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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fläschchen zubereiten - Tipps und Tricks



Minstrel02
30.01.2011, 14:32
Hallo Zusammen,

ich hoffe auf Eure geballte Erfahrung zum Thema Fläschchen - daheim und unterwegs. Mein Kleiner ist jetzt 3 Monate alt und da ich ab März wieder arbeiten werde, fange ich jetzt mit dem Abstillen an.

Ich würde mich über Eure Tipps und Erfahrungen freuen:

- Kocht Ihr das Leitungswasser für die Flaschen ab? (Da er sich neuerdings ja so einiges in den Mund steckt und das Wasser super kontrolliert ist, frage ich mich, ob das wirklich nötig ist.)

- Ich plane, mit einer Mischung von Muttermilch und HA-Milch anzufangen, um ihn an den Geschmack und seinen Darm an die Verdauung zu gewöhnen. Da ich auch unterwegs füttern werde frage ich mich, wie ich: Muttermilch aufwärmen + mischen mit Pulvermilch am Besten handhabe. Kann ich das Fläschchen zum Beispiel kalt zusammenwerfen und dann erst vor Ort aufwärmen oder löst sich dann das Pulver nicht richtig?

- Kühlschrankkalte abgepumpte Milch kann ich ja mehrere Stunden aufbewahren - geht das mit angerührter gekühlter Milch auch

Und was habt Ihr sonst noch für Geheimtipps?

Danke :blumengabe:

Minstrel

Historia02
30.01.2011, 14:43
Hallo Minstrel,

meine Erfahrungen sind nicht soo umfangreich, ich habe lange gestillt und später dann nur Erfahrung mit Pulvermilch gesammelt. Aber ich kann dir auf jeden Fall eine Isolierflasche (http://img2.baby-markt.de/out/pictures/1/a007942_001.jpg) und einen Milchpulverportionierer (http://img2.baby-markt.de/out/pictures/1/a007846_001.jpg) (darauf kann man aber natürlich auch verzichten) empfehlen. Damit habe ich mir die Fläschchen dann vor Ort gemixt. (Da mein Sohn zu dem Zeitpunkt schon älter als 6 Monate war, habe ich auf das Abkochen von Wasser verzichtet.)

Zum Thema Transport und Erwärmung von Muttermilch kann ich leider nichts sagen. Wir hatten sowohl so eine Isoliertasche (http://www.babychild.org.uk/image/original/tommee-tippee-insulated-bottle-bag-328.jpeg) als auch einen Erwärmer fürs Auto (http://static.letsbuyit.com/filer/images/de/products/original/143/97/auto-babykost-und-flaschenwrmer-die-lieben-sieben-14397837.jpeg) gekauft, aber die haben beide nicht sonderlich viel getaugt.

Bei mir war es so, dass ich im Zuge des Abstillens einfach beschlossen hatte, außerhalb des Hauses nur noch Fläschchen zu geben und nicht mehr mit Muttermilch rumzuhampeln. Irgendwann habe ich dann die ganzen Vorräte weggeschüttet.

Warum willst du HA-Nahrung geben? Neigt dein Kind zu Allergien? Oder meinst du einfach nur ganz normale "Pulvermilch"?

Feinsinn
30.01.2011, 14:55
Tipps für Flaschenzubereitung (http://www.babyernaehrung.de/Milchnahrung/zubereitung)

Wasser habe ich immer abgekocht und etwas abgekühlt (siehe Link).

Mit kaltem Wasser habe ich noch nie was angerührt.

Abgekochtes Wasser hatten wir in Thermosflasche. Unterwegs wurden die Fläschen auch
in Lokalen oder sonstwo aufgewärmt von freundlichen Menschen.

Wir hatten unterwegs auch Thermosflasche mit abgekochten Wasser dabei und konnten so
Flaschen zubereiten, meist war auch schon fertige Flasche dabei.

Raebchen
30.01.2011, 15:02
hallo minstrel,

fuer zuhause mache ich immer einen vorrat an flaschenmilch, der sich dann 24 stunden im kuehlschrank haelt. wenn ich dann eine flasche brauche, mach ich sie im flaschenwaermer warm. fuer unterwegs nehme ich eine thermoskann mit kochendem wasser mit und ein flaeschchen, in dem etwas kaltes wasser drin ist. zusammengemischt ergibt es dann die richtige temperatur (mischverhaeltnis musst du ausprobieren). den pulverportionierer kann ich auch nur empfehlen, das ist unterwegs echt hilfreich, da sonst leicht was daneben geht.


lg
raebchen

Symphonie
30.01.2011, 15:03
Hi
Ich gebe immer erst das Pulver in die Flasche,dann etwas kochendes Wasser und dann kaltes Wasser. Die Mischung bekommst Du schnell raus und die Flasche ist gleich trinkfertig.
Das Wasser habe ich anfangs abgekocht in den Kühlschrank gestellt,danach habe ich es aus der Leitung genommen.

Ich würde immer eher rühren statt schütteln,wegen Schaum und Bauchweh.

Wenn ich kurz unterwegs war habe ich eine Flasche ganz heiß angerührt mitgenommen und sie war dann irgendwann abgekühlt. War ich länger unterwegs oder brauchte mehrere Flaschen hatte ich das Pulver in der Flasche bzw einem Milchportionierer ( gibt es auch bei DM und Rossmann), kaltes Wasser in einer Flasche und heißes in einer Thermoskanne.

Man sagt,die Flaschenmilch soll nicht so lange wiederverwendet werden, zumal sie kühlschrank-kalt ja auch nicht so trinkbar ist. Von daher würde ich schnell mischen. Wir selber nehmen die Milch auch einige Stunden später noch,haben wir ab einem halben jahr gemacht und das auch nicht im Hochsommer.

So,mehr fällt mir gerade nicht ein

Minstrel02
30.01.2011, 15:27
Wow - das ging schnell - vielen Dank!

HA-Milch auf Anraten der KiÄ, da der Vater des Kindes Allergiker ist und wir ja jetzt relativ früh schon abstillen (müssen).


Man sagt,die Flaschenmilch soll nicht so lange wiederverwendet werden, zumal sie kühlschrank-kalt ja auch nicht so trinkbar ist.

Ich dachte halt, ich werfe zu Hause aufgetaute Muttermilch, kaltes Wasser und Pulver zusammen in eine Flasche und wärme die dann vor Ort mit warmem Wasser auf.
Alternativ Flasche mit warmem Wasser anrühren, dann kalt stellen, dann Muttermilch dazu und dann vor Ort wieder erwärmen (klingt kompliziert...)
Oder halt vor Ort kalte Muttermilch, heisses Wasser und Pulver?

Hmmm :knatsch:


dass ich im Zuge des Abstillens einfach beschlossen hatte, außerhalb des Hauses nur noch Fläschchen zu geben und nicht mehr mit Muttermilch rumzuhampeln. Irgendwann habe ich dann die ganzen Vorräte weggeschüttet.

Vielleicht ist das tatsächlich einfacher. Ich habe ein bisschen Sorge, weil er eins von den Bauchwehkindern ist und ich nicht weiss, wie er auf "neue" Nahrung reagiert.

Historia02
30.01.2011, 15:46
Ich dachte halt, ich werfe zu Hause aufgetaute Muttermilch, kaltes Wasser und Pulver zusammen in eine Flasche und wärme die dann vor Ort mit warmem Wasser auf.
Alternativ Flasche mit warmem Wasser anrühren, dann kalt stellen, dann Muttermilch dazu und dann vor Ort wieder erwärmen (klingt kompliziert...)
Oder halt vor Ort kalte Muttermilch, heisses Wasser und Pulver?

Also, wenn du dir noch eine Isolierkanne und so einen Milchpulverportionierer besorgst, dann kannst du das alles unterwegs direkt so mischen, wie du es beschreibst. Ob du nun leere Fläschchen oder Fläschchen, in denen sich ein bisschen (kalte) Muttermilch befindet, mitnimmst, macht ja keinen Unterschied. Wie heißt es doch so schön: Probieren geht über Studieren! :lachen:

Inaktiver User
30.01.2011, 15:48
Hallöchen!

Also, da kann ich mit der Erfahrung unserer Flaschen-Tochter was beisteuern.

Ich habe eine Kanne Fencheltee gekocht (Thema Bauchwehkind) und abkühlen lassen.

Wenn ich dann eine Flasche angerührt habe, einfach die Hälfte Flüssigkeit mit Fencheltee und die andere Hälfte Flüssigkeit mit kochendem Wasser aufgefüllt, Milchpulver dazu (wir hatten gute Erfahrungen mit H IPP Probiotics), kräftig geschüttelt und anschließend aber mit einer Drehbewegung die Luftbläschen herausgerührt (Luftblasen = Blähbauch). Das hat super geklappt und die Mischung hat sich über ein Jahr bewährt!

Beim Ausgehen hatte ich immer schon den Tee im Fläschchen und dann vor Ort das Wasser und Milchpulver dazugegeben.

Viele Grüße,
Barbara

Symphonie
30.01.2011, 15:53
Genau das wollte ich auch gerade schreiben.wenn Du eher ein Bauchwehkind hast dann koche Fencheltee und nehme den anstelle Wasser. Evtl auch Sab Simplex im Hause haben.

Flaschennahrung und Muttermilch zusammen?ich weiß nicht,dann lieber eine Flasche so und eine so...
Erkundige Dich auch mal im Internet welche Nahrung weniger Bauchweh/Verstopfung macht. Ich hatte erst welche von Milupa,die hat bei uns sehr zu verstopfung geführt.
Milasan hingegen nicht. Aptamil damals auch nicht und die Dm Eigenmarke auch nicht

Genneris
30.01.2011, 16:55
Ich habe das Wasser im Topf auf Trinktemperatur abkühlen lassen und dann in eine Thermoskanne umgefüllt. Für das Messen der Wassertemperatur habe ich mir ein Bratenthermometer gekauft und bin damit gut zurecht gekommen. Wenn du mit gekühlter Muttermilch mischen willst kann du das Wasser evtl. etwas wärmer lassen. Als Sorte hatte ich bei beiden Kindern Beba H.A.. Von Beba gibt es in der Stufe 1 auch fertig angerührte Milch in 250 ml. Ist zwar natürlich teurer aber für unterwegs schon mal ganz schön. Sonst kannst du für wie schon gepostet das Pulver in der benötigten Menge abmessen und warmes Wasser in einer Thermosflasche mitnehmen oder direkt in die Babyflasche füllen und diese dann in einem Isolierbehälter mitnehmen. Ich hatte für unterwegs ein Teil namens Tommy Tippee mit einem Pulverbehälter mit in einem Warmhaltebehälter drin aber so wirklich warmgehalten hat der nicht.

Gruß Genneris

callalilly
30.01.2011, 17:40
Ich habe immer eine Thermosflasche mit heißem Wasser und eine mit abgekühltem abgekochtem Wasser dabei. Unterwegs schmeiße ich die beiden zusammen ( ist ca 1/3 heiß und 2/3 kalt ) Pulver dazu fertig. Wie du das anfangs mit der MuMilch machen kannst, weiß ich allerdings auch nicht, da ich nur Fläschchen gebe.

xanidae
30.01.2011, 18:52
also ich würde erst die ha-milch anrühren und dann mit mumi mischen. wenn das baby z. b. ca. 120ml trinkt und du 60ml mumi hast, würde ich 70 - 80ml ha-milch anrühren und dann die mumi dazukippen.

anrühren geht am einfachsten mit heißem und kaltem wasser. man kann statt abgekochtem wasser auch bestimmte stille wasser für unterwegs nehmen,
ich habe das kalte wasser schon in die fläschchen gefüllt, eine thermoskanne mit heißem wasser, eine trinkflasche stilles wasser (eigentlich für mich zum trinken, aber auch um eine mögliche dritte flasche noch mixen zu können) und einen pulverportionierer.
auch hatte ich zwei thermobehälter besessen. je nach dem wann wir los sind, habe ich ein fläschchen auch schon komplett vorbereitet.

das timing und das mixen bekommt man mit der zeit gut hin. erfordert halt übung und routine, aber das bekommt man schnell.

Inaktiver User
30.01.2011, 19:38
Hallo :-)

Also ich mache das genauso, wie hier mehrfach schon beschrieben: Milchpulver Portionierer, zwei Thermoskannen, eine Kanne mit heißem Fencheltee und die andere mit kaltem Wasser.

HA Nahrung macht lt. meiner Hebamma Blähungen. Vielleicht solltest du auch rein prophylaktisch Fencheltee zum Anrühren nehmen.

Was mich aber wundert ist, dass man Muttermilch mit Flaschenmilch mischen kann? Lt. Hebamme geht das gar nicht. Da ich aber immer so wenig Muttermilch hatte, war die Begründung dafür uninteressant für mich, also habe ich auch nicht gefragt.

Ach ja, wir schütteln hier die Flaschen auch nicht sondern rühren (wie erwähnt: Luftbläschen = Blähungen).

Alles Gute.

BW

colina99
30.01.2011, 20:12
Hallo,

für daheim kann ich den Cooltwister (einfach so bei Google eingeben) sehr empfehlen. Funktioniert nach dem Wärmeaustauschprinzip, man füllt einfach oben frisches, kochendes Wasser ein und bekommt es unten in genau der Temperatur raus, die für das benutzte Milchpulver erforderlich ist.

Bei meinen großen Töchtern habe ich auch noch kaltes und heißes Wasser gemischt und vorher dafür das Mischungsverhältnis mit dem Thermometer genau ausgeklügelt, aber jetzt schwöre ich auf den Cooltwister. Habe zwar noch gar nicht auf Fläschchen umgestellt, aber unsere Jüngste bekommt seit einiger Zeit Beikost und wir nutzen den Cooltwister, um ihren Brei anzurühren. Das ist so einfach und man kann sich sicher sein, dass die Temperatur stimmt - und das ist ja wichtig, denn rührt man zu heiß an, zerstört man u.U. wertvolle Nährstoffe, ist's nicht mehr so warm wie die Zubereitungsanleitung es empfiehlt, kann es passieren, dass es klumpt.

Viele Grüße und alles Gute :blumengabe:
Colina

Pfefferminzia
30.01.2011, 20:43
Hallo,

da hier in Frankreich von der Verwendung von Leitungswasser - auch abgekocht - für Babynahrung strikt abgeraten wird, machen wir Flaschen nur mit Mineralwasser (und trinken das Leitungswasser ehrlich gesagt auch nicht mehr :knatsch:). Das ist allerdings so viel praktischer, dass wir auch in Deutschland lieber einen Pack Wasser kaufen, als uns mit mehreren Thermosflaschen und Temperaturfragen rumzuärgern. Wasser in die Flasche, Flasche 40 Sekunden in die Mikrowelle (je nach Mikrowelle auszuprobieren), Milchpulver dazu, schütteln, fertig.
Für unterwegs, einfach eine Flasche Wasser und portioniertes Milchpulver, eine Mikrowelle zum warm machen findet man eigentlich immer, oder man muss eben einen Flaschenwärmer mitnehmen.

Schöne Grüsse!

Minstrel02
30.01.2011, 21:15
Vielen Dank für so viel geballte Fachkompetenz! :blumengabe::blumengabe:

Ich denke ich werde die Variante mit Fencheltee und heiss/kalt mischen wählen. Und dann irgendwie schauen, dass ich die Materialmengen so gering wie möglich halte. (Mikrowelle haben wir nicht.)

Seit ein paar Tagen liegt unser Kleiner (wieder) nicht mehr im Kinderwagen - brüllt wie am Spiess, sobald er die Matte berührt und beruhigt sich nicht mehr. Das heisst, ich bin wieder tragend unterwegs und mit >6 kg Baby vor dem Bauch nehme ich lieber nur einen kleinen Rucksack mit...


Was mich aber wundert ist, dass man Muttermilch mit Flaschenmilch mischen kann? Lt. Hebamme geht das gar nicht.

Weisst Du noch, warum nicht? Ich hab den Tipp von der Mütterberatung, um ihn langsam an den neuen Geschmack zu gewöhnen und er hat sich heute das Fläschchen in Nullkommanix reingezischt :freches grinsen: Bisher habe ich auch nichts ungewöhnliches beobachtet (nur dass sein Urin auf einmal gelber ist - wird an der Zusammensetzung der Pulvermilch liegen).

Er trinkt aus der Flasche immer Riesenmengen (gerne bis zu 300 mL). Wir haben ihn heute nach 180 mL gestoppt, da ich ja noch teilweise weiterstillen will und Angst habe, dass er seinen kompletten Bedarf aus der Flasche deckt, wenn ich nicht gegensteuere. Wie sind da Eure Erfahrungen?

Historia02
30.01.2011, 21:53
Er trinkt aus der Flasche immer Riesenmengen (gerne bis zu 300 mL). Wir haben ihn heute nach 180 mL gestoppt, da ich ja noch teilweise weiterstillen will und Angst habe, dass er seinen kompletten Bedarf aus der Flasche deckt, wenn ich nicht gegensteuere. Wie sind da Eure Erfahrungen?

Naja, es kommt drauf an, wie schnell du abstillen willst. Ich war echt froh, als mein Kleiner endlich die Flasche genommen hat, es war ein ziemlicher Kampf über Wochen ...

Wärst du denn arg traurig, wenn er die Brust nicht mehr will?

Minstrel02
30.01.2011, 22:04
Obwohl ich das nicht erwartet hätte - irgendwie schon. Am Anfang war Stillen nur Schmerz und Kampf - aber jetzt schaut er manchmal mit seinen grossen blauen Augen zu mir hoch und macht kleine Geräusche und grinst ...:liebe:

Und da ich ihn ja bald auch 11 h/Tag verlassen muss, fände ich Stillen als Start und Abschluss eines Tages irgendwie noch schön.

Er hat aber von Anfang an aus allem getrunken, was man ihm unter die Nase gehalten hat... (Essen wird nicht abgelehnt - das hat er von mir :freches grinsen:)

xanidae
31.01.2011, 07:57
ich habe nicht so viel ahnung vom stillen (war 3 monate schwierig) und abstillen (von jetzt auf gleich), aber ich meine mich an die erzählungen zu erinnern, dass es sinnvoll ist, komplette mahlzeiten zu ersetzen und nicht nachzustillen, um dann irgendwann nur noch morgends und abends oder nachts zu stillen.

dies zwar meistens im zusammenhang mit beikost, aber warum nicht dies auch auf den fläschchenübergang übertragen.

hier gibt es viele, die mehr erfahrung mit stillen & co haben, die können bestimmt besser erklären, wie man es hinkriegt, dass man abends und morgens stillen kann.

Schattenkatlchen
31.01.2011, 08:59
Hallo Minstrel :ahoi:

zum Thema Fläschchenzubereitung: also ich würde mir das Hantieren mit Mumi und Pulver schenken und lieber nur Pulver anrühren. Finde das sonst echt umständlich. Ich hab immer eine Flasche kaltes, abgekochtes Wasser im Kühlschrank stehen und mische dann kochendes Wasser mit kaltem und gebe dann erst das Pulver dazu, dann klumpt auch nix und die Vitamine, etc. bleiben erhalten. Probier mal rum, wann die richtige Trinktemperatur erreicht ist, bei uns ist z.B. für ein Fläschchen mit 165 ml Trinkmenge richtig, wenn ich 80ml kaltes und 70ml heißes mixe. Aber das musst Du einfach mal ein bißchen probieren, meine Maus hasst zu kalte Flüssigkeit.

Unterwegs mach ich es meist wie Symphonie und rühre das Fläschchen daheim heiß an und dann ist es kalt bis es zum Einsatz kommt. Bin ich länger weg schleppe ich Pulver und Wasser extra mit, oder auch nur Pulver, je nachdem wohin Du gehst ob es da die Möglíchkeit zum Fläschchen machen gibt.

Wegen Abstillen: Also ich hab immer die kompletten Mahlzeiten ersetzt Tag für Tag. Also immer einmal weniger angelegt. Am Schluss hab ich nur noch morgens gestillt und dann gar nicht mehr. Kann halt sein, dass Du dann weniger Milch "produzierst" und es evtl nötig wird, doch noch zuzufüttern morgens und /oder abends, weil das Baby nicht satt wird. Aber wenn Du den Milchfluss aufrecht erhalten willst auf jeden Fall erst anlegen und dann zufüttern, sonst ist Mini satt und Du hast noch Milch übrig.

Viel Erfolg! :blumengabe:

Minstrel02
31.01.2011, 10:49
Ja, ich habe auch vor, eine Mahlzeit nach der anderen zu ersetzen und habe jetzt mit der Nachmittagsmahlzeit angefangen. (Die Muttermilch stammt noch aus alten Gefrierschrankbeständen)

Ich denke halt nur, dass die 300 mL, die er sich aus der Flasche gerne mal reinzieht, mehr als einer Mahlzeit an der Brust entsprechen. Daher meine Sorge, dass er dann weitere Brustmahlzeiten ungeplant von alleine abstillt.

Andererseits scheint die Pulvermilch weniger gehaltvoll zu sein als meine (derzeitige) Muttermilch - nach der Haifischattacke auf meine Brust gestern Nacht zu schliessen...

Wieviel ist denn das Maximum, das Eure per Fläschchen trinken und wieviele Mahlzeiten habt Ihr noch pro Tag?

Anscheinend ist die Pulvermilch tatsächlich eine Umstellung für seinen Darm, denn wir hatten wieder eine unruhige Nacht und schon den ganzen Vormittag Darmgeräusche und Gemotze. Normalerweise stille ich ihn ja dann nachts irgendwann auch ausserhalb der üblichen Zeiten, damit alle wieder zur Ruhe kommen, aber das kann ich ja jetzt nicht machen, weil das dann den Milchfluss wieder anregen würde....

Minstrel02
31.01.2011, 11:14
So - im Tragetuch ist Ruhe :freches grinsen:

Ich hab heute Morgen schon einen Milchpulverportionierer gekauft. Thermosflasche ist ohnehin vorhanden (obwohl eine kleinere/leichtere noch nett wäre).

Habe jetzt Fencheltee aufgebrüht und folgenden Plan ausgetüftelt: vor dem Losgehen korrekte Menge Tee heiss ins Fläschchen füllen und zusätzlich Thermosflasche mitnehmen. Entweder der Tee hat dann gerade die richtige Temperatur, oder ich kann abgiessen/heiss nachfüllen, bis es stimmt.

Und an der schieren Menge der Gedanken, die ich mir zu diesem Thema mache, kann man schon eine der anstrengenden Nebenwirkungen der Mutterschutzzeit sehen: intellektuelle Unterforderung...

Einerseits freue ich mich daher auf die Arbeit, andererseits habe ich mit einer Gemengelage von Schuldgefühlen zu kämpfen... Zum Beispiel die Sache mit dem Abstillen nach (nur?) drei Monaten - ganz gegen die Empfehlung, obwohl es bei uns mit dem Stillen super läuft und obwohl er anscheinend auch nocht Bauchweh davon bekommt - nur weil Mama arbeiten will....? (Daher wohl auch die Sorge, dass er doch zumindest morgens/nachts/abends weitertrinken möge.)

grasgreen
31.01.2011, 11:39
Hallo Minstrel,

ich habe vor kurzem bei den Novembermamis übers Abstillen berichtet. Ich wurde von meiner Hebamme begleitet. Habs nochmal hier rein kopiert:

"Also das Stillen hat bei meinem Kleinen immer sehr laaaaange gedauert (deshalb wohl auch immer wunde Brustwarzen).
Ich habe dann so nach und nach die Trinkzeiten "gekürzt". Also z.B. drei Tage lang beim Stillen statt 30 Minuten nur 25 Minuten trinken lassen und als Ergänzung hinterher PRE-Nahrung im Fläschchen gegeben. Nach 3 Tagen dann von 25 auf 20 Minuten gekürzt etc. Als ich gemerkt habe, dass ich nicht mehr so viel Milch wie vorher hatte, habe ich dann einfach eine Mahlzeit komplett durch die Flasche ersetzt. Im Moment ist es so, dass ich 3 mal am Tag stille plus eine kleine Flasche und 2 mal am Tag nur die Flasche gebe."

Ich muss sagen, ich bin damit gut gefahren. Ich hatte immer Bammel vor Milchstau und habe deshalb nicht gleich von Anfang an eine Mahlzeit ersetzt. Als ich zu Beginn nach jedem Stillen die Flasche gegeben habe, hab ich mit 40 bis 80 ml Pre-Nahrung angefangen. Und je kürzer ich die Stillmahlzeiten gehalten habe, umso mehr habe ich ihm gegeben.

Durch dieses langsame Heranführen an die Flasche hat mein Kleiner nie Bauchweh oder Verstopfung bekommen. Jetzt nach knapp 4 Wochen stille ich noch ein bis zwei mal am Tag. Aber auch nur kurz und hinterher gibts immer die Flasche.

Mittlerweile trinkt er 5 mal am Tag (Meistens gegen 5 Uhr, 9 Uhr, 13 Uhr, 17 Uhr und 22 Uhr). Bekommt er nur die Flasche, dann trinkt er ca. 150 bis 200 ml. Bekommt er die Flasche als Ergänzung zum Stillen trinkt er ca. 100 bis 150 ml. Er ist jetzt 10 Wochen alt.

Seit ich die Flasche gebe, sind die Nächte übrigens supergut. Er schläft bis zum ersten Hunger zwischen 6 und 9 Stunden durch. Und das jetzt wirklich jede Nacht seit 3 Wochen. Ein Traum!
Vorher kam er alle 3-4 Stunden.

Viele Grüße
grasgeen

Minstrel02
31.01.2011, 11:47
Danke :blumengabe:

Ich muss das Programm etwas rigoroser durchziehen, da ich schneller abgestillt haben muss. Aber nur 5 Mahlzeiten am Tag sind ein Traum! Und Dein Zeitplan hat mich inspiriert, evtl. zwei Abendmahlzeiten zusammenzulegen. Ich stille jetzt um 8, 12, 16, 19, 22 und dann immer ca. 4, manchmal auch noch 1 h.

Da er um 20 h ins Bett geht, wecke ich ihn für die 22 h Mahlzeit und das hat sich als wenig fruchtbar erwiesen... Er trinkt dann sehr müde und hält meist nicht länger durch, als wenn ich diese Mahlzeit auslasse.

Wenn ich die Morgenmahlzeit vorziehe (was ich eh muss, wenn ich arbeiten gehe), kommen wir vielleicht auch in einen besseren Rhythmus.

Historia02
31.01.2011, 13:02
Einerseits freue ich mich daher auf die Arbeit, andererseits habe ich mit einer Gemengelage von Schuldgefühlen zu kämpfen... Zum Beispiel die Sache mit dem Abstillen nach (nur?) drei Monaten - ganz gegen die Empfehlung, obwohl es bei uns mit dem Stillen super läuft und obwohl er anscheinend auch nocht Bauchweh davon bekommt - nur weil Mama arbeiten will....? (Daher wohl auch die Sorge, dass er doch zumindest morgens/nachts/abends weitertrinken möge.)

Ja, die blöden Schuldgefühle. Die kennt wohl jede arbeitende Mutter ...

Zum Stillen: Wenn es mit dem Stillen so gut klappt und dein Kind problemlos zwischen Flasche und Brust hin- und herwechselt, dann still doch einfach abends und nachts weiter, solange du magst. Vielleicht erledigt sich das Thema eh bald von alleine, wenn nicht, dann genieße es noch ein bisschen.

Nach 6 Monaten kippt eh die Stimmung, wenn du dann noch stillst, gerätst du eh unter Verdacht, etwas merkwürdig zu sein. Kurzum: Wie man's macht, macht man's falsch! ;-)
Also mache es einfach so, wie es sich für dich richtig anfühlt. Spätestens in einem Jahr ist das alles pillepalle, ähnlich wie mit der Abinote ... :freches grinsen:

Edelherb
31.01.2011, 13:22
Und da ich ihn ja bald auch 11 h/Tag verlassen muss, fände ich Stillen als Start und Abschluss eines Tages irgendwie noch schön.


So geht's mir auch, bin ja derzeit auch 11 Stunden am Tag weg. :smile:

Abpumpen ist keine Alternative? Ich komme gut damit klar, pumpe zweimal untertags, allerdings ist es bei mir ja auch nur zeitlich begrenzt. Kinder bekommen teils abgepumpte Milch, teils Pre-Milch, und bei uns natürlich auch schon Beikost.

Minstrel02
31.01.2011, 17:23
Abpumpen ist keine Alternative?

An vielen Tagen würde das gehen, an etlichen Tagen (Kundenbesuche) aber nur schlecht und irgendwie mag ich ganztägige Kundenmeetings dann auch nicht mit dem Hinweis verlassen, dass ich mal ne halbe Stunde Milch abpumpen gehe... Und nur ab und an pumpen geht ja dann auch wieder nicht.

Ich werd`s also so machen, wie von Historia vorgeschlagen und stillen, so lange es halt geht. Richtig machen kann man`s ja eben eh nicht - drum muss man wohl das, was man macht, zum "Richtigen" machen.

Wie geht es Dir denn mit den langen Abwesenheiten und wie habt Ihr Euren Tag organisiert? Würde mich sehr freuen, mehr darüber zu lesen!

Minstrel02
31.01.2011, 18:04
Er hat das Fencheltee-Fläschchen anstandslos getrunken. Dafür habe ich jetzt die ersten geröteten und harten Stellen an der Brust. Mist!

Inaktiver User
01.02.2011, 08:15
Hi,

ich hab drei Monate abgepumpt und dann kam nicht mehr genug.

Ich habe dann immer gegeben, was ging und dann noch PreMilch drauf.

Der Kleine hatte aber dann Blähungen. Obs von der Mischung kam, weiß ich nicht.

Musst du ausprobieren.

In dem Alter hatte ich alle 3 - 4 Stunden (auch nachts) eine Flasche mit ca. 180 ml.

Wasser abgekocht habe ich ab 6 Monate nicht mehr, da wir aber auch eine 1 a Wasserqualität haben.

Für unterwegs (wenn ich nur 2 Stunden weg war) habe ich eine Flasche bereits fertig angerührt (ganz heiß) und im Thermobeutel mitgenommen. Ansonsten habe ich heißes Wasser immer in einer Thermoskanne gehabt und eine Flasche mit kaltem Wasser (abgekocht) und habe dann zusammengeschüttet.

Minstrel02
01.02.2011, 09:04
Da ich hier soviel guten Rat bekommen habe, habt Ihr vielleicht auch einen kreativen Vorschlag zum nächsten Problem?

Wir haben im Moment folgenden Rhythmus:

Aufstehen und Frühstücksmahlzeit: 7:30 h
Mittagsmahlzeit: 12 h
Nachmittag: 16 h
Abend: 19 h
1. Nachtmahlzeit: 1 - 2h
2. Nachtmahlzeit: 2-3 h

Ich habe jetzt zuerst die Nachmittagsmahlzeit ersetzt. Jetzt wäre die Vormittagsmahlzeit dran, damit ich dazwischen noch einmal stillen kann. Nur dass wir ja keine "klare" Vormittagsmahlzeit haben...

Hat irgendjemand einen Vorschlag, was ich schrauben könnte, um eine der Nachtmahlzeiten das Frühstück werden zu lassen? Und soll ich unterdessen die 7:30 h Mahlzeit als "Vormittag" betrachten und ersetzen (muss ich ja wohl....)?

Ich habe schon versucht, die Nacht 1-Mahlzeit vorzuverlegen auf 23 h, aber dann nimmt er einfach eine mehr :knatsch: Und das will ich ja im Moment nicht, um den Milchfluss nicht weiter anzuregen.

Edelherb
01.02.2011, 10:18
Wie geht es Dir denn mit den langen Abwesenheiten und wie habt Ihr Euren Tag organisiert? Würde mich sehr freuen, mehr darüber zu lesen!

Ich stehe kurz nach 6 auf und gehe nach 7 aus dem Haus. Anfangs habe ich dann konsequent die Kinder noch gestillt, das mache ich jetzt nicht mehr, weil sie dann manchmal wach werden und nicht mehr einschlafen. Ich mache es davon abhängig, wie die Nacht war - so etwas wie einen Rhythmus gibt's hier nämlich nicht. :knatsch: Diese Nacht kamen beide Kinder dauernd, ich glaub stündlich, da haben sie genug bekommen. Einer wurde wach, als ich aufstand, den hab ich dann erstmal wieder in den Schlaf gestillt. Wenn es bei einem Kind schon ein paar Stunden her ist, dass es das letzte Mal getrunken hat, stille ich aber auch nochmal.

Gegen 18:00h bin ich dann wieder zurück. Bisher habe ich dann immer den Abendbrei gemacht, aber zur Zeit ist das was spät, sie sind schon vorher quäkig und hungrig. Gestern hatte mein Mann ihn dann schon vorher gemacht, das war besser. Ich mache sie dann bettfertig und stille sie anschließend auch nochmal. Die Zeit, wo ich sie wach erlebe, ist also sehr, sehr begrenzt, auf Dauer wollte ich das nicht so. Obwohl mir das Arbeiten gehen Spaß macht und mir auch Energie gibt.

Minstrel02
01.02.2011, 10:40
Danke :blumengabe: So ähnlich wird es bei uns wohl auch laufen und mir grauts auch schon ein wenig davor, nur so wenig von ihm mitzubekommen.

Wenn Du nachts stündlich stillst - hast Du dann keine Probleme mit Milchstau?

Hast Du sie dann morgens jeweils geweckt/gewickelt zum Stillen? Und wie lief es dann mit den Tagesmahlzeiten? Nach Bedarf und unterschiedlich?

Und: wie schaffst Du es, zu arbeiten, nach so einer Nacht? (Oder zwei oder drei davon?)

Edelherb
01.02.2011, 10:43
Danke :blumengabe: So ähnlich wird es bei uns wohl auch laufen und mir grauts auch schon ein wenig davor, nur so wenig von ihm mitzubekommen.

Wenn Du nachts stündlich stillst - hast Du dann keine Probleme mit Milchstau?

Ich stille zum Glück nicht immer stündlich. Und diese Stillstopps sind vermutlich weniger zur Nahrungsaufnahme, als zur Beruhigung. Jedenfalls habe ich kein Problem mit Milchstau.


Hast Du sie dann morgens jeweils geweckt/gewickelt zum Stillen? Und wie lief es dann mit den Tagesmahlzeiten? Nach Bedarf und unterschiedlich?

Gewickelt nicht, nur geweckt. Bzw. halt genommen und angelegt, dann wird im Halbschlaf getrunken, idealerweise wachen sie gar nicht richtig auf. Einer liegt meist auch in unserem Bett in der Mitte, den kann ich dann noch leichter anlegen, weil das hochholen und weglegen entfällt.

Tagsüber bekommen sie jetzt die Mahlzeiten halbwegs geregelt. Aber wenn es vorher Bedarf gibt, bekommen sie natürlich vorher etwas.


Und: wie schaffst Du es, zu arbeiten, nach so einer Nacht? (Oder zwei oder drei davon?)
Ich weiß nicht wie, aber es geht erstaunlich gut.

Minstrel02
01.02.2011, 11:27
Besteht denn die Chance, dass Du Stunden reduzieren kannst?

Edelherb
01.02.2011, 11:56
Besteht denn die Chance, dass Du Stunden reduzieren kannst?

Ja, schon. :smile: Ich gehe jetzt nur Vollzeit arbeiten, solange mein Mann in Elternzeit ist (2 Monate). Dann geh ich nochmal in Elternzeit und anschließend jedenfalls nur Teilzeit. Bis die Kinder zwei sind, geht es problemlos (rechtlich), danach aber bestimmt auch. Ich will sie einfach auch noch etwas aufwachsen sehen.

Vollzeit wäre für mich nur akzeptabel, wenn die Arbeitswege kürzer wären - und vielleicht auch die Kinder schon was größer.

Minstrel02
01.02.2011, 11:59
Klingt gut!

Das mit der Elternzeit ist schon eine sehr gute Sache. Ich wünschte, wir hätten auch etwas ähnliches. Ich werde aber wohl auch versuchen, auf Teilzeit zu gehen, wenn ich ein paar Monate zurück bin und es halbwegs läuft.

Inaktiver User
01.02.2011, 17:39
Trotzdem Edelherb, du hast meinen Respekt, wie du das alles so machst.

@ Minstrel

Zu den Mengen denke ich, dass sich die Nachtstops automatisch von selbst erledigen, wenn die jeweils getrunkene Milchmenge sich steigert. Das hängt vom Alter ab.

Und manche Mamis stehen ewig mindestens noch einmal pro Nacht auf. Wenn du darauf Einfluss nehmen kannst, wäre es vielleicht die letzte Mahlzeit am Abend, die du später und viel gibst.

Minstrel02
01.02.2011, 17:59
Ich hab gar nicht so ein Riesenproblem mit dem nächtlichen Trinken. Ich finds nur schade, dass die erste Hauptmahlzeit des Tages erst um 7:30 h ist und demzufolge ohne mich stattfinden wird. Wär schön, wenn die Mahlzeit, zu der er viel trinkt, um 6 h wäre und dann die Vormittagsmahlzeit vielleicht gegen 9 oder so.

Aber wahrscheinlich habe ich mal wieder zu hohe Ansprüche...

Inaktiver User
02.02.2011, 08:44
Mein kleiner Sohn hier hat nachts ein 12 Stunden Schlafbedürfnis. D.h. er geht gegen 20.00 Uhr ins Bett und kriegte seine erste Flasche dann auch gegen 8.00 Uhr. Inzwischen frühstückt er.

Vielleicht könntest du ihn früher hinlegen, also die Schlafzeiten verschieben ? Dann ist er allerdings auch früher auf der Bildfläche.

Ich kann das sehr gut verstehen, dass du das morgens machen magst. Habe das gleiche "Problem", wenn ich jetzt im März wieder arbeiten gehe.

Aber ich lass dann meinem Mann die Morgenzeit und gut, ich arbeite auch nicht ganz so lang. Da geht das.

Minstrel02
02.02.2011, 09:55
Wenn ich ihn früher hinleg, haben wir halt dasselbe Problem mit der Abendmahlzeit. Hmpf. Ja, ich werde wohl auch den Morgen an meinen Mann abtreten.

Mir bleiben ja immer noch die Nächte :freches grinsen:

Einen Versuch starte ich aber noch:
Ich werde morgen mal um 6 h füttern und dann ggf. um 9 eine kleine Zwischenmahlzeit geben und um 12 dann wieder die Hauptmahlzeit. Wenn er das akzeptiert, wäre das super.

Inaktiver User
04.02.2011, 08:07
Hallo Ministrel,

du schreibst, dass die Pulvermilch nicht gehaltvoll genug zu sein scheint, nimmst du die PRE-Milch? Das war bei unserer schon nach knapp 3 Wochen zu wenig. Aber nach der Umstellung auf die 1er-Milch konnten wir sie bis zum Ende der reinen Flaschenzeit nehmen.

Die Nummer mit den Darmgeräuschen kann daran liegen, dass sie beim Nuckeln an der Flasche zu schnell trinken und zuviel Luft schlucken. Wenn er die Flasche gerade so abpumpt, dann dreh die Flasche einfach mit dem Luftloch nach unten. Dann muss er sich etwas mehr anstrengen und es dauert länger, bis die Flasche leer ist - also statt 3 Minuten 5 Minuten *g*.

Und die nächtlichen Hungerattacken lassen sich abends etwas vorbereiten, indem du ihm ab 18 Uhr alle zwei Stunden etwas Milch anbietest (am besten in der Flasche, damit sich deine Milchproduktion nicht verändert) und ihn trinken lässt, soviel er will. So werden die Hungerattacken nachts kürzer.

Ansonsten: sei froh, dass dein Würmchen so einen tollen Rhythmus hat. Ich glaube, viele gäben etwas um ein so schön eingespieltes Kind. Das ändert sich von allein wieder! ;-)

Grüßle, Barbara

Minstrel02
04.02.2011, 08:45
Hallo Barbara,

danke für die Tipps.

Sauger nach unten werde ich gleich heute ausprobieren, denn der junge Mann ext sein Fläschchen jeweils in Nullkommanix.

Die Blähungen kommen auch, wenn er nur aus der Brust trinkt. Ich habe meine Anlegetechnik mehrfach überprüfen lassen, aber niemand konnte was finden. Ich lasse ihn gründlich aufstossen, aber auch das verhindert die Blähattacken nicht. Aber je älter er wird, desto besser kommt er damit zurecht.

Wir nehmen 1er Milch und ich stoppe ihn jetzt bei 170 mL. Er würde auch mehr trinken, aber ich hänge ja eben auch noch am Stillen und möchte, dass er auch da noch trinkt. Aus demselben Grund traue ich mich das:

indem du ihm ab 18 Uhr alle zwei Stunden etwas Milch anbietest (am besten in der Flasche, damit sich deine Milchproduktion nicht verändert) und ihn trinken lässt, soviel er will.

nicht. Ich bin mir sicher, er würde sich 300 mL reinzischen... (Hat er bei meinem Mann schonmal mit abgepumpter Milch gemacht) und ich stünde da mit vollen Brüsten.

Aber ich bin jetzt dazu übergegangen, nachts nur noch zu stillen, wenn es wirklich Hunger ist und er wach ist und stille dann im Sitzen. Dann trinkt er sich nämlich auch satt und die Abstände werden wieder länger.

Jetzt haben wir nachts eine sehr gute Situation: stillen um 19 h, 2 h, 6 h - allerdings mit Aufwachen und Motzen -> Bauchmassagen um 0 h und 4 h.


Ansonsten: sei froh, dass dein Würmchen so einen tollen Rhythmus hat.
Das bin ich! Wir haben alle beide daran gearbeitet. Er hatte es am Anfang nicht so leicht, auf der Welt anzukommen und mit der Zeit habe ich festgestellt, dass es ihm hilft, wenn er weiss wann was auf ihn zukommt. Ich habe dann seinen eigenen Rhythmus über eine Zeit genau beobachtet und dann gemeinsam mit ihm sein Muster noch etwas verfestigt.

Wir hatten schon 3 Wachstumsschübe mit wieder vollständigem Chaos, aber er ist jedesmal zu seinem Muster zurückgekehrt.

Historia02
04.02.2011, 09:28
Hallo Ministrel,

du schreibst, dass die Pulvermilch nicht gehaltvoll genug zu sein scheint, nimmst du die PRE-Milch? Das war bei unserer schon nach knapp 3 Wochen zu wenig.

Ich frage mich immer wieder, wenn ich sowas lese, was das eigentlich bedeutet? Hat das Kind "zu schnell" wieder Hunger? Oder woran macht man fest, dass Pulvermilch nicht gehaltvoll genug ist?

Ähnliches habe ich auch beim Stillen gehört, nach 6 Monaten sei die Milch nicht mehr so "gehaltvoll". Aber was soll das überhaupt heißen?

Inaktiver User
04.02.2011, 13:45
Hi Historia,

die Sache mit der PRE-Milch und der 1er-Milch konnte ich daran feststellen, indem wir unserer Kleinen mit 20 Tagen alle 1,5 Stunden eine Flasche machen musste, weil sie immer wieder Hunger hatte. Bis die Flasche leer, das Bäuerchen gemacht, die Windel gewechselt ist und man sich setzen will kommt schon der nächste Hunger. Mit der 1er-Milch hatten wir nach kurzer Zeit einen Rhythmus von 3 Stunden.. also gehaltvoller! ;-)

Grüßle

Minstrel02
04.02.2011, 17:12
Der Tipp mit dem Sauger hat super funktioniert. Er musste richtig arbeiten und war hinterher viel zufriedener, als bei der schnellen auf ex Methode.

Danke :blumengabe:

Inaktiver User
05.02.2011, 17:28
Freut mich, dass es geklappt hat! :-) Das wird einer der ersten Tricks in der Kinderzeit sein, den du anwendest.

Hatten heute beim Einkaufen wieder einen Tobsuchtsanfall mit Schreien und auf dem Boden wälzen.. alle waren entsetzt und ich hab meinen Mann gezwungen, sie zu ignorieren. Und als ich sagt, ich gehe jetzt und zur Tür bin war schlagartig Ruhe und ich hatte das brävste Mädchen der Welt neben mir. *g*