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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eltern vollzeitbeschäftigt - Kind zu lange in die Kita?



Inaktiver User
26.01.2011, 21:48
Hallo,

mein Freund und ich erwarten im Juni unser erstes Kind. Derzeit sieht der Fahrplan so aus, dass ich die ersten 6 Monate Zuhause bleibe und die zweiten 6 mein Freund. Das Kind soll also mit einem Jahr in die Kita gehen.

Nun ist es so, dass ich mich derzeit in der Endphase (Diplomarbeit) von meinem Studium befinde und somit nach der 6monatigen Elternzeit erst ins Berufsleben einsteige. Für mich kommt somit eigentlich nur eine Vollbeschäftigung in Frage. Wir hätten damit wenn das Kind in die Kita geht beide eine 40-Stunden-Woche. Nun meine Frage: Kann man einem so kleinen Kind überhaupt zumuten solange in der Kita zu bleiben? Wir würden schon versuchen unsere Arbeitszeiten so zu legen, dass das Kind so kurz wie möglich in der Kita sein müsste - jedoch werden es sicherlich nicht unter 6 Stunden täglich sein, da wir beide Bürotätigkeiten nachgehen und da variieren die Zeiten nicht so stark. Mein Freund kann frühstens um 8 Uhr beginnen und hätte dann um 16:30 Uhr Schluss (regulär macht er derzeit 9-17:30 Uhr). Zu meiner Arbeitssituation kann ich natürlich noch nichts sagen, aber ich würde natürlich versuchen dementsprechend früher/später zur Arbeit zu gehen, um die Kita-Zeit bestmöglich zu verkürzen.

Hat jemand von euch hier eventuell schon Erfahrung? Wir wollen natürlich auch keine Rabeneltern sein und machen uns da schon Gedanken ob unser Plan da überhaupt aufgeht :knatsch:

Nibbler

Symphonie
26.01.2011, 21:57
Hi Nibbler,6 Stunden finde ich in Ordnung. Es wird viel geschlafen ( nachher immerhin noch der Mittagsschlaf über 1-2 Stunden),mittagessen, Frühstück, das dauert alles. Über 6 Stunden finde ich für ein kleines Kind sehr lang. Wenn sie größer sind ok,aber auch für über 3 jährige finde ich 8-10 Stunden zu lang.
Einerseits ist immer Lärm und Unruhe um sie und sie sollen doch was von den Eltern haben.

Aber hier gibt es einige arbeitende Eltern,die können euch sicher mehr sagen

Symphonie
26.01.2011, 21:59
ps. was haltet ihr denn davon wenn Dein Freund etwas reduziert? so kannst Du voll in den Arbeitsalltag einsteigen und er kann sich auch ums Kind kümmern. Zwar nicht jeden Tag aber vielleicht früher Feierabend machen oder ein-zwei Nachmittage frei machen

charleys.tante
26.01.2011, 22:01
Kann man einem so kleinen Kind überhaupt zumuten solange in der Kita zu bleiben?

selbstverständlich!

ich denke, 6 stunden sind gar kein problem ... unser sohn kam mit 7,5 monaten in den kiga, nach ca. 2 monaten waren wir auch bei 6 stunden, jetzt (fast 2 jahre) sind es immer zwischen 7 und 8.

lass dir von niemandem einreden, ihr wärt rabeneltern. das ist ein typisch deutsches 'problem', aber das problem liegt nicht auf eurer seite. wenn IHR es so wollt, dann ist es richtig so.

milchstern
26.01.2011, 22:05
DAS Thema mit Konfliktpotential! :smirksmile:

Unser Söhne gehen beide seit sie 5 Monate sind, 4 Tage die Woche für jeweils mindestens 8 Stunden in die KiTa. Es hat ihnen - soweit momentan absehbar- nicht im geringsten geschadet. Der Grosse (jetzt 3) war gerade krank und wollte heute morgen partout nicht gehen. Als wir ihn abgeholt haben, hat er uns stolz und voller Freude gezeigt und erzählt, wie toll er mit seinem Freund Räuber gespielt, in der Höhle Bücher gelesen hat. Dagegen stinkt der gestrige Tag mit mir zu Hause echt ab. :freches grinsen:

Jenta
26.01.2011, 22:09
Liebe Nibbler,

ich möchte Dir Mut machen. Ich war in einer ähnlichen Situation als ich mit meinem ersten Kind schwanger war (sie ist mittlerweile 6, ihr Bruder 2 Jahre alt). Ich steckte mitten in meiner Magisterarbeit, hatte einen ganz gut bezahlten Studentenjob, wollte aber möglichst bald in einen "richtigen" Job einsteigen.

Mir ist das dann auch gelungen, allerdings hatte ich das Glück, eine qualifizierte halbe Stelle an Land zu ziehen und auch mein Mann hat zwischenzeitig Stunden reduziert - für uns wirklich optimal. Vielleicht gelingt Dir das ja auch und Du musst nicht direkt mit einer vollen Stelle einsteigen?

Grundsätzlich würde ich sagen, dass zwei Vollzeit arbeitende Elternteile einem Kind bestimmt nicht schaden und auch eine Vollzeitfremdbetreuung nichts Schlechtes sein muss. Man muss halt sorgfältig nach einer guten Einrichtung suchen, denn es ist ganz entscheidend, dass man mit einem guten Gefühl von der KiTa wegfährt. Und - das fällt mir tatsächlich immer wieder durchaus auch negativ auf - Dein Einfluss auf das Kind ist nicht so groß, wenn Du es nur drei der wachen Stunden am Tag siehst. Mir fallen schon einige mir unliebsame Verhaltensweisen an meinen Kindern auf, die sie sich an anderen Kindern und vielleicht eher ungeschickten Erzieherinnen abgeguckt haben.

Ich habe mich, wie gesagt, für eine Teilzeit-Lösung entschieden und damit fahren wir sehr gut. Das ist aber nicht in allen Branchen möglich, das ist klar. Insofern würde ich sagen: Wenn es um ganz (arbeiten) oder gar nicht (arbeiten) geht, würde ich für "ganz" plädieren. Immer vorausgesetzt, es geht den Kindern und Euch gut :liebe:

Aber anstrengend wird es bestimmt :blumengabe:

Alles Liebe für Dich und eine glückliche Rest-Schwangerschaft wünsche ich!
Jenta

Nijntje74
26.01.2011, 23:31
Mit persönlicher Erfahrung möchte ich mich noch nicht zu sehr aus dem Fenster hängen - unser Sohn (5 Monate) geht jetzt seit 2 1/2 Wochen Vollzeit in die Krippe. Er ist zufrieden und ausgeglichen, lacht viel etc. - und wir haben mit der Art der Betreuung ein gutes Gefühl. Aber der Zeitraum ist eben noch sehr kurz.

Auf "allgemeiner" Ebene kann ich aber nur sagen, dass das hier (europäisches Ausland, nicht Deutschland) auch nicht so problematisiert wird, viele Kinder sind schon früh und für längere Zeiträume in Betreuung. Das heisst natürlich noch nicht, dass das auch gut ist, aber ich kenne z.B. die Kollegen-Kinder verschiedenster Alterstufen oder auch jüngere Kollegen, die so aufgewachsen sind und die wirken nicht unglücklich, verlassen und ohne Bindung an ihre Eltern...

Ich selber (das wiederum in Deutschland) war ab 1 Jahr täglich für 5-6h bei einer Tagesmutter, mein Bruder ab einem halben Jahr und auch da muss ich sagen, dass wir meiner Meinung immer zufrieden waren und bis heute ein besseres Verhältnis zu unseren Eltern haben, als manch einer, der mit Mutti zuhause geblieben ist.

Ich denke, ganz viel hängt davon ab, wie sich die Eltern ausserhalb der Betreuungszeiten mit den Kindern beschäftigen und es generell in der Familie aussieht. Wieviel Kraft man dazu nach einem vollen Arbeitstag immer noch so hat, mag auf einem anderen Blatt stehen...

Inaktiver User
27.01.2011, 06:16
Ich als Mutter habe den persönlichen Wunsch, Zeit am Tag mit meinem Kind zu verbringen. Um an seinem Aufwachsen teilzuhaben und es begleiten zu können.

Für mich wäre Vollzeit daher nicht optimal.

Mein Sohn wird im März, da ist er 1 Jahr, für 3 x 5 Stunden zu den Großeltern gehen und ab dem 01.8 hab ich nun einen Platz in einem Kindergarten mit U 2 Betreuung bekommen. Dahin wird er 5 x 4 Stunden gehen.

Ich finde, dass man 6 Stunden Kindergarten ab 1 vertreten kann, wenn die Einrichtung gut ist. Und wie immer, hängt es sicher ganz maßgeblich vom Kind ab. Du fährst ihn/sie gegen acht Uhr hin. Um 12 machen sie da in der Regel eh Mittagsschlaf für einige Zeit.

Inaktiver User
27.01.2011, 06:49
Hallo,

als mein erstes Kind geboren wurde, gab es noch die 45-Stunden-Woche, beim zweiten Kind wurde dann auf 40 Stunden reduziert. Mein großes Kind war vom 6. Lebensmonat an in der Krippe, das kleine ab dem 1. Lebensjahr. Und zwar täglich von 6.00 Uhr bis ca. 16.30 Uhr.

Sicher keine Ideallösung, aber damals war das eben so. Wenn ich heute drüber nachdenke und sehe, was für Arbeitszeiten meine jungen Kolleginnen mit Kindern haben, frage ich mich manchmal, wie man das damals gewuppt hat.
Etwas mehr Zeit für die Kinder wäre schon schön gewesen.

Aber: Geschadet hat es nicht. Beide haben genug Liebe und Aufmerksamkeit bekommen. Beide sind inzwischen erwachsen. Mich plagt noch heute öfter das schlechte Gewissen, dass man so wenig Zeit für sie hatte. (Aber es blieb mir eine andere Wahl.) Beide versichern mir immer wieder, dass sie eine schöne Kindheit hatten und auch im Rückblick nichts vermissen.

vielleicht...
27.01.2011, 08:23
Hi!

Unser Sohn geht seit er knapp ein Jahr alt ist in die KiTa. Situation war bei uns ähnlich wie bei euch dann: Ich Vollzeit, mein Mann hat die Eingewöhnung gemacht. Wir hatten den Luxus, dass wir uns dabei viel Zeit lassen konnten, d.h. mein Mann war noch einige Monate zu Hause und dann einige Monate Teilzeit, demnach konnten wir die Betreuungszeit langsam steigern und das Kind dabei gut beobachten. Seit gut 1 Jahr gehen wir wieder beide voll und Junior ist seit dem von 7.30Uhr bis 17.00Uhr in der Krippe.
Ich kann bisher nicht absehen, dass es ihm irgendwie schadet. Die Einrichtung ist, so weit ich es einschätzen kann, sehr gut.
Klar, unter der Woche haben wir nicht viel voneinander. Das bedeutet eben, dass wir 17.30 Uhr zusammen heimkommen (oder später, wenn noch eingekauft werden muss oder so), dann essen wir, dann gibts noch eine Stunde Spielzeit, dann Bett. Sachen wie Baustelle (eigenes Haus) oder Haushalt bearbeiten wir dann am Wochenende oder eben nach 20.00Uhr. Da will ich dir keine Illusionen machen, das ist echt hartes Brot.
Leider ist es bei uns so, dass ich Junior morgens wegbringe und abends hole, und die Öffnungszeiten der KiTa es gerade so erlauben, zwischendurch 8 Stunden + gesetzliche Pausen zu arbeiten. Lange Mittagspause, mal mit Kollegen essen gehen ist nicht. Besprechungen nachmittags muss ich absagen oder eher verlassen. Das geht mit der Zeit auch an die Substanz.
Habt ihr im Notfall (Krippe ruft an, Kind hat Durchfall, muss SOFORT abgeholt werden) Großeltern/Paten/Freunde die einspringen können? Haben wir nämlich nicht. Wenn ihr es aber so gestalten könnt, dass einer das Kind hinbringt und einer es holt, dann bleibt nicht der ganze Termindruck an einem hängen, das ist schon mal besser. Geht bei uns nicht, mein Mann hat längere Arbeitszeiten. Ihr wißt schon dass ihr dann 2 Autos mit je einem Kindersitz braucht?
Ich glaube es ist möglich, aber alles andere als einfach.
Bei uns ist Besserung in Sicht, ich bin wieder schwanger. Das wird noch mal ne harte Nuss, dieses Tempo bis zum Mutterschutz durchzuhalten, aber danach wird auf jeden Fall einer nur noch halbtags gehen. Wahrscheinlich mein Mann.
Meine Idealvorstellung wäre, dass jeder 30 Stunden geht: Dann hätte beide was von ihrem Job, das Familieneinkommen wäre ausreichend, ich könnte das Kind (die Kinder) morgens in aller Ruhe wegbringen und müßte abends nicht zum Punkt denStift fallen lassen (in meinem Job ein Ding der Unmöglichkeit), mein Mann geht früh auf Arbeit und kann sie gegen drei nach dem Mittagsschlaf holen. Das klingt realisierbar und auch auf Dauer schaffbar.

Achso: Was ich nicht so gut finde bzw. was auch in unserer KiTa nicht so gerne gesehen wird: Die Lösung 3 Tage die Woche ganz und zwei halb oder so. Klar hat das Kind an dem Tag mehr von Vater/Mutter, aber so kleine Kinder mögen es mehr wenn jeder Tag gleich abläuft, dann lieber jeden Tag ein Stunde früher...

milchstern
27.01.2011, 09:18
Vielleicht hat da noch eine Komponente angesprochen, die nur indirekt mit dem Kind zu tun hat. Der Stress den man selber hat - das ist nicht zu unterschätzen. Mein Mann arbeitet Vollzeit und ich momentan 4 Tage die Woche. Wie vielleicht fände ich es auch ideal, wir würden beide teilzeit arbeiten, z.B. 4 Tage die Woche. Allerdings würde ich meine "freie" Zeit immer so aufteilen, dass ich ganze Tage hätte. Erstens weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass man sonst doch ständig länger bleibt und zweitens weil ich es sehr schön (und sehr anstrengend :peinlich:) finde, eine ganzen Tag mit den Kindern zu verbringen - mir ist das wichtiger als sie täglich früher abzuholen. Wir sind allerdings auch extrem zufrieden mit unserer KiTa.
Aus dem gleichen Grund (ist mir gestern abend eingefallen) - nämlich weil wir es persönlich schön und wichtig finden - teilen wir auch nicht die Bring-und Holdienste auf sondern stehen morgens gemeinsam auf und holen die Kinder wenn möglich abends gemeinsam ab. Das führt zwar dazu, dass sie insgesamt länger da sind, aber dafür können wir 4 morgen noch gemeinsam im Bett kuscheln und toben und abends alle gemeinsam essen.

Das alles klappt seit 3 Jahren sehr gut, nun werden wir sehen. Ab März arbeite ich voll und mein Mann bleibt zunächst zu Hause für wahrscheinlich 3 Monate- das ganze in den USA! (und ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich mich darauf freue, morgens ALLEINE aufstehen zu dürfen....:freches grinsen:)

Inaktiver User
27.01.2011, 09:37
Hat jemand von euch hier eventuell schon Erfahrung? Wir wollen natürlich auch keine Rabeneltern sein und machen uns da schon Gedanken ob unser Plan da überhaupt aufgeht :knatsch:

Nibbler

Ja, ich habe Erfahrungen. Meiner ist jetzt in der 6 Klasse des Gymnasiums und es ist nun schon zwei Jahre her, dass er den Hort, die letzte Kita bei uns, verlassen hat. Ich sehe kein Problem darin und kann beitragen, mein Sohn ganz früh von einer Kinderfrau betreut wurde, zum Stillen mittags meist gebracht wurde und mit etwas über einem halben Jahr in die Kirppe kam, wo es für ihn eine gute Zeit war. Später wechselte er zum Ganztags-Kindergarten und in der Grundschule war er ab Mittags im Hort.

Ich sehe kein Problem auch nach der Zeit und habe lernen dürfen, dass Raben sehr gute Eltern sind und man nicht so viel mit schlechtem Gewissen grübeln sollte, sondern sich und den Kindern mehr zutrauen, wie es weltweit Eltern tun. Ober der Plan aufgeht, kann man ohnehin nicht theoretisch klären. Das geht nur in der Praxis.

kittenheel

Fatpipe
27.01.2011, 09:42
hallo,

ich sehe es auch so, wenn ihr es wollt, dann wird es funktionieren und auch gut werden.

bei uns ist es auch so, dass beide kinder (meine tochter ist bereits 8, der kleine 2,5) mit ca. einem jahr (der kleine erst nach 14 monaten wegen den zwei vätermonaten, die mein mann genommen hatte) in die krippe kamen. natürlich mit langsamer eingewöhnung.
ich bin dann teilzeit mit 6 stunden arbeiten gegangen, mein mann vollzeit. ich hab aber noch eine wegstrecke von 30 minuten.
der kleine ist also von 7.30 uhr bis 15 / 15.30 uhr in der kita, denn ich hole erst die große aus der schule ab (ganztagsschule) und dann ihn. das paßt so ganz gut.
inzwischen gehen ich 7 stunden, fahre um 6 uhr los, damit ich eben zeitig zuhause bin, mein mann bringt den kleinen um 7 uhr in die kita, danach die große zur schule. (ich genieße es auch sehr morgens alleine aufzustehen und loszufahren....ohne kakaofleck am rock, butter an der bluse...)

meine tochter ging damals rund von 7.00 bis 15.00 uhr. sie ist ja nun schon in der schule und überhaupt etwas älter, aber ich kann beim besten willen keine schäden feststellen.

ich könnte es mir für mich auch gar nicht anders vorstellen. meine bespaßung zuhause kann keineswegs mit den kompetenten beschäftigungsangeboten in der kita mithalten.
die athmospäre dort ist auch sehr herzlich, die kinder werden auch viel beschmust. und unser sohn hat da seine lieblingstante von der ich mal behaupte, die kommt in der rangfolge wohl mindestens gleich nach oma und opa. und das ist auch gut so. die bindung zu uns, schmälert das in keinster form. ich bin auch nicht eifersüchtig.
er geht inzwischen mit freude hin (gut, das hat etwas gedauert), aber er ist auch genauso gern zuhause.

viel erfolg bei der kitasuche, das gestaltet sich wohl nicht immer ganz einfach.
und viel mut, eurer eigenes ding durchzuziehen.

Nijntje74
27.01.2011, 10:38
ich könnte es mir für mich auch gar nicht anders vorstellen. meine bespaßung zuhause kann keineswegs mit den kompetenten beschäftigungsangeboten in der kita mithalten.
die athmospäre dort ist auch sehr herzlich, die kinder werden auch viel beschmust.

Das möchte ich auch unterschreiben...

Ich denke, daher es ist ganz wichtig, eine Betreuungsform zu finden, mit der man zufrieden ist, nicht irgendeine KiTa, wo man gerade einen Platz ergattert - leicht gesagt, klar. Aber ich denke, wenn die Eltern ihr Kind relativ leichten Herzens den Erzieher(inne)n anvertrauen können, ist es auch für die Kleinen unproblematischer.

Und dann heisst es halt anpassen und sehen, ob es so wie vorgestellt funktionieren kann. Wenn ich sehen würde, dass mein Sohn mit unserer Lösung nicht glücklich sein kann, würden wir Arbeit und Betreuung sicher auch noch mal überdenken.

Inaktiver User
27.01.2011, 10:47
Hallo Nibbler,

ich halte 6 (oder auch 8) Stunden in der Kita für gut machbar bei einem Einjährigen. Allerdings würde ich mir überlegen, mit der Eingewöhnung bereits deutlich früher anzufangen & dann die Zeit zu steigern (so das bei Euch möglich ist). Die Zeit um 1 Jahr herum ist für viele Zwerge als Eingewöhnungszeit nicht optimal, weil sie da gerade in der Fremdelphase sind. Das hängt aber davon ab, wie Euer Kind drauf ist (und das weiß ja derzeit niemand).

Was ich aber für sehr wichtig halte, ist, darauf zu achten, wie die Öffnungszeiten in der Kita tatsächlich gelebt werden (und, so möglich, die Kita entsprechend auszuwählen bzw. Eure Arbeitszeiten entsprechend anzupassen). Unsere Kita hat bis 18 Uhr offen, bis 16 Uhr wurden allerdings sehr viele von den Krippenkindern abgeholt. Für das Kind, das immer als letztes da ist, ist es echt ein bisschen blöd. Bei einer Freundin habe ich sogar mitbekommen, dass die Erzieherinnen der Tochter immer bereits Jacke und Schuhe angezogen haben, damit sie dann auch schnell weg ist, wenn die Eltern kamen :knatsch:

Alles Gute,

central

vielleicht...
27.01.2011, 12:08
Für das Kind, das immer als letztes da ist, ist es echt ein bisschen blöd. Bei einer Freundin habe ich sogar mitbekommen, dass die Erzieherinnen der Tochter immer bereits Jacke und Schuhe angezogen haben, damit sie dann auch schnell weg ist, wenn die Eltern kamen :knatsch:


Unser Junior ist auch oft der letzte und er geniest die Zeit, in der er ungeteilte Aufmerksamkeit der Erziherin hat, total. Wer hat schon nicht gerne eine eigene Vorlese-/Schaukelanschubskraft für sich alleine?
Und in unserer KiTa wird nachmittags die letzte Stunde meistens draußen bespaßt, ich hab nix dagegen, wenn sie schon fix und fertg sind, da komm ich nämlich auch schneller zum Tempel raus - was anderes ist natürlich wenn sie schon eine halbe Stunde gestiefelt und geschnürt in der Garderobe hocken müssen.

bambu
27.01.2011, 12:11
Liebe Nibbler,
warum sollte es nicht funktionieren? Wenn Ihr es wollt und auch entsprechend positiv an die ganze Sache rangeht, sollte das kein Problem sein. Mal abgesehen davon, hierzulande überhaupt einen entsprechenden Betreuungsplatz zu ergattern, der einem auch noch zusagt und vielleicht sogar von der Lage her entgegenkommt...
Will gar nicht wiederholen, was die anderen schon geschrieben haben, in anderen Ländern wird über frühkindliche Betreuung lange nicht so oder überhaupt nicht diskutiert wie bei uns. Wichtig ist, dass Ihr positiv an die Sache rangeht, das überträgt sich dann auch auf das Kind (vermutlich gibt es immer Ausnahmen, aber in den meisten Fällen trifft das zu). Und auch von mir nochmal die Bestätigung, dass erstmal die Bespassung viel abwechslungsreicher ist, als ich sie zu Hause bieten könnte und es toll ist, wie die Kleinen Sozialverhalten in der Gruppe lernen. Wir geniessen die Zeit zusammen natürlich trotzdem sehr (das muss man auch nur in D betonen, woanders ist es selbstverständlich, grummel...) und die Kleine kann zu Hause und Krippe sehr gut unterscheiden und einordnen.
Wir haben damit bisher nur gute Erfahrungen gemacht, unsere Tochter geht, seit sie 10 Monate alt ist, in eine Kinderkrippe. Wir hatten vier Wochen Zeit für die Eingewöhnung, ab dann war sie täglich ca. 8h dort, inzwischen ist sie 9h am Tag dort. Das kommt manchen sehr viel vor, klappt aber gut und es hat ihr bisher offensichtlich nicht geschadet, ganz im Gegenteil. Insofern sehe ich Eure Zeiten als recht unproblematisch an. Unsere Kita hat ebenfalls bis 18h geöffnet, es sind immer 2-3 Kinder bis kurz vor sechs da, die geniessen dann auch oft die intensive Betreuung am Ende. Natürlich sind sie ab und zu mal die allerletzten, aber das ist nicht so schlimm. Angezogen werde sie bei uns wirklich nur, wenn man sich mal wegen Stau verspätet, ist auch verständlich, die Mitarbeiterinnen wollen auch mal ihren Feierabend. Hätte meine Tochter auch schon früher in die Krippe gegeben, hatte aber keinen Platz bekommen. Verteile meine 80%-Stelle derzeit auf 4 Tage, am 5. Tag geht die Kleine auch in die Krippe, da ich auch mal etwas Zeit für mich brauche (bin zu 90% für Bringen und Abholen zuständig) oder für irgendwelche Dinge, die dringend erledigt werden müssen. Hole sie dann meist etwas früher ab als sonst und wir treffen oft noch die ehemaligen Krabbelgruppenkinder, da die meisten berufstätigen Mütter Fr nachmittag Zeit haben.
Vielleicht findet Ihr ja auch eine Tagesmutter oder Tagesmüttergruppe, die Euch sympathisch ist, mit der Lösung machen ja auch viele gute Erfahrungen.
Wegen Zeitpunkt, bis zu einem Jahr sollte die Eingewöhnung recht problemlos sein, sagen auch die Erzieherinnen bei uns. So ab ca. 14 Monate wird es schwieriger. Wenn es Eingewöhnungen bei uns in der Kita gibt, sind sie bei den Kleinen meist unproblematisch, bei den Größeren gibt es öfter Dramen und viel Geschrei und Geheule.

Ansonsten kann ich Dich nur unterstützen in Deinem Vorhaben, möglichst bald in den Beruf einzusteigen. Ist ja gerade am Anfang sehr wichtig! Und die Zeiten haben sich ja glücklicherweise doch etwas geändert...wenigstens etwas... Ihr seid ja dafür recht junge Eltern vermutlich ?! das hat ja auch viele Vorteile. Bei mir wäre das alles so kurz nach dem Studium irgendwie noch gar nicht vorstellbar gewesen, ohne Elterngeld und viel weniger Betreuungsmöglichkeiten damals...außerdem gab es mr bambu da noch nicht in meinem Leben :freches grinsen: so haben wir das mit den Kindern eben erst Ende 30 vollends in Angriff genommen :pfeifend:

Also, nur Mut! Macht es so, wie Ihr möchtet und nicht wie andere möchten, das gilt in jeglicher Hinsicht.

lg bambu

Linda73
27.01.2011, 13:23
Mein Sohn hat erst mit 15 Monaten einen Krippenplatz bekommen und ich eine Arbeitsstelle als er 17 Monate alt war. Seit dem geht er 8-8,5 Stunden / Tag in die Krippe. Ich sehe kein Problem und wenn die Krippe länger geöffnet hätte würde er vermutlich jeden Tag 9 Stunden in Betreuung sein.

Ich denke nicht, dass es dem Kind schadet, es ist eben mit viel Stress verbunden, neben Arbeit, Kind noch alles andere zu wuppen wie Haushalt, Freunde, Familie, Papiere, Sport... einiges wird auf der Strecke bleiben.

Die Frage ist natürlich, ob es möglich wäre, dass Dein Mann etwas reduziert oder ob du evtl. Vollzeit mit 35 Stunden findest. Eine Stunde am Tag kann mächtig was ausmachen.

Ich sehe es unverkrampft, da ich Familie in versch. europäischen Ländern habe und meine Cousinen vollzeit arbeiten gehen mit Kindern zw. 3-6 Monaten... bzw. auch mit 3-4 Kindern z.T. beide Eltern voll arbeiten. Die Fragestellung ist aus meiner Sicht tatsächlich "typisch deutsch".

Und ich arbeite auch nur "70%" - bin also das "Weichei" meiner Familie bzw. nutze es aus, dass es in DE möglich ist, als Mutter fast schon standardmässig weniger im Job zu arbeiten.

Inaktiver User
27.01.2011, 13:30
Hallo,

mein Freund und ich erwarten im Juni unser erstes Kind. Derzeit sieht der Fahrplan so aus, dass ich die ersten 6 Monate Zuhause bleibe und die zweiten 6 mein Freund. Das Kind soll also mit einem Jahr in die Kita gehen.

Nun ist es so, dass ich mich derzeit in der Endphase (Diplomarbeit) von meinem Studium befinde und somit nach der 6monatigen Elternzeit erst ins Berufsleben einsteige. Für mich kommt somit eigentlich nur eine Vollbeschäftigung in Frage. Wir hätten damit wenn das Kind in die Kita geht beide eine 40-Stunden-Woche. Nun meine Frage: Kann man einem so kleinen Kind überhaupt zumuten solange in der Kita zu bleiben? Wir würden schon versuchen unsere Arbeitszeiten so zu legen, dass das Kind so kurz wie möglich in der Kita sein müsste - jedoch werden es sicherlich nicht unter 6 Stunden täglich sein, da wir beide Bürotätigkeiten nachgehen und da variieren die Zeiten nicht so stark. Mein Freund kann frühstens um 8 Uhr beginnen und hätte dann um 16:30 Uhr Schluss (regulär macht er derzeit 9-17:30 Uhr). Zu meiner Arbeitssituation kann ich natürlich noch nichts sagen, aber ich würde natürlich versuchen dementsprechend früher/später zur Arbeit zu gehen, um die Kita-Zeit bestmöglich zu verkürzen.

Hat jemand von euch hier eventuell schon Erfahrung? Wir wollen natürlich auch keine Rabeneltern sein und machen uns da schon Gedanken ob unser Plan da überhaupt aufgeht :knatsch:

Nibbler

Das ist wirklich nicht schlimm!
Meine beiden Kinder waren (und sind es noch zum Teil) "9 Stunden" Kinder. So lange man als Eltern das Gefühl hat, sie in gute Hände zu geben, alles keine Problem. Und die meisten Krippen sind wirklich gut.
Kinder lernen von anderen Kindern sooo viel.

Und es gibt ja noch die WE.

Inaktiver User
27.01.2011, 13:55
Unser Junior ist auch oft der letzte und er geniest die Zeit, in der er ungeteilte Aufmerksamkeit der Erziherin hat, total.

Wie so vieles, ist das Typsache. Meiner fand das nicht toll. Der hätte lieber meine ungeteilte Aufmerksamkeit in der Zeit gehabt, wie die anderen (bereits abgeholten) Kinder.


was anderes ist natürlich wenn sie schon eine halbe Stunde gestiefelt und geschnürt in der Garderobe hocken müssen.

So war das jedenfalls dort - keine halbe Stunde, aber doch ne Weile. Da wurde dann auch nichts mehr vorgelesen. Und: Dieser Kinderladen schloss um 16 Uhr...

Inaktiver User
27.01.2011, 22:54
Hallo,

vielen Dank für eure zahlreichen Antworten! Ich hätte nicht gedacht, dass ich soviel positiven Zuspruch bekomme. Ich möchte noch festhalten, dass der Ausdruck "Rabeneltern" etwas vorschnell von mir gewählt war. In unseren Familien- und Bekanntenkreis gibt es zu dem Thema keine Diskussion oder ähnliches. Es ist nur so, dass wir einfach niemanden kennen, der sich in der gleichen Situation befindet wie wir und deshalb verunsichert sind. Unsere Freunde mit Kindern sind meist noch Studenten und haben dadurch natürlich eine ganz andere Alltagsgestaltung als wie wir sie haben werden.

Mein Freund und ich haben das Thema Arbeitszeiten auch schon diskutiert. Bei ihm ist es leider so, dass er nicht reduzieren kann auf eine 30-Stunden-Woche oder ähnliches. Die Option einen Teil von Zuhause aus zu erledigen besteht hier auch nicht. Die 6-Monate Elternzeit reißen bei ihm schon ein ziemlich großes Loch in die Firma :smirksmile:

Ich bin da selbst sehr zwiegespalten. Zum einen möchte ich schon sehr gerne voll einsteigen, zum anderen würde ich natürlich reduzieren (sofern es denn möglich ist) wenn ich mitbekomme, dass das im Alltag alles nicht so klappt und es allen damit besser ginge. Vielleicht besteht bei mir die Option auch einen Teil der Zeit von Zuhause aus arbeiten zu können.


Ich als Mutter habe den persönlichen Wunsch, Zeit am Tag mit meinem Kind zu verbringen. Um an seinem Aufwachsen teilzuhaben und es begleiten zu können.

Für mich wäre Vollzeit daher nicht optimal.

Mein Sohn wird im März, da ist er 1 Jahr, für 3 x 5 Stunden zu den Großeltern gehen und ab dem 01.8 hab ich nun einen Platz in einem Kindergarten mit U 2 Betreuung bekommen. Dahin wird er 5 x 4 Stunden gehen.


Ich habe natürlich auch diesen Wunsch. Allerdings funktioniert es bei uns aus finanziellen Gründen einfach nicht, dass wir beide nur so eingeschränkt arbeiten gehen und die Großeltern können bei uns auch nicht einspringen.


Habt ihr im Notfall (Krippe ruft an, Kind hat Durchfall, muss SOFORT abgeholt werden) Großeltern/Paten/Freunde die einspringen können?

Da wir hier alle räumlich ziemlich aufeinander hocken ist das kein Problem :lachen:


Ihr wißt schon dass ihr dann 2 Autos mit je einem Kindersitz braucht?

Nicht in der Großstadt. Wir werden uns dann wohl eher 2 Tragehilfen besorgen. Ein Auto ist ja hier schon Luxus :smirksmile:


Ich denke, daher es ist ganz wichtig, eine Betreuungsform zu finden, mit der man zufrieden ist, nicht irgendeine KiTa, wo man gerade einen Platz ergattert - leicht gesagt, klar.

Das ist hier schon ein Riesenproblem. Wir suchen ja erst für in knapp 1,5 Jahren und stehen jetzt schon auf vielen Wartelisten wo es überall eher schwierig wird überhaupt angenommen zu werden. Da hat man nicht mehr das Gefühl noch wählerisch sein zu dürfen. :knatsch: Wir würden unser Kind aber nie in eine Kita geben bei der wir ein schlechtes Gefühl haben bzw. unzufrieden sind. Da würde ich mich eher nach Alternativen wie Tagesmutter umsehen oder doch eine etwas weiter entfernte Kita wählen. Je weiter Sie weg ist desto länger muss das Kind natürlich auch wieder dableiben und desto zeitaufwendiger die Anfahrt, Arbeitsweg, etc. Da kann ich derzeit aber eh nicht viel machen außer anrufen, anrufen, anrufen und darauf hoffen das alles gut wird :smile:


Was ich aber für sehr wichtig halte, ist, darauf zu achten, wie die Öffnungszeiten in der Kita tatsächlich gelebt werden

Da hab ich auch schon so einige Geschichten zu gehört. Manche Kitas haben auch extrem kurze Öffnungszeiten. Da frag ich mich immer wer das schaffen soll. Da ich meine Arbeitszeiten noch nicht kenne haben wir Kitas, die vor 17Uhr schließen bis jetzt für uns ausgeschlossen.

Mein Freund würde die Eingewöhnung mit unserem Kind machen. Bis jetzt haben wir dafür mit 4-6 Wochen gerechnet. Wir sind da einfach mal zuversichtlich und hoffen, dass das alles klappt.

Wir wissen beide, dass da so einiges auf uns zukommt und versuchen so entspannt wie möglich an alles ranzugehen und das auch auf uns zukommen zu lassen und bei Bedarf zu korrigieren :lachen:

lg
Nibbler