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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Elternzeit - woher soll ich das jetzt schon wissen?



Hornilla
12.03.2011, 13:19
Hallo Ihr Lieben,

ich hab mal eine Frage wegen der Elternzeit. Ich möchte auf jeden Fall drei Jahre Elternzeit beantragen, weiß aber noch nicht, ob ich mich vielleicht im zweiten Jahr dann mit ein paar Stunden selber vertreten möchte (bin Lehrerin).
Jetzt habe ich erfahren, dass ich das schon 4 Wochen nach der Geburt meiner Kleinen entscheiden muss. Die Frage ist: Woher weiß ich das dann schon?

Im Moment kann ich mir wunderbar vorstellen, auch länger zu Hause zu bleiben. Habe lange auf mein Kind warten müssen und möchte sie einfach voll und ganz genießen.
Nun kann es ja aber sein, dass ich im zweiten Jahr denke, ach, so ein paar Stunden arbeiten wäre doch nett. Nur stelle ich es mir schwer vor, das schon so früh zu entscheiden... Woher soll ich dann wissen, wie ich mich in einem Jahr fühle...

Irgendwelche Tipps? Oder bin ich die einzige mit so verqueren Gedanken?:smirksmile:

LG Hornilla

Symphonie
12.03.2011, 13:28
Hi Hornilla
ja ich finde die Sache auch schwer,habe deswegen immer zwei Jahre fest gemacht und das dritte als Option gelassen UND SO AUCH IN DIESES SCHREIBEN GESCHRIEBEN! Also unter vorbehalt. So können sie Dir das dritte dann nicht verbieten.
Du darfst in der Elternzeit Teilzeit arbeiten,ich meine bis 30 Std / Woche.
Dh Du könntest nun die normale Elternzeit einreichen und entscheidest Dich dann bzw schreibst noch einen Satz drunter dass Du es Dir vorstellen kannst und Dich dann meldet würdest...

Sie müssen Dich nicht in der Elternzeit anstellen,aber sie müssen Dir auch nie! einen Halbzeitjob geben,dh es ist sicherer EZ einzureichen und zu versuchen etwas dazu zu arbeiten als aufeinmal normal dazustehen und dann VZ weil sie eine Stundenreduktion gerade nicht gebrauchen können...

Historia02
12.03.2011, 13:29
Hallo Hornilla,

Ich glaube, das Problem bei dieser ganzen Sache ist, dass ja auch der Arbeitgeber planen muss. Ich hatte mal vor einer Weile zu einem ähnlichen Problem das Internet rauf- und runtergegoogelt und dabei als Tipp gelesen, dass man lieber ankündigt, dass man nach einem Jahr in Teilzeit zurückkommt und dieses dann zurückzieht, als dass man gleich von vornherein ankündigt, 3 Jahre wegzubleiben. Dann muss der Arbeitgeber einen nämlich nicht vorher wiederbeschäftigen! Entsprechende Klagen wurden wohl schon abgeschmettert.

Vermutlich hängt aber auch ganz viel vom Arbeitgeber ab. Bei mir war es so, dass ich nach einem halben Jahr mit 20 Stunden zurückkommen wollte. Ich habe anderthalb Wochen gearbeitet und danach wieder hingeschmissen. Mein Arbeitgeber war total verständnisvoll und hat mir keinen Strick draus gedreht. Rein rechtlich ist es nämlich so, dass man in der Elternzeit nur 2x seine Arbeitszeit anpassen/reduzieren kann. (Mein Fehlversuch wurde bei mir dann aus Kulanz unter den Tisch fallen gelassen, sonst hätte ich schon eine Anpassung verbraucht gehabt.)

Nach mehr als einem Jahr bin ich dann mit 20 Stunden wieder eingestiegen und da hat dann auch alles geklappt. Demnächst werde ich auf 30 Stunden aufstocken, weil ich wirklich total gerne arbeite und mein Kind sich in der Krippe total wohlfühlt.

Ich finde es auch total schwer, das beim ersten Kind abzuschätzen. Ich hatte vorher keine Vorstellung davon, wie sehr mir meine Arbeit fehlen würde und mir ist förmlich die Decke auf den Kopf gefallen.

Hornilla
12.03.2011, 13:32
Hi Symphonie,

ja, das mit dem dritten Jahr will ich auch so machen. Ich meine nur, was ist mit dem zweiten Jahr? So, wie ich es in dem Schreiben verstehe, muss ich dann vier Wochen nach der Geburt angeben, ob ich im zweiten Jahr Teilzeit in Elternzeit machen möchte und mit wie vielen Stunden. Nur - ich weiß nicht, ob ich es überhaupt will, geschweige denn wie viel... Hängt wohl auch sehr davon ab, wie flexibel meine Schule sich da so zeigt...

Symphonie
12.03.2011, 13:35
soweit mir bekannt MUSST Du es nicht angeben aber Du kannst.Also du kannst normal EZ einreichen und Dich dann rechtzeitig melden wie es aussieht vorher etwas zu arbeiten, Du kannst es aber angeben,siehe Historia. Und sie schreibt ja auch was interessantes: Du kannst zweimal anpassen,find ich auch nicht schlecht.

Kannst Du nichtmal mit demjenigen sprechen der das bei euch macht,bzw mit der S. Leitung?

Hornilla
12.03.2011, 13:36
Hallo Historia,

ah, o.k., ich könnte es also hinterher wieder zurückziehen?
Das fände ich ja schon mal hilfreich. Eben weil man, genau wie Du schreibst, die Situation vorher nur ganz schlecht abschätzen kann...

Hornilla
12.03.2011, 13:38
soweit mir bekannt MUSST Du es nicht angeben aber Du kannst.Also du kannst normal EZ einreichen und Dich dann rechtzeitig melden wie es aussieht vorher etwas zu arbeiten, Du kannst es aber angeben,siehe Historia. Und sie schreibt ja auch was interessantes: Du kannst zweimal anpassen,find ich auch nicht schlecht.

Kannst Du nichtmal mit demjenigen sprechen der das bei euch macht,bzw mit der S. Leitung?Hab ich schon, meine Schulleiterin meinte, sie wisse das auch nicht so genau....:smirksmile:

Symphonie
12.03.2011, 13:41
:knatsch:na danke auch für die Hilfe

Hornilla
12.03.2011, 13:42
:knatsch:na danke auch für die Hilfe
Ach, sie ist echt süß, aber auch noch relativ neu... Sie meinte, sie macht sich schlau für mich.

Historia02
12.03.2011, 13:48
Bist du die erste Schwangere? Sonst frage doch mal andere, wie sie es gehandhabt haben ...

Ich war die erste Schwangere in unserer Firma, daher musste das Formular, mit dem ich meine Elternzeit beantragt habe, vorher erst noch entworfen werden ;-)

Symphonie
12.03.2011, 13:49
hast Du das per Formular gemacht? da schreibt man doch einfach einen Brief, Vordrucke zu Hauf im Internet....

Hornilla
12.03.2011, 13:49
Bist du die erste Schwangere? Sonst frage doch mal andere, wie sie es gehandhabt haben ...

Ich war die erste Schwangere in unserer Firma, daher musste das Formular, mit dem ich meine Elternzeit beantragt habe, vorher erst noch entworfen werden ;-)

Nein, bin ich nicht, aber aufgrund der Altersstruktur gab es bei uns lange keine Schwangeren...:smirksmile:
Meine eine Kollegin ist nach einem Jahr gleich mit halber Stelle wiedergekommen, was ich aber auf keinen Fall möchte (aber müsste, würde ich nur ein Jahr Elternzeit nehmen).
Eine andere war drei Jahre zu Hause und ist jetzt wieder da...

Hornilla
12.03.2011, 13:50
hast Du das per Formular gemacht? da schreibt man doch einfach einen Brief, Vordrucke zu Hauf im Internet....

Kann sein, dass das bei Beamten anders ist, ich hab von der Bezirksregierung so ein Formular bekommen, wo ich das ankreuzen muss.

Symphonie
12.03.2011, 13:57
aber Historia ist ja keine Beamtin

Hornilla
12.03.2011, 13:58
aber Historia ist ja keine BeamtinAh, o.k., hab Dich missverstanden!:erleuchtung:

Historia02
12.03.2011, 14:12
aber Historia ist ja keine Beamtin

Tja, wenn man das üblicherweise per Brief macht, dann wusste das eben auch niemand in unserer Firma. Es war für alle neu, für mich und die Personalabteilung.

Mittlerweile gibt's die dritte und die vierte Schwangere, ich denke mal, dass die nun auch alle das damals für mich entworfene Formular ausfüllen ...

Symphonie
12.03.2011, 14:17
ah ok,na es geht ja beides,ist ja eh nur für die Firma, von daher...

Mausy
12.03.2011, 16:46
Hallo!

Hornilla, die Gedanken habe ich mir auch schon gemacht.
Ich kann auch noch gar nicht einschätzen, wie lange ich zu Hause bleiben will. Ich habe einerseits Bedenken, dass mir die Decke auf den Kopf fällt, andererseits kann es ja auch sein, dass ich die Zeit sehr genieße.
Ich bin Beamtin, daher gibt es bei uns natürlich entsprechende Vordrucke :smirksmile:
Nun weiß ich nicht, wie es mit dem Job meines Mannes läuft, daher will ich mich nicht langfristig festlegen.

Neulich hat mich mein oberster Chef gefragt, wie ich es denn machen wollte. Ich habe vor, erst mal ein Jahr Elternzeit zu beantragen. Man muss sich bei uns leider schon sechs Monate vor Ablauf der EZ entscheiden, wie es weitergehen soll. Das finde ich ziemlich lang.
Wenn man aber bspw. gleich zwei Jahre beantragt und dann doch wieder arbeiten will, gibt es erhebliche Schwierigkeiten, das dann genehmigt zu bekommen.
Die Empfehlung war daher ganz klar, nur ein Jahr zu beantragen und dann weiter zu sehen. Man hat ab dem zweiten Jahr die Möglichkeit, auch halbjahresweise EZ zu nehmen, das wäre vlt. eine Option.
Das ist zwar ständig ein Papierkram, aber besser als ohne Geld dazustehen, wenn mein Mann arbeitslos würde (und auch kein ALG bekäme, da er selbständig ist).

Die Formulare muss ich mir demnächst noch mal anschauen und ich will sie auch schon so weit wie möglich ausfüllen.

Hornilla, will dein Mann die "Vätermonate" nehmen?

Meiner schon, nur wissen wir noch nicht wann, da das in enger Absprache mit der Firma sein soll und da ein Chefwechsel ansteht.
Man muss sich, meine ich, auch da schon frühzeitig festlegen, oder?!

Als hätte man nicht schon genug, worüber man sich Gedanken macht....
Aber ich will mich ganz bestimmt nicht beschweren, Elterngeld ist auf jeden Fall eine tolle Sache.

LG

Symphonie
12.03.2011, 16:56
Mausy
Vätermonate müsst ihr euch festlegen wenn ihr das Elterngeld beantragt. Ich würde mich da aber einmal erkundigen ob man diese dann auch verschieben kann, eben aus Gründen wie Arbeitslosigkeit etc

leandra28
12.03.2011, 17:03
Hornilla, ich bin ja auch Lehrerin, evtl. kann ich dir daher ein bisschen helfen.

Also, ich habe damals mit der zuständigen Sachbearbeiterin in der Bezirksregierung telefoniert. Die hat mir versichert, dass "die Wirklichkeit" anders aussieht als das, was ich auf dem Formular unterschreibe.

Ich weiß jetzt ehrlich gesagt nicht mehr genau, was ich in das erste Formular geschrieben hatte (und kann auch nicht nachgucken, weil der Ordner schon in Umzugskartons ist ...). Aber ich meine, ich hatte nur ein Jahr beantragt, hatte zusätzlich noch angekreuzt, dass ich die Option haben möchte, ein EZ-Jahr zwischen dem 3. und 8. Geburtstag des Kindes zu nehmen.

Zu letzterem hatte sie mir dringend geraten - es ist halt nur eine Option, aber es macht einen flexibler. Evtl. will man nach 2 Jahren wieder arbeiten, möchte aber das erste Grundschuljahr des Kindes frei haben. Oder so ähnlich.

Ich habe dann jedenfalls von Jahr zu Jahr (bzw. im 3. EZ-Jahr sogar von Halbjahr zu Halbjahr) verlängert. Ich habe immer abgewartet, wie sich unsere Situation entwickelt (also ob wir evtl. in eine andere Stadt ziehen und ich daher eine andere Stelle gebraucht und daher einen Versetzungsantrag gestellt hätte, oder ob wir es schaffen, ein zweites Kind zu bekommen).

Wie du weißt, ist letzteres leider nicht passiert, so dass ich im September, wenn mein Sohn 3 wird, wieder anfange.

Für's nächste Schuljahr Bescheid geben musste ich immer bis zum 1.12. des Vorjahres. Wann ich wegen des Halbjahrs Bescheid geben musste, weiß ich leider nicht mehr. Aber da hilft dann die Dame bei der Bezirksregierung!

Ach ja, und mit meiner Schulleitung war ich auch immer im Kontakt und habe sie - so gut ich konnte - über meine Absichten auf dem Laufenden gehalten (natürlich habe ich ihr nichts von eventuellem Versetzungsantrag oder von der Familienplanung erzählt!).

Jedenfalls, um auf meinen ersten Absatz zurückzukommen, es wird offensichtlich nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird, von daher wirst du da sicher deinen Weg finden! :smile:

Wiesenkraut
12.03.2011, 17:23
Symphonie schrieb

Vätermonate müsst ihr euch festlegen wenn ihr das Elterngeld beantragt. Ich würde mich da aber einmal erkundigen ob man diese dann auch verschieben kann, eben aus Gründen wie nee Symphonie

Das Gesetz schreibt, vor, das man 7 Wochen vor Beginn der geplanten Elternzeit dieses dem Arbeitgeber bekannt gibt.
In unserem Fall möchte Herr Wiese evtl den 13 und 14. Monat nehmen und muss dann halt 7 wochen vor dem 13. Monat den Arbeitgeber informieren.


Wers nachlesen will §16 BEEG
1) Wer Elternzeit beanspruchen will, muss sie spätestens sieben Wochen vor Beginn schriftlich vom Arbeitgeber verlangen und gleichzeitig erklären, für welche Zeiten innerhalb von zwei Jahren Elternzeit genommen werden soll.Der Elterngeldstelle langts sobald die Elternzeit angetreten wird. Je früher man die natürlich informiert um so natloser klappt das Antragstellen.

edit: hier noch mal extra für die Väter
http://www.vaeter-zeit.de/elternzeit-03/antrag-arbeitgeber.php

Was die Fragestellung als solches betrifft auch ³16 BEEG
Die Elternzeit kann vorzeitig beendet oder im Rahmen des § 15 Abs. 2 verlängert werden, wenn der Arbeitgeber zustimmt. Die vorzeitige Beendigung wegen der Geburt eines weiteren Kindes oder wegen eines besonderen Härtefalles im Sinne des § 7 Abs. 2 Satz 3 kann der Arbeitgeber nur innerhalb von vier Wochen aus dringenden betrieblichen Gründen schriftlich ablehnen. Die Arbeitnehmerin kann ihre Elternzeit nicht wegen der Mutterschutzfristen des § 3 Abs. 2 und § 6 Abs. 1 des Mutterschutzgesetzes vorzeitig beenden; dies gilt nicht während ihrer zulässigen Teilzeitarbeit. Eine Verlängerung kann verlangt werden, wenn ein vorgesehener Wechsel in der Anspruchsberechtigung aus einem wichtigen Grund nicht erfolgen kann.

Inaktiver User
12.03.2011, 18:03
hornilla, eine gute frage!

mir fiel es auch schwer beim ersten kind zu entscheiden, wie lange ich zu hause bleiben möchte. da ich arbeitgeberfreundlich handeln wollte, habe ich , als mein sohn 8 monate alt war, bereits wieder angefangen zu arbeiten. ein ganz großer fehler, denn die zeit war echt anstrengend und das kind noch ein baby. aber den schritt konnte ich nicht rückgängig machen, darauf hatte die dame vom "amt" mich auch direkt damals hingewiesen. aber man weiß ja nicht vor der geburt bzw bevor man ein kind hat, wie anstrengend die zeit sein kann, ich war blauäugig. deswegen echt unfair, dass man nicht mal auf ein jahr verlängern kann. also überlege dir gut, wie lange du zu hause bleiben möchtest, lieber zu lang als zu kurz!!! und man kann während der elternzeit wieder anfangen zu arbeiten!

ich werde jetzt zb"nur" ein jahr zu hause bleiben, denn mir ist beim letzten mal auch die decke auf den kopf gefallen und ich fand es gut wieder arbeiten zu gehen und mich intellektuellen dingen zu widmen ;-) (wenngleich ich die vollen 12 monate gerne zu hause gbelieben wäre um danach wieder einzusteigen), aber reduziert. klar, es ist anstrengend, aber für mich war es einfach wichtig, den kontakt zum arbeitsplatz zu halten bzw nicht zu lange auszusetzen, aber fakt war, dass 8 monate einfach zu kurz waren.

eine andere sache ist natürlich auch das finanzielle! elterngeld gibt es ja "nur" ein jahr lang, danach ist schluss.

weiß eine von euch, ob- wenn man 1,5 jahre zb zu hause bleiben möchte und das elterngeld splittet, dann aber eher wieder anfangen möchte zu arbeiten, den rest, der einem noch zusteht, noch ausbezahlt bekommt oder heißt es dann "pech gehabt"???

lg! betsy

Symphonie
12.03.2011, 19:07
wiese,ich meinte nicht dem AG sondern wenn man die Elternzeit bei der Behörde einreicht
das muss man doch beim Antrag mit angeben....

Wiesenkraut
12.03.2011, 19:10
da ists noch weniger wichtig. Da langts hier in NRW bis 6 Wochen nach Antritt der Elternzeit und ich glaube so ist auch die Gesetzeslage kann ich aber gern nachschauen.
Um eine nahtlose Zahlung zu sichern macht natürlich so früh wie möglich sinn

Historia02
12.03.2011, 19:12
weiß eine von euch, ob- wenn man 1,5 jahre zb zu hause bleiben möchte und das elterngeld splittet, dann aber eher wieder anfangen möchte zu arbeiten, den rest, der einem noch zusteht, noch ausbezahlt bekommt oder heißt es dann "pech gehabt"???

lg! betsy

Soweit ich es verstanden habe, ist die Auszahlung von Elterngeld lediglich eine Auszahlungsoption, der Anspruchsgrundlagenzeitraum (oder wie auch immer das heißt) bleibt aber immer derselbe (also deine genommenen Monate zwischen 1. und 14. Lebensmonat). Das heißt, wenn du auf 2 Jahre streckst, kannst du dann problemlos nach dem 14. Lebensmonat (oder je nachdem, welche du nimmst) wieder arbeiten und kriegst das gesplittete Elterngeld ganz normal ausgezahlt.

(Edit: Habe nochmal gegoogelt und festgestellt, dass es eh keine 24 Monate sind. Da man ja erst nach dem Mutterschutz Elterngeld erhält, wäre es bei der "hälftigen Auszahlung" eh nur 20 Monate. Käme also alles gut mit deinem Plan, nach 1,5 Jahren wieder zu arbeiten, hin.)


@Hornilla: Mein Mann hat damals recht kurzfristig seine Vätermonate eingereicht, ich glaube, 4 Wochen vorher. Ich hatte drei Monate nach der Geburt ganz schlimme postnatale Depressionen und habe ihn dringend gebraucht. Von daher weiß ich, dass es auf jeden Fall auch kurzfristig geht, dein Mann muss sich nicht schon beim Stellen DEINES Antrags festlegen!

Symphonie
12.03.2011, 19:12
Betsy
soweit ich weiß kannst Du Dir im zweiten Jahr, das Geld sofort auszahlen lassen wenn irgendetwas ist,Du zB wieder arbeitest.
Das Anrecht hast Du ja eh nur im ersten Jahr und der Auszahlungsmodus ist eben ein anderer

Wiesenkraut
12.03.2011, 19:39
ha fündig geworden:
Elterngeld wird nur auf schriftlichen Antrag gezahlt.

Das Elterngeld muss rechtzeitig bei der zuständigen Antragstelle (http://www.elterngeld.com/elterngeld-wo-beantragen.html) beantragt werden. Rückwirkend wird das Elterngeld nur für die letzten drei Monate vor Beginn des Monats geleistet, in dem der Antrag auf Elterngeld eingegangen ist. Sollte das Kind z. B. im Januar geboren werden, sollte der Antrag spätestens im April eingehen um alle Monate Anspruch auf Elterngeld zu haben.
ist also noch mehr Zeit als ich dachte ;-)

Historia schrieb

Soweit ich es verstanden habe, ist die Auszahlung von Elterngeld lediglich eine Auszahlungsoption, der Anspruchsgrundlagenzeitraum (oder wie auch immer das heißt) bleibt aber immer derselbe (also deine genommenen Monate zwischen 1. und 14. Lebensmonat). Das heißt, wenn du auf 2 Jahre streckst, kannst du dann problemlos nach dem 14. Lebensmonat (oder je nachdem, welche du nimmst) wieder arbeiten und kriegst das gesplittete Elterngeld ganz normal ausgezahlt.

jepp, hab ich gerade im Familienkreis. Auch die gerade aktuelle Elterngeldkürzung wird so berücksichtigt, als würde das komplette Geld im ersten Jahr ausgezahlt (weia ich hoffe das versteht nun jemand)

puck2
12.03.2011, 19:50
Hallo Hornilla,

ich habe erst 2 Jahre Elternzeit beantragt (letztes Jahr auf 3 Jahre verlängert), bin etwas über ein Jahr zu Hause geblieben und letztes Jahr zum Halbjahr (mit 10 Stunden) wieder eingestiegen - da war der Kleine 15 Monate alt. Zum Sommer konnte ich noch zwei Stunden kürzen, die ich durch Vorarbeit "angespart" hatte - ich unterrichte in diesem Schuljahr also nur 8 Stunden, bekomme aber 10 bezahlt. Das Ganze nennt sich "Teilzeit in Elternzeit". Diesen Sommer (da kommt der Kleine in den Kindergarten) werde ich auf eine halbe Stelle aufstocken, denn im Herbst läuft die Elternzeit aus.

lG

puck

Hornilla
13.03.2011, 15:54
Hallo Ihr Lieben,

danke für Eure zahlreichen Antworten! Also, ich glaube, die Sache scheint doch fleixbler zu sein, als ich dachte...
Ich werde also erstmal möglichst lange Elternzeit beantragen und dann mal schauen, wie es wird. Im Grunde weiß ich vom Bauchgefühl längst, dass ich länger als ein Jahr zu Hause bleiben möchte...:smirksmile:Nur manchmal kommen mir dann solche Gedanken, dass mir eben doch die Decke auf den Kopf fallen könnte, allerdings bin ich nicht der Typ, dem so leicht die Decke auf den Kopf fällt.

Na ja, zumindest denke ich, ich sollte erstmal auf mein Bauchgefühl hören. Finanziell ist es bei uns kein Problem, wenn ich zu Hause bleibe.

Mausy, wir haben uns entschieden, dass mein Mann die Vätermonate nicht nimmt. Seine Bezirksregierung stellt sich da an, er dürfte sie nur in den Sommerferien nehmen. Nein, das ist nicht legal, aber man müsste dagegen klagen, und ob sich der Aufwand lohnt... Finanziell rentiert es sich für uns einfach überhaupt nicht, und da mein Mann als Lehrer ja auch oft nachmittags zu Hause ist, werden wir wohl darauf verzichten.

LG Hornilla

crazy79
14.03.2011, 09:54
Hallo Hornilla,

ich habe damals mit meinem Chef geredet. So nach dem Motto "ich reich erstmal ein Jahr ein, melde mich aber nach 6 Monaten nochmal" - bei mir war ursprünglich die Überlegung, nach 6 Monaten in Teilzeit einzusteigen. Ich meine auch, dass man die Dauer der Elternzeit mind. einmal ändern kann, ohne dass es Probleme gibt. Dann erstmal etwas länger beantragen und ggf vorher fragen, ob eine frühere Rückkehr auch möglich wäre.
Eine Freundin (auch Lehrerin) wollte ursprünglich auch 2 jahre zu Hause bleiben. Da ihr Freund aber kurz nach der Geburt in eine "einfachere" beziehung geflüchtet ist, wird sie wohl im Sommer wieder einsteigen wollen. Noch hat sie aber keinen Betreuungsplatz gefunden - und sie darf bis April abwarten und muss dann erst angeben mit wieviel Stunden sie wieder einsteigen wird. Und sogar eine Versetzung an eine andere Schule ist dann wohl noch möglich!

Historia02
14.03.2011, 10:37
Finanziell rentiert es sich für uns einfach überhaupt nicht, und da mein Mann als Lehrer ja auch oft nachmittags zu Hause ist, werden wir wohl darauf verzichten.


Ey, das klingt super. Dann wird dir bestimmt nicht die Decke auf den Kopf fallen! :wangenkuss:

Ich habe jeden Tag darauf gewartet, dass mein Mann heimkommt ...

Tigerente
14.03.2011, 10:42
Hornilla, ich bin ja auch Beamtin im Lehrbetrieb (wenn auch nicht Schule), und mir haben sie damals gesagt, ich soll das Ganze mit 2 Formularen machen. Erstmal ein Formular einreichen und die Elternzeit beantragen (ich habe 2 Jahre beantragt, obwohl ich sicher war, auch aus finanziellen Gründen, dass ich nach 6 Monaten wieder arbeiten würde). Dann (mit dem gleichen Formular, bei uns ist Teilzeit, Beurlaubung, Elternzeit das gleiche Formular, wo nur an anderen Stellen Kreuzchen zu machen sind) nochmal Formular, dieses Mal mit dem Teilzeitantrag. Da habe ich dann auch erstmal nur für 1,5 Jahre 50%-Teilzeit beantragt. Rechtzeitig vor Ablauf der 2 Jahre habe ich dann noch das 3. Jahr mit 75% Teilzeit beantragt.
Ich war mir aber über das alles von Anfang an sehr sicher, und habe das vorher mit unserer Fakultät besprochen, so dass die genau wussten, für wie lange und wie viele Stunden sie Vertretung für mich brauchen.

Ich weiß ja nicht, wie es an Eurer Schule so aussieht, aber generell gibt es doch an den Schulen genug Ausfälle wegen Krankheit, so dass Du sicher für wenige Stunden, wenn Dir die Decke auf den Kopf fällt, dann wieder einsteigen kannst, und das dann relativ spontan.

Bei uns war immer nur wichtig, dass ich die Teilzeit rechtzeitig vor Beginn des Semesters (in Deinem Fall Schulhalbjahres) beantrage, so dass entsprechend geplant werden kann.

Alles Gute, Tigerente