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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Würdet Ihr dieser Familie ein Haus vermieten?



Frau_Elke
29.01.2011, 18:55
Hallo zusammen,

ich habe ein Zweifamilienhaus (Altbau). Vor ca. 10 Jahren habe ich die Wohnung im Erdgeschoß an ein Paar vermietet, das einige Zeit später geheiratet u. ein Kind bekommen hat. Die Miete wurde stets pünktlich und auf den Cent genau bezahlt. Das Ehepaar wollte aber noch ein zweites Kind u. dann ausziehen, weil die Wohnung nur für maximal 3 Personen ausgelegt ist. Soweit, so gut.

Nun hat die Familie 3 Kinder, weil die Mieterin kurze Zeit nach der Geburt des zweiten Kindes wieder schwanger wurde. Ausgezogen sind sie aber nicht. Die Mieter sind an mich herangetreten, weil sie nun das gesamte Haus mieten wollen. Sie ließen auch durchblicken, dass ich froh sein könnte, dass sie überhaupt in meiner "Bruchbude" weiter wohnen wollten, wo sie für denselben Mietzins ein fast neuwertiges, energetisch optimiertes Haus haben könnten.

Die Fakten:
Der Mieter hat eine Halbtagsstelle in einer Stadt, die 70 km vom Wohnort entfernt ist. Außerdem arbeitet er noch weiterhin selbstständig. In ein paar Jahren will er wieder ausschließlich von der Selbstständigkeit leben.
Die Mieterin bekommt noch Elterngeld, das aber bald ausläuft. Die nächsten 3 Jahre will sie nicht mehr arbeiten gehen u. dann höchstens auf 400€ Basis. Vor den Geburten der beiden jüngsten Kinder war sie vollzeit berufstätig.
Allerdings wäre die Warmmiete für das ganze Haus ungefähr doppelt so hoch wie die bisherige Miete für die Erdgeschoßwohnung.

Inaktiver User
29.01.2011, 19:10
*gg*

ich würde wohl durchblicken lassen, dass für ihre Familie "ein fast neuwertiges, energetisch optimiertes Haus" doch viel besser ist.

brighid
29.01.2011, 19:13
Sie ließen auch durchblicken, dass ich froh sein könnte, dass sie überhaupt in meiner "Bruchbude" weiter wohnen wollten, wo sie für denselben Mietzins ein fast neuwertiges, energetisch optimiertes Haus haben könnten.

[.

und tschüss, auf zum neuwertigen energetisch optimierten haus. :freches grinsen:

nicht die für mich nicht nachvollziehbaren wirtschaftlichen wirrungen- aber der ausspruch, du könntest froh sein, wäre für mich der ausschlaggebende punkt.

legrain
29.01.2011, 19:14
hast du das almosen wirklich not?

Inaktiver User
29.01.2011, 21:07
Also ich habe auch einen AB mit zwei Wohnungen, eine Wohnung steht seit Jahren leer, weil die oberen Mieter die unteren regelmäßig rausmobben. Jetzt wollen sie meine "Baracke" kaufen, bevor sie vollends zu Grunde geht. Ich ziehe in die leere Wohnung dort mitte des Jahres ein und werde mir nichts mehr gefallen lassen. War viel zu lange nett.

Wenn meine Mieter nicht über die nötigen Umgangsformen verfügen, will ich auch nicht mehr, dass es meine Mieter sind.

angie2
29.01.2011, 21:47
Also ich habe auch einen AB mit zwei Wohnungen, eine Wohnung steht seit Jahren leer, weil die oberen Mieter die unteren regelmäßig rausmobben. Jetzt wollen sie meine "Baracke" kaufen, bevor sie vollends zu Grunde geht. Ich ziehe in die leere Wohnung dort mitte des Jahres ein und werde mir nichts mehr gefallen lassen. War viel zu lange nett.

Wenn meine Mieter nicht über die nötigen Umgangsformen verfügen, will ich auch nicht mehr, dass es meine Mieter sind.

Jaa, und da Zweifamilienhaus, müsste das auch gelingen.

Und immer schön Buch führen über alle Missetaten.

Jolanda_40
29.01.2011, 21:51
nicht die für mich nicht nachvollziehbaren wirtschaftlichen wirrungen- aber der ausspruch, du könntest froh sein, wäre für mich der ausschlaggebende punkt.

dito.

Wenn einem jemand schon so frech kommt, kannst Du darauf warten daß sie Dir demnächst aus allen möglichen und unmöglichen Gründen versuchen, die Miete zu kürzen, etc.

angie2
29.01.2011, 21:53
Frau Elke,

es ist doch jetzt schon klar, dass die Mieter die Miete für das gesamte Haus weder zahlen können noch Dein Haus schätzen.

Es gibt keinen größeren Ärger als mit Mietern, die eine Wohnung schrecklich finden.

Empfehle ihnen das energetische Haus... mal schauen, ob sie so eines mit ihren Konditionen bekommen.

Keine Ahnung, in welchem Teil von D das Haus steht.

Fest steht, dass Mieter in Windeseile ein Haus verkommen lassen können.

Godewind
29.01.2011, 22:00
Sie ließen auch durchblicken, dass ich froh sein könnte, dass sie überhaupt in meiner "Bruchbude" weiter wohnen wollten, wo sie für denselben Mietzins ein fast neuwertiges, energetisch optimiertes Haus haben könnten.


Mit dieser Aussage hätten die sich bei mir schon ins "AUS" geschossen.
Sollen sie ruhig in ihr energetischessonstwashaus ziehen.
Mit denen ist der Ärger ja quasi schon vorprogrammiert.

Lg Godewind

skirbifax
29.01.2011, 23:05
*gg*

ich würde wohl durchblicken lassen, dass für ihre Familie "ein fast neuwertiges, energetisch optimiertes Haus" doch viel besser ist.

Würde ich auch so machen. Dass du ernsthaft in Erwägung ziehst, diese Mieter zu halten, wundert mich. Oder ist bei dir der Mietmarkt so, dass die Wohung länger leerstehen könnte? Selbst wenn hast du keine großen Verlust. Denn auch ich befürchte, dass die bisher so regelmäßigen Mietzahlungen nicht mehr eingehen könnten. Dann hättest du kein Haus (weil von den Mietern "okkupiert"), keine Einnahmen, Kosten und womöglich auch noch einen Schaden, wenn die Mieter das Haus stark verwohnen. Ich würde es auf keinen Fall machen.

Frau_Elke
30.01.2011, 18:29
Hallo,




Empfehle ihnen das energetische Haus... mal schauen, ob sie so eines mit ihren Konditionen bekommen.
Wohl kaum. Sie wollen ein Haus mit mindestens 6 Zimmer + KDB + Garten + Garage. Es darf natürlich nicht viel kosten, weil das Einkommen der Mieterin bald wegfällt.


Würde ich auch so machen. Dass du ernsthaft in Erwägung ziehst, diese Mieter zu halten, wundert mich. Oder ist bei dir der Mietmarkt so, dass die Wohung länger leerstehen könnte?
Aufgrund ihrer finanziellen Situation und ihres Auftretens sicher nicht. Leider ist es so, dass es immer schwieriger wird, solide Mieter zu finden. Die Umzungsbereitschaft ist nicht mehr so groß. Die Wohnung ist auch nicht gerade ideal geschnitten. Gut möglich, dass sie sogar lange leerstehen würde. Das kann ich aber verschmerzen.

Inaktiver User
31.01.2011, 08:24
Hallo zusammen,

ich habe ein Zweifamilienhaus (Altbau).

Die Fakten:
Der Mieter hat eine Halbtagsstelle in einer Stadt, die 70 km vom Wohnort entfernt ist. Außerdem arbeitet er noch weiterhin selbstständig. In ein paar Jahren will er wieder ausschließlich von der Selbstständigkeit leben.
Die Mieterin bekommt noch Elterngeld, das aber bald ausläuft. Die nächsten 3 Jahre will sie nicht mehr arbeiten gehen u. dann höchstens auf 400€ Basis. Vor den Geburten der beiden jüngsten Kinder war sie vollzeit berufstätig.
Allerdings wäre die Warmmiete für das ganze Haus ungefähr doppelt so hoch wie die bisherige Miete für die Erdgeschoßwohnung.

Hm, schwer zu sagen. In der Tat vermieten manche, ohne Dir zu nahe zu treten wollen den letzten Bettel, den sie sonst auch wirklich schwer an die Mieter bringen können, aber offenbar hat das Paar trotzdem Interesse. Was würden Modernisierungen Dich kosten? Schlechte große Objekte ziehen eher sozial schwache an, wenn die Lage nicht stimmt und man in dem Ort nicht wirklich alles aufgrund von Wohnungsmangel vermieten kann. 2 kleinere Wohnungen dagegen sollten kein Problem sein, wenn Lage und Preis/Ausstattung stimmen.
Die Fakten sind im Prinzip für mich wenig Fakten, denn dazu gehört einfach eine Selbstauskunft mit BWA und eine Schufauskunft aus der man wirkliche Fakten ablesen kann. Die Miete sollte 40% der Einnahmen nicht überschreiten. Das Erziehungsgeld würde ich zusätzlich noch abziehen und damit würde ich dann meine Entscheidung fällen. Was eine Familie mit meinem kompletten Haus anstellt, würde ich mir ebenfalls überlegen und schon mal einen schönen umfassenden Mietvertrag von Haus und Grund abschließen.
Dass mit dem Niedrigenergiehaus würde ich klarstellen, dass man nur das haben kann, was man sich leisten kann und dass Vermieter für solche Häuser in der Regel genügend Interessenten zu Auswahl haben.

Mandelbluete
31.01.2011, 15:52
Hallo,

solltest Du wirklich überlegen, Deinen Mietern auch die zweite Wohnung zu vermieten, dann solltest Du - ganz professionell - eine Selbstauskunft von ihnen anfordern mit aktuellen Gehaltsnachweisen.

Mandelblüte

charmyy
31.01.2011, 19:41
Ich würde den Mietern nicht das ganze Haus vermieten.

Ich glaube eher,du kannst froh sein,wenn die ausziehen.

Es wird wahrscheinlich nicht mehr lange dauern,und die kürzen die Miete,weil es ja so eine Bruchbude ist.

Denn wenn sie nur noch auf 400€-Basis arbeitet,und er nur ein Halbtagsjob hat,wird das Geld wohl bald nicht mal mehr für eine Wohnung reichen.

Die eine Wohnung ist zu klein für 5 Personen.

Eine neue größere Wohnung werden sie nicht bekommen,da beide Gehälter nicht ausreichen.



Charmy

KHelga
31.01.2011, 19:54
Hallo Frau_Elke,

ich vermute, dass Deine Mieter auch dann nicht ausziehen, wenn Du ihnen die zweite Wohnung nicht vermietest.

Woodstock62
31.01.2011, 23:15
Das befürchte ich wie Helga...

Aber Ärger ist vorprogrammiert, im Zweifelsfall lass die Hütte leerstehen!


lilly09

Also ich habe auch einen AB mit zwei Wohnungen, eine Wohnung steht seit Jahren leer, weil die oberen Mieter die unteren regelmäßig rausmobben. Jetzt wollen sie meine "Baracke" kaufen, bevor sie vollends zu Grunde geht. Ich ziehe in die leere Wohnung dort mitte des Jahres ein und werde mir nichts mehr gefallen lassen. War viel zu lange nett.

Wenn meine Mieter nicht über die nötigen Umgangsformen verfügen, will ich auch nicht mehr, dass es meine Mieter sind.

@lilly: da kann ich Dir einen ganzen Roman drüber schreiben! Meine Ex-Mieter wollten mich sogar aus dem eigenen Haus mobben, das ging über regelmäßige Anzeigen bei der Kripo wegen Körperverletzung über die handfeste Bedrohung mir die Hütte über'm Kopf anzuzünden bis zu einem Mordversuch an meinem Mann. Das ganze ist jetzt 6,5 Jahre her, ich habe immer noch Magenschmerzen, wenn ich nur das Wort "Mieter" bzw. "Vermieten" höre. Mein Bruder will nie wieder Eigentum und ich würde eher JEDE Wohnung leerstehen lassen und lieber stundenweise an Huren vermieten, als nochmal "normale" Mieter zu nehmen. Ich wünsch Dir jetzt schon von Herzen gute Nerven, einen guten Anwalt und hoffentlich ein dickes Bankkonto für den Anwalt!

SpezialEdition
01.02.2011, 01:16
Jaa, und da Zweifamilienhaus, müsste das auch gelingen.

Und immer schön Buch führen über alle Missetaten.

.. das ist in diesem Fall vermutlich gar nicht nötig.

Im selbstbewohnten Zweifamilienhaus hat der Vermieter ein Sonderkündigungsrecht, das ihn berechtigt, das Mietverhältnis ohne Grund zu beenden. Es müssen also nicht einmal Spannungen zwischen Mieter und Vermieter bestehen.


Das Sonderkündigungsrecht des Vermieters im selbstbewohnten Zweifamilienhaus setzt voraus,

dass sich die Wohnung des Mieters und die des Vermieters in einem Gebäude befinden und
dass der Vermieter selbst in dem Gebäude wohnt und
das Gebäude nicht mehr als zwei Wohnungen hat.

angie2
01.02.2011, 01:59
Schon klar, SE.

Da dieser Kündigungstatbestand aber erst nach Einzug der Mieter geschaffen wird, würde ich sicherhaltshalber vorbauen.

So etwas kann auf die oft noch vom Richter eingeräumten langen Räumungsfristen erheblichen Einfluss haben.

SpezialEdition
01.02.2011, 08:10
Schon klar, SE.

Da dieser Kündigungstatbestand aber erst nach Einzug der Mieter geschaffen wird, würde ich sicherhaltshalber vorbauen.

So etwas kann auf die oft noch vom Richter eingeräumten langen Räumungsfristen erheblichen Einfluss haben.

schaden kann's nicht. Die langen Fristen bleiben in der Regel leider häufig trotzdem. Unsere Rechtsprechung war diesbezüglich für mich selten nachvollziehbar.

Aber wie gesagt, Du hast Recht .. es schadet nicht und kann - abhängig vom Richter - auch helfen die Sache zu beschleunigen.

Inaktiver User
01.02.2011, 08:41
ja aus besagten Gründen habe ich dieses Haus ja auch geteilt und lasse jetzt halt die untere Wohnung leerstehen, weil kein Friede eingekehrt ist. Da ich 400 km entfernt wohne hatte ich auch keine Kraft, mich so drum zu kümmern.

Wir hatten in diesem Haus nämlich schon mal eine Räumungsklage wegen Eigenbedarf und sowas will ich nicht mehr mitmachen. Von daher, kann ich jederzeit unten einziehen und kündigen. (erleichterte Kündigung)

Haben die Mieter denn nicht trotzdem eine Sozialklausel?

@Woodstock :in den arm nehmen:

du hast ja einiges mitgemacht, das hört sich ja traumatisch an. Mit dem mobben kann ich mir bei meinen auch gut vorstellen, aber da bin ich jetzt schon gewappnet und habe da auch noch Glück. Sie würden ja gerne, bekommen es schlußendlich aber nicht wirklich auf die Reihe. Wenn ich dann mal einen Satz loslasse, sind sie wieder total aufgeregt. Im Krieg führen bin ich deutlich besser aufgestellt als sie. Sollte es dazu kommen. Davon bekommen sie auch langsam eine Ahnung.

Ich finde eher befremdlich, dass Menschen meinen. so mit anderen umzugehen zu müssen.

Habe mir das wie gesagt viel zu lange gefallen lassen und war nicht in der Lage deren Strategie zu durchschauen. Deshalb werde ich auch hellhörig, wenn Frau Elke berichtet, sie würden sich gnädigerweise der anderen Wohnung auch annehmen.

Im übrigen: ich vermiete einige Wohnungen und es sind nur diese, mit denen ich Probleme haben. Alle anderen sind wunderbare tolle Mieter, mit denen ich gut auskomme.

roady1
01.02.2011, 09:41
Hallo zusammen,

ich habe ein Zweifamilienhaus (Altbau). Vor ca. 10 Jahren habe ich die Wohnung im Erdgeschoß an ein Paar vermietet, das einige Zeit später geheiratet u. ein Kind bekommen hat. Die Miete wurde stets pünktlich und auf den Cent genau bezahlt. Das Ehepaar wollte aber noch ein zweites Kind u. dann ausziehen, weil die Wohnung nur für maximal 3 Personen ausgelegt ist. Soweit, so gut.

Nun hat die Familie 3 Kinder, weil die Mieterin kurze Zeit nach der Geburt des zweiten Kindes wieder schwanger wurde. Ausgezogen sind sie aber nicht. Die Mieter sind an mich herangetreten, weil sie nun das gesamte Haus mieten wollen. Sie ließen auch durchblicken, dass ich froh sein könnte, dass sie überhaupt in meiner "Bruchbude" weiter wohnen wollten, wo sie für denselben Mietzins ein fast neuwertiges, energetisch optimiertes Haus haben könnten.

Die Fakten:
Der Mieter hat eine Halbtagsstelle in einer Stadt, die 70 km vom Wohnort entfernt ist. Außerdem arbeitet er noch weiterhin selbstständig. In ein paar Jahren will er wieder ausschließlich von der Selbstständigkeit leben.
Die Mieterin bekommt noch Elterngeld, das aber bald ausläuft. Die nächsten 3 Jahre will sie nicht mehr arbeiten gehen u. dann höchstens auf 400€ Basis. Vor den Geburten der beiden jüngsten Kinder war sie vollzeit berufstätig.
Allerdings wäre die Warmmiete für das ganze Haus ungefähr doppelt so hoch wie die bisherige Miete für die Erdgeschoßwohnung.

du kannst diesen mietern wegen *überbelegung* der wohnung kündigen.

Inaktiver User
01.02.2011, 10:15
.

Inaktiver User
01.02.2011, 10:31
.

Das sehe ich völlig anders. Solche Mieter wünscht sich niemand, da würde ich lieber die Wohnung stehen lassen.

Inaktiver User
01.02.2011, 12:23
.

marylin
01.02.2011, 13:04
.Verstehe ich jetzt auch nicht.
Die Mieter haben doch immer pünktlich die Miete gezahlt. Was passte der Vermieterin eigentlich nicht an den Mietern?

Inaktiver User
01.02.2011, 13:32
..

izzie
01.02.2011, 13:41
Was du da reinliest :ooooh:
Die Fakten:
Der Mieter hat eine Halbtagsstelle in einer Stadt, die 70 km vom Wohnort entfernt ist. Außerdem arbeitet er noch weiterhin selbstständig. In ein paar Jahren will er wieder ausschließlich von der Selbstständigkeit leben.
Die Mieterin bekommt noch Elterngeld, das aber bald ausläuft. Die nächsten 3 Jahre will sie nicht mehr arbeiten gehen u. dann höchstens auf 400€ Basis. Vor den Geburten der beiden jüngsten Kinder war sie vollzeit berufstätig.
Allerdings wäre die Warmmiete für das ganze Haus ungefähr doppelt so hoch wie die bisherige Miete für die Erdgeschoßwohnung.Würdest du dir da keine Sorgen darum machen, dass die Mieter sich da ein bisschen übernehmen? Wenn dann monatelang keine Mietzahlungen kommen, ist die TE nämlich die Dumme und so schnell wirst du eine Familie mit kleinen Kindern selbst bei erheblichen Mietrückständen nicht räumen können.

Inaktiver User
01.02.2011, 13:43
Also ich habe auch einen AB mit zwei Wohnungen, eine Wohnung steht seit Jahren leer, weil die oberen Mieter die unteren regelmäßig rausmobben. Jetzt wollen sie meine "Baracke" kaufen, bevor sie vollends zu Grunde geht. Ich ziehe in die leere Wohnung dort mitte des Jahres ein und werde mir nichts mehr gefallen lassen. War viel zu lange nett.

Wenn meine Mieter nicht über die nötigen Umgangsformen verfügen, will ich auch nicht mehr, dass es meine Mieter sind.

Niemals, never würde ich als Vermieter dort einziehen. Lieber Leerstand oder das Objekt zum angemessenen Preis verkaufen.

@Frau_Elke,

die zukünftigen finanz. Verhältnisse der Mieter wären mir zu unsicher und deshalb würde ich dem Wunsch der Mieter nicht entsprechen. Warum auch - Du bestimmst als Eigentümerin ganz alleine über die Verwendung deines Eigentums.

Ich würde alles daran setzen, die Vermietung der 2. Wohnung voranzutreiben und ggf. möbliert vermieten (zeitweise z.B. an Geschäftsleute, Monteure etc.).

Mandelbluete
01.02.2011, 13:54
Was du da reinliest :ooooh:Würdest du dir da keine Sorgen darum machen, dass die Mieter sich da ein bisschen übernehmen? Wenn dann monatelang keine Mietzahlungen kommen, ist die TE nämlich die Dumme und so schnell wirst du eine Familie mit kleinen Kindern selbst bei erheblichen Mietrückständen nicht räumen können.

Hallo,

bei einer Kündigung wegen Zahlungsverzugs kann man mindestes ein halbes Jahr (wenn die Gerichte schnell arbeiten und der Mieter nicht alle Karten zieht) rechnen. Wahrscheinlich ist ein Jahr. Und wenn der Mieter gewieft ist und das Verfahren in die Länge zieht, auch mal eineinhalb Jahre.

Wenn er dann endlich draussen ist, kann man dann versuchen, an sein Geld zu kommen. Bei Mietern mit drei Kindern und damit hohen Pfändungsfreibeträgen, kann das sehr, sehr lange dauern (auch bis zum Sanktnimmerleinstag).

Mandelblüte

angie2
01.02.2011, 13:54
.



Menno, eve_lyn,

bisher: 1 Kind, zwei Vollgehälter, halbe Wohnfläche

nunmehr: 3 Kinder, ein halbes Gehalt und halb selbstständig?, doppelte Wohnfläche

und Du kommst da nicht ins Grübeln?

Da würde ich als Vermieter nicht mehr vermieten, als Hartz IV fähig ist.

Und ja, wenn der Mieter schon meint, dass er ein Gottesgeschenk für diese Bruchbude ist, sind die Mietkürzungen ganz nah.

Du hast offensichtlich noch nicht Vermieter kennen gelernt, die ein voll frisch saniertes Einfamilienhaus vermietet haben, und nach einem Jahr 60.000 DM noch einmal reinstecken durften (verkohlter Balkon und und und.)

[edit: entfällt, da Beitrag gelöscht]

Fakt ist doch: das Mietrecht ist weder für schreckliche Mieter noch für schreckliche Vermieter geeignet.

Und die gibt es halt immer wieder mal.

Inaktiver User
01.02.2011, 13:55
.

angie2
01.02.2011, 14:08
.

Vielleicht sucht er einen langfristigen Mieter.

Aber Fakt ist... man weiß es nie. Der eine will 5 Jahre bleiben, und zieht nach 3 Monaten wieder aus.

Der andere zwei Jahre, und ist nach 5 Jahren noch drin.

Also, nach dem was ich aus der Bri über Dich weiß, versteh ich nicht, warum Du unter diesen Umständen die Wohnung nicht bekommst.

roady1
01.02.2011, 14:16
weil die Wohnung nur für maximal 3 Personen ausgelegt ist.






du kannst diesen mietern wegen *überbelegung* der wohnung kündigen.


Das kannst du knicken.



warum? wo stehen die qm2 der wohnung?

Inaktiver User
01.02.2011, 15:12
.


Zum Glück darf man sich als Vermieter noch selbst aussuchen, an wen man vermietet.

roady1
01.02.2011, 15:14
Zum Glück darf man sich als Vermieter noch selbst aussuchen, an wen man vermietet.

unterschreib!

Frau_Elke
01.02.2011, 16:13
.

Interessante Bemerkung!:smirksmile: Die Familien- und Lebensplanung meiner Mieter geht mich nichts an, wohl aber deren Einkommen in Hinblick auf die Mietzahlungen. Gegen Haustiere habe ich nichts, die Familie hat sogar eins. Mit den Mietern bin ich bisher immer gut zurechtgekommen. Nun habe ich sie von einer anderen Seite kennengelernt. Sicherlich versuchen sie, die Miete zu drücken, indem sie mir eine Liste mit wohnungsspezifischen "Defiziten" um die Ohren hauen. Allerdings lasse ich mich nicht unter Druck setzen.
Die zweite Wohnung steht auch nicht jahrelang leer, sondern nur seit wenigen Monaten, weil sie von mir aufwendig renoviert wird.


Hallo Frau_Elke,

ich vermute, dass Deine Mieter auch dann nicht ausziehen, wenn Du ihnen die zweite Wohnung nicht vermietest.
Schon möglich. Sie wohnen schließlich schon seit einem Jahr mit 5 Personen in der Wohnung. Ich weiß allerdings auch, dass sich das Ehepaar sehr viel streitet. Wenn die sich nun dauerhaft auf der Pelle sitzen, fangen die noch an sich zu beißen.

skirbifax
01.02.2011, 16:28
Schon möglich. Sie wohnen schließlich schon seit einem Jahr mit 5 Personen in der Wohnung. Ich weiß allerdings auch, dass sich das Ehepaar sehr viel streitet. Wenn die sich nun dauerhaft auf der Pelle sitzen, fangen die noch an sich zu beißen.

Genau so gut ist es möglich, dass sie sich trotz größerer Wohnung noch mehr streiten und trennen. Und ob dann der verbleibende Ehepartner mit Kindern die große Wohnung finanzieren kann, ist ungewiss. Ich würde es nicht machen.

Inaktiver User
01.02.2011, 16:31
.


Du interpretierst mal wieder etwas in die Worte der TE hinein, was sie gar nicht schreibt.

Fakt ist: Die Mieter werden gerade frech und unverschämt. Und solche Typen hat man als Vermieter nicht gern.

Inaktiver User
01.02.2011, 16:42
Das hört sich für mich nach Flucht nach vorne an seitens der Mieter. Ich hatte einmal einen Laden vermietet und die Mieterin wollte räumlich expandieren, weil ihr Laden zu wenig Umsatz machte. Sie dachte, mehr Fläche würde ihr Problem lösen. Das Ende vom Lied: Ich habe einen Titel, weil sie die Miete nicht mehr zahlte, bei mir dann verschwand, einen anderen Laden anmietete, deren Besitzer auch bald kein Geld mehr sahen.

Das Bruchbudenargument wäre für mich ein NoGo. Wer unzufrieden ist, soll gehen.
Die Kunst ist, jemand passendes zu finden.

Ich würde sagen, es ist Zeit für neue Mieter.

angie2
01.02.2011, 19:33
Sicherlich versuchen sie, die Miete zu drücken, indem sie mir eine Liste mit wohnungsspezifischen "Defiziten" um die Ohren hauen. Allerdings lasse ich mich nicht unter Druck setzen.
Die zweite Wohnung steht auch nicht jahrelang leer, sondern nur seit wenigen Monaten, weil sie von mir aufwendig renoviert wird.


Auch das noch.

Die zweite Wohnung würde ich never ever an die vermieten.

Mandelbluete
01.02.2011, 19:46
Die zweite Wohnung steht auch nicht jahrelang leer, sondern nur seit wenigen Monaten, weil sie von mir aufwendig renoviert wird.


Hallo,

wenn Deine Mieter sich entschließen, die Mietminderungstour zu fahren oder schlicht nicht mehr bezahlen können/wollen, hast Du aus dem Haus überhaupt keine Einnahmen mehr.

Ich würde das Risiko streuen und mir einen zweiten Mieter suchen.

Mandelblüte

Constanzia
01.02.2011, 20:14
Fakten: Die Familie wohnt seit Jahren in derselben Wohnung, bezahlt immer brav die Miete. Und die Familienplanung ist ja nun wohl nicht Sache der Vermieterin.

Nun möchten die Leute auch die zweite Wohnung, die offensichtlich einen besseren Komfort hat, mitmieten, um mehr Platz zu haben. Ich finde das legitim.

Wenn man belegen kann, dass das finanziell drinliegt, ist doch dagegen nichts einzuwenden.

Und vielleicht sollte sich die Vermieterin doch mal überlegen, wieso man durchblicken lässt, dass das Haus eine Bruchbude ist. Vielleicht gäbe es ja noch einiges zu modernisieren....

Man kann ja nicht nur immer vermieten, sondern muss auch was bieten.

SpezialEdition
01.02.2011, 21:05
Fakten: Die Familie wohnt seit Jahren in derselben Wohnung, bezahlt immer brav die Miete. Und die Familienplanung ist ja nun wohl nicht Sache der Vermieterin.

Nun möchten die Leute auch die zweite Wohnung, die offensichtlich einen besseren Komfort hat, mitmieten, um mehr Platz zu haben. Ich finde das legitim.

Wenn man belegen kann, dass das finanziell drinliegt, ist doch dagegen nichts einzuwenden.

Und vielleicht sollte sich die Vermieterin doch mal überlegen, wieso man durchblicken lässt, dass das Haus eine Bruchbude ist. Vielleicht gäbe es ja noch einiges zu modernisieren....

Man kann ja nicht nur immer vermieten, sondern muss auch was bieten.

Ich habe den Eindruck, dass Du den Strang nicht richtig gelesen hast. Denn anders kann ich mir nicht erklären, dass Du überlesen hast, dass die leer stehende Wohnung gerade aufwändig renoviert wird.

Sicherlich ist es legitim, sich besseren Komfort zu suchen.

Frech finde ich es allerdings, wenn das mit diesen Worten geschieht. Denn, ich bin mir sicher, sie würden sich nicht in einer Bruchbude vergrössern wollen und dort mehr Miete zahlen, wenn es denn so wäre.

Und wenn das Haus eine Bruchbude wäre, steht die Frage im Raum, dass sich diese Mieter nur deshalb Interesse an der leeren Wohnung haben, weil Ihnen das Einkommen für eine höherwertige Wohnung fehlt.

Oder glaubst Du ernsthaft, dass ein Mieter aus reiner Menschlichkeit eine Bruchbude bezieht.

Nein, mir käme keine Familie mit diesem Einkommensstrukturen ins Haus. Besonders nicht mit drei Kindern. Wenn die zahlungsunfähig sind, sitzt die Vermieterin auf ihren Kosten und bekommt die Mieter über Jahre nicht aus dem Haus.

Mir käme auch kein Mensch ins Haus, der so unverschämt auftritt. Da ist doch der Folgeärger nur vorprogrammiert.

Die Familienplanung ist in sofern eine Frage der Vermieterin, weil es ein Unterschied ist, ob ich eine 70 m² Wohnung an 2 oder 5 Personen vermiete. Es ist auch ein Unterschied ob ich die Wohnung an 2 Erwachsene vermiete, oder an eine Familie mit Kindern. Die Abnutzung sieht nämlich ganz anders aus und damit die Renovierungskosten der Vermieterin. Es ist ja nicht so, dass man als Vermieter wegen einer hohen Bewohnerzahl auch mehr Miete erhält.

Mittwoch
02.02.2011, 08:23
Ich würde auch nicht an die Familie vermieten. Wenn sie sich doch schon kundig gemacht haben, ist es doch ohnehin nicht nachvollziebar, warum sie in deiner "energetischen Bruchbude" leben wollen :smirksmile:. Außerdem sind die zwei Wohnungen (du schreibst ja, dass du die zweite gerade sanierst) doch sicherlich voneinander abgetrennt, das ist ja auch nicht ideal in der Aufteilung (für eine Familie mit kleinen Kindern, wie soll sich das aufteilen? Mind. eine Küche ist ja überflüssig. Und ich sehe schon einen Unterschied zwischen 2 und 5 Personen in der Vermietung der jetzigen Wohnung. Ideal ist schon was anderes.

Wobei auch hier zu bedenken gilt, dass eine zweite Partei (die neue) sich massiv gestört fühlen könnte, von so vielen Leuten in so einer kleinen Wohnung (im Verhältnis). Da würde ich auf jeden Fall mit offenen Karten spielen, falls die Wohnung schon fertig wird solange die Mieter noch keine andere Wohnung bezogen haben.

Meine "Lieblingspartei" (die habe ich damals übernehmen müssen) hat in zwei Jahren drei Kinder gekriegt, die Wohnung (im 1. OG) war auf maximal ein Kind gut ausgelegt, mit zweien wird es eng, mit dreien eine Katastrophe. Die Eltern waren Trampeltiere vor dem Herrn und ich danke Gott heute noch auf Knien, dass mein EG-Mieter die Geduld in Person ist und echt Verständnis hatte, dass ich als Vermieterin zwar immer sofort auf seine Beschwerden reagierte (und davon gab es phasenweise zwei bis drei in der Woche!), er aber auch verstand, dass ich hilflos war.

Die haben mir zeitweise noch nicht mal mehr das Telefon abgehoben oder auf Briefe reagiert. An der Haustür haben sie nicht aufgemacht, sondern sich unterhalb der Fenster in der Wohnung versteckt, wenn ich dastand (das war immer besonders skurril, wenn ich den dicken Hintern der Mieterin am Fensterbrett entlanggleiten sah, sie war zu ungelenk, um sich weit genug runterzubücken :freches grinsen:).

Jetzt habe ich an ein Paar vermietet, die auch schon Feiern in ihrer Wohnung ausgerichtet haben und ganz normal darin leben. Im EG ist kaum etwas von ihnen zu hören und die Tochter des EG-Mieter (pfiffiges Mädchen) hat schon bei ihnen geklingelt und nachgefragt, ob sie den ganzen Tag nur sitzen. Sie verstand nicht wie es auf einmal sooo ruhig werden konnte, kindliche Logik ist da wohl, dass die in ihre Wohnung gehen und sich nur sitzend darin aufhalten, die Mieter haben sich fast schlappgelacht. :freches grinsen:

marylin
02.02.2011, 09:20
Nein, mir käme keine Familie mit diesem Einkommensstrukturen ins Haus. Besonders nicht mit drei Kindern. Wenn die zahlungsunfähig sind, sitzt die Vermieterin auf ihren Kosten und bekommt die Mieter über Jahre nicht aus dem Haus.

Mir käme auch kein Mensch ins Haus, der so unverschämt auftritt. Da ist doch der Folgeärger nur vorprogrammiert.

Die Familienplanung ist in sofern eine Frage der Vermieterin, weil es ein Unterschied ist, ob ich eine 70 m² Wohnung an 2 oder 5 Personen vermiete. Es ist auch ein Unterschied ob ich die Wohnung an 2 Erwachsene vermiete, oder an eine Familie mit Kindern. Die Abnutzung sieht nämlich ganz anders aus und damit die Renovierungskosten der Vermieterin. Es ist ja nicht so, dass man als Vermieter wegen einer hohen Bewohnerzahl auch mehr Miete erhält.

Ich frage mich, woher die Vermieterin so genau weis, was diese Mieter für Einkommen haben. Müssen die das offenlegen?
Ich dachte bisher auch nicht, dass mir mein Vermieter ein Limit an Zuwachs vorzuschreiben hat :freches grinsen:
Mensch kann ich froh sein, in einer Gegend zu wohnen, wo genügend Wohnraum zur Verfügung steht - da kann ich mir nämlich meinen Vermieter aussuchen und nicht umgekehrt.

Mittwoch
02.02.2011, 09:43
Natürlich müssen die das im laufenden Verhältnis nicht offenlegen, aber meist kriegt man doch mehr mit, als man manchmal sogar will :freches grinsen:

Vorschreiben kann ich niemandem die "Reproduktionsrate", aber als Vermieter kenne ich doch meine Wohnung und weiß so in etwa, wen ich darin stressfrei unterbekomme oder ab wann es japanische Verhältnisse gibt.

Ich hätte auch wieder eine Familie genommen, nicht dass ich mich "lese" wie ein Misanthrop :smirksmile:, es kommt aber trotzdem auf die Personenanzahl in einer Wohnung an, eine 1-Zimmer-Wohnung würde doch auch niemand an 3 Personen vermieten, wieso soll man dann keine Berechnung für eine größere Wohnung mit mehreren Personen aufmachen dürfen?

Mich würde der Vorschlag nicht ärgern, das Haus komplett zu mieten, sondern der Ton, in dem das geschah - da bin ich ehrlich.

Und wer etwas möchte, darf gerne handeln, das ist in jedem Bereich legitim, aber wenn ich mir ein Auto kaufen möchte und dem Verkäufer erst mal reindrücke, was er für eine Schrottschüssel anbietet, darf ich mich dann auch nicht wundern, wenn mir der Verkäufer die Karre nicht verkaufen will.

Bei Häusern und Wohnungen scheint das den meisten aber nicht klar zu sein. Ich hatte bei der Anzeigenschaltung Telefonate, die hätte ich auch als Buch im Loriot-Stil vermarkten können - ganz zu schweigen von den zahlreichen Besichtigungen, die waren teilweise filmreif!

Am meisten erheitert hat mich das Pillenmädchen, das zur Besichtigung da war und der Typ, dem ich durch Hof und Garten hinterhergestiegen bin, weil er anfing, meinem EG-Mieter das Obst von seinen Bäumen und Sträuchern zu fressen. Ich war fassungslos :freches grinsen:

angie2
02.02.2011, 09:57
Also ehrlich, ich versteh die Vermietungsbefürworter einfach nicht.

Hier ist es doch offensichtlich so, dass die Miete in absehbarer Zeit vom Ehepaar nicht aufzubringen ist.

Und frech sind sie auch noch.

Und ob die Selbständigentätigkeit in Zukunft so viel bringt, dass sie die Miete zahlen können, ist völlig offen.

Ich hab das Gefühl, dass jeder auf die 3 Kinder anspringt und dabei übersieht, dass das nur in Zusammenhang der fehlenden Erwerbstätigkeit der Ehefrau angeführt wurde. Eben auf das fehlende Einkommen.

Würdet Ihr wirklich Wohnungen vermieten, wenn einzig das Kindergeld noch das frei verfügbare Einkommen darstellt?

Und die Wohnungen nicht Hartz IV fähig sind?

Und die Mieter noch dazu unverschämt sind?

angie

die selbstverständlich an Familien mit Kindern vermietet.

Aber nicht an Mieter, die in der - frisch renovierten - Wohnung stehen und kein gutes Haar an ihr lassen.

Mandelbluete
02.02.2011, 10:02
Also ehrlich, ich versteh die Vermietungsbefürworter einfach nicht.


Hallo,

bei denen handelt es sich allem Anschein nach ausschließlich um User, die im Real Life Mieter sind.

Zur Klarstellung: ich würde die zweite Wohnung nicht an die Familie vermieten. Und ich bin im Real Life ebenfalls Mieterin (habe aber, auf beiden Seiten, genug mit dem Mietrecht zu tun).

Mandelblüte

skirbifax
02.02.2011, 10:09
Mensch kann ich froh sein, in einer Gegend zu wohnen, wo genügend Wohnraum zur Verfügung steht - da kann ich mir nämlich meinen Vermieter aussuchen und nicht umgekehrt.

Wenn du nicht in eine andere Stadt versetzt wirst (oder die Stelle wechselst) und deshalb sehr schnell eine Bleibe brauchst, kannst auch du dir als Mieter deinen Vermieter aussuchen. Wer zieht schon gerne in eine Wohnung, wenn der Vermieter gleich bei der Besichtung z. B. sagt, dass Duschen nach 22 Uhr nicht gerne gesehen wird?

Je solventer ein Mieter ist, desto eher hat er die Möglichkeit zu wählen, welches Objekt er mieten möchte.

Inaktiver User
02.02.2011, 11:30
Wenn du nicht in eine andere Stadt versetzt wirst (oder die Stelle wechselst) und deshalb sehr schnell eine Bleibe brauchst, kannst auch du dir als Mieter deinen Vermieter aussuchen. Wer zieht schon gerne in eine Wohnung, wenn der Vermieter gleich bei der Besichtung z. B. sagt, dass Duschen nach 22 Uhr nicht gerne gesehen wird?

So ist es. Es gehören immer beide Seiten dazu. Und wenn sich ein potentieller Mieter frech aufführt (und das ist hier ja der Fall), darf er sich nicht wundern, wenn er die Wohnung nicht bekommt.

Inaktiver User
02.02.2011, 11:37
Fakten: Die Familie wohnt seit Jahren in derselben Wohnung, bezahlt immer brav die Miete. Und die Familienplanung ist ja nun wohl nicht Sache der Vermieterin.

Stimmt.


Nun möchten die Leute auch die zweite Wohnung, die offensichtlich einen besseren Komfort hat, mitmieten, um mehr Platz zu haben. Ich finde das legitim.

Stimmt auch.


Wenn man belegen kann, dass das finanziell drinliegt, ist doch dagegen nichts einzuwenden.

Stimmt nicht. Das Risiko des Mietausfalls oder Schäden durch den Mieter trifft erst einmal den Vermieter hart. Denn der hat auch seine Verpflichtungen an z.B. Banken, was von Mietern gerne nicht gesehen wird. Deshalb ist Vermietung keine Angelegenheit, die nur auf dem Papier stattfindet.
Und an diesem Punkt greift auch die Kehrseite der Medaile, was legitim ist. Der Vermieter sucht sich seine Mieter aus. Und eine Prüfung der finanziellen Möglichkeiten und auch Einschätzungen die in die Zukunft reichen, sind dringend anzuraten.*(siehe weiteren Beitrag)


Und vielleicht sollte sich die Vermieterin doch mal überlegen, wieso man durchblicken lässt, dass das Haus eine Bruchbude ist. .

Das eröffnet doch eher die Frage, wenn es tatsätzlich in einem desolaten Zustand ist, warum die Mieter dann dort wohnen möchten. Vielleicht, weil es ihr Portemnaie nicht so belastet???? Das hat alles zwei Seiten.


Vielleicht gäbe es ja noch einiges zu modernisieren....

Man kann ja nicht nur immer vermieten, sondern muss auch was bieten.

Was dann die Miete erhöht und auf diese Mieter dann auch nicht mehr passen würde.



Es gibt viele Mieter, die nach bezahlbarem Wohnraum suchen. Gerade in diesen Zeiten. Die Ansprüche müssen zu den Mieten passen und umgekehrt. Ich kann meinen Altbau super sanieren. Habe ich kein Problem damit. Aber dann müssten meine Mieter raus und finanzkräftigere rein. Ich werde den Teufel tun. Ich spreche mit ihnen ab, was ihr Wunsch und Bedarf ist, sie wissen, daß es nix umsonst gibt und ihre kleine Rente nur für begrenzte Änderungen reichen würde. Und sind froh, wenn ich nicht mit großen Aktionen komme. Das kann auch sozial sein, daß ich nicht zu viel biete.

Maccaroni
02.02.2011, 11:48
Ich habe eine zeitlang beruflich Mietwohnungen betreut, renoviert und saniert. Die Mieter waren alle Akademiker, bestimmte Berufsgruppe, die hatten alle ausreichend Einkommen. Wie die mit den gemieteten Wohnungen umgegangen sind, was für Ansprüche die gestellt hatten,weswegen die Mietkürzungen angetettelt haben und auch durchbekommen haben....niemals würde ich vermieten.

"Energetische Bruchbude" ich habe sowas trotz ausreichendem Einkommen gerne gemietet und bewohnt, weil die Häuser häufig was Besonderes sind, "Flair" haben

Inaktiver User
02.02.2011, 11:50
*

Dieses Thema hat mich erinnert, daß ich einmal recherchieren wollte über die geplante Gesetzesänderung, die Vermieter besser schützen soll vor den Schäden durch Mietnomaden oder säumige Mieter.

Die Uni Bielefeld untersucht derzeit, wen denn die Mietausfälle treffen ( Derzeit soll es sich um 2,2 Milliarden € jährlich handeln) Es kommt dabei heraus, dass die meisten Geschädigten private Vermieter sind, die nicht wie die großen Gesellschaften professionelle Recherche über zukünftige Mieter betreiben. Noch immer wird blauäugig ohne Schufa-Selbstauskunft und vom Arbeitgeber rückbestätigte Lohn- und Gehaltsabrechnungen vermietet.

Dies ist der erste Punkt, an dem private Vermieter ansetzen müssen. Handfeste Informationen einholen. Die weiteren Punkte, insbesondere, was Räumung vereinfachen und beschleunigen soll und das Sozialleistungen nicht veruntreut, sondern direkt an Vermieter gezahlt werden, sind im neuen Gesetzentwurf vorgeschlagen. Ich bin gespannt, was letzten Endes verabschiedet wird. Finde es gut, daß endlich mal Bewegung in die Sache kommt. Es hat sich nämlich auch gezeigt, daß private "Klein"-Vermieter ihre Immobilien für die Altersvorsorge führen, wenn diese dann wegbricht, hat dann irgendwann die Staatskasse ein Problem.

Wen es interessiert:

http://www.ivd.net/files/Gesetzentwurf_Mietrecht_20104022.pdf

skirbifax
02.02.2011, 12:10
*
Es hat sich nämlich auch gezeigt, daß private "Klein"-Vermieter ihre Immobilien für die Altersvorsorge führen, wenn diese dann wegbricht, hat dann irgendwann die Staatskasse ein Problem.

Wen es interessiert:

http://www.ivd.net/files/Gesetzentwurf_Mietrecht_20104022.pdf

Manche finanzieren so auch das Wohneigentum (mit). Wenn die Mieteinnahmen ausbleiben, werden die Hypotheken nicht mehr bedient und der Eigentümer kommt in arge Bedrängnis.

angie2
02.02.2011, 12:18
Wobei die meisten Altbauten aus den Jahren 1900 - 1910 energetisch im grünen Bereich liegen... also zwischen 100 und 150.

Mandelbluete
02.02.2011, 12:46
Hallo,

mir würde vorschweben, dass der Mieter, der wegen Mietmängeln die Miete mindern möchte, weiterhin verpflichtet bleibt, die Miete zu bezahlen - nur statt an den Vermieter an die Hinterlegungsstelle des Amtsgerichts. Der Betrag dort könnte entweder ausbezahlt werden, wenn die Parteien sich einig sind an wen, oder nach einem entsprechenden Urteil.

Dann wäre endlich Schluss mit an den Haaren herbeigezogenen Mietmängeln, wenn der Mieter nicht mehr bezahlen kann oder will.

Mandelblüte

Inaktiver User
02.02.2011, 13:03
.

marylin
02.02.2011, 13:09
Ich versteh´s immer noch nicht. Die TE hat doch vorbildliche Mieter - 10 Jahre immer pünktlich gezahlt.
Warum unterstellt man ihnen jetzt, dies in Zukunft nicht mehr tun zu wollen/können.

Man weis doch gar nicht, was der Mann in seinem Job und mit seiner Selbständigkeit verdient. Oder ob die Familie noch finanziell zuschießt. Ich würde den Mietern erst mal unterstellen, dass sie wissen, was sie sich leisten können....

SpezialEdition
02.02.2011, 13:09
Also ehrlich, ich versteh die Vermietungsbefürworter einfach nicht.

Hier ist es doch offensichtlich so, dass die Miete in absehbarer Zeit vom Ehepaar nicht aufzubringen ist.

Und frech sind sie auch noch.

Und ob die Selbständigentätigkeit in Zukunft so viel bringt, dass sie die Miete zahlen können, ist völlig offen.

Ich hab das Gefühl, dass jeder auf die 3 Kinder anspringt und dabei übersieht, dass das nur in Zusammenhang der fehlenden Erwerbstätigkeit der Ehefrau angeführt wurde. Eben auf das fehlende Einkommen.

Würdet Ihr wirklich Wohnungen vermieten, wenn einzig das Kindergeld noch das frei verfügbare Einkommen darstellt?

Und die Wohnungen nicht Hartz IV fähig sind?

Und die Mieter noch dazu unverschämt sind?

angie

.

das sind entweder Mieter, oder Eigentümer, die noch nie Mieter hatten die sie finanziell über den Tisch gezogen haben. Wenn man das einmal erlebt hat, sieht das Verständnis dann doch etwas anders aus.

Und manchmal lernt auch ein Mieter, dass nicht jeder Vermieter ein Großgrundbesitzter ist der es sich leisten kann, dass man sein Eigentum zerstört und dafür keinen Ersatz leistet, Miete nicht bezahlt, Nebenkosten nicht begleicht und andere Mieter vergrault indem sie laut, dreckig, dreist sind.

Gibt es nicht?

Gibt es inzwischen viel zu oft.

Mandelbluete
02.02.2011, 13:09
.

Hallo,

das ist doch, mit Verlaub gesagt, Blödsinn. Es gibt genug Rechtsprechung dazu, welche Absprachen wirksam sind und welche nicht.

Und wer die Kaution bar und ohne Quittung bezahlt, muss wirklich besch... sein.

Hier in München sind bezahlbare Wohnungen wirklich Mangelware. Es gibt immer wieder A...loch-Vermieter, die Regel sind sie aber nicht.

Mandelblüte

Inaktiver User
02.02.2011, 13:26
.

Inaktiver User
02.02.2011, 13:30
Manche finanzieren so auch das Wohneigentum (mit). Wenn die Mieteinnahmen ausbleiben, werden die Hypotheken nicht mehr bedient und der Eigentümer kommt in arge Bedrängnis.

Wenn sich dann noch fehlende Mieteinkünfte, Räumungsklage und Räumungskosten aufsummieren, geht manchen einfach die Luft aus und alles dahin.

SpezialEdition
02.02.2011, 13:33
.

tja.. ich würde auch nie wieder eine Wohnung übergeben ohne die komplette Kaution in der Hand zu haben. Es gibt nämlich auch Mieter, die bezahlen nie ihre Kaution, sind immer wieder im Miet-Zahlungsverzug und verlassen dann die Wohnung versifft und mit Renovierungsbedarf. Und das alles nach 1,5 Jahren Mietdauer.

Wer solche Erfahrungen gemacht hat, der handelt entsprechend. Wobei es mein Glück war, dass sie keine Kaution bezahlt hatten. Damit war nämlich eine Kündigung möglich.

Im Nachhinein habe ich durch liegengelassene Dokumente erfahren, dass sie das bei dem Vorvermieter ähnlich gehandhabt haben. Und ich dumme Nuss wollte sozial sein und habe an eine junge Familie mit Kind vermietet. Die haben aber lieber ihr Einkommen lieber für Aktionen wie "Prinzenpaar im Faschin spielen" ausgegeben.

Inaktiver User
02.02.2011, 13:36
Ich würde den Mietern erst mal unterstellen, dass sie wissen, was sie sich leisten können....

Hast Du denn vermietetes Wohneigentum? Genau diese Haltung hat schon einige in arge Bedrängnis gebracht. Genauso wenig wie der Mieter weiß, wie denn seine Selbständigkeit laufen wird, weiß das der Vermieter. Und schließlich will man sein Risiko möglichst klein halten. Da Wohnen allerdings ein Grundbedürfnis ist, ist es schwierig bei Säumnis jemanden auch wieder loszuwerden.
D.h. wenn es schief geht, trägt der Vermieter das größere Risiko.

Die letzte Einbuße dieser Art betrug 15.000€. Was würdest Du davon halten, wenn Du aus deiner Privatschatulle mit 15.000€ das Leben anderer Leute finanzieren solltest? Da würdest Du doch sagen, wie komme ich dazu?

Inaktiver User
02.02.2011, 13:38
... Es gibt nämlich auch Mieter, die bezahlen nie ihre Kaution, sind immer wieder im Miet-Zahlungsverzug und verlassen dann die Wohnung versifft und mit Renovierungsbedarf. Und das alles nach 1,5 Jahren Mietdauer.
...

Auch das wird Thema sein im neuen Gesetzesentwurf.


Hallo,

mir würde vorschweben, dass der Mieter, der wegen Mietmängeln die Miete mindern möchte, weiterhin verpflichtet bleibt, die Miete zu bezahlen - nur statt an den Vermieter an die Hinterlegungsstelle des Amtsgerichts. Der Betrag dort könnte entweder ausbezahlt werden, wenn die Parteien sich einig sind an wen, oder nach einem entsprechenden Urteil.

Dann wäre endlich Schluss mit an den Haaren herbeigezogenen Mietmängeln, wenn der Mieter nicht mehr bezahlen kann oder will.

Mandelblüte

Ein sehr guter Vorschlag.


Es geht ja nicht darum, Vertragsparteien, die ihre Pflichten erfüllen das Leben schwer zu machen, sondern den Schaden möglichst gering zu halten, wenn Wohnung und Einkommen nicht (mehr) stimmig sind.
Wir hatten einen Mieter, der hat sich Mietzuschuss vom Amt geholt, was wir nicht wußten und gleichzeitig seine Miete nicht bezahlt. Und der Mensch war vorher sehr solide. Allerdings hoffte er sehr lange, aus der finanziellen Misere wieder rauszukommen. Zu lange. Und die Schulden häuften sich an, weil er eben schleichend über seine realen Verhältnisse lebte und die Augen vor den Konsequenzen schloß.

Inaktiver User
02.02.2011, 13:41
Aber lassen wir die Einkünfte doch mal beseite - wenn die Mieter nicht so dämlich gewesen wären, das an die große Glocke zu hängen, wäre das ja nicht bekannt.

Aber die Frechheit, die Wohnung als Bruchbude zu bezeichnen und dann noch zu erwarten, dass man deswegen einen günstigen Mietzins bekommt, ist doch ausreichend, nicht an sie zu vermieten.
Zwar glauben heute viele Menschen, sie brauchten nur besonders nassforsch vorzugehen, dann erreichten sie ihr Ziel schon, aber dazu gehören nun mal immer zwei.

Und @eve_lyn: Nein, es sind nicht immer die anderen Schuld am eigenen Unglück. Ich habe auch lange zur Miete gewohnt (sowohl als Geringverdiener wie auch in gehobenen Wohnungen) und nicht ständig schlechte Erfahrungen gemacht. Manchmal hilft es, wenn man sich an die eigene Nase packt.

angie2
02.02.2011, 13:47
j

.

Wenn Du als Vermieter schon die Erfahrung gemacht hast, dass das Drittel der Kaution die einzige Zahlung vom Mieter geblieben ist...

Mandelbluete
02.02.2011, 13:53
@ Evelyn:

Ich habe wirklich viel mit dem Mietrecht zu tun gehabt (inzwischen wegen eines Jobwechsels weniger) und berufsbedingt kaum mit den harmonischen Mietverhältnissen, sondern mit den Konfliktfällen und schiefgelaufenen Mietverhältnissen.

Aber selbst in einer Region, in der eigentlich die Vermieter stark sind, weil Wohnungen gesucht werden, ist das, was Du hier schreibst, die Ausnahme.

Und ja, auch ich rate dem Vermieter (natürlich unter Hinweis darauf, dass dies gegen die gesetzliche Regelung ist) die Kaution in bar bei Unterschrift zu verlangen. Zuviele Kautionen werden nicht bezahlt, und nicht selten ist im Fall von Schäden und Mietrückständen die Kaution sowieso nicht mehr als ein Tropfen auf dem heissen Stein.

Außerdem ist das der erste kleine Test, was die Leistungsfähigkeit des Mieters angeht: wer nicht einmal die Kaution hat oder auftreiben kann, bei dem muss sich der Vermieter berechtigte Sorgen machen, dass er auch im Fall von Arbeitslosigkeit, längerer Krankheit, kaputtem Auto etc. zuverlässig die Miete bezahlen kann. Das mag man jetzt als unsozial bezeichnen - aber es ist sich nunmal jeder selbst der nächste (und auch Du würdest nicht anders denken, wenn Du vermieten würdest, oder etwa nicht?).

Du scheinst Dir nicht bewusst zu sein, dass viele Vermieter auf die Mieteinkünfte angewiesen sind: die einen zahlen die Immobilie ab, die anderen einen Kredit für die Erbschaftssteuer, wieder für andere ist die Immobilie die Altersvorsorge (statt einer privaten Rentenversicherung etc.). Und die, bei denen das nicht der Fall ist, haben natürlich auch ein Interesse daran, dass sie die Nutzung der Mietsache auch vergütet bekommen.

Mandelblüte

Inaktiver User
02.02.2011, 14:03
.

Mandelbluete
02.02.2011, 14:09
Hallo,

ob und was Du falsch machst, musst Dich selber fragen - oder im RL jemanden.

Was sollen wir in der BriCom denn dazu sagen?

Mandelblüte

legrain
02.02.2011, 14:09
.


bitte, besprich dein problem in einem anderen thread. die diesen strang eröffnete, hat bisher brav zahlende mieter mit einem einkommen, das knapop für eine wohnung reicht, und nicht für zwei. das ist eine andere thematik als deine.

Inaktiver User
02.02.2011, 14:20
Mal ganz ehrlich, wenn ich mitbekomme, daß ein Mieter schon ein Problem damit hat, seine Kaution zu hinterlegen, da schrillen aber alle Alarmglocken.

Es gibt eben Menschen, die nicht einsehen wollen, daß es sich hier einfach um ein wirtschaftliches Geschäft handelt und nicht um einen sozialen Privatauftrag alla Caritas. Ich stelle Wohnraum zur Verfügung und bekomme dafür Geld, womit ich wieder wirtschafte, daß nix verkommt. Kein Vermieter hat den Auftrag, draufzuzahlen. Gerne wird dann der Sozialgedanke eingestreut. Aber nur von der Seite, die zwar mitunter genaue Vorstellung von einer Mietsache hat, aber nur verschwommene Vorstellungen von Finanzplänen. Und gefühlt alle Vermieter einfach für reiche Leute hält, die es sowieso haben. Es prallen eben mitunter Welten aufeinander.

marylin
02.02.2011, 14:47
bitte, besprich dein problem in einem anderen thread. die diesen strang eröffnete, hat bisher brav zahlende mieter mit einem einkommen, das knapop für eine wohnung reicht, und nicht für zwei. das ist eine andere thematik als deine.


Woher weis sie das denn? Sie weis nur, dass der Mann einen festen Halbtagjob hat und nebenher selbständig arbeitet. Wieviel er hierbei berdient, was es an Gesparten oder sonstigen Einnahmequellen gibt, weis die Vermieterin doch gar nicht, oder?

Trotzdem muss sie ja die zweite Wohnung nicht an diese Familie vermieten, wenn sie nicht will.
Nur - ob der nächste Mieter immer zahlen kann/will weis sie ja auch nicht... Ich glaube, man kann immer reinfallen, weil man eben nicht in die Menschen reingucken kann.

Inaktiver User
02.02.2011, 14:56
Und weil man nicht in ihn reinkucken kann, sollte man sich Informationen besorgen. Und wenn er schon blöd kommt, kann man sich das sparen ...

legrain
02.02.2011, 15:03
Woher weis sie das denn? Sie weis nur, dass der Mann einen festen Halbtagjob hat und nebenher selbständig arbeitet. Wieviel er hierbei berdient, was es an Gesparten oder sonstigen Einnahmequellen gibt, weis die Vermieterin doch gar nicht, oder?

Trotzdem muss sie ja die zweite Wohnung nicht an diese Familie vermieten, wenn sie nicht will.
Nur - ob der nächste Mieter immer zahlen kann/will weis sie ja auch nicht... Ich glaube, man kann immer reinfallen, weil man eben nicht in die Menschen reingucken kann.


als vermieterregel gilt schon, sich einen einkommensnachweis geben zu lassen, nachweise über ersparnisse zu verlassen greift zu sehr ins privatleben ein, und dürfte rechtlich unzulässig sein.
es ist verantwortung des vermieters, sich der zahlungskraft seiner mieter zu versichern.

Frau_Elke
02.02.2011, 16:45
Nun möchten die Leute auch die zweite Wohnung, die offensichtlich einen besseren Komfort hat, mitmieten, um mehr Platz zu haben. Ich finde das legitim.

Wenn man belegen kann, dass das finanziell drinliegt, ist doch dagegen nichts einzuwenden.



Natürlich ist das legitim. Ich habe den Mietern ein Angebot für das gesamte Haus gemacht, wobei die Miete ist das Haus niedriger ist als für die zwei Wohnungen. Die Familie will einige Tage darüber nachdenken und sich dann entscheiden. Der finanzielle Aspekt ist jedoch der Knackpunkt. Bisher war der Mieter mit seiner Selbstständigkeit nicht sonderlich erfolgreich, deshalb hat er auch den Halbtagsjob angenommen. Ich weiß, dass er, saisonbedingt, in den Sommermonaten wenig bzw. überhaupt keine Aufträge hat. Er will seine Selbstständigkeit mit einem neuen Konzept erfolgreicher machen. Über das neue Konzept ist mir nichts bekannt. Ebensowenig habe ich konkrete Angaben zu seinem Einkommen.


Und vielleicht sollte sich die Vermieterin doch mal überlegen, wieso man durchblicken lässt, dass das Haus eine Bruchbude ist. Vielleicht gäbe es ja noch einiges zu modernisieren....

Man kann ja nicht nur immer vermieten, sondern muss auch was bieten.
Wenn der Mieter die falsche Wohnung angemietet hat, ist das nicht mein Problem. Für die Altbauwohnung zahlt er schließlich eine geringere Grundmiete. Ich habe z. B. im gesamten Haus neue Doppelglasfenster einbauen lassen. Die Heizkosten für die Wohnung sind normal bzw. durchschnittlich. Ich habe auch einen Energieausweis mit passablen Werten. Es gibt auch KFW40-Häuser mit Wärmepumpe und höheren Heizkosten :smirksmile:



Ich würde auch nicht an die Familie vermieten. Wenn sie sich doch schon kundig gemacht haben, ist es doch ohnehin nicht nachvollziebar, warum sie in deiner "energetischen Bruchbude" leben wollen :smirksmile:. Außerdem sind die zwei Wohnungen (du schreibst ja, dass du die zweite gerade sanierst) doch sicherlich voneinander abgetrennt, das ist ja auch nicht ideal in der Aufteilung (für eine Familie mit kleinen Kindern, wie soll sich das aufteilen? Mind. eine Küche ist ja überflüssig. Und ich sehe schon einen Unterschied zwischen 2 und 5 Personen in der Vermietung der jetzigen Wohnung. Ideal ist schon was anderes.

Ja. Es sind zwei abgeschlossene Wohnungen. Die Familie soll die andere, größere Wohnung beziehen, wobei die Küche auch in diese Wohnung verlegt werden soll. Der Mieter will sich in seine bisher angemietete Wohnung zum arbeiten zurückziehen und sein Büro erweitern. Kann natürlich auch gut sein, dass er sich dorthin von seiner Familie "absetzen" will.

Jolanda_40
02.02.2011, 17:01
Nun möchten die Leute auch die zweite Wohnung, die offensichtlich einen besseren Komfort hat, mitmieten, um mehr Platz zu haben. Ich finde das legitim.


Klar, der Wunsch ist legitim.

Genauso legitim ist es, wenn der Vermieter das ablehnt.

Die TE kann ihre Wohnung vermieten an wen sie will. Oder auch gar nicht, wenn sie so möchte.

Gott sei Dank immer noch ihre Entscheidung.
:engel:

Mandelbluete
02.02.2011, 17:45
Ich habe den Mietern ein Angebot für das gesamte Haus gemachtl.

Hoffentlich, nachdem Du Dir Einkommensnachweise hast geben lassen. Oder vorbehaltlich einer Prüfung ihrer Einkommensverhältnisse.

Mandelblüte

Inaktiver User
05.02.2011, 21:38
Hallo Frau Elke,

ich vermiete zwar kein Haus, komme aber in unserem Doppelhaus (Eigentum) auch ins Grübeln, was das Einkommen meiner Nachbarn betrifft.
Da ist es ähnlich, wie bei deinen Mietern: Die beiden haben zwei Kinder, er geht als Kellner nicht durchgängig das ganze Jahr arbeiten (merkwürdig) und sie hat einen 400-Euro-Job.
Das könnte mir egal sein. Aber leider wollen die immer, dass wir deren Eigentum mitfinanzieren. Schnell wird die Teilungserklärung so ausgelegt, als ob wir immer dann angebliches Gemeinschaftseigentum mit instandzuhalten hätten, wenn denen die Kosten über den Kopf wachsen (deren Garageneinfahrt z.B.).
Für mich würde das übertragen auf deinen Sachverhalt bedeuten: Deine Mieter werden versuchen, alles auf dich als Vermieter abzuwälzen, was nur geht. Ärger ist vorprogrammiert. Das geht sicher auch irgendwann - wie bei uns - vor Gericht. Hattest du schon mal Probleme mit der Nebenkostenabrechnung? Die wird ja bestimmt auch sehr kritisch unter die Lupe genommen.
LG Tony

skirbifax
06.02.2011, 10:24
Hattest du schon mal Probleme mit der Nebenkostenabrechnung? Die wird ja bestimmt auch sehr kritisch unter die Lupe genommen.
LG Tony

Das ist das gute Recht eines Mieters! Deshalb wird ja auch abgerechnet. Der "Rechnungsempfänger" prüft, bei korrekter Abrechnung wird bezahlt, bei Unstimmigkeiten muss man darüber reden. Es ist beileibe nicht so, dass jede Nebenkostenabrechnung korrekt wäre. Selbstverständlich ist das bei vielen Vermietern keine böse Absicht, es ist einfach eine komplizierte Materie.

Inaktiver User
06.02.2011, 12:09
Das ist das gute Recht eines Mieters! Deshalb wird ja auch abgerechnet. Der "Rechnungsempfänger" prüft, bei korrekter Abrechnung wird bezahlt, bei Unstimmigkeiten muss man darüber reden. Es ist beileibe nicht so, dass jede Nebenkostenabrechnung korrekt wäre. Selbstverständlich ist das bei vielen Vermietern keine böse Absicht, es ist einfach eine komplizierte Materie.

Ja, genau das meine ich: Wenn der Empfänger auch erkennen will, dass die Materie kompliziert ist (und es keine böse Absicht ist vom Vermieter!!!), ist alles im grünen Bereich.

Ich bin kein Vermieter, war vor 5 Jahren selber noch Mieter. Aber seit wir Eigentum haben, verstehe ich, was Vermieter durchmachen müssen, wenn jmd. die Abrechnungen nicht verstehen wil, weil er nicht zahlen will.

Wir haben das Probelm bei uns anders gelagert, es tritt durch komplizierte Regelungen, die unser Gemeinschaftseigentum betreffen, auf. Wir sind nur 2 Familien! Ich hätte nie gedacht, dass es da schon solche riesigen Abrechnungsprobleme geben kann.

Jeder ist sich selbst der Nächste. Wirklich! Und wenn die Kohle knapp wird...

Frau_Elke
06.02.2011, 19:01
Hattest du schon mal Probleme mit der Nebenkostenabrechnung? Die wird ja bestimmt auch sehr kritisch unter die Lupe genommen.
LG Tony
Nein, noch nie. Die Nebenkosten werden ja durch den Abgabenbescheid der Stadt vorgegeben. Die Heizkosten rechnen die Mieter mit dem Energieversorger direkt ab. Außerdem haben die Mietparteien eigene Wasseruhren.
Gestern hatte ich wieder geschäftlich in meiner "Bruchbrude" zu tun. Die Mieter haben sich aber nicht zu meinem Angebot geäußert. Mein Bruder war auch dabei und hat den Eindruck, dass die Familie einen "ärmlichen" Eindruck macht.

skirbifax
06.02.2011, 19:09
Mein Bruder war auch dabei und hat den Eindruck, dass die Familie einen "ärmlichen" Eindruck macht.

Diese Einschätzung solltest du in meinen Augen nicht ignorieren. Hast du für dich bereits eine Entscheidung getroffen oder bist du immer noch ambivalent?

neurosia
06.02.2011, 19:54
Senf absonder ...

Wenn sich die Mietkosten der Familie erhöhen (die Nebenkosten würden sich ja auch erheblich erhöhen), im Gegenzug aber keine Erhöhung oder zumindest adäquate Angleichung des Einkommens erfolgt oder glaubhaft in Aussicht gestellt werden kann, dann wäre ein Vermieter mit Blindheit geschlagen, bei diesen Gegebenheiten das Mietverhältnis zu zementieren.

Im übrigen gibt es eine kaufmännische Regel: Diversifikation. Wenn von zwei Mietern einer ungeplant oder ungewollt ausfällt, ist das schlimm genug; passiert das bei nur einem Mieter, erreichen die Folgen für den Vermieter im Extremfall das doppelte Ausmaß.

Fazit: Ich würde unter den gegebenen Voraussetzungen von einer Erweiterung des Mietverhältnisses Abstand nehmen. Zumal die Bezeichnung des Mieters "Bruchbude" oder ähnliches nicht gerade für einen angenehmen Umgangston spricht. Und warum soll ich mich noch fester an Leute binden, die zumindest Zweifel an ihren Umfangsformen aufkommen lassen.

Frau_Elke
12.02.2011, 17:27
Diese Einschätzung solltest du in meinen Augen nicht ignorieren. Hast du für dich bereits eine Entscheidung getroffen oder bist du immer noch ambivalent?

Ich werde ihnen nicht das gesamte Haus vermieten, zu viel spricht dagegen. Zu meinem Angebot haben sich die Mieter nicht mehr geäußert :wie?:, obwohl der Termin mittlerweile abgelaufen ist und ich auch Kontakt zu ihnen hatte.

Heute erzählte mir eine Nachbarin der Mieter, dass mein Mieter ihr vor ein paar Tagen erzählt habe, dass er nächstes Jahr :ooooh: in die andere Wohnung ziehen wolle.

Mandelbluete
13.02.2011, 00:22
Heute erzählte mir eine Nachbarin der Mieter, dass mein Mieter ihr vor ein paar Tagen erzählt habe, dass er nächstes Jahr :ooooh: in die andere Wohnung ziehen wolle.

Hallo,

damit erledigt sich das doch wohl ganz elegant (obwohl Du ja keine elegante Lösung benötigst): Bis dahin ist die Wohnung leider an jemand anderen vermietet...:freches grinsen:

Mandelblüte