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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie geht ihr mit der Trotzphase um?



myDara
05.02.2011, 19:20
Liebe Mitmamis trotzender Kinder,

wahrscheinlich gehört das Thema eher in die Rubrik Erziehung aber nachdem ich schon so oft liebe und super Antworten von euch bekommen poste ich jetzt doch einfach mal hier. Und hoffe auf viele Antworten, Mitfühlende, Mamas in der selben Situation etc...

Der Titel ist ja schon die Frage, unser Kleiner :Sonne: ist jetzt fast zwei Jahre an und ist ach wie wunderbar richt doll im Trotzalter angekommen. Wie geht ihr damit um? Gibt es Tipps und Tricks? Was geht in den Kleinen Köpfen vor und wie kann ich ihm (und mir!!!!) durch diese teilweise sehr anstrengende Zeit helfen?!

Es beginnt um sieben Uhr in der Früh dass beim Anziehen/Windelwechseln gebrüllt und rebelliert wird als hätte er extremste Schmerzen. Im Ernst jetzt, ich war sogar schon beim Kia weil ich Sorge hatte er hat einen Leistenbrucht oder so und es sind Schmerzen aber in Wirklichkeit dreht er wohl nur durch weil er da so fremdbestimmt ist. Er weint (echte Tränen), schreit und schlägt um sich als gäbe es kein Morgen!
Also bin ich meistens um sieben Uhr früh das erste Mal Schweissgebadet und nervlich strapaziert:smirksmile:

Dann ist natürlich alles doof was er nicht haben darf (Fernbedienung, Gabel, Schere, Messer, Handy etc.) und wird angebrüllt!

Natürlich ist auch alles besonders doof was Erwachsene nicht erlauben (nein wir schütten nicht das Wasserglas am Parkettboden aus, Nein wir lassen das Teller am Tisch stehen und pfeffern es nicht zu boden, und NEIN die Treppe wird auch nciht alleine bestiegen)....Anordnungen (besonders wenn sie etwas lauter sind) werden mit schrillem Gebrüll beantwortet gefolgt von schlechtem Gewissen seinerseits was dann dazu führt dass er herkkomt mir die Wange tätschelt und mich angrinst (vermutlich um rauszufinden wie sauer ich wirklich bin)

Ja und so zieht sich die Liste an Situationen natürich fort....

Wie versuche ich zu reagieren, damit umzugehen:

Einerseits versuche ich bei meinen Prinzipien zu bleiben was natürlich nicht immer einfach ist (oftmals ist es einfach bequem in Ruhe kochen zu können während er die Fernbedienung auseinandernnimmt)....dann versuche ich Ansagen auch immer relativ konsequent zu sagen und knapp zu halten, Vorwarnungen nur einmal (wenn du nicht aufhörst mit der Gabel auf den Tisch zu hämmern ist sie weg!).
Andererseits versuche ich aber auch ihn (wo möglich) in Entscheidungen miteinfießen zu lassen sodass er auch das Gefühl hat er kann gewisse Dinge entscheiden. Oftmals sind das nur einfache Dinge (er darf bestimmen welche Jacke, Bodie etc) er anziehen darf, aber man merkt dann auch das es ihn freut wenn Mama mal das tut was er sagt....

So ist jetzt lang geworden, freue mich auf Stories von euch!

Linchen80
05.02.2011, 21:46
Liebe Dara,

nur ganz kurz, muss gleich wieder weg. Also, mein Kleiner ist zwar noch nicht im klassischen Trotzalter (ist erst knapp 15 Monate), aber aus beruflichem und privatem Interesse habe ich mich bereits mit diesem Thema bzw. insgesamt mit Entwicklungspsychologie beschäftigt. Und ich muss sagen, im Netz gibt es eine Seite zur Kleinkindpsychologie, die aus meiner Sicht richtig, richtig gut ist. Und zwar bei "Rund ums Baby". Da gibts so Expertenforen, unter anderem von einem Dr. Posth. Der ist total klasse! Er hat einen langen Aufsatz zur frühkindlichen Entwicklung des Bewusstseins (eben mit Nein-Sagen, Trotz, Loslösung usw.) verfasst, der dort in seinem Forum zu finden ist. Er ist teilweise unter Verwendung von Fachtermini geschrieben und nicht immer einfach zu lesen, aber es lohnt sich! :blumengabe: (Finde ich zumindest. :smirksmile:)

Dies für jetzt. Vielleicht später mehr. Liebe Grüße!

Linchen

Wiesenkraut
05.02.2011, 22:19
*gg ich bin warscheinlich der falsche Ansprechpartner, weil ich das einfach nur lustig fand.
Jedesmal wenn mein kleiner Wutknopf vor lauter Ärger rot wurde (weil er den Einkaufswagen eben nicht mit allem vollhäufen durfte oder oder oder) und sich dann im Geschäft teilweise auch auf den Boden warf, musste ich mich rumdrehen damit er nicht sieht das ich lachen muss:pfeifend:
Meine große Tochter war da geschickter, die trotze vor allen bei den Großeltern, die sich in Grund und Boden schämten im Geschäft:freches grinsen:

Was hab ich gemacht?
meine Große hatte die für mich unangenehmsten Trotzaktionen morgens wenns ums anziehen ging. Sie hatte bestimmte Sachen im Kopf und wenn sie die nicht anziehen konnte/durfte, weil z.b in der Wäsche oder absolut nicht jahreszeitenentsprechend gabs nen Tobsuchtsanfall mit beissen und allem ws so dazu gehört. Versteht sich von selbst, dass ich es eilig hatte (musste meinen mann auf die Arbeit bringen, damit ich tags das Auto hab), so dass es einiges an erbitterten Kämpfen gab.
Wieder mal schweissgebadet im Kindergarten angekommen, meinte die Erzieherin "schnappen sie sich bei nächster Gelegenheit die Klamotten und bringen sie sie einfach im Schlafanzug". Das ganze war 2 mal nötig, danach überlegten wir abends was sie am nächsten Tag anziehen möchte und das Thema hatte sich gegessen.

Ansonsten bin ich nach meinem Bauch vorgegangen. Der Große z.b brauchte einfach ein paar Minuten Ruhe um sich zu fangen. Den hab ich geschnappt in sein Zimmer gesetzt, wo er sich auf die "Wutmatraze" geworfen hat und mit den Fäustchen getrommelt. Entweder schlief er dann ein oder kam ein paar Minuten später raus mit den Worten "Mama Arm" - einmal drücken und gut.

Die Große ist bei der Methode richtig ausgetickt (sie hat uns ungelogen obwohl die Tür nur bei war nicht zu und schon gar nicht abgesperrt, aus lauter Wut eine Delle reingetreten, bei ihr ging dafür festhalten sehr gut. Sie hat sich da auch gar nicht wirklich gewehrt, festhalten und warten bis das ganze vorrüber war.

Bei fast allem hab ich versucht zu überlegen, ist das ganze nun einen Aufstand wert oder nicht. Wenns Sachen waren die nicht lohnten aufzuregen hab ichs versucht zu lassen (klar jeder hat ein rotes Tuch auf das er reagiert). Bei Sachen die uns wirklich wichtig waren ruhig und bestimmt auf Einhaltung bestanden. Eine große Tüte Humor und Geduld gekauft :pfeifend:
Bei Sachen die immer wieder zu Trotzanfällen geführt haben, haben wir gemeinsam versucht Regeln zu finden.
z.b
- Kleider am vorabend gemeinsam raussuchen. Dann allerdings wurden diese auch angezogen.
- beim Einkaufen die Kids "einkaufen lassen" (sprich "schau mal ob du Butter findest und bring mir ein Päcken")
- bei Wutanfällen weil irgendwas nicht so klappte wie gewünscht getröstet oder sich eben austoben lassen (je nach Kind) und dann angeboten es gemeinsam zu probieren.


Insgesamt war die Trotzphase bei uns aber recht harmlos, warscheinlich weil Mama das ganze so zum schmunzeln fand und die Kids das denk ich merken.

Ähnlich läufts nun wo beide in der Pubertät sind. Zicken, komische Wünsche (Haare blau färben, in die Hose Löcher schneiden" liefen bei mir ins leere. Die Große schaffts trotzdem mich zur Weisglut zu bringen. Sie hat nun Weltschmerz, alle sind ja sooo schlecht und ihr gehts am allerdreckigsten. Da tick ich dann schon aus.
Aber Trotz und Grenzen testen ..da freu ich mich bei der Kleinen drauf.

Inaktiver User
05.02.2011, 22:37
ich sehe es absolut wie wiesenkraut.
bei den beiden großen war ich wohl noch zu jung und unerfahren und konnte nicht so recht mit der trotzphase umgehen, vor allem weil sie beide recht dicht beieianderlagen vom alter her (2 jahre altersunterschied).
bei nummer drei bin ich auch viel gelassener an die sache herangegangen. und das hat ungemein geholfen.
ausbocken, sich beruhigen lassen, klare ansagen machen.
allerdings hatte ich bei ihm auch das glück, dass ich nicht arbeiten musste und somit zeitlich keinen stress hatte. und die großen sind in der schule. ich hatte/habe also alle zeit für ihn, die ich brauche (morgens).
nachmittags haben wir da schon eher stress (therapien vom jüngsten, hobby der großen). und dann ist es manchmal auch ein ziemlicher drahtseilakt.
ich würde wie wiesenkraut auch möglichst die vermeidungstaktik nutzen.

ansonsten ist es wirklich super wichtig, dass man selbst ruhig bleibt.
das überträgt sich auf die kinder.
(natürlich hab ich das auch beim jüngsten nicht immer geschafft, aber eben fast immer. und es klappt noch immer sehr gut.)

wünsche dir starke nerven! :freches grinsen:

Talea1982
06.02.2011, 00:13
*gg ich bin warscheinlich der falsche Ansprechpartner, weil ich das einfach nur lustig fand.
Jedesmal wenn mein kleiner Wutknopf vor lauter Ärger rot wurde (weil er den Einkaufswagen eben nicht mit allem vollhäufen durfte oder oder oder) und sich dann im Geschäft teilweise auch auf den Boden warf, musste ich mich rumdrehen damit er nicht sieht das ich lachen muss:pfeifend:
Meine große Tochter war da geschickter, die trotze vor allen bei den Großeltern, die sich in Grund und Boden schämten im Geschäft:freches grinsen:

Was hab ich gemacht?
meine Große hatte die für mich unangenehmsten Trotzaktionen morgens wenns ums anziehen ging. Sie hatte bestimmte Sachen im Kopf und wenn sie die nicht anziehen konnte/durfte, weil z.b in der Wäsche oder absolut nicht jahreszeitenentsprechend gabs nen Tobsuchtsanfall mit beissen und allem ws so dazu gehört. Versteht sich von selbst, dass ich es eilig hatte (musste meinen mann auf die Arbeit bringen, damit ich tags das Auto hab), so dass es einiges an erbitterten Kämpfen gab.
Wieder mal schweissgebadet im Kindergarten angekommen, meinte die Erzieherin "schnappen sie sich bei nächster Gelegenheit die Klamotten und bringen sie sie einfach im Schlafanzug". Das ganze war 2 mal nötig, danach überlegten wir abends was sie am nächsten Tag anziehen möchte und das Thema hatte sich gegessen.

Ansonsten bin ich nach meinem Bauch vorgegangen. Der Große z.b brauchte einfach ein paar Minuten Ruhe um sich zu fangen. Den hab ich geschnappt in sein Zimmer gesetzt, wo er sich auf die "Wutmatraze" geworfen hat und mit den Fäustchen getrommelt. Entweder schlief er dann ein oder kam ein paar Minuten später raus mit den Worten "Mama Arm" - einmal drücken und gut.

Die Große ist bei der Methode richtig ausgetickt (sie hat uns ungelogen obwohl die Tür nur bei war nicht zu und schon gar nicht abgesperrt, aus lauter Wut eine Delle reingetreten, bei ihr ging dafür festhalten sehr gut. Sie hat sich da auch gar nicht wirklich gewehrt, festhalten und warten bis das ganze vorrüber war.

Bei fast allem hab ich versucht zu überlegen, ist das ganze nun einen Aufstand wert oder nicht. Wenns Sachen waren die nicht lohnten aufzuregen hab ichs versucht zu lassen (klar jeder hat ein rotes Tuch auf das er reagiert). Bei Sachen die uns wirklich wichtig waren ruhig und bestimmt auf Einhaltung bestanden. Eine große Tüte Humor und Geduld gekauft :pfeifend:
Bei Sachen die immer wieder zu Trotzanfällen geführt haben, haben wir gemeinsam versucht Regeln zu finden.
z.b
- Kleider am vorabend gemeinsam raussuchen. Dann allerdings wurden diese auch angezogen.
- beim Einkaufen die Kids "einkaufen lassen" (sprich "schau mal ob du Butter findest und bring mir ein Päcken")
- bei Wutanfällen weil irgendwas nicht so klappte wie gewünscht getröstet oder sich eben austoben lassen (je nach Kind) und dann angeboten es gemeinsam zu probieren.


Insgesamt war die Trotzphase bei uns aber recht harmlos, warscheinlich weil Mama das ganze so zum schmunzeln fand und die Kids das denk ich merken.

Ähnlich läufts nun wo beide in der Pubertät sind. Zicken, komische Wünsche (Haare blau färben, in die Hose Löcher schneiden" liefen bei mir ins leere. Die Große schaffts trotzdem mich zur Weisglut zu bringen. Sie hat nun Weltschmerz, alle sind ja sooo schlecht und ihr gehts am allerdreckigsten. Da tick ich dann schon aus.
Aber Trotz und Grenzen testen ..da freu ich mich bei der Kleinen drauf.


:liebe: Tolle Einstellung und sollte es einmal bei uns soweit sein, dann denke ich an deine Worte zurück:blumengabe: Klasse!

Inaktiver User
06.02.2011, 10:29
Hallo Ihr Mamis,

willkommen im Club. Unsere Tochter, 2,5 Jahre, wälzt sich momentan drinnen wie draußen vor Trotz auf dem Boden, wenn ihr was nicht passt. Und ich, als gemeine Mutter, ignoriere sie einfach und gehe aus dem Zimmer oder ein paar Schritte weiter und schau sie nicht mehr an. Nach einer Minute (spätestens) sage ich dann: So, ich gehe jetzt allein weiter/ins Bad/in den Kindergarten/auf den Spielplatz und habe innerhalb von Sekunden ein lammfrommes Kind neben mir.

@myDara: Das sind wirklich keine Schmerzensschreie sondern Zorn und Trotz. Da müssen alle durch und die echten Tränen können genauso schnell versiegen wie sie kommen. ;-) Der Kleine testet, wie weit er gehen kann. Je weniger man darauf eingeht umso besser. Wenn er auf dem Wickeltisch schreit, erzähl ganz ruhig irgendwas von seiner Oma/seinem Lieblingsteddy/vom Papa, egal ob erfunden oder passiert. Irgendwann merkt er, dass das Geschrei nicht zieht und es legt sich.

Grüßle, Barbara

Tasmanina
06.02.2011, 10:50
ich bin da sehr bei wiese.


einige regeln, die sehr strikt sind, die sie auch kennt die begründet sind und die auch einzuhalten sind- von allen, also auch von den eltern!


dann eben sachen, worauf ich bestehe, wo ich mir aber mein kind anschaue und mitschwinge. zum beispiel: bei einem totmüden kind bestehe ich auf´s zähneputzen (der schnuller geht nämlich nicht in den stinkigen mund... :pfeifend:), aber putze dann eben schneller und muss nix ausreizen.

das ist dann so ein kompromiss, den nur ich merke und sie nicht.


bei anderen dingen darf sie dann halt mitbestimmen. die frage "wer wäscht sich zuerst, du oder ich?" rettet bei uns morgens leben. :freches grinsen:


ich umschiffe vieles, die welt ist für die mäuse in dem alter auch so anstrengend genug, da muss ich nicht auch noch die schokolade offen hinlegen, wenn sie gerade nix haben dürfte. oder, bei euch: tu die fernbedienung halt weg, wenn er nicht drandarf.


ich halte trotz für gesund und richtig und wichtig. und wo sonst sollen sie alles rauslassen dürfen, als bei ihren eltern? sie lösen sich von uns und wollen gleichzeitig ganz nah bei uns sein. doofe michung und seeehr anstrengend, für alle.


schau, was ihm gut tut. da musst du selber rausfinden, was er annimmt.


isolieren finde ich bei so einer kleinen maus noch zu früh.

meine tochter kann da auch heute noch null mit umgehen mit fast 3 1/2. sie fühlt sich dann verletzt, merkt man richtig.


überleg die das "nein!" vorher gut, komm nicht in den strudel, immer nur alles zu verbieten, lass ihn mal machen, gib ihm kompetenzen.


dr posth ist toll, lesen!


schau mal hier, da kann man auch viel rausziehen finde ich:

Alternativen zur Bestrafung (http://www.rabeneltern.org/index.php?option=com_content&view=article&id=201:alternativen-zur-bestrafung&catid=75:rabenmuetter-tipps&Itemid=89)



naja, und durchhalten halt. :freches grinsen:

myDara
06.02.2011, 10:51
Wiesenkraut da sagst du was: natürlich bleibe ich ihm gegenüber (fast) immer ganz ruhig aber innerlich köchle ich schon mal gewaltig dann vor mich hin!
und das ist eher das was mich dann so fertig macht, das ich einfach total genervt bin! mein mann hat da echt die besseren nerven und kann das gebrüll besser hinnehmen!

bpfeifenroth: ignoration hilft bei uns noch kaum was, also in harmlosen situationen schon aber wenn er mal so richtig sauer auf den boden sitzt und weint dann ist schon meistens aus der situation raus nehmen und trösten angesagt (und eben auch anbieten dass wir es gemeinsam nochmal probieren oder eben was anderes machen)....ablenken am wickeltisch bringt bei uns gar nix, die einzige möglichkeit ist hinter uns bringen und warten bis die phase vorbei ist. treten oder beissen tut er ja gott sei dank gar nicht aber alleine das gebrülle treibt mir ab und an schon den schweiss auf die stirn!


ich denke unserer kleiner ist halt oft auch frustriert weil er sich n och nicht so ausdrücken kann wie er will (mit dem reden ists noch nicht so weit her) und ich hoffe schon auf ein bisschen besserung wenn er dann auch ganz klar sagen kann was er will. oft steht er vor mir und brabbelt in der wildestens babysprache vor sich hin, und ich versteh einfach KEIN wort:freches grinsen:

Wiesenkraut
06.02.2011, 12:51
myDara ich war da auch nicht immer wirklich gelassen (wäre bei meinem Temprament auch eher verwunderlich:pfeifend:). Wie oben schon geschrieben das Kleiderproblem morgens war durch den Zeitdruck ein wirkliches Kampfthema und ich fühlte mich so hilflos. Aber oft sinds die kleinen Sachen die dann helfen.
In dem Fall das Angebot der Erzieherin die Große dort einfach anzuziehen. Kam mir zwar merkwürdig vor und ich war nicht sicher ob ich das wirlich tun soll- die Kleine im Schlafanzug in den Kindergarten bringen, sorgte aber tatsächlich für die Entspannung die nötig war, dass wir einen Kompromiss (Kleider abends zusammen suchen) finden konnten.

Was mir halt zugute kam ist wirklich dass ich es super spannend fand wie die Kleinen einen eigenen Willen eigene Vorlieben entwickelten also zu Persönlichkeiten wurden und auch versuchten das umzusetzen. Vor dem Hintergrund wird jeder Wutanfall eine wertvolle Entwicklung, wenn die Situation gerade stressfrei ist :smirksmile:.

Ein dickes Fell braucht man glaub ich auch noch, ich versteh bis heute nicht warum X erwachsene im Geschäft meinen bei einem kleinen Wutknopf sich noch unbedingt einmischen zu müssen, das ist für die Beteidigten schon so anstrengend da müssen schlaue Komentare nicht noch sein. Als Eltern hilft da nur Scheuklappen aufsetzen, Ohren auf durchzug stellen :pfeifend:

myDara
06.02.2011, 19:45
Absolut Wiese! die Entwicklung gerade in diesen Monaten ist der Wahnsinn! So kann mein Kleiner mittlerweile richtig böse gucken (so mit Augenbrauen hochziehen und Schmollmund) wenn Mama nein sagt und seine gesamte Mimik und Art sich auszudrücken verändert sich jetzt rasend! (er kann auch ganz doll mit mir schimpfen in Worten die ich überhaupt nicht versteh aber die Tonlage und Mimik ist ganz eindeutig:freches grinsen:)

Ich gebe ja auch zu dass ich oft den Kopf wegdrehen muss und mir in die Lippe beisse damit ich nicht ganz laut loslache wenn er sich so doll über was ärgert....:pfeifend:

Tasmanina, da sprichst du was an: Sachen wegräumen, ja das probier ich auch immer wieder mehr oder weniger erfolgreich! Aber ich weiss oft schon gar nicht mehr wo ich die Sachen noch hintun soll! Mini Me kommt mittlerweile einfach überall rauf und ran, öffnet tlw. auch alleine Türen, Laden, Schränke und es ist halt alles was man nicht machen soll soooooooooooooooooooooooooo interessant und wird :smirksmile: Unlängst hat er zb. geschafft die laufende (!!!) Waschmaschine zu öffnen, KEINE Ahnung wie er das gemacht hat (Gott sei Dank war das Ding grad erst am lostarten) und ich habs ein paar Minuten später gemerkt...


Naja zusammenfassend find ichs halt oft schade dass ich aufgrund so Trotzanfällen oder Protestgeschrei mittlerweile einfach echt oft genervt bin und das eigentlich ja sehr schöne Alter gar nicht genießen kann....


...könnte natürlich auch sein dass ich aufgrund der neuen SS grad nervlich zarter beseitet bin?:peinlich:

Wiesenkraut
06.02.2011, 20:25
Absolut Wiese! die Entwicklung gerade in diesen Monaten ist der Wahnsinn! So kann mein Kleiner mittlerweile richtig böse gucken (so mit Augenbrauen hochziehen und Schmollmund)haha da sprichst du was an was ich fast vergessen hab, bis ich das las. Ich hab den Großen so mit 2 *grübel mal beobachtet wie er böse gucken vor dem Spiegel "geübt" hat. Ich weiss nicht ob es ein bewußtes Üben war, jedenfalls hat er diverse Gesichtsausdrücke vor dem Spiegel ausgelebt die ich kurz später präsentiert bekam. Da hat dann auch kein Wegdrehen mehr genutzt, ich bin lautlachend rausgeplatzt. Was der Große überhaupt gar :pfeifend:nicht schön fand

edit:

...könnte natürlich auch sein dass ich aufgrund der neuen SS grad nervlich zarter beseitet bin?:peinlich:hey das hab ich fast überlesen. Glückwunsch! u
nd das kann nicht nur sein, da bin ich fast sicher. Meine Großen sind 2 Jahre und 3 Monate auseinander und die ersten Trotzanzeichen des Großen fielen in die SS, da gabs auch alles meinerseits von in Tränen ausbrechen (wie soll ich das nur schaffen) über wirklich sauer werden (meist mit anschließend schlechtem Gewissen und oder Tränen)bis hin zu locker drüber wegsehen. du bist also entschuldigt:freches grinsen:

Tasmanina
06.02.2011, 20:35
die große guckt gerne mal extra böse, damit ich sie dann auffordere, mal in ihrem shirt zu suchen, ob da ein schöneres und freundlicheres gesicht drin ist. :freches grinsen: (also kopf ins shirt, um dann freundlich guckend wieder rauszukommen.)

manchmal kommen erst noch immer "fiesere" gesichter raus.

Inaktiver User
07.02.2011, 07:36
Hallo MyDara,

Unsere Kinder sind ja etwa im selben alter und Trotz fing bei uns schon kurz nach dem ersten Geburtstag an.:Sonne:

Soweit so gut, man kann unterschiedlich mit umgehen, ich geb ehrlich zu am anfang habe ich immer reagiert weil ich es noch aus seiner Babyzeit gewöhnt war dass er geweint hat wenn was fehlte (Schmerz, Hunger, durst, etc.) aber nun kam der #trotz dazu. Mittlerweile kann ich ihn da prima brüllen lassen kommt oft mal vor, er stellt sich dann stocksteifg hin und streckt sein dickes Bäuchlein raus, es läuft Rotz und Wasser und suppt innerhalb von Sekunden den Pullover voll (Klasse grad jetzt bei dem Wetter)

Ich lass ihn wie gesagt brüllen und bin bei ihm, rede aber ncht auf ihn ein da hab ich beobachtet dass er sich noch mehr hochschaukelt dadurch. auch nicht auf den Arm nehmen oder so. So vergeht son wutanfall recht schnell und sobald er sich beruhigt hat kommt er schmusen.

Was mir wichtig ist: klare Regeln. Ihm in seinem alter muss man noch alles vorgeben er orientiert sich doch daran. Ich frag z.Bsp. nie was er denn anziehen möchte er glotzt mich dann an wie ein Schaf und es kommt eh nix. Werd dies auch nicht weiter vertiefen dass er später dann nicht auf die Idee kommt hier bestimmen zu wollen, hab da enorm heftige Erfahrungen bei meinem Neffen der tyrannisiert seine Familie regelrecht nur weil er schon ab dem ersten moment mitbestimmen durfte. (der wurde schon im Brabbelalter gefragt: Willst du das oder das? oder lieber das anziehen?) Neeee!:blumengabe:

Kindergartenkinder können einfach noch keine entscheidungen treffen.

Nochwas zur Treppe. Wir haben eine Treppe im Haus und wir üben seit er sicher laufen kann treppen steigen. Das ist mir lieber als es ihm zu verbieten. Er weiß dass er dort nur an der Hand rauf und runter steigen darf.
Es klappt immer besser.

Letizia73
07.02.2011, 08:51
Absolut zu empfehlen:
"das glücklichste Kleinkind der Welt" von Dr. Karp. Gibts auch als DVD (danach kannst du sofort loslegen. Buch hab ich auch zur Vertiefung). Der erste Band "das glücklichste Baby der Welt" hat mir mein Leben schon enorm erleichtert. Das zweite funktioniert wieder und alle sind entspannter. Mein Sohn hat fast keine Anfälle mehr und wenn dann sind siezt den Anweisungen schnell vorbei. Ein Segen!

myDara
07.02.2011, 08:58
Tasmanina den Link von dir haben wir uns gestern noch angesehen und da hab ich einiges hilfreiches draus rausgezogen. Letzte Woche hatten wir zb wieder die Situation wo er ein Glas Wasser auf den Boden geleert hat (ich will ihm nix unterstellen dass er das jetzt absichtlich macht oder es ist passiert aber naja eigentlich kann er schon so gut trinken dass das eben nicht nur so passiert und vor allem guckt er sich dann selber auch immer so beim ausschütten zu und plantscht dann drin rum und so...). Auf alle Fälle hat mich das tierisch geärgert und ich hab ziemlich rumgemosert und beim aufwischen geschimpft! Was zur Folge hatte dass er bitterlich geweint hat. Rückblickend dachte ich mir jetzt (nach lesen des textes): hey es war nur ein glas wasser, hätte auch gereicht ihm zu sagen er soll aufpassen anstatt da so nen elefanten draus zu machen!

Wiese ja ich sehs auch so: ich bin entschuldigt! das werden ja noch lustige 6 monate!

angorafrosch wie alt sind denn deine kinder? bzw. wie weit auseinander? mir graut ja (winke winke zu wiese) schon auch ein bisschen davor ein trotzdendes kleinkind und einen frischling:knatsch: aber es muss ja auch bald wieder mal besser werden....


Auf jeden Fall hatten wir gestern Abend noch so eine klassische Situation wo ich nicht wirklich weiss was ich tun soll: wir sind heimgekommen vom spazieren: ausziehen ist sowieso schon mal doof aber das haben wir gut hinteruns gebracht aber dann hat mein mann ihn einfach in den flur gestellt (na der erlaubt sich aber auch was :freches grinsen:) damit wir uns auch ausziehen können, hände waschen etc. Das war dem jungen Herrn (warum auch immer) nicht recht und er fing sofort an zu brüllen, binnen einer Minute bildete sich dort wo er stand ein See! Herr Dara und ich haben uns nur kopfschüttelnd angeschaut, weiter unsere Dinge verrichtet und darauf gewartet dass er sich beruhigt.

Nach endlosen gefühlten 1000 Minuten in denen wir uns: hände gewaschen, Pyjama angezogen, Waschmaschine eingeschaltet, Trockner ausgeräumt haben (während er heftigst mittlerweile in seinen Tränen schwimmend im Vorzimmer stand) ist er dann zu Herrn Dara hin und wollte mit ins Wohnzimmer hoch und hat sich beruhigt. Ich frag mich da halt: Wozu ist das gut? Was geht da in dem Kleinen Kopf vor und wie reagiere ich richtig? Vor allem haben wir solche Situationen wirklich stündlich, oft öfter, das geht schon an die Nieren wenn man ein ganzes Wochenende beeinander ist:smirksmile:

myDara
07.02.2011, 08:59
Absolut zu empfehlen:
"das glücklichste Kleinkind der Welt" von Dr. Karp. Gibts auch als DVD (danach kannst du sofort loslegen. Buch hab ich auch zur Vertiefung). Der erste Band "das glücklichste Baby der Welt" hat mir mein Leben schon enorm erleichtert. Das zweite funktioniert wieder und alle sind entspannter. Mein Sohn hat fast keine Anfälle mehr und wenn dann sind siezt den Anweisungen schnell vorbei. Ein Segen!

Ha !!!das Baby Buch hab ich auch! Fand ich sehr toll, wenn auch etwas amerikanisch! Buch Nummer zwei wird sofort bestellt!

Was ich noch zu Treppe steigen sagen wollte: wir steigen ja auch mit ihm an der Hand die Treppe, aber ich hab keine Lust das Spiel S T U N D E N L A N G zu machen, Treppe rauf, Treppe runter, meistens reichen mir schon zwei Durchgängen und da kommt Junior aber erst richtig in Fahrt!

Wiesenkraut
07.02.2011, 09:19
Angorafrosch schrieb

Ich frag z.Bsp. nie was er denn anziehen möchte er glotzt mich dann an wie ein Schaf und es kommt eh nix. Werd dies auch nicht weiter vertiefen dass er später dann nicht auf die Idee kommt hier bestimmen zu wollen, hab da enorm heftige Erfahrungen bei meinem Neffen der tyrannisiert seine Familie regelrecht nur weil er schon ab dem ersten moment mitbestimmen durfte.*schmunzel* ich hab meine Tochter auch nie gefragt, auf die Idee wäre ich für nichts auf der Welt gekommen, denn ihr großer Bruder hat ja anstandslos angezogen, was ich ihm abends rausgelegt habe. Und gerade das ich nie gefragt habe, führte zu horrenden Wutanfällen. Ich hab die Sachen vom Stuhl geholt und es wurde losgetobt. Meine Tochter war da allerdings auch schon etwas über 2. Bei uns wurde es definitiv besser als ich sie mitentscheiden lies. So unterschiedlich sind die Kinder :smirksmile:


Kindergartenkinder können einfach noch keine entscheidungen treffen.auch hier hab ich komplett andere Erfahrungen gemacht und in alllen Kitas mit denen ich gearbeitet habe wurden Kinder dazu angehalten Entscheidungen selbst zu treffen
Kinder können vielleicht erstmal nicht ALLEIN entscheiden aber durchaus mitentscheiden. Das Beispiel Kleider lässt sich hier schön nehmen. Klar kann ich meine 2jährige Tochter nicht vor den Kleiderschrank stellen und fragen "na was willst du anziehen", sie würde im dicksten Winter vermutlich im Badeanzug gehen, wenn der ihr gerade gut gefällt.
Aber ich kann ihr durchaus ein jahreszeitlich entsprechendes Kleid und 2 Hosen (oder wie auch immer man da vorauswählt) hinlegen und fragen "welches davon möchtest du morgen anziehen". Danach wähl ich 3 dazu passende Oberteile aus und unter diesen darf sie wieder entscheiden.
Das hat super geklappt auch mit 2 und ich für meinen Teil finde es wichtig gerade Kinder in der Trotzphase (mit)entscheiden zu lassen

Beim Einkaufen das selbe. Ich hab nie getestet ob ich fragen kann "was magst du heute essen. " Aber die Frage magst du heute Blumenkohl, Möhren oder Zuchini kann auch eine 2jährige klar entscheiden. bvb

Im Kindergarten treffen Kinder täglich Entscheidungen. In der Freispielzeit werden sie aufgefordert sich etwas zu spielen zu suchen. Was sie spielen entscheiden die Kinder und nur wenn sie das ausnahmsweise mal nicht hinbekommen, sucht die Erzieherin ein Spiel MIT ihnen aus. Sie werden also immer noch an der Entscheidung beteidigt.


Nochwas zur Treppe. Wir haben eine Treppe im Haus und wir üben seit er sicher laufen kann treppen steigen. Das ist mir lieber als es ihm zu verbieten. Er weiß dass er dort nur an der Hand rauf und runter steigen darf.
Es klappt immer besser. so haben wirs beim Ersten auch gemacht. Die 2. war im Kinderturnen. Die Leiterin eine Sportstudentin mit Schwerpunkt Kindersport, die uns klar machte, dass zur Unfallvermeidung solche Sachen wie Treppen und aus dem Bett krabbeln am besten so früh wie möglich gelernt werden sollen (und dann natürlich auch nur im Beisein). So wie ein Kind erst krabbeln lernt und sitzen und aus der Höhe fällt um anschließend wenn es stehen kann schon ein bischen fallen zu können haben wir nach Anleitung der Sportstudentin meiner großen als sie sicher gekrabbelt ist und somit unsicher gestanden hat gezeigt wie sie rückwärts aus unsere Bett rauskommt und die Treppen rückwärts runterkrabbelt. Angefangen mit einer Stufe und langsam gesteigert. Mit 10 monaten kam sie so sowohl Bett als Treppe allein rückwärts sicher runter. Was beides nicht erlaubt war. Damals war die Treppe nicht in der Wohnung. Diesmal schon. Aus dem Bett klettern und vom Sofa runter fang ich jetzt hier langsam an ( 7 Monate steht mehr oder minder und krabbelt)

myDara
07.02.2011, 09:31
Also einfache Entscheidungen dürfen hier auch getroffen werden, oft sind das aber sogar nur JA/NEIN fragen: magst du einen Fruchtzwerg? oder: Möchtest du heute noch Enten füttern gehen?

Sachen die wirklich Entscheidungskompetenz brauchen: möchtest du karotten oder zuchini stehen bei uns auch noch nicht so an. Er sagt dann einfach JA und ich habe erst recht keine Ahnung ob er das eine das andere oder beides meint:freches grinsen:

Tasmanina
07.02.2011, 09:39
:ooooh: kindergartenkinder können nichts entscheiden?

das wär ja furchtbar, wenn das so wäre!

im kindergarten sind kinder zum teil sechs jahre alt, die können und müssen doch sachen entscheiden!

meine tochter war 1 1/2 und konnte und wollte schon mitentscheiden, was sie anzieht. gut, da war sie vielleicht sehr früh mit, aber wieso soll ich es ihr nicht erlauben?

lustigerweise ist sie nicht tyrannisch, sondern heute mit fast 3 1/2 sogar in der lage, sich die richtigen sachen auszusuchen. sie weiß zum beispiel, daß jetzt im winter kein shirt ohne was langes drunter angezogen wird.


ich stehe mit meinem kind auf einer stufe, aber ich habe die verantwortung.

sprich, sachen wie "welche schule/ welcher kindergarten" die treffe ich jetzt noch alleine.

ich frag sie aber, ob sie lust hat, heute nachmittag ihren freund zu besuchen. wenn nicht, dann fahren wir nicht.

klappt gut.

ich beobachte eher, daß kinder, die alles immer nur aufgedrückt bekommen und nichts mitentscheiden dürfen, irgendwann gegen alles wettern.


wir haben hier auch phasen, wo sie alles ausdiskutiert, immer das letzte wort haben mus, sehr anstrengend. :knatsch:

aber das gehört denke ich einfach zu einer normalen entwicklung dazu.


sie darf auch mal sauer sein und mich gemein finden, wenn ich was verbiete. ist ja auch aus ihrer sicht heraus gemein.

kinder müssen lernen, sich "zusammenzureißen". ganz ehrlich, an manchen tagen hätte ich theoretisch auch lust, jemand nervigen einfach anzuschreien. :pfeifend: mach ich aber natürlich nicht. :freches grinsen:


natürlich braucht ein kind grenzen. aber das geht auch ohne diktatur- gehabe der großen.


ich werd auch mal laut, ärger mich auch deutlich. wein und lach vor ihr. darf sie doch alles sehen, ist doch nur authentisch. trotzdem, ich bin immer noch die erwachsene und sie der dreijährige pupser. :freches grinsen:

Tigerente
07.02.2011, 09:40
Ein dickes Fell braucht man glaub ich auch noch, ich versteh bis heute nicht warum X erwachsene im Geschäft meinen bei einem kleinen Wutknopf sich noch unbedingt einmischen zu müssen, das ist für die Beteidigten schon so anstrengend da müssen schlaue Komentare nicht noch sein. Als Eltern hilft da nur Scheuklappen aufsetzen, Ohren auf durchzug stellen :pfeifend:

Wie recht Du hast. Mein "schönstes" Erlebnis (zum Glück trotzte mein Großer selten in Geschäften) war vor ca. einem halben Jahr ein Besuch bei C&A (Sohnemann war gerade 4 Jahre alt). Ich wollte ihm neue Sachen kaufen (musste es auch, weil er gewachsen war), und weil er oft meine Einkäufe zu Hause anzickte, dachte ich, ich nehme ihn mal mit. Großer Fehler. Er wollte gar nichts Neues, und fing an, jeden Einkauf anzuschreien ("nein, häng das zurück, ich will das nicht") ohne ihn überhaupt anzugucken. Ich dachte, na gut, nun sind wir hier, er braucht die Sachen wirklich, das ist mir jetzt egal, ich kaufe was. Da ist er so unglaublich durchgedreht, schrie mich ständig an, ich solle wieder dahin zurückgehen, wo ich war, genau den selben Weg (den weder er noch ich noch kannte), und ich wusste, ich kann jetzt gar nichts machen, außer die 20-30 min. abwarten, bis er sich wieder einkriegt.
Eine Frau meinte, ich solle mit dem Kind das Geschäft verlassen, sie würde sich gestört fühlen (Hallo, INnenstadt, egal wo ich hingehe, irgendwer fühlt sich immer gestört). Dabei saß sie nur rum und wartete auf jemanden, das hätte sie auch ein paar Meter weiter weg vom schreienden Kind tun können. Ich habe nur wahrheitsgemäß geantwortet, dass sicher jemand die Polizei ruft, wenn ich versuche, das schreiende Kind zu entfernen, denn dann schreit er so schlimm, dass alle glauben, ich tue ihm was an.
Eine andere Frau meinte, ich solle mich um mein Kind kümmern (ich kaufte weiter ein, weil er mich nur schlimmer anschrie, wenn ich ihm näher kam), der habe ich demonstriert, was passiert, wenn ich das versuche (es hat sie immerhin überzeugt).
Nur die Kassiererin grinste mich milde und verständnisvoll an, und als ich am nächsten Tag nochmal kam, um was vergessenes zu holen (alleine), sagte sie "nicht wahr, so ist es entspannter" und grinste.

Wiesenkraut
07.02.2011, 09:59
lustigerweise ist sie nicht tyrannisch, sondern heute mit fast 3 1/2 sogar in der lage, sich die richtigen sachen auszusuchen. sie weiß zum beispiel, daß jetzt im winter kein shirt ohne was langes drunter angezogen wird.

so war das bei uns auch, die Farbkombinationen waren teilweise für meinen Geschmack recht abenteuerlich (wenn ichs mir überleg hat sich daran nicht wirklich was geändert:pfeifend:) aber aus dem Mitentscheiden wird immer mehr selbst entscheiden und auch lernen was geht und was nicht.


ich beobachte eher, daß kinder, die alles immer nur aufgedrückt bekommen und nichts mitentscheiden dürfen, irgendwann gegen alles wettern.
jepp so kenn ich das auch.

Tigerente ich wurde auch mal aufgefordert von einer Dame die Kinderabteilung von H&M zu verlassen. Das Geschrei meiner Tochter würde ihren Einkauf stören. Da ärger ich mich heute noch (über 10 Jahre später) das mir die passende Antwort nicht eingefallen ist und ich nur mit Ignorieren reagieren konnte:smirksmile:

myDara schrieb

Sachen die wirklich Entscheidungskompetenz brauchen: möchtest du karotten oder zuchini stehen bei uns auch noch nicht so an. Er sagt dann einfach JA und ich habe erst recht keine Ahnung ob er das eine das andere oder beides meint:freches grinsen:
*lach* ok das ist dann auch schwierig:freches grinsen:

Tigerente
07.02.2011, 14:01
Mir fällt gerade spontan noch etwas ein, was mir die Trotzphase (beim Großen, 4,5 Jahre, dauert sie immer noch an bzw. flammt immer wieder auf, beim Kleinen, 1,5 Jahre, geht's jetzt fröhlich los) immer so schwer gemacht hat. Am Schlimmsten fand und finde ich immer die Sprüche von meiner Mutter (und anderen Menschen ihres Alters), dass das Geschrei "nicht normal" sei, und dass das ja nur das Produkt unserer schlechten Erziehung ist, dass wir ihm angeblich alles erlauben. Aha. Wenn wir ihm alles erlauben würden, müsste er ja wohl nicht schreien, oder?

Ich glaube, man steht das Ganze am besten durch, wenn man es als normalen Teil der Entwicklung akzeptiert, der wichtig ist, und unnötige Kämpfe am besten im Vorfeld vermeidet (wobei das von Kind zu Kind verschieden ist, was die unnötigen Kämpfe sind). Dann hat man Kraft für die wichtigen Kämpfe.

Es kommt auch so auf's Kind an. Mein Großer hat sehr lange nicht gesprochen (dann plötzlich von jetzt auf gleich sehr gut), da war ich so froh, als wir endlich weg waren von den unnötigen Nummern des Typs "ich will jetzt unbedingt was, aber ich kann irgendwie nicht kommunizieren, was" und nur noch bei den Nummern des Typs "ich will was anderes als Mama". Mein Kleiner spricht schon erstaunlich viel und kann sich wahnsinnig gut mitteilen, da schafft mich das gerade viel weniger, weil sich die Trotzanfälle auf echte Meinungsverschiedenheiten und Interessenkonflikte beschränken.

Inaktiver User
07.02.2011, 14:02
Ich glaube auch, dass sie mit dem Mitentscheiden so ihre Probleme haben. Manche Dinge sind für sie einfach - welches Buch lesen wir? - aber manchmal entscheide ich auch alleine, weil ich sonst nicht fertig werde, weil sie sich nicht entscheiden kann. Aber es kommt auch stark aufs Alter an, wieviel geht und wieviel nicht.

Inaktiver User
07.02.2011, 20:24
Aber es kommt auch stark aufs Alter an, wieviel geht und wieviel nicht.

Hey Muddies,

genau das meinte ich doch.
MyDara spricht von der Trotzphase eines 22 Monate alten Kindes. Ich spreche auch von einem Kind in diesem Alter!!!

Vergleiche mit 6-jährigen zu ziehen zu meinen empfehlungen passt dann nicht wirklich.
Mein bub ist schon im Kindergarten bis 3 und dort werden sie höchsten nach einfachen entscheidungen im spiel gefragt aber doch nicht ob man ihnen jetzt die windel wechseln darf oder was sie essen mögen.

Mein Kleiner isst G.s.D. sehr gern und ihm reicht essen wir Mittag? und er strahlt mir ein Jaaaaa entgegen. Zu fragen was bringt bei ihm rein garnix.
Kann in 2-3 monaten anders sein klaro.

@mydara: Ich habe nur ein Kind (reicht :smirksmile:) und der Kerl ist in dem Aler deines Jungen ungefähr siehe Signatur. Jetzt ein zweites Kind könnt ich mir nicht vorstellen aber du machst das schon.

Der Buchtipp klingt gut, werd ich mir mal ansehen und evtl. kaufen. Mir habe bisher die Bücher Babyjahre von Remo sehr gut geholfen alles etwas lockerer zu sehen.

Wiesenkraut
07.02.2011, 20:44
ok das sind für mich Krippekinder oder U3 Kinder Kindergarten ist 3-6, ändert aber nichts am Prinzip auch Entscheidung treffen will gelernt sein und fängt in meinen Augen beim Mitentscheiden z.b bei der Kleidungsfrage zwischen 18 und 24 Monate an.
Dann ist die Entscheidung eben nicht such dir was zu spielen sondern möchtest du x y oder z machen und ja ich bin nach wie vor überzeugt das können auch Kids die um die 2 sind schon oft.

myDara
08.02.2011, 08:16
@Angorafrosch: ja man wächst ja mit der Aufgabe:liebe:

Also Wiese vielleicht sind Buben da auch ein bisschen langsamer als Mädchen! Bei uns bringts nämlich auch gar nichts ihn mitentscheiden zu lassen was er anzieht, weil anziehen sowieso doof ist! Egal ob Bärchen Body oder Superman Body! Mag er einfach nicht.
Ich ziehe die Dinge wo ich ihn ohnehin nicht ablenken kann jetzt einfach durch und lasse sein Geschrei unkommentiert oder sage halt nur: das finde ich nicht notwendig dass du jetzt so rumbrüllst!
Wie gesagt das fängt beim Windelwechseln und Anziehen an und geht beim Zähneputzen weiter (was er bis vor ein paar Wochen noch wirklich gerne und brav gemacht hat).

Tasmanina
08.02.2011, 08:58
hmm, kindergartenkinder sind nunmal auch sechs jahre alt. darum meine aussage. meine tochter war mit 22 monaten noch kein kindergartenkind.

und eine "muddie", keine ahnung, vielleicht liegt´s an mir, da rollen sich mir die zehennägel hoch, klingt für mich etwas abwertend. schade.


mydara, es geht bei dem entscheiden- lassen doch einen großteil einfach nur darum, dem kind autonomie zuzugestehen, die es sich doch zu holen versucht durch´s totzen.

einfach dem kind das gefühl zu geben, es darf mitentscheiden.

und wenn es nur im passiven sprachgebrauch funktioniert, aber einfach das gefühl geben, es wird nicht nur "übergestülpt".


(von wegen entscheiden- können: meine tochter hat mit 22 monaten zu mir gesagt, sie will heute eine unterhose anhaben und keine windel mehr haben. öhm, ja. ich hab dann gedacht, okay, warum nicht. machen wir uns halt mal einen schönen tag zu hause und gehen nicht weg, wird wohl einige nasse klamotten geben. :freches grinsen: seitdem ist sie trocken, nur ein paar ganz wenige unfälle gab es seitdem. hätte ich da nicht auf sie "gehört" und ihr eine windel angezogen, wäre sie bestimmt sauer geworden und wäre nicht schon trocken gewesen. :freches grinsen:)

Tasmanina
08.02.2011, 09:03
Mir fällt gerade spontan noch etwas ein, was mir die Trotzphase (beim Großen, 4,5 Jahre, dauert sie immer noch an bzw. flammt immer wieder auf, beim Kleinen, 1,5 Jahre, geht's jetzt fröhlich los) immer so schwer gemacht hat. Am Schlimmsten fand und finde ich immer die Sprüche von meiner Mutter (und anderen Menschen ihres Alters), dass das Geschrei "nicht normal" sei, und dass das ja nur das Produkt unserer schlechten Erziehung ist, dass wir ihm angeblich alles erlauben. Aha. Wenn wir ihm alles erlauben würden, müsste er ja wohl nicht schreien, oder?

Ich glaube, man steht das Ganze am besten durch, wenn man es als normalen Teil der Entwicklung akzeptiert, der wichtig ist, und unnötige Kämpfe am besten im Vorfeld vermeidet (wobei das von Kind zu Kind verschieden ist, was die unnötigen Kämpfe sind). Dann hat man Kraft für die wichtigen Kämpfe.

ja, ein kind, was nicht trotzt, ist nicht normal, denke ich auch. gehört halt dazu, genau wie die pubertät später. *zitter* :freches grinsen:


ja, ältere leute sind super bei trotzenden kindern. :knatsch: meine tochter hat die meisten ihrer krassen ausraster zu hause. es kam von einem alten mann unterwegs (es ging um brötchen, fragt nicht genauer nach :pfeifend:), daß meine tochter verprügelt gehört. da kam von mir aber auch eine entsprechende böse reaktion, ich fand das dermaßen respektlos meinem kind gegenüber.

dann gäbe es so ein geschrei nämlich nicht, wenn sie mal ordentlich prügel bekäme. :grmpf:

myDara
08.02.2011, 09:50
Tasmanina, aber meiner scheint da noch nicht zu weit sein! Ich finds eh beeindruckend wenn deine Kleine da so ein Tempo vorlegt Also so von wegen Unterhose anziehen oder Windel, bei uns gehts eher darum dass er NICHT umgezogen werden will in der Früh (leider wurde mir in der Kita noch nie angeboten im Pyjama zu kommen) und dass er auch GAR NICHT Zähne putzen will! Ich frage ihn dann oft: Soll Mama putzen oder putzt du selber und es kommt nur: Nein! und er dreht den Kopf weg! Die Alternative GAR NICHT PUTZEN stellt sich aber gar nicht!
Wie geschrieben ich glaub er braucht da einfach noch ein bisschen in der Entwicklung bis er da differenzierter wird und eine Wahl trifft (klar er kann und darf schon entscheiden ob: dieses Buch oder Musik kören oder Enten füttern oder oder oder)...aber bei so Grundsatzdingen kann ich ihm die Entscheidung nicht lassen weil die Entscheidung immer NEIN wäre! (ist gerade unser Lieblingswort!)

Es wird hier zb. auch noch kaum Interesse am Klo gezeigt, (nein es stört ihn noch nichtmal wenn die Windel voll ist findet er besser als wechseln:freches grinsen:) also treibe ich da noch nichts in Richtung Windelfrei voran, er ist eben ein gemütlicher!

Also ich glaub wenn wer zu mir ne Anweisung geben würde ich soll mein Kind doch mal schön verprügeln würd ich ...boah ich weiss jetzt gar nicht was, ziemlich sauer werden auf jeden Fall. Und hinten nach kommt dannvielleicht noch der Satz: uns hats auch nicht geschadet und so so schlecht sind wir ja auch nicht geworden! Fürchterliche Nach Kriegs Generationen Aussagen sind das!

Wiesenkraut
08.02.2011, 12:04
Also Wiese vielleicht sind Buben da auch ein bisschen langsamer als Mädchen! Bei uns bringts nämlich auch gar nichts ihn mitentscheiden zu lassen was er anzieht, weil anziehen sowieso doof ist! Egal ob Bärchen Body oder Superman Body! Mag er einfach nicht.

ich hatte ja erst einen Sohn, dem hab ich abends auch die Klamotten rausgelegt und er hat sie anstandslos angezogen. (würde er heute mit 16 immer noch, weils ihm einfach egal ist:freches grinsen:) Ist ja kein Muss dass man bei allem und jedem fragt. Aber wenn ein Kind (wie meine Tochter) deutlich zeigt sie hat Interesse an ihren Kleidern, dann lass ich sie mit entscheiden.
Ein Kind zwangsweise in Entscheidungsprozesse einbinden die es (noch) nicht interessieren ist natürlich auch quatsch. Das ist dann so ähnlich wie dein "ja" bei "möchtest du dies oder jenes". Sinn machts dann wenn vom Kind die entsprechenden Signale kommen und die waren bei meiner Tochter schon deutlich mit ~20 Monate wenns um Kleidung und auch Essen ging.

Tja und dann gibts halt so Bereiche wo man eben tatsächlich vorgeben muss. Wie Zähneputzen, da gibts evtl Kompromisse aber ein gar nicht putzen geht nicht.
Bei uns hat da übrigens geklappt du darfst meine putzen wenn ich deine putzen darf :freches grinsen:.

Trocken werden
da war mein sohn auch wesentlich später an wie meine Tochter. Großes Geschäft ging so mit 2 3/4 tags trocken mit guten 3 Jahren.
Meine Tochter könnte der Zwilling von Tas Tochter sein, sie hat auch eines morgens den Aufstand geprobt beim Windeln anziehen und war ab da tagsüber trocken. Das war irgendwann kurz nach ihrem zweiten Geburtstag und ich weiss noch ich war sehr dankbar für den recht warmen Tag (März oder April).
Ob das prinzipiell an Junge/Mädchen liegt, oder daran dass die jüngeren Geschwister fixer sind oder einfach daran dass meine Tochter schon sehr früh (und bis heute) einen eigenen Kopf hatte oder eben eine Mischung aus all dem, weiss ich natürlich nicht.

Tigerente
08.02.2011, 12:40
Ha, es gibt auch Jungs, die entscheiden wollen, was sie anziehen. Ich habe gleich zwei solche Exemplare. Sogar der Kleine (19 Monate) zickte kürzlich mal kurz rum, als ich irgenwas von "Bärenpullover" murmelte, aber keinen sauberen fand und ihm dann einen gestreiften überziehen wollte. "Bär, bär, bär" schrie er und zog ihn wieder aus. Ich konnte ihn dann irgendwann mit einem Treckerpullover versöhnen - den hat er ausgiebig bewundert, und dann ließ er ihn sich auch anziehen.

Was die Selbständigkeit angeht, beobachte ich gerade fasziniert, wie unterschiedlich das sein kann. Beim Großen ist jede Veränderung, die irgendwie zu mehr Selbständigkeit führt (An- und Ausziehen, Windel loswerden, Fläschchen loswerden etc.) mit einer extremen Zähigkeit verbunden, während der Kleine sich jetzt schon immer mal wieder alleine und stolz wie Oskar aus seiner Strumpfhose wurstelt. Der macht auch den Eindruck, von sich aus auf die Windel verzichten zu wollen in absehbarer Zeit, während wir beim Großen im Alter von fast 4 Jahren endlich "kurzen Prozess" gemacht haben, uns eine halbstündige Schreiorgie gegeben haben, am nächsten Morgen auch nochmal, aber dann war's gegessen (schon ab Tag 2 ohne Unfälle).
Und ich glaube nicht, dass es nur daran liegt, dass die Kleinen fixer sind und es eiliger haben. Mein Großer hat einfach ein unglaubliches Beharrungsvermögen, das hat nicht nur mit Erstgeborenem zu tun.

Inaktiver User
08.02.2011, 13:16
Viel Erfolg My Dara bei deinem kleinen Prinz.
Du machst das schon so individuell richtig mit den Trotzanfällen. Auch mir blieb oft nur durchziehen der Aktion und brüllen lassen, die "Versöhnung" kommt danach und irgendwann werden sie verständiger in solchen Sachen.

PS: Muddi ist keine Beleidigung. Bei uns sehr verbreitet als Kosewort. Aber jedwede Kritik wird dankend eingesammelt.

Beweist nur wieder jede Kindheit ist anders, heute gibt es nunmal schon Kinder die mit 22 Monaten in der Kita sind.
Und deswegen beharre ich darauf, bleiben wir beim Altersgefüge, auch wenn 6 Jährige Kindergartenkinder sein können ebenso wie sie schjon ABC-Schützen sein können. Dies ist aber hier im Tread nicht die Frage.

Ich halte ja nicht viel von Vorurteilen aber ein bissl stimmen wird es schon dass man allgemein sagt und es auch oft in Ratgebern sowie Statistiken liest Jungs sind etwasd langsamer in allem.

Tigerente
08.02.2011, 13:26
Angorafrosch, tut mir leid, wenn ich jetzt auch klugscheiße, aber egal ob Kinder mit 14 Monaten oder mit 6 Jahren in der Kita sind, meines Wissens ist der allgemeine Sprachgebrauch:

Säugling - bis 1 Jahr
Kleinkind - 1-2 Jahre (oder sogar 1-3 Jahre)
Kindergartenkind 3-6 Jahre
Schulkind - ab 6 Jahre

Wie Du siehst, gibt es da auch gewissen Überlapp. Die meisten Leute meinen mit "Kindergartenkind" nicht ein Kind, das einen Kindergarten besucht, sondern ein Kind, das im entsprechenden Alter ist.

Tasmanina
08.02.2011, 13:35
es ging mir einfach nur darum: kind beobachten und entsprechend reagieren.

mein beispiel mit der unterhose statt windel sollte nur zeigen, daß es sinn macht, dem kind auch mal zuzuhören und ihm was zuzutrauen. einen tag vor ihrer entscheidung hätte ich laut schallend gelacht, hätte mir einer gesagt, sie wird von alleine so früh trocken und dachte auch an dem tag nicht, daß es geht.


wenn´s bei dir mit ignorieren klappt, passt es doch für euch. meine große fand ignorieren schon immer kacke und war dann lauter, womit keinem von uns geholfen war.


schau einfach, was guttut und hilft. das wird sich eh noch ganz oft ändern. :pfeifend::freches grinsen:

Tasmanina
08.02.2011, 13:38
wenn ich jetzt auch klugscheiße,
:ooooh: wieso auch?! :beleidigt::lachen:

Tasmanina
08.02.2011, 13:42
zähneputzen: nachdem es ewig gut ging, dann auf einmal trotz sämtlicher handelsüblicher tricks nix mehr ging, kam die regel: ohne putzen, kein schnuller.

freundlich mitgeteilt in ruhiger minute, freundlich und cool bei "NEEEIIINNN!!!" gesagt "okay, dann kein putzen, dann kein schnuller" (der will nämlich nicht in so einen stinkigen mund:pfeifend:).

einmal lag sie dann schon im schlafsack im bett- ohne schnuller. :pfeifend:

wir sind dann doch nochmal in ruhe putzen gegangen, weil sie es auf einmal doch wollte. :freches grinsen:

myDara
08.02.2011, 14:15
tasmanina die idee mit dem schnuller klingt gut, vielleicht sollten wir das auch mal probieren?
andererseits hab ich ihn grad so weit dass wir untertags keinen schnulli mehr brauchen und ich liebäugle mal damit es auch mal nachts zu probieren....und ich würd mich auch total gern so positiv mit der windelgeschichte überraschen lassen...weil ich ja eh nicht so scharf bin ab herbst zwei wickelkinder zu haben....aber bis dahin rinnt ja noch viel urin die windel runter:freches grinsen:

tja leider scheint es wirklich kein patentrezept für die schwierige zeit zu geben.....
krass find ich halt auch dass er sich gegen solche aktionen beugt die sich immer wieder wiederholen (schlafanzug anziehen, zähne putzen,) also dinge die eigentlich schon routine waren! und es führt ja kein weg dran vorbei das sag ich ihm auch immer wieder und ich meine das weiss er auch!

Dawn3007
08.02.2011, 14:21
Hallo MyDara,

wo wickelst Du denn momentan? Auf dem Wickeltisch oder auf dem Boden?

Meine Tochter ist 18 Monate und beschwert sich auch meist lauthals, wenn sie zum Wickeln auf den Wickeltisch soll. Auf dem Boden lässt sie sich momentan viel eher und widerstandsloser wickeln. Vielleicht klappt das ja bei Euch auch (und Du freust Dich bestimmt auch, wenn Du nicht mehr soviel heben musst :smile:)?

Zähneputzen klappt hier manchmal ganz gut, wenn sie sich im Spiegel anschauen darf oder uns dabei auch die Zähne putzt, aber manchmal müssen wir sie auch festhalten und "zwangsputzen".

Gute Nerven! :blumengabe:

Wiesenkraut
08.02.2011, 14:30
Dawn das hat bei uns gar nichts genutzt *g ok mein Fünkchen ist erst 7 Monate aber wickeln ist momentan ein Wickelk(r)ampf ohne Ende.
Windel aus Kind krabbelt weg - um so verschmierter der Hintern um so lieber. Kind vorsorglich eingefangen und festgeklemmt und schon gibts das schönste Geschrei.
Hier mein ich mich zu erinnern dass es besser wird wenn man die Zwerge im Stehen wickeln kann aber für die nächsten Monate hab ich da keine Lösung.

Inaktiver User
08.02.2011, 20:49
Wie wickelt man im Stehen?

Mit diesen Pants?

Wir haben zwar wenig Stress beim Wickeln da er sich dabei meist bestens unterhält mit seinem Raadi-oooo (spricht er so aus:liebe:).

worauf ich hinaus will, hab im Ratgeber von Remo gelsen (babyjahre - sehr gut) dass der Wickeltisch mit der Zeit immer unattraktiver werden sollte, damit der wunsch zum Selbständigwerden im Kind wächst. Also das Knuddeln und in Bauch beissen nicht mehr dort schlicht umziehen und umpacken ohne große Show.

Das fält mir recht schwer, wenn ich dann den knuffigen Bauch von meinem wurm seh, aber seh da schon sinn drin.

Also MyDara seh es nicht komplett ausweglos, sondern änder deine Strategie etwas. Woanders wickeln, mit etwas verbinden. etc.

Zähneputzen: Putz dein Junge schon allein oder putzt du ihn? Kilian wollte ziemlich zeitig ALLEINE (sein wort für 95% der Fälle) probieren ich hab ihm mit meiner Bürste an mir gezeigt und er ahmt nach, bissl korrigieren und helfen und dann lief es bei uns. Ist eins seiner liebsten Rituale er putzt meist zweimal und weiß auch was im Zusammenhang damit noch kommt, Gesicht und Hände waschen dann eincremen....liebt er die Reihenfolge. Er will das aber alles selber machen!

Tasmanina
08.02.2011, 22:13
Wie wickelt man im Stehen?

Mit diesen Pants?


anfänger brauchen da vielleicht pants für, profis wickeln kinder mit normalen windeln im stehen und sogar, während die kinder auf dem bauch liegen. :freches grinsen:

ich hab bei der großen mal echt überlegt, die windelslips zu kaufen, aber die sind schweine- teuer! :ooooh:

da war ich zu geizig. :beleidigt:

die kleine dreht sich auch nonstop auf den bauch, seit sie drei monate alt ist.

das ist eins: rückenlage--> zack! auf den bauch drehen. und am besten sofort loskrabbeln/ aufstehen.


ich bezeichne mich daher als profi. :pfeifend::freches grinsen:

oder ich besteche mit sachen, die sie sonst nicht haben darf. babyphone oder so.


bestechung kann auch ein 1a erziehungsmittel bei trotzenden kindern sein. :peinlich::pfeifend::freches grinsen:

Pfefferminzia
08.02.2011, 22:48
Mein Grundmotto bei trotzendem Kind lautet "Augen zu und durch" und dabei selber möglichst ruhig bleiben. Gelingt mir leider nicht immer :grmpf:
Mein Trotzkopf ist jetzt schon 3 und stur wie ein Esel, und seine kleine Schwester scheint ihn in Sachen Dickkopf noch übertreffen zu wollen.
Die meisten Sachen verhandeln wir irgendwie. X gibt es nur wenn Y etc. Das passt ihm oft nicht und hat lange zu unglaublichem Geschrei geführt. Von 2 bis 2,5 war es besonders schlimm, seit ein paar Monaten wird es allerdings besser. Er spricht immer besser und klarer und kann an den Verhandlungsrunden wirklich teilnehmen :zwinker:
Die üblichen Knackpunkte sind Schokolade, ins Bett gehen und Zähneputzen. Bei Schokolade gilt elterliche Willkür. Zähneputzen ist kein Diskussionsthema, Zähne werden geputzt und basta. Ich habe ihm schon so mit 2 die Geschichte von Karius und Baktus erzählt, die seine Zähne aufessen, wenn er sie nicht ordentlich putzt. Jetzt reicht meist der Satz "Karius und Baktus sind schon da" damit er ins Bad flitzt und seine Zähen putzt. Ich glaube allerdings nicht, dass ihm das wirklich Angst macht - das scheint eher eine Art Ritual geworden zu sein.
Ins Bett gehen ist natürlich das leidige Thema, bei dem er uns am ehesten auf der Nase herumtanzen kann. Zwingen kann man da ja kaum - auch wenn ich mir manchmal überlegt habe, ihn im Bett festzubinden. Also gibt es Deals. Noch spielen, bis die Uhr piept, im Bett Bücher angucken, im Kinderzimmer mit der kleinen Lampe ruhig spielen ohne die Schwester zu wecken...

Wiesenkraut
09.02.2011, 08:36
anfänger brauchen da vielleicht pants für, profis wickeln kinder mit normalen windeln im stehen und sogar, während die kinder auf dem bauch liegen. :freches grinsen:

den Teil beherrsch ich auch noch von den Großen, allerdings komm ich momentan ins schwitzen wenn ein versch... Hintern nicht nur sich auf den Bauch dreht sondern auch noch loskrabbelt *g

Bestechung ging hier auch lange, aber selbst die Fernbedienung die es sonst nieeee gibt ist nicht so interessant wie wegkrabbeln*seufz*

@Pfefferminzia
ich hatte auch den Eindruck dass die Trotzphase einfacher für alle Beteidigten war als die Kleinen anfingen besser zu reden. Vorher hab ich teilweise nicht verstanden warum sie gerade völlig austicken und sie konnten nicht so reagieren das eine Verständigung möglich war.

Deals gabs bei uns auch massig. Man muss halt nur aufpassen, dass es erfüllbare Deals sind. "Werf die Legos in die Kiste, dann gehen wir raus" ging schon recht früh, "räum dein Zimmer auf" ist selbst heute mit 14 oft noch mit Tränen verbunden, weil soooooviel Arbeit*g

Ich bin echt neugierig wie das kleine Fünkchen so drauf ist wenn sie richtig loslegt. Schon jetzt (7.5 Monate) kann sie äusserst stinkig werden, wenn etwas nicht nach ihrem Kopf geht - egal ob da wer was für kann oder nicht. Böse böse Relaxliege an der sie es gerade mal nicht schafft sich hochzuziehen z.b führt momentan zu regelmässigen Wut/Frustanfällen:freches grinsen:

myDara
09.02.2011, 08:56
Hach schön so viele Antworten!

Also zum Thema am Boden wickeln: haben wir natürlich auch schon probiert, aber da kann ich auch gar nicht so schnell schauen ist Junior rucki zucki dahin! Er windet und wendet sich und krabbelt in einer Windeseile davon das ist wahnsinn! Und ich mag ihn halt einfach nicht so gern SO fest anpakcen!

Im stehen wickeln kann ich beim Kleinen Geschäft aber nicht wenn er sich schön eingekackt hat und verschmiert ist, das würde böse enden!

@Bestechungstaktik: jaaaaaaaa:pfeifend: das kennen wir natürlich auch! Aber um ehrlich zu sein bin ich auch da nicht so ein Fan von, ich mein HALLO? kann es wirklich sein dass ein zweijähriger mir auf der Nase herumtanzt (scheinbar ja:knatsch:). ich finds halt doof von mir selbst wenn er meist die Fernbedienung nicht haben darf und dann manchmal aber schon damit halt mal Ruhe ist....aber da muss ich wohl noch an MIR arbeiten, mir fällt das durchhalten halt auch nicht immer leicht.

@Sprechen: wir warten da ja auf den großen Durchbruch! Ich mein irgendwann MUSS er ja zum reden anfangen! Verstehen tut der Kerl ja alles und selbst wenn man ganz leise sagt: es wäre gut wenn du den Radio ausschaltest, macht er es. Also versteht er echt total viel! Unlängst hab ich zu meinem Mann gesagt: Machst du bitte mal im Wohnzimmer Licht?! Junior stand auf und übernahm die Aufgabe. Wir waren baff! ABER mit den eigenen Wörtern ist es halt noch gar nicht weit her: wir beschränken uns auf: mama, papa, da, NEIN (!!!!!!!), JA, Regenbogen und, Lari (= Lauri)...

Tasmanina
09.02.2011, 10:14
den Teil beherrsch ich auch noch von den Großen, allerdings komm ich momentan ins schwitzen wenn ein versch... Hintern nicht nur sich auf den Bauch dreht sondern auch noch loskrabbelt *g



wird ja bald frühling... hochdruckreiniger? :pfeifend::freches grinsen:


hier ist auch kandidatin zwei scheint´s der gleiche charakter wie die große. motorisch extrem schnell und fix, ungeduldig, lautstark, schlecht- schläfer. es bleibt spannend.


my dara, mach dir nicht so einen stress.


dein kind ist nicht dein "feind", gewinnen und verlieren ist die falsche rangehensweise. :blumengabe:

ja, wenn er nunmal das wickeln gerade hasst und es mit der fernbedienung klappen würde, und? ist doch für alle beteiligten besser.

die ausnahmen verstehen die mäuse schon recht gut.


ich bin streng, definitiv. aber ich bin kein machtausüber. geht auch, diese mischung. :freches grinsen:


dieses "wenn nicht, dann"- spielchen versuche ich eigentlich zu vermeiden, weil ich schnell da reinrutsche, dann nur noch zu labern und zu drohen, das find ich doof. :knatsch: in maßen ist es für mich okay. ich finde nur, man kommt dann schnell in so eine dauer- verbieterei und droherei rein, das mag ich nicht. :knatsch:


bestechen? ist doch super! :freches grinsen: mit der aussicht auf ein smartie geht der eklige hustensaft ins kind. :freches grinsen: natürlich geht das nicht immer und nur. aber manche dinge erleichtert es einfach. nenn es doch sonst positiven anreiz, wenn nach dem spaziergang ein eis wartet, warum denn nicht.


bestechung sollte natürlich nicht zum erziehungsalltag werden, aber manchmal rettet es einen. auch ohne das dadurch die komplette erziehung und die regeln direkt schrott sind.

myDara
09.04.2011, 13:55
Ich muss den Thread mal wieder ein bisschen reaktivieren, brauche erneut Tips, Meinungen und manchmal ein bisschen aufbauende Worte.

Mr. Trotz reizt die Tage weiterhin völlig aus. Wickeln und Anziehen sind immer noch katastrophal und entweder mit Ablenkung (dann gehts halbwegs, aber immer hab ich nicht die Muße den Kasperl zu machen) oder mit stoischer Ignoranz des Brüllens zu ertragen. Oft ist meine Geduld schon vor dem Frühstück schwer überstrapaziert. Ich versteh es nicht, das sind so sich wiederholende, notwendige Rituale, wir machen es täglich mehrmals, das der Kleine da auch nicht müde wird das zu bebrüllen???

Was auch grad zur Qual wird ist selber Essen mit dem Löffel. Mit der Gabel klappt ja recht gut, aber mit dem Löffel braucht er irre lange und es wird natürlich die volle Sauerei. Ich nehme das in 70% mit Gelassenheit und viel Wischwasser hin aber in 30% haben wir es auch mal eilig und ich kann nicht eine 3/4 Stunde für eine Mahlzeit investieren, will ich ihn dann füttern oder nehm ich ihm das Essen weg (weils eh nur noch Matscherei ist ) =großer Konfilkt.

Detto bei Schuhe und Jacke anziehen, ihr seht also es sieht im Moment die Alltagsdinge die ihn schwer belasten.

Was mich allerdings sehr belastet ist dass aus meinem fröhlichen, knuddeligem Baby ein richtig kleiner mit der Welt unglücklicher Junge geworden ist der einfach verdammt viel am Weinen und Quängeln ist. Irgendwie ist ihm seine Fröhlichkeit und sein gemütliches Wesen abhanden gekommen. Es wird alles bemäkelt und bejammert. Ist das nun auch eine Phase oder mach ich was grundliegendes falsch? Er lacht viel weniger, geht viel ernster und kritischer durchs Leben, will sich nicht helfen lassen und der verweigernde Haltung fängt eben schon morgen bei der Alltagsprozedur an.

Auszug von heute: ich koche zu mittag, er darf dann entweder neben mir im Stuhl sitzen und zuschauen oder einfach um mich herum sein und spielen. Beides will er nicht wirklich, er möchte auf der Bar/Ablage neben dem Herd sitzen und richtig helfen (was halt bei heißem Wasser, heißem Öl und Messern) nur bedingt geht. Sämtliche Versuche ihn miteinzubinden enden im Nirvana, irgendwann reichts mir und ich setz ihn in seinen Kinderstuhl was natürlich heftigst bebrüllt wird. Ich kann ihm tausend Mal erklären dass es nicht geht dass er im heißen Öl umrührt, er brüllt weiter

Jetzt hab ich es oft so gemacht dass wenn er sich dann wirklich in Rage schreit ich ihn Frage: möchtest du in dein Zimmer? Als Antwort kommt meistens NEIN (manchmal kommt sgoar JA wobei ich das als gutes Zeichen sehe da er sich dann dort einfach ausweint und es schneller besser wird). Wenn er NEIN antwortet sag ich: dann hör bitte auf so rumzuschreien. Schreit er weiter setz ich ihn tatsächlich ins Kinderzimmer und lass ihn ausbrüllen. Natürlich bleib ich dabei in der Nähe gehe in Kurzen Abständen rein und frage ob es wieder geht. Heute ging es erst nach dem vierten Mal reinschaun wieder, dann war er aber total handzahm und richtig reuig. Er war dann ganz kuschelig und ruhig und hat immer gesagt: mama wieder gut und mama hab lieb. Leider ändert sich nach solchen Aktionen aber auch an seiner Stimmung nicht wirklich was, er blieb weiter quängelig und hockte halt trotzig im Stuhl und ließ mich halbwegs kochen...ich frag mich oft wie das im Herbst dann mit zwei gehen soll??? Pizzaservice?

Mir tut das natürlich irrsinnig leid und ich mach das nicht gerne mit dem -ins Kinderzimmer setzen-aber ich sehe oft einfach keine andere Möglichkeit dass er runterkommt und mit seiner Wut umgehen lernt. Ausserdem bin ich dann selbst oft so gefrustet dass ich mich dabei ertappe dass ich ihn ansonsten einfach anschreie was ja auch nicht das gelbe vom Ei ist. Was meint ihr, ist das zu hart? Oder gar der überhaupt falsche Weg? (wir haben es natürlich auch schon auf die ganze sanfte Methode mit in den Arm nehmen, trösten, gut zureden probiert aber es klappte nicht)

Was mir komischerweise auch auffällt dass es am Wochenende mit ihm schwieriger ist als unter der Woche. Die Tage wo ich arbeite und ich ihn nur nachmittags habe sind halt voll auf Kinderprogramm getrimmt (und es bleibt halt weniger Zeit zum trotzen:pfeifend:) da kommen wir recht gut durch den Tag (nur der Abend ist manchmal schwierig aber das ist ja eine Frage der Übermüdung). Auch der Donnerstag der unser absoluter Mama-Sohn Tag ist (ich habe frei und wir unternehmen wirklich schöne Dinge) verläuft völlilg problemlos und richtig harmonisch. Nach dem Tag sind wir immer soooo dicke verliebt inneinander weil wir einfach ein tolles Team sind!

Samstags und Sonntags wo auch mein Mann zu Hause ist und wir halt beide Haushaltsdinge verrichten wollen/MÜSSEN ist es eigentlich am problematischeten. Er will/kann sich dann nicht selbst beschäftigen oder will halt partout das machen was wir auch machen (wenn ich Fenster putze will er auch, wenn mein Mann wo einen Nagel einschläft will er auch, es tut dann aber nicht die Kinderwerkbank NEIN er will den richtigen Hammer haben usw.).

Auch trotzt er viel weniger wenn wir unter Leute sind oder Gäste da sind, da ist er das liebste und süsseste Kind und alle sagen was er für ein Sonnenschein ist:Sonne: und was wir für ein Glück mit unserem ausgeglichenem fröhlichem Kind haben. Da ich ja weiss dass er in diesem Alter nicht berechnend sein kann frage ich mich schon woran das alles liegt?

Freue mich auf Antworten:blumengabe:

Dara (die im Moment alles nur mit viel Schokolade erträgt)

PS: dass die Situation an unseren Familienwochenenden und der Stimmung nagt brauch ich ja nicht zu erwähnen

Dawn3007
09.04.2011, 14:38
Dara,

so richtig Tipps kann ich Dir leider nicht geben, wir sind ja auch gerade erst am Beginn der Trotzphase.

Ich kann Dir nur sagen, dass es uns bei vielen Punkten ähnlich geht, auch wenn Madame weniger wütet als einfach auf stur schaltet und sich verweigert. Wickeln klappt manchmal, wenn man sie etwas mitbestimmen lässt (auf der Wickelkommode oder auf dem Boden wickeln), aber auch nicht immer.

Beim Kochen haben wir genau die gleiche Situation, sie will oben auf der Arbeitsfläche sitzen. Dort ist wenig Platz, je nachdem was ich mache, darf sie da rauf und kann sowas machen wie Rosinen sortieren- oder eben auch nicht. Ehrlich gesagt koche ich daher am liebsten, wenn sie ihren Mittagsschlaf macht. Ansonsten kochen wir auch viel am WE vor, dann kann der andere sie betreuen und man muss sich nicht jeden Tag der Woche mit dem Kochen stressen.

Alles Gute und gute Nerven- und wenn No 2 da ist, ist Dein Großer ganz bestimmt viieel vernünftiger. :smirksmile: (Vielleicht funktioniert das mit der self-fulfilling prophecy ja auch so rum.)

Wiesenkraut
09.04.2011, 17:10
vielleicht liegt das beim Kochen z. T aber auch daran dass wir unseren Kindern viel zu wenig zutrauen. In den Krippen seh ich Kids mit 18 Monaten mit normalen Obstmessern Äpfelchen in kleine Stücke schneiden. Ich hab meine Großen das auch unter 2 Jahren machen lassen - erst weil ich vom Geschrei so angenervt war, das ich dachte das schlimmste was passieren kann, ist das sie sich schneiden, dann weil ich total erstaunt war, wie umsichtig mein Großer war.


Was mich allerdings sehr belastet ist dass aus meinem fröhlichen, knuddeligem Baby ein richtig kleiner mit der Welt unglücklicher Junge geworden ist der einfach verdammt viel am Weinen und Quängeln ist. Irgendwie ist ihm seine Fröhlichkeit und sein gemütliches Wesen abhanden gekommen.Ich hoffe, glaube, dass das auch wenigstens zum Teil eine Phase ist. Es gab ja auch in der Babyzeit zeiten wo die Kleinen wochenlang nur gejammert haben.. Wenigstens zufrieden wird er sicher irgendwann werden, es ist ja auch schwer für so einen kleinen Mann zu verstehen dass man nicht alles was man kann oder glaubt zu können auch darf:smirksmile:
Für mich nicht von der Hand zu weisen ist das (fast) alle Babies lachend aufwachen, viel lachen und strahlen und diese Fröhlichkeit (zu Mindest zum Teil) bei allen Kindern irgendwann verloren geht. Da frage ich mich seit die Kleine auf der Welt ist, WANN dieser Zeitpunkt bei den Großen war und ob es möglich gewesen wäre, mehr von dieser Unbeschwertheit zu erhalten.
Meine Beiden lachen immer noch gern, aber sie haben nicht mehr dieses Strahlen das ich von meinem Fünkchen kenne und auch von den Beiden in Erinnerung habe.

Du siehst Tips - ausser vielleicht etwas mehr Zutrauen - hab ich auch nicht, aber ein paar Gedanken schon.

myDara
10.04.2011, 20:11
Puh Wiese also das mit dem Messer würd ich mir erstens einfach noch nicht trauen und zweitens hätt ich wohl dann gar keine ruhige Minute mehr zum kochen....

Dawn, ich mag gar nicht dass sich mein Mann mit ihm beschäftigen MUSS während ich koche oder dem Haushalt nachgehe. Ich finde von einem zweijährigen kann man auch mal erwarten dass er eine Stunde nur "so neben her mitläuft" oder dass er gar mal ne halbe Stunde Stunde alleine spielt.
Diese Dauerbespaßung muss doch auch mal ein Ende finden oder?

Symphonie
10.04.2011, 20:45
huhu ihr geplagten
wir haben hier auch wieder eine Phase
Hier wird va geweint und schlecht geschlafen. Egal was wir sagen,es wird geweint. Wir packen das Lego an die Seite damit Platz ist,es wird geweint.
Dazu wird morgens zwischen fünf und halb sechs aufgestanden,nur eine Std Mittagsschlaf und abends wird sehr schlecht und mit Geschrei ins Bett gegangen.
Wir hatten diese Phase um Weihnachten schonmal, nun ist sie wieder da. Trotz super reden.

Ich hoffe es wird irgendwann wieder besser, es nervt mich. Da hat man ein Kind was reden kann,aber er hört nicht zu, weint und kann dementsprechend auch nicht deutlich reden. Es ist egal was ich sage,es wird geheult.

Die kleine Schwester ( huhu Pfeffer) will auch mit dem Kopf durch die Wand, jetzt schon. Wehe Mika hat etwas was sie auch will. Apfelschorle zB.
Heute wollte sie nicht wieder in den Garten,stand vor der Gartenpforte auf dem Gehweg,wälzte sich und schrie und wenn Mika dann einen Trotztag hat,hat sie es auch. Aaaaanstrengend. Gestern hatte ich komplett zwei schreiende,weindende Kinder. Bis wir nachmittags raus sind...so ein Schwachsinn denk ich mir manchmal.
Sie tun mir auch leid, besonders der Große, dass der Kopf so abschaltet...

Wiesenkraut
10.04.2011, 23:26
na mydara es muss ja nicht gleich das Messer sein, irgendetwas was nicht nur pseudhelfen ist.
Das ist glaub ich so ähnlich wie bei den ganzen Kleinen mit den Handys, dem Schlüssel, der Tastatur. Da tun des die Spielzeugpseudovariante oder ausrangierten Dinger auch nicht, die merken einfach dass das nicht "echt" ist und so wollen die Zwerge halt auch ECHT helfen. Vielleicht gibts ja etwas was deine Nerven weniger strapaziert aber schon echt hilft.
Wir hatten eine zeitlang (frag mich nicht wie alt die Großen da waren) Berge von selbstgemachten Semmelmehl, das hab ich sie reiben lassen und sie haben dann ja den Einsatz bei selbstgemachten Fischstäbchen oder Schnitzel gesehen und die Beiden waren ganz allein verantwortlich das immer genug da war (zwischendurch hab ich halt welches verschwinden lassen, damit wir nicht in Semmelmehl ersticken:pfeifend:) Salatsoße ist nicht heiß und lässt sich leicht korrigieren, ich hab vieles schon wieder vergessen, aber eigentlich gibts ab dem Alter recht viel was sie helfen können und wo sie merken sie helfen so richig echt.

@Symphonie meine Große ist 14 und in der Pubertät, sie kann sich perfekt ausdrücken - eigentlich. Nichts desdo trotz gibt es Tage an denen sie einfach nur traurig ist, schlecht gelaunt zickig und wenn ich dann meine "boa was hast du denn heute" kommt auch nur ein Zulterzucken "ichw eiss auch nicht" und dann ist das schon Grund genug zu heulen.
Das wird also nicht wirklich besser, auch die Trotzanfälle kommen dann wieder. Ich seh bei der Großen oft eine erschreckene Ähnlichkeit im Gesichtsausdruck wie bei der Kleinen die langsam anfängt zu trotzen :smirksmile:

myDara
11.04.2011, 07:52
Na Symphie diese Tage kennen wir hier auch nur zur genüge, wenn mal wieder einen Tag lang so GAR nichts recht ist! Ich denk mir dann oft: oh mann so hab ich mir das nicht vorgestellt mit Kind(ern).
Ich weiss oft nicht wer ärmer ist, das Kind oder ich:pfeifend::pfeifend::pfeifend:

@Wiese: ja pseudo ist ein Stichwort, das geht schon mal gar nicht. Und bei allem anderen was helfen betrifft gibts bei meinem Junior leider nur extreme im Moment: zb. wenn er Salatsoße über den Salat kippen darf, dann kannst du dir sicher sein dass er nicht einen oder zwei Löffel drüber gibt sondern es muss die ganze Packung sein (was natürlich wieder nicht geht), dann möchte er drin manschen (am Besten mit den Händen) und dann das ganze umkippen (am Besten auf den Boden). Ich glaube fürs "echte" Helfen fehlt ihm tlw. noch das Grobverständnis, er will halt mitmachen auf "seine Art". Leider für meine Nerven auch ganz schlecht:freches grinsen::freches grinsen:
Es wundert mich eh immer wenn Mamas schreiben dass wenn sie Kinder mitentscheiden lassen alles leichter fällt, bei uns gibt es kein "MIT"entscheiden sondern nur ein Entscheiden was halt oft wieder mit meinen Vorstellungen nicht konform läuft. So zb. gestern: er will bei 25 Grad Sonne den Lieblingspullover partout nicht ausziehen (gut nicht mein Problem) aber er will ihn dann bei 11 Grad abends, Schatten, Wind und vorhandenem Husten blöderweise nicht mehr anziehen! Und solche Sachen sind wirklich die kleineren Trotzgeschichten!

Symphonie
11.04.2011, 07:56
Mika wollte sein Longsleeve auch nicht ausziehen,hatte er pech.. aber als er seine Latschen immer wieder "verlor" da gab es dann ärger. Barfuss auf unserer Erdwüste geht zZ nicht und er weiß auch warum.

Ich lass die Kinder bei Kochen und Co auch wenig mithelfen.Da hab ich keinen NErv zu.
Ich lass sie dann in ihrem Zimmer/Stockwerk spielen und Samstag hab ich sogar gemerkt, dass sie friedlicher waren als ich raus war. Fand ich auch interessant.

Und ganz ehrlich: ich tu mir oft mehr leid als die Kinder. Find es aber auch doof dass ich sehr schnell genervt und gereizt bin.

myDara
11.04.2011, 08:06
Mika wollte sein Longsleeve auch nicht ausziehen,hatte er pech.. aber als er seine Latschen immer wieder "verlor" da gab es dann ärger. Barfuss auf unserer Erdwüste geht zZ nicht und er weiß auch warum.

Ich lass die Kinder bei Kochen und Co auch wenig mithelfen.Da hab ich keinen NErv zu.
Ich lass sie dann in ihrem Zimmer/Stockwerk spielen und Samstag hab ich sogar gemerkt, dass sie friedlicher waren als ich raus war. Fand ich auch interessant.

Und ganz ehrlich: ich tu mir oft mehr leid als die Kinder. Find es aber auch doof dass ich sehr schnell genervt und gereizt bin.

Mir ist es quasi nie erlaubt seine Schuhe oder gar Socken auszuziehen (derweil wär Barfuss laufen im Haus doch SOOOOO gesund)

Ich hab ja auch die Hoffnung dass wenn N2 da ist dies ich irgendwie gegenseitig haben, wahrscheinlich auch eine Illusion....:pfeifend:

Schau Symphie du bist ja auch schwanger und schlecht ist dir auch dauernd....wo sollen da die guten Nerven herkommen?

Symphonie
11.04.2011, 08:10
ja,das weiß ich auch nicht,aber es würde mir auch einiges erleichtern. wenn ich mich ärger bin ich ja auch noch genervter,schlimmer als es schon ist...

wart mal ab,die Phase kommt noch. ZZ zieht Mika sich liebend gerne die Unterhose vorm Mittagsschlaf aus!sobald er aus dem Bett ist verlange ich aber dass er sie wieder anzieht. Habe nur keine Lust zu kontrollieren und ihn dann evtl aufzuwecken

Wiesenkraut
11.04.2011, 08:37
Ich fand helfen lassen immer wesentlich einfacher, als die Kleinen irgendwo zu lassen, wo ich sie nicht gesehen hab.
Was evtl daran liegt, das die Großen sobald sie allein waren NUR Blödsinn gemacht haben.
Einen 4eckigen Duplostein so verquert in den Mund, dass ich ihn nicht mehr rausbekam und zum Zahnarzt musste, einen unters Sofa gefallenen Menschärgerdich nicht stein in die Nase, die Zähne mit der Klobürste geputzt, weil die Badezimmertür nicht richtig zu war, eine ganze Packung Feuchtücher leer geräumt und damit geputzt (ok das war recht harmlos), als ich das Bad geputzt habe, eine Packung Mehl übergekippt (bekomm das mal wieder vom Kind, sobald das irgendwie feucht wird klebts wie Kleister). DAS war nix für meine Nerven, dann lieber helfen:pfeifend: und ja wir haben auch im Salat gemanscht, dann gabs eben Nudelsalat und die ein oder andere Nudel war etwas verdrückt:freches grinsen:.

Ich glaub aber schon dass die Schwangerschaft und die damit verbundenen Hormone die ganzen Phase noch erschweren. Ihr verhaltet euch ja anders, ein bischen unberechenbarer und ich denke das kommt durchaus beim Kind an und ja das Nervenkostüm ist dann auch eher die Sommervariante und sehr dünn.
Das blöde ist dass man das ganze den Kleinen nicht erklären kann, sie merken nur die Veränderung und ich könnte mir vorstellen, dass sowas schon ängstigt und zu einer stärkeren Trotzphase führt, weil ja auch (denk ich mal) Schwankungen in den Entscheidungen von euch da sind.
Leider kann ich mich überhaupt nicht mehr erinnern wie das bei meinem Großen war, der war ja auch in der Trotzphase als ich schwanger war (wobei die bei ihm recht harmlos ausfiel, um irgendwas ernsthaft zu kämpfen war ihm viel zu anstrengend:pfeifend:), aber da mir immer sehr lange schlecht war (so bis zur 20. SSW) und ich sehr mit "Hormonen" zu kämpfen hatte, geh ich mal davon aus, recht schwierig für mein Kind gewesen zu sein.
Insofern mydara glaub ich mal zumindest, dass das Ernste Traurige keine Dauerfolge ist. Ich hab am WE noch mal mit dem Vater der beiden gesprochen, er meinte, die übersprühende Lebensfreude sei erst mit Schuleintritt verschwunden.

myDara
11.04.2011, 08:50
Ok wiese die stories mit mehl usw. klingen natürlich echt fies! zumal die erklärung warum er das jetzt nicht ausführen darf sicher auch nicht fruchten würde.....

ich sehe schon da komme noch harte zeiten auf uns zu...

wann ist die trotzphase nochmal schnell vorbei?

Wiesenkraut
11.04.2011, 09:13
hm je nach Kind nie :freches grinsen:

xanidae
11.04.2011, 09:20
die trotzphase geht nicht schnell vorbei.


Ich finde von einem zweijährigen kann man auch mal erwarten dass er eine Stunde nur "so neben her mitläuft" oder dass er gar mal ne halbe Stunde Stunde alleine spielt.


letzteres kannst du von einem 2jährigen nicht erwarten. das passiert mal - aber erwarten, nein, das nicht.

meine kinder haben oft 'gelätschelt', d. h. ich habe auf dem boden ein großes frotteetuch ausgebreitet, die kinder mit hockern/stühlen an die spüle gestellt und sie tupperschüsseln, joghurtbecher, u.ä. waschen lassen. hinterher waren sie nass, aber ich konnte kochen und sie fühlten sich wichtig.
auch tisch decken war so ein auftrag. dafür habe ich auch extra das geschirr so eingeräumt, dass die kleinen dran kommen. ich bin aber sehr schmerzfrei, wenn was kaputt geht.

meine schwiegermutter hat immer mal ein oder zwei milchmäuschen (schokobons) und/oder gummibärchen in ihrer tupperschublade versteckt. so blieb das ausräumen spannend, auch weil nicht immer etwas leckeres zu finden war.

ich habe auch viel schneiden lassen, mit den besagten obstmesserchen. begonnen haben wir mit banane und kalter gekochter kartoffel und einem üblichen besteckmesser. als das sicher lief, gabs die obstmesserchen.

warum lässt du ihn nicht den salat mit den händen mischen? jamie oliver macht das immer so.:smirksmile:

manchmal hilft auch ein sonderspielzeug, wie knete o. ä., um die kinder eine weile so zu beschäftigen, dass sie aus den füßen sind.

ich weiß, diese trotzreaktionen sind oft schwer auszuhalten, aber da muss man durch.

Pfefferminzia
11.04.2011, 09:48
:freches grinsen::freches grinsen::freches grinsen: also, ich bin ja immer beeindruckt von Menschen, die mit zwei oder mehr Kindern in der Nähe kochen, ohne mindestens ein zweites paar Erwachsenenhände in Reichweite zu haben :freches grinsen: mit meinen beiden gibt es selbst bei der Schwiegermutter Nudeln mit Tomatensosse :pfeifend:

Mit ein bisschen mehr Ernsthaftigkeit: Kochen mit Kindern ist schwierig, manchmal machbar, manchmal unmöglich. Das hängt auch von der Tagesform der Kinder ab (und davon, wie hungrig sie sind!). Wenn wir abends um 7 nach Hause kommen, weiss ich, das gross kochen eigentlich unmöglich ist. Beide Kinder haben Hunger und hängen nölend jeder an einem Hosenbein. Für solche Fälle habe ich möglichst fertiges Essen schon da - im besten Fall vorgekocht, im schlimmsten Fall eben tiefgekühlt.

An ruhigen Tagen geht das eher. Da habe ich mir nun angewöhnt, einfach viel früher zu kochen. Meistens haben sie im Laufe des Vormittags und des Nachmittags eine lange alleine Spielphase, bei der ich sie eigentlich nicht zu Gesicht bekomme. Da koch ich nun eben und mache es dann mittags wieder warm. Kinder halten sich eben einfach an den Grundsatz, das Gegenteil von dem zu tun, was man ihnen sagt - und eine Küche, die sich nicht betreten sollen, ist eben 10 Mal so interessant.

Eine andere Kleinigkeit, die unsere ausgeglichene Ernährung vor dem Fertigessen gerettet hat, ist tiefgekühltes Gemüse - vorgeschält und geschnitten, blanchiert und eingefroren. Genauso wertvoll wie frisch, aber man spart sich den Teil mit dem Messer.

Was so Sachen wie an- und ausziehen angeht - das ignoriere ich einfach. Soll er eben nackt rumlaufen. Irgendwann setzt er sich dann aus Versehen auf einen Legostein, sein Popo tut weh und er ist in Höchstgeschwindigkeit wieder angezogen. Wenn man es sich leisten kann (also, kein Kindergarten in 10 Minuten ansteht oder so), ist es denke ich am effizientesten, sowas einfach verpuffen zu lassen und keinen Streit anzufangen. Gelingt mir auch nicht immer :pfeifend: spätestens beim 4. Mal "Zieh jetzt endlich deine Schuhe an" gerate ich jedes Mal in Rage!

Mitkochen funktioniert erst jetzt mit 3 so richtig gut. Er kocht und backt mit Begeisterung. Jeder Geburtstagskuchen ist sein Werk, und die Pfannkuchen für den Kindergarten letzte Woche hat er tatsächlich gut mitgebacken. Er bedient den Handmixer, kippt die Eier in den Teig, misst das Backpulver ab und gibt den Teig in die Pfanne. Vorher war das zugegebenermassen eher schwierig. Er hat dann oft in seinen Töpfen mitgekocht (allerdings nur auf MEINEM Herd :grmpf:). Interessanterweise fand er mich dann irgendwann meistens langweilig und ist abgedampft um was anderes zu spielen.

Mal sehen, wie sich die Prinzessin da so entwickelt. Im Moment ist ihr grosses Ziel, meiner Aufmerksamkeit zu entkommen und im Bad im Topf zu panschen :gegen die wand:

Wiesenkraut
11.04.2011, 10:48
Was so Sachen wie an- und ausziehen angeht - das ignoriere ich einfach. Soll er eben nackt rumlaufen. Irgendwann setzt er sich dann aus Versehen auf einen Legostein, sein Popo tut weh und er ist in Höchstgeschwindigkeit wieder angezogen.

sorum geht das ja auch, aber was tun wenn die lieben Zwerge rausmüssen bei <10°c und unbedingt das Hochsommer Tshirt statt dem Fleeecepulli anziehen wollen, spätestens dann ist nichts mit ignorieren, wenn dann noch Zeitdruck dazu kommt wirds spassig.
Ich glaub ich habs hier erzählt, dass ich genau unter ähnlichen Bedinungen meine Tochter im Schlafanzug in den Kindergarten gebracht hab (nach Absprache mit der Erzieherin), weil wir über längere Zeit immer Dramen hatten.


meine kinder haben oft 'gelätschelt', d. h. ich habe auf dem boden ein großes frotteetuch ausgebreitet, die kinder mit hockern/stühlen an die spüle gestellt und sie tupperschüsseln, joghurtbecher, u.ä. waschen lassen. hinterher waren sie nass, aber ich konnte kochen und sie fühlten sich wichtig.
ha, das gabs hier auch oft, die Kids nass, der Boden nass, aber strahlende Kindergesichter und ich konnte in Ruhe kochen, das Wasser auf dem Boden langte meist um schnell feucht zu wischen.

Schneiden:
war bei uns auch so, normales Essmesser und Bananen, Wiener, Kartoffeln, dann das Obstmesser.

myDara
11.04.2011, 10:52
Das mit dem Pritscheln ist bei uns auch so eine Sache: Ich lasse nur ungern ein hustendes Kind sich dann komplett nass machen weil das Umziehen danach ja doch wieder in einem Drama endet. Das ist der Teufelskreis...

Auch wenn er es soooo :liebe::liebe::liebe:findet!

Wiesenkraut
11.04.2011, 11:01
aber da kannst du doch dealen. Bei uns gabs ein Tshirt von mir an zum Spülen, das war die Spülkleidung und es wurde vorher abgemacht, dass NUR in der gespült wird und danach umgezogen.

Alternativ dazu würde mir spontan einfallen, die Ärmel hochkrempeln, in einen gelben Sack einen Ausschnitt für den Kopf und die Arme und du hast ein wasserdicht verpacktes Kind wenn zulang mit einer Kordel gerafft und der sollte auf jedenfall wieder ohne große Kämpfe ausgehen.

Da finden sich einige Möglichkeiten mit ein bischen Fantasie.

Meine waren da astmakrank und sehr infektanfällig dauerhaft am Husten, den Spass war es mir aber wert, ich musste sie halt nur gleich danach umziehen und ich hab nicht den Eindruck dass sie durch das Plantschen mehr oder weniger krank waren.

myDara
11.04.2011, 11:23
aber da kannst du doch dealen. Bei uns gabs ein Tshirt von mir an zum Spülen, das war die Spülkleidung und es wurde vorher abgemacht, dass NUR in der gespült wird und danach umgezogen.

Alternativ dazu würde mir spontan einfallen, die Ärmel hochkrempeln, in einen gelben Sack einen Ausschnitt für den Kopf und die Arme und du hast ein wasserdicht verpacktes Kind wenn zulang mit einer Kordel gerafft und der sollte auf jedenfall wieder ohne große Kämpfe ausgehen.

Da finden sich einige Möglichkeiten mit ein bischen Fantasie.

Meine waren da astmakrank und sehr infektanfällig dauerhaft am Husten, den Spass war es mir aber wert, ich musste sie halt nur gleich danach umziehen und ich hab nicht den Eindruck dass sie durch das Plantschen mehr oder weniger krank waren.

Ja das sind sicher Optionen, und kreative Ansätze....!!!!!!

Pfefferminzia
11.04.2011, 12:45
sorum geht das ja auch, aber was tun wenn die lieben Zwerge rausmüssen bei <10°c und unbedingt das Hochsommer Tshirt statt dem Fleeecepulli anziehen wollen, spätestens dann ist nichts mit ignorieren, wenn dann noch Zeitdruck dazu kommt wirds spassig.


Wie gesagt, dass funktioniert nur, wenn man es sich zeitlich leisten kann. Letzte Woche habe ich allerdings aus Versehen da auch die harte Tour durchgeführt - seitdem sie nachmittags im Kindergarten ohne Jacke rausdurften, wollte er keine Jacke mehr anziehen. Ein paar Tage lang habe ich argumentiert, dann war es aber wirklich so schön, dass ich mir gedacht habe, es geht vielleicht tatsächlich ohne Jacke. Ich selber gehe morgens jetzt ja auch mit Rock ohne Strumpfhose auf die Arbeit. Dummerweise liegt der Hof im Kindergarten morgens aber im tiefsten Schatten und er hat gefroren. Er kam dann nach Hause und hat mir gesagt, dass er nicht ohne Jacke gehen kann :freches grinsen: Einfach toll, sag ich euch. Er besteht jeden Morgen darauf, seine Jacke anzuziehen!

Für Wasserspiele würde ich das Kind weitgehend ausziehen und den Heizlüfter in die Küche stellen.

myDara
11.04.2011, 12:52
Für Wasserspiele würde ich das Kind weitgehend ausziehen und den Heizlüfter in die Küche stellen.

Sowas ist mir für ein bisschen Schnitzel Kochen dann einfach zu aufwendig, abgesehen davon dass wir auch keinen hätten...

Aber so ein gelber Müllsack aufgeschnitten hat schon was!!

Symphonie
11.04.2011, 12:59
ohje wiese,da hätte ich meine Kinder auch nicht alleine spielen gelassen.
Ich habe in der Küche keine Tür und bin direkt an der Treppe,das Spielzimmer ist auch direkt an der Treppe,dh ich höre sie recht gut und geh auch immer horchen.
Das geht recht gut,immer mal wieder. Ansonsten erwärm ich mittags auch recht viel, Mika hat Hunger und ist hundemüde wenn er aus dem Kiga kommt.

Kuchen backen oder Schlafsahne schlagen geht auch super mit Mika.das bringt ihm irre Spaß...

Wiesenkraut
11.04.2011, 16:22
ohje wiese,da hätte ich meine Kinder auch nicht alleine spielen gelassen.
Ich habe in der Küche keine Tür und bin direkt an der Treppe,das Spielzimmer ist auch direkt an der Treppe,dh ich höre sie recht gut und geh auch immer horchen.

das war bei uns auch nicht weit, aber was ich nicht im Auge habe bekomm ich nicht mit, ich bin wohl eher das Männermodell, also nicht wirklich Multitasking fähig mal zumindest nicht, wenn ich den anderen Teil meiner Arbeit nicht sehen kann :smirksmile:
Deshalb telefonier ich auch nicht wenn die Kleinen wach sind und gehe nicht an den PC wenn cih am Kochen bin, dafür hatten wir dann schon zuviele Bratkartoffeln die auf die Tour entstanden sind :pfeifend:

Ich hüpf noch mal kurz rein, weil mir irgendwie wichtig war nicht als Supermutter rüberzukommen. Ich bin ein ziemliches Temperamentbündel und in der Trotzphase sind oft 2 dicke Köpfe aufeinander getroffen, ist also nicht so als hätte es hier keine Tränen gegeben und die teilweise nicht nur bei den Kindern, sondern auch weil ich mich über mich selbst geärgert habe.
Ein paar Sachen wurden beim 2. Kind leichter, ein paar, weil ich mir irgendwo Ideen geklaut habe. Aber oft hats halt auch gerumst. Ich denke wenn man sein bestes gibt und immer wieder nach Lösungen sucht, müssen die Zwerge halt manchmal auch da durch dass ihre Eltern auch nur Menschen sind und nicht immer perfekt reagieren :smirksmile: