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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schwanger - und jetzt ertrage ich den Vater nicht mehr...



Inaktiver User
09.01.2011, 12:59
Einen sonntäglichen Gruß an alle!

Ich bin hier noch etwas fremd und habe nur einen Strang gefunden, der sich mit "meinem Thema" befasste und leider schon vor 3 Jahren abgelaufen ist. Bitte, helft mir!

Ich lebe seit etwas über zwei Jahren in einer Wochenendbeziehung. Da sich das aus beruflichen Gründen nicht ändern würde, habe ich immer wieder große Zweifel gehabt, ob es auf Dauer Sinn machen würde mit ihm und mir. Ich wollte mich ja auch weiter entwickeln und so sah es wenig vielversprechend aus. Irgendwann entwickelte sich bei mir ein Kinderwunsch, begründet durch meine Arbeit mit Kindern und auch dem Tod meiner Schwester, der eine Lücke hinterlassen hatte.
Wir haben das gemeinsam besprochen und dann den Gedanken begrüßt: Ja, wir wollten ein Baby. Nach kurzer Zeit wurde ich schwanger und einige Tage später - jetzt am Freitag - kamen die Panikattacken: Schweißausbrüche, das Gefühl zu ersticken, Brechreiz, ... Ganz schlimm.

Ich war immer eine Frau, deren Beziehungen ein Verfallsdatum hatten. Nach etwa zwei Jahren war es vorbei. Sobald ich bei meinem Partner etwas bemerkte, das mich aufregte oder störte, begannen die Zweifel zu wachsen und damit eine innerliche Abkehr.

Mit meinem jetzigen Freund war das am Anfang natürlich auch rosarot und manchmal denke ich, würden wir uns nicht nur am Wochenende sehen, sondern öfter, wären wir vielleicht schon nicht mehr zusammen. Das Problem bin eindeutig ich! Er ist fleißig und nett, liebevoll, umsorgend, aber genau da liegt auch ein Konflikt: Ich kann keine Verantwortung abgeben. Ich habe immer alles allein gemacht. Meine Schule, mein Studium, meinen Job. Durch die Wochenendbeziehung muss ich auch von Mo-Fr allein meinen Mann stehen. Und jetzt ist mein Freund so voller Freude auf das Kind, hat es überall in seiner Familie erzählt, in der Firma und irgendwie raubt mir das das Gefühl, dass die Schwangerschaft "meins" ist. Ich fühle mich plötzlich fremdbestimmt. Ich habe mich bewusst in eine Sackgasse manövriert, mich in eine Abhängigkeit begeben, die ich nie wollte.
Ich habe das Gefühl, mein Leben ist zu Ende; ich bin ihm (meinem Freund) den Rest meines Lebens ausgeliefert und komme da nicht mehr raus.

Ich will das Baby, aber ich bekomme die überdimensionale Befürchtung, ich will es nicht mehr mit ihm, obwohl wir es zusammen geplant haben und er sicherlich ein guter Vater wäre. Ich hätte ein Szenario geschaffen, das mir täglich in meiner Arbeit begegnet: Alleinerziehende oder Stieffamilien; Streitigkeiten von Mutter und Vater um's Kind...

Ich weiß nicht mehr, wohin mit mir. Ich stehe noch ganz am Anfang der Schwangerschaft und manchmal hoffe ich fast, die Natur würde das ihre tun und mich erlösen.

Ich bin ansonsten ein sehr planvoller, besonnener Mensch, aber das wirft mich völlig aus der Bahn. Ich war regelrecht froh, als er vorhin wieder für eine Woche an seinen Arbeitsort fuhr. Da konnte ich endlich wieder etwas atmen und mein Puls beruhigte sich.

Ich konnte ihm nicht wirklich erklären, was da auf einmal mit mir passierte. Er merkt ja, das ich vollkommen abweisend bin, aber er kann das nicht einordnen. So psychologisch bewandert ist er auch nicht, dass er das als nicht zu kontrollierende Panik deuten kann. Er ist verständlicher weise traurig und es tut mir so Leid, aber ich wollte ihn das ganze Wochenende nur weghaben und mich verkriechen...

Was passiert da???

Symphonie
09.01.2011, 14:07
Hallo liebe Kindsmaxi
Die Hormone spielen bei vielen Frauen in der Frühschwangerschaft verrückt.
Man hat sich das Baby gewünscht und nun kommen Zweifel und Panik.
ich denke,es wird sich geben. Du kannst doch weiterhin eigenständig bleiben und dies auch selber bestimmtn.
Dein Freund erzählt es Leuten weil er sich freut, wieso fühlst Du Dich fremdbestimmt? Von ihm oder von den anderen? Musst Du nicht,denn es ist DEIN Bauch und DU bestimmst.
Wenn Du ihn aber wenig mitbestimmen lässt kann das nach hinten losgehen.

Ich würde folgendes tun:
Rede mit Deinem Freund, erzähl ihm wie es Dir geht,das Du Panik hast und ihn nicht verlieren möchtest ( wenn es denn so ist=

viele Frauen können Dank der Hormone,gewisse AUsbrüche nicht nachvollziehen bzw kontrollieren. Er weiß nicht wie es in Dir aussieht,also erkläre es ihm

Ansonst:
Was gibt es für Wege?
Du kannst mit ihm reden und ihr bleibt zusammen, Du musst immer schauen dass Du Deinen Weg gehst. Aber eins sag ich Dir: Dein Baby wird Dich ziemlich lange Zeit fremdbestimmen. Die ersten Wochen kannst Du nichtmal auf Toilette wenn Du willst und schon garnicht alleine. Frühstück am morgen? Vergiss es! mittags schon eher!

Es geht natürlich dass Du Dich von ihm trennst,aber was dann?
Du schreibst ja nicht dass Du sonst ein Problem mit ihm hast.
Selbst dann wärest Du alleinerziehend und hättest das Baby.

Du kannst natürlich abtreiben! Ich persönlich finde es nicht fair, ein Kind gewollt in die Welt zu setzen und es dann abzutreiben.
Aber ist das eine Lösung für Dein Problem?
Du hast Dich fremdbestimmen lassen, auch als Du noch nicht schwanger warst und am Wochenende bei ihm warst ( so verstehe ich Deine Aussage )

für mich heißt es: Nimm die Zügel in die Hand. Gerade wenn Du im Job bist,unter der Woche alleine lebst... Für mich hört sich das nach ziemlich viel Power an und dass Du viel für Dich bestimmst. Mach das am Wochenende weiter, hockt dann nicht nur aufeinander, mache auch dann etwas für Dich.

Aber ganz ehrlich: so schlimm klingt das alles für mich nicht,deswegen denke ich wirklich: Hormone

deju
09.01.2011, 14:14
Was passiert da???

Wer soll dir das hier als Laie und ohne dich zu kennen beantworten ? Du bist schwanger, da kommen krasse Hormonumstellungen auf dich zu, die vieles in Körper und Psyche verändern können... es gibt da auch regelrechte Berg-und-Tal-Fahrten dabei. Vielleicht befindest du dich gerade in einer solchen ?
Auch gibt es bei vielen Frauen mit Kinderwunsch erst einmal einen kleinen Schock, wenn eine Schwangerschaft einsetzt - aber dich versetzt es in einen unkontrollierbaren Panikzustand ?

Ganz allgemein würde ich dir aber raten wollen dir Hilfe zu holen. Die Panikattacken, deine seelischen Verluste der letzten Zeit, dein Kontrollzwang usw. - damit solltest du nicht alleine dastehen. Ob nun Psychiater, eine Selbsthilfegruppe oder anderes, das kannst du dir ja aussuchen.

Bei einer Kollegin mit plötzlichen Panikattacken hat zusätzlich auch eine Reiki-Gruppe sehr geholfen.
Mir hat in einer Krisensituation auch eine Art Tagebuch zusätzlich viel gebracht, oder auch Listen schreiben. Einfach alles aufschreiben; Gründe für ein pro und Kontra aufschreiben - und wichtig - das ganze dann ein paar Tage ruhen lassen und nochmals überlesen.
Gerade für den Fall
raubt mir das das Gefühl, dass die Schwangerschaft "meins" ist. Ich fühle mich plötzlich fremdbestimmt. Ich habe mich bewusst in eine Sackgasse manövriert, mich in eine Abhängigkeit begeben, die ich nie wollte.

Was nimmt er dir weg mit seiner Freude ? Was sind die einzelnen Gründe, warum du jetzt fremdbestimmt bzw. in Abhängigkeit sein solltest ?
Ich seh das doch richtig - ihr wohnt nicht zusammen; du bist wochentags auf dich allein gestellt und meisterst das alles auch ohne Probleme - und ihr würdet ja auch mit Kind an der wohnlichen Situation nichts ändern, oder ?

Inaktiver User
09.01.2011, 14:17
also ich persönlich war nie ne selbstbewusste powerfrau. trotzdem hatte ich am anfang der ersten ss ähnliche panikattacken und gedanken wie du.
also so aus der ferne betrachtet würde ich auch sagen: ja, es sind die hormone.

Symphonie
09.01.2011, 14:18
Kann Deju nur beipflichten,hatte auch an ein Gespräch mit dem FA und evtl Therapie gedacht

Inaktiver User
09.01.2011, 14:21
Hallo Symphonie,

danke für die Antwort und dass du nicht auf mich einschlägst. :smirksmile:

Ich möchte nicht abtreiben. Wie gesagt, mich hat die Arbeit mit Kindern gaaanz langsam zu dem Wunsch geführt, dieses Abenteuer auch zu wollen. Ich bin in einer Familie aufgewachsen, die man wohl als heil bezeichnen kann und hätte das auch gern für mich und Sprössling - Geburtstage, Weihnachten, etc.
Mein großes Problem ist dieses Bindungsding. Mein Freund hat 9 Klassen und ist Handwerker (und supergut, ich schätze sowas total!), ich habe Abi und einen Hochschulabschluss. Was am Anfang nicht groß auffiel, ist inzwischen allerdings gewichtiger. Dinge, wie ab+zu falsches Deutsch, Tischsitten, Allgemeinbildung. Und wenn er dann auf sein (verständliches) Recht auf Miterziehung pocht und große Reden schwingt, dann wird mir klar, dass ich da nicht so einfach wieder rauskomme, als wenn ich nicht schwanger wäre und mich einfach trennen würde.
Ich mag ihn, aber das Gefühl hat sich verändert, so wie in den anderen Beziehungen nach etwa dieser Zeit auch. Und eben das schnürt mir die Kehle zu und lässt mich mich ausgeliefert fühlen.
Meine eigentlich ziemlich konservative Mutter meinte, ein Kind bindet heutzutage nicht mehr für's Leben, aber diese Vorstellung schreckt mich fast gleichermaßen.

Ich gehe jetzt erst einmal an die frische Luft. Danke nochmal für deine Antwort!

Inaktiver User
09.01.2011, 14:30
ehrlich gesagt, kann ich das immer nicht verstehen, wenn man auf intelektuellen unterschieden rumreitet. sorry, will dir nicht zu nahe treten.
aber ich habe auch abi, und mein mann einen erweiterten hauptschulabschluss und einen handwerklichen beruf erlernt. inzwischen ist er kaufmann (ohne ausbildung, also quereinsteiger. und macht seinen job sehr gut).
an soetwas würde ich die qualität eines menschen bzw. einer beziehung überhaupt nicht festmachen. finde es ehrlich gesagt sehr schade, dass man so denkt.
ich kenne viele gebildete menschen, die menschlich unterste schublade sind...

Inaktiver User
09.01.2011, 14:47
ehrlich gesagt, kann ich das immer nicht verstehen, wenn man auf intelektuellen unterschieden rumreitet. sorry, will dir nicht zu nahe treten.
aber ich habe auch abi, und mein mann einen erweiterten hauptschulabschluss und einen handwerklichen beruf erlernt. inzwischen ist er kaufmann (ohne ausbildung, also quereinsteiger. und macht seinen job sehr gut).
an soetwas würde ich die qualität eines menschen bzw. einer beziehung überhaupt nicht festmachen. finde es ehrlich gesagt sehr schade, dass man so denkt.
ich kenne viele gebildete menschen, die menschlich unterste schublade sind...

:allesok:
DAS habe ich auch grade gedacht !

Inaktiver User
09.01.2011, 14:49
yassie, hätt ich auch nicht anders von dir erwartet. :wangenkuss:

Phoenix24
09.01.2011, 14:51
hallo kindsmaxi

ich finde allein die aussage, dass du manchmal denkst "würde die natur doch nur das ihre tun" obwohl du dieses kind eigentlich willst, zeigt, dass es dir scheinbar innerlich wirklich mies geht.

ich kann den anderen nur beipflichten - rede doch mal mit deinem frauenarzt oder vielleicht einer hebamme.

und diese panik - auch im bezug auf intelektuelle unterschiede - kann ich verstehen. oft fragen sich frauen wenn sie dann schwanger sind,
-wie wird das kind erzogen,
-was kann es von meinem partner/von mir lernen
etc.

ich hatte eine freundin, die ist zwar ungewollt ss geworden, wollte das kind dann aber behalten. hat sich dann aber sofort vom vater getrennt, weil sie sich sicher war, dass das mit ihm nix wird.

mach dir keine sorgen über die fremdbestimmung durch andere - dein körper, also bestimmst du. du musst ihn ja nicht mit zu fa-terminen nehmen oder so -
mach am wochenende auch so weiter, dass du was für dich tust.

wie symphonie nur beipflichten, dein kind wird dir zeigen, was fremdbestimmt bedeutet :blumengabe:

zu eurer beziehung wäre mein unprofessioneller tip, dass du einfach noch nie über ein gewisses stadium einer beziehung hinausgegangen bist und jetzt wieder in dein gewohntes muster fallen möchtest.

aber vielleicht solltest du wirklich zum einen mit deinem freund und zum anderen mit einem therapeuten o. ä. reden,
dann hat eure beziehung ja vielleicht doch mehr chancen als du jetzt siehst :blumengabe:

Inaktiver User
09.01.2011, 14:55
ich hatte eine freundin, die ist zwar ungewollt ss geworden, wollte das kind dann aber behalten. hat sich dann aber sofort vom vater getrennt, weil sie sich sicher war, dass das mit ihm nix wird.



ungewollt ist das ja auch ein ganz anderer fall.
die TE kannte ihren partner 2 jahre und hat sich (TROTZ DER INTELEKTUELLEN UNTERSCHIEDE) bewusst für ein kind mit ihm entschieden und es wissentlich mit ihm gezeugt.
die intelektuellen unterschiede kannte sie und hat trotzdem ein kind mit ihm gewollt.
finde es da schon fragwürdig, jetzt aufgrund diesen unterschieds zu zweifeln...

Wiesenblume
09.01.2011, 15:00
:allesok:
DAS habe ich auch grade gedacht !

Hi,

naja, ich denke, man kann das nicht pauschalisieren. Mal auf die ganz abstrakte Ebene gehoben, sind Umstände wie Allgemeinbildung, Benehmen,.. ja letztlich auch nur Aspekte rund um die Frage "wie gut passen wir zusammen?".

Das hat meiner Meinung nach gar nichts mit Standesdünkel o.ä. zu tun. Manchen stört der Körpergeruch des (potentiellen) Partners, mancher stößt sich vielleicht an der ständigen Unordnung, die das Gegenüber scheinbar "aus dem nichts" hinterlässt. Und eben andere widerum beobachten, wie der Kandidat fürs Leben beim Essen das Kinn vielleicht kaum über den Suppentellerrand erhebt und die Suppe laut schlürfend inhaliert.

Das kann einen schon abstoßen und doch zumindest nachdenklich stimmen, ob man das jetzt für den Rest des Lebens wirklich braucht.

Ja, solche Exemplare finden sich in Handwerker- wie in Akademikerkreisen.
Und ja, ich bin der Meinung, das "darf" einen auch schon stören.

Und noch ein Aspekt: was man "unter Erwachsenen" vielleicht auch noch eben so hinnimmt, wird vielleicht vor dem bevorstehenden gemeinsamen Erziehungsauftrag noch einmal eine ganze Ecke kritischer beleuchtet.

Mal ein Beispiel zum Anfassen: ich war in meinen jungen Jahren mal mit einem Kerl zusammen, der jedem und dem sein Schwager erzählte, dass er Bücher total peinlich findet und sich damit brüstete, niemals im Leben freiwillig ein Buch zu lesen.

War mir als ausgewiesene Bücherratte damals ziemlich egal, aber wäre der Hintergrund zu dieser Zeit gewesen, ein Kind gemeinsam großziehen zu müssen, dann hätte ich da zum Beispiel schon sehr viel genauer hingeschaut. Ja, das hätte mich gestört (unabhängig davon, welcher sozialen Schicht das Exemplar nun entsprungen wäre!)

Unter diesem Gesichtspunkt kann ich die Gedanken und Bedenken von kindsmaxi schon nachvollziehen.

Inaktiver User
09.01.2011, 15:06
Hi,

naja, ich denke, man kann das nicht pauschalisieren. Mal auf die ganz abstrakte Ebene gehoben, sind Umstände wie Allgemeinbildung, Benehmen,.. ja letztlich auch nur Aspekte rund um die Frage "wie gut passen wir zusammen?".

Das hat meiner Meinung nach gar nichts mit Standesdünkel o.ä. zu tun. Manchen stört der Körpergeruch des (potentiellen) Partners, mancher stößt sich vielleicht an der ständigen Unordnung, die das Gegenüber scheinbar "aus dem nichts" hinterlässt. Und eben andere widerum beobachten, wie der Kandidat fürs Leben beim Essen das Kinn vielleicht kaum über den Suppentellerrand erhebt und die Suppe laut schlürfend inhaliert.

Das kann einen schon abstoßen und doch zumindest nachdenklich stimmen, ob man das jetzt für den Rest des Lebens wirklich braucht.

Ja, solche Exemplare finden sich in Handwerker- wie in Akademikerkreisen.
Und ja, ich bin der Meinung, das "darf" einen auch schon stören.

genau das habe ich gleich zu beginn deines posts gedacht!

Inaktiver User
09.01.2011, 15:08
War mir als ausgewiesene Bücherratte damals ziemlich egal, aber wäre der Hintergrund zu dieser Zeit gewesen, ein Kind gemeinsam großziehen zu müssen, dann hätte ich da zum Beispiel schon sehr viel genauer hingeschaut. Ja, das hätte mich gestört (unabhängig davon, welcher sozialen Schicht das Exemplar nun entsprungen wäre!)

Unter diesem Gesichtspunkt kann ich die Gedanken und Bedenken von kindsmaxi schon nachvollziehen.

aber dafür hat man dann eben auch zwei elternteile...
da kannst du als mutter doch dann auch einfluss drauf nehmen.

mein mann und ich haben eher dahingehend probleme, dass er seine kids gern verwöhnt, während ich die strenge bin, die erziehen muss. aber das gibt es in sehr vielen familien und hat meiner meinung nach nichts mit den genannten unterschieden zu tun.

Wiesenblume
09.01.2011, 15:16
aber dafür hat man dann eben auch zwei elternteile...
da kannst du als mutter doch dann auch einfluss drauf nehmen.


Ganz ehrlich? Meine Überlegung in eben jener Beziehung vor dem Hintergrund der Frage "gemeinsame Kinder ja oder nein?" wäre gewesen, ob ich den Stress und den Kriegsschauplatz tatsächlich "vorsätzlich" gebraucht hätte.

Meine Tendenz: nein. Das Leben kann schon stressig genug sein, da muss ich mit Kind am Bein nicht noch das Fass aufmachen "Mami, warum lacht der Papa sich über mein Buch dumm und dusselig?" Nee, hätte ich keinen Bedarf gehabt.

Abgesehen davon wäre die Frage ja gewesen, ob ich es als Wiesenblume ohne Kind-Anhang tatsächlich auf Dauer so toll gefunden hätte, mit jemandem zusammen zu bleiben, der vor angekündigtem Besuch meine Bücher, die ich mir zum Schmökern auch schonmal mit zu ihm genommen habe, ins Schlafzimmer verfrachtetete, weil er es sonst "total oberpeinlich" gefunden hätte.

Phoenix24
09.01.2011, 15:17
danke wiesenblume :blumengabe:

es ist aber nun mal häufig der fall, dass man seinen partner in ganz anderem licht sieht, wenn dann wirklich ein kind auf dem weg ist.

und da bringt es überhaupt nichts zu sagen "das hätte man sich vorher überlegen sollen" manchmal trifft einen die verantwortung die man plötzlich hat mit solcher wucht, dass einem erst dann vieles klar wird. kann doch sein. und daran finde ich nichts schlimm. und dass die TE sich so gedanken darüber macht heißt doch nur, dass sie sich versucht darüber klar zu werden, ob sie mit diesem mann nicht nur unter umständen ein leben lang verbundens ein will, sondern ob er das gemeinsame kind auch in der gleichen weise erziehen kann.

wenn vater und mutter völlig unterschiedlich in der erziehung sind, ist das meist eine sehr schwierige angelegenheit.

Inaktiver User
09.01.2011, 15:19
Ganz ehrlich? Meine Überlegung in eben jener Beziehung vor dem Hintergrund der Frage "gemeinsame Kinder ja oder nein?" wäre gewesen, ob ich den Stress und den Kriegsschauplatz tatsächlich "vorsätzlich" gebraucht hätte.

Meine Tendenz: nein. Das Leben kann schon stressig genug sein, da muss ich mit Kind am Bein nicht noch das Fass aufmachen "Mami, warum lacht der Papa sich über mein Buch dumm und dusselig?" Nee, hätte ich keinen Bedarf gehabt.

Abgesehen davon wäre die Frage ja gewesen, ob ich es als Wiesenblume ohne Kind-Anhang tatsächlich auf Dauer so toll gefunden hätte, mit jemandem zusammen zu bleiben, der vor angekündigtem Besuch meine Bücher, die ich mir zum Schmökern auch schonmal mit zu ihm genommen habe, ins Schlafzimmer verfrachtetete, weil er es sonst "total oberpeinlich" gefunden hätte.

ganz ehrlich?
ich sehe da nun wirklich kein streitpotenzial!
das mit den büchern hat derjenige wahrscheinlich nur gesagt, weil er cool sein wollte.
ER muss ja kein buch in die hand nehmen.
es reicht doch vollkommen, wenn DU deinem kind ein buch vorliest oder in die hand gibst.
mein sohn mag auch lieber von mir vorgelesen bekommen, weil ich wohl besser vorlese (also spannender, meine ich damit)...

Inaktiver User
09.01.2011, 15:21
wenn vater und mutter völlig unterschiedlich in der erziehung sind, ist das meist eine sehr schwierige angelegenheit.

ich finde es sehr UNFAIR, dem zukünftigen vater zu unterstellen, dass er anders erziehen würde als die mutter!!!
unterschiedliche intelligenz heisst doch nicht zwangsläufig unterschiedliche erziehung!

Wiesenblume
09.01.2011, 15:26
ganz ehrlich?
ich sehe da nun wirklich kein streitpotenzial!
das mit den büchern hat derjenige wahrscheinlich nur gesagt, weil er cool sein wollte.
ER muss ja kein buch in die hand nehmen.
es reicht doch vollkommen, wenn DU deinem kind ein buch vorliest oder in die hand gibst.
mein sohn mag auch lieber von mir vorgelesen bekommen, weil ich wohl besser vorlese (also spannender, meine ich damit)...

Hi,

ich kann Dich beruhigen. Ich habe den Kerl vor etwa einem Jahr mal wieder getroffen und ein paar Takte mit ihm gewechselt. Ja, es ist etwas dran am Spruch, dass Lesen die Dummheit gefährdet. :pfeifend:
Und dass sowas dann allein an mir hängenbleiben würde, meinem Kind einen solchen erschreckend mickrigen Horizont zu ersparen - das kanns, zumindest für mich ganz persönlich, in einer Elterngemeinschaft nicht sein.

Aber die Einstellung ist ja nicht allgemein bindend. Das ist eben meine Einstellung zu dem Thema. Zum Glück hat der liebe Gott ja einen bunten Zoo :blumengabe:

Phoenix24
09.01.2011, 15:27
@ramona
nein, natürlich nicht. aber du weißt doch nicht wie es in dem fall ist.

dazu kommt, dass DU z.b. mit so einem exemplan wie wiesenblume kein problem hättest, eine andere frau aber nun mal schon.

klar, es gibt beziehungen, da ist das alles kein thema und es gibt beziehungen, da bedeutet das alles eine ganze menge.

die TE (und auch andere) meinen ja damit nicht, dass es generell so ist, aber in diesem fall macht sich die werdende mutter nun mal gedanken, weil es ihr wichtig ist.

und was bitte ist daran unfair? wenn zwei menschen z.b. unterschiedliche wertvorstellungen haben, dann zeigt sich das oft auch in der erziehung. ich hab doch nicht gesagt, dass die dann automatisch schlechter wäre (also die erziehung des vaters bzw. seine methoden) nun dann vielleicht anders.
und wenn das so ist, dass zwei menschen als eltern völlig unterschiedlich in der erziehung ihrer kinder sind, dann kann das sehr oft zum streit führen. das ist auch nicht grad schön.

Inaktiver User
09.01.2011, 15:29
naja, wiesenblume, dein ehemaliges exemplar klingt dann aber nach nem totalen vollpfosten! :freches grinsen:
da ist dann auch hopfen und malz verloren.
aber da die TE nun schon eine zweijährige beziehung führt, gehe ich mal davon aus, dass er nicht so einer ist.
zumal sie ja schreibt, dass er ein ganz lieber ist und so. dein ex-exemplar ist da wohl wirklich ein musterbeispiel für einen kerl, wie man ihn nicht haben möchte...

ich würde der TE wirklich dringend dazu raten, mit dem partner zu sprechen und herauszufinden, wie seine vorstellungen von erziehung aussehen!

Inaktiver User
09.01.2011, 15:33
@ramona
nein, natürlich nicht. aber du weißt doch nicht wie es in dem fall ist.

dazu kommt, dass DU z.b. mit so einem exemplan wie wiesenblume kein problem hättest, eine andere frau aber nun mal schon.

klar, es gibt beziehungen, da ist das alles kein thema und es gibt beziehungen, da bedeutet das alles eine ganze menge.

die TE (und auch andere) meinen ja damit nicht, dass es generell so ist, aber in diesem fall macht sich die werdende mutter nun mal gedanken, weil es ihr wichtig ist.

und was bitte ist daran unfair? wenn zwei menschen z.b. unterschiedliche wertvorstellungen haben, dann zeigt sich das oft auch in der erziehung. ich hab doch nicht gesagt, dass die dann automatisch schlechter wäre (also die erziehung des vaters bzw. seine methoden) nun dann vielleicht anders.
und wenn das so ist, dass zwei menschen als eltern völlig unterschiedlich in der erziehung ihrer kinder sind, dann kann das sehr oft zum streit führen. das ist auch nicht grad schön.

ich bin nach wie vor der meinung, dass man genau das aber hätte vor der entscheidung klären MÜSSEN.
aus welchen gründen sonst entscheidet man sich für ein kind mit DIESEM MANN???
das kann ich nicht verstehen.

und natürlich möchte ich NICHT so ein exemplar wie von wiesenblume beschrieben.
aber wie schon erwähnt, klingt es nicht so, als sei der freund der TE so...

goldmarie68
09.01.2011, 16:03
Hallo Kindsmaxi,
hab einfach Geduld mit Dir selber. Und zwar ganz viel Geduld. Ich habe nicht den Eindruck, dass Du Dein Kind nicht willst - daher hast Du ja jetzt jede Menge Zeit bis es tatsächlich auf die Welt kommt. Zeit die Du für Dich nützten kannst um ganz ohne Eile Klarheit zu gewinnen. Manchmal ist es gut, wenn man sich selbst nicht zu ernst nimmt, sondern erst mal beobachtet und etwas abwartet. In Deiner Situation solltest Du nicht vergessen, dass die Hormone gerade Deinen ganzen Körper durcheinanderschütteln. All die Gefühle wie Übelkeit etc. kommen auch von den Hormonen. Gerüche die Du vor der Schwangerschaft gerne hattest oder gar nicht wahrgenommen hast, drehen Dir jetzt den Magen um. Genauso wie mit den Gerüchen kann es Dir auch mit den Gefühlen gehen. Plötzlich kommen von irgendwoher unerträgliche Gefühle die Dir alles umdrehen. Die Übelkeit verschwindet meistens nach den ersten drei Schwangerschaftsmonaten - wie das mit Deinen Gefühlen wird kannst Du auch in Ruhe herausfinden.
Stell Dir vor wenn alles nur hormonbedingt ist und Du jetzt Deine Beziehung beendest was das für Euch drei bedeuten würde. Du wünschst Dir eigentlich eine heile Familie wie Du sie selbst erlebt hast. Dein Wunschkind hätte nicht die Möglkichkeit mit einem Vater aufzuwachsen.
Hab Geduld mit Dir selbst und Du wirst merken dass Du nicht immer alles alleine stemmen musst. Es tut auch mal ganz gut die Dinge werden zu lassen.Um das zu erleben hast Du in Deiner Schwangerschaft eine wunderbare Gelegenheit.
Um keine falschen Schlussfolgerungen entstehen zu lassen - ich bin eine selbständige Frau und gewohnt meine Angelegenheiten alleine zu lösen, aber ich habe gelernt dass man nichts zwingen kann und auch nichts zwingen soll. Auch neigen wir Frauen manchmal dazu in unsere eigene "Gefühlsfalle" zu tappen und gleich zu emotional zu reagieren. Ich glaube dass es manchmal der größte Gefallen ist den wir uns selber tun können mit unseren Gefühlen den "Realitätscheck" zu machen. Nichts gegen Gefühle oder Emotionalität - hab ich selbst genug. Dennoch ist ein Gefühl ein Gefühl und nich unbedingt zwingende Realität. Gerade bei einer so wichtigen Entscheidung wünsche ich Dir die nötige Gelassenheit um den besten Weg für Euch drei zu finden.
Ganz liebe Grüße
Goldmarie

Kleinkatze
09.01.2011, 16:40
Hallo Kindsmaxi,

das klingt für mich eher nach allgemeiner Bindungsangst und Angst, seine Freiheit aufgeben zu müssen. Fürchtest du, wegen eines Kindes zu deinem Freund ziehen zu müssen, deinen Job aufgeben zu müssen o.ä.? Vielleicht bist du im Grunde gar nicht von deinem Freund als Person abgeschreckt, sondern von der Tatsache, dich jetzt festlegen zu müssen (oder schon festgelegt zu haben)? Ich kann mich auch irren, aber denk mal darüber nach. Wenn man erfährt, dass man schwanger ist, ist das immer erst mal ein Schock, weil alles plötzlich so real wird.

Ich habe selbst einen fast 9 Monate alten Sohn und lebe immer noch in einer Fernbeziehung. Als ich (geplant und gewollt!) schwanger wurde, ist mir auch erst mal ganz schön die Düse gegangen. Mein Freund kann nämlich aus beruflichen Gründen nicht hierher ziehen; für mich wäre das evtl. eher machbar. Zurzeit weiß ich immer noch nicht, ob ich nach der Elternzeit in seiner Nähe eine (akzeptable) Stelle bekomme. Falls es nicht klappt, werden wir erst mal weiter getrennt leben und ich werde an meiner alten Arbeitsstelle wieder anfangen. Bisher funktioniert das gut; mal sehen, wie es ist, wenn ich wieder arbeiten muss. Allerdings habe ich unsere Beziehung als solche nie in Frage gestellt (auch wenn ich vor ihm das eine oder andere Mal Schiffbruch erlitten habe). Ein gemeinsames Kind zu haben, ist aber natürlich schon noch mal eine ganz andere Dimension.

Was ich dir sagen will, ist, dass man keine Entscheidung übers Knie brechen muss. Keiner zwingt euch, jetzt sofort zusammen zu ziehen, zu heiraten oder sonst was. Du bist jetzt erst mal noch eine ganze Weile schwanger und danach wirst du ja vermutlich auch Elternzeit nehmen. Du musst also nicht gleich alle Zelte abbrechen (jobmäßig usw.) und ihr könnt in Ruhe entscheiden, wie und wo ihr leben wollt und ob zusammen oder getrennt. Kommt Zeit, kommt Rat!

Snubi
10.01.2011, 09:12
Mein großes Problem ist dieses Bindungsding. Mein Freund hat 9 Klassen und ist Handwerker (und supergut, ich schätze sowas total!), ich habe Abi und einen Hochschulabschluss. Was am Anfang nicht groß auffiel, ist inzwischen allerdings gewichtiger. Dinge, wie ab+zu falsches Deutsch, Tischsitten, Allgemeinbildung. Und wenn er dann auf sein (verständliches) Recht auf Miterziehung pocht und große Reden schwingt, dann wird mir klar, dass ich da nicht so einfach wieder rauskomme, als wenn ich nicht schwanger wäre und mich einfach trennen würde.


Ähm......also zum Poppen und Kind machen war er dir aber gut genug???!!!
:peinlich:

Symphonie
10.01.2011, 09:35
ganz ehrlich?
ich sehe da nun wirklich kein streitpotenzial!
das mit den büchern hat derjenige wahrscheinlich nur gesagt, weil er cool sein wollte.
ER muss ja kein buch in die hand nehmen.
es reicht doch vollkommen, wenn DU deinem kind ein buch vorliest oder in die hand gibst.
mein sohn mag auch lieber von mir vorgelesen bekommen, weil ich wohl besser vorlese (also spannender, meine ich damit)...
Genau! zumal man dem Kindsvater ja auch klarmachen kann was für eine Verantwortung er nun trägt und dann kann er sich auch ganz schnell ändern,weil ihm dieses bewusst wird.


Ich bin schon der Meinung,dass man sich das hätte VOR einer Schwangerschaft deutlich machen hätte können,nun ist es eben so. Aber ein Kind wird das wenig stören,es liebt seinen Vater wie es ist,auch mit grammatikalisch falschem Deutsch.
Ausserdem kann sich das auch ganz schnell ändern wenn ihr zB zusammenwohnt.

Ich habe auch Abi,mein Mann Realschule, ist "Arbeiter". na und`? Ich habe mir solche Vergleiche ganz schnell abgewöhnt und ich glaube auch, Du hast einfach angst vor dem nächsten Schritt.

Ich kann nur sagen: Redet, versucht es, evtl führt ihr weiter die Fernbeziehung und dann sehe wie es weitergeht. Wenn Du noch nie den zweiten Schritt in Sachen Beziehung gemacht hast,wie willst Du wissen dass es DAS nicht ist und wie willst Du Deinem Kind ein gutes Beispiel sein?

Inaktiver User
10.01.2011, 10:07
Ich danke euch für eure vielschichtigen Sichtweisen! Ehrlich. Ich habe ja bereits geschrieben, dass ich mich gaaanz langsam an das Thema eines eigenen Kindes herangetastet habe. Ich wollte früher nie Kinder haben und auch nicht heiraten. Ich dachte inzwischen schon, ob ich mich von dem Babyhype habe anstecken lassen und dann völlig überrumpelt war, als es plötzlich so schnell ging. Angst vor der eigenen Courage? Hm. Auf jeden Fall fühlt es sich an wie ein Hammerschlag und wirft mich völlig aus der Bahn. Objektiv mag das alles unfair und unreif klingen, subjektiv ist es das aber gar nicht. Was, wenn ich doch der Typ Mensch bin, der lieber allein und kinderlos sein Leben bestreiten muss oder wird? Dann hat mich das jetzt auf den Boden der Tatsachen geholt.
Natürlich ist mein Freund in besonderem Maße der Leidtragende, aber im Endeffekt gehöre ich zu denen, die sagen, man muss sich selbst auch so lieb haben um manchmal schwerste Entscheidungen zu treffen, die man am liebsten verdrängen würde. Der Mensch ist ein Mängelwesen und ich - wie ich euch vielfach bestätigen höre - auch.
Den Rat bezüglich FÄ-Gespräch werde ich wahrnehmen; auch eine Beratung in Anspruch nehmen. Schlicht schon deshalb, weil ich auf dem Zahnfleisch krieche und keinen klaren Gedanken fassen kann.
Meinen Freund habe ich um eine Pause gebeten. Es fällt schwer, ihm etwas zu erklären, was ich selbst nicht fassen kann. Ich habe hier Rat gesucht; keine Belehrung und Verurteilung. Schön, dass viele das auch so verstanden haben. DANKE!

Inaktiver User
10.01.2011, 10:27
kindsmaxi, es sollte keine verurteilung sein.
(ich verweise gern auf meine sig.!!!)

aber verstehen kann ich es trotzdem nicht, dass man sich gemeinsam für ein kind entscheidet und dann zweifelt, ob er der richtige ist, weil er z.b. nicht das gleiche level hat wie man selbst...
ich hatte sehr sehr ähnliche zweifel wie du, als das erste kind unterwegs war.
aber ich habe ganz sicher nicht hinterfragt, ob mein mann wegen seines intellekts evtl. nicht zu mir passen könnte. denn (wie schon mehrfach geschrieben): diese gedanken macht man sich vorher.
ob es der richtige bis ans lebensende ist, weiß man natürlich nie...

Phoenix24
10.01.2011, 11:45
sagt mal leute kann man es auch mal gut sein lassen.

die situation ist aber nunmal so. und vielleicht hat ja die TE vorher gedacht "ja, mit ihm geht das" und dann kann die ernüchterung mit dem positiven test.

ABER wie dem auch sei, sie hat ja jetzt nun selbst geschrieben, dass sie hier rat wollte und keine verurteilung und bums steht im nächsten post wieder "hätte man sich vorher überlegen sollen"

wie oft soll sie denn jetzt eigentlich noch schreiben, dass sie sich langsam an das thema herangetastet hat. wahrscheinlich hat sie sich dabei auch gedanken über ihren freund gemacht.

aber manchmal fragt man sich dann, ob man nicht einen fehler gemacht hat.

ihr das jetzt als "falsch" vorzuhalten find ich unfair....

liebe kindsmaxi
ich hoffe, der termin beim fa und evtl. ein weiterer termin/beratung wo anders helfen dir.

ich wünsche dir natürlich, dass ihr das hinbekommt - es wäre schade, wenn du aus beziehungsangst/bindungsangst eine beziehung wegwirfst, die sonst vielleicht gute chancen hatte :blumengabe:

Inaktiver User
10.01.2011, 13:24
Hallo Kindsmaxi,

ich finde deine Reaktion gar nicht komisch. Kinderkriegen ist nun mal das letzte große Abenteuer der zivilisierten Welt. :lachen:

Ich hatte auch totale Panik, als ich schwanger geworden bin. Ich häng an meinem Job und hatte mich nett im Leben eingerichtet und da muss man einem Kind halt erst mal Platz drin schaffen. Und der Gedanke, dass ich jetzt lebenslang an meinen Freund gebunden bin hat mich auch total erschreckt. Obwohl ich mir wirklich ein Kind gewünscht habe und schon ewig und glücklich mit meinem Freund zusammen bin.

Ich meine, ich weiß nicht, wie's bei dir ist. Aber man ist ja so gewöhnt, sich im Leben so durchzuschlängeln - Wohnung, Job, Stadt in der man lebt etc. - alles ist eher vorläufig. Bis man dann halt ein Kind kriegt. :smile:

Red doch einfach noch mal mit deinem Freund, dass dir das momentan alles zu schnell geht / zu viel wird. Eure Beziehung hört sich so ja wirklich nicht schlecht an und ich denk mal, die Zweifel die du jetzt hast, werden sicher auch wieder vergehen.

myDara
10.01.2011, 14:02
kindsmaxi, jetzt lebt ihr ja grad in einer wochenendbeziehung, wie habt ihr euch dass dann denn vorgestellt mit baby? wollte dein freund herziehen oder wolltet ihr es weiter so belassen? erzähl doch mal...

ich persönlich würd jetzt auch versuchen erstmal durchzuatmen und keine voreiligen schlüsse ziehen! möglicherweise findest du den papa in spe in ein paar wochen wieder oberzuckersüss und möchtest ihn vom fleck weg heiraten!

Horrormone können wirklich schlimme dinge anrichten! und ansonsten kann ich auch nur sagen: gute tischmanieren oder ausbildung ist wirkilch nicht wichtig um ein guter papa zu sein! und egal ob in einer beziehung oder nicht er wird der papa bleiben und kann das auch ohne hauptschulabschluss ganz prima meistern! nämlich mit liebe und das ist was zählt!
und wenn es dich nicht wirklich ganz arg ekelt würd ich da jetzt einfach mal versuchen durchzubeissen und das zweite drittel der ss abzuwarten, da wird vieles dann von alleine wieder rosa!

ansonsten kann ich noch sagen: geh zum frauenarzt und schau dir das schlagende herzchen an, dann kommt auch die freude und die zweifel werden ein bisschen kleiner!

@phoenix: für mich klingt das schon jetzt alles sehr nach panikaktion! grad wenn sich die te langsam ans thema herangetastet hat ist es jetzt doch umso verwunderlicher dass plötzlich der partner nicht mehr passt! wie gesagt: HORRORMONE können schlimme dinge anrichten.

carmelona
10.01.2011, 14:02
man kann sich noch so lange gedanken machen, alles gedanklich durchspielen, alles durchplanen. erst wenn man wirklich schwanger ist, konkretisieren sich diese gedankenspiele - und plötzlich kann man alles ganz anders empfinden als vorher.

ging mir so, geht ganz vielen so. der mensch ist halt kein computer, in den man bestimmte daten einspeist und dann ein bestimmtes ergebnis erhält.

ich habe von frauen gehört, die sich jahrelang fruchtbarkeitsbehandlungen unterzogen und dann beim positiven testergebnis in höllische panik verfielen.

daher führen hier schuldzuweisungen wirklich überhaupt nicht weiter.

was ich dennoch denke, ist, dass man sich immer wieder in gedanken rufen sollte, dass dieses kind wirklich gewollt war. also dass da eine basis ist, auch wenn diese gerade nicht mehr spürbar ist, weil die emotionen - und hormone - verrückt spielen.

aber auf diese basis kann man sich eigentlich schon verlassen. gerade wenn sie über einen langen zeitraum gewachsen ist.

irgendwann ebbt die panik ab. das sehe ich eigentlich reihum. auch bei mir war es so.

deswegen muss dann nicht alles idylle pur sein. es ist durchaus möglich, dass es für die panik handfeste gründe gibt. trotzdem habe ich die erfahrung gemacht, dass sich die grundentscheidung, nämlich ein kind zu WOLLEN, auf kurz oder lang wieder gehör verschafft.

Mit der Schwangerschaft hast du JA zu einem Kind gesagt, das ist ganz klar. Aber damit hast du nicht unbedingt JA zu deinem Freund oder zu bestimmten Lebensumständen gehabt.

Wenn das Kind erst mal da ist, kannst du eigentlich fast alles einer "Revision" unterziehen - die Beziehung, den Wohnort, die Berufstätigkeit. Nur das Kind bleibt (wenn wir mal von Extremfällen absehen).

Auch wenn deine Beziehung scheitern sollte, so klingt dein Partner doch wie jemand, der sich dann nicht aus der Verantwortung stehlen würde. Das finde ich schon mal sehr wichtig und beruhigend.

Lass erst mal alles sacken, such dir jedoch einen professionellen Gesprächspartner. Bei mir war das meine als Therapeutin tätige Schwester. Als ich ihr vorheulte, dass es mir doch eigentlich ohne Kind so gut ginge, stellte sie mir die kreuzeinfache Frage: Willst du wirklich, dass dein Leben die nächsten 20,30 Jahre genauso bleibt, wie es derzeit ist?

Ich antwortete zwar mit "Ja". Als ich jedoch in Ruhe über diese Frage nachdachte, wurde mir klar, dass das nicht stimmte. Ich wollte eine Veränderung in meinem Leben, daher auch der Wunsch nach einem Kind. ich wollte mich auf etwas Neues einlassen, ein Abenteuer wagen.

Mein Abenteuer ist heute 4 Jahre alt und ja, es hat mein Leben verändert. Nicht immer nur zum Besten. Aber wenn ich ab und zu mal am Verzagen bin (wobei es dabei nicht um mein Kind geht), dann sag ich mir immer: "Hey, du hast es geschafft, ein Kind zu bekommen und es bis her ganz gut groß zu bekommen. Du schaffst alles!"

deju
10.01.2011, 14:12
Ich möchte mich Schwimmkatze anschließen... laß dir Zeit wieder klar zu werden, rede mit deinem Freund.

Als ich die Bestätigung für meine Schwangerschaft bekam habe ich geheult....saß in einer Kinderwunschpraxis, um mich herum Paare die nicht so viel Glück hatten. Möchte gar nicht wissen, was die von mir gehalten haben !
Auch stellte sich die so viel zitierte Vorfreude nicht ein; ich hatte stattdessen ständig Angst... werde ich/ werden wir es schaffen, geht es dem Embryo gut, bleibt die Schwangerschaft bestehen, wie fallen die Tests aus, wird es gesund sein ?
Nachdem es da war hatte ich ein gutes Jahr lang jede Nacht den gleichen Alptraum... ich ersticke es im Schlaf bzw. es fällt mir aus dem Bett usw.. Tagsüber war ich gestresst vom Kind und gleichzeitig intellektuell nicht ausgelastet. Das erste Mal wollte ich mich von meinem Mann trennen, da war es 5 Tage alt... und etliche Male folgten.

Mittlerweile ist es anderthalb, die Hormone haben sich endlich beruhigt, das gröbste ist ausgestanden und ich bin weider so langsam der Mensch der ich mal war. Es hat unglaublich viel Kraft gekostet, es gab viele Situationen durch die man einfach durch mußte - und doch am liebsten weg gelaufen wäre.

Kinderkriegen ist nun mal das letzte große Abenteuer der zivilisierten Welt.
Das seh ich auch so - im positiven und leider auch im negativen Sinn.
Du gibst so viel mehr, als du für möglich halten würdest & du bekommst viel mehr, als du dir je gedacht hast. Du kannst es dir nicht vorstellen, wie ein Leben mit Kind sein wird... du kannst es nur erleben.

Alles Gute für dich - und gib dem Vater des Kindes die Chance dran teilzuhaben. In welcher Form auch immer...
deju

Inaktiver User
10.01.2011, 14:24
Kindsmaxi,
mein erster Gedanke beim Lesen deines Postings war "Ist doch toll, wenn er sich auch für die Erziehung verantwortlich fühlt". Manche Väter überlassen das ja komplett der Frau, ich finde es gut, wenn einem Vater nicht egal ist, wie das Kind erzogen wird, auch wenn manche Ansichten sich da vielleicht nicht entsprechen.

Problematisch finde ich allerdings, wie du über ihn denkst bezüglich Bildung und Manieren. Das hat wirklich nichts mit dem Schulabschluss zu tun, glaub mir, ich kenne Akademiker mit einem grottigen Allgemeinwissen und ohne Tischmanieren, und Handwerker oder Arbeiter, die sehr viel Allgemeinbildung haben. Aber das fehlt dir so oder so an deinem Partner, und das finde ich schon nicht zu vernachlässigen. Ich habe mal eine Beziehung beendet, weil mir mein Partner (heute im Übrigen promoviert, soviel dazu) peinlich war, wenn ich mit ihm unter Leuten war. Das war für mich eher ein Indiz, dass ich ihn nicht liebte.

Sollte eure Beziehung scheitern, was ich dir nicht wünsche, ist das auch kein Weltuntergang. Offensichtlich ist der Vater des Kindes zuverlässig und würde euch nicht im Stich lassen. Du wärst nicht die erste und nicht die einzige, der das nicht passiert. Kopf hoch! Rede mit Freundinnen, warte auch erstmal ab, was weiter mit deinen Gefühlen passiert, wie er deine Schwangerschaft begleitet, vielleicht sind es ja wirklich nur die Hormone!

Inaktiver User
10.01.2011, 17:23
Hallo myDara,
ursprünglich wohnen wir knapp 15km auseinander, aber als wir uns kennen lernten, wohnte er wegen der Arbeitssituation schon 250km entfernt; kam aber jedes Wochenende her. Er hat immer gesagt, auf lange Sicht würde er wieder zurück wollen, aber die Angst vor Arbeitslosigkeit wäre sehr groß. Er hat dort auch einen absolut sicheren, gut bezahlten Job, in dem er angesehen ist und der ihm Spaß macht. Das gleiche trifft auch auf mich hier zu und da ich sehr tief verwurzelt bin, kam ein Wohnortwechsel meinerseits auch gar nicht in Frage. Als sich bezüglich der Beziehungsform eben nichts änderte, ich aber schon so etwas wie eine Weiterentwicklung in meinem Leben wollte, fingen wir an über ein Baby nachzudenken. Das war für uns beide neu, weil wir eigentlich beide keine eigenen Kinder wollten. Und plötzlich sagte er dann auch, dann würde er sich definitiv hier nach Arbeit umsehen, er wolle ja kein Wochenendonkel sein.
Tja, und in meiner momentanen Gemütslage habe ich ihm tatsächlich gesagt, es wäre vielleicht doch besser, wenn er da bliebe...
ICH BIN SO UNENDLICH DURCHEINANDER! Ich stelle gerade mein ganzes Leben in Frage, mich selbst.
Ich lebe mit meinen Eltern in so etwas wie einem 2-Generationen-Haushalt. Ein Haus, in dem ich meine eigene Wohung habe und schalten und walten kann wie ich will. Wir leben auf dem Land mit großem Grundstück und vielen Hunden. Ich verdiene recht gut und führe wirklich mein eigenes Leben, aber ich kann anhand der zurückliegenden Jahre in meinen Beziehungen auch ein Muster erkennen, das mir selbst Angst macht: 1,5-2 Jahre und dann ziehe ich mich innerlich zurück. Mich erdrückt seine Fürsorglichkeit, ich mache Probleme immer zuerst mit mir aus und empfinde ihn zunehmend an den Wochenenden als Eindringling. Ich habe immer mehr Angst, dass ich irgendwann völlig allein sein werde, weil ich Nähe nicht auf Dauer aushalte und diese Furcht vor der Verantwortung/ Gegenwehr bezüglich eines Kindes so arg sind. Ich bin nicht offensichtlich "gestört", aber ein inneres Problem ist da wohl durchaus. Und niemand kann das nachvollziehen; ich gerade selbst nicht.
Ich wünschte das wäre alles ein böser Traum, aus dem ich aufwachen könnte, aber es ist real...

carmelona
10.01.2011, 17:51
"aber ich kann anhand der zurückliegenden Jahre in meinen Beziehungen auch ein Muster erkennen, das mir selbst Angst macht: 1,5-2 Jahre und dann ziehe ich mich innerlich zurück."

na, dann ist es ja höchste zeit, an diesem muster etwas grundlegendes zu ändern.

" Mich erdrückt seine Fürsorglichkeit, ich mache Probleme immer zuerst mit mir aus und empfinde ihn zunehmend an den Wochenenden als Eindringling. "

ach weißt du, spätestens wenn das kind da ist, wirst du saufroh um einen fürsorglichen partner sein und das näheproblem erledigt sich in der regel auch, wenn man kaum noch zeit für sich hat.

Historia02
10.01.2011, 18:04
Es gab schon mal einen ähnlichen Strang, allerdings von einem Mann eröffnet:

http://bfriends.brigitte.de/foren/gehoeren-kinder-zu-einem-erfuellten-leben-dazu/128228-meine-freundin-ist-schwanger-und-weiss-nicht-ob-sie-das-kind-bekommen-moechte.html

Inaktiver User
10.01.2011, 18:16
eigentlich hatte ich Dir gerade einen Roman geschrieben :) nur habe ich alles wieder gelöscht ;)

es gibt eigentlich nur einen Rat: Alles, was Du für Dich entscheidest ist OK, hör' auf Dein Herz und Deine Intuition. Es ist Dein Leben. Was der EINE als richtig empfindet kann für den ANDEREN falsch sein...es gibt leider keine Garantie und kein Rezept für's Leben ;) bleibe bei allem aber EHRLICH DIR SELBST GEGENÜBER!!!!!

denn Du musst Dich mit ALL DEINEN ENTSCHEIDUNGEN gut fühlen und niemanden was beweisen!!!!!!

Liebe Grüsse

beaver
10.01.2011, 19:37
Also ich finde du hörst dich durchaus sehr reflektiert an und siehst ja auch selber, dass das Problem wohl nicht dein Partner ist (von daher ist der intellektuelle Unterschied wohl auch irgendwie nur ein vorgeschobenes Konstrukt, denn IRGENDWAS muss ja sein), und wahrscheinlich auch nicht die Beziehung sondern dieses Verhaltensmuster, das du an dir selbst zu erkennen meinst. Dass das in dem ganzen Hormon- und Gedankenchaos der Schwangerschaft dann noch mal potenziert wird, ist ja klar! Da würde ich wirklich ansetzen und mit einem Coach oder einer Therapie erst mal klar herausarbeiten, was DU willst und was zwanghaftes Muster ist. Kann ja durchaus sein, dass doch mehr hinter dem Beziehungsproblem steckt und du wirklich nicht mehr mit ihm kannst, aber die Gefahr ist eben doch sehr groß, dass du nur dem Muster folgst und so eine ganz tolle Beziehung sausen lässt.

Inwieweit du ihn bei diesem Prozess miteinbeziehen willst oder solltest, weiß ich nicht. Entweder du sagst ihm, dass du dir erst über einige Dinge in deinem Leben klar werden musst und bittest ihn, dir diese Zeit zu gewähren, oder du sagst ihm eben ganz offen, was ansteht. Die Gefahr bei der ersten Variante ist, dass er sich im Regen gelassen fühlt und sich wer weiß was vorstellt, was da bei dir abgeht. Die Gefahr bei der zweiten Variante, dass du vielleicht Dinge als Vorwurf anbringst (was dich an der Beziehung / an ihm stört), die ja letztlich möglicherweise nur ein innerer Vorwand deinerseits sind, ihn aber doch verletzen. Da müsstest du also schon vorsichtig sein.

Von außen kann man das Ganze natürlich schwer beurteilen, aber ich lehn mich dennoch mal etwas aus dem Fenster. Für mich sieht das schon so aus, dass die Beziehung es eigentlich wert ist um für sie zu kämpfen. Und auch, dass dir EIGENTLICH auch viel daran liegt. Ich glaube nicht, dass du gerade mit deinem erwähnten Beziehungsmuster den Schritt an ein Baby mit ihm zu denken sonst gewagt hättest. Dass dir das jetzt blöd vorkommt, würde ich schon zu einem großen Teil auf die Horrormone, wie Dara meinte, zurückführen. Ich finde es gut, dass du dich dem stellst und wie gesagt auch selbstreflektiert das Problem bei dir siehst.

Alles Gute für dich und auch für deine Schwangerschaft!!!
Beaver

Haesin
10.01.2011, 20:00
Hallo!! Wie ich das kenne - das Gefühl, plötzlich die Kontrolle zu verlieren.

Du musst es mal so sehen:

Unsere Frauengeneration ist die erste, die ein derart selbstbestimmtes Leben führen kann und dies auch tut. Es wird einem suggeriert, dass man alles, auch seinen Körper, so steuern und kontrollieren kann, wie man möchte (Pille etc.). Wir planen ALLES in unserem Leben - und dann, sind wir (natürlich ebenfalls geplant) schwanger. So weit so gut.

CUT

Ab jetzt (so habe ich es erlebt) wird Dir klar, dass Dinge mit Deinem Körper und Deiner Seele passieren (Hormone etc.) die Du NICHT kennst und nicht kontrollieren kannst. Das macht uns ANGST. Ich z. B. habe wider Erwarten und trotz geplantem Kind Monate gebraucht, mich richtig zu freuen, ich hatte nur noch Panik. JA, wir müssen akzeptieren, dass jeder Mensch irgendwie von anderen Menschen abhängt. Deshalb hat die Natur das so gemanagt, dass der Vater des Kindes in der Regel eine längere Beziehung zur Mutter hat, als dies bei manchen Tierarten der Fall ist. Eben WEIL es zur Kinderaufzucht mehrere Personen braucht.

Mache niemals den Fehler, Dich in dieser Frühphase der Schwangerschaft, wo wirklich alles am Wanken ist und die Hormone tanzen, Dein ganzes Leben neu geordnet werden muss - Dich zu trennen. Das würdest Du wahrscheinlich sehr bereuen.

Kauft Euch einen guten Ratgeber, redet viel und lasse Dich ein Stück weit auch darauf ein. Du musst da reinwachsen. Wenn das Kind dann da ist, musst Du auch wieder reinwachsen und lernen, Dich als Mutter zu fühlen. Das geht bei dem einen schnell, beim anderen dauert es länger. Es ist eine enorme Aufgabe, so einen Menschen auszubrüten. Lass Dich verwöhnen und versuche mal, die Abhängigkeit ein Stück weit zu genießen. Mache Dir klar, dass wir in einem Land leben, wo Du auch als Mutter selbstbestimmt bist. Du musst vor nichts Angst haben.

Du könntest Dich hinsetzen und mal versuchen, die Ängste aufzuschreiben und dann ganz konkret mit Deinem Freund zu besprechen. Wichtig wäre, dass auch er sich damit befasst, was in der Schwangerschaft geschieht und welche Veränderungen auf Euer Leben mit Kind zukommen.

Wer bleibt wie lange zu Hause?
Wer kümmert sich um den Haushalt in den ersten Wochen, wenn Du am Dauerstillen bist?
Wann willst Du wieder in den Beruf einsteigen mit welcher Konsequenz? (Muss er dann eher Schluss machen, um das Kind abzuholen etc.)
Wer zahlt was.....

MEINE Erfahrung ist, dass man in der Schwangerschaft über unwichtige Dinge endlose Erkundigungen einzieht, rosa oder gelb, welchen Badeeimer, Wickelkommoder x oder y. Aber nach der Geburt kommt der Hammer, wenn die Frau abends alleine und müde in der Wohnung sitzt und der Mann auf die Rolle geht - weil das eben NICHT abgesprochen wurde.

Ich wünsche Dir viel Glück und genieße -Deine Schwangerschaft!

Inaktiver User
10.01.2011, 20:19
Liebe TE, ich empfehle Dir die Lektüre des Buches "So nah und doch so fern- von Bindungsangst und ihren Folgen".

Meines Erachtens haben Deine Gefühle weniger mit den Hormonen, und mehr mit der "endgültigen Bindung" durch ein Kind zu tun.

myDara
11.01.2011, 09:46
kindsmaxi für mich klingt das auch als ob du eine sehr selbstreflektierte gut im lebenstehende person bist die halt einfach ein kleines beziehungsproblem hat! ich würd an deiner stelle einfach mal mit "wem sprechen"...vielleicht hilft das schon weiter!
oft ist man selbst so verquert in der denke dass man sich im weg steht und das wesentliche nicht mehr sieht....

zum generationenhaushalt kann ich nur sagen: ist top und dass wird dir in der ersten zeit mit sicherheit sehr entgegenkommen sofern deine eltern dich gerne und gut unterstützen können!

hast du denn schon einen fa termin?

hast du derzeit kontakt mit dem kindsvater?

tigertier
13.02.2011, 12:46
Also ich schließe mich auch der Ansicht von Loewen_zahn u.a. an. Mein Buchtipp dazu ist Stefanie Stahl: Jein! Bindungsängste erkennen und bewältigen.
Liebe kindsmaxi, Hormone, ja, aber deine Schilderungen klingen mir nicht so, als kommen deine Ängste allein daher.
Vielleicht nützt es dir ja, wenn du dir bewußt machst, dass du tatsächlich nichts MUSST! Du hast doch mit deiner Lebens- und Wohnsituation sogar beste Voraussetzungen, dein Kind auch ohne Partner zu bekommen und großzuziehen.
Und solche destruktiven Bemerkungen, wie "hätte man vorher wissen können", sind doch wirklich unangebracht und helfen niemandem...

Alles Gute!