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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nutzungsumwandlung beantragen-Aussenbezirk...



Alleandra
09.03.2011, 09:58
Hallo zusammen,

ich hoffe mal das das Thema hier reinpasst.

Wir besitzen ein altes Bauernhaus aus dem 16. Jahrhundert mit ca. 6000 qm Gartenstück in Alleinlage.
Hier haben wir lange Jahre gewohnt sind dann aber in den Ortskern gezogen und haben hier ein EH.

Nun möchten wir besagtes Haus (komplett renoviert, eingrichtet) gern als eine Art "Kulturhof" nutzen und dort Ausstellungen, Seminare etc im Haus/Garten ausrichten.

Gestern waren wir beim Landkreis um eine Nutzungsänderung zu beantragen...Dies geht aber nur, wenn bewiesen werden kann, dass das Haus mal landwirtschaftlich genutzt wurde oder aber jetzt unter Denkmalschutz gestellt würde.

Ich habe bereits Archive hier im Ort beauftragt, einige Vorbesitzer ausfindig gemacht, heute einen Termin beim Grundbuchamt um alte Einträge einzusehen.

Hat jemand Erfahrungen oder Tipps wie so etwas zu realisieren ist?
LG und vielen Dank :blumengabe:

Inaktiver User
09.03.2011, 10:08
Gestern waren wir beim Landkreis um eine Nutzungsänderung zu beantragen...Dies geht aber nur, wenn bewiesen werden kann, dass das Haus mal landwirtschaftlich genutzt wurde

Rein interessehalber - insbesondere den Zusammenhang verstehe ich nicht?
Kleiner Tipp: Gerade in kleineren Gemeinden liegt den Bürgermeisterinnen häufig viel an der Förderung solcher Projekte. Eventuell dort mal nachfragen.

Woodstock62
09.03.2011, 10:08
Da kann ich Dir leider nicht helfen, ich weiß nur, dass das in der Stadt relativ einfach und problemlos ist. Aber Aussenbezirk, da kenn ich mich nicht aus... kommt auf uns evtl. auch noch zu. Gleiche Umstände wie bei Euch, wir wohnen in einem alten Mühlenanwesen, mit 8.000 m² drumrum... wäre lieb, wenn Du hier schreiben würdest, wie es weiter geht.

Danke Woody

Alleandra
09.03.2011, 10:19
Rein interessehalber - insbesondere den Zusammenhang verstehe ich nicht?
Kleiner Tipp: Gerade in kleineren Gemeinden liegt den Bürgermeisterinnen häufig viel an der Förderung solcher Projekte. Eventuell dort mal nachfragen.

Das ist ein echt guter Tipp!
Tja der Zusammenhang, platt gesagt, wenn dort landwirtschaftlich Gewinn erwirtschaftet wurde, darf dort wieder Gewinn erwirtschaftet werden. Wenn es aber ein ganz "normales" Wohnhaus war darf dort nur gewohnt werden. Wir haben bereits versucht dort nur einfach ein Büro anzumelden auch das ist verboten...Es dürfen nur Künster, Schriftsteller etc. in ihrem eigenen Haus einfach so arbeiten.

Im Prinzip dürfen wir da Kulturveranstaltungen machen solange wir wollen, nur dabei darf kein Gewinn rausspringen. Es ist einfach schade um dieses tolle Anwesen, welches man ja nur beleben möchte.

Ich werde berichten...

Inaktiver User
09.03.2011, 10:30
Notfalls gründe einen Verein. Die Gemeinde wäre an Gewinn allerdings doch interessiert, ich würde hier wirklich nach Unterstützung fragen.
Da aber Bauernhäuser der Baujahre generell dem landwirtschaftlichen Erwerb dienten, sollte hier etwas zu finden sein. Man hat damals keine Bauernhäuser gebaut, weil man unbedingt in einem wohnen wollte ... Auch hier wird die Gemeinde eventuell helfen können, es gibt Dorfchroniken, Heimatforscher ...
Schon bei Google geschaut, ob Du etwas über das Objekt und die Bewohner findest?

Alleandra
09.03.2011, 10:38
@Pino,

tja, das sehen wir alle genauso, ein Bauernhaus war wie der Name schon sagt ein "Bauern" Haus.
Ich hoffe mal, dass wir in dem Grundbuch nachher was finden.
Eine andere Möglichkeit stellt die "Zeugenaussage" der Nachbarn da.

Das mit dem Verein hatten wir auch schon angedacht. Da hab ich mich aber noch gar nicht so richtig schlau gemacht, das klingt alles sehr verwirrend...

Inaktiver User
14.03.2011, 16:24
Im Prinzip dürfen wir da Kulturveranstaltungen machen solange wir wollen, nur dabei darf kein Gewinn rausspringen. Es ist einfach schade um dieses tolle Anwesen, welches man ja nur beleben möchte.
Habt ihr denn Erfahrung mit der Durchführung von Kulturveranstaltungen oder könnt ihr auf Leute zurück greifen, die sich damit auskennen?

Alleandra
15.03.2011, 12:54
Hallo I-dille,

ja wir haben Erfahrungen und entsprechende Verbindungen.
Mein Mann und ich kommen beide aus der Gastronomie und haben lange Jahre einen eingenen Betrieb geführt.
Inzwischen haben wir beide beruflich umgesattelt, führen aber noch eine Eventagentur mit der wir seit Jahren 5-6 feste Events veranstalten. Hierbei sind bei unserem größten Projetk 10.000 Menschen anwesend.

Von daher haben wir einen großen Stamm von Künstlern, Promis, Bands, Vereinen, Winzern in der Hinterhand.
An Erfahrung mangelt es nicht.
Inzwischen bin ich auch schon einen Schritt weiter und habe im Grundbuchamt Auszüge in Kopie erhalten, die belegen, dass auf unserem Hof unter anderem ein Landwirt lebte und er landwirtschaftlich genutzt wurde...
Mal gucken, was den Herren vom Bauamt dazu einfällt...LG Alleandra

Inaktiver User
15.03.2011, 13:02
Das hört sich gut an, Alleandra.

Einen Verein zu gründen ist nicht schwierig. Kulturvereine können auch öffentliche Förderungen beantragen, als Dauer- oder Projektförderung.

Wenn das Ganze gut und spannend aufgezogen wird, kommen Menschen auch gern mal aufs Land.

legrain
15.03.2011, 13:12
wenn ihr in der familie noch einen unseligen ariernachweis besitzt, habt ihr mehrere generationen der vorfahren mit berufsangabe aufgelistet. bauernhäuser ohne erwerbstertrag würden bei uns als "häusler"* geführt, dagegen erwerbsmässige landwirte als "bauer".
damit könntet ihr beweisen, dass es ein bauernhaus war.

ist dieses formular nicht mehr da, gibt der taufschein des vaters schon mal auskunft bis zu seinen grosseltern.
in den kirchenbüchern ist meist zumindest bei den hochzeiten der beruf der betreffenden genauest angeführt.

*)ein häusler besass in der regel nur ein hube, nur das was zum selbsterhalt einer familie nötig war. finden sich auf einem hof von einem "bauer"noch ein oder mehrere "inwohner"(inquilinus), handelte es sich mit grösstmöglicher wahrscheinlichkeit auch um einen grösseren hof.

Inaktiver User
15.03.2011, 13:47
*)ein häusler besass in der regel nur ein hube, nur das was zum selbsterhalt einer familie nötig war. finden sich auf einem hof von einem "bauer"noch ein oder mehrere "inwohner"(inquilinus), handelte es sich mit grösstmöglicher wahrscheinlichkeit auch um einen grösseren hof.
Vielen Dank für die interessante Information über die Häusler, legrain :blumengabe:
Als Familienname kommt diese Bezeichnung noch immer vor.

ganda55
17.03.2011, 18:57
Wenn das Ganze gut und spannend aufgezogen wird, kommen Menschen auch gern mal aufs Land.
:freches grinsen:

Alleandra, das ist mal ein Superthema! Bin gespannt, wie es weiter geht. Bitte halte uns hier doch auf dem Laufenden (auch wenn ich dir nicht weiterhelfen kann).

Alleandra
18.03.2011, 12:29
:freches grinsen:

Alleandra, das ist mal ein Superthema! Bin gespannt, wie es weiter geht. Bitte halte uns hier doch auf dem Laufenden (auch wenn ich dir nicht weiterhelfen kann).

Vielen Dank Ganda!
Ja, inzwischen ist mein Ehrgeiz auch mehr als geweckt und ich denke "geht nicht gibts nicht"!
Habe grad mit dem Bauamt telefoniert und der Herr klang ganz positiv, als er hörte, dass ich diese Nachweise im Grundbuchamt gefunden habe.

Kommenden Dienstag haben wir einen erneuten Termin, mal gucken was dann passiert.
Eine schönes WE an Euch alle und vielen Dank für die netten Postings :blumengabe:

ganda55
18.03.2011, 17:31
Habe grad mit dem Bauamt telefoniert und der Herr klang ganz positiv, als er hörte, dass ich diese Nachweise im Grundbuchamt gefunden habe.
Schau, das klingt doch schon ganz anders.

Fein, dass du dran bleibst. Dann bin ich schon gespannt auf die kommende Woche. -
Dir auch ein schönes Wochenende.