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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : GmbH-Gründung/ Entscheidungshilfe gesucht



Bisamratte
11.12.2010, 10:30
hallo zusammen,

ich stehe mal wieder vor einer etwas größeren lebensentscheidung und frage mich, ob ich die schon in allen konsequenzen überblicke.

folgendes: seit einiger zeit baue ich mit meinem chef einen neuen bereich in unserer firma auf. mittlerweile haben wir noch einen weiteren mitarbeiter dazubekommen. [rausgenommen] seit ewigkeiten diskutieren wir unsere optionen, intern wie extern.

wir haben unsere unit von anfang an im schwarzen bereich gefahren (sein gehalt, mein gehalt, overhead und sonstige benefits... alles selbst erwirtschaftet), soweit ich eingeweiht bin, geben wir dieses jahr (erstes vollständiges geschäftsjahr) bereits einen gewinn ab. das alles OHNE nennenswerte unterstützung seitens der mutter, von der infrastruktur evtl. abgesehen.

rausgenommen auf anraten der moderation...

also: alles in allem eigentlich eine runde sache. arrrrber: ich habe keinerlei sicherheiten. heißt: ich würde jetzt privat einen kredit aufnehmen um das stammkapital aufzubringen, bzw. meinen anteil davon... und dann hänge ich mit dem kredit da, ohne irgendeine art von sicherheit.

zu mir: für mich wäre das eine riesenchance. bin anfang 30, seit wenigen jahren im geschäft, und müsste halt ansonsten die ganze karriereleiter "mühsam" emporklettern. ich hätte hier wohl die möglichkeit, mit jemandem, den ich seit knapp zwei jahren täglich an die 9-10 stunden erlebe, ein eigenes "baby" in die welt zu setzen, und direkt "oben" anzufangen - ggf. mit sicherheitsnetz.

was haltet ihr davon? welche fragen muss ich mir noch stellen? auf welche einzelheiten im vertragswerk würdet ihr achten? ich glaube, bauchmäßig habe ich mich schon entschieden, aber der kopf schreit jetzt vernünftigerweise nach umfassender information... :smile:

ach so, noch zur info: ich weiß, die bricom ist keine gründerberatung - da gehe ich noch hin. vhs-kurs in sachen business-planung und bilanzierung ist gebucht, termin bei der bank zur kreditberatung ist ebenfalls in der mache.

vielen lieben dank und liebe grüße von
der ratte

da-sempre
11.12.2010, 11:15
Klingt alles recht interessant für mich, obwohl ich da nicht wirklich die Kompetenzen habe - mein Unternehmen ist ein Einzelunternehmen und ich habe alles allein (bezahlt).
Einen Aspekt möchte ich Dir dennoch ans Herz legen. Auch wenn Du Deinen "Cheffe" im Moment beruflich positiv erlebst, hast Du irgendeine Möglichkeit, seinen Ruf (Bonität, Seriosität, Privatleben...) zu prüfen? Schufa, Creditreform etc. ?
Ich habe echt schon sozusagen Pferde kotzen sehen, deshalb rate ich Frauen - noch dazu wenns um soviel geht - dazu sich wirklich zu überlegen, mit wem Sie sich da zusammentun. Gerade auch bei Geschäften - und dies auch handfest zu überprüfen.
Mir erscheint Deine Sitatuation die prekärste und damit am leichtesten aushebelbare in dieser Dreierpackung: Cheffe, Holding und Du.
Lass Dich in dieser Hinsicht möglichst rechtlich und finanziell nochmals von einer unparteiischen Institution beraten und Dich nicht zeitlich unnötig unter Druck bringen.
Alles Gute!:blume:

Utetiki
11.12.2010, 11:27
Mir erscheint Deine Sitatuation die prekärste und damit am leichtesten aushebelbare in dieser Dreierpackung: Cheffe, Holding und Du.
Lass Dich in dieser Hinsicht möglichst rechtlich und finanziell nochmals von einer unparteiischen Institution beraten und Dich nicht zeitlich unnötig unter Druck bringen.
Alles Gute!:blume:
Das möchte ich ganz fett unterstreichen.

Die Bürgschaft der Holding mag im Ernstfall nix wert sein, ist also keine wirkliche Sicherheit.
Und Geld in eine Gesellschaft zu buttern, in der ich kein Mitspracherecht und Entscheidungsbefugnis habe, würde ich so nie machen.
Aber wahrscheinlich unke ich hier rum, weil ich gerade in der Auflösung einer Gesellschaft mit mehreren Partnern stecke.

Bisamratte
11.12.2010, 11:43
danke schon mal für die hinweise! werde mich mal mit schufa & co in verbindung setzen... muss sie nur davon überzeugen, dass ich ein berechtigtes interesse an diesen daten habe. aber das trifft's schon mal ganz gut!

wieso ist die bürgschaft im zweifelsfall nichts wert? du meinst, wenn die erstmal pleite sind, kann ich mich hinten anstellen bei den anderen gläubigern? ich würde mal vermuten, dass die bürgschaft von einer bank ja auch nur bei ausreichender bonität akzeptiert würde, oder? wenn die bank also die bürgschaft nicht akzeptierte, wäre das projekt ja direkt aus zwei gründen gescheitert :freches grinsen:

ihr habt schon recht, daher ja auch dieser strang: mich würde ein scheitern am stärksten treffen.

in sachen mitspracherecht/entscheidungsbefugnis: da zerbreche ich mir auch gerade den kopf drüber, ob man das mit innen- und außenverhältnis regeln kann... im moment würde ich nach außen keine gf-kompetenz haben wollen, das ist eine rolle, die ich unseren kunden gegenüber noch nicht ausfüllen kann. aber das berührt ja nicht notwendig ein mitspracherecht im innenverhältnis, da hätte ich nämlich auch keine lust drauf, bzw. da will ich natürlich mitreden, sonst brauche ich den ganzen kram ja nicht zu machen. und rumunken kann ich deiner situation schon verstehen... man kann ja auch aus den erfahrungen dritter lernen...

lieben dank euch beiden, ihr sprecht da wichtige punkte an!

Inaktiver User
11.12.2010, 11:56
Bisamratte,

ich kann dir nur einen Rat geben:

vergiss den VHS- und Buchhaltungskurs, schnapp dir den Vertrag, such dir einen Steuerberater, lass den Vertrag prüfen und dich gründlich beraten und nimm ganz schnell die Detailangaben, die Firma und Firmengründung betreffen, aus deinem Beitrag.

Es gibt so viele Formalien, die du beachten musst und von denen du nicht den geringsten Schimmer zu haben scheinst (das ist nicht böse gemeint), dass du da keinesfalls alleine ran solltest.

Gruß Rezeptfrei

legrain
11.12.2010, 12:15
eine bekannter liess sich in auf ein ähnliches konstrukt ein, eigentlich zu schön um wahr zu sein.
einige monate danach fand er sich vor gericht. er wurde wegen unterschlagung irgendwelcher ihm unbekannten summen verurteilt. die rehabilitation kam erst, als man mit seinem nachfolger dasselbe durchzog, nicht wissend, dass jener zu einer der ältesten familien europas zählte, wodurch er von ausländischen informanten genug informationen bekam um sich effektiv wehren zu können. die firma ging draufhin in konkurs, der eigentlich schuldige verabschiedete sich als angeblich verwirrt in eine satte pension.

ich würde mir über den geldgeber, den chef und sämtliche ansprechpersonen wie partner alle nur möglichen informationen beschaffen lassen, über vereins- und parteizugehörigkeiten, verflechtungen, etc..

was machst du, wenn du wegen krankheit ein paar raten des kredites nicht abbezahlen kannst und dieser plötzlich fällig gestellt wird?
dann bist du den job los, und kannst an die gesellschaft abstottern.

Bisamratte
11.12.2010, 12:37
Bisamratte,

ich kann dir nur einen Rat geben:

vergiss den VHS- und Buchhaltungskurs, schnapp dir den Vertrag, such dir einen Steuerberater, lass den Vertrag prüfen und dich gründlich beraten und nimm ganz schnell die Detailangaben, die Firma und Firmengründung betreffen, aus deinem Beitrag.

Es gibt so viele Formalien, die du beachten musst und von denen du nicht den geringsten Schimmer zu haben scheinst (das ist nicht böse gemeint), dass du da keinesfalls alleine ran solltest.

Gruß Rezeptfrei

Danke für den hinweis... und: wenn ich totale ahnung hätte, würde ich hier ja nicht posten. fühle mich eben auch unterinformiert, weil es eben wahnsinnig viele prozesse sind, die ich überhaupt nicht kenne...:blumengabe:

Inaktiver User
11.12.2010, 12:45
Ich glaube, dass es nur sehr wenige User gibt, die dich hier kompetent und umfassend beraten könnten – und diejenigen, die es könnten, werden es hier aus guten Gründen nicht öffentlich tun. Erkundige dich doch mal nach Zuschüssen, Bisamratte. Je nach Bundesland gibt es u.a. Fördergelder für die Gründungsberatung durch einen Steuer- oder Unternehmensberater. Damit tut dieser Schritt finanziell nicht ganz so weh und du bist auf der sicheren Seite.

Mein dringender Rat bleibt jedoch, auf keinen Fall auf Basis deines bisherigen Plans (Kurse und Infos aus Foren) irgendetwas zu unternehmen oder zu unterschreiben.

Viele Grüße
Rezeptfrei

Bisamratte
11.12.2010, 12:59
Mein dringender Rat bleibt jedoch, auf keinen Fall auf Basis deines bisherigen Plans (Kurse und Infos aus Foren) irgendetwas zu unternehmen oder zu unterschreiben.

Viele Grüße
Rezeptfrei

um himmels willen - ich sehe die infos hier sowieso nur als ergänzung zu gesprächen mit gründerberatern, banken etc.... :blumengabe: nur zeigt sich, dass menschen von außen echt nochmal anstöße geben können, und helfen, blinde flecke abzudecken, danke also dafür!

und in der unterschriftenphase sind wir sowieso noch nicht, sondern in der planungs- und sondierungsphase, und disktuieren alle möglichen optionen, von denen die gmbh auch nur eine ist. das ganze geht frühestens nächstes jahr im zweiten quartal an den start.

Tabetha
13.12.2010, 07:59
um himmels willen - ich sehe die infos hier sowieso nur als ergänzung zu gesprächen mit gründerberatern, banken etc....

Denk daran, wenn es soweit ist, brauchst Du einen guten Anwalt, der sich auf Gesellschaftsrecht und Beteiligungen spezialisiert hast. Eine Beratung zur jetzigen Zeit, in der die Schritte schon richtungsweisend diskutiert werden, wäre auch sinnvoll. Später noch mit Forderungen und Vorstellungen zu kommen, wenn sich alle schon zurückgelehnt haben und ihre Schäfchen im Trockenen wähnen, wird schwieriger.

Tja, und auch, wenn man mir unterstellen wird, Vorurteile zu haben ;- )
Geh davon aus, dass Du aus zwei Gründen als Objekt zum Über-den-Tisch-ziehen auserkoren bist. Du schreibst selbst, hier keine Ahnung zu haben und zweitens bist Du eine Frau. Männer schließen sich dann gerne zusammen, um für sich die Lorbeeren zu ernten und die Frau "kurzzuhalten" und über ihren Kopf hinweg zu agieren.
Dokumentiere ruhig, dass Du Dir hier - dies spricht für Überlegung, nicht für Inkompetenz - fachliche Hilfe holst. Und dies im Sinne von "Ich bespreche dies mit meinem Anwalt" und nicht von *leiseaufzeig* *entschuldigend* "Ich glaube, ich möchte das irgendwie gerne vorher mit einem Anwalt besprechen, da habt Ihr ja sicher Verständnis für, räusper ..."
Ich rate auch zu einem Business Angel.

Sehr kritisch würde ich hinterleuchten, warum Du mit im Gespräch bist. Du schreibst, Du könntest eine GF-Position nicht ausfüllen und von Unternehmenskonstrukten hast Du - auch zugegeben - keine Ahnung. Hinterfrag, ob Du nicht eventuell als Staffage dienen sollst und warum dies so sein könnte.
Das, was man kann, sollte sich irgendwo in Position, Verantwortung und Aktionsfreiraum spiegeln. Also würde ich mich schon fragen, was kann ich, was bringe ich ein, warum bin ich in der Wahl (sollte sich aus den zwei vorherigen Dingen erklären) und was kann ich aufgrund dessen nun erwarten, was will ich.

Meiner Meinung nach sind Banken die Letzten, die ich mit Fragen zur GmbH-Gründung belästigen würde. Die Beratungskompetenz dort ist faktisch nicht vorhanden. Und VHS-Kurse - na ja. Ohne jemanden auf die Füße treten zu wollen - dort halten Selbstständige für einen Stundensatz von 15 EUR brutto Vorträge, wie man erfolgreich und gewinnbringend gründet. Ich halte die VHS durchaus für sinnvoll, aber nicht umsonst heißt das Ding Volkshochschule. Es ist keine tiefgehende Fachberatung für so komplizierte und mit vielen Fallstricken versehene geschäftliche Schritte wie die Gründung einer GmbH. Selbst die IHK schafft es nicht, über die gängigen Paragraphen hinaus zu beraten. Sie kann Dir sagen, was in welchem Artikel steht - das war es.
Wie man wirklich mit welchen Konsequenzen "da draußen am Markt" agiert, das erfährst Du von Business Angeln (da gibt es sogar mal den ein oder anderen Banker drunter, der Ahnung hat, der war aber eher selten bei der Kreissparkasse Hottenbüddel) oder guten Beratern. Die können Dir gesellschaftsrechtliche und finanzrelevante Konsequenzen herunterbeten, von denen fast keiner etwas weiß. Das kommt aus der Praxis, die der VHS und der IHK ziemlich fern ist.

Matratze
13.12.2010, 09:08
folgendes: seit einiger zeit baue ich mit meinem chef einen neuen bereich in unserer firma auf. mittlerweile haben wir noch einen weiteren mitarbeiter dazubekommen. [rausgenommen] seit ewigkeiten diskutieren wir unsere optionen, intern wie extern.

Hm, Du, Dein Chef - der neue Mitarbeiter auch?

Das ist...übersichtlich. *hüstel*

Was sagt Euer Arbeitgeber dazu?

Was hat es mit dieser Holding auf sich?
Die Rolle würde ich durchleuchten lassen.

Holding sagt ja nicht viel.
Wer ist die Holding, welche Gesellschaftsform, was will sie?
Die ist ja nicht umsonst so.

Ich kann Dir auch nur eine gezielte Beratung bei einer fachkundigen Person Deines Vertrauens ans Herz legen.

Die Fragen sollst Du nicht mir beantworten.

Und ein guter angestellter Leiter macht noch keinen Unternehmer.

Liebe Grüße,

Matratze

frank60
14.12.2010, 15:11
Vieles hat Tabetha gesagt.
Unternehmer die für 15,00/h Vorträge über das Geld verdienen halten sind auch nicht der Schlager.
Die mit den 250,00/h haben keine Zeit für Vorträge.

Das was mich stört ist deine Einstellung, du könntest sofort „oben“ einsteigen.

Es geht IMMER von unten nach oben.

Erarbeite dir die Position, auf dem Weg nach oben gibt es nämlich eine Menge zu erfahren.
Fehler muss man sich leisten können, als GF wird das da schon mal verdammt eng.

mirikwidi
15.12.2010, 10:29
Der Akt einer GmbH-Gründung ist ja keine sooo große Sache, schon gar nicht, wenn man ein paar Euro beiseite gelegt hat.

Die Frage ist doch eher, wie soll es weitergehen, welche Investitionen werden folgen bzw. welche Verbindlichkeiten werden übernommen? Beratungen wie VHS, IHK etc. würde ich in einem solchen Fall auch nicht für ausreichend halten.

Das Innenverhältnis muss vertraglich sehr sorgfältig gestaltet sein, man sollte davon ausgehen, dass das Konstrukt nicht ewig hält, auch nicht, wenn es die besten Freunde sind.

Du willst "oben einsteigen", meinst du damit schlicht den Titel als GF, denn die Arbeit würde sich doch nicht ändern?
Die Kehrseite von oben einsteigen könnte sein: nicht weiterkommen. Solltest du auch bedenken: gibt es gute Entwicklungsmöglichkeiten für diese Firma, denn da hängst du ja dann auch irgendwie fest?

Tabetha
15.12.2010, 10:43
Der Akt einer GmbH-Gründung ist ja keine sooo große Sache, schon gar nicht, wenn man ein paar Euro beiseite gelegt hat.



Die Gründung an sich sicher nicht. Bei mehreren Beteiligten aber definitiv die Vertragsgestaltung. Und wehe, man hat nicht an die Regelung für den Fall gedacht, wenn einer der Partner stirbt oder handlungsunfähig krank wird. Das hat schon manchem Unternehmen Probleme bereitet. Und wer denkt schon an so etwas? Doch eher die Fachleute, die sich täglich mit solchen Dingen und den Folgen nachlässig aufgesetzter Verträge herumschlagen müssen.

Inaktiver User
15.12.2010, 10:47
Solst du GF machen in dieser Firma?

Bedenke bitte das der GF für alles den Kopf hinhält. Und wenn einer da falsch spielt und z.B. die Sozialversicherungsbeiträge nicht zahlt - du letzendlich mit deinem priavten Vermögen dafür haftbar gemacht wirst.

Laß dich wirklich gut beraten!

mirikwidi
15.12.2010, 10:52
Die Gründung an sich sicher nicht. Bei mehreren Beteiligten aber definitiv die Vertragsgestaltung. Und wehe, man hat nicht an die Regelung für den Fall gedacht, wenn einer der Partner stirbt oder handlungsunfähig krank wird.

... oder wenn man sich verkracht. Aber die Frage ist ja doch im Wesentlichen, was macht die GmbH und um welche Verbindlichkeiten geht es ? Überschaubar oder eher nicht?

Natürlich muss eine ordentliche Mitsprache geregelt werden, aber genauso gut die Möglichkeit des Ausstiegs (das wäre für mich persönlich z.B. wichtig) und andersrum: steigt jmd. anders aus treibt es mich dann in den Ruin ?

Bisamratte
15.12.2010, 11:06
hallo zusammen,

vielen dank für eure unterstützung - vieles davon ist bereits in umsetzung, es spiegelt meine eigenen gedankengänge und vorsorge-ideen (wer macht was, vor allem: wer haftet womit, was hat das für konsequenzen, was ist mit ner risiko-lv etc), und natürlich auch die überlegungen aus meinem umfeld. termine mit verschiedensten beratungen stehen (fachanwälte, finanzberater etc.)...

und zur vhs-ihk-sache: ich habe das gefühl, da hat es missverständnisse gegeben. die können mich in der tat nicht beraten hinsichtlich meiner eigenen entscheidung. was sie aber können, ist dafür zu sorgen, dass ich eine bilanz lesen und verstehen kann, wenn man sie mir unter die nase hält - um zu merken, wenn einer falsch spielt. was sie auch können, ist, mir von objektiver seite einen blick auf business- und liquiditätsplanung zu ermöglichen. um zu validieren, was ich schon weiß, und, um neue anstöße zu geben - so ähnlich wie ihr hier das tut.

vielen dank dafür!

legrain
15.12.2010, 11:15
welchen grund gibt es, nicht bei der jetzigen firma zu bleiben?

habt ihr keine sperrklauseln, die dir für einen zeitraum unselbstständige tätigkeit bei einem konkurrenten, und selbstständige tätigkeit verbieten?

Bisamratte
15.12.2010, 11:29
welchen grund gibt es, nicht bei der jetzigen firma zu bleiben?

habt ihr keine sperrklauseln, die dir für einen zeitraum unselbstständige tätigkeit bei einem konkurrenten, und selbstständige tätigkeit verbieten?

sorry, anonymitätsproblematik....

Matratze
15.12.2010, 21:29
und zur vhs-ihk-sache: ich habe das gefühl, da hat es missverständnisse gegeben. die können mich in der tat nicht beraten hinsichtlich meiner eigenen entscheidung. was sie aber können, ist dafür zu sorgen, dass ich eine bilanz lesen und verstehen kann, wenn man sie mir unter die nase hält - um zu merken, wenn einer falsch spielt. was sie auch können, ist, mir von objektiver seite einen blick auf business- und liquiditätsplanung zu ermöglichen. um zu validieren, was ich schon weiß, und, um neue anstöße zu geben - so ähnlich wie ihr hier das tut.

vielen dank dafür!

Um ein 'falsches Spiel' in einer Bilanz (und den weiteren Unterlagen) erkennen zu können brauchst Du tiefer gehende Fachkenntnisse.

Und wie schon einmal betont wurde, diese Dozenten verdienen nicht soo viel mit den Kursen.

Gute Beratung hat ihren Preis.

Liebe Grüße,

Matratze

Utetiki
15.12.2010, 22:51
was sie aber können, ist dafür zu sorgen, dass ich eine bilanz lesen und verstehen kann, wenn man sie mir unter die nase hält - um zu merken, wenn einer falsch spielt. was sie auch können, ist, mir von objektiver seite einen blick auf business- und liquiditätsplanung zu ermöglichen. um zu validieren, was ich schon weiß, und, um neue anstöße zu geben - so ähnlich wie ihr hier das tut.

vielen dank dafür!

Meine Erfahrung hat bei IHK, Handwerkskammer usw. gezeigt, dass man dort einen ersten Einblick bekommt. Spezielle Fallgestaltungen sind selten. Umfassenden Einblick erhält man bei einem Bilanzbuchhalter-Kurs, den wirst Du wohl nicht machen wollen.

Und der objektive Blick ist ja gut, aber Du brauchst auch Deine eigene Interessenvertretung, die subjektiv für Dich arbeitet.

Die Existenzgründerseite beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie kennst Du? Sonst schau mal rein und arbeite Dich durch.
Der Tipp von Rezeptfrei mit den Zuschüssen für Beratungen und Coaching ist sehr gut.
Da gilt es aber u. U. Fristen zu wahren um diese Zuschüsse auch zu realisieren. Darüber steht auch viel auf der BMWi-Seite

Fluechtling
16.12.2010, 06:38
Kumpanei ist Gaunerei!

mirikwidi
16.12.2010, 09:54
Kumpanei ist Gaunerei!

Ich habe diesen Spruch noch nie verstanden ...

Bisamratte
16.12.2010, 13:55
... vor allem nicht in diesem zusammenhang hier... ?

hermes6981
16.12.2010, 14:50
Hast du schonmal die Möglichkeit einer UG Gründung ins Auge gefasst?
Da müsstest du nämlich schonmal keinen privaten Kredit aufnehmen und wärst in dieser Hinsicht ein wenig "abgesicherter".
Ansonsten wär ich auch sehr vorsichtig. Schwer da jetzt von außen einen kompetenten Rat zu geben

mirikwidi
16.12.2010, 15:05
Da müsstest du nämlich schonmal keinen privaten Kredit aufnehmen und wärst in dieser Hinsicht ein wenig "abgesicherter".


Wenn Geld gebraucht wird und man eine Einlage bringen muss, muss man immer ans Private und das will die Bank dann auch privat abgesichert haben, da kann man GmbH sein oder nicht.

UG ist doch nur eine Unterform der GmbH, da gründet man zwar mit 1 €, aber es nützt doch gar nichts in dem Fall wo Einlagen gebraucht werden.

hermes6981
16.12.2010, 15:09
Wenn Geld gebraucht wird und man eine Einlage bringen muss, muss man immer ans Private und das will die Bank dann auch privat abgesichert haben, da kann man GmbH sein oder nicht.

UG ist doch nur eine Unterform der GmbH, da gründet man zwar mit 1 €, aber es nützt doch gar nichts in dem Fall wo Einlagen gebraucht werden.

Hier geht ja aber nicht hervor wieviel Geld direkt gebracuht wird bzw. um welche Größenordnung es geht.
Oder hab ich das überlesen ?

Natürlich ist es nur eine Unterform aber diese hat mmn auch enorme Vorteile. Aber natürlich ist die Frage ob man Kredite aufnehmen muss und um was es überhaupt geht.

Wollte die Möglichkeit nur mal nennen

Utetiki
16.12.2010, 15:13
Natürlich ist es nur eine Unterform aber diese hat mmn auch enorme Vorteile.

Sach mal bitte.

hermes6981
16.12.2010, 15:18
Sach mal bitte.

Eben das ich anfangs keine 25.000€ aufwenden muss.
uU vereinfachte, schnellere Gründung
Rücklagenbildung

Aber wie gesagt - können Vorteile sein , müssen aber nicht.
Je nachdem was man vorhat
Für uns war es letztes Jahr die richtige Wahl

Bisamratte
16.12.2010, 15:20
UG etc. kommt nicht in frage. größter nachteil: rasante gefahr der insolvenzverschleppung, selbst bei der haftungsbeschränkten ug.

trotzdem lieben dank für eure diskussion und hinweise! und sorry, dass ich mit infos mittlerweile etwas sparsamer umgehe, ich hoffe auf euer verständnis :blumengabe: (bin ja lernfähig :smile:)

Fluechtling
16.12.2010, 16:28
hallo zusammen,



zu mir: für mich wäre das eine riesenchance. bin anfang 30, seit wenigen jahren im geschäft, und müsste halt ansonsten die ganze karriereleiter "mühsam" emporklettern. ich hätte hier wohl die möglichkeit, mit jemandem, den ich seit knapp zwei jahren täglich an die 9-10 stunden erlebe, ein eigenes "baby" in die welt zu setzen, und direkt "oben" anzufangen - ggf. mit sicherheitsnetz.



vielen lieben dank und liebe grüße von
der ratte

und wenn es zwanzig jahre sind, niemals nie!
wenn selbstständig dann solo. wenn mehrere rumrühren gibts über kurz oder lang krach. auch wenn tausend verträge aufgesetzt sind, am ende sind die nicht mal das papier wert........

hermes6981
16.12.2010, 16:41
und wenn es zwanzig jahre sind, niemals nie!
wenn selbstständig dann solo. wenn mehrere rumrühren gibts über kurz oder lang krach. auch wenn tausend verträge aufgesetzt sind, am ende sind die nicht mal das papier wert........

kenne ich aber etliche beispiele die diese behauptung widerlegen

Bisamratte
16.12.2010, 16:44
ich auch einige...

aber ich denke, wir schreiben hier ja alle vor allem vor dem hintergrund der eigenen lebenserfahrung, bzw. der erfahrungen dritter, und auch mir sind durchaus fälle bekannt, wo existenzen kaputt gegangen sind.

gründen ist eben ein grundrisiko, dessen muss man sich bewusst sein. und wenn es niemals nie nicht gut ginge, würde ja niemand gründen... ich finde, das ist fast ein bisschen wie heiraten - und das geht schon mal gar nicht allein. sorry, wird jetzt aber ot...

wenn die finanzen geklärt und die risiken klar sind, ebenso wie das geschäftsmodell, braucht's eben zum letzten kick den glauben an die sache und die eigene unternehmerfähigkeit. punkt.

Utetiki
16.12.2010, 16:52
und wenn es zwanzig jahre sind, niemals nie!


Kennen wir uns? :smirksmile:

Danke für die Auskunft, hermes.
Meine Vorstellungskraft reicht leider nicht aus, mir einen Geschäftszweig auszudenken, in dem man ohne Kapital auskommt.

Muss ich also bei meinem Metier bleiben. Mist.

Ging das bei den Banken eigentlich auch glatt über die Bühne?

hermes6981
16.12.2010, 16:59
Danke für die Auskunft, hermes.
Meine Vorstellungskraft reicht leider nicht aus, mir einen Geschäftszweig auszudenken, in dem man ohne Kapital auskommt.

Muss ich also bei meinem Metier bleiben. Mist.




???

Versteh ich nicht. Wo hab ich denn gesagt das man ohne Kapital starten muss?
Nur weil ich keine 25.TSD in eine GmbH stecke heißt das doch nicht das ich ohne Kapital wirtschafte.
Außerdem bekommt man heutzutage mit läppischen 25Tsd. von der Bank keine besonders tollen Kredite.

In welchem Geschäftszweig ich tätig bin spielt hierbei auch keine große Rolle. Fakt ist, dass UG´s sehr beliebt sind. Einfach die Gründungszahlen anschauen. Das es nicht für jedermans Geschäftsmodell geeignet ist hab ich nie bestritten. Scheinbar aber für eine ganze Menge. Also versteh ich den sarkastischen Unterton nicht

Aber das Sprichwort hat schon immer Bestand gehabt: "Schuster bleib bei deinen Leisten".
Von daher ist es doch OK wenn du in deinem Metier bleibst oder nicht ?

Utetiki
16.12.2010, 17:36
Aber das Sprichwort hat schon immer Bestand gehabt: "Schuster bleib bei deinen Leisten".
Von daher ist es doch OK wenn du in deinem Metier bleibst oder nicht ?

:freches grinsen: Zuerst wollte ich auch das mit "den Leisten" schreiben.

Jetzt aber ernsthaft. Ich möchte meinen Beitrag gar nicht sarkastisch verstanden wissen, das habe ich überhaupt nicht beabsichtigt.

Ich habe bei Deinem Satz "Eben das ich anfangs keine 25.000€ aufwenden muss" irrtümlich angenommen, dass Du wirklich kein Kapital brauchtest.

Den sparsamen Blick von Banken kenne ich nur zu gut, wenn sich jemand vorstellt wegen Firmengründung, der aber kein eigenes Geld einschießen will.

Daher meine Frage nach der Bank.

Geschäftspartner könnten ja auch Vorbehalte gegen die Mini-GmbH haben.

Auf jeden Fall finde ich es gut, dass es mit der UG jetzt eine Alternative zur "Ltd" gibt.

Tabetha
16.12.2010, 17:48
Fakt ist, dass UG´s sehr beliebt sind. Einfach die Gründungszahlen anschauen.

Das muss noch nicht heißen, dass das gut ist. Was das Volk so allgemein klasse findet, muss nicht gut sein, funktionieren, wirtschaftlich sinnvoll sein, zielführend sein usw. usw. usw. Zahlreiche Beispiele hierfür finden sich im Leben.
Ich erinnere an die Ich-AG - schon das Wort. Huhu, ich bin ganz stolz, ich gründe eine AG ... Und dann standen sie alle da. Vom Business keine Ahnung, von Buchhaltung keine Ahnung, von AQ keine Ahnung, vom eigenen Job oft keine Ahnung ...

Ich bin da aber durchaus auch im Widerstreit mit mir selbst. Ich sehe sehr wohl, dass Gründung in D schwierig sein kann. Für fähige Leute durchaus ein Problem. Ich sehe aber immer diese netten Gründungsmodelle für die, die arbeitslos sind, mal eben den schnellen EUR machen wollen, sich als Unternehmer aufführen wollen und noch nicht einmal links und rechts unterscheiden können und hier mit den absurdesten Fragen auftauchten, die man bei Gründung hätte wissen müssen.

hermes6981
16.12.2010, 17:55
:freches grinsen: Zuerst wollte ich auch das mit "den Leisten" schreiben.

Jetzt aber ernsthaft. Ich möchte meinen Beitrag gar nicht sarkastisch verstanden wissen, das habe ich überhaupt nicht beabsichtigt.

Ich habe bei Deinem Satz "Eben das ich anfangs keine 25.000€ aufwenden muss" irrtümlich angenommen, dass Du wirklich kein Kapital brauchtest.

Den sparsamen Blick von Banken kenne ich nur zu gut, wenn sich jemand vorstellt wegen Firmengründung, der aber kein eigenes Geld einschießen will.

Daher meine Frage nach der Bank.

Geschäftspartner könnten ja auch Vorbehalte gegen die Mini-GmbH haben.

Auf jeden Fall finde ich es gut, dass es mit der UG jetzt eine Alternative zur "Ltd" gibt.

Achso. :blumengabe:

Letzteren stimme ich dir absolut zu. Bei Banken und diversen Geschäftspartnern ist das sicher nicht das non plus ultra.
Wie gesagt, hat Vor -und Nachteile. Wie so alles im Leben eben :)

hermes6981
16.12.2010, 18:01
Das muss noch nicht heißen, dass das gut ist. Was das Volk so allgemein klasse findet, muss nicht gut sein, funktionieren, wirtschaftlich sinnvoll sein, zielführend sein usw. usw. usw. Zahlreiche Beispiele hierfür finden sich im Leben.
Ich erinnere an die Ich-AG - schon das Wort. Huhu, ich bin ganz stolz, ich gründe eine AG ... Und dann standen sie alle da. Vom Business keine Ahnung, von Buchhaltung keine Ahnung, von AQ keine Ahnung, vom eigenen Job oft keine Ahnung ...

Ich bin da aber durchaus auch im Widerstreit mit mir selbst. Ich sehe sehr wohl, dass Gründung in D schwierig sein kann. Für fähige Leute durchaus ein Problem. Ich sehe aber immer diese netten Gründungsmodelle für die, die arbeitslos sind, mal eben den schnellen EUR machen wollen, sich als Unternehmer aufführen wollen und noch nicht einmal links und rechts unterscheiden können und hier mit den absurdesten Fragen auftauchten, die man bei Gründung hätte wissen müssen.

Hab ich ja auch nie behauptet. Nur das sie beliebt sind.

Ein paar wesentliche Unterschiede bestehen mmn aber schon zwischen Ich AG & UG. Alleine der buchhalterische Aufwand ist nicht für Laien ohne weiteres zu bewältigen. Bei der ICh AG reichte ja eine einfache E-A Buchführung.
Und nur weil ich mir eben (fürs erste) die 25TSD "spare" heißt es ja nicht das es eine Jux Gründung werden kann. Der Aufwand hierfür ist doch viel zu groß.
Da geh ich als Laie doch eher dazu über mir ggf. jemand zu suchen und eine OHG/GbR zu gründen. Aber da ist auch wieder jeder anders


Das viele oftmals zu naiv an die Sache herangehen ist sicher nicht von der Hand zu weisen. Ob man Unternehmer ist oder nicht stellt man oftmals (leider) erst fest wenns zu spät ist.

Nicht jede(r) ist dafür gemacht. Ich für meinen Teil bereue bisher keine Sekunde aber bin auch froh das ich knapp 15Jahre Berufspraxis im Angestelltenverhältnis gesammelt habe

amazonetr
05.01.2011, 04:41
ich weiss ja nicht, ob das thema überhaupt noch aktuell ist - aber ne vernüftigere quelle als die VHS und IHK hätte ich da schon. das bundesministerium für wirtschaft und technik betreibt ein existensgründungsportal im netz. bin mir unsicher, ob ich jetzt den link posten darf oder nicht. mit den infos kann dir tante google bestimmt weiterhelfen :D