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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Selbständig: outing ja oder nein?!



holdemaid06
10.08.2010, 08:45
Ich bin selbständig, die Un ternehmung trägt immer mehr Früchte, ich bin in einem sehr speziellen Gebiet tätig wo ich das Glück habe, schnell mein Talent entdeckt zu haben.
Es geht um die hochpreisige Mitarbeiter Beschaffung im Executive Search Sektor. Ich rekrutiere Fach und Führungskräfte im Mittleren Management, bzw nehme die Vorselektion dieser Suchmandate vor.
Soweit so gut.

Nun gibt es immer mal wieder Menschen die in meinen Augen menschliche Gorillas sind, zu sein scheinen- in einer Branche die an sich sehr seriös und korrekt daher kommt ist so etwas zum Glück eher die Ausnahme als die Regel- aber dennoch: es gibt sie, diese Leute die einen versuchen aufs Kreuz zu legen, oder einemin den Rücken fallen.
Klar, daß es in dem Bereich nicht um Smarties geht, sondern um relativ hohe Honorare die ich für meine DIenstleistung berechnen darf.
Letzlich hat eine Personalberaterin - eine Frau die sogar in Harvard studiert hat- mich hart ins Visier genommen- sie setzte mich von Anfang an massiv unter Druck und das mit unfairen Mitteln- eine Rhetorik die unmenschlich und bösartig ist- sie drohte mir indirekt dass wenn ich nicht tue was SIE will, sie mich bei einem ( scheinbar) guten Klienten von mir mich diskreditiert.

Sie verlangte Dinge von mir, die vertraglich nicht vereinbart waren um MIR die Verantwortung für das Mandat in die Schuhe zu schieben. Einfach sehr sehr schlimm.
AM ENde lehnte ich die weitere Zusammenarbeit ab. Der obere Auftraggeber lenkte ein, da ER mich bezahlte- sie war lediglich meine Ansprechpartnerin im Projekt.
Dennoch führte sie sich auf wie der ´Boss´ und drohte mir etc.

Da ich zum Glück nicht angewiesen bin auf den Kunden, legte ich das MAndat nieder bzw bestand darauf NICHT mehr mit ihr zu arbeiten. Der oberste Auftraggeber respektierte das.
Nun habe ich herausbekommen daß sie grob gegen eine Vertragsklausel verstossen hat- und dies ganz bewusst.

Diese Frau ist csheinbar mit ´allen Wassern gewaschen´ und ich frage mich woher dieser scheinbare HASS kommen mag, mit dem sie gegen mich vor geht- denn ich habe mit ihr keine persönlichen Gespräche geführt- ich blieb bis zuletzt SACHLICH.
Auch als ich das Mandat nieder legte.

Nun denke ich, die Frau WEISS sehr wohl was sie tut- ich bin sicher sie hat INformationen über mich eingeholt- und sicher auch bei google. Nun ist es so, dass ich LESBISCH bin- ich erzähle das nicht offen jedermann, da es mit meinen Beruflichen Zielen kolidiert, andererseits geht es niemanden etwas an- leider ist es aber nun doch heraus zu finden wenn man mich googled- leider und ich bereue es, dass es EInträge gibt wo das in einem Nebensatz vorkommt.

Ich bin sicher sie weiss das- was nun? Flucht nach vorn? Auch andere Auftraggeber mit denen ich nun eng zusammen arbeite werden es wissen- dazu stehen oder nicht?
Ich will zb in meinem Job KEINE Flirts! Das ist mir wichtig, da ich nur AUSSERHALB meines Job Bereiches flirte, da mir das Geld verdienen/ Erfolg einfach wichtig ist und es derzeit über allem steht für mich.
Zumal ich bei bi bzw homosexuellen Frauen allgemein sehr gut ankomme und ich keine falschen Begehrlichkeiten wecken möchte- um irgendwelche Hoffnungen dann enttäuschen zu müssen- um später das Ziel von irgendwelchen Rache Aktionen sein. NEIN DANKE! und bitte erst recht nicht im Berufsleben.
Ich könnte mir vorstellen, dass ein Teil des Hasses der mir entgegencshlägt etwas damit zu tun haben könnte- in welcher Form auch immer...

Nun, ich weiss nicht was ich tun soll- es kommt ja doch heraus, und in diesem Fall reden wir von einem konservativen Unternehmen.

Viellciht hier offen sein, oder gar nichts mehr sagen- und schauen dass ich die Sachen bei GOOGLE gelöscht kriege, bevor noch mehr Kinder in den Brunnen fallen?!

Ich muss mich nicht produzieren, ob ich lesbisch o hetero bin, geht an sich keinen etwas an- ich sage das nur FRAUEN die mir GEFALLEN- alles andere macht für mich keinen SInn, gute Freunde wissen es auch- und Familie. Das war es auch schon.

Was meint IHR?

LG

Inaktiver User
10.08.2010, 08:58
Gerade für Selbstständige gilt, dass Beruf und Privatleben besser getrennt werden. Also beauftrage eine entsprechende Firma, Deine Einträge im Internet aufzuspüren und deren Löschung zu veranlassen. Vielleicht solltest Du mit Deinem Eingangspost gleich anfangen und Dein Fachgebiet weniger detailliert darstellen.

Welche Motivation diese Frau hatte, wirst Du wohl nie erfahren und ich würde an Deiner Stelle auch keine Energie oder Zeit mehr darauf verschwenden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du die falsche Erklärung findest ist recht hoch, ich erinnere an Watzlawicks Hammergeschichte, kennst Du bestimmt. :freches grinsen:

Tabetha
10.08.2010, 09:10
Ich bin selbständig, die Un ternehmung trägt immer mehr Früchte, ich bin in einem sehr speziellen Gebiet tätig wo ich das Glück habe, schnell mein Talent entdeckt zu haben.
Es geht um die hochpreisige Mitarbeiter Beschaffung im Executive Search Sektor. Ich rekrutiere Fach und Führungskräfte im Mittleren Management, bzw nehme die Vorselektion dieser Suchmandate vor.
Soweit so gut.

Nun gibt es immer mal wieder Menschen die in meinen Augen menschliche Gorillas sind, zu sein scheinen- in einer Branche die an sich sehr seriös und korrekt daher kommt ist so etwas zum Glück eher die Ausnahme als die Regel- aber dennoch: es gibt sie, diese Leute die einen versuchen aufs Kreuz zu legen, oder einemin den Rücken fallen.
Klar, daß es in dem Bereich nicht um Smarties geht, sondern um relativ hohe Honorare die ich für meine DIenstleistung berechnen darf.
Letzlich hat eine Personalberaterin - eine Frau die sogar in Harvard studiert hat- mich hart ins Visier genommen- sie setzte mich von Anfang an massiv unter Druck und das mit unfairen Mitteln- eine Rhetorik die unmenschlich und bösartig ist- sie drohte mir indirekt dass wenn ich nicht tue was SIE will, sie mich bei einem ( scheinbar) guten Klienten von mir mich diskreditiert.

Sie verlangte Dinge von mir, die vertraglich nicht vereinbart waren um MIR die Verantwortung für das Mandat in die Schuhe zu schieben. Einfach sehr sehr schlimm.
AM ENde lehnte ich die weitere Zusammenarbeit ab. Der obere Auftraggeber lenkte ein, da ER mich bezahlte- sie war lediglich meine Ansprechpartnerin im Projekt.
Dennoch führte sie sich auf wie der ´Boss´ und drohte mir etc.

Da ich zum Glück nicht angewiesen bin auf den Kunden, legte ich das MAndat nieder bzw bestand darauf NICHT mehr mit ihr zu arbeiten. Der oberste Auftraggeber respektierte das.
Nun habe ich herausbekommen daß sie grob gegen eine Vertragsklausel verstossen hat- und dies ganz bewusst.

Diese Frau ist csheinbar mit ´allen Wassern gewaschen´ und ich frage mich woher dieser scheinbare HASS kommen mag, mit dem sie gegen mich vor geht- denn ich habe mit ihr keine persönlichen Gespräche geführt- ich blieb bis zuletzt SACHLICH.
Auch als ich das Mandat nieder legte.

Nun denke ich, die Frau WEISS sehr wohl was sie tut- ich bin sicher sie hat INformationen über mich eingeholt- und sicher auch bei google. Nun ist es so, dass ich LESBISCH bin- ich erzähle das nicht offen jedermann, da es mit meinen Beruflichen Zielen kolidiert, andererseits geht es niemanden etwas an- leider ist es aber nun doch heraus zu finden wenn man mich googled- leider und ich bereue es, dass es EInträge gibt wo das in einem Nebensatz vorkommt.

Ich bin sicher sie weiss das- was nun? Flucht nach vorn? Auch andere Auftraggeber mit denen ich nun eng zusammen arbeite werden es wissen- dazu stehen oder nicht?
Ich will zb in meinem Job KEINE Flirts! Das ist mir wichtig, da ich nur AUSSERHALB meines Job Bereiches flirte, da mir das Geld verdienen/ Erfolg einfach wichtig ist und es derzeit über allem steht für mich.
Zumal ich bei bi bzw homosexuellen Frauen allgemein sehr gut ankomme und ich keine falschen Begehrlichkeiten wecken möchte- um irgendwelche Hoffnungen dann enttäuschen zu müssen- und später werde ich das Ziel von irgendwelchen Rache Aktionen. NEIN DANKE! und bitte erst recht nicht im Berufsleben.
Ich könnte mir vorstellen, dass ein Teil des Hasses der mir entgegencshlägt etwas damit zu tun haben könnte- es wäre nicht das erste Mal dass eine Frau die ich nicht begehre mich nicht leiden kann- nein, das ist KEINE Einbildung... ;)

Nun, ich weiss nicht was ich tun soll- es kommt ja doch heraus, und in diesem Fall reden wir von einem konservativen Unternehmen.

Viellciht hier offen sein, oder gar nichts mehr sagen- und schauen dass ich die Sachen bei GOOGLE gelöscht kriege, bevor noch mehr Kinder in den Brunnen fallen?!

Ich muss mich nicht produzieren, ob ich lesbisch o hetero bin, geht an sich keinen etwas an- ich sage das nur FRAUEN die mir GEFALLEN- alles andere macht für mich keinen SInn, gute Freunde wissen es auch- und Familie. Das war es auch schon.

Was meint IHR?

LG

Ich bin erst einmal fassungslos. Du bist selbstständig im Bereich Executive Search und weist derartige Defizite mit modernen Kommunikationsformen und dem Speicherverhalten des Internets auf? Wenn ich als Auftraggeberin da die Nase heranbekommen würde, wärst Du ehrlich gesagt für mich als Dienstleisterin indiskutabel. Zumal ich über sexuelle Ausrichtung nicht im Job diskutieren möchte.
Du bist also anscheinend auf einschlägigen Seiten mit realem Namen unterwegs. Nun hast Du den Salat - falls das Verhalten der beschriebenen Beraterin darauf beruht.
Die Schilderung finde ich allerdings ein wenig sehr extrem und ob die Schlüsse, die aus dem Verhalten gezogen werden, so richtig sind, kann ich von außen sicher nicht beurteilen.

Ich würde als Auftraggeberin sehr unangenehm berührt sein, wenn eine Dienstleisterin oder Partnerin sich bemüßigt fühlen würde, mich über ihre sexuelle Ausrichtung zu informieren. Ob die Personalberaterin solche Sachen bewusst an Chefs gibt, sei dahingestellt. Sollte ihr Verhalten in diesem Wissen begründet sein, wird sie aber eventuell entsprechende Andeutungen in Gesprächen fallen lassen.
Ganz ehrlich - es spricht nicht für Dich und den von Dir abgedeckten Bereich, dass dies - aufgrund von Internetdaten - überhaupt möglich ist.
Ich würde mich mit dem Löschen der einschlägigen Daten bei google beschäftigen, dass das geht, weißt Du ja anscheinend. Es kann aber langwierig sein und führt nicht immer zum Erfolg.
Was aus dem Projekt der Bundesregierung geworden ist, die Löschung persönlicher Daten aus dem Internet zukünftig aus den Speichern entfernen zu lassen, habe ich gerade aktuell nicht auf dem Ticker.

Und gehe in Zukunft sensibler mit Deinen Daten um (hoffentlich machst Du das bei Bewerberdaten anders!). Nach fünf Minuten hatte ich zwei Personen, von denen ich vermuten könnte, dass Du eine davon bist. Würde ich noch ein wenig recherchieren, was ich nicht tun werde, hätte ich Dich vermutlich. Nur aufgrund Deiner wenigen Beiträge. Dies mal als Warnhinweis.

Inaktiver User
10.08.2010, 09:11
Gerade erst gestern im TV gehört: in Zeiten des WWW laufen einem Geschichten über einen im Netz immer wieder über die Füße....

Soll heißen - wieso steht im Netzt deine sexuelle Ausrichtung? Über mich steht auch nirgends dass ich hetero bin.

Ich würde nichts sagen - weil deine berufliche Kompetenz nichts mit deiner privaten Ausrichtung zu tun haben.

Flirts gibts beruflich wie privat immer mal. DAS macht den Job ja auch ein wenig interessanter. Du willst das beruflich nicht und dann ist das doch okay.

Jetzt rum zu laufen und allen Kunden zu erzählen, dass du lesbisch bist fänd ich als dein Kunde strange.

Wir sind schon lange selbständig - aber dass ein Kunde von uns sich outet hab ich noch nicht erlebt.

Sicher gibts bei dem Einen oder Anderen Vermutungen - das ist aber auch schon alles. Die Zusammenarbeit wird nicht schlechter oder besser dadurch.

Was auch immer diese Frau gegen dich hat - du arbeitest nicht mehr mit ihr zusammen - sollte dir egal sein.

Tabetha
10.08.2010, 09:13
Gerade für Selbstständige gilt, dass Beruf und Privatleben besser getrennt werden. Also beauftrage eine entsprechende Firma, Deine Einträge im Internet aufzuspüren und deren Löschung zu veranlassen. Vielleicht solltest Du mit Deinem Eingangspost gleich anfangen und Dein Fachgebiet weniger detailliert darstellen.



Wenn Du das möchtest, holdemaid (hhmpf), nehme ich das Zitat bei mir heraus.
Ich habe es nur inzwischen satt, dass man sich die Finger wundtippt und Threadersteller mit wenigen Threads danach irgendwie alle Beiträge löschen ...

Woodstock62
10.08.2010, 09:14
Da es leider immer noch solche und solche gibt, würde ich mich Nathalie anschließen!

Mir selbst ist das völlig schnurzpiepe, liegt vielleicht auch daran, dass mein Bruder schwul ist. Aber auch vorher schon... Job ist Job und Nudeln sind Nudeln.

Dennoch... siehe oben.

LG Woodstock

Tabetha
10.08.2010, 09:27
NEIN DANKE! und bitte erst recht nicht im Berufsleben.LG

Nun, die Tür hast Du aber geöffnet. Mit sehr unüberlegtem Umgang mit intimen Daten.


gute Freunde wissen es auch- und Familie. Das war es auch schon.
LG

Nein, das war es nicht. Google weiß es ... Das heißt - die ganze Welt weiß es.

Promethea71
10.08.2010, 10:06
Hallo,

ich sehe das ganze deutlich entspannter als meine Vorschreiberinnen.

Woran auch immer die Probleme mit der Ansprechpartnerin in dem einen Unternehmen gelegen haben - du hast es letztlich professionell gelöst, in dem du nicht persönlich geworden bist und das Mandant niedergelegt hast.

Ich würde zukünftigen Mandanten nicht vorab mitteilen, dass du lesbisch bist, denn es wird sie nicht interessieren und Befremden hervorrufen, dass du dich outest.

Es ist deine Privatsache und die sollte es bleiben. Das heißt für mich aber nicht, dass du es krampfhaft verheimlichen solltest, sondern es ist einfach kein Thema für dich. Es kann jeder wissen, den es interessiert, aber es muss niemand erfahren, den es nicht interessiert.

Ich würde daher auch keine besondere Energie darauf verwenden alte Interneteinträge zu löschen (ich unterstelle mal es sind keine mit pornographischen oder Überkeit erregenden Inhalt), sondern mich auf meinen Job konzentrieren und den gut machen, denn das zählt auch in einem konservativen Unternehmen mehr als die sexuelle Orientierung.

Liebe Grüße

promethea


p.s. Ein anderes Thema wäre noch die Vertragsverletzung durch die Mitarbeiterin, ist dadurch ein Schaden entstanden ? Dann würde ich das thematisieren - in welcher Form auch immer, das ist situationsbezogen.

Aglaja11
10.08.2010, 10:12
Guten Morgen,

Holdemaid, ich würde hier nicht alles in einen Topf werfen.

1. Konfliktfähigkeit und Soziale Kompetenz:
Die Dame und du, ihr seid beide beim selben Auftraggeber beschäftigt und müsst zusammenarbeiten? Arbeitest du noch an dem Auftrag oder nicht? "Gorillas", wie du sie nennst, trifft man immer mal wieder.
Abgesehen davon scheint mir, dass du einfach in einen Interessenskonflikt geraten bist. Wie der gelagert ist, ist leider nicht zu erkennen.

Sinnvoll ist es, sich zu überlegen, was die Dame, mit der du aneinander geraten bist, für Interessen, ja ggf. auch für Sorgen hat.

Das "Mandat niederzulegen" ist das allerletzte Mittel und du hast auch noch den Auftraggeber von dem Theater in Kenntnis gesetzt. Merkwürdig!
Es gibt sehr viele Schattierungen zwischen Schwarz und Weiß, die man finden muss, wenn man mit anderen Leuten umgehen muss.

Es lohnt aber, auch mit schwierigen Leuten im Gespräch zu bleiben und solche Probleme zu lösen.

2. Selbstbewußtsein:
Wie du auftrittst und welche Informationen du über dich in Umlauf bringst ist nur deine Verantwortung. Ich kann kein Problem in einer bestimmten sexuellen Orientierung erkennen.
Outen wäre mir hier zu viel, weil ich nicht glauben kann, dass die Probleme damit überhaupt zu tun haben.

Dazu zu stehen wer du bist und wie du auftrittst ist aber unabdingbar.

Tabetha
10.08.2010, 10:43
Hallo,

ich sehe das ganze deutlich entspannter als meine Vorschreiberinnen.

Es ist deine Privatsache und die sollte es bleiben. Das heißt für mich aber nicht, dass du es krampfhaft verheimlichen solltest, sondern es ist einfach kein Thema für dich. Es kann jeder wissen, den es interessiert, aber es muss niemand erfahren, den es nicht interessiert.

Ich würde daher auch keine besondere Energie darauf verwenden alte Interneteinträge zu löschen (ich unterstelle mal es sind keine mit pornographischen oder Überkeit erregenden Inhalt),


Und das ist hier eben nicht mehr gegeben.
Ich informiere mich über meine Dienstleister (und Auftraggeber) u. a. über Google. Hier poppen nun schlimmstenfalls ungefragt Informationen auf, die ich mit meinen Geschäftspartnern gar nicht in Verbindung bringen will. Ich werde ohne mein bewusstes Zutun über Suchmaschinen heute über Dinge informiert, die ich eigentlich gerne von meinem Job getrennt hätte. Die Daten hierzu hat aber vorher jemand recht unüberlegt zur Verfügung gestellt.

Ich habe es hier also mit einem sehr wenig überlegten und wenig sorgfältigen Umgang mit persönlichen Daten zu tun. Bewerberdaten unterliegen auch im Gesetz besonderer Sorgfaltspflicht. Und hier sehe ich durchaus einen Zusammenhang zwischen der Person, die unter Realnamen über ihre sexuelle Präferenz informiert und der Person, die sensible Bewerberdaten bearbeiten soll.
Und jemand, der dann noch darauf besteht "Das wissen nur wenige", wenn man es schon googeln kann, outet sich als ahnungslos (auch ein Outing ;-)).

Ein US-amerikanisches Unternehmen wird die TE vermutlich schon gar nicht mehr beauftragen. Die ziehen i. d. R. sämtliche verfügbaren Daten aus dem Netz. Man mag das nun finden, wie man will, da es hier wirklich um eine Privatsache geht. Es ist aber zum einen so, zum anderen ist es sehr eigenartig, dies als Privatbereich zu definieren und gleichzeitig selbst für die Veröffentlichung zu sorgen (Lady Diana hat diesbezüglich nachgerade Perfektion entwickelt und war über die Berichterstattung der Presse immer herrlich naiv erstaunt ...).

Das geschilderte Verhalten der TE als Reaktion auf die Personalberaterin finde ich auch nicht professionell. Sexualität ist im Job kein Thema. Wie auch immer*. Das ist professionell.

*Es sei denn, ich arbeite bei condomi, Beate Uhse etc.

akademikerin
10.08.2010, 10:45
Entschuldige, aber ich musste gerade lachen bei der VOrstellung, hier schlägt der nächste Personalberater auf und beginnt ein Gespräch mit "Und damit Sie es nicht hintenherum erfahren: ich bin lesbisch". Ich käme unterm Tisch nicht mehr raus vor lauter Lachen.

Was geht das irgendwen an? Sieh zu, dass du dort, wo du erkennbar deine sexuelle Ausrichtung eingetragen hat, dsa entweder rausnimmst oder rausnehmen lässt - oder du überdenkst deine eigene Einstellung. Was geht irgendwen an, was du privat machst? Ganz ehrlich ... ich habe schon mit vielen konservativen Unternehmen zu tun gehabt, aber noch nie hatte die sexuelle Ausrichtung irgendeinen Einfluss und wir hatten durchaus homosexuelle Mitarbeiter dort. So what?!

Wenn ein Kunde oder INeressent dich nach deiner sexuellen AUsrichtung beurteilt, solltest du dir überlegen, ob du das überhaupt möchtest. Und nach dem Motto Angriff ist die beste Verteidigung - was hindert dich daran, dich auf die Hinterbeine zu stellen, wenn dich deswgen jemand angreift oder meint, erpressen zu wollen?! wenn du das einmal zulässt, hast du auf immer verloren. Oder meinst du, irgendwen interessiert, ob eine Heterosexuelle nur blauäugige 2-Meter-Männer mit Waschbrettbauch mag?!

KOnzentrier dich auf deinen JOb und überdenke deine Einträge im Netz. Ich bin z.B. auch bei diversen Onlinenetzwerken, aber wo immer möglich ist die Funktion blockiert, mich via Google etc. finden zu können. Und ich schreibe keine privaten Vorlieben (okay, von Haustieren abgeshen) ins Netz.

Matratze
10.08.2010, 11:22
ungefragt [/B]Informationen auf, die ich mit meinen Geschäftspartnern gar nicht in Verbindung bringen will.

Eben nicht ungefragt.

Für mich hat ihr Verhalten auch nichts damit zu tun, wie mit beruflichen Daten umgegangen wird.

Meine Meinung spiegelt sich in den Kommentaren von Promethea und Akademikerin (ohne das Lachen - da würd ich eher verdeckt-doof gucken = geübtes Pokerface).

Ich denke Du hast Dich bisher gut geschlagen.

Liebe Grüße,

Matratze

Tabetha
10.08.2010, 11:26
Eben nicht ungefragt.



Doch. Ich rechne nicht damit, Unternehmer, Selbstständige, Berater und wie auch immer im Internet unter Realnamen mit Sex, Lesben und womit auch immer in Verbindung zu sehen. In erster Linie erwarte ich bei Unternehmern Seiten, die über das Berufliche informieren.

Promethea71
10.08.2010, 11:57
Es gibt Unternehmen, die nicht mit Homosexuellen zusammenarbeiten, es gibt welche die keine Frauen beauftragen, es gibt welche die keine Angestellten mit Migrationshintergrund mögen und es gibt welche die nicht mit Dienstleistern über 50 oder Dienstleistern unter 25 zusammen arbeiten wollen.

Es steht jedem offen mit wem er Geschäfte machen will und mit wem nicht und es steht auch jedem offen wie viel er von sich selbst ins Netz stellt und wer was sucht.

Ich würde - in jeder Lebenslage, nicht nur als Selbständige - versuchen keine kompromitierenden Bilder oder Texte von mir im Netz zu haben. Also keine Bilder wo ich kotze, Sex habe oder mich über Minderheiten öffentlich belustige und überhaupt gibt es von mir fast keine Bilder im Netz und ich nehme auch an keiner Platzform wie Facebook etc. Teil. Und im Gegensatz zu vielen Kollegen habe ich auch kaum private Informationen auf meiner beruflichen Webseite (Zugehörigkeit zu Vereinen, Familienstand etc - was auf vielen Anwaltsseiten durchaus üblich ist - ich mag das nicht).

Trotzdem kann man im Netz feststellen, dass ich in verschiedenen Netzwerken, in einem Sportclub engagiert bin. Und da ich früher in einem reinen Frauennetzwerk engagiert war, kann man auch vermuten, ich sei frauenbewegt oder sogar lesbisch, was ich zwar nicht bin, aber soll doch jeder glauben was er will.

Ich bin ein kleines bisschen auch im Internet publik - trotzdem erzähle ich hier nichts über meine Mandanten. Der Schluss ich könne meine Berufsgeheimnisse nicht bewahren, nur weil ich nicht aus meinem ganzen Leben ein Geheimnis mache, ist aus meiner Sicht absurd.



Und keinen anderen Eindruck habe ich bisher von der Darstellung der TE. Es gibt verschiedene auch private Informationen im Internet über sie, sie ist lesbisch und versteckt das nicht panisch, aber sie macht es beruflich auch nicht zum Thema und genau so würde ich es weiterhin machen.

Wenn sie jemand expliziet danach fragt, würde ich nicht lügen und ansonsten interessiert es niemanden.

Ich würde allerdings alles vermeiden, was dazu führen kann, dass ich mich entweder selbst zur Märtyrerin oder zur Galleonsfigur macht.

Liebe Grüße

promethea

Inaktiver User
10.08.2010, 12:02
Der Schluss ich könne meine Berufsgeheimnisse nicht bewahren, nur weil ich nicht aus meinem ganzen Leben ein Geheimnis mache, ist aus meiner Sicht absurd.

Das sehe ich genauso!

Und dachte mal wieder: Wieso muss man gleich derart aggressiv auf jemanden einhauen, der einfach sein Problem geschildert hat.

Mal wieder würde es mich nicht wundern, wenn eine Userin sich aus ihrem eigenen Strang zurückzieht.

Inaktiver User
10.08.2010, 12:08
Promethea, das sehe ich anders. Wer mit seinen eigenen Daten sorglos umgeht, dem unterstelle ich eine generelle großzügige Haltung in Sachen Datenschutz. Kann eine Frage der Generation sein, ich bin eben mit "1984" als Schullektüre groß geworden. Aber - die Auftraggeber der TE könnten ähnlich wie ich denken und damit würde sie sich unnötig ein Problem schaffen.

Tabetha
10.08.2010, 12:14
Das sehe ich genauso!

Und dachte mal wieder: Wieso muss man gleich derart aggressiv auf jemanden einhauen, der einfach sein Problem geschildert hat.



Ich sehe kein aggressives Verhalten (beleidigen z. B.) und "hauen" schon gar nicht. Deutliche Worte, die Sichtweisen schildern. Es ist das Job-Forum. Es geht um berufliches Auftreten und Professionalität. Da ist der Ton sicher mal anders, als in Threads, in denen es um Emotionen geht. Damit bringe ich den Job zumindest nicht auf direktem Weg in Verbindung. Ich habe da wohl eher eine Sichtweise, die man als männlich bezeichnet.

Ich hätte jetzt fast das Mode-Forum als Beispiel gebracht. Irgendetwas sagte mir, dass das nicht passt ;- )

Tabetha
10.08.2010, 12:15
Promethea, das sehe ich anders. Wer mit seinen eigenen Daten sorglos umgeht, dem unterstelle ich eine generelle großzügige Haltung in Sachen Datenschutz. Kann eine Frage der Generation sein, ich bin eben mit "1984" als Schullektüre groß geworden. Aber - die Auftraggeber der TE könnten ähnlich wie ich denken und damit würde sie sich unnötig ein Problem schaffen.

Unterschreibe ich. Das wenig sorgfältige Umgehen mit den eigenen Daten ist ihr ja nun auch bewusst geworden.

Promethea71
10.08.2010, 13:06
Ja, Nathalie, es kann sein, dass die TE dadurch einige Mandanten nicht bekommt und es kann sein, dass sie einige Mandante gerade deswegen bekommt.

Ich zB bin Rechtsanwältin und trage zB im Job keine Kostüme, sondern bin eher leger gekleidet - nicht ungepflegt, aber leger. Es wird Mandanten geben, die ich deswegen nicht bekomme und es gibt Mandanten, die das mögen und gerade deswegen kommen und es gibt viele denen es einfach egal ist.

Man wird niemals allen Kunden gefallen.

Liebe Grüße

promethea

Inaktiver User
10.08.2010, 13:09
Wer mit seinen eigenen Daten sorglos umgeht, dem unterstelle ich eine generelle großzügige Haltung in Sachen Datenschutz.

Kann man - muss man aber nicht.
Und bleibt eins: Eine Unterstellung.

Was ist so schlimm daran, wenn die TN sich im Internet an der einen oder anderen Stelle zu ihrer Homosexualität bekannt hat?

Dass das ein Problem sein soll, zeigt doch nur, dass sie dafür nach wie vor diskriminiert wird.

Vielleicht ist sie in einem Verein für Lesben oder macht sonstwas völlig Harmloses? Dass das einen Arbeitgeber dazu bewegt, nicht mit ihr arbeiten zu wollen, beweist nur dessen diskriminierende Haltung.

Vielleicht sollte man nicht um jeden Preis alle Kunden halten wollen. Professionalität hin oder her.

Inaktiver User
10.08.2010, 13:24
Was ist so schlimm daran, wenn die TN sich im Internet an der einen oder anderen Stelle zu ihrer Homosexualität bekannt hat?

Dass das ein Problem sein soll, zeigt doch nur, dass sie dafür nach wie vor diskriminiert wird.

Nun ist die Frage, ob sie ihr Geld als Personalvermittlerin oder als Gallionsfigur für Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben im Geschäftsleben verdienen will. Mein Verständnis war, dass ersteres lukrativer ist und ihrem Talent entspricht.

Die TE hat gefragt, weil sie nicht sicher ist, welchen Weg sie einschlagen soll und und hat offene, detailliert begründete Antworten erhalten. Keiner hat aggressiv auf sie eingehauen und ich würde mir wünschen, dass Du nicht damit beginnst auf die Leute einzuhauen, die ihre Frage ernsthaft und nach bestem Wissen beantwortet haben.

Tabetha
10.08.2010, 13:29
Kann man - muss man aber nicht.
Und bleibt eins: Eine Unterstellung.

Was ist so schlimm daran, wenn die TN sich im Internet an der einen oder anderen Stelle zu ihrer Homosexualität bekannt hat?

Dass das ein Problem sein soll, zeigt doch nur, dass sie dafür nach wie vor diskriminiert wird.



Die Formulierung sollte wohl eher in Richtung "davon ausgehen" gemeint sein.

Unterstelle Du aber bitte nicht denjenigen, die mit Sex nicht unbedingt im Job zu tun haben wollen, dass sie die sexuelle Orientierung der TE als Problem sehen. Es ging um sexuelle Themen allgemein sowie um den Umgang mit privaten, persönlichen, intimen Daten.

Inaktiver User
10.08.2010, 13:29
Ja, Nathalie, es kann sein, dass die TE dadurch einige Mandanten nicht bekommt und es kann sein, dass sie einige Mandante gerade deswegen bekommt.

Ich zB bin Rechtsanwältin und trage zB im Job keine Kostüme, sondern bin eher leger gekleidet - nicht ungepflegt, aber leger. Es wird Mandanten geben, die ich deswegen nicht bekomme und es gibt Mandanten, die das mögen und gerade deswegen kommen und es gibt viele denen es einfach egal ist.

Man wird niemals allen Kunden gefallen.

Liebe Grüße

promethea
Wie passt das nun zum Thema von holdemaid? :wie?:

Inaktiver User
10.08.2010, 13:29
Keiner hat aggressiv auf sie eingehauen und ich würde mir wünschen, dass Du nicht damit beginnst auf die Leute einzuhauen, die ihre Frage ernsthaft und nach bestem Wissen beantwortet haben.

Wo habe ich jetzt eingehauen?
Ich habe eine Gegenposition zu deiner Vertreten.

Mit einem ähnlichen Ton wie er hier vorherrschend ist (also bei mir kam schon sowas wie "Gott wie blöd und wie unprofessionell" an).

Es geht nicht um Gallionsfigur ODER Erfolg im Beruf.
Mir ging es darum, dass ich nicht nachvollziehen kann, wieso man seine Homosexualität im Netz geheimhalten MUSS.

Muss man meiner Ansicht nach nicht.
Wenn man bereit ist, mit den Konsequenzen (bestimmte Kunden fallen vielleicht raus) zu leben.

Inaktiver User
10.08.2010, 13:32
Unterstelle Du aber bitte nicht denjenigen, die mit Sex nicht unbedingt im Job zu tun haben wollen, dass sie die sexuelle Orientierung der TE als Problem sehen. Es ging um sexuelle Themen allgemein sowie um den Umgang mit privaten, persönlichen, intimen Daten.

Wenn ich sage, dass ich Frauen liebe, dann spreche ich nicht von SEX.
Das finde ich diskriminierend.

Nach dieser Logik würde ich im Gegenzug, wenn ich in einem Lebenslauf angebe, dass ich verheiratet bin, das Thema Sex aufmachen.

Ihr wertet da in meinen Augen mit zweierlei Maß.
Heterosein ist normal und deshalb auch kein Wörtchen wert (oder darf selbstverständlich offen gelegt werden), bei Homosexualität kann man das nicht einfach als Partnerwahlkriterium stehen lasse. Nein man konfrontiert gleich sein gegenüber ungwollt mit seinem Sexleben. Das ist doch Quatsch.

Inaktiver User
10.08.2010, 13:43
BettyTrumper, nenne mir einen positiven Grund warum die TE ihren Kunden irgend eine Information in Bezug auf ihr Privatleben geben sollte, die den Wert ihrer Dienstleistung überhaupt nicht betrifft.

Tabetha
10.08.2010, 13:49
Ihr wertet da in meinen Augen mit zweierlei Maß.
Heterosein ist normal und deshalb auch kein Wörtchen wert (oder darf selbstverständlich offen gelegt werden), bei Homosexualität kann man das nicht einfach als Partnerwahlkriterium stehen lasse. Nein man konfrontiert gleich sein gegenüber ungwollt mit seinem Sexleben. Das ist doch Quatsch.

Weder ist es normal, noch halte ich Heterosein für ein diskussionswürdiges Thema. Ähnliches hatte schon jemand geschrieben. Es ist einfach kein Thema für mich, weder so noch so.

Zum Sex - gut, ich ging bei meinen Einwürfen schon davon aus, dass es sich um Beiträge unter Realnamen in einschlägigen Foren o. ä. handelt. Wenn ich z. B. bei der Recherche über eine Dienstleisterin einen Zeitungsbericht finden würde, "Frau Sowieso mit Lebensgefährtin Hastenichtgesehn", wäre mir das völlig egal.
Die Daten, über die ich stolpern würde, lesen sich eher "Frau Sowieso sucht heißes Date mit ...".
Und ich würde auch Herrn Sowieso, der unter Realnamen ein heißes Date mit Frau Wemauchimmer sucht, für vollkommen internetuntauglich halten.
Dies war der Hintergrund meiner Beiträge. Mich interessiert aber prinzipiell auch sonst nicht bei Unternehmern, was sie privat machen, sind, ob verheiratet etc. Ich finde, das hat auf Firmenseiten gar nichts zu suchen. Und als Selbstständiger würde ich daher eben vermeiden, mit Privatseiten in Verbindung gebracht zu werden.

Eventuell liege ich aber tatsächlich mit meinen Gedanken über die Veröffentlichungen falsch und es ist so, wie Du es vermutest.
Dann aber würde ich die Reaktionen der TE einschließlich des Postings hier für völlig überzogen halten. Dann wäre es definitiv vernachlässigbar.

Mandelbluete
10.08.2010, 14:01
Mit einem ähnlichen Ton wie er hier vorherrschend ist (also bei mir kam schon sowas wie "Gott wie blöd und wie unprofessionell" an).

Es geht nicht um Gallionsfigur ODER Erfolg im Beruf.
Mir ging es darum, dass ich nicht nachvollziehen kann, wieso man seine Homosexualität im Netz geheimhalten MUSS.

Muss man meiner Ansicht nach nicht.
Wenn man bereit ist, mit den Konsequenzen (bestimmte Kunden fallen vielleicht raus) zu leben.

Hallo,

ich denke, von den Postern hat niemand gemeint, dass man Homosexualität geheimhalten muss.

Sondern dass man das, was einem zu intim ist, als dass es Geschäftspartner, Kollegen oder wer auch immer wissen soll, eben nicht im Netz veröffentlicht (zumindest nicht so, dass man identifizierbar ist).

Und der TE ist das nun offenbar unangenehm bzw. sie befürchtet negative Folgen.

Mandelblüte

Inaktiver User
10.08.2010, 14:08
BettyTrumper, nenne mir einen positiven Grund warum die TE ihren Kunden irgend eine Information in Bezug auf ihr Privatleben geben sollte, die den Wert ihrer Dienstleistung überhaupt nicht betrifft.

Sie gibt sie ja nicht.
Sie hat sie im Netz preisgegeben und der Kunde kann sie sich dort holen.

Das ist doch ein Unterschied.


Weder ist es normal, noch halte ich Heterosein für ein diskussionswürdiges Thema.

Ich wollte das "Normal" noch in Anführungszeichen setzen.
Hätte ich das mal gemacht :smirksmile:


Mich interessiert aber prinzipiell auch sonst nicht bei Unternehmern, was sie privat machen, sind, ob verheiratet etc.

Eben und wenn es mich doch interessiert und ich danach google, dann hole ich mir die Info. Nicht die TN hat sie dem potenziellen Kunden aufgedrängt.

Tabetha
10.08.2010, 14:13
Eben und wenn es mich doch interessiert und ich danach google, dann hole ich mir die Info. Nicht die TN hat sie dem potenziellen Kunden aufgedrängt.

Du googelst doch nicht "Ist Unternehmer XY verheiratet" sondern nur "XY" - in Erwartung unternehmensrelevanter Informationen. Google findet dann aber eben auch andere Daten, die die TE irgendwann mal zur Verfügung gestellt hat.
Die Amerikaner googeln allerdings auch "so" ...

Inaktiver User
10.08.2010, 14:13
Die Frage von holdemaid lautet konkret: Soll ich mich outen, siehe auch Strangtitel. Welchen Rat würdest Du ihr geben?

Inaktiver User
10.08.2010, 14:21
Du googelst doch nicht "Ist Unternehmer XY verheiratet" sondern nur "XY" - in Erwartung unternehmensrelevanter Informationen. Google findet dann aber eben auch andere Daten, die die TE irgendwann mal zur Verfügung gestellt hat.

Und was zwingt mich, diese privaten Infos zu lesen bzw. als relevant für eine Geschäftsbeziehung zu erachten?

Mal vorausgesetzt, es handelt sich wirklich nur um die sachliche Info der sexuellen Orientierung (und nicht um feuch-fröhliche Fotos der letzten Lesben-Party).


Die Frage von holdemaid lautet konkret: Soll ich mich outen, siehe auch Strangtitel. Welchen Rat würdest Du ihr geben?

Eben und als Antwort wurde vor allem darauf rumgehackt, dass sie private Daten im Netz veröffentlicht hat.

Ich würde ihr raten, das nicht zu tun. Also nicht mit der Info vorzupreschen.
Sondern mir zu überlegen, ob ich dazu stehen will und kann, wenn man diese Informationen über mich im Netz findet.

Wenn ich es nicht kann, würde ich es entfernen lassen.

Wenn ich dazu stehen würde, würde ich mir vielleicht noch überlegen, welche Konsequenzen das für mein Berufsleben haben kann.

Wenn ich mit diesen auch bereit bin zu leben - wunderbar.

Tabetha
10.08.2010, 14:32
Und was zwingt mich, diese privaten Infos zu lesen bzw. als relevant für eine Geschäftsbeziehung zu erachten?

Mal vorausgesetzt, es handelt sich wirklich nur um die sachliche Info der sexuellen Orientierung (und nicht um feuch-fröhliche Fotos der letzten Lesben-Party).



Ich hatte erwähnt, wenn es um einen Zeitungsbericht geht, sprich, ein Artikel über die Unternehmerin und in dem Zusammenhang die erwähnte Frau an ihrer Seite - mir egal.
Eine Privatseite, auf der sie aber meint, ihr Privatleben ausbreiten zu müssen, wäre irritierend für mich.
Mich stört schon lange das im Internet grassierende Breittreten des gesamten Privatlebens einschließlich mehr oder weniger peinlicher und unbeholfener Texte und Fotos. Was interessieren mich bitte die Babymitglieder von Familie XY. Ich finde das lächerlich. Dieses Denken, alle Welt müsste sich dafür interessieren.

Normalerweise kommt man aber als Desinteressierter gar nicht auf diese Seiten drauf, es sei denn, der Name passt auch zu jemanden, den man geschäftlich sucht. Und schon ist man ungefragt mit den Windeln von Anwaltssohn Ichwillauchmalwichtigsein konfrontiert.

Inaktiver User
10.08.2010, 14:35
Normalerweise kommt man aber als Desinteressierter gar nicht auf diese Seiten drauf, es sei denn, der Name passt auch zu jemanden, den man geschäftlich sucht. Und schon ist man ungefragt mit den Windeln von Anwaltssohn Ichwillauchmalwichtigsein konfrontiert.
:schild genau:

Inaktiver User
10.08.2010, 14:40
Mich stört schon lange das im Internet grassierende Breittreten des gesamten Privatlebens einschließlich mehr oder weniger peinlicher und unbeholfener Texte und Fotos.

Ich mag das persönlich auch nicht.
Würde aber nicht so weit gehen, jemanden als Geschäftspartner wegen sowas auszusortieren.

Tabetha
10.08.2010, 14:44
Ich mag das persönlich auch nicht.
Würde aber nicht so weit gehen, jemanden als Geschäftspartner wegen sowas auszusortieren.

Es entstehen Bilder im Kopf. Und Schubladen gibt es in jeder Wohnung. Meiner Meinung nach kann sich keiner davon freisprechen. Und diese Bilder entscheiden oft mehr als die besten Worte, ob wir jemanden für vertrauenswürdig und/oder kompetent halten.

Inaktiver User
10.08.2010, 14:53
Ja, deshalb habe ich ja unterschieden zwischen der Mitgliedschaft bei einem Verein und wilden Partyfotos oder Sexannoncen.

Ich kenne eine Autorin, die hat den Ingeborg Bachmann Preis gewonnen und schreibt für das eine oder andere seriöse Medium.
Gleichzeitig steht sie sehr offen zu ihrer SM-Neigung und hat unter ihrem Namen einen Ratgeber veröffentlicht, leitet Gruppen usw.

Sicher kann sich daran jemand stören.
Ich glaube aber, sie fährt am Ende besser damit, dass sie offensiv damit umgeht.
Das macht sie auch weniger angreifbar in solchen Fällen wie dem von der TN geschilderten.

Was wie gesagt nicht heisst, dass ich befürworte intimes Details zum eigenen Liebesleben ins Netz zu stellen.

Tabetha
10.08.2010, 14:55
Sie ist Autorin. Sie genießt zum einen gewisse Freiheit, die Künstlern traditionell zugestanden wird (das geschichtliche Entstehen derselben ist interessant und passt hier in den Kontext - Künstler waren oft die einzigen, die sich über gesellschaftliche Schranken hinwegsetzen durften und so auch die Obrigkeit oder Grenzen hinterfragen konnten). Sie bekommt zudem keine Mandate, Aufträge, sondern setzt sich hin und schreibt. Hier ist die Rede von einem ganz anderen Arbeitsumfeld, denke ich.

Inaktiver User
10.08.2010, 15:09
Künstler waren oft die einzigen, die sich über gesellschaftliche Schranken hinwegsetzen durften

Vielleicht auch die einzigen, die es (einfach) taten ...


Sie bekommt zudem keine Mandate, Aufträge, sondern setzt sich hin und schreibt. Hier ist die Rede von einem ganz anderen Arbeitsumfeld, denke ich.

In diesem Zusammenhang fand ich das Juristinnen-Beispiel ganz gut.
Ich würde auch eher einer Anwältin mein Vertrauen schenken, die nicht geschniegelt im Hochglanzbüro sitzt.

Das ist natürlich Geschmacksache.
Aber so bekommt dann vielleicht jeder die Kunden, die am besten zu ihm passen.

Matratze
10.08.2010, 15:18
Doch. Ich rechne nicht damit, Unternehmer, Selbstständige, Berater und wie auch immer im Internet unter Realnamen mit Sex, Lesben und womit auch immer in Verbindung zu sehen. In erster Linie erwarte ich bei Unternehmern Seiten, die über das Berufliche informieren.

Das Internet ist nicht nur ein Medium, das von berufswegen in Benutzung ist.
Wenn derartige Informationen gewünscht sind, dann fragt man danach, zieht persönliche Erkundigungen ein und kann googeln.
Private Informationen auf diesem Wege gleich mitzunehmen - ja, warum denn eigentlich?

Da gebe ich die Frage nach Umgang mit Daten durchaus gerne zurück.


Unterschreibe ich. Das wenig sorgfältige Umgehen mit den eigenen Daten ist ihr ja nun auch bewusst geworden.

Bewusst geworden ist, dass es ihr aufgrund von Diskriminierung wegen sexueller Präferenzen möglich erscheint, dass eine ihr nicht wohlgesonnene Frau diese gegen sie intrigierend ins Spiel bringen könnte.

Ein pauschales Fehlverhalten der TE kann ich nicht erkennen.

Und Unternehmen können es sich leisten auf 'schwules' Knowhow' zu verzichten?

Niemand hat aus diesem Grunde auf Herrn Westerwelle verzichtet.


BettyTrumper, nenne mir einen positiven Grund warum die TE ihren Kunden irgend eine Information in Bezug auf ihr Privatleben geben sollte, die den Wert ihrer Dienstleistung überhaupt nicht betrifft.

Richtig.
Die TE hat keine Informationen in dieser Hinsicht gegeben.
Man könnte sie sich beschaffen oder zugesteckt bekommen.

Sammeln darf man sie allerdings nicht - aus datenschutzrechtlichen Gründen.


Du googelst doch nicht "Ist Unternehmer XY verheiratet" sondern nur "XY" - in Erwartung unternehmensrelevanter Informationen. Google findet dann aber eben auch andere Daten, die die TE irgendwann mal zur Verfügung gestellt hat.
Die Amerikaner googeln allerdings auch "so" ...

Wie Amerikaner damit umgehen, ist aber nicht die Frage.

Ergebnisse eines solchen Googelns sollten sich auch besser nicht in der Personalakte wiederfinden.


Die Frage von holdemaid lautet konkret: Soll ich mich outen, siehe auch Strangtitel. Welchen Rat würdest Du ihr geben?

Nein, ich würde mir da nicht mein Privatleben aus der Hand nehmen lassen wollen.


Es entstehen Bilder im Kopf. Und Schubladen gibt es in jeder Wohnung. Meiner Meinung nach kann sich keiner davon freisprechen. Und diese Bilder entscheiden oft mehr als die besten Worte, ob wir jemanden für vertrauenswürdig und/oder kompetent halten.

Dann hoffe ich mal, dass da nicht diskriminierende Laden aufklappen.

Liebe Grüße,

Matratze

Inaktiver User
10.08.2010, 15:23
Dann hoffe ich mal, dass da nicht diskriminierende Laden aufklappen.

Genau an dem Punkt setzte die TE mit ihrer Vermutung ja an. Und wir Mituser haben unsere Bedenken geäußert, wobei vermutlich keiner von uns ein möglicher Auftraggeber ist.

Tabetha
10.08.2010, 15:24
Dann hoffe ich mal, dass da nicht diskriminierende Laden aufklappen.

Liebe Grüße,

Matratze
Ich bin sicher, dass Du mich falsch verstanden hast. Ich meine keineswegs eine Schublade homosexuell = inkompetent. In diese Schublade wirst Du mich aber sicher nicht gesteckt haben, oder?
Dennoch, zur Deutlichkeit. Ich beziehe mich hier in allen meinen Beiträgen, wie Du unschwer nachlesen kannst, auf die Problematik intime Daten und Umgang mit denselben.

Tabetha
10.08.2010, 15:27
Wie Amerikaner damit umgehen, ist aber nicht die Frage.

Ergebnisse eines solchen Googelns sollten sich auch besser nicht in der Personalakte wiederfinden.



Das ist nicht gesagt. Diverse Auftraggeber können durchaus aus den Staaten sein. Daher erwähnte ich es (ich bin sicher, es arbeiten auch noch andere international ;- )).

Über Selbstständige gibt es keine Personalakte. Das ist ein Lieferantenordner, der komplett anderen Bedingungen unterliegt.

Matratze
10.08.2010, 15:31
Nö, so hab ich es in der Tat nicht gemeint, also nicht auf Dich persönlich bezogen.

Wenn der Umgang mit eigenen privaten Daten bemängelt wird, dann stellt sich mir die Frage, wie so ein Unternehmen mit Daten umgeht.

Abgesehen davon, dass es im vorliegenden Fall um Homosexualität geht.
Eine diesbezügliche grundsätzliche Diskriminierung können sich doch die meisten (relevanten) Unternehmen gar nicht leisten.

Liebe Grüße,

Matratze

Tabetha
10.08.2010, 15:38
Nö, so hab ich es in der Tat nicht gemeint, also nicht auf Dich persönlich bezogen.

Wenn der Umgang mit eigenen privaten Daten bemängelt wird, dann stellt sich mir die Frage, wie so ein Unternehmen mit Daten umgeht.



Ja, aber hier greifst Du ja einen interessanten Aspekt auf. Dieselben Leute, die sich - vollkommen berechtigt - über Datenschutzverletzungen aufregen, bloggen zeitgleich ihr Persönlichstes von unten nach oben. Das ist doch absurd.
Und bei meinen persönlichen Daten habe ich es eigentlich gut im Griff, wer nun die Nase dran bekommt. Also sollte ich doch bestmöglich versuchen, sie persönlich zu lassen. Dann kann ich berechtigt den Unternehmen auf die Finger klopfen. Wenn ich die Daten aber öffentlich mache ... Dann den Unternehmen vorzuschreiben, diese nicht zur Kenntnis zu nehmen, wird schwer.

Matratze
10.08.2010, 15:38
Das ist nicht gesagt. Diverse Auftraggeber können durchaus aus den Staaten sein. Daher erwähnte ich es (ich bin sicher, es arbeiten auch noch andere international ;- )).

Vielleicht fänden sie es ja gut, wenn Die TE sich privat engagiert.

Im Ernst, eine Auftragsvergabe, Einstellung in Deutschland wird trotzdem anderen Bedingungen folgen.

Wir kennen den Fall im Detail sowieso nicht.


Über Selbstständige gibt es keine Personalakte. Das ist ein Lieferantenordner, der komplett anderen Bedingungen unterliegt.

Und bei Dienstleistner heißt das nochmal anders.
Sicher, gelegentlich sogar von Unternehmen zu Unternehmen.

Was aber jetzt OT ist.

Ich würde der TE raten, die Dame grundsätzlich im Auge zu behalten.

Hat sie Material im Internet, dass sie selbst jetzt bedauert, dann löschen so gut es geht.

Einen Outing-Bedarf sehe ich nicht.

Für mich steht die Frage im Vordergrund:
Wie wird sie diese Frau los.
Wie wendet sie möglichen Schaden ab?

Diese Frau versucht es ja u. U. so oder so.
Ist es nicht dies ist es jenes.

Liebe Grüße,

Matratze

Inaktiver User
10.08.2010, 15:46
Abgesehen davon, dass es im vorliegenden Fall um Homosexualität geht.
Eine diesbezügliche grundsätzliche Diskriminierung können sich doch die meisten (relevanten) Unternehmen gar nicht leisten.

Bei dem Angebot von Dienstleistern kann sich ein Unternehmen selbstverständlich leisten auf die Dienste eines jungen Einzelunternehmers zu verzichten. Begründet ist das mit Mangel an Berufserfahrung oder internationalen Kontakten recht schnell und da fragt im Zweifel auch keiner mehr nach.

Anders sieht es aus, wenn es um eigene Angestellte geht, da werden die Standards zunehmend von den USA bestimmt. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Mandelbluete
10.08.2010, 16:01
Ja, deshalb habe ich ja unterschieden zwischen der Mitgliedschaft bei einem Verein und wilden Partyfotos oder Sexannoncen.

Ich kenne eine Autorin, die hat den Ingeborg Bachmann Preis gewonnen und schreibt für das eine oder andere seriöse Medium.
Gleichzeitig steht sie sehr offen zu ihrer SM-Neigung und hat unter ihrem Namen einen Ratgeber veröffentlicht, leitet Gruppen usw.

Sicher kann sich daran jemand stören.
Ich glaube aber, sie fährt am Ende besser damit, dass sie offensiv damit umgeht.
Das macht sie auch weniger angreifbar in solchen Fällen wie dem von der TN geschilderten.

Was wie gesagt nicht heisst, dass ich befürworte intimes Details zum eigenen Liebesleben ins Netz zu stellen.

Hallo,

diese Frau steht zu dem, was sie an Privatem oder Intimen von sich öffentlich macht.

Die TE offenbar nicht.

Das ist der Unterschied.

Was wir hier in der Bricom oder jemand im Real Life ober Homosexualität denkt, ist doch eine ganz andere Frage.

Zur Ausgangsfrage: wenn die TE Probleme befürchtet, würde auch ich ihr raten, das Netz so gut es eben geht, zu "bereinigen". Und es dabei zu belassen. Wenn ein Geschäftspartner bei mir ankäme und mir "beichten" würde, er sei schwul oder lesbisch, würde ich ihn mit riesengroßen Augen anstarren und mich fragen, was er mir nun damit sagen möchte.

Mandelblüte

akademikerin
10.08.2010, 17:12
Ich frfage mich, warum jetzt wieder über Dinge diskutiert wird hier, die mit der Frage der Strangeröffnerin nur in Randbereichen zu tun hat. Eine Diskussion über Homosexualität etc. ... das wäre wohl eher was für's Sexforum als hier.

Vielleicht warten wir mal, ob die TE sich noch mal hierzu meldet, bevor es wieder wild wird?

holdemaid06
11.08.2010, 08:58
Ich bin erst einmal fassungslos. Du bist selbstständig im Bereich Executive Search und weist derartige Defizite mit modernen Kommunikationsformen und dem Speicherverhalten des Internets auf? Wenn ich als Auftraggeberin da die Nase heranbekommen würde, wärst Du ehrlich gesagt für mich als Dienstleisterin indiskutabel. Zumal ich über sexuelle Ausrichtung nicht im Job diskutieren möchte.
Du bist also anscheinend auf einschlägigen Seiten mit realem Namen unterwegs. Nun hast Du den Salat - falls das Verhalten der beschriebenen Beraterin darauf beruht.
Die Schilderung finde ich allerdings ein wenig sehr extrem und ob die Schlüsse, die aus dem Verhalten gezogen werden, so richtig sind, kann ich von außen sicher nicht beurteilen.

Ich würde als Auftraggeberin sehr unangenehm berührt sein, wenn eine Dienstleisterin oder Partnerin sich bemüßigt fühlen würde, mich über ihre sexuelle Ausrichtung zu informieren. Ob die Personalberaterin solche Sachen bewusst an Chefs gibt, sei dahingestellt. Sollte ihr Verhalten in diesem Wissen begründet sein, wird sie aber eventuell entsprechende Andeutungen in Gesprächen fallen lassen.
Ganz ehrlich - es spricht nicht für Dich und den von Dir abgedeckten Bereich, dass dies - aufgrund von Internetdaten - überhaupt möglich ist.
Ich würde mich mit dem Löschen der einschlägigen Daten bei google beschäftigen, dass das geht, weißt Du ja anscheinend. Es kann aber langwierig sein und führt nicht immer zum Erfolg.
Was aus dem Projekt der Bundesregierung geworden ist, die Löschung persönlicher Daten aus dem Internet zukünftig aus den Speichern entfernen zu lassen, habe ich gerade aktuell nicht auf dem Ticker.

Und gehe in Zukunft sensibler mit Deinen Daten um (hoffentlich machst Du das bei Bewerberdaten anders!). Nach fünf Minuten hatte ich zwei Personen, von denen ich vermuten könnte, dass Du eine davon bist. Würde ich noch ein wenig recherchieren, was ich nicht tun werde, hätte ich Dich vermutlich. Nur aufgrund Deiner wenigen Beiträge. Dies mal als Warnhinweis.

Ach Unsinn- sorry möchte das einmal klar stellen-in einer Hotelbewertung erwähne ich dass ich in einm Hotel mit einer Frau war- nicht wirklich super konkret- mehr auch nicht.

Nein, auf SEX Seiten bin ich nicht vertreten :) aber, hey, das wäre mal eine Idee ;)

Ich erwähnte lediglich in einem Nebensatz wie ich eine Nacht mit einer Frau die ich in einem Club kennengelernt hatte in einem Hotel verbrachte- WAS wir machten, steht da nicht- aber es ging darum dass ich in dem Hotel nach der Sache schief angeschaut wurde, bzw dass ueber mich getuschelt wurde und der Hotelbesitzer GELD haben wollte, da ja noch ´eine weitere Person´ in meinem Zimmer schlief. Meine Antwort darauf war ( zum Hotelbesitzer) : Aber wir haben nicht geschlafen.


Zum Thema: Diese Personalberaterin hat einen Schaden, das ist meine Meinung- denn so unfair und böswillig zu agieren ist kein kleiner ´faux pas´

Welches Problem sie hat ist mir ein Rätsel- und da ich keine Lust habe, um mir darüber den Kopf weiter zu zerbrechen, hat die Sache gestern mein Anwalt übernommen, da sie grob gegen meinen AGBs und den gemeinsamen Vertrag verstossen hat.

Eine riesen Erleichterung für mich...

Ich habe nun mehr Ruhe und kann mich auf meine weiteren Aufträge und die Orga konzentrieren und viele andere, wichtige DInge, die in den letzten Tagen liegen geblieben sind.

Dass ich den Eintrag bei google löschen werden lassen ist nun klar. Ich werde es in Zukunft so halten: Nur Leute denen ich persönlich vertraue erzähle ich von meinem Privatleben, oder eben wenn mir eine Frau wirklich gefällt- ansonsten nichts darüber.

Liebe Grüße

Tabetha
11.08.2010, 11:23
Ach Unsinn- sorry möchte das einmal klar stellen-in einer Hotelbewertung erwähne ich dass ich in einm Hotel mit einer Frau war- nicht wirklich super konkret- mehr auch nicht.

Nein, auf SEX Seiten bin ich nicht vertreten :) aber, hey, das wäre mal eine Idee ;)

Ich erwähnte lediglich in einem Nebensatz wie ich eine Nacht mit einer Frau die ich in einem Club kennengelernt hatte in einem Hotel verbrachte- dass es zum Sex kam, steht da nicht- aber es ging darum dass ich in dem Hotel nach der Sache schief angeschaut wurde, bzw dass ueber mich getuschelt wurde und der Hotelbesitzer GELD haben wollte, da ja noch ´eine weitere Person´ in meinem Zimmer schlief. Meine Antwort darauf war ( zum Hotelbesitzer) : Aber wir haben nicht geschlafen.



Ich finde, das sind reichlich Daten, die ich persönlich nicht mit meinem realen Namen in Verbindung gebracht haben wollte.
Wann Du in welchem Hotel warst.
Ein Clubbesuch.
Die Mitnahme einer Dir unbekannten Frau in Dein Hotelzimmer.
Klar, Ihr habt Schach gespielt ;- )
Der Hotelbesitzer möchte sein Geld haben und bekommt eine patzige Antwort - es steht ihm je nach Verrechnungsart des Hotels zu (Zimmer- oder Personenpreis).
Ich hoffe sehr, der Name der anderen Frau ist nicht erwähnt.


Korrigiert: aus im wurde ihm

holdemaid06
12.08.2010, 17:05
Ich finde, das sind reichlich Daten, die ich persönlich nicht mit meinem realen Namen in Verbindung gebracht haben wollte.
Wann Du in welchem Hotel warst.
Ein Clubbesuch.
Die Mitnahme einer Dir unbekannten Frau in Dein Hotelzimmer.
Klar, Ihr habt Schach gespielt ;- )
Der Hotelbesitzer möchte sein Geld haben und bekommt eine patzige Antwort - es steht im je nach Verrechnungsart des Hotels zu (Zimmer- oder Personenpreis).
Ich hoffe sehr, der Name der anderen Frau ist nicht erwähnt.

hi und danke! ich werde alles löschen lassen, zumal ich denke, dass das sehr unbedacht und naiv von mir war.

Nein ich würde nie einen Namen einer Frau erwähnen mit der ich zusammen war, oder mit der ich etwas hatte/ und sei es nur eine Affäre- whatever...

LG!

Inaktiver User
17.08.2010, 12:15
Ich sehe zwei Themen:Gorilla-Frau und im Netz erkennbar lesbisch sein.
Die müssen nicht unbedingt miteinander zu tun haben.

Aus irgendeinem Grund hat sich die Frau so verhalten, wie sie es getan hat. Mich würde an Deiner Stelle interessieren, warum, denn ich an Deiner Stelle würde nicht davon ausgehen, dass dies damit zu tun hat, dass die Frau sich an Deiner sexuellen Orientierung stört, scharf auf Dich ist oder diese Information als Druckmittel in der Hinterhand wähnte.

Mich persönlich interessiert die sexuelle Orientierung von Chefs, Kollegen, Mitarbeitern, Dienstleistern oder Kunden nicht.
Ich kann zwar verstehen, woher es kommt, aber mich persönlich nervt es, wenn Homosexuelle ihre Homosexualität plakativst vor sich her tragen und meinen, alles, aber auch alles damit in Kontext setzen zu können/müssen.
Von daher: Nein, kein proaktives Outing.
Will keiner wissen, hat mit Deinem Job nichts zu tun.
Wenn Du mir damit kämest, würde ich Dich rundheraus fragen, ob Du mir damit zu verstehen geben willst, dass Du mich wegen Diskriminierung verklagen wirst, wenn ich Dir keine Aufträge mehr gebe.

Wenn Du Deine sexuelle Orientierung nicht genauso selbstverständlich lebst wie bespielsweise Deine Vorliebe für Deinen Sport, dann solltest Du zusehen, dass etwaige Netzeinträge verschwinden.
Du könntest allerding auch überlegen, warum Du meinst, dass ein selbstverständliches Leben Deiner Sexualität Dir Nachteile verschafft.
Das Argument, dass Du im Job keine Flirts möchtest und bei bi- und homosexuellen Frauen gut ankommst, aber keine Begehrlichkeiten wecken willst, ist ein bisschen sehr ... dünn.

Ich bin hetero, jede/r weiss das, ich komme bei Heterofrauen meist ganz gut an und habe dennoch nicht feststellen können, dass ich wegen lauter Flirts und geweckter Begehrlichkeiten Probleme in meinen Projekten habe.

Hoffe, geholfen zu haben.

NM

holdemaid06
09.09.2010, 20:41
hab mir dieses alte thema mal näher angeschschaut, und bin zum schluss gekommen:
outing NEIN auf keinen Fall!!
a) ist es meine private Sache und
b) geht es keinen etwas an- ausser natürlich wenn ich mich mit jmd sehr gut verstehe.

Gorillas gibt es überall, das sind meist Menschen die unzufrieden mit sich sind , denn sonst würden sie nicht versuchen andere unter Druck zu setzten und über den Tisch zu ziehen- bzw unter anderen Mängeln leiden.
Mit Gorillas arbeite ich generell nicht zusammen- bringt am Ende nicht viel.

LG und dank

Tabetha
10.09.2010, 15:07
hab mir dieses alte thema mal näher angeschschaut, und bin zum schluss gekommen:
outing NEIN auf keinen Fall!!
a) ist es meine private Sache und
b) geht es keinen etwas an- ausser natürlich wenn ich mich mit jmd sehr gut verstehe.

Gorillas gibt es überall, das sind meist Menschen die unzufrieden mit sich sind , denn sonst würden sie nicht versuchen andere unter Druck zu setzten und über den Tisch zu ziehen- bzw unter anderen Mängeln leiden.
Mit Gorillas arbeite ich generell nicht zusammen- bringt am Ende nicht viel.

LG und dank

Was haben bitte Gorillas damit zu tun?