PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Reportage: dick - faul - doof - mir reicht's!



Seiten : [1] 2 3

missbartoz
22.11.2010, 19:03
Hallo und guten Tag liebe Gemeinde,

wenn ich den Artikel lese werde ich traurig und fröhlich zugleich.
Traurig werde ich, weil ich all das, was dort steht selber erfahren habe.
Aber ich habe auch beschlossen, mich nicht mehr gängeln zu lassen, die Diäten aufzugeben und endlich ein erfülltes und schönes Leben zu führen.
Was soll ich sagen? Das funktioniert. Auch mit Konfektionsgröße 50.
Seit ich diesen Frieden gefunden habe, nehme ich übrigens nicht mehr zu...

Trotzdem werde ich natürlich auch blöd angemacht, beäugt und fühle mich nicht immer so großartig, dass ich die passende Antwort auf dämliche Kommentare habe.

Ein guten hab ich allerdings: "Ich weiß, ich bin dick, aber du bist hässlich. Ich kann abnehmen!".

Wie geht ihr damit um, wenn ihr von Fremden einfach so angefeindet werdet? Würde mich freuen, wenn hier ein paar schlagfertige Antworten kommen.

“Niemand kann dir, ohne deine Zustimmung, das Gefühl geben, minderwertig zu sein.” Eleanore Roosevelt:

Historia02
22.11.2010, 19:09
Welche Reportage meinst du denn?

Inaktiver User
22.11.2010, 19:17
hallo Miss Bartoz,

deinen Link hab ich gespeichert. Aber nur mal so als Hinweis: Signaturen mit Links, die dann auch noch gleich in einen Onlineshop führen sind hier nicht gestattet. Mach den lieber weg, bevor die Mods drauf stossen. In deinem Gästebuch kannst du das anders machen.

_Zitronenmond_
22.11.2010, 19:30
Ein guten hab ich allerdings: "Ich weiß, ich bin dick, aber du bist hässlich. Ich kann abnehmen!".

Geht es nur so fies und nicht etwas charmanter? :knatsch:

wildwusel
23.11.2010, 03:20
Geht es nur so fies und nicht etwas charmanter? :knatsch:

Grober Klotz, grober Keil.

Es gibt auch noch die Klassiker, "Das geht dich einen Sch***dreck an" und "Wer hat dich gefragt?" wenn wildfremde Leute glauben, einem wegen der Körperform Verbalinjurien an den Kopf werfen zu dürfen.

Tabetha
23.11.2010, 08:18
Das mit dem für doof verkaufen ... Das ist so wie mit denjenigen, die sich extra anmelden, um ganz dezent (hüstel) auf ihren Shop hinzuweisen. Ich frage mich da auch oft, warum man davon ausgeht, dass alle Bri-Mitglieder doof sind ...

Für das Online-Marketing empfehle ich hier Fachliteratur. Oder die Beauftragung von Fachleuten.

Tja, und ich bin schlank und schön. Und nu´?

pelzpfote
23.11.2010, 08:46
Abgesehen von der offensichtlichen Werbung der TE hat mich in der Reportage dieser Absatz schon ein bisschen gestört:

Die Buchautorin Sabine Asgodom, die sich selbst als "echte Dicke" bezeichnet, wird dort so zitiert:
"Ich glaube nicht, dass trotz aller angeblichen Akzeptanz der Größen 40 oder 42, dass echte Dicke, also 150-Kilo-Frauen, schick werden."

Heißt das im Klartext, dass Frauen mit Größe 40/42 auch schon "Dicke" sind? :ooooh:

skirbifax
23.11.2010, 08:56
Tja, und ich bin schlank und schön. Und nu´?

Du bist raus, du gehörst nicht zur Zielgruppe. :freches grinsen:

Inaktiver User
23.11.2010, 09:01
Ist mir noch nicht passiert.

Umgekehrt auch nicht - also ich feinde niemanden an wegen seines Äußeren.

Da stellt sich die Frage, was sind das für Leute die sowas machen? Und müßte ich mir einen Kopf machen wegen dieser Leute?

Ich glaube nicht....

Inaktiver User
23.11.2010, 09:13
Ich frage mich da auch oft, warum man davon ausgeht, dass alle Bri-Mitglieder doof sind ...


Na, weil wir Bri-Userinnen alle so fabelhaft schlank sind :erleuchtung:

Ich kenne diesen Spruch nämlich so:


Ich bin dick, du bist doof. Ich kann abnehmen!


Der Spruch ist quasi ein Klassiker. Das machts aber nicht besser. Es wertet den anderen ab und ist nicht i. O.

Mich erstaunt nur immer wieder, wie er in schöner Regelmäßigkeit hier in der Bri als Tip für ein starkes und selbstbewusstes Leben angepriesen wird.

Inaktiver User
23.11.2010, 09:16
Heißt das im Klartext, dass Frauen mit Größe 40/42 auch schon "Dicke" sind? :ooooh:

Pelzpfote, Du bist doch hier auch schon eine Weile dabei. Sind denn die einschlägigen Threads zu diesem Thema an Dir vorbeigegangen? :ooooh:


:freches grinsen:

Tabetha
23.11.2010, 09:16
Der Spruch ist quasi ein Klassiker. Das machts aber nicht besser. Es wertet den anderen ab und ist nicht i. O.

Eben.



Mich erstaunt nur immer wieder, wie er in schöner Regelmäßigkeit hier in der Bri als Tip für ein starkes und selbstbewusstes Leben angepriesen wird.

Er wird öfter empfohlen? Meine Güte. Nun, er sagt sehr viel über die Person aus, die meint ihn anbringen zu müssen.

Inaktiver User
23.11.2010, 09:19
Er wird öfter empfohlen? Meine Güte. Nun, er sagt sehr viel über die Person aus, die meint ihn anbringen zu müssen.

Wenn Du die Forensuche bemühst und "dick doof abnehmen" ins Suchfeld eingibst (ohne ""), auf Beiträge anzeigen gehst und die ersten ca zehn Fundstellen ignorierst (da kommt dieser Thread), wirst Du es sehen!

PS und OT: Falls Du Dich wundern solltest, was ich in diesen Threads verloren habe: Das sind wahre Fundgruben für den Harkenstrang. :smirksmile:

Tabetha
23.11.2010, 09:22
PS und OT: Falls Du Dich wundern solltest, was ich in diesen Threads verloren habe: Das sind wahre Fundgruben für den Harkenstrang. :smirksmile:

Ich wunderte mich schon ein wenig - aber was mache ich auch hier, grübel :freches grinsen:

Tabetha
23.11.2010, 09:26
Wenn Du die Forensuche bemühst und "dick doof abnehmen" ins Suchfeld eingibst (ohne ""), auf Beiträge anzeigen gehst und die ersten ca zehn Fundstellen ignorierst (da kommt dieser Thread), wirst Du es sehen!



Weia - also wenn das Beleidigen mit dümmlichen Sprüchen selbstbewusst ist, bin ich wohl nicht selbstbewusst. Wenn man schon unbedingt meint, darauf reagieren zu müssen - mit einem solchen Roosevelt-Zitat (das ich auch sehr schätze, es bezog sich allerdings auf die Gleichberechtigung) sollte einer so dümmlichen Person jeglicher Wind aus den Segeln genommen werden. Und das ganz ohne Beleidigung. Allerdings erfordert eine solche Reaktion Schlagfertigkeit, Selbstbewusstsein (da haben wir es wieder) und sicher eine gewisse Grundintelligenz.

Inaktiver User
23.11.2010, 09:26
Ich wunderte mich schon ein wenig - aber was mache ich auch hier, grübel :freches grinsen:

Mir geht's derzeit so, dass ich das Gefühl habe, ich kenne hier alle Geschichten schon. Alles schonmal gelesen, nichts Neues und Interessantes dabei, um mich von der Arbeit abzulenken. :heul: Aber vermutlich ist das einfach der trübe November, der meine Stimmung drückt.

Tabetha
23.11.2010, 09:27
Hallo und guten Tag liebe Gemeinde,

wenn ich den Artikel lese werde ich traurig und fröhlich zugleich.
Traurig werde ich, weil ich all das, was dort steht selber erfahren habe.
Aber ich habe auch beschlossen, mich nicht mehr gängeln zu lassen, die Diäten aufzugeben und endlich ein erfülltes und schönes Leben zu führen.
Was soll ich sagen? Das funktioniert. Auch mit Konfektionsgröße 50.
Seit ich diesen Frieden gefunden habe, nehme ich übrigens nicht mehr zu...

Trotzdem werde ich natürlich auch blöd angemacht, beäugt und fühle mich nicht immer so großartig, dass ich die passende Antwort auf dämliche Kommentare habe.

Ein guten hab ich allerdings: "Ich weiß, ich bin dick, aber du bist hässlich. Ich kann abnehmen!".

Wie geht ihr damit um, wenn ihr von Fremden einfach so angefeindet werdet? Würde mich freuen, wenn hier ein paar schlagfertige Antworten kommen.

“Niemand kann dir, ohne deine Zustimmung, das Gefühl geben, minderwertig zu sein.” Eleanore Roosevelt:

...

Tabetha
23.11.2010, 09:28
Aber vermutlich ist das einfach der trübe November, der meine Stimmung drückt.

Du musst in Ü40-Forum, da wird auch gerade wieder Trübsal geblasen ;- )

Inaktiver User
23.11.2010, 09:30
Du musst in Ü40-Forum, da wird auch gerade wieder Trübsal geblasen ;- )

Dann geh ich mal rüber.

Inaktiver User
23.11.2010, 09:32
Mich würde auch mal interessieren, um welche Reportage es hier geht. Eigenartig, dass die Strangeröffnerin sich nicht wieder zu Wort gemeldet hat.

Was ich hier in der Bri zu dem Thema passend schon mal gelesen habe war die Aussage "Dummheit frisst, Intelligenz säuft", da war ich dann auch einigermaßen erstaunt.

Tabetha
23.11.2010, 09:32
Dann geh ich mal rüber.

Sekt - Ü40? Hhm ... Darf ich den etwa nicht mehr trinken :niedergeschmettert:

Tabetha
23.11.2010, 09:34
Was ich hier in der Bri zu dem Thema passend schon mal gelesen habe war die Aussage "Dummheit frisst, Intelligenz säuft", da war ich dann auch einigermaßen erstaunt.

Ich verweise auf meine Signatur ...











:freches grinsen:

Inaktiver User
23.11.2010, 09:37
@Tabetha, ich hab was verwechselt. Bzw. habe falsch/gar nicht gelesen. Hatte gar nichts mit Dir oder Deiner Signatur zu tun.

:blumengabe:

PS: Vermutlich bin ich schon so Bri-geschädigt, dass ich "Outdoor" nicht mehr ohne den Zusatz "Jacke" sehe. :smirksmile:

Inaktiver User
23.11.2010, 09:37
@Tabetha: Ok, dann wäre das schon mal geklärt.:smile:

Tabetha
23.11.2010, 09:38
@Tabetha, ich hab was verwechselt. Bzw. habe falsch/gar nicht gelesen. Hatte gar nichts mit Dir oder Deiner Signatur zu tun.

:blumengabe:

Wohl gestern zu viel Sekt getrunken, hhm? ;- )

Inaktiver User
23.11.2010, 09:40
Eigenartig, dass die Strangeröffnerin sich nicht wieder zu Wort gemeldet hat.


Offen gesagt kann ich das gut nachvollziehen. Eigenartig finde ich es nicht.

Inaktiver User
23.11.2010, 09:40
Wohl gestern zu viel Sekt getrunken, hhm? ;- )

:pfeifend:

Tabetha
23.11.2010, 09:45
PS: Vermutlich bin ich schon so Bri-geschädigt, dass ich "Outdoor" nicht mehr ohne den Zusatz "Jacke" sehe. :smirksmile:

Lach, aber ja, ich wollte noch schreiben:
Ich kann mich an einen Disput erinnern, in dem kamen die Wörter Blond, Pumps, Jack Wolfskin und Outdoor überproportional häufig vor. Ja, da war u. a. ich mit dabei ;- )
Ich habe zu "Outdoor" seitdem auch ein sehr schlechtes Verhältnis ; -)
Ich lager dort nur meinen Sekt.

Inaktiver User
23.11.2010, 09:46
Offen gesagt kann ich das gut nachvollziehen. Eigenartig finde ich es nicht.

Sie hat sich hier angemeldet für nur diesen einen Beitrag und stellt sich nicht der Diskussion? Wozu soll das gut sein?

Wenn ich hier ein Fass aufmache, dann will ich mich doch auch am Thema beteiligen.

Du meinst sie kann gut verteilen, aber nicht einstecken?

Tabetha
23.11.2010, 09:50
Du meinst sie kann gut verteilen, aber nicht einstecken?

Nö. Sie wollte auf ihren Shop aufmerksam machen. Mode für Dicke.

Andererseits sollte man auch nicht immer Dauerpräsenz in der Bri erwarten - der erste Beitrag ist von gestern Abend. Es soll ja auch Leute geben, die ein Leben neben der Bri haben ;- )

Inaktiver User
23.11.2010, 09:55
Nö. Sie wollte auf ihren Shop aufmerksam machen. Mode für Dicke.

Na toll. (Gibt es denn keinen Smiley, der mit den Augen rollt?)

Und ganz nebenbei wollte sie die Bricom als Quelle für freche Sprüche nutzen. Ich denke, der Schuss ging nach hinten los.

Inaktiver User
23.11.2010, 09:56
Nö. Sie wollte auf ihren Shop aufmerksam machen. Mode für Dicke.

Genau. Und aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen schreiben jetzt hier Leute, die nicht zu ihrer Zielgruppe gehören dürften.


Es soll ja auch Leute geben, die ein Leben neben der Bri haben ;- )

:ooooh: Sowas!

Tabetha
23.11.2010, 10:00
Genau. Und aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen schreiben jetzt hier Leute, die nicht zu ihrer Zielgruppe gehören dürften.

Doch nachvollziehbar - ich fühle mich durch diese ständigen kläglichen Werbeversuche belästigt - und irgendwie immer versucht, eine Teilnahme an einem Seminar vorzuschlagen ;- )

Tabetha
23.11.2010, 10:17
Um welche Reportage soll es denn nun eigentlich gehen?

Inaktiver User
23.11.2010, 10:19
Um welche Reportage soll es denn nun eigentlich gehen?

Das frage ich mich auch schon die ganze Zeit!

Inaktiver User
23.11.2010, 10:34
Doch nachvollziehbar - ich fühle mich durch diese ständigen kläglichen Werbeversuche belästigt - und irgendwie immer versucht, eine Teilnahme an einem Seminar vorzuschlagen ;- )

Was für ein Seminar denn?

Werbeversuche? Führe mich nicht in Versuchung.... isch habe gar keine Übergewicht *g* (dafür aber ein Auto :freches grinsen:)

Tabetha
23.11.2010, 10:44
Was für ein Seminar denn?

Werbeversuche?

"Wie mache ich es richtig" ;- )
Seitdem ich die Bri kenne, denke ich über ein Seminar "Wie ich eine Bri-Diskussion ohne größere Blessuren überlebe" nach ...

Inaktiver User
23.11.2010, 10:46
"Wie mache ich es richtig" ;- )
Seitdem ich die Bri kenne, denke ich über ein Seminar "Wie ich eine Bri-Diskussion ohne größere Blessuren überlebe" nach ...

Vielleicht sollte man dazu irgendwo einen Leitfaden bereitstellen.:freches grinsen:

Quidam
23.11.2010, 10:56
Die Strangeröffnerin war gestern in einer Sendung bei RTL, es kann aber auch ein anderer Sender gewesen sein, in dem es ums Abnehmen geht.
Ausserdem ist sie in einer kleinen Gruppe mit mehreren dicken Frauen über 130 kg, die sich gegen die Anfeindungen wehren.

Und es gibt diese Anfeindungen, die oft sehr subtil ablaufen können.
So wie hier z.B.

Tabetha
23.11.2010, 11:02
Die Strangeröffnerin war gestern in einer Sendung bei RTL, es kann aber auch ein anderer Sender gewesen sein, in dem es ums Abnehmen geht.
Ausserdem ist sie in einer kleinen Gruppe mit mehreren dicken Frauen über 130 kg, die sich gegen die Anfeindungen wehren.

Und es gibt diese Anfeindungen, die oft sehr subtil ablaufen können.
So wie hier z.B.

Ich sehe hier keine Anfeindungen.
Leider hat sie nicht thematisiert, was Du hier beschreibst. Dazu bliebe zu sagen - wer sich freiwillig in eine vermutliche Trash-Sendung begibt, muss sich nicht wundern.
Von diesem Klientel auf die gesamte Gesellschaft zu schließen ist schon etwas eigenartig.
Ich kann allerdings Trash nur erkennen, wenn ich mich auf einer anderen Stufe befinde. Aufgrund des Schreibstiles gehe ich hier eigentlich davon aus. Dann bleibt bei mir aber die Frage - warum macht man diesen Mist mit?

Inaktiver User
23.11.2010, 11:12
Ich denke, die TE bezieht sich auf einen Artikel in der Printausgabe, der auf dem Cover mit

"Dick = faul? Dick = schwach? Warum es ein Skandal ist, was über Dicke gesagt und gedacht wird"

als teaser angekündigt wird.

Inaktiver User
23.11.2010, 11:14
Ausserdem ist sie in einer kleinen Gruppe mit mehreren dicken Frauen über 130 kg, die sich gegen die Anfeindungen wehren.



Kann ich verstehen, aber der Spruch im Eingangsposting ist doch einfach nur primitiv, sich damit meinen wehren zu müssen ist meines Erachtens eher ein Armutszeugnis und macht die Sache nicht besser.

Inaktiver User
23.11.2010, 11:19
"Dick = fraul?

fraul = faule Frau? :freches grinsen:

missbartoz
23.11.2010, 11:19
Hallo und guten Tag liebe Gemeinde,

zunächst zweimal sorry:
1. Habe ich mich nicht gestern davon gestohlen, sondern die Technik hat ihren Geist aufgegeben. Ab nächster Woche habe ich einen neuen Provider.
2. Betreibe ich eine Seite, die sich mit dem Thema auseinandersetzt, diese war in der Signatur drin. Dass das verboten ist, hätte mir klar sein müssen. Sorry dafür, sie ist jetzt raus.

Ich war sehr erstaunt, was für eine Welle mein Post ausgelöst hat. By the way es handelt sich um die Reportage "dick - faul - doof" in der aktuellen Printausgabe der Brigitte. (jetzt auch in Tüttelchen.)
Worum es mir ging und geht, Gleichgesinnte zu finden, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und sich darüber austauschen wollen, wie man mit Frechheiten und Repressalien umgehen kann.

In einer RTL Sendung war ich übrigens nicht, um welche Sendung handelt es sich? Ich schätze mal, dass die Autorin Sabine Asgodom, die auch in dem Artikel oft zu Wort kommt, gemeint ist. Schaue ich mir gleich mal an.

However, jede von euch, die ich gestern genervt, gelangweilt, geärgert habe, sei gesagt, dass das nicht in meiner Absicht lag.

Vielleicht können wir den Faden wieder neu aufnehmen und am Thema bleiben? Ich würde mich freuen.

Allen einen schönen Dienstag.
miss Bartoz

Inaktiver User
23.11.2010, 11:24
fraul = faule Frau? :freches grinsen:

:ooooh:

Kannze mal sehen. SO entsetzt war ich! :peinlich:

Inaktiver User
23.11.2010, 11:29
Kann ich verstehen, aber der Spruch im Eingangsposting ist doch einfach nur primitiv, sich damit meinen wehren zu müssen ist meines Erachtens eher ein Armutszeugnis und macht die Sache nicht besser.

Ich finde den Spruch einfach nur abgedroschen. Hat man schon zu oft gehört; ich verbinde damit so einen trotzigen Tonfall mit Tränen in den Augen. Ich persönlich würde ihn im Wut-Fall gar nicht mehr zusammenbekommen und mich wahrscheinlich verhaspeln; dann hätte ich mich auch noch blamiert.

Insofern: FALLS mir sowas mal passieren sollte (gibt´s sowas wirklich?!? :ooooh:) gäbe es von mir höchstens ein :unterwerf: mit ganz viel :gegen die wand: (Übersetzung: Per Gesicht ausdrücken "Mann, bist du ´ne Pfeife:") Alles andere ist schon zuviel Aufmerksamkeit.

Liebe missbartoz, eine Freundin von mir ist sehr übergewichtig (ich schätze, sie wiegt so um die 120 kg). Sie hat auch jede Diät aufgegeben, nachdem es jahrzehntelang nicht geklappt hat. Sie ernährt sich trotzdem gesund und macht Sport, aber lechzt halt keiner schlanken Figur mehr hinterher. Ich mag ihren Ausspruch: "Mein Dicksein sortiert die netten Leute für mich raus - Idioten und solche mit Vorurteilen sprechen von vornherein nicht mit mir. Das erleichtert einiges!" So isses - positiv bleiben, die Vorteile sehen! :blumengabe:

Inaktiver User
23.11.2010, 11:39
.... - positiv bleiben, die Vorteile sehen! :blumengabe:

Ganz genau!
Und die Idioten am besten ignorieren!

missbartoz
23.11.2010, 11:50
Hallo WorkingHeart,

ja so wirklich flockig kommt mein Satz nicht über die Lippen, das stimmt.
Manchmal möchte ich nicht einfach drüber hinweg gehen, sondern kontern. Aber selber dabei gut abschneiden versteht sich ;-)
Und ja, das passiert. Gern übrigens in vollen S-Bahnen. Oder neulich auf dem schicken Isemarkt in Hamburg: "Sie nehmen ja Platz für zwei weg" hieß es da von einer älteren Dame, der ich den Weg frei machte. Leider war ich sprachlos nach so einer Ansage.
Das mit deiner Freundin finde ich eine schöne Sichtweise. Kommt zwar auch nicht flockig über die Lippen, ist aber wesentlich positiver und gut im Hinterkopf zu haben.

Dran bleiben, weiter machen, positiv bleiben!

Kisskiss
23.11.2010, 11:55
Ich bin schlank und guter Hoffnung, dass es auch so bleibt. In meiner Familie ist eigentlich niemand dick, zumindest, solange sie noch halbwegs jung sind.

Es käme mir aber niemals in den Sinn, einer dicken Frau ins Gesicht zu sagen, sie sei zu dick oder Schlimmeres.

Allerdings gebe ich zu, mit Freundinnen durchaus mal über Dickere zu tuscheln und zu sagen: warum nimmt sie eigentlich nicht ab, sie könnte so gut aussehen!

Als schlanker Mensch versteht man nämlich unfreiwillig Dicke nicht, das muss auch mal gesagt werden.
Man ist doch erstmal jung und schlank, die meisten jedenfalls.
Dann nimmt man irgendwann zu, warum wird das nicht rechtzeitig gebremst?

Von Größe 50 auf 38 runterzukommen ist ja so gut wie unmöglich!
Außerdem fällt einem doch nicht erst mit so viel Gewicht auf, dass man gern schlanker wäre.

Ich verstehe den Mechanismus des Dickwerdens nicht.

Trotzdem, dick mit doof gleichzsetzen, käme mir niemals in den Sinn, auch anderen nicht, die ich kenne.

Zum Kontern würde mir sicher einiges einfallen!
Zum Beispiel:

mein Mann liebt jedes Pfund an mir.
Rund samma, gsund samma.
Nur kein Neid.

Ich würde mich aber nicht zu Grobheiten hinreißen lassen!
Falls du das selber bist auf deinem Avatar, hast du ein hübsches Gesicht!

Kiss :kuss:

Inaktiver User
23.11.2010, 12:01
Zum Kontern würde mir sicher einiges einfallen!
Zum Beispiel:

mein Mann liebt jedes Pfund an mir.
Rund samma, gsund samma.
Nur kein Neid.

Ich würde mich aber nicht zu Grobheiten hinreißen lassen!

Liebe KissKiss,

das sind gute Vorschläge. Aber zumindest der erste geht doch sehr in Richtung "rechtfertigen". Das hat man solchen Deppen gegenüber gar nicht nötig - die sind unhöflich, dann kriegen sie auch eine entsprechende Antwort zurück.

Von mir zumindest. Mit einem beherzten "Schnauze!" ist die Sache oft schon gegessen. Was will man darauf auch antworten? :fg engel:
Die neutrale Form: Einfach zustimmen. "Mann, sind sie fett." Freundlich lächeln: "Ja." "Sie nehmen ja Platz für zwei weg!" "Stimmt. Und jetzt?"

Inaktiver User
23.11.2010, 12:03
Gut - dann machen wir einfach weiter.

Schließe mich an - du hast ein hübsches Gesicht.

Ich bleibe dennoch bei meiner Meinung: Menschen die sich negativ äußern - über Dicke oder über jeden der anders ist (es gibt da ja genug "Feindbilder" wenn man möchte) passen alle in eine meiner Schubladen "will ich nichts mit zu tun haben, deren Meinung ist mir egal" Schublade zu.

Klar hat man mit Übergewicht eben oft nicht besagtes "dickes Fell" und kann nicht weghören. Eine ehemals gute Freundin von mir wiegt auch ne Menge. Das ist sicher mal Thema gewesen aber nie negativ. Im Gegenteil es ist schlimm soviel zu wiegen und selbst damit unzufrieden zu sein.

Und wer schon mal versucht hat 1 oder 2 kilo abzunehmen kann sich vorstellen was 20 oder 30 Kilo an Kraft kosten wenn sie weg sollen.

Aber wie nun reagieren? Gar nicht würde ich sagen. Wie auf so vieles was die lieben oder weniger lieben Mitmenschen so von sich gegen. Ignoranz trifft ja auch.

Inaktiver User
23.11.2010, 12:09
Tja, und ich bin schlank und schön. Und nu´?

Arme Tabetha:in den arm nehmen:

Du hast kein Verbesserungspotenzial mehr - du kannst dich nur Richtung dick und hässlich verändern. Oder so bleiben wie du bist, aber wir haben ja durch Berthold Brecht und Herrn K gelernt, dass keine Veränderung auch schlimm ist. :pfeifend:

:aetsch:

Tabetha
23.11.2010, 12:13
Zum Kontern würde mir sicher einiges einfallen!
Zum Beispiel:

mein Mann liebt jedes Pfund an mir.
Rund samma, gsund samma.
Nur kein Neid.



Das ist mir auch zu abgedroschen.
Mein Mann liebt ...
Heißt das, Frau futtert sich die Pfunde an, um dem Mann zu gefallen?

Rund samma ...
Nun ja, hier bitte mal die entsprechenden gesundheitlichen Berichte lesen - und heißt es, dass alle, die normalgewichtig sind, nun krank sind?

Die Frage ist doch - muss ich tatsächlich in Dialog treten? Sind es Menschen, mit denen in Dialog zu treten mir etwas Wertvolles gibt? Oder sind es eher unwichtige Krakeeler, denen ich ein strahlendes Lächeln zuwerfe und an ihnen vorbeirausche?
Das ist Selbstbewusstsein.
Mit einem Schlagabtausch auf niedrigem Niveau werde ich mir kein Selbstbewusstsein aufbauen können. Das kann je nach Gegenüber eher böse enden.

Quidam
23.11.2010, 12:17
Ich habe in der TV-Sendung eine Gruppe Frauen gesehen, eine sieht dir, missbartoz, zumindest ähnlich und hatte m.E. die gleiche Bluse an wie du auf dem Avatar.
Die Sendung war keine Trash-Sendung, wie hier mal locker angenommen wurde, sondern eine gut gemachte und ausgearbeitete Reportage.

Ich bin selber dick, sehe mir aber keine Diätsendungen an, deshalb kann ich auch nicht fundiert Auskunft über Titel und Sender geben, auch keine Quellenangaben und Liste der Reporter und Musikarrangements.

Wenn jemand zu mir sagt:

bei ihrem Gewicht sollten sie aber keine Wurst / Käse usw. kaufen
nächste Grösse Zelt
die schwitzt bestimmt

dann kommt es auf meine Tagesform an, ob ich nichts sage, ein witziger Spruch kommt oder eine verbale Watschn. Die konnte früher auch unter die Gürtellinie gehen und sich auf das Aussehen oder Intelligenz des Gegenübers unter Berücksichtigung seiner Aussichten in Beruf und Familienstand beziehen.

Ich verstehe, dass sich Menschen dagegen wehren, einfach so angemacht zu werden, wie es oft geschieht.
Ich finde das besser, als vor lauter Frust unsichtbar zu werden.
Und mit der Zeit werden dann auch die Äusserungen zivilisierter.

Tabetha
23.11.2010, 12:22
Klar hat man mit Übergewicht eben oft nicht besagtes "dickes Fell" und kann nicht weghören.

Warum nicht - entweder ich fühle mich in meiner Haut wohl, dann interessiert mich das Gerede nicht.
Oder ich mache etwas dagegen.

Wenn man dann etwas entgegnen will, würde ich in letzterem Fall freundlich sagen "Ja, Sie haben recht. Ich arbeite gerade an mir - was sagen sie dazu?"
Der anderen Person wird vermutlich die Kinnlade herunterfallen und sie wird nichts zu entgegnen wissen.
Denn sie will verletzen und rechnet nicht mit einer freundlichen Entgegnung.

Allerdings frage ich mich, ob außerhalb rüpelnder Jugendlicher wirklich ständig unsere inzwischen zu mehr als 50 % dicke Gesellschaft gemobbt wird. Dann müsste mir das in der Stadt auch auffallen. Und dem ist nicht so.
Hochgehende Augenbrauen erntet man auch als Schlanke. Weiß ich aus Erfahrung.

Tabetha
23.11.2010, 12:24
Arme Tabetha:in den arm nehmen:

Du hast kein Verbesserungspotenzial mehr -

Hast Du ´ne Ahnung. Das Ü40-Forum hat mich gelehrt, dass ich um mindestens 20 Jahre abspecken muss, um mich wieder im lebenswerten Bereich zu befinden. Bisher konnte mir allerdings keine sagen, wie das geht ...

Quidam
23.11.2010, 12:29
Tabetha, frag nicht dich, sondern die Dicken. Die kennen sie nämlich, die nicht fassbaren aber präsenten Unverschämtheiten oder Übergriffe. Die fangen schon in der Familie an und hören in der Schule oder im Beruf noch lange nicht auf.
Auch wenn man mit seinem Aussehen zufrieden ist - dann tut es trotzdem manchmal weh, wenn man angepfustert wird.
Und mit Verlaub, deine Antwort böte sofort Angriffsfläche. Und ausserdem - was geht es den anderen an, ob man an sich arbeitet. Ich bin doch solch einem "Kretin" keine Rechenschaft schuldig!

Inaktiver User
23.11.2010, 12:30
Ich beobachte leider immer wieder, dass pfundigere Frauen sich SELBST überaus kritisch sehen, und denke mir, dass sie diese Haltung auch auf andere projizieren, und unbewusst durchaus die Reaktionen triggern, vor denen sie sich fürchten.

Ich habe drei sehr gute Freundinnen, alle schlagen sich mit dem einen oder anderen Pfund zu viel herum - wohl gemerkt: vor allem in ihrer Selbstwahrnehmung. Ich liebe sie so, wie sie sind, und sehe sie nicht als dick. Mir fällt nicht einmal auf, wenn sie "schon wieder" zugenommen haben, sehr wohl bemerke ich jedoch, dass sie das selbst immer wieder, eigentlich, wenn ich darüber nachdenke, bei JEDEM Treffen negativ kommentieren, und sich selbst damit abwerten.

Mir tut das manchmal richtig weh, und das sage ich dann auch. Jede ist auf ihre Weise schön - wen interessiert da eigentlich, ob sie nun eine Konfektionsgrösse nach oben gerutscht sind? Den einzigen Aspekt, den ich gelten lasse, sind gesundheitliche Überlegungen, aber diesbezüglich muss sich nur eine ein paar Gedanken machen. Das tut sie im übrigen gründlich - sie ist bei WW angemeldet, und bewegt sich jeden Tag an der frischen Luft. Dennoch bleibt sie pfundig. Ich fände es schön, wenn sie das an sich akzeptieren könnte, und ich wünschte, sie könnte sich selbst durch meine Augen sehen: Ihr unglaubliches Lachen, ihre strahlenden Augen, ihr wunderschönes Gesicht.

Angegafft werde ich im übrigen auch als Schlanke - wie ich die Intention der Gaffer interpretiere, hängt aber initial mit meiner Tagesform zusammen :smirksmile:

Tabetha
23.11.2010, 12:35
Ich bin doch solch einem Kretin keine Rechenschaft schuldig!

Ich finde auch das Wort "Kretin" sehr zweifelhaft. Ich stellte schon die Frage, ob eine Antwort überhaupt notwendig ist.
Du hast für Dich Dein Verhalten gefunden.
Hier steht aber die Frage der TE im Raum, die es wohl noch nicht gefunden hat und um Hilfe und Ideen bittet.

Meine Antwort zu beantworten - so aus dem Stegreif - würde schon ein wenig Anspruch an die entsprechende Person stellen. Und irgendwie sind wir uns schon einig, dass sich Menschen die sich so verhalten, eher seltener durch höhere Intelligenz auszeichnen. Aber auch das ist nur eine Vermutung und Ausnahmen würden hier wie immer ...

wespenstich
23.11.2010, 12:36
Dann nimmt man irgendwann zu, warum wird das nicht rechtzeitig gebremst?

Von Größe 50 auf 38 runterzukommen ist ja so gut wie unmöglich!
Außerdem fällt einem doch nicht erst mit so viel Gewicht auf, dass man gern schlanker wäre.

Ich verstehe den Mechanismus des Dickwerdens nicht.



Bei mir verlief das so: Als Kind war ich proper, aber nicht dick, dann wurde ständig an mir rumgemäkelt, ich durfte nicht mehr meinem Hunger entsprechend essen, sondern nur noch 1 Kartoffel, 1 Löffel Nudeln, eine Scheibe Brot usw. Das führte dazu, dass ich heimlich aß. Als Kind kauft man sich nunmal keinen Salat um ihn heimlich zu essen. Also Süßigkeiten. dies führte dazu, dass ich etwas mehr an Gewicht bekam, also rundlich und mollig wurde, aber keinesfalls dick.

Dies wiederum gab Anlaß für die schlimsten Befürchtungen. Die Kinderärztin verbot ab sofort jeden Sport, weil Sport ja hungrig macht und ich bekam die ersten Diäten verpasst. Von 800 kcal. Diäten halben Grapefruits morgens (sonst nichts) bis hin zu Nulldiäten. So im Alter zwischen 8 und 15 Jahren. Nach jeder Diät war ich etwas leichter und nahm hinterher etwas mehr zu. JoJo war in den 80ern wohl noch kein Begriff.

Mit 16 bin ich zu Hause ausgezogen, aus einem Leben voller Haß auf die Fette, die nix taugt und nie einen Kerl abbekommt. Nichts war gut genug, keine schulische, keine sportliche, keine zwischenmenschliche Leistung. Denn ich war ja fett. Mit damal 85 kg bei einer Größe von 1,75m. Ich habe dann teilweise so weiter gemacht. Entweder nichts gegessen oder sehr wenig, aber abgenommen habe ich nicht, wie auch Stoffwechsel total ruiniert, psychisch angeschlagen. Diäten haben sich mit Frustessen abgewechselt und ich habe Jahre gebraucht, um mich akzeptieren zu können und zu einem normalen Eßverhalten und Sättigungsgefühl zurückzufinden.

Auslöser dafür war meine Schwangerschaft, da habe ich zwar fast 30kg zugenommen und nie wieder abgenommen, aber ich habe endlich wieder normal gegessen und heute bin ich deutlich glücklicher als früher. Ich esse heute auch in Gegenwart von anderen Menschen, oder auf der Staße, wenn ich Hunger habe. Früher undenkbar, lieber habe ich gehungert bis ich um 17.00 Uhr nach Hause kam. Ich lebe wieder und ich kann mich akzeptieren, ich leide nicht mehr unter mir und ich treibe Sport und ernähre mich halbwegs gesund. Also kein Fastfood, keine Softdrinks und reichlich Obst und Gemüse.

Wenn ich heute nur daran denke abzunehmen, dann falle ich sofort wieder in alte Mechanismen. Ich hungere, komme in eine Art Hungereuphorie, nehme 10kg ab und nehme kurz darauf wieder 15 kg zu. Daher lasse ich es sein und versuche einfach nur trotz meines Gewichts gesund zu leben.

Vielleicht wird dir ja jetzt so ein wenig klarer, warum es Dicke gibt, die nicht plötzlich 100 kg wiegen, sondern gerade deshalb übergewichtig sind, weil sie oder ihre Umwelt es früh bemerkten.

wespenstich
23.11.2010, 12:44
Wenn mir Leute heute dumm kommen wegen meines Übergewichts, dann ignoriere ich sie meistens. Manchmal kann ich mich aber auch nicht zurückhalten. Vor kurzem hat mich jemand aus einer Jugendgruppe unprovoziert angesprochen und gemeint, wenn er so fett wäre wie ich, dann würde er gar nix mehr fressen. Ob ich mich nicht schämen würde.

Das fand ich dermaßen unmöglich, dass ich kontern mußte. Ich habe dann gesagt, dass er damit leben muss, dass Menschen nicht so sind wie wir es gerne hätten, denn ich würde, wäre ich so unverschämt und dumm wie er auch den Mund nicht mehr aufmachen. Und ob er sich schämt ob seines Verhaltens.

Witzig war dabei, dass er erstmal sprachlos war und ein Mädel aus der Gruppe dann gemeint hat, ach guck mal er lernt schon das Maul zu halten.

missbartoz
23.11.2010, 12:50
Hallo KissKiss,

"nur kein Neid" gefällt mir.
Zu deiner Anmerkung über den Mechanismus des Dickwerdens: meiner Meinung nach gibt es den so pauschal nicht, sondern viele ganz individuelle Gründe.
Darum geht es mit aber auch nicht. Niemand ist ja automatisch attraktiv, nur weil er/sie schlank ist.
Genauso verhält es sich mit allen Körperformen. Man muss herausfinden, was einem steht und verstehen die Vorzüge in den Vordergrund zu stellen. Das geht mit Mode sehr gut. Schade ist nur, dass es, trotzdem wir gerade in Deutschland viele Frauen mit Größe 42plus haben, (ab 44 fängt in der Konfektion die so genannte Übergröße an) zu wenig Auswahl gibt.
In anderen Ländern ist das übrigens anders. Dort ist aber auch die gesellschaftliche Akzeptanz eine andere.
Ich denke aber, dass sich das ändern wird. Alleine schon deshalb, weil der Markt riesig ist.

Danke noch für die Blumen, das Bild, das bin ich.

Tabetha
23.11.2010, 12:57
Darum geht es mit aber auch nicht. Niemand ist ja automatisch attraktiv, nur weil er/sie schlank ist.

Aber warum unterstellst Du mit dem Spruch "Ich bin dick, Du bist hässlich", dass alle Nicht-Dicken hässlich sind?



Ich denke aber, dass sich das ändern wird. Alleine schon deshalb, weil der Markt riesig ist.



Was ich durchaus erschreckend finde. Bedeutet es, dass es "riesig" viel Dicke gibt. Ich halte das nicht für erstrebenswert und muss das nicht bejubeln.
Zudem bliebe abzuwarten, ob der Markt im Sinne von "zahlungskräftigen Kunden" riesig ist. Schaue ich mir die Statistik an, welchen Hintergrund die Mehrheit der Dicken (Ausnahmen bestätigen ...) hat, sehe ich das nicht.

Wir hatten aber schon einmal eine Diskussion über Mode für Dicke und auf der Suche nach tragbarer Mode fand ich durchaus Auswahl. In vielen Fällen allerdings tatsächlich eher mit gehobenen Preisen. Wobei ich bei vielen Dicken ziemlich überzeugt davon bin, dass sie diese Mode auch bei geringeren Preisen gar nicht anziehen würden.

missbartoz
23.11.2010, 12:59
Mir tut das manchmal richtig weh, und das sage ich dann auch. Jede ist auf ihre Weise schön - wen interessiert da eigentlich, ob sie nun eine Konfektionsgrösse nach oben gerutscht sind? :smirksmile:

Liebe Seewespe,

ich glaube, so lange deine Freundinnen jemanden wie dich haben, ist die Hoffnung, dass sie sich selber so sehen und schätzen, wie du es tust, nicht verloren. Das ist so sehr viel Wert!

Inaktiver User
23.11.2010, 13:16
Es gibt eine Menge Dicke (ich sag das mal jetzt so direkt, bin´s ja selber), die wunderhübsch aussehen - gerade weil sie mehr drauf haben. Die könnte ich mir dünn überhaupt nicht vorstellen.

Richtig toll finde ich Sarah (http://www.popstars-die-news-online.de/upload_pic/2010/PS_2010_19362.JPG)- ihres Zeichens erste dicke "Popstar"-Gewinnerin (auf diesem Bild hat sie aber fast 20 kg runter)

Letztens stöckelte von mir eine sehr schlanke Frau im Rock. Die Beine waren nicht magersüchtig-, aber doch sehr dünn (keine Muskeln, völlig lasch). Da dachte ich mal wieder bei mir: "Nur dünn ist auch nix." :blumengabe:

Tabetha
23.11.2010, 13:43
Letztens stöckelte von mir eine sehr schlanke Frau im Rock. Die Beine waren nicht magersüchtig-, aber doch sehr dünn (keine Muskeln, völlig lasch). Da dachte ich mal wieder bei mir: "Nur dünn ist auch nix." :blumengabe:

Wir haben das schon öfter diskutiert - diese selektive Wahrnehmung. Da schielen Dicke auf die richtig Dünnen, nur um diese als Beispiel heranzuziehen, dass etwas nicht schön ist (wird man selbst nun dadurch schöner?).
Der Blick auf Normalgewichtige wird vermieden. Die sind irgendwie - Luft.
Von einem Extrem zum nächsten.
Und die Dünne "stöckelt". Kürzlich trampelte eine Dicke an mir vorbei.
WorkingHeart, wie klingt das?

Das Mädchen auf dem Foto ist sicher hübsch. Mit ein paar Kilo weniger wäre sie meiner Meinung nach noch attraktiver. Sie ist allerdings auch noch nicht so dick, dass sie entstellt wäre (und es soll mir bitte keine sagen, dass es das nicht gibt). Mit 20 Kilo mehr kann ich sie mir nicht vorstellen.

Inaktiver User
23.11.2010, 13:56
Wir haben das schon öfter diskutiert - diese selektive Wahrnehmung. Da schielen Dicke auf die richtig Dünnen, nur um diese als Beispiel heranzuziehen, dass etwas nicht schön ist (wird man selbst nun dadurch schöner?).

Was ist denn nun los? :knatsch:

Nein, natürlich werde ich selber dadurch nicht schöner. :wie?: Ich wollte nur erwähnen, was mir gestern morgen durch den Kopf gegangen ist: eben jener Satz, als die Frau vor mir herlief. Und sie stöckelte wirklich, weil im Business-Kostüm - Rock und hochhackige Schuhe. Und da hochhackige Schuhe gemeinhin wadenformend sind, fiel es mir eben besonders auf, dass ihre Waden sehr, sehr schmal und nichtssagend waren.

Da finde ich die Beine normalgewichtiger, evtl. leicht trainierter Frauen viel hübscher.

Um´s nochmal klarzustellen: Es gibt hübsche Dicke. Es gibt hässliche Dünne. Es gibt nichtssagende Dicke. Es gibt hübsche Normalgewichtige. Es gibt hässliche Dicke. Es gibt hübsche Normalgewichtige. Hab ich wen vergessen? :blumengabe:

Ich wollte hier kein Dünnen-Bashing veranstalten, damit sich Fülligere besser fühlen. Das kam bestimmt falsch rüber. :smile:

Inaktiver User
23.11.2010, 13:59
Mit 20 Kilo mehr kann ich sie mir nicht vorstellen.

So (http://www.popstars-die-news-online.de/upload_pic/2010/POPSTARS_PS_2010_17146.jpg)sah sie vorher aus - nicht viel anders, nur ein bißchen dicker eben.

Tabetha
23.11.2010, 14:03
So (http://www.popstars-die-news-online.de/upload_pic/2010/POPSTARS_PS_2010_17146.jpg)sah sie vorher aus - nicht viel anders, nur ein bißchen dicker eben.

Auch hübsch. Allerdings auch gut geschminkt und gut gekleidet. Die Mehrheit (das bezieht sich nicht nur auf Dicke) läuft leider anders herum.

Die Außenwahrnehmung einer dicken Frau mit einem solchen Styling fällt sicher anders aus, als wenn sie einem in Hüftjeans und mit String begegnet. Eventuell dann auch die Reaktionen, die hier geschildert werden?

missbartoz
23.11.2010, 14:08
Es bleibt ja glücklicherweise jeder selber überlassen, wie sie sich kleidet. Schlank allein macht noch keine schöne Frau.

Tabetha
23.11.2010, 14:15
Was ist denn nun los? :knatsch:

Nein, natürlich werde ich selber dadurch nicht schöner.

Ich wollte nicht Dich persönlich ansprechen, pardon. Meine Formulierungen sind immer allgemein gemeint, auf eine Gruppe bezogen. Ich möchte ungern einer Person hier zu nahetreten (es sei denn, sie ist mir auf die Füße getreten :freches grinsen:).

Inaktiver User
23.11.2010, 14:17
Ich möchte ungern einer Person hier zu nahetreten (es sei denn, sie ist mir auf die Füße getreten :freches grinsen:).

*vorlachenumfall*
Sag mal, wie schnell liest du denn PNs???

Inaktiver User
23.11.2010, 14:17
Schlank allein macht noch keine schöne Frau.

SO wollte ich das sagen. Danke, missbartoz.

Tabetha
23.11.2010, 14:18
*vorlachenumfall*
Sag mal, wie schnell liest du denn PNs???

:freches grinsen:

Inaktiver User
23.11.2010, 14:23
Ein guten hab ich allerdings: "Ich weiß, ich bin dick, aber du bist hässlich. Ich kann abnehmen!".


Sorry, den Spruch halte ich für Selbstbetrug. Viele schaffen es eben nicht, sonst wären sie nicht in der Situation, sich ständig rechtfertigen zu müssen, auch vor sich selbst.

Tabetha
23.11.2010, 14:40
Nein, schlank allein macht nicht schön. Dicker allein vermutlich nicht hässlich.

Ich denke aber, es gibt für beide Richtungen eine Grenze, die jegliche Attraktivität unmöglich macht. Wenn aus dick/dicker fett wird und aus dünn magersüchtig. Da kann ich nichts Schönes mehr entdecken.
Wenn ein Gesicht nicht mehr mollig, sondern feist ist.
Und - ausgleichende Gerechtigkeit, der Fairheit halber erwähne ich es - aus betonten Wangenknochen herausragende Knochen werden.
Das kann ich nicht mit Schönheit in Verbindung bringen.

Und ja, sicher kann jede tragen, was sie möchte. Warum so viele anscheinend Wert darauf legen, hässlich und ungepflegt herumzulaufen, muss sich mir aber nicht erschließen.
Wenn ich das Sarah-Bild sehe, stelle ich auch wieder fest - es gibt hübsche Kleider für Mollige. Warum nicht so, warum unbedingt auf Biegen und Brechen anders? Ich kann mir schon denken, dass Schlanke in gräseliger Kleidung schief angeschaut werden (zumindest von Menschen, die Wert auf ihr Aussehen legen). Wenn ich zwei Dinge habe - Dick und gräselig - verstärke ich mein Aussehen zum Negativen.
Wofür soll das gut sein? Ist das die vielzitierte "Freiheit"? Ich finde das einfach ... unglücklich. Unklug. Unschön (!).

Und warum dann dieser Thread, dass es nichts Schönes für Dickere zum Anziehen gibt? Ich halte das für ein Gerücht.

Inaktiver User
23.11.2010, 14:46
Um´s nochmal klarzustellen: Es gibt hübsche Dicke. Es gibt hässliche Dünne. Es gibt nichtssagende Dicke. Es gibt hübsche Normalgewichtige. Es gibt hässliche Dicke. Es gibt hübsche Normalgewichtige. Hab ich wen vergessen?

Ja, hast Du: die hübschen Dünnen! Ein Schelm, wer Schlechtes dabei denkt. :smirksmile:


So (http://www.popstars-die-news-online.de/upload_pic/2010/POPSTARS_PS_2010_17146.jpg)sah sie vorher aus - nicht viel anders, nur ein bißchen dicker eben.

Ein sehr schönes Kleid, gefällt mir! Aber sie: die Oberarme erschrecken mich. Man kann ja kaum den Ellenbogen erkennen. Wie wird es ihren Gelenken in 20 Jahren gehen?

missbartoz
23.11.2010, 14:49
Also ich stelle fest, im Großen und Ganzen sind wir uns einig. Außer, dass es Klamotten ab Größe 44 mit guten Schnitten und ansprechenden Designs gibt. Geh doch einfach mal mit einer Freundin, die 44 und mehr trägt, shoppen.
Dann wirst du sehen, was ich meine ;-)

Inaktiver User
23.11.2010, 14:57
Außer, dass es Klamotten ab Größe 44 mit guten Schnitten und ansprechenden Designs gibt. Geh doch einfach mal mit einer Freundin, die 44 und mehr trägt, shoppen.
Dann wirst du sehen, was ich meine ;-)

Shoppen gehen war ein Kreuz! Was war ich froh, als ich endlich einen Laden für große Größen gefunden hatte, der so richtig schicke und freche Mode für Dicke hatte, diese Mode war so schick, dass sogar die Dünnen dort eingekehrt sind, um zu fragen, ob es das Teil im Schaufenster auch in Größe 38 gibt.
Ich muss schon sagen, mit dieser Mode fühlte ich mich endlich wieder einigermaßen wohl, mochte mich auch mal im Spiegel betrachten. Es macht wirklich ungemein viel aus, sich als Mollige schick zu kleiden und entsprechend zu fühlen.



(Was allerdings noch besser und beflügelnder war, war die Erfahrung ordentlich was abzunehmen, um dann wieder in Läden wie S. Oliver u.ä. einkaufen zu gehen; das Gefühl in eine Hose oder Bluse von der Stange zu passen, war göttlich!)

Tabetha
23.11.2010, 15:00
Ich habe ja nicht behauptet, dass dies leicht ist.
Aber mich wundert immer wie sehr angenommen wird, dass Größe 38/40 einfach so in die Stadt marschiert und danach den Kleiderschrank voll hat. Aus dem Modeforum hier kenne ich auch diese Größen mit Problemen wie Ärmel zu kurz, Hosen zu kurz.

Zudem - wer nicht auf die ewig gleichen Jeans- und Shirt-Kollektionen der Billigketten steht, findet zumindest in den Innenstädten nichts. Da hilft nur lange zu suchen, bis man eine Haus-und-Hof-Boutique findet, zu der man dann immer geht.
Für den Einkauf im Web - den ich bei Kleidergröße 40 erfolgreicher finde - habe ich auch für sehr große Größen schon in einem anderen Thread wirklich zahlreiche Shopnamen aufgeführt.

Inaktiver User
23.11.2010, 15:07
Ja, hast Du: die hübschen Dünnen! Ein Schelm, wer Schlechtes dabei denkt. :smirksmile:

Hups. :pfeifend: Die häßlichen Normalen fehlen aber auch.


Ein sehr schönes Kleid, gefällt mir! Aber sie: die Oberarme erschrecken mich. Man kann ja kaum den Ellenbogen erkennen. Wie wird es ihren Gelenken in 20 Jahren gehen?

Hoffentlich besser. Sie nimmt bereits ab. :smile:

Inaktiver User
23.11.2010, 15:27
Also ich stelle fest, im Großen und Ganzen sind wir uns einig. Außer, dass es Klamotten ab Größe 44 mit guten Schnitten und ansprechenden Designs gibt. Geh doch einfach mal mit einer Freundin, die 44 und mehr trägt, shoppen.
Dann wirst du sehen, was ich meine ;-)

Das klingt jetzt vielleicht ein bißchen seltsam, aber meine 120 kg-Freundin (Gr. 56?) findet leichter Klamotten als ich (Gr. 44). Sie ist halt dick, rundrum.

Ist man ein wenig weniger, gibt es schon wieder Stellen, an denen es schlabbert (z.B. um die Taille, wenn man nur einen dicken Po hat). Man ist eine Kombination aus ausladenden Körperteilen (Schenkel, Po, Bauch, Busen) und einigermaßen normalen Teilen (Taille, Unterschenkel, Arme). Das sieht bei Klamotten oft in jede Richtung beknackt aus: Entweder es ist an den gewissen Stellen zu eng oder an den anderen Stellen zu weit. Oder beides gleichzeitig. Auch toll. :knatsch:

Gr. 44 ist eben diese "Übergangs-Dickheit": Wahrlich nicht mehr schlank, vielleicht gerade noch moppelig, im Übergang zum echten Dicksein. Da versucht man zu kaschieren was noch geht (man ist ja eben nur teilweise ausladend). Ist man wirklich dick, machen ein paar Zentimeter an der Taille auch nix mehr - man ist einfach dick, da gibt´s nichts mehr zu retten. Entspannt das nicht auch irgendwie?

Inaktiver User
23.11.2010, 15:36
Gr. 44 ist eben diese "Übergangs-Dickheit": Wahrlich nicht mehr schlank, vielleicht gerade noch moppelig, im Übergang zum echten Dicksein. Da versucht man zu kaschieren was noch geht (man ist ja eben nur teilweise ausladend). Ist man wirklich dick, machen ein paar Zentimeter an der Taille auch nix mehr - man ist einfach dick, da gibt´s nichts mehr zu retten. Entspannt das nicht auch irgendwie?

Lustige These! Ist das so?

Tabetha
23.11.2010, 15:47
Lustig ist das ja nicht - ist es nicht genau dieses sich an die Grenze heranfuttern, ab der dann sowieso alles egal ist? Ab dann ist der Weg nach unten meiner Meinung nach nahezu unmöglich, denn 2-3 Kilo weniger fallen nicht mehr auf, es gibt keinen Ansporn zum Weitermachen mehr.

missbartoz
23.11.2010, 15:48
"Übergangsdickheit" ist ja eine Traum-Wortschöpfung :-) Ich weiß was du meinst, das ist der Schnitt der bei H&M BiB immer als erstes weg ist, während drei mal XL noch massenweise da ist. Das ist oft die Grenze, danach geht es erst zwei Schritte weiter wieder los. Oft aber mit Schnitten, die alles andere als schmeichelnd sind.
Trotzdem sind ein paar mehr Größen nicht unbedingt entspannend. Mit viel Training halte ich mich fest in Form, eine Taille habe ich auch. Dazu muss man aber so einige Hula Reifen drehen und wenn ich das nachlasse ... rums hängt da eine Speckfalte über dem Rocksaum. Abgesehen von diesen, total trivialen Dingen, finde ich es echt schwer was zu finden, was mir steht. Oft nähe ich selber oder ändere die Sachen.

Inaktiver User
23.11.2010, 15:53
Lustig ist das ja nicht - ist es nicht genau dieses sich an die Grenze heranfuttern, ab der dann sowieso alles egal ist? Ab dann ist der Weg nach unten meiner Meinung nach nahezu unmöglich, denn 2-3 Kilo weniger fallen nicht mehr auf, es gibt keinen Ansporn zum Weitermachen mehr.

Ich kenne eine Frau, die hat diese Grenze schon vor Jahren überschritten, ihre Mutter versucht ständig, sie zum Abnehmen zu bewegen, aber sie hat einfach nicht den Mut, damit anzufangen, sie ist der Ansicht, dass sie sich ja halbieren müsste, um ihr Normalgewicht zu erreichen und das empfindet sie als aussichtslos.
Wobei ich dann immer sage, wenn sie nur erst einmal anfangen würde; die Menschen, die so viel auf den Rippen haben, haben doch erst mal einen sehr großen und schnellen Erfolg, der auch ungemein anspornt.

Nein, es ist natürlich nicht lustig, aber es war lustig geschrieben.

Inaktiver User
23.11.2010, 15:57
Oft nähe ich selber oder ändere die Sachen.

Echt, du nähst selber? Das finde ich toll. Ich wünschte manchmal auch, dass ich das könnte. Es gibt sooo tolle Stoffe.

Ich bin froh, dass ich mittlerweile eine gute und günstige Schneiderin gefunden habe, die mir die Knopfleisten an meinen Blusen und Hemden zusammennäht. Die klaffen bei mir sonst IMMER auf (ich sag´s ja: Schmale Taille, dicke M****).

missbartoz
23.11.2010, 15:59
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es sich dann am besten abnehmen lässt, wenn man endlich das Gefühl los wird "nicht richtig" zu sein. Dann purzeln die Pfunde von alleine, weil man sie nicht mehr braucht, will oder sie einfach nicht mehr zu einem gehören. Auf dem Thema rumzureiten, das eh nicht zu übersehen ist, bringt meiner Erfahrung nach nichts, außer vielleicht den gegenteiligen Effekt. Besser wäre es, sie würde mal hören, dass sie schön ist. (und ja so oft, bis sie es glaubt)
Einen Versuch wäre es wert. Oder?

Inaktiver User
23.11.2010, 16:02
Besser wäre es, sie würde mal hören, dass sie schön ist. (und ja so oft, bis sie es glaubt)
Einen Versuch wäre es wert. Oder?

Du BIST schön, liebe missbartoz. :blumengabe: Ich finde, du siehst toll aus. Bleib ruhig so! :smile:

missbartoz
23.11.2010, 16:07
*rot werd*

Inaktiver User
23.11.2010, 16:07
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es sich dann am besten abnehmen lässt, wenn man endlich das Gefühl los wird "nicht richtig" zu sein. Dann purzeln die Pfunde von alleine, weil man sie nicht mehr braucht, will oder sie einfach nicht mehr zu einem gehören.

Interessant, diese These habe ich hier auch schonmal eingebracht (darf ich mal auf diesen (http://bfriends.brigitte.de/foren/essen-genuss-oder-frust/126126-kleiner-denkanstoss-seid-nett-zu-eurem-fett.html)Strang verweisen?)

Tabetha
23.11.2010, 16:16
Wenn das so einfach wäre ...

Die Pfunde purzeln, wenn man weniger isst, andere Sachen isst und sich mehr bewegt. Um das durchzuhalten, muss man sich vermutlich schon irgendwie mögen, sonst greift man schnell wieder zum Essen - aus Frust. So wird ein Schuh draus.
Von alleine kann nichts purzeln - das spräche gegen jede wissenschaftliche Erkenntnis.

missbartoz
23.11.2010, 16:22
Richtig Tabetha - aber durchhalten kannste nur, wenn man FÜR und nicht GEGEN sich arbeitet. Der Strang von "WorkingHeart" zeigt sehr schön wie das funktioniert. Der hier. (http://bfriends.brigitte.de/foren/essen-genuss-oder-frust/126126-kleiner-denkanstoss-seid-nett-zu-eurem-fett.html)

Tabetha
23.11.2010, 16:36
Obwohl ich nicht dick bin - wenn, kämpfe ich immer nur mal mit 3 Kilo - habe ich den Thread mal gelesen. Ich kann aus ihm aber wirklich keine positive Erkenntnis ziehen. Fett als Freund? Da kann ich nichts mit anfangen.
Dieses "gegen sich arbeiten" verstehe ich schon. Sich selbst nicht zu mögen ist nicht zielführend, es führt eher in das berühmte "Bringt ja doch nichts". Das sehe ich schon.

Inaktiver User
23.11.2010, 16:44
Vielleicht WEIL du nicht dick bist. :blumengabe: Es ist ja die Frage, warum hat man diesen Fettmantel überhaupt. Er hat oft eine psychologische Schutz-Funktion. Und bei Menschen, die es überhaupt nicht schaffen abzunehmen, steckt eben oft dahinter, dass sie ungelöste Probleme mit sich rumschleppen und sich lieber mit Essen trösten, statt sie zu lösen.

Andersrum wird aber ein Schuh draus: Probleme lösen, dann kein Frustessen und kein Schutzpanzer mehr nötig... das ist die Voraussetzung dafür, dass man langfristig ohne übermäßiges Essen/Fett auskommt. Die Pfunde fallen nicht von einem ab, aber das "Über-Essen" und das "Sich-Schutzlos-Fühlen" entfallen. Und so kann man erfolgreich abnehmen.

Kisskiss
24.11.2010, 09:07
@Wespenstich
Dein Bericht ist hammerhart und das tut mir alles wirklich leid für dich.
Ich habe sowieso den Eindruck gewonnen, dass bei Menschen, die schon als Kind dick sind, etwas im dem Stoffwechsel nicht stimmen kann.

Ein "normales" Kind steckt nämlich alles ins Wachstum.
Ob man dagegen etwas machen kann, weiß ich nicht.

Ich dachte bei meiner Frage eher an die Frauen, die in der Jugend schlank sind, dann aber kontinuierlich zunehmen und die nie stop zu sich selber sagen.
Ich glaube nämlich, dass das geht, aber es muss rechtzeitig passieren, sonst schafft man es offenbar nicht mehr.

Nimm mich zum Beispiel.
Ich kann durchaus nicht alles immer essen, was ich will, das kann nur 10 Prozent der Frauen, habe ich mal gelesen!

Alle anderen müssen wohl oder übel aufpassen und immer wieder mal bremsen.
Ich habe zur Zeit um die 55 Kilo, wiege mich einmal konsequent im Monat und wenn die Waage 57 Kilo zeigt, trete ich ein wenig kürzer.
Das machen meine Freundinnen auch so.

Mehr als 2 Kilo musste ich auf diese Art noch nie loswerden, und das war schwer genug!

Aber mal ganz ehrlich. Wer täglich drei solide Mahlzeiten zu sich nimmt, muss sich nicht wundern, wenn er langsam, aber sicher zunimmt.
Dieses angeblich "normale" Essen ist wahrscheinlich gar nicht so normal.
Der Mensch braucht viel weniger.

Auch wer eine Schwangerschaft als Freibrief nimmt, endlich mal so richtig drauflos zu essen, muss sich nicht wundern!
Das sind harte Worte, ich weiß es, aber ich denke so.

Kiss :kuss:

Tabetha
24.11.2010, 09:25
Ich habe sowieso den Eindruck gewonnen, dass bei Menschen, die schon als Kind dick sind, etwas im dem Stoffwechsel nicht stimmen kann.



Wie erklärst Du Dir die Zunahme der Stoffwechselkrankheiten in den vergangenen Jahrzehnten? Und dass diese überwiegend in ärmeren Schichten zu finden sind? Warum haben Mediziner das noch nicht entdeckt und reden stattdessen von falschem Essverhalten?

Kisskiss
24.11.2010, 09:25
Ich habe keine Ahnung, Tabetha!

Was ich noch loswerden möchte.
Übergewicht berechtigt niemanden zu Beleidigungen.
Die können eigentlich nur von Menschen kommen, die sich selber als defizitär sehen und darüber hinaus gehässig und primitiv sind.

Ich würde mich als dicke Frau prophylaktisch wappnen, wenn ich weiß, dumme Bemerkungen werde ich immer wieder hören!
So etwas auf die Dauer ignorieren könnte ich wahrscheinlich nicht, dazu bin ich zu impulsiv.

Dieses "Nur kein Neid" hörte ich mal in einem anderen Zusammenhang.
In eine Kneipe kam eine Frau mit einem langen echten Pelz.
Zwei Frauen starrten sie an und die eine machte eine laute Bemerkung von wegen Pelz und Tierschutz usw.
Die Frau sagte arrogant von oben herab: Nur kein Neid, man muss es sich leisten können!
Die Angesprochene machte daraufhin eine giftige Bemerkung, die aber nicht recht zog. Der Punkt ging an die Pelzfrau.

Man kann zu Pelzen stehen, wie man will, aber gut gekontert war es auf jeden Fall!

Dass man gute Antworten parat haben muss, habe ich in einem anderen, wirklich traurigen Zusammenhang gelernt.
Meine Tante hat einen schwerst behinderten Sohn und wenn sie mit dem unterwegs ist, muss sie sich schon mal Sachen anhören, die man nicht für möglich hält.
Ich war einige Male dabei!

Schon aus diesem Grund bin ich sehr sensibilisiert in Bezug auf rohe Bemerkungen.

Kiss :kuss:

Inaktiver User
24.11.2010, 10:22
Ich finde es grundsätzlich daneben, einen anderen Menschen, der einem nichts tut, zu beleidigen, aus welchem Grund auch immer. Und ich bin der festen Überzeugung, dass jemand, der mit sich selbst zufrieden und im Reinen ist, auch nicht auf die Idee kommt, andere zu beleidigen. Also sagt das viel über den "Sprücheklopfer" aus.

Es gibt sicher viele Faktoren, warum ein Mensch dick ist:

-"Schlechte Gene" (ungünstiger Stoffwechsel etc.)
-schlechte Ernährungsgewohnheiten seit der frühen Kindheit
-ungünstiges Essverhalten
-zu wenig Bewegung
-zu wenig Willen zum Abnehmen
-Krankheit
-etc.

Normalgewichtige haben vielleicht nur einige, aber nicht alle dieser Faktoren, und stehen figurmäßig besser da, bzw. haben es einfach leichter.
Wichtig ist meiner Meinung nach, dass man seinen "inneren Frieden" findet, da bin ich ganz bei der TE. Nach dem Motto "Mein Genuss ist mir so wichtig, dass ich eben dick bleibe. Ich muss das Beste draus machen."
Ich habe das zugegebenermaßen nicht. Ich wäre gerne ein paar Kilo leichter, gefalle mir so nicht, wie ich bin, esse aber unheimlich gerne und möchte darauf genausowenig verzichten. Also bin ich ewig unzufrieden mit mir.
Da bewundere ich die Dicken, die ihr Gleichgewicht gefunden haben. Sie haben mir viel voraus :blumengabe:

Inaktiver User
24.11.2010, 10:34
Da bewundere ich die Dicken, die ihr Gleichgewicht gefunden haben. Sie haben mir viel voraus :blumengabe:

Ich auch, aber ich schätze, davon gibt es nur ganz ganz wenige, prozentual verschwindend gering.

wespenstich
24.11.2010, 11:24
@Wespenstich
Auch wer eine Schwangerschaft als Freibrief nimmt, endlich mal so richtig drauflos zu essen, muss sich nicht wundern!
Das sind harte Worte, ich weiß es, aber ich denke so.
Kiss :kuss:

Falls du damit mich meinst, kann ich nur sagen, dass ich auch während meiner Schwangerschaft nicht drauflos gegessen habe. Ich habe angefangen normal zu essen. Also morgens gefrühstückt, mittags was normales gegessen und abends auch. Übrigens auf Anraten des Arztes, der mich zu Beginn der Schwangerschaft nach meinen Eßgewohnheiten befragt hat und entsetzt war. Übrigens der erste Arzt überhaupt, der mich ernsgenommen hat. Natürlich waren da auch die Schwangerschaftsgelüste dabei. Einfach mal ne Tüte Gummibärchen oder Nüsse auf einmal, aber nichts Unnormales, kein "Fressen".

Im Übrigen geht es mir auch nicht darum ob andere Menschen harte Worte benutzen oder nicht. Die härtesten Worte habe ich in meiner Familie gehört nicht von Fremden. Die berühren mich nicht. Ich ärgere mich manchmal darüber, wenn schlanke Menschen sich arrogant äußern, weil manche denken, dass sie eine besondere Leistung allein dadurch getätigt haben, dass sie schlank sind. Die Mehrheit aber verhält sich vollkommen normal und ist bereit das Denken nicht an der Oberfläche zu belassen.

Meine Freunde und Arbeitskollegen haben jedenfalls meine Gesamtperson zu schätzen gelernt (mein Mann sowieso) und halten sich nicht daran auf, ob jemand braune Haare, blonde Haare, grüne Augen, blaue Augen hat oder klein oder groß oder eben dick oder schlank ist. Und von fremden Menschen erwarte ich, dass soviel Respekt vor dem Gegenüber da ist, dass man keine übergriffigen Bemerkungen oder abschätzigen Kommentare zu jemandem äußert (Lästern tun wir ja alle mal) und wenn dies nicht der Fall ist, dann nehme ich mir heute das Recht zu sagen, dass liegt nicht an mir. Wenn eine erwachsene Person einer anderen ungefragt ihren Abscheu demonstriert, dann muss diese einfach noch ein wenig nachreifen, oder hat ein ganz anderes Problem.

Inaktiver User
24.11.2010, 11:43
Ich dachte bei meiner Frage eher an die Frauen, die in der Jugend schlank sind, dann aber kontinuierlich zunehmen und die nie stop zu sich selber sagen.
Ich glaube nämlich, dass das geht, aber es muss rechtzeitig passieren, sonst schafft man es offenbar nicht mehr.



Ich kann dir an meinem Beispiel erklären, wie so was kommt: Ich hab zweimal ordentlich zugenommen in den letzten Jahren: Nachdem ich mit dem Rauchen aufgehört habe und nachdem ich Medikamente nehmen musste, die leider eine Gewichtszunahme bewirken können. Da ich aber lieber Nichtraucher und gesund, als eine rauchende, schlanke Kranke bin, bleib ich halt wohl oder übel etwas dicker.

Logisch ärgert mich mein Übergewicht manchmal, wenn ich ne Hose kaufen will und all die dicken Frauen in meiner Stadt mal wieder schneller waren und es sie in meiner Größe nicht mehr gibt. :freches grinsen:

Den Brigitte-Artikel kann ich aber echt nicht nachvollziehen. Ich kriege eigentlich kein negatives Feedback. Und wenn, würde ich zurückbellen. Vielleicht bin ich dafür noch zu dünn (44/46)? Oder einfach zu selbstbewusst, was mein Gewicht angeht? Ich finde, dick sein ist keine Ausrede dafür, keinen Sport zu treiben, sich nicht gesund zu ernähren oder sich nicht hübsch anzuziehen.

Macht man das, lebt es sich genauso gut wie mit ner geringeren Kleidergröße und meiner Meinung nach auch genauso gesund.

Inaktiver User
24.11.2010, 12:10
Wie erklärst Du Dir die Zunahme der Stoffwechselkrankheiten in den vergangenen Jahrzehnten? Und dass diese überwiegend in ärmeren Schichten zu finden sind? Warum haben Mediziner das noch nicht entdeckt und reden stattdessen von falschem Essverhalten?

Zu diesem Thema empfehle ich das Buch "Die Kalorienlüge" von Hans-Ulrich Grimm. Der Mann ist Ernährungskritiker, ein Standardwerk von ihm ist auch "Die Suppe lügt" (dort geht es um versteckte Zusätze in Nahrungsmitteln).

Zur "Kalorienlüge": Dort kritisiert er die industriell hergestellten Nahrungsmittel. Die vielen Zusätze und künstlichen Bestandteile, die der Körper eigentlich gar nicht kennt/kennen kann, weil es sie in der Natur nicht gibt, verwirren nach seiner Ansicht den Stoffwechsel und damit den Hormonhaushalt. Das ist u.a. der Grund, warum die Kinder heute früher in die Pubertät kommen und wir schneller dick werden.

In ärmeren Schichten wird erfahrungsgemäß mehr Fastfood und andere Fertignahrung gegessen. Ergo müssten dort auch die Stoffwechselerkrankungen eher zunehmen als in anderen Schichten, wenn man Grimm´s These folgt.

Inaktiver User
24.11.2010, 12:25
Den Brigitte-Artikel kann ich aber echt nicht nachvollziehen.

Kann den jemand mal bitte verlinken, damit wir wissen, worüber wir diskutieren? :smirksmile:

Danke!

Inaktiver User
24.11.2010, 12:31
Wobei wir schon darüber nachdenken müssen wieso ein Frau sich in Gr. 38, 40 oder 42 schon dick fühlt.

Und dieses dämliche Size-Zero kann ich auch nicht mehr hören. Egal wie es aussieht - und Size Zero bei einer erwachsenen Frau sieht einfach krank aus - da wird gehungert oder abgesaugt. Und die Stars und Sternchen machen es ja auch noch vor.

Mit gesundem Körpergefühl hat das nichts mehr tun.

Wenn mir nach Süßem ist dann gibts dafür einen Grund - PMS oder ich bekomme Migräne.

Wenn ich mal Pizza will oder Pasta dann brauche ich gerade Kohlehydrahte. Ich esse dann ja auch Salat oder anderes gesunde Sachen.

Aber mürrisch an einem Blatt Salat knabbern kommt mir nicht in die Tüte.

Man ist was man ißt - mens sana in corpore sano oder so ähnlich. Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper. Und wenn der ein paar Kilo mehr hat als "normal" ist ich mich aber wohl fühle ist doch alles gut.


Zuviel ist nie gut - egal wovon. Und zuviel Übergewicht macht krank. Daran sollte man eben auch denken. Ohne an Größe 32 zu denken.

Tabetha
24.11.2010, 12:38
In ärmeren Schichten wird erfahrungsgemäß mehr Fastfood und andere Fertignahrung gegessen. Ergo müssten dort auch die Stoffwechselerkrankungen eher zunehmen als in anderen Schichten, wenn man Grimm´s These folgt.

Entschuldige bitte WorkingHeart, es ist keine Stoffwechselerkrankung. Es ist schlicht zuviel essen. Irgendjemand hat hier auch geschrieben, wer drei komplette Mahlzeiten am Tag isst, muss sich nicht wundern. Ich sehe das genauso. Wir verbrauchen mit unseren sitzenden Tätigkeiten doch bei weitem nicht die Kalorien, die das bedeutet. Die Empfehlung stammt aus Zeiten körperlicher Tätigkeit.
Und wenn ich erst einmal ein gewisses Übergewicht habe, kann ich mir schon denken, dass ich gar nicht mehr so wenig essen kann, dass ich wirklich schnell eine Veränderung spüren würde.

Aber das ist ja eigentlich nicht das Thema der TE. Sie fragt ja nicht, wie sie abnehmen könnte. Sie fragt, wie sie mit eventuellen blöden Sprüchen umgehen soll.
Noch einmal hierzu - mein Eindruck ist, und das gilt auch für schlankere Menschen, dass es Menschen gibt, die irgendwie immer Angriffsfläche bieten. Andere, die zum Beispiel auch dick sind, berichten nicht über blöde Anmachen. Vielleicht ist da der Knackpunkt.

Ansonsten ist es weitgehend auch meine Meinung, wie hier mehrfach geäußert, dass sich eine entsprechend agierende Person in erster Linie selbst disqualifiziert. Aber dann auch die dicke Person, wenn sie mit "Du bist blöd" oder "Du Kretin" antwortet.

Inaktiver User
24.11.2010, 12:44
Wobei wir schon darüber nachdenken müssen wieso ein Frau sich in Gr. 38, 40 oder 42 schon dick fühlt.



Ich finde immer, das ist auch eine Frage der Festigkeit des Körpers und der Proportionen. Ich hab selbst "nur" 40/42, bin meiner Meinung nach aber mit 38 besser propotioniert, weil ich fast nur an Oberschenkeln und Hintern zunehme. Dagegen finde ich manche wohlproportionierte Dicke, wie hier die verlinkte Sängerin, gut aussehend.

Inaktiver User
24.11.2010, 12:46
Entschuldige bitte WorkingHeart, es ist keine Stoffwechselerkrankung. Es ist schlicht zuviel essen.

Das auch. Zuviel und das Falsche.


Aber das ist ja eigentlich nicht das Thema der TE. Sie fragt ja nicht, wie sie abnehmen könnte. Sie fragt, wie sie mit eventuellen blöden Sprüchen umgehen soll.

Auch da hast du recht. Ich hatte nur den Eindruck, es war der TE gar nicht so unrecht, dass wir das Thema "Dicksein" ein bißchen mehr ausgeweitet haben. Aber wir sollten jetzt wirklich wieder zur Ausgangsfrage zurückkommen.

Tabetha
24.11.2010, 13:05
Ja, und das Falsche. Das stimmt.

Ansonsten schweife ich aber auch immer mal gerne vom Thema ab ;- )

Inaktiver User
24.11.2010, 13:51
Die Frauen in der Renaissance waren schön, nicht schlank.

Viele Grüße von der Bunten :blumengabe:
(Renaissance-Frau)

Inaktiver User
24.11.2010, 13:54
Die Schönheitsideale der einzelnen Epochen waren verschieden.

Aber gilt oder galt Körperfülle im Orient nicht als ein Zeichen von Reichtum?

Inaktiver User
24.11.2010, 14:07
Die Schönheitsideale der einzelnen Epochen waren verschieden.

Aber gilt oder galt Körperfülle im Orient nicht als ein Zeichen von Reichtum?

Ich denke, Körpermaße waren/sind immer auch Ausdruck eines gesellschaftlichen Trends. In den Zwanzigerjahren wollten die Frauen jungenhafte Körper haben, als Ausdruck der Emanzipation, Körperfülle galt immer mal als Reichtum und "Nicht-arbeiten-müssen", heute denke ich, gilt ein straffer Körper als Ausdruck von Dynamik und Erfolg verbunden mit Selbstdisziplin. Es ist sehr schwierig, sich davon zu lösen und sein eigenes Ideal zu finden.

Inaktiver User
24.11.2010, 14:21
Ich denke, Körpermaße waren/sind immer auch Ausdruck eines gesellschaftlichen Trends. In den Zwanzigerjahren wollten die Frauen jungenhafte Körper haben, als Ausdruck der Emanzipation, Körperfülle galt immer mal als Reichtum und "Nicht-arbeiten-müssen", heute denke ich, gilt ein straffer Körper als Ausdruck von Dynamik und Erfolg verbunden mit Selbstdisziplin. Es ist sehr schwierig, sich davon zu lösen und sein eigenes Ideal zu finden.

Um es auf eine einfache Formel zu bringen: Es gilt immer das als schön, was als Körperform schwer zu erreichen ist.

Ist ein Land arm und die Leute hungern eher, dann ist Dicksein schick. In der Überfluss-Gesellschaft ist schlank in.

Tabetha
24.11.2010, 15:05
Soweit ich weiß, hängt es bei vielen Naturvölkern mit dem Gedanken zusammen, dass a. eine Frau gebärfreudiger ist, wenn sie dicker ist und b. man in Krisenzeiten besser durchkommt, wenn man Fettschichten hat.

BRIGITTE Community-Team
24.11.2010, 16:45
Kann den jemand mal bitte verlinken, damit wir wissen, worüber wir diskutieren? :smirksmile:

Danke!

Liebe Mar-Lena,

wir haben den Artikel (http://www.brigitte.de/gesellschaft/politik-gesellschaft/dicksein-1075385/) aufgrund der Diskussion hier im Forum soeben online gestellt.

Freundliche Grüße
Ihr Bfriends-Team

Inaktiver User
24.11.2010, 17:20
:blumengabe: Danke für den Link.

Ich studiere ihn nachher, in Ruhe. Und dann entscheide ich, ob ich als Betroffene mich dazu äußern möchte - oder nicht. Das Leben ist schwer genug, wenn man schwer genug ist!

missbartoz
24.11.2010, 18:35
Liebe Mar-Lena,

wir haben den Artikel (http://www.brigitte.de/gesellschaft/politik-gesellschaft/dicksein-1075385/) aufgrund der Diskussion hier im Forum soeben online gestellt.

Freundliche Grüße
Ihr Bfriends-Team

Sehr gute Idee. Ich war schon etwas verwundert, was für abenteuerliche Blüten die Diskussion angenommen hat. Wenn ich dazu noch was sagen darf, ich finde es schade, dass ihr so ein Bild genommen habt. Das in der Printausgabe war schöner und auch treffender. But anyway.

Insgesamt scheint das Ganze ein doch stärkeres Reizthema zu sein, als gedacht. Susanne Fröhlich beschreibt in ihrem Buch, wie sie angefeindet wurde, als die 15 verlorenen Kilos wieder da waren und sie jetzt einfach dazu steht. Ich hab das nicht so ganz geglaubt, aber einige Kommentare in diesem Strang lassen mich erahnen was sie meint.

wespenstich
24.11.2010, 19:27
Susanne Fröhlich beschreibt in ihrem Buch, wie sie angefeindet wurde, als die 15 verlorenen Kilos wieder da waren und sie jetzt einfach dazu steht. Ich hab das nicht so ganz geglaubt, aber einige Kommentare in diesem Strang lassen mich erahnen was sie meint.

Das liegt vielleicht aber nicht am Gewicht, sondern an der grenzenlos arroganten Persönlichkeit dieser Frau.

Inaktiver User
24.11.2010, 21:18
Ich hab das nicht so ganz geglaubt, aber einige Kommentare in diesem Strang lassen mich erahnen was sie meint.

Welche?

Inaktiver User
24.11.2010, 21:37
Ich hab mir jetzt aus Interesse die Mühe gemacht, den ganzen Strang noch einmal zu lesen. Ich kann kein Posting finden, das gleichzusetzen ist mit den Anfeindungen gegenüber Susanne Fröhlich. Wo bitte werden hier stark Übergewichtige angefeindet? Einstimmig wird hier geäußert, dass Beleidigungen von Dicken vollkommen daneben sind.
Was stört dich genau, missbartoz? Was willst du lesen?

Inaktiver User
25.11.2010, 09:00
Insgesamt scheint das Ganze ein doch stärkeres Reizthema zu sein, als gedacht. Susanne Fröhlich beschreibt in ihrem Buch, wie sie angefeindet wurde, als die 15 verlorenen Kilos wieder da waren und sie jetzt einfach dazu steht. Ich hab das nicht so ganz geglaubt, aber einige Kommentare in diesem Strang lassen mich erahnen was sie meint.

Dass sie angefeindet wurde, weil sie wieder zugenommen hat, und dann auch noch recht viel, ist doch klar, all ihre Kritiker und Neider können nun voll in die Kerbe schlagen, für diese Menschen ist sowas ein Fest, so nach dem Motto "Siehste, die hat es auf Dauer doch nicht geschafft, Ha!".

Das kann man doch immer wieder beobachten.

Es gibt auch dicke Frauen, die mit Neid auf die gucken, die sich zu einer Diät durchgerungen haben, die sagen dann vorher schon "das schafft die doch eh nie!" oder "warte mal ab, das was sie jetzt abnimmt, hat sie ratz fatz wieder drauf!", wenn diese Person ihre Diät dann abbricht oder sich durch andere Gründe kein Erfolg einstellt, dann ist das auch für diese Neider ein Fest der Gefühle, so traurig das auch ist.

Tabetha
25.11.2010, 09:11
Ich hab mir jetzt aus Interesse die Mühe gemacht, den ganzen Strang noch einmal zu lesen. Ich kann kein Posting finden, das gleichzusetzen ist mit den Anfeindungen gegenüber Susanne Fröhlich. Wo bitte werden hier stark Übergewichtige angefeindet? Einstimmig wird hier geäußert, dass Beleidigungen von Dicken vollkommen daneben sind.
Was stört dich genau, missbartoz? Was willst du lesen?

Sehe ich genauso. Es wurde diskutiert, eben auch über Fehlernährung, wobei wir ja schon selbst feststellten, dass wir uns gerade abseits des Themas bewegten.
Ich könnte jetzt nur ein Problem darin sehen, wenn Dicke Heilige Kühe wären. Für mich sind sie aber nun einmal Mitmenschen. Mit denen pflege ich zu reden, zu diskutieren und ja, man redet auch über sie. Eine Alternative wäre, sie zu übersehen. Wäre das gewollt? Das wäre doch wohl (gewollte) Ausgrenzung, oder?

Inaktiver User
25.11.2010, 09:13
Dass sie angefeindet wurde, weil sie wieder zugenommen hat, und dann auch noch recht viel, ist doch klar, all ihre Kritiker und Neider können nun voll in die Kerbe schlagen, für diese Menschen ist sowas ein Fest, so nach dem Motto "Siehste, die hat es auf Dauer doch nicht geschafft, Ha!".

Naja, wer aber über sein Abnehmen einen Bestseller schreibt und damit öffentlich und mit Geldsegen abgenommen hat, ist m.E. selber schuld. Wenn man so ein Bohei drum macht, gibt´s eben auch Bohei, wenn´s dann nix war mit dem öffentlichen "Also ICH kann das. Wenn ihr wissen wollt wie: Kauft mein Buch." Man stellt sich als kleines Vorbild hin und zieht Vorteile (Geld) aus der Tatsache, dass man bekannt ist. Selbst schuld, finde ich.

Hätte sie einfach nur abgenommen, OHNE ein Buch drüber zu schreiben, hätte man es evtl. wohlwollend wahrgenommen, aber nicht so in den Mittelpunkt gerückt. Genau wie späteres Wieder-Zunehmen.

Inaktiver User
25.11.2010, 09:21
Naja, wer aber über sein Abnehmen einen Bestseller schreibt und damit öffentlich und mit Geldsegen abgenommen hat, ist m.E. selber schuld. Wenn man so ein Bohei drum macht, gibt´s eben auch Bohei, wenn´s dann nix war mit dem öffentlichen "Also ICH kann das. Wenn ihr wissen wollt wie: Kauft mein Buch." Man stellt sich als kleines Vorbild hin und zieht Vorteile (Geld) aus der Tatsache, dass man bekannt ist. Selbst schuld, finde ich.

Hätte sie einfach nur abgenommen, OHNE ein Buch drüber zu schreiben, hätte man es evtl. wohlwollend wahrgenommen, aber nicht so in den Mittelpunkt gerückt. Genau wie späteres Wieder-Zunehmen.

Ja, ich verstehe, was du meinst.

Für mich macht das aber trotzdem keinen Unterschied, letztendlich ist sie auch nur eine von vielen, die es nicht geschafft hat und sich deshalb diesem starken Gegenwind stellen muss.

Ich habe ihre Bücher weder gekauft, noch gelesen. Hat sie denn schon ein Buch darüber geschrieben, wo sie beschreibt, wie sie es schafft, sich so, mit ihren Pfunden, zu akzeptieren? Das wäre dann doch fair und dann ein geschickt vermarkteter Lebenslauf.

Inaktiver User
25.11.2010, 09:23
Ich habe ihre Bücher weder gekauft, noch gelesen. Hat sie denn schon ein Buch darüber geschrieben, wo sie beschreibt, wie sie es schafft, sich so, mit ihren Pfunden, zu akzeptieren? Das wäre dann doch fair und dann ein geschickt vermarkteter Lebenslauf.

Bitte sehr. *klick* (http://ecx.images-amazon.com/images/I/51cul0LjzSL._SL500_AA300_.jpg)

Inaktiver User
25.11.2010, 09:26
Bitte sehr. *klick* (http://ecx.images-amazon.com/images/I/51cul0LjzSL._SL500_AA300_.jpg)

Ah! Danke.:blumengabe:

Aber wenns den Lesern hilft, warum nicht?! Und wenn es sie nur zum Schmunzeln bringt.

wespenstich
25.11.2010, 09:37
Sehe ich genauso. Es wurde diskutiert, eben auch über Fehlernährung, wobei wir ja schon selbst feststellten, dass wir uns gerade abseits des Themas bewegten.
Ich könnte jetzt nur ein Problem darin sehen, wenn Dicke Heilige Kühe wären. Für mich sind sie aber nun einmal Mitmenschen. Mit denen pflege ich zu reden, zu diskutieren und ja, man redet auch über sie. Eine Alternative wäre, sie zu übersehen. Wäre das gewollt? Das wäre doch wohl (gewollte) Ausgrenzung, oder?

Also ich fand die Diskussion hier gut. Es ist vielleicht ein wenig ärgerlich, dass es hier eigentlich um die Wahrnehmung, Vorurteile gegenüber und die Behandlung dicker Menschen geht und es dann, wie immer in solchen Diskussionen, wieder mal um Ursachen des Dickseins, Ästhetik und persönliche Vorlieben geht.

Aber hier lief das doch in gemäßigten Bahnen und mich freut es sehr, dass selbst Frauen, die Dicke unästhetisch finden sich so erwachsen verhalten können, dass sie diese Meinung fremden Personen gegenüber nicht ungefragt präsentieren. Damit ist viel gewonnen und ich wünschte das das für mehr Menschen zuträfe.

Inaktiver User
25.11.2010, 09:51
... Als schlanker Mensch versteht man nämlich unfreiwillig Dicke nicht, das muss auch mal gesagt werden.
Man ist doch erstmal jung und schlank, die meisten jedenfalls.
Dann nimmt man irgendwann zu, warum wird das nicht rechtzeitig gebremst? ...


... Ich dachte bei meiner Frage eher an die Frauen, die in der Jugend schlank sind, dann aber kontinuierlich zunehmen und die nie stop zu sich selber sagen.
Ich glaube nämlich, dass das geht, aber es muss rechtzeitig passieren, sonst schafft man es offenbar nicht mehr. ...

Ich finde, daß das die beiden grundsätzlichen Knackpunkte in dieser Diskussion sind:
"ich verstehe nicht..." und "ich glaube, das geht..."

Über Dinge, die man nicht versteht oder von denen man nur glaubt, sie zu wissen, kann man schlecht mit jemandem reden, der sie aus eigener Erfahrung kennt.

Und auch da gibt's Unterschiede, weil jeder dicke Mensch sein Dicksein individuell anders erlebt: es gibt welche, die darunter leiden (seelisch und körperlich), es gibt andere, sich lediglich darüber ärgern (hauptsächlich wegen der Klamotten) und dann gibt es die seltenen, glücklichen Exemplare, die dazu stehen und mit sich im reinen sind, obwohl sie nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprechen.

Das kann man nicht unter einen Hut bringen - schon gar nicht mit gewollt provokanten Überschriften wie "dick - faul - doof".

Mehr Toleranz und Gelassenheit gegenüber den Mitmenschen würde schon vollkommen ausreichen!

:blumengabe:

Tabetha
25.11.2010, 09:54
Da wir den Artikel nun endlich auch gelesen haben, und dieser wohl die TE verärgert hat, würde mich interessieren, was an ihm sie so sehr verärgert hat.
Vielleicht kannst Du Dich hierzu noch äußern?

Inaktiver User
25.11.2010, 10:00
Irgendwo in dem Artikel stand, daß sich manche Dicke "verschämt in ihrem Oberarmgebirge verstecken würden".

Mag sein, daß das mit einem humorvollen Augenzwinkern verstanden werden will, aber mich ärgert dieser Begriff so sehr, daß ich ihn mir prompt gemerkt habe.

Inaktiver User
25.11.2010, 10:01
Insgesamt scheint das Ganze ein doch stärkeres Reizthema zu sein, als gedacht. Susanne Fröhlich beschreibt in ihrem Buch, wie sie angefeindet wurde, als die 15 verlorenen Kilos wieder da waren und sie jetzt einfach dazu steht. Ich hab das nicht so ganz geglaubt, aber einige Kommentare in diesem Strang lassen mich erahnen was sie meint.

Also, erstens habe ich hier bislang keinerlei Anfeindungen gelesen, sondern ausgesprochen sachliche Beiträge (was bei diesem Thema ja durchaus leider nicht die Regel ist), und zweitens muss Frau Fröhlich sich nicht wundern. Sie hat dermaßen mit ihrem Abnehmerfolg angegeben und außerdem soviel Unfug zum Thema geschwätzt, da war die Häme danach vorprogrammiert.

Inaktiver User
25.11.2010, 10:03
Also ich fand die Diskussion hier gut. Es ist vielleicht ein wenig ärgerlich, dass es hier eigentlich um die Wahrnehmung, Vorurteile gegenüber und die Behandlung dicker Menschen geht und es dann, wie immer in solchen Diskussionen, wieder mal um Ursachen des Dickseins, Ästhetik und persönliche Vorlieben geht.
.

Ich finde, das ist nicht zu trennen. :blumengabe:

Inaktiver User
25.11.2010, 10:08
Ich finde, daß das die beiden grundsätzlichen Knackpunkte in dieser Diskussion sind:
"ich verstehe nicht..." und "ich glaube, das geht..."

Über Dinge, die man nicht versteht oder von denen man nur glaubt, sie zu wissen, kann man schlecht mit jemandem reden, der sie aus eigener Erfahrung kennt.

Und auch da gibt's Unterschiede, weil jeder dicke Mensch sein Dicksein individuell anders erlebt[/B]


Gerade deswegen wäre ein sachlicher und ehrlicher Austausch doch wichtig.
Es gibt sicher sehr viele Ursachen, aber wenn so getan wird, als seien alle Dicken Opfer ihrer Kindheit oder einer Krankheit, so ist das einem Verständnis des Problems nicht gerade zuträglich.
Es gibt nun mal verschiedenste Gründe für das Dicksein, und die kann man eben zum Teil nicht verstehen, wenn man selbst nicht betroffen ist.

Dass es immer wieder Hirnrissige gibt, die unverschämt werden, liegt m.M.n. auch daran, dass heute allgemein die Hemmschwelle, andere Menschen anzupöbeln, sehr gesunken ist.

Inaktiver User
25.11.2010, 10:11
... muss Frau Fröhlich sich nicht wundern. Sie hat dermaßen mit ihrem Abnehmerfolg angegeben und außerdem soviel Unfug zum Thema geschwätzt, da war die Häme danach vorprogrammiert.
Zu ihrer Ehrenrettung möchte ich anmerken, daß ihr erstes Buch KEIN Diätratgeber ist und auf keiner Seite auch nur im entferntesten steht: "Wenn ich das schaffe, schaffen Sie das auch!" oder etwas ähnlich motivierendes mit Tipps, Tricks, Punkten und Wochenplänen.

Sie hat einfach nur ihre Geschichte aufgeschrieben, fertig.

Ganz freiwillig damit angegeben hat sie erst mal auch nicht: wenn jemand viel abnimmt (fragt mich mal!), wird er automatisch von der Umwelt auf diesen vermeintlich tollen Erfolg reduziert - sogar die Kassiererin vom Supermarkt spricht einen darauf an und will wissen, wie man das denn geschafft hat.

Bin ich froh, daß ich dann doch kein Buch geschrieben habe! :zwinker:

Pe Ess: Ich mag Frau Fröhlich nicht besonders gern, aber gerade in Bezug auf das Ab- und Zunehmen verstehe ich sie sehr gut...

Tabetha
25.11.2010, 10:15
Oberarmgebirge - ja, dieser Begriff ist mir auch aufgefallen und ich (schlank) fand ihn unangemessen.

Tabetha
25.11.2010, 10:19
Dass es immer wieder Hirnrissige gibt, die unverschämt werden, liegt m.M.n. auch daran, dass heute allgemein die Hemmschwelle, andere Menschen anzupöbeln, sehr gesunken ist.

Das ist leider absolut korrekt und betrifft nicht nur Dicke.
Jugendliche sind diesbezüglich katastrophal (fragt hier mal ältere Leute). Da hilft nur sehr selbstbewusstes Auftreten - aber hierzu hat eine alte Dame mit Stock gar nicht mehr die Möglichkeiten. Da hat eine "mächtige" Frau, die sich notfalls mal in Positur stellt, wirklich andere Karten.

Inaktiver User
25.11.2010, 10:20
Zu ihrer Ehrenrettung möchte ich anmerken, daß ihr erstes Buch KEIN Diätratgeber ist und auf keiner Seite auch nur im entferntesten steht: "Wenn ich das schaffe, schaffen Sie das auch!" oder etwas ähnlich motivierendes mit Tipps, Tricks, Punkten und Wochenplänen.

Sie hat einfach nur ihre Geschichte aufgeschrieben, fertig.

Ganz freiwillig damit angegeben hat sie erst mal auch nicht: wenn jemand viel abnimmt (fragt mich mal!), wird er automatisch von der Umwelt auf diesen vermeintlich tollen Erfolg reduziert - sogar die Kassiererin vom Supermarkt spricht einen darauf an und will wissen, wie man das denn geschafft hat.

Bin ich froh, daß ich dann doch kein Buch geschrieben habe! :zwinker:

Pe Ess: Ich mag Frau Fröhlich nicht besonders gern, aber gerade in Bezug auf das Ab- und Zunehmen verstehe ich sie sehr gut...

Naja, erst schreibt sie ihre Abnehmgeschichte auf, jetzt macht sie eine Kehrtwende und verdammt den ganzen Abnehmwahn ... da erkennt jemand messerscharf die Trends der Zeit und verdient damit Geld. Das ist legitim, aber sie darf sich nicht beschweren, wenn man ihr dabei mangelnde Ehrlichkeit unterstellt.

Inaktiver User
25.11.2010, 10:28
... Das ist legitim, aber sie darf sich nicht beschweren, wenn man ihr dabei mangelnde Ehrlichkeit unterstellt.
Nochmal Einspruch: sie ist ja ehrlich dabei!

Im zweiten Buch schreibt sie nämlich darüber, wie verblüfft sie über den Erfolg des ersten war - und noch verblüffter darüber, daß man ihr mangelnde Ehrlichkeit unterstellte, als sie wieder zugenommen hatte.

Ich habe beide Bücher. :buch lesen:

Das zweite besteht zwar gerade im ersten Teil nur aus Rechtfertigungen, warum ein Kilo nach dem anderen zurückgekommen ist und ein weiterer Teil des Buches besteht aus Interviews und kopierten Auszügen aus dem Internet... aber unehrlich ist das alles nicht; eher im Gegenteil.

Das erste Buch ist allerdings wesentlich unterhaltsamer als das zweite.

Inaktiver User
25.11.2010, 10:30
Liebe Mar-Lena,

wir haben den Artikel (http://www.brigitte.de/gesellschaft/politik-gesellschaft/dicksein-1075385/) aufgrund der Diskussion hier im Forum soeben online gestellt.

Freundliche Grüße
Ihr Bfriends-Team

Danke für das Einstellen des Artikels, leider sind keine Quellen angegeben.


Dass wir Letzteres allerdings immer noch nicht glauben, stellten Marburger Forscher fest: Unter 1000 von ihnen befragten Bürgern nahmen 85 Prozent an, dass Dicke selbst schuld sind an den Vorurteilen "fett, faul und dumm" und damit an ihrem gesellschaftlichen Abseits. Schuld an solchen Aussagen sei das mangelnde Wissen über die Tatsache, dass Übergewicht in hohem Maße von genetischen und anderen nur schwer kontrollierbaren Faktoren abhängig ist, glaubten die Forscher.

Mich interessiert die Quelle/der wissenschaftliche Nachweis für das rot markierte Zitat.



Dr. Frank hält die bei den meisten Menschen mit zunehmenden Alter wachsenden Speckröllchen sogar für eine Lebensversicherung: "Sie lassen Menschen Krankheiten besser überstehen." Diese Erkenntnis brauche allerdings noch 20 Jahre, sagt Frank, bis sie sich durchgesetzt habe. "Unser immer noch missbilligender Blick auf die vermeintlich Dicken ist eine soziale Geschichte, hier geht es auch um die Abgrenzung der Mittelschicht nach unten. Bis die kranken Fettleibigen und die gesunden Dicken nicht mehr in einen Topf geworfen werden, das wird noch 20 Jahre dauern."

Zu dem von Dr. Frank genannten Unterschied kranke Fettleibige/gesunde Dicke interessiert mich ebenfalls der wissenschaftliche Beleg.

Tabetha
25.11.2010, 10:33
Drahtseilakt - insbesondere das erste Zitat ist mir auch aufgefallen. In dem Zusammenhang müsste man nämlich davon ausgehen, dass es in den letzten Jahrzehnten zu massenhaften Genmutationen gekommen ist. Denn es ist nun einmal Fakt - dermaßen verbreitet ist Übergewicht erst in den letzten Jahrzehnten ein Thema, meiner Meinung nach erst seit ca. zwei Jahrzehnten. Und warum sollte eine Genmutation nun überwiegend in ärmeren/ungebildeteren Schichten vorkommen - da ich mich mit Genforschung ein wenig auskenne, weiß ich, dass Gene ohne Standesdenken sind.

Inaktiver User
25.11.2010, 10:53
Drahtseilakt - insbesondere das erste Zitat ist mir auch aufgefallen. In dem Zusammenhang müsste man nämlich davon ausgehen, dass es in den letzten Jahrzehnten zu massenhaften Genmutationen gekommen ist. Denn es ist nun einmal Fakt - dermaßen verbreitet ist Übergewicht erst in den letzten Jahrzehnten ein Thema, meiner Meinung nach erst seit ca. zwei Jahrzehnten. Und warum sollte eine Genmutation nun überwiegend in ärmeren/ungebildeteren Schichten vorkommen - da ich mich mit Genforschung ein wenig auskenne, weiß ich, dass Gene ohne Standesdenken sind.

Ich wink nochmal mit dem Buch von Grimm: Industrienahrung. Hat mit Genen nichts zu tun, sondern damit, dass wir (insbesondere die ärmeren Schichten) uns Zeug reinpfeifen, mit dem unser Körper/unser Stoffwechsel/unser Hormonhaushalt nicht klar kommt.
Das ist aber kein schwer kontrollierbarer Faktor: Mehr natürliche Nahrung, das wäre die Lösung.

Tabetha
25.11.2010, 10:59
Ja, aber das ist es doch - falsche Nahrung. Das hat nun wahrlich nichts mit Genen zu tun.

Inaktiver User
25.11.2010, 11:02
Das zweite besteht zwar gerade im ersten Teil nur aus Rechtfertigungen, warum ein Kilo nach dem anderen zurückgekommen ist und ein weiterer Teil des Buches besteht aus Interviews und kopierten Auszügen aus dem Internet... aber unehrlich ist das alles nicht; eher im Gegenteil.


*gg* ja, sowas gibt es auch als Masche. Und was die Rechtfertigungen angeht: Das dürfte ein wesentlicher Grund für die Kritik an ihr sein. Schließlich hat sie ja jeder Kamera, die sich auf sie richtete, erzählt, abnehmen könne wirklich jede/r schaffen.

Inaktiver User
25.11.2010, 11:12
Ja, aber das ist es doch - falsche Nahrung. Das hat nun wahrlich nichts mit Genen zu tun.

Die Problematik besteht darin, dass wir heute längst nicht vollumfänglich verstehen, wie unser Stoffwechsel funktioniert. Wir KENNEN nicht einmal alle Gene, die mitverursachend für Adipositas sein könnten, und überblicken längst nicht sämtliche komplexen Reziprozitäten aus genetischer Prädisposition, Zusammensetzung der aufgenommenen Nahrung, Bewegung, und aller damit verbundenen Regulationsprozesse.

Wie sollte eine abschliessende Bewertung (http://www.ngfn.de/upload/mediapool/ngfn_pm_2010-10_Gigantische_Adipositas-Studien.pdf) da also möglich sein?

Inaktiver User
25.11.2010, 11:16
Ja, aber das ist es doch - falsche Nahrung. Das hat nun wahrlich nichts mit Genen zu tun.

Nö. Aber mal sowas von nicht.

Gut, ich bin kein Genforscher. Aber - ´tschuldigung - Gen-Mutationen in so großen Teilen der Bevölkerung kann es nicht innerhalb eines so kurzen Zeitraumes (und das sind 50 Jahre erdgeschichtlich) geben. Das entwickelt sich ggf. innerhalb von Jahrtausenden, wenn nicht gar Millionen Jahren.

Dass wir immer größer und älter werden hat auch nix mit den Genen zu tun, sondern mit der verbesserten Ernährung und medizinischen Versorgung.

Und: Wären wir nicht im Grunde genetisch noch Neandertaler, dann würden wir nicht dick. Dann "wüsste" unser Körper nämlich, dass ihm keine Hungersnot droht, und dass er sein Snickers jederzeit bekommen kann.

Inaktiver User
25.11.2010, 11:19
Die Problematik besteht darin, dass wir heute längst nicht vollumfänglich verstehen, wie unser Stoffwechsel funktioniert. Wir KENNEN nicht einmal alle Gene, die mitverursachend für Adipositas sein könnten, und überblicken längst nicht sämtliche komplexen Reziprozitäten aus genetischer Prädisposition, Zusammensetzung der aufgenommenen Nahrung, Bewegung, und aller damit verbundenen Regulationsprozesse.

Nun ja, aber Stoffwechsel ist nicht = Gene.

An dem einen kannst du was drehen, am anderen nicht (zum Glück).

wespenstich
25.11.2010, 11:19
Ja, aber das ist es doch - falsche Nahrung. Das hat nun wahrlich nichts mit Genen zu tun.

Ich glaube mit der Erwähnung von genetischen Ursachen ist u.a. gemeint, dass es manche Menschen mit dieser falschen Nahrung dick werden, andere nicht.

Tabetha
25.11.2010, 11:19
Wir haben seit ein paar Jahrzehnten Fast Food, Lebensmittel im Überfluss, eine nichtkochende Gesellschaft, Süßigkeiten, erhöhte Kalorienzufuhr - und ganz plötzlich soll sich just passend dazu genetisch bedingt der Stoffwechsel bei genau denen geändert haben, die o. g. im Übermaß zu sich nehmen?
Jeder Genforscher würde sich die Finger lecken - eine genetische Veränderung auf einen so engen Zeitraum mit ganzen 50 % der Gesellschaft, die betroffen wäre - das wäre mal ein Forschungsobjekt.

Inaktiver User
25.11.2010, 11:21
Nun ja, aber Stoffwechsel ist nicht = Gene.

An dem einen kannst du was drehen, am anderen nicht (zum Glück).

Diesen Schluss halte ich so für nicht haltbar.

Inaktiver User
25.11.2010, 11:21
Jeder Genforscher würde sich die Finger lecken - eine genetische Veränderung auf einen so engen Zeitraum mit ganzen 50 % der Gesellschaft, die betroffen wäre - das wäre mal ein Forschungsobjekt.

Sag ich ja.

Inaktiver User
25.11.2010, 11:22
Diesen Schluss halte ich so für nicht haltbar.

Welchen Teil davon?

Inaktiver User
25.11.2010, 11:22
Ich glaube mit der Erwähnung von genetischen Ursachen ist u.a. gemeint, dass es manche Menschen mit dieser falschen Nahrung dick werden, andere nicht.

Aber ist das wirklich so?
Die wenigen, die immer dünn bzw. immer dick sind, können doch nicht als Maßstab gelten.

Im Allgemeinen ist schon so: Wer dauernd zuviel vom Falschen isst, wird dick. Bei entsprechenden Untersuchungen, bei denen genau Buch geführt wird über zugeführte Kalorien, stellt sich immer wieder heraus, dass jene, die behaupten, sie könnten alles essen und würden nicht zunehmen, letztlich eben doch eine negative Kalorienbilanz haben.
Und viele, die glauben, gar nicht so viel zu essen, sind überrascht über die tatsächliche Kalorienmenge.

Das ist auch eine Frage der Wahrnehmung und Gewöhnung, die vielen da den Blick verstellt.

Tabetha
25.11.2010, 11:22
An dem einen kannst du was drehen, am anderen nicht (zum Glück).

Das sagst Du nicht, wenn Du selbst von einer genetisch bedingten Krankheit betroffen bist, das kann ich Dir versichern. Ein "falsches" Gen und die damit verbundenen Auswirkungen bekommt man nämlich nie weg. Da kann man weniger essen und noch so viel Sport machen ... Keine Chance.
Insofern reagiere ich auf diese "Entschuldigungen" ziemlich fuchsig.

Tabetha
25.11.2010, 11:24
Sehe ich auch so, mezurasii.
Es ist eine Fehleinschätzung (gewollt?), dass man Schlanken unterstellt, dass sie einfach so schlank sind (sprich, die haben nun Schlank-Gene ...).
Schlanke tun dafür meist etwas - gemäßigt essen, Sport ...
Es gibt nur extrem wenig Menschen, die ungestraft und vor allen Dingen ihr Leben lang "spachteln" können.

Inaktiver User
25.11.2010, 11:26
Welchen Teil davon?

Die Trennung, die Du vollziehst, ist eine rein theoretische. Wenn genetische Prädispositionen eine entscheidende Rolle bei Stoffwechselprozessen spielen, kann die Stellschraube Stoffwechsel u.U. ziemlich klemmen, um das mal plastisch auszudrücken.

Inaktiver User
25.11.2010, 11:26
Das sagst Du nicht, wenn Du selbst von einer genetisch bedingten Krankheit betroffen bist, das kann ich Dir versichern. Ein "falsches" Gen und die damit verbundenen Auswirkungen bekommt man nämlich nie weg. Da kann man weniger essen und noch so viel Sport machen ... Keine Chance.
Insofern reagiere ich auf diese "Entschuldigungen" ziemlich fuchsig.

Also siehst du doch eine genetische Komponente?

wespenstich
25.11.2010, 11:27
Ich finde, das ist nicht zu trennen. :blumengabe:

Leider nicht, denn ginge die Diskussion von einem kleinen Menschen aus, der sich von seiner Umwelt seiner Körpergröße wegen diskriminiert fühlt, dann würde weder die Frage der Ästhetik, noch die der "Schuld" gestellt. Und ich glaube, dass das eines der Hauptschwierigkeiten des dicken Lebens darstellt.

Andere Menschen kommen immer wieder darauf zurück, dass man selbst schuld ist und sich daher nicht beschweren darf. Ich nehme für mich aber das Recht in Anspruch als Mensch ordentlich behandelt zu werden und mich zu beschweren, wenn dies nicht so ist. Werde ich beschimpft, dann bin ich das "Opfer" nicht der verfressene Täter und Kommentare wie z.B. Oberarmgebirge sind sehr sehr grenzwertig.

Schließlich gäbe es bei einem Bericht über Akne auch keine Kommentare wie Mondkratergesicht und keiner würde in so einer diskussion damit anfangen, dass Aknenarben ja unästhetisch sind und es ja Möglichkeiten gibt die Narben zu entfernen und so den Spottern keine Angriffsfläche mehr zu bieten.

Tabetha
25.11.2010, 11:27
Sag ich ja.

Zwei Doofe, ein Gedanke ;- )

wespenstich
25.11.2010, 11:29
Jeder Genforscher würde sich die Finger lecken - eine genetische Veränderung auf einen so engen Zeitraum mit ganzen 50 % der Gesellschaft, die betroffen wäre - das wäre mal ein Forschungsobjekt.

Aber von Epigenetik hast du schon mal was gehört oder? Übrigens ganz aktuelles Forschungsthema in Hinblick auf Stoffwechsel und Prädisposition von Diabetes.

Tabetha
25.11.2010, 11:30
Also siehst du doch eine genetische Komponente?

Nein, ich schreibe über eine tatsächlich genbedingte Krankheit. Die man von Geburt an hat - so ist das nämlich mit den Genen - und gegen die kein Abnehmen hilft.

Inaktiver User
25.11.2010, 11:30
Die Trennung, die Du vollziehst, ist eine rein theoretische. Wenn genetische Prädispositionen eine entscheidende Rolle bei Stoffwechselprozessen spielen, kann die Stellschraube Stoffwechsel u.U. ziemlich klemmen, um das mal plastisch auszudrücken.

Ich sage ja nicht, dass die Gene keinen Einfluss darauf haben, wie unser Stoffwechsel jeweils grundsätzlich funktioniert. Aber: Ich kann meinen Stoffwechsel zusätzlich selbst beeinflussen, bei meinen Genen geht das nicht.

Ich kann meinen Metabolismus durch Diäten kaputt machen, durch Medikamente, durch körperliche Störungen (z.B. Schilddrüse), durch hormonell oder anderweitig belastete Nahrung. Das ist ein sehr feines Gefüge, das schnell durcheinander kommen kann. Und da hat jeder in seinem Rahmen Einfluss.

wespenstich
25.11.2010, 11:31
Die Trennung, die Du vollziehst, ist eine rein theoretische. Wenn genetische Prädispositionen eine entscheidende Rolle bei Stoffwechselprozessen spielen, kann die Stellschraube Stoffwechsel u.U. ziemlich klemmen, um das mal plastisch auszudrücken.

Oder noch einfacher, über Gene werden alle Stoffwechselbeteiligten Proteine bereitgestellt. Stimmt da was nicht, dann stimmt auch der Stoffwechsel nicht.

Inaktiver User
25.11.2010, 11:32
Nein, ich schreibe über eine tatsächlich genbedingte Krankheit. Die man von Geburt an hat - so ist das nämlich mit den Genen - und gegen die kein Abnehmen hilft.

Okay, jetzt verstehe ich dich. Das ist dann ausnahmsweise wirklich genbedingt.

Tabetha
25.11.2010, 11:33
Leider nicht, denn ginge die Diskussion von einem kleinen Menschen aus, der sich von seiner Umwelt seiner Körpergröße wegen diskriminiert fühlt,

Ich wundere mich immer, wenn der Unterschied nicht gesehen wird.
Der kleine Mensch war immer klein. Da wächst nichts mehr.
Der dicke Mensch hat als Baby meist auch zw. 2400 und 3400 Gramm gewogen.
Irgendwann isst er zuviel und wird dicker und dicker, wenn er nicht irgendwann sein Verhalten ändert. Der kleine Mensch kann sich verhalten, wie er will. Größer wird er wohl wahrlich nicht.

Inaktiver User
25.11.2010, 11:36
Ich sage ja nicht, dass die Gene keinen Einfluss darauf haben, wie unser Stoffwechsel jeweils grundsätzlich funktioniert. Aber: Ich kann meinen Stoffwechsel zusätzlich selbst beeinflussen, bei meinen Genen geht das nicht.

Ich kann meinen Metabolismus durch Diäten kaputt machen, durch Medikamente, durch körperliche Störungen (z.B. Schilddrüse), durch hormonell oder anderweitig belastete Nahrung. Das ist ein sehr feines Gefüge, das schnell durcheinander kommen kann. Und da hat jeder in seinem Rahmen Einfluss.

Du kannst eine Einflussnahme aber nur dann gezielt vornehmen, wenn Du einen Überblick über das Gesamtgeschehen hast UND es darin Komponenten gibt, auf die Du regulierend einwirken kannst. Stell Dir ein Puzzle von 500 Teilen vor, bei dem 300 fehlen. Natürlich kannst Du hier Teile hinzu fügen, oder weg nehmen. Welchen Impact das aber auf das Gesamtbild hat, ist nur schwer abzuschätzen, es läuft auf trial & error hinaus, mit all den Gefahren, die Du oben kurz anreisst.

Menschen GLAUBEN beispielsweise, über Diäten Erfolge erzielen zu können. Fakt ist aber, dass längst nicht jeder Mensch, der es damit versucht, auch einen Erfolg im Sinne einer Gewichtsreduktion hat. Die Stellschraube Stoffwechsel versagt also hier, die persönliche Einflussnahme scheitert, weil es weitere, häufig nicht ausreichend untersuchte oder bisher unbekannte Ursachen dafür gibt.

Tabetha
25.11.2010, 11:37
Okay, jetzt verstehe ich dich. Das ist dann ausnahmsweise wirklich genbedingt.

Nein, ich glaube nicht, lach. Ich rede von Gendefekten wie z. B. Mukoviszidose oder Fehlwüchsigkeit o. ä. In keiner Weise von Übergewicht.
Die von solchen Krankheiten betroffenen Menschen würden sich wünschen, dass man Gene ändern könnte. Dicke dagegen können - zumindest erst einmal in der Theorie - abnehmen. Sie könnten etwas tun, was etwas ändern könnte - also abnehmen. Die genannten genbedingt Kranken haben keine Möglichkeit.
Jetzt klar?

Inaktiver User
25.11.2010, 11:38
Oder noch einfacher, über Gene werden alle Stoffwechselbeteiligten Proteine bereitgestellt. Stimmt da was nicht, dann stimmt auch der Stoffwechsel nicht.

Genau so isses.

Inaktiver User
25.11.2010, 11:44
Leider nicht, denn ginge die Diskussion von einem kleinen Menschen aus, der sich von seiner Umwelt seiner Körpergröße wegen diskriminiert fühlt, dann würde weder die Frage der Ästhetik, noch die der "Schuld" gestellt. Und ich glaube, dass das eines der Hauptschwierigkeiten des dicken Lebens darstellt.


Die (anscheinend stark übergewichtige) TE fragte eingangs, wie man sich gegen Vorurteile und blöde Sprüche wehrt. Wenn sich jetzt nur Dicke zu Wort gemeldet hätten, die zur ähnlichen Lebenseinstellung "Ich mag mich, wie ich bin" gekommen sind, wäre der Thread natürlich anders verlaufen. So aber ist es doch natürlich, dass bestehende Vorurteile und "Schuldfragen" diskutiert werden. Und das ist hier sachlich geschehen. Deswegen fragte ich ja, was die TE eigentlich für Beiträge erwartet hat, wenn sie diese hier schon als angreifend versteht.

wespenstich
25.11.2010, 11:48
Ich wundere mich immer, wenn der Unterschied nicht gesehen wird.
Der kleine Mensch war immer klein. Da wächst nichts mehr.
Der dicke Mensch hat als Baby meist auch zw. 2400 und 3400 Gramm gewogen.
Irgendwann isst er zuviel und wird dicker und dicker, wenn er nicht irgendwann sein Verhalten ändert. Der kleine Mensch kann sich verhalten, wie er will. Größer wird er wohl wahrlich nicht.

Nun wie wir alle wissen werden Fettdepots in der Kindheit angelegt. Später wachsen Fettzellen nur noch. Die angelegten Fettzellen verschwinden nie mehr, man kann nur den Umfang eventuell (obwohl das vielen nicht gelingt) geringer halten.

Aber du greifst genau das Thema an, um das es mir geht. Was spielt es für eine Rolle in der Behandlung von Menschen, ob man Äußerlichkeiten ändern kann oder nicht? Was gibt einer Person das Recht Dicke oder sehr Dünne persönlich anzugreifen? Nichts.

Ich sehe auf der Staße täglich Menschen, die meinem ästhetischen Empfinden nicht entsprechen. Gehe ich hin und sage laß dir die Nase korrigieren, deine Eltern hätten dir Wachstumshormone geben sollen, wechsel den Friseur, zieh besser einen Wonderbra an oder kauf dir ordentliche Kleider, glätte deine Haare, zieh bei deinen Knubbelknien nicht noch nen kurzen Rock an, wasch dir das Gesicht und drück die Pickel aus? Nein tue ich nicht. Warum also meinen manche Leute, sie hätten bei dicken das Recht dazu? Weil sie charakterlich nun, ich würde sagen, unterentwickelt sind.

Tabetha
25.11.2010, 11:48
Ich gebe auf, die Diskussion hatten wir hier schon seitenweise. Aber keine, wirklich keine, kann mir wissenschaftlich belegen, dass man sich aktuell damit beschäftigt, warum diese genetisch bedingten Stoffwechselproblemchen gerade jetzt und in der Fast-Food-Zeit und überhaupt :gegen die wand: (tschuldigung).

Selbstverständlich hat das alles nichts mit dem Essen zu tun, alle Übergewichtigen nehmen nur geringe Kalorien zu sich und selbstverständlich machen alle regelmäßig Sport und essen keine Süßigkeiten.
Sich selbst in die Tasche lügen, nennt man das. Bequem, zu sagen "Das ist mein genetisch bedingter Stoffwechsel und natürlich kann ich dagegen nichts tun".

Dass es Menschen gibt, denen die Figur halten leichter fällt als anderen, will ich nicht abstreiten. Aber ich glaube nicht daran, dass es plötzlich "Buff" macht und man genetisch bedingt dick wird. Ich sehe dem falsches und mengenmäßig übertriebenes Essen vorausgehen, unterstrichen von mangelnder Bewegung.

wespenstich
25.11.2010, 11:50
Die (anscheinend stark übergewichtige) TE fragte eingangs, wie man sich gegen Vorurteile und blöde Sprüche wehrt. Wenn sich jetzt nur Dicke zu Wort gemeldet hätten, die zur ähnlichen Lebenseinstellung "Ich mag mich, wie ich bin" gekommen sind, wäre der Thread natürlich anders verlaufen. So aber ist es doch natürlich, dass bestehende Vorurteile und "Schuldfragen" diskutiert werden. Und das ist hier sachlich geschehen. Deswegen fragte ich ja, was die TE eigentlich für Beiträge erwartet hat, wenn sie diese hier schon als angreifend versteht.

Das frage ich mich auch, denn ich fand die Diskussion hier überraschend sachlich und eigentlich sogar angenehm, ohne Beleidigungen und eher mit Fragen, als mit Verurteilungen durchzogen.

Tabetha
25.11.2010, 11:53
Aber du greifst genau das Thema an, um das es mir geht. Was spielt es für eine Rolle in der Behandlung von Menschen, ob man Äußerlichkeiten ändern kann oder nicht? Was gibt einer Person das Recht Dicke oder sehr Dünne persönlich anzugreifen? Nichts.



Grundsätzlich waren wir uns hier schon einig. Aber irgendjemand schrieb auch, dass dieses "Ich kann nichts dafür, dass ist genetisch so festgelegt" auch durchaus nerven kann. Was natürlich auch nicht zu Beschimpfungen rechtfertigt (meiner Meinung nach gibt es sowieso nichts, was Beschimpfungen rechtfertigt).
Was das soll, hat sich mir auch noch nicht erschlossen. Aber es mag durchaus in einem Zusammenhang stehen, der hier diskutiert wurde - die Unfähigkeit, sich so zu nehmen, wie man is(s)t.
Ich finde es "schofelig", dies dann mal einfach auf eine Krankheit zu schieben. Es gibt wirklich kranke Menschen. Dann bitte auch sagen - ja, ich esse gerne und viel, was soll es und was geht es Dich da an?

Inaktiver User
25.11.2010, 11:55
... Dann bitte auch sagen - ja, ich esse gerne und viel, was soll es und was geht es Dich da an? Meine Rede. Im übrigen esse ich gerne und viel. :hunger:

wespenstich
25.11.2010, 11:57
Selbstverständlich hat das alles nichts mit dem Essen zu tun, alle Übergewichtigen nehmen nur geringe Kalorien zu sich und selbstverständlich machen alle regelmäßig Sport und essen keine Süßigkeiten.
Sich selbst in die Tasche lügen, nennt man das. Bequem, zu sagen "Das ist mein genetisch bedingter Stoffwechsel und natürlich kann ich dagegen nichts tun".


Ich glaube du verstehst das falsch. Die wenigsten Dicken sagen, dass ihr Stoffwechsel ihr Dicksein allein verschuldet (obwohl es das auch gibt). Aber der unterschiedliche Stoffwechsel kann es begünstigen, dass jemand mit, sagen wir mal nur als Beispiel mit 2000 kcal., am Tag untergewichtig, schlank oder dick ist. Jemandem mit Untergewicht vorzuwerfen er esse zu wenig, oder jemandem mit Übergewicht fressen vorzuwerfen ist dann falsch und auch ungerecht.

Und meine Erfahrung mit dicken Menschen zeigt mir persönlich, dass die meisten erst richtig dick geworden sind, weil sie versucht haben ihren Stoffwechsel mit Diäten auszutricksen und nicht weil sie ständig essen oder nie Sport treiben. Und sich auch mal in die Tasche zu lügen ist menschlich, dass rechtfertigt nicht, dass Dicke gedisst werden.

Tabetha
25.11.2010, 11:59
dass rechtfertigt nicht, dass Dicke gedisst werden.

Ich denke, dies haben hier wirklich alle Beteiligten deutlich zur Kenntnis gebracht. Bei mir ist es so, dass ich Hänseleien keiner Gruppe/Person gegenüber billige.

Lästern muss ich aber auch ab und zu ... Ja, ich schäme mich ...

Inaktiver User
25.11.2010, 11:59
Dass es Menschen gibt, denen die Figur halten leichter fällt als anderen, will ich nicht abstreiten.

Ja und dann gibt es eben zwei Wege, damit umzugehen. Entweder ich finde mich damit ab, nicht so schlank zu sein oder ich muss eben stärker auf meine Ernährung und Bewegung achten als andere. Beide Wege sollten dann respektiert werden. Und übrigens auch die Haltung, dass man Adipositas unästhetisch findet.

Tabetha
25.11.2010, 12:00
Aber der unterschiedliche Stoffwechsel kann es begünstigen, dass jemand mit, sagen wir mal nur als Beispiel mit 2000 kcal., am Tag untergewichtig, schlank oder dick ist.

Dem Satz kann ich so zustimmen. Und den Rest muss man dann eben (wenn eine andere Figur als vorhanden gewünscht ist) mit den entsprechenden Maßnahmen begleiten.

Inaktiver User
25.11.2010, 12:01
Selbstverständlich hat das alles nichts mit dem Essen zu tun, alle Übergewichtigen nehmen nur geringe Kalorien zu sich und selbstverständlich machen alle regelmäßig Sport und essen keine Süßigkeiten.
Sich selbst in die Tasche lügen, nennt man das. Bequem, zu sagen "Das ist mein genetisch bedingter Stoffwechsel und natürlich kann ich dagegen nichts tun".


Ich verstehe diese Diskussion nicht ganz? Ist das nicht völlig wurst, warum jemand dick ist? Was geht's denn andere an, wieviel ich esse? So lange dir die Dicken nicht die Wurst vom Teller klauen? Ich guck ja auch keine Leute böse an, die rauchen. Das werden die schon selbst wissen, was sie tun. Außer sie pusten ihren Rauch in meine Richtung.

(Und oh ja, ich esse gerne gut. :smile: Von Magerquark und Knäckebrot kommen MEINE Kilos nicht.)

Dass Diäten nix bringen, sollte sich allerdings mittlerweile rumgesprochen haben. Diäten sind tatsächlich ungesund, Übergewicht nicht unbedingt.

wespenstich
25.11.2010, 12:05
Ich finde es "schofelig", dies dann mal einfach auf eine Krankheit zu schieben. Es gibt wirklich kranke Menschen. Dann bitte auch sagen - ja, ich esse gerne und viel, was soll es und was geht es Dich da an?

Wer sagt dir denn, dass diese Menschen nicht wirklich eine Krankheit haben? Eine Freundin von mir war immer schlank, dann hat sie in 1 Jahr! Fast 40kg zugenommen und keiner hat ihr geglaubt, als sie sagte was sie ißt. Nämlich vollkommen normal und eher an der unteren Grenze. Immer war nur die Rede davon, dass sie sich und andere belügt, nach dem Motto weil nicht sein kann, was nicht sein darf, bis bei einer Routineuntersuchung ihre Schilddrüsenunterfunktion festgestellt wurde. Jetzt mit richtiger Behandlung hat sie zwar abgenommen, aber vielleicht die Hälfte ihres Gewichtes. Und wer kann beurteilen, welcher Dicke ein Cushington Syndrom, eine Schildrüsenstörung oder sonstwas hat oder nur zu gerne ißt?

Tabetha
25.11.2010, 12:06
Ich verstehe diese Diskussion nicht ganz? Ist das nicht völlig wurst, warum jemand dick ist?

Grundsätzlich ja, es sei denn, er zieht Ausreden an den Haaren herbei und versucht mir zu erklären, dass er ja gar nichts dafür kann. Dann fühle ich mich durchaus dazu berechtigt, zu widersprechen bzw. nach den wissenschaftlichen Belegen zu fragen. Das nennt man dann Diskussion.

Tabetha
25.11.2010, 12:07
Wespenstich, die Zahl derer sollte sich deutlich in der Minderheit bewegen. Sie erklärt nicht über 50 % übergewichtige Menschen innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte. Aber das hatten wir schon ...

(Schlechter Arzt, der da nicht gleich an die Schilddrüse denkt - er kannte seine Patientin doch anders?)

Aber hier hast Du genau das Problem, warum diesen Menschen dann nicht mehr geglaubt wird. Weil vorher zehn Übergewichtige schon im Sprechzimmer saßen und erzählten, dass sie natürlich den Diätplan einhalten ... Da können sich die Kranken dann bei diesen bedanken. Wie ich schon sagte, ein solches Verhalten geht auf Kosten der wirklich Kranken.

wespenstich
25.11.2010, 12:08
Ja und dann gibt es eben zwei Wege, damit umzugehen. Entweder ich finde mich damit ab, nicht so schlank zu sein oder ich muss eben stärker auf meine Ernährung und Bewegung achten als andere. Beide Wege sollten dann respektiert werden. Und übrigens auch die Haltung, dass man Adipositas unästhetisch findet.

Ok, ich habe kein Problem damit, dass Menschen mein Übergewicht und mich unästhetisch finden. Mir gefällt auch nicht alles. Aber ich habe etwas dagegen, dass mir eine solche Meinung in verachtender unaufgeforderter Art und Weise entgegengebracht wird. Was ich übrigens noch perfider finde ist, wenn mir abgesprochen wird, dass mich überhaupt jemand ästhetisch findet. Da wird irgendwie nicht genug über den Tellerand gesehen.

wespenstich
25.11.2010, 12:08
Wespenstich, die Zahl derer sollte sich deutlich in der Minderheit bewegen. Sie erklärt nicht über 50 % übergewichtige Menschen. Aber das hatten wir schon ...

Das habe ich auch nicht behauptet.

Inaktiver User
25.11.2010, 12:14
Ok, ich habe kein Problem damit, dass Menschen mein Übergewicht und mich unästhetisch finden. Mir gefällt auch nicht alles. Aber ich habe etwas dagegen, dass mir eine solche Meinung in verachtender unaufgeforderter Art und Weise entgegengebracht wird. Was ich übrigens noch perfider finde ist, wenn mir abgesprochen wird, dass mich überhaupt jemand ästhetisch findet. Da wird irgendwie nicht genug über den Tellerand gesehen.

Wie gesagt, ich gefalle mir auch nicht 100%ig. Und es gibt dickere als mich, die ich schön finde. Ich glaube, bezüglich der Respektlosigkeit sind wir uns hier alle einig. Und dass die Geschmäcker verschieden sind, ist ja bekannt, niemand ist objektiv unästhetisch.
Aber es darf doch darüber sachlich diskutiert werden.

Inaktiver User
25.11.2010, 12:18
@ Tabetha

Vielleicht bin ich dazu zu selbstbewusst? Ich finde, ich muss mich für meine Figur nicht rechtfertigen. :Sonne:


Ok, ich habe kein Problem damit, dass Menschen mein Übergewicht und mich unästhetisch finden. Mir gefällt auch nicht alles. Aber ich habe etwas dagegen, dass mir eine solche Meinung in verachtender unaufgeforderter Art und Weise entgegengebracht wird.

Mir ist das bisher nur einmal passiert. Da war ich aber leider grad schwanger und konnte demjenigen nicht hinterherrennen und die passende Antwort geben. In meiner Kindheit und Jugend war das aber schon öfter so - obwohl ich da gar nicht mal Übergewicht hatte.


Was ich übrigens noch perfider finde ist, wenn mir abgesprochen wird, dass mich überhaupt jemand ästhetisch findet. Da wird irgendwie nicht genug über den Tellerand gesehen.

Vielleicht ist das der Trost der Dünnen (wenigstens bin ich dünn und attraktiv :lachen:). Nur weil man nicht den Durchschnittsgeschmack trifft, ist man ja noch lange nicht hässlich.

wespenstich
25.11.2010, 12:19
Ich glaube, bezüglich der Respektlosigkeit sind wir uns hier alle einig. Und dass die Geschmäcker verschieden sind, ist ja bekannt, niemand ist objektiv unästhetisch.
Aber es darf doch darüber sachlich diskutiert werden.

Da kann ich mich zu beiden Punkten nur 100% anschließen.

Inaktiver User
25.11.2010, 12:33
Nein, ich glaube nicht, lach. Ich rede von Gendefekten wie z. B. Mukoviszidose oder Fehlwüchsigkeit o. ä. In keiner Weise von Übergewicht.
Die von solchen Krankheiten betroffenen Menschen würden sich wünschen, dass man Gene ändern könnte. Dicke dagegen können - zumindest erst einmal in der Theorie - abnehmen. Sie könnten etwas tun, was etwas ändern könnte - also abnehmen. Die genannten genbedingt Kranken haben keine Möglichkeit.
Jetzt klar?

Menno, das ist aber eine schwere Geburt hier. :knatsch:
Aber jetzt hab ich´s. :blumengabe:

Ich war nur über deine folgende Aussage gestolpert:
Ein "falsches" Gen und die damit verbundenen Auswirkungen bekommt man nämlich nie weg. Da kann man weniger essen und noch so viel Sport machen ... Keine Chance. Ich dachte, du meintest aufgrund einer genetischen Krankheit Dicke (die nicht in erster Linie dick, sondern krank sind, wobei das Dicksein eine Begleiterscheinung ist).

Ich glaube, ich steig hier auch aus. Das Niveau wird mir zu hoch. :freches grinsen: Bis denne!

Inaktiver User
25.11.2010, 12:34
Huch, da habe ich mit meiner Frage an das B-Team was ausgelöst. MIR ging es eher um die Tonalität des Artikels, die mich gewundert hat, da ich sie als sehr einseitig empfunden habe. Denn nachdem was ich über das Thema Dicke/Adipositas/etc weiß, sind einige Aussagen nicht korrekt, deshalb habe ich nach Quellen gefragt. Ich bin ja nicht allwissend und lerne immer gerne dazu.

Unter anderem hat mich diese Aussage gewundert:

Schuld an solchen Aussagen sei das mangelnde Wissen über die Tatsache, dass Übergewicht in hohem Maße von genetischen und anderen nur schwer kontrollierbaren Faktoren abhängig ist, glaubten die Forscher.Ob ein Mensch Übergewicht hat, hängt erstens von vielen Faktoren ab und zweiten von dem Zusammenspiel dieser Faktoren. Diese Faktoren können sein: falsche Ernährung, Bewegungsmangel, genetische Disposition, Hormonlage (zB Schilddrüse), die Psyche (Thema Essen als Belohnung, Frustessen) etc,.

Die Auswirkung dieser einzelnen Faktoren ist nicht wirklich aufgeklärt. Zum Beispiel können Genvariationen in verschiedenen Organismen unterschiedliche Auswirkungen haben, je nach Hormonlage, Stoffwechsellage, etc. Die bloße Identifizierung eines Gens sagt so gut wie gar nichts aus.

Auch das Zusammenspiel dieser einzelnen Faktoren ist hochkomplex und wir sind weit davon entfernt, dieses wirklich zu verstehen und Vorhersagen a la "wenn-dann" treffen zu können.

Insofern finde ich die Aussage, dass Übergewicht in HOHEM MASSE von von der genetischen Ausstattung und von SCHWER KONTROLLIERBAREN FAKTOREN (welche sind das?) abhängt, als sehr gewagt. Vielleicht bringt aber ein Nachweis dieser Behauptung Licht in mein Dunkel.

Was ergibt sich daraus? Meiner Meinung erstmal das Annehmen seiner Selbst, so wie man im Moment lebt und ist (mit einem "s"!). Aus dieser Position kann man dann für sich einzelne Faktoren, die womöglich zu der derzeitigen Konstitution führen, anschauen und überlegen, ob man daran etwas ändern möchte und auch warum man das ändern möchte: zB. gesundheitliche Aspekte Stichwort Bewegungsmangel, ästhetische/praktische Aspekte Stichwort Kleiderkauf und angebotene Konfektionsgrößen oder man gönnt sich die Unterstützung einer Therapeutin, um sich die Hintergründe des Frust- oder Belohnungsessens anzuschauen. Die Maßnahmenpalette, die theoretisch in Frage kommt, ist genauso breit, wie die ursächlichen Faktoren. Zu dieser Maßnahmenpalette gehört auch gleichwertig dazu, dass man für sich beschließt, sich anzunehmen, wie man ist und nichts ändern zu wollen.

Um auf den Artikel zurückzukommen: Ebenso einseitig und deshalb falsch finde ich die Betonung der gesundheitsfördernden Aspekte von Übergewicht. Dass Übergewicht zu folgeschweren Erkrankungen führen kann, wurde dabei insofern unterschlagen, dass diese Erkrankungen nicht nur -wie angedeutet- von deutlichem Übergewicht verursacht werden, sondern von dem Zusammenspiel vieler Faktoren abhängen und deshalb auch schon bei Personen mit mäßig erhöhtem BMI (wenn man diesen als Maß für Übergewicht heranziehen will) vorkommen können.

Inaktiver User
25.11.2010, 12:38
Ich wollte nochmal den Punkt mit der Industrienahrung und dem Fast Food kurz aufgreifen:

vor längerer Zeit gab es mal eine Quarks & Co-Sendung dazu und dort wurde aufgezeigt, wie sich die Kalorien bei Fertignahrung im Laufe der Jahrzehnte verändert haben. Ein Big Mac-Menü hatte in den Anfängen von McDonald's so um die 500 Kalorien und zum Zeitpunkt der Ausstrahlung der Sendung ca. 1.500 Kalorien. Das lag nicht "nur" daran, daß die Portionen und Getränke etwas größer wurden, sondern auch daran, daß mehr Zucker und Fett (prozentual gesehen - gemessen an der Portionsgröße) enthalten waren. Das ist jetzt nur ein Beispiel *anmerk*.

Genauso verhält es sich mit anderen Lebensmitteln - z. B. Ketchup (ordentlich Zucker drin), Schokolade, Limonaden usw.

Wer da genetisch etwas vorprogrammiert ist, der nimmt dann sicherlich schneller zu als jemand, der das nicht ist. Damit wollte ich nicht ausdrücken, daß die "Gendefekte" in den letzten Jahrzehnten explodiert sind, sondern, daß es diese Veranlagungen höchstwahrscheinlich (bin kein Biologe) schon immer gab und sie durch bestimmte Nahrung nun eben zu Tage treten.

Der Schlüssel liegt dann vielleicht wirklich bei konsequenter Umstellung auf natürlich belassene Lebensmittel und Vermeidung von Fertignahrung, Fast Food, Süßigkeiten und Limonaden usw.

Wenn meine derzeitige Diät :freches grinsen: beendet ist, werde ich es herausfinden.

Inaktiver User
25.11.2010, 12:39
niemand ist objektiv unästhetisch.



Da kann ich mich zu beiden Punkten nur 100% anschließen.

Ich nicht. *diskussionanheiz* :pfeifend:

Es gibt objektiv unästhetische Menschen. Dies hat aber mit der Form des Gesichts, dem Verhältnis von Wangenknochen zu Kinn usw. zu tun. Alles schon erforscht. Auch Menschen, die sehr stark von der Norm abweichen, können als objektiv unästhetisch eingestuft werden (man denke sich jetzt ein schönes Beispiel, ich möchte hier niemanden beleidigen). Zum Beispiel starke körperliche Abnormitäten oder Körperfunktionen.

Das heißt nicht, dass man einen "häßlichen" Menschen nicht subjektiv hübsch finden kann (ist man die Mutter, der Lebenspartner, liebt man den Menschen - wie heißt es immer? Gefallen macht schön).

Aber objektiv lässt sich Attraktivität und Ästhetik berechnen.

Tabetha
25.11.2010, 12:48
Der Schlüssel liegt dann vielleicht wirklich bei konsequenter Umstellung auf natürlich belassene Lebensmittel und Vermeidung von Fertignahrung, Fast Food, Süßigkeiten und Limonaden usw.



Öhem, für mich nennt sich das dann gesunde Ernährung (eigentlich die ganz normale Ernährung, die es schon in meinem Elternhaus gab) - das ist aber doch nicht neu? Und schwierig auch nicht.

Inaktiver User
25.11.2010, 12:51
Öhem, für mich nennt sich das dann gesunde Ernährung (eigentlich die ganz normale Ernährung, die es schon in meinem Elternhaus gab) - das ist aber doch nicht neu? Und schwierig auch nicht.

Klar, weil du es von zu Hause so kennst, es gibt aber Menschen, die wissen mit 40 noch nicht, wie man eine Zwiebel schneidet.

missbartoz
25.11.2010, 13:11
Die (anscheinend stark übergewichtige) TE fragte eingangs, wie man sich gegen Vorurteile und blöde Sprüche wehrt. Wenn sich jetzt nur Dicke zu Wort gemeldet hätten, die zur ähnlichen Lebenseinstellung "Ich mag mich, wie ich bin" gekommen sind, wäre der Thread natürlich anders verlaufen. So aber ist es doch natürlich, dass bestehende Vorurteile und "Schuldfragen" diskutiert werden. Und das ist hier sachlich geschehen. Deswegen fragte ich ja, was die TE eigentlich für Beiträge erwartet hat, wenn sie diese hier schon als angreifend versteht.

Hallo Schlumpfine,

ich finde die Beiträge nicht angreifend, bin aber erstaunt darüber, dass es schnell um die "Schuldfragen" ging. Du hast Recht, dass dies sicher anders gelaufen wäre, wenn sich mehr "Ich mag mich, wie ich bin" Frauen dem Thread angeschlossen hätten. So finde ich es aber auch interessant.

Das ist es auch, was ich mit "Reizthema" meinte. Dass sich beim Thema "Dicksein" viele angesprochen fühlen. Ob sie es nun sind, sich so empfinden, es mal waren oder Angst haben, sie könnten es je sein.

Mir persönlich zeigt das lediglich, was für einen Stellenwert das Essen und die Figur für uns hat. Bewerten mag dies jede für sich.
Der Artikel in der Brigitte, der ja nun auch zum Nachlesen online gestellt wurde, beschäftigt sich ja ebenfalls mit der Allgegenwärtigkeit dieses Themas, das bis zu Personalentscheidungen durchdringt.
Mir ging es darum, zu erfahren, wie andere Frauen, mit ähnlichen Erfahrungen, damit umgehen.
Auch wenn dieser Thread inhaltlich sehr verzweigt geworden ist, freue ich mich jedoch sehr über den positiven Grundton. Mal schauen, wie es weitergeht und ob sich noch mehr Themenfelder auftun.

Ich für meinen Teil bin mit mir zufrieden, so wie ich bin. Dazu kann ich aber auch sagen, dass diese Einstellung ein sehr langer und nicht einfacher Weg war. Gerne würde ich Frauen ermutigen, auch so einen Weg zu gehen und sich so zu akzeptieren wie sie sind.
Oftmals sind das auch nicht Frauen, bei denen von gesundheitlichen Risiken gesprochen werden kann, sondern solche, die jahrelang versuchen von der 46 auf die 40 zu kommen. Da sag ich ganz klar, dass das Leben zu kurz für solch eine Quälerei ist. Aber auch das muss jede für sich entscheiden.

Einen fröhlichen Donnerstag wünscht
miss Bartoz

VanessaB
25.11.2010, 13:13
Ich bin davon überzeugt, dass mindestens 80 % der dicken Menschen deshalb dick sind, weil sie zuviel und/oder das Falsche essen.
Aber das berechtigt mich trotzdem nicht dazu, über diese Menschen zu urteilen oder sie gar blöd anzureden.
Irgendjemand hat es schon geschrieben: das lässt sehr viel mehr Rückschlüsse auf den Pöbelnden zu als auf den Dicken.
Ich glaube allerdings auch, dass ein leider relativ hoher Prozentsatz der Menschen einfach nur dumm sind und wenig nachdenken.Und das sind dann meist die, die auf dicke Menschen mit den Fingern zeigen oder beleidigende Bemerkungen loslassen.

Inaktiver User
25.11.2010, 13:15
Öhem, für mich nennt sich das dann gesunde Ernährung (eigentlich die ganz normale Ernährung, die es schon in meinem Elternhaus gab) - das ist aber doch nicht neu? Und schwierig auch nicht.

Doch, in Zeiten der Industrienahrung schon. Alles, was man im Supermarkt kaufen kann, ist so zubereitet, dass es lang gelagert werden kann. Daher bekommst du nur gespritzte oder sonstwie manipulierte Äpfel. Gemüse, das auf mehr oder weniger verseuchtem Boden gewachsen ist - auch wenn´s bio ist (das kann man nicht vermeiden). Brühe, Joghurt, Nudeln, Margarine: Alles voller Emulgatoren, Weichmacher (ggf. auch durch die Verpackung), künstliche Zusatzstoffe.

Da kann ich mich brav an die Ernährungspyramide halten und esse trotzdem Dreck.

Dass viele heutzutage gar nicht mehr kochen können, ist ein anderes Thema.

wildwusel
25.11.2010, 14:07
Ich bin davon überzeugt, dass mindestens 80 % der dicken Menschen deshalb dick sind, weil sie zuviel und/oder das Falsche essen.
Aber das berechtigt mich trotzdem nicht dazu, über diese Menschen zu urteilen oder sie gar blöd anzureden.

Ich denke, das ist hier wirklich der Knackpunkt. Wenn jemand von Kartoffelchips und gezuckertem Tee lebt, glaubt, daß ihm Kilts stehen obwohl er O-Beine hat, eine 80er Jahre Dauerwelle trägt, Motorrad fährt, heimwerkt, jedes Wochenende grillt, Freiklettern macht, auf die Sonnenbank geht, Fußball spielt, kifft, giftige Spinnen im Terrarium hält und so weiter gefährdet er/sie eben seine Gesundheit, mein ästhetisches Empfinden oder beides, aber solange ich nicht seine/ihre Mutter, Angetraute, oder beste Freundin bin, geht mich das nichts an. Und selbst wenn es mich was angeht, ist es sowohl kontraproduktiv wie auch unerzogen, Leute anzupampen, die nicht zuerst gepampt haben.

Inaktiver User
25.11.2010, 14:09
Ich denke, das ist hier wirklich der Knackpunkt. Wenn jemand von Kartoffelchips und gezuckertem Tee lebt, glaubt, daß ihm Kilts stehen obwohl er O-Beine hat, eine 80er Jahre Dauerwelle trägt, Motorrad fährt, heimwerkt, jedes Wochenende grillt, Freiklettern macht, auf die Sonnenbank geht, Fußball spielt, kifft, giftige Spinnen im Terrarium hält und so weiter gefährdet er/sie eben seine Gesundheit, mein ästhetisches Empfinden oder beides, aber solange ich nicht seine/ihre Mutter, Angetraute, oder beste Freundin bin, geht mich das nichts an. Und selbst wenn es mich was angeht, ist es sowohl kontraproduktiv wie auch unerzogen, Leute anzupampen, die nicht zuerst gepampt haben.

Köstlich!!!!:smile:

schnarchstop
25.11.2010, 14:10
...geht mich das nichts an...


Hallo,

das Problem ist immer wieder dasselbe: wie willst du in einem Forum über einen Sachverhalt oder über ein Verhalten diskutieren, wenn dich alles nichts angeht ?

:smile:

wildwusel
25.11.2010, 14:13
Hallo,

das Problem ist immer wieder dasselbe: wie willst du in einem Forum über einen Sachverhalt oder über ein Verhalten diskutieren, wenn dich alles nichts angeht ?

:smile:

Wertfrei oder Meta.

schnarchstop
25.11.2010, 14:24
Wertfrei oder Meta.


Ja, schwierig, wenn schon das Thema an sich ein Aufreger ist.

Inaktiver User
25.11.2010, 15:19
Ich kann mich gut leiden - und da macht es für mich keinen Unterschied, ob ich (mal wieder) dreißig Kilo mehr oder (mal wieder) dreißig Kilo weniger auf den Rippen habe: ich mag mich in jeder Gewichtsklasse.

Ich wage sogar zu behaupten, daß ich mich ein bißchen lieber mag, wenn ich mehr wiege, den dann bin ich nicht so aufs Essen fixiert.

Inaktiver User
25.11.2010, 15:45
Ich kann mich gut leiden - und da macht es für mich keinen Unterschied, ob ich (mal wieder) dreißig Kilo mehr oder (mal wieder) dreißig Kilo weniger auf den Rippen habe: ich mag mich in jeder Gewichtsklasse.

Ich wage sogar zu behaupten, daß ich mich ein bißchen lieber mag, wenn ich mehr wiege, den dann bin ich nicht so aufs Essen fixiert.

Also, ich bin weder dick noch dünn, zu deinem letzten Satz fällt mir mein persönliches Befinden ein:

Wenn ich zu viel abnehme, dann fühle ich mich irgendwie krank, dann sehe ich auch irgendwie schlecht aus, im Gesicht wie verhungert.
Ich habe das Gefühl, dass ich mit meinem Ideal-Gewicht aussehen würde, wie ein Gerippe, deshalb möchte ich es nie wirklich erreichen.
Ist schon eigenartig.

missbartoz
25.11.2010, 16:09
Ich wage sogar zu behaupten, daß ich mich ein bißchen lieber mag, wenn ich mehr wiege, denn dann bin ich nicht so aufs Essen fixiert.

Sehr sympathisch ich weiß genau was du meinst. Und kann ergänzen, wenn ich dann noch etwas auf mich achte, ein bisschen Sport mache, nehme ich nicht zu. Ich glaube, die entspannte Haltung ist dabei ausschlaggebend.

Tabetha
25.11.2010, 16:55
Ich kann ja verstehen, dass man sich ein paar Kilos mehr lieber mag - das hieße ja eigentlich, man hätte sein Wohlfühlgewicht gefunden (warum würde man das wieder ändern?), also statt 60 eben 65. Von mir aus auch 70.

Aber 30 Kilo Unterschied? Also ich soll mich mit 90 Kilo genauso wohlfühlen, wie mit 60? Für mich liegen da Welten dazwischen, das kann ich nicht verstehen ...
Warum nimmt man denn dann aber wieder 30 Kilo ab?
Machst Du das öfter und wenn ja wie und in welchem Zeitraum? Und warum? Und hast Du zwei Kleiderschrankecken für die passende Garderobe?

Inaktiver User
25.11.2010, 20:54
Du kannst es nicht verstehen und ich habe nicht vor, es hier in epischer Breite zu erklären. Vielleicht schreib' ich ja doch mal ein Buch...

Kommen wir zurück zum Thema, denn auch mir reicht's, daß "dick" offenbar immer noch gern mit "faul" und "doof" verbunden wird.

Ich bin weder faul, noch doof.

angie2
26.11.2010, 02:42
Liebe Tabetha,

also erst einmal... OT: 150 Hortensien (meine Lieblingsblumen): *neid* und Glückwunsch.

Zu dick-faul-doof: hab ich hauptsächlich in der Bri bei den Schlankheitssträngen kennengelernt.

Im realen Leben sehr selten, seit ich erwachsen bin.

Wenn ich dann dort lesen kann, wie Damen bei 1900 Kalorien nur so abgenommen haben und das doch wirklich jeder könne, schäume ich schon innerlich.

Weil bei mir 1000 Kalorien und 1 1/2 Stunden Rad fahren gerade mal zum Gewicht-halten ausgereicht haben.

Und wer noch nicht 3 Monate bei 400 Kalorien täglich zugebracht hat und nicht mehr als 2 kg abgenommen hat, sollte sich da auch ein bißchen zurückhalten.

Ich hab es nicht noch einmal wiederholen können, weil mein Kreislauf das nicht mehr mitgemacht hat.

Ab 50 hat mich mein Gewicht kaum noch interessiert... klar, hab ich mit wenig Fett, Salat- und Gemüse orientiert gekocht und auf hohem Niveau mein Gewicht innerhalb einer bestimmten Bandbreite gehalten.

Fand ich einfach prima, mir über dieses Thema nur noch wenig Gedanken zu machen.

Mein Mann hat, seitdem ich daheim bin, und er mit isst, 11 kg abenommen. Trotz heftiger Zufuhr von Schoki und Chips, die ich nicht esse.

Wie sagt mein Orthopäde: So wie es Kleine und Große gibt, so gibt es Dicke und Dünne.

Innerhalb bestimmter Grenzen natürlich.

Die sind aber wesentlich weiter gesteckt als allgemein bekannt.

Lt. Süddeutscher Zeitung - Wissen - und nicht zum ersten Mal wurde wieder geschrieben, dass man/frau mit einem BMI von 25 - 30 am längsten lebt.

Ab 70 darf der BMI bis 35 gehen.

Ein 30er BMI bedeutet bei 1,75 etwa 90 kg.

Die große Zunahme der Übergewichtigen kommt auch daher, dass man die Messlatte heruntergesetzt hat. Und daher in der Statistik die ganzen Leutchen, die man früher als Normalos gesehen hat, auf einmal Übergewicht haben.

Anders bei den Kindern, die waren früher wirklich dünner.

Aber die Lebensversicherungen kämen um ihre Risikoprozente herum... die Schlankheitsindustrie müsste darben... klar, dass da kein Interesse besteht, so etwas heftiger publik zu machen.

Aber wenn mir eine Bekannte deren Umzug ich in weiten Teilen gemanagt hatte, mir dann sagt: ich hab dich beobachtet. Du springst immer sofort auf. Warum bist Du dann so dick?

Dann darf ich mich doch wundern.

Lange Rede kurzer Sinn: Wenn behauptet wird, dass jeder es in der Hand habe, dünn zu sein, ist es schlicht und herzergreifend unzutreffend.

Im Moment ist es halt wieder einmal Mode, dünn zu sein.

In Ländern mit Hungersnöten eben anders.

Rubens hat seine Bilder mit den üppigen Frauen nach dem 30jährigen Krieg gemalt....

Und dass die genetische Konfektionsgröße von Frauen durchschnittlich bei 40/42 liegt, weiß man schon lange.

OT: ich bin jetzt gerade auf Minus-Trip. Liegt aber einfach daran, dass ich aufgrund von Krankheiten und den entsprechenden Tabletten in Gewichtsregionen gerutscht bin, in denen ich mich nicht mehr wohl fühle.

Und nachdem ich schon soo lange nicht mehr auf Minustripp war, ich auch hoffe, dass mein Stoffwechsel besser reagiert.

Tabetha
26.11.2010, 05:56
Du kannst es nicht verstehen und ich habe nicht vor, es hier in epischer Breite zu erklären. Vielleicht schreib' ich ja doch mal ein Buch...

Kommen wir zurück zum Thema, denn auch mir reicht's, daß "dick" offenbar immer noch gern mit "faul" und "doof" verbunden wird.

Ich bin weder faul, noch doof.

Nicht nur ich kann sicher in diesem Strang wirklich nichts von einer solchen Behauptung sehen, außer, dass wir uns wohl auch einig sind, dass Sport z. B. durchaus Mühe macht. Den inneren Schweinehund müssen auch andere überwinden.

Meine Frage bezüglich der 30 Kilo war aus Interesse gestellt. Leider wird mir diese von einer Person, die sie mir beantworten könnte, nicht beantwortet. Warum kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ein solches Verhalten führt bei anderen dann vielleicht auch dazu, dass sie einfach ihre Schlüsse ziehen und da kommt dann eventuell wieder ein Ergebnis raus, das nicht gefällt und anklagend zur Diskussion gestellt wird - natürlich nur von Betroffenen zu diskutieren.
Schade.

Inaktiver User
26.11.2010, 08:01
Wenn es Dich wirklich interessiert, erzähle ich es Dir per PN. :blumengabe:

Aber manche Dinge möchte ich nicht (mehr) öffentlich schreiben.

Tabetha
26.11.2010, 08:36
Wenn es Dich wirklich interessiert, erzähle ich es Dir per PN. :blumengabe:

Aber manche Dinge möchte ich nicht (mehr) öffentlich schreiben.

Vielen Dank für die Antwort/PN. Dass man manches hier nicht ausbreiten möchte, das verstehe ich.

Amabilis
26.11.2010, 09:16
Hier wird ja viel zum Thema "Ich fühl mich gut so wie ich bin" geschrieben. Vielleicht mag mir dann auch jemand auf meine Frage antworten, die sich mir gestern im Bus stellte.
Es ist Mittagszeit, der Bus ist total überfüllt. Schulkinder, Studenten und andere stapeln sich schon fast.
Jeder macht sich dünn, damit man irgendwie hereinpasst.
Auf dem Platz gegenüber sitzt eine wirklich dicke Frau auf zwei Plätzen. Gut es waren eher 1 9/10 Plätze aber da konnte sich niemand sonst hinsetzen.

Ich fühle mich unangenehm, wenn ich mit meiner Tasche einen anderen Platz blockiere und nehme sie daher immer schnell weg wenn ein potentiell Sitzplatzsuchender kommt.
Das das nun nicht geht verstehe ich.

Aber wie fühlt man sich da? Fühlt man sich wirklich "gut so wie man ist"?

Ich selbst habe auch mal 25Kg mehr gewogen (85Kg bei 173cm), war damals aber noch lange nicht in dem obig genannten Bereich, von daher kann ich da nicht aus Erfahrung sprechen.


Ich wage sogar zu behaupten, daß ich mich ein bißchen lieber mag, wenn ich mehr wiege, den dann bin ich nicht so aufs Essen fixiert.

Hmm. Ich finde ein höheres Gewicht eher dahingehend befreiender, als dass man so eine Art "jetzt ist auch schon alles egal" Mentalität an den Tag legen kann und diese auf der einen Seite viel Genuß bietet.

Mit 60Kg/173cm kann ich nicht so viel essen, wie ich es manchmal gerne möchte. Morgens das leckere Croissant mit Butter und Marmelade, zwischendurch ein Quarkteilchen beim Bäcker, Mittags Penne mit Käsesahnesoße, zum Nachtisch Vanilleeis mit heißem Obst, Nachmittags Kekse und/oder Kuchen, Abends dann Brot/Brötchen mit Aufstrich oder Käse oder auch überbacken und danach zum knabbern noch Nüsse (Cashews, meine Liebe :smirksmile: ) und ein paar oder ein paar mehr Chips.
Als Getränke gerne heiße Gewürzvollmilch mit Sahnehaube, Vanillesojamilch oder ähnliches.

So.
Das geht nicht. Leider. Weil es Spaß macht und lecker ist und es mir dabei (!) gut geht; danach aber nicht mehr.

Also esse ich Croissants maximal am Sonntag, aber auch nicht an jedem.
Zwischendurch gibt es meist nichts, es sei denn, ich bin einen ganzen Tag unterwegs und komme sonst nicht zum essen.
Penne mit Käsesahnesoße :liebe: gibt es schon öfter. Allerdings dann mit fettfreier Milch (schmeckt dann aber auch so...).
Abends Brot/Brötchen? Nö. Nur als Ausnahme.
Nüsse oder Chips gibt es nur, wenn wir mit den Kindern einen Kinoabend verantstalten und dann auch nicht immer (dafür dann aber selbtgemachtes Popcorn ohne extra Fett, yummie).
Vanilleeis habe ich nie da, das gibt es nur wenn ich bei meiner Schwester bin und das bin ich maximal drei mal jährlich.
Die Gewürzmilch gibt es als fettfreie Milch und zusammen mit der Sojamilch auch nur sehr dosiert.

Das klingt schon ein wenig nach Verzicht.
Aber die Alternative ist eine sehr unzufriedene weil dicke Amabilis. Wenn nichts mehr passt, die Kleidung nur noch nach dem Attribut "kaschierend" :knatsch: ausgesucht wird und das morgendliche Körpereincremen unagnehm wird, dann kann ich damit nicht glücklich sein.
Also verzichte ich.
Oder ich treibe Ausgleichsport.
Crosstrainer und Ergometer stehen bei uns vor einem LCD-Bildschirm und da lassen sich locker ein paar Stunden vertreiben :lachen: .

Ähm, abgewichen. Sorry.

Mag mir jemand meine Frage beantworten? :blumengabe:

Inaktiver User
26.11.2010, 10:07
... Mag mir jemand meine Frage beantworten? :blumengabe: Wahrscheinlich nicht, denn ich komme noch mit einem Sitzplatz aus - und die wirklich dicken Frauen werden hier garantiert nix dazu schreiben (aus Angst davor, noch mehr an den Pranger gestellt zu werden).

Die wenigen, dicken Frauen, die genug Selbstbewußtsein haben, um auf Deine Frage ein fröhliches "Na und...? Drängelt sich wenigstens niemand neben mich!" parat haben, schreiben hier gar nicht erst mit.

Inaktiver User
26.11.2010, 10:19
Ich finde die Frage von Amabilis nicht uninteressant. Für "Nicht-wirklich-Dicke" ist es nun einmal schwer nachzuvollziehen, warum man sich mit (extremen, über anderes braucht man ja gar nicht zu reden) Übergewicht nicht nur abfinden, sondern auch wohlfühlen kann. Vielleicht findet man sich schön, das ist aber nur ein Aspekt. Ein "Na und? Es ist mir egal" wäre ja immerhin auch eine Antwort.

Inaktiver User
26.11.2010, 10:27
Okay, dann sage ich mal was dazu. Ich habe derzeit Gr. 44/46, da hört´s in den Geschäften mit der Kleidung von der Stange oft schon auf. Daher denke ich, dass das wohl "dick" genug ist, um mitzureden.

Ich kann aus persönlicher Erfahrung berichten: Es gibt einen Punkt, ab dem macht Dicksein keinen Spaß mehr. Wenn man sich beim Schuheanziehen hinsetzen muss, weil sonst der Bauch im Weg ist. Wenn man jede Treppe hochschnauft wie ein altersschwaches Walross. Wenn man jeden Morgen befürchten muss, die Hose geht nicht mehr zu. Wenn man verzweifelt in der Umkleidekabine steht und nichts passt, nichts sitzt und alles spannt und man aussieht wie ein Wal auf Beinen. Wenn einen im Spiegel ein feistes, teigiges Gesicht ansieht und man sich nicht wiedererkennt. Wenn man das Gefühl hat, man "rummst" beim Gehen. Wenn man beim Gehen das Gefühl hat, man besteht nur noch aus schwingendem Hintern. Wenn die Brüste aus dem 75F-BH quillen (wie haben wir hier gelernt? Das heißt "Brötchen", wenn sich das Dekolleté aus dem BH drückt). Wenn man mit seiner Plauze aussieht wie im vierten Monat und die Fragen in den Augen der Mitkollegen sieht und sie sich nicht trauen. Wenn man sich beim Duschen den Hintern nicht mehr ordentlich einseifen kann, weil beim Drehen so viel Bauch und Hüfte im Weg ist. Wenn man merkt, dass man sogar auf dem Venushügel fett werden kann. Wenn man nur schwer schaufend seine Fußnägel schneiden kann, weil Brüste/Bauch/dicke Beine im Weg sind. Wenn man das Doppelkinn immer fühlt. Wenn man schon Cellulite am Bauch bekommt.

Ja, dann macht Dicksein wirklich keinen Spaß mehr.

Oft geht Dicksein ja auch mit einem gewissen Untrainiertsein einher. Es gibt Dicke, die treiben Sport und hoppeln fröhlich durch die Gegend (ich kenne eine, die kann einen Salto!) und zeigen den Dünnen noch, wo es langgeht. Ist man aber untrainiert, macht das Gewichtschleppen echt Mühe. Daher glaube ich auch nicht daran, dass man sich wirklich, echt und vollommen wohl fühlen kann, wenn einen sehr viel Gewicht "behindert". Ja, ab einem gewissen Punkt ist Dicksein eine Behinderung.

Komme ich mal wieder zurück zu meinen Erfahrungen: Treibe ich etwas mehr Sport und esse mal wieder mehr Gesundes, fühle ich mich schon besser. Da komme ich mit Gr. 44 gut aus, fühle mich wohler und freier. Bin zwar immernoch dick, fühle mich aber nicht mehr unwohl, teigig und aufgedunsen. Natürlich würde ich mich mit Gr. 38 noch besser fühlen; aber für den Augenblick ist es okay. Ich weiß einfach, dass Abnehmen über die Weihnachtszeit und in meiner derzeitigen Situation (mache gerade einen Psychotherapie und brauche das Fett noch als Schutz) keinen Sinn macht. Das wird aber irgendwann kommen. Ich mache mir da aber keinen Stress, denn ich habe ein gutes Mittelmaß gefunden.

Zur eigentlichen Frage: Ich kann nicht beantworten, wie man sich fühlt, wenn man zwei Sitzplätze benötigt. Bestimmt nicht gut. Ich weiß nur, wie es ist, wenn man bei Mediamarkt die Preisschilder mit dem Hintern runterreißt, weil man als Dickmamsell nicht anders an den anderen Leuten vorbeikommt (gerade gestern passiert :knatsch:). Aber da zucke ich nur mit den Schultern - denn das passiert auch Dünnen. Und übrigens: Ich wurde wegen meines Gewichts noch nie doof angelabert.

Gruß,
WH

Inaktiver User
26.11.2010, 10:31
WH- danke für deine ehrliche Antwort! :blumengabe:

Und wegen der Preisschilder: die habe ich auch schon in meinen 38erZeiten mit dem Hintern heruntergerissen, das ist auch eine Frage der Ladeneinrichtung.

Tabetha
26.11.2010, 10:38
Also das mit dem Ladenregale umnieten steht wirklich nicht im Zusammenhang zum Gewicht - das kann ich auch. Im Winter wedel ich alles mit dem Mantel runter, mein Mann zieht dann immer die Augenbrauen hoch ;- ) Er geht gar nicht gerne in Glaswarenläden mit mir ...

(Meine dünne Katze passte gestern auch nicht zwischen Sektglas und den Käsebehälter, den sie im Auge hatte ... Es klirrte dann irgendwann.)

Tabetha
26.11.2010, 10:40
Weia, WH, das war aber jetzt plastisch ...

angie2
26.11.2010, 10:41
Da kann ich jetzt auch nix dazu sagen, weil ich mit einem Sitz auskomme.

Und auch ohne Gurtverlängerung.

Trotzdem: das was Du, Amabilis, als Verzicht beschreibst, leben doch ganz viele Dicke.

Und nicht die irren Portionen, von denen Du vorher geschrieben hast.

Bloß, wenn sie Dein Gewicht hätten, dann dürften die erheblich weniger essen als Du es Dir leisten kannst.

Und haben irgendwann keine Lust mehr, die Salatblätter zu zählen.

Irgendwann muss man begreifen, was machbar ist und was nicht. Und sich eben entsprechend einrichten.

In meiner Jugend war meine Länge gaaanz schlimm. Heute völlig normal.

Ich musste aber auch erst 30 werden, um meinen Frieden mit meiner Länge zu machen.

Und zu kapieren, dass die im Berufsleben durchaus Vorteile hat.

Und mit der Figur ist es auch nicht anders.

Inaktiver User
26.11.2010, 10:47
Weia, WH, das war aber jetzt plastisch ...

Aber schön, es mal ausgesprochen zu haben. :entspann:

angie2
26.11.2010, 10:58
Hmm, wh, 44/46 ist doch wirklich noch keine Größe in der frau plump ist. Aber da kommt es natürlich auf die Länge an. Bei 1,55 Länge vielleicht eher.

Und natürlich auch auf das Training.

Ich war mal in einer Knochen-Kurklinik. Da haben sich die Ärzte fast nicht mehr eingekriegt.

Weil meine Blutwerte etc. dermaßen gut waren.

Und ganz und gar nicht deren Erwartungen entsprochen haben.

Im Gegensatz zu vielen dünnen Zeitgenossen.

Inaktiver User
26.11.2010, 11:01
Hmm, wh, 44/46 ist doch wirklich noch keine Größe in der frau plump ist. Aber da kommt es natürlich auf die Länge an. Bei 1,55 Länge vielleicht eher.

Nun ja, ich bin 1,66m und wiege derzeit locker 90 kg, also wahrlich keine Elfe (oder eine sehr dicke :freches grinsen:). Bin ohnehin ein athletischer Typ mit großem Busen, breiten Schultern und viel Muskeln, da sieht das gleich noch etwas mehr aus. Da wird´s besonders bei Jacken obenrum schnell eng.

PS: Apropos Elfe - da fällt mir gerade ein, dass meine 120 kg-Freundin mal im "Sommernachtstraum" die Titania gespielt hat, was die Königin der Elfen ist. DAS hätte ich gerne mal gesehen! :smirksmile:

Amabilis
26.11.2010, 11:03
Erst einmal danke für die Antworten :blumengabe: .


Wahrscheinlich nicht, denn ich komme noch mit einem Sitzplatz aus - und die wirklich dicken Frauen werden hier garantiert nix dazu schreiben (aus Angst davor, noch mehr an den Pranger gestellt zu werden).

Also schreibt in diesem Strang gar keine von "den" Dicken mit?



Ja, ab einem gewissen Punkt ist Dicksein eine Behinderung.


Nur wann dieser Punkt erreicht ist, ist wahrscheinlich sehr individuell. Bei mir war er mit 85Kg definitiv erreicht, jetzt behindern mich auch schon 65/70Kg.



Zur eigentlichen Frage: Ich kann nicht beantworten, wie man sich fühlt, wenn man zwei Sitzplätze benötigt. Bestimmt nicht gut. Ich weiß nur, wie es ist, wenn man bei Mediamarkt die Preisschilder mit dem Hintern runterreißt, weil man als Dickmamsell nicht anders an den anderen Leuten vorbeikommt (gerade gestern passiert :knatsch:). Aber da zucke ich nur mit den Schultern - denn das passiert auch Dünnen.




Und wegen der Preisschilder: die habe ich auch schon in meinen 38erZeiten mit dem Hintern heruntergerissen, das ist auch eine Frage der Ladeneinrichtung.

Das geht mir ebenso.
Obwohl es dick einfacher ist etwas abzuräumen.
Und hier kommen die fiesen Anderen auch noch ins Spiel: Wirft eine schöne und dünne Frau etwas um, dann ist es mit einem entschuldigenden Lächeln getan und sie bleibt als süß, vielleicht etwas unbeholfen im Gedächtnis, man ist ihr nicht böse und lädt sie vielleicht auf einen Kaffee ein.
Wirft aber eine dicke Frau etwas um, dann geht bei vielen sofort der Trampelalarm an. Mit einem Lächeln kommt man da nicht mehr raus.

Ich erlebte beide Varianten und zweitere fühlt sich furchtbar an.
Ich bin immer noch sehr erstaunt, was ich mir als Dünne alles "erlauben" darf, was mit 25Kg mehr gar nicht gegangen wäre.




Trotzdem: das was Du, Amabilis, als Verzicht beschreibst, leben doch ganz viele Dicke.

Und nicht die irren Portionen, von denen Du vorher geschrieben hast.

Bloß, wenn sie Dein Gewicht hätten, dann dürften die erheblich weniger essen als Du es Dir leisten kannst.

Und haben irgendwann keine Lust mehr, die Salatblätter zu zählen.


Woher weißt Du, was ich mir leisten kann? :smirksmile:

Eine Zeit lang habe ich noch weniger gewogen und sinnbildlich auch jedes Salatblatt abgewogen, jeden Tropfen Zitronensaft gezählt und Kartoffeln für eine Saat des Bösen gehalten.
So wohl ich mich in meinem Körper und von der Kleidung her gefühlt habe, so schlecht ging es mir beim essen. Von einem Extrem ins Andere zu fallen ist nicht gut.
Im Moment ist es ein auf und ab von ein paar Kilos. Sind es mehr, esse ich weniger und treibe mehr Sport. Sind es weniger, dann gönne ich mir etwas (weshalb es wieder mehr wird). Mit dem Kreislauf kann ich aber gut leben. Sehr viel besser als mit beiden Extremen.

Inaktiver User
26.11.2010, 11:11
Nur wann dieser Punkt erreicht ist, ist wahrscheinlich sehr individuell. Bei mir war er mit 85Kg definitiv erreicht, jetzt behindern mich auch schon 65/70Kg.

Es ist mir wichtig zu sagen: Es gibt ja "Behinderung" und "Behinderung". Die eine ist die individuell empfundene (wie du sie ansprichst und ich sie auch), und es gibt echte Behinderung - wenn Leute nicht mehr alleine laufen können und einen Rollwagen brauchen (s. USA). Bettlägerig sind, weil sie ihre Massen nicht mehr aus dem Bett heben können (s. diesen Mexikaner, der der wohl dickste Mensch der Welt ist). Wenn Kräne gerufen werden müssen, um jemand Krankes aus dem Haus zu transportieren. Wenn ob des starken Gewichtes echte Hilflosigkeit vorliegt.

Tabetha
26.11.2010, 11:11
Nur wann dieser Punkt erreicht ist, ist wahrscheinlich sehr individuell. Bei mir war er mit 85Kg definitiv erreicht, jetzt behindern mich auch schon 65/70Kg.


Ja, das dachte ich auch. Ich kann mir aber denken, dass sich jemand, der sonst beipielsweise 95 wiegt, mit 80 schon deutlich besser fühlen würde.
Ich habe ein Wohlfühlgewicht und ein "Geht-so-gerade-noch-Gewicht". Letzteres habe ich meist auch um Weihnachten herum ;- )
Dann gibt es noch so ein "Das-wäre-klasse-Gewicht" - aber mit über 40 sollte man so etwas ad acta legen. Das noch einmal zu erreichen und vor allen Dingen zu halten ist es mir nicht wert.

Amabilis
26.11.2010, 11:16
Es ist mir wichtig zu sagen: Es gibt ja "Behinderung" und "Behinderung". Die eine ist die individuell empfundene (wie du sie ansprichst und ich sie auch), und es gibt echte Behinderung - wenn Leute nicht mehr alleine laufen können und einen Rollwagen brauchen (s. USA). Bettlägerig sind, weil sie ihre Massen nicht mehr aus dem Bett heben können (s. diesen Mexikaner, der der wohl dickste Mensch der Welt ist). Wenn Kräne gerufen werden müssen, um jemand Krankes aus dem Haus zu transportieren. Wenn ob des starken Gewichtes echte Hilflosigkeit vorliegt.

Oh. Ja, diese Unterscheidung ist wichtig.

Allerdings glaube ich, dass hier keine Personen mitschreiben, die in diese Kategorie gehören.
Hier betont die TE ja grade, dass man sich auch dick wohl fühlen kann. Und da gehe ich einfach mal davon aus, dass trotzdem am normalen gesellschaftlichen Leben teilgenommen wird ohne Helferlein in Anspruch nehmen zu müssen.

missbartoz
26.11.2010, 12:01
Ich glaube auch nicht, dass hier Frauen mitschreiben, bei denen man von einem gesundheitlichen Risiko sprechen muss, sprich die stark adipös sind. Ich könnte mir aber vorstellen, dass sie mitlesen. ;-) Das ist ja meistens in Foren so. 90% lesen, 10% schreiben. Also meine Damen, nur Mut.

Inaktiver User
26.11.2010, 12:07
Liebe missbartoz,

ich möchte einmal nachfragen, weil das Thema weiter oben kam: Hast du ein Problem damit, wenn der Strang ein wenig ausschweifender ins Thema "Dicksein" einsteigt, oder möchtest du ausschließlich Antworten auf deine Eingangsfrage (Wehrhaftigkeit bei Pöbeleien) erhalten?

Beides ist okay, es wäre für den weiteren Verlauf nur gut, das mal klarzustellen. :blumengabe:

Tabetha
26.11.2010, 12:15
Um mal wieder zum Thema zu kommen ;- )
WH, Du hast es glaube ich geschrieben - Du bist noch nie so dumm angemacht worden.
Woran denkst Du denn, dass es liegt? An dem Unterschied 44/46 zu 54/56? Deinem Auftreten? Deinem Umfeld (ich kann mir eventuell sogar regionale Unterschiede vorstellen bzw. ob man sich in einer reicheren oder ärmeren Gegend befindet).

Andere haben auch mal von Unverschämtheiten in Boutiquen berichtet (seitens der Verkäuferinnen).

missbartoz
26.11.2010, 12:18
Liebe WorkingHeart,

das ist aber nett, dass du fragst.
Also eigentlich würden ich mir mehr Reaktionen auf meine Eingangsfrage interessieren, aber - und das hatten wir gestern schon festgestellt - melden sich dafür zu wenig Frauen, die es eigentlich anginge. Insofern denke ich, kann man das einfach weiterlaufen lassen. Was die Entwicklung dieses Strangs sehr schön zeigt ist, wie emotional aufgeladen das ganze Thema ist.
Die meisten haben ja gleich von ihren Erfahrungen geschrieben, ohne überhaupt den Artikel zu kennen oder dick zu sein. Diese Entwicklung ist interessant und ich denke auch nicht, dass man den Strang thematisch jetzt noch in eine Richtung bekommt. Dafür ist er schon zu verzweigt und ich hätte ihn (wäre der technische Kram am ersten Abend nicht gewesen) gerade am Anfang, besser moderieren müssen.

Entscheiden, ob und wo es weitergeht werden wohl eher die, die sich hier engagieren.

Tabetha
26.11.2010, 12:22
Warum geht es andere nichts an, MissBartoz? Ich denke Beleidigungen und Pöbeleien, gegen wen auch immer, gehen die Gesellschaft an. So bin ich zumindest erzogen worden. Ich habe insbesondere schon mehr als einmal eingegriffen, wenn sich männliche, idiotische Jugendliche speziell an pummeligen Mädchen festgebissen hatten. Sollte es mich nichts angehen?

Ich greife immer dort ein, wo sich Menschen zusammenrotten, um andere zu mobben. Umso mehr, da dies heute oft nicht mehr durch "natürliche" Bremsen gebremst wird, sondern umkippt. Ich verachte dieses Verhalten zutiefst.

Inaktiver User
26.11.2010, 12:38
WH, Du hast es glaube ich geschrieben - Du bist noch nie so dumm angemacht worden.
Woran denkst Du denn, dass es liegt? An dem Unterschied 44/46 zu 54/56? Deinem Auftreten? Deinem Umfeld (ich kann mir eventuell sogar regionale Unterschiede vorstellen bzw. ob man sich in einer reicheren oder ärmeren Gegend befindet).

Ich glaube, es liegt an meinem Auftreten. Wie gesagt, ich bin ein sehr athletischer Typ mit breiten Schultern und ich kann seeeehr finster schauen, wenn ich will :freches grinsen: (z.B. wenn ich gerade nachdenke oder entspannt bin - seltsamer Effekt). Ich habe kein "Opfer-"Auftreten. Ich wurde daher noch nie, seit ich erwachsen bin, wegen a) meiner Moppeligkeit, b) wegen Frau sein (sex. Belästigung), c) wegen irgendetwas anderem dumm angelabert. Ich glaube, die Leute haben ein bißchen Angst vor mir - manchmal schauen selbst die Bettler und Prospektverteiler verschämt weg, wenn ich vorbeigehe. Dabei tu ich gar nix... :blumengabe: Ich kann mir aber vorstellen, dass der Effekt verpuffen würde, wenn ich noch mehr wiegen würde - dann würde ich mich selbst nämlich so unwohl fühlen, dass ich durch meine offensichtliche Unsicherheit und Unzufriedenheit "Opfer" ausstrahle.

Ob´s evtl. auch am Umfeld liegt, kann ich nicht sagen.


Andere haben auch mal von Unverschämtheiten in Boutiquen berichtet (seitens der Verkäuferinnen).

Auch das kenne ich zum Glück nicht. Ich gehe höchst selten in Boutiquen, weil ich mich allein mit einer stets schauenden Verkäuferin im Nacken unwohl fühle (wäre auch bei Gr. 38 so). Falls es aber doch mal passiert, frage ich freundlich, ob sie dieses oder jenes Teil auch in Gr. 44 haben, und eigentlich wurde mir bisher immer genauso freundlich erwidert, dass nicht. Und das, obwohl ich beileibe nicht schick bin, sondern mit Jeans und dicken Motorradboots reingelatscht komme (DA schauen sie eher komisch).

missbartoz
26.11.2010, 12:47
Warum geht es andere nichts an, MissBartoz? Ich denke Beleidigungen und Pöbeleien, gegen wen auch immer, gehen die Gesellschaft an. So bin ich zumindest erzogen worden. Ich habe insbesondere schon mehr als einmal eingegriffen, wenn sich männliche, idiotische Jugendliche speziell an pummeligen Mädchen festgebissen hatten. Sollte es mich nichts angehen?

Ich greife immer dort ein, wo sich Menschen zusammenrotten, um andere zu mobben. Umso mehr, da dies heute oft nicht mehr durch "natürliche" Bremsen gebremst wird, sondern umkippt. Ich verachte dieses Verhalten zutiefst.

Natürlich geht das alle an. Da hast du mich missverstanden und es ist ein feiner Zug, dass du eingreifst, wenn Menschen angegriffen werden.

Tabetha
26.11.2010, 12:53
Ah, dann meintest Du "angehen" im Sinne von "betroffen sein", okay, danke, alles klar.



Wobei ich ja zugeben muss, dass ich bei dem kleinen dicken Jungen aus der Nachbarschaft, der mich den ganzen Sommer mit der Vuvudingsda genervt hat und mich mal behinderte Alte genannt hat, wirklich länger überlegt habe, ob ich ihn nun aus seinen Zwängen befreien soll ... hüstel ...

marilyn-74
26.11.2010, 13:09
Um mal wieder zum Thema zu kommen ;- )
WH, Du hast es glaube ich geschrieben - Du bist noch nie so dumm angemacht worden.
Woran denkst Du denn, dass es liegt? An dem Unterschied 44/46 zu 54/56? Deinem Auftreten? Deinem Umfeld (ich kann mir eventuell sogar regionale Unterschiede vorstellen bzw. ob man sich in einer reicheren oder ärmeren Gegend befindet).

Andere haben auch mal von Unverschämtheiten in Boutiquen berichtet (seitens der Verkäuferinnen).

Ich bin nicht WH, dürfte aber mit einer ähnlichen Figur "gesegnet" sein. Ich kenne auch keine Pöbeleien, eigentlich relativ egal, wo ich bin (als Teenager war es schlimmer, obwohl ich da deutlich schlanker war :wie?:). Abschätzende Blicke in irgendwelchen Klamottenläden kenne ich auch nicht (oder nur sehr wenig), ich gehe aber auch da einkaufen, wo ich erwarte, in meiner Größe etwas zu finden (und so außergewöhnlich ist diese Kleidergröße ja nun auch nicht). Ich muss aber auch sagen, dass sich neben mir in der Bahn noch problemlos Leute setzen können und ich auch wenig körperliche Einschränkungen fühle. :smirksmile:

wespenstich
26.11.2010, 13:50
Ich glaube auch nicht, dass hier Frauen mitschreiben, bei denen man von einem gesundheitlichen Risiko sprechen muss, sprich die stark adipös sind. Ich könnte mir aber vorstellen, dass sie mitlesen. ;-) Das ist ja meistens in Foren so. 90% lesen, 10% schreiben. Also meine Damen, nur Mut.

Wie kommst du darauf?

Sevi65
26.11.2010, 14:02
Ein guten hab ich allerdings: "Ich weiß, ich bin dick, aber du bist hässlich. Ich kann abnehmen!"

Das ist kein guter Spruch. Denn wenn du abnehmen KÖNNTEST, dann wärst du ja nicht so dick. Also du hast ja geschrieben, du hast mit den Diäten aufgehört und das bestimmt nicht, weil du erfolgreich damit warst.

Natürlich ist es nicht freundlich, Leute wegen ihres Gewichts doof anzuquatschen, passiert dir das wirklich?

Wer meint denn, dass dicke Menschen doof sind? Ist das eine landläufige Meinung?
Also ich kenne nicht viele dicke Menschen, aber die, die ich kenne sind nicht doof.
Aber ich unterstelle stark Übergewichtigen zumindest ein gewisses "sich gehen Lassen" und mangelndes Durchhaltevermögen in puncto Abnehmen.
Das mit dem Wohlfühlen bei Größe 50 glaube ich nicht. Man wird mit zunehmendem Gewicht unbeweglicher und kurzatmiger, die Risiken für Krankheiten steigen. Bei Frauen ist Übergewicht neben Alkoholkonsum der größte Risikofaktor für BRUSTKREBS.

Und da soll es noch toll sein, dick zu sein?!

Wie auch immer, ich würde nicht auf die Idee kommen, jemanden zu diffamieren oder blöd anzureden wegen der Dicke. Das mache ich aber auch nicht bei Leuten, die andere Mängel haben. Das gehört sich einfach nicht. Da denke ich mir meinen Teil.

Inaktiver User
26.11.2010, 14:09
Ich finde die Frage von Amabilis nicht uninteressant. Für "Nicht-wirklich-Dicke" ist es nun einmal schwer nachzuvollziehen, warum man sich mit (extremen, über anderes braucht man ja gar nicht zu reden) Übergewicht nicht nur abfinden, sondern auch wohlfühlen kann. Vielleicht findet man sich schön, das ist aber nur ein Aspekt. Ein "Na und? Es ist mir egal" wäre ja immerhin auch eine Antwort.
Ich als Nichtdicke glaube im geschilderten Falle nicht an die "na und" Einstellung der dicken Frauen.

Man gibt doch nicht mit mehr Körperfülle seine Idee von Rücksichtsnahme auf : wer so viel Raum benötigt und er sich in grobe Flucht nach vorn-Witze flüchten muss, dass Passiere neben sich im Flieger oder Bus halt die " A--karte" gezogen hätten, fühlt sich spürbar nicht wohl.
Und genau solche Witze hört man doch.. und daraus ist Frust und Ärger spürbar.

Auch, dass etliche dicke Frauen nicht entspannt sein können, wenn andere Frauen, die nicht dick sind, dieses auch nur erwähnen, zeigt doch auch, wie viel komplexer die Gefühle der Frauen sind.

Natürlich ist das Annehmen einer bestimmten Körperfülle auch schön : RICHTIG gut fühlt sich aber nur die Frau, die tatsächlich auch keine innere Faust ballt, wenn ihr eine zierliche Frau begenet.

Und ob diese gesunde Haltung vorhanden ist oder nicht, das kann sich nur jeder selbst beantworten : bzw auch Außenstehende ab und zu begründend anzweifeln.

In meinem Freundinnenkreis ist eine Frau XL : und ich weiß, dass sie unter manchen Scherzchen litt und leidet und dass es kein leichter Weg dahin war, sich Wege zu suchen, auch "schön" sein zu wollen und es auch zu sein.

Und auch wenn wir ja alle wissen, dass die inneren Werte zählen : aber ein wenig außen schön sein, möchte auch jede Frau ( behaupte ich einfach mal)

Und jede Frau hat ein Recht darauf und sollte ihren Weg in diese Zufriedenheit finden : aber einen ehrlichen Weg bitte !

missbartoz
26.11.2010, 14:54
Das ist kein guter Spruch. Denn wenn du abnehmen KÖNNTEST, dann wärst du ja nicht so dick. Also du hast ja geschrieben, du hast mit den Diäten aufgehört und das bestimmt nicht, weil du erfolgreich damit warst.

Natürlich ist es nicht freundlich, Leute wegen ihres Gewichts doof anzuquatschen, passiert dir das wirklich?

Wer meint denn, dass dicke Menschen doof sind? Ist das eine landläufige Meinung?
Also ich kenne nicht viele dicke Menschen, aber die, die ich kenne sind nicht doof.
Aber ich unterstelle stark Übergewichtigen zumindest ein gewisses "sich gehen Lassen" und mangelndes Durchhaltevermögen in puncto Abnehmen.
Das mit dem Wohlfühlen bei Größe 50 glaube ich nicht. Man wird mit zunehmendem Gewicht unbeweglicher und kurzatmiger, die Risiken für Krankheiten steigen. Bei Frauen ist Übergewicht neben Alkoholkonsum der größte Risikofaktor für BRUSTKREBS.

Und da soll es noch toll sein, dick zu sein?!

Wie auch immer, ich würde nicht auf die Idee kommen, jemanden zu diffamieren oder blöd anzureden wegen der Dicke. Das mache ich aber auch nicht bei Leuten, die andere Mängel haben. Das gehört sich einfach nicht. Da denke ich mir meinen Teil.

Versuch den Satz mal in der Situation und mit Humor zu sehen. Dann ist er gar nicht so schlecht. Und hässlich kann man ja auch in seinem inneren sein, dagegen ist oft nichts zu machen ;-)

Inaktiver User
26.11.2010, 15:03
Versuch den Satz mal in der Situation und mit Humor zu sehen. Dann ist er gar nicht so schlecht. Und hässlich kann man ja auch in seinem inneren sein, dagegen ist oft nichts zu machen ;-)

Wenn schon Spruch, dann würde ich vielleicht wirklich das Innere des Gegenübers betonen. Mich überzeugt "ich kann abnehmen" auch nicht, aber "besser dick als schlecht gelaunt" oder origineller, sodass der andere wirklich mal überlegt, ob seine Sprüche nicht mehr über ihn selbst aussagen.

Inaktiver User
26.11.2010, 15:04
Man gibt doch nicht mit mehr Körperfülle seine Idee von Rücksichtsnahme auf : wer so viel Raum benötigt und er sich in grobe Flucht nach vorn-Witze flüchten muss, dass Passiere neben sich im Flieger oder Bus halt die " A--karte" gezogen hätten, fühlt sich spürbar nicht wohl.
Das ist übrigens der Grund, warum ich im öffentlichen Nahverkehr (wenn ich ihn denn benutzen muß) fast immer stehe - es sei denn, Bus und U-Bahn sind ziemlich leer. Ich benötige keine zwei Sitzplätze, fülle die Sitzschalen im Bus aber ziemlich gut aus und jeder, der sich neben mich setzen muß, sitzt ziemlich nah an mir dran (von meiner Fülle abgesehen, ist mir dieser nahe Körperkontakt auch unangenehm, aber das ist eine andere Geschichte).


Natürlich ist das Annehmen einer bestimmten Körperfülle auch schön : RICHTIG gut fühlt sich aber nur die Frau, die tatsächlich auch keine innere Faust ballt, wenn ihr eine zierliche Frau begenet.Das kann ich für mich nicht bestätigen. Ich fühle mich nicht richtig gut (ganz im Gegenteil - aber auch das ist eine andere Geschichte, auf die ich nicht weiter eingehen möchte), balle aber keine innere Faust, wenn mir eine zierliche Frau begegnet. Ich kann es komplett neidlos anerkennen, wenn jemand eine schöne Figur hat/überhaupt schlank ist/viel abgenommen hat/von Mutter Natur reich beschenkt wurde usw.

Meine innere Faust ballt sich "nur", wenn mir jemand erzählt, er/sie wüßte ja gaaaaaaaaaaanz genau, wie es mir geht, da er/sie schon seit Jaaaaaahren versucht, zwei Kilo abzunehmen. Dafür fehlt mir jedes Verständnis - aber diese kleine Intoleranz gestehe ich mir zu.



Was blöde Sprüche über meine Figur angeht, mußte ich mir in meinem Leben das meiste von Ärzten anhören, die, wenn man von ganz wenigen Ausnahmen mal absieht, alles, aber auch wirklich alles auf mein Gewicht schoben - ob das nun die Kinderlosigkeit ist oder ein Bänderriß oder ein grippaler Infekt ("Übergewichtige haben ein schlechteres Immunsystem!") oder ein Hexenschuß oder weiß der Geier was. Allerdings sind auch meine Zucker- und Cholesterinwerte bestens dokumentiert, da sich die Herren und Damen Doktoren sofort wild darauf gestürzt haben, um sie mir um die Ohren zu hauen :pfeifend:.

Inaktiver User
26.11.2010, 15:06
Amabilis, ich kenne dich nicht, nehme aber mal dein Posting als Aufhänger für meine Vorstellung für einer der Gründe für Dicksein (gilt aber genauso für Untergewicht).

Essen ist ja viel mehr als Nahrungsaufnahme, eine bestimmte Kalorienzahl, die der Körper als Brennenergie für seinen Erhalt braucht. Essen ist Genuß, Wohlbefinden, Belohnung, Balsam für die Seele, etc. Essen greift in den Hirnstoffwechsel ein, nicht nur durch die Bereitstellung von Fett und Glucose, die das Hirn für seine Funktion braucht, sondern Essen löst ua Glücksgefühle aus, genauso wie es auch im anderen Extrem Ekelgefühle auslösen kann. Essen kann also einen ganz unterschiedlichen Einfluss auf unsere Gemütslage nehmen.

Nur: diese Steuerung funktioniert nicht bei jedem Menschen gleich. Der eine nascht für`s Wohlbefinden Süßes, der andere Salziges, der dritte braucht für`s Wohlbefinden kein Naschen.

Genauso unterschiedlich ist die Bewertung des Speiseplans, den Amabilis -abgesehen von den Kalorien- als lecker empfindet:


...
Aber wie fühlt man sich da? Fühlt man sich wirklich "gut so wie man ist"?

Ich selbst habe auch mal 25Kg mehr gewogen (85Kg bei 173cm), war damals aber noch lange nicht in dem obig genannten Bereich, von daher kann ich da nicht aus Erfahrung sprechen.

Hmm. Ich finde ein höheres Gewicht eher dahingehend befreiender, als dass man so eine Art "jetzt ist auch schon alles egal" Mentalität an den Tag legen kann und diese auf der einen Seite viel Genuß bietet.

Mit 60Kg/173cm kann ich nicht so viel essen, wie ich es manchmal gerne möchte. Morgens das leckere Croissant mit Butter und Marmelade, zwischendurch ein Quarkteilchen beim Bäcker, Mittags Penne mit Käsesahnesoße, zum Nachtisch Vanilleeis mit heißem Obst, Nachmittags Kekse und/oder Kuchen, Abends dann Brot/Brötchen mit Aufstrich oder Käse oder auch überbacken und danach zum knabbern noch Nüsse (Cashews, meine Liebe :smirksmile: ) und ein paar oder ein paar mehr Chips.
Als Getränke gerne heiße Gewürzvollmilch mit Sahnehaube, Vanillesojamilch oder ähnliches.

So.
Das geht nicht. Leider. Weil es Spaß macht und lecker ist und es mir dabei (!) gut geht; danach aber nicht mehr.

Also esse ich Croissants maximal am Sonntag, aber auch nicht an jedem.
Zwischendurch gibt es meist nichts, es sei denn, ich bin einen ganzen Tag unterwegs und komme sonst nicht zum essen.
Penne mit Käsesahnesoße :liebe: gibt es schon öfter. Allerdings dann mit fettfreier Milch (schmeckt dann aber auch so...).
Abends Brot/Brötchen? Nö. Nur als Ausnahme.
Nüsse oder Chips gibt es nur, wenn wir mit den Kindern einen Kinoabend verantstalten und dann auch nicht immer (dafür dann aber selbtgemachtes Popcorn ohne extra Fett, yummie).
Vanilleeis habe ich nie da, das gibt es nur wenn ich bei meiner Schwester bin und das bin ich maximal drei mal jährlich.
Die Gewürzmilch gibt es als fettfreie Milch und zusammen mit der Sojamilch auch nur sehr dosiert.

Das klingt schon ein wenig nach Verzicht.
Aber die Alternative ist eine sehr unzufriedene weil dicke Amabilis. Wenn nichts mehr passt, die Kleidung nur noch nach dem Attribut "kaschierend" :knatsch: ausgesucht wird und das morgendliche Körpereincremen unagnehm wird, dann kann ich damit nicht glücklich sein.
Also verzichte ich.
Oder ich treibe Ausgleichsport.
Crosstrainer und Ergometer stehen bei uns vor einem LCD-Bildschirm und da lassen sich locker ein paar Stunden vertreiben :lachen: .
...

Croissants, Quarkteilchen, Penne mit Käse, Vanilleeis mit heißem Obst, Kekse, Kuchen, belegte Brötchen, Nüsse & Knabbereien, als Getränk Gewürzvollmilch mit Sahnehaube, das alles an einem Tag wäre für Amabilis Genuß, wenn es nicht so viele Kalorien hätte.

Für mich sind die einzelnen Posten auch Genuß (Gewürzmilch kenne ich nicht), aber nicht alle an einem Tag, das würde ich mengenmäßig nicht schaffen und fände ich viel zu viel, zu mächtig. Mein Sattgefühl würde sich ziemlich bald melden und dann wäre eben Schluß. Es würde sich bei mir kein Wohlbefinden einstellen, da das wenigste davon für mich eine normale Mahlzeit ist.

So unterschiedlich kann die gefühlsmäßige Beurteilung von Essen sein, daraus resultierend das entsprechende Essverhalten und Gewicht.

Ebenso sind die Gründe, warum man überhaupt isst von Mensch zu Mensch unterschiedlich: Hunger, Stress, unerfüllte Sehnsucht, Langeweile, Gewohnheit, Belohnung, Frust, Ersatzbefriedigung für Defizite im Leben, etc.

Es gibt auch unterschiedliche Gründe, mit dem Essen aufzuhören: weil man satt ist (fühlen nur wenige Menschen rechtzeitig), weil der Teller leer ist, weil der Verstand sagt: es reicht, weil einem schlecht geworden ist, etc.

Wenn man selbst das Bedürfniss hat sein Essverhalten zu ändern, dann lohnt es sich die Hintergründe mal näher anzugucken: welches Essen gibt mir Wohlbefinden? Warum esse ich? Wann höre ich auf zu essen? Wo und wie habe ich mein Essverhalten gelernt?

Das reine Kalorienzählen bringt seltenst etwas - egal ob ich zu- oder abnehmen möchte. Es ist also viel komplexer, als sich einfach mal am Riemen zu reißen und durchzuhalten

missbartoz
26.11.2010, 15:06
"besser dick als schlecht gelaunt" .
Nice. Kommt auf die Liste ;-)

wespenstich
26.11.2010, 15:17
Ich als Nichtdicke glaube im geschilderten Falle nicht an die "na und" Einstellung der dicken Frauen.

Aber was du glaubst oder nicht spielt für mich keine Rolle.



Auch, dass etliche dicke Frauen nicht entspannt sein können, wenn andere Frauen, die nicht dick sind, dieses auch nur erwähnen, zeigt doch auch, wie viel komplexer die Gefühle der Frauen sind.

Vielleicht deshalb, weil solche Frauen mitunter unterstellen, dass die Dicke lügt und dass auch deutlich mit einem "glaube ich nicht" äußert. Sehr unverschämt, da bin ich nicht mehr entspannt.



innere Faust ballt, wenn ihr eine zierliche Frau begenet.

Wie kommst du denn darauf? Also ich habe kein Problem mit schlanken oder sehr dünnen Frauen, ich bin mit einigen befreundet und innerlich die Faust ballen tue ich bei keinem anderen Menschen.





Und auch wenn wir ja alle wissen, dass die inneren Werte zählen : aber ein wenig außen schön sein, möchte auch jede Frau ( behaupte ich einfach mal) .

Also ich bin schön, ich habe eine wohlproportionierte Figur, mit tollem Busen und Hintern, wenn auch deutlich dicker als normal, ich habe eine sehr schöne Haut, schöne Haare und ein ausgesprochen schönes Gesicht. Auch wenn du vielleicht dick sein unästhetisch findest.



Das mit dem Wohlfühlen bei Größe 50 glaube ich nicht. Man wird mit zunehmendem Gewicht unbeweglicher und kurzatmiger, die Risiken für Krankheiten steigen.

Unbeweglichkeit und Kurzatmigkeit hängt deutlich mit dem Trainingszustand zusammen. Wenn du mit Größe 38 oder Größe 50 keine Bewegung hast und Kette rauchst, dann ist das blöd. Ich trage Größe 54 und gehe 2x die Woche ins Fitneßstudio und fahre Fahrrad und im sommer gehe ich zusätzlich schwimmen. Sicher könnte ich keinen Marathon laufen und Joggen tue ich bei meinem Gewicht auch nicht, aber ich bin keineswegs unbeweglich oder kurzatmig und wohlfühlen tue ich mich bis auf die typischen prämenstuellen Tage schon.




Bei Frauen ist Übergewicht neben Alkoholkonsum der größte Risikofaktor für BRUSTKREBS.

Der größte risikofaktor für Brustkrebs ist es bestimmte Genvarianten zu erben. Im Übrigen gibt es durchaus Krebsarten, die bei Übergewichtigen weniger auftreten.



Und da soll es noch toll sein, dick zu sein?!

Selbstakzeptanz bedeutet nicht, dass es toll ist dick zu sein. Es bedeutet, unabhängig von all seinen Mängeln körperlicher oder psychischer Natur mit sich im Einklang zu sein und das bin ich. Und nochmal auf anfang, ob du das glaubst oder nicht, ist mir egal.

Sevi65
26.11.2010, 15:30
Versuch den Satz mal in der Situation und mit Humor zu sehen. Dann ist er gar nicht so schlecht. Und hässlich kann man ja auch in seinem inneren sein, dagegen ist oft nichts zu machen ;-)

Da hast du Recht, aber vebessert das deine Situation? Das mit dem total erhöhten Brustkrebsrisiko finde ich super heftig, da würde ich mich nicht drauf einlassen. Okay, andere bekommen auch ohne Übergewicht Krebs, andere ohne zu rauchen Lungenkrebs ... aber freiwillig würde ich mich einem solchen Risiko nicht aussetzen.
Alles Gute dir!
Sevi

missbartoz
26.11.2010, 15:30
Selbstakzeptanz bedeutet nicht, dass es toll ist dick zu sein. Es bedeutet, unabhängig von all seinen Mängeln körperlicher oder psychischer Natur mit sich im Einklang zu sein und das bin ich.
Diesem leuchtenden Satz schließe ich mich zu hundert Prozent an. Wirklich gut gesagt.

Inaktiver User
26.11.2010, 15:34
... Selbstakzeptanz bedeutet nicht, dass es toll ist dick zu sein. Es bedeutet, unabhängig von all seinen Mängeln körperlicher oder psychischer Natur mit sich im Einklang zu sein und das bin ich. ...
:blumengabe: Das hast Du schön geschrieben, Wespe!

Viele Grüße von der Bunten
(ebenfalls im Einklang mit sich selbst)

Sevi65
26.11.2010, 15:34
Aber was du glaubst oder nicht spielt für mich keine Rolle.



Vielleicht deshalb, weil solche Frauen mitunter unterstellen, dass die Dicke lügt und dass auch deutlich mit einem "glaube ich nicht" äußert. Sehr unverschämt, da bin ich nicht mehr entspannt.



Wie kommst du denn darauf? Also ich habe kein Problem mit schlanken oder sehr dünnen Frauen, ich bin mit einigen befreundet und innerlich die Faust ballen tue ich bei keinem anderen Menschen.





Also ich bin schön, ich habe eine wohlproportionierte Figur, mit tollem Busen und Hintern, wenn auch deutlich dicker als normal, ich habe eine sehr schöne Haut, schöne Haare und ein ausgesprochen schönes Gesicht. Auch wenn du vielleicht dick sein unästhetisch findest.



Unbeweglichkeit und Kurzatmigkeit hängt deutlich mit dem Trainingszustand zusammen. Wenn du mit Größe 38 oder Größe 50 keine Bewegung hast und Kette rauchst, dann ist das blöd. Ich trage Größe 54 und gehe 2x die Woche ins Fitneßstudio und fahre Fahrrad und im sommer gehe ich zusätzlich schwimmen. Sicher könnte ich keinen Marathon laufen und Joggen tue ich bei meinem Gewicht auch nicht, aber ich bin keineswegs unbeweglich oder kurzatmig und wohlfühlen tue ich mich bis auf die typischen prämenstuellen Tage schon.




Der größte risikofaktor für Brustkrebs ist es bestimmte Genvarianten zu erben. Im Übrigen gibt es durchaus Krebsarten, die bei Übergewichtigen weniger auftreten.



Selbstakzeptanz bedeutet nicht, dass es toll ist dick zu sein. Es bedeutet, unabhängig von all seinen Mängeln körperlicher oder psychischer Natur mit sich im Einklang zu sein und das bin ich. Und nochmal auf anfang, ob du das glaubst oder nicht, ist mir egal.

Na dann ist ja alles im grünen Bereich!
Die Hälfte der Zitate (in der 2. Hälfte deines Postings) war allerdings meinem Text entnommen und nicht von Linwen_Klee :smirksmile:

Inaktiver User
26.11.2010, 15:39
Also ich gehöre zu den wirklich Dicken (Gr.56, Max.Gewicht 145kg) und ich lese hier seit Tagen mit.

Aber jetzt habt Ihr mich...

Also: Ausgangsthema war ja die Frage nach dem Umgang mit Vorurteilen:

Dazu kann ich nur sagen:
Ich verurteile niemanden, der Vorurteile hat, die habe ich nämlich selbst !
Und zwar nicht zu knapp !
Gestern beim Zappen in der Werbepause sah ich auf einem Sender drei sehr schlanke Frauen im Abendkleid auf einer Bühne stehen.
Schwupps entwischte mir: „Na, wenn da mal nicht 50% der Anorexie-Selbsthilfe-Gruppe Köln Hürth auf der Bühne stehen...“
Dabei bin ich vermutlich nur neidisch.

Vorurteile und Lästern gehören zu unserer Gesellschaft.
Da unsere Welt immer komplexer wird, vereinfacht das Gehirn, was es vereinfachen kann.
Da werden Dicke als dumm und faul abgetan, Dünne als magersüchtig, Hartz IV- Empfänger als Schmarotzer, Blondinen als dämlich, Muslime als Terroristen etc.pp.

Wer nicht so sein möchte und wirklich hinterfragt, warum ein Mensch so ist, wie er ist, der ist momentan zumindest eher in der Unterzahl.
Auch deswegen ein herzliches Danke an Alle, die hier mitdiskutieren und ehrliches Interesse haben!

Und trotz meines deutlich sichtbaren Übergewichtes habe ich in den letzten Jahren nie irgendwelche dummen Sprüche abbekommen.
Auch negative Erfahrungen mit Ärzten diesbezüglich sind sehr rar geworden.

Aber sollte ich einen dummen Spruch hören, würde ich eher versuchen, wegzuhören, denn auch wenn ich meine Vorurteile nicht jedem auf die Nase binde, so bin ich doch nicht frei davon.
Und wenn es jemand so sehr nötig hat, einen anderen Menschen zu beleidigen um sich selbst besser zu fühlen, verdient er doch eher Mitleid als eine giftige Retourkutsche.

Zum Thema Umgang mit dem Dicksein:
Wie so viele Dicke habe ich mir mit Diäten meinen Stoffwechsel versaut und mit dem Jojo-Effekt mein Gewicht immer weiter nach oben getrieben.

Meine erste Diät mit 12 Jahren war übrigens eine Brigitte-Diät...
Daher fände ich den Artikel noch besser, wenn dort auch stünde, dass eben auch die Brigitte mit dem Produkt „Dünnsein“ gut verdient.
Aber vielleicht geschehen ja noch Wunder und die Brigitte-Diät fällt nächstes Jahr einfach mal aus. Den Verzicht auf professionelle Models hätte drei Jahren auch niemand für realistisch gehalten ;-)

Wenn dicke Frauen für sich einen Weg gefunden haben, sich mit Ihrem Gewicht zu akzeptieren, freue ich mich für sie und versuche nicht, ihnen klar zu machen, dass das ja wohl nur eine Schutzbehauptung sein kann.

Es ist nicht nur für Dünne schwer nachvollziehbar, dass sich in dieser Gesellschaft eine Frau mit Gr.50 und mehr wohl fühlen kann, aber wer bin ich, ihr das abzusprechen ???

Und ansonsten kann ich für mich nur sagen: Das Leben ist zu kurz um sich den ganzen Tag wegen seines Übergewichtes selbst zu verurteilen.
Das habe ich sozusagen delegiert ☺, denn andere tun es schon genug.

Tabetha
26.11.2010, 15:47
Wenn schon Spruch, dann würde ich vielleicht wirklich das Innere des Gegenübers betonen. Mich überzeugt "ich kann abnehmen" auch nicht, aber "besser dick als schlecht gelaunt" oder origineller, sodass der andere wirklich mal überlegt, ob seine Sprüche nicht mehr über ihn selbst aussagen.

Besser dick als schlecht erzogen - das würde doch nun wirklich passen.

missbartoz
26.11.2010, 16:00
Den Spruch "besser dick als schlecht erzogen" wird mein Favorit.

Und @ qotsa: willkommen in der Runde, ich hab doch geahnt das es Mitleserinnen gibt, denen es in den Fingern juckt.

wespenstich
26.11.2010, 16:14
Na dann ist ja alles im grünen Bereich!
Die Hälfte der Zitate (in der 2. Hälfte deines Postings) war allerdings meinem Text entnommen und nicht von Linwen_Klee :smirksmile:

Oh Entschuldigung.