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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Aufwandsentschädigung für Rücküberweisung?



Etain
06.01.2011, 10:20
Ein ehemaliger Auftraggeber (wir haben unsere Zusammenarbeit im Unfrieden und für alle Zukunft beendet) hat mir diese Woche aus Versehen einen Betrag auf mein Konto überwiesen.
Eben kam ein Anruf, ich möge das Geld doch bitte zurück-überweisen.

Klar, mache ich. Dafür muss ich aber ein Überweisungs-Formular ausfüllen, es 3 Kilometer zur SpK fahren und die Überweisungsgebühr der SpK übernehmen.

Kann ich diesem Auftraggeber eine Aufwandsentschädigung in Rechnung stellen? Wenn ja, in welcher Höhe? Oder wäre das jetzt Kindergarten-Rache?

ikara
06.01.2011, 10:25
Oder wäre das jetzt Kindergarten-Rache? Schon ein bisschen :smirksmile:, auch wenn ich Dich verstehen kann. :blumengabe:

Nimm die Überweisung einfach mit, wenn du sowieso das nächstemal zur Bank fährst und denk nicht weiter über Leute nach, die Dich nur Energie kosten. :smile: Oder möchtest Du wirklich Deine Zeit in ein Schreiben investieren, mit dem Du deine Aufwandsentschädigung berechnest und dann noch Diskussionen führen? Nö, oder? :wangenkuss:

Inaktiver User
06.01.2011, 10:31
Dafür muss ich aber ein Überweisungs-Formular ausfüllen, es 3 Kilometer zur SpK fahren

Hast Du kein Online-Banking?
Oder Briefumschläge für Überweisungen von Deiner Bank?

Tabetha
06.01.2011, 10:38
Hast Du kein Online-Banking?


Du bist selbstständig und nutzt wirklich kein Online-Banking? Das würde ich als Auftraggeber schon fast als unprofessionell werten ;- ) Daher kämen mir irgendwelche Berechnungen von Benzin etc. ziemlich spanisch vor. Ja, und kindisch.
Da wäre ja glatt anwaltlich zu prüfen, ob diese Aktion nicht mit deutlich geringerem Aufwand durchzuziehen gewesen wäre ...

Ich persönlich habe immer bevorzugt, den bestmöglichen Abgang zu machen. Hier würde eine solche Aktion nicht hereinpassen. Also würde ich das Geld (online) überweisen. Ggf. reicht übrigens auch ein Anruf bei Deiner Sachbearbeiterin. Den Anruf würde ich auch nicht in Rechnung stellen. Als Selbstständige wirst Du wohl eine Flat haben ;- )

PS: Wenn bei Dir jede Überweisung vom Geschäftskonto etwas kostet, würde ich auch hier mal die Angebote anderer Banken überprüfen bzw. das von mir gebuchte Paket. Aber das ist OT ;- )

Aber trotzdem die Frage - wie machst Du das? Du musst ja auch überprüfen, ob Deine Kunden bezahlt haben. Also fährst Du doch vermutlich sowieso mindestens einmal wöchentlich zur Bank, Deine Dienstleister und Rechnungen wollen auch bezahlt werden, also ist die Fahrt sowieso drin (wenn man sich schon so viel Mühe machen möchte ...). Oder wartest Du auf die Kontoauszüge, die je nachdem nur alle paar Wochen eintrudeln? Mir würde das zu lange dauern, da Rechnungen bei mir innerhalb von ein paar Tagen bezahlt sein müssen.

Inaktiver User
06.01.2011, 11:58
§ 270 Abs. 1 BGB:


Geld hat der Schuldner im Zweifel auf seine Gefahr und seine Kosten dem Gläubiger an dessen Wohnsitz zu übermitteln.

:smirksmile: Geldschulden sind Bringschulden, Kosten können im Zweifel nicht berechnet werden!

Inaktiver User
06.01.2011, 12:08
Du bist selbstständig und nutzt wirklich kein Online-Banking? Das würde ich als Auftraggeber schon fast als unprofessionell werten ;- ) Daher kämen mir irgendwelche Berechnungen von Benzin etc. ziemlich spanisch vor. Ja, und kindisch.
Da wäre ja glatt anwaltlich zu prüfen, ob diese Aktion nicht mit deutlich geringerem Aufwand durchzuziehen gewesen wäre ...

Ich persönlich habe immer bevorzugt, den bestmöglichen Abgang zu machen. Hier würde eine solche Aktion nicht hereinpassen. Also würde ich das Geld (online) überweisen. Ggf. reicht übrigens auch ein Anruf bei Deiner Sachbearbeiterin. Den Anruf würde ich auch nicht in Rechnung stellen. Als Selbstständige wirst Du wohl eine Flat haben ;- )

PS: Wenn bei Dir jede Überweisung vom Geschäftskonto etwas kostet, würde ich auch hier mal die Angebote anderer Banken überprüfen bzw. das von mir gebuchte Paket. Aber das ist OT ;-)


Aber trotzdem die Frage - wie machst Du das? Du musst ja auch überprüfen, ob Deine Kunden bezahlt haben. Also fährst Du doch vermutlich sowieso mindestens einmal wöchentlich zur Bank, Deine Dienstleister und Rechnungen wollen auch bezahlt werden, also ist die Fahrt sowieso drin (wenn man sich schon so viel Mühe machen möchte ...). Oder wartest Du auf die Kontoauszüge, die je nachdem nur alle paar Wochen eintrudeln? Mir würde das zu lange dauern, da Rechnungen bei mir innerhalb von ein paar Tagen bezahlt sein müssen.
Ich AG? Gibt's die noch?

Margali62
06.01.2011, 12:20
Ein ehemaliger Auftraggeber (wir haben unsere Zusammenarbeit im Unfrieden und für alle Zukunft beendet) hat mir diese Woche aus Versehen einen Betrag auf mein Konto überwiesen.
Eben kam ein Anruf, ich möge das Geld doch bitte zurück-überweisen.

Klar, mache ich. Dafür muss ich aber ein Überweisungs-Formular ausfüllen, es 3 Kilometer zur SpK fahren und die Überweisungsgebühr der SpK übernehmen.

Kann ich diesem Auftraggeber eine Aufwandsentschädigung in Rechnung stellen? Wenn ja, in welcher Höhe? Oder wäre das jetzt Kindergarten-Rache?


Etain, überweis es ihm online und fettich ist. Und dann vergiß den Kunden. Einfach abhaken.

frank60
06.01.2011, 12:22
Wie unprofessionell, eine Rechnung für Aufwandsentschädigung und vielleicht noch verrechnet, von dir hätte ich mich auch getrennt.

Einfach mal darüber stehen, dass andere auch Fehler machen geht wohl nicht.

Kindergarten.

Vergiss nicht die Zeit zu berechnen, die du in der Bri mit den Fragen zugebracht hast.

cheetah2000
06.01.2011, 12:25
Ich würde mich totlachen, wenn mir jemand in der heutigen Zeit solchen "Aufwand" berechnet und denjenigen als unprofessionell abstempeln.

Wie alle schon sagten, warum nutzt Du nicht Online Banking??

york2010
06.01.2011, 12:45
Nimm die Überweisung einfach mit, wenn du sowieso das nächstemal zur Bank fährst und denk nicht weiter über Leute nach, die Dich nur Energie kosten. :smile: Oder möchtest Du wirklich Deine Zeit in ein Schreiben investieren, mit dem Du deine Aufwandsentschädigung berechnest und dann noch Diskussionen führen? Nö, oder? :wangenkuss:

Über die Aufwandsentschädigung würde ich gar nicht diskutieren, sondern einfach die Bankgebühren die durch den Zugang und Abgang des Betrags anfallen einbehalten ohne irgendein extra Schreiben. Soll der Auftraggeber doch einen Anwalt einschalten, wenn er den EuroFuffzig auch noch zurückhaben will. Diese Kosten sind Dir durch sein Fehlverhalten ja tatsächlich entstanden. Es ist keine "Entschädigung".

Tabetha
06.01.2011, 12:56
Über die Aufwandsentschädigung würde ich gar nicht diskutieren, sondern einfach die Bankgebühren die durch den Zugang und Abgang des Betrags anfallen einbehalten ohne irgendein extra Schreiben. Soll der Auftraggeber doch einen Anwalt einschalten, wenn er den EuroFuffzig auch noch zurückhaben will. Diese Kosten sind Dir durch sein Fehlverhalten ja tatsächlich entstanden. Es ist keine "Entschädigung".

Ich würde das bleiben lassen. Das ist unsaubere Buchhaltung und bei einer Prüfung hängen sich Prüfer an solchen Sachen gerne auf. Ich kann nicht einfach etwas einbehalten als Selbstständige. Da läuft das finanzamtstechnisch ein wenig anders ...

frank60
06.01.2011, 13:03
Ich würde das bleiben lassen. Das ist unsaubere Buchhaltung und bei einer Prüfung hängen sich Prüfer an solchen Sachen gerne auf. Ich kann nicht einfach etwas einbehalten als Selbstständige. Da läuft das finanzamtstechnisch ein wenig anders ...

Ich wäre froh, wenn sie sich an so etwas aufhängen würden, nach einstündiger Diskussion würde ich sagen, „o.k., dann buchen wir es in die Privatentnahmen“ und wieder eine Stunde Prüfung über die Runden gebracht. :freches grinsen:

Etain
06.01.2011, 17:20
Vielen Dank für Eure mehr oder minder freundlichen Antworten – ich überweise den Betrag zurück und gut ist. :kuss:

Inaktiver User
06.01.2011, 21:18
Wie unprofessionell, eine Rechnung für Aufwandsentschädigung und vielleicht noch verrechnet, von dir hätte ich mich auch getrennt.

Einfach mal darüber stehen, dass andere auch Fehler machen geht wohl nicht.

Kindergarten.

Vergiss nicht die Zeit zu berechnen, die du in der Bri mit den Fragen zugebracht hast.

:unterwerf: Die professionelle Antwort hättest Du im Übrigen bei mir lesen können. Und ich verstehe die TE.

frank60
07.01.2011, 05:43
§ 270 Abs. 1 BGB:



:smirksmile: Geldschulden sind Bringschulden, Kosten können im Zweifel nicht berechnet werden!

Auf welcher Vertragsgrundlage soll die Bringschuld entstanden sein?
Ihr wurde ungefragt Geld überwiesen, sie muss es erstatten.
Wenn auf dem Konto eine Pfändung liegt und der Betrag eingezogen würde, dann würde ihr erheblicher Aufwand entstehen, um den Betrag vom Gläubiger zurückzuerhalten, dieser Aufwand wäre von demjenigen zu beleichen, der das Geld unaufgefordert und ohne Vertrag auf ihr Konto überwiesen hat. Die Kostenlast verteilt sich nach dem Verursacherprinzip.

Inaktiver User
07.01.2011, 07:23
Auf welcher Vertragsgrundlage soll die Bringschuld entstanden sein?
Ihr wurde ungefragt Geld überwiesen, sie muss es erstatten.
Wenn auf dem Konto eine Pfändung liegt und der Betrag eingezogen würde, dann würde ihr erheblicher Aufwand entstehen, um den Betrag vom Gläubiger zurückzuerhalten, dieser Aufwand wäre von demjenigen zu beleichen, der das Geld unaufgefordert und ohne Vertrag auf ihr Konto überwiesen hat. Die Kostenlast verteilt sich nach dem Verursacherprinzip.

Kannst Du das juristisch begründen? Würde mich interessieren.