PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neue Hoffnung!



Blume210
27.08.2010, 21:15
Hallo,
würde gern einen neuen Strang eröffnen, um nach der erlebten Fehlgeburt gemeinsam wieder nach vorn blicken zu können.

Kurz zu meiner Geschichte: vor drei Monaten hatte ich einen MA. Es war meine erste Schwangerschaft, alles noch so neu und spannend und obwohl ich wusste, dass „ES“ passieren kann, konnte ich es nicht begreifen, als es mir tatsächlich widerfuhr.

Erst kam die Ohnmacht, dann die totale innere Leere, Hilflosigkeit und die Suche nach dem Warum. Später das langsame Begreifen und Akzeptieren.
Inzwischen haben wir das Gefühl, dass wir unseren kleinen Zwerg loslassen können ohne ihn aus unserem Herzen zu lassen. Die Freude auf September und auf das was da hoffentlich wieder entstehen könnte ist groß, aber ...

... der kleine Teufel sitzt da und flüstert: „Was, wenn es wieder passiert? Verkraftest Du ein zweites Mal?“ und der Engel meint: „Was soll schon passieren? Es gibt so viele Frauen, die in der zweiten Schwangerschaft ein gesundes Kind zur Welt bringen. Schau in die Zukunft!!!“

Der Beitrag von dini143 hat die Gefühle wieder hoch kochen lassen – schlimm, dass sie so lange leiden musste; schön, dass sie so lange durchgehalten hat und dann endlich ihr Kind in die Arme schließen konnte!!!!

Seid ihr auch gerade auf dem Weg es erneut zu versuchen? Wie geht es euch? Seid ihr auch hin und her gerissen zwischen Hoffnung und Angst?
Habt ihr Tipps auf was man achten kann, welche Untersuchungen sinnvoll wären?
Auch wenn ich weiß, dass unser Zwerg vielleicht „nur“ einer dummen Laune der Natur zum Opfer gefallen ist, denke ich darüber nach, WENN es klappt, mich wegen Gelbkörperschwäche und Gerinnungsstörung untersuchen zu lassen.

Also dann vielleicht gemeinsam nicht mehr einsam in die Zukunft ... :smile: würde mich freuen!

gismoline1
01.09.2010, 23:35
hallo blümchen keine panik das wird schon klappen....ja es ist schwer eine fehlgeburt man rechnet weiter jetzt wäre ich so weit und jetzt wäre es schon da ..ich kann dich trösten ich habe 2 fehlgeburten mitgemacht ...musste manchmal aus den geschäft gehen wenn ich schwangere frauen oder kinderwagen sah ich habe es nicht ertragen ...jetzt habe ich zwei gesunde jungs..und deine gefühlsschwankungen sind völlig normal..du musst daran glauben das es klappt ...ich wünsche dir das dein wunsch bald in erfüllung geht und kopf hoch ..:Sonne:

Zauberatty
05.09.2010, 14:48
Hallo Blümchen!

Tut mir sehr leid, dass du auch die Erfahrung einer Fehlgeburt machen musstest, das tut einfach nur weh.

Ich selber hatte erst vor 3 Tagen die Fehlgeburt, in der 7.SSW. Ich hab schon zwei große Kinder, die sind 14 und 17 und wünsche mir mit meinem Partner noch ein Baby. Schwanger geworden bin ich mit meinen40 Jahren recht schnell, aber dann gehörte ich leider zu den 30-40%, bei denen es in meinem Alter schief geht. Eigentlich hofft man ja immer, es passiert nur den anderen...

Ich möchte es auf jeden Fall nochmal probieren und kann mir schon lebhaft vorstellen, wie groß die Ängste sind, sollte es nochmal klappen und ich schwanger werden.

Vielleicht können wir uns ja wirklich gegenseitig unterstützen und Mut machen:smile:, vielleicht finden auch noch ein paar "Leidensgenossinnen" den Weg hierher.

Für uns wird dieses Sternchen für immer unser erstes Kind sein und bleiben. Es wurde in diesen wenigen Wochen so sehr geliebt und alle haben sich drauf gefreut. Bei mir wechseln noch Tränen mit Phasen, in denen es mir besser geht, aber das ist sicher ganz normal. Zum Glück habe ich einen tollen Mann, der mich auffängt und tröstet.

Dir einen schönen Tag und herzliche Grüße
Mona

Blume210
06.09.2010, 20:21
Hallo gismoline,
danke für Deine Worte!!! Panik habe ich keine, irgendwie sieht man ja immer wieder – so wie auch bei Dir – dass wir manchmal unsere Sternchen gehen lassen müssen und dann, beim nächsten Mal, kann alles gut werden. Alles hat seinen Sinn … irgendwie … Man wird halt nur so hin und her gerissen von seinen Gefühlen.

Blume210
06.09.2010, 20:39
Ach Mona, dass es Dir auch passieren musste ... es tut mir so unendlich leid für Dich!!!!!

Es ist leider kein Trost, dass es 50% aller Schwangerschaften trifft – wir sind mit unserem Schmerz erst einmal allein und untröstlich.
Ich kann Dir nur etwas aus meiner kurzen Erfahrung sagen: die Zeit macht es leichter ... Am Anfang glaubt man, die Trauer zerreißt einen, aber irgendwann wird es Stück für Stück schwächer. Nur aufhören wird es wohl nie - so wie Du schreibst: es wird euer Sternchen bleiben.

Schön, dass Dein Mann Dich auffängt und tröstet. Mein Freund hat mich auch über die ersten Wochen mehr oder weniger gerettet.
Du hast große Kinder – so kannst Du Dir hoffentlich Zeit nehmen für Dich und all Deine Gefühle, oder?
Ich habe Stunden geweint (auch jetzt fließen sie noch bei bestimmten Situationen oder Erinnerungen); ich habe immer wieder mit meinem Freund gesprochen; wir haben zusammen geweint, gelacht, geschwiegen, in die Zukunft und in die Vergangenheit geschaut; habe Tonnen im Internet gelesen, damit ich eine Antwort finde, mir Bücher gekauft, ein Tagebuch für unseren Schmetterling geschrieben; eine kleine Erinnerungsecke geschaffen. Das war Beschäftigung und Aufarbeitung, sonst hätte ich vielleicht nicht loslassen können.
Du wirst DEINEN Weg finden und ich drück Dir ganz fest die Daumen, dass es Dir bald besser geht!!!! Würde mich freuen von Dir zu hören.
Liebe Grüße

Zauberatty
06.09.2010, 21:39
Danke Blümchen für deine lieben Worte!

Gerade saß ich in einer Fortbildung (bin selbstständig als Heilpraktikerin tätig und die Fobi musste leider sein), hab schon zugehört und war auch gedanklich dabei, aber irgendwie drunter war nur der Wunsch, das Kleine wieder im Bauch zu haben und wieder schwanger zu sein...

Ich war so gerne schwanger und so unendlich stolz darauf! Kennst du das? Mein 14-jähriger Sohn war damals von meinem damaligen Mann überhaupt nicht gewollt, er wollte, dass ich ihn abtreibe, was ich aber verweigert habe (Gott sei dank, dieses Kind ist einfach nur ein Segen). Diese Schwangerschaft war kurz gesagt die Hölle für mich. Keine Freude, nur Leid und Tränen.

Und jetzt hat sich jeder auf das Baby gefreut, ich war die stolzeste Schwangere, die man sich überhaupt vorstellen kann, hatte ein Dauergrinsen im Gesicht...und dann war es schon wieder vorbei :-(

Ich nehme an, du kennst diese Gedanken und Gefühle. Mein Mann versucht ja zu verstehen, aber er steht doch ein Stückchen weiter draussen als ich, hatte das Kleine nicht so hautnah gespürt.

Ich wäre einfach sooo gerne wieder schwanger...

Wie hast du die 3 Monate Wartezeit empfunden? Ich bin so unschlüssig, ob wir verhüten sollen oder nicht. Ich hatte ja keine Ausschabung, sondern eine normale Abbruch-Blutung zuhause. Und man liest so viele unterschiedliche Meinungen.

Dir drücke ich auf jeden fall die Daumen, dass da schnell wieder ein kleines Wunder entsteht und dann ein gesundes großes Wunder wird! Schön, von dir zu hören!
Herzliche Grüße :-)

Blume210
08.09.2010, 18:43
Hallo Mona, wie geht’s Dir???

Kompliment, dass Du Dich gleich in eine Fobi stürzen konntest, auch wenn es freiwillige Pflicht war :smile:
Ich hätte das nicht gekonnt – stand nach der AS völlig neben mir.
So, wie Du schreibst: alles in und um einen hat sich auf dieses kleine Wesen gefreut, dann plötzlich: Leere. Das muss Frau erst einmal verarbeiten.

Ich weiß, wie Du Dich fühlst. Du wirst bestimmt noch intuitiv die Hand auf Deinen Bauch legen ... Nimm langsam Abschied – das hat mir geholfen. Ich wollte mich nicht betäuben und ablenken, aber ich wär auch am liebsten gleich wieder schwanger geworden, um diese Leere in mir zu füllen. Ich konnte mich nicht damit abfinden, dass das wirklich passiert war und der Abschnitt vorbei sein sollte.

Im Nachhinein bin ich froh, dass ich zur Rötelimpfung gegangen bin, auch um eine dreimonatige Pause machen zu MÜSSEN. Durch diese drei Monate konnte ich mich emotional lösen, sprich: ich habe keinen schnellen Ersatz für meinen Schmetterling, sondern möchte jetzt gern schwanger werden. Auch mein Körper konnte zur Ruhe kommen.

Du weißt ja selbst, dass Du sofort wieder schwanger werden kannst, die Pause von drei Monaten ist lt. Statistik nicht dringend erforderlich. Körper und Seele sind eins – wenn Du es verkraften kannst, steht einer erneuten Schwangerschaft nichts im Weg. Vielleicht hilft es Dir, solange zu verhüten bis Du am Morgen gleich nach dem Aufwachen nicht als Erstes an Dein Sternchen denken musst. Klingt vielleicht komisch, aber Du weißt sicher was ich meine.

Ja, die Männer stehen manchmal ein bisschen außen vor – die Schwangerschaft war leider so kurz, Du hast es ja sicher auch erst in der 4.SSW gewusst. Wir bauen sofort diese Bindung auf, in unserem Körper passiert so viel und wenn es nur die Übelkeit von morgens bis abends ist :smirksmile:

Und unsere Männer freuen sich, sind später auch voller Trauer, aber eben irgendwie anders.
Ich war am Anfang enttäuscht, als mein Freund nach einer ganzen Weile nicht mehr jeden Tag von unserem Zwerg redete, aber so ist es und so ist es auch richtig – wir können ja schließlich nicht alle den Kopf verlieren :smirksmile:
Dein Mann ist für Dich da und möchte Dich verstehen, das ist toll – andere ziehen sich zurück, reden gar nicht und können einfach nicht ihre Gefühle zeigen. Das muss dann wirklich schwer sein ....

Ich hoffe, Du hast einen angenehmen Abend, sei lieb gegrüßt!

Zauberatty
11.09.2010, 10:32
Guten Morgen!!

Sorry, dass ich erst heute zum Schreiben komme, ich war schon wieder auf einer Fobi, diesmal mit Übernachtung. Hatte ich auch Bammel vor, aber es ging dann überraschend gut, auch, weil ich die Leute dort schon Jahre kenne und einfach am Anfang gesagt habe, was los ist. Damit mache ich ohnehin die besten Erfahrungen. Einfach ehrlich sein. Mir haben so auch schon viele Frauen von ihren Fehlgeburten erzählt und das tröstet ja auch irgendwie immer ein bisschen. Vor allem, wenn sie danach noch ganz gesunde Kinder bekommen haben.

Wie alt bist du eigentlich? Du hast noch keine Kinder, oder? Ich bin echt froh, dass ich die Großen schon habe, sonst wäre es vermutlich noch schlimmer. Meine große Tochter tröstet mich immer ganz süß:smile:

Mir käme es komisch vor, zu verhüten und ich denke, ich werde ohnehin nur dann schwanger, wenn mein Körper bereit dazu ist. Es hört sich ja jetzt ein bisschen verrückt an, aber das Kleine hat sich in einem Traum von mir verabschiedet, so dass mir schon vor der eigentlichen Fehlgeburt klar war, dass es so kommt. So konnte ich schon ein bisschen Abschied nehmen. Aber natürlich tut es trotzdem noch weh und ich bin immer wieder überrascht über diese tiefe Traurigkeit, die in mir ist...

Es wäre halt zu schön gewesen.

Und es wäre endlich mal wieder was Positives gewesen. Die letzten 3 1/2 Jahre waren bei mir ziemlich heftig. Ich bin im Mai 2007 Rheuma-krank geworden und zwar die ganz heftige Variante. Ich konnte nicht mehr laufen, jedes Gelenk tat weh und ich hab mehr Cortison genommen, als man einem Elefanten verabreicht hätte.
Daraufhin ist meine Ehe gescheitert, meine Tochter magersüchtig geworden und mein Leben komplett explodiert.

Dann habe ich meinen jetzigen Mann kennengelernt und so langsam hat sich alles wieder geregelt. Ich bin mittlerweile symptom- und medikamentenfrei, meine Tochter ist wieder gesund und bildschön (da spricht die stolze Mama:smirksmile:) und mein Leben ist schön. Da hätte so ein kleiner Zwerg natürlich gut rein gepaßt.

Naja, wir harren der Dinge, die da kommen werden:lachen:

Hast du denn einen regelmäßigen Zyklus? Und bist du schnell schwanger geworden? Das sind ja auch so Themen, die einem das Leben schwer machen können. Ich hoffe, das pendelt sich schnell wieder ein bei mir.

Dir ein schönes Wochenende und viele liebe Grüße
Mona

Blume210
15.09.2010, 21:48
Hallo Mona,

ich schaff´s leider auch nicht jeden Tag – zwar nicht wegen Fobi, aber das Leben ist ja selbst ohne Kinder manchmal ganz schön voll geplant :smirksmile:

Dass Du es so offen aussprichst, find ich super – ich habe das am Anfang nur bei meinen engsten Freunden und der Familie geschafft. Anderen in meiner Umgebung hätte ich es auch gern gesagt, damit sie mich besser verstehen als ich noch so neben mir stand, aber ich hatte Angst vor manchen Reaktionen bzw. wollte ich die Leute nicht überfordern. Zusätzlich kamen mir natürlich schon beim bloßen Aussprechen die Tränen und die wollte ich dann doch lieber geschützt „ausweinen“.
Im Nachhinein hab ich viele gute Erfahrungen gemacht, manche Leute sind aber auch recht hilflos bei dem Thema.

Es war meine erste Schwangerschaft, ich bin 34. Wir waren überwältigt, dass es gleich beim zweiten Versuch geklappt hat und das, obwohl ich so viele Jahre durchweg die Pille geschluckt hab.
So war ich auch nach der FG erst einmal gespannt, wie sich alles einpendelt und siehe da, ein Zyklus von 28 Tagen.
Alles Bilderbuchmäßig :smile:

Eigenartig, oder? Du hast auch viel erlebt – wenn alles in bester Ordnung ist muss man so eine schmerzhafte Erfahrung machen. Hattest Du einen Rheumaschub, Gicht oder Arthritis? Klingt heftig, was Du/ ihr danach durchgemacht habt.

Ich hab auch so gedacht: wenn der Körper bereit ist, klappt es mit dem schwanger werden, aber warum hat er es dann nicht zu Ende gebracht?
Malschauen, was unsere Körper demnächst so anstellen :lachen:
Ich drück Dir jedenfalls fest die Daumen und vielleicht klappt es ja bei uns zur selben Zeit und wir ziehen gemeinsam in einen neuen Strang :smirksmile: Hier mag ja niemand so richtig mitschreiben, schade, oder?

Wirst Du irgendwelche Untersuchungen machen, sobald es geklappt hat? Wegen Gelbkörperschwäche, Gerinnungsstörungen oder Schilddrüsendysfunktion?
Was denkst Du über die zusätzliche Einnahme von Produkten wie Femibion mit Jod, Folsäure, Vitaminen, Omega-3-Fettsäure?
Irgendwie denke ich ja, der Körper wird´s schon machen, aber auf der anderen Seite gab es vielleicht auch einen ganz einfachen Grund für die FG ....

Viele Grüße und bis hoffentlich bald!!! :blumengabe:

Zauberatty
17.09.2010, 08:00
Guten Morgen!
Ja, du hast recht, bei unserem Thema will sich niemand so richtig mit einbringen. Find ich auch schade, aber ich werde trotzdem weiter schreiben :smile:

Dein Zyklus ist ja wirklich bilderbuchmäßig, alle Achtung! Ich bin im Juli zu einem Zeitpunkt schwanger geworden, als es eigentlich nicht hätte sein können - aber das kenne ich schon von meinem großen Sohn, der hat sich auch damals eingeschlichen:smirksmile: und ist neben meiner Tochter und meinem jetzigen Mann definitiv das Beste, was mir passieren konnte. Ein ungeplantes Geschenk sozusagen.

Dass jetzt unser Wunschkind nicht leben durfte verstehe ich auch nicht... aber mittlerweile kann ich gelassener drüber denken und vermute, es wäre sowieso nicht gesund zur Welt gekommen.

Ihr übt jetzt wieder sozusagen, oder?? Dann wird es bei dir sicher auch schnell wieder klappen. Ich war doch im Aprilmamas-Strang dabei. Mit meiner sind es dort mittlerweile 3 Fehlgeburten und eine wo es äußerst wacklig steht. Und das bei 9-10 Frauen, die mitschreiben... scheint also wirklich ein häufiges Phänomen zu sein, leider.

Ich hatte eine chronische Polyarthritis, heißt, alle Gelenke waren befallen und entzündet. Es war wirklich die Hölle. Dazu mein erster Mann, der damit gar nicht umgehen konnte. Naja, die Krankheit hat mir die Kraft gegeben, mich von ihm zu trennen. Komisch, gell? Dann wurde meine Tochter magersüchtig, was natürlich noch schlimmer war. Aber mittlerweile ist alles wieder gut:lachen:

Ich wünsch dir einen Tag mit wenig Streß und ein schönes Wochenende! Wir fahren morgen für 3 Wochen mit unserem Hundekind (ein 5-monatiger Labrador) nach Österreich - freu mich total! Der Große ist bei seinem Papa und wir haben endlich mal Zeit für uns. Kommt jetzt auch gerade richtig.
Ich habe aber auch dort Internet und werde mich bestimmt melden - versprochen.

Bis bald, herzliche Grüße
Mona

angel76
12.10.2010, 19:21
Hallo zusammen,
ich weiß leider nicht, ob ich hier wirklich richtig bin, aber da ich gesehen habe, dass diese Seite ziemlich neu eröffnet wurde, versuche ich einfach mal, ob ich hier vielleicht Rat bekommen kann.

Ich finde es übrigens sehr schön, einen Strang zu eröffnen, der "neue Hoffnung" heisst, ich hoffe es finden sich noch mehr.

In meiner Situation ist es zur Zeit allerdings noch so, dass ich gern noch aktuelle Hoffnung haben möchte, bevor ich vielleicht das momentane Glücksgefühl verliere und neu hoffen muss...:knatsch:

Noch bin ich schwanger. Irgendwie weiß ich auch nicht in welcher Woche ich bin, aber meine Ärztin meinte es wäre noch sehr früh. Vielleicht ja 5 SSW. Einige Blutuntersuchungen habe ich schon über mich ergehen lassen. Der HCG Wert steigt sehr langsam und von verdoppeln kann leider nicht die Rede sein. Bei meinem letzten Besuch letzte Woche meinte Sie halt es sähe nicht gut aus und der Wert sei sehr schlecht so ca. um die 340. Sehen konnte Sie auch nichts ausser das etwas Blut zu sehen ist (altes Blut), was ich ab und zu auch beim auf die Toilette gehen - kaum sehbar auf dem Papier habe...
Sie hat mich nun 2 Wochen krank geschrieben, zum einen wegen Erkältung und zum anderen vielleicht auch weil sie denkt, dass vielleicht in diesem Zeitraum etwas auf natürlichem Wege passieren könnte.
Nun sitze ich hier zu Hause und habe jeden Tag Angst das sich die Fehlgeburt anmeldet.
Nur irgendwie habe ich noch etwas Hoffnung, weil als ich heute nachgefragt habe, was bei der letzten Blutuntersuchung rausgekommen sei, meinte sie ich hätte einen HCG Wert von ca. 520 (habe nicht genau zu gehört)...
Warum steigt der Wert denn noch, wenn schon alles verlohren sein soll?

Vielleicht könnt ihr mir etwas meine Angst nehmen. Wie lange lässt so eine Fehlgeburt auf sich warten? Ich hoffe ja nicht dass ich ins Krankenhaus muss:knatsch:, dass wäre das allerschlimmste. Ich finde die schlechten Ergebnisse sind schon traurig genug.

Bitte teilt mir eure Erfahrungen und Gedanken mit, damit ich mich nicht so allein fühle.
Wenn ich dann etwas ruhiger geworden bin, muss ich mir auch erstmal eure Geschichten in Ruhe durchlesen, aber jetzt war ich etwas durcheinander.

Vielen Dank fürs zuhören
Ganz liebe Grüße Angel:blumengabe:

Blume210
15.10.2010, 21:42
Hallo Angel,

ich war leider ne ganze Weile nicht im Forum (Krankheit, Urlaub, Stress etc.) Deshalb freut es mich, dass ich gerade heute rein schaue, wo Du geschrieben hast ...

Wie geht es Dir?
Es ist sicher schwer zu Hause zu sein und nicht wirklich etwas tun zu können. Ist Dein Freund/ Mann bei Dir oder hast Du sonst jemanden der in Deiner Nähe ist?
Es ist nicht so einfach, aber versuch Dich zu entspannen und Dir nicht das Schlimmste auszumalen. Versuch positiv zu denken und lenk Dich erst einmal ab.
Wir haben keinen Einfluss auf die Dinge, die passieren, aber bei Dir ist doch zum Glück noch nichts passiert und v.a. ist noch nichts verloren!!!!

Mit dem HCG-Wert kenn ich mich leider nicht all so gut aus, weil der bei mir nie bestimmt wurde. Ich weiß nur, dass er sich ungefähr aller zwei Tage verdoppelt und ein zu langsamer Anstieg KANN (!) auf eine Störung hinweisen. Der Wert sinkt erst, wenn es zu einer Fehlgeburt kommt - bei Dir steigt er!!!

Das Schmierblut kann von der Einnistung kommen. Eine Schmierblutung deutet nicht unbedingt auf eine Fehlgeburt hin, aber jede Fehlgeburt geht mit einer Schmierblutung einher.

Daran siehst Du: alles kann, aber nichts muss!!!

Denk bitte noch nicht über eine Fehlgeburt und deren Verlauf etc. nach – schau erst einmal, dass Du gesund wirst und Dein kleiner Zwerg sich erholt! :in den arm nehmen:

Du hast am 12.10. geschrieben, warst Du heute noch mal bei Deiner Ärztin?

angel76
18.10.2010, 14:51
Hallo Du,

schön das Du geantwortet hast. In der Zwischenzeit,
also um genau zu sagen, hatte ich Samstag und heute normale Regelblutungen mit frischen Blut. Zum Teil kam da ein bißchen was glibbriges und so was ähnliches wie matschiger Schorf. (Entschuldige würde es Dir gerne besser beschreiben).
Der Tag dazwischen (Sonntag war denn nichts). Nun weiß ich nicht wirklich was ich davon halten soll. War das jetzt die Fehlgeburt? Es muss ja bei mir sehr früh gewesen sein, zumal sie auf dem Ultraschall nichts gesehen hat.
Wie verläuft denn eine natürliche Fehlgeburt? Woran erkenne ich das? und woher weiß ich ob alles raus ist? Viel kann es ja nicht gewesen sein...
Morgen habe ich dann wieder einen Arzttermin, allerdings wird sie ja nicht wirklich "reinschauen" können, wenn ich blute oder?
Vielleicht kannst Du mir ja deine Erfahrungen erzählen.

Deine Worte waren jedenfalls sehr lieb und ich habe mich natürlich geschont, aber diesesmal sollte es wohl nicht sein. Habe ja meine Medikamente für die Schildrüse und dieses Gelkörperhormon erst bekommen, als ich schon schwanger war, vielleicht ist ja jetzt alles stabiler und es klappt bald nochmal.:smile: Mein Mann war die letzte Woche arbeiten, aber mein Hund hat immer ganz dicht an meiner Seite gelegen:kuss: Die Traurigkeit wird schon noch eine Weile anhalten denke ich.

Ich würde mich jedenfalls riesig freuen, ab und zu mal mit Dir zu schreiben und die neue Hoffnung mit Dir zu teilen.

Liebe Grüße Angel:blumengabe:

Blume210
18.10.2010, 20:39
Hallo liebe Angel,

es tut mir so leid, dass Du Dein Kleines nicht behalten konntest!!! :in den arm nehmen:

Das klingt jetzt hoffentlich nicht zu neutral, denn irgendwie sollte keine Frau so etwas erleben müssen, aber bei Dir war es leider noch nicht so weit. Der Embryo war aus irgendeinem Grund nicht lebens- oder wachstumsfähig und wurde deshalb wieder abgestoßen.

Du bist nicht allein :blumengabe:
das passiert leider bei 80% aller Frühschwangerschaften (bis zur 12. SSW). Da Du so zeitig wusstest, dass Du schwanger bist, musst Du es nun leider miterleben und Dein Kleines wieder loslassen.

Manche Frauen merken es oft gar nicht, weil sie scheinbar einfach nur eine verspätete Periode bekommen, die vielleicht ein bisschen stärker, mit kleinen Gewebsklümpchen, ist.
Der Embryo war in der 5/6. SSW erst 0,5 – 1,5cm groß. Deshalb ist bei Dir (zum Glück!) auch nicht viel mehr passiert.

Ja, die Traurigkeit wird bestimmt auch bei Dir eine Weile anhalten - es ist einfach nur ganz schlimm, wenn man sich ein Kind wünscht, aber versuch Dich zu trösten und lass Dich trösten!!!

Es passiert uns und es hat wahrscheinlich auch irgendwie seinen Sinn weshalb es passiert.
Das nimmt uns zwar nicht den Schmerz und verstehen kann frau es schon mal gar nicht, aber vielleicht können wir irgendwann akzeptieren und danach wieder nach vorn blicken. :smile:

Du schreibst, dass Du seit kurzem ein Medikament wegen einer Schilddrüsenerkrankung bekommst – Schilddrüsendysfunktionen sind u.a. ein Grund für Fehlgeburten.
Wenn Du jetzt medikamentös eingestellt wirst, steht einer erneuten Schwangerschaft sicher nichts im Weg.
Kopf hoch, liebe Angel, das klappt bestimmt beim nächsten Mal!!!! Fühl Dich ganz fest gedrückt!

PS: Deine Ärztin wird morgen Ultraschall (von außen) machen und dann alles mit Dir besprechen.

angel76
20.10.2010, 12:16
Liebe Blume210:blumengabe:

es war wirklich schön deine Zeilen zu lesen und ich werde natürlich nach vorne schauen, so schnell lasse ich mich nicht entmutigen.

Der gestrige Arztbesuch war natürlich nochmal ein schwerer Schritt, denn nun wußte ich genau, dass da "nichts" mehr ist und der letzte Hoffnungsgedanke war dann auch verflogen. Sie hat allerdings ein ganz normales Ultraschal gemacht und dann auch gesehen, das meine Schleimhaut wieder auf 3 mm(oder cm??) zurück gegangen ist. Das wäre wohl gut und ich müsse nicht operiert werden.
Da war ich natürlich erleichtert, denn das wäre bestimmt schlimmer gewesen. Die Blutungen halten momentan noch an, die Ärztin meinte auch das könne schon noch 1 Woche dauern.
Ich versuche das mal positiv zu sehen... desto mehr mein Körper sich jetzt reinigt, desto schöner wird der Platz für "jemand neues":smile:

Mir und meinem Mann wurde jetzt jedenfalls als nächstes die Behandlung mit Clomifen vorgeschlagen. Weißt Du da etwas drüber? Schwierigkeiten mit dem Eisprung hatte ich bisher nicht, nur die Jungs von meinem Mann brauchen vielleicht einen "gezielten" Zeitpunkt da davon nur 7 % einen perfekten Treffer erzielen können.
Aber was einmal klappt - klappt auch noch ein weiteres Mal - hoffe ich.

Sie schaut es denn eigentlich bei Dir so aus, bist Du momentan schwanger? Habe gerade nochmal die alten Nachrichten gelesen und habe gesehen, dass Du genauso alt bist wie ich und es auch deine erste Schwangerschaft war. Ich hatte auch sehr lange die Pille genommen, allerdings hat es bei uns jetzt erst nach 1 Jahr probieren geklappt, wobei davon die Hälfte auch tatsächlich zu wenig Zeit war - unglaublich :ooooh:

Ich werde mir deine letzte Nachricht wohl noch ein paar Mal durchlesen, denn das hilft sehr - danke dafür:blumengabe:

Vielleicht nochmal bis später
Ganz liebe Grüße und eine liebe Umarmung zurück

Sarit
21.10.2010, 10:13
Liebe Angel,
ich bin zwar nicht die Blume, aber zu Clomifen kann ich berichten. Obwohl bei mir über Monate jeden Monat ein reifer Follikel festgestellt wurde und es nach menschlichem Ermessen zum Eisprung kam, hat man mir auch irgendwann zu Clomifen geraten - "das macht man üblicherweise so". Aber den einzigen Effekt, den das hatte, war, dass sich meine Schleimhaut schlechter aufgebaut hat als sonst.

Clomifen unterstützt die Follikelreifung. Wenn du normale Eisprünge hast, solltest du das Zeug nicht nehmen, wozu auch? Ich hatte oft den Eindruck, dass KiWu-Ärzte nach Schema F ihre verschiedenen Medikamente ausprobieren ...

Wenn dein Mann ein eingeschränktes Spermiogramm hat, könntet ihr eine IUI in Erwägung ziehen, die ist kein großer körperlicher Eingriff und kann eure Chancen erhöhen. Wenn ihr nicht unter Zeitdruck steht, ist der normale Weg natürlich der schönere. :smirksmile:

Viel Glück!

angel76
21.10.2010, 11:40
Liebe Sarit,

vielen lieben Dank, das Du Dich mit eingebracht hast. Ich freue mich über jede Antwort und Anregung.
Da ich ja über Clomifen nicht wirklich viel weiß bin ich schon noch unvoreingenommen, und ich hoffe ja dass wir die nächsten beiden Zyklen "allein" hinbekommen. Super eilig habe ich es mit den Tabletten auch nicht.
Ich würde die Natur immer den Tabletten vorziehen. Deine Anmerkungen nehme ich mir jedenfalls zu Herzen, denn schaden will ich mir ja nicht (Schleimhaut).
Wenn ich mich allerdings richtig erinnere, habe ich zwar einen Einsprung aber auch schonmal eine Amerkung (mit einer Folikelreifestörung) in einem ärztlichen Blutgutachten....
Wir üben natürlich fleißig weiter und vielleicht würde ich die Tabletten auch einmal probieren, aber eins nach dem anderen:smile:

Was ist denn die IUI????:knatsch: Solche Fachabkürzungen verunsichern immer:smirksmile:

Wie ist es denn bei Dir? Bist Du inzwischen schwanger? Erste mal oder zweite Mal? Oder noch in der Probephase?

Dann vielleicht bis später nochmal
Liebe Grüße und ein dickes Danke:blumengabe:

Sarit
21.10.2010, 12:51
Hallo Angel,
wenn tatsächlich eine Follikelreifestörung vorliegt, ist Clomifen das richtige Medikament. Lass doch mal über ein oder zwei Monate deine Follikelentwicklung im Ultraschall beobachten, da sieht man, ob sich von allein was tut oder ob du das Clomifen brauchst.

Eine IUI ist eine intra-uterine Insemination. Dazu wird das Sperma genommen und aufbereitet, also die lebensfähigen und guten Spermien quasi ausgesiebt und dir dann über eine Art Spritze direkt in die Gebärmutter eingefügt. Bei mir war es so, dass morgens um acht mein Mann das Sperma gebracht hat, und um halb zehn lag ich dann auf dem Stuhl. Danach kann man ganz normal heimgehen. Gerade bei nicht so dollen Spermiogrammen ist das eine ganz gute Lösung. Bei verheirateten Paaren zahlt es die Krankenkasse, Unverheiratete zahlen so knapp 200 Euro dafür.

Bei mir hat eine IUI zu meiner letzten Schwangerschaft geführt. Leider hab ich auch die wieder verloren. Die dritte FG innerhalb von zwei Jahren. Ist nicht leicht, aber ich komme zurecht. Im Moment habe ich die Kiwu-Behandlung gestoppt, weil ich es einfach sehr, sehr anstrengend finde, jeden Monat dreimal in die Frauenklinik zu fahren und dann wieder zu hoffen und zu bangen ...

Viel Glück!

Sarit

angel76
23.10.2010, 15:12
Liebe Sarit,

danke für deine schöne Antwort. Ich werde das jetzt auch erstmal auf mich zukommen lassen.
Ich denke einen Monat werde ich das mal mit dem Clomifen probieren. Die andere Möglichkeit die Du mir genannt hast, klingt wirklich auch sehr gut.
Meine Frauenärztin wird ja dann beim nächsten Gespräch die Möglichkeiten abwägen.

Es tut mir sehr Leid, dass Du schon soviel durchgemacht hast, ich denke irgendwann ist dann auch einfach der Zeitpunkt erreicht, wo man lieber ausruhen möchte, als immer diese Anspannung und Aufregung zu haben. Vielleicht ist genau das das richtige Rezept. Ich wünsche Dir ganz doll, dass Du für deine Rückschläge auch mal etwas Glück erhälst. Mein Lebensmotto ist, nach etwas schlechtem folgt immer etwas Gutes und so wird es auch sein.
Ich drück jedenfalls auch für Dich und deinen Schatz ganz fest die Daumen.:blumengabe:
Dann bangen wir beide zusammen. Wie alt bist Du eigentlich?
Mein Mann und ich haben jedenfalls fest beschlossen, wenn es nicht vorgesehen ist für uns beide, dass wir uns dann auch nicht verrückt machen. Zwei Möglichkeiten haben wir ja noch, aber die Befruchtung auf künstliche Art lassen wir dann wirklich sein. Das würde ich glaube ich auch nicht durchstehen.
Mein Mann ist jetzt 46 und er möchte natürlich nicht ganz so alt sein für ein Kind - wobei man nie zu alt ist finde ich:smirksmile:
Aber wir haben zusammen schon soviel Glück erlebt und auch auf sehr schönen Wege zusammen gefunden, dass wir unser Glück natürlich nicht überstrapazieren werden.

Ich wünsche Dir eine schöne Erholungsphase und behalte Dir deine Hoffnung immer im Herzen, wenn es sein soll, dann passiert es auch gesund und zum richtigen Zeitpunkt.

Dir noch ein schönes Wochenende
bis bald, liebe Grüße:wangenkuss:

Blume210
24.10.2010, 17:45
Hallo zusammen,

ich bin froh, dass Sarit sich eingeklinkt hat –
zu Clomifen und IUI hätte ich nicht viel schreiben können, da ich in unserer Kiwu-Zeit bisher nur mit Thermometer jongliere und hoffe, dass es so wieder klappt ohne noch einmal eine FG erleben zu müssen.

Ein wenig nachdenklich haben mich Deine Posting, Sarit, dennoch gemacht.
Meine Ärztin hat meine FG ein wenig "abgetan", denn da es in der 2.ÜZ gleich geklappt hat war sie der Meinung, dass lediglich bei der Zellteilung etwas "schief" gegangen ist und daher der Embryo nicht lebensfähig war (MA in der 10.SSW).
Einer erneuten gesunden SS stünde nichts im Weg (wir sind gerade wieder in der 2.ÜZ – also schau´n wir mal :liebe:).

Meine wiederholte Frage nach dem Warum, konnte nicht beantwortet werden und "Klärungsbedarf" bestünde erst ab der 3.FG – diese Antwort konnte mich nicht befriedigen, denn bitte welche Frau möchte das noch zwei Mal erleiden müssen, um dann endlich zu erfahren, dass es so eine einfache Ursache wie z.B. Gelbkörperschwäche hat.

Also habe ich u.a. im Internet recherchiert ... bei der KiWu-Klinik dachte ich, dass sie erst untersuchen, wenn Frau nicht schwanger wird bzw. wenn sie mehr als drei Aborte hatte.

Welche Erfahrungen hast Du gemacht? Vielleicht möchte ja auch noch jemand anderes mit zu uns kommen?

Lohnt sich auch bei mir eine Zykluskontrolle (nach 15Jahren Pille lerne ich mich zwar noch ein wenig kennen :smile:,
aber anhand der Temperatur scheine ich ES zu haben und habe einen Zyklus von 28-30 Tagen ohne irgendwelche Probleme)?

Hast Du gleich nach der 1.FG Deine Schilddrüse untersuchen bzw. den Prolaktinwert bestimmen lassen? Hat man Dir zu einer Gebärmutterspiegelung geraten?
Ab wann sollte man eine Chromosomenanalyse machen ( Einnistung und späteres nicht mehr Weiterentwickeln des Zwerges deutet ja darauf hin – kann aber einmalig sein)?

Ohje, ganz schön viele Fragen – Du hast keinen leichten Weg hinter Dir. Ich hoffe, dass Beantworten belastet Dich nicht zu sehr oder wühlt Dich auf.

Dass Du die Kiwu-Behandlung erst einmal gestoppt hast, kann ich verstehen – die Gefühle sind sicher sehr ambivalent und man braucht Abstand, um neue Kraft zu schöpfen.

Ich habe erst vor kurzer Zeit von einer Frau gehört, die acht FG erleiden musste bis sie ein gesundes Mädchen bekam. Soviel Kraft ist bewundernswert und es zeigt uns, dass es auch nach so einer langen schweren Zeit glücklich enden kann.

Liebe Grüße

Sarit
25.10.2010, 10:05
Hallo Blume,
kein Problem, das Erzählen macht mir nichts aus.

Ich finde es inzwischen auch merkwürdig, dass ein Frauenarzt, wenn er auf einen Kinderwunsch angesprochen wird, nicht erstmal einen Hormonspiegel erhebt. Vor allem dann nicht, wenn die Frau schon über 30 ist (ich bin 36, mit 33 hab ich die Pille abgesetzt). Oder diese Leistung zumindest gegen Selbstzahlung anbietet.

Nach meiner zweiten FG hat mich mein Arzt in die Kinderwunschsprechstunde der hiesigen Frauenklinik überwiesen. Dort wurde ein Hormonspiegel gemacht (und die Schilddrüse "eingestellt", aber nur mit geringer Dosierung), ein Glukosetoleranztest, ein Thrombophiliescreening, eine humangenetische Untersuchung, ein Spermiogramm und eine Hysteroskopie.

Mit der Gelbkörperschwäche ist es so eine Sache, sagte man mir: Man kann sehr wohl den Progesteronspiegel per Bluttests über den Zyklus hin beobachten, aber da das von Zyklus zu Zyklus sehr unterschiedlich sein kann, ist der Erkenntnisgewinn gering. Deutliche Anzeichen für eine Gelbkörperschwäche sind Schmierblutungen in der zweiten Zyklushälfte. Wenn die nicht vorliegen und der Zyklus normal lang und regelmäßig ist, ist eine Gelbkörperschwäche zumindest unwahrscheinlich.

Manchen Frauen macht die eigene Zykluskontrolle Spaß. Ich habe sie eher als Belastung empfunden. Sinnvoll ist sie vor allem dann, wenn man zb unter der Woche wenig Zeit und Gelegenheit für Sex hat. Wer einen regelmäßigen Zyklus und regelmäßig alle paar Tage Sex hat, braucht eigentlich keine Zykluskontrolle. Wirklich nötig wird sie erst mit Medikamenten wie Clomifen und Utrogest, die vor bzw nach dem Eisprung eingenommen werden müssen.


(Ist es nicht absurd, wie man über die Jahre langsam zum Experten für Medikamente und für die eigenen Innereien wird? :smirksmile:)

Nach meiner dritten FG wurde der Embryo genetisch untersucht (das zahlt die Krankenkasse - aber gemacht wurde es nur, weil ich unmittelbar vor der OP ausdrücklich darum gebeten hatte!). Festgestellt wurde dabei eine Trisomie 15, ein sehr seltener genetischer Defekt mit geringer Wiederholungsgefahr.

Tja, was sagt mir das jetzt? Einerseits war es beruhigend zu erfahren, dass ich definitiv keine Schuld an der FG trage. Nicht auszudenken, was ich mir für Vorwürfe gemacht hätte, wenn das Kind zb an einer Listerioseinfektion gestorben wäre! Aber letztlich weiß ich immer noch nicht, woran die anderen Schwangerschaften scheiterten. Die genetische Untersuchung von meinem Mann und mir war unauffällig.

Tja, was ich raten kann, ist folgendes: Behaltet selbst den Überblick über die Untersuchungen und Möglichkeiten! Verlasst euch nicht darauf, dass sich Ärzte daran erinnern oder nachlesen, was bereits untersucht wurde und was noch möglich wäre. Fragt nach, wenn ihr etwas nicht versteht oder wenn ihr wollt, dass eine Untersuchung gemacht wird, die der Arzt nicht von sich aus anbietet.
Und achtet auf euch selbst: Irgendwann kommt der Moment, in dem der Kinderwunsch den Alltag übernimmt, die eigene Sexualität verkümmert, die Sorge und Hoffnung das Leben in der Hand hält. Das ist der Moment, an dem man eine Pause einlegen sollte!

Gerade wenn sich der Kinderwunsch dann leider doch nicht erfüllt, zählen die anderen Dinge, die man gerne aus den Augen verlor: die Beziehung, ein guter Beruf, eine erfüllende Freizeit.

Nochmal viel Glück! :blumengabe:

Sarit

angel76
25.10.2010, 12:02
Liebe Blume, liebe Sarit,

bei mir war es irgendwie auch völlig anders.
Nachdem ich dann auch viele viele viele Jahre die Pille genommen habe und dann nach absetzen, sich 1 Jahr nichts getan hat, mein Zyklus aber wie gesagt nicht wirklich immer regelmäßig war, hat meine Frauenärztin dann von ganz alleine ein Zyklusmonotoring, ein großes Blutbild und ein Spermiogramm an die Tagesordnung gesetzt.

Das ergab dann halt, dass ich auch eine Unterfunktion der Schilddrüse habe und das auch minunter zu dieser Folikelreifeverzögerung führen könne. Wurde dann jetzt auch eingestellt. Ja und das Spermiogramm von meinem Mann ist wie schon gesagt nur zu 7 % in Ordnung und fit sozusagen.
Und das Blutbild hat dann ergeben, das wohl das Ei nicht so richtig gereift ist, wie es sein soll, alles aber erstmal auf die Schildrüse geschoben wird.
Ob die jetzige Fehlgeburt jetzt die Ursache dafür war, kann man wohl nicht genau sagen.

Die Ärztin hatte dann zum Zeitpunkt der ersten Untersuchungen uns auch an das Kiwuzentrum überwiesen, wo dann das Spermiogramm gemacht wurde, allerdings fühlten mein Mann und ich uns da doch noch etwas fehl am Platze, denn wenn man es genau nimmt, probieren wir ja "erst" ein Jahr und fanden das noch nicht so bedenklich. Die in dem Zentrum wollten dann aber gleich diverse Untersuchungen einleiten, von Spiegelung bis hin zur Eileiterdurchgängigkeitsprüfung.

An dem Untersuchungstag wo wir die Ergebnisse für meinen Mann erfahren haben, wollte der Arzt dann für die nächsten Test meine Unterschriften; aber genau das war dann der Zeitpunkt für mich wo ich gesagt habe, bis hier und nicht weiter.

Ich bin dann dort in Tränen ausgebrochen - aber auch weil ich so ein Angsthase bin und Panik vor den Untersuchungen hatte.
Der Arzt meinte dann nur, dass er dann nicht wirklich wisse, was er noch für uns tun könne. Solche Methoden wie Clomi und der IUI wurden uns garnicht erst vorgeschlagen. Was dann aber die Frauenärztin wieder übernommen hat.

Ich werde jetzt jedenfalls erstmal weiter bei meiner Ärztin in Behandlung bleiben und erst wenn dann wieder Sachen/Ursachen ausgeschlossen werden können, mache ich weitere Schritte.
Vielleicht ist es ja wirklich nur das fehlenden Schilddrüsenhormon und die Gelkörperschwäche.....

Ich drücke jedenfalls uns allen weiterhin ganz fest die Daumen und viel Kraft :blumengabe:

Sarit, Du hast in deinen letzten Zeilen schöne Dinge geschrieben und ich finde es auch ganz wichtig, dass man bei aller Sehnsucht nach einem Kind wirklich nie das Glück vergisst was man eigentlich die ganze Zeit davor schon bei sich hat.
Wenn man einen Mann an der Seite hat, der einen mit viel Herz liebt, ein zu Hause hat wo man sich geborgen fühlt und auch sonst sein Leben intensiv genießen kann, dann ist das schon genug um dafür dankbar zu sein.

Blume, mich würde es rasig machen, wenn eine Ärztin solche flachen Äußerungen macht und es erstmal "abtut". Jede FG bedeutet irgendetwas und hat seinen Grund oder?
Ich hoffe jedenfalls für Dich dass sie zukünftig mehr Verständnis und Einfühlungsvermögen für Dich hat.

liebe Grüße:wangenkuss:

Eun
03.07.2011, 16:13
hallo an alle mitlesenden und schreibenden.

der letzte beitrag ist schon ein weilchen her, aber einen neuen thread wollte ich auch nicht eröffnen, da dieser gut passt.

ich hatte in 9/10 und 3/11 aborte - zuerst in der 8. ssw eine missed abortion mit ausschabung und dann in der 5. ssw einen frühabort ohne ausschabung.

nach der missed abortion in 2010 war ich ein paar wochen ziemlich fertig. ich konnte nicht begreifen, dass mir sowas passieren kann, noch dazu, wo jeder in meiner familie meinte, das ist bei uns noch nicht vorgekommen. im märz diesen jahres empfand ich es dann aber als nicht mehr ganz so schlimm. ich glaube aber das ich die ausschabung nochmal schlimmer empfand, als wie wenn es auf natürlichem wege abgeht. obwohl ich sagen muss, dass die schwestern in der klinik sehr sehr nett und fürsorglich waren vor und nach der ausschabung. aber man hat danach irgendwie das gefühl, dass einem etwas genommen wurde...

wir hatten nach dem 2. abort eine genetische beratung, bei der allerdings nichts rausgekommen ist. man empfahl mir jedoch bei der nächsten schwangerschaft vorbeugend "ass 100" und "magnesium" zu nehmen.

mit dem nächsten zyklus (april) bin ich wieder schwanger geworden. die 7. und 8. ssw waren horrorwochen mit dauerblutungen mit zusätzlich "utrogest" und zeitweile verordneter bettruhe und krankschreibung.

mittlerweile bin ich am ende der 13. ssw und vage mal vorsichtige freude anzubringen.
sicher, auch jetzt, weiß man nicht, was alles noch passieren kann, aber ich habe meinen gedanken jetzt soweit, dass ich mir sage, dass letztlich alles von der natur (bzw. wer glaubt, dem gott) geregelt wird und ich damit besser umgehen kann, als wenn ich ein baby bekommen würde, was dann plötzlich verstirbt. das ist zwar nicht sehr aufmunternd, aber mit dieser einstellung ist mir alles ein bisschen einfacher gefallen.

ich möchte mit meinem beitrag ein bisschen mut machen und folgende tipps geben:

1. ruhe ruhe ruhe
wenn der arzt sagt, ihr sollt euch schonen oder ihr habt das gefühl, dass ihr euch jetzt ausruhen müsst, dann tut es! ich habe lange diskutiert, wenn ich mal wieder ein paar tage liegend zu hause bleiben sollte, aber die ärzte im krankenhaus haben gesagt, lieber zu vorsichtig, als dass ich mir später vorwürfe mache.

2. tabletten nehmen, wenn verordnet
ich muss mittlerweile früh 4 tabletten, mittags 3 tabletten, abends 4 tabletten und 1 scheidenzäpfchen nehmen. ich hasse es, aber die ärzte werden es am besten wissen und bisher ist auch alles gut gegangen. ich hatte seit 4 wochen bis auf einmal kurz (wahrscheinlich nur ein kleines hämatom) keine blutungen mehr.

3. reden
wenn ihr euch traut, dann berichtet von euren fehlgeburten, dann könnt ihr auf ein bisschen mehr rücksicht hoffen.
ich habe im mai einen neuen job angetreten und auch darauf hingewiesen, dass ein kinderwunsch besteht und ich auch schon 2 aborte hatte. ich wurde trotzdem eingestellt. jetzt, da ich immer mal auch ein paar tage ausgefallen bin, habe ich nicht mehr so ein schlechtes gewissen, da mein chef weiß, dass mir das schon 2mal passiert ist und wenn die ärzte meinen, ich brauche bettruhe, dann ist das auch ok. auch auf arbeit nimmt man etwas mehr rücksicht, denn wenn ich unter druck gesetzt werden, könnte es ja auch passieren, dass ich garnicht mehr zur arbeit kommen kann, weils mich stresst und sich negativ auf die schwangerschaft auswirkt.
natürlich hilft auch das reden mit der familie und mit freunden. ich denke, schämen muss ich mich dafür nicht, schließlich passiert das so vielen frauen, nur es wird eben nicht immer publik gemacht - was aber auch in ordnung ist, denn das soll jeder für sich selbst entscheiden.


so, mehr habe ich im moment nicht zu sagen, ich wünsche allen viel glück, dass es mit dem kinder kriegen noch klappt :blumengabe:

mfg
eun

knabberkeks
24.04.2014, 21:59
Neue Hoffnung passt auch zu mir :(
Mein Partner und ich haben einen kinderwunsch. Meine letzte periode War am 16.3. Haben dann während dem ES GV gehabt. Alles scheint funktioniert zu haben 😊 2 positive Tests zu hause. Termin beim Frauenarzt. Urintest negativ bluttest hcg 33 (Donnerstag den 17.4.) 😨 er sollte eigentlich bei 150- 5000 liegen meinte die fä sie wollte mich auch nicht weiter behandeln. Ich also weil Mittwoch nachmittag ab ins kh weil ich auch auf einmal bräunlichen ausfluss bekommen habe.... und da wurde mir Blut abgenommen. 2 Stunden später angerufen. Hcg wert bei 62 haben mich dann vertröstet das es bald abgehen wird. Das hieß es aber schon vor ner woche.... wie lange dauert so ne fehlgeburt oder besteht noch Hoffnung auch wenn der hcg wert sehr langsam ansteigt? Bitte helft mir :(

lunete
24.04.2014, 23:51
Hallo Knabberkeks,

es tut mir leid, dass du gerade so eine schwere Zeit durchmachen musst.
Ob noch Hoffnung besteht, kann ich leider nicht abschätzen.

Im Kinderwunsch-Forum nebenan gibt es vielleicht Userinnen, die mehr Erfahrungen haben. In diesem Strang (http://bfriends.brigitte.de/foren/kinderwunsch-und-babyjahre/183291-ssw-5-0-nix-im-ultraschall-und-geringer-hcg-wert.html) wurde kürzlich ein ähnlicher Fall wie der deine thematisiert.

Falls es keine Hoffnung mehr gibt, empfehle ich dir diesen Strang (http://bfriends.brigitte.de/foren/fehlgeburt/400801-tipps-zur-unterstuetzung-einer-natuerlichen-fehlgeburt.html#post25425841)hier, dort schreiben Betroffene von Möglichkeiten, einen Abgang ggf. zu beschleunigen, eine Userin bietet auch an, dass man sich mit Fragen per PN (=Private Nachricht, dazu mit der Maus auf den Usernamen klicken und ann "Pribate Nachricht" anwählen) direkt an sie wendet.

Alles Gute!:blume:
Lunete