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Miroletta
16.01.2011, 21:52
Hallo! :blumengabe:

Nach den vielen tollen Anregungen zu unserem "Einschlaf-Problem" bräuchte ich noch einmal Rat auf einem anderen Gebiet und zwar dem der Kleinkind-Ernährung.

Meine Tochter (wird im Feb. 2,5 Jahre) ißt keinerlei Obst oder Gemüse. :niedergeschmettert: Bestimmt ist sowas (wie auch das einschlafen) Erziehungssache und ich habe einfach nur mal wieder den Anschluß verpasst. :peinlich: In Gläschenform ist sie fast alles. Ja, sie ißt immernoch Gläschen. Denn das, was sie ansonsten ißt kann man an paar Fingern abzählen. :knatsch: Und so bekommt sie wenigstens 1x täglich was mit Gemüse oder Fleisch denke ich mir. :knatsch:

Zur Zeit ißt sie Morgens Cornflakes mit Milch (was ich noch einigermaßen ok finde, wenigstens ist Milch dabei), Mittags Gläschen, Abends gerade mal eine Scheibe Toast oder Brot mit Ach und Krach. :knatsch: Gekochte Eier ißt sie auch gerne. Mittags hat sie nun langsam keine Lust mehr auf Gläschen. Aber ansonsten ißt sie lediglich Kartoffeln oder Kartoffelbrei, Reis, Pommes und Nudeln. Und Dip, also Ketchup, Cocktailsoße etc. Letzteres ist nicht sonderlich gesund, ich weiß. Das wars was die Hauptmahlzeit angeht. :knatsch: Noch nicht mal Fischstäbchen mag sie. :ooooh:

Ändert sich das evtl etwas durch den Kindergarten ? Ich versuche immer wieder, das sie mal Obst oder Gemüse probiert, aber wenn sie es überhaupt in den Mund nimmt, dann spuckt sie es direkt wieder aus. :niedergeschmettert: Sie kann also im Grunde gar nicht großartig schmecken wie das ganze schmeckt (toller Satz :pfeifend: :freches grinsen:). Keine Bananen, keine Möhren, noch nicht mal Erdbeeren... :knatsch:

Oft passt ihr auch die Konsistenz nicht habe ich den Eindruck. Hackfleischsoße ist ihr zB zu krümmelig, hat sie letztens auch ausgespuckt. Mit der Konsistenz von Obst scheint es das gleiche zu sein.

Dafür will sie ständig Gummibärchen, Schokolade oder sonstiges Knabberzeug.

Wenn ich sehe was ihre anderen kleinen Freunde so essen (fast alle Lebensmittel, viel gesünder usw.) fühl ich mich als hätte ich versagt und habe Bedenken davor, das sie zu wenig "gesundes" abbekommt. Figurprobleme hat sie nicht, sie ist extrem aktiv und rennt sich sofort alles wieder runter. Aber wenn die Eltern übergewichtig sind, neigen Kinder zu 80% später auch dazu habe ich gelesen. :niedergeschmettert: Und mein Mann und ich sind übergewichtig (nicht früher als Kind, aber jetzt).

Was kann ich anders machen oder kommt es mit zunehmenden Alte,r das sie eher mal was neues probier,t weil man es ihr dann einfach eher erklären kann ?

Bin für Ratschläge dankbar!:blumengabe:

Hoppypoppy
16.01.2011, 22:10
Miroletta, gehört Onst und Gemüse zu eurem normalen täglichen Essen? Also isst du zwischnedurch zB mal einen Apfel?

Unser Alex isst mit 21 Monaten, alles, was wir essen, allerdings eben immer in ded Imitation. Wr haben uns große Mühe gegeben, Apfelstücke zu schneiden, aber er wollte ihneben lieber so, wie der Hoppymann ihn isst. Ganz am Stück..

Interessiert sich deine Kleine gar nicht für das Essen, wass du auf dem Teller hast? Oder esst ihr nicht gemeinsam?

xanidae
16.01.2011, 22:28
mich würde auch interessieren, wie eure mahlzeiten gestaltet sind.

bei uns gilt die regel: ich bestimme, was auf den tisch kommt und die kinder bestimmen was davon und wieviel. so isst mein großer dann eben kartoffeln mit butter und salz, während wir anderen gemüse dazu essen.
mein großer ist sehr wählerisch, der kleine nicht. was aber auch an meinem verhalten lag. ich esse selbst z. b. wenig brot. also bekam mein großer kein brot, sondern lange brei - und wenn er mal brot aß, dann nie viel und schon gar keinen aufschnitt o. ä. bestimmte dinge habe ich nicht angeboten, weil ich es selbst nicht esse: wurst, fleisch, u. ä.
allerdings gibt es bei uns täglich einen obstteller (nach kita) und fast immer rohkost zum warmen essen.
dieser fehler ist mir beim zweiten sohn nicht untergekommen und dieser isst alles, schluckt auch dinge, die ihm nicht schmecken runter. er ist lange nicht so wählerisch, aber auch er mag nicht jeden tag gemüse und nicht alles (lauch mag er nicht so).

und mein großer sohn ist auch schon hungrig ins bett gegangen, weil er weder das vollkornbrot noch von wurst, käse oder von der rohkost wollte. ich glaube insgesamt dreimal ist das passiert.

meine kinder müssen nicht essen, was sie nicht mögen, aber ich stell' mich auch nicht hin und zauber regelmäßig lieblingsmahlzeiten. es gibt das, was die familie isst. keine sonderwünsche bzw. abends gibt es ein abendessen mit viel auswahl: brot, rohkost, käse, wurst, vegetarischen aufstrich, frischkäse, feta, manchmal reste vom mittagessen, joghurt, honig.
so dass für jeden was dabei ist und es nicht zu einem machtkampf kommt. und wer nicht zu den mahlzeiten isst, hat eben hunger bis zur nächsten mahlzeit. meine kinder sind aber schon älter (5 und 7).

mit 2,5 gab es weniger auswahl: brot oder joghurt. das kind durfte wählen zwischen zwei sachen. manchmal hilft dieses auswählen lassen - zwischen zwei sachen. mit mehr ist das kind überfordert.

colina99
16.01.2011, 23:15
Oh, das klingt ja wie bei meiner mittleren Tochter. Diese hat in dem Alter sogar die grünen Smarties aussortiert, das hätten ja schließlich auch Erbsen sein können. Im Nachhinein lachen wir drüber, aber anstrengend war das und ist es immer noch - und jetzt ist sie 4 (und bekommt in den Kindergarten auch noch die kleinen Obstbecherchen mit, um ein paar mehr Vitamine zu bekommen).

Ich muss gestehen, mich macht das zuweilen ganz schön sauer, wenn sie nicht einmal kostet, gerade bei leckeren Obstsorten, bei denen ich mir sicher bin, sie würden ihr schmecken, wenn sie denn nur probieren würde!

Ich habe keine Ahnung, ob das clever war oder nicht, auf jeden Fall hat bei uns manchmal geholfen, wenn wir Theater gespielt haben. Also zum Beispiel wir freuen uns, dass sie uns keinen Paprika wegessen wird. Dann bekommen nur Papa, Mama und große Schwester welchen auf den Teller. Und dann hat der Papa weggeguckt und ich hab ihr ins Ohr geflüstert, sie soll mal eben von Papas Paprika beißen, dann wundert er sich. Huch dann hat sie also versehentlich doch gekostet. :freches grinsen: (Und was hat der Papa gestaunt, wie die Löcher in sein Essen kommen und das Kind sich diebisch drüber gefreut :smirksmile:)

Aber außer so kleinen Tricks kann ich mit keiner Patentlösung aufwarten, deshalb bin ich selber mal gespannt, was für Tipps andere noch auf Lager haben. Allerdings hoffe ich ohnehin noch darauf, dass sich das einfach von allein gibt, denn besser geworden ist es definitiv, vielleicht macht Dir das ja ein bisschen Mut. :blumengabe:

colina99
16.01.2011, 23:17
Achso, und: Ja, wir essen gemeinsam und gesunde und frische Sachen. Trotzdem... :smirksmile:

myDara
17.01.2011, 09:20
Also bei uns ist es auch so dass unser Kleiner einfach extremes Interesse hat an dem was wir Essen. Unlängst hat er sich zb. nicht getraut Artischocken zu kosten. Er beäugt das ganze dann erstmal und wenn ich koste und weiteresse und sage wie lecker das ist dann überkommt ihn doch die Neugier und er probiert. Dann kann er selbst entscheiden ob er es mag oder nicht aber zumindet probiert sollte er es haben (meistens schmeckts dann eh!!)

Ansonsten würd ich glaub ich auch mit Bestechung arbeiten so nach dem Motto: wer sein Gemüse brav ist bekommt als Nachspeise auch einen Fruchtzwerg....oder ein Gummibärchen, oder whatever!

Klappt denn wenn du unter die Kohlenhydrate ewtas Gemüse mischt? zB Nudeln mit Tomatensoße und frischen Tomaten, Karrotten etc.? Oder Reis mit Erbsen drinnen, oder wird das alles rausgepickt?

Hast du schon mal Obst püriert und es ihr als smoothie angeboten? oder frisches obstpürree ins joghurt rein?

Ich denke auch dass es sich mit der Zeit geben wird, kann aber auch verstehen (und es ginge mir ähnlich) dass du Bedenken und Zweifel zwecks Mangelernährung hast!

Symphonie
17.01.2011, 09:35
Hi
ich finde es auch wichtig zusammen zu essen, macht ihr das?

Ich bin ehrlich gesagt etwas irritiert: mit einem 2,5 Jahre alten Kind kann man doch reden!! Klar,sie bocken aber man kann doch Kompromisse schließen und gemeinsam neue Sachen essen. Du kannst doch etwas machen was sie mag und dann immer etwas, ein wenig, dazu,was sie nicht mag,nicht kennt.
Ihr Gläschen zu geben macht sie doch "Kaufaul"!
Zusammen mit eurem Einschlafproblem denke ich,dass Du oft den geringsten Wiederstand gegangen bist und sie etwas zu sehr verwöhnt hast. Das soll nun kein Angriff sein, aber auch ich erkenne meine Fehler oft nicht und wunder mich,warum etwas schief läuft.

Rede mit ihr, stelle richtiges Essen auf den Tisch und dann setzt ihr euch gemütlich,ohne Zeitdruck hin und esst,wenn sie was nicht will,soll sie einmal probieren und gut ist.

Was mir dazu noch einfiel: ist sie müde wenn ihr esst? Mika isst oft schlecht wenn es schon später ist und er super müde ist,eigentlich schon Mittagsschlafenszeit ist.

Vielleicht wird es sich im Kindergarten durch den Gruppenzwang geben,vielleicht wird sie aber auch einfach nichts oder sehr wenig essen und dann hunger haben. Das weiß man nicht

Mitternachtsfee
17.01.2011, 09:53
Essen bei Kleinkindern, mein Lieblingsthema :freches grinsen:

Unser Sohn (2 einviertel) ist/isst auch extrem mäkelig, was ich mich lange in die Verzweiflung getrieben hat, aber letztendlich hat sich eines ausgezahlt:

Gesundes Essen immer und immer und immer und immer und immer wieder hinstellen.

Ich akzeptiere, wenn er es nicht isst, mache da auch kein Drama draus und am nächsten Tag fange ich von vorne an. Das klingt ermüdend, ist es aber gar nicht. Und seit etwa einen Jahr isst unser Sohn vom Tisch mit und man glaubt es kaum, inzwischen haben wir ein Riesenspektrum an Lebensmitteln, die er isst. Wir sind noch lange nicht bei der kompletten Obst/Gemüse-Palette, aber inzwischen soweit, dass ich mir keine Sorgen mehr machen muss, er würde sich schlecht ernähren.

Ihr habt ja schon ein paar Sachen (Nudeln, Reis, Kartoffeln), darauf kann man doch aufbauen. Die gibt es ab sofort immer mit Gemüsebeilage in verschiedenen Varianten (gedünstet, roh, gebraten - wie auch immer) mit frischen Soßen. Irgendwann greifen die Kleinen dazu. Die Sachen, die deine Tochter jetzt schon mag, reichen für die Sättigung aus. Und dein Partner und du werden doch auch ganz normal essen, oder? Zeigt sie daran denn kein Interesse?

Lass deine Tochter mit kochen, Dinge abschälen usw, die Lebensmittel in ihren verschiedenen Zuständen anfassen, usw., das sie ein Gefühl dafür bekommt, was frische Ware ist und das Essen und Kochen schöne Erlebnisse ist :)

Und Gummibärchen und Co würde ich (bitte nicht hauen) ganz abschaffen oder nur noch als besonderes Essen (z.B. nach dem gemeinsamen Familienessen am Sonntag etc.) hinstellen. Kleinkinder brauchen keine Süßwaren.

Fee

colina99
17.01.2011, 11:29
Aber ganz kommt man ja leider nicht um Süßigkeiten herum - ich kaufe meinen Kindern NIE welche, aber sie bekommen welche vom Besuch, beim Kindergeburtstag, beim Laternesingen usw., die Körbchen sind trotzdem voll. Als Belohnung für gegessenes Gesundes würde ich sie allerdings niemals einsetzen, das steigert doch noch den Wert!

Und verhandeln funktioniert auch nicht immer und bei jedem Kind. Meiner Großen konnte ich sagen, wenn sie etwas auf ihrem Teller nicht mochte: iss es halt zuerst, dann hast Du hinterher nur noch Leckeres. Sie hat es gemacht. Bei der Mittleren beiße ich damit auf Granit.

Und vom Mitkochen lassen hatte ich mir auch viel versprochen. Klar, einen Versuch ist das auf jeden Fall wert, aber bei uns hat es nicht funktioniert. Sie kocht (und bäckt) nun für ihr Leben gern und ist wahnsinnig stolz, wenn SIE das Gemüse geschnippelt hat - aber deswegen isst sie das noch lange nicht :lachen:

Ich glaube, bei uns sind es auch Geduld und Konsequenz, Dinge immer wieder anzubieten, gepaart mit den Tricks, was hier weiterhilft. Brot ohne Körner? Gab's heute leider nicht... :pfeifend:

Inaktiver User
17.01.2011, 11:46
hallo

meine tochter (auch im feb.2,5j) hat zu beginn wirklich alles gegessen und auch alles probiert, davon sind wir mittlerweile leider weit entfernt...!
sie isst ganz gut und auch abwechslungsreich, aber an manchen tagen muss ich auch wirklich tricksen und sehr konsequent sein!
mir fällt z.b. auf, dass sie deutlich weniger isst wenn sie viel saft/saftschorlen getrunken hat, sie ist dann schlichtweg satt! deshalb gebe ich ihr fast nur noch wasser oder ungesüßten tee!

versuche doch in deinen kartoffelbrei noch andere arten von gemüse zu mischen z.b kohlrabi! das schmeckt mild und ist farblich unauffällig:smirksmile:

den tip von fee (huhu:freches grinsen:) das kind beim kochen miteinzubeziehen kann ich nur unterstützen!
wenn ich koche, steht meine tochter auf dem stuhl am waschbecken und putzt das gemüse: paprika, möhren etc. und immer wieder finde ich danach angeknabberte stückchen!

koche suppen wenn sie so empfindlcih auf "bröckelige konsistenz" reagiert.

süßigkeiten nur , wenn sie auch vorher obst oder gemüse gegessen hat! ich weiß, man kann nur schwer wiederstehen, aber die kleinen sind, was das angeht ganz schnell wieder "auf null"! musste nach den feiertagen auch erstmal konsequent durchgreifen und erstmal gar nichts mehr geben! nach ner halben woche hat sie schon gar nicht mehr gefragt!

ich weiß ja nicht wie ihr euch ernährt, aber wenn du schreibst, ihr seid beide übergewichtig, gehe ich mal davon aus, dass auch ihr viel nascht! ein gutes vorbild zu sein ist unerläßlich. nascht, wenn das kind im bett ist.

in der kita entwickelt unsere tochter übrigens einen ziemlichen futterneid! das obst oder die gurkenstückchen werden fast immer gegessen, damit der sitznachbar nichts bekommt! könntest also darauf hoffen:freches grinsen:

ich wünsche dir glück bei deinen versuchen!
mach dir aber keine zu großen sorgen, so schnell ist dein kind nicht mangelernährt!

lulu

Fatpipe
17.01.2011, 12:23
ist unser forum kaputt, tummeln wir uns halt alle hier. :pfeifend::smirksmile:

hallo,

also das eingangspost hätte auch von mir sein können.
mein sohn ebenfalls 2,5 jahre ist außer äpfel(ohne schale), kein obst und rohes gemüse geht auch gar nicht.

eins ist aber doch anders. gekochtes gemüse isst er ganz gut. nun nicht alles, aber immerhin möhren und bohnen usw wenn es nicht allzu exotisch ist. ich selbst esse eigentlich alles (außer erbsen) und es kommt auch regelmäßig alles auf den tisch. aber man hat natürlich seine vorlieben.

eine zeitlang habe ich das obst (also solange er noch keinen apfel gegessen hat) gedünstet und zerpamst. geht gut mit birnen und äpfeln und bananen. dann hat er es gegessen.
ich glaube, ihn stört das "kalte glitschige" von gurken, tomate und auch allem anderen obst.
bei jeder möhre, die ich schäle, frage ich ihn, ob er ein stück möchte. aber nee.

sein kommentar ist eigentlich immer: mama, das ist eklig.

wir essen soweit es geht auch gemeinsam und ich biete einfach immer wieder etwas an.

in der krippe ißt er leider auch nicht anders. also ich kann nicht bestätigen, dass es sich dann ändern wird. er macht auch dort einen großen bogen um das obst, das am vormittag noch mal angeboten wird und er ißt auch nicht den nachtisch, wenn es obst ist.

jeglicher anderer süßkram, auch joghurt und puddig und so ein zeug, geht aber.

und ich bin mir auch sicher, er würde so viel mehr obst mögen, wenn er nur mal probieren würde. aber das macht er einfach nicht, auch nicht mit bestechung. wenn ich sage, es gibt nur einen fruchtzerg, wenn du auch xyz ißt, dann würde er auch auf den fruchtzwerg verzichten.

ich gebe einfach die hoffnung nicht auf, dass sich irgendwann mal noch ändert. irgendwann wird er einsehen, dass bananen nicht beißen, sondern schmecken.

gute nerven wünsche ich dir und gutes durchhaltevermögen.

Miroletta
19.01.2011, 16:57
Hallo! :blumengabe:

Leider schaffe ich es nicht ganz so oft ins Internet. :peinlich: Danke für die vielen Antworten!

Wir essen eigentlich immer gemeinsam, nur Morgens nicht immer. Da ich berufstätig bin (Teilzeit) klappt das nicht immer zusammen.

Wir Erwachsen essen alles, auch Gemüse. Nur Obst nicht so oft. :peinlich: Meine Tochter interessiert sich schon für die Lebensmittel. Sie findet es auch gut wenn zB Salat auf ihrem Teller liegt - essen will sie ihn dennoch nicht. :smirksmile::lachen:

Mit zubereitet hat sie auch schon - probieren tut sie dennoch nichts. Sie will nur rühren, schnippeln... fertig. Sie ist ne harte Nuss so wie es aussieht. :knatsch:

Erpressung habe ich auch schon versucht. Dann nimmt sie das Stück Obst kurz in den Mund und spuckt es wieder aus. :niedergeschmettert:

Wenn ich was untermische pult sie alles raus was sie nicht mag - obwohl sie es noch nie versucht hat. Erbsen ißt sie manchmal, dann wieder nicht. Ach mysteriös.

Es gab auch eine Zeit wo sie grüne Gummibärchen gemieden hat - denn schließlich waren sie GRÜN! :freches grinsen:

Meinen eigenen Süßkram esse ich immer erst wenn sie im Bett ist. Eben damit sie nicht noch mehr unnützen Kram zu sich nimmt. Schokolade kriegt sie nur selten, meistens sind es Gummibärchen oder Knabberzeug (Sesamstangen, Dinkelkekse und ähnliches). Aber vielleicht sollte ich das auch abschaffen. Knäckebrot ißt sie aber auch gerne zwischendurch. Das geht ja noch.

Zu müde ist sie nicht zum essen. Sie ist ein Duracell-Hase und eigentlich NIE müde. :knatsch::smirksmile:

Immer wieder was hinzustellen habe ich noch nicht versucht, denn wenn ich normal für sie mitkochen würde, würde es im Müll landen. Finde ich dann auch nicht so toll. :knatsch: Es reicht schon das sie öfters ein Brot oder ein Ei will und dann ißt sie es doch nicht. :knatsch:

Sehr schwierig alles...

Promethea71
19.01.2011, 18:00
Aus meiner Erfahrung als Kind und jetzt aus meiner Umgebung würde ich tun, was hier auch schon geschrieben wurde.

Es wird normal für die Familie gekocht (eventuell so, dass die einzelnen Komponenten getrennt sind), beim Abendbrot gibt es verschieden Sachen, zB Brot, Aufschnitt, Käse, Tomaten.

Und dann kann sie von dem essen, was auf dem Tisch ist oder sie isst eben nicht und geht hungrig ins Bett. Das wird sie nicht lange durchhalten und dann anfangen normal zu essen und irgendwann auch mal andere Dinge zu probieren. Und Nachtisch gibt es immer nur, wenn es vorher eine Hauptmahlzeit gab.

Meine Eltern haben mich dadurch "gekriegt", dass ich gefragt wurde, ob ich erwachsenes Essen haben will oder Kinderessen ? Letzteres klang irgendwie minderwertig und deswegen wollte ich richtiges Essen haben und habe dadurch auch fast alles schon als Kind gegessen - Extraessen für mich gab es nur, wenn es etwas gab, was ich absolut nicht gegessen habe (zB Leber), aber das war die Ausnahme und nicht die Regel.

Ich vermute, wenn es nichts alternatives gibt, wird sie sehr schnell das normale Essen essen - solange beim kleinsten Quiks oder schon im vorauseilenden Gehorsam ihr jede Extrawurst gebraten wird, wird sie das auch weiter auskosten. Jede Kind hat gerne Macht und probiert was bei den Eltern geht.

Liebe Grüße

promethea

Miroletta
19.01.2011, 22:01
Über das hungrig ins Bett schicken habe ich auch schon nachgedacht. Aber was, wenn sie dann Nachts aufwacht vor Hunger oder sie schlecht schläft weil ihr Magen evtl knurrt ? Oder passiert sowas nicht ? Sie ist doch erst zwei... :knatsch:

Solenne
19.01.2011, 22:17
also.. wenn mein Sohn aus irgendeinem Grund nicht genug gegessen hat tagsüber, dann wacht er nachts auf und will essen.. ich halte auch gar nichts von "iss das, oder du gehst eben hungrig ins Bett".
Unser Sohn isst, was wir essen. Wenn er es nicht mag (z.b. weil wir scharfes Curry essen), bekommt er was anderes (ungesüßten Zwieback mit Banane, Vollkornbrot mit Wurst, Birne, Naturjoghurt.. ein paar Sachen gibt es, die er fast immer essen mag und die schnell zuzubereiten sind). Ich würde keinen Machtkampf aus dem Thema essen machen.
Allerdings habe ich mich beim Lesen deines ersten Postings schon gefragt, wieso ein zweijähriges Kind Nudeln mit Ketchup bekommt. Oder Pommes. Aber das ist wohl Ansichtssache.

Pfefferminzia
19.01.2011, 22:30
Liebe Miroletta,

im grossen und ganzen habe ich dem bisher gesagten nicht viel hinzuzufügen, aber so ein paar zusätzliche Ideen hätte ich noch.

Isst sie denn Obstbrei? Das würde ich persönlich nicht unbedingt als Babybrei einordnen und verteufeln, es ist nur sehr schade, dass man in Deutschland keinen ungezuckerten Apfelbrei oder ähnliches für Erwachsene kaufen kann und deshalb immer im Babyregal landet. Wir leben in Frankreich, und da ist Kompott ein ganz normaler Nachtisch. Mein Sohn ist auch kein grosser Freund von Obst - sicher weil wir selten welches essen, ausser Mandarinen im Winter und Melonen im Sommer. Kompott isst er aber für sein Leben gern. Mal mehrere Tage gar nicht, und dann drei auf einmal :freches grinsen: Selbst wenn das Mittagessen aus Nudeln pur besteht, kann man die Mahlzeit ja mit Apfelbrei und Joghurt ausgleichen.
Joghurt und Kompott zählen bei uns allerdings nicht als Nachtisch - wenn er ein Essen nicht mag, darf er stattdessen einen Joghurt und/oder einen Kompott essen. Nur "Nachtisch" - Eis, Schokolade, Milchreis, Griessbrei, Mousse au chocolat, Fruchtzwerge etc. gibt es eben nicht.

Ausserdem reicht es zum Glück, wenn ein Kind über mehrere Tage ausgeglichen isst - ein Tag Nudeln, ein Tag Milch, ein Tag Obst und Gemüse, ergibt unterm Strich auch eine annehmbare Ernährung (etwas übertrieben ausgedrückt...). Mir ist aufgefallen, dass mein Sohn an manchen Tagen nur sein Gemüse isst, und ich über jede Nudel verhandeln muss, während an anderen - beim gleichen Gericht - die Nudeln innerhalb von Minuten weg sind und das Gemüse liegenbleibt. Man sagt ja immer, dass Kinder essen, was sie gerade brauchen, bis zu einem gewissen Punkt kann ich das bestätigen. Ausgenommen natürlich Schokolade und andere Süssigkeiten - das essen sie immer...

Was das "hungrig" ins Bett gehen angeht, passiert das bei uns bestimmt zwei, drei Mal die Woche. Ob er nun wirklich hungrig ist, bleibt dahingestellt - auf jeden Fall will er kein Abendessen beziehungsweise isst nur winzige Mengen. Schaden scheint es im nicht, er wacht auch nicht deswegen auf. Allerdings trinkt er oft noch Milch vorm Schlafengehen, vielleicht reicht ihm das dann auch für die Nacht.

Insgesamt essen Kinder im 3. Lebensjahr deutlich weniger als vorher, weil sie nicht mehr so schnell wachsen. Es kann also auch sein, dass sie einfach keinen Hunger hat, und deshalb das Essen liegen lässt.

Ketchup haben wir nur "hot" - mag er also nicht und ist überzeugt davon, dass Ketchup nix für Kinder ist :freches grinsen:.

Schöne Grüsse,

Pfefferminzia

Halbnomadin
19.01.2011, 22:51
Moin.

Miroletta, Du kannst Ketchup selbst frisch herstellen aus Tomaten, Tomatenmark, ausgepressten Orangen und Zitronen, eventuell hellem Traubensaft als Zuckerlieferant sowie ein paar Gewürzen. Du musst ein wenig herumexperimentieren, bis Du nah an den gewohnten Geschmack kommst, aber damit bekommst Du dann Vitamine ins Kind: Ketchup ist eigentlich eine süßsaure Tomatensoße. Die Fertigvariante ist als Vitaminlieferant untauglich, weil sie zu viel Zucker und Salz enthält und eben nicht frisch ist, sondern mit Essig, Zucker und Salz (und bei schlechten Marken auch Konservierungsstoffen) haltbar gemacht wurde. Die Tomaten darin sind schon sehr lange tot.

Auch andere Dips und Saucen lassen sich leicht aus Gemüse herstellen. Wenn sie gern Suppen löffelt, mache Gemüsecremesuppe. Für Obst schaue Dich mal nach Smoothies-Rezepten um. Wenn die einzige Form von Gemüse, die bislang akzeptiert wird, der feinpürierte Paps aus dem Gläschen ist, dann läuft die Erweiterung des Speiseplanes wahrscheinlich am leichtesten aus dem Mixer.

Viel Erfolg!
Halbnomadin

xanidae
20.01.2011, 07:08
alternativ zum selbstgemachten ketchup: schmuggelsoße - so nenne ich meine tomatensoße, weil außer tomaten noch anderes gemüse (meistens nach saison) drinnen ist. ich püriere diese soße sehr fein und friere sie dann portionsweise ein.

@miroletta
du weißt ja, was deinem kind schmeckt und wenn du abends eine auswahl an verschiedenen dingen anbietest, wo auch sachen dabei sind, die dem kind schmecken, also z. b. ein joghurt - dann kann sie diesen ja essen. es hilft manchmal kinder auswählen zu lassen, aus einer vorbestimmten nicht zu großen auswahl. z. b. joghurtavocadodip, brot, eierscheiben, wurst, käse, karottensticks, saure gurken/maiskolben. da sind glaube ich 2 - 3 sachen dabei, die sie mag. alles so anrichten, dass sie sich selbst nehmen kann, brotscheiben vierteln.
wenn ihr dann am tisch sitzt, wünschst du ihr einen guten appetit und dann lässt du sie in ruhe und isst selbst. kein fragen 'was willst du essen?' oder 'nun probier doch das'. entweder bedient sie sich gleich selbst oder sie fordert dich auf ihr was zu geben. hier habe ich dann formuliert 'nimm dir was dir schmeckt, das weißt du am besten' oder aber ich habe den teller zu jeder komponente gehalten und gefragt 'willst du davon?' das 'ja' oder 'nein' habe ich akzeptiert und nicht kommentiert.

wenn mein sohn dann nichts gegessen hat, habe ich das auch akzeptiert. dies hat sich aber nur 2- 3 mal zugetragen, seit dem ich auf 'buffet' umgestellt habe. wenn es warmes essen gibt, haben wir auch diese 'komponenten', d. h. reis/nudeln, getrennt von soße oder gemüse, dazu immer butter, parmesan (sehr calciumhaltig) und äpfel, karotten oder paprika. so hatte der große immer die chance einfach nudeln mit butter und parmesan zu essen. und auch mal ein stück apfel.

auch achte ich darauf das mengenessverhalten niemals zu kommentieren. auch wenns mir manchmal schwerfällt die reste wegzuwerfen.

ich kann dir nur ans herz legen eine entspannte haltung zu dem thema zu gewinnen.

hier ein auszug aus dem familienhandbuch über das thema 'essstörung', in dem zitierten teil sind gute anregungen zum thema 'essen' zu finden:


Hilfen - Was kann ich tun?

Wie so häufig, ist Wissen Macht! Zunächst einmal brauchen aus der Sicht der Kommunikationspädagogik die Eltern einfach mehr Informationen über die Materie. Ernährung und Essen sind zwar allerorts Thema, aber in einer Weise idealisiert dargestellt, sodass sehr leicht der Eindruck entsteht: "Das schaff ich ohnedies nicht!". Und so bleiben die Eltern und damit auch ihre Kinder in ihrem gewohnten - aus der Kindheit stammenden - Essverhalten - verhaftet. Es gibt keine echten Patentrezepte für die Prävention und den Umgang mit Ernährungsschwierigkeiten und Essstörungen. Wir können den Eltern nur Anregungen und Gedankenanstöße mit auf den Weg geben und sie ermutigen (vielleicht sogar mit Fachleuten), sich Gedanken darüber zu machen, wie ihr eigenes Essverhalten entstanden und gestaltet ist. Nehmen Sie sich Zeit, lehnen Sie sich zurück und Denken Sie einmal darüber nach,

wie sind Sie selbst aufgewachsen und welche Bedeutung Essen (und alles was damit zu tun hat) für Sie und Ihre Familie hatte?
ob das Essen nicht schon ein Problem in Ihrer Familie war?
wie Sie die Mahlzeiten empfunden haben? Wurde alleine gegessen oder mit den Eltern und Geschwistern? Waren die Mahlzeiten lustvoll und entspannend oder war die Atmosphäre angespannt?
ob Sie zum Essen ermutigt wurden? Oder wurden Sie - vielleicht mit dem Hinweis auf drohendes Übergewicht - sogar dazu angehalten weniger zu essen?
ob Sie Sprüche wie "Wenn du schön brav aufisst, wird morgen das Wetter schön!" kennen und haben Sie schon einmal berücksichtigt, was solche Aussagen bei ihnen als Kind bewirkt haben?
ob Essen als Erziehungsmittel - als Belohnung oder Strafe ? eingesetzt wurde? und wie es Ihnen damit ging?
Nachdem Sie für sich selbst ein Bild über die Entwicklung ihrer Essgewohnheiten bekommen haben, sollten Sie in einem nächsten Schritt danach fragen, welche Bedeutung Essen in der Gegenwart für Sie hat. Befragen Sie sich z.B. einmal,

ob Sie überhaupt bewusst essen, oder Essen automatisch nebenbei und zwischendurch stattfindet?
ob Sie gerne Essen und das auch dann, wenn Sie wirklich hungrig sind?
ob Sie aus Frust oder aus Langeweile oder als Ersatz für etwas Essen?
ob Sie beim Essen von kalorien- oder fettreichen Speisen ein schlechtes Gewissen haben? Und wenn ja, wem gegenüber?
wie die Mahlzeiten in Ihrer Familie ablaufen? In guter Stimmung? Oder angespannt? Haben Sie Angst, dass Ihre Kinder zu viel oder zu wenig oder das Falsche essen?


Unser Tipp

Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie selbst Probleme mit dem Essen haben und/oder das Essen auch Probleme in Ihrer Familie macht, sollten Sie unbedingt eine Beratung in Anspruch nehmen. Je früher die Schwierigkeiten erkannt werden, desto einfacher ist die Hilfe!


Eltern müssen wissen

Babies und Kleinkinder wissen im Allgemeinen sehr genau, was sie brauchen und was Ihnen gut tut. Einen gestillten Säugling zu überfüttern ist fast unmöglich. D.h.: Lassen Sie Ihr Kind selbst bestimmen, wann und wieviel es essen möchte. In der Regel essen Kinder einmal mehr und dann wieder weniger. Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Ihr Kind an manchen Tagen weniger als sonst isst und zwingen Sie Ihre Kind nicht zum Essen. Viele Essstörungen entstehen, weil das natürliche Hunger- und Sättigungsgefühl schon frühzeitig abtrainiert wurde. Sie brauchen sich auch keine Sorgen zu machen, wenn ihr Kind phasenweise mehr isst. Solange Sie Ihrem Kind eine vernünftige Mischkost anbieten ist die Wahrscheinlichkeit, dass es übergewichtig wird oder zuwenig bekommt, nicht wirklich groß. Vermeiden Sie so gut es irgend geht Stress bei den Mahlzeiten. Genervte Eltern, die explodieren, weil ihr Kind das liebevoll zubereitete Essen nicht essen will, schaden mehr als sie nutzen.


Grundsätzliches

Essen ist kein Erziehungsmittel und darf als solches nicht instrumentalisiert werden! Also belohnen oder trösten Sie Ihre Kinder nicht mit Essen. Die Versuchung, einem weinenden Kind schnell eine kleine Süßigkeit in den Mund zu stopfen ist groß, aber damit erlernt das Kind nur, sich selbst mit Essen zu trösten. Zuwendung und Nähe sind wesentlich effektiver! Versuchen Sie auch umgekehrt nicht, Ihr Kind mit Zwang zum Essen zu bringen. Aussprüche wie "Wenn du nicht aufisst, darfst du nicht fernsehen" (oder : "Wenn du aufisst darfst du fernsehen!"...) führen sehr leicht dorthin, wo Ihr Kind verlernt entsprechend seiner eigenen Bedürfnisse und inneren Impulse zu handeln. Das gleiche gilt, wenn Ihr Kind bereits an einer Essstörung leidet. Weder Überfürsorglichkeit noch Gewalt führen zum Ziel. Suchen Sie bei einer geeigneten Beratungsstelle Hilfe und versuchen Sie gemeinsam mit allem Familienmitgliedern Essen zu dem werden zu lassen was es ist, ein Ritual des Zusammenlebens, bei dem die grundlegendsten Bedürfnisse gestillt werden. Zuwendung, Nähe, Zeit und Zärtlichkeit sind ein ganz wichtiger Schlüssel zum Glück!



quelle (http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_Haeufige_Probleme/s_517.html)

ixyz
24.01.2011, 01:19
Warum bekommt das Kind Knabberzeug, wenn es zu den Mahlzeiten nicht ißt?

Tirza
25.01.2011, 21:17
Mir fällt noch ein: Da Dein Kind ja so auf Gläschen steht: Kannst Du ihr nicht dein Gekochtes in ein Gläschen umfüllen?
Vielleicht hat sie da ein bißchen mehr vertrauen rein, als in dein Essen?:smirksmile:
Außerdem ist wirklich die Frage, ob sie hunger hat. - Tirzi ist bei "nur Appetit" auch eher wählerisch, aber bei Hunger mag er fast viel mehr.