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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kann man auch "einfach so" Kinder wollen?



Flau
31.03.2011, 16:25
Liebes Forum

Nun lese und schreibe ich hier schon eine Weile mit und bekomme dabei viel Stoff zum Nachdenken, moeglicherweise auch zuviel. Deshalb traue ich mich jetzt mal mit einem sehr persoenlichen Thema her:
Mein Mann und ich wuenschen uns Kinder - glaube ich. Aber vielleicht ist es korrekter zu sagen, dass wir jedenfalls "nicht keine Kinder" wollen. Ich wollte irgendwie immer Kinder, habe als Jugendliche und junge Erwachsene gern und ausgiebig Kinder betreut (in den letzten Jahren hatte ich kaum Kontakt zu welchen) und verfalle in ein semi-debiles Grinsen, wenn ich kleine Babys auf der Strasse sehe. :lachen: Und dann passt es bei uns nun auch: Das Einkommen stimmt, wir fuehlen uns "erwachsen genug" und mit dem Alter sollten wir uns auch nicht mehr sooo lange Zeit lassen (Anfang 30).
Aber manchmal erfasst mich auch die Panik: Ich schlafe gern aus, verbummele gern die Wochenenden und halte mich grundsaetzlich eher fuer faul. :peinlich: Werde ich da ein Baby nicht furchtbar anstrengend finden? Dann ist die Beziehung zu meinem Mann auch sehr eng: Es hoert sich wahrscheinlich etwas seltsam an, aber wir verlieben uns wirklich taeglich neu, haben auch viel Koerperkontakt und ich kann mir einfach nicht vorstellen, jemand Anderen so, oder gar mehr zu lieben wie ihn. Gibt es das, dass Paare so eng verbunden sind, dass selbst die eigenen Kinder kaum dazwischen kommen? :knatsch:
Dann wiederum denke ich: Erstens hat man ja nicht von heut auf morgen ein Kind, sondern davor kommt die Schwangerschaft, die ich mir koerperlich aber auch geistig als eine Vorbereitungsphase vorstelle, in der man sich auf das Kind einstellt, bereit dafuer wird, es in seinem Leben zu empfangen. Und dann sind da noch die Hormone, die einem vorgaukeln es sei ganz toll, dass das Baby einen gerade wieder vollgekotzt hat, ueberspitzt gesagt. :freches grinsen:

Aber vor allem liest man stets und staendig von den Schwierigkeiten, Anstrengungen, Opfern und Plagen, denen Eltern von den schlaflosen Saeuglingsnaechten bis zur haaregraufaerbenden Teenagerzeit durchmachen. Muss man da nicht einen ganz, ganz starken Kinderwunsch haben, hibbeln und es kaum erwarten koennen, damit man hernach diesen Kraftakt durchhaelt? Das frage ich mich. Reicht es, einfach ganz tief drinnen, auf unspektakulaere wenn gleich dauerhafte Art ein Kind zu wollen, weil man es sich so vage irgendwie nett vorstellt? :wie?: Oder ist auch das Kinderkriegen ein Schritt im Leben, auf den man sich einfach einlassen kann und muss, ohne alles zu ueberanalysieren?

Das fragt sich eine grueblerische
Flau

afra3000
31.03.2011, 16:33
Hallo Flau,

klar, kann man einfach so Kinder wollen. Nur zu, gutes Gelingen!

Manches liest sich hier wohl nur so problembeladen, weil du im Kinderwunsch-und-Babyjahre-Forum gelandet bist. Hier schreiben die, die sich über den Alltag mit Kind austauschen (wenn man sich ständig nur schreibt, wie süß die Kinder sind, wird's irgendwann ja langweilig) und die, die sich eins wünschen und darüber auch mal ins Analysieren kommen ... Ist aber kein Grund, sich den Kinderwunsch abzuschminken, finde ich.

Liebe Grüße
Afra

Inaktiver User
31.03.2011, 16:51
Hallo Flau,

na klar kann man einfach nur so ganz unspektakulär Kinder wollen. :smile: Ich glaub, es ist sogar eher besser, wenn man nicht sooo sehr große Erwartungen ans Kinderkriegen hat. Dann ist man vielleicht auch bei den Krisen, die man so hat, weniger enttäuscht.

Und meiner Erfahrung nach gehören Zweifel einfach dazu. Ich hab noch während der Schwangerschaft und auch die erste Zeit mit Baby gedacht - oh gott, was hab ich da bloß getan. :freches grinsen:

Und jetzt hab ich soooo einen süßen Jungen :liebe::liebe::liebe:
Und es stimmt - es ist wahnsinnig anstrengend, ein Baby zu haben und man kommt auch gut an seine Grenzen. Aber es ist einfach auch unheimlich schön, zuzugucken, wie das Baby wächst und was neues kann und seine Welt entdeckt. Und einen anlächelt. :smile: Das entschädigt einen wirklich für die Anstrengungen.

neues-Leben
31.03.2011, 17:08
Liebes Forum

Nun lese und schreibe ich hier schon eine Weile mit und bekomme dabei viel Stoff zum Nachdenken, moeglicherweise auch zuviel. Deshalb traue ich mich jetzt mal mit einem sehr persoenlichen Thema her:
Mein Mann und ich wuenschen uns Kinder - glaube ich. Aber vielleicht ist es korrekter zu sagen, dass wir jedenfalls "nicht keine Kinder" wollen. Ich wollte irgendwie immer Kinder, habe als Jugendliche und junge Erwachsene gern und ausgiebig Kinder betreut (in den letzten Jahren hatte ich kaum Kontakt zu welchen) und verfalle in ein semi-debiles Grinsen, wenn ich kleine Babys auf der Strasse sehe. :lachen: Und dann passt es bei uns nun auch: Das Einkommen stimmt, wir fuehlen uns "erwachsen genug" und mit dem Alter sollten wir uns auch nicht mehr sooo lange Zeit lassen (Anfang 30).
Aber manchmal erfasst mich auch die Panik: Ich schlafe gern aus, verbummele gern die Wochenenden und halte mich grundsaetzlich eher fuer faul. :peinlich: Werde ich da ein Baby nicht furchtbar anstrengend finden? Dann ist die Beziehung zu meinem Mann auch sehr eng: Es hoert sich wahrscheinlich etwas seltsam an, aber wir verlieben uns wirklich taeglich neu, haben auch viel Koerperkontakt und ich kann mir einfach nicht vorstellen, jemand Anderen so, oder gar mehr zu lieben wie ihn. Gibt es das, dass Paare so eng verbunden sind, dass selbst die eigenen Kinder kaum dazwischen kommen? :knatsch:
Dann wiederum denke ich: Erstens hat man ja nicht von heut auf morgen ein Kind, sondern davor kommt die Schwangerschaft, die ich mir koerperlich aber auch geistig als eine Vorbereitungsphase vorstelle, in der man sich auf das Kind einstellt, bereit dafuer wird, es in seinem Leben zu empfangen. Und dann sind da noch die Hormone, die einem vorgaukeln es sei ganz toll, dass das Baby einen gerade wieder vollgekotzt hat, ueberspitzt gesagt. :freches grinsen:

Aber vor allem liest man stets und staendig von den Schwierigkeiten, Anstrengungen, Opfern und Plagen, denen Eltern von den schlaflosen Saeuglingsnaechten bis zur haaregraufaerbenden Teenagerzeit durchmachen. Muss man da nicht einen ganz, ganz starken Kinderwunsch haben, hibbeln und es kaum erwarten koennen, damit man hernach diesen Kraftakt durchhaelt? Das frage ich mich. Reicht es, einfach ganz tief drinnen, auf unspektakulaere wenn gleich dauerhafte Art ein Kind zu wollen, weil man es sich so vage irgendwie nett vorstellt? :wie?: Oder ist auch das Kinderkriegen ein Schritt im Leben, auf den man sich einfach einlassen kann und muss, ohne alles zu ueberanalysieren?

Das fragt sich eine grueblerische
Flau

Liebe Flau,

keine Angst, keiner wird als Eltern geboren, ihr entwickelt euch mit dem Kind. Außerdem ist es bestimmt schrecklich wenn Kinder nie Probleme machen. Es sind eben eigenständige Wesen.
Die Ängste in Bezug deiner Partnerschft? Vielleicht hast du ja nette Freunde und Verwandte die auch mal gerne mit dem Kind spielen und dann könnt ihr euch so Inseln für euch schaffen.
Als unsere Tochter vier war, hatten wir an manchen Wochenenden zwei Kinder und an anderen waren wir "kinderlos"
Viel Glück euch :blumengabe:

Wiesenkraut
31.03.2011, 17:11
Aber manchmal erfasst mich auch die Panik: Ich schlafe gern aus, verbummele gern die Wochenenden und halte mich grundsaetzlich eher fuer faul. :peinlich: Werde ich da ein Baby nicht furchtbar anstrengend finden?

*lautlach* natürlich wirst du Kinder furchtbar anstrengend finden:lachen:. Aber es gibt halt auch soviel was sie einem geben, dass das Anstrengende viel leichter zu ertragen ist.
Morgens um 5 aufstehen ist schrecklich, morgens um 5 aufstehen weil der Flieger einen in die Karibik bringt plötzlich gar nicht mehr, so ähnlich ist das glaub ich mit Kindern.

Ich schlafe auch furchtbar gern aus und habs sehr genossen, dass meine Großen endlich in dem Alter waren wo ich das auch konnte. Am WE sind wir selten vor 12 aus dem Bett und nicht selten nach dem Frühstück auch gleich wieder rein. Ich bin eher ein Nachtmensch und fands ganz ehrlich nie schön morgens zur Arbeit aufzustehen. Meine Großen machen nicht mehr viel Arbeit und ich hatte ein herrliches Leben.

Jetzt steh ich morgens um 6:30 auf und das verdank ich der Zeitumstellung bis letzte Woche wars 5:30 Uhr und das 7 Tage die Woche putze 3 mal am Tag unter dem Esstisch staubsauge jeden 2. Tag, damit das Fünkchen nicht jmehr ganz so viel Krümel, Erdreste oder sonstige Sachen einsammelt und aufisst oder aussieht wie ein Wischmopp und statt abends Kebap oder Pizzaservice wird frisch gekocht.
Nachts werde ich alle 2h aus dem Bett geschmissen, war zeitweise so müde, dass ich die Kartoffelschalen in die Spülmachine und den Geldbeutel in die Gefriertruhe geräumt habe und:

Ich möchte KEINE Minute missen

Das mit der engen Beziehung fragen in Abwandlung ja viele. Sei es den Partner, das ältere Geschwisterchen. Natürlich ists einiges an Organisationsaufwand keinen zu kurz kommen zu lassen und zu Beziehungen egal zu wem gehören nicht nur Gefühle sie müssen auch gepflegt werden. Da muss man schon ein bischen drauf achten.
Meine Hebamme hat mal gesagt: "Ein Kind verstärkt die vorhandene Basis", sprich ist eine Beziehung wirklich stabil und steht auf guten Füßen, wird sie durch einKind nur noch enger.
Stimmt irgendwas nicht so tritt auch dieses mehr zu Tage.
Für mich hat das so gestimmt, ob es immer so ist weiss ich nicht.


Ist nun nur eine Teilantwort, halt der Teil der mich angesprochen hat :pfeifend:

Inaktiver User
31.03.2011, 17:18
Flau,
ich finde, du hast ziemlich gute Voraussetzungen. Du wirkst mit dir zufrieden und in deiner Partnerschaft glücklich, d.h.sollte es bei euch nicht mit Kindern klappen, wird es euch trotzdem gutgehen, weil ihr euch selber genug sein könnt. Sollte es wiederum mit Kindern klappen, wird es euch bestimmt nicht schlecht gehen!

Man wächst in die Elternrolle hinein. Wie das Leben mit Kind sein wird, kann man im Vorfeld kaum vorhersagen, manche Kinder erfordern sehr viel Zuwendung, manche sind ziemlich unkompliziert. Da hat man im Grunde kaum Einfluss drauf.
Das Kind wird die Partnerschaft auf jeden Fall verändern, aber das muss nicht zum Negativen sein, vielleicht gibt die Freude und Faszination über diesen "Menschen aus beiden" der Partnerschaft noch eine ganz neue Facette. Ich persönlich denke, es reicht, sich das Leben mit Kindern "nett" vorzustellen. :zwinker: :blumengabe:

skirbifax
31.03.2011, 17:51
Ich persönlich denke, es reicht, sich das Leben mit Kindern "nett" vorzustellen. :zwinker: :blumengabe:

Vor allem, weil man da keine konkreten Vorstellungen hat, die das Kind dann erfüllen soll? So bleibt man neugierig und kann sich auf das Kind so einlassen wie es ist. Das Kind spürt auch unbewusst keinen Druck.

Ich kann mich meinen Vorschreiberinnen nur anschließen. Ihr wachst in die Elternrolle hinein, stellt euch auf euer Kind ein und natürlich auch umgekehrt. Natürlich tauscht man sich hier auch nur über die Dinge aus, die einem Probleme bereiten. Jede Entwicklungsphase hat ihre Herausforderungen, da die Menschheit noch nicht ausgestorben ist, können diese Phasen auch gemeistert werden. :geburtstag:

Flau
31.03.2011, 18:29
Ja mensch, schon so viele Antworten und alles so positive! :Sonne: :smile: Vielen herzlichen Dank! Das ist ja genau das, was ich hoeren wollte, wenn ich es mir so recht ueberlege... Hmm, vielleicht wollte ich mir hier wirklich nur Bestaetigung holen. Das hat ja geklappt. :lachen: Dabei klappt das hier fast nie...
Also, wenn noch jemand erzaehlen will, dass unterm Strich alles supi ist, nur zu. :freches grinsen:

Besonders interessant fand ich den Aspekt, dass "keine bestimmten Erwartungen" auch heisst: "weniger Raum fuer Enttaeuschung bzw. Druck aufs Kind"; und dass Kinder noch mal ein Katalysator fuer die Beziehung sein koennen. In Bezug auf die Hochzeit hat das fuer uns gestimmt, gluecklicherweise in positiver Hinsicht (es war danach bzw. ist seitdem noch toller als vorher). Auch das Beispiel mit der Anstrengung fuer etwas schoenes, wie frueh aufstehen fuer den Urlaub halte ich fuer sehr gelungen - so soll es ja sein.
Wiesenblume, das ist glaube ich, was ich mir wuensche: dass die Anstrengung nicht gleichbedeutend ist mit ungluecklich oder schlecht gelaunt sein. Eher im Gegenteil. :smile:

Diejenigen, die ich nicht besonders erwaehnt habe, bitte nicht boes sein, Ihr habt mich alle in kuerzester Zeit wieder sehr beruhigt! :wangenkuss:

myDara
31.03.2011, 20:00
*lautlach* natürlich wirst du Kinder furchtbar anstrengend finden:lachen:. Aber es gibt halt auch soviel was sie einem geben, dass das Anstrengende viel leichter zu ertragen ist.
Morgens um 5 aufstehen ist schrecklich, morgens um 5 aufstehen weil der Flieger einen in die Karibik bringt plötzlich gar nicht mehr, so ähnlich ist das glaub ich mit Kindern.



Wiese, you made my day!! SO hab ich das noch gar nie gesehen (und leider nie gefühlt), also der Vergleich zwischen Aufstehen weil Karibik oder Aufstehen weil Kind brüllt, herrlich!!!

Tigerente
31.03.2011, 20:55
Reicht es, einfach ganz tief drinnen, auf unspektakulaere wenn gleich dauerhafte Art ein Kind zu wollen, weil man es sich so vage irgendwie nett vorstellt? :wie?: Oder ist auch das Kinderkriegen ein Schritt im Leben, auf den man sich einfach einlassen kann und muss, ohne alles zu ueberanalysieren?

Das fragt sich eine grueblerische
Flau

Ja, es reicht. Wir wollten Kinder, weil wir irgendwie das Gefühl hatten, das macht das Leben "rund" und "komplett". Und auch wenn es oft anstrengend ist und wir auf dem Zahnfleisch kriechen, würden wir sie nie wieder hergeben.

Letztes Wochenende hatten wir die beiden (4,5 Jahre und 21 Monate) seit langem mal wieder für eine Nacht ausquartiert bei Oma und Opa und saßen dann morgens in himmlischer Ruhe mit der Zeitung am Frühstückstisch und haben uns gegenseitig bestätigt, wie wir das genießen. Sagt mein Mann: "Hm, hätten wir uns vielleicht keine Kinder anschaffen sollen. Dann könnten wir das jedes Wochenende haben." Darauf fiel mir nur ein "Dann würde uns nicht auffallen, wie toll das ist. Dann würden wir dasitzen und überlegen, was wir mit dem Wochenende anfangen, und würden gar nicht den Moment genießen." Darauf er: "Stimmt, das Problem haben wir wirklich nicht mehr."

Übrigens - wenn die Kinder größer werden, kann man langsam (als fauler Mensch) auch mal mit ihnen "abhängen" - fängt mit dem Großen gerade an.

milchstern
31.03.2011, 21:24
ich bin ueber die Fragestellung gestolpert und stelle daher die Gegenfrage: was sind denn andere Beweggruende ein Kind haben zu wollen? Es gibt doch eigentlich nur "einfach so", oder? Denn der Grund "weil mein Kind mal Nobelpreistraeger werden soll" ist ja nicht legitim....:freches grinsen:

Wiesenkraut
31.03.2011, 21:27
oje willst du damit etwa sagen ich muss noch 4 Jahre warten bis ich mal wieder ausschlafen darf. Hm ich glaub ich muss dem Fünkchen beibringen sie soll morgens ihre große Schwester beehren statt uns und wir schlafen dann aus :freches grinsen:

Tigerente
31.03.2011, 21:34
Wiese, das kommt auf's Kind an. Ich kenne andere, die schon ausschlafen konnten, als die Kinder 2 Jahre alt waren, aber ich habe leider zwei Frühaufsteher erzeugt - 7:30 Uhr beim Großen ist das höchste der Gefühle, und das natürlich auch nur an Tagen, wo wir pünktlich zum Kindergarten aufbrechen müssen, nie am Wochende.

Historia02
31.03.2011, 21:48
Aber manchmal erfasst mich auch die Panik: Ich schlafe gern aus, verbummele gern die Wochenenden und halte mich grundsaetzlich eher fuer faul. :peinlich: Werde ich da ein Baby nicht furchtbar anstrengend finden?

Soll ich dir mal was verraten: Das kannst du auch bleiben ;-) Du musst nur irgendwelche guten Vorsätze über Bord werfen. Wenn du dich von einigen Vorstellungen verabschiedest, dass bestimmte Sachen so sein MÜSSEN. Zum Beispiel, dass ein Kind um 19 Uhr ins Bett muss (und dafür um 5 Uhr wach ist), dass man unbedingt jeden Tag 2 Stunden an die frische Luft muss und dass die Bude immer so aufgeräumt sein muss, dass du jeden Tag Besuch empfangen kannst.

Meine persönliche Meinung: Ja, gerade am Anfang ist es extrem hart. Und da helfen dir auch keine guten Sprüche, dass ein Lächeln deines Kindes alles vergessen macht. Das finde ich den dämlichsten Spruch, den es gibt (sorry). Aber es gibt Hoffnung: Es wird mit der Zeit immer leichter und besser. Man muss halt nur durch den anstrengenden Anfang irgendwie durch. Das muss man sich als Paar halt auch immer klarmachen: Man kriecht für eine Weile auf dem Zahnfleisch, aber mit gegenseitiger Unterstützung kommt man da irgendwie durch und dann geht es bergauf.

angie2
31.03.2011, 21:56
Die Kleine wurde bei uns abgeliefert (12 Jahre älter) und Muttern ging ins Bett (war Frühaufsteherin).

Die Kleine schlief täglich bis um 9.00....

neues-Leben
31.03.2011, 22:00
Ausschlafen ging bei uns auch mit Kind:Sonne: Dafür war nichts mit vor 22 Uhr weggehen. Unser Kind war schon früh eine Nachteule. Bei einem befreundeten Paar war der Junge immer um fünf wach, da brauchte sich einer erst garnicht hinlegen nach der Party. Aber Urlaub habe ich eher lieber nur mit meiner kleinen Familie gemacht. Aber da muß jede Familie ihren eigenén Rythmus finden.
Lasse dich einfach auf den neuen Menschen in deiner Familie ein, dann wird alles gut:lachen:

Flau
31.03.2011, 22:01
ich bin ueber die Fragestellung gestolpert und stelle daher die Gegenfrage: was sind denn andere Beweggruende ein Kind haben zu wollen? Es gibt doch eigentlich nur "einfach so", oder? Denn der Grund "weil mein Kind mal Nobelpreistraeger werden soll" ist ja nicht legitim....:freches grinsen:
Ja das stimmt, es fiel mir schwer, mein Gefuehl in der Fragestellung auszudruecken. Aehem. :smile: Ich meinte meinen eher generellen Kinderwunsch - Tigerente hat unser Gefuehl ganz gut beschrieben - im Vergleich zu einem ganz leidenschaftlichen Sehnen, so einem es-nicht-abwarten-koennen, bis es los geht. Also, ein rationaler anderer Grund schwebte mir dabei nicht vor, sondern ein staerkeres, leidenschaftlicheres Wunschgefuehl, statt unseres: Och ja, wir meinen es gehoert irgendwie dazu und koennte irgendwie diffus schoen sein.

Danke nochmal an all die Anderen, die mir hier Mut zusprechen. Festzuhalten bleibt also, dass auch die anstrengenden Zeiten auf ihre Art schoen sind, bzw. dass man sich, wenn die Zeiten mal gerade wirklich aetzend sind, einigermassen drauf verlassen kann, dass es auch wieder besser wird. Das ist echt gut zu wissen. :blumengabe: Historia, auch den Hinweis mit den realistischen Anspruechen fand ich wichtig und hilfreich, vor allem hinsichtlich Kinder-Schlafens-und-Ausfuehrzeiten.

Echt, Tigerente, ein 4-5-Jaehriger ist bereits manchmal mit "Abhaengen" zufrieden? Wie sieht das denn aus? Oder gehoert sowas wie Vorlesen dazu? Darauf freue ich mich ja tatsaechlich... :smile:
(Hab eher Angst vor Kindern, die evtl. den ganzen Tag lang Sack huepfen wollen oder so... :knatsch:)

Flau
31.03.2011, 22:08
Die Kleine wurde bei uns abgeliefert (12 Jahre älter) und Muttern ging ins Bett (war Frühaufsteherin).
Haha, auch eine gute Strategie, die Kinder soweit auseinander, dass man gleich selbstgezogene Babysitter hat. :lachen: Aber dafuer ist es bei uns fast schon ein bissl spaet.


Ausschlafen ging bei uns auch mit Kind:Sonne: Dafür war nichts mit vor 22 Uhr weggehen. Unser Kind war schon früh eine Nachteule.
Ja, darauf hofft Herr Flau und ist der festen Ueberzeugung, dass die Genetik schon dafuer sorgen wird. Ich bin nicht so ueberzeugt, abgesehen davon, dass ich auch nicht schon immer ein Langschlaefer war... :peinlich:

Bei einem befreundeten Paar war der Junge immer um fünf wach, da brauchte sich einer erst garnicht hinlegen nach der Party. Aber Urlaub habe ich eher lieber nur mit meiner kleinen Familie gemacht. Aber da muß jede Familie ihren eigenén Rythmus finden.
Lasse dich einfach auf den neuen Menschen in deiner Familie ein, dann wird alles gut:lachen:
Eben, so sehe ich das eigentlich auch. :smile:

skirbifax
31.03.2011, 22:14
Echt, Tigerente, ein 4-5-Jaehriger ist bereits manchmal mit "Abhaengen" zufrieden? Wie sieht das denn aus? Oder gehoert sowas wie Vorlesen dazu? Darauf freue ich mich ja tatsaechlich... :smile:
(Hab eher Angst vor Kindern, die evtl. den ganzen Tag lang Sack huepfen wollen oder so... :knatsch:)

Es werden deine Kinder, mit deinen Genen und denen deines Mannes. Wie warst du, dein Mann, hast du Bruder oder Schwester, gibt es schon Nichten/Neffen? Es gibt natürlich immer sog. "Ausreißer". Aber im Grunde haben die Kinder das Gemüt, das auch ihr habt. Nicht 1 : 1, aber ein Anhaltspunkt. Und auch ein lebhaftes Kind mit starkem Bewegungsdrang kann sich auch mal konzentriert still beschäftigen oder stillsitzen.

Inaktiver User
01.04.2011, 07:34
Ja das stimmt, es fiel mir schwer, mein Gefuehl in der Fragestellung auszudruecken. Aehem. :smile: Ich meinte meinen eher generellen Kinderwunsch - Tigerente hat unser Gefuehl ganz gut beschrieben - im Vergleich zu einem ganz leidenschaftlichen Sehnen, so einem es-nicht-abwarten-koennen, bis es los geht. Also, ein rationaler anderer Grund schwebte mir dabei nicht vor, sondern ein staerkeres, leidenschaftlicheres Wunschgefuehl, statt unseres: Och ja, wir meinen es gehoert irgendwie dazu und koennte irgendwie diffus schoen sein.


Hallo Flau,

ich glaube schon, dass es reicht. Zumindest habe ich das für mich so entschieden. Ich habe auch keinen extremen Kinderwunsch, keine große Sehnsucht, nicht das Gefühl, dass mir irgendwas fehlt. Ich finde mein Leben, so wie es ist, eigentlich perfekt. Aber trotzdem möchte ich Kinder... vielleicht auch nur "um nicht keine Kinder zu haben" (das trifft es irgendwie ganz gut). Aber ich glaube, dass das reicht. Dass man sein Kind trotzdem lieben wird und es irgendwie "diffus schön sein wird". :)

Nur Mut!!

Lillan

Tigerente
01.04.2011, 12:26
Echt, Tigerente, ein 4-5-Jaehriger ist bereits manchmal mit "Abhaengen" zufrieden? Wie sieht das denn aus? Oder gehoert sowas wie Vorlesen dazu? Darauf freue ich mich ja tatsaechlich... :smile:
(Hab eher Angst vor Kindern, die evtl. den ganzen Tag lang Sack huepfen wollen oder so... :knatsch:)

Naja, "abhängen" mit einem 4-jährigen heißt z. B. Eis essen und Straßenbahnen gucken oder im Bahnhof bei schönem Wetter auf der Bank sitzen und Züge gucken, auch mal auf dem Sofa rumliegen und über die wichtigen Fragen des Lebens ("kommt Pippi Langstrumpf zu meinem Geburtstag? warum ist das Meer blau?") zu philosophieren. Ansonsten ist das so ein Kind, das auch den ganzen Tag hüpfen könnte...

Wiesenkraut
01.04.2011, 13:15
Ausschlafen ging bei uns auch mit Kind:Sonne: Dafür war nichts mit vor 22 Uhr weggehen. Unser Kind war schon früh eine Nachteule.

so 2 hatte ich auch in den Großen, fand ich sehr gut und ich hab bis zum Fünkchen behauptet dass die Kinder sich den Gewohnheiten der Eltern anpassen.
Nun muss ich mein Urteil revidieren. Die Kleine hatte immer schon die 20 Uhr tendenz und egal was ich getan hab, dass sie doch bitte bis 22 Uhr aushält (sie hat mehr vom Papa ich kann morgens länger schlafen) keine Chance 20 Uhr ist äusserste Grenze oft eher 19:30 mit dem schon geschilderten Erfolg dass ich zu völlig unchristlichen Zeiten aufstehen muss :pfeifend:

Flau
01.04.2011, 13:22
Tigerente, ich will auch so einen Vierjaehrigen!! Das koennten alles meine Lieblingsbeschaeftigungen werden. :smirksmile:
Seht Ihr, Ihr kriegt es noch soweit, dass sich die ganze Fragestellung erledigt, weil Ihr meinen Kinderwunsch richtiggehend anheizt. :wangenkuss: :Sonne:

Lillan, schoen zu wissen, dass Andere auch aehnlich empfinden. :blumengabe: Du hast wirklich sehr gut beschrieben, was ich meine.

skirbifax, ich glaube, dass ich kein Kind mit ungewoehnlichem Bewegungsdrang war. In meiner Erinnerung gehoerten Vorlesen lassen (spaeter selber lesen) und Rollenspiele zu meinen Lieblingsbeschaeftigungen. Aber man taeuscht sich gerne ueber die eigene Kindheit. Ich hatte das grosse Glueck, in einem Haus mit grossem Garten aufzuwachsen und da habe ich auf Kletterbaeumen und in "Hoehlen" viel Zeit verbracht - in meiner Erinnerung aber meist ohne meine Eltern (bzw. in sicherer Entfernung). Neffen bzw. Nichten haben wir (noch) nicht, wir werden wohl die ersten Enkel fuer unsere jeweiligen Eltern produzieren.

Na, man kann sich nur ueberraschen lassen, oder? Und "lustige" Kombinationen gibt's auch, wie man bei Wiesenkrauts sieht. :smile:
Wobei mir einfaellt, dass ich abends laut meiner Mutter sehr "unterhaltsam" wurde, d.h. zur elterlich vorgeschriebenen Schlafenzeit nochmal voll aufgedreht habe und unbedingt noch allerhand spielen, erzaehlen oder wissen wollte. :knatsch: Sorry, Mama! :blumengabe:
Allerdings haben meine Eltern den "Fehler" gemacht, ihre kleinen Kinder frueh ins Bett zu stecken (also um 18.30 Uhr), wobei sie auch beide eher Fruehaufsteher sind. Mittagsschlaf musste ich auch noch machen, das wuerde ich im Interesse der Morgenruhe auch flexibler handhaben. :smirksmile:

Echt, Ihr motiviert mich richtig! :Sonne:

xanidae
01.04.2011, 13:44
das wuerde ich im Interesse der Morgenruhe auch flexibler handhaben. :smirksmile:



wenn du lieber morgenruhe statt abendruhe willst... ich hab mich gerne um 7 noch mal ins kinderzimmer aufs bett gelegt, während die jungs gespielt haben und dafür war ich abends sicher, dass um 20 uhr ruhe ist.
heute dürfen wir schlafen bis wir von selbst aufstehen. in dieser zeit wurde das zimmer umgeräumt, 12 nutellatoasts gegessen, sesamstraße geguckt und die bastelschubladen im wohnzimmer verteilt.
das ist unser preis fürs auschlafen.

und ich verschiffe unsere kinder heute auch (:ahoi:tigerente) und freue mich schon auf das morgige zeitung lesen ohne seitenkommentare ('ich will noch den zug angucken').


wir wollten auch 'einfach so kinder', denn wir wollten eine familie sein.

Flau
01.04.2011, 13:49
Also wenn's dann mal soweit ist, werde ich hier nochmal schreiben und um weitere Tipps und Tricks hinsichtlich Schlafenszeiten bitten - das habt Ihr ja wirklich viele gute Strategien!
Abgeben werden wir den Nachwuchs nicht regelmaessig koennen, weil saemtliche zukuenftige Grosseltern in einem anderen Land leben. Aber dafuer hoffe ich auf laengere Pausen, denn wenn wir schon dabei sind, wuerden wir die Kids ja mindestens eine Woche bei Oma & Opa "parken". :freches grinsen: Eine Win-Win-Win Situation fuer Kinder, Eltern und Grosseltern, hoffentlich. :lachen:

Etoile
01.04.2011, 14:19
wir wollten auch 'einfach so kinder', denn wir wollten eine familie sein.
:knatsch:
das heisst, dass mein mann und ich ohne kinder keine familie sind?

xanidae
01.04.2011, 14:35
@etoile

wenn dich meine aussage kränkt, tut es mir leid.
ich gebe dieser begrifflichkeit keinerlei bewertung, für mich dient sie zur differenzierung.
wenn jemand davon spricht, seine familie mitzubringen, dann rechne ich mit kindern/geschwistern und nicht alleine mit einem ehepartner. damit rechne ich, wenn jemand sagt 'ich bringe meinen mann/frau mit'. (und hier kann man ja auch noch genauer beschreiben: 'ich bringe meinen ehemann/-frau mit').

keines der kinderlosen paare in meinem freundeskreis bezeichnet sich als familie. auch mein mann und ich haben uns nicht als familie empfunden oder je so davon gesprochen, als wir keine kinder hatten.

ich glaube, dass es in meinem umfeld insgesamt nicht üblich ist, (ehe)paare als familie zu bezeichnen. es irritiert mich, dass diese differenzierung der begrifflichkeiten, eine kränkung sein kann.

darüber muss ich nachdenken.

Wiesenkraut
01.04.2011, 14:45
ich geb Xanidae mal recht, das hat nichts mit Wertung zu tun oder so, sondern ist einfach eine Sprachsgebrauchsache. Bei Familie sinds für mich auch Eltern+Kinder, sonst rede ich von Paar.

aber warum ich eigendlich hier bin, auch wenns OT ist sorry@Flau

heute dürfen wir schlafen bis wir von selbst aufstehen. in dieser zeit wurde das zimmer umgeräumt, 12 nutellatoasts gegessen, sesamstraße geguckt und die bastelschubladen im wohnzimmer verteilt.
das ist unser preis fürs auschlafen.

12 Nutellatoasts :ooooh:, wieviel Kinder hast du noch mal und wie alt sind die, ich glaub ich frag lieber gar nicht erst wie dann die Küche aussah:freches grinsen:

Aber so ähnliche Preise haben wir auch bezahlt mit ähnlichem Ergebnis, das Bad war geputzt (sprich es war alles Putzmittel auf den Boden verteilt und drin rumgeschmiert), irgendeine Morgensendung war geguckt (weiss nciht mehr welche) und das Frühstück bestand aus den Chips und Knabberresten. Wir hoffen bis heute dass die Sektgläser vorher schon alle waren. Das alles war am Neujahrsmorgen als meine Großen 5 und die Kleine 3 waren :freches grinsen:
Das ganze ist immer noch jedes Sylvester Gesprächsthema. Solche und ähnliche Stories erlebt man nur mit Kindern, allein die find ich sinds schon fast Wert Kinder zu bekommen.

Meine eigene Mutter hat "meine" in einem Buch gesammelt. Das ich immer noch gerne lese und das jahrelang das beliebteste Vorlesebuch meiner Kinder war:smirksmile:

Flau
01.04.2011, 14:58
Och mit dem "Preis" koennte ich aber recht gut leben, sooooo wahnsinnig ordentlich sieht es zur Zeit auch nicht bei uns aus, wenn wir gefruehstueckt haben. :peinlich:

Wiesenkraut, was ist schon so ein bisschen Toast mit Schokoschmier? :smirksmile: Durch minimum 2 Kinder sind das gerade mal 6 pro Nase, rechnet man mit einer Wachzeit von 6 Stunden (6 Uhr frueh faengt's Kinderfernsehen an, gegen Mittag rollen dann mal die Eltern aus dem Bett) sind das praktisch 2 Mahlzeiten, also 3 Scheiben Toast pro Kind pro Mahlzeit. Geht doch. :freches grinsen:

Etoile
01.04.2011, 15:23
@etoile

wenn dich meine aussage kränkt, tut es mir leid.
ich gebe dieser begrifflichkeit keinerlei bewertung, für mich dient sie zur differenzierung.
wenn jemand davon spricht, seine familie mitzubringen, dann rechne ich mit kindern/geschwistern und nicht alleine mit einem ehepartner. damit rechne ich, wenn jemand sagt 'ich bringe meinen mann/frau mit'. (und hier kann man ja auch noch genauer beschreiben: 'ich bringe meinen ehemann/-frau mit').

keines der kinderlosen paare in meinem freundeskreis bezeichnet sich als familie. auch mein mann und ich haben uns nicht als familie empfunden oder je so davon gesprochen, als wir keine kinder hatten.

ich glaube, dass es in meinem umfeld insgesamt nicht üblich ist, (ehe)paare als familie zu bezeichnen. es irritiert mich, dass diese differenzierung der begrifflichkeiten, eine kränkung sein kann.

darüber muss ich nachdenken.

gekränkt hat mich die aussage, weil heute ein scheisstag ist. sorry! :blumengabe: 1. menstag mit bauchschmerzen und dem psychologischen kram. da kannst du nichts dafür.

ich nenne uns schon mal familie, natürlich auch "paar". kommt auf die umstände draufan. ich kann aber nicht sagen, wann ich welches wort benutze!

Flau
01.04.2011, 15:26
Etoile, lass Dich doch mal im Menstruationsbeschwerden-Thread kuscheln, fand ich ganz nett neulich. Eine *virtuelle Waermflasche* fuer Dich, und 'n Tee: :tassenkasper:

lissie15
01.04.2011, 15:33
Liebe Flau,
du bist doch schlau....
weiter reim ich nicht.
Mal im Ernst, hier zu lesen hat richtig Spaß gemacht.
Und richtige gute Antworten hast du ja schon zu genüge bekommen.

Ich hätte für mein Leben gern "nur so" Kinder bekommen. Konnte es aber nicht. Heut könnt ich altersmäßig schon Großmutter sein. Und dieses "semidebile Grinsen" bekomme ich auch jedesmal wenn ich Kinder sehe.

Es berührt mich heute noch, wenn ich daran denke, wie es gewesen wäre wenn.

Etoile
01.04.2011, 15:37
flau, da war ich heute morgen schon! :smile:

lissie, für deine schönen worte danke ich dir! :wangenkuss: ich hoffe, dass ich es in ein paar jahren auch so sehen kann. noch kann ich es... aber noch ist die hoffnung nicht verloren.

Flau
01.04.2011, 15:42
Liebe Flau,
du bist doch schlau....
Danke!

weiter reim ich nicht.
Nochmals danke :freches grinsen:

Mal im Ernst, hier zu lesen hat richtig Spaß gemacht.
Ja, mir auch. :smile:

Und richtige gute Antworten hast du ja schon zu genüge bekommen.
Das stimmt, ich fuehl mich auch schon direkt privilegiert. :blumengabe:


Ich hätte für mein Leben gern "nur so" Kinder bekommen. Konnte es aber nicht. Heut könnt ich altersmäßig schon Großmutter sein.
Das tut mir Leid fuer Dich! :niedergeschmettert: Aber gerade Dein "fuer mein Leben gern" steht im Widerspruch zu "nur so" wie ich es in der Ausgangsfrage meinte. Genau das verunsichert(e) mich, dass ich im Moment nicht wirklich "fuers Leben gern" Kinder haette, sondern eher um "nicht keine" zu haben. Aber ich verstehe schon, was Du meinst. Ich gehe auch davon aus, dass sich der Kinderwunsch sehr verstaerken wuerde, falls wir Schwierigkeiten haben sollten.

Und dieses "semidebile Grinsen" bekomme ich auch jedesmal wenn ich Kinder sehe.
Es berührt mich heute noch, wenn ich daran denke, wie es gewesen wäre wenn.
:in den arm nehmen:

Hast Du denn "Vize"-Kinder und/oder Enkel?

Historia02
01.04.2011, 16:16
Flau, mir ist noch was eingefallen: Mein Mann und ich wollten auch immer Kinder "einfach so". Weil wir dachten, dass es nett wäre, welche zu haben. Ich bin dann auch relativ schnell schwanger geworden (3 Zyklen) und hatte eine relativ problemlose Schwangerschaft. Ich hatte nie eine Fehlgeburt oder Abtreibung, es war meine erste Schwangerschaft und meine erste Geburt. Von daher bin ich vielleicht "privilegiert", weil ich kein jahrelanges Hibbeln, Warten und Auf und Ab des Kinderwunsches nicht kenne. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich mir manchmal auch mal erlaube auszusprechen, dass so ein Kind streckenweise furchtbar nerven kann.

Ich könnte mir vorstellen, dass Frauen, die lange auf ein Kind warten, vielleicht die Hürden der Baby-/Kleinkindzeit eher wegstecken (oder wenigstens nicht so doll verfluchen wie ich manchmal), eben, weil sie es sich das Kind sehr gewünscht haben. Aber das ist nur eine persönliche Theorie, mit der ich niemandem auf die Füße treten will! :blumengabe:

Flau
01.04.2011, 16:29
Historia, ich glaube dass entspannte Eltern auch entspannte Kinder haben, bzw. dass da ein grober Zusammenhang besteht. Will sagen, wenn Du auch mal genervt sein "darfst", ist das wahrscheinlich nur gesund. :blumengabe:

Natuerlich sehe ich dieses "entspannt sein" nicht als Gegensatz zu Vorfreude und Hibbeln, gleich dreimal nicht, wenn ein Kinderwunsch unerfuellt bleibt. Wie ich schon schrieb, ich denke, dass die meisten staerker und sehnsuechtiger wuenschen, wenn die Kinder ausbleiben und man es so gar nicht in der Hand hat. Diese Traurigkeit mag den nervigen Stress, denn das lang ersehnte Wunschkind verbreitet, schon relativieren. :smile:

Wiesenkraut
01.04.2011, 16:34
Ich könnte mir vorstellen, dass Frauen, die lange auf ein Kind warten, vielleicht die Hürden der Baby-/Kleinkindzeit eher wegstecken (oder wenigstens nicht so doll verfluchen wie ich manchmal), eben, weil sie es sich das Kind sehr gewünscht haben. Aber das ist nur eine persönliche Theorie, mit der ich niemandem auf die Füße treten will! :blumengabe:

da könnte aber gut was dran sein. Bei den beiden Ersten die ja auch relativ unproblematisch kamen hab ich auch wesentlich mehr geflucht, war oft genervt und sehr froh als ich endlich arbeiten gehen konnte. Vor 5 Jahren hatte ich ja dann eine Todgeburt und wurde dann (auch in einem Alter in dem man rechnerisch Oma sein kann:pfeifend:)noch mal schwanger. Ich hab mir nicht wirklich noch ein Kind gewünscht aber halt immer vorgestellt wie es gewesen wäre wenn Anna auf die Welt gekommen ist.
Das zusammen mit der Tatsache, dass nun das nächste Kind das ich auf dem Arm hab ganz sicher mein erster Enkel sein wird, lässt mich oft schmunzeln wenn ich früher geflucht hätte.
Oft - nicht immer- ich hatte mindestens auch eine Phase mit dem Fünkchen in der ich sofort das Angebot angenommen hätte, wieder 40h (und mehr) arbeiten zu gehen um die Kleine abgeben zu können:pfeifend:

Flau
01.04.2011, 16:45
Ach neben Euch, Dir Ihr ein Kind verlieren musstet oder vergebens (ge)wartet (habt) komm ich mir ganz doof vor mit diesem Pieps-Pseudoproblem! :heul:

:blumengabe: an alle betroffenen (Moechtegern-)Mamis!

Inaktiver User
01.04.2011, 16:58
Ich kann Dich sehr gut verstehen, Flau. Ich bin wenigen Jahren auch an dem Punkt, an dem ich denke, jetzt würde ich "einfach so" ein Kind wollen - wenn es denn nicht zu spät wäre.

Für mich war fast mein ganzes Erwachsenenleben lang klar, dass ich kein Kind will. Das Gegenteil von "kein Kind wollen" ist nicht unbedingt "ein Kind wollen", daher kann man nicht sagen, ich hätte meine Meinung ganz grundsätzlich geändert.

Doch jetzt wären die Umstände ideal, "einfach so" ein Kind zu bekommen, aber ich bin halt "einfach so" über die Jahre auch ganz schnell zu alt dafür geworden. Es stürzt mich allerdings nicht in eine Sinnkrise. Im Gegenteil. Ich sehe auch die Vorteile, die es hat, kinderlos geblieben zu sein.

Ich wünsche Dir, dass es sich für Dich richtig entwickelt - in die eine oder andere Richtung. :blumengabe:

skirbifax
01.04.2011, 17:11
Ich könnte mir vorstellen, dass Frauen, die lange auf ein Kind warten, vielleicht die Hürden der Baby-/Kleinkindzeit eher wegstecken (oder wenigstens nicht so doll verfluchen wie ich manchmal), eben, weil sie es sich das Kind sehr gewünscht haben. Aber das ist nur eine persönliche Theorie, mit der ich niemandem auf die Füße treten will! :blumengabe:


Vor 5 Jahren hatte ich ja dann eine Todgeburt und wurde dann (auch in einem Alter in dem man rechnerisch Oma sein kann:pfeifend:)noch mal schwanger. Ich hab mir nicht wirklich noch ein Kind gewünscht aber halt immer vorgestellt wie es gewesen wäre wenn Anna auf die Welt gekommen ist.


Da ist sicher was dran. Ich war zweimal in meinem Leben schwanger, heute sind es zwei gesunde, erwachsene, wohlgeratene Kinder. Für mich war es so, dass zu einem Leben auch Kinder dazugehören, einfach so. Ich glaube aber auch, dass es eine Frage des Alters ist. Wer älter ist, hat schon mehr erlebt. Ich erinnere mich an eine Mutter in der Klasse meiner Tochter, die 12 Jahre älter war als ich. Die war viel "bewusster" Mutter als ich. Sie machte sich auch viel mehr Sorgen; da unsere Töchter befreundet waren, fragte sie mich öfter, wie ich bestimmte Sachen verantworten könne, ob ich mir keine Sorgen mache. Natürlich habe ich mir hin und wieder auch Sorgen gemacht; ich wusste aber, dass man Kinder auch (los)lassen muss. Die Kinder bei mir kein Lebensinhalt und auch kein Lebensmittelpunkt - allerdings auch kein schmückendes Beiwerk.

Grundsätzlich meine ich, dass man nicht aus seiner Haut kann. Jede/jeder wird versuchen, seine Elternrolle so gut es geht zu erfüllen. Mein Sohn machte mir vor kurzem ein riesiges Kompliment. Er meinte, dass das wichtigste Ziel der Erziehung sei, dass man selbstbewusst und selbständig sei. Er habe bei mir immer "er selbst" sein dürfen, er habe sich immer verstanden und angenommen gefühlt. Deshalb sei ich die beste Mama der Welt.

Bevor jetzt aber mein Heiligenschein drückt: Auch ich habe meinen Sohn hin und wieder verflucht. Als Baby, in der Schulzeit und auch in der Pubertät. :blumengabe:

Marsala
02.04.2011, 15:41
Hallo Flau und alle Anderen,

ich glaube auch, dass sich so ein Kinderwunsch schnell auswachsen kann, falls es nicht klappt und man lange warten muss. Mir ging es eigentlich auch immer wie dir, ich habe darauf gewarten, dass irgendwann dieses Gefuehl kommt und ich weiss, jetzt will ich unbedingt schwanger werden. Meine Mutter erzaehlt immer, dass sie dieses Gefuehl mit 26 hatte und als sie 27 war, kam ich auf die Welt.

Ich habe also gewartet, in der Gewissheit, irgendwann mal Kinder haben zu wollen, eben weil ich nicht keine haben will. Ausserdem finde ich Kinder immer lustig und mache gerne etwas mit ihnen. Gebe sie aber auch gerne wieder ab :pfeifend:

Vor zwei Jahren habe ich die Pille abgesetzt, um keine Hormone mehr zu nehmen und wir haben anderweitig verhuetet. Anschliessend hatte ich relativ lange Zyklen von +/- 40 Tagen. Damit bin ich dann irgendwann zum Frauenarzt gegangen und der gute Mann hat mir ohne einen Bluttest eine Hormonstoerung diagnostiziert und mir gesagt, ich sollte besser sofort mit dem schwangerwerden anfangen, wenn ich noch eine Chance auf Kinder haben wollte. Nicht gerade sehr einfuehlsam :knatsch:

Anfangs war ich ziemlich geschockt und wusste ploetzlich ganz sicher, dass ich gerne Kinder haben moechte. Ich war dann noch bei einem anderen Frauenarzt, der einen BLuttest gemacht hat und mir versichert hat, dass bei mir alles in Ordnung ist. Jetzt muss ich beruflich noch ein paar Monate ins Ausland und dann werden wir es wohl versuchen.

Ich wuerde mich sehr freuen, schwanger zu werden. Allerdings werde ich wohl eine Rabenmutter, ich habe vor sehr schnell wieder arbeiten zu gehen :lachen: und werde mich wohl nicht nur ueber ein Kind definieren. Ausserdem glaube ich auch, dass es kein Weltuntergang waere, wenn es nicht klappt. Na ja, wir werden sehen.

Dir wuensche ich viel Spass bei der Entscheidungsfindung! Und ich bin davon ueberzeugt, dass man nicht an seinen Motiven zweifeln sollte, auch wenn man sich vielleicht etwas unterscheidet vom Gros der *Hibbler*.

Tigerente
04.04.2011, 12:34
und ich verschiffe unsere kinder heute auch (:ahoi:tigerente) und freue mich schon auf das morgige zeitung lesen ohne seitenkommentare ('ich will noch den zug angucken').



Hab' erst jetzt wieder hier reingeschaut und eigentlich müsste ich auch arbeiten, aber egal...

xanidae, damit hatte ich auch überhaupt nicht gerechnet, dass das Zeitunglesen alleine schon erschwert wird durch das Interesse der Kinder an den Bildern. Ich dachte, man kommt nicht zum Lesen, weil man sich mit den Kindern unterhält, Brote schmiert etc. (was auch so ist), aber inzwischen (und sie sind ja erst 4,5 und 1,5) kann man froh sein, wenn man die Zeitung überhaupt behalten darf, und die Kinder sich nicht sofort alle Teile mit Fotos von Zügen, Feuerwehreinsätzen, Polizeiautos oder Eisbären krallen... Und ich dachte, nur unsere Kinder sind da speziell... Was soll das nur werden, wenn sie erstmal lesen können?