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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kurzer Abstand zwischen den Kindern... Wieso?



Linchen80
14.02.2011, 21:10
Liebe BriCom,

der Titel meines Threads klingt vermutlich etwas bescheuert. Aber ich versuche mal zu erklären, was ich meine:

Mich beschäftigt die Frage des Altersabstandes zwischen den Kindern, die man bekommt, in letzter Zeit gehäuft. Das liegt daran, dass ich im Familien- und Freundeskreis sowie auch hier in der BriCom immer wieder von Frauen höre, die im Abstand von unter zwei Jahren (oder um die zwei Jahre herum) ihre Kinder bekommen. Teilweise nicht wirklich geplant, teilweise aber als ganz bewusste Entscheidung.

Bevor ich selber Mutter war, hätte ich mir das für mich vermutlich auch vorstellen können. Aber seit mein Söhnchen (jetzt 15 Monate) auf der Welt ist, nicht mehr. :peinlich: Hier im Forum lese ich immer, dass es gerade andersherum ist...

Mich beschäftigt das echt. Für mich ist es momentan überhaupt nicht vorstellbar, in näherer Zukunft ein zweites Kind zu bekommen. Nicht, weil ich meinen Sohn nicht liebe oder das Leben als Mutter schlimm finde - nein, so ist es nicht. Ich liebe meinen Sohn natürlich über alles. :liebe: Er wird noch gestillt, wir schlafen im Familienbett; er ist ein so süßer, ausgeglichener kleiner Junge, dass ich noch immer fast täglich vor Rührung und Liebe zu ihm übergehe, wenn ich ihn so sehe.

Grundsätzlich fände ich es sicher schön, Kinder mit einem relativ kurzen Altersabstand zu haben. Aber momentan hätte ich das Gefühl, meinem Kleinen irgendwie "etwas wegzunehmen". :ooooh: Ich finde, er ist noch so klein... Mit einem neuen Baby wäre er unweigerlich der "Große", der erstmal zurückstecken müsste. Klar würde er das wegstecken. Aber auch für mich wäre es irgendwie so, als hätte ich dann gar keine Gelegenheit mehr, meinem Kind mit voller Zuwendung bei der Entwicklung zuzusehen, ihn wahrzunehmen, ihm Exklusiv-Zeit zu geben... Klingt vielleicht komisch? Hm, weiß auch nicht. In meiner Vorstellung könnte ich ein zweites Baby vermutlich erst genießen, wenn mein erster Sohn aus der kleinsten Kleinkindzeit raus ist, also drei oder vier ist. Alles vorher stelle ich mir sehr, sehr stressig vor. Vielleicht stimmt das ja auch gar nicht. Vielleicht hat man als Eltern wirklich die Kapazitäten, jedem Kind für sich weiterhin exklusiv gerecht zu werden, jedes einzeln wahrzunehmen usw. Nur, ich kanns mir jetzt nicht so vorstellen...

Hinzu kommt, das geb ich zu, dass ich die Zeit mit Baby/Kleinkind auch so schon nicht unanstrengend finde und fand... Ein Hauptfaktor ist sicherlich der Nachtschlaf, der bei uns immer noch recht, ähm, unterbrochen ist. :freches grinsen: Dazu noch ein weinendes Baby...? :ooooh: Unvorstellbar für mich. Aber vielleicht bin ich einfach ein Weichei. :freches grinsen:

Nein, im Ernst. Es interessiert mich brennend, was Eure Gedanken und Gefühle bei der Entscheidung für ein weiteres Kind nach kurzer Zeit waren oder sind. Was war ausschlaggebend für die Entscheidung dafür? Kennt ihr die Ängste, die ich geschildert habe? Was hat sie Euch ggf. über Bord werfen lassen?

Lieben Dank und viele Grüße
vom Linchen.

Historia02
14.02.2011, 21:15
Hier war mal ein Strang, da habe ich herausgelesen, dass es für viele doch anstrengender war, als sie es sich vorgestellt hatten:
http://bfriends.brigitte.de/foren/kinderwunsch-und-babyjahre/132230-2-unter-2-a.html

Hoppypoppy
14.02.2011, 21:20
Linchen, wir hatten gar nicht so richtige Überlegngen. Wir wußten nur, dass wir nicht zuviel Abstand wollten. Meine Schwester ist sieem Jahre jünger und das war zuviel. Ich war immer der praktische Babysitter und ein wirklich schwesterliches Verhältnis haben wir erst seit wir beide erwachsen sind. Vorher waren wir zwei Einzelkinder.
Da es bei Alex im ersten ÜZ geklappt hat, haben wir gedacht, wir fangen so an, dass der minimale Abstand zwei Jahre sind, wir dachten eh, jetzt dauert es.
Nun, hat es nicht...
Mein Mann und ich bleiben beide ein volles Jahr nach der Geburt von Mini im März zuhause. Ich gehe dann nächstes Jahr wieder arbeiten und Alex kommt im Sommer in die KiTa. Mein Mann ist also nur ein paar Monate mit den beiden alleine.
Sorge, dass wir Alex nicht mehr richtig beachten, habe ich nicht. Eine Schwester gehört genauso zur Persönlichkeitsbildung wie alles andere auch.
Über die Nächte macheich mir Gedanken, wenn es soweit ist. Bisher ist Alex ein super Schläfer und wenn er es dann mit der Geburt nicht mehr ist, ist es auch egal, denn die ersten Monate werden wir eh nicht durchschlafen :freches grinsen:
Momentan überwiegen die pragmatischen Aspekte, wir haben noch alle Babysachen, mußten nichts neukaufen, die beiden können sich ein paar Jahre ein Zimmer teilen, wir sind nicht aus der Baby und Kleinkindübung, in sechs Jahren sind wir mit dem Gröbsten durch :freches grinsen: weil wir dann schon zwei Schulkinder haben...:pfeifend:

Soviel zu userem Umgang mit 23 Monaten Altersabstand
:wangenkuss:

brighid
14.02.2011, 21:24
meine ältere schwester ist 18 monate älter als ich. die jüngere ist 2 1/2 jahre jünger als ich.

3 kinder in 4 jahren------------------ wir haben uns als erwachsene darüber ausgetauscht. unsere mutter war definitiv überfordert und körperlich auch ausgelaugt.

ein ständig müde und überforderte mutter ist kein spass. weder für den partner noch für die kinder.

beaver
14.02.2011, 21:42
also unser zweites Kind ist ja noch nicht da, ich kann nur sagen, dass ich die Schwangerschaft mit Kleinkind schon deutlich anstrengender finde. Bei uns war es eher die Frage, ob es überhaupt noch mal klappt, insofern sind wir einfach nur dankbar - groß geplant hatten wir nicht. Ich denke mir, dass wohl jeder Geschwisterabstand Vor- und Nachteile hat. Für die einen ist es toll, sich nochmal ganz bewusst und neu auf die Babyzeit einlassen zu dürfen, für die anderen ist genau das eben nicht so schön, sie haben das Gefühl, dass durchwachte Nächte nicht mehr passen, wollen lieber alles in 'einem Aufwasch' durch haben.

Für die Kinder ist ein zu großer Abstand vielleicht nicht so schön, wobei je nach Konstellation, auch da tolle und liebevolle Geschwisterverhältnisse rauskommen können.

Nur eines noch, ich meine das nicht persönlich, nur ich wundere mich immer, wenn ich höre, wie 'ungerecht' es dem GROSSEN gegenüber ist, wenn er keine Exklusivzeit mehr hat und ein Geschwisterchen vorgesetzt bekommt. Die kleinen Geschwister haben diese Exklusivzeit ja GAR nicht, insofern kann ich das Argument nicht verstehen. Schon jetzt in der Schwangerschaft hab ich eher mal ein schlechtes Gewissen dem kleinen, noch ungeborenen Baby gegenüber, weil so viel einfach nebenher läuft. Das wird sicher nicht viel anders, wenn sie erst mal da ist. Termine usw. orientieren sich doch viel mehr an den Großen, die Kleinen müssen da einfachen mitziehen....

Inaktiver User
14.02.2011, 22:00
Aber momentan hätte ich das Gefühl, meinem Kleinen irgendwie "etwas wegzunehmen". :ooooh:

Aber er bekommt doch auch etwas??? Es geht ja nicht nur um dich, sondern es kommt eine weitere Person hinzu, die ja auch eine Bereicherung ist für dein Kind!

Und ehrlich gesagt finde ich, es tut jedem Kind nur gut, wenn es nicht im totalen Mittelpunkt seiner Eltern steht.

Wenn du einmal gesehen hast, wie ein Baby sein wenige Jahre älteres Geschwister anhimmelt - dann weißt du dass du eben nicht alles bist für dein Kind, und das ist auch gut so, denk ich. So ein Geschwister gibt auch viel Identität und Halt, auf einer ganz anderen Ebene. Unter Gleichen halt.

Meine drei sind zweieinhalb und genau zwei Jahre und eine Woche auseinander, ich fand das ideal, weil man einfach noch so "drin" ist mit allem.

Die Kinder können halt sehr viel mehr miteinander anfangen, wenn sie nicht so weit auseinander sind, ich find es eher schwierig für ein Kind, wenn es schon so groß ist dass es wegen einem Baby sehr zurückstecken und immer vernünftig sein muss. Ein selber noch kleines Geschwister gewinnt jedoch viel an "Status" wenn es dann auf einmal großer Bruder oder große Schwester ist, find ich, meine waren da irre stolz.

Meine Tochter macht grad Abi und war vorgestern das erste Mal mit dem 16jährigen Bruder Party machen, und die beiden Jungs, die eben genau 2 Jahre auseinander sind, hängen heut noch sehr aneinander.

Inaktiver User
14.02.2011, 22:05
Linchen,

das klingt etwas "überbehütend".

und die Abstände sollten doch nicht so groß sein, dass man schließlich mehrere Einzelkinder aufzieht.

meine Schwestern sind mit "3 unter 4" gut zurechtgekommen - meine Mutter auch mit "4 unter 6" bevor die Abstände größer wurden - und ich hätte mir das auch so gewünscht, wenn es denn geklappt hätte.

rosenrot1
14.02.2011, 22:28
Meine Kinder werden knapp 18 Monate auseinandersein. Bin aktuell in der 33. SSW, Söhnchen ist gerade 16 Monate geworden. Warum der kurze Abstand?
Tja, einerseits wegen meinem "höheren" :smirksmile: (bin 39) Alter, andererseits ging ich nicht davon aus, daß es so schnell klappen würde. Beide Schwangerschaften sind nach Kinderwunschbehandlung (ICSI) entstanden.

Söhnchen ist sehr pflegeleicht, schläft jede Nacht durch, es kann also nur schlimmer werden....:knatsch: lassen wir uns überraschen.

Meine Schwester und ich sind 16 Monate auseinander. Kann mich an keine Eifersucht erinnern, sie war einfach immer da...Wir waren immer so was wie beste Freundinnen (sind es heute auch noch).

Meine Schwangerschaft verläuft derweil noch genauso problemlos wie die erste, empfinde ich als überhaupt nicht anstrengend. (und Söhnchen kann noch nicht laufen!)

Und arbeiten war ich auch zwischendurch wieder, wenn auch nur geringfügig, aber so habe ich nicht den Kontakt zur Kollegen und Arbeit komplett verloren.

Inaktiver User
14.02.2011, 22:41
für mich war der 2-jährige abstand der horror - einfach purer stress.
von daher kann ich persönlich nichts schön daran finden - außer eben der bindung zw. den geschwistern. obwohl: bindung kann man das bei uns nicht gerade nennen. der jüngere schaut zwar zum großen auf, aber der große würde lieber allein sein.
den jüngsten (5 jahre abstand zum mittleren) vergöttern beide, würde ich sagen. und umgekehrt genauso...

ich persönlich bin der meinung: gut ist, was den eltern gut tut. denn wenn die eltern weniger gestresst sind, können sie auch stressfrei mit ihren kindern umgehen.
so haben dann alle was davon.

als ich neulich ne kurze diskussion mit einem vater führte über das richtige alter zum kinderkriegen, habe ich auch gesagt, dass ich es schon richtig finde, wenn das paar erst einmal was erleben will usw. bevor es kinder bekommt. so haben sie später mit kindern nicht so sehr das gefühl, etwas verpasst zu haben und sind wahrscheinlich entspannter.
mal abgesehen davon, dass ich denke, je älter man wird, umso entspannter wird man auch...

wie geschrieben: meine meinung - und nicht allgemeingültig.
letztendlich sollte das jeder selbst für sich entscheiden, was für ihn "perfekt" ist...

Inaktiver User
14.02.2011, 22:44
den gedanken: "der/die erstgeborene ist noch so klein und braucht doch noch so viel aufmerksamkeit. kann ich ihm/ihr die geben, wenn da noch ein baby kommt?" kenne ich selbst zu gut. und ich habe es allein hier im forum schon häufig gelesen.
aber glaub mir: man kann auch mehrere kinder gleich lieben. :smirksmile:

Wiesenkraut
14.02.2011, 22:51
Meine Großen sind auch 2 Jahre auseinander. Wenns nach mir gegangen wäre, wären sie noch enger zusammen gewesen. Ich hatte mir das so toll vorgestellt, wie die beiden zusammen spielen immer einen Spielkameraden haben (ich selbst bin Einzelkind).
Rückblickend würde ich es nicht mehr so machen. Ok bei uns kam erschwerend hinzu, dass beide Kinder Astma haben und sich das schon sehr früh zeigte. Ich war gerade in den ersten Jahren dauernd mit einem von beiden im KH und der Papa war die Woche über 500km weit weg.
Als die Kleinere ein Jahr alt war war ich so fertig (Burn out und massives Untergewicht), dass meine Ärztin mich kurzerhand in Kur verfrachtete - allein.

Wenn meine Kinder später sich über die Zeit unterhalten sollten, könnten sie das selbe sagen wie brighid, ich war überfordert.

Ob es für Kinder so dolle ist so eng zusammen weiss ich auch nicht. Für meine wars das nicht.
Der Große ist ein Spätzünder, er hat alles erst auf den letzten Drücker gelernt. Die "Kleine" megaergeizig hat alles dran gesetzt ihn einzuholen bzw zu überholen. So dass es einen permantenten WEttlauf gab, der dem Großen eigentlich aufgezwungen wurde. Ich weiss nicht wie oft ich mich über den Satz irgendwelcher Leute geärgert hab "aber deine kleine Schwester kann das doch schon" wenn die Kleinere irgendwas machte was er noch nicht konnte. Auch für die Schwester war es anstrengend da sie permantent sich selbst unter den Druck stellte den großen Bruder einzuholen. Ob sich das irgendwann allein gelegt hätte kann ich nicht sagen. Der Papa der beiden und ich haben uns recht früh getrennt. WIr lebten aber lange im gleichen Ort, so dass die Kids wählen konnten wo sie sich aufhalten wollen. Nach und nach lebte der Große immer mehr beim Papa und die "Kleine" immer mehr bei mir. Inzwischen sind wir über 12 Jahre getrennt und leben auch 200km auseinander. Der Große beim Papa und die "Kleine" beim mir. So auf Abstand kommen die beiden super aus. Aber kaum sind sie mal 4 Wochen am Stück zusammen geht der Wettkampf wieder los. Ich denke dass beide sich so wie es jetzt ist ungezwungener entwickeln können. Weil der Große nicht permanent versuchen muss sich Nischen zu suchen und die "Kleine" ihm nicht immer nacheifert (warum auch immer sie das GEfühl hat sie muss das, weiss der Geier)

Lange Rede kurzer Sinn, ich würde den Abstand größer wählen, so 4 Jahre. Hat natürlich den Nachteil dass man mit dem einen Kind aus dem gröbsten raus ist und dann noch mal von Vorn anfängt.

Richtig schön find ich unseren Nachzügler. Die Kleine wird von allen geliebt und die große Schwester (inzwischen 14) geht total lieb mit der Kleinen um. Sie sieht aber schon dass sie anstrengend ist. Von daher glaub ich mal nicht, dass ich mir Sorgen machen muss dass sie mit 16 schwanger wird, Sie erlebt ja live wie es ist ein Kind zu haben. Geschwister im Sinne von "miteinander spielen" werden die Beiden/drei nie werden das ist klar. Aber wenn ich sehe wie toll Herr Wiese sich mit seiner 13jahre jüngeren Schwester versteht... ist das ok :pfeifend:

Inaktiver User
14.02.2011, 23:00
Die "Kleine" megaergeizig hat alles dran gesetzt ihn einzuholen bzw zu überholen. So dass es einen permantenten WEttlauf gab, der dem Großen eigentlich aufgezwungen wurde.

genau so ist es bei uns auch. leider!
der mittlere kann einfach alles und macht dem großen was vor. :knatsch:
deshalb könnt ich meinen großen nur drücken (was der natürlich nicht mehr so prickelnd findet).

Tigerente
14.02.2011, 23:11
Nur eines noch, ich meine das nicht persönlich, nur ich wundere mich immer, wenn ich höre, wie 'ungerecht' es dem GROSSEN gegenüber ist, wenn er keine Exklusivzeit mehr hat und ein Geschwisterchen vorgesetzt bekommt. Die kleinen Geschwister haben diese Exklusivzeit ja GAR nicht, insofern kann ich das Argument nicht verstehen.

Gerade, damit das kleine Geschwister auch Exklusivzeit hat, fand ich den Altersabstand, den wir uns gewünscht und auch erreicht haben (3 Jahre) bisher super. Da kam der Große dann in den Kindergarten (mangels Krippe hatten wir vorher nur für die nötigsten Stunden eine Kinderfrau und er ging in einen Spielkreis - das war dann wirklich hammerhart mit Schwangerschaft, zu wenig Kinderbetreuungsstunden, arbeiten und Kleinkind) und ich hatte vormittags Zeit für den Kleinen und, wenn der schlief, auch mal ein wenig für mich.

Natürlich dauert es länger, bis die beiden ernsthaft was miteinander anfangen können, und Konkurrenzsituationen gibt es auch noch ausreichend. Auch logistisch ist es natürlich unpraktisch, dass erst mit der Grundschule beide dann mal für 1 Jahr die gleiche Institution besuchen werden. Aber andererseits habe ich das Gefühl, es ist auch gut für die beiden, ihre eigenen "Kreise" zu haben und zu Hause sich zu haben.

Ich hätte mir so einen 2-Jahres-Abstand oder kleiner nicht vorstellen können, und habe es trotz meines fortgeschrittenen Alters auf einen größeren Abstand angelegt (ich dachte dann irgendwann, ob ich 39 oder 40 bin, wenn das Kind kommt, ist auch egal). Ich fand es sehr hilfreich, mit dem Großen schon "vernünftig" reden zu können, als das Geschwisterchen kam - teilweise hatte er ganz überraschende Ängste, die wir ihm nehmen konnten (er fürchtete z. B., sein Kuscheltier an das Baby abgeben zu müssen), und wo wir froh waren, dass er sie artikulieren konnte.

Allerdings heißt es oft, die Eifersucht sei bei einem 3-Jahres-Abstand am größten. Ich habe keinen Vergleich, und kann nur bestätigen, dass sie schon sehr groß ist bei unserem Großen. Aber ich merke gerade auch, dass das Verhältnis immer besser wird, je besser die beiden miteinander kommunizieren können.

xanidae
15.02.2011, 07:02
meine söhne haben knapp 2 jahre altersunterschied.
wir haben einmal nicht verhütet und es hat sofort geklappt. das erste jahr war sauanstrengend. doch dann wurde es langsam aber stetig besser.

meine söhne verstehen sich super. sie haben immer jemanden zum spielen, am wochenende bauen sie ein lager und schlafen zusammen in einem zimmer. sie streiten und vertragen sich.
sie waren 2 jahre zusammen in der kita und auch dort ein kopp und ein a****. was durch den schuleintritt verändert wurde. in der zeit nach schuleintritt habe ich beide kaum noch gesehen, weil sie sich sehen mussten. die zeit, die sie vorher miteinander verbracht haben, mussten sie abends nachholen.

die vorstellung jetzt ein baby oder ein 2jähriges zu haben - nein, das gefällt mir nicht. denn dann hätte zwar der große eine ländere 'exclusivzeit' gehabt, aber wir als eltern hätten noch viel mehr als spielkameraden fungieren müssen, als wir es jetzt müssen. das sehe ich an einem bekannten jungen, der eine 7 jahre ältere schwester hat.
und in wie weit ein 4 - 6 jahre älteres kind die 'entthronung' besser verkraftet sei auch dahin gestellt.

pragmatisch gesehen waren die 2 jahre abstand eine organisationsherausforderung. ein halbes jahr noch zwei kinder wickeln, beide auf den gemeinsamen mittagsschlaf und abendschlaf eichen.

doch auch hier hatten wir glück, dass ich sofort schwanger geworden bin. sonst wäre der abstand auch größer geworden.

Symphonie
15.02.2011, 07:33
Hallo Linchen
Meine Kinder haben 23 Monate Abstand,siehe Signatur.
Ich fand es wahnsinnig anstrengend die erste Zeit. DAS hätte ich nicht gedacht.
Nun war das Baby auch ein Schreikind ( 4,5 Monate lang) und schlief tagsüber garnicht, ich durfte mich nicht mit ihr hinsetzen und nichts.
Der Große hingegen schlief aufeinmal nicht mehr so lange wie vor der Geburt der Schwester...Es war sehr anstrengend und ja, ich hatte auch das Schuldgefühl ihm Zeit und Mama wegzunehmen.

Jetzt,mit 13 Moaten und 3 Jahren,spielen sie super miteinander und profitieren und genau das war der Grund warum wir so einen kurzen Abstand wollten.
Die Kinder haben mehr voneinander

Tabea
15.02.2011, 08:18
Unsere Kinder sind 3,5 Jahre auseinander. Der Abstand war so nicht geplant, aber drei Jahre sollten es schon sein und ich habe es nie bereut.

Die jeweiligen Babyzeiten waren nicht zu anstrengend und die beiden lieben sich heiß und innig - bis heute, wo der Große auf die 17 zugeht. Konkurrenz war nie ein Thema - dazu war es wohl immer zu eindeutig, wer der Große und wer der Kleine ist - außerdem bin ich auf Sätze, die mit "Mamaaaa, der hat mir ..." angefangen haben, nie eingestiegen. :smirksmile:

myDara
15.02.2011, 08:40
Ah sehr interessanter Thread, genau das richtige für mich!
Nun Nummer eins wird im März zwei und Nummer zwei folgt im September, wir haben also auch zwei einhalb Jahre Altersunterschied.

Ein zweites Kind wollten wir immer das es so schnell einschlägt haben wir auch nicht erwartet.
Wir wollten auch nicht zu viel Abstand, aber eigentlich waren so drei Jahre geplant (sodass der erste zumindest trocken ist). Gut nun sind es zweieinhalb. Ich sag mir ganz oft vor: Millionen von Menschen schaffen das auch gut und kriegen ihre Kinder toll groß, warum auch nicht wir?
Und der zweite Punkt der jetzt eh schon mehrmals gefallen ist:
wir sind halt schon grad so in dem ganzen Rad drinnen! Ja Nächte sind oft mies, Tage anstrengend, die Trotzphase kommt auch grad dazu, Backenzähne tun ihr übriges, ständig Infekte, wenig Zweisamkeit, ab und an Spannungen weil eben müde oder genervt ABER im Grunde sehr sehr glücklich dieses kleine, anstrengende Wesen unser Leben bereichert. Und hey in ein paar Jahren haben wir sie auch aus dem Gröbsten durch und ich denke auch nicht dass ich dann nochmal bei Null anfangen möchte.

Unser Großer ist schon seit er 18 Monate alt ist in der Kita, da ich wieder 20 h arbeiten gehe. Ich habe lange überlegt ob ich ihn mit 2,5 aus der Kita nehmen soll (weil ich ja ab Juli wieder daheim bin) oder ob wir ihn noch ein halbes Jahr drinnen lassen und dann kommt er ohnehin in den Kindergarten. Haben uns für letzteres entschieden. Ich möchte mein Kind nicht abschieben um Gottes Willen aber ich denke es wird mir guttun hochschwanger noch etwas Zeit für mich zu haben und es wird uns alle den Einstieg in die erste doch sehr stressige Zeit erleichtern denn:
+ ich hab die Vormittage erstmal für das Baby
+ Laurenz wird nicht aus seinen gewohnten Abläufen rausgerissen (auch wenn ich mir sicher bin dass es sicher dazukommen wird dass er lieber auch daheim sein will als in die Kita, hab ich jetzt schon von einigen Mamas so gehört)
+ oder auch mal für mich weil ich das Baby auch mal ein paar Stunden zur Oma bringen kann (egoistisch ich weiss, aber so bin ich nunmal, drum gehts mir aber auch recht gut

Ansonsten seh ich es auch so dass man Liebe ja Gott sei Dank auf beliebig viele Menschen aufteilen kann und dass ein Baby grad in der ersten Zeit ja doch sehr pflegeleicht ist (sofern es jetzt kein Schrei oder ganz krasses Bauchwehkind wird) im Vergleich zum Kleinkind.

Inaktiver User
15.02.2011, 09:41
3 kinder in 4 jahren------------------ wir haben uns als erwachsene darüber ausgetauscht. unsere mutter war definitiv überfordert und körperlich auch ausgelaugt.



oh wei... im august bekommen wir unser drittes, dann haben wir 3 kinder in 3 jahren bekommen... und ich bin selbstständig tätig ... wohin soll das führen..!? :knatsch:

Wiesenkraut
15.02.2011, 09:47
uff biloba Hut ab!
@Ramona da hatten wir wohl ähnliche Stories als ich deine gelesen hab, hab ich auch gedacht "wie bei uns" :smirksmile:

Inaktiver User
15.02.2011, 10:40
die vorstellung jetzt ein baby oder ein 2jähriges zu haben - nein, das gefällt mir nicht. denn dann hätte zwar der große eine ländere 'exclusivzeit' gehabt, aber wir als eltern hätten noch viel mehr als spielkameraden fungieren müssen, als wir es jetzt müssen. das sehe ich an einem bekannten jungen, der eine 7 jahre ältere schwester hat.
und in wie weit ein 4 - 6 jahre älteres kind die 'entthronung' besser verkraftet sei auch dahin gestellt.



ich persönlich muss nicht als spielkamerad für meinen jüngsten fungieren.
er spielt sehr schön allein. ist papa allerdings zu hause, darf dieser nicht von seiner seite weichen.
mein kleiner hat gelernt, dass mama eben zu tun hat im haushalt. so hat er es auch schon oma und opa erzählt.
ist zwar nicht schön, aber kinder können sich auch allein beschäftigen. (was natürlich nicht heisst, dass ich gar nicht mit ihm spiele!)

naja, ob ein älteres kind die "entthronung" besser verkraftet, sei natürlich dahingestellt.
ich bin der meinung, dass ist eine typfrage (also vom kind :smirksmile:).

wiesenkraut: bin auch erstaunt, dass sich unsere stories so ähneln. (nur dass du ein mädel dazwischen hast. stimmt doch, oder?)
habe dich ja in diversen themen hier mal gelesen...

biloba: chapeau!!!

brighid
15.02.2011, 10:49
... wohin soll das führen..!? :knatsch:

passe auf dich auf und verwalte denie kräfte gut!

Tigerente
15.02.2011, 10:55
naja, ob ein älteres kind die "entthronung" besser verkraftet, sei natürlich dahingestellt.
ich bin der meinung, dass ist eine typfrage (also vom kind :smirksmile:).


Ich glaube, das ist sowieso wichtiger als der Altersabstand. Mein Großer ist ein Kind, das Veränderungen jeglicher Art hasst wie die Pest, weshalb er schon auch sehr an der Geburt seines Bruders (und dann an dessen Fähigkeit zu krabbeln und ihm sein Spielzeug durcheinanderzubringen etc.) zu knabbern hatte. Er ist auch nach den Sommerferien im Kindergarten immer erstmal unausstehlich, weil es ihm total zu schaffen macht, sich auf die neuen Kinder einzustellen. Und ich glaube nicht, dass es bei ihm in der Hinsicht irgendeinen Unterschied gemacht hätte, ob der Abstand kleiner oder größer gewesen wäre.

Den einzigen Unterschied, den es für ihn gemacht hat war, dass ich selbst nicht so gestresst war durch den größeren Abstand - so richtig geraten wir zwei nämlich immer aneinander, wenn ich vom Alltag total geschafft bin.

Inaktiver User
15.02.2011, 11:12
Unsere Kinder sind 3,5 Jahre auseinander. Der Abstand war so nicht geplant, aber drei Jahre sollten es schon sein und ich habe es nie bereut.

Konkurrenz war nie ein Thema - dazu war es wohl immer zu eindeutig, wer der Große und wer der Kleine ist - ...

ich finde nicht, dass das per se ein Vorteil ist.

genau wie ich die Überlegungen, ob das große Kind "die Enthronung" gut verkraftet, befremdlich finde - bei kleinen Abständen gibt es gar keinen Thron.

mit Geschwistern lernt man doch gerade, mit solchen Situationen umzugehen, das halte ich für einen Vorteil - wiegesagt, schnell ist die Situation da, dass man mehrere Einzelkinder aufzieht (so war es in der Familie meines Mannes).

charleys.tante
15.02.2011, 11:18
danke für eure erfahrungen!

unser sohn wird die tage 2 jahre alt.

und ich hätte es toll gefunden, wenn jetzt auch nr. 2 im anmarsch wäre. funktioniert aber leider nicht immer nach plan ... insofern bin ich geradezu froh, hier auch von funktionierenden geschwisternbeziehungen zu lesen, wo der abstand größer ist.

und besser 3 oder 4 jahre als gar kein geschwisterkind (wobei ich schon für unseren sohn unendlich dankbar bin). da ich selbst einzelkind war, sehe ich die vor- und nachteile aus dieser perspektive. ich muss sagen: als kind hat es mich nur selten gestört, aber gerade jetzt, wo meine eltern schon sehr alt sind, ist es anders. auf meinen schultern lastet eine große verantwortung, die ich nur zu gerne teilen würde. und auch mit meiner trauer werde ich irgendwann mehr oder weniger alleine dastehen.

kurzer abstand pro: sie können vielleicht mehr miteinander spielen. können noch zusammen in den kindergarten und in die grundschule. haben ähnliche (altersbedingte) interessen. meine biologische uhr tickt laut - wir können es uns gar nicht leisten, noch jahrelang zu warten. und ich will irgendwann auch wieder fertig sein mit kleinkindstress und windelalarm. lieber alles auf einmal. aber überfordert bin ich jetzt schon ab und zu - das gebe ich gerne zu.

kurzer abstand contra: frau kann zwischen den kindern wieder ein wenig zu sich selbst finden. der/die große ist so groß, dass weniger konkurrenz entsteht. auch z.b. beim spielzeug. hätten wir den 2-jahresabstand tatsächlich 'geschafft', dann gäbe es demnächst harte kämpfe ums lieblingsspielzeug, das der kleine nachwuchs zwar nur abnuckeln will, was aber dennoch ungern rausgerückt wird. auch die anmerkungen zum nacheifern fand ich interessant. ich habe das auch im bekanntenkreis erlebt, dass jüngere geschwister den großen oft etwas vormachen. das ist für die großen sicher nicht immer angenehm.

naja, nur so überlegungen. wie gesagt: danke für den strang.

bilo: :wangenkuss:

brighid
15.02.2011, 11:25
ich finde es nicht verwunderlich, dass meine töchter 6 1/2 jahre auseinander sind, die kinder meiner schwester 7 jahre. wir haben den kurzen abstand im wahrsten sinne des wortes "erlebt" und fanden es nicht toll.

miteinander spielen: bei uns hat die grosse mit der kleinen (also 4 jahre abstand) miteinander gespielt.

noch einen satz zum thema: grösserer abstand: ich hatte bei der zweiten schwangerschaft massive gesundheitliche probleme. und ich war froh, dass die "grosse" damals schon so gross war und mitgezogen hat, sich auch ihr brot selbst belegen konnte und verständig war, auch als es um krankenhausaufenthalt (8.monat) ging.

Inaktiver User
15.02.2011, 11:27
ich finde es nicht verwunderlich, dass meine töchter 6 1/2 jahre auseinander sind, die kinder meiner schwester 7 jahre. wir haben den kurzen abstand im wahrsten sinne des wortes "erlebt" und fanden es nicht toll.

das ist aber unterschiedlich - ich war die dritte von "4 unter 6" und meine Erinnerung beginnt, als wir schon zu viert waren.

und alle meine Schwestern (wir wurden dann ja noch ein paar mehr) und ich wollten zumindest mal "3 unter 4" - und bei meinen Schwestern hat das auch geklappt.

Inaktiver User
15.02.2011, 11:36
"Mein" Strang wurde von Historia ja schon weiter oben verlinkt. Wir haben uns auch überlegt, die Kinder in einem kurzen Zeitabstand zu bekommen - eben "2 unter 2". Hauptgründe waren unser fortgeschrittenes Alter (Klein-Sue ist gerade 1 Jahr alt, wir Eltern werden beide 38) und der Wunsch, dass beide Kinder etwas miteinander anfangen, also miteinander spielen können und nicht Klein-Sue sich als Babysitter vereinnahmt fühlt. Allerdings hatte ich schon Angst, dass das ganz schön anstrengend würde, und auch, dass Klein-Sue so jung eben doch noch mehr Aufmerksamkeit bräuchte, als sie dann bekommen würde (finde ich übrigens nicht überbehütend, wir haben keine Großeltern o.ä. vor Ort, sie wird mit ca. 1 1/2 Jahren ohnehin in die Krippe kommen, hat aber sicher auch einen Anspruch auf ihre Eltern; es geht ja nicht darum, dauerhaft nur ein Kind betüddeln zu wollen, sondern in den ersten 2-3 Jahren).

Letztlich habe ich dann die Pille abgesetzt, habe auf die erste Regelblutung danach gewartet - die nicht kam, weil ich schon schwanger war. Ehrlich gesagt war das zunächst ein Schock. Irgendwie hatte ich nicht damit gerechnet, dass es sofort klappt, weil wir auf Nr. 1 über ein Jahr warten mussten. Der Abstand der Kinder wäre etwa 20 Monate gewesen. Dann aber fand ich´s richtig gut, weil mein Mann die ersten Monate mit Kind 2 noch in der Elternzeit für Kind 1 gewesen wäre, ich erst im Mutterschutz, dann in Elternzeit, wir also ganz klasse die anstrengenden ersten Wochen zu zweit hätten wuppen können - auch ein Vorteil des kurzen Abstands. Hat nur leider nicht sollen sein - ich hatte eine missed abortion in der 9. Woche. Jetzt werden wir aus beruflichen Gründen doch noch etwas zuwarten und hoffen, dass es dann wenigstens mit "2 unter 3" noch klappt, trotz unseres Alters.

Tigerente
15.02.2011, 11:47
Mir fällt gerade ein, dass es auch beim Geschwisterabstand (soweit überhaupt planbar) "Moden" gibt. Während ich eben jetzt von vielen den Vorteil des kurzen Abstands höre, erlebe ich es bei älteren Leuten (also 50 und älter) ganz oft, dass sie bei unserem 3-Jahres-Abstand sagen "das ist ein toller Abstand". Galt glaube ich irgendwann auch mal als "Ideal-Abstand".

Inaktiver User
15.02.2011, 11:49
Mir fällt gerade ein, dass es auch beim Geschwisterabstand (soweit überhaupt planbar) "Moden" gibt. Während ich eben jetzt von vielen den Vorteil des kurzen Abstands höre, erlebe ich es bei älteren Leuten (also 50 und älter) ganz oft, dass sie bei unserem 3-Jahres-Abstand sagen "das ist ein toller Abstand". Galt glaube ich irgendwann auch mal als "Ideal-Abstand".


Tut es immer noch lt. diversen Ratgebern.

Inaktiver User
15.02.2011, 11:52
Ich glaube, das ist sowieso wichtiger als der Altersabstand. Mein Großer ist ein Kind, das Veränderungen jeglicher Art hasst wie die Pest, weshalb er schon auch sehr an der Geburt seines Bruders (und dann an dessen Fähigkeit zu krabbeln und ihm sein Spielzeug durcheinanderzubringen etc.) zu knabbern hatte. Er ist auch nach den Sommerferien im Kindergarten immer erstmal unausstehlich, weil es ihm total zu schaffen macht, sich auf die neuen Kinder einzustellen. Und ich glaube nicht, dass es bei ihm in der Hinsicht irgendeinen Unterschied gemacht hätte, ob der Abstand kleiner oder größer gewesen wäre.

Den einzigen Unterschied, den es für ihn gemacht hat war, dass ich selbst nicht so gestresst war durch den größeren Abstand - so richtig geraten wir zwei nämlich immer aneinander, wenn ich vom Alltag total geschafft bin.

erster absatz: same here beim jüngsten! absolut schlimm! und die therapeuten denken dann immer, sie müssten ihn verbiegen... :knatsch:

zweiter absatz: kann ich nur unterschreiben!

Inaktiver User
15.02.2011, 11:54
mit Geschwistern lernt man doch gerade, mit solchen Situationen umzugehen, das halte ich für einen Vorteil - wiegesagt, schnell ist die Situation da, dass man mehrere Einzelkinder aufzieht (so war es in der Familie meines Mannes).

das ist aber aufgabe der eltern...

strahleanni
15.02.2011, 12:03
Hallo!

Ich bin 25, mein Bruder ist gerade 10 geworden. Die ersten 2 Jahre fand ich anstrengend, weil ich viel aufpassen musste. Aber wir haben ein inniges Verhältnis und mein Bruder ist stolz eine große Schwester zu haben, die er immer besuchen kann und die auch gerne mal hinter ihm steht, wenn die Mama schimpft. :liebe:

So ein großer Altersunterschied ist sicher nicht typisch, aber ich bin froh, kein Einzelkind geblieben zu sein!

MoBe
15.02.2011, 12:10
Ich habe noch keine Kinder, aber ich erlaube mir trotzdem mal meinen Senf dazuzugeben:blumengabe:

Es kommt doch letztlich immer auch stark auf die Kinder an, ob sie etwas miteinander anfangen können oder nicht - unabhängig vom Altersunterschied.

Meine Schwester ist fast 10 Jahre älter - und wir waren immer ein Herz und eine Seele. Ich war stolz, eine so große Schwester zu haben und sie hat sich gern um mich gekümmert.

Mein Bruder ist fast 7 Jahre älter - und wir haben uns gezankt wie die Kesselflicker.

Schwester und Bruder sind keine drei Jahre auseinander. Und die beiden konnten nichts miteinander anfangen, sind hochgradig verschieden und verstehen sich bis heute nur bedingt.

Ich habe heute zu beiden ein tolles Verhältnis. Wir sind Geschwister und gute Freunde. Trotz des Altersuntschiedes.

Im Endeffekt denke ich, sollte man nicht an die Kinder denken - weder an einen vermeintichen Thron, der in meinen Augen eher schadet als dass er nützt, noch an Spielgefährten. Es muss einem selbst gut dabei gehen. Eine gestresste, überforderte Mutter nutzt den Kindern auch nicht. Egal, wie gut sie sich vielleicht verstehen könnten.

Hoppypoppy
15.02.2011, 12:16
Ja, zu neunzig Prozent hängt ein gutes Auskommen am Charakter der Kinder.
Ich sehe bei größerem Abstand aus eigener Erfahrung eben trotzdem, dass es so praktisch für die Eltern ist, weil r Babysitter bereits da ist. Da kann ich nr bestätigen, dass die Bedürfnisse des älteren Kinds nicht immer bedacht werden und letztendlich sind auch die Großen nur Kinder.
Da kann man sich vornehmen, was man will. Groß gleich Verantwortung :pfeifend:

Inaktiver User
15.02.2011, 12:30
hoopypoppy, klar, manchmal (so wie heute, da ferien) bitte ich auch den großen, mit dem kleinen zu spielen bzw. der kleine "fordert es ein".
aber das kommt so selten vor.
ich kenne z.b. einen jungen von inzwischen 13/14 jahren, der musste mit 11/12 mit seinem jüngeren bruder (damals 1,5/2 jahre alt) spazieren gehen (erst mit karre, dann zu fuß). das fand ich persönlich befremdlich und unfair...

also im großen und ganzen gebe ich dir recht. also wenn es die eltern wirklich so als babysitter sehen, ist das nicht i.o.!

myDara
15.02.2011, 12:35
hm also meine nachbarin (zwei jungs, zwei jahre unterschied) meinet dass der große schon auch vom kleinen profitiert hat, eben weil im haus immer was los war und gesellschaft parat! und wenns nur drum ging beim baby mitzuhelfen, ihm den schnuller zu bringen, nicht alleine zu sein!

eine andere freundin (tochter vier, sohn jetzt einseinhalb) meinte dass seitdem der kleine bei der großen im zimmer schläft sie nicht mehr das bedürfnis hat ins elternbett zu kommen weil eben gesellschaft da ist! der kleine kriegt in der nacht sogar nch eine flasche, aber das weckt die große auch gar nicht auf....

Tabea
15.02.2011, 12:41
mit Geschwistern lernt man doch gerade, mit solchen Situationen umzugehen, das halte ich für einen Vorteil - wiegesagt, schnell ist die Situation da, dass man mehrere Einzelkinder aufzieht (so war es in der Familie meines Mannes).Unser Großer kam mir nicht entthront vor, aber das würden Außenstehende vielleicht anders sehen.

Unsere Söhne teilen viel besser (und zwar wirklich von klein auf), als mein Bruder und ich (2 1/4 Jahre Abstand) es je getan haben. Wir haben immer genauestens beobachtet, dass der andere ja nicht einen Krümel "mehr" bekam.

Ich glaube, das ist eher Erziehungssache und hat nur bedingt was mit dem Altersabstand zu tun.

Zada
15.02.2011, 12:41
Nein, im Ernst. Es interessiert mich brennend, was Eure Gedanken und Gefühle bei der Entscheidung für ein weiteres Kind nach kurzer Zeit waren oder sind. Was war ausschlaggebend für die Entscheidung dafür? Kennt ihr die Ängste, die ich geschildert habe? Was hat sie Euch ggf. über Bord werfen lassen?
hi linchen!

wir haben lange, sehr lange überlegt ob wir ein 2. kind wollen. immerhin bin ich eigentlich unfruchtbar, war einmal wunderschwanger, hatte eine ätzende schwangerschaft und eine noch schlimmere geburt mit einer superschwierigen anfangszeit. das alles nochmal? wieder ein schreikind? nein!
aber dann kamen gedanken: wäre es nicht schön, wenn unser sohn vielleicht ein weiteres familienmitglied hätte. da wir nicht wussten, wann es klappt (vielleicht auch nie), haben wir irgendwann gestartet und das schwangerwerden funktionierte mit minimaler hormoneller unterstützung leichter als gedacht. mein sohn ist 2 1/2 jahre älter als seine schwester.

durch meine erneute risikoschwangerschaft musste er eine zeitlang etwas auf seine mutter verzichten, hat dafür aber ein tolles schwesterlein bekommen. die beiden lieben sich jetzt schon heiß und innig. klar, andere zeiten werden vielleicht kommen, aber bis dahin genießen wir unsere beiden kiddies und sie genießen sich ebenfalls.

ich hatte durchaus angst, ob wir das hinbekommen, es funktioniert aber besser als gedacht. es liegt sicher nicht daran, dass ich eine so klasse organisierte mutter bin, es ist eben nichts neues mehr, ich habe immer noch die routine vom letzten mal intus. zudem wurden wir mit einer sehr pflegeleichten jungen dame belohnt, sodaß mein sohn nicht wirklich auf etwas verzichten muss.

welcher altersabstand ideal ist weiß ich nicht. man kann nicht immer alles planen, man muss die dinge teilweise auch auf sich zukommen lassen und im endeffekt hat jeder altersabstand ein für und wieder. ob die kinder was miteinander anfangen können liegt auch am naturell der kinder oder ob die eltern das fördern oder nicht. als meine mutter mit meinem bruder schwanger war, war ich bereits aufs abstellgleis gestellt, weil ich "nur" das mädchen war. ich bekam dann auch noch von allen auf sehr nette weise gesagt "wenn dein bruder da ist, bist du nicht mehr die nummer 1, dann bist du abgemeldet!" - eine großartige familie habe ich da, gell? mein bruder wurde geboren, ich habe mich mit händen und füßen gewehrt, wollte nicht ins krankenhaus, wollte ihn nicht sehen. bei der taufe wollte ich noch nicht einmal bei der familie sitzen. ich war 4 1/2 als er geboren wurde und wir können uns bis heute nicht leiden.

myDara
15.02.2011, 12:48
krass zada also die geschichte zwischen dir und deinem bruder! derweil kann ER selbst ja gar nichts dafür!:in den arm nehmen:

aber deine eigene kindergeschichte macht mir hoffnung! wir haben ja dann auch genau 2,5 jahre und bei laurenz musste ich die letzten wochen auch im krankenhaus liegen wegen verkürztem muttermund, frühwehen etc. (und er kam dann auch sehr früh)und meine fa warnte mich schon vor dass einmal frühgeburt schon ein gewisses risiko birgt dass das ganze nochmal passiert.
aber irgendwie kriegen wir auch das hin falls es wieder so weit kommen sollte!


ich muss ehrlich gestehen dass ich neben zwei kleine kinder auch sehr respekt vor schwanger mit einem kleinen kind hatte (habe:blumengabe:)

Inaktiver User
15.02.2011, 12:54
Hallo alle miteinander.
Ein schönes Thema.Beschäftigt mich auch sehr in letzter Zeit.
Mein Sohn wird im März 6 Monate alt und bei uns ist schon "geplant" im Spätsommer wieder loszuhibbeln.Natürlich erstmal abwarten wie sich alles entwickelt,aber ich denk schon. Wir haben lange darüber gesprochen und würden uns über einen Altersabstand von knapp 2 Jahren freuen.

Unser Kleiner war die ersten 3,5 Monate auch ein Schreikind und vom durchschlafen sind wir noch meilenweit entfernt.Wir kommen aber ganz gut damit klar.

Natürlich wird es unheimlich anstrengend.Das bezweifel ich gar nicht.Die ersten Monate mit Sicherheit.Aber auch das werden wir meistern.Da bin ich mir ziemlich sicher.

Wieso wir diesen Altersabstand gut finden ist ganz einfach.Wir haben ein Häuschen im Dorf.Wir denken das es gut für die Kinder ist.Sie haben eventuell gemeinsame Interessen und wissen etwas miteinander anzufangen.Ich selbst habe 3 Geschwister.Wir 3 "Großen" sind auch alle 2-4 Jahre auseinander und dann noch ein kleiner Nachzügler hinterher. Wir fanden das Klasse.
Im Urlaub und überall.Du hast immer einen Spielkameraden dabei.Man geht auf die gleiche Schule.Hat immer jemanden zum reden usw....
Und jetzt ist es besonders schön.
Außerdem sind mein Mann und ich jung und wir denken wenn wir nicht jetzt die Kraft dazu haben,wann dann?

Wir wissen auch schon das wir auch gerne irgendwann einen Nachzügler hätten.

Ich habe gar keine Angst den "GRoßen" dann zu vernachlässigen.Im Gegenteil.Ich werde mit meinen Arbeitsstunden heruntergehen.Mein Mann wird auch ein paar Monate zu Hause bleiben. Und das machen wir jetzt schon bei dem Kleinen so.

Wir freuen uns schon jetzt riesig darauf wieder zu hibbeln.

Ich denke auch das die Kinder es ja gar nicht so richtig ohne Geschwisterchen kennen wenn sie so nah beieinander liegen.<Wegen der Eifersucht.Ich finde das toll.

Aber es kommt sicher auch auf den Beruf ,die Einstellung und natürlich die Persönlichkeit von den Kleinen an. Sicher hat alles seine Vor-und Nachteile.

MoBe
15.02.2011, 12:55
Zada, das klingt super traurig, was Du da als Kind erlebt hast!:knatsch:

Aber das zeigt auch wieder, dass die Eltern viel beeinflussen können, wie sihc die Kinder verstehen.

@Ramona/Hoppypoppy: Wo ist denn das Problem, wenn die älteren Geschwister auch mal Verantwortung übernehmen müssen i.S. von spazieren gehen oder ähnlichem? Natürlich sollten die älteren Kinder nicht als Babysitter mißbraucht werden, aber so lernen sie doch auch, dass Familie bedeutet, dass JEDER seinen Teil dazu beitragen muss, dass Familie funktioniert. Dass nicht nur Mama und Papa alles wuppen müssen.

Laborschnecke
15.02.2011, 12:58
Um die Ausgangsfrage zu beantworten:
Bei uns war es unerwartet aber nicht unerhofft.
Der Große ist jetzt 18Monate, der kleine Bruder wird spätestens nächste Woche geboren werden.
Der Große entstand durch eine ICSI, man machte uns keine Hoffnung auf eine spontane Empfängnis, also habe wir nie verhütet. Und nun haben wir unser kleines Wunder.

Gut, das ging jetzt sehr schnell, und ich muss sagen, dass ich froh bin, mir nie Gedanken über den idealen Abstand gemacht zu haben, sondern dass mir diese Entscheidung einfach abgenommen wurde.
Meine Schwester ist 3 1/2 Jahre jünger als ich un wir hätten Zwillinge sein können und dennoch hätten wir nichts miteinander anfangen können. Wir sind einfach sehr unterschiedlich in unseren Interessen gewesen. Und im Temperament sowieso.

Aber ich war bei der Geburt des "Großen" schon 33, hatte eine befristete Stelle und habe manchmal schon gedacht- ach mensch, wann soll das zweite Kind denn noch kommen?
Ich müßte mir dann erst einmal einen neuen Job suchen- mit etwas Glück hätte ich den genau jetzt bekommen, hätte mich dann eingearbeitet. Dann hätten wir in einem Jahr so langsam mit der Diagnostik in der KiWu-Praxis begonnen und dann- hätte es vielleicht erst einmal nicht geklappt. Beim ersten Kind hat zwar die erste ICSI auch zum Erfolg geführt, aber wer hätte mir das für das zweite denn garantieren können??? Schließlich bin ich dann ja auch schon wieder ein Jahr älter...

Mein Sohn konnte sich immer schon gut allein beschäftigen. Ich hoffe, dass ich ihm da in Zukunft nicht zuviel zumute, wobei er auch immer in der Lage war, zu mir zu kommen, wenn er Aufmerksamkeit braucht. Ja, ich hatte schon mal den Gedanken, dass ich gern mehr Zeit für ihn als Kleinkind hätte- gerade jetzt, da er anfängt zu plappern ist er auch besonders niedlich!!! Aber es stimmt, die Babyzeit mit den Zweiten ist dann ja auch weniger intensiv. Der kennt es eben nur nicht anders- und das ist wohl die Schwierigkeit.

Ich muss sagen, dass diese Schwangerschaft für mich auch etwas anstrengender war als die erste, eben weil man sich nicht mal eben hinlegen konnte. Zudem muss ich schon zugeben, dass mein Beckenboden nach der Geburt des ersten noch ganz schöne Probleme gemacht hat- und die haben sich dann bei der ersten Bronchitis diesen Winter deutlich gezeigt.
Aber sonst habe ich nicht zu sehr gelitten. Die zweite Schwangerschaft verläuft eben doch nebenher- und das habe ich nicht als Nachteil empfunden, ganz im Gegenteil. Ein bißchen mehr Gelassenheit hat mir nicht geschadet.:pfeifend:

Linchen,
ich wünsche Dir einfach die richtige Entscheidung. Genieß die Zeit mit Deinem Sohn und wenn der Zeitpunkt für Nummer 2 kommt, dann wirst Du es schon merken! :blumengabe:

Inaktiver User
15.02.2011, 12:59
Ich denke übrigens auch das es von Vorteil ist wenn man sozusagen noch "drinsteckt",als wenn man nach Jahren wieder "von vorne"beginnt.
Schon alleine die Baysachen,die Umstandsmode.... Ich würde jetzt auch ganz anders an vieles rangehen, weil ich einfach viel besser Bescheid weiß.Am Anfang mussten wir so viel austesten und erst kennenlernen.Wenn ich nur an das stillen denke:freches grinsen:Das war wie ne zweite Geburt.:knatsch:Natürlich wird unser nächstes Kind eine andere Persönlichkeit,aber im groben wissen wir jetzt wie der Hase läuft und ich denke das wird auch viel erleichtern.

yannai
15.02.2011, 12:59
Meine beiden Jungs sind zwei Jahre auseinander (jetzt 11/2 u. 31/1).
Momentan bin ich mit diesem Abstand sehr glücklich, da die beiden jetzt sehr viel miteinander spielen und sich beide heiß und innig lieben. Der Kleine hat eine Turbo-Entwicklung hinter sich und beschäftigt sich genau mit den gleichen Spielsachen wie der Große – Babyspielzeug hat ihn nie interessiert, er ist direkt mit Lego und Brio eingestiegen, motorisch war er auch schon mit einem Jahr so weit an der Kinderturnstunde des Großen aktiv teilnehmen zu können.
Da ich die meiste Zeit mit meinen Jungs alleine bin (Mann arbeitet im Ausland) habe ich immer beide dabei und so ist es für mich sehr von Vorteil, dass beide an einer Aktivität Spaß haben bzw. mitmachen können (Turnstunde, Schwimmbad, Kindertreffen,…), denn ich kann ja den zweiten nicht irgendwo „parken“.

Ich bin auch jemand, der die Babyzeit in einem Aufwasch durchhaben möchte und nicht nach ein paar Jahren wieder von Null beginnen möchte, zum einen habe ich nach Nummer 1 nach ca. einem Jahr bemerkt, wie ich so langsam wieder ein paar klitzekleine Kleinigkeiten „für mich“ zurückerobert habe und ich weiß ehrlich nicht ob ich, nachdem ich mich an diese wieder gewöhnt hätte, bereit gewesen wäre wieder komplett zu verzichten. Nicht dass ich die Babyzeit nicht geliebt hätte, aber ich möchte sie einfach als einen begrenzten Abschnitt betrachten, so hatte ich auch kein Problem mich voll und ganz darauf einzulassen und meine fehlende Freiheiten nicht als persönlichen Verzicht zu begreifen, sondern einfach als notwendigen Teil einer zeitlich begrenzten Phase. Und jetzt können wir alle zusammen in den nächsten Abschnitt starten, der hier heißt Aktivitäten mit Klein-/Kindergartenkind…. ohne auf ein Baby Rücksicht nehmen zu müssen.

Ich muß aber auch dazu sagen, dass die Schwangerschaft und die ersten Monate für mich sehr hart waren. Leider hat bei mir die Übelkeit (bei beiden) nicht nach den ersten paar Schwangerschaftswochen aufgehört und leider hielten/halten beide Kinder so rein gar nichts von auch nur ansatzweise durchschlafen. Zudem war der Große in den ersten Wochen extrem eifersüchtig, was sich bei uns gelegt hat als der Kleine mobil wurde und seinen Bruder angehimmelt hat. Sicher war diese auch für mich so extrem da ich keinen Partner hatte der mich mal Nachts wenigstens mit dem Großen hätte entlasten können da mein Mann dieses Mal gleich wieder weg war als ich aus dem Krankenhaus kam.

Wie der Abstand sich auf Dauer bewährt wird sich zeigen, momentan war es für mich das Richtige.

Wiesenkraut
15.02.2011, 13:00
@MoBe +Strahleanni
na ihr macht mir ja Hoffnung. Ich hab ja auch Kids mit so großem Abstand (etwas über 13 Jahre), dankeschön:blumengabe:

Ramona schrieb

ich kenne z.b. einen jungen von inzwischen 13/14 jahren, der musste mit 11/12 mit seinem jüngeren bruder (damals 1,5/2 jahre alt) spazieren gehen (erst mit karre, dann zu fuß). das fand ich persönlich befremdlich und unfair...
ich hatte eine Klassenkameradin, die ab der 8. Klasse den ganzen Nachmittag auf ihre (am Anfang) 1.5 Jährige Schwester aufpassen musste, weil die Mutter gearbeitet hat. Die Hausaufgaben haben gelitten und sie hat viele Freunde verloren.
Meine Große ist heute in der 8. Klasse und ich muss oft an die Klassenkameradin denken. Ich staune heute aus der Perspektive der Mutter, was sie ihrer großen Tochter zugetraut hat und bedauer meine ehemalige Klassenkameradin noch mehr.
Meine Große wickelt gerne und freiwillig. Übernimmt auch oft das Anziehen und besteht drauf den Kinderwagen zu fahren, wenn wir unterwegs sind. Sie passt auch gern mal eine halbe Stunde auf. Alles Sachen die sie von sich aus macht ohne das ich (am Anfang) gefragt hab. Aber mehr muss es auch nicht werden, ich möchte sie nicht als Babysitter missbrauchen. Mein großer Sohn hats gar nicht mit seinen kleinen Geschwistern. Er hat beim Papa auch noch 2 kleine Brüder bekommen und wenn er mal in die Verlegenheit kommt eins seiner Geschwister auf den Arm nehmen zu müssen, macht er das irgendwie ungeschickt und ist froh wenn er sie wieder los ist :freches grinsen:

Tabea schrieb

Unsere Söhne teilen viel besser (und zwar wirklich von klein auf), als mein Bruder und ich (2 1/4 Jahre Abstand) es je getan haben. Wir haben immer genauestens beobachtet, dass der andere ja nicht einen Krümel "mehr" bekam.

Ich glaube, das ist eher Erziehungssache und hat nur bedingt was mit dem Altersabstand zu tun.

ich glaube das ist auch sehr viel Charaktersache. Unser Großer hat auch als er noch Einzelkind war auf dem Spielplatz sein Spielzeug abgegeben ohne auch nur zu piepen (wäre ja auch viel zu anstrengend), die Kleine(re) hatte keine Skrupel sich im gleichen Fall schon als 2jährige mit wesentlich älteren Kindern anzulegen

Hoppypoppy
15.02.2011, 13:02
Zum Beispiel die Tatsache, dass das ältere Kind nicht an Entscheidungen beteiligt wird, aber die Konsequenzen tragen muss. Eltern gehen essen, älteres Kind paßt auf nd muss eben richtig entscheiden, was zu tun ist, wenn was mit dem Kleinen ist. Ruft es die Eltern zurück, weil etwas nicht OK ist, wer kriegt den Ärger, wenn rs sich nur m eine Lappalie gehandelt hat?
Und Angst Im Dunkeln darf man da auch nicht mehr haben.

Aus meiner Erfahrung fällt es Eltern schwer, in dem älteren Kind... Ich spreche von mindestens sieben oder acht Jahren Unterschied... Eben noch das Kind zu sehen, weil der Maßstab, was ist ein Kind am kleinstes festgemacht wird.
Genauso, wie bei geringem Abstand das jüngere vermutlich immer etwas nach obem orientiert wird, bei dem, was es darf...

Es soll jetzt auch nicht so rüberkommen, als hätte ich en Kindheitstrauma, man erinnert sich als älteres Geschwisterkind nur meistens sehr genau an alles. Wohingegen man als zwei oder dreijähriger keine bewußte Erinnerung an Ungerechtigkeiten mehr hat.

MoBe
15.02.2011, 13:05
Hoppypoppy, genau das, was Du jetzt schreibst, geht natürlich nicht!

Eltern einfach gehen, 10 jähriges Kind mit 1,5 jährigem allein lassen über Stunden - das geht nicht.

Darauf muss man definitv achten als Eltern!

Hoppypoppy
15.02.2011, 13:08
Klar, alles, was freiwillig ist, ist super und auch da gibt es Kinder, die das kleine Geschwisterchen vermutlich gar nicht wieder hergeben wollen :smirksmile:

Inaktiver User
15.02.2011, 13:11
Zada, das klingt super traurig, was Du da als Kind erlebt hast!:knatsch:

Aber das zeigt auch wieder, dass die Eltern viel beeinflussen können, wie sihc die Kinder verstehen.

...

@Ramona/Hoppypoppy: Wo ist denn das Problem, wenn die älteren Geschwister auch mal Verantwortung übernehmen müssen i.S. von spazieren gehen oder ähnlichem? Natürlich sollten die älteren Kinder nicht als Babysitter mißbraucht werden, aber so lernen sie doch auch, dass Familie bedeutet, dass JEDER seinen Teil dazu beitragen muss, dass Familie funktioniert. Dass nicht nur Mama und Papa alles wuppen müssen.

1. absatz: mein reden!!!

2. sehe ich genauso. aber was anderes hab ich auch nicht geschrieben...

MoBe
15.02.2011, 13:16
ich kenne z.b. einen jungen von inzwischen 13/14 jahren, der musste mit 11/12 mit seinem jüngeren bruder (damals 1,5/2 jahre alt) spazieren gehen (erst mit karre, dann zu fuß). das fand ich persönlich befremdlich und unfair...


Ramona, den Absatz meinte ich, daher standest Du mit in dem @.:blumengabe:

Inaktiver User
15.02.2011, 13:52
mobe, wir verstehen uns schon, glaub ich... :smirksmile:

hoppypoppy, das sind dann aber wirklich unfaire sachen! :in den arm nehmen:
soetwas würde ich meinen jungs NIE antun!
ich gebe zu, als mein mann mal später von der arbeit kam, ich aber zu einer elternversammlung musste, habe ich auch überlegt, ob ich losfahre und alle drei allein lasse. habe mich aber dagegen entschieden. die großen sind eben noch keine erwachsenen, die wissen, was zu tun ist mit dem kleinen (inzwischen 5 jahre alt). er lag da schon im bett und hat geschlafen, wacht dann eigentlich nie auf. aber man weiß es nicht...

bigsi
15.02.2011, 13:57
Na, hier kann ich ja prima meinen Senf dazu geben :smile:

Meine Beiden haben einen Geschwisterabstand von 17 Monaten. Wobei der Kleine nun erst 8 Wochen alt ist. Es war nicht direkt eine bewusste Entscheidung. Wir haben fast 3 Jahre auf das erste Kind warten muessen und aufgrund des Alters und der unschoenen psychischen Belastung zwecks unerfuelltem Kinderwunsch haben wir es einfach darauf ankommen lassen und siehe da es ging sehr schnell.
Dennoch habe ich die letzten Tage mir auch gerade ueber den Altersunterschied Gedanken gemacht. Waehrend der Schwangerschaft habe ich mir oft Gedanken gemacht ob ich mich da nicht ueberfordere... aber nun wo Nummer 2 auf der Welt ist laeuft es (bis jetzt) eigentlich besser als gedacht. Die Grosse ist wirklich zu klein um eifersuechtig zu sein. 2 Kinder mit geringem Abstand haben halt dann doch einen gleichen Tagesrythmus und somit integriert sich das Kleine gut.

Will nun auch eigentlich nicht alle Argumente wiederholen die hier schon richtigerweise geschrieben wurden.
Was ich nur immer wieder komisch finde ist wenn man die Entscheidung mit dem Wohle des Kindes begruendet. Ein Geschwisterchen ist immer in gewissen Situationen eine Bedrohung, ein Konkurrent...aber auch Verbuendeter, Spielkamerad, Freund...
Ich habe das Geschwisterkind ja auch nicht gewollt um dem ersten einen Gefallen zu tun. Sondern wir als Eltern wollten ja zwei Kinder. Man kann - egal mit welchem Abstand - sowieso nie vorher sagen ob die Kinder eng miteinander sind. Kommt ja auf so vieles an Charakter, Interessen, Geschlecht. Und fuer mich ist das ja gerade auch FAMILIE, dass man eben lernen muss mit Personen auszukommen egal wie sie sind.

Ganz allgemein wollte ich immer 2 Kinder gerade weil ich dachte dass ich ein einzelnes vielleicht zu sehr verwoehne. Und wann die "Entthronung" stattfindet war fuer mich dann letztendlich egal.

Bigsi

Tigerente
15.02.2011, 14:14
Was ich nur immer wieder komisch finde ist wenn man die Entscheidung mit dem Wohle des Kindes begruendet. Ein Geschwisterchen ist immer in gewissen Situationen eine Bedrohung, ein Konkurrent...aber auch Verbuendeter, Spielkamerad, Freund...


Bigsi, ich denke, das ist der Punkt. Wie gut oder schlecht das Kind mit genau diesem Abstand, mit genau diesem Geschwisterchen (das ja eine ganz eigene Persönlichkeit hat) klar kommt, kann man nicht vorhersagen. Ich denke, die Eltern, und ganz besonders die Mutter, die meist die Hauptlast trägt, müssen wissen, welcher Abstand für sie am besten ist.
Während einige lieber die ganze Kleinkindphase in einem Aufwasch hinter sich haben wollen, habe ich es genossen, ein bisschen Pause zu haben, bis das alles wieder los ging, und zwischen den Kindern wieder 2 Jahre zu arbeiten. Allerdings ist es in meinem Job relativ leicht, jeweils halbjahresweise mal wieder zu pausieren oder die Teilzeit zu verändern. Außerdem wurde meine Vertretung in der Zeit weiterbeschäftigt, weil mehr Arbeit anfiel, so dass die auch gleich wieder bereit stand, um mich bei der zweiten Schwangerschaft wieder zu vertreten.
Speziell bei mir war es aus finanziellen Gründen auch wichtig, eine gewisse Zeit wieder mit erhöhtem Gehalt gearbeitet zu haben, damit ich ausreichend Elterngeld bekomme, um mir ein Jahr Pause zu erlauben.
In anderen Jobs ist es vielleicht besser, etwas länger, aber dafür nur einmal auszusetzen.

Insofern, Linchen, fühl in Dich hinein. Willst Du lieber viel Stress am Anfang, aber dafür Kinder, die etwa zeitgleich das gleiche machen können, oder lieber eine Pause, um wieder etwas zu Dir zu finden? Das kannst nur Du wissen.

Kleinkatze
15.02.2011, 17:11
Hi,

ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen, aber wollte noch hinzufügen, dass einige sicherlich auch deswegen schon relativ früh mit dem "Üben" fürs Zweite anfangen, damit der Abstand nicht zu groß wird, falls es mal nicht gleich klappt... Eine Freundin von mir wollte auf jeden Fall 3 Jahre Abstand, sie haben auch erst mit dem Üben angefangen, als die Tochter gute zwei war und da es bisher nicht geklappt hat, werden es jetzt wohl mindestens 5 Jahre werden. Wer dann vorsorglich schon mal früher anfängt, bei dem klappt es aber vielleicht wider Erwarten sofort und schon hat man zwei Minis mit nur 1,5 Jahren Abstand.

Ich denke, ein kurzer Altersabstand ist keine Garantie dafür, dass die Geschwister sich gut miteinander verstehen, aber es besteht zumindest eine Chance, dass sie als Kinder zusammen spielen können. Je größer der Altersabstand, um so länger braucht man wohl auch, um überhaupt was mit seinem Geschwisterkind anfangen zu können. Das kann man aber auch nicht verallgemeinern - zwei Beispiele: Bei meiner Schwester und mir ist es ein Extremfall; wir sind 10 Jahre auseinander und wie zwei Einzelkinder aufgewachsen - erst im Erwachsenenalter konnten wir was miteinander anfangen. (Meine Eltern hatten sich erst ein paar Jahre später zu einem zweiten Kind entschlossen und dann hat es erst mal jahrelang nicht geklappt.) Von einem Freund weiß ich aber, dass seine großen Geschwister (10 und 12 Jahre älter) ihn als kleinen Steppke z.B. sogar mit in den Urlaub genommen haben. Andere berichten, dass sie und ihre Geschwister sich trotz geringen Abstands nur gezofft hätten...

Da es meines Erachtens sehr auf die Charaktere der Kinder ankommt, die aufeinander prallen (und wie die Eltern damit umgehen), würde ich davon die Entscheidung für den Zeitpunkt nicht abhängig machen. Ich teile auch die Meinung, dass das große Kind sowieso schon "privilegiert" gegenüber dem kleineren ist, da es zumindest zu Anfang die ungeteilte Aufmerksamkeit der Eltern bekommt und dass dies kein Grund sein sollte, erst später ein Geschwisterkind zu "basteln". Allerdings kann ich den Gedankengang schon nachvollziehen, da ich es momentan auch genieße, meinen 10 Monate alten Sohn zu betüdeln :liebe:

Im Grunde muss man sich als Eltern / Mutter darüber klar werden, ob man für ein paar Jahre mit dem erhöhten Stresslevel mit Kleinkind und Baby bzw. zwei Kleinkindern klarkommt. Das hängt aber m.E. auch von den Rahmenbedingungen ab, z.B. ob man ein Netzwerk von Leuten hat, die einem helfen, ob das größere Kind evtl. schon in die Kita geht usw. Freunde von mir haben 3 Kinder, der 3. kam (gewollt) mit kurzem Abstand zum 2. und wenn die (sehr engagierten) Großeltern nicht gleich um die Ecke wohnen würden, hätten sie nach ihrer Aussage kein drittes Kind bekommen.

Dann spielt bei der Entscheidung auch noch das Alter der Eltern bzw. der Mutter eine Rolle, denke ich. Wer das erste Kind erst spät "ansetzt", der kann eben nicht mehr lange überlegen, wann denn das zweite kommen soll. Das ist heute bei den vielen späten Erstgebärenden bestimmt auch noch mal ein entscheidender Faktor.

Bestimmt habe ich jetzt teilweise wiederholt, was schon andere geschrieben haben... das sind jedenfalls so meine Gedanken zu dem Thema, da wir selbst auch ein zweites Kind haben möchten, aber noch ein bisschen warten (müssen), aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Linchen80
15.02.2011, 19:53
Hey, soviel Resonanz! Ich danke Euch allen erstmal!! :blumengabe:

Tja, das ist wohl ein Thema, was wirklich fast jedes Elternpaar irgendwie beschäftigt. Beim Lesen Eurer Beiträge für einen kurzen Abstand habe ich immer wieder gedacht "stimmt", beim Lesen der eher für einen längeren Abstand plädierenden aber ebenso. Die unterschiedlichen Einstellungen, die ja großteils auf persönlichen Erfahrungen beruhen, zeigen halt einfach einmal mehr, dass es bei dieser Entscheidung kein eindeutiges "So ist es richtig und gut für alle Beteiligten" geben kann.

Für diese Erkenntnis: Vielen lieben Dank! :blumengabe:

Ich merke selber beim Nachdenken, dass beide Varianten ihren ganz eigenen Reiz und ihre ganz eigenen Nachteile haben können. Was einige von Euch erlebt haben (z.B. Zada :in den arm nehmen:), klingt nicht gut. Das Thema der Eifersucht/Rivalität unter Geschwistern nimmt ja z.B. auch in der tiefenpsychologischen Literatur einen großen Raum ein. Hier wird nun tatsächlich ein Abstand um die drei Jahre favorisiert. Allerdings zeigen ja die diversen Erfahrungen, dass das alles relativ ist und eben - wie ihr sehr einleuchtend berichtet habt - offenbar zu großen Teilen von der Persönlichkeit der Kinder bzw. dem Erziehungsverhalten der Eltern abhängt. Auch hier: Lieben Dank für Eure Gedankenanstöße!

Was mich/uns angeht, so tendiere ich tatsächlich dazu, vor dem nächsten Baby erstmal wieder ein paar mehr Freiheiten genießen zu wollen. :smirksmile: Ich sehne mich danach, mal wieder ein paar Tage alleine wegfahren zu können oder abends besser abkömmlich zu sein. Oder mich wieder vermehrt arbeitsmäßig zu engagieren. Klar besteht da die Gefahr, vielleicht gar keine Lust auf ein zweites Kind zu bekommen. Das schließe ich für mich allerdings aus, da ich dennoch schon jetzt immer wieder neidisch auf Schwangerenbäuche schiele. :freches grinsen:

Übrigens, als überbehütend würde ich meine Gedanken oder Sorgen auch nicht bewerten. Als behütend, ja. Ich hab halt bei meinen Gedanken nicht nur die Auswirkungen für uns als Eltern im Kopf, sondern auch die für unseren Sohn. Was aber natürlich nicht heißt, dass ich allein davon eine solche Entscheidung abhängig machen würde. Und, klar, ein zweites Kind hat niemals die ungeteilte Aufmerksamkeit. Das zählt aber für mich als Argument nicht so wirklich, da es ja dadurch eben auch niemals "entthront" werden kann, was dem Erstgenorenen eben zwangsläufig immer geschieht und für ihn immer eine starke Veränderung bedeutet. Die gutgehen kann, aber eben auch Konfliktpotential beinhaltet.

Naja. Wie auch immer - es ist und bleibt ein spannendes Thema. :blumengabe:

Liebe Grüße
vom Linchen.

Hornilla
01.06.2011, 15:26
Hallo,

hab den Strang mit Interesse gelesen. Obwohl bei uns gerade in den nächsten Tagen erst das erste Kind auf die Welt kommt, habe ich mir schon öfter Gedanken über den Abstand zum zweiten gemacht, da in unserem Freundeskreis gerade viele ihr zweites bekommen.

Wir können nur durch ICSI schwanger werden, möchten aber - wenn es möglich ist - gerne noch ein zweites Kind (obwohl das erste schon ein riesiges Geschenk ist!:liebe::liebe::liebe:). Früher fand ich auch immer einen Abstand von zwei Jahren super. Jetzt sehe ich das aber ein bisschen anders.

Obwohl ich jetzt noch keine Erfahrung mit Kind habe, denke ich, dass mir persönlich zwei Jahre zu wenig wären. Ich brauche auch ein wenig Zeit für mich, und ich glaube, bei einem so kurzen Abstand könnte ich das absolut vergessen.
Außerdem möchte ich meine Tochter erstmal genießen, ich wünsche mir schon diese Exklusivzeit mit ihr, und denke auch, dass bei einem größeren Abstand das kleinere Kind auch mehr Exklusivzeit bekommt.
Zudem finde ich es gut - das wurde ja hier auch schon gesagt -, wenn die "Großen" ihre Ängste äußern können, denn dass ein zweites Kind im ersten Ängste auslöst, glaube ich auf jeden Fall - auch wenn die ganz Kleinen es noch nicht äußern können, die Situation ist erstmal eine ganz neue, die das Kind, je kleiner es ist, nicht richtig einschätzen kann.
Und ich persönlich möchte auch gar nicht "alles in einem Abwasch", sondern finde es schön, sich nochmal neu auf die Babyzeit einzulassen.

Im Moment schwebt mir so ein Abstand von ca. drei Jahren vor. Dann sind die beiden nicht allzu weit auseinander, aber man hat ein bisschen mehr "Luft" dazwischen.

Ob die Geschwisterbeziehung eng oder weniger eng, gut oder schlecht ist, hängt - jedenfalls nach meinen Beobachtungen - nicht mit dem Altersabstand zusammen. Ich bin selber Einzelkind, aber ich kenne Geschwister, die zwei Jahre auseinander sind und nichts miteinander anfangen können, meine Freundin und ihr Bruder sind sechs Jahre auseinander und schon immer ein Herz und eine Seele.

Das ist eine Charakterfrage und weniger eine Frage des Alters.

Wiesenkraut
01.06.2011, 16:40
*schmunzel* Hornilla ist nun völlig OT, aber ich muss jedesmal grinsen (und dich gleichzeitig ein bischen bedauern) lt Sigi wird dein Maikäferchen seit 25.05 erwartet, wird dir die Zeit schon lang oder genießt du die letzten Züge der Schwangerschaft

ich hab seit es den Strang gibt hier immer mal wieder über den optimalen Abstand nachgedacht und ich glaub den gibts nicht. Es gibt glaub ich sowas wie "Geschwistermode", also einen Abstand der aktuell gerade "in" ist. Aber wirklich optimal...

Ich bin mir nicht mal sicher ob man den selbst wählen kann. Ich glaub man kann schon ein bischen schauen, wie es einem selbst geht, ob man mit einem Kind schon am Ende ist oder das Gefühl hat es ist noch viel Kapazität frei, aber selbst das kann sich ja in den 9 Monaten ändern und ob der 2. Zwerg dann wie gewünscht sich auch einstellt ist ja noch eine andere Frage.

Ich wollte meine damals im Abstand von 15 Monaten (war auch so eine "in" Sache) Zum Glück hats nicht geklappt, denn wie hier schon geschrieben waren selbst 2 Jahre und 3 Monate mit 2 astmakranken Kids mehr als mir gut getan hat. Es war auch da mehr so ein Kopfding.

Ich glaub auch dass der Abstand kenie wirkliche Rolle spielt. Ich kenn Geschwister die sehr eng zusammen sind und sich nichts zu sagen haben, welche die ein Kopf und ein Ar... sind und das gleiche zählt für sehr große Abstände und alles dazwischen.


heute würd ich da glaub ich ganz locker dran gehen nicht im vorraus sagen "ich hätte gern diesen oder jenen Abstand" sondern warten bis es sich vom Bauch her richtig anfühlt. Ich hab -zum Teil auch durch die Schwangerschaften - gelernt dass ich sehr gut damit fahre auf meinen Bauch zu hören. Meist klappt das wesentlich besser, als alles was ich vom Kopf her plane...

Hornilla
01.06.2011, 16:45
Wiese - ein schönes Posting!:blumengabe:Ich lass es auch auf mich zukommen, hab ja auch noch Zeit!

Ich war ziemlich genervt letzte Woche, weil das Mai- bzw. jetzt Junikäferchen noch nicht da ist - zumal meine FÄ mir immer eine zu frühe Geburt prophezeit hat...:knatsch: Aber jetzt bin ich gelassener und denke, sie wird schon rauskommen...:smirksmile::liebe:

Inaktiver User
01.06.2011, 16:48
bei mir war es beim ersten genauso - Muttermund 4 Wochen vor Termin schon geöffnet - und dann kam er einfach nicht.
und das alles bei Sommerhitze *seufz*

vielleicht hilft Dir, was mein Mann mir damals sagte: "Sei nicht so ungeduldig - so wenig Arbeit wie jetzt macht er nie wieder ... " :smirksmile:

Dir alles Gute :blumengabe:

Gruß, Leonie

Blondine
01.06.2011, 17:27
ich habe 3 Kinder .. vn 4 bis 7 Jahren ... alle also im Abstand von etwa 18 Monaten geboren ...

ich hätte mir auch noch ein 4. Kind gut vorstellen können und war sogar auch wieder termingerecht schwanger ... das hat aber nicht sollen sein.

ich fand das aber insgesamt eher ideal und schön ... und genieße es jeden Tag mit den Kindern.

Bei uns klappt das gut und ich sehe da schon eher die Vorteile und weniger ein Problem.

Ich kann mit der Vorstellung vom einzigen Prinz oder Prinzesschen, das ja evtl. drunter leidet und dem was genommen wir, kommt ein Geschwisterkind, wenig anfangen ... ehrlich gesagt, derart wollte ich auch kein Kind erziehen .. ich finde das eher traurig und belastend.

ich hatte nie den Eindruck, meine Kinder litten irgendwie unter Ängsten ... es gab und gibt auch kaum Eifersüchteleien ..



Insgesamt kann ich nur sagen, es ist ja nicht so, daß sich mit einem weiteren Kind die Arbeit dann verdoppelt bzw. verdreifacht .. es ist eher so, daß der ganze Aufwand, sich mehr rentiert.

Mir ging es gut mit meinen 3 Kindern ....

Ja ab und an ist man mal gestresst .. auch mal überfordert ...
aber das erlebe ich auch mal bei Müttern von Einzelkindern .. oder bei Müttern, die ihr 2. Kind erst bekommen haben, als das 1. in die Grundschule kam ...

Müßte ich nochmal entscheiden.. ich würde es wieder so machen ... ich habe bisher nichts bereut ... mußte auch noch nie in Mütter- Kur.

Ich fand es also schon eher ideal so.

Ich hatte jedenfalls eine schöne Zeit und merke eigentlich jeden Tag, wie meine Kinder aneinanderhängen, wie gut sich die Geschwister verstehen und wie wichtig sie sich gegenseitig sind ...

sie teilen z.B. auch den Freundeskreis ... sie können zur selben Training ... tauschen ihre Roller und Fahrräder aus ...spielen miteinander ein Instrument ... schlafen im Urlaub zusammen im selben Bett ... waren alles zur selben Teit im Kindergarten .. kommen jetzt nacheinander in die Schule und erleben die Grundschulzeit zusammen


ich erlebe es wirklich positiv und bedauere wirklich, daß ich keinen weiten 2 1/2jähriges habe ... eine Nachzögling kann ich mir nicht so gut vorstellen ... passt irgendwie nicht mehr so gut .. alle anderen dann schon Schulkinder mit entsprechenden Wünschen und Aktivitäten .. und dann dreht sich alles nochmal um die Bedürfnisse eines Säuglings oder Kleinkindes im Mittagsschlaf, Windeln und Fläschchen.

ich glaube , diese Zeit ist nun einfach für mich und meinen Familie vorbei.
Lebensphase Baby irgendwie abgeschlossen ...

ich stell mir das irgendwie schwieriger vor, unter einen Hut zu bringen und dann so unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Gruß, B.

myDara
01.06.2011, 18:51
Ich habe immer mindestens drei Jahre gesagt, naja jetzt werden es grad mal 2,5 Jahre. Ich stell mich auf ein echt anstrengendes erstes Jahr ein aber hoffe dass die beiden sich dann einfach auch haben und was miteinander anfangen können. Mein Mann und sein Bruder waren grad mal 11 Monate auseinander, wie die Mutter das damals geschafft hat kann sie heute nicht mehr sagen aber als das erste Jahr mal rum war waren die beide ein Kopf und eine Seele. Die Schwester die dagegegen 5 Jahre später nachkam hatte da einfach keine Chance mehr:peinlich:

engel09
01.06.2011, 20:11
Jetzt gebe ich auch mal meinen Senf dazu... :freches grinsen:
Habe den Strang mitverfolgt, da ich mir zu dem Thema auch immer Gedanken gemacht habe, nach dem Motto: welcher Abstand ist ideal? Was ist das Beste für meinen Sohn? Was ist das Beste für uns als Paar? Wie klappt das finanziell? usw. usw. usw.
Mein Mann und ich haben auch viel diskutiert, zweites Kind - ja, nein, wenn ja, wann...
Dass es Nr. 2 geben soll, war dann klar.
Dann ging es mir so wie Dara, hatte irgendwie immer einen Abstand von drei Jahren als ideal angesehen und mir so vorgestellt.
Aber 1. kommt es immer anders, 2. als man denkt!

Nun werden unsere beiden Kinder gerade mal so zwei Jahre auseinander sein. Ich mache mir noch immer viele Gedanken, wie ich das meistern soll, ein Kleinkind und ein Säugling. Zumal wir auch gerade unser Haus verkauft haben und noch mal bauen. Ich habe einen Heidenrespekt vor der ersten Zeit!

Aber es ist ganz komisch. Nr. 2 war zwar gewünscht, aber eigentlich ja nicht so schnell geplant. Ich sehe es nun so, dass die Kleine eine Kämpferin ist und wahrscheinlich die Diskussionen ihrer Eltern über das "richtige Wann und Wie" einfach satt hatte, sie beschloss JETZT zu uns zu kommen! Sie machte sich einfach auf den Weg und wir freuen uns soooo doll und können es nun kaum erwarten, dass sie unsere Familie komplett macht. (Haltet mich für bekloppt, aber ab und an schleicht sich sogar heimlich der Gedanke an eine Nr. 3 ein :pfeifend:)

Mit zunehmender Schwangerschaft (nun knapp 30. Woche) werde ich auch immer zuversichtlicher, dass wir das - auch mit stressiger Bauphase - hinbekommen! Ob sich die Kids leiden können, gut verstehen oder nicht, das sehe ich mittlerweile gelassen. Glaube das ist eher eine Charakter- als eine Altersfrage. Das erste Jahr wird bestimmt anstrengend, aber ich fühle mich z.B. "sicherer" als beim Ersten, wisst Ihr, was ich meine? Man kennt ja nun einiges, also was auf einen zukommen kann, aber auch einiges, wie man bestimmte Situationen gut lösen und meistern kann!

Ich glaube es ist wichtig, dass das Leben des Ersten (im Juli zwei Jahre) möglichst so weiterläuft, wie bisher. Also Grenzen, die schon festgelegt wurden, Rituale, die sich eingespielt haben, feste Zeiten usw. möglichst weiterlaufen, denke, das gibt ihm Sicherheit (empfahl auch meine Hebi, die schon gaaaaaanz viele Jahre Erfahrung hat).
Dass das nicht immer leicht wird, vor allem wenn ein Säugling gerade an die Brust will o.ä., ist mir natürlich durchaus bewusst. Möchte damit nur zum Ausdruck bringen, dass mir mein Bauchgefühl momentan einfach sagt: "Du schaffst das!"

Und es wird definitiv genug Liebe für alle da sein! :liebe:

Sicher, es wird auch nicht einfach, wieder die langsam gewonnen Freiheiten aufzugeben, also wieder schlaflose Nächte durchmachen, anfangs nicht groß weggehen können und so Sachen. Aber dafür weiß ich, die Freiheiten kommen wieder, ganz bald und dann werden sie immer mehr, weil die Kids immer größer werden.

So, genug aus meinem Leben geplaudert, Fazit: den richtigen oder falschen Zeitpunkt gibt es nie! Wie schon, glaube Wiese, schrieb: es ist irgendwann eine Gefühlssache, dann ist der Wunsch nach Nr. 2 oder Nr. 3 so stark, dass es sich einfach nur noch richtig anfühlt. Glaube, wenn der Punkt erreicht ist, dann sollte man eher auf den Bauch als auf den Kopf hören!

Allen werdenden Mamis wünsche ich eine schöne, stabile Kugelzeit - allen bereits Mamis eine tolle Zeit mit Euren Minis und allen, die an eine Nr. 2 oder Nr. 3 irgendwie denken, möchte ich sagen: hört aufs Gefühl und traut Euch! Kinder sind doch so was Tolles!

Alles Liebe
Engel

myDara
01.06.2011, 20:59
Engel wir sind wohl in einer ähnlichen Situation. Unser zweites Kind wurde in der ersten Nacht in unserem neuen Haus gezeugt, dass ist jetzt ein gutes halbes Jahr her und damals schliefen wir mehr oder weniger noch richtig auf einer Baustelle. Ich habe auch überhaupt nicht damit gerechnet dass es sooooo schnell geht und dachte ja dass mein Eisprung schon längst war aber ich hab es auch immer als ganz ganz ganz ganz positives Zeichen und Schicksalswink interpretiert.

Klar wird die erste Zeit stressig aber das würde sie auch werden wenn Junior drei oder vier wäre. Wir machen keinen großen Hehl draus, Laurenz weiss dass Mama ein Baby im Bauch hat und wenn man ihn fragt ob es bald rauskommen soll ruft er laut JAAAAA und strahlt. Alleine diese Momente machen schon stark....

Ich habe grad heute morgen auch gegrübelt wie wir dass dann alles wuppen werden (besonders vor dem Schlafentzug fürchte ich mich schon sehr, das Angebundensein find ich gar nicht schlimm nur das müde sein) und just hatte ich dann heute Nachmittag in unserem noch nicht existenten Garten (ist mehr ein Lehmfeld von der Baustelle noch) ein vierblättriges Kleeblatt gefunden.

Da wusste ich dann wieder: alles wird machbar, alles wird gut!

lunea31
01.06.2011, 21:11
Hallo,

ich möchte auch mal meinen Senf dazugeben :pfeifend:

Ein Abstand von nur 2 Jahren stelle ich mir in der Anfangszeit ziemlich stressig vor. Denn:

- das ältere Kind muss noch trocken werden
- kann eventuell noch nicht alleine die Treppe hoch und runter (d.h. die Mutti muss 2 Kinder tragen) hier kommt es auch immer darauf an wo man wohnt. Im Eigenheim fällt dieser Punkt eher weg
- der Rhythmus der Kinder ist unterschiedlich
- Trotz vom älteren Kind + eventuelle Eifersucht auf das Geschwisterkind
- 2 Kinder müssen angezogen werden...

Ich als Zwillingsmama kenne es ja von Anfang an mit 2 Kindern :smirksmile:. Ich kann nur sagen, es wird nicht einfach, man gewöhnt sich aber daran :smirksmile:

Ich bin mit meinen Bruder 5 Jahre auseinander. Dieser Abstand ist zu groß. Außerdem musste ich sehr oft als ältere Schwester auf ihn aufpassen und von der Kita abholen.

Wenn alles gut läuft, wollen wir noch mal loslegen, wenn die Mädels 3 sind. Dann wäre der Abstand 4 Jahre. Ich sehe Vorteile wie z.B. die Kinder bekommen die SS mit und verstehen es auch. Wenn sie 4 sind können die beiden mal kurz auf das Kleinere aufpassen, wenn ich mal aufs Klo muss oder mal duschen möchte. Sie können sich mit dem Kleinen beschäftigen. Vielleicht ist es auch zu naiv gedacht. Ich stelle es mir aber mit einem größeren Abstand eher einfacher vor.

Und die Schwangerschaft ist doch mit einem Kleinkind auch anstrengend, oder? Wenn ich mir vorstellen, ich wäre jetzt schwanger...könnte ich glaube ich gar nicht genießen.

Liebe Grüße :blumengabe:

Hornilla
01.06.2011, 21:19
Nach allem, was ich jetzt hier so lese, glaube ich, es ist wirklich eine Typfrage. Ich kann es mir für mich z.B. einfach besser vorstellen, das mehr "nacheinander" zu machen, als alles in einem Abwasch. Ich glaube, so könnte ich den Bedürfnissen der Kinder und auch meinen eigenen mehr gerecht werden.
Klar kann es anders kommen als man denkt, und dann schafft man auch das, da bin ich sicher. Aber aus dem Bauch heraus denke ich, dass ich einen nicht zu kleinen Abstand möchte. Mal sehen...:smirksmile:

crazy79
02.06.2011, 07:24
Wow, so viele Ansichten.
Ich hab eigentlich auch immer gesagt, maximal drei Jahre. Aber da müssten wir (Mini ist 22 Monate) bald loslegen - und danach fühlt es sich noch gar nicht an. Auch, weil wir gerade einen Altbau sanieren und in 2 Monaten umziehen.
Engel: Hol dir viel, viel Unterstützung. Bau, Arbeit und Kind unter einen Hut zu bekommen ist ziemlich heftig! (Wir machen vieles in Eigenleistung aus finanziellen Gründen!) Jetzt haben wir eh gesagt: erstmal einleben und dann nochmal drüber reden - mein Mann ist eher gegen ein zweites Kind, ich eher dafür. Und es kann wirklich beides eintreffen: Nummer 2 ja oder nein. (Und manchesmal wünsch ich mir, dass uns die Entscheidung in die eine oder andere Richtung abgenommen wird...)

Inaktiver User
02.06.2011, 08:38
Wenn denn alles gut geht, haben wir einen Abstand von 22 Monaten.

Bei uns hat sich der Wunsch nach dem 2ten ziemlich schnell nach der Geburt eingestellt. Ich hab mich immer mit 2 Kindern gesehen.

Wir haben dann so ziemlich genau 12 Monate gewartet.

Bei uns ist aber ganz klar, unser Alter auch mit ein Grund für diesen kurzen Abstand.

Man kann ja auch nicht davon ausgehen, dass schwanger werden auf Anhieb klappt.

Nun es hat geklappt und jetzt ist es so.

Mein Mann ist 41 und ich 38. Wie lang soll man da warten ?

Erst hatte ich davor Respekt, mittlerweile freue ich mich sehr :smile:.

Der Kleine ist ab August 4 Stunden im Kindergarten, mein Mann nimmt die ersten Monate auch Elternzeit.

Unter den Voraussetzungen kriegen wir das hin. Und ich finde das ein Geschwisterkind eine "win win"-Situation ist.

Sagt jemand, der selber Einzelkind ist und das immer blöd fand.

:blumengabe:

myDara
02.06.2011, 13:36
Hallo,

Die Schwangerschaft ist doch mit einem Kleinkind auch anstrengend, oder? Wenn ich mir vorstellen, ich wäre jetzt schwanger...könnte ich glaube ich gar nicht genießen.

Liebe Grüße :blumengabe:

Das kann ich für meinen Teil definitv widerlegen. Allerdings sind wir auch sehr gut aufgestellt. Da ich ohnehin schon wieder gearbeitet habe als ich das zweite Mal schwanger wurde ging der Kleine bereits in die Kita. Und dort haben wir ihn jetzt auch gelassen. Ist doch im Endeffekt entspannter für alle, er behält seinen Rythmus, ich hab jetzt die Vormittage für mich was ich gerade sehr sehr genieße und wenn das Baby da ist kann ich mich am Vormittag auch sehr intensiv darum kümmern. Und wenn ich mal einen doll harten Bauch kriege weil was zu anstrengend für mich war (zum Beispiel am Spielplatz toben) freut sich die Oma auch wenn ich ihn mal ne Stunde vorbeibringe und derweil die Füsse hochlege.

Ich hab die erste Schwangerschaft generell als viel anstrengender und mühsamer empfunden. Erst war mir 13 Wochen lang schlecht, dann kam kurz eine schöne Zeit und dann wollte ich halt nur noch dass er raus kommt aber bitte nicht ZU früh (u.a. auch wegen starken Schmerzen). Dieses Baby macht es mir im Moment so herrlich unkompliziert, ich habe kaum Zipperleins, alles läuft neben her, ich vertraue meinem Körper (er hat es schon einmal so prima gemacht darum schafft er es auch wieder), wenn es so weitergeht kann die Schwangerschaft noch ewig andauern. Das die letzten Wochen der SS hart werden und die ersten wenn der Zwerg da ist darauf stelle ich mich ein. Aber hie wieder mein Credo: *esistnureinPhaseesistnureinePhaseesistnureinePhas e*.

Weniger genießen tu ich mein Kind jetzt auf alle Fälle nicht, im Gegenteil, ich genieße die verbleibende Zeit noch intensiver weil ich ja auch weiss dass wir uns dann ganz neu arrangieren und aufstellen müssen....

(bei mir ist es im Moment übrigens auch so - auch bei meinem Mann - dass wir ab und zu sogar jetzt schon über ein Drittes Kind sprechen, einfach weil ich nicht fassen kann dass das die letzte SS sein wird, es geht alles grad so schnell und es sit so eine intensive Zeit)

Inaktiver User
02.06.2011, 14:20
Unter den Voraussetzungen kriegen wir das hin. Und ich finde das ein Geschwisterkind eine "win win"-Situation ist.

Sagt jemand, der selber Einzelkind ist und das immer blöd fand.

:blumengabe:

Absolut. Ich hab in vier Jahren drei Kinder bekommen, und das ging auch. Sie haben bis heute (sind jetzt 14,16 und 19) ein sehr enges Verhältnis, und irgendwie ist man dann so drin, dass man das einfach macht, auch wenn man sich das vorher gar nicht vorstellen kann.

Und heute bin ich umso dankbarer, dass sie sich alle allein anziehen können. Nur mit dem ins Bett gehen klappt es bis heut noch nicht so. :smirksmile:

engel09
02.06.2011, 19:46
Dara: Das mit dem Kleeblatt finde ich ein total schönes Symbol und auch ich würde das als Wink des Schicksals sehen! Wir schaffen das schon!
Und ja, es war bei uns wohl ähnlich. Wir haben "eigentlich" verhütet :smirksmile:, also nach fruchtbaren und unfruchtbaren Tagen, da mein Zyklus wirklich das reinste Schweizer Uhrwerk war und punktgenau. Naja, eben eigentlich... Wir hatten den ersten Tag nach meiner Periode nur einmal in diesem jenen Zyklus Sex, da mein Mann sonst auch komplett auf Diensteise war. Also Zyklustag 6 oder so, normalerweise bei mir wirklich unfruchtbar, denn wir schliefen nur ungeschützt miteinander kurz nach und kurz vor der Periode. Aber wie schon geschrieben, das Kind wollte JETZT kommen und nun sind wir auch irgendwie froh, dass das Schicksal unsere Bedenken/Gedanken/Diskussionen von alleine regelte. War ja jetzt auch nicht ganz ungewollt :pfeifend:

Schwangerschaft mit Kleinkind: Sehe es auch hier ähnlich, Dara. Es gab/gibt sicherlich Momente, die anstrengend(er) sind, z.B. wenn einen die Müdigkeit übermannt hat, aber eben ein Kleinkind gerade bespaßt werden will. Aber generell empfinde ich die zweite SS auch nicht als anstrengend. Für mich war es eher besser so, da es in meiner ersten SS einige Dinge gab, die weniger schön waren und ich mich dann sehr verrückt machte, ob es dem Kind gut geht. Nun hatte ich einfach keine Zeit über jedes Zieperlein nachzudenken und war recht entspannt. Gut, muss sagen, die SS verläuft glücklicherweise (bis jetzt *schnellaufHolzklopf*) sehr problemlos.
Klar, Unterstützung ist wichtig! Da kann ich mich auch nicht beschweren, habe mindestens 1x wöchentlich Eltern oder Schwiegers hier, die Miniengel dann bespaßen, so dass ich mal was für mich machen kann, z.B. Fußpflege oder so. Das sind dann so Oasen - Zeit für mich und das Baby im Bauch!

Thema Bau: Wir hatten sogar kurzzeitig überlegt alles abzublasen, als wir erfuhren, dass ich wieder schwanger bin. Aber wir haben viel geredet und uns dann dazu entschieden, es jetzt eben auf einmal durchzuziehen. Wir haben aber leider einige Eigenleistungen streichen müssen, damit es hier irgendwie funktioniert. Wird nicht einfach, ich weiß.

Wir haben z.B. auch die KiGa-Eingewöhnung von Miniengel vorgezogen, dass er schon mal vormittags in den KiGa geht und Spaß dran findet, bevor das Baby kommt. Nicht, dass er denken könne, er müsse nun "weg", weil Mama ein neues Baby hat. Und schließlich entlastet es mich ja auch.

Wie auch hornilla schrieb, es ist bestimmt letztendlich eine Typfrage und muss einfach zur Familie und zum persönlichen Lebensstil passen.
Das mag ich ja so an der Bri, man lernt alle möglichen Varianten und Facetten kennen und jede hat bestimmt Vor- und Nachteile, aber man kann immer was "lernen" und überdenken. Also mal ein Lob an Euch Bri-Mädels!

Und Einzelkind kam für uns auch nicht in frage, ich bin eins und fand das als Kind immer schlimm irgendwie.

Und noch schnell an Lunea, irgendwie hat mich Dein Satz beruhigt, dass es mit zwei Kindern stressig ist, aber man da rein wächst...
Und toll, dass Ihr über ein Drittes nachdenkt. Da Deine Zwillis ja schon zu zweit sind, kann ich die Entscheidung mit dem etwas größeren Altersabstand auch gut verstehen.

LG Engel

Letizia73
03.06.2011, 13:10
Linchen
Meine Süßen sind 23 Monate auseinander. Es ist echt megaanstrengend!!! Aber: Der Erste bekommt nicht weniger sondern mehr Aufmerksamkeit als der Mini, der noch viel schläft und nachts zum Glück nur 1x aufwacht und gestillt werden will und ansonsten sehr pflegeleicht ist. Es war eine bewusste Entscheidung und ich bereue es nicht. Zudem liebt der Erste die Kita. Ohne Unterstützung wäre es für mich auch unvorstellbar. Allerdings vermisse ich ihn oft und auch schon Schuldgefühle ob Ich beiden gerecht werden kann. Denke aber, das gehört dazu... Da muss ich durch

Letizia73
03.06.2011, 14:30
Noch was zum Thema Eifersucht: Die wird immer da sein! Ob der Abstand 2 oder 4 Jahre ist. Auch wenn man oft anderes liest. Da müssen die Kids eben auch durch. Liam ist nun weniger auf Komfrontation aus und nicht mehr so aggressiv. Er freut sich immer über Ben. Aber wenn ich ihn auf dem Arm habe will er auch auf den Arm... Das hat mich erst ganz fertig gemacht. Aber langsam lassen die Hormone nach und die Ratio setzt wieder ein: dafür nehme ich mir danach viel Zeit zum Kuscheln mit ihm :liebe:
Er bekommt ja auch etwas dazu... Einen Bruder! Ich bin zuversichtlich :smirksmile: