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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Alternativen bei Kuhmilchunverträglichkeit



Jane2
21.01.2011, 08:21
Hallo!

Ich hatte grad nicht den Nerv, hier rumzusuchen, ob es das Thema so schon gab - entschuldigt.

Aber ich weiß grad echt nicht weiter.

Vorab, ich stille seit ca. 3 Wochen gar nicht mehr. Ich habe ziemlich lange fast voll gestillt, durch Krankheit und co. , dann nur noch nachts, jetzt wollte sie plötzlich gar nicht mehr.
Das Hautekzem war trotzdem da.

Meine Tochter (8Monate) hat seit einigen Monaten ein Hautekzem an der Wange, so Höhe Kinn.
Das ist immer rau, mal rot, mal röter, mal blutig, mal besser.

Vor ca. zwei Wochen war es so schlimm und sie hat es so sehr gejuckt, das wir vom KiA eine leichte Cortisonsalbe und ein Hautantibiotikum bekommen haben. Er meinte, entweder es verschwindet damit dauerhaft und konnte einfach nie richtig abheilen oder es liegt eine Ursache vor.

Jetzt kam es wieder, ziemlich schlimm und ich sollte ihr eine Spezialnahrung (Neocate) geben, um eine evtl. Kuhmilchunverträglichkeit auszuschließen.

Jetzt mein Problem:

Sie nimmt partout diese Nahrung nicht!! Als Flasche schon gar nicht, im Brei würgt sie sofort los, unter Obst gerührt geht auch nicht.
Dann hab ich in Eigenregie Humana SL gekauft, die schmeckt nicht ganz so fürchterlich, aber auch die wird strikt verweigert - es wird sich immer übergeben, selbst nachts im Schlaf checkt sie das sofort.

Wir versuchen es jetzt eine Woche und letztendlich geb ich ihr immer ihre andere Milch, weil irgendwoher muss sie die ja bekommen.

Hat irgendjemand Tips, Erfahrungen, irgendwelche anderen Alternativen??
(Ziege, Schaf, Hafermilch, Reismilch und co. soll ja in dem Alter als Alternative nicht so dolle sein - hab ich gelesen.)

Danke!

Viele Grüße, Jane

colina99
21.01.2011, 09:30
Hallo Jane,

mein Thema gerade, leider. Mal sehen, wie weit ich mit Kind auf dem Schoß komme:

Bei meiner Jüngsten (6 Monate) besteht auch der Verdacht auf Kuhmilcheiweißunverträglichkeit bzw. -allergie. Getestet wird im Februar im Rahmen der U5, allerdings sind derlei Tests in diesem Alter sehr unzuverlässig.

Derweil versuchen wir es auch mit Spezialnahrung. Ich stille noch, da sie aber auf kleinste Mengen Kuhmilcheiweiß in meiner Nahrung reagiert, würde ich über kurz oder lang auch gern abstillen wollen. Als erstes haben wir nun den Abendbrei mit einer Spezialnahrung eingeführt, was meine Tochter auch erstmal nicht so toll fand. Beim Brei ist's natürlich einfacher zu tricksen als beim Fläschchen, ich habe anfangs weniger Pulver und mehr Obst reingerührt und langsam das Verhältnis an die normale Dosierung herangeführt.

Wir versuchen es mit Althera von Nestle, da ist das Kuhmilcheiweiß extrem aufgespalten, aber Laktose drin und bis jetzt hat es den Anschein, als würde mein Minimädchen das vertragen (wachsam bin ich dennoch, da eine der größeren Schwestern in diesem Alter eine Laktoseunverträglichkeit hatte). Durch die Laktose ist Althera wohl die Spezialnahrung, die am besten schmeckt. Wird die Laktose nicht vertragen, kann man auf Nahrungen wie Pregomin ausweichen: ebenfalls stark aufgespalten, aber ohne Laktose, deshalb leider sehr bitter. Neocate ist eigentlich nur erforderlich, wenn diese Nahrungen ebenfalls nicht vertragen werden, sagte mir die Kinder-Ernährungsberaterin, zu der ich mich überweisen lassen habe.

Das kann ich Dir ebenfalls sehr empfehlen, für mich war die Erstberatung sehr interessant und hilfreich und in einigen Wochen haben wir einen Folgetermin, um zu schauen, wie wir ihre Tipps umsetzen konnten und wie wir weiterhin verfahren können. Unsere (eigentlich ganz tollen) Kinderärztinnen haben damit leider auch nicht so viel Erfahrung (und hatten uns z.B. ebenfalls Neocate mitgegeben).

Von Sojamilch (und damit auch Humana SL, einer Spezialnahrung auf Sojabasis) riet sie dringend ab, weil ein Großteil der Kinder, die kein Kuhmilcheiweiß vertragen, dann auch eine Sojallergie entwickeln. Für den Abendbrei, so meinte sie, ist Reismilch aber durchaus eine Alternative. Das, was weniger an Fett und Eiweißen enthalten ist, kann man ausgleichen, indem man z.B. ein eiweißreiches Getreide (Hirse) verwendet und dem Brei Öl zugibt. Aber fürs Fläschchen ist Reismilch sicher erstmal keine Alternative, aber ab 10 Monaten kann man ja ohnehin auf normale Kost umstellen (was halt in diesem Fall normal ist...) und dann kann man zum Frühstück natürlich auch Reismilch verwenden, wenn man dann ebenfalls darauf achtet, dass die Eiweiß- und Fettzufuhr stimmt. Achso und man sollte natürlich mit Calcium angereicherte Reismilch verwenden.

So, Kind ungeduldig, ich hoffe, ich habe es auf die Schnelle verständlich erklären können und es hilft Dir überhaupt irgendwie.

Liebe Grüße und alles Gute!
Colina

Ach und PS: es gibt für abends noch eine Alternative, die Deine Tochter ganz bestimmt akzeptieren würde: Nestle Sinlac Brei. Der ist nämlich leider mit sehr viel Zucker versehen, und das Problem mit dem Fläschchen hast Du dann leider immer noch... :knatsch: (Oder gibts das sogar auch als "Milch"nahrung? Da bin ich gerade überfragt.)

Jane2
21.01.2011, 09:54
Puh, Colina VIELEN DANK! :blumengabe:

Das hilft schon mal ungemein, werd mich gleich mal mit deinen genannten Alternativen beschäftigen.

Ach so, doch noch mal ne Frage: Wie äußert sich denn bei deiner Kleinen die Unverträglichkeit?

Im Internet steht immer so oft, das eine Kuhmilchunverträglichkeit meist auch mit Bauchweh, Durchfällen oder Blähungen einhergeht. Das hat Madame alles gar nicht.

Viele Grüße,
Jane

Amabilis
21.01.2011, 10:05
In meinem Geburtskrankenhaus wurde den Säuglingen, die von ihrer Mutter nicht gestillt werden konnten, Stutenmilch gegeben. Sie ist weniger von Keimen belastet, weniger allergieauslösend und der menschlichen Muttermilch sehr viel ähnlicher als Kuhmilch.
Durch 6% Laktose ist sie zudem auch recht süß, so dass sie von Säuglingen schneller toleriert wird.

Stutenmilch als Alternative ist aber nur dann angebracht, wenn eine Kuhmilcheiweißunverträglichkeit/allergie vorlieg. Bei einer Unverträglichkeit von Laktose ist sie nicht ratsam.

Halbnomadin
21.01.2011, 11:54
Moin Jane,

ist das Ekzem nur an einer Wange an der Grenze zum Kinn, also asymmetrisch? Für eine Nahrungsmittelallergie wäre das eine sehr originelle Erscheinungsform, da würde ich zuerst nach anderen Auslösern suchen. Mein Söhnchen hat an der von Dir beschriebenen Stelle einen dauerhaften leicht roten Punkt, weil dort der Reißverschluss des aktuellen Lieblingsschlafsacks endet und nachts manchmal scheuert. Hätte Söhnchen eine Nickelallergie, dann sähe es genau so aus, wie Du es beschreibst. Schau doch mal, ob es eine Kontaktallergie sein könnte, vielleicht auch gegen ein immer auf dieser Seite gehaltenes Lieblingsspielzeug, die Schnullerkette oder ähnliches.

Für klar umgrenzte Juckstellen kommen neben bakteriellen auch Pilzinfektionen und Schuppenflechte in Betracht. In beiden Fällen hilft das Hautantibiotikum nicht, die Cortisonsalbe führt eventuell bei Schuppenflechte zu einer Besserung, beseitigt diese aber nicht.

Lieben Gruß - Halbnomadin

Wiesenkraut
21.01.2011, 14:08
Meine Tochter (8Monate) hat seit einigen Monaten ein Hautekzem an der Wange, so Höhe Kinn.
Das ist immer rau, mal rot, mal röter, mal blutig, mal besser.

Hm jane hattest du in eurem Strang nicht auch was von Durchfall geschrieben, sonst würd ich auch mal noch nicht unbedingt von der Milch ausgehen. Wir haben das nämlich auch.
Ich muss mal schauen ob ich es auf Bilder hab, wenn nicht dürft es eigentlich kein Problem sein das zu fotografieren.
Das gleiche hatte ich bei den Großen und es blieb so lange (mal mehr mal minder stark wenn die Sonne schien wurde es wesentlich besser) bis die ersten 6 Zähne da waren.

Wir hatten alles probiert, Waschmittel gewechselt, alles mögliche an Cremes, Milch fiel bei uns weg weil ich keine vertrage und die Kids von daher eh keine bekamen.
Der Kinderarzt damals sagte es gibt Kinder die so krass aufs zahnen reagieren.

Jetzt haben wir das wieder ungefähr seit die Kleine 4.5 Monate ist und der erste Zahn ist jetzt (mit ziemlich genau 7 Monaten zu fühlen) und bekommen die gleiche Auskunft.

Was Milch betrifft:
wenns denn doch daran liegt und da scheinst du ja ziemlich überzeugt (wenn ich in deinem Strang richtig mitgelesen habe) und oft ist der Instinkt der Mutter da ja nicht schlecht:
erster Schritt rausfinden ob eine Kuhmilchallergie. Die echte Kuhmilchallergie ist grundsätzlich eine Allergie gegen die Eiweissbestandteile (kasein, Lactalbumin, Lactoglobulin) oder eine Laktoseintoleranz.

Ein reiner Milchallergiker verträgt oft Sahne und Butter (dann liegt eine allergie gegen Kasein vor)

Oh guck mal hab ich gerade gefunden. Vielleicht hast du ja ein Ernährungstagebuch geführt, das dir dann anzeigt was es am ehesten ist:
Allergen Milch Allergie Allergologie (http://www.alles-zur-allergologie.de/Allergologie/Artikel/4053/Allergen,Allergie/Milchzum) testen ob es eine Laktoseunverträglichkeit ist scheint die von Colinas genannte Nestlemilch gut geeignet.

Ansonsten kann ich dir das Buch "milch-frei" nur empfehlen (kannst ja mal bei Amazon googlen), da es bei Milchallergie mit dem Weglassen von Milch ja nicht getan ist, es ist erstaunlich wo überall Milch drin ist

hier noch eine Seite mit Alternativen (ich muss gestehen ich kenn mich mit dem Pulverzeugs nicht aus das so von Onkel Hipp und Co produziert wird und hab auch die Finger von laktosefreier Milch gelassen weil allein der Geruch...)
Milchfreie Kost | Beikost I (http://www.babyernaehrung.de/Beikost-I/milchfreie-kost)

Ach ja ich hab 2 Fotos gefunden, ich schick sie dir mal per PN das eine ist ziemlich weit weg, das andere der momentane Zustand der erstaunlich gut ist, aber das wechselt halt auch sehr schnell.

Jane2
21.01.2011, 19:04
Isses bei euch auch so lila auf einmal??


Wiesenkraut, erstmal super viele Dank!!
Und süße Maus haste da, so groooße Augen!

Also, das mit dem Durchfall war Sweetie, auch, das sie selbst die Milch komplett wegläßt und so.

Ich hingegen bin überhaupt nicht überzeugt, obs denn nun das ist oder nicht...
Weil es ja eher so untypisch aussieht. Ähnlich, wie bei deiner Kleinen, allerdings viel größer und zieht sich über den Kinnknochen bis zum Ohr.

Leider hat sich der Zustand seit heut morgen nochmal verschlechtert, auf der anderen Seite ist auch eine rote Stelle und sogar an beiden! Händen, oben drauf und zwischen Daumen und Zeigefinger.

Du schriebst, das du alle deine Kids ohne Milch ernährt hast... hast du dann immer so lange gestillt oder wie hast du das gemacht?

Ach so, Waschmittel habe ich als erstes ausgetauscht, obwohl wir ohnehin nur mit sensitivem öko-Dings waschen.

Ich mach morgen mal ein Foto von ihr und schick es dir.
Heute beim Hockey der Jungs fragte eine Mutter, ob die Kleine Neurodermitis hat. Das würde ja nochmal ganz neue Fragen aufwerfen :knatsch:
Zieh mir jetzt mal die Links rein.



Halbnomadin, ja, an sowas hatte ich auch erst gedacht.
Vorallem, da ich ein großer Verfechter von Wollekleidung bin und die als allererstes in den Schrank flog, von wegen kratzen und so :freches grinsen:
Aber das isses nicht (Wolle kommt trotzdem nicht mehr an dieses Kind) und sonst hat sie kaum was in der Halsgegend, was sie großartig berühren könnte.

Amabilis, wo bekommt den ein Normalsterblicher ohne Gestüt Stutenmilch gekauft?
Wäre ja evtl. eine echte Alternative?!

Ach so, habe heute Althera gekauft, hallo? WIE teuer ist das bitte? Bis jetzt wurde es trotz riesen Hunger verweigert. Madame ist eingeschlafen und beim nächsten Hungerwach bekommt sie es nochmal angeboten.
FALLS es eine Kuhmilch(eiweiß)allergie ist, müsste es ja dann bald besser werden.

Ach mann, das macht mich echt fertig. :heul:
Wenn ich vorher schlauer gewesen wäre, hätte ich niemals abgestillt. Dann hätte ich es vielmehr drauf angelegt, das sie noch will.
Anstatt ihr jetzt so widerliche Allergiemilch aufzuzwingen. :heul:

Danke euch allen,
Jane

Solenne
21.01.2011, 20:09
Ach mann, das macht mich echt fertig.
Wenn ich vorher schlauer gewesen wäre, hätte ich niemals abgestillt. Dann hätte ich es vielmehr drauf angelegt, das sie noch will.
Anstatt ihr jetzt so widerliche Allergiemilch aufzuzwingen.

Wenn ich an der Stelle kurz reinhüpfen darf: falls das für dich in Frage kommt: du kannst auch wieder anfangen zu stillen. Ich habe da nur ein bisschen Theorie-Wissen (durch häufiges Anlegen kann man die Milchproduktion wieder anregen), wenn du mehr darüber wissen willst, würde ich dir empfehlen, mit einer Stillberaterin zu sprechen. Die kann dir auch Tipps speziell für euch geben. Mir kommt es auch komisch vor (nicht böse gemeint! :blumengabe:) dass sich deine Tochter mit 8 Monaten alleine abgestillt haben soll. Da könntest du auch mit einer Stillberaterin drüber sprechen. Das kann auch ganz andere Gründe haben, die nicht bedeuten, dass sie nicht mehr stillen will.

colina99
21.01.2011, 20:20
Hallo Jane,

das hatte ich leider nicht dazu geschrieben: Althera ist erstattungsfähig, das heißt, Du kannst das verschrieben bekommen genau wie die anderen Spezialnahrungen auch.

Um herauszufinden, ob es sich tatsächlich um eine Kuhmilcheiweißallergie oder -unverträglichkeit handelt, empfiehlt sich ein Doppelblind-Test (weil eben die üblichen Blut- und Hauttests unzuverlässig sind in diesem Alter): 4 Wochen (oder wie lange auch immer Dein Kinderarzt oder eine Kinder-Diätberaterin empfiehlt) Eliminationsdiät, also das Allergen gänzlich meiden, wenn sich die Symptome verbessert haben bzw. verschwunden sind, kommt dann der Provokationstest, also Kuhmilcheiweiß geben und gucken, ob die Symptome wiederkommen.

So haben wir es gemacht und beides deutete darauf hin, dass der Verdacht stimmt. Aber meine Tochter scheint auch nur mit der Haut zu reagieren, obwohl das ja eher untypisch zu sein scheint. Je mehr Milchprodukte ich zu mir nahm, desto mehr Reaktionen traten auf: am schlimmsten war, dass mehrmals der Po richtig schlimm offen war und genässt hat und überhaupt nicht zuheilen wollte. Wenn es nicht ganz so drastisch ausfiel, wurde der Po nur wund, und in den Leistenbeugen bildet sich ein Ekzem. Zwischen den Augenbrauen hat sie dann schuppige Haut und auf dem Kopf bildet sich (leichter) Schorf. Und da, wo Du es beschreibst, reagiert meine Tochter auch, dort bekommt sie dann Pickelchen bis hinter die Ohren. Aber so diese typischen Stellen wie Arm- und Kniebeugen sind nicht betroffen bei ihr, außerdem kommt es uns nicht so vor, als hätte sie großartige Verdauungsprobleme davon. Aber ich hoffe trotzdem SEHR, dass es sich auswächst, was wohl meist bis zum 4. Lebensjahr passiert.

Wenn die Hautprobleme Deiner Tochter sich ausweiten und vielleicht wirklich das Kuhmilcheiweiß daran schuld ist, sollte die Umstellung auf Spezialnahrung zwar sicher nicht allzu lange aufgeschoben werden, aber vielleicht könntest Du anfangen, die Fläschchen teils mit dem normalen Milchpulver, teils mit Althera anzumischen und dann das Verhältnis im Laufe der nächsten Tage immer weiter verschieben? Dann wäre es nicht so ein krasser Unterschied für Deine Tochter und sie gewöhnt sich vielleicht langsam an den Geschmack?

Liebe Grüße
Colina

Jane2
21.01.2011, 20:48
Hallo!

Colina, danke, ja, das hatte ich sogar gelesen, das es verschrieben werden kann, ich wollt nur heut eben schon beginnen, werd aber meinen Arzt fragen, ob ers verschreibt.
Ich werd wohl langsam umstellen müssen, denn sie will und will und will es nicht. Und so langsam muss sie mal was essen...

Die Symptome klingen sehr ähnlich, wunder Po hier auch häufig. Und die typischen Stellen eben gar nicht.

Solenne, ich habs eben sogar probiert. Sie will nicht.
Um es kurz zu erklären:
Ich habe ihr nach dem vierten Monat immer mal was zu essen angeboten, da sie sich kaum halten konnte, wenn sie uns am Tisch sah.
Dann hatten wir irgendwann mal ne Mahlzeit ersetzt, dann zwei, dann wurde sie doof krank und ich habe wieder voll gestillt.
Als sie wieder gesund war, habe ich die Mahlzeiten wieder eingeführt, letztendlich waren wir bei zwei und abends ne Flasche - da ich auch mal unabhängig sein wollte.

Morgens und nachts gestillt und plötzlich nach einigen Wochen hat sie es nicht mehr "verstanden" zu trinken. Sie hat mich wirklich angeguckt, als ob ich nicht ganz dicht wäre, ihr sowas anzubieten.
Fand ich total schade und auch unpraktisch - nachts aufstehen ist ätzend.
Andererseits war ich auch froh.
Und da sie das Ekzem auch hatte, als ich vollgestillt habe, habe ich da nicht weiter nachgedacht - jetzt weiß ich, das es dann an MEINEM Milchkonsum lag, der sich allerdings in Grenzen hält. Egal. Ich biets ihr heut Nacht nochmal an, aber ich glaube kaum, das sie die Brust nimmt.

Danke euch,
Jane

Wiesenkraut
21.01.2011, 20:53
Leider hat sich der Zustand seit heut morgen nochmal verschlechtert, auf der anderen Seite ist auch eine rote Stelle und sogar an beiden! Händen, oben drauf und zwischen Daumen und Zeigefinger.hm das haben wir auch. Die kleine hat überall da solche Stellen wo Speichel hinkommt. Das Fünkchen nagt an der Handoberfläche oder zwischen Daumen und Zeigefinger. Daumen lutschen tut sie nicht. Aber ab und an geraten schon mal Daumen und Zeigefinger in den Mund und dann wird da auch rot und die Seite im Gesicht ist roter auf der sie öfter liegt.
Deshalb war mir die Theorie die ich schon kannte ja auch einleuchtend das es mit dem verkeimten und aggressiven Speichel beim Zahnen zu tun hat.
Es wechselt auch total schnell von gut nach schlecht, ne Stunde nach dem aktuellen foto von heute hab ich eins gemacht das sah viel schlimmer aus und jetzt ists wieder viel besser, dazwischen hatte weder die Kleine noch ich gegessen.


Was Neurodermitis betrifft, lass dich da blos nicht kirre machen.
Die Kinderärzte achten da sehr früh drauf, und erste Anzeichen (Doppelte Lidfalte, Milchschorf usw) werden normal genannt bei den U Untersuchungen bzw in das gelbe Heft eingetragen.
Selbst wenn dem so wäre ein Großteil der Säuglingsneurodermitis heilt in den ersten 2 Jahren wieder ab.

Stillen:
ja den Großen fast 2 Jahre (allerdings nur abends und nachts so lange) die Mittlere hat sich tags von jetzt auf gleich mit 6 Monaten abgestillt und ich glaube nachts nach einem Jahr. Danach gabs Reismilch.
aber eigentlich wollt ich was anderes dazu. Hast du während du gestillt hast Milchprodukte zu dir genommen? Eine richtige Milchallergie macht sich meines Wissens nach normal schon während des Stillens bemerkbar, wenn die Mutter Milchprodukte zu sich nimmt. Ein Teil des Milcheiweises geht in die Mutterlich über
(siehe Colinas Beitrag)
Wenn das Zeug was du jetzt nimmst hilft (es also eine Kuhmilcheiweisunverträglichkeit ist) kannst du es mal mit verdünnter Sahne probieren. Die Große mit einer Kaseinallergie verträgt Butter und Sahne problemlos.

Stutenmilch bekommst du im Reformhaus, als Granulat auch online, billig ist allerdings auch was anderes:pfeifend: Ich hab was grob in Erinnerung von knapp 3 Euro je 250ml

edit:
hups da warst du schneller als ich. die Frage nach der Milchunverträglichkeit ist also nun wieder offen wenn das bei Stillen auch schon war.


Morgens und nachts gestillt und plötzlich nach einigen Wochen hat sie es nicht mehr "verstanden" zu trinken. Sie hat mich wirklich angeguckt, als ob ich nicht ganz dicht wäre, ihr sowas anzubieten.
Fand ich total schade und auch unpraktisch - nachts aufstehen ist ätzend.

haha , das hatten wir von jetzt auf gleich als ich der Mittleren weil sie immer ihrem großen Bruder auf den Teller grabschte das mal durchgehen lies. Ab da hat sie wirklich von jetzt auf gleich meine Brust angeschaut als sei sie ein fremdes Ding, nur wenn sie sehr müde war gings noch.
ich würd mir da echt keine Vorwürfe machen.

colina99
21.01.2011, 21:05
Vielleicht hast Du nachts am ehesten eine Chance, dass sie doch nochmal an der Brust trinkt. Du müsstest dann aber vermutlich auch komplett auf Kuhmilcheiweiß verzichten (und solange nicht klar ist, auf welche Untergruppe sie reagiert, auch auf andere Milcheiweiße wie aus Ziegenkäse z.B., weil sie auch darauf reagieren könnte - was meine Tochter tut... :knatsch:) und gucken, dass Du Deinen Calciumbedarf anderweitig ausreichend deckst.

Zur Stutenmilch habe ich im Internet u.a. folgendes gelesen:

"Frage: Kann ich meinem Kind zur Allergieprävention auch Stutenmilch oder Ziegenmilch geben?


Antwort:

Nein, Sie sollten keine Stuten- oder Ziegenmilch geben, weil:
- Stutenmilch und Ziegenmilch intaktes und fremdes Tiereiweiß enthalten und damit Allergien auslösen können.
- Es gibt keine Studien, die einen allergievorbeugenden Effekt dieser Milchen belegen.
- Die natürliche Zusammensetzung dieser beiden Milchen nicht dem Bedarf eines Säuglings entspricht, d. h. die Nährstoffe nicht in der richtigen Menge enthalten sind.

Bitte beachten Sie auch die anderen Frage-Antwortpaare zu diesem Thema unter den "Häufig gestellten Fragen" in der pina-infoline.

Dr. Sabine Schmidt
für pina,
letzte Kontrolle 02.08.2010"
Quelle: klick (http://www.pina-infoline.de/), unter Häufig gestellte Fragen/Ernährung

Da scheint es also wohl auch recht unterschiedliche Ansichten zu geben.

Jane2
21.01.2011, 22:20
Mhh, Wiesenkraut, das mit dem Zahnspeichel könnte auch echt sein - klingt auf jeden Fall total einleuchtend. Sie hat immer da ihre Fingerchen im Mund.
Und da sie ja noch immer keine Zähne hat, zahnt sie wahrscheinlich seit Monaten so unterschwellig vor sich hin.

Colina, Stutenmilch also auch nicht, jetzt hab ich nicht mal n Grund, mir ein Pferd zu kaufen :freches grinsen:

Ich les mich mal weiter ein, ist ja ein riesiges Themengebiet, meine Herren!

Gute Nacht und dank euch, das ihr so helft :blumengabe:

Inaktiver User
22.01.2011, 10:01
ach jane, du arme! tut mir richtig leid für euch!
da es mir gerade richtig schlecht geht, kann ich leider nicht alles nachlesen.
daher weiß ich nicht, ob ihr es schon gemacht habt...
wart ihr schon beim hautarzt???

Jarla
23.01.2011, 11:19
Hallo Jane,

ich dachte, ich melde mich auch noch kurz: Mein Sohn leidet an einer starken kuhmilcheiweiß-, hühnereiweiß- und erdnußallergie. Endgültig festgestellt wurde das (endlich!) als er ein Jahr alt wurde.

Unsere Symptome haben sich "klassisch" weiterentwickelt: Zunächst immer Verdauungsprobleme (Blähungen, etc.), dann recht schnell auch das Ekzem an den Wangen (ähnlich deiner Beschreibung, allerdings immer symmetrisch an beiden Seiten), den Armen, Rücken, Beinen. Schließlich fing er leider auch an über die Lunge zu reagieren, was zu Bronchitis-Erkrankungen und mehrmaligen Lungenentzündungen bis hin zu wirklich gefährlichen Atemnotszuständen und entsprechend Krankenhausaufenthalten führte (wo dann die Diagnose endlich schnell feststand und sich in der Praxis bewahrheitet hat).

Ich hatte immer vollgestillt und habe das dann auch noch 2 Monate nach der Diagnose weiter getan (eben auch weil wir Neocate umgehen wollten). Als ich dann abgestillt habe, war mein Sohn 14 1/2 Monate alt und konnte direkt auf Hafer- und Reismilch umsteigen. Wichtig ist dann auch ein sehr Calciumhaltiges Mineralwasser (so zwischen 500-600mg sollten es schon sein, das normale "Durchschnittswasser" enthält was um die 100mg) und eine sehr fleischreiche Ernährung fürs Kind. Wichtig auch: Immer Rapsöl zusätzlich in die Mahlzeiten mischen.

Auf keinen Fall Sojamilch oder andere Sojaprodukte geben, wegen der bereits erwähnten hohen Wahrscheinlichkeit, dass sich gegen Soja beim Kleinkind auch eine Allergie entwickeln würde.
Auch Stuten- und Ziegenmilch würde ich keinesfalls in Eigenregie ausprobieren.

Ich würde dir auf jeden Fall raten, den Verdacht mit ärtzlicher Hilfe zu erhärten und dann gegebenfalls auf jeden Fall eine auf Kleinkinder-Nahrungsmittel-spezialisierten Ernährungsberatung aufzusuchen, das hat uns sehr sehr geholfen.
Allerdings: So richtig nach einer Kuhmilchallergie klingt es nach deinen Schilderungen zum Glück nicht - treten denn an anderen Körperstellen auch Ekzeme auf?

Wegen der aktuellen Problematik wegen des Nicht-Essen-Wollens würde ich, wenn der Verdacht doch größer sein sollte, tatsächlich auch wieder anfanzen zu Vollzustillen und so die Zeit bis zum ersten Geburtstag zu überbrücken, ab da sollte man auch um Neocate herumkommen. Allerdings kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es sehr sehr hart ist, auf all die Produkte zu verzichten, auf die du ja selbst nicht reagierst. Die zwei Monate, die ich das durchgehalten habe, waren für mich ehrlich gesagt eine Qual (ich esse sehr gern Käse Joghurt Aufläufe etc. ;)) - positiver Nebeneffekt: Ich hatte ruckzuck 5 Kilo abgenommen. *g*

Inzwischen ist mein Sohn 2 Jahre alt, wir leben seit einem Jahr diätisch, es geht ihm wunderbar. Klar ist es anstrengend und kompliziert, aber die Hauptsache ist einfach: Er ist gesund. Nun steht für uns die erste Kontrolle (und eventuelle Provokation) vor der Tür und wir sind schon sehr gespannt, ob sich was getan hat.

Dir drücke ich fest die Daumen, dass sich das ganze doch als etwas ganz anderes oder die eher "harmlosere" Unverträglichkeit herausstellt.

Alles Gute! :blumengabe:
Jarla

Wiesenkraut
23.01.2011, 15:50
vollstillen ist ja schön und gut, aber wie soll das mit einem Kind gehen, das nicht mal mehr weiss wie und was es mit der Brust anfangen soll.
Wieder stillen (lernen) ist vielleicht was die Mutterbrust betrifft kein Problem, aber ein Kind dem der Saugreflex schon weitgehend fehlt und das sich offensichtlich auch nicht mehr erinnert was es mit der Brust anfangen soll das Stillen wieder beizubringen stell ich mir schwer bis unmöglich vor. Lass mich da aber gern eines besseren belehren.
Jane, deshalb bin ich eigentlich hier.. hälst du uns auf dem Laufenden, wenn du beim Arzt warst?

Jane2
28.01.2011, 08:53
Sorry, ich komm kaum an den Rechner.

Wir haben erst gestern einen Termin beim Kia bekommen.

Der meinte, momentan können wir nur ausschließen, da die Allergietests noch nicht wirksam genug seien. Er hält daran fest, das wir nur über die milchfreie Ernährung sehen, was passiert.
Das Problem ist nur, das sie die Nahrung weiterhin strikt verweigert.

Selbst ein Löffel Althera im Brei bekommt sie mit und isst in konsequent nicht.
Ich versuche, die Milchmahlzeiten so zu reduzieren, wie es eben geht.
Mit Reismilch angerührter Morgenbrei wird allerdings auch nicht genommen, obwohl die total lecker schmeckt und Sinlacbrei wird direkt rausgeko..... :knatsch:
Irgendwie doof, aber sie weiß, was sie will oder eben auch nicht :pfeifend:

Er hat uns nochmal ne andere Nachtkerzengel-irgendwasmischung mitgegeben bzw. hab ich anrühren lassen in der Apotheke, die Stelle ist eben sehr trocken teilweise.

Momentan ist der Zustand mittel, vorgestern fast weg, gestern schlimm, heute ok. Bei nichtveränderter Ernährung.

Ich versuche, mir jetzt erstmal keinen Streß zu machen und abzuwarten.
Unser ökoArzt :freches grinsen: hat uns auf nächste Woche vertröstet, normalerweise kann man immer dazwischen kommen, aber nun grad wars voll. War ja klar.

Ich glaub ehrlich gesagt momentan echt an diese Zahnspeichelgeschichte, Madame sabbert und sabbert und irgendwie würde das total Sinn machen!!

Ich werd mich auch jeden Fall hier melden, wenn ich neues/mehr weiß und berichten.

Dank euch allen :blumengabe:,

Jane

Wiesenkraut
30.01.2011, 13:04
jane
ist vielleicht nun naiv aber ich hab noch eine Idee:
was sagen denn die Ärzte wie lange das dauert bis sich eine Wirkung zeigen würde wenn du die Milch weglässt?
Und gibst du richtig die Flasche oder Milchbrei?
Wenn du die Flasche gibst (vor allem zum Einschlafen) ist meine Idee nicht verwirklichbar, sonst evtl schon.
Was wäre denn, wenn du statt die Milch im Brei zu ersetzen durch ein kuhmilchfreies Produkt etwas gänzlich anderes anbieten würdest. Also etwas, was sie gerne ißt in dem aber von Natur aus keine Milch ist.
Ich glaube nicht, dass z.b eine Woche ohne Milch einen Dauerhaften Schaden anrichten würde und ganz ehrlich hätte ich keine skrupel wenns den Milchbrei normal morgens gibt, der Zwerg supergerne Spaghetti isst (nur ein Beispiel) testweise auch morgens spaghetti zu füttern.

Wie gesagt meine Idee klappt nur, wenn man in einem überschaubaren Zeitraum einen Erfolg sehen würde und ihr keine Milchflasche mehr zum einschlafen braucht.
Im Zweifel - wenn mehr Zeit nötig würde ich fragen ob die Stoffe die schnell mangelversorgt sind anders ersetzbar sind und ganz ehrlich würd ich da eine Ernährungsberaterin zu rate ziehen (vielleicht hat sogar deine KK eine), die sind da oft fitter als KiÄ.
Ich glaube, dass Kinder einen sehr feinen Instinkt haben und es selten nur "es schmeckt mir nicht" ist, wenn sie etwas ablehnen. Ok was sie sicher auch fühlen ist die Unsicherheit der Mutter.

Wenns denn wirklich die Milch ist - musst du dann halt überlegen wie du das ganze dauerhaft löst, wenn nicht, kann sie ihren Brei ja wieder ganz normal mit Milch bekommen.

Wenn das so klappt dürfte es für dich stressärmer sein und der Zwerg kann futtern was ihm schmeckt
;-)

Jane2
05.02.2011, 20:21
Spaghetti :freches grinsen:

Meine Tochter würgt alles, was nicht feinstens püriert ist, direkt wieder raus (liegt auch sicher an meiner Verschluckpanik :pfeifend:).

Nee, im Ernst, sie ist die totale Ernährungszicke, akzeptiert kaum was neues und mag generell nicht so gern essen.
Zum Glück nimmt sie seit einigen Tagen den Sinlacbrei morgens, so komm ich um die Mahlzeit schon mal rum.

Allerdings geht abends nur Milchpulle, weil zu müde zu anderem und nachts braucht sie auch noch eine.

Ich bin mir aber mittlerweile echt sicher, das du mit der Zahnungstheorie recht hast!!
Auch das dein Hautarzt das nochmal bekräftigt hat bei euch beruhigt mich etwas.

Sie zahnt so heftig rum und die Stellen sind von heut auf morgen anders usw.

Homöopath hat nicht geklappt die Woche, da alle Kids richtig fies krank waren.

Da geh ich aber noch auf jeden Fall hin und werde dann berichten.

Schönen Sonntag dir :blumengabe:,

Jane

Wiesenkraut
05.02.2011, 21:29
bei uns ist der 2. Zahn jetzt durch, am Abend vorher hing die Haut noch in Fetzchen von den Wangen und ich hab ernstlich drüber nachgedacht die leichte cortisonsalbe vom Hautarzt draufzumachen. Morgens ist mein Kind mit rosigen Wangen aufgewacht als wäre nie was gewesen.
Was mich unheimlich erstaunt ist wie schnell die Ekzeme auch gewechselt haben in den letzen Monaten ohne erkennbaren Grund (ausser halt Zahnen) aber nie nicht hätte ich es für möglich gehalten, dass ein dicker roter Fleck mit Hautfetzchen und nässend am nächsten Morgen einfach weg ist. Er scheint auch weg zu bleiben, vermutlich bis zu den nächsten Zähnen die anfangen zu arbeiten.

Ich drück die Daumen dass es bei euch auch so ist.

klobie
11.11.2011, 22:12
Milch ist nicht gesund!

Diese Nachricht mußte ich auch erst einmal verdauen. Unverträglichkeiten oder Allergien äußern sich im Gesicht durch Rötung, Pickel und Jucken. Das ist der Darm.

Muttermilch ist für Kinder O.K. Kuhmilch und seine Produkt sind für den menschlichen Verdauungstrakt nicht geeinget.

[...]