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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nachhilfe



Ellamaria11
30.03.2011, 22:46
Hallo zusammen,

ich habe keine Ahnung, in welches Forum das hier gehört, also schreib ich mal hier.

Ich habe mich auf einen Aushang im Supermarkt gemeldet, jd. sucht Nachhilfe für Sohn (11. Kl.) in Englisch. Nicht für ständig, sondern ein paar Wochen intensiv, geht wohl um eine wichtige Klausur.

Da ich ein paar zusätzliche Euro ganz gut gebrauchen kann, würde ich das wohl machen.

Wieviel kann man für sowas nehmen? Dachte so an 20 Euro für 60 - 90 Minuten.

Findet Ihr das okay oder zuviel?

Danke und LG

Ella

Lizzie64
30.03.2011, 22:54
Wieviel kann man für sowas nehmen? Dachte so an 20 Euro für 60 - 90 Minuten.

Findet Ihr das okay oder zuviel?

Danke und LG

Ella

zuwenig!

das macht die preise für andere nachhilfelehrer kaputt, du musst dich schon ein bisschen am markt orientieren.

und 60 - 90 minuten? denselben preis für 100% - 150% dauer? da fürchte ich, wirst du nicht ernstgenommen von den eltern der nachhilfeschüler, denn die erwarten, dass du deine leistung einschätzen kannst und sie auch entsprechend honoriert haben möchtest, und das zurecht.

beispiel: ich habe in einer eher einkommensschwachen gegend € 22 für 90 minuten bekommen, ABER: das gin über eine agentur, d.h. die agentur bezahlte mir das aus, aber natürlich haben die eltern sehr viel mehr pro stunde bezahlt!

€ 25 für 60 minuten und vielleicht eine art "zeitrabatt" von € 35 für 90 minuten (als anreiz für die eltern, 90 minuten zu buchen) wäre ok, denke ich.

sich unter wert verkaufen tut niemandem gut.

Ellamaria11
30.03.2011, 22:59
Danke Lizzie,

ich habe keine Ahnung davon, hab das noch nie gemacht,

Ich bin auch keine Lehrerin...

Deine Idee finde ich gut, werde mich in den nächsten Tagen mit der Mutter treffen und ihr das so vorschlagen.

LG, Ella

Lizzie64
30.03.2011, 23:03
wie sind denn deine qualifikationen, auf welcher grundlage wirst du nachhilfe geben?

wie langw ist deine eigene schulzeit her, sprich: wie gut kennst du noch schulbücher und evtl. englische lektüren? wie sieht's mit grammatikkentnissen aus? kannst du grammatik erklären? und, das wichtigste: kannst du einen elftklässler motivieren und sanft in den allerwertesten treten, wenn er eigentlich keinen bock hat?

(ich spreche da aus langer erfahrung ... bin übrigens auch keine lehrerin, hab' aber englisch studiert und bin immer mal wieder eine begeisterte nachhilfelehrerin)

Ellamaria11
31.03.2011, 00:26
Ich bin Übersetzerin unter anderem für Englisch. Also die Sprache kann ich wirklich gut.

Nachhilfe-Erfahrung habe ich durch unseren Nachbars-Jungen, dem helfe ich seit Jahren in Englisch und Spanisch und habe ihn immerhin in Englisch von versetzungsgefährdet auf eine sichere 3+ gebracht :-)

Nocturna
31.03.2011, 08:21
Kommt das nicht auch etwas auf die Region an?

Hier im Münchner Umland zahle ich für mein Kind für 90 Minuten Einzelunterricht zuhause 52 Euro über ein Nachhilfeinstutut, bei einer 3-monatigen Vertragsbindung.

Ich würde allerdings erwarten, dass ein privater Lehrer günstiger ist.

Inaktiver User
31.03.2011, 08:38
Ich bin über die Kosten wirklich erstaunt. Über 50 EUR - okay, dann wird es sich allerdings um Fachkräfte (Lehrer) handeln.
20 EUR zu wenig für eine Privatperson? Ich würde einer Nicht-Fachkraft niemals mehr bezahlen und je nach Alter würde ich davon ausgehen, dass sie gar nicht mehr im Thema ist.

Nocturna
31.03.2011, 11:19
Ich bin über die Kosten wirklich erstaunt. Über 50 EUR - okay, dann wird es sich allerdings um Fachkräfte (Lehrer) handeln.

Nein, nicht mal das. Der schon etwas ältere Mann hilft meinem Sohn bei BWL, ist aber angestellt bei einer Firma als Buchhalter, wenn mich nicht alles täuscht.

Ich bin nicht Lehrerfixiert und denke nicht , dass nur dieser Beruf gute Förderung bieten kann. Ein Berufspraktiker abseits von allem Schullalltag tut meinem pubertierenden Sohn sehr gut, wichtig ist, dass die Chemie stimmt. Wenn sich Differenzen ergeben hätten, hätten wir einen anderen Lehrer bekommen.

Der sehr hohe Preis kommt durch die äußerst flexiblen Vertragsbedingungen zustande. Ein Nachhilfe-Institut, wo mehrere Schüler gemeinsam pauken und mit einer 1-jährigen Vertragsbindung ist natürlich billiger. Wir haben nur eine kurze Nachhilfezeit gewählt, weil die Noten noch nicht aus dem Ruder gelaufen sind und wir eigentlich keine Dauerkrücke wollen, sondern nur punktuell fördern wollen. Außerdem kenne ich meinen Sohn, der verlässt sich dann drauf, dass ihm das zuhause einer erklärt und macht derweilen im Unterricht ein Nickerchen. :pfeifend:

Wir hätten natürlich einen Privatlehrer suchen können, aber selbst die mögen keine so kurzen Laufzeiten, was ich ja auch verstehen kann.

Ellamaria11
31.03.2011, 13:09
Über 50 Euro find ich auch heftig.

Ich wohne am Rand von Berlin, in einer relativ guten Gegend.

Ich denke, 25 Euro für eine volle Stunde sind okay.

Zuza.
31.03.2011, 15:19
Ich kann dir evtl. auch noch ein paar Daten liefern, wir haben mit Nachhilfe und Stundensätzen einige Erfahrung machen können.

Vor 2 Jahren zahlten wir bei einem Nachhilfeinstitut mit vertraglicher Bindung über mehrere Monate für eine Unterrichtseinheit von 90 Min. 45 Euro. Einzelunterricht, der Nachhilfelehrer kam ins Haus, war beruflich für das entsprechende Fach entsprechend qualifiziert. Ca. 50 % davon wurden vom NH-Institut an den Lehrer abgeführt.

Privatnachhilfe bei einem Lehrer (in dem Fall Mathematik): 45 Min für 28 Euro. Da waren für eine Doppelstunde, die in Mathe Sinn macht, 56 Euro weg.

Privatnachhilfe bei einer Übersetzerin, Fach Französisch: 60 Min. für 26 oder 28 Euro, hab es nicht mehr im Kopf.

Privatnachhilfe bei einem Oberstufenschüler der Stufe 13: 60 Min. für 10 Euro.

Inaktiver User
31.03.2011, 15:49
Privatnachhilfe bei einem Lehrer (in dem Fall Mathematik): 45 Min für 28 Euro. Da waren für eine Doppelstunde, die in Mathe Sinn macht, 56 Euro weg.



Wenn meine Eltern mir das angetan hätten, wäre ich ausgezogen ... :freches grinsen:

Lizzie64
31.03.2011, 18:16
nocturna, ist das das rechenschieber-institut?

Nocturna
31.03.2011, 18:49
nocturna, ist das das rechenschieber-institut?
Erst habe ich gestutzt, als ich deine Frage las, aber ich glaube, ich kann sie mit ja beantworten. :smirksmile:

Lizzie64
31.03.2011, 18:51
Erst habe ich gestutzt, als ich deine Frage las, aber ich glaube, ich kann sie mit ja beantworten. :smirksmile:

:smirksmile: ja da schau her!

ich hab ja oben erwähnt, was ich als instituts-nachhilflehrerin verdient habe. das war genau bei dem. ich weiß allerdings nicht, was die ihren nachhilfelehrern hier in münchen zahlen, evtl. mehr als im rheinland.

Blila3
31.03.2011, 18:56
sollte da nicht ein unterschied gemacht werden zwischen erfahrenen (Nachhilfe-)Lehrern und Leuten, die zwar selbst meinetwegen perfekt einen Bereich beherrschen? Gerade, wenn man sowas noch nie gemacht hat, weiß man nicht, worauf es im Unterricht ankommt.
sicher reicht es manchmal, verständnisfragen zu klären, oft aber auch nicht

Nocturna
31.03.2011, 18:57
@Lizzie
Will ich doch hoffen, das wäre ja sonst über die Hälfte des Geldes an das Institut. Das finde ich schon etwas happig.