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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Puddingpulver im Kuchen - warum?



wildwusel
18.03.2011, 20:21
Hallo Backexperten,

beim Lesen nicht so alter, älterer und ganz alter Backbücher habe ich mich gewundert: In dem relativ neuen Buch ist aber ungelogen in jedem zweiten Kuchen (Torte, Wähe, Cake, ...) Puddingpulver. In den älteren mal gerade in einem vom zwanzig.

Ich habe jetzt nicht per so ideologische Bedenken gegen Puddingpulver, frage mich aber doch aus reiner Neugierde: Was soll das? Beziehungweise, was tut das? Warum kommen die älteren Rezepte ohne aus? Und warum ist das heute so "in"? Mode? Praktische Gründe? Macht's den Kuchen besser oder schlechter? Oder nur anders?

Kennt sich jemand aus?

Valencia1603
18.03.2011, 20:34
Es sind eben 20 gr Staerke - und gleichzeitig der Vanillegeschmack dabei und oftmals mehr Zucker.
Ich kenne einige "aeltere" Rezepte mir Mehl und Staerke.
Aber 20gr machen ja auch nicht soviel aus. Generell finde ich dass Kuchen mit Staerke lockerer wird.

legrain
18.03.2011, 20:34
auch früher schon hat man für verschiedene kuchen zum teil maisstärke und vanilleschote verwendet. als es das fertigprodukt puddingpulver gab druckten die erzeugerfirmen kochbücher in denen statt der stärke puddingpulver vorgeschlagen wurde, weil das mehr profit brachte als reine maizena.

xanidae
18.03.2011, 20:34
puddingpulver enthält hauptsächlich stärke. ich kenne alte rezepte, wo stärke zum mehl dazu gegeben wurde, bzw. teilweise komplett mit stärke gebacken wurden.
ich meine das hinzufügen würde den kuchen feiner machen.

puddingpulver hat dann zusätzlich noch diverse geschmacksaromen, z. b. vanille.
wird bei deinen rezepten dann auch auf vanillinzucker oder andere aromen verzichtet?

puddingpulver ist praktisch für die, die selten backen und keine riesen speisekammer haben.

xanidae
18.03.2011, 20:36
na, wenn das mal kein hattrick ist. drei antworten zur gleichen zeit...:lachen:

Anastasia1960
19.03.2011, 13:32
Naja, ich denke es ist auch einfach bequemer für die Bäckerin, wenn im Rezept drin steht, dass man ein Päckchen Vanillepuddingpulver in den Teig rühren soll. Wenn da steht 20 g Stärke oder Kartoffelmehl, da kommt der Hobbybäcker vielleicht in Bedrängnis.

legrain
20.03.2011, 00:35
Naja, ich denke es ist auch einfach bequemer für die Bäckerin, wenn im Rezept drin steht, dass man ein Päckchen Vanillepuddingpulver in den Teig rühren soll. Wenn da steht 20 g Stärke oder Kartoffelmehl, da kommt der Hobbybäcker vielleicht in Bedrängnis.

woraus sich folgert, dass es sich bei puddingpulver im teig um eine mutmassliche bedrängnisvermeidungszutat handelt.

wildwusel
20.03.2011, 21:16
Ich glaube, ich habe das Rätsel der Beliebtheit von Instantvanillepampf in den neuen Büchern gerade gelöst. Gesponsort von Doktor O. ...

Ich mag Vanillepampf aus der Tüte im Prinzip (ich bin vielseitig), aber möchte ich diesen typischen Geschmack in *allem* haben? Ihr meint, daß kann man mit Stärke+Vanille substituieren? Oder gibt es Puddingpulver, die nicht den Einheitsgeschmack haben?

izzie
20.03.2011, 21:56
Ihr meint, daß kann man mit Stärke+Vanille substituieren? Klar, du nimmst einfach die gleiche Menge Stärke anstelle von Puddingpulver und wenn du Vanillegeschmack haben willst, kratzt du halt eine Vanilleschote aus oder verwendest (selbst gemachten) Vanillezucker.

legrain
20.03.2011, 22:02
wenn du richtig tollen vanillezucker möchtest, öffnest du eine vanilleschote der länge nach und steckst sie in ein glas, das mit staubzucker gefüllt ist. dieser nimmt mit der zeit das aroma der echten vanille so richtig an.


etwas von dem vanillezucker oder einem anderen echten aroma plus maisstärke ist die basis für pudding, cremen, oder zutat zu einem kuchen.

Rhyna
20.03.2011, 22:18
Oder gibt es Puddingpulver, die nicht den Einheitsgeschmack haben?

:schild genau: außer Vanille die Stärke, ich nehme Kartoffelmehl, mit Aromen wie Orange-, Zitro-, Rosenöl, usw. mischen.
Übrigens mittlerweile gibt's das Puddingpulver in vielen Geschmachsrichtungen, z.B. Erdbeer, Schoko, Zitrone, Rum, Mango......:geburtstag::geburtstag:

JustMyOpinion
21.03.2011, 19:52
Naja, ich denke es ist auch einfach bequemer für die Bäckerin, wenn im Rezept drin steht, dass man ein Päckchen Vanillepuddingpulver in den Teig rühren soll. Wenn da steht 20 g Stärke oder Kartoffelmehl, da kommt der Hobbybäcker vielleicht in Bedrängnis.

In den Grundkochbücher, die ich kenne steht drin: "Das Mehl kann bis zu einem Drittel durch Stärke ersetzt werden" Also kein Grund exakt 20g abzuwiegen.
Nebenbei: Stärke ist Maismehl, nicht Kartoffelmehl.

bonneya
21.03.2011, 20:07
wenn du richtig tollen vanillezucker möchtest, öffnest du eine vanilleschote der länge nach und steckst sie in ein glas, das mit staubzucker gefüllt ist. dieser nimmt mit der zeit das aroma der echten vanille so richtig an.


etwas von dem vanillezucker oder einem anderen echten aroma plus maisstärke ist die basis für pudding, cremen, oder zutat zu einem kuchen.

Ich stelle Vanillezucker so her: Schote auskratzen, 250 g Rohrohrzucker, ab damit in die Moulinette, das ergibt einen wunderbaren Staubzucker. Abfüllen in ein Schraubglas.

Dann die Schote ebenfalls mit 250 g Rohrohrzucker vermahlen.

Die erste Mischung ist bei mir gekennzeicht mit 5*****, der 2. Zucker ist für Gerichte, wo es nicht so drauf ankommt. Trotzdem nicht zu vergleichen mit den gekauften.....

Und Aroma kommt mir eh nicht ins Haus....

Mit Kartoffelstärke oder Maisstärke (1 EL ca. 20 g) ohne Probleme als Pundingpulverersatz zu verwenden.


Käsetorte ohne geht gar nicht....:hunger:

Inaktiver User
21.03.2011, 20:08
In den Grundkochbücher, die ich kenne steht drin: "Das Mehl kann bis zu einem Drittel durch Stärke ersetzt werden" Also kein Grund exakt 20g abzuwiegen.
Nebenbei: Stärke ist Maismehl, nicht Kartoffelmehl.

Früher war es Kartoffelstärke. Kann ich mich noch gut dran erinnern, dass meine Oma damit gebacken hat. Maizena gabs auch, war ihr aber suspekt und auch zu "teuer"

Ich nehm heute auch Puddingpulver, z. B. für Käsetorten ohne Boden. Ich backe so selten, ein Päckchen Stärke würde in meinem Lebensmittelschrank jahrelang dahinsiechen. Aber Pudding machen wir öfter. Mein Mann jedenfalls. Und selbst geklöppelten mit Stärke und Vanille mag er nicht. Er ist auf Dr. Oetker oder Rotplombe gepolt. Deswegen ist Puddingpulver immer da.

Entchen
21.03.2011, 20:45
... wieder schlauer geworden... nächstes mal kommt stärke und ausgekratzte vanille in den zupfkuchen. ist mal ein grund, den bald nochmal zu machen... daß da puddingpulver reinkommt, fand ich nämlich sehr befremdlich...

bri bildet halt doch!

bonneya
22.03.2011, 13:06
Kartoffelstärke gibt es immer noch! Wichtig bei Glutenunverträglichkeit - weil uneingeschränkt brauchbar...

neurosia
22.03.2011, 22:06
Kartoffelstärke gibt es immer noch! Wichtig bei Glutenunverträglichkeit - weil uneingeschränkt brauchbar...

Kartoffelstärke findet sich im Supermarktregal unter dem Namen Kartoffelmehl.

In den Sechzigern überraschte uns meine Mutter mit einem "Ölkuchen". Die Besonderheit war, dass der nicht mit Weizenmehl, sondern mit Kartoffelmehl gebacken wurde. Die Fettzugabe war eine Tasse Öl (die weiteren Zutaten weiß ich nicht mehr). Dieser Kuchen war locker, aber nicht krümelig und saftig - eine Offenbarung.

Fender
31.03.2011, 13:57
Oder gibt es Puddingpulver, die nicht den Einheitsgeschmack haben?

Ja, gibt es. Und zwar ebenfalls von Dr. Oetker: "Original Pudding Sahne-Geschmack".

Auf der Website:
Produkte -> Dessert und mehr... -> Pudding

Schmeckt nach quasi nichts, kann daher wunderbar mit Saucen kombiniert werden, die nicht unbedingt zu Vanille passen. Oder eben in Kuchenteig gerührt werden.

Inaktiver User
01.04.2011, 11:26
Einwurf am Rande:
In einem Päckchen Puddingpulver sind mehr als 20 g.
Bei Vanille norlerweise 40 g.
Bei Schoko sind es durchschnittlich 50 g.