonders interessant.
Mich würde interessieren,warum das so ist,is aber eigentlich schon wieder ein ganz anderes Thema.Meine Bemerkungen zu diesem Satz waren sarkastisch gemeint. Inhaltlich ist dieser Satz schlicht und einfach Unfug. Und dennoch wurde es behauptet. Aber warum nur?

VanDyck

Inaktiver User
09.04.2011, 14:00
Nun ja, das ganze Dossier ist Unfug.

Die Prostitution aber ist mitten unter uns angekommen, wer hinschaut, kann das überall sehen: In biederen Wohnquartieren , wo "Gigi" oder "Rosi" mit blinkender Leuchtschrift hinter Wohnzimmerscheiben verkünden, dass sie im Dienst sind.

Also ich kann hinschauen so genau ich nur will und seh das nirgends. Ist das in eurer Wohnumgebung zu beobachten??

VanDyck
09.04.2011, 14:17
Also ich kann hinschauen so genau ich nur will und seh das nirgends. Ist das in eurer Wohnumgebung zu beobachten??Nöö, bei mir auch nich. Vielleicht wohnen wir einfach in einer falschen Umgebung? :freches grinsen:

Unser Fehler ist wohl: wir wohnen nicht nach Aktenlage .... :lachen:

Der Begriff Dossier wird auch für eine Kategorie von Zeitungsartikeln verwendet, in denen die Informationen aus Akten aufbereitet sind.
aus Wikipedia

VanDyck

Amabilis
09.04.2011, 14:25
Nun ja, das ganze Dossier ist Unfug.

Die Prostitution aber ist mitten unter uns angekommen, wer hinschaut, kann das überall sehen: In biederen Wohnquartieren , wo "Gigi" oder "Rosi" mit blinkender Leuchtschrift hinter Wohnzimmerscheiben verkünden, dass sie im Dienst sind.

Also ich kann hinschauen so genau ich nur will und seh das nirgends. Ist das in eurer Wohnumgebung zu beobachten??

Wenn ich mit dem ICE von Süden kommend in den Düsseldorfer Hauptbahnhof einfahre, dann ist ein Stückchen vorher auf der rechten Seite ein Gebäude mit vielen Fenstern. Diese Fenster sind mit Nummern beschriftet, mit "blinkender Leuchtschrift" dekoriert und die dort arbeitenden Damen eindeutig gekleidet.

Da ist nichts mit Wohnzimmerscheiben.
Auch nicht in unserer Wohngegend und wir gehen oft spazieren :lachen: .

Das Dossier ist schlecht gemacht.
Vor allen Dingen ist der Titel schlecht gewählt.
Mit einem Titel wie "Escortservice und Edelnutten - was ist das heute?" wäre ich sehr wahrscheinlich weniger aufgebracht gewesen.

Stockente
09.04.2011, 14:41
Meine Bemerkungen zu diesem Satz waren sarkastisch gemeint. Inhaltlich ist dieser Satz schlicht und einfach Unfug. Und dennoch wurde es behauptet. Aber warum nur?

VanDyck

Warum glaubst du,das das Unfug ist?
Es gab da letztens auf dem ZDF auch eine Reportage dazu.

Stockente
09.04.2011, 14:42
Die Prostitution aber ist mitten unter uns angekommen, wer hinschaut, kann das überall sehen: In biederen Wohnquartieren , wo "Gigi" oder "Rosi" mit blinkender Leuchtschrift hinter Wohnzimmerscheiben verkünden, dass sie im Dienst sind.

Also ich kann hinschauen so genau ich nur will und seh das nirgends. Ist das in eurer Wohnumgebung zu beobachten??

Bei mir ist das so.
Allerdings nicht in blinkender Leuchtschrift,sondern wesentlich dezenter.
Deswegen seht ihr es vielleicht nicht? :pfeifend:

Abendstille
09.04.2011, 15:10
WOW - Ich habe schon lange keinen so schlecht recherchierten Artikel mehr gelesen. Was ist das? Ein Werbeartikel für "perfect date escort"? Das ist beschämend für den aufklärenden Journalismus. Einfach nur beschämend! Hat die Brigitte-Journalistin unter den 3-stelligen Escortagenturen gerade mal 1 gefunden, die ihr so einen Schwachsinn erzählt?

Hat Brigitte so etwas nötig?

Ich kann's auch nicht glauben: "Viele Stunden" will die Autorin mit den beiden Escort-Damen
gequakt haben und dann kommt so ein Klischee-Quark bei raus? :knatsch:

VanDyck
09.04.2011, 16:08
Warum glaubst du,das das Unfug ist?Stellen wir beide uns vor, wir wären die Chefs vom perfectdate escort service.

Und wir wüssten, 'Frauen über 40 werden besonders gut gebucht'.

Und wir hätten 39 "Ladys" im Angebot. Wieviele Ladys über 40 sollten dann deiner Meinung nach in unserem Angebot sein? Ich mein, wir beide wollen ja auch n bissl Geld verdienen, ne? Also wieviele Frauen von den 39 sollten über 40 sein, weil die ja besonders gut gebucht werden? Vier? Fünf? Sechs? Zehn? Zwanzig? Oder noch mehr?

Und nun rate mal, wieviel es wirklich sind bei unserem escort Service ...

VanDyck

Abendstille
09.04.2011, 16:58
Werde ich heute Abend gut durchlesen.

Ach ja, noch etwas Interessantes aus dem Dossier: "Nach Schätzungen des Bundesverbandes sexuelle Dienstleistungen gehen in jedem zweiten deutschen Altersheim regelmäßig Prostituierte ein und aus". :lachen:

Boah, diese Behauptung ist jedenfalls geeignet, das Ansehen der Prostitution zu fördern, wie es ja erklärtes Ziel dieses Vereins sein soll:

Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen ? Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesverband_Sexuelle_Dienstleistungen)

Noch bessere PR wäre natürlich die Behauptung (ach nein es ist ja nur eine "Schätzung"), jedes zweite Ehepaar in Deutschland bestelle sich zum Wochenende immer eine Prostituierte nach Hause. Aber die können sich eher wehren als die Bewohner von Altenheimen, darum sollte man diese Aussage lieber nicht wagen.

Wenn die obige Feststellung allen Ernstes in der Brigitte Print-Ausgabe steht und als seriöse
Information verkauft wird, nur, weil dieser "Bundesverband" das behauptet hat, dann ist das fürwahr ein Ausbund investigativer Recherche.

Aber vielleicht sagt die Autorin sich: Ob das eine seriöse Information ist, soll doch der Leser bitteschön selbst prüfen, gell, wieso soll ich allein die ganze Arbeit haben.:freches grinsen:

Übrigens funktioniert die Internetadresse dieses Bundesverbandes nicht: www. busd.de
Ist da vor lauter Seriosität alles in die Luft geflogen?:freches grinsen:

Abendstille
09.04.2011, 17:08
Nun ja, das ganze Dossier ist Unfug.

Die Prostitution aber ist mitten unter uns angekommen, wer hinschaut, kann das überall sehen: In biederen Wohnquartieren , wo "Gigi" oder "Rosi" mit blinkender Leuchtschrift hinter Wohnzimmerscheiben verkünden, dass sie im Dienst sind.

Also ich kann hinschauen so genau ich nur will und seh das nirgends. Ist das in eurer Wohnumgebung zu beobachten??

Also vergangenes Jahr haben die bei mir im Haus gegenüber schon arg früh,
ich glaub, es war erst Oktober, Weihnachtslichter ins Fenster gestellt.
Ist mir sofort aufgefallen, kam mir gleich suspekt vor. :ooooh:

Stockente
09.04.2011, 17:31
Stellen wir beide uns vor, wir wären die Chefs vom perfectdate escort service.

Und wir wüssten, 'Frauen über 40 werden besonders gut gebucht'.

Und wir hätten 39 "Ladys" im Angebot. Wieviele Ladys über 40 sollten dann deiner Meinung nach in unserem Angebot sein? Ich mein, wir beide wollen ja auch n bissl Geld verdienen, ne? Also wieviele Frauen von den 39 sollten über 40 sein, weil die ja besonders gut gebucht werden? Vier? Fünf? Sechs? Zehn? Zwanzig? Oder noch mehr?

Und nun rate mal, wieviel es wirklich sind bei unserem escort Service ...

VanDyck

Na wenns nur eine oder zwei sind,ist klar,das die gut gebucht werden,Man(n) hat ja dann in dem Fall keine Auswahl.
Verrat mir,wieviele es sind... :smile:

VanDyck
09.04.2011, 17:55
Na wenns nur eine oder zwei sind,ist klar,das die gut gebucht werden,Man(n) hat ja dann in dem Fall keine Auswahl ... Also entschuldige mal ...

Der Satz, 'Frauen über 40 werden besonders gut gebucht' suggeriert ganz eindeutig was anderes.

Aber gut, ich kann auch in meiner Karstadt-Filiale jeden Morgen nur vier Gürtel ins Regal legen und dann immer schon Mittags, wenn sie dann wieder alle weg sind, freudestrahlend behaupten, Gürtel werden besonders gern gekauft. :lachen:

VanDyck

Abendstille
09.04.2011, 18:18
..

farrah79
09.04.2011, 18:34
Die wenigsten Frauen können sich die Freier aussuchen,viele müssen "Fliessband"- Jobs machen, mit Männern die sie freiwillig bestimmt nicht "ran lassen" würden.:knatsch:"

naja, aber wenn man nicht gerade illegal hier lebt oder drogenabhängig ist, muss man sich nicht prostituieren.
Insofern "muss" niemand Männer an sich "ranlassen", notfalls geht man halt putzen oder räumt Regale ein.

Dass Zwangsprostitution ein Verbrechen ist, hat hingegen niemand bestritten und dass es verabscheuungswürdig ist, die Notlage von Frauen aus prekären Lebenssituationen auszunützen, auch nicht. Nur, wie groß mag deren Anteil sein? Ich weiß es nicht.

Smarty64
09.04.2011, 21:39
Tja - da wär ich ja eher auch für, wie die das in Schweden machen ...

VanDyck

Wer in Schweden grenznah wohnt, fährt "dafür" nach Dänemark rüber.
Außerdem gibt es auch in Schweden sog. Wohnungs-Nutten und Escorts.
Puffs, Laufhäuser und Straßenstrich gibt es nicht.

In Schweden ist Prostituition wegen "Verstoß gegen die Menschenwürde" verboten.

Emma2011
10.04.2011, 01:30
Von diesem naiven Dossier bin ich absolut enttäuscht. Keine Rede davon, dass Deutschland die Drehscheibe für Frauenhandel ist, oder davon, dass in nicht wenigen Bordells die Frauen alle drei Monate in ein anderes Bordell verschubt werden - ohne Mitspracherecht. Und Untersuchungen zeigen, dass selbst die Frauen, die vermeintlich freiwillig ihren Körper als Ware anbieten, überproportional als Kind mißhandelt oder mißbraucht wurden.
Dass sich gerade mal 1% der Frauen sozial versichern und daher nicht wenige im Alter auf Arbeitslosengeld II angewiesen sind - für Brigitte nicht erwähnenswert.
Selbstverständlich sollen Prostituierte geachtet und respektiert werden wie alle anderen Frauen auch. Wer jedoch glaubt, sich eine Frau oder einen Mann wie ein Baguette kaufen zu können, sollte gesellschaftlicher Ächtung anheimfallen.
Geradezu abstrus im Dossier, Prostitution mit einem One-Night-Stand zu verwechseln, wo beide freiwillig wählen. Bei Prostitution wählt - von Ausnahmen abgesehen - der Freier.

Abendstille
10.04.2011, 07:23
danke, emma :blumengabe:

gb01
10.04.2011, 17:36
Ja, es stimmt, die Reportagen beleuchten einseitig eine Variante der käuflichen Liebe, die nicht geprägt ist von Menschenhandel, Gewalt, Ausbeutung und Erniedrigung. Das es diese schlimmen Begleiterscheinungen in dem Gewerbe gibt, wird doch überhaupt nicht infrage gestellt. Das sind kriminelle Machenschaften und gehören mit der ganzen Härte, die unser Rechtssystem zulässt, verfolgt und bestraft. Aber warum darf es in diesem Gewerbe nicht menschlich zugehen, wo alle Beteiligten auf Augenhöhe höflich und respektvoll miteinander umgehen? Was nicht sein kann, das nicht sein darf? Und manche Frauen finden sogar eigenen Spaß und Erfüllung bei dieser Arbeit? Das geht ja wohl überhaupt nicht! Alle Frauen, die ich (männlich, 53 Jahre alt) bisher in diesem Milieu in Terminwohnungen kennen gelernt habe, standen mit beiden Beinen fest auf dem Boden des realen Lebens und waren sich völlig dessen bewusst, welche Art von Tätigkeit sie ausübten. Zu manchen dieser Frauen haben sich sogar langjährige freundschaftliche Beziehungen entwickelt. Das ist sicher nicht die Regel, ich will aber damit sagen, dass es so etwas gibt, auch, wenn es einige nicht wahrhaben wollen. Das in einem Laufhaus oftmals ein ruppiger Umgangston herrscht, weiß ich auch.
Was mich aber sehr enttäuscht und auch ärgert, sind die teilweise aggressiven und heuchlerischen Kommentare einiger selbst ernannter Moral-Inquisitoren. Ich gratuliere den Autorinnen ganz herzlich zu diesen mutigen Reportagen.

Madiba
10.04.2011, 17:47
Prostitution ist keine käufliche Liebe, sondern käuflicher Sex.
Nur um sicherzustellen, dass wir von derselben Sache reden :smile:

Inaktiver User
10.04.2011, 18:19
Prostitution ist keine käufliche Liebe, sondern käuflicher Sex.
Nur um sicherzustellen, dass wir von derselben Sache reden :smile:


Viele Männer kaufen sich aber mit dem vielen Geld das sie dafür ausgeben vermeintliche Liebe , die sie zuhause nicht bekommen . Denken das zumindest , die Zahl der Liebeskasper ist recht hoch im Millieu .


Sex wird in der Regel auch nicht verkauft . Was verkauft wird ist eine Dienstleistung . Mal freiwillig mal unfreiwillig aus welchen Zwängen auch immer .

Was man für sein Geld als Mann maximal bekommt ist eine Illusion die ganz selten auch mal wirklich perfekt sein kann zugegeben .


Komisch find ich die Lohnzahlungen im Escortbereich bei den Frauen ab 40:smile:


Der Bericht dazu ist flach wie er flacher nicht sein könnte

Inaktiver User
10.04.2011, 18:22
Käufliche Liebe ist aber der verbreitetere Ausdruck, man könnte durchaus auch sagen: der übliche ...

Wie ja schon gesagt wurde: die dunkle, brutale und erbarmungslose Seite der Prostitution gibt es unbestritten, und sie ist schon reichlich journalistisch beleuchtet, beschrieben und aufgezeigt worden ... wenn eben auch nicht in diesem Dossier. Hier ging es schlicht um etwas anderes.

Ich räume aber ein, dass der Titel des Dossiers schlecht und irreführend gewählt wurde.

Inaktiver User
10.04.2011, 18:29
Käufliche Liebe ist aber der verbreitetere Ausdruck, man könnte durchaus auch sagen: der übliche ...




....Ausdruck von ein paar verklärten Romantikern vielleicht ? Kann man Liebe wirklich kaufen ?

VanDyck
10.04.2011, 18:34
Hier ging es schlicht um etwas anderes.Im Kern gehts immer um das Gleiche. Und der Kern ist:

Für seine Taler mietet sich der Mann den Körper einer Frau, um ihn zu benutzen.

VanDyck

Inaktiver User
10.04.2011, 18:42
Im Kern gehts immer um das Gleiche. Und der Kern ist:

Für seine Taler mietet sich der Mann den Körper einer Frau, um ihn zu benutzen.

VanDyck


Nö zu allgemein deine Feststellung . Wie oben gesagt kaufen sich Männer auch ganz andere Dinge bei Huren .

Inaktiver User
10.04.2011, 18:43
Im Kern gehts immer um das Gleiche. Und der Kern ist:

Für seine Taler mietet sich der Mann den Körper einer Frau, um ihn zu benutzen.


Nein, hier gings darum, was Frauen gegen Geld anbieten (ohne Zwang, ohne Not)
Das ganze also aus der Perspektive der Verkäuferinnen, nicht der des Käufers.

Alaska
10.04.2011, 18:47
Prostitution ist eh nur was für Singles. Ich kenne jedenfalls keinen Mann, dessen Frau sich mit seinem Wissen Escort- oder sonstwie prostituiert. So einen Mann würde ich auch nicht ernst nehmen. Wenn meine Frau mal fremdgehen würde, dann wäre sicher nicht so prickelnd, aber viel eher verzeihbar, als wenn sie dafür Geld nehmen würde. Das wäre für mich ein sofortiger Scheidungsgrund.

Inaktiver User
10.04.2011, 18:54
Wenn meine Frau mal fremdgehen würde, dann wäre sicher nicht so prickelnd, aber viel eher verzeihbar, als wenn sie dafür Geld nehmen würde. Das wäre für mich ein sofortiger Scheidungsgrund.


Hast du ein Problem mit beruflich erfolgreichen besser verdienenden Frauen :freches:
Käme glaube ich bei mir darauf an wieviel Geld sie mit nachhause bringt :pfeifend:

Alaska
10.04.2011, 18:56
Genau deswegen haben wir beide ja auch nix weiter miteinander zu tun.

VanDyck
10.04.2011, 18:58
Nein, hier gings darum, was Frauen gegen Geld anbieten (ohne Zwang, ohne Not)
Das ganze also aus der Perspektive der Verkäuferinnen, nicht der des Käufers.Okee, dann der Kern aus der Perspektive der 'Verkäuferin':

Für die Taler des Mannes verkauft eine Frau ihren Körper, damit der Mann ihn benutzen kann.

VanDyck

Inaktiver User
10.04.2011, 19:03
Nein, hier gings darum, was Frauen gegen Geld anbieten (ohne Zwang, ohne Not)Ohne den Thread jetzt so genau verfolgt zu haben:

Aber genau das Fettgedruckte bezweifle ich!

Oftmals trauen solche Frauen ihrer eigenen Wahrnehmung nämlich nicht, haben es verdrängt, daß sie als Kind sexuelle Mißbrauchserfahrung durchleben mußten. Und das muß noch nicht mal der vollzogene sexuelle Mißbrauch gewesen sein.

Inaktiver User
10.04.2011, 19:03
Okee, dann der Kern aus der Perspektive der 'Verkäuferin':

Für die Taler des Mannes verkauft eine Frau ihren Körper, damit der Mann ihn benutzen kann.


Der "Kern" in dem Dossier ist die Motivation, mit mit der eine Frau ihren Körper verkauft.

VanDyck
10.04.2011, 19:30
Der "Kern" in dem Dossier ist die Motivation, mit mit der eine Frau ihren Körper verkauft.Gut, okay ... der Kern des Dossiers handelt (vornehmlich) von dem 'warum' - wobei du im Beitrag 86 selbst noch geschrieben hast, es ginge um das WAS und nicht um das WARUM - und auf das WAS habe ich mich eben bezogen.

Und dem TE hier gehts ja auch um das WAS:

Kann Sex eine ganz normale Dienstleistung sein?

Aber leider geht es in dem Dossier ja doch um viel mehr, als die Motivation von einigen Edelnutten.

Worum geht es wirklich in diesem Dossier? Wir lesen dort:

Die Prostitution aber ist mitten unter uns angekommen, wer hinschaut, kann das überall sehen ...

Worum geht es wirklich, wenn man bspw. sowas liest? Die Antwort ist offensichtlich: es geht faktisch eben auch um Verbrämung und Verniedlichung von Prostitution. Der ganze Tenor dieses Artikels ist von diesem Geist umweht. Ob beabsichtigt oder nicht, steht auf einem anderen Blatt.

VanDyck

Inaktiver User
10.04.2011, 19:59
es geht faktisch eben auch um Verbrämung und Verniedlichung von Prostitution
Ich lese das anders. Ich sehe darin, dass gerade die Frauen, die das Gewerbe in der geschilderten Weise betreiben, als völlig pragmatisch, abgeklärt und sachlich beschrieben werden. Nix mit Schmuddel, nix mit Verzweiflung aber auch nix mit Verniedlichung.

VanDyck
10.04.2011, 20:35
Ich sehe darin, dass gerade die Frauen, die das Gewerbe in der geschilderten Weise betreiben, als völlig pragmatisch, abgeklärt und sachlich beschrieben werden. Nix mit Schmuddel, nix mit Verzweiflung aber auch nix mit Verniedlichung.Stimmt, kein Schmuddel und keine Verzweiflung bei denen.

Aber ob es nun Schmuddel und Verzweiflung gibt oder nicht gibt bei der Prostitution, kann ja nicht das Kriterium dafür sein, wenn es gilt, die Frage zu beantworten, ob Prostitution eine ganz normale Dienstleistung ist oder nicht.

Dann würde die Mafia ja auch eine ganz normale Dienstleistung erbringen - da besuchen wir dann mal son paar Edel-Fuzzis von denen und wenn wir dann ganz erstaunt feststellen, upps nix mit Schmuddel und Verzweiflung dort, dann sagen wir doch auch nicht, Wirtschaftskriminalität, Drogenhandel etc. is ne ganz normale Dienstleistung.

Kurzum: es geht um den wahren Charakter von Prostitution und nicht um die sehr selten anzutreffenden 'angenehmen' Begleiterscheinungen von Edelhuren. Was passiert da wirklich? Und passieren tut im Grunde immer das gleiche: Männer kaufen den Körper einer Frau und benutzen ihn und Frauen verkaufen ihren Körper für Geld und lassen ihn von einem Mann benutzen. Und das kann einfach nich richtig sein.

Bei der Prostitution verkommt der Sex zur Ware. Und der Körper einer Frau dazu. Das is doch Schweinescheiße, oder wie?

VanDyck

Inaktiver User
10.04.2011, 20:56
Männer kaufen den Körper einer Frau und benutzen ihn und Frauen verkaufen ihren Körper für Geld und lassen ihn von einem Mann benutzen. Und das kann einfach nich richtig sein.


Mein Gott wenn die Frau das aus freien Stücken tut ist das doch Latte .
Das sind doch nicht alles arme Opfer .

Und wenn ein Mann zu Huren geht um Spaß zu haben ist das immer
noch sozialverträglicher als wenn er sich eine Geliebte zum poppen
nebenbei hält und der einen " ich verlass meine Alte für dich " erzählen muß obwohl er
eigentlich nur ein Bückstück neben der Ehefrau " benutzen" möchte .

Ehrlicher ist das .

VanDyck
10.04.2011, 21:34
Hey Jack ...

Du meinst also, im Grunde isses völlig egal, in welchem 'Bückstück' dein Schwanz noch so steckt, Hauptsache nicht nur in deiner 'Alten'?

VanDyck

Inaktiver User
10.04.2011, 23:55
Nun wenn du es so besser in dein limitiertes Weltbild passt dann seh das eben so .
Habe ich kein Problem mit . Wobei es mir heute einfach nicht mehr viel gibt meinen Schwanz in irgend welche Körper zu stecken mit denen ich sonst nichts am Hut habe .
Soll jeder einfach für sich entscheiden ich sehe nur Prostitution nicht als was Böses und eben sehr viel ehrlicher als die Nonprofit popperei bei der man den Frauen erst etwas vom Pferd erzählen muss um sie flachzulegen .

Bei ca . 1.5 Millionen Männern die in Deutschland jeden Tag eine Hure besuchen ist diese Dienstleistung fester Bestandteil unserer Gesellschaft ob dir das passt oder nicht oder wie du das siehst ist da erstmal völlig Latte .

Und da ich jetzt mal nicht davon ausgehe das diese 1.5 Millionen jeden Tag im Jahr zu Huren gehen wird es eher so sein das die die nicht da hingehen eine kleine Minderheit stellen .

Du kannst das vergleichen mit den Burgerbuden , jeder findet das Zeug scheisse und ungesund und weil da keiner hingeht und den Mist frisst werden jeden Tag hundert neue Buden eröffnet .
Die Ketten machen Rekordumsätze .

Inaktiver User
11.04.2011, 09:45
Du kannst das vergleichen mit den Burgerbuden , jeder findet das Zeug scheisse und ungesund und weil da keiner hingeht und den Mist frisst werden jeden Tag hundert neue Buden eröffnet. Die Ketten machen Rekordumsätze .Der Vergleich ist übrigens gut.

Es geht hier bei diesen Fressbuden jedenfalls nicht um bewußtes Essen und Genießen sondern schlicht und einfach um Bedürfnisbefriedigung, also nicht selten um die Befriedigung einer (Freß-)Sucht, oft unkontrolliert. Der Zunahme an dicken Menschen und die Zunahme des Fleischkonsums in unserer Gesellschaft sprechen ja auch für sich.

VanDyck
11.04.2011, 10:31
Nun wenn du es so besser in dein limitiertes Weltbild passt dann seh das eben so .
Habe ich kein Problem mit . Wobei es mir heute einfach nicht mehr viel gibt meinen Schwanz in irgend welche Körper zu stecken mit denen ich sonst nichts am Hut habe .
Soll jeder einfach für sich entscheiden ich sehe nur Prostitution nicht als was Böses und eben sehr viel ehrlicher als die Nonprofit popperei bei der man den Frauen erst etwas vom Pferd erzählen muss um sie flachzulegen.Das Frauen mit dir poppen wollen, weil sie schlicht und einfach scharf auf dich sind, scheint in deinem Weltbild, bzw. deinen Erfahrungen nicht vorzukommen.
Und falls du es nicht nur vom Hörensagen meinst: die Frauen, die du mit deiner Bückstück-Spreche ins Bett quatschten kannst, dürften rar gesät sein.


Und da ich jetzt mal nicht davon ausgehe das diese 1.5 Millionen jeden Tag im Jahr zu Huren gehen wird es eher so sein das die die nicht da hingehen eine kleine Minderheit stellen .Wie jetzt? Diejenigen Männer, die nicht zu Huren gehen, sind eine kleine Minderheit? Das is natürlich falsch. Umgekehrt isses richtig: die übergroße Mehrheit von Männern gehen NICHT zu Huren, bzw. haben dies in ihrem Leben niemals getan.


Du kannst das vergleichen mit den Burgerbuden , jeder findet das Zeug scheisse und ungesund ... Weder diese Behauptung noch das Gegenteil davon ist richtig und daher ist dieser doppelt falsche Vergleich mit der Prostitution auch nur dazu geeignet, dich in deinem Weltbild selbst zu bestätigen.

Dein 'Alles-is-Scheiße-und-so-war-es-schon-immer-ich-bin-aber-trotzdem-dafür-und-im-Übrigen-weiß-ich-ganz-genau-Bescheid-Weltbild' scheint dir jedoch Vergnügen zu bereiten, das ist offensichtlich.

VanDyck

Salsera65
11.04.2011, 10:52
Oftmals trauen solche Frauen ihrer eigenen Wahrnehmung nämlich nicht, haben es verdrängt, daß sie als Kind sexuelle Mißbrauchserfahrung durchleben mußten. Und das muß noch nicht mal der vollzogene sexuelle Mißbrauch gewesen sein.

Dem stimme ich ausdrücklich zu!
Ich halte den Prozentsatz an Frauen, die wirklich selbstbestimmt und in sich gefestigt Prostitution als Beruf wählen, für verschwindend gering. Und viele junge Frauen unterschätzen, wie sich diese Tätigkeit auf ihr Gemüt auswirkt.
:knatsch:

Salsera65
11.04.2011, 10:55
Dann würde die Mafia ja auch eine ganz normale Dienstleistung erbringen - da besuchen wir dann mal son paar Edel-Fuzzis von denen und wenn wir dann ganz erstaunt feststellen, upps nix mit Schmuddel und Verzweiflung dort, dann sagen wir doch auch nicht, Wirtschaftskriminalität, Drogenhandel etc. is ne ganz normale Dienstleistung.


DANKE für diesen höchst anschaulichen Vergleich, der einen Kernpunkt des Problems deutlich macht!
:blumengabe:


Bei der Prostitution verkommt der Sex zur Ware. Und der Körper einer Frau dazu. Das is doch Schweinescheiße, oder wie?

Das sehe ich auch so!

Salsera65
11.04.2011, 10:59
Ehrlicher ist das .

Ehrlicher ist vieles, doch ist das auch ein guter Grund?

Wie wäre es, Frauen insgesamt mehr als Menschen (inklusive Würde) zu betrachten?
:grmpf:

Und wenn es um Ehrlichkeit gehen sollte (was ich bezweifle, denn es geht garantiert eher um Bequemlichkeit und Diskretion), warum dann überhaupt die Heimlichkeit???

Inaktiver User
11.04.2011, 11:11
Ich halte den Prozentsatz an Frauen, die wirklich selbstbestimmt und in sich gefestigt Prostitution als Beruf wählen, für verschwindend gering. Und viele junge Frauen unterschätzen, wie sich diese Tätigkeit auf ihr Gemüt auswirkt.
:knatsch:


Wer geht schon selbstbestimmt und gefestigt z.B. irgendwo am Fliesband arbeiten .

Salsera65
11.04.2011, 11:14
Selbstverständlich sollen Prostituierte geachtet und respektiert werden wie alle anderen Frauen auch. Wer jedoch glaubt, sich eine Frau oder einen Mann wie ein Baguette kaufen zu können, sollte gesellschaftlicher Ächtung anheimfallen.

Genau so herum wäre es passend. Seltsamerweise scheinen Prostituierte aber eher Verachtung zu erregen als die Freier...

Inaktiver User
11.04.2011, 11:21
Ich hab jetzt ein interessantes Buch dazu gelesen. Ich zitiere mal:

Im Sommer 1996 publizierte das österreichische Frauenministerium eine Studie, wonach jedes vierte Mädchen bis sechszehn Jahre während seiner Entwicklung Opfer sexuellen Mißbrauchs wird. Gemäß dieser Studie beginnt der Mißbrauch in mehr als sechzig Prozent der Fälle im Vorschulalter oder während der Grundschulzeit. In vierundneunzig Prozent der Fälle kannten die sexuell ausgebeuteten Kinder ihre Peiniger.

Wie gehen die Mißbrauchsopfer mit einem Erlebnis um, das es eigentlich nicht geben darf? Der sicherlich mit Abstand häufigste Versuch, das Problem zu bewältigen, ist, es einfach vergessen. Es wird aus dem Bewußtsein verdrängt. Der Verdrängungsprozeß ist nicht selten so perfekt, daß der Mißbrauch nicht mehr erinnert werden kann; das heißt, die Frage, ob ein Mißbrauch stattgefunden hat, wird mit einem aufrichtigen NEIN beantwortet - die Erinnerung daran ist verschwunden.

Der Zwang der Wiederholung - ein psychisches Gesetz - bringt die Menschen dazu, ihr Drama immer wieder neu zu inszenieren, solange es nicht verarbeitet ist. Es ist bedrückend, daß mißbrauchte, ausgebeutete Menschen diesen inneren Zwang ausgeliefert sind. Schon Freud hat darauf hingewiesen, daß sexuell ausgebeutete Kinder den Mißbrauch in ihrem späteren Leben wahrscheinlich noch mehrmals erleben müssen, und daß sie selbst unbewußt dazu beitragen, daß sich die Tragödie wiederholt. Vielfach werden Mißbrauchsopfer selbst Täter.

Salsera65
11.04.2011, 11:22
Wer geht schon selbstbestimmt und gefestigt z.B. irgendwo am Fliesband arbeiten .

Kann ich mich am Fließband mit sexuell übertragbaren Krankheiten infizieren?
Sorry, aber wenn du zwischen diesen Tätigkeiten keinen Unterschied erkennen kannst, fehlt dir offenbar die nötige Empathiefähigkeit.

Salsera65
11.04.2011, 11:28
Shadow,
meines Erachtens sind die Freier das Problem, die sich damit "beruhigen" (wenn überhaupt so viel Gewissen vorhanden ist), dass die Frauen den Job ja gewählt hätten. Würde niemand auf diese "Selbsterniedrigung" einsteigen/abfahren, würde sich das Elend nicht ständig wiederholen...

Ich halte das Ganze nicht für ein moralisches Problem. Die Schweden haben schlicht Recht, wenn sie feststellen, Prostitution widerspreche der Menschenwürde.

Und bevor wieder jemand von Fließbandarbeit oder ähnlichem anfängt: JA, es gibt auch andere Jobs, in denen die Menschenwürde mit Füßen getreten wird. Das macht Prostitution aber nicht besser.

Inaktiver User
11.04.2011, 11:40
Und bevor wieder jemand von Fließbandarbeit oder ähnlichem anfängt: JA, es gibt auch andere Jobs, in denen die Menschenwürde mit Füßen getreten wird. Das macht Prostitution aber nicht besser.


Aber ( moralisch ) schlechter ?



mit sexuell übertragbaren Krankheiten infizieren


Da hat eine Hure die uneingeschränkte Steuerungsmöglichkeit vom Risiko eines Reifenplatzer mal abgesehen . Die Normalfrau ist da einem wesentlich höheren Risiko ausgesetzt wenn sie nicht ausnahmslos auf geschützten Verkehr besteht .

VanDyck
11.04.2011, 11:45
Wer geht schon selbstbestimmt und gefestigt z.B. irgendwo am Fliesband arbeiten .Dann müsstest du doch mindestens folgendes sagen:

Weder der scheinbar selbstbestimmt tätige Fließbandarbeiter NOCH die scheinbar selbstbestimmt arbeitende Hure tun dies alles aus freien Stücken.

VanDyck

Salsera65
11.04.2011, 11:45
Aber ( moralisch ) schlechter ?

Wer redet von Moral? Ich nicht. Es geht um menschenverachtende Arbeitsverhältnisse.


Da hat eine Hure die uneingeschränkte Steuerungsmöglichkeit vom Risiko eines Reifenplatzer mal abgesehen . Die Normalfrau ist da einem wesentlich höheren Risiko ausgesetzt wenn sie nicht ausnahmslos auf geschützten Verkehr besteht .

Was setzt die Normalfrau dem Risiko aus? Na? Richtig, ein Partner, der bei Prostituierten oder anderen Frauen bitteschön kondomfreien Sex hat.
Außerdem ist das Risiko für Prostituierte natürlich höher, weil sie ständig wechselnde "Sexualpartner" haben.

Salsera65
11.04.2011, 11:48
Dann müsstest du doch mindestens folgendes sagen:

Weder der scheinbar selbstbestimmt tätige Fließbandarbeiter NOCH die scheinbar selbstbestimmt arbeitende Hure tun dies alles aus freien Stücken.

Danke! :blumengabe:

Inaktiver User
11.04.2011, 11:49
@Salsera65,

wie gesagt, oftmals werden Opfer selbst Täter.

In dem Buch ist ein Fall beschrieben von einem Jungen, der als 6 jähriger von seinem Stiefvater sexuell mißbraucht wurde. Nachdem der Stiefvater ihm zeigte, wie man sich selbst befriegt, mußte er es jeden Tag vor den Augen seines Stiefvaters machen. Und es wurde von ihm verlangt, daß er es mehrmals hintereinander machen soll. Immer wenn er nicht mehr konnte, wurde er geschlagen.

Dieser Junge ist schwer sexsüchtig geworden.

Inaktiver User
11.04.2011, 13:13
Wer redet von Moral?

Hab dich damit nicht direkt angesprochen deine persönliche Meinung kann ich nicht herauslesen

Wenn du schreibst " scheinen " wirst du es dir nicht aus den Fingern gesogen haben




Seltsamerweise scheinen Prostituierte aber eher Verachtung zu erregen als die Freier...


Persönlich empfinde ich für keinen der beiden Vertragsparteien Verachtung soll doch jeder nach seinem Gusto leben .



Weder der scheinbar selbstbestimmt tätige Fließbandarbeiter NOCH die scheinbar selbstbestimmt arbeitende Hure tun dies alles aus freien Stücken.


Na und . Solange sie es selbstverantwortlich tut und nicht körperlich oder was eher häufiger sein dürfte psychisch dazu gezwungen ist es halt ein Job . Ende .

Das Frauen das aus ( finanzieller ) Notwendigkeit tun und nicht aus Naturgeilheit ist schon klar .

Salsera65
11.04.2011, 14:13
Solange sie es selbstverantwortlich tut und nicht körperlich oder was eher häufiger sein dürfte psychisch dazu gezwungen ist es halt ein Job . Ende .

Ah ja. Heißt das, es wäre für dich völlig okay, wenn deine Mutter/Schwester/Tochter, deine Frau und/oder andere weibliche Verwandte diesen Job ausüben würden?
Kein Problem damit?
Nicht peinlich vor Nachbarn oder Kollegen?
Nein?
:pfeifend:

By the way: Wie unterscheidet ein Freier, ob er eine begeisterte Karriere-Hure oder eine Zwangsprostituierte vor sich hat? Fragst du dich das ernsthaft, bevor du mit einer Prostituierten Sex hast?
Oder ist es doch egal, weil du es für ihr Problem hältst?

Inaktiver User
11.04.2011, 15:29
Ah ja. Heißt das, es wäre für dich völlig okay, wenn deine Mutter/Schwester/Tochter, deine Frau und/oder andere weibliche Verwandte diesen Job ausüben würden?
Kein Problem damit?
Nicht peinlich vor Nachbarn oder Kollegen?
Nein?
:pfeifend:

Nachbarn und Kollegen .........mir egal was die denken die gehen mit grosser Wahrscheinlichkeit auch ab und an mal in den Puff .
Für meine Töchter würd ich mir sicher was solides wünschen ich würde es wohl akzeptieren es ist deren Leben . Frau Frage stellt sich nicht bzw . wieso sollte sie das tun . Eine finanzielle Notwendigkeit besteht dazu nicht . Würd ich eine neue Frau kennen lernen die den Job macht hätt ich kein Problem damit Sex oder besser körperliche Treue ist nicht so bedeutend für mich .




Wie unterscheidet ein Freier, ob er eine begeisterte Karriere-Hure oder eine Zwangsprostituierte vor sich hat? Fragst du dich das ernsthaft, bevor du mit einer Prostituierten Sex hast? Oder ist es doch egal, weil du es für ihr Problem hältst?

Das ist sicher ein Problem da den Strich zu ziehen Idikatoren gibts allerdings schon . Da ich vor 16 Jahren sozusagen " ausgestiegen " bin kann ich zu den aktuellen Gepflogenheiten nichts sagen . In meiner aktiven Zeit war ich allerdings immer in Läden unterwegs wo das Thema weniger vorkommt oder eben für den Gast nicht erkennbar ist .

Salsera65
11.04.2011, 18:46
In meiner aktiven Zeit war ich allerdings immer in Läden unterwegs wo das Thema weniger vorkommt oder eben für den Gast nicht erkennbar ist .

Jepp, du hast das also in Kauf genommen. Buchstäblich.
Und damit hattest du dann kein Problem, dass du nicht wissen konntest, ob die jeweilige Frau, die du gerade für Sex bezahlst, das aus freier Entscheidung tut?
Genau so läuft das Geschäft mit dem Sex und eben NICHT als normaler Job.

Inaktiver User
12.04.2011, 09:56
Es gibt verschiedene Formen von Prostitution und ich halte es auch für legitim, einmal die nicht so schreckliche Seite zu beleuchten. Das heisst ja nicht, daß man die schlimmen Aspekte verleugnet.

Frau/man kann nur entweder alle Seiten der Prostitution oder gar keine beleuchten. Selbst wenn das traurigste Niveau, der Straßenstrich, ausgspart wird, bedeutet es nicht, dass sogenannte "Edelprostituierte" fortdauernd auf Kunden treffen, die nach intellektuellen Gesprächen zartfühlend ihre Wünsche kundtun.
Es besteht ein Machtgefälle so oder so, denn, falls nicht, weshalb kann sich der Freier nicht mit seiner Dauer-Partnerin über seine Vorlieben verständigen?
Leider wird das Thema viel zu oberflächlich abgehandelt (allein das erotische Bild der schönen Beine romantisiert die Sache unzulässig); interessant wäre der gesellschaftlich-politische Aspekt, die allgemeine ökonomische Lage, in der scheinbar plötzlich Prostitution aus versteckten Nischen in die anerkennende Öffentlichkeit gerät.
Welches Verhalten wird damit gerechtfertigt? Das der Männer, die auf unendliche sexuelle Verfügbarkeit zurückgreifen können?
Das junger Frauen, die anstatt sich in Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilcourage, gesellschaftlich relevanter Mitsprache zu üben und fit zu machen, für kurze Zeit der fatalen Überzeugung erliegen, sie hätten nur irgendeine Bedeutung erlangt?

Meine Auffassung ist: Frauenfeindlichkeit in Reinkultur, Männer aller Altersklassen bleiben relevant, Frauen wieder mal nur jung und attraktiv, diesmal aber im Gegensatz zu früheren Zeiten offen ausgespielt gegen ihre älteren, weniger attraktiven Geschlechtsgenossinnen, und sich dabei versehentlich für mächtiger haltend.

Salsera65
12.04.2011, 10:05
Colonna,
danke vielmals für deine präzise Analyse!
:blumengabe:


Welches Verhalten wird damit gerechtfertigt? Das der Männer, die auf unendliche sexuelle Verfügbarkeit zurückgreifen können?

Dazu muss man nur mal kurz auf Websites schauen, die als "Portal" zur Vermittlung von Prostituierten fungieren. Da steht es kurz und knackig: "Heute ficken".
:knatsch:

Besonders aufschlussreich finde ich, was du zum Thema "Attraktivität" geschrieben hast. Auch wenn bei diesem Escort-Service EINZELNE Frauen über 35 zu finden sind, findet man natürlich keine, die etwas größeres als Konfektionsgröße 40 tragen würde - im Durchschnitt ist es Größe 36!

Frauen verwechseln leider häufig Attraktivität mit Bedeutsamkeit bzw. echter Anerkennung...

Salsera65
12.04.2011, 10:11
Männer aller Altersklassen bleiben relevant

Wobei man nicht vergessen darf, dass Männer auch nur dann relevant bleiben, wenn sie genügend Geld mitbringen.
Ist schon interessant, in welcher Art von Gesellschaft wir leben...

Leomie.
12.04.2011, 10:17
Wenn Sex eine normale Dienstleistung wäre, dann müsste es ja auch Friseure geben, die mir die Haare kostenlos schneiden ... :lachen:

VanDyck

:freches grinsen:
:allesok:

Inaktiver User
12.04.2011, 19:37
Frauen verwechseln leider häufig Attraktivität mit Bedeutsamkeit bzw. echter Anerkennung...

@Salsera
Keineswegs will ich mit meinem posting auf "innere Werte" versus "Äußerlichkeiten" anspielen. Attraktivität ist toll, erleichtert uns Frauen so manches (Männern übrigens auch), allerdings immer noch am besten gepaart mit Nachhaltigkeit in einem Beruf, der uns in weiterer Zukunft unabhängig von der Zuneigung bestimmter Kunden macht.

Ich stimme dir zu, Männer bleiben nur dann von Bedeutung, wenn sie (die nötige) Kohle haben; allerdings gibt es sogar in diesem Bereich Unterschiede zu Frauen, die sich trotz Geld schon gesellschaftlich gesehen den sexuellen Zugriff auf bezahlte junge Männer kaum leisten können, es vermutlich auch nicht wollen - wobei hier natürlich die Frage beantwortet werden müsste, ob es sich um Jahrhunderte fortdauernder Indoktrinierung oder um differierende Anlagen handelt.


Wenn Sex eine normale Dienstleistung wäre, dann müsste es ja auch Friseure geben, die mir die Haare kostenlos schneiden ...

Wieso? Ist bezahltes Haareschneiden keine normale Dienstleistung?

Inaktiver User
12.04.2011, 20:36
allerdings gibt es sogar in diesem Bereich Unterschiede zu Frauen, die sich trotz Geld schon gesellschaftlich gesehen den sexuellen Zugriff auf bezahlte junge Männer kaum leisten können, es vermutlich auch nicht wollen

Nicht wirklich . Sie machen das eben eher im Ausland und stehen da den Männers in nichts nach nur sind sie etwas diskreter in ihrer Vorgehensweise .

Inaktiver User
12.04.2011, 20:44
Jepp, du hast das also in Kauf genommen. Buchstäblich.
Und damit hattest du dann kein Problem, dass du nicht wissen konntest, ob die jeweilige Frau, die du gerade für Sex bezahlst, das aus freier Entscheidung tut?
Genau so läuft das Geschäft mit dem Sex und eben NICHT als normaler Job.

Wenn du den "SEX" jetzt einfach mal rausnimmst aus der Geschichte wirst du in vielen Bereichen des Lebens Situationen vorfinden wo du einen Benefit hast und du dafür die eventuell miese Situation anderer billigend in Kauf nimmst .

Salsera65
12.04.2011, 21:23
Du willst es nicht verstehen. Auch okay.

Inaktiver User
13.04.2011, 09:31
Nicht wirklich . Sie machen das eben eher im Ausland und stehen da den Männers in nichts nach nur sind sie etwas diskreter in ihrer Vorgehensweise .

@Jack
Du meinst vermutlich Thailand, etc.
Und genau das sagt schon genug, Männer, die dahin reisen, haben bestimmte Gründe dafür, die sie hierzulande an der Verwirklichung ihrer Wünsche hindern, jedoch würde kaum jemand es seltsam finden, wenn sie in Mittel- oder Westeuropa auf bezahlten Sex mit jungen Frauen zurückgreifen, während Frauen (nicht alle, klar, aber die meisten) die Sache sowohl als betroffene Kundinnen wie auch als solche, die sich nur damit auseinandersetzen, die Sachlage anders beurteilen.
Es soll keineswegs moralisiert sondern nur die Tatsache ins Licht gerückt werden, dass auch das öffentliche Abnicken von Prostitution wie vieles andere, dass das Hervorheben gleicher Interessen von Frauen aller Altersgruppen aushebelt, männlichen Vorteilen nützt, was per se nicht unbedingt schlecht sein muss, aber speziell in einer Frauenzeitschrift auch aufgezeigt werden sollte, sonst stehen am Ende jene Frauen, die den Dingen auf den Grund gehen, als eifersüchtige Mieslinge da, und nicht als jene, die gerne selbst etwas weiterbringen wollen, anstatt es über einen Mann oder von Männern machen zu lassen (jedoch nicht unbedingt ohne Letztere).

Zum Abschluss ein bisserl o.t., trotzdem passend: ein schweizerischer Bankmanager hatte sich während der letzten Bankenkrise Butter auf den Kopf geladen und stand in Gefahr, gesellschaftlich ausgebootet zu werden.
Ein Kollege meinte sinngemäß, der Betroffene müsse schauen, gut aus dem Dilemma auszusteigen, denn er (alt) habe eine junge Frau, die sich öffentlich zeigen wolle. Mehr zu der Schieflage, in die Frauen geraten, die nur mit dem Aussehen und eventuell Erotik punkten, braucht nicht gesagt zu werden, sie sind und bleiben die ungefährlichen Schafe, die mit der Herde blöken. Und damit die älteren Weibsbilder nicht ihr Maul zu weit aufreißen, wird ihnen hämisch etwas vorgesetzt, was sie sogar beim besten Willen nicht erreichen können. Ob sie es wollen, wird gar nicht gefragt.

Didi50
13.04.2011, 15:25
Liebe Brigitte,

in der aktuellen Emma gibt es einen ganz langen Artikel zur Prostitution, der sich ganz wesentlich von eurem seichten Artikel unterscheidet und der mir wohl mehr die Realität wiederspiegelt.

Salsera65
13.04.2011, 15:53
in der aktuellen Emma gibt es einen ganz langen Artikel zur Prostitution, der sich ganz wesentlich von eurem seichten Artikel unterscheidet

Schon in der Einleitung findet sich dort ein guter Satz:

Solidarität mit den Prostituierten – aber Kampf der Prostitution. Denn Prostitution zerstört nicht nur Körper und Seele der sich prostituierenden Frauen (die nicht selten Hausfrauen sind, die heimlich dazu verdienen), sie macht alle Frauen zum käuflichen Geschlecht.

Danke für den Hinweis! :blumengabe:

Salsera65
13.04.2011, 16:05
Wirklich interessante Artikel...

"Im Ausland wundert man sich schon lange über diesen deutschen Sonderweg – unser Land ist seither zur Hauptdrehscheibe für den europäischen Menschenhandel geworden. Deshalb wird die Forderung nach einer Reform des Prostitutionsgesetzes lauter. "

Und erschütternd (http://www.emma.de/ressorts/artikel/prostitution/like-a-pascha/)...

jascha_im_mai
13.04.2011, 18:09
Nun, Brigitte ist doch auch eine seichte Zeitschrift. Also was erwartet man? Allerdings ist dieser Artikel wirklich das letzte.

Zum Glück hält Emma dagegen.

Didi50
13.04.2011, 18:27
naja, Brigitte hatte auch schon richtig gute Artikel zu Politik und Gesellschaft!

jascha_im_mai
13.04.2011, 18:37
Kommt auf den Anspruch an.

VanDyck
13.04.2011, 19:00
Wieso? Ist bezahltes Haareschneiden keine normale Dienstleistung?Na ja doch, genau. Eine 'normale Dienstleistung' wird immer entlohnt. Und daher kann 'Sex gegen Geld' eben KEINE normale Dienstleistung sein, da Sex ja auf dieser Welt Tag für Tag milliardenfach 'kostenlos' stattfindet für alle Beteiligten - würd ich jedenfalls meinen. :lachen:

Würde das gleiche fürs Haareschneiden gelten, wären über 95% der Friseure
zum Null-Tarif tätig.

Ansonsten: bin ganz deiner Meinung hinsichtlich deiner Beiträge!

VanDyck

Salsera65
13.04.2011, 19:24
Nun, Brigitte ist doch auch eine seichte Zeitschrift. Also was erwartet man?

Naja, in der Brigitte waren früher schon einige anspruchsvolle und kluge Artikel zu finden!
Jetzt habe ich sowas schon länger nicht mehr entdecken können.

Salsera65
13.04.2011, 19:27
Mich würde ja mal interessieren, was die betreffenden Redakteurinnen zu der hier geäußerten Kritik sagen.
Lest ihr überhaupt bei dem von euch angestoßenen Thema mit?
:blumengabe:

Inaktiver User
13.04.2011, 19:29
na, aber etwas besseres als eine so angeregte Diskussion kann sich ein Dossier ja kaum wünschen..

Bei der Konkurrenz wurden vor Kurzem Dominas vorgestellt, die sehr frisch und fröhlich berichteten : auch hier gab es kontroverse Kommentare in den Leserbriefen und sogar Drohungen das Magazin nicht mehr lesen zu wollen..

Es scheint ein Zeitgeistthema zu sein : in Zeiten in denen es scheint, dass in jedem Rehenhauskeller ein "Studio mit allen Schikanen" ist..in Zeiten in denen so getan wird als sei Sex eine recht öffentliche Angelegenheit, verkauft sich alles rund um das Thema wohl doch noch gut..

Die Idee Emma vs Brigitte bringt mich zum Schmunzeln....:lachen:

Brigitte war jahrelang der Opferberichterstatter in Frauendingen : neben den Strickmustern und Rezepten erwarteten die Leserinnen immer auch mindestens eine Frauenopfergeschichte : und nun dieses Dossier mit dem Ergebnis Großempör..:lachen:

Das war vorauszusehen..

Inaktiver User
13.04.2011, 19:42
- unser Land ist seither zur Hauptdrehscheibe für den europäischen Menschenhandel geworden. Deshalb wird die Forderung nach einer Reform des Prostitutionsgesetzes lauter. "




Egal was für ein Gesetz dann kommen wird es wird den Bedarf und die Nachfrage nicht eindämmen . Das Geschäft kommt nur wieder in die Schmuddelecke aus der es kommt . In der Illegalität läuft es dann komplett aus dem Ruder , Hauptsache wir haben wieder ein neues Gesetz .

Wenn schon , wie du jedenfalls ohne Background , behauptest Deutschland DIE Hauptdrehscheibe für Menschenhandel ist fragt man sich warum ist das denn so ? Gesetze um diesen auszutrocknen gibt es ja ausreichend .

Das wie in dem EMMA Bericht jeder egal wo einen Wohnungspuff legal betreiben kann und es den Behörden nicht möglich ist Razzien durchzuführen ist natürlich falsch . Der Bericht vom 7x vergewaltigten Rumänenmädchen ein trauriges Einzelschicksal das doch so aber nicht die Regel ist .

Salsera65
13.04.2011, 20:13
Wenn schon , wie du jedenfalls ohne Background , behauptest Deutschland DIE Hauptdrehscheibe für Menschenhandel ist

Das war ein Zitat, keine Behauptung meinerseits.

Und dass Vergewaltigung im Zusammenhang mit Menschenhandel und Zwangsprostitution ein Einzelfall sein soll, kannst selbst du nicht ernst meinen.
:gegen die wand:

aliette
13.04.2011, 21:01
Ich habe euer Dossier gelesen und war entsetzt ueber die Seichtheit und Einseitigkeit der Berichterstattung. Das ist ja schon fast eine Verklaerung des aeltesten Gewerbes. Zu einem serioesen Journalismus gehoert die gruendliche Recherche. Die hat hier offensichtlich nur an der lackierten Oberflaeche statt gefunden. Dieser Bericht ist eine Ohrfeige fuer viele Frauen, die zu diesem Job gezwungen werden. Die Mehrzahl in diesem Gewerbe macht diese Arbeit gezwungenermassen. Von ein paar Hobbyhuren kann man nicht auf die Allgemeinheit schliessen. Und in keinem Land werden Frauen, wie eine Ware angeboten, aber in Deutschland ist das moeglich!

dielilly24
13.04.2011, 21:03
Mich würde ja mal interessieren, was die betreffenden Redakteurinnen zu der hier geäußerten Kritik sagen.
Lest ihr überhaupt bei dem von euch angestoßenen Thema mit?
:blumengabe:

Würde mich auch mal interessieren...Aber ob die Begeisterung für die Kritik an den geschriebenen Artikel bei allen Redakteuren noch so stark vorhanden ist?!?

Inaktiver User
13.04.2011, 21:29
Brigitte war jahrelang der Opferberichterstatter in Frauendingen : neben den Strickmustern und Rezepten erwarteten die Leserinnen immer auch mindestens eine Frauenopfergeschichte : und nun dieses Dossier mit dem Ergebnis Großempör..

Das war vorauszusehen..

Wenn schon, dann "Opferberichterstatterin", und ja, frau kann maliziös, etwas ironisch mit einer Prise Sarkasmus auf Diskussionen Bezug nehmen und vordergründig zeigen, dass sie nie und nimmer in irgendeiner Weise derlei Sachen ernst nimmt, zumal fröhliche Dominas ihre Erfahrungen preisgeben.
Und klar, auf Großempör... muss Entgegnung kommen, keine empörte, nein, nein, auch keine hysterische, kreischende, was immer einer so einfällt, wenn Gesichtspunkte, die so gar nicht dem Milieu der fröhlichen, gutverdienenden, für ihr Alter vorsorgenden, selbstverständlich langbeinigen, intelligenten, gebildeten Prostituierten einen Funken Realität abgewinnen können, mit dem Totschlagsargument der "Empörung" ins Reich der Emotionen verwiesen werden.
Ja, ja, die Frauen, die den Herren dienen, werden wohl nie aussterben, zumindest so lange nicht, solange sie sich selbst und so manche Magazinleserin davon überzeugen können, dass die Alternative das Fließband wäre. Und wer will schon am Fließband stehen? Zumal, wenn sie intelligent ist und schön......und schicke Strumpfbänder trägt. Allerdings fände sich da sicherlich auch ein Pöstchen in irgendeinem Unternehmen....möglich, dass sogar im eigenen was zu bewegen wäre, mit Herren Sekretären, jedoch anstrengend, anstrengend, und wann ist frau schon vierzig oder gar fünfzig Jahre alt, lebt sie dann noch überhaupt?


Na ja doch, genau. Eine 'normale Dienstleistung' wird immer entlohnt. Und daher kann 'Sex gegen Geld' eben KEINE normale Dienstleistung sein, da Sex ja auf dieser Welt Tag für Tag milliardenfach 'kostenlos' stattfindet für alle Beteiligten - würd ich jedenfalls meinen.

Würde das gleiche fürs Haareschneiden gelten, wären über 95% der Friseure
zum Null-Tarif tätig.

@Van Dyck
Der Friseur/die Friseurin erhält Geld für seine/ihre hoffentlich zufriedenstellende Arbeit am Kopf der KundInnen.
Sex wird entweder bezahlt oder er beruht auf zufriedenstellender Gegenseitigkeit. Quid pro quo.

VanDyck
13.04.2011, 22:49
Sex wird entweder bezahlt oder er beruht auf zufriedenstellender Gegenseitigkeit. Quid pro quo.Ja, wenn der Sex bezahlt wird, dann isses ja gar keiner.


Brigitte war jahrelang der Opferberichterstatter in Frauendingen : neben den Strickmustern und Rezepten erwarteten die Leserinnen immer auch mindestens eine Frauenopfergeschichte : und nun dieses Dossier mit dem Ergebnis Großempör..:lachen:

Das war vorauszusehen..Für wen war es vorauszusehen? Für Brigitte? Wenn ja, dann war es aber
auch beabsichtigt, oder wie?

VanDyck

Inaktiver User
13.04.2011, 22:52
Ich fand die Artikel recht erstaunlich. Die Geschichte der Studentin hat mich irgendwie an dieses Buch von der Studentin in Berlin erinnert und auch an den Film Belle du jour. Irgendwie merkwürdig, eher fiktional halt.

Dass es viele Hinterhofpuffs gibt, hab ich auch schon mal gehört, allerdings stellen die hier keine Lämpchen ins Fenster. Rote Lampen auf dem Fensterbrett sind dann eher von Ikea und haben nix zu sagen. :freches grinsen:

Nach wie vor ist es mir aber völlig unverständlich, wie man als Mann a) zu Prostituierten gehen kann. Ich meine, haben die keinen Stolz? Es gibt doch genügend Frauen, die auch auf einen Onenight-Stand aus sind, muss man sich da eine widerwillige kaufen?
b) wie man sich freiwillig und ohne Not protituieren kann als Frau in einem reichen Land. Man kann doch auch Spargel stechen, Putzen gehen, etc. Steckt da nicht doch meistens etwas sehr schlimmes dahinter (eigener Missbrauch etc.)?

Inaktiver User
13.04.2011, 23:26
Nach wie vor ist es mir aber völlig unverständlich, wie man als Mann a) zu Prostituierten gehen kann. Ich meine, haben die keinen Stolz? Es gibt doch genügend Frauen, die auch auf einen Onenight-Stand aus sind, muss man sich da eine widerwillige kaufen?




Das Gewerbe ist doch sehr sehr viel vielschichtiger als die Menschen sehen die das Millieu überhaupt nicht kennen und irgendwie ablehnen . Haben Männer keinen Stolz warum gehen sie zu Huren ? .............Ganz einfach weil sie es können . Konsum ohne nachzudenken eben . Es gibt doch genügend Frauen ONS etc ............die einen wollen dann mehr den ganzen Abend labbern bis man sie eintütet und wenns dumm läuft macht sie Stress und gefährdet das traute Eheglück zuhause . Ausserdem lass ich mein Auto auch vom Fachmann warten was hat Man(n) also von so einer ONS Göre die ihr Handwerk nicht versteht und womöglich noch eine Menge Tabus mit sich rumträgt .



b) wie man sich freiwillig und ohne Not protituieren kann als Frau in einem reichen Land. Man kann doch auch Spargel stechen, Putzen gehen, etc. Steckt da nicht doch meistens etwas sehr schlimmes dahinter (eigener Missbrauch etc.)?

Sicher gibt es viele geschundene Seelen in dem Job , die gibts auch in soliden Berufen . Wer hilft denen ? . Da wird man dann eher hören ach stell dich nicht so an .

Nur geht es im Gewerbe ausschliesslich um Kohle und da ist gering geschätzt 50.-Euro netto die Stunde eben mehr als 4.50.-Euro fürs Spargelstechen . Das eine Frau das aus naturgeilheit tut naja daran glauben einige Freier ich halte es für fast ausgeschlossen

Es ist eben schnelles .......wenn auch nicht ganz leicht verdientes Geld . Nur wo verdient man ohne Bildung ohne Qualifikationen soviel Geld .............

Selbstverständlich wenn die Frau selbstständig auf eigene Rechnung arbeitet , im Escortbereich wie in dem Bericht beschrieben tun das die Frauen in der Mehrzahl . Viele haben einen soliden Job machen es um schnelles Geld nebenbei zu machen .

Oder fängt Zwangsprostitution schon da an wenn Leasingraten und Versandhausrechnungen nicht mehr bezahlt werden können ? Oder aus Dummheit für den Scheich zuhause eine Kreditbürgschaft übernommen wurde und er über alle Berge ist . Dann sucht man eben Lösungen wie es auch ohne dem Staat auf der Tasche zu liegen funktioniet .

Salsera65
13.04.2011, 23:35
Konsum ohne nachzudenken eben .

Ach so. Das erklärt natürlich einiges.
Ist schon aufschlussreich mal in so ein "Freiergemüt" blicken zu dürfen...

Salsera65
13.04.2011, 23:38
Dann sucht man eben Lösungen wie es auch ohne dem Staat auf der Tasche zu liegen funktioniet .

Lieber auf den Strich als Hartz IV, also aus "moralischen" Gründen, weil die Frau dem Staat nicht auf der Tasche liegen sollte?
:gegen die wand:

VanDyck
14.04.2011, 00:23
@ Jack66

Von mir aus brauchst du deinen inhumanen grenzenlosen Zynismus und Defätismus nicht noch ein weiteres Mal wiederholen. Also - ich habs jedenfalls verstanden, schon lange. Oder willst du dich immer noch weiter steigern?

Und was soll das eigentlich immer, die Umstände zu bedauern und den möglichen Gegenentwurf gleichzeitig durch den Dreck zu ziehen? Das ist nämlich deine Methode.

Bedauerst 'geschundene Seelen' nicht nur in der Prostitution, wechselst aber sogleich wieder die Seite, in dem du das leicht verdiente Geld für die Huren hervorhebst. Nimmst dann aber wieder die kritische Position ein, dass es nur ums Geld geht. Das is dann aber wieder toll, weil man ja sonst nicht soviel Geld ohne sowenig Qualifikation verdienen kann.

Attestierst Männern, die zu Nutten gehen, Konsum ohne nachzudenken ('weil sie es können') um dann wieder die Fertigkeiten von Huren hervorzuheben, die dann wenigstens ihr Handwerk verstehen. Obwohl es ja eigentlich genug ONS gibt. Das sind dann aber wieder Gören für dich, die man natürlich mit Handwerkern fürs Auto vergleichen kann.

Deine Methode: hü und hott immer in einem Atemzug und alles is Scheiße und okay zugleich und das Gegenteil dann aber auch. Das ist wirr, aber keine Meinung.

Und alles in einem sprachlichen Tenor, der Frauen in den Dreck zieht - ja mehr noch: ein Tenor, der das Schöne generell in den Dreck zieht.

Eine ONS Göre, die man eintütet und die dann noch nicht mal ihr Handwerk versteht, die dann auch noch Stress macht usw. usf. ... das is deine oberätzende Unter-aller-Sau-Spreche. Pfui Deibel.

VanDyck

Salsera65
14.04.2011, 06:54
inhumanen grenzenlosen Zynismus und Defätismus

Deine Methode: hü und hott immer in einem Atemzug und alles is Scheiße und okay zugleich und das Gegenteil dann aber auch. Das ist wirr, aber keine Meinung.

Und alles in einem sprachlichen Tenor, der Frauen in den Dreck zieht - ja mehr noch: ein Tenor, der das Schöne generell in den Dreck zieht.

Eine ONS Göre, die man eintütet und die dann noch nicht mal ihr Handwerk versteht, die dann auch noch Stress macht usw. usf. ... das is deine oberätzende Unter-aller-Sau-Spreche. Pfui Deibel

Dem schließe ich mich ausdrücklich an.
Danke, Van Dyck! :blumengabe:

Inaktiver User
14.04.2011, 09:01
Wenn schon, dann "Opferberichterstatterin"

:lachen:

nein. Eine Magazinin denke ich nicht :-)

Ich finde schon, dass es ein sehr gutes Ergebnis einer redaktionellen Arbeit ist, wenn einige Leute zu einem nicht unwichtigen Thema Zeit und Gedanken verwenden.

Was kann man sich mehr wünschen als zu polarisieren?

Mich selbst tangiert das Thema nicht sehr( bzw würde es lieber auf anderen Plattform als aufgrund eines Brigitten Dossiers in einem Forum mit doch sehr unterschiedlichen Leuten diskutiert sehen) und deshalb schaue ich mir ein wenig von außen die unterschiedlichsten "heißen" Postings an : das Thema wühlt ja einiges an Emotionen auf: eine schöne Bandbreite unterschiedlichster Ideen :

altfeministische ...Männer mit Frauenretterideen.. Fragen, ob Frauen nicht auch selbstbestimmt solche"Jobs" wählen können ohne Opfer zu sein etc..

Inaktiver User
14.04.2011, 09:11
Na ja, Jacks offengelegtes Gedankengut gibt aber mehr her, als zur einfachen Ablehnung desselben nötig wäre.
Es ist einfach Trend wie auch der zur Diskussion gestellte oberflächliche Artikel einem manipulativen Zeitgeist entspricht.
Es sollen Frauen darauf anspringen, die ablehnen oder befürworten, die aber rein die sexuelle Handlung in den Vordergrund stellen. In Wirklichkeit geht es um viel mehr, nämlich darum, dass Frauen wie schon immer auf ihr Aussehen reduziert, auf ihren Wert für das männliche Geschlecht abgeklopft und auf die eine oder die andere Seite verwiesen werden sollen, und so als Konkurrenz für eben die Männer sowohl beruflich wie auch gesellschaftlich herausfallen.
In etwa läuft alles auf Berlusconi-Basis ab. Der alte Herr wird einerseits beneidet (von allen Männern, die auch gerne mehr "davon" hätten) und verdammt (von allen Frauen, die finden, er solle die Finger von jungen Mädchen lassen), tatsächlich wird aber vergessen, dass er seine Arbeit, für die er übermäßig gut bezahlt wird, vernachlässigt bzw. zum Schaden des Staates und auf Kosten der SteuerzahleInnen zum eigenen Nutzen (und nur dazu) ausübt.
Wenn es nicht Zufall wäre, müsste frau behaupten, ein hervorragender Think Tank hat etwas in Bewegung gesetzt, hier wie dort, um von dem, was diese Sachverhalte wirklich aussagen, abzulenken.

@_linwen_klee_
Würdest du das Thema lieber mit Gleichgesinnten diskutieren? Und weshalb anderswo, wenn es doch in der Brigitte angeschnitten wird?
"Altfeministische" Männer, mönsch, eine tolle Wortschöpfung, fehlt noch die Anführung von Alice Schwarzer, ...Ich erlaube mir, deine Pünktchen nachzutippen, vielleicht um dich zu wirklichen Argumenten anzuregen und nicht nur zu einer Umschreibung der Umschreibung der Umschreibung. Z.B., dass frau sich nicht unbedingt als Opfer sehen muss, ja gar keines ist, und trotzdem den Tellerrand für das Ende der Welt hält.

sisterofmercy
14.04.2011, 11:35
(Edel-) Prostitution/Escort eine normale Dienstleistung?

Nun, da stelle ich mir folgende Gespräche unter Eheleuten morgens am Frühstückstisch vor:

In Musterstadt, Musterstraße 1:
Sie: Du Schatz, wenn du heute Brot mitbringst, kaufst du es bitte nicht mehr bei Bäcker A? Ich habe gehört, dass er seine Angestellten ausnutzt, sie zu ganz schlechten Bedingungen dort arbeiten müssen und das auch noch für einen Hungerlohn. Also nee, du, das sollte man nicht unterstützen, finde ich. Bei Bäcker B ist es zwar teurer, aber dort wird jede Verkäuferin nach Tarif bezahlt, und außerdem schmeckt das Brot dort besser.
Er: Na, klar Liebling, du hast völlig Recht. Dass ich noch nicht selbst darauf gekommen bin! Da sparen wir lieber an anderer Stelle.

In Musterstadt, Musterstraße 2:
Sie Du Schatz, wenn du heute Sex kaufen willst, gehst du dann bitte nicht mehr zum Straßenstrich bzw. ins Bordell XY? Ich habe gehört, dass dort Zwangsprostituierte arbeiten. Und jetzt gibt’s im Bordell auch noch Flatrates, da verdienen die ja gar nicht mehr so viel. Das sollte man nicht unterstützen. Ein Edelbordell ist zwar teurer, aber da bezahlt man(n) die Damen wenigstens anständig, und für dein Geld bekommst du ja auch eine bessere Leistung.
Er: Na klar, Liebling, du hast völlig Recht. Dass ich da noch nicht selbst drauf gekommen bin! Da sparen wir lieber an anderer Stelle.

:pfeifend:

LG
sister

Stockente
14.04.2011, 11:47
Nach wie vor ist es mir aber völlig unverständlich, wie man als Mann a) zu Prostituierten gehen kann. Ich meine, haben die keinen Stolz? Es gibt doch genügend Frauen, die auch auf einen Onenight-Stand aus sind, muss man sich da eine widerwillige kaufen?
b) wie man sich freiwillig und ohne Not protituieren kann als Frau in einem reichen Land. Man kann doch auch Spargel stechen, Putzen gehen, etc. Steckt da nicht doch meistens etwas sehr schlimmes dahinter (eigener Missbrauch etc.)?

Nun ja,der Vergleich hinkt etwas,sorry das ich darüber lachen mußte. :smile:

Ich sag euch jetzt mal was:
Ich hab einen sehr beratungsintensiven Job und nicht erst einmal hab ich dabei gedacht,wenn ich dem Kerl jetzt einfach Einen blasen würde,hätte ich mein Geld eher verdient.
Das ist manchmel echt mühsam und auch ich habe in meinem Job manchmal das Gefühl,mich zu prostituieren,wenn auch auf eine andere Art und Weise - aber auch das tut dem Ego nicht unbedingt gut.

Das sind natürlich nur rein theoretische Gedanken,aber ich kann mir schon vorstellen,das es Frauen gibt,die das freiwillig machen und so vielleicht ihrem Retter begegnen wollen. :smirksmile:



PS: Hallo Sister! :blumengabe:

Inaktiver User
14.04.2011, 11:56
"Altfeministische" Männer, mönsch, eine tolle Wortschöpfung,

gut nö?

Ja, in den Pünktchen liegt viel Gedankenpotenzial : Raum für die Phantasie der Leser..

:smile:

Nein, ich will hier gar nicht "wirkliche Argumente" tippen, die als "wirkliche Argumente" für was auch immer gewertet werden könnten.

Mir sind Sätze wie"manipulativer Zeitgeist" schon so viel, dass ich hier zu viel Zeit verwenden müsste, um zu allem etwas zu äußern :

das geht ja hier von Altfeministinnen..Frauen mit großen Opfergeschichten.. bis hin zur abgezockten Trine, die "halt mal schnell Geld machen möchte"

Und letztere gibt es ja auch.

Ich sehe ein Magazin wie Brigitte mit Leserinnen, die meist über40 sind auch nicht als dieser Damen Gedankengut gefährdend an, so dass ich mich aufregen müsste.

HQking
14.04.2011, 12:04
(Edel-) Prostitution/Escort eine normale Dienstleistung?

Nun, da stelle ich mir folgende Gespräche unter Eheleuten morgens am Frühstückstisch vor:

In Musterstadt, Musterstraße 1:
Sie: ...

In Musterstadt, Musterstraße 2:
Sie ...
:pfeifend:

LG
sister

Wenn jemand (ein Mann wird das wohl sein in aller Regel) bezahlten Sex macht dann wird er das nicht am Fruehstueckstisch besprechen sondern....
sagen wir einfach mal so: er wird Single sein. Oder sich als Single fuehlen. Oder die Beziehung ist gar keine oder das Paar ist getrennt, also kein Paar mehr. So stelle ich mir das jedenfalls vor (als Mann).

Stockente
14.04.2011, 12:08
Wobei wenn ichs mir recht überlege,glaube ich,das man sich da genau wie mancher Pornodarsteller auch schön was einreden kann.
Ich hab da letztens ne Reportage gesehen,da war auch ein Mädel,dem dieser Job so wahnsinnig Spaß macht :unterwerf:....
Da kamen zwei Männer an nun ja....reden wir nicht drüber...es erfolgte eine pseudoherzliche Begrüßung,die Körpersprache von ihr sprach Bände...jedenfalls hatte sie am ganzen Körper unreine Haut und kleine blaue Flecken und in beiden Mundwinkeln zumindest das Anfangsstadium von Herpes...
Aber ihr macht das ja alles wahnsinnig Spaß. :knatsch:

HQking
14.04.2011, 12:09
Nach wie vor ist es mir aber völlig unverständlich, wie man als Mann a) zu Prostituierten gehen kann. Ich meine, haben die keinen Stolz? Es gibt doch genügend Frauen, die auch auf einen Onenight-Stand aus sind, muss man sich da eine widerwillige kaufen?
b) wie man sich freiwillig und ohne Not protituieren kann als Frau in einem reichen Land. Man kann doch auch Spargel stechen, Putzen gehen, etc. Steckt da nicht doch meistens etwas sehr schlimmes dahinter (eigener Missbrauch etc.)?

hier wird nach meinem Erachten ausgeklammert dass sich immerhin zwei Menschen begegnen wo etwas empfunden wird das ueber reine Logik hinausgeht.
Also vereinfacht und als Beispiel gesagt: der Mann wird scharf, moechte Sex beim Gedanken an bezahlten Sex oder der Begegnung mit einer schoenen Unbekannten (oder aehnliche oder andere Gedanken). Stolz oder nicht-Stolz ist bei Anziehung/Attraktivitat/Geilheit etc. nicht so ganz passend, finde ich. Und irgendeine die willig ist oder grundsaetzlich bereit ist zu einem ONS ist nun auch nicht unbedingt passend (als Szenario, als Person z.B.) zu einem selbst. Soll heissen die Anziehung zwischen 2 Personen muss halt stimmen, egal ob ONS oder Beziehung oder bezahlter Sex (ok, beim bezahlten Sex ist das zuerst mal von Mann-Seite stimmig und nicht unbedingt oder weniger jetzt von Frau-Seite wenn die Frau die Prostituierte ist denn sie sucht sich den Mann ja nicht aus, denke ich mir mal).

sisterofmercy
14.04.2011, 12:09
Hallöchen Stockente!

Och, da hab ich noch einen:

Morgens am Frühstückstisch usw, in Musterstraße 1:

Sie: Du, ich hatte gestern einen harten Tag!
Er: Ja? Das tut mir leid. Erzähl mal!
Sie: Ich hatte einen Kunden, der war echt beratungsresistent. Ich musste den stundenlang von unserem Produkt überzeugen, das war sooo anstrengend! Ich habs dann zwar geschafft, aber hinterher war ich völlig fertig. Und eine Pause war nicht drin, da wartete ja schon der Nächste.
Er: Ach du Arme! Na, dann ruh dich mal aus. Zum Glück sind ja nicht alle Kunden so!

Musterstraße 2:
Sie: Du, ich hatte gestern einen harten Tag.
Er: Ja? Das tut mir leid. Erzähl mal!
Sie Ich hatte einen Kunden, der hatte totale Potenz-Probleme. Ich hab ihn stundenlang bearbeitet, das war sooo anstrengend! Ich habs dann zwar …usw.

Wären es normale Dienstleistungen, müssten solche Gespräche auch normal sein.

LG
sister

sisterofmercy
14.04.2011, 12:17
Wenn jemand (ein Mann wird das wohl sein in aller Regel) bezahlten Sex macht dann wird er das nicht am Fruehstueckstisch besprechen sondern....
sagen wir einfach mal so: er wird Single sein. Oder sich als Single fuehlen. Oder die Beziehung ist gar keine oder das Paar ist getrennt, also kein Paar mehr. So stelle ich mir das jedenfalls vor (als Mann).

@HQking

Wenn es eine normale Dienstleistung wäre, könnte er sie aber am Frühstückstisch besprechen. Darauf will ich hinaus.
Im Übrigen sind die meisten Kunden/Freier in festen Partnerschaften. Viele haben sogar einen Kindersitz auf der Rückbank, wenn sie auf dem Parkplatz vorfahren.

LG
sister

HQking
14.04.2011, 12:28
@HQking

Wenn es eine normale Dienstleistung wäre, könnte er sie aber am Frühstückstisch besprechen. Darauf will ich hinaus.
Im Übrigen sind die meisten Kunden/Freier in festen Partnerschaften. Viele haben sogar einen Kindersitz auf der Rückbank, wenn sie auf dem Parkplatz vorfahren.

LG
sister

wollte nicht auf die Frage hinaus ob Prostitution eine normale Dienstleistung ist oder nicht sondern mich hat nur das Szenario angesprochen: Besprechung morgens am Kuechentisch. So wird das bestimmt selten oder gar nicht ablaufen.
Wie es bei Prostitution ablaeuft moechte und kann ich nichts sagen da mir der Einblick fehlt (bezueglich Deiner Beschreibung: Freier sind oft in festen Partnerschaften und haben evtl. Kindersitz auf Rueckbank vom Auto). Also ob das eine normale Dienstleistung ist oder nicht, da wuerde ich sagen es ist keine normale Dienstleistung. Unter anderem auch deswegen ist der Preis dafuer doch wesentlich hoeher als beim Haare schneiden oder aehnlichen Dienstleistungen.
Es geht doch um Koerper, Gefuehle (Koerpergefuehle auch), Sex etc.. Ist doch eine ganz andere Dimension als Haareschneiden...

sisterofmercy
14.04.2011, 12:40
Aber hier geht es doch gerade darum, dass Prostitution (vorzugsweise im Edelhuren- oder Escortbereich) als eine normale Dienstleistung angesehen werden soll, oder nicht?
Habe ich das falsch verstanden?

Ich sehe es ja so wie du, für mich ist es auch nicht normal.

Ich denke mal, dass die Partnerin zu Hause in den meisten Fällen nichts davon weiß, welche Dienstleistungen ihr Mann so in Anspruch nimmt. Und in der Regel wird sie auch nicht davon wissen, dass sich ihr Partner als Single fühlt bzw. sie da gar keine Beziehung führt, sondern was?
Geschweige denn die Kinder…

Papa macht daheim nämlich fröhlich einen auf Familie, küsst seine Kiddies zur Begrüßung, während er in der Mittagspause/auf der Dienstreise seinen Mund wo hatte?
Tja, so was gibt es öfter als man denkt...Es geht da nicht immer nur ums rein/raus...

Alles ganz normal???

LG
sister

VanDyck
14.04.2011, 12:42
Mir sind Sätze wie"manipulativer Zeitgeist" schon so viel, dass ich hier zu viel Zeit verwenden müsste, um zu allem etwas zu äußern ... Sicher - für sich allein genommen, erscheint die Begrifflichkeit 'manipulativer Zeitgeist' etwas verkürzt.

Gleichwohl gibt es ihn, den Zeitgeist und natürlich auch im manipulativen Sinn. Manchmal mit handfester Interessenlage, manchmal gedankenlos produziert, manchmal durch Zufall und zumeist sowieso in diversen Mischformen.

Und immer tobt zu jeder Zeit die Auseinandersetzung um die geistige Deutungshoheit verschiedenster gesellschaftlicher Prozesse, Abläufe und 'Fakten':

Kinder sind unterschiedlich und darum brauchen wir das dreigliedrige Schulsystem.
Der Sozialstaat ufert aus und wir müssen das Geld lieber in die Schaffung von Arbeitsplätzen stecken.
Leistung muss sich lohnen und deshalb dürfen hohe Einkommen nicht so hoch besteuert werden.
Je weniger Staat umso besser für den Einzelnen.
Es gibt so viel Hunger auf der Welt, weil die Menschen immer mehr werden.
Die Kosten für das Gesundheitssystem laufen aus dem Ruder.
Die Staatsschulden sind eine Belastung für unsere Kinder.
Zu hohe Löhne schränken die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft ein.
Zu hohe Benzinkosten treffen zuallererst den kleinen Mann.
Unrentable Eisenbahnstrecken und -Verbindungen müssen abgebaut werden.
Die Wirtschaft versteht von der Wirtschaft mehr als der Staat.
Prostitution ist eine ganz normale Dienstleistung wie anderes auch.
Atomkraftwerke sichern durch billige Energie auch für die Zukunft unseren Wohlstand.
Unsere Autos verbrauchen immer weniger Benzin.
Die Bürokratie erstickt die Ideen junger Unternehmer.
...

Es sind viele Schachspiele, die gleichzeitig stattfinden. In einem der Schachspiele, nämlich dem Dossier in der Brigitte mit dem Namen 'Prostitution, was ist das heute' wurde vor ein paar Tagen ein Bauer nach vorn gezogen ... nicht mehr, aber auch nicht weniger.

VanDyck

HQking
14.04.2011, 12:52
Aber hier geht es doch gerade darum, dass Prostitution (vorzugsweise im Edelhuren- oder Escortbereich) als eine normale Dienstleistung angesehen werden soll, oder nicht?
Habe ich das falsch verstanden?

Ich sehe es ja so wie du, für mich ist es auch nicht normal.

es wird in Brigitte, Emma und so zurecht die Rolle der Frau als Prostituierte angeprangert.
Ich sehe das auch ganz klar als Schieflage zu Lasten der Frau.
Sicher ist es weit hergeholt dass man sich als Mann auch als Opfer sehen koennte, als Opfer der Attraktivitaet der bezahlten Damen, wenn man zufaellig mit denen in Kontakt kommt.
Also ich finde den Artikel wie von Emma-Online beschrieben so richtig.



Ich denke mal, dass die Partnerin zu Hause in den meisten Fällen nichts davon weiß, welche Dienstleistungen ihr Mann so in Anspruch nimmt. Und in der Regel wird sie auch nicht davon wissen, dass sich ihr Partner als Single fühlt bzw. sie da gar keine Beziehung führt, sondern was?
Geschweige denn die Kinder…

Papa macht daheim nämlich fröhlich einen auf Familie, küsst seine Kiddies zur Begrüßung, während er in der Mittagspause/auf der Dienstreise seinen Mund wo hatte?
Tja, so was gibt es öfter als man denkt...Es geht da nicht immer nur ums rein/raus...

Alles ganz normal???

LG
sister
Dein obig beschriebenes Szenario koennte aber auch allgemein eine Verlogenheit darstellen. D.h. hier koennte Prostitution vorliegen (dass der Mann dies nutzt auf Dienstreise) oder auch Fremdgehen (dass der Mann eine heimliche Gebliebte hat). Jedenfalls vorspielen falscher Tatsachen, d.h. heile Beziehung der Frau vorspielen und gleichzeitig heimlich Sex ausser Haus ausleben. Und als Konsequenz daraus die Ekelgefuehle und Gefahr von sexuell ansteckenden Krankheiten. Und natuerlich auch die Beziehungsprobleme in der beschriebenen Ehe...

Stockente
14.04.2011, 13:00
Ich denke mal, dass die Partnerin zu Hause in den meisten Fällen nichts davon weiß, welche Dienstleistungen ihr Mann so in Anspruch nimmt. Und in der Regel wird sie auch nicht davon wissen, dass sich ihr Partner als Single fühlt bzw. sie da gar keine Beziehung führt, sondern was?
Geschweige denn die Kinder…

Papa macht daheim nämlich fröhlich einen auf Familie, küsst seine Kiddies zur Begrüßung, während er in der Mittagspause/auf der Dienstreise seinen Mund wo hatte?
Tja, so was gibt es öfter als man denkt...Es geht da nicht immer nur ums rein/raus...

Alles ganz normal???

LG
sister

Das hat doch alles nix mit der Familie zu tun... :pfeifend:

balalala
14.04.2011, 14:58
Weder der scheinbar selbstbestimmt tätige Fließbandarbeiter NOCH die scheinbar selbstbestimmt arbeitende Hure tun dies alles aus freien Stücken.

Vielleicht auch ein Anlass über das bedingungslose Grundeinkommen ernsthaft nachzudenken.....



Ja, wenn der Sex bezahlt wird, dann isses ja gar keiner.

So sehe ich das auch:
Sex sollte sich die Sache nur dann nennen dürfen, wenn beide Beteiligten „es“ tun, weil sie wirklich scharf aufeinander sind. Aber erkläre das mal jemandem, der seinen Kick wahrscheinlich gerade aus Aspekt der Käuflichkeit und einem gewissen Machtgefälle bezieht.

sisterofmercy
14.04.2011, 16:08
Das hat doch alles nix mit der Familie zu tun... :pfeifend:

Ach sooo!
Okeeeeh! :smirksmile:


Jedenfalls vorspielen falscher Tatsachen, d.h. heile Beziehung der Frau vorspielen und gleichzeitig heimlich Sex ausser Haus ausleben.

Bis zu 80 % spielen das vor.
Ist aber auch egal, ob 50 oder 80 %, wenn's so normal wäre, könnten die betreffenden Männer ja ehrlich und offen darüber reden.

Wir leben in einer Konsum-Gesellschaft.
Für manche ist es eben sehr wichtig, alles haben zu können bzw. sich alles leisten zu können.
Um möglichst schnell an die ersehnten Güter zu kommen, sehen die betreffenden Frauen da eben nur die Möglichkeit, ihren Körper zu verkaufen.
Ach ja, wahrscheinlich haben sie auch noch gerne Sex.

Dann gibt es auch Frauen, denen es ausschließlich darum geht, möglichst oft und mit wechselnden Partnern Sex zu haben. Warum dann nicht Geld dafür nehmen?

Bei beiden Beispielen sehe ich keine Opfer.

Und die Männer?
Nun, die legen eben ein paar Scheinchen auf den Tisch, und schon können sie alles haben/konsumieren, was sie wollen.
Ob ein Mann sich als Opfer der leichten Verfügbarkeit sieht oder der Attraktivität, wage ich zu bezweifeln.
Ein Opfer würde sich nach dem Akt auch als solches fühlen und nicht wieder hingehen, oder?
Falls er ein schlechtes Gewissen hat, dann höchstens seiner Partnerin/Familie gegenüber. Das ist aber nur von kurzer Dauer, vermute ich.

Ich denke auf beiden Seiten wird viel ausgeblendet.
Aber das ist nur meine Denkweise.


LG
sister

Inaktiver User
14.04.2011, 16:25
So sehe ich das auch:
Sex sollte sich die Sache nur dann nennen dürfen, wenn beide Beteiligten „es“ tun, weil sie wirklich scharf aufeinander sind. Aber erkläre das mal jemandem, der seinen Kick wahrscheinlich gerade aus Aspekt der Käuflichkeit und einem gewissen Machtgefälle bezieht.

Der nächste Punkt wäre dann vielleicht mal zu überlegen ob man die " Sache " auch dann Sex nennen darf wenn sie zu einem anderen Zweck als der der Fortpflanzung betrieben wird .

Solange es im beiderseitigen Einvernehmen geschieht sollte - egal ob Mann oder Frau - jeder bzw.jede frei und (staatlich) unreguliert entscheiden können ob sie die Dienstleistung anbieten oder gegen Geld in Anspruch nehmen . Die Doppelmoral hier ist übrigens auch sehr geil .
Alles Zwangsprostitution die armen Frauen bla bla aber scheinbar ist das bisschen Geld das den Frauen da bleibt nicht schmutzig genug als das es nicht als Steuergeld taugen würde .

Zwangsprostitution . Wo fängt sie für die Sittenwächter hier überhaupt an bzw.wo hört sie auf ? - Bekämpfen kann der Staat sie schon immer wenn er dies möchte dazu braucht es kein generelles Verbot der Prostitution an sich .

In Schweden kenne ich die Verhältnisse nicht wirklich daher kann ich nicht sagen ob es da nicht irgendwo Möglichkeiten gibt . Wenn ich die Schlagzeilen vor einigen Wochen noch richtig in Erinnerung habe ist das dort sogar Chefsache Huren zu beglücken . In den USA und in Frankreich ist Prostitution überwiegend staatlich eingeschränkt ,verboten oder sonst wie illegal .

Also alles ganz sauber ?

Salsera65
14.04.2011, 17:45
zu einem anderen Zweck als der der Fortpflanzung betrieben wird .

Doppelmoral

die Sittenwächter

ganz sauber ?

Eigenartig, wie du Begrifflichkeiten nutzt, die niemand hier wörtlich oder sinngemäß vertreten hat.

Welche der Diskutierenden in diesem Thread könnten denn wohl als "ganz saubere Sittenwächter einer Doppelmoral bezeichnet werden, die vertreten, Sex diene nur dem Zweck der Fortpflanzung"?
Naja, so wirst du immerhin mal alle deine Plattitüden los.

Wie VanDyck bereits schrieb: Argumente hast du keine.

Inaktiver User
14.04.2011, 18:48
Sittenwächter einer Doppelmoral bezeichnet werden

Dann mal Butter bei die Fische . Sollen Huren Steuern zahlen ?

Salsera65
14.04.2011, 19:21
Deine Frage zeigt, dass du der Diskussion nicht wirklich gefolgt bist und meine Meinung offenbar nicht begriffen hast. Die Frage, ob Huren Steuern zahlen sollen, ist irrelevant, wenn man Prostitution für illegal erklärt, und anstatt die Prostituierten zu bestrafen, die Freier verfolgt. Für illegale Geschäfte werden nie Steuern bezahlt. Müsstest du eigentlich wissen.

Inaktiver User
14.04.2011, 21:13
Für illegale Geschäfte werden nie Steuern bezahlt.

Das ist schlichtweg falsch . Den Staat - der denke ich ganz gut davon lebt - interessiert es nicht ob die Steuereinnahmen von Frauen stammen die unter Zwangsprostitution ihr Geld erwirtschaften . Da wird genauso die Hand aufgehalten wie im legalen Bereich .



anstatt die Prostituierten zu bestrafen, die Freier verfolgt.


Womit man eben das Geschäft in einen noch weniger zu kontrollierenden Bereich verlagert .
( Vergleich es mit dem Drogenmarkt )
Die Nachfrage wird sich dadurch nicht verringern , Frauen werden weiter ihre Dienste anbieten und sie werden angenommen .
Sinnvoll wäre m.M. das komplette Geschäft als solches gesellschaftlich zu akzeptieren um die Frauen aus der Schmuddelecke zu holen .

Salsera65
14.04.2011, 21:51
Lesen kannst du offenbar nur selektiv, also nochmal:
Wenn man Prostitution verbietet, wird der Staat keine Steuern mehr von Huren nehmen. Punkt und basta.

VanDyck
14.04.2011, 21:55
Hier mal ein interessanter Artikel, was da in Schweden so los ist - inkl. pro und contra Ansichten:

Prostitutionsverbot in Schweden: "Glückliche Huren gibt es nicht" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,515779,00.html)

Und noch einer:

Prostitution: Ende des Straßenstrichs | Politik | ZEIT ONLINE (http://www.zeit.de/2006/40/Schwedens-Freier)

VanDyck

Salsera65
14.04.2011, 22:05
"Jetzt ist auch die Krankenschwester im Prinzip für das Sex-Kaufverbot. Für sie gehört Prostitution abgeschafft. "Es stimmt: Glückliche Huren gibt es nicht. Die meisten, die ich im Laufe der Jahre hier kennengelernt habe, wurden schon in ihrer Jugend durch Verwandte sexuell missbraucht und haben große psychische Probleme", sagt sie. "Da ist wenig Freiwilligkeit." Wer länger dabei ist, nehme Drogen oder Beruhigungsmittel. "Das ist kein normaler Beruf. Ich wünsche allen, dass sie da wieder rauskommen."

Das ist doch mal ne eindeutige Aussage von einer Frau, die keine Vorurteile gegenüber Prostituierten hat.

VanDyck
14.04.2011, 22:32
Das ist doch mal ne eindeutige Aussage von einer Frau, die keine Vorurteile gegenüber Prostituierten hat.Nach allem was man weiß über die menschliche und durchaus zerbrechliche Psyche, ist es doch empörend, wenn immer noch vorgetragen wird, ficken gegen Geld sei eine normale Dienstleistung.

Und ebenso ungeheuerlich ist es doch, wenn man negieren will, was für gravierende psychische Folgen es für Frauen hat, wenn sie sich jahrelang tausende von Schwänzen von wildfremden Männern in ihre Pussy stecken lassen, mit denen sie NULL emotional verbindet.

Die übelsten Diktatoren und ihre Schergen wussten übrigens schon immer, wie man Menschen am schnellsten und effektivsten zerbrechen kann: durch sexuelle Folter.

VanDyck

Inaktiver User
15.04.2011, 08:53
Der Alltag ist für die Huren gefährlicher geworden
Die meisten Prostituierten lehnen die Kriminalisierung ihrer Freier ab. Sie fühlen sich in Opferrollen gepresst und sich ihrer Lebensgrundlage beraubt.





"Die netten Kunden haben Angst, ertappt zu werden. Übrig geblieben sind die Gestörten, mit denen man richtig weit raus fahren muss, damit die sich sicher vor der Polizei fühlen. Dort ist man ihnen dann ausgeliefert."

In Frankreich möchte man dies z.B . Mit Aufenthaltserlaubnissen und Sozialhilfe lösen . Also weg vom Strich ab in die soziale Hängematte .



Und ebenso ungeheuerlich ist es doch, wenn man negieren will, was für gravierende psychische Folgen es für Frauen hat, wenn sie sich jahrelang tausende von Schwänzen von wildfremden Männern in ihre Pussy stecken lassen, mit denen sie NULL emotional verbindet.]


In einem freien Land soll jeder für sich persönlich entscheiden können was gut und schlecht für ihn ist und natürlich dann auch die Folgen tragen .

balalala
15.04.2011, 09:52
Der nächste Punkt wäre dann vielleicht mal zu überlegen ob man die " Sache " auch dann Sex nennen darf wenn sie zu einem anderen Zweck als der der Fortpflanzung betrieben wird .
Ach komm: was hast Du denn für antiquierte Feindbilder!
Die Vorstellung, dass man gerade weil man Sex liebt, gegen Prostitution ist, scheint Dir völlig fremd. Wenn Du das nicht fühlst, hast Du wahrscheinlich keine Antenne dafür, und einem Blinden kann man die Farbe schwer erklären...

Sex, der Körper, Seele, Geist erfasst, Rausch, Anarchie, Erkennen und Erkenntnis, Freiheit, ... ?
Stattdessen diese Mischung aus Guido Westerwelle und einem Zuhälter ....
Verkrampft, verkopft, verkrüppelt....

Inaktiver User
15.04.2011, 10:31
Sex sollte sich die Sache nur dann nennen dürfen, wenn beide Beteiligten „es“ tun, weil sie wirklich scharf aufeinander sind. Aber erkläre das mal jemandem, der seinen Kick wahrscheinlich gerade aus Aspekt der Käuflichkeit und einem gewissen Machtgefälle bezieht.

Mein Gedanke bezog sich auf den von dir o.g Moralappell indem du festlegst was Sex ist . Daher drängt sich die Frage einfach auf ob Sex nur nach dem Fortpflanzungsgedanken praktiziert werden darf . Bei einer Hure die frei arbeitet liegt die Macht klar auf deren Seite . Sie bestimmt was sie zulässt und was nicht und welchen Preis sie dafür nimmt .

Eine Macht des Freier`s gibt es in dem Geschäft nicht .

sisterofmercy
15.04.2011, 10:43
"Jetzt ist auch die Krankenschwester im Prinzip für das Sex-Kaufverbot. Für sie gehört Prostitution abgeschafft. "Es stimmt: Glückliche Huren gibt es nicht. Die meisten, die ich im Laufe der Jahre hier kennengelernt habe, wurden schon in ihrer Jugend durch Verwandte sexuell missbraucht und haben große psychische Probleme", sagt sie. "Da ist wenig Freiwilligkeit." Wer länger dabei ist, nehme Drogen oder Beruhigungsmittel. "Das ist kein normaler Beruf. Ich wünsche allen, dass sie da wieder rauskommen."

Dass die meisten Prostituierten einen Missbrauchshintergrund haben ist mehrfach belegt. Dabei muss es sich nicht immer um sexuellen Missbrauch handeln.

Hier noch ein Beispiel, dass in der Branche vieles schön geredet wird:

"Nach zwölf Jahren hasse ich die Männer"
Die Kommunikationswissenschaftlerin und Hure Alice Frohnert zur Ausbeutung der Frau im Gewerbe

"Dimensionen der Prostitution, Poly- und Monogamie" heißt das Buch, in dem die 32jährige Kommunikationswissenschaftlerin Alice Frohnert das Gewerbe analysiert, in dem sie selbst seit zwölf Jahren arbeitet. "So wie sich die Prostitution in unserer Gesellschaft zeigt, ist sie Ausbeutung der Frau", lautet das Fazit der blonden Frau mit dem polnischen Akzent. Unser Mitarbeiter Dirk Lehmann sprach mit Alice Frohnert.

Berliner Zeitung: Sie sagen "Prostitution ist Zerstörung auf Raten". Wie ist das zu verstehen?

Alice Frohnert: Von 100 Frauen, die anschaffen, sind mindestens 80 zur Prostitution gezwungen worden. Meistens aus wirtschaftlichen Gründen. Es macht den Frauen doch keinen Spaß, mit diesen Typen ins Bett zu gehen! Die Frauen brauchen das Geld. Um nicht die Selbstachtung zu verlieren, belügen sie sich oder flüchten sich in Alkohol. Prostitution in dieser Form ist nur in einer Gesellschaft möglich, die völlig morbid ist.

Huren-Organisationen wie Hydra behaupten, "Sexarbeit" sei eine ganz normale Dienstleistung.

Hydra glorifiziert den ganzen Dreck! Eigentlich müßte es Sex auf Krankenschein geben. Längst arbeiten die meisten Huren wie Sozialarbeiterinnen oder Psychotherapeutinnen, denn die meisten Freier sind krank. Sie erkranken an einer schwachsinnigen Moral, die Monogamie in der Ehe verlangt. Aber der Mensch ist nicht monogam. Und diesen Frust lassen die Männer an den Huren aus. Sie können sich gar nicht vorstellen, wie gewalttätig die manchmal sind. Oder wie eklig.

Ist Edelprostitution anders?

Es gibt keine Edelprostitution. Ob ich mit Richard Gere ins Bett gehe oder mit einem Fließbandarbeiter, das ist das gleiche: Die Frau wird unterdrückt, zum Sexobjekt gemacht.

Viele Huren sagen, sie mögen ihre Arbeit.

Was sollen sie auch sonst sagen? Aber die Frauen sind nur lieb zu den Männern, weil sie das Geld brauchen.

Woher haben Sie Ihre Kenntnisse?

Seit mehr als zwölf Jahren bin ich Hure. Im Moment mache ich das noch einmal im Monat wegen des Geldes. Das kriege ich gerade noch hin, ohne kotzen zu müssen.

Was ist denn so zum Kotzen?

Sie können sich gar nicht vorstellen, wie eklig das ist, wenn so ein schmieriger Typ auf dir liegt. Wenn ich zum Zahnarzt muß, bürste ich mir doch auch die Zähne. Aber die meisten Freier halten es nicht mal für nötig, sich zu waschen! Gehen Sie mal mit so einem stinkenden Gorilla ins Bett!

Wie kamen Sie zur Prostitution?

Ich hatte einen starken Geschlechtstrieb und dachte, den könnte ich als Prostituierte befriedigen. Aber das war ein Trugschluß. Nach zehn Jahren habe ich erkannt, daß mich dieser Job kaputtgemacht hat. Ich habe einen unheimlichen Haß entwickelt - auf diese verlogene Gesellschaft. Und auf die Männer. +++

Warum sie es dann trotzdem noch einmal im Monat macht, ist mir dann allerdings auch schleierhaft. :wie?:
Aber ich denke auch, dass viele Frauen, die in die Sexarbeit einsteigen, gar nicht abschätzen können, was 1. auf sie zukommen könnte und 2. welche schädigenden Auswirkungen die Arbeit nach mehreren Jahren auf ihre Psyche haben könnte.
Dreimal "könnte", weil ich nicht weiß, ob es wirklich bei jeder so ist.

LG
sister

Inaktiver User
15.04.2011, 11:05
Von 100 Frauen, die anschaffen, sind mindestens 80 zur Prostitution gezwungen worden. Meistens aus wirtschaftlichen Gründen.Zwangsprostitution ? Geilheit aufs schnelle Geld und sich danach beklagen ?



Die Frau wird unterdrückt, zum Sexobjekt gemacht.

Warum geht sie nicht in einem anderen Job arbeiten oder lässt sich von Hartz IV aushalten ?



Seit mehr als zwölf Jahren bin ich Hure. Im Moment mache ich das noch einmal im Monat wegen des Geldes. Das kriege ich gerade noch hin, ohne kotzen zu müssen.

Na dann passt das doch . Wenn das Geld wichtiger ist als auf sich selbst zu achten .


Das ganze Gejammer unter dem Hintergrund das die Frau eine Topausbildung hat in der sie eventuell einen höheren Stundensatz abrechnen könnte muss man glaube ich nicht verstehen müssen .

Alaska
15.04.2011, 11:09
"Längst arbeiten die meisten Huren wie Sozialarbeiterinnen oder Psychotherapeutinnen, denn die meisten Freier sind krank. Sie erkranken an einer schwachsinnigen Moral, die Monogamie in der Ehe verlangt. Aber der Mensch ist nicht monogam. Und diesen Frust lassen die Männer an den Huren aus."

Achso. Na, jedenfalls scheint sie zu wissen, wovon sie spricht:


"Ich hatte einen starken Geschlechtstrieb und dachte, den könnte ich als Prostituierte befriedigen."

balalala
15.04.2011, 11:42
Mein Gedanke bezog sich auf den von dir o.g Moralappell indem du festlegst was Sex ist .

Das hat alles nichts mit Moral zu tun, sondern mit korrekter Bezeichnung:
Bei Prostitution handelt es sich nicht um Sex, sondern im günstigsten Fall um eine Dienstleistung. So wie es bei Vergewaltigung nicht um Sex geht, sondern um Gewalt. Genauso wie Liebe was anderes ist wie Abhängigkeit.


Daher drängt sich die Frage einfach auf ob Sex nur nach dem Fortpflanzungsgedanken praktiziert werden darf .
Ich hatte noch nie Sex wegen der Fortpflanzung, und die meisten Leute, die ich kenne 99% der Zeit auch nicht. Wie kommst Du auf so was absurdes? Wie alt bist Du? Wo wohnst Du? 95, Altbayern, Irland, Vatikan?

Dein Zitat von oben war übrigens nicht komplett.
Hier der ausgesparte Teil Deines Zitates:


Der Alltag ist für die Huren gefährlicher geworden
Die meisten Prostituierten lehnen die Kriminalisierung ihrer Freier ab. Sie fühlen sich in Opferrollen gepresst und sich ihrer Lebensgrundlage beraubt. Zum Beispiel Johanna*: Die 35-Jährige ist drogenabhängig und eine der Frauen, die ihre Dienste auf der Malmskillnadsgatan anbieten. Meist am Ende des Monats. Denn Heroin ist teuer. Für Sex im Auto nimmt sie umgerechnet 55 Euro. Dass die Kunden wegbleiben, mindert ihre Wahlmöglichkeiten: "Wenn wie heute Abend Flaute ist, gehe ich auch mit jemandem mit, der harte Sachen verlangt und kein Kondom benutzen will. Ich brauche das Geld", sagt sie.

Eine interessante Verwendung des Begriffs "Opferrolle" in diesem Zusammenhang....

Ich finde auch, die erwachsene, selbstbestimmte und freie Unternehmerin Johanna sollte politisch aktiv werden, damit Heroin billiger wird. Scheiss moralinsaure und bigotte Gesellschaft. Was geht die Politik das Heroin an. Ich bin für freie Marktwirtschaft für alles und alle!! So wie Du schon sagtest:

In einem freien Land soll jeder für sich persönlich entscheiden können was gut und schlecht für ihn ist und natürlich dann auch die Folgen tragen .

Ich muss jetzt Schluss machen: mein illegaler Schwarzarbeiter nebenan (ein freier Mensch in einem freien Land) kommt seinen vertraglich vereinbarten Pflichten nicht ganz korrekt nach. Ich muss ihn kurz bitten mich trotzdem weiterhin als Auftraggeber zu behalten.


Bei einer Hure die frei arbeitet liegt die Macht klar auf deren Seite . Sie bestimmt was sie zulässt und was nicht und welchen Preis sie dafür nimmt .

Eine Macht des Freier`s gibt es in dem Geschäft nicht .

Nein, eine Macht des Unternehmers gibt es nicht: niemand muss irgendeinen Job annehmen. Man kann auch auf der Strasse leben oder gar verhungern.... Alles eine Frage des Charakters und der Konsequenz!

Klar, Johanna könnte auch Klos anderer Leute putzen. Wenn das heroin billiger wäre, würde das reichen....

Ich bin, wie schon erwähnt für das bedingungslose Grundeinkommen, und dafür, dass jeder seine Drecksarbeit selber macht, oder diese, wenn gesellschaftlich wichtig, wenigstens geteilt wird. Nein, das ist kein anderes Thema. Das IST das Thema.

Bis es soweit ist, ist es mir lieber, wenn ich nur meine Zeit und mein Hirn verkaufen muss, und nicht auch noch meinen Körper. Ich bin nämlich eine untrennbare Körper-Seele-Einheit. Bei Dir Jack ist das wohl anderes. Akzeptiere aber bitte, dass andere Menschen, auch Männer, durch Prostitution an der Seele krank werden. Oder sich prostituieren, weil sie schon an der Seele krank sind.

Warum Du es so vehement ausblendest, dass es diese Körper-Seele-Einheit gibt, dass Prostitution seelisch krank macht, dass viele Prostituierte missbraucht wurden, das musst Du Dir selber beantworten. Deine angeblichen "Sachargumente" in so einer Frage sind Blödsinn.

BRIGITTE Community-Team
15.04.2011, 11:46
Liebe Userinnen, liebe User,

anbei eine Antwort aus der Redaktion:


Liebe Forumsmitglieder,

klar verfolgen wir die Diskussion im Forum mit großem Interesse. Und freuen uns darüber. Denn in dieser lebhaften Debatte finden sich alle Positionen und Sichtweisen wieder, die uns bei der Entwicklung dieses Themas begegnet sind. Wer das Dossier in Heft 9 gelesen hat, weiß, dass wir umfangreich recherchiert haben: Wir haben mit Beratungsstellen (in Hamburg und Odessa) , Selbsthilfegruppen (in Berlin), mit Expertinnen und mit vielen Frauen gesprochen, die selbst Erfahrungen im Sexgewerbe gesammelt haben. Wir haben tausende von Buchseiten und Zeitungsartikeln durchgesehen. Und so ist es auch im Dossier zu lesen: Die Lebenswirklichkeit in diesem Gewerbe ist facettenreich und wenig erforscht. Wer einen Ausschnitt beschreibt, läuft immer Gefahr, andere Seiten zu verharmlosen oder skandalisieren. Uns kam es darauf an, die Frauen zu Wort kommen zu lassen, die dazu stehen, dass sie als Prostituierte arbeiten oder gearbeitet haben. Darüber zu sprechen, ohne diskriminiert zu werden, ist bis heute kaum möglich. Das wollten wir ändern.

Freundliche Grüße
Ihre BRIGITTE-Redaktion

Inaktiver User
15.04.2011, 12:30
Klar, Johanna könnte auch Klos anderer Leute putzen. Wenn das heroin billiger wäre, würde das reichen....

Sie kann aber auch eine Therapie machen . Dann würde es mit dem putzen der Klo`s anderer Menschen reichen zum Leben und sie bräuchte kein H mehr . Alternativ kann sie an der Börse investieren und ein paar Millionen machen oder sonst wie nach ihrem Gusto etwas machen das ihr eher zusagt . In einem sozialistischen Gutmenschensystem in dem freies Handeln und Denken durch Regeln Verbote und eine bedingungslose Almosengabe ersetzt wird funktioniert das natürlich nicht . Insofern verstehe ich dein Gedankengang .
Trotz allem würde ich die Meinung anderer nicht als Blödsinn bezeichnen so ein bisschen Toleranz gönn ich mir einfach ab und an .

sisterofmercy
15.04.2011, 15:34
Halten wir doch mal fest, dass es eben viele verschiedene Facetten der Prostitution gibt.
Als da wären:
- Beschaffungsprostitution, wo es darum geht, sich Geld für den nächsten Schuss /andere Drogen zu beschaffen
- Zwangsprostitution, mit entsprechender Kriminalität im Hintergrund
- Psychisch Kranke evtl. mit Missbrauchserfahrung im Kindesalter
-Und eben noch viele andere Gruppen, also auch Frauen, die promiskuitiv veranlagt sind, oder Studentinnen und Hausfrauen, die es als Nebenjob ansehen, in dem man möglichst schnell möglichst viel Geld verdienen kann.

Halten wir ebenso fest, dass Prostituierte mehr Rechte und mehr Schutz bekommen müssen, gleichzeitig aber auch ihre Pflichten nicht vernachlässigen sollten. Darunter verstehe ich z.B., dass ausländische Frauen eine Arbeitserlaubnis erhalten. Und dass alle dafür Sorge tragen müssten, dass sich Geschlechtskrankheiten nicht durch sie weiterverbreiten, indem sie ihre Arbeit ohne Kondom anbieten und auch noch offen dafür werben.

Auf der anderen Seite sollten sich da auch die Freier in der Verantwortung sehen und die gewerblichen Damen mit Respekt behandeln.

(Nur als Beispiel, sicher gibt es noch mehr zu bedenken.)
Da fällt mir noch ein, dass ich es vorziehen würde, wenn Jugendliche unter 18 J, nicht bedient würden. Werden sie aber...

Halten wir weiterhin fest, dass Prostitution keine Arbeit/Dienstleistung ist wie jede andere, sondern dass man dafür gewisse Voraussetzungen mitbringen muss.


LG
sister

VanDyck
16.04.2011, 11:26
Liebe Forumsmitglieder,

klar verfolgen wir die Diskussion im Forum mit großem Interesse.Warum nur die Diskussion 'verfolgen'? Warum nicht mit diskutieren?


Wer das Dossier in Heft 9 gelesen hat, weiß, dass wir umfangreich recherchiert haben: Wir haben mit Beratungsstellen (in Hamburg und Odessa) , Selbsthilfegruppen (in Berlin), mit Expertinnen und mit vielen Frauen gesprochen, die selbst Erfahrungen im Sexgewerbe gesammelt haben. Wir haben tausende von Buchseiten und Zeitungsartikeln durchgesehen. Und so ist es auch im Dossier zu lesen: Die Lebenswirklichkeit in diesem Gewerbe ist facettenreich und wenig erforscht.Die Lebenswirklichkeit der Prostitution ist sehr wohl erforscht. Andernfalls könnten Sie ja wohl kaum so umfangreich recherchiert haben. Hier im Strang finden sich ebenfalls Hinweise darauf, wieviele Berichte und Geschichten es aus der Realität der Prostitution gibt (und das war nur ein kleiner Ausschnitt!). Es ist mir also wirklich ein Rätsel, warum Ihrer Auffassung nach auf dem Feld der Prostituion angeblich nur wenig geforscht wurde.
Und was den Facettenreichtum der Prostitution angeht: im Grunde genommen, geht es in diesem Bereich um sehr wenige Varianten der Lebenswirklichkeit; die Anzahl des 'Facettenreichtums' erscheint doch in Wahrheit eher sehr trist.


Wer einen Ausschnitt beschreibt, läuft immer Gefahr, andere Seiten zu verharmlosen oder skandalisieren.Was meinen Sie mit "skandalisieren"? Wer oder was 'skandalisiert' denn, wenn er nur einen Ausschnitt vom Thema Prostitution beleuchtet? Sie selbst etwa? Oder bspw. ich oder andere in der Replique auf Ihr Dossier? Und das soll dann skandalisieren sein, wenn auf die Mankos Ihres Dossiers hingewiesen wird? Fragen über Fragen ...
Allerdings muss man, wie Sie es auch tun, sagen: wer nur einen Ausschnitt beleuchtet, läuft Gefahr, die Dinge unzulässig zu verharmlosen. Und genau das ist bei Ihrem Artikel/Dossier der Fall. Doch warum tun Sie's dann, wenn Sie die Gefahr erkennen?

Sie selbst würden bspw. wohl kaum nur vorwiegend über die angenehmen Seiten des Drogenkonsums berichten - ein Dossier über koksende Partylöwen, die ausführlich darüber erzählen, wie Klasse es ist, auf Partys so richtig schön geflasht die Nacht durchzutanzen ... würden Sie das auch machen?


Uns kam es darauf an, die Frauen zu Wort kommen zu lassen, die dazu stehen, dass sie als Prostituierte arbeiten oder gearbeitet haben. Darüber zu sprechen, ohne diskriminiert zu werden, ist bis heute kaum möglich. Das wollten wir ändern.Wer diskrimiert denn Prostituierte, die über ihre Tätigkeit berichten? Selbst die sehr kleine Gruppe von Gegnern der Prostitution, die aus einer sexualfeindlichen Einstellung argumentieren, sehen in den Huren doch eher arme Sünderinnen. Die übergroße Mehrheit der Prostitutionsgegner sind ja grade GEGEN die Diskriminierung von Prostituierten - allerdings wollen sie das SYSTEM der Prostitution diskriminiert sehen, das ist wohl wahr. Ihre Bemerkung hinsichtlich der Diskriminierung von Prostituierten ist daher irreführend.

VanDyck

Salsera65
16.04.2011, 17:19
Alice Frohnert: Von 100 Frauen, die anschaffen, sind mindestens 80 zur Prostitution gezwungen worden. Meistens aus wirtschaftlichen Gründen. Es macht den Frauen doch keinen Spaß, mit diesen Typen ins Bett zu gehen! Die Frauen brauchen das Geld. Um nicht die Selbstachtung zu verlieren, belügen sie sich oder flüchten sich in Alkohol.

Wenn das eine "normale" Dienstleistung wäre, hätten wir ein Problem mit ALLEN Dienstleistungen.

@ die Brigitte-Redakteurinnen (des Dossiers)
Das Problem liegt doch weniger darin, dass Prostituierte nicht offen über ihren Job sprechen könnten, sondern in den gesellschaftlichen Verhältnisse und darin, wie ein Frauenkörper "gewertschätzt" wird. Weithin werden Menschenkörper, besonders aber Frauenkörper als formbar (Shaping und Diäten) und bewertbar (im Sinne von gesund und schön) und dann eben auch als "verkaufbar" angesehen. Ob dann einzelne Frauen Genugtuung oder Freude beim Verkaufen ihrer sexuellen Dienstleistung empfinden oder nicht, hat wenig mit dem Phänomen an sich zu tun, dass viele Männer es total unbedenklich finden, Sexdienste zu kaufen und Frauen diese überwiegend aus Zwang oder wirtschaftlicher Not anbieten.

Salsera65
16.04.2011, 17:29
Sie selbst würden bspw. wohl kaum nur vorwiegend über die angenehmen Seiten des Drogenkonsums berichten - ein Dossier über koksende Partylöwen, die ausführlich darüber erzählen, wie Klasse es ist, auf Partys so richtig schön geflasht die Nacht durchzutanzen ... würden Sie das auch machen?

Ein höchst interessanter Gedanke, denn natürlich hat Drogenkonsum erfreuliche Seiten für Leute, die einen starken Rausch genießen! Und bei DEM Vergnügen schaden die Süchtigen auch niemandem als sich selber. Da kann man mit Fug und Recht behaupten: Die haben Spaß daran, warum sollten sie nicht dazu stehen? Warum werden Drogenkonsumenten und warum wird Drogenkonsum diskriminiert? Sind doch erwachsene Leute, die für sich selbst verantwortlich sind...


Die übergroße Mehrheit der Prostitutionsgegner sind ja grade GEGEN die Diskriminierung von Prostituierten - allerdings wollen sie das SYSTEM der Prostitution diskriminiert sehen, das ist wohl wahr. Ihre Bemerkung hinsichtlich der Diskriminierung von Prostituierten ist daher irreführend.


Dasselbe ist mir auch durch den Kopf gegangen und ich frage mich ernsthaft, mit welchen Grundgedanken da recherchiert wurde. Und warum fehlen kritischere Analysefragen? Die Kritik kann sich doch bitte nicht in: "Prostituierte sollten nicht mehr diskriminiert werden" erschöpfen, oder? Das ist nämlich eine seit langem allseits bekannte Forderung.

Salsera65
16.04.2011, 17:39
Mir drängt sich fast der Gedanke auf, das Dossier könnte ein wenig gesponsert worden sein, denn immerhin wird ein spezieller Escort-Service (und nur dieser) namentlich genannt (und auf der Brigitte-Website sogar fett gedruckt hervorgehoben!), der damit eine Menge Werbung bekommt. Vielleicht brauchen die noch ein paar "Damen"...

Sowas soll ja in der Presselandschaft nicht ganz unüblich sein. Nachzulesen HIER (http://www.taz.de/1/leben/taz-medienkongress-2011/artikel/1/einfluss-zu-verkaufen/).

Inaktiver User
16.04.2011, 19:57
Mir drängt sich fast der Gedanke auf, das Dossier könnte ein wenig gesponsert worden sein, denn immerhin wird ein spezieller Escort-Service (und nur dieser) namentlich genannt (und auf der Brigitte-Website sogar fett gedruckt hervorgehoben!), der damit eine Menge Werbung bekommt. Vielleicht brauchen die noch ein paar "Damen"...

Sowas soll ja in der Presselandschaft nicht ganz unüblich sein. Nachzulesen HIER (http://www.taz.de/1/leben/taz-medienkongress-2011/artikel/1/einfluss-zu-verkaufen/).

Wundern tut mich nichts mehr, G&J versucht ja seit langem sehr intensiv das noch vorhandene Rest-Renommee der BRIGITTE vollends zu ruinieren.

Und wenn man es als erwachsene Frau schon nicht mehr auf ein BRIGITTE Cover schafft (auf dem neuen Heft ist mal wieder eine 19jährige zu sehen...) - dann hat man doch immerhin noch die Perspektive, im Escort-Servive zu reüssieren. Ist doch auch was.

sisterofmercy
16.04.2011, 21:54
Wenn man Prostituierte öffentlich befragt, ob sie ihren Job gerne ausüben, werden dann alle wahrheitsgemäß antworten?
Würden sie nicht der gesamten Branche schaden (und sich selbst), wenn sie was Negatives sagten?

Wie gesagt, es gibt Frauen, denen es Spaß macht als Prostituierte zu arbeiten.
Mich würden aber mal ehrliche Zahlen dazu interessieren. Gibt es die? Kann es die geben, s.o.?
Es gibt Untersuchungen, wo bis zu 75 % der Befragten einen Missbrauch oder Vernachlässigung in der Kindheit erlebt hatten oder in dysfunktionalen Familien aufgewachsen sind.
Bleiben aber noch ca. 25 %, wo es nicht so war.

Frauen im Escort-Bereich wissen, worauf sie sich einlassen. Da zählt vorwiegend die Kohle im5-stelligen Bereich/Monat. Ein Leben im Luxus. Von den Kunden werden sie auf Händen getragen. Pretty Woman lässt grüßen. Ob sie den Job auch noch machten für 1500 Euro? Ich glaube nicht.

@salsera :blumengabe:



Das Problem liegt doch weniger darin, dass Prostituierte nicht offen über ihren Job sprechen könnten, sondern in den gesellschaftlichen Verhältnisse und darin, wie ein Frauenkörper "gewertschätzt" wird.
Nun, die Freier können ja auch nicht offen darüber sprechen, diese Dienstleistung in Anspruch zu nehmen. :smirksmile: Müsste dann aber genauso möglich sein, oder?
Was denkst du, welchen Wert diese Damen ihrem Körper selber geben?
Sie sehen das sicher aus einem ganz anderem Blickwinkel als wir. Ihr Körper ist ihr Kapital, ähnlich wie bei einem Model im Playboy u.ä., das ja ganz sicher nicht gezwungen wird, sich nackt ablichten zu lassen. Viele finden es toll, so eine Wirkung auf Männer zu erzielen. Sie wirken ja selber an dem Bild "käuflich" mit. (Ich meine die, die es freiwillig tun).

Und die sog. Hausfrauen...sind das wirklich Hausfrauen mit Familienhintergrund? Wirklich alle? Oder geben sich manche nur als solche aus, um...einen bestimmten Anschein zu erwecken?
Können denn diese Frauen wenigstens im Kreise ihrer Liebsten über ihren Job sprechen? Oder müssen sie da auch verheimlichen, ein Doppelleben führen?

Im Dossier wurde erwähnt, dass Freundschaften zerbrachen (aus Zeitmangel, oder?).
Hmmm, trotz allem ein ziemlich hoher Preis.
Wie war das noch mal bei Domenica, die ja sehr öffentlich über ihre Arbeit sprechen durfte in verschiedenen Talkshows und TV-Berichten? Aber letztendlich einsam und verarmt gestorben ist. Ihr hat ihr Job ja auch scheinbar erst mal Spaß gemacht...
Tja, und das isses eben: hat jemand mal erforscht, wie das so im Alter ist, wie es dann mit der Psyche aussieht?
Domenica hat am Schluss, Prostituierten beim Ausstieg geholfen. Warum wohl? Weil es der Traumjob ist?

Und wenn man Prostitution generell anerkennen soll, dann muss man eben auch dies anerkennen:
Frauen erzählen - Kampagne Stoppt Zwangsprostitution! (http://www.stoppt-zwangsprostitution.de/was_ist_zwangsprostitution/frauen_erzahlen/)

Das muss man dann eben auch bei einem Bericht über die heutige Prostitution erwähnen. Gehört genauso dazu wie Baby- und Drogenstrich usw.

Dürfen diese Frauen auch ganz öffentlich berichten?
Nein? Warum nicht? Weil dann das schöne, geile Bild zerstört wird? Oder weil man evtl. dann in bestimmten Bordellen Einnahmebußen befürchten muss?

Ich diskriminiere nicht die Frauen, die im Milieu arbeiten, aber gewisse Umstände...Und ich wünsche jeder, die meint, dass es ihr Spaß macht, ohne Schäden an Leib und Seele da rauszukommen, am Ende!

LG
sister

Salsera65
16.04.2011, 22:40
Domenica hat am Schluss, Prostituierten beim Ausstieg geholfen. Warum wohl? Weil es der Traumjob ist?

Ich bin davon überzeugt, dass das ein "Job" ist, den niemand unbeschadet ausüben kann und schon gar nicht über Jahre hinweg.

Danke für den Link! :blumengabe:
Wenn man weiterklickt, kommt man zu DIESER (http://www.stoppt-zwangsprostitution.de/hallo_freier/erkennen/) Seite.
Würde mich mal interessieren, ob bei den Punkten auf dieser Liste nicht ALLE Freier ins Grübeln kommen müssten...
:knatsch:

kamy
16.04.2011, 22:54
Ich bin davon überzeugt, dass das ein "Job" ist, den niemand unbeschadet ausüben kann und schon gar nicht über Jahre hinweg.


Es ist aber immer wieder interessant zu lesen, welche harmlose Meinung zu der Prostitution die sich nicht- prostitutierenden Frauen haben. Sie finden es geradezu toll, daß es so ein "Beruf" gibt.

Prostituierte....bezeichnet ihr das als Beruf,oder wie ist eure Meinung darüber? - Frauenzimmer.de (http://www.frauenzimmer.de/forum/index/beitrag/id/21074/offset/80/count/10/order/lastanswer/dir/desc/21074/stars-news/news-politik/prostituierte-bezeichnet-ihr-das-als-berufoder-wie-ist-eure-meinung-darueber#forumscrolltop)

Ich war entzetzt, als ich diese Diskussion las.

Inaktiver User
16.04.2011, 23:09
hier wird nach meinem Erachten ausgeklammert dass sich immerhin zwei Menschen begegnen wo etwas empfunden wird das ueber reine Logik hinausgeht.
Also vereinfacht und als Beispiel gesagt: der Mann wird scharf, moechte Sex beim Gedanken an bezahlten Sex oder der Begegnung mit einer schoenen Unbekannten (oder aehnliche oder andere Gedanken). Stolz oder nicht-Stolz ist bei Anziehung/Attraktivitat/Geilheit etc. nicht so ganz passend, finde ich. Und irgendeine die willig ist oder grundsaetzlich bereit ist zu einem ONS ist nun auch nicht unbedingt passend (als Szenario, als Person z.B.) zu einem selbst. Soll heissen die Anziehung zwischen 2 Personen muss halt stimmen, egal ob ONS oder Beziehung oder bezahlter Sex (ok, beim bezahlten Sex ist das zuerst mal von Mann-Seite stimmig und nicht unbedingt oder weniger jetzt von Frau-Seite wenn die Frau die Prostituierte ist denn sie sucht sich den Mann ja nicht aus, denke ich mir mal).

Na, ob ich eine wahnsinnige Anziehung auf meinen Schornsteinfeger ausübe oder er meinen Boiler überprüft, weil er Geld dafür bekommt, ist mir ehrlich völlig wurst. :freches grinsen: Dienstleistung eben.

Aber im Bett? Mir geht's eben nicht ein, wie man da so stumpf sein kann. Ehrlich, einen Seitensprung könnt ich einem Partner vermutlich noch verzeihen - aber niemals, wenn er zu einer Hure geht. Ich hätte dann das Gefühl, ich hab den letzten Blödmann als Partner, der es noch nicht mal schafft, eine andere Frau zu finden, die freiwillig mit ihm schläft. Der muss sogar dafür zahlen - pfui!

sisterofmercy
16.04.2011, 23:29
Salsera, wie ich schon schrieb, es wird vieles ausgeblendet. Auch -oder vor allem - auf Seiten der Freier.


Ich bin davon überzeugt, dass das ein "Job" ist, den niemand unbeschadet ausüben kann und schon gar nicht über Jahre hinweg.

Auch darüber gibt es Untersuchungen. (So wenig erforscht ist das Thema gar nicht...)
Demnach sollen ca. 90 % danach eine psychische Störung haben. Ich muss mal schauen, ob ich das irgendwo wiederfinde.
Natürlich können wir uns nicht in alle Frauen hinein denken. Wir würden es definitiv nicht unbeschadet überstehen.
Ich meine, wir gehen hier natürlich auch immer von unserer eigenen Denkweise, von unserem eigenen Empfinden aus. Deswegen können wir uns nicht vorstellen, dass es Spaß macht, als Prostituierte zu arbeiten. Aber bei einigen Frauen scheint es ja so zu sein, zumindest im oberen Preissegment.


Würde mich mal interessieren, ob bei den Punkten auf dieser Liste nicht ALLE Freier ins Grübeln kommen müssten...

Oder bei dieser Seite...
Dortmunder Mitternachtsmission e. V. (http://www.standort-dortmund.de/mitternachtsmission/)

Freier möchten nicht darüber nachdenken. Die meisten wird es schlichtweg nicht interessieren. Und wenn sie nachfragen, werden sie kaum eine ehrliche Antwort bekommen.
Sex sells. Verkauft werden neben den sexuellen Praktiken -Illusionen. Und die Männer möchten daran glauben. Professionelle, die es drauf haben spielen dem Mann eine perfekte Show vor, geben ihm das Gefühl etwas Besonderes zu sein - und eben auch, selber Spaß daran zu haben, täuschen Orgasmen vor. Usw.
Echt ist das in den seltensten Fällen, aber es kommt recht häufig vor, dass sich die Männer verlieben, den Frauen Blumen mitbringen, etc. Und manche heiraten sogar. Und davon träumen wiederum auch manche Prostituierte. Sie träumen von einem Retter, der sie da raus holt...

Es ist ein so ungeheuer großer Wirtschaftszweig, der so viele Bereiche umfasst, und mit dem sich so wahnsinnig viel Geld verdienen lässt -auch in den Medien - da wird man solche Berichte nur äußerst selten lesen.

Aber es gibt sie, wenn man sich die Mühe macht und hier googelt, findet man sie auch. Öfter als man denkt...

LG
sister

Inaktiver User
16.04.2011, 23:45
Liebe Userinnen, liebe User,

anbei eine Antwort aus der Redaktion:

[...] Uns kam es darauf an, die Frauen zu Wort kommen zu lassen, die dazu stehen, dass sie als Prostituierte arbeiten oder gearbeitet haben. Darüber zu sprechen, ohne diskriminiert zu werden, ist bis heute kaum möglich. Das wollten wir ändern.

Ähm, entschuldigung, aber ist das nicht irgendwie auch normal, dass Prostituierte diskriminiert werden? Ich finde es gut und richtig, dass die Gesetze geändert wurden und sich Prostituierte auch krankenversichern können etc.. In meinen Augen ist das aber trotzdem kein Beruf wie andere und meine Toleranz hört da eben auf. Sprich, ich würde den Kontakt zu einer Freundin abbrechen, wenn ich erführe, dass sie anschaffen geht. Ich würde auch eine Prostituierte nicht gerne als Nachbarin haben. Ich möchte mit dem Milieu einfach gar nichts zu tun haben und ich denke, das geht den meisten Menschen so, wenn sie ehrlich sind.

Schließlich ist das ja für die meisten Prostituierten wohl nicht ein netter Nebenverdienst, sondern die meisten haben irgendwelche Probleme (z.B. Drogensucht), mit denen man sich als Durchschnittsmensch einfach gar nicht beschäftigen möchte.

Salsera65
16.04.2011, 23:46
Interessante Seite sisterofmercy...

Vor allem das hier:
"Es liegen immer schwerwiegende Gründe vor, wenn sich eine Frau für die Prostitution entscheidet.
Meist führt der Wunsch, ein stark belastendes Problem (z.B. Verlassenwerden vom Ehemann oder Partner und dadurch bedingte Mittellosigkeit, die Furcht, die Kinder materiell nicht ausreichend sichern zu können, Überschuldung, plötzliche eigene Arbeitslosigkeit oder die des Ehemannes, drohender Wohnungsverlust) dazu, dass eine Frau sich der Prostitution als vermutete Lösungsmöglichkeit zuwendet.

Viele Prostituierte arbeiten zunächst nur gelegentlich und mit der Hoffnung, dass sie, nachdem eine gewisse Geldsumme verdient und Schulden abgetragen wurden, sofort mit der Prostitution aufhören könnten."

sisterofmercy
16.04.2011, 23:52
Habs gefunden. Ging ganz schnell, ich brauchte nur Psychische Störungen Prostituierte eingeben...:

Beruf bringt oft psychische Störungen mit sich - Neurosen - derStandard.at ? Gesundheit (http://derstandard.at/1263706697668/Prostitution-Beruf-bringt-oft-psychische-Stoerungen-mit-sich)


Interessante Seite sisterofmercy...
Ja, auch auf Seiten der Frauen gibts halt Illusionen über den Beruf.
Und dieser Umstand wird m.M.n. durch die netten, positiven Berichte in gewissen Medien gefördert... :pfeifend:

Ich weiß nicht, wer dieser "Eifelphilosoph" ist, aber ich teile seine Meinung:
http://eifelphilosoph.blog.de/2009/11/19/prostitution-frauen-zerruettung-gesellschaft-7411852/

LG
sister

sisterofmercy
17.04.2011, 10:53
Ach so, hatte ich gestern noch vergessen:

Natürlich können psychologische Störungen, psychosomatische Beschwerden auch in anderen Berufen entstehen.
Durch starke seelische Belastungen wie Mobbing z.B. oder beispielsweise bei Feuerwehrleuten, die bei Unfällen Tote bergen müssen etc.

Das sollte man fairerweise erwähnen.

@Schwimmkatze


Ich möchte mit dem Milieu einfach gar nichts zu tun haben und ich denke, das geht den meisten Menschen so, wenn sie ehrlich sind.

So kann man es handhaben, klar.
Aber ganz ausblenden kann man es vielleicht auch nicht.
Was machst du, wenn du nach Jahren erfährst, dass dein Partner diese Dienste vor eurer Zeit des öfteren in Anspruch genommen hat?
Wäre das dann ein Trennungsgrund für dich, obwohl eure Beziehung bis dahin sehr gut verlaufen ist? Ihr vielleicht Kinder habt?

Ich denke, dass die leichte Verfügbarkeit, dieses Überangebot an käuflichem Sex uns Angst macht.
Eine Partnerin kann unmöglich all das bieten, was dort angeboten wird, selbst wenn sie im Bett sehr aufgeschlossen ist. Das ist keine Garantie, denn wenn der Partner Lust auf fremde Haut hat, heute eine Blonde will, morgen eine Rothaarige und übermorgen eine Thai oder wie auch immer, so kann man da eben nicht mithalten. Vielleicht möchte er auch einfach nur Sex mit einer jungen Schönheit, die sich in sexy Dessous präsentiert, ohne sich selbst anzustrengen oder genießt die Aufmerksamkeit, das Gefühl, etwas Besonderes zu sein.
Und die Partnerin zu Hause wird es ja nicht erfahren, also denkt er: warum nicht?

Und die Partnerin will nichts darüber wissen und denkt : meiner macht das nicht.

Tja...

Ich wüsste mal gern, wie viele Krisen und Trennungen es gäbe, wenn wirklich mal alles ans Licht käm...wenn jeder mal offenlegte, was er so "treibt" in Abwesenheit und Unwissenheit des Partners (Frauen nicht ausgenommen). Oder zählt das dann auch wieder unter Privatsphäre?

Ich kann nur für mich sprechen, es mag jeder so handhaben, wie er möchte und jeder hat seine eigenen Grenzen:
Ich würde mich vor meinem Partner ekeln, würde ich wissen, dass er fremdgeht. Ich käme nicht darauf klar. Punkt.

Alle meine bisherigen Partner hatten den Anspruch absoluter Treue an mich. Wieso sollte ich den nicht auch haben dürfen?
Das ist doch eine Doppelmoral: die Partnerin soll treu sein, aber mann selber macht, was mann will.

WENN überhaupt müsste ja gleiches Recht für alle gelten. Offene Beziehung. Das funktioniert aber in den wenigsten Fällen. Müsste aber laut Statistik in mehr als der Hälfte aller Partnerschaften möglich sein.
Im Übrigen habe ich mich vom Vater meiner Kinder getrennt, weil er diese Dienste auch in Anspruch nahm.
Es fehlten jede Woche 200 Euro in der Haushaltskasse, die ich dann an anderer Stelle wieder einsparen sollte.
Als ich noch nicht wusste, warum plötzlich Geld fehlt, bin ich also brav putzen gegangen, hab über ebay und auf Flohmärkten Klamotten verkauft.
Er fuhr auf Montage, er verdiente damit sehr viel Geld. Seine Ausreden, warum es auf einmal nicht mehr reicht, waren zunächst für mich nachvollziehbar. Herausgekommen ist alles durch Zufall. Ich hätte bis dahin beide Hände für ihn ins Feuer gelegt. Warum auch nicht?

Die mit seinem Betrug einhergehenden Lügen möchte ich euch ersparen. Auch die vergeblichen Versuche, unsere Ehe zu retten inkl. Eheberatung. Es ging einfach nicht, ich konnte nie wieder Vertrauen aufbauen. Ich fühlte mich vera...t und verraten.

Habe danach von Hartz4 gelebt, buchstäblich den Kitt aus den Fenstern gefressen. Jetzt können meine Kinder und ich einigermaßen gut leben. Auf die Idee mich zu prostituieren, bin ich nie gekommen. Es gibt auch andere Möglichkeiten, wenn man will...

LG
sister

Salsera65
17.04.2011, 11:06
Sister,
das ist eine bewegende Geschichte, die du da hast, puh.
Ich glaube, so eine Art von Betrug hätte kaum jemand verzeihen können. Ich meine, selber putzen gehen müssen, um genügend Geld für die Familie zu haben, damit der Kerl sich bei ner Prostituierten vergnügen gehen kann? Da hört sich wirklich alles auf.
:nudelholz:

Ich fürchte, die meisten Männer wissen zwar, dass ihre Frau von ihren derartigen Aktivitäten besser nichts erfahren sollte, finden aber selber, dass es keine Untreue ist, weil ja keine Gefühle im Spiel sind, sie also bloß eine Dienstleistung in Anspruch nehmen.

sisterofmercy
17.04.2011, 11:36
Hallo Salsera!

Doch es sind Gefühle im Spiel, nämlich meine! Oder allgemein gesprochen: die der Partnerin, die zu Hause sitzt, wenn sie denn davon wüsste....

Hätte ich damals einen Strang eröffnet, hätte ich wohl zu hören gekriegt, dass es auch an mir liegt.
Tatsächlich habe ich so gedacht, obwohl ich ihn vorher oft gefragt habe, ob er mit unserem Sexualleben zufrieden ist.
Meine Jüngste war 4 Jahre alt, die andere 6, ich hatte 10 Kg zugenommen, hatte mit Haus und großem Garten einiges zu tun, war also oft müde, meine Libido war nach den Kindern nicht mehr so, wie am Anfang, hatte mein Äußeres vernachlässigt, Probleme wurden hauptsächlich am WE besprochen usw.
Da musste sich was ändern.

Ich habe angefangen Sport zu treiben, 8 Kg abgenommen, war mit Hilfe von 2 Gläschen Wein wieder offener im Bett. Und zunächst klappte es auch ganz gut.
Aber trotzdem wurde ich das Gefühl nicht los, nicht zu genügen. Und Dinge zu tun, die ich eigentlich nicht wollte.

Hätte er das Geld in eine Putzhilfe und schöne Klamotten für mich gesteckt, damit hätte er ja auch einiges erreicht. :freches grinsen:
Dazu war er wohl zu egoistisch. Will damit sagen: er hätte mir ja auch entgegen kommen können.

Das Schlimme ist ja nicht nur der Betrug in diesem Moment, in dieser Beziehung, sondern es geht ja für den Betrogenen noch weiter:
Er verliert nämlich das Grundvertrauen auch in zukünftige Partnerschaften. Man kann sich erst mal nicht mehr so 100%-ig einlassen.

Trotz allem habe ich nichts gegen Prostituierte, das möchte ich noch mal klarstellen!
Ich habe aber was gegen Männer, die deren Dienste in Anspruch nehmen ohne das Wissen ihrer Partnerin. Und gleichzeitig von ihr Treue erwarten.

LG
sister

Salsera65
17.04.2011, 11:39
Hätte er das Geld in eine Putzhilfe und schöne Klamotten für mich gesteckt, damit hätte er ja auch einiges erreicht. :freches grinsen:


In der Tat! :schild genau:

Ich habe mal gelesen, dass Männer, die was im Haushalt tun, mehr und besseren Sex bekommen als andere. Das kann ich nur bestätigen, denn erstens hat frau dann weniger Arbeit und ist entspannter und zweitens freut sie sich über die Kooperationsbereitschaft. Aber ich glaube, das ist vielen Männern zu mühsam und zu langwierig...
:grmpf:

sisterofmercy
17.04.2011, 11:52
Aber ich glaube, das ist vielen Männern zu mühsam und zu langwierig...

Na ja, ich war ja damals nicht berufstätig, das hätte ich von meinem Mann gar nicht verlangt oder erwartet.
Aber es ist manchen Männern eben zu mühsam und zu langwierig, sich auf ihre Partnerin einzustellen, (besonders nach Geburten) bzw. an der Beziehung zu arbeiten. Verzichten? Geduld haben?
Ist schwierig, ich weiß. Man liest es ja immer wieder.

Manchmal fehlt auch einfach ein offenes Gespräch, aber dazu war meiner leider nicht bereit.
Es ist ein heikles Thema, immer noch. Komisch, oder?
Da wird man tagtäglich total überflutet in unserer sexualisierten Gesellschaft, aber ein offenes ehrliches Gespräch bekommen die wenigsten hin. Schade!

LG
sister

Salsera65
17.04.2011, 12:18
Na ja, ich war ja damals nicht berufstätig,

Hausfrau und Mutter von zwei Kindern? Sorry, aber da kann ein Mann nach Feierabend durchaus mit anfassen, denn das ist ein Fulltime-Job und zwar 24 Stunden täglich!
:blumengabe:

Tja, vielleicht sollte es einen Partnerschaftsführerschein geben, der den Beteiligten die Grundlagen beibringt... Schon traurig, wenn offenbar nur ein geringer Prozentsatz der Eltern sowas vermitteln kann. Ich habe sowas auch nicht zuhause gelernt.

sisterofmercy
17.04.2011, 13:10
Hausfrau und Mutter von zwei Kindern? Sorry, aber da kann ein Mann nach Feierabend durchaus mit anfassen, denn das ist ein Fulltime-Job und zwar 24 Stunden täglich!
Ja, im Normalfall könnte er das, aber meiner war ja nur am WE zu Hause. Am Haus musste einiges renoviert werden, das hat er dann auch noch erledigt.
Auch dafür hätte er Handwerker kommen lassen können - für 800 Euro im Monat kann man vieles bezahlen... :pfeifend:


Tja, vielleicht sollte es einen Partnerschaftsführerschein geben, der den Beteiligten die Grundlagen beibringt...

Was meine Kinder daraus gelernt haben oder auch nicht, wird sich noch zeigen.
Wer weiß, wie es in 10 Jahren aussieht. Der heutige Stand ist ja dahingehend, dass Frauen akzeptieren sollten, wenn sich ihre Männer Pornos anschauen, weil das ja alle machen und völlig normal ist...
In 10 Jahren werden sie akzeptieren müssen, dass Bordellbesuche/Fremdgehen was völlig normales sind, weil es ja alle machen. Es ist ja schießlich nur Sex und hat mit der Partnerin nichts zu tun...
(Und fällt natürlich unter die Privatsphäre ...)

Mit wirklicher Tiefe und Nähe haben die Beziehungen dann wohl nichts mehr zu tun, aber vielleicht wird das dann auch gar nicht mehr gewünscht. Wird es vielleicht heute schon nicht? Keine Ahnung...

LG
sister

Salsera65
17.04.2011, 13:37
für 800 Euro im Monat kann man vieles bezahlen... :pfeifend:


Das ist ja mal ein großzügiges Taschengeld für ein Mitglied einer 4köpfigen Familie...
:nudelholz:

Hey, aber die Frau kann es doch durch "nebenberufliche Prostitution" wieder reinholen. Soll das dann das Beziehungsmodell der Zukunft werden?
*kotzsmiley such*

sisterofmercy
17.04.2011, 13:39
Hey, aber die Frau kann es doch durch "nebenberufliche Prostitution" wieder reinholen. Soll das dann das Beziehungsmodell der Zukunft werden?

Wer's mag...

Inaktiver User
17.04.2011, 13:39
In 10 Jahren werden sie akzeptieren müssen, dass Bordellbesuche/Fremdgehen was völlig normales sind, weil es ja alle machen. Es ist ja schießlich nur Sex und hat mit der Partnerin nichts zu tun...
(Und fällt natürlich unter die Privatsphäre ...)

Mit wirklicher Tiefe und Nähe haben die Beziehungen dann wohl nichts mehr zu tun, aber vielleicht wird das dann auch gar nicht mehr gewünscht. Wird es vielleicht heute schon nicht? Keine Ahnung...


Akzeptieren muss frau gar nichts, sie hat die Wahl, zu gehen oder zu bleiben.


Dem zweiten Absatz deines postings stimme ich zu. Wie schon in einer anderen Diskussion angeschnitten wurde, wird es wohl so sein, dass frau/man sich die emotionale Nähe in der Herkunftsfamilie holen wird, sofern die sich dieser großen Herausforderung erfolgreich stellen kann.

sisterofmercy
17.04.2011, 13:42
Bloß...wenn das alle machen, wird sich nicht mehr viel Geld damit verdienen lassen. :wie?:
Aber immerhin macht es wenigstens Spaß. :erleuchtung:

Sorry, nichts für ungut!

Oosterik
17.04.2011, 13:44
Hallo Frauen!
Ich habe mir einige Forenbeiträge durchgelesen und dachte ich mische mich mal ein.
Ich bin der Meinung, dass viele schlicht und einfach ziemlich übertrieben dargestellt werden.
Ich bin natürlich auch nicht für Prostitution, aber man sollte sich da nicht zu sehr hineinsteigern, finde ich.

Lg!

Salsera65
17.04.2011, 13:45
Sister,
falls du es missverstanden hast: Ich meinte das sarkastisch und nicht ernst!
:blumengabe:

Ich finde es traurig, wie viele Menschen in eher verlogenen Partnerschaften leben...
Das kann nicht wirklich erfüllend sein.

sisterofmercy
17.04.2011, 13:45
Akzeptieren muss frau gar nichts, sie hat die Wahl, zu gehen oder zu bleiben.

Um eine Wahl zu treffen, müsste sie erst mal davon wissen,nicht?

Und wenn ich meine Kinder höre, was auf dem Schulhof so läuft bzw. erzählte mir die Tochter (17) einer Freundin, sie kenne kaum einen Jungen in ihrem Alter, der noch nicht da war...

Salsera65
17.04.2011, 13:50
Um eine Wahl zu treffen, müsste sie erst mal davon wissen,nicht?

Allerdings! Das wäre auch das, was mich an so einem Betrug besonders wütend machen würde. Die Frau (oder auch der Mann - je nachdem) wird seiner Entscheidungsfreiheit beraubt und weiß gar nicht, in was für einer Art von Beziehung sie lebt!
:grmpf:


erzählte mir die Tochter (17) einer Freundin, sie kenne kaum einen Jungen in ihrem Alter, der noch nicht da war...

Na, ich schätze mal, mindestens die Hälfte der Jungs sind Angeber und erzählen das bloß. Kennt man ja.
Dennoch, selbst die Hälfte sind schon erschütternd viele. Was soll sowas? Ich verstehe, ehrlich gesagt, nicht, warum die das machen. Gehört das mittlerweile zum guten Ton???

Oosterik
17.04.2011, 13:51
Ja, das ist mir auch schon aufgefallen: Immer mehr Jugendlich rutschen in diese Szene.
Wenn ich das mal so sagen darf gibt ist in "Generation Porno" kaum noch ein anderen Thema. Alles dreht sich um Sex!
Schrecklich ..

Salsera65
17.04.2011, 13:59
Wenn ich das mal so sagen darf gibt ist in "Generation Porno" kaum noch ein anderen Thema. Alles dreht sich um Sex!

Das wäre ja nicht mal so schlimm, wenn das nicht als eine Art Leistungssport betrieben würde. Offenbar tritt in den Hintergrund, dass Sexualität sowohl eine Form der intimen körperlichen Kommunikation zwischen Menschen (natürlich mit Lust und Freude) ist als auch Selbstausdruck und Selbsterfahrung. Wo bleiben da noch Zuwendung, Nähe, Zärtlichkeit und Respekt, wenn man zeigen muss, wie toll und rundum hemmungslos man ist? Was wird da aus der Persönlichkeit des Einzelnen?

Oosterik
17.04.2011, 14:04
Wo bleiben da noch Zuwendung, Nähe, Zärtlichkeit und Respekt, wenn man zeigen muss, wie toll und rundum hemmungslos man ist? Was wird da aus der Persönlichkeit des Einzelnen?

Das ist es ja!
Heute wird nur noch auf Äußerlichkeiten Wert gelegt. Ich weiß zwar nicht woher dieser plötzliche Sinneswandel kommt, aber im Fernsehn sieht man auch nichts anderes mehr. Überall Blondinen mit ihren aufgespritzten Brüsten! Unmöglich finde ich sowas. Natürlich ist die Männerwelt ganz fasziniert davon, aber wo soll uns das denn hinführen?!

Inaktiver User
17.04.2011, 14:17
Also mich widert sowas an und finde die vielen sexistischen Präsentationen teils echt ekelhaft......ich sag da nur "Katzenberger", wenn sowas zum Vorbild wird für junge Frauen werd ich lieber Mönch......:knatsch::pfeifend::freches grinsen:

DerJunge82
17.04.2011, 14:30
Also mich widert sowas an und finde die vielen sexistischen Präsentationen teils echt ekelhaft......ich sag da nur "Katzenberger", wenn sowas zum Vorbild wird für junge Frauen werd ich lieber Mönch......:knatsch::pfeifend::freches grinsen:

Für manche ist das wohl ein Vorbild. Für die große Masse allerdings nicht.

Es sind doch in der Jugend eher konservativere (Familien-) Werte auf dem Vormarsch.

sisterofmercy
17.04.2011, 18:02
Salsera, ich hab dich schon ganz richtig verstanden. :smirksmile:


Was soll sowas? Ich verstehe, ehrlich gesagt, nicht, warum die das machen. Gehört das mittlerweile zum guten Ton???

Was mich daran aufregt, ist eher, dass Minderjährige dort Zutritt haben.
Pornos dürfen sie erst ab 18 J., aber ins Bordell schon mit 16???


Heute wird nur noch auf Äußerlichkeiten Wert gelegt. Ich weiß zwar nicht woher dieser plötzliche Sinneswandel kommt,

Wie gesagt: Sex sells. Der "Sinneswandel" ist eine Konsequenz davon.
Erhöht die Auflagen sämtlicher Printmedien genauso wie die Einschaltquoten im TV.
Heidi Klum und ähnliche Produktionen sind genauso mitschuldig daran, wie Berichte über Brustop's mit 18 oder der Überschwemmung mit Diätplänen im Frühjahr. internet nicht zu vergessen.


Natürlich ist die Männerwelt ganz fasziniert davon, aber wo soll uns das denn hinführen?!
Die meisten Männer möchten so ein "Kunstwerk" gar nicht als Partnerin...:pfeifend: Die soll lieber nicht von anderen so angegafft werden...


Also mich widert sowas an und finde die vielen sexistischen Präsentationen teils echt ekelhaft......ich sag da nur "Katzenberger", wenn sowas zum Vorbild wird für junge Frauen werd ich lieber Mönch......

Ich kanns auch nicht mehr sehen und meine Töchter auch nicht. Trotzdem färbt das ein oder andere auf sie ab. Das lässt sich nur schwer verhindern, auch wenn ich es versuche.
Ich denke, viele Mädels lassen sich unter Druck setzen...

Die Einschaltquoten der Katzenberger müssen entsprechend hoch sein, sonst hätte Vox die Sendung schon abgesetzt.Ebenso alle anderen.


Das wäre ja nicht mal so schlimm, wenn das nicht als eine Art Leistungssport betrieben würde.

Es geht in unserer Gesellschaft aber vorwiegend um Leistung.
Man soll auch im hohen Alter noch leistungsfähig, fit und faltenfrei sein, ansonsten wird mit Botox und Schönheits-Op's nachgeholfen.
Man glaubt gar nicht, wie verzweifelt manche Frauen über ein paar Fältchen sein können...(komme aus der Branche).

@Oosterik

Was meinst du damit?:

Ich bin der Meinung, dass viele schlicht und einfach ziemlich übertrieben dargestellt werden.


Ja, das ist mir auch schon aufgefallen: Immer mehr Jugendlich rutschen in diese Szene.
Wenn ich das mal so sagen darf gibt ist in "Generation Porno" kaum noch ein anderen Thema. Alles dreht sich um Sex!
Schrecklich ..

(Handy-)Pornos kursieren schon unter 10 bis 13-jährigen. Das hat auch nichts mit Unterschicht zu tun, das gibt es auf jeder Schule.
Die Tochter meiner Freundin geht aufs Gymnasium. Nur zur Info.


Na, ich schätze mal, mindestens die Hälfte der Jungs sind Angeber und erzählen das bloß.

Und ich schätze mal, wir machen uns da gewaltig was vor...

Das hätte ich gerne auch mal untersucht, liebes Brigitte-Team:
Wie viele Jugendliche gehen regelmäßig zu Prostituierten? Und wie viele davon sind minderjährig?

Ich sollte meiner jüngsten Tochter nämlich bestätigen, dass doch bitte nicht alle Männer so sind, weil ...

ihr letzter Freund ging auch hin.

Sie hat jetzt für den Moment einen Knacks weg und wird es erst mal schwer haben zu vertrauen. :knatsch:

Nein, natürlich sind nicht alle Männer/Jungs so, aber wie findet frau das in der Kennenlernphase heraus?
Darauf konnte ich ihr keine Antwort geben.

Lg
sister

Oosterik
17.04.2011, 18:06
Die Katzenberger ist jetzt ein umstrittenes Beispiel.
Ich störe mich nicht an ihr. Immerhin ist sie ja gar nicht so dumm wie sie zu sein scheint. Sie macht Nichts zu Geld. Das klingt zwar unfair für die Jenigen die sich anstrengen, aber dumm ist sie nicht. Ihr Äußerliches sei mal dahin gestellt. Aber viele gucken sie sich im Fernsehn an. Nicht weil sie Äußerlich gefällt, sondern weil einige sie sogar lustig finden (so wie ich).

@ sisterofmercy:
Damit meine ich, dass viele dieses Thema zu ernst nehmen und es zu einem wichtigen Bestandteil des eigenen Lebens machen.
Klar ist das alles nicht korrekt, aber was können wir schon machen?
Wenn es den Männern gefällt, dann gefällt es ihnen. Ich brauche so etwas nicht!

Alaska
17.04.2011, 18:13
Ich habe mal gelesen, dass Männer, die was im Haushalt tun, mehr und besseren Sex bekommen als andere.

Unglaublich. Ich sollte noch fleissiger sein.


Das kann ich nur bestätigen, denn erstens hat frau dann weniger Arbeit und ist entspannter und zweitens freut sie sich über die Kooperationsbereitschaft.

"Prostitution - Was ist das heute?" :knatsch: :freches grinsen:


Aber ich glaube, das ist vielen Männern zu mühsam und zu langwierig...
:grmpf:

*seufz*

DerJunge82
17.04.2011, 18:23
Und ich schätze mal, wir machen uns da gewaltig was vor...

Das hätte ich gerne auch mal untersucht, liebes Brigitte-Team:
Wie viele Jugendliche gehen regelmäßig zu Prostituierten? Und wie viele davon sind minderjährig?


Die Zahl der Jugendlichen die zu Prostituierten gehen, dürfte wohl sehr gering sein. Alleine schon aus finanziellen Erwägungen.

Oosterik
17.04.2011, 19:06
Ich sollte meiner jüngsten Tochter nämlich bestätigen, dass doch bitte nicht alle Männer so sind, weil ...

ihr letzter Freund ging auch hin.

Sie hat jetzt für den Moment einen Knacks weg und wird es erst mal schwer haben zu vertrauen. :knatsch:



Wie alt ist denn deine jüngste, wenn ich frage darf?

sisterofmercy
17.04.2011, 19:06
Man sollte Prostitution nicht verteufeln, sie aber auch nicht verherrlichen.
Auch auf die Schattenseiten blicken, darum geht es mir.

LG
sister

sisterofmercy
17.04.2011, 19:10
Wie alt ist denn deine jüngste, wenn ich frage darf?

14 J.
Der Freund war 16, inzwischen 17.
Sie hatten keinen Sex miteinander. Er hat ihr den treuen, geduldig wartenden Freund vorgespielt, der sie ja niemals zu irgendetwas drängen würde.

Um es zu finanzieren, ging er neben der Schule arbeiten.

Salsera65
17.04.2011, 19:28
Das hätte ich gerne auch mal untersucht, liebes Brigitte-Team:
Wie viele Jugendliche gehen regelmäßig zu Prostituierten? Und wie viele davon sind minderjährig?

Ich sollte meiner jüngsten Tochter nämlich bestätigen, dass doch bitte nicht alle Männer so sind, weil ...

ihr letzter Freund ging auch hin.

Sie hat jetzt für den Moment einen Knacks weg und wird es erst mal schwer haben zu vertrauen. :knatsch:

Nein, natürlich sind nicht alle Männer/Jungs so, aber wie findet frau das in der Kennenlernphase heraus?
Darauf konnte ich ihr keine Antwort geben.


Auweia, deine arme Tochter... Dazu würde mir auch nicht wirklich was einfallen...
:knatsch:

Ehrlich gesagt, konnte ich immer ganz gut damit leben, wenn mir ein Mann erzählt hat, er hätte Sex mit einer Prostituierten mal ausprobiert. Jemanden, der das längerfristig betrieben hat, würde ich nicht als Partner wollen. Sein Frauenbild wäre mir dann einfach zu unangenehm.

Salsera65
17.04.2011, 19:30
Um es zu finanzieren, ging er neben der Schule arbeiten.

Daraus schließe ich mal, er hat das nicht nur einmal gemacht... Wofür junge Männer so ihr Geld ausgeben... Sehr seltsame Doppelmoral übrigens. Die Freundin wird nicht gedrängt, stattdessen wird ne andere dafür bezahlt. Da tun sich wirklich Abgründe auf...
:knatsch:

Salsera65
17.04.2011, 19:31
Wie hat deine Tochter das eigentlich erfahren? Hat er es ihr irgendwann erzählt?

sisterofmercy
17.04.2011, 19:42
Wie hat deine Tochter das eigentlich erfahren? Hat er es ihr irgendwann erzählt?

Jepp.

Mir kam es immer sehr suspekt vor, dass er so viel arbeiten ging und meistens keine Zeit hatte. Vor allem am WE nicht.
ich deutete das allerdings als mangelndes Interesse an ihr und sprach es an.
Ihr selber war es auch schon aufgefallen und sie begann unzufrieden zu werden, hat sich schließlich von ihm getrennt.
In seiner Wut/verletzten Ehre hat er ihr dann per Mail alles an den Kopf geschmissen, Details erzählt und wie anstrengend es doch gewesen sei, immer "auf guten Jungen zu machen".

Zuerst glaubten wir noch an einen schlechten Scherz, aber Bekannte dieses Jungen bestätigten es meiner Tochter. Es gab/gibt sogar einen Volljährigen, der ihn immer dort hingefahren bzw. mitgenommen hat.

Salsera65
17.04.2011, 19:45
In seiner Wut/verletzten Ehre hat er ihr dann per Mail alles an den Kopf geschmissen, Details erzählt und wie anstrengend es doch gewesen sei, immer "auf guten Jungen zu machen".


Das ist ja wirklich ungeheuerlich! Dem Burschen ist aber schon klar, dass er ne 14jährige Freundin hatte, ja? Boah, bloß gut, dass sie ihn los ist! Aber dass das eine negativ prägende Erfahrung ist, kann ich mir lebhaft vorstellen... Gruselig.

Oosterik
17.04.2011, 20:05
14 J.
Der Freund war 16, inzwischen 17.
Sie hatten keinen Sex miteinander. Er hat ihr den treuen, geduldig wartenden Freund vorgespielt, der sie ja niemals zu irgendetwas drängen würde.

Um es zu finanzieren, ging er neben der Schule arbeiten.


Echt schlimm, dass sie in jungen Jahren schon so etwas erfahren musste.
Ist sie denn noch in der Lage wieder etwas neues anzufangen? Ich stelle mir das ganze nicht einfach für sie vor.

sisterofmercy
17.04.2011, 20:28
Wir haben sehr viele Gespräche darüber geführt und sie teilt mir ihre Gedanken offen mit.
Auch mit ihren männlichen Freunden hat sie sich darüber ausgetauscht, die ihr glaubhaft versichern konnten, dass es nicht normal ist, was ihr Freund da macht.
(Normal sicher nicht, aber eben auch kein Einzelfall...)

Sie wird wohl nicht mehr leicht und völlig unbeschwert an eine neue Beziehung herangehen. Zweifel werden bleiben.
Ich hätte ihr als ersten Freund einen liebevollen, ehrlichen Partner gewünscht.

Danke für eure Beiträge, aber ich glaube, wir sind inzwischen etwas OT. :blumengabe:

Es geht ja hier nicht um meine/unsere persönlichen Probleme, und ich möchte nicht so viel Raum einnehmen.

LG
sister

Oosterik
17.04.2011, 20:48
Es freut mich, dass ihr so ein gutes Verhältnis miteinander habt und darüber sprechen könnt.
Sie scheint dir ja sehr zu vertrauen.
Sie tut mir wirklich leid. Ich hoffe für sie, dass ihr nächster Partner anders tickt :blumengabe:

Aber daran merkt man wieder, dass auch junge Männer schon zu Sachen fähig sind die für manche undenkbar sind. :knatsch:

Salsera65
17.04.2011, 20:48
Sisterofmercy,

okay, das ist schon ein wenig off topic, aber wenn wir darüber diskutieren, was Prostitution heute ist, gehört dieses Thema definitiv auch dazu. Es sind eben ALLE Menschen irgendwie davon betroffen, nicht nur die Prostitutierten und deren Freier.

sisterofmercy
18.04.2011, 09:54
Betroffen, ja - im wahrsten Sinne des Wortes. :knatsch:


Aber daran merkt man wieder, dass auch junge Männer schon zu Sachen fähig sind die für manche undenkbar sind.

Wenn eine gewisse Hemmschwelle einmal überschritten ist...empfindet man manche Dinge als normal, die für andere evtl. nicht so normal sind.
Kann man jetzt auch auf Prostitution beziehen...

LG
sister

DerJunge82
18.04.2011, 10:54
Aber daran merkt man wieder, dass auch junge Männer schon zu Sachen fähig sind die für manche undenkbar sind. :knatsch:

Junge Männer sind prinzipiell zu allem fähig, zu dem auch alte Männer fähig sind. Die Zahl der "Männer" unter 18 die Prostituierte besuchen, dürfte trotzdem verschwindend gering sein.

sisterofmercy
18.04.2011, 12:31
Guckst du hier:

Minderjährige Freier: Teenager gehen gern ins Bordell - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama (http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,537728,00.html)

Inwieweit mag das glaubhaft sein? Oder will man es lieber nicht glauben???
Der Bericht ist aus dem Jahr 2008.

LG
sister

DerJunge82
18.04.2011, 14:09
Guckst du hier:

Minderjährige Freier: Teenager gehen gern ins Bordell - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama (http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,537728,00.html)

Inwieweit mag das glaubhaft sein? Oder will man es lieber nicht glauben???
Der Bericht ist aus dem Jahr 2008.

LG
sister

Das sagt aber über die absoluten Zahlen nichts aus.

sisterofmercy
18.04.2011, 16:14
In Deutschland wurde das auch noch nicht untersucht, soweit ich weiß.

Es liegen nach meinem Kenntnisstand nur Zahlen aus der Schweiz vor. Hab ich jetzt extra recherchiert. Ich weiß aber nicht, ob man das mit Deutschland vergleichen kann.
Diese Zahlen stammen auch aus 2008:

"Fast 25 Prozent aller Besucher von Sex-Clubs haben bereits als Jugendliche erste Erfahrungen im Rotlicht-Milieu gesammelt. Vier Prozent waren beim ersten Streifzug ins Sex-Business sogar jünger als 14 Jahre. Das ist das Ergebnis einer Online-Umfrage auf 20minuten.ch."

In der Schweiz gelten/galten (keine Ahnung, ob das bisher geändert wurde) allerdings andere Gesetze. Dort durfte/darf man schon mit 16 rein.

So, und jetzt hab ich keine Lust mehr zu recherchieren, dafür ist das Wetter zu schön. :Sonne:
LG
sister

Oosterik
18.04.2011, 16:20
Damit meinte ich eher, dass junge Männer sich doch eigentlich lieber auf was anderes konzentrieren sollten als auf Sex und Prostituierte.
Wie im Beispiel von sisterofmercy. Der junge Mann war 16 als er dies tat und hatte dann noch eine 14-jährige Freundin!

DerJunge82
18.04.2011, 20:17
Damit meinte ich eher, dass junge Männer sich doch eigentlich lieber auf was anderes konzentrieren sollten als auf Sex und Prostituierte.
Wie im Beispiel von sisterofmercy. Der junge Mann war 16 als er dies tat und hatte dann noch eine 14-jährige Freundin!

Mit den Prostituierten gebe ich dir recht. Aber das junge Männer sich nicht auf Sex konzentrieren sollten ist doch schon ziemlich verwegen. :smirksmile:

Martin81
20.04.2011, 12:30
Mit den Prostituierten gebe ich dir recht. Aber das junge Männer sich nicht auf Sex konzentrieren sollten ist doch schon ziemlich verwegen. :smirksmile:

für junge männer wird sex wohl auf ewige zeiten die hauptrolle spielen. dass sie sich den aber im bordell holen, mag manchen betroffen machen, ist aber sicher ein zeichen der zeit. traurig aber wahr, unsere gesellschaft ist sexualisiert wie nie und doch verklemmt bis unter die hutspitze. eine für jugendliche sicher nicht einfache situation.

Sevi65
22.04.2011, 15:23
..nur mit dem unterschied,das diese dienstleistung nicht gratis ist .

Sind Dienstleistungen im Normalfall gratis?

FeuerPhoenix
24.04.2011, 13:00
Sind Dienstleistungen im Normalfall gratis?

Selbstverständlich, Dienst kommt doch von Diener, und die sind ja eigentlich Sklaven, ergo arbeiten diese umsonst, daher sind Dienstleistungen auch gratis. :freches grinsen:

Martin81
26.04.2011, 18:17
Selbstverständlich, Dienst kommt doch von Diener, und die sind ja eigentlich Sklaven, ergo arbeiten diese umsonst, daher sind Dienstleistungen auch gratis. :freches grinsen:

haha, genau so hab ich dass auch verstanden.
kein wunder dass die dienstleistungsbranche so boomt...

VenusI
27.04.2011, 15:16
Eine sachliche Diskussion über Prostituion wird es wohl nie geben, wie auch der Thread hier zeigt.

Ich habe mir die Brigitte gekauft, eben weil ich von dem Artikel gehört habe und gehöre ich hier wohl zu den wenigen, die ihn höchstens ein wenig dünn fanden, jedoch nicht einseitig etc.

Und ja, die Prostituition ist mitten unter uns. Nur sieht man sie nicht, weil man sie nicht sehen möchte, oder sich das in der eigenen so schönen Welt nicht vorstellen kann. Der Gedanke ist für viele noch so weit entfernt, dass gerade daraus dann solche Diskussionen wie hier entstehen. Wer aber genau hinschaut, dem wird es auffallen.

Leider, das stelle ich immer wieder fest, kann man am wengisten mit Frauen halbwegs sachlich über das Thema sprechen. Ist es die Sorge um den eigenen Ehemann, das verdrängte Wissen, die leise Ahnung, ob dieser nicht selbst vielleicht schon solch eine Dienstleistung in Anspruch genommen hat?
Die wirklichen Prostituierten sind für mich (und ihr dürft mich nun gerne steinigen) überwiegend die ganz normalen Ehefrauen!
Sind es doch diese, die ihre Männer oft aus dem ehelichen Bett treiben oder sich sonst wie für ein halbwegs angenehmes Leben verbiegen, vielleicht sogar wissen, dass ihr Mann sie betrügt, aber weg schauen, weil sie sich in all den Jahren einen Status erarbeitet haben, der das Leben recht angenehm macht und wo sie lieber stillschweigend die Affären der Männer akzeptieren. Nicht zuletzt die oft recht große Verklemmtheit ist es, die die Männer woanders hintreibt. Unlust, Kinder, zu müde für Sex, oder wo schon die kleinsten Wünsche, die Mann sich nach vielen Jahren viell. zu äußern wagt, als pervers eingestuft werden und der Mann dann erst mal einige Wochen kalt gestellt wird.

Ich stelle hier, wie nun vielleicht manch einer denken wird, nicht einfach irgendwelche Behauptungen auf, sondern sind die Beobachtungen langer Jahre im Gewerbe. Wenn manche Frau wüsste, wie viel Redebedarf ein Mann haben kann, so würde sie sich zu Hause vermutlich ganz anders verhalten. 99% unserer Gäste sind verheiratet. Bei den meisten gibt es keinen Zweifel daran, dass sie ihren Frauen lieben. (Was mir den Glauben an die Männer all die Jahre erhalten hat und mich immer wieder freut zu hören) Die Gründe, warum ein Mann zu einer Hure geht, sind so vielfältig wie einfach.

Und ebenso die Gründe, warum eine Frau diesem Beruf nachgeht. Und es sind eben nicht die Damen, denen man meint, den Job anzusehen. Nein, die wirklichen Huren, die bewegen sich unter uns, und bleiben unerkannt. Es sei denn, sie gehen selbst offen damit um.

Dass sie dann den Job auch noch in einer ganz normalen Gegend machen, gar freiwillig und auch mit Spaß an der Sache, das wird wohl nie so recht (vor allem von Frauen, die vorverurteilen) verstanden werden.

Mich persönlich nervt es ein wenig, dass man, auch wenn dieser Job mittlerweile legalisiert ist, immer noch stigmatisiert wird. Man wird als Frau, ob man nun will oder nicht, immer noch an einen Rand der Gesellschaft gedrängt, wo die meisten Frauen, die den Job machen, bestimmt nicht hingehören.
Als Betreiberin eines Betriebes mit eben solch einer Dienstleistung möchte ich auch nicht die Augen davor verschließen, dass es eben noch immer Gewalt etc. gibt. Nur ist dies, im Vgl. zu den Jahren der Illegalität sehr viel weniger geworden. Man sollte es nur einfach nicht vergessen,dass auch das nach wie vor ein Thema ist. Gerade aber in Deutschland arbeitet der wohl größte Teil der Damen selbstbestimmt.

Als ich die Seite gewechselt habe, da wollte ich das Rad nicht neu erfinden, aber ich wollte einiges anders machen, als das, was ich erlebt habe (was, um dies vorweg zu nehmen, freiwillig war und ich den Job, bis ich keine Lust mehr hatte, sehr gerne gemacht habe und ich sogar sehr oft sehr guten Sex hatte und wen ich nicht wollte, der durfte wieder gehen!) und war ich mir sicher, dass es auch noch mal anders geht. Besser. Und so ist es dann auch geworden. Für die Damen und gleichwohl für die Gäste.

Bevor ich mich beruflich im Gewerbe ausgetobt habe, hatte ich einen ganz normalen Job und kann ich jetzt, wo ich den Vergleich zwischen der sog. "normalen" Welt und dem Rotlicht habe, sagen, dass es im Gewerbe oft sehr viel ehrlicher zu geht, als in der "normalen" Welt. Ein Grund von vielen, warum ich mit Sicherheit nicht mehr zurück in einen normalen Beruf gehen werde.
Und nicht zuletzt haben wir genau die gleichen Sorgen und betrieblichen Probleme, wie es sie auch in der ganz normalen Welt gibt. Das wiederum verbindet dann beides miteinander.

Es gibt so unendlich viele Facetten dieses Jobs und würde ich mir mehr Toleranz wünschen. Was haben die Frauen von den Gesetzen, die es nur bedingt einfacher machen? Gar nichts. Denn gesellschaftlich hat sich nichts geändert. Es muss noch viel passieren, bis ein miteinander möglich ist und trifft es nicht nur die aktiven Frauen, die im Gewerbe unterwegs sind, sondern auch uns Inhaber, die an den Rand gedrängt und schräg angeschaut werden.

Die Hure von heute, ist mehr denn je Psychologin und Liebeskünstlerin in einem. Sie ist Ratgeberin und Zuhörerin. Ja und manchmal rettet sie auch eine Ehe! Nirgendwo sonst habe ich Männer so offen erlebt, wie in dem Bereich. Und die Herren der Schöpfung stoßen hierbei nicht nur auf scheinbares Interesse, weil zuvor Geld den Besitzer gewechselt hat. Die Damen, die den Beruf mit Herz machen, sind es, vor denen ich den Hut ziehe und die mehr verdient haben, als stigmatisiert zu werden. Und so manch eine Ehefrau könnte dankbar sein!
Und ein Grund, warum eine Ehe mit einer Exhure nicht funktionieren soll, ist da bestimmt nicht nur der ehemalige Beruf! Darüber habe ich mich hier auf den Seiten köstlich amüsiert......

Mehr Toleranz und wirkliches Zuhören könnte bei so einem brisanten Thema helfen, ein wenig Sachlichkeit hineinzubringen und schadet es nie, den eigenen Horiziont ein wenig zu erweitern, denn wer kann sich sicher sein, dass der Liebste nicht gerade seine Überstunden im Puff verbracht hat, oder die Ehefrau am Morgen noch ein wenig die Haushaltskasse aufgefüllt hat oder sie einfach mal wieder begehrt werden wollte....und auch wenn es für Geld geschehen ist, so ist Geld ein Instrument der Macht, was süchtig machen kann und wo im besten Fall guter Sex und mehr verbunden werden kann. Ja, auch in dem Job, ist guter Sex nicht ausgeschlossen.....was sich ja vor allem viele Frauen, die es nicht machen, so überhaupt nicht vorstellen können....

Wenn man den Frauen aus dem Gewerbe, wo auch immer sie dort arbeiten, zuhören würde....es wären viele interessante Geschichten, die man zu hören bekäme und Wahrheiten, die Mann/Frau am Ende vielleicht doch nicht ganz so gerne hören würden.

In diesem Sinne, einen sonnigen Tag.

Venus

Alaska
27.04.2011, 19:51
Und ein Grund, warum eine Ehe mit einer Exhure nicht funktionieren soll, ist da bestimmt nicht nur der ehemalige Beruf! Darüber habe ich mich hier auf den Seiten köstlich amüsiert......

Aha. Also ist das in dem Gewerbe üblich, dass Huren tagsüber im Puff arbeiten und Abends zu Ehemann und Familie nach hause gehen, wie bei jedem anderen Dienstleistungsberuf auch? Ich habe keine Ahnung, lasse mich aber gern aufklären:


Wenn man den Frauen aus dem Gewerbe, wo auch immer sie dort arbeiten, zuhören würde....es wären viele interessante Geschichten, die man zu hören bekäme und Wahrheiten, die Mann/Frau am Ende vielleicht doch nicht ganz so gerne hören würden.

VanDyck
27.04.2011, 21:39
Mich persönlich nervt es ein wenig, dass man, auch wenn dieser Job mittlerweile legalisiert ist, immer noch stigmatisiert wird. Man wird als Frau, ob man nun will oder nicht, immer noch an einen Rand der Gesellschaft gedrängt ... Dieser Satz allein zeigt schon, dass du nicht begreifen willst und/oder kannst, worum es den Kritikern der Prostitution im Grunde geht.

Stigmatisieren tu ich allenfalls solche wie dich, die mit einer lalilu-erzähl-ich-weiß-Bescheid-Attitüde daherkommen, in Wahrheit aber hochideologisch ihre vergifteten Botschaften unters Volk bringen.

Ich gebe zu: hochinteressant, wie du gewisse Alltagsmythen und hintersinnige Stammtischparolen verknüpfst mit dem Habitus deiner angebllichen eigenständigen Erfahrung und dies dann alles zusammen bastelst, damit am Ende immer das gleiche herauskommt - nämlich die Prostitution zu verniedlichen, das ganze Umfeld zu verbrämen und die eigentliche Geschichte, worum es geht, zu verschleiern.

Das ganze gespickt mit wohlfeilen Vokabeln wie 'zuhören', 'Toleranz' etc. etc. ...

Im Grunde könnte man jeden Absatz deines Postings auseinandernehmen - das würde allerdings Zeit in Anspruch nehmen, welche ich mir aber nicht nehmen möchte.

Also je länger ich darüber nachdenke: danke für deinen Beitrag, denn er zeigt exemplarisch, wie die Mechanismen funktionieren, um die Prostitution in einem modernen Gewand zu rechtfertigen. Und womöglich nehm ich mir doch noch mal die Zeit, um einiges näher anzumerken.

VanDyck

Salsera65
28.04.2011, 08:57
Stigmatisieren tu ich allenfalls solche wie dich, die mit einer lalilu-erzähl-ich-weiß-Bescheid-Attitüde daherkommen, in Wahrheit aber hochideologisch ihre vergifteten Botschaften unters Volk bringen.

Ich gebe zu: hochinteressant, wie du gewisse Alltagsmythen und hintersinnige Stammtischparolen verknüpfst mit dem Habitus deiner angebllichen eigenständigen Erfahrung und dies dann alles zusammen bastelst, damit am Ende immer das gleiche herauskommt - nämlich die Prostitution zu verniedlichen, das ganze Umfeld zu verbrämen und die eigentliche Geschichte, worum es geht, zu verschleiern.

Das ganze gespickt mit wohlfeilen Vokabeln wie 'zuhören', 'Toleranz' etc. etc. ...

Und womöglich nehm ich mir doch noch mal die Zeit, um einiges näher anzumerken.


Oh ja, bitte! :blumengabe:
Deine kurzen Anmerkungen sind schon so scharf und treffend, dass ich gerne mehr davon lesen würde!

Lalique
28.04.2011, 09:10
@Venus
Die Botschaft hör' ich wohl, allein ... :smirksmile: !

Salsera65
28.04.2011, 09:22
@Venus
wie schon zuvor geäußert: Ich akzeptiere Frauen, die als Prostituierte arbeiten genauso wie andere auch, doch den Beruf kann ich grundsätzlich ablehnen.
:blumengabe:

Mich würde mal ne Statistik interessieren, die sich mit der Auswirkung von Prostitution auf Partnerschaften beschäftigt!
Wie viele Partnerschaften/Ehen wurden damit gerettet? Wie viele Ehen wurden dadurch schlechter, weil der Mann es wegen der "Ausweichmöglichkeit" nicht mehr für nötig befand, sich um seine Frau zu bemühen? Wie viele Frauen und Männer wurden mit Krankheiten angesteckt (auf beiden Seiten), die ihr Leben dauerhaft beeinträchtigen? Wie viele Trennungen/Scheidungen wurden durch Prostitution ausgelöst? Wie viele Familien sind dadurch in finanzielle Schwierigkeiten geraten? Wie verändern sich Männer im Umgang mit Frauen insgesamt durch den Besuch von Prostituierten?