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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stornierung eines Auftrages - Recht auf Zahlung? (Via Agentur)



Yase
28.09.2010, 00:04
Hallo alle miteinander,

neben meinem Studium arbeite ich auf 400,- Eur Basis in einem Shop und ab und zu auch für eine Agentur mit meinem Gewerbe.

Ich wurde von meiner Agentur für eine 3-tägige Promotion und einer Schulung vorab gebucht.

Hier einmal zum besseren Verständnis:
10.09. Auftrag erhalten für 23.,24.,25.9.
10.09. Auftragsbestätigung unterschrieben zurück geschickt
13.09. meinem Shop via Mail mitgeteilt das ich kaum kann wegen eines anderen Jobs
14.09. Schulung (sollte mit 35 eur vergütet werden. Satdn auch so im Auftrag)
16.,17.,18. erste Promotiontage (ich war für die Woche darauf gebucht)
21.09. Anruf der Agentur und Info erhalten, das der Auftraggeber die Aktion storniert hat. War wohl weil sie unzufrieden waren.

Ich habe gefragt wie es aussieht mit einem "Schadensersatz", da ich 3 Tage nun doch kein Einkommen habe. Konnten sie mir leider nicht beantworten.

Kann mir hier jemand helfen und evtl sagen, ob und wie ich ein Anrecht auf Geld habe?

Vielen lieben Dank im Vorab und sorry für die mega lange message!
Yase

Tabetha
28.09.2010, 05:47
Hallo alle miteinander,

neben meinem Studium arbeite ich auf 400,- Eur Basis in einem Shop und ab und zu auch für eine Agentur mit meinem Gewerbe.

Ich wurde von meiner Agentur für eine 3-tägige Promotion und einer Schulung vorab gebucht.

Hier einmal zum besseren Verständnis:
10.09. Auftrag erhalten für 23.,24.,25.9.
10.09. Auftragsbestätigung unterschrieben zurück geschickt
13.09. meinem Shop via Mail mitgeteilt das ich kaum kann wegen eines anderen Jobs
14.09. Schulung (sollte mit 35 eur vergütet werden. Satdn auch so im Auftrag)
16.,17.,18. erste Promotiontage (ich war für die Woche darauf gebucht)
21.09. Anruf der Agentur und Info erhalten, das der Auftraggeber die Aktion storniert hat. War wohl weil sie unzufrieden waren.

Ich habe gefragt wie es aussieht mit einem "Schadensersatz", da ich 3 Tage nun doch kein Einkommen habe. Konnten sie mir leider nicht beantworten.

Kann mir hier jemand helfen und evtl sagen, ob und wie ich ein Anrecht auf Geld habe?

Vielen lieben Dank im Vorab und sorry für die mega lange message!
Yase

Yase, woher sollen wir Deine AGB kennen? In diesen ist so etwas doch geregelt - wieviel % bei Auftragsstornierung anfallen. Oder Du hast bestätigt, dass die AGB des Auftraggebers Anwendung finden. Dann ist es eben dort geregelt.
Ansonsten weißt Du als Gewerbetreibende sicher, dass es unternehmerisches Risiko gibt (hierzu zählt nun einmal die Nicht-Absicherung bei Auftragsverlust - mit Ausnahme der in den AGB definierten zu leistenden Zahlungen, bei Krankheit etc.) und "kein Einkommen" (= Umsatz) für den Auftraggeber ziemlich irrelevant ist. Das ist nämlich nicht sein Problem, da es sich um ein anderes Verhältnis als bei Arbeitgeber - Arbeitnehmer handelt.

PS: Wenn im Auftrag stand, dass die Schulung vergütet wird, steht Dir diese Vergütung natürlich zu.

frank60
29.09.2010, 13:06
Bei einer Kündigung handelt es sich um eine einseitige Willensbekundung.
Wenn nicht anders vereinbart (AGB), so steht dem gekündigten Unternehmen die volle Auftragssumme zu, abzüglich der ersparten Aufwendungen.

Da du frei hattest und dir keine weiteren Kosten entstanden sind oder anderweitige materielle Ressourcen von dir speziell für diesen Auftrag vorgehalten wurden, hattest du auch keine Aufwendungen während der gekündigten Zeit.

Tabetha
29.09.2010, 13:19
Bei einer Kündigung handelt es sich um eine einseitige Willensbekundung.
Wenn nicht anders vereinbart (AGB), so steht dem gekündigten Unternehmen die volle Auftragssumme zu, abzüglich der ersparten Aufwendungen.

Da du frei hattest und dir keine weiteren Kosten entstanden sind oder anderweitige materielle Ressourcen von dir speziell für diesen Auftrag vorgehalten wurden, hattest du auch keine Aufwendungen während der gekündigten Zeit.

Das sehe ich nicht so. Keine AGB - gilt die gesetzliche Regelung. In diesem Fall z. B. § 671 BGB, der sich mit Geschäften dieser Art befasst oder ggf. Vergleichbares aus dem HGB.
Aus o. g. Quelle:

§ 671
Widerruf; Kündigung

(1) Der Auftrag kann von dem Auftraggeber jederzeit widerrufen, von dem Beauftragten jederzeit gekündigt werden.

(2) Der Beauftragte darf nur in der Art kündigen, dass der Auftraggeber für die Besorgung des Geschäfts anderweit Fürsorge treffen kann, es sei denn, dass ein wichtiger Grund für die unzeitige Kündigung vorliegt.

Ich schätze aber mal, die TE ist nicht mehr da.

frank60
29.09.2010, 13:26
Das sehe ich nicht so. Keine AGB - gilt die gesetzliche Regelung. In diesem Fall z. B. § 671, der sich mit Geschäften dieser Art befasst oder Vergleichbares aus dem HGB.
Aus o. g. Quelle:

§ 671
Widerruf; Kündigung

(1) Der Auftrag kann von dem Auftraggeber jederzeit widerrufen, von dem Beauftragten jederzeit gekündigt werden.

(2) Der Beauftragte darf nur in der Art kündigen, dass der Auftraggeber für die Besorgung des Geschäfts anderweit Fürsorge treffen kann, es sei denn, dass ein wichtiger Grund für die unzeitige Kündigung vorliegt.

Ich schätze aber mal, die TE ist nicht mehr da.Klar doch, Kündigung nach BGB und da steht dem Gekündigten grundsätzlich Schadenersatz zu.

Bei 400 Euro Job könnte es aber auch Anstellungsvertrag, wenn auch mündlich , sein.
Dann muss voll gezahlt werden.

Tabetha
29.09.2010, 16:44
Klar doch, Kündigung nach BGB und da steht dem Gekündigten grundsätzlich Schadenersatz zu.


Kannst Du mir mal den Paragraphen nennen, aus dem das hervorgeht?



Bei 400 Euro Job könnte es aber auch Anstellungsvertrag, wenn auch mündlich , sein.
Dann muss voll gezahlt werden.

Sie schreibt "mit meinem Gewerbe" - daraus schließe ich, dass sie eine Rechnung schreibt. Nichts mit 400 EUR und Anstellung.

Yase
29.09.2010, 19:06
So, also ja ich schreibe Rechnungen.
Habe mir eben noch einmal die AGB meiner Agentur durchgelesen und konnte nichts über solch eine art fall was lesen. Das einzige, das auf mich zukommen würde bei Nichteinhaltung ist dieses:

§7 Der Auftragnehmer verpflichtet sich, bei voraussehbaren Nichteinhalten des Einsatztermins dies spätestens 48
Stunden vorher anzuzeigen oder für adäquaten Ersatz zu sorgen und dies dem Auftraggeber ebenfalls spätestens 48
Stunden vorher mitzuteilen.
Der Auftragnehmer verpflichtet sich darüber hinaus, für den Fall der vertragswidrigen Nichterfüllung oder der
Schlechterfüllung (z.B. Diebstahl, Betrug) eines von dem Auftraggeber übernommenen Auftrages, den dadurch
entstandenen Schaden des Auftraggebers zu ersetzen. Hinsichtlich der Höhe des zu ersetzenden Schadens wird dieser vom
Auftraggeber im Einzelfall genau beziffert, beträgt aber in der Regel ca. € 800,- .

Die Agentur hat sich noch nicht bei mir gemeldet, da ich ja zuerst sie gefragt habe, wie meine Chancen in Bezug auf Vergütung aussehen.
Die Agentur ist riesig und geizig. Ich weiss, das ich keinen Cent von denen sehen werde, sofern ich nicht Fakten darlegen kann.

Danke nochmals und liebe Grüße
Yase