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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Essen vom Familientisch - Kinderernährung



janetto
09.02.2011, 10:14
Hallo ihr Lieben,

ich möchte mein Thema gerne hier posten, weil sich hier doch viele Muddis :freches grinsen: mit Kindern in dem Alter meiner Tochter tummeln.
Meine Tochter ist 18 Monate und isst schon lange Zeit bei uns vom Familientisch mit.
Das kappt auch ohne Probleme - jedoch habe ich das Gefühl, wir essen nur noch das Gleiche - sprich Sachen die sie auch gut isst - bereits kennt etc. und ich möchte gerne wissen, wie ihr das handhabt - und was bei Euch so auf den Tisch kommt.
Meine Tochter ist gerne und gut Kartoffeln - sprich mit Spinat, anderem Gemüse und dann gibt es mal Frikadellen, Fisch etc. dazu (nudeln gehen langsam auch besser) - aber wie gesagt - irgendwie finde ich das mittlerweile sehr langweilig, weil ich natürlich auch nicht doppelt kochen will (für sie und für uns). Das Essen was ich koche, bekommt sie 4 Tage die Woche mit zur Tagesmutter, die anderen Tage essen wir zusammen. Wenn es mal vorkommt, dass ich was anderes koche, was sie dann nicht so gerne mag (z.B. Pfannkuchen, Milchreis), dann isst sie ein kleines bißchen und will dann nicht mehr. Ich biete ihr dann auch nichts anderes mehr an, sie nimmt dann ihren Nachtisch und geht in die Mittagsstunde. Manchmal isst sie nachmittags dann mehr Obst, manchmal auch nicht.

Meine Fragen:
Was esst ihr und Eure Kleinen so?
Was passiert, wenn Sie was nicht essen, was es bei Euch gibt?

Freue mich auf einen Austausch mit Euch und eventuelle neue Rezeptanregungen :blumengabe:
Lg
Janetto

bigsi
09.02.2011, 10:40
Hallo Janetto,

ach das ist mal eine gute Idee. Fuer so ein paar Rezeptanregungen waere ich auch dankbar. Irgendwie macht man doch immer das gleiche :pfeifend:

Ich schreibe einfach mal was bei uns so der Renner ist:
- Gemuesewaffeln
- Spaetzle (sind halt weicher als Nudeln). Ich mach oft Spinatspaetzle, einfach Spaetzle warm machen und mit Spinat mischen. Ich weiss im hohen Norden sind Spaetzle nun nicht so an der Tagesordnung aber inzwischen kann man die glaube ich ueberall kaufen.
- Pfannkuchen sind hier der Renner, ich mache sie meist herzhaft. Mogel meist irgendein Gemuese rein und rolle sie fest zusammen
- Nudeln sind hier auch gerne gesehen und vor allem mit Shrimps
- Kartoffeln hier meist nur gestampft, ich mach dann auch irgendwelches Gemuese rein
- Reis mit Zucchini anbraten und dann mit Pesto mischen (das war aus irgendeinem Kinderkochbuch und ich finde es auch lecker)
Das waren nun viel Beilagen, gibt dann halt manchmal Fleisch oder Fisch dazu oder auch nichts.

Das war es mal so auf die Schnelle.
Es gibt natuerlich noch viel mehr was sie isst. Aber die ungesunden Sachen erwaehne ich mal lieber nicht :freches grinsen:

Allgemein koche ich nicht extra. Wenn sie etwas nicht will dann braucht sie es nicht zu essen. Manchmal ist sie aber nur kritisch gegenueber neuem und dann macht sie erst ihren Mittagsschlaf und wenn ich es ihr danach nochmal anbiete isst sie es.

Bigsi

Inaktiver User
09.02.2011, 10:44
hallo janetto,

als unsere zwillinge so alt waren wie deine tochter, habe ich mir immer sorgen gemacht, ob sie denn auch genug essen würden. es gab das von dir beschriebene und sehr oft einen selbstgemachten dinkelbrei mit apfelmus. der ging immer!
irgendwann hatte ich aber keine lust mehr, für die kinder das eine und für uns das andere zu kochen und habe ihnen unsere kost - auch mal stärker gewürzt - vorgesetzt. es ging.
inzwischen sind die beiden 2,5 jahre alt und rufen auch mal: mag ich nicht. dann gibt's halt nichts vom tisch sondern eine banane oder ein apfelschnitz. klingt hart, aber am vollen tisch verhungert kein kind, das weiß ich inzwischen.

liebe grüße, bilo:blumengabe:

charleys.tante
09.02.2011, 11:03
... aber am vollen tisch verhungert kein kind, das weiß ich inzwischen.


das sage ich mir auch immer:pfeifend:

ich hab es inzwischen satt, ausschließlich dinge zu kochen, die meinem kleinen prinzen schmecken könnten. denn der hat es locker drauf, dann trotzdem den unberührten teller beseite zu schieben und zu konstatieren 'schmeckt nicht!' (er wird nächste woche 2 jahre alt).

wir kochen, was uns schmeckt - im zweifelsfall sind ja kartoffeln, kartoffelbrei oder nudeln dabei - soße isst er im allgemeinen - dann passt das schon. und wenn uns mal nach feurigem chili ist, dann bekommt er eben extra-essen.

und ich habe inzwischen auch keine probleme mehr, ihn ohne essen ins bett zu stecken, wenn er der meinung ist, seins wäre nicht gut genug.

hat jemand zufällig tipps für mich, wie ich obst oder gemüse in das kind reinkriege? ich weiß nicht, woher er diese abneigung hat - von mir jedenfalls nicht. er isst NICHTS, was obst oder gemüse ist. wird alles fein säuberlich aussortiert. mit einer akribie die mich wirklich staunen lässt. neuerdings sogar obststückchen aus quarkspeise oder joghurt. fummelt er sich aus dem mund raus, verkündet empört 'obst!', legt es beiseite. bei gemüse genauso. egal ob gekocht oder roh. ich schaffe es höchtens, ihm einen löffel möhre oder pastinake in den kartoffelbrei zu mischen. doch das sind homöopathische mengen, die irgendwie witzlos sind. ach ja: apfelmus auf milchreis oder griesbrei geht auch - aber im grunde genommen ist das eine süßigkeit und nicht gerade alltagstauglich. neulich habe ich versucht, ihm gegarte möhrchen mit ketchup schmackhaft zu machen ... schande über mich: es ging zwar (ungefähr drei scheibchen lang), aber das kann's doch nicht sein?

Tigerente
09.02.2011, 11:21
janetto, ich kann wenig allgemeingültiges sagen.

Sohn 1 (jetzt 4,5 Jahre) aß jahrelang nur Kartoffeln, Nudeln, Quark, Zaziki, Obst, rohe Gurke, rohe Paprika, rohe Möhre, rohe Tomaten, Bratwurst, Frikadellen.
Nichts sonst war ihm schmackhaft zu machen.
Also habe ich gekocht, was ich wollte, eben irgendwas mit Beilagen wie Kartoffeln oder Nudeln separat, und dann hat er die gegessen. Wenn Paprika, Tomaten oder Möhren im Essen vorkamen, habe ich ihm ein paar rohe Stücke beiseitegelegt. Die einzige Rücksicht, die ich genommen habe, war, die Nudeln erst auf meinem Teller mit Sauce zu mischen und eben Rohkost für ihn überzubehalten.

Sohn 2 (19 Monate) isst alles, was man ihm vorsetzt, auch stark gewürzte Saucen (naja, außer Chili), da nehme ich auch keine Rücksichten (und genieße es, jetzt auch mal wieder die Nudeln in der Sauce zu erhitzen, wenn ich Reste habe, da er sie auch so isst, oder mal einen Auflauf aus Resten zu machen, was der Große auch verweigert hat zu essen).
Hier ist die einzige Rücksicht, die ich nehme, öfter mal Hack oder Bratwurst zu machen, da er noch nicht so viele Zähne hat und das Kauen von anderem Fleisch schwierig ist.

Aber mal noch 'ne blöde Frage: wieso gibst Du ihm vorgekochtes Essen für die Tagesmutter mit? Alle Tagesmütter, die ich kenne (incl. unsere) kochen selbst für die Kinder.

Liebe Grüße, Tigerente

PS: Auch wenn das viele erzieherisch für zweifelhaft halten, wenn gar nichts geht mit dem jeweiligen Mittagessen, haben die Beiden dann zur Not einfach eine große Flasche Milch getrunken. Gerade beim Kleinen hat das Nichtessen dann oft mit Zahnen zu tun, aber Milch geht immer. Aber ich glaube mich zu Erinnern, dass Deine Kleine sich schon sehr früh von der Milchflasche losgesagt hat. Dann würde ich zur Not auch mal ersatzweise eine Banane oder einen Joghurt anbieten. Meine Erfahrung mit einem notorischen Nichtesser und einem begeisterten Esser ist die, dass man damit weniger kaputtmacht, als man denkt. Und das Kind ist satt und zufrieden.

janetto
09.02.2011, 11:38
Bigsi: Das Gleiche kochen wohl fast alle immer nur... ich hab irgendwo vor kurzem gehört, jede Familie hat so ca. 10 Gerichte, die es immer wieder gibt - und durch die Kleine hab ich das Gefühl, das ist auf jeden Fall so :pfeifend:

Biloba: Ohne essen ins Bett - damit hab ich auch schon lange kein Problem mehr - abends gibts Brot und ne Brotverächterin ist meine gaanz oft! Aber sie kommt dann ohne Probleme durch die Nacht, also hatte sie wohl auch keinen Hunger. Nur mittags muss ich da - anscheinend - noch entspannter werden.

Charleys.Tante: Hat er denn diese Obst - und Gemüse Phase schon länger? Vielleicht wirklich einfach nur eine Phase, die auch wieder vorbei geht? Die Tochter von ner Freundin hatte eine Phase, wo sie nur trockene Nudeln mit Parmesankäse gegessen hat - und diese Phase war auch noch sehr lang. Was ist denn mit diesen pürierten Obst-"Joghurts" ißt er die auch nicht?

Tigerente: Meine Tagesmutter ist keine "richtige" Tagesmutter. Ist eine Bekannte, wo nur meine Tochter ist. Es war von Anfang an abgemacht, dass ich das Essen mitbringe. Sie kocht zwar auch für ihre Familie (die eigenen Kinder sind jedoch 13 und 17) aber meist auch abends oder irgendwann gegen 14 Uhr - da schläft meine Maus ja schon - daher bringe ich das Essen immer mit.

Vielleicht sollte ich tatsächlich mal mehr sachen ausprobieren und öfter damit leben, dass sie es dann eben nicht mag. Vom Fleisch fallen wird sie nicht (dafür haut sie sich an anderen Tagen ja genug Essen rein). Ich überlege einfach noch oft: Ist das auch gesund und gut für sie und so wird dann meist der Plan für uns alle drumherum gemacht.
Gestern als ich sie bei der Tagesmutter abholte, aß die Tochter grad Bauernfrühstück - und meine Tochter mit. Nur die saure Gurke mochte sie nicht, und hat die immer wieder angewiedert angeguckt :freches grinsen:

Hoppypoppy
09.02.2011, 11:50
Janetto, das ist eine interessante Frage.

Alex isst von Anfang an bei uns mit und hat auch alles schon probiert und gegessen. Er hat allerdings sehr ausgeprägte Phasen, in denen er nur bestimmte Sachen ist.
Wir hatten schon die Käsephase, die Fleischphase, die Obstphase und sind nun gerade bei der Brotphase angekommen. Vor einigen Wochen hat er meinem Mann seine Portion Grünkohl noch weggegessen, jetzt hat er ihn nicht mal eines Blickes gewürdigt... also den Grünkohl.

Am liebsten würde er den ganzen Tag nur Brot oder Brezeln essen. Wir können an keinem Bäcker vorbeigehen, ohne das wildes Fingergezeige ausbricht.

Interessanterweise isst er alles, was er im Restaurant bekommt!!!

Ich mache mir da keine Gedanken mehr. Er isst, was er isst und wenn nicht, dann nicht.
Ich habe auch aufgehört, da etwas zu planen, denn was dreimal gut geht, ist beim vierten Mal garantiert ein No Go :freches grinsen:

myDara
09.02.2011, 14:02
Unser Mini Me isst eigentlich auch ausschließlich dass was wir essen, meist ist es halt so dass er eher die Sättigungsbeilage zu sich nimmt und kleinere Portionen Fleisch/Fisch.

Ich achte darauf dass es:
+ immer eine Sättigungsbeilage gibt (Reis, Nudeln, Kartoffeln, Couscous, Knödel, Polenta)
+ immer Gemüse dabei ist (wenn nicht als Beilage dann als Rohkost im Salat)

Ausserdem gebe ich ihm während ich koche und er mir zuschaut gerne Rohkost als kleine Vorspeise, so weiss ich das zumindest schon mal ein paar Vitamine im Kind landen:Sonne:

Der Renner ist hier bei uns:

+ Spirali Nudeln Bolognese
+ Hühnchen und Fisch egal in welcher Speise geht fast immer
+ Eintöpfe egal in welcher Form (ich geb ihm dann halt nur wenig Suppe in den Topf sonst wirds so eine Sauerei am Tisch:pfeifend:)
+ Kartoffeln mit Quark und Gemüse

Abens gibts bei uns meistens nur Brotzeit, da kommt schon mal vor dass er vier Scheiben Käse und nur ein Mini Fuzzi Stück Brot ist, mir kommt dass dann zwar seltsam vor aber der kleine Körper wird schon wissen was er braucht?! Oder unlängst hat er ganz viel Salami verdrückt und es hat ihm total geschmeckt, pur:ooooh:

Zur Abwechslung kann ich nur sagen: wir sind auch nicht immer sooooo Abwechslungsreich, man hat ja als Hausfrau:smirksmile: auch so seine Gerichte die man mal eben schnell aus dem FF kocht. Unter der Woche hätt ich da auch nicht die Zeit und Lust für anderes!

Vielleicht hilft euch ein Kinderkochbuch weiter?

myDara
09.02.2011, 14:03
Ah ganz vergessen:
was passiert wenn er nicht isst oder es gar nicht passt was wir essen (zb thai curry sehr scharf weil die schwangere sooo lust drauf hat)

dann gibts einen gute nacht brei oder ich richte ihm eine brotmahlzeit her!

charleys.tante
09.02.2011, 14:09
Charleys.Tante: Hat er denn diese Obst - und Gemüse Phase schon länger?

schon immer ... :pfeifend:

rohkost am stück scheint von der konsistenz her einfach indiskutabel zu sein. püriert geht manchmal ... er tut mir inzwischen zumindest den gefallen zu probieren (d.h. er leckt am apfelstück, um es dann auf meinen teller zu legen). ich werde total neidisch, wenn ich lese, dass kinder zwischendurch mal apfel, birne, tomate, paprika essen. dabei kennt er die ganzen sachen und kann sie benennen und sogar als obst oder gemüse zuordnen ...

naja, vielleicht gibt es sich irgendwann. dass er wirklich bei uns mitisst, ist auch noch nicht lange der fall. vorher hat er eigentlich nur kartoffelbrei oder zerquetschte kartoffeln gegessen. wir waren schon froh, als er irgendwann mal pommes mit ketchup probiert hat. nicht, dass ich das für eine ideale ernährung halte, aber es versetzt uns in die lage, endlich mal wieder essen gehen zu können. pommes gibt es selbst bei unserem thailänder, der ansonsten keine kindertauglichen gerichte hat :pfeifend:

Hoppypoppy
09.02.2011, 14:38
Kindertauglich, das ist klasse! Das ist ein Wort, das Alex nicht kennt.
Er isst tatsählich gerne scharf :knatsch: Keine Ahnung, ob das für ihn gesund ist... aber ich denke mal, in den Dosen, sollte es passen.
Ansonsten hat er uns bisher vor dem Kinderessen im Restaurant bewahrt, weil er eben alles mitisst... solange es nicht hier am Tisch serviert wird.
Vielleicht wird er mal Restauranttester :freches grinsen:

janetto
09.02.2011, 20:16
Ich komme hier echt ins Grübeln, wenn ich lese das Alex sogar Thai ißt :ahoi: Hoppy. Ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, sowas mal wieder zu kochen, weil ich gleich im vornherein denke: das isst sie sicher nicht - und doppelt kochen will ich nicht.
Aber - am Wochenende werde ich mal wieder den Wok holen und etwas (nichts scharfes) kochen. Vielleicht überrascht sie mich ja und ißt das dann doch.

Mydara: Kinderkochbuch etc. alles da. Familienkochbuch etc. Aber wie geschrieben, ich schließe meist von vornherein vieles aus, dass werde ich jetzt mal sein lassen und experimentierfreudiger werden. Mein Kinderarzt hat schon vor ewigkeiten gesagt: sie kann jetzt alles essen - auch exotisches. Und die Einstellung fand ich auch gut, hab sie aber nicht so komplett umgesetzt.
und das mit der Mettwurst kenn ich hier auch. War ne zeitlang total doof, dann hat sie die "gefressen" :freches grinsen: und dann war es plötzlich fleischsalat, den sie sich so mit der gabel reingezogen hat.
Und Nudeln gehen hier auch erst seit neuestem - seit sie die selbst mit der Gabel aufspießt - vorher wurden die absolut verschmäht.
Und Salat hab ich ihr z.B. auch noch nie angeboten!

Charleys.Tante: Puh, dann weiß ich auch nicht soo wirklich weiter. Rohkost ist ja sicher auch nicht jedermanns sache, aber iirgendwas muss er doch an Obst auch mögen. Apfel ist hier auch nicht der Renner. Dafür Banane, Mandarine und Blaubeeren - die könnte sie den ganzen Tag essen.
Hast Du denn auch alle Obst sorten durch? Ananas hab ich sie mal im Supermarkt probieren lassen, die fand sie auch toll - wäre ich im leben nicht drauf gekommen!

charleys.tante
09.02.2011, 20:46
das mettwurstglas wurde hier auch schon ausgelöffelt :ooooh:

und chinapfanne geht auch - aber die sojasprossen werden feinsäuberlich raussortiert :gegen die wand:

banane geht manchmal ... ananas: zu sauer, mandarine wohl auch (dabei ist beides nicht wirklich sauer, sondern eher erfrischend) - blaubeeren, erdbeeren, himbeeren werden gar nicht probiert - sehen vermutlich komisch aus, weintrauben nur angeleckt, gemüse: zu hart ... wobei, das sind alles nur vermutungen - er sagt nicht, warum er das nicht isst - verzieht nur das gesicht und/oder sagt 'schmeckt nicht' ... naja, ich hoffe, das gibt sich irgendwann. vielleicht wird es im sommer besser, wenn es wieder mehr obst gibt. derzeit ist die auswahl ja auch nicht so groß ...

merkwürdigerweise ist er ein suppenkasper. er futtert jede suppe weg (sofern die püriert ist). hühnersuppe, kartoffelsuppe, kürbissuppe, bohnensuppe, linsen hab ich mich noch nicht getraut - wenn ich so drüber nachdenke ... vermutlich ist es wirklich die konsistenz von rohkost ... *kopfkratz*

ich muss mich übrigens auch oft überwinden, ihm ganz neue sachen anzubieten. gerade auch wenn wir irgendwo essen gehen. ich hab dann wenig lust, seinen komplett vollen teller wieder zurückzugeben ... dabei kann das bei pommes auch passieren ...

Wiesenkraut
09.02.2011, 20:51
@Charleys.Tante
ich hab da vielleicht noch eine Idee, für die es aber noch mindestens 2 Monate Geduld braucht.
Als meine Großen noch ziemlich klein waren so 3 oder 4 war ich mit denen oft Erdbeeren selbst pflücken. Irgendwann hatten wir da auch einen Spielkameraden von meiner Tochter dabei, der genau wie meine Kids mehr Erdbeeren aß als pflückte.
Die Mama war sehr erstaunt, da der Kleine bis dahin auch jegliche Form an Obst verweigert hat. Sie war dann auch noch ein paar mal Erdbeeren pflücken und ab da wurden Erdbeeren gegessen. Johannesbeeren hatte wohl der Opa im Garten und auch die gingen dann.
Vielleicht habt ihr ja auch die Möglichkeit irgendwo Erdbeerfelder mal aufzusuchen oder im Bekanntenkreis jemand wo man das Obst vom Strauch/Baum flücken und naschen kann.

Was Gemüse betrifft, so hat meine Große das bis vor ein paar Jahren verweigert. Inzwischen - so seit sie 10 oder 11 ist, ißt sie ein paar Sorten roh (Tomaten, Paprika Möhren). GEkocht wird es auch noch immer und überall rausgeangelt, selbst die kleinsten STückchen, da wäre ich viel zu faul und von mir hat sie das sicher auch nicht ich sterbe für Obst und Gemüse.

Immerhin hat sie Obst gegessen, von daher konnte ich das fehlende Gemüse akzeptieren.

Familientisch:
nachdem ich bei meiner SchwiMutter gesehen hab, dass die mittags teilweise 3 verschiedene Gerichte gekocht hat, weil irgendwer irgendwas nicht aß, war mir klar das tu ich mir nicht an.
Der Große war lang mäkelig und schwierig im Essen. Die Große aß alles was der (ältere) Bruder auf dem Teller hatte (zu Beginn auch Gemüse). Beide aßen recht früh sehr merkwürdige Sachen. Mit das erste was der Große aß war Knoblauchkäse (und so roch er auch mit 10 Monaten :freches grinsen:). Seit sie ca 2 Jahre (ich kanns nicht meht genau sagen aber so darum kommts hin) waren haben sie normal mit uns mitgegessen. Chili gabs dann halt wenig(er) scharf und wir kochten ein paar Jahre mit Kräutern statt mit Salz.
Alles musste mindestens einmal probiert werden. Wenn wer bei einem Essen gar nichts fand was er mochte durfte er/sie sich zur Essenszeit ein Brot machen. Erlaubt waren Käse, vegetarischer Aufstrich und Wurst als Belag, alle süßen Aufstriche nur zum Frühstück.
Was immer erlaubt war und immmer zur freien Verfügung stand war Obst. Nicht selten haben die Kids dann auch statt dem Abendessen das mal wieder "schmeckt nicht" war auch zu Banane oder Apfel gegriffen. Obst gabs auch ausserhalb der festen Essenzeiten, aber nicht mehr nach dem Zähneputzen, so dass die Kids wenn sie das Abendessen verweigert hatten noch ca 1/2 -1h hatten festzustellen, dass sie doch Hunger hatten und dann zu Obst greifen konnten.
So halt ich es bis heute. Die Große ist nach wie vor kein gekochtes Gemüse, mag keine Kartoffeln und isst dann endweder das was es ausser dem gibt oder schmiert sich ein Brot bzw ißt Obst. Der Große ißt inzwischen pflegeleicht und futtert uns, wie es sich für einen 16 Jährigen wohl gehört die Haare vom Kopf und eigentlich alles.

Ulani
09.02.2011, 21:22
klingt hart, aber am vollen tisch verhungert kein kind, das weiß ich inzwischen.


Danke! Den Spruch hänge ich mir über unseren Küchentisch!:freches grinsen:

Genauso sehe ich das auch!

Mein Sohn (17 Monate alt) ist ein furchtbarer Esser. Von Anfang an völlig unberechenbar. Was an einem Tag gierig verschlungen wird, wird beim nächsten Mal evtl. total verschmäht. Irgendwann hab ich es einfach entnervt aufgegeben. Jetzt wird gegessen was auf den Tisch kommt. Ich mach's so: Ich koche was uns schmeckt, nicht zu scharf eben und der Sohn isst entweder mit oder nicht.
Wenn er überhaupt nichts davon isst, biete ich ihm genau eine Alternative an (meist eine Laugenstange oder Brot mit Butter), isst er das auch nicht - dann gibt es nix! Dann kann der Hunger nicht so groß sein. Basta.:knatsch:
Seit ich das konsequent durchziehe, habe ich das Gefühl, dass es langsam besser wird.

Rezeptvorschlag:
Lasagne mit einer Füllung aus 250g Rinderhack (krümmelig angebraten), 2 Zwiebeln, 200g Ricotta, 1 Eigelb, 2 klein gewürfelte Toastbrote, übergossen mit 400 ml stückiger Tomatensoße + Kräutern und überbacken mit Käse.
Das haut er gerade rein wie nix und sagt dabei immer genüsslich: "Hmmmmmmm"!:freches grinsen:

xanidae
09.02.2011, 22:06
schmuggelsoße:

diverse gemüse klein schneiden und anbraten. dazu tomaten aus der dose gehackt. nach geschmack würzen und pürieren/passieren.

hier ist ein rezept für zucchinikuchen (http://bfriends.brigitte.de/foren/4531308-post13.html). sehr lecker.

es gibt hier ein forum, das heißt rezepte für kinder (http://bfriends.brigitte.de/foren/rezepte-fuer-kinder/). vielleicht ist da noch was dabei.

Nijntje74
09.02.2011, 22:31
Nur eine schnelle Anmerkung zum Obst:
Nicht dass man mit Ausprobieren aufhören sollte, aber mein Mann hat als Kind auch Obst verweigert und kann bis heute ausser Bananen kein Obst runterbekommen! (mir völlig unverständlich, hm, lecker Obst. Aber ist bei ihm wirklich keine Anstellerei, er ist neuem und ungewöhnlcihen Essen aufgeschlossen, nur Obst geht nicht)
Meine Schwiegermutter erzählt immer noch, dass sie damals schon echt verzweifelt war, alles probiert hat, den Kinderarzt befragt hat... Der meinte dann recht gelassen, solange der Kleine (Vollkorn-)Brot esse, solle sie sich keine Sorgen machen, irgendwann würde sich das schon diversifizieren. Hat's auch bis auf das Obst...(und Beeren ernten helfen hat bei ihm auch nicht geholfen) Trotzdem ist er gesund, fit, sportlich usw. aufgewachsen.

Uns wär's trotzdem lieber, wenn unser Sohn irgendwann auch Obst isst :lachen:

Krokodil
09.02.2011, 23:05
Mir geht es auch so, dass ich immer wieder die gleichen Sachen koche. Und mich auch danach richte, was die Kleine (4,5) gerne isst.

Mit 2-3 Jahren hat sie sehr gerne Salat gegessen. Es mussten aber die Zwiebeln aussortiert werden. Inzwischen isst sie nur noch selten Salat. Puerierte Suppen kommen bei uns meistens gut an, da kann man dann noch Kaesetoast dazu essen.

Im Kindergarten haben sie mal Obstspiesschen selbst gemacht, mit Schaschlikspiesschen und Weintrauben, Bananen, Apfelstueckchen etc. Vielleicht hilft das bei Kindern, die nicht gerne Obst essen. Ich kenne uebrigens auch eine erwachsene Frau, die keinerlei Obst essen kann. Kriegt sie nicht runter.

Rohkost (meistens Moehren und Tomaten) stehen bei uns fast jeden Tag mit auf dem Esstisch.

Wir essen gerne Tortilla Wraps, da brate ich Huehnchen an und es gibt kleingeschnittenen Salat, Tomaten, Gurken, geriebenen Kaese, saure Sahne etc dazu. Dann kann sich jeder seinen Wrap nach Belieben fuellen. Koennen schon Zweijaehrige.

Bei Pizza mache ich immer eine Ecke mit nur Tomate und Kaese, auf den Rest kommt alles, was die Eltern moegen.

Ich habe uebrigens die Erfahrung gemacht, dass das stets propagierte "mitkochen lassen" nicht dazu fuehrt, dass meine Tochter besser isst. Sie hilft gerne beim Kochen (z.B. Pizza), kratzt dann aber nachher doch alles runter, was sie nicht mag.

Inaktiver User
10.02.2011, 10:31
die erkenntnis, daß keiner vor vollem teller verhungert kam bei mir erst nach und nach. ich musste mir in den "verzeifelten" esssituationen immer wieder mantraartig vorbeten, daß ...*siehe oben*...

unsere beiden essen sehr gern obst und gemüse, ein anderes kind aus dem kindergarten überhaupt nicht. ich hatte mal eine tüte trockenobst (mangos) in der tasche und da hat selbst das obstverweigererkind reingehauen, sehr zum erstaunen der mutter. vielleicht ist das ja was?

myDara
10.02.2011, 10:47
janetto mit dem selber aufspießen sagst du was: alles was bei uns mit der gabe gegessen werden kann (spiral nudeln, fleisch in kleine stücke geschnitten, reis wenn er so klebrig dass er am löffel hält, gemüse das man aufpicken kann, käsewürfel etc. etc. etc) sind der renner! einfach weil er es "selbst" machen kann, und das ist grad ganz groß im rennen!

unlängst hatten wir auch obst dass er normal gar nicht so gerne mag (ich glaube es waren ananas oder erdbeeren) auf alle fälle konnte er es selbst aufpicken und das hat ihm so gefallen dass er eine ganz schüssel voll davon vermampft hat:liebe:

wie stehen denn deine kinder zu joghurt/früchtequark? ist zwar ernährungstechnisch jetzt nicht ganz so doll aber wenn unser laurenz krank ist mag er (komischerweise) nur milchbrot und fruchtzwerge! ist mir dann immer noch lieber er isst sowas als er geht ganz ohne essen ins bett!

ich selbst war übrigens ein fürchterlicher selektiver esser die ersten jahre, meine mutter ist oft verzweifelt weil ich nur: nudelsuppe mit wiener würstchen, salzstangerl mit butter und schoko essen wollte (und noch ein paar so dinge wie süsse pfannkuchen was ja ernährungstechnisch auch top ist)...aber irgendwie bin ich auch ohne krassem vitaminmangel groß geworden (und krank war ich seltener als unser mini me)

milchstern
10.02.2011, 10:56
Ich kann nur bestätigen, dass Kinder heute dies und morgen das essen. Unsere beiden Söhne (3 und 1) essen in der KiTa fast alles. Zu Hause oft auch und dann wieder phasenweise eher weniger. Der Grosse hat schon ganz früh alles gefressen (anders kann man das wirklich nicht nennen) - was er bis heute verweigert sind Paprika, roh und gekocht. Rohkost ist er eigentlich sowieso nicht, bis auf Gurken, die lieben beide (ich vermute weil es die regelmässig in der KiTa gibt), bei uns stehen also immer Gurken auf dem Tisch. Andere Sachen gehen nur in bestimmten Kombinationen: beide lieben z.B. Nudeln mit Möhren (die schneide ich klein, stecke sie 3 min. in die Mikro und gebe sie dann dem Nudelwasser hinzu) mit Pesto. Das geht IMMER! (Danke Bigsi für den Tipp mit Reis und Zucchini - muss ich unbedingt versuchen!)

CT: bei deiner Frage kam mir noch Stomp in den Sinn - aber das hast du ja schon versucht. Jedenfalls gibt es das bei uns auch oft. Kartoffeln mit einer Dose Erbsen und Möhren gestampft und dazu irgendwas mit Sosse - wird geliebt. Von allen.

Wir kochen eigentlich so wie wir essen wollen, und wenn sie es nicht essen, gibt es Brot. Fertig!

charleys.tante
11.02.2011, 13:47
bevor der strang in der versenkung verschwindet, wollte ich noch mal danke für eure tipps sagen. und danke an die strangeröffnerin, dass ich meine frage hier mit einbringen konnte.

ich habe in den letzten drei tagen mal wieder etwas neues ausprobiert ... sozusagen eine radikalkur: IMMER, wenn mein sohn gegessen hat, habe ich mich daneben gesetzt und ausschließlich rohkost gegessen. ich fand das durchaus entbehrungsreich - ausschließlich obst und gemüse muss wirklich nicht sien - aber ich kann ja dann auch noch auf der arbeit frühstücken oder wenn er schläft.

das resultat: er hat gestern zum ersten mal gesagt: 'auch apfel haben!' - hat tatsächlich ein stückchen gegessen und dann gequakt 'mehr!' zwei kleine scheiben hat er geknabbert! das ist die sensation des jahrhunderts. heute dasselbe spiel mit banane - die er allerdings im großen stück wollte und dann wie einen maiskolben abgeknabbert hat - aber man ist ja tolerant :pfeifend: der durchbruch war das sicher nicht - es werden vermutlich noch einige äpfel in meinem mund verschwinden - aber ist ja gesund.

und alle anderen tipps werde ich auch beherzigen. (das obstpflücken finde ich auch eine tolle idee!) vielleicht hilft das eine oder andere. der gestrige apfelerfolg hat einen echten motivationsschub verursacht. (wenngleich ich hoffe, mich irgendwann wieder normal ernähren zu können ... :pfeifend:)

deju
11.02.2011, 14:38
@ Charleys.Tante - Richtig, weiter so !
Ganz beliebt ist in dem Alter auch - zu Hause ess ich das nicht, aber wenn es andere Kinder essen, dann will ich auch !
Wir hatten gestern eine Bekannte mit Tochter da und siehe da - die Kleine hat zum ersten Mal Apfel probiert und von der Mandarine wollte sie noch eine 2. haben.
Manchmal kommt es auch einfach nur auf die Form an, da könntest du auch variieren.... wir schneiden z.B. die Gurke in Würfel, die Weinbeeren darf sie sich selbst von der Traube abzupfen, Obststückchen kann man super mit einem Partypiekser essen usw..
Und natürlich schmeckt selbst gepflücktes Obst viel besser...

janetto
12.02.2011, 19:48
Charleys Tante: Kein Problem - dafür sollte ein Strang doch sein, dass jeder seine Problemchen schildert und mehrere Erfolg haben. Schön das es bei Euch schon erste Erfolge gab. Bei uns in der Krabbelgruppe gabs Donnerstag mal wieder Weintrauben, meine Tochter hat sie einem anderen Mädchen nachher weggegessen, bei uns waren die nicht so der Hit. Jetzt ja. Habe Freitag dann auch wieder welche gekauft und ihr die in eine kleine Dose getan. Damit lief sie sofort glücklich durchs Haus, hat sich in den Wintergarten gesetzt und alle glücklich aufgemampft. Hab sie erst wieder gesehen, als sie mit der leeren Dose in die Küche kam und "alle" sagte. :freches grinsen:

Ich kann nur nochmal bestätigen, dass die Geschmäcker sich anscheinend in dem Alter noch rasant wieder ändern. Blumenkohl war sonst immer total in, Freitag gab es Blumenkohl, Kartoffel Auflauf und sie hat kaum was gegessen :knatsch:
Heut gab es Wok (suuuuuper lecker, mit Brokkoli, Wurzeln, Paprika, Huhn und einer Soja und Erdnusbuttersoße) und dazu Reis (wer Interesse am Rezept hat nur Bescheid sagen) und sie hat gefressen :freches grinsen: Reis wie verrückt, obwohl sie den sonst immer doof fand. So kanns gehen :lachen:

deju
13.02.2011, 13:19
@ Janetto - Ja, ich möchte gern das Rezept für dein Wokgericht. Entweder als PN oder du postest hier, dann habens alle direkt gleichzeitig.

Reis läuft bei uns derzeit auch super gut, seitdem sie das mit dem Löffel raushat und nicht mehr alles runterfällt !

Allgemein hab ich aber auch die Erfahrung gemacht, daß mein Kind eher etwas verweigert, wenn ich zu viele Komponenten auf einmal anbiete. Also z.B. mache ich Kartoffelbrei mit blanchierten Möhren mag sie das total. Gibt es allerdings dazu Fisch / Würstchen etc. bleibe ich auf den Möhren sitzen und der Kartoffelbrei ist auch noch lang nicht so der Renner.
Gibts das bei euch anderen auch ?

Inaktiver User
13.02.2011, 13:41
Allgemein hab ich aber auch die Erfahrung gemacht, daß mein Kind eher etwas verweigert, wenn ich zu viele Komponenten auf einmal anbiete. Also z.B. mache ich Kartoffelbrei mit blanchierten Möhren mag sie das total. Gibt es allerdings dazu Fisch / Würstchen etc. bleibe ich auf den Möhren sitzen und der Kartoffelbrei ist auch noch lang nicht so der Renner.
Gibts das bei euch anderen auch ?

Ja. Daher wird bei uns bei Tisch durchaus mittlerweile ein wenig getrickst... und es kommt nicht mehr die gesamte Mahlzeit gleichzeitig auf den Tisch, sondern erst das, von dem ich möchte, dass meine Kinder zumindest ein bisschen was essen... und das, wovon sie sowieso nicht genug kriegen können, gibt es dann erst nachher. Erspart uns auch die Diskussion "iss doch auch was vom Gemüse"...
und es gibt auch immer nur sehr kleine Portionen vom "Leckeren" auf den Teller - und mehr gibt es nur, wenn auch das Gemüse weniger wird.
(natürlich nicht nach dem Motto: erst muss alles auf dem Teller gegessen werden, falls etwas drauf ist, was er an diesem Tag einfach nicht so mag. )
Funktioniert aber auch nicht immer, Kinder sind ja schlau....

Xanidae, du hattest vor kurzem so einen tollen Artikel gepostet zum Thema Essen und Kinder - der würde hierher vielleicht auch passen?

Allerdings kann ich ansonsten wenig beisteuern, weil meine Jungs zwar immer wieder Phasen haben, wo Gemüse oder Obst komplett abgelehnt wird, aber sie insgesamt recht vernünftig und unkompliziert essen. Da ist es auch vieeel leichter die ganzen guten Tipps wie "bleiben Sie gelassen blabla" zu berücksichtigen, als wenn man wirklich jede Erbse als Erfolg zählen muss...

Inaktiver User
13.02.2011, 13:42
Ach so, noch ein "Tipp" zum Reis:
meine LIEBEN Risotto. Also leider natürlich nicht den echten mit Wein, sondern nur mit Brühe... aber das kann man toll mit dem Löffel essen, weil es ja klebrig ist, und jede Menge Gemüse kann man außerdem unterbringen...

xanidae
13.02.2011, 14:25
hibbeline meinst du den: klick (http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_Haeufige_Probleme/s_517.html) ? auf der seite familienhandbuch.de finden sich zu vielen themen sehr interessante und anregende artikel.

hier der, in meinen augen wichtigste teil, daraus:



Eltern müssen wissen

Babies und Kleinkinder wissen im Allgemeinen sehr genau, was sie brauchen und was Ihnen gut tut. Einen gestillten Säugling zu überfüttern ist fast unmöglich. D.h.: Lassen Sie Ihr Kind selbst bestimmen, wann und wieviel es essen möchte. In der Regel essen Kinder einmal mehr und dann wieder weniger. Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Ihr Kind an manchen Tagen weniger als sonst isst und zwingen Sie Ihre Kind nicht zum Essen. Viele Essstörungen entstehen, weil das natürliche Hunger- und Sättigungsgefühl schon frühzeitig abtrainiert wurde. Sie brauchen sich auch keine Sorgen zu machen, wenn ihr Kind phasenweise mehr isst. Solange Sie Ihrem Kind eine vernünftige Mischkost anbieten ist die Wahrscheinlichkeit, dass es übergewichtig wird oder zuwenig bekommt, nicht wirklich groß. Vermeiden Sie so gut es irgend geht Stress bei den Mahlzeiten. Genervte Eltern, die explodieren, weil ihr Kind das liebevoll zubereitete Essen nicht essen will, schaden mehr als sie nutzen.


Grundsätzliches

Essen ist kein Erziehungsmittel und darf als solches nicht instrumentalisiert werden! Also belohnen oder trösten Sie Ihre Kinder nicht mit Essen. Die Versuchung, einem weinenden Kind schnell eine kleine Süßigkeit in den Mund zu stopfen ist groß, aber damit erlernt das Kind nur, sich selbst mit Essen zu trösten. Zuwendung und Nähe sind wesentlich effektiver! Versuchen Sie auch umgekehrt nicht, Ihr Kind mit Zwang zum Essen zu bringen. Aussprüche wie "Wenn du nicht aufisst, darfst du nicht fernsehen" (oder : "Wenn du aufisst darfst du fernsehen!"...) führen sehr leicht dorthin, wo Ihr Kind verlernt entsprechend seiner eigenen Bedürfnisse und inneren Impulse zu handeln. Das gleiche gilt, wenn Ihr Kind bereits an einer Essstörung leidet. Weder Überfürsorglichkeit noch Gewalt führen zum Ziel. Suchen Sie bei einer geeigneten Beratungsstelle Hilfe und versuchen Sie gemeinsam mit allem Familienmitgliedern Essen zu dem werden zu lassen was es ist, ein Ritual des Zusammenlebens, bei dem die grundlegendsten Bedürfnisse gestillt werden. Zuwendung, Nähe, Zeit und Zärtlichkeit sind ein ganz wichtiger Schlüssel zum Glück!

Wiesenkraut
13.02.2011, 16:41
hm ich muss nun auch noch mal
@charleys tante
wie war denn das am Anfang der Beikost. Meine Kleine hat ja eh schon gezickt, als es an Beikost ging (vermutlich lags am Zahn) mit dem ersten Zahn wurde es besser. Was bisher gar nicht ging ist Fleisch egal in welch geringen Mengen. Seit nun einer Woche wird noch zusätzlich Gemüse verweigert. Erst gekocht nun auch roh und egal welches.
Ich stille noch soll/darf aber wegen völlig wunden Vorhöfen nur noch nachts stillen, damit das ganze tags wenigstens nicht schlimmer wird.
Nun hab ich etwas Sorge wg Eisen. Und eine Dauerernährung aus Obst/Getreide Brot und bisher Frischkäse (Wiener würden auch gehen wenn sie denn denn dürfte, das willl ich wg Salz und sonstigen Zusatzstoffen nicht) ziemlich einseitig.
Was hast du denn dann gefüttert? Bis jetzt scheint dein Zwerg ja das Fehlen von Obst und Gemüse überlebt zu haben. Vielleicht hast du ja da noch Fütterideen die ich bisher nicht hatte :pfeifend:

charleys.tante
13.02.2011, 22:44
danke für das zitat xanidae!

das hier war von anfang an mein großes problem!


Genervte Eltern, die explodieren, weil ihr Kind das liebevoll zubereitete Essen nicht essen will, schaden mehr als sie nutzen.

ich bin am anfang wirklich an die decke gegangen, wenn mein selbstgekochter brei durch die gegend flog. fortan gab es nur noch gläschen - da fiel es mir komischerweise leichter, den unberührten brei wegzuwerfen. heute funktioniert das nur, weil ich in aller regel nur einmal koche. dann schmeckt es wenigstens dem c-onkel :pfeifend:

ich werde nach wie vor fuchsig, wenn mit essen geworfen wird, wenn besteck oder teller durch die gegend fliegen ... ich glaube, da bin ich zu streng (und mein sohn weiß ganz genau, dass das ein wunder punkt ist :pfeifend:)

wiesenkraut: die ernährungsgewohnheiten meines sohnes waren von anfang an etwas extravagant. wäre er nicht gut genährt und (wie mir die kinderärztin mehrfach versichert hat) kerngesund, hätte ich grund gehabt, mir sorgen zu machen.

ich musste wegen einer dringenden OP aufhören zu stillen als er 9 monate alt war. er hat keine fläschchen getrunken ... diese verweigerung hat er bis zum schluss durchgehalten. (die erste milch gab es erst wieder, als er aus dem becher trinken konnte und ich mich getraut habe, ihm ganz normale supermarktmilch zu geben.) ansonsten hab ich sehr stark verdünnen apfelsaft angeboten und irgendwann auch in ihn reinbekommen, manchmal etwas tee. es gab aber phasen, in denen er so gut wie nichts getrunken hat. ich habe das kind, bis es ein jahr alt wurde größtenteils mit milchbrei (griesbrei und hirsebrei, letzterer soll etwas eisen enthalten, sicher bin ich mir nicht) und birnenmus ernährt. brei war die einzige chance, milch und flüssigkeit in ihn reinzukriegen, birne war das einzige obst, das er (püriert) eigentlich immer mochte. an gemüse ging ausschließlich kürbis (den ich auch oft mit gries angedickt habe), möhre manchmal ... mehr gab es nicht.

fleisch ging GAR nicht. selbstgekochtes habe ich nicht klein genug bekommen, das zeug aus dem glas hat er selbst in homöopathischen mengen rausgeschmeckt. was ich verstehen kann ... es riecht tatsächlich ein wenig nach hundefutter ...

kurz gesagt: ich habe keine fütterideen, bin aber mit meinem pragmatismus ganz gut gefahren. als er ca. 12 monate alt war, hat er nach und nach mit uns mitgegessen. (im kiga isst er seitdem auch das normale essen mit - angeblich ist er dort ein guter esser, nächste woche ist elterngespräch, ich muss mal nachhaken, ob das immer noch so ist - denn bei obst/gemüse hapert es auch dort, er sammelt sogar die pflaumen aus dem pflaumenkuchen :pfeifend:) fleisch isst er erst seit er ca. 18 monate alt ist. zunächst sogar nur fisch, inzwischen hühnchen, bratwurst und wiener.

edit: mir fällt gerade ein: das berühmte leberwurstbrot ging schon etwas eher. könnte sogar auch mit 12 monaten gewesen sein. das ist nach wie vor die einzige wurst, die er aufs brot isst - ansonsten nur butter ... nicht mal frischkäse mag er ...

alles gute für deine brüste - das klingt sehr aua!


ansonsten: meine rohkost'diät' geht weiter ... ich wollte ohnehin abnehmen :pfeifend:

Inaktiver User
13.02.2011, 23:05
Mein Enkel, der in diesem Jahr immerhin fünf wird, isst zu Hause immer noch nicht vom Familientisch mit. Im Kindergarten ist es kein Problem, dort wird alles gegessen, was man ihm vorsetzt. Mein Sohn vermutet, dass es daran liegt, dass der Kleine im Kindergarten nur Kinder essen sieht, die er als seinesgleichen ansieht. Zu Hause gibts ja nur Mama und Papa, die sind erwachsen und das was die essen ist nichts für ihn.

myDara
14.02.2011, 08:40
@charleys-tante: also mit tellern und essen und besteck herumwerfen oder spielen ist bei uns aber auch sowas von nicht erlaubt. da gehe ich auch an die decke! sobald er mit dem zeugs zum spielen anfängt ist es weg (für mich ein zeichen dass er satt ist oder gar keinen hunger hat). ich finde das hat auch nichts mit lockerheit am tisch zu tun!

@ina: und wie isst dein enkel dann mit fünf wenn er nicht am familientisch isst?

janetto
14.02.2011, 11:40
Asia Hähnchen aus dem Wok
1 Knoblauchzehe
1 TL Sambal Oelek
6-7 EL Sojasoße, 3 EL Öl
400-500 g Hähnchenfilet
500 g Broccoli, Salz
150 g Maiskölbchen (frisch oder a. d. Glas)
2-3 mittelgroße Möhren
2 große Paprikaschoten (z. B. rot)
3-4 Lauchzwiebeln
250 g Basmati-Reis
3 EL cremige Erdnussbutter
Zubereitung
1. Knoblauch schälen, hacken. Mit 1/4 TL Sambal Oelek,
2. EL Sojasoße und 1 EL Öl verrühren. Fleisch waschen, trockentupfen. In Streifen schneiden, mit der Marinade mischen. Zugedeckt ca. 30 Minuten ziehen lassen.
2. Broccoli putzen, waschen und in kleine Röschen teilen. In wenig kochendem Salzwasser zugedeckt ca. 3 Minuten dünsten. Abtropfen lassen.
3. Frisches Gemüse putzen bzw. schälen und waschen. Maiskölbchen längs halbieren. Möhren in dünne Scheiben oder Stifte schneiden. Paprika und Lauchzwiebeln in Streifen oder kleine Stücke schneiden.
4. Reis in gut 1/2 l kochendes Salzwasser geben. Zugedeckt bei schwacher Hitze ca. 20 Minuten ausquellen lassen.
5. Wok oder eine große Pfanne erhitzen. Fleisch samt Marinade darin unter Wenden kräftig braten, herausnehmen. 2 EL Öl im Wok erhitzen. Möhren, Paprika, Mais und Zwiebeln darin unter Rühren ca. 5 Minuten braten, herausnehmen. Broccoli im Bratfett ca. 3 Minuten braten, herausnehmen.
6. 4-5 EL Sojasoße, Rest Sambal Oelek, Erdnussbutter und knapp 1/4 l Wasser zugeben. Aufkochen. Das gesamte Gemüse und Fleisch wieder zugeben und ca. 2 Minuten köcheln. Abschmecken. Alles mit Reis anrichten und mit Petersilie garnieren.

Ich habe Knobi und Sambal Olek weggelassen. Es hat allen (auch den großen Söhnen meines Freundes, die sonst totale Gemüsemuffel sind) suuuper lecker geschmeckt. Viel Spaß beim
Nachkochen.
Hab nicht mehr Zeit - bin auf der Arbeit :blumengabe:

deju
14.02.2011, 13:38
@ Janetto - Danke, das hört sich sehr lecker an; nun muß ich nur noch hier in der Provinz die Erdnußbutter finden :freches grinsen:

@ Ina - Das würde mich jetzt auch interessieren - was bekommt dein Enkel zu essen ?

Wir praktizieren hier auch keinen richtigen Familientisch, weil mein Mann mittags in der Firma ißt und am Wochenende nur abends gegen 20 Uhr essen möchte ( er ist Spätaufsteher... ).
Also koche ich die ganze Woche nur für die Maus und mich, und dann eher einfache Sachen, die sie auch mag.
Manchmal bekomme ich echt nen richtigen Jieper auf "Erwachsenen-Essen" oder auch nen Döner und Co..
Allerdings bekommt mir das Kinderessen recht gut ( hab einen Reizdarm und Probleme mit div. Gewürzen ), der Gastroenterologe hat mir da stark zugeraten.
Nur Samstags wird mittags gemeinsam gegessen, da gibts schon seit einem halben Jahr immer Eierkuchen / Pfannkuchen.

@ MyDara und Charleys Tante -

also mit tellern und essen und besteck herumwerfen oder spielen ist bei uns aber auch sowas von nicht erlaubt. da gehe ich auch an die decke! sobald er mit dem zeugs zum spielen anfängt ist es weg (für mich ein zeichen dass er satt ist oder gar keinen hunger hat). ich finde das hat auch nichts mit lockerheit am tisch zu tun!


Herumwerfen ist bei uns auch tabu, aber spielen gehört doch auch dazu, oder nicht ?

Unsere Kleine hat das Familienessen am Anfang mit den Händen gegessen - und das sehr gern ! Erst als sie es sich bei mir abgeschaut hat und selbst einen Löffel oder Gabel wollte, hat sie diese auch bekommen.
Die wird während des Essens auch schonmal weggelegt, rumgereicht - es wird meine große Gabel angefordert, dann gibt sie sie mir wieder usw.. Manchmal mag sie auch noch zwischendurch gefüttert werden, manchmal füttert sie mich mit den Dingen auf dem Teller, die sie nicht mag. Wir albern auch schonmal beim Essen rum, das find ich echt nicht schlimm. Und ein Zeichen daß sie satt ist, ist es bei uns nicht.

Vielleicht solltet ihr das doch ein bißchen lockerer sehen ? Dann würde Essen nicht mit Zwang verbunden, sondern mit Neugier und Spaß !

Gruß deju

myDara
14.02.2011, 13:54
deju mit nicht mit essen spielen meinte ich dass ich es nicht toleriere dass es zu boden geworfen wird. füttern, gabel ausprobieren, essen genau anschauen bevor es in den mund kommt ist bei und natürlich auch erlaubt und total normal!

aber würde er es runterwerfen würd ich schon aufstand machen!

deju
14.02.2011, 13:56
Da hast du wohl recht... hier wird nur geworfen, wenn die Katze zu arg maunzt und bettelt - und nur wenn von Mama das o.k. kommt :freches grinsen:. Sonst bekäme die arme Mau wahrscheinlich nur Gemüse und Käse zu essen, also alles was gerade nicht so der Renner ist.

charleys.tante
14.02.2011, 14:00
danke für das rezept, janetto!!! klingt sehr lecker.


Vielleicht solltet ihr das doch ein bißchen lockerer sehen ? Dann würde Essen nicht mit Zwang verbunden, sondern mit Neugier und Spaß !


klar ... lockerheit ist immer gut. das ist ja genau das problem, dass ich an einigen stellen nicht über meinen schatten springen kann ... während ich an (den meisten) anderen stellen wirklich geduld und humor habe.

unser essen läuft jetzt auch nicht so gemaßregelt ab, wie sich das mancher jetzt vielleicht vorstellt. wir haben viel spaß beim essen, lachen, unterhalten uns und kaspern auch manchmal rum ... solange das essen dabei nicht aus dem mund fällt, ist das okay. gespielt (also mit spielzeug) wird nicht. spielen mit besteck ... kommt drauf an. ich will nicht, dass er sein messer in den mund oder irgendwo anders hin steckt (dabei passiert zwar nichts, weil es ein kindermesser ist - aber gewisse tabus kann man ja schon mal einführen). ich will auch nicht, dass er seine gabel auf den tisch knallt. dann kriegt der holztisch nämlich unschöne dellen :pfeifend: und wenn er anfängt, sein essen von A nach B zu sortieren oder es auf fremde teller verteilt, dann ist er tatsächlich satt. meist verkündet er dann auch, dass er fertig ist.

aber ich denke, dass ich ihn manchmal zu sehr anfahre, wenn mal was runterfällt, weil er z.b. einfach nur geträumt hat oder anders abgelenkt war. da finde ich mein verhalten wirklich sehr verbesserungswürdig ... und ich muss sagen: er isst (rein technisch) wirklich sehr gut, weil er schon so lange im kindergarten ist. er trinkt aus dem becher, ohne dass ein tropfen danebengeht. löffel und gabel sind gar kein problem. abends darf er jetzt hin und wieder sein brot selber schmieren. klappt nicht wirklich, aber er stellt sich gar nicht so dumm an, finde ich ...

Inaktiver User
14.02.2011, 23:09
Ja was isst mein Enkel eigentlich zu Hause? Das frag ich mich auch manchmal. Wir haben ja wenig Kontakt, weil die drei 450 kilometer weit weg wohnen. Eigentlich sehen wir uns nur, wenn wir mal zufällig alle in Berlin bei den Schwiegereltern zusammentreffen. Laut Erzählen meines Sohnes gibts immer noch viel Gläschen und so Kindermenues. Manchmal auch Wiener Würstchen, die er allerdings nur durchkaut und dann ausspuckt. Obst und Gemüse geht gar nicht, es wird auch nur in den Mund genommen und dann ausgespuckt. Viel viel süsses, Kinderriegel, Müsliriegel, so kleine Yes-Törtchen. Aber kein süsser Milchreis oder ähnliches, was Kinder sonst eigentlich gerne essen, da vermute ich eher, dass mein Sohn ihm das nicht gibt, weil er das selbst schon immer verabscheut hat. Jetzt fällt mir auch ein, dass auch mein Sohn als Kind eigentlich so gut wie kein Gemüse oder Obst gegessen hat.

Allerdings ist mein Enkel auch kein einfaches Kind, letztes Jahr wurde frühkindlicher Autismus diagnostiziert. Jedes Einführen von anderen Dingen, auch Essen mit anderem Aussehen, Geschmack oder Konsistenz führt zu unüberbrückbaren Konflikten. Konsequenz hilft da nicht viel und auch um sich selbst zu schützen gibts dann manchmal jeden Morgen Yes-Törtchen. *seuf*