PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "nicht zu viele, nur zu blöd" - Leben ohne Müll



Streuner
12.09.2010, 04:56
Leben ohne Müll ist machbar!

Leben ohne Müll - 01 (http://www.youtube.com/watch?v=YWW9m16N36A)

Leben ohne Müll - 02 (http://www.youtube.com/watch?v=4PJ4QimlUz8&feature=related)

Leben ohne Müll - 03 (http://www.youtube.com/watch?v=0UtjMOFwT4g&feature=related)

Leben ohne Müll - 04 (http://www.youtube.com/watch?v=6SiNs-pc56E&feature=related)

Leben ohne Müll - 05 (http://www.youtube.com/watch?v=uvfcce6eAWQ&feature=related)

Leben ohne Müll - 06 (http://www.youtube.com/watch?v=KkN3rFV_Je4&feature=related)

Leben ohne Müll - 07 (http://www.youtube.com/watch?v=GOpSz-e5P7w&feature=related)

...und die deutschen Politiker sind mal wieder die Bremser -
schaut man sich mal den vom Bundesumweltministerium an.

Inaktiver User
12.09.2010, 08:36
Hier darf man nicht ohne Müll leben.
Hier gibt es vorgeschriebene Mindestbehältergrößen für Mülltonnen, abhängig von der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen.
Kleiner darf man nicht, gar keine Tonne darf man schon gar nicht.
Häufigkeit der Leerung ist auch vorgeschrieben, egal, ob was drin ist oder nicht.
Klar, dass sich die Ambitionen der Mitbürger in punkto Müllvermeidung in Grenzen halten - wozu, wenn man eh zahlen muss?

ganda55
12.09.2010, 11:45
Streuner, Du bist gut! Was wird dann aus den überdimensionierten M-Verbrennungsanlagen? Und aus der Verpackungsindustrie? Und den Herstellern von Mülltonnen? Und den Müllmännern? Und den Müllspediteuren quer durch Europa (zur Auslastung der MVA)? Und den Recyclern?

Über die Jahre gab es immer wieder Diskussionen, dass Müllvermeidung ökonomisch nachteilig ist. Und die Hygiene-Gesetze der EU arbeiten kräftig zu. Selbst im Bioladen findest Du jede Menge Verpackung.

Leider.

ganda55
12.09.2010, 11:56
Hier darf man nicht ohne Müll leben.
Kleiner darf man nicht, gar keine Tonne darf man schon gar nicht.

Klar, dass sich die Ambitionen der Mitbürger in punkto Müllvermeidung in Grenzen halten - wozu, wenn man eh zahlen muss?

:schild genau:

Wir haben's auch probiert - gegen Gemeindevorschriften sind Argumente machtlos.

Und unsere Tonne wird ja auch wundersamerweise in der Nacht vor der Müllabfuhr immer voll.

schnarchstop
12.09.2010, 12:13
Ich erinner mich an einen Fall aus den Niederlanden, bei dem ein Mann mit den Behörden darum gestritten hat, dass er keinen Müll produziert.

Die Behörde hat ihn zum Beispiel gefragt, was er denn mit einem alten Kugelschreiber machen würde ?
Ist das Müll oder kann man die Bestandteile weiter verwerten ?

Inaktiver User
12.09.2010, 12:16
Den kann er dann ja einzeln zum Recylinghof tragen .... oder sich ein Blasrohr draus basteln und Papierkrampen auf's Behördenschild pusten... :freches grinsen:

Es ist ja klar, dass das eine oder andere evtl. mal anfällt.
Trotzdem finde ich es ein Unding, Behältergrößen und Häufigkeit der Leerung vorzuschreiben.
Und wenn jemand sagt, danke, ich brauche gar keine Tonne, wir haben nur extrem wenig Müll und entsorgen diesen dann direkt (man kann ja auch Einzelabfallsäcke kaufen oder eben selber zum Abfallzentrum fahren und abgeben gegen Gebühr), dann finde ich, muss das möglich sein dürfen.

schnarchstop
12.09.2010, 12:22
Den kann er dann ja einzeln zum Recylinghof tragen .... oder sich ein Blasrohr draus basteln und Papierkrampen auf's Behördenschild pusten... :freches grinsen:

Es ist ja klar, dass das eine oder andere evtl. mal anfällt.
Trotzdem finde ich es ein Unding, Behältergrößen und Häufigkeit der Leerung vorzuschreiben.
Und wenn jemand sagt, danke, ich brauche gar keine Tonne, wir haben nur extrem wenig Müll und entsorgen diesen dann direkt (man kann ja auch Einzelabfallsäcke kaufen oder eben selber zum Abfallzentrum fahren und abgeben gegen Gebühr), dann finde ich, muss das möglich sein dürfen.


Tja, also theoretisch könnte das funktionieren. Man sammelt seinen Müll und bringt ihn selbst weg, er wird gewogen und man bezahlt einen Betrag.

Praktisch sieht das dann wahrscheinlich so aus, dass viele Menschen ihren Müll billiger in der Natur entsorgen.

Man schaue sich bloss mal die Autobahnparkplätze an.

Wolfgang60
12.09.2010, 12:23
Beispiel:
Jemand kauft 200 Gramm Hackfleisch.
Er geht an die Fleischtheke, sagt dem Metzger, was er will, der packt es ihm in ein bisschen Papier, und die Sache ist klar.

oder er bringt sein Frischhaltegefäß mit. Der Metzger müsste nach dem Verpackungsvorgang a) die Arbeitsfläche, auf der das Gefäß stand, besonders säubern, b) seine Hände säubern etc.
Aufwand (auch Energieaufwand) und Kosten wären um einiges höher, als beim Einpacken in dieses Stück Papier.

Ganz so einfach, wie manche es meinen, ist es auch wieder nicht.

Inaktiver User
12.09.2010, 12:27
Beispiel:
Jemand kauft 200 Gramm Hackfleisch.
Er geht an die Fleischtheke, sagt dem Metzger, was er will, der packt es ihm in ein bisschen Papier, und die Sache ist klar.

oder er bringt sein Frischhaltegefäß mit. Der Metzger müsste nach dem Verpackungsvorgang a) die Arbeitsfläche, auf der das Gefäß stand, besonders säubern, b) seine Hände säubern etc.
Aufwand (auch Energieaufwand) und Kosten wären um einiges höher, als beim Einpacken in dieses Stück Papier.

Ganz so einfach, wie manche es meinen, ist es auch wieder nicht.

Gegen ein bisschen Papier hat ja keiner was...
Aber: Erst Papier (oder meistens auch schon Plastikfolie) zum Drauflegen. Dann das Ganze in einen Plastikbeutel und dann noch einen Beutel drum, an dem dann der Bon angeknipst wird...
Bisschen weniger täte es sicher auch.

Inaktiver User
12.09.2010, 12:28
Tja, also theoretisch könnte das funktionieren. Man sammelt seinen Müll und bringt ihn selbst weg, er wird gewogen und man bezahlt einen Betrag.

Praktisch sieht das dann wahrscheinlich so aus, dass viele Menschen ihren Müll billiger in der Natur entsorgen.

Man schaue sich bloss mal die Autobahnparkplätze an.

Ja, das ist sicher der Gedanke hinter der "Müllpflicht". Ist sicher auch nicht von der Hand zu weisen.

Streuner
13.09.2010, 01:56
Beispiel:
Jemand kauft 200 Gramm Hackfleisch.
Er geht an die Fleischtheke, sagt dem Metzger, was er will, der packt es ihm in ein bisschen Papier, und die Sache ist klar.

oder er bringt sein Frischhaltegefäß mit. Der Metzger müsste nach dem Verpackungsvorgang a) die Arbeitsfläche, auf der das Gefäß stand, besonders säubern, b) seine Hände säubern etc.
Aufwand (auch Energieaufwand) und Kosten wären um einiges höher, als beim Einpacken in dieses Stück Papier.

Ganz so einfach, wie manche es meinen, ist es auch wieder nicht.


Es geht hierbei nicht darum, keine Verpackungen mehr zu verwenden, sondern die Verpackung (wie auch sämtliche anderen Produkte) aus Materialien her zu stellen, die nicht auf dem Müllhaufen landen und verbrannt werden müssen, sondern entweder wiederverwendbar oder biologisch abbaubar sind.

Beim Papier, wo das Hackfleisch drauf kommt, könnte dies schon gegeben sein.
Bei der Plastiktüte, in die das Ganze dann rein kommt, müsste man sich was überlegen.
Ich verstehe sowieso nicht, warum Plastiktüten nicht schon längst verboten sind.
Bei der Glühbirne gings doch auch ruck zuck.
Man denke an die Plastikinseln im Meer.

Warum immer noch nicht Jute statt Plastik?
Weils zu teuer ist?
Na und.
Würde schon eine enorme Kraftanstrengung kosten, dran zu denken, zum Einkauf ein paar Jute-Tüten von zu Hause mit zu nehmen.

Inaktiver User
13.09.2010, 10:04
Warum immer noch nicht Jute statt Plastik?

Weil es nicht hyänisch ist.

Wolfgang60
13.09.2010, 12:09
Ich versuche ja auch, umweltbewusst zu leben. Manchmal habe ich jedoch andere Ansichten als viele, die, wie ich denke, sehr stark schwarzweiß sehen und argumentieren. Auf der einen Seite wie auf der anderen Seite.

1. Beispiele: Da ich in Spanien wohne, bekomme ich beim Einkauf meistens kostenlos Einkaufstüten dazu. Die nehme ich gerne mit, denn die taugen gut als Mülltüten. Mülltüten brauch ich mir also nicht zu kaufen. Wer profitiert also in Deutschland von einem möglichen Einkaufstütenverbot? Richtig, die Supermärkte, die vermehrt Mülltüten verkaufen können.
2. Beispiel: Recycling: Viele Produkte werden aus Erdöl hergestellt, z.B. Plastiktüten, Plastikflaschen, Kunststoffverpackungen etc. Was spricht dagegen, diese nach Benutzung in einem Kraftwerk zur Energiegewinnung verfeuern zu lassen? Im Grunde ist es doch egal, ob ich diese Stoffe wieder unter riesigem Energieaufwand recycle, oder andererseits verbrenne und wieder aus Erdöl neue Tüten etc. herstellen lasse.

Mit meinem Ex-Schwiegervater (Ex-Politiker und Abgeordneter) viel drum gestritten, der mir immer mit der Öko-Bilanz kam, die bei Recycling besser ausfallen würde als beim Verbrennen. Aber er blieb mir den Beweis schuldig.
Eine Bilanz ist vergangenheitsgerichtet. Ich fragte ihn nur, ob es eine Untersuchung gäbe, die aufgrund vergangenheitsgerichteter Daten beweisen könne, dass es besser sei, die Sachen zu sammeln, zu trennen, wieder aufzubereiten, als in Müllverbrennungsanlagen zu verbrennen und damit Energie zu erzeugen.
Ich glaube, es ist viel Wunschdenken dabei. Die vielen Mülltonnen, die man in Deutschland sehen kann, retten die Umwelt nicht, nur weil sie alle so schön bunt sind. Da sollte schon mal ne saubere Berechnung her.

Für mich ist die Umweltbilanz, die aufgrund von sauberen Daten erstellt wurde, und nicht Ergebnis von Phantastereien und Wunschdenken ist, die zentrale Frage. Und wenn ich die nicht beantwortet bekomme, kann ich lange über den Sinn und Unsinn des Recycling bestimmter Produkte rätseln.

Diese Ausführungen haben nichts damit zu tun, dass auch ich dafür bin, die Umwelt zu schonen und nicht rücksichtslos Ressourcen zu verbrauchen. Mal vorbeugend gesagt.

ganda55
13.09.2010, 13:40
Streuner meinte mit seinen Links auch nicht die Abschaffung der Verpackung, sondern Verwendung/Erfindung von unproblematisch recylebaren Materialien. Vom "cradle-to-cradle-Prinzip" hab' ich gehört, vielleicht war es auch der zitierte Beitrag. Finde ich grandios, wird nur dauern, wie immer wenn ganze Systeme umstellen bzw. weichen müssen.

Es gab doch mal auf Wald-, Wiesen- und Strassenfesten den Trend zu den 1xTellern, -Bechern aus Kartoffelstärke, die man am Ende auch essen konnte, so es einem schmeckte... Wo sind die geblieben? Zu teuer? Außer auf alternativen Weihnachtsmärkten sehe ich so etwas kaum noch.

Habt Ihr das auch gelesen: Die Verweiblichung der Gesellschaft durch Weichmacher im Wasser? Gar nicht lustig, weil dieses Zeug die männlichen Chromosomen angreift (ist seit langem bekannt und belegt und Gegenmaßnahmen angedacht...).

Wolfgang60
13.09.2010, 14:06
Ihr habt ja Recht, meine Ziele sind ja ähnlich.

Ganda, dein Beispiel mit den Straßenfesten:
Wie oft sehe ich beim Autofahren Tüten von Mc Donalds, die im Straßengraben liegen. Wunderbar, das freut den ÖkoFuzzi wie mich besonders. Und wenn der dann auch noch hört, dass Mc.Donalds für das Essen, das er so aufwendig in Tüten etc verpackt, die dann auch noch im Straßengraben landen, nur 7 Prozent Mehrwertsteuer zahlen muss, und die Kneipe um die Ecke für ein Mittagessen, das Teller und Gläser hat, die abgewaschen und wiederverwendet werden, dafür 19 Prozent Steuer zahlen muss, dann geht diesem Öko-Fuzzi das Messer in der Tasche auf. Man müsste diese EX-undHop-Gastronomie wie Mc.Donalds viel stärker besteuern, und nicht dermaßen subventionieren.

Ich denke, man muss abwägen. Abfall sparen, wo es geht, aber keine Übertreibungen. Wenn jetzt jeder mit seiner TupperDose zum Wustkaufen ginge, na ja, das fände ich jetzt lächerlich.
Ich glaube auch, dass man die Herstellung von Kunststoffprodukten nicht alleine durch die Verwendung von Pflanzen decken kann. Das wäre schön. Die Frage ist, wie man am Umweltschonendsten Plastik aus Erdöl herstellen kann. Ich selbst bin da überfragt.
Die Frage möchte ich mir aber stellen können, ob Recycling oder Verbrennen die bessere Vorgehensweise sein könnte. Wenn wir durch Verbrennen von Plastikflaschen andererseits ein Kohlekraftwerk einsparen könnten, warum nicht?

Also: Weniger Abfall: Da gebe ich auch Streuner Recht, nur nicht übertreiben: Jute ist nicht immer der bessere Weg.

Anmerkung: Wie wurde einmal die Verwendung von Holz-Pellets propagiert. Jetzt beginnen die Förster zu klagen, dass zu wenige verrottbare Teile der Bäume wieder im Wald zurück bleiben. So wird langsam die Basis der Wälder ausgezehrt. Und dass z.B. Bio-Diesel eine fatale Entwicklung in Gang gesetzt hat, weiß ja mittlerweile jedes Kind. Monokulturen bei uns und auch in armen Ländern, die nicht mal ihre eigene Bevölkerung ernähren können, kaputte Felder etc sind nicht mehr wegzudiskutieren.

Tabea
13.09.2010, 14:24
Mich treibt momentan auch unsere Wegwerfmentalität um.

Wobei ich denke, dass so ein Wurstpapierchen echt lächerlich ist im Vergleich zum Beispiel zu unseren ganzen Polyesterklamotten und Kunststoffschuhen, dem ganzen Elektroschrott, den wir produzieren, alten Möbeln und auch alten Autos. :knatsch:

Streuner
13.09.2010, 14:52
Es gab doch mal auf Wald-, Wiesen- und Strassenfesten den Trend zu den 1xTellern, -Bechern aus Kartoffelstärke, die man am Ende auch essen konnte, so es einem schmeckte...

DAS ist mal ein sehr gutes, konkretes Beispiel.
Genau das meine ich - unter anderem.

Auch Hanffaserprodukte werden seit Jahrzehnten erfolgreich von der Öl-Lobby boykottiert und bekämpft.
Obwohl inzwischen niemand mehr ernsthaft bestreiten kann, dass diese einen Großteil der aus Erdöl hergestellten Produkte ersetzen könnten.

Streuner
13.09.2010, 14:57
Warum immer noch nicht Jute statt Plastik?

Weil es nicht hyänisch ist.
Wenn die Wurtst, der Käse, die Milch, die Kartoffeln...
einmal hygienisch verpackt sind, was soll daran "unhyänisch" sein, wenn man das ganze dann in eine Jutetasche steckt, anstatt in eine Plastiktüte?

ganda55
13.09.2010, 19:35
Hi Wolfgang,
Die Pelletsfolgen kannte ich nicht, klingen aber logisch. Bin bisher davon ausgegangen, dass dazu Abfälle aus den Sägewerken verarbeitet werden. (Wir haben uns für Geothermie entschieden, und auch die hat ein paar Krucken, ökologisch gesehen.)

Ne, nur Naturmaterialien bei unserem derzeitigen Verpackungskonsum zu verwenden, wird die Natur überfordern, das sehe ich auch so. Aber die andere muss reduziert werden; es gab schon so gute Ansätze. Das Bewußtsein ist inzwischen so weit verloren gegangen, dass ich mir manchmal richtig blöd vorkomme, wenn ich das Thema anschneide. Quasi ein Kinderproblem vor all den schicken und drängenden Dingen, die man dieser Tage diskutieren muss.

(Mc ist Arbeitgeber und somit sakrosankt. Eine Bekannte hat sich neulich dort beworben und gleich eine ganze Litanei von Mcs Umweltaktivitäten um die Ohren gehauen bekommen. Hörte sich an, als sei sie bei Greenpeace gelandet!)

KKWe einsparen? Super! Aber dafür Plastik verbrennen? Hätt' schon lieber ne bessere Alternative.

ganda55
13.09.2010, 19:40
Wenn die Wurtst, der Käse, die Milch, die Kartoffeln...
einmal hygienisch verpackt sind, was soll daran "unhyänisch" sein, wenn man das ganze dann in eine Jutetasche steckt, anstatt in eine Plastiktüte?

Einer unserer Supermärkte verkauft inzwischen nur noch Plastiktüten an der Kasse. Ich fragte neulich nach, wo denn die Stofftaschen....
"Die kauft keiner mehr, haben doch alle schon so viele zuhause." Haste Töne? Und wo bitte sind dann all die Stoff-/Jute-Behälter? Ich hab' ja auch ne Sammlung, schon weil sie zu Weihnachten in den Geschäften noch geschenkt werden. Ein Teil liegt immer im Auto und landet nach dem Einkaufen auch wieder dort.

ganda55
13.09.2010, 19:48
Polyesterklamotten

Ätzend! Aber kriegst Du im Sportbereich noch was anderes? (Und die Herstellung von Baumwollstoff ist auch meist eine üble Sache.)

Inaktiver User
13.09.2010, 20:30
Mich treibt momentan auch unsere Wegwerfmentalität um.

Wobei ich denke, dass so ein Wurstpapierchen echt lächerlich ist im Vergleich zum Beispiel zu unseren ganzen Polyesterklamotten und Kunststoffschuhen, dem ganzen Elektroschrott, den wir produzieren, alten Möbeln und auch alten Autos. :knatsch:

Aber anders als durch einen immensen Auswurf von Verbrauchsgütern wäre das für einen gewissen Wohlstand sorgende Wirtschaftsvolumen gar nicht mehr zu erbringen.

Wolfgang60
13.09.2010, 22:03
Die Pelletsfolgen kannte ich nicht, klingen aber logisch. Bin bisher davon ausgegangen, dass dazu Abfälle aus den Sägewerken verarbeitet werden. Die paar Sägewerksabfälle reichen schon lange nicht mehr. Ich hab mal einen Bericht gesehen. Bitte fragt mich nicht, wo. Da wird nicht mehr ein Baum gefällt wie früher, Äste abgetrennt usw. Da wird der Wald richtig ausgeschlachtet. Ein Förster meinte, dass wir mit diesem Pelletsverbrauch die Grundlage für unsere Wälder vernichten. Klang auch für mich einleuchtend.



(Mc ist Arbeitgeber und somit sakrosankt. Eine Bekannte hat sich neulich dort beworben und gleich eine ganze Litanei von Mcs Umweltaktivitäten um die Ohren gehauen bekommen. Hörte sich an, als sei sie bei Greenpeace gelandet!).
Ja, was wird dort für Werbung ausgegeben: " Mc ist gesund, ist öko...... Greenpeace, das war gestern, heute ist es Mc



KKWe einsparen? Super! Aber dafür Plastik verbrennen? Hätt' schon lieber ne bessere Alternative.
Ich hoffe, du hast mich nicht falsch verstanden. Ich frage mich nur, welcher Weg der bessere ist. Wenn mir jemand aufzeigt, dass ein Weg besser ist als der andere, geh ich ihn gerne.

Eigentlich kann ich Tabea auch gut verstehen: Ich mag auch lieber Naturmaterialien, Baumwolle z.B. sehr.
Manchmal ist Plastik aber sinnvoll, z.B. Sportschuhe, manchmal eine preisgünstige Alternative für die Menschen, die nicht das nötige Kleingeld haben.

Streuner
13.09.2010, 23:35
Ihr habt ja Recht, meine Ziele sind ja ähnlich.

Ganda, dein Beispiel mit den Straßenfesten:
Wie oft sehe ich beim Autofahren Tüten von Mc Donalds, die im Straßengraben liegen. Wunderbar, das freut den ÖkoFuzzi wie mich besonders. Und wenn der dann auch noch hört, dass Mc.Donalds für das Essen, das er so aufwendig in Tüten etc verpackt, die dann auch noch im Straßengraben landen, nur 7 Prozent Mehrwertsteuer zahlen muss, und die Kneipe um die Ecke für ein Mittagessen, das Teller und Gläser hat, die abgewaschen und wiederverwendet werden, dafür 19 Prozent Steuer zahlen muss, dann geht diesem Öko-Fuzzi das Messer in der Tasche auf. Man müsste diese EX-undHop-Gastronomie wie Mc.Donalds viel stärker besteuern, und nicht dermaßen subventionieren.

Ich denke, man muss abwägen. Abfall sparen, wo es geht, aber keine Übertreibungen. Wenn jetzt jeder mit seiner TupperDose zum Wustkaufen ginge, na ja, das fände ich jetzt lächerlich.
Ich glaube auch, dass man die Herstellung von Kunststoffprodukten nicht alleine durch die Verwendung von Pflanzen decken kann. Das wäre schön. Die Frage ist, wie man am Umweltschonendsten Plastik aus Erdöl herstellen kann. Ich selbst bin da überfragt.
Die Frage möchte ich mir aber stellen können, ob Recycling oder Verbrennen die bessere Vorgehensweise sein könnte. Wenn wir durch Verbrennen von Plastikflaschen andererseits ein Kohlekraftwerk einsparen könnten, warum nicht?

Also: Weniger Abfall: Da gebe ich auch Streuner Recht, nur nicht übertreiben: Jute ist nicht immer der bessere Weg.

Anmerkung: Wie wurde einmal die Verwendung von Holz-Pellets propagiert. Jetzt beginnen die Förster zu klagen, dass zu wenige verrottbare Teile der Bäume wieder im Wald zurück bleiben. So wird langsam die Basis der Wälder ausgezehrt. Und dass z.B. Bio-Diesel eine fatale Entwicklung in Gang gesetzt hat, weiß ja mittlerweile jedes Kind. Monokulturen bei uns und auch in armen Ländern, die nicht mal ihre eigene Bevölkerung ernähren können, kaputte Felder etc sind nicht mehr wegzudiskutieren.

Bleibt unweigerlich, das Fass 'Sparen' auf zu machen.
Energie und Rohstoffe sparen.
Wer dafür die besten Ideen präsetntieren und umsetzen kann,
der sollte dafür mit einem hohen Preisgeld belohnt werden.
Wie wärs mit einem Nobelpreis fürs Energie- und Rohstoffsparen?!

'Energie- und Rohstoffsparfachmann/frau' als Beruf, gibts das eigentlich schon?

Streuner
13.09.2010, 23:51
Einer unserer Supermärkte verkauft inzwischen nur noch Plastiktüten an der Kasse. Ich fragte neulich nach, wo denn die Stofftaschen....
"Die kauft keiner mehr, haben doch alle schon so viele zuhause." Haste Töne? Und wo bitte sind dann all die Stoff-/Jute-Behälter? Ich hab' ja auch ne Sammlung, schon weil sie zu Weihnachten in den Geschäften noch geschenkt werden. Ein Teil liegt immer im Auto und landet nach dem Einkaufen auch wieder dort.

Deshalb gehört schon die Herstellung von Plastiktüten verboten.
So wie bei der Glühbirne. Da ging das doch auch.
War kein großes Ding.

Dann müssten die Stofftaschen so teuer werden, dass sie gerne jeder zig mal verwendet.

Aber gegen ein Plastiktütenverbot hätte wohl die Öl-Lobby was.

Bei der cradle-to-cradle-Idee geht es weniger um die Wiederverwertung von Materialien,
sondern hauptsächlich um die Wieder-verwendung von fertigen Produkten und Bauteilen.
Die Wiederverwertung von Materialien soll nur da angewandt werden, wo eine Wiederverwendung nicht mehr möglich ist.

Wo beides wenig sinnvoll oder möglich ist, soll soweit wie möglich verrottbares Material verwendet werden.

Was wäre das für Mc-Donalds für ein Plus, wenn man deren Colabecher tatsächlich bedenkenlos in den Straßengraben werfen könnte, weil sie dort innerhalb weniger Tage zu Dünger werden!

WARUM steigen die darauf nicht ein???

Inaktiver User
14.09.2010, 09:46
Und wenn der dann auch noch hört, dass Mc.Donalds für das Essen, das er so aufwendig in Tüten etc verpackt, die dann auch noch im Straßengraben landen, nur 7 Prozent Mehrwertsteuer zahlen muss, und die Kneipe um die Ecke für ein Mittagessen, das Teller und Gläser hat, die abgewaschen und wiederverwendet werden, dafür 19 Prozent Steuer zahlen muss, dann geht diesem Öko-Fuzzi das Messer in der Tasche auf.
Je nachdem wie das Essen bestellt wird, zahlt man auch bei Mc-Fress 19% Mehrwertsteuer.

Inaktiver User
14.09.2010, 09:49
Wenn die Wurtst, der Käse, die Milch, die Kartoffeln...
einmal hygienisch verpackt sind, was soll daran "unhyänisch" sein, wenn man das ganze dann in eine Jutetasche steckt, anstatt in eine Plastiktüte?
Sorry, da hab ich Dich vielleicht falsch verstanden. Ich dachte, Du willst das Zeug direkt in den Jutebeutel haben.:blumengabe:

Ich kaufe schon seit Jahren so gut wie immer ohne Tüte mit zu nehmen ein. Aber auch ohne Sack. Es gibt so praktische Plastikbehälter, die sich wunderbar stapeln lassen...:smirksmile:

ganda55
14.09.2010, 11:21
Ich hoffe, du hast mich nicht falsch verstanden. Ich frage mich nur, welcher Weg der bessere ist. Wenn mir jemand aufzeigt, dass ein Weg besser ist als der andere, geh ich ihn gerne.

Eigentlich kann ich Tabea auch gut verstehen: Ich mag auch lieber Naturmaterialien, Baumwolle z.B. sehr.
Manchmal ist Plastik aber sinnvoll, z.B. Sportschuhe, manchmal eine preisgünstige Alternative für die Menschen, die nicht das nötige Kleingeld haben.

Nö, als geouteten Öko:blumengabe: hab' ich Dich nicht falsch verstanden, mir die Option der verbrannten Pet-Flaschen auch durch den Kopf gehen lassen. Gefällt mir trotzdem nicht.

Was gibt's denn bei Sportschuhen an anderen Materialien? Kenne niemanden (einschließl. mir selber), der/die mit Lederhatschen zum Gipfel aufbricht. - Ich habe im sehr nahen Umfeld Läufer (Marathon und Co.), denen auch aus orthopädischer Sicht angeraten wird, ihre High-Tec-Fußgeräte mindestens jedes Jahr auszutauschen. Da gibt's nur Kunststoffe, wie bei der ganzen "functional wear" im Sportbereich. Und billig ist da leider gar nichts, nur müllbelastend.

Ich selber mag bei "normaler" Kleidung eh' nur Naturmaterialien, wobei aber bei der Verarbeitung genau geguckt werden muss, sonst wird's auch wieder problematisch.

Aber brauchen wir immer von allem zehn Teile? Bin auch für's Sparen.

Inaktiver User
14.09.2010, 11:27
PET-Flaschen haben oft ein zweites Leben als sündteure Fleecejacke.

ganda55
14.09.2010, 11:55
PET-Flaschen haben oft ein zweites Leben als sündteure Fleecejacke.

Zeigst Du mal? Kenne Häkeltaschen aus Plastiktüten - sehr apart.

ganda55
14.09.2010, 12:00
Bei der cradle-to-cradle-Idee geht es weniger um die Wiederverwertung von Materialien,
sondern hauptsächlich um die Wieder-verwendung von fertigen Produkten und Bauteilen.
Die Wiederverwertung von Materialien soll nur da angewandt werden, wo eine Wiederverwendung nicht mehr möglich ist.

Wo beides wenig sinnvoll oder möglich ist, soll soweit wie möglich verrottbares Material verwendet werden.

Was wäre das für Mc-Donalds für ein Plus, wenn man deren Colabecher tatsächlich bedenkenlos in den Straßengraben werfen könnte, weil sie dort innerhalb weniger Tage zu Dünger werden!

WARUM steigen die darauf nicht ein???

Dann hatte ich das unzureichend in Erinnerung, bzw. Deine Links nicht genau genug angeschaut. So wie Du schreibst, klingt es noch besser und schlüssiger. Die einzige "Müll-Zukunft", die ich mir vorstellen kann.

Zu den Mc-Bechern: Zu teuer nehme ich an; sie zehren doch vom Billig-und-Satt-Image.

Inaktiver User
14.09.2010, 12:13
Zeigst Du mal? Kenne Häkeltaschen aus Plastiktüten - sehr apart.


Wie zeigen? Einfach ne Fleece-Jacke von Salewa und Co anschauen.

Streuner
15.09.2010, 00:40
Sorry, da hab ich Dich vielleicht falsch verstanden. Ich dachte, Du willst das Zeug direkt in den Jutebeutel haben.:blumengabe::freches grinsen::freches grinsen:


Ich kaufe schon seit Jahren so gut wie immer ohne Tüte mit zu nehmen ein. Aber auch ohne Sack. Es gibt so praktische Plastikbehälter, die sich wunderbar stapeln lassen...:smirksmile:

Du wirst mir immer sümpatischer :smirksmile:

Streuner
15.09.2010, 00:47
PET-Flaschen haben oft ein zweites Leben als sündteure Fleecejacke.

Ja schon, aber soviel ich weiß, machen diese PET-Flaschen vor ihrer Wiedergeburt erst mal eine weite Reise nach China, werden dort zu Textilfasern verarbeitet, woraus diese Jacken genäht werden und von dort aus werden sie dann wieder in die ganze Welt verteilt.

Keine gute Öko-Bilanz.

Inaktiver User
15.09.2010, 08:51
Ja schon, aber soviel ich weiß, machen diese PET-Flaschen vor ihrer Wiedergeburt erst mal eine weite Reise nach China, werden dort zu Textilfasern verarbeitet, woraus diese Jacken genäht werden und von dort aus werden sie dann wieder in die ganze Welt verteilt.

Das ist korrekt.


Keine gute Öko-Bilanz.
Keine Ahnung. Die Umweltverbände sind sich da auch nicht so ganz sicher.

Inaktiver User
15.09.2010, 08:52
Du wirst mir immer sümpatischer :smirksmile:

Weil ich praktisch veranlagt bin?:pfeifend:

Wolfgang60
15.09.2010, 09:47
'Energie- und Rohstoffsparfachmann/frau' als Beruf, gibts das eigentlich schon?

Ja, viele

Wolfgang60
15.09.2010, 09:53
Je nachdem wie das Essen bestellt wird, zahlt man auch bei Mc-Fress 19% Mehrwertsteuer.Maddin, mein Beispiel bezog sich auf die McFress-Tüten, die man alle im Straßengraben finden kann. Ich ging davon aus, dass diese Sachen eher am Autoschalter gekauft werden. Dort wird generell 7 Prozent Steuer verbucht.
Ansonsten hast du Recht. Beim Kauf bei McD wird häufig gefragt: " Zum Mitnehmen oder zum Hieressen?". Wenn man sagt: "Zum Mitnehmen", hat McDonalds weniger Steuern zu zahlen, und somit wieder mehr Geld in der Tasche.

Wolfgang60
15.09.2010, 10:01
Jetzt mal ne Frage zu eurem Einkaufsverhalten:
Häufig, wenn ich einkaufe, habe ich keinen Einkaufskorb, Jutetasche o.ä. dabei. Da kommt man von der Arbeit, oder man geht gerade durch die Stadt, und denkt: "AU, Sch...., das muss ich noch kaufen. So gehts mir wenigstens das eine oder andere Mal. Und dann bin ich doch froh, wenn ich mir das alles in eine Plastiktüte packen kann, die ich später sogar als Mülltüte verwende. ich kann mir doch nicht jedesmal eine Jutetüte verpassen lassen???

Oder wie denkt Ihr?

Tabea
15.09.2010, 10:10
Ich habe mir im vergangenen Jahr vielleicht zweimal eine Plastiktüte geben lassen (müssen), weil alle mitgebrachten Beutel voll waren...

Aber generell machen Plastiktüten nicht unsere riesigen Müllberge aus.

Alleine wenn ich so sehe, was sich an überflüssigem Spielzeug in den vergangenen Jahren in unseren Kinderzimmern angesammelt hat - das 45ste Stofftier, sinnlose Happy-Meal-Beigaben, komische Geburtstagsfeier-giveaways, Tonnen von Playmobil und Lego - das kann nicht gut sein!

Inaktiver User
15.09.2010, 10:14
Häufig, wenn ich einkaufe, habe ich keinen Einkaufskorb, Jutetasche o.ä. dabei. Da kommt man von der Arbeit, oder man geht gerade durch die Stadt, und denkt: "AU, Sch...., das muss ich noch kaufen. So gehts mir wenigstens das eine oder andere Mal. Und dann bin ich doch froh, wenn ich mir das alles in eine Plastiktüte packen kann, die ich später sogar als Mülltüte verwende. ich kann mir doch nicht jedesmal eine Jutetüte verpassen lassen???

Oder wie denkt Ihr?

Ich hab immer nen Rucksack dabei (sind persönliche Dinge wie Messer, Kompaß, Medikamente, Atteste,... drin).

Ansonsten liegt im Auto immer ne Ladung Kisten oder Stofftüten. Hab ich mir einfach so angewöhnt. Ich mag nämlich nicht für "Mülltüten" bezahlen, die ich viel günstiger im 100er-Pack bekomme.

Oder ich schmeiß alles einfach in den Kofferraum. Platz ist da ja genug.

Ach ja, das Handschuhfach im großen Auto ist klimatisiert. Da geht auch schon mal ne Wurst rein...:freches grinsen:

Inaktiver User
15.09.2010, 10:16
Aber generell machen Plastiktüten nicht unsere riesigen Müllberge aus.

Alleine, was wir an Windeln weg pfeifen...



Alleine wenn ich so sehe, was sich an überflüssigem Spielzeug in den vergangenen Jahren in unseren Kinderzimmern angesammelt hat - das 45ste Stofftier, sinnlose Happy-Meal-Beigaben, komische Geburtstagsfeier-giveaways, Tonnen von Playmobil und Lego - das kann nicht gut sein!
Bissu meine Frau? Obwohl - das Lego ist noch aus meiner Kindheit.:smirksmile:

ganda55
15.09.2010, 10:26
Ja schon, aber soviel ich weiß, machen diese PET-Flaschen vor ihrer Wiedergeburt erst mal eine weite Reise nach China, werden dort zu Textilfasern verarbeitet, woraus diese Jacken genäht werden und von dort aus werden sie dann wieder in die ganze Welt verteilt.

Keine gute Öko-Bilanz.

Bääääh! Dann will ich die jetzt auch nicht mehr. - Gibt's auch Sportklamotten, die unbedenklicher hergestellt werden und nicht aus reinen Naturmaterialien gebastelt sind?

ganda55
15.09.2010, 10:35
Ich hab immer nen Rucksack dabei (sind persönliche Dinge wie Messer, Kompaß, Medikamente, Atteste,... drin).

Ansonsten liegt im Auto immer ne Ladung Kisten oder Stofftüten. Hab ich mir einfach so angewöhnt. Ich mag nämlich nicht für "Mülltüten" bezahlen, die ich viel günstiger im 100er-Pack bekomme.

Oder ich schmeiß alles einfach in den Kofferraum. Platz ist da ja genug.

Ach ja, das Handschuhfach im großen Auto ist klimatisiert. Da geht auch schon mal ne Wurst rein...:freches grinsen:

Rucksack: Zu ähnlich ausgestatteten Damenhandtaschen sagen die Teen "Zweitwohnung". Aber man weiß ja nie, wann einen der Ruf in die Welt ereilt.

Zum Rest: Dito! (Korb mit Stofftüren und den Stapelplastikheimer.)

Wolfgang60
15.09.2010, 10:39
Ich hab immer nen Rucksack dabei (sind persönliche Dinge wie Messer, Kompaß, Medikamente, Atteste,... drin).

Ansonsten liegt im Auto immer ne Ladung Kisten oder Stofftüten. Hab ich mir einfach so angewöhnt. Ich mag nämlich nicht für "Mülltüten" bezahlen, die ich viel günstiger im 100er-Pack bekomme.

Oder ich schmeiß alles einfach in den Kofferraum. Platz ist da ja genug.

Ach ja, das Handschuhfach im großen Auto ist klimatisiert. Da geht auch schon mal ne Wurst rein...:freches grinsen:

Mein Gott, du bringst mich auf Ideen.
Da denke ich 30 Jahre zurück: Bundeswehr: Das war die Lösung. In Zukunft renne ich wieder mit Blechgeschirr in Nierenform rum, Klappspaten und Gasmaske (oh neee, ABC-Schutzmaske, falls ich an einem AKW vorbeifahren muss). Der Klappspaten muss sein, falls mal kein Klo in der Nähe ist, und das Ergebnis begraben werden muss. Klar, Kompass, Blechmarke mit Blutgruppe u.ä. darf natürlich nicht fehlen. Und deine Wurst aus dem Handschuhfach verspachteln wir dann gemeinsam, sofern du sie nicht seit 4 Wochen im Handschuhfach liegen und vergessen hast.

ganda55
15.09.2010, 10:40
sinnlose Happy-Meal-Beigaben, komische Geburtstagsfeier-giveaways, Tonnen von Playmobil und Lego - das kann nicht gut sein!

Drum geh' ich mit Kindern nie zu Mäck, das Gequengel halt' ich aus! Im übrigen werden die Kids immer umweltbewußter und sehen's ein.

PM und Lego: Schwer drum rum zu kommen. :lachen:

Inaktiver User
15.09.2010, 10:43
Mein Gott, du bringst mich auf Ideen.

Du mich irgendwie auch.:freches grinsen: Tatsächlich habe ich ein Notfall-Set an Werkzeug im Auto, bzw. Moped. Aber den Spaten hab ich irgendwo mal liegen lassen.


Da denke ich 30 Jahre zurück: Bundeswehr:
Da war ich auch, aber spontaner fällt mir meine Zeit bei den Pfadfindern ein. Und irgendwie waren die schon immer etwas "öko".:pfeifend:

Wolfgang60
15.09.2010, 10:54
Drum geh' ich mit Kindern nie zu Mäck, das Gequengel halt' ich aus! Im übrigen werden die Kids immer umweltbewußter und sehen's ein.


Da war ich nicht so konsequent mit der Erziehung meiner Tochter. Aber immerhin schmeckt es ihr (18 Lenze) dort nicht (mehr), und sie findet Mac richtig "Scheiße"

Inaktiver User
15.09.2010, 11:00
So unterschiedlich sind die Geschmäcker. Meine Kleine will da so gar nicht hin. Und Papa Maddin würde mal wieder so gerne ne Orgie feiern...

Wolfgang60
15.09.2010, 11:04
So unterschiedlich sind die Geschmäcker. Meine Kleine will da so gar nicht hin. Und Papa Maddin würde mal wieder so gerne ne Orgie feiern...
Dann musst du ihr ne Juniortüte kaufen, dann siehts schon wieder ganz anders aus.

Inaktiver User
15.09.2010, 11:08
Dann musst du ihr ne Juniortüte kaufen, dann siehts schon wieder ganz anders aus.

Funzt nicht. Sie mag auch lieber ne Salatgurke statt nem Ü-Ei. Und dreht immer den Wasserhahn ab, wenn ich mich rasiere "Papa, wir müssen sparen!"...

Wolfgang60
15.09.2010, 11:15
Maddin, das hört sich schlimm an: Was ihr braucht, ist eine Familienkonferenz

Inaktiver User
15.09.2010, 11:22
Maddin, das hört sich schlimm an: Was ihr braucht, ist eine Familienkonferenz
:freches grinsen::freches grinsen::freches grinsen:

Nee, ich hab ja für nen Ausgleich gesorgt. In einigen Monaten kann der Kleine Papa bestimmt tatkräftig unterstützen.:smirksmile:

ganda55
15.09.2010, 12:03
Da war ich nicht so konsequent mit der Erziehung meiner Tochter. Aber immerhin schmeckt es ihr (18 Lenze) dort nicht (mehr), und sie findet Mac richtig "Scheiße"

Ätsch!

ganda55
15.09.2010, 12:04
So unterschiedlich sind die Geschmäcker. Meine Kleine will da so gar nicht hin. Und Papa Maddin würde mal wieder so gerne ne Orgie feiern...

Ätsch!

ganda55
15.09.2010, 12:04
Funzt nicht. Sie mag auch lieber ne Salatgurke statt nem Ü-Ei. Und dreht immer den Wasserhahn ab, wenn ich mich rasiere "Papa, wir müssen sparen!"...

Das hat sie nicht von Dir.

Inaktiver User
15.09.2010, 12:05
Das hat sie nicht von Dir.

Hab ich auch nie behauptet. Aber der Postbote weigert sich beharrlich, seinen Vaterpflichten nach zu kommen!:ooooh::freches grinsen:

Streuner
15.09.2010, 12:14
Maddin, mein Beispiel bezog sich auf die McFress-Tüten, die man alle im Straßengraben finden kann. Ich ging davon aus, dass diese Sachen eher am Autoschalter gekauft werden. Dort wird generell 7 Prozent Steuer verbucht.
Ansonsten hast du Recht. Beim Kauf bei McD wird häufig gefragt: " Zum Mitnehmen oder zum Hieressen?". Wenn man sagt: "Zum Mitnehmen", hat McDonalds weniger Steuern zu zahlen, und somit wieder mehr Geld in der Tasche.
Wenn ich "mitnehme", zahle ich den selben Preis, wie wenn ich "hier esse", nur bezahlt Mc dann weniger Steuern?

Wenn das so ist, sag ich in Zukunft immer "zum Mitnehmen"
und esse dann extra z'Fleiß hier :hunger: :zwinker:

ganda55
15.09.2010, 12:17
Hab ich auch nie behauptet. Aber der Postbote weigert sich beharrlich, seinen Vaterpflichten nach zu kommen!:ooooh::freches grinsen:

Sie wird ihm zu schlau sein!
(An der Verpackung wird's ja wohl nicht liegen.)

Streuner
15.09.2010, 12:33
Jetzt mal ne Frage zu eurem Einkaufsverhalten:
Häufig, wenn ich einkaufe, habe ich keinen Einkaufskorb, Jutetasche o.ä. dabei. Da kommt man von der Arbeit, oder man geht gerade durch die Stadt, und denkt: "AU, Sch...., das muss ich noch kaufen. So gehts mir wenigstens das eine oder andere Mal. Und dann bin ich doch froh, wenn ich mir das alles in eine Plastiktüte packen kann, die ich später sogar als Mülltüte verwende. ich kann mir doch nicht jedesmal eine Jutetüte verpassen lassen???

Oder wie denkt Ihr?

Falls Du mit dem Auto unterwegs bist, könntest Du Dir neben dem Reservekanister, Wagenheber, Verbandskasten ... immer ne Hand voll Stofftüten bereit halten.

Meine Frau (wir haben seit über zehn Jahren kein Auto) hat immer mindestens eine Tüte im Handtäschchen (in Form eines Rucksackes, ohne den sie nie aus dem Haus geht),
und mich erkennt man in der Stadt seit 20 Jahren an meinem Kamellederrucksack aus Marokko,
ohne den auch ich sogut wie nie aus dem Haus gehe. Eine Zeitung, Fotoaparat, manchmal Brotzeit und/oder ne Halbe Bier hab ich immer dabei.
Das ist sozusagen mein "Kofferraum".
(Über den Auspuff sage ich jetzt nichts... :pfeifend: :freches grinsen:)

Hab mich schon oft gefragt, wieviele LKW-Ladungen an Lebensmitteln ich darin wohl schon transportiert habe.
Auch da sind meistens eine oder zwei zusätzliche Tüten drin.

Streuner
15.09.2010, 12:33
So, jetzt muss ich Einkaufen gehn. :ahoi:

Streuner
15.09.2010, 19:08
Neues von Mc Donalds:
Zynischer TV-Spot von Ärzten erbost Schnellimbiss McDonald's (http://de.news.yahoo.com/2/20100915/twl-zynischer-tv-spot-von-aerzten-erbost-4bdc673.html)

:freches grinsen::freches grinsen::freches grinsen:... er liebte es ...:freches grinsen::freches grinsen::freches grinsen:

ganda55
15.09.2010, 20:42
Neues von Mc Donalds:
Zynischer TV-Spot von Ärzten erbost Schnellimbiss McDonald's (http://de.news.yahoo.com/2/20100915/twl-zynischer-tv-spot-von-aerzten-erbost-4bdc673.html)

:freches grinsen::freches grinsen::freches grinsen:... er liebte es ...:freches grinsen::freches grinsen::freches grinsen:

Ja, hab' ich heute nachmittag gesehen. Geht aber nicht um Verpackung, sondern um Trans-Fette:smirksmile:
Hab' mich aber gefragt, wer das bezahlt und warum. (Und warum sich Mäck erbost; so dicke Buletten stecken bei dem doch gar nicht zwischen den Schaumgummi-Hälften.)

Inaktiver User
15.09.2010, 20:51
Eine Leberkässemmel oder eine Portion Weißwurst stehen dem Big Mäc in nix nach. Ist halt nur Fastfood im anderen Gewand. Bzw. Dirndl.:zwinker:

ganda55
17.09.2010, 11:07
Eine Leberkässemmel oder eine Portion Weißwurst stehen dem Big Mäc in nix nach. Ist halt nur Fastfood im anderen Gewand. Bzw. Dirndl.:zwinker:

Voll fett richtig! - Aber auch so gut, gell! Und die Weißwurscht ist ja schon verpackt:freches grinsen:. Steht Ihr beim Metzger Eures Vertrauens auch immer den Kampf gegen die drei Meter Alufolie aus (warmer Leberkäs, Schnitzel...), die dann als Paket auch noch in eine beschichtete Tüte verschoben wird??

Bei meinem geht das jetzt so, dass ich nach fünf vergeblichen Versuchen und Gegenargumenten sofort von vornherein kreische: "Mit Alu nehm' ich's nicht!" Mittlerweile kennen sie mich und lassen es weg. - Alte Zeitungen halten auch warm. Sollten wir vielleicht noch dazu ins Auto packen, auf dass der Kramladen voll wird.

Inaktiver User
17.09.2010, 11:36
Nö, ich bekomm den Leberkäs immer im Papier.

Ja, das Zeug ist lecker!:freches grinsen:

Streuner
17.09.2010, 17:01
Nö, ich bekomm den Leberkäs immer im Papier.

Ja, das Zeug ist lecker!:freches grinsen:

maddin, Du erntest noch nen Tüftlerpreis:
Ne Zeitung aus Esspapier und mit Lebensmittelfarbe bedruckt.
Wenn schon nix gscheits drin steht, wird man wenigstens satt von der BILD :freches grinsen:

Da hat dann fettgedruckt gleich ne andere Bedeutung :freches grinsen::freches grinsen:

ganda55
18.09.2010, 16:59
Die Müllmesse "entsorga" (blöder geht's nimmer) in Mü geht heute zu Ende.

War gestern wieder die Rede davon, dass die Recycler Milliardenumsätze/-gewinne machen. Und verdienen wir kleinen Müllproduzenten mit? Nö, wir zahlen lieber - beim Einkauf und bei der Müllabfuhr. Dieser Saustall sollte auch ein anderer werden.

Empörte Grüße

Streuner
18.09.2010, 17:49
Die Müllmesse "entsorga" (blöder geht's nimmer) in Mü geht heute zu Ende.

War gestern wieder die Rede davon, dass die Recycler Milliardenumsätze/-gewinne machen. Und verdienen wir kleinen Müllproduzenten mit? Nö, wir zahlen lieber - beim Einkauf und bei der Müllabfuhr. Dieser Saustall sollte auch ein anderer werden.

Empörte Grüße

Besser wärs, die Müllmesse hieße "Vermeida" :freches grinsen:

Inaktiver User
20.09.2010, 11:52
Wann macht man mit wahrhaftiger Scheiße endlich Geld? Ich geh dann auch kräftig spenden!

ganda55
20.09.2010, 15:36
Wann macht man mit wahrhaftiger Scheiße endlich Geld? Ich geh dann auch kräftig spenden!

Düngemittelfabrikation - Biogasanlagen.

Oder hast Du Direkteinnahmen im Sinn?

Inaktiver User
20.09.2010, 15:48
Oder hast Du Direkteinnahmen im Sinn?

Ich verlinke jetzt nicht auf eine Seite, die aus Ausscheidungen (in Japan) Pseudoschrimps her stellt...

ganda55
20.09.2010, 23:12
Ich verlinke jetzt nicht auf eine Seite, die aus Ausscheidungen (in Japan) Pseudoschrimps her stellt...

Hab Dich nicht so. Was wird gezahlt, ist hier die Frage!:pfeifend:

Streuner
25.09.2010, 01:52
Geht doch! :yeah:
Forscher in Frankreich basteln an essbarer Trinkflasche (http://de.news.yahoo.com/2/20100924/tsc-forscher-in-frankreich-basteln-an-es-c2ff8aa.html):prost: (http://de.news.yahoo.com/2/20100924/tsc-forscher-in-frankreich-basteln-an-es-c2ff8aa.html):hunger:
(http://de.news.yahoo.com/2/20100924/tsc-forscher-in-frankreich-basteln-an-es-c2ff8aa.html)

Inaktiver User
25.09.2010, 03:27
Geht doch! :yeah:
Forscher in Frankreich basteln an essbarer Trinkflasche (http://de.news.yahoo.com/2/20100924/tsc-forscher-in-frankreich-basteln-an-es-c2ff8aa.html):prost: (http://de.news.yahoo.com/2/20100924/tsc-forscher-in-frankreich-basteln-an-es-c2ff8aa.html):hunger:
(http://de.news.yahoo.com/2/20100924/tsc-forscher-in-frankreich-basteln-an-es-c2ff8aa.html)

Die sollen sich mal beeilen.
Essbare Höschen gibt es ja schon lange. :freches grinsen:
Nicht schlecht wenn man bald in alles reinbeissen kann.

Streuner
26.09.2010, 00:39
Die sollen sich mal beeilen.
Essbare Höschen gibt es ja schon lange. :freches grinsen:
Nicht schlecht wenn man bald in alles reinbeissen kann.

Wie im Schlaraffenland :lachen: (http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.info-graz.at/files/images/1228/40533_foodscapes12_180x120.jpg&imgrefurl=http://www.info-graz.at/cms/1/14727/&usg=__-tiW9P3wA6eoRqei9gnDu-bnmr0=&h=120&w=180&sz=8&hl=de&start=16&zoom=1&um=1&itbs=1&tbnid=nFLkIYlknoFulM:&tbnh=67&tbnw=101&prev=/images%3Fq%3Dkunst%2Baus%2Blebensmittel%26um%3D1%2 6hl%3Dde%26sa%3DN%26tbs%3Disch:1)
(16 Bilder)
(http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.info-graz.at/files/images/1228/40533_foodscapes12_180x120.jpg&imgrefurl=http://www.info-graz.at/cms/1/14727/&usg=__-tiW9P3wA6eoRqei9gnDu-bnmr0=&h=120&w=180&sz=8&hl=de&start=16&zoom=1&um=1&itbs=1&tbnid=nFLkIYlknoFulM:&tbnh=67&tbnw=101&prev=/images%3Fq%3Dkunst%2Baus%2Blebensmittel%26um%3D1%2 6hl%3Dde%26sa%3DN%26tbs%3Disch:1)

michelet
08.10.2010, 22:20
Wenn wir als Verbraucher ein wenig auf unser Kaufverhalten achten würden, könnte sich schnell einiges ändern.
Müll vermeiden und somit Resourcen sparen geht einfach! Wer braucht schon ne Tüte Bonbons, eingewickelt in Papier und noch ein extra Fähnchen an jedem Bonbon als Echtheits-Garantie? Oder Mini-Schokolade schön einzeln in bunte Folie verpackt? Zum Thema Tüten: Mitlerweile gibt es ultradünne, klein faltbare Beutel, die man sich an den Schlüsselbund baumeln kann... sind zwar aus Kunstfaser, aber da sie immer dabei sind spart man etliche Plastiktüten. So als schicke alternative zum Jutebeutel.

Und übrigens kann man bei Verpackungen das Verhältnis von minimaler Oberfläche zu maximalem Volumen berechnen, einfache Extremwertaufgabe die jeder Abiturient mit Mathegrundkurs lösen kann. Selbst wenn man da bei jedem Milchkarton nur 1 cm² sparen würde...

Wenn es nach mir ginge müssten alle Verpackungen eine optimierte Größe haben und wenn nicht für das Produkt nötig dürfte kein Leerraum vorhanden sein. Jede bescheuerte Tütensuppe könnte locker um 1/3 kleiner sein...

Wozu muss jeder Teebeutel nochmal in nen Papiertütchen? Tut dem Luxus und Konsum keinen Abbruch wenn der normal in seiner Pappschachtel steckt.

Inaktiver User
09.10.2010, 12:22
Wozu muss jeder Teebeutel nochmal in nen Papiertütchen? Tut dem Luxus und Konsum keinen Abbruch wenn der normal in seiner Pappschachtel steckt.

Wenn es den Luxus nicht mehr gäbe, würde sich der Luxustee nicht von den Billigtees (ohne Papiertütchen) unterscheiden. Das er das eh nicht tut, ist bei "Luxus" nebensächlich. :smirksmile:

Tabea
10.10.2010, 08:54
:allesok:

Streuner
11.10.2010, 23:38
Hier auch eine Möglichkeit,
wie man Materialien sparen kann:

Ein Jahr lang blaumachen | Meike Winnemuth (http://www.cosmopolitan.de/mode/trends/a-25324/ein-jahr-lang-blaumachen.html)

(Video anschauen!)

____________________

Da hab ich sie entdeckt:

Meike Winnemuth bei Günther Jauch (http://www.rtl.de/cms/unterhaltung/wer-wird-millionaer/meike-winnemuth-guenther-jauch.html?tc_r=rtlde_cms_unterhaltung&tc_m=rtlde_aufmacher_default&tc_te=Schafft+die+%22falsche+Million%E4rin%22+heut e+die+Million%3F&tc_ta=rtlde&tc_i=273861&tc_rl=%2Fcms%2Funterhaltung.html&tc_c=bf92be33b32de31d08537481168d1dd0128683)

Inaktiver User
12.10.2010, 11:05
Hier auch eine Möglichkeit,
wie man Materialien sparen kann:

Ein Jahr lang blaumachen | Meike Winnemuth (http://www.cosmopolitan.de/mode/trends/a-25324/ein-jahr-lang-blaumachen.html)

(Video anschauen!)

____________________

Da hab ich sie entdeckt:

Meike Winnemuth bei Günther Jauch (http://www.rtl.de/cms/unterhaltung/wer-wird-millionaer/meike-winnemuth-guenther-jauch.html?tc_r=rtlde_cms_unterhaltung&tc_m=rtlde_aufmacher_default&tc_te=Schafft+die+%22falsche+Million%E4rin%22+heut e+die+Million%3F&tc_ta=rtlde&tc_i=273861&tc_rl=%2Fcms%2Funterhaltung.html&tc_c=bf92be33b32de31d08537481168d1dd0128683)

Was ist daran neu?

Streuner
12.10.2010, 16:01
Was ist daran neu?
Gute Frage.

Neu ist daran, dass sich jemand nur ein Mal im Jahr etwas Neues zum Anziehen kauft, ist für mich zumindest, dass das jemand öffentlich zur Schau stellt.

Neu daran sind vielleicht auch die Gründe dafür.
Mögen die Gründe dafür bisher gewesen sein, dass es sich jemand schlicht nicht leisten konnte, öfter mal was Neues zu kaufen, oder einfach nur aus Sparsamkeitsgründen,
so kommt heute vielleicht noch ein Umdenken hinzu.
Ein Umdenken dahingehend, dass der Mittelpunkt, das Wesentliche des Lebens nicht mehr in der Produktion und dem Konsum von Gütern gesehen wird.

Hat man sich erst mal befreit, von diesem Produktions- und Konsumzwang, treten automatisch andere Aspekte an einen heran, die einen vor die Frage stellen, "was ist der Sinn des Lebens - der Sinn und der Inhalt MEINES Lebens?".

Zu ergründen, was Frau Meike Winnemuth zu der Aktion bewogen hat, dazu bin ich noch nicht gekommen.
_________________________________________

Es stellt sich die Frage:
Wozu würde es führen, wenn alle Menschen nur noch das Allernötigste produzieren, kaufen und konsumierten?
Um diese Frage zu beantworten, muss man erst mal definieren:
Was ist das Allernötigste?

Das ist sicher von Mensch zu Mensch verschieden - je nach Anspruch, den ein Mensch an sich, seine Mitmenschen, an seine Umwelt und an die Umwelt allgemein und an das Leben stellt.
Wie sich ein Mensch diesbezüglich entscheidet,
das sollte jedem Menschen freigestellt sein.
Das Fatale ist aber, dass dem längst nicht mehr so ist - oder nie war.

Solange jemand dieses Spiel mitmacht, indem er sagt, "Ich will
ein Auto haben und möglichst das neueste; ich will neue Schuhe haben, sobald die "alten" älter als eine Woche sind; ich will ein eigenes Haus, mindestens drei Mal im Jahr in den Urlaub fliegen, ich will auf meinem Teller immer alle Lebensmittel der Welt möglichst zum billigsten Preis haben können; ich will mit meinem PC, mit meiner Digi-Cam, mit meinem Handy, mit allem was es an Elektronik gibt, immer auf dem neuesten Stand sein,...", und dafür will ich mithelfen, all diese schönen Sachen zu produzieren, gehört man dazu.

Sobald sich aber jemand diesem Zwang, immer mehr produzieren zu müssen, entziehen will, und sich sagt,
"Genug zu essen, gesundes Essen, ein Dach über dem Kopf und für meine Vergnügungen mir alle paar Jahre was Neues anschaffen, das würde mir reichen.", kommt ein Seehofer und wettert darüber, dass es Leute gibt, die sich mit wenig zufrieden geben und von dem leben wollen, was schon da ist, anstatt sich an der monsterhaften Überproduktion zu beteiligen.

Siehe:

Seehofer hetzt gegen Hartz IV Empfänger und Zuwanderer (http://www.youtube.com/watch?v=VjrlRG40zJY)

Horst Seehofer: Kampfansage an Schmarotzer und Zuwanderer (http://www.focus.de/politik/deutschland/horst-seehofer-kampfansage-an-schmarotzer-und-zuwanderer_aid_560515.html)

Man stelle sich mal vor, jeder Mensch könnte und würde sich von seinem selbst erarbeiteten Geld alles kaufen, was ihm überall angepriesen wird.
Man stelle sich mal diese Gebirgszüge aus Schrott und Müll vor, welche dann produziert würden.
Ist es da nicht einleuchtend, dass auch der, der nichts tut und sich mit dem Allernötigsten an materiellen Dingen zufrieden gibt, etwas sinnvolles tut: Er schont die Umwelt, spart Energie und Ressourcen.
So aber wird auch der Letzte gezwungen, sich an diesem Konsum-Terror zu beteiligen - ob man will oder nicht.